Albert-Frankenthal GmbH
Lambsheimer Straße 18, 67227 Frankenthal (Pfalz), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans-Peter Kohlmann seit 26.10.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Albert-Frankenthal GmbHFrankenthalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Rechtliche und wirtschaftliche GrundlagenIm Rahmen einer Ausgliederung wurden die am Frankenthaler Standort der Koenig & Bauer AG, Würzburg, angesiedelten Bereiche "Zerspanende Fertigung einschließlich Baugruppenmontage" sowie "Walzenfertigung" der neu gegründeten Albert-Frankenthal GmbH zum 1. November 2011 übertragen (notarieller Gründungsvertrag vom 16. September 2011). Die Anlagen, Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden zu Buchwerten übernommen (Einbringungsvertrag vom 25. Oktober 2011). Der operative Geschäftsbetrieb wurde am 1. November 2011 aufgenommen. Durch die Albert-Frankenthal GmbH wurden ursprünglich in 2011 auch 330 Arbeitsverhältnisse der Koenig & Bauer AG übernommen. Die Albert-Frankenthal GmbH, eingetragen beim Amtsgericht Ludwigshafen a. Rhein unter HRB 62788, war zum 31. Dezember 2023 mit einem Stammkapital von 100 T € ausgestattet. Die Kapitalrücklage ist zum 31. Dezember 2023 mit 11.657,9 T € unverändert zum Vorjahr. Per Saldo errechnet sich zusammen mit dem Verlustvortrag von -10.620,8 T € und dem Jahresüberschuss von 610,7 T € ein Eigenkapital von 1.747,8 T € zum 31. Dezember 2023 (Vorjahr: 1.137,1 T €). Die Koenig & Bauer AG in Würzburg ist alleinige Gesellschafterin der Albert-Frankenthal GmbH, die in den Konzernabschluss der Koenig & Bauer AG, Würzburg, einbezogen wird. Nach dem Gesellschaftsvertrag ist das Tätigkeitsfeld der Albert-Frankenthal GmbH die zerspanende Fertigung einschließlich Baugruppenmontage sowie Walzenfertigung für den Koenig & Bauer-Konzern als auch für fremde Dritte. Neben Bauteilen und -gruppen für die Drucktechnik kommen insbesondere auch Geschäftsfelder außerhalb der Drucktechnik in Betracht. Die Produktions-, Lager- und Büroflächen des Unternehmens sind von der Koenig & Bauer AG, Würzburg, angemietet. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen zur Koenig & Bauer-Gruppe sind über verschiedene Dienstleistungsverträge und einen Rahmenvertrag geregelt. Zum 31. Dezember 2023 waren bei der Albert-Frankenthal GmbH 81 Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) (Vorjahr: 85 Mitarbeiter) beschäftigt. In der Koenig & Bauer-Gruppe sind zentrale Ziel- und Steuerungsgrößen für die Geschäftseinheiten auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelte Kennzahlen wie Umsatzerlöse, EBT-Marge und das Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie Auftragseingang und Auftragsbestand. Dem Jahresabschluss der Albert-Frankenthal GmbH kommt damit für sich genommen keine Steuerungsfunktion im Sinne des gruppenweiten Steuerungssystems zu. Als bedeutsamste Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis herangezogen. Gesamtwirtschaftliches UmfeldDie Nachfrage nach den Produkten der Albert-Frankenthal GmbH hängt überwiegend vom Neugeschäft bei Bogen- und Rollenmaschinen der verbundenen Unternehmen im Koenig & Bauer-Konzern ab. Die hohe Exportquote von 86,9 % des Koenig & Bauer-Konzerns in 2023 zeigt die weltweite Präsenz von Koenig & Bauer. Insofern ist auch die Albert-Frankenthal GmbH durch die direkten und indirekten negativen Folgen der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten betroffen. Im Euro-Raum verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu spürbarer Zurückhaltung bei Bestellungen, was sich gegen Ende des Jahres negativ auf die Auslastung der Produktion auswirkte. Der zu verzeichnende Rückgang des Geschäftes mit Walzen für Bogenmaschinen wurde dabei durch deutliche Steigerungen im Geschäft mit Walzen für den Rollenbereich kompensiert. Das zur Anpassung der Produktionskapazitäten und Produktivitätssteigerungen konzernweit gestartete Effizienzprogramm Performance 2024 extended (P24x) wurde Mitte 2023 als offiziell beendet erklärt. GeschäftsverlaufIm Geschäftsjahr 2023 wurden Umsätze in Höhe von 15.289,2 T € (Vorjahr: 15.166,2 T €) realisiert, wobei zum 01.01.2023 auf Basis der sich in 2022 vorliegenden Energie- und Materialpreissteigerungen eine Erhöhung der Verrechnungspreise für Lieferungen im Konzern vereinbart wurde. Der Umsatz lag bedingt durch einen Rückgang des Auftragseinganges im 4. Quartal leicht niedriger als ursprünglich in 2022 geplant. An verbundene Unternehmen wurden für 3.009,0 T € (Vorjahr: 1.513,3 T €) Walzen für Rollenmaschinen und 8.008,6 T € (Vorjahr: 9.007,1 T €) Walzen für Bogenmaschinen geliefert. Der Umsatz mit externen Auftraggebern außerhalb des Konzernverbundes betrug 4.271,6 T € (Vorjahr: 4.645,8 T €). Darin enthalten ist der Umsatz mit Drittkunden außerhalb der Drucktechnik, der in 2023 moderat rückläufig war und leicht unter den Erwartungen lag. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass trotz des Rückgangs des Auftragseingangs im 4. Quartal, der Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Albert-Frankenthal GmbH im Rahmen der Erwartungen blieben. In der Gesamtheit ist der Geschäftsverlauf für das Jahr 2023 als zufriedenstellend zu beurteilen. ErtragslageBei der Albert-Frankenthal GmbH fiel im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss von 610,7 T € an (Vorjahr: 767,8 T €). Der Jahresüberschuss war moderat niedriger als in 2022 geplant. Gegenüber 2022 reduzierten Material- und Energiekosten standen erhöhte Personalaufwendungen gegenüber. Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit 2.021,4 T € (Vorjahr: 2.016,4 T €) auf Vorjahresniveau. Geringfügig höhere Vertriebskosten und deutlich höhere Verwaltungskosten, insbesondere für die Zuführung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, trugen dazu bei, dass das Betriebsergebnis auf 613,1 T € (Vorjahr: 922,9 T €) sank. Die zum 1. November 2014 zwischen der Koenig & Bauer AG, der Geschäftsleitung, der Arbeitnehmervertreter und der IG Metall in einem Rahmen- sowie einem Dienstleistungs- und Kooperationsvertrag vereinbarten Grundsätze wurden unbefristet verlängert. Des Weiteren sind der Albert-Frankenthal GmbH vertraglich die Lieferung aller Walzen innerhalb des Koenig & Bauer-Konzerns, die von der Albert-Frankenthal GmbH gefertigt werden können, bis zum 31.12.2024 zugesichert. Vermögens- und FinanzlageDas Eigenkapital der Albert-Frankenthal GmbH wird zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 1.747,8 T € (Vorjahr: 1.137,1 €) ausgewiesen, die Eigenkapitalquote stieg auf 20,8 % (Vorjahr: 13,6 %). Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 155,2 T € (Vorjahr: 277,9 €) betrafen im Wesentlichen die Anschaffung einer Osmoseanlage zur Wasseraufbereitung, die Ausrüstung der Wuchtarbeitsplätze mit einer zentralen Schutzgasversorgung sowie angeschaffte Werkzeuge und Vorrichtungen. Das Sachanlagevermögen sank in 2023 abschreibungsbedingt auf 755,8 T € (Vorjahr: 800,8 T €). Der Rückgang der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände auf 3.022,6 T € (Vorjahr: 3.575,4 T €) ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Folge des im 4. Quartals 2023 rückläufigen Geschäftsvolumens zurückzuführen. Die Erhöhung der Vorräte auf 4.140,7 T € (Vorjahr: 3.495,6 T €) ist im Wesentlichen neben höheren Einstandspreisen auf die kundenseitige Verschiebung von Lieferungen von Walzen für Bogenmaschinen in das Jahr 2024 zurückzuführen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt -116,1 T € (Vorjahr: 104,0 T €). An liquiden Mitteln standen zum 31. Dezember 2023 196,3 T € zur Verfügung (Vorjahr: 446,3 T €). Forschung und EntwicklungDie F&E-Aktivitäten erfolgen innerhalb der verschiedenen Konzerngesellschaften. Bei Neu- und Weiterentwicklungen findet ein Transfer an die Albert-Frankenthal GmbH statt. RisikoberichtDie Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem ihres Mutterunternehmens, der Koenig & Bauer AG, einbezogen, welches zur Identifikation und Steuerung von Risiken eingerichtet wurde, um angemessen auf die aktuelle Risikolage durch ein rechtzeitiges, zielgerichtetes Eingreifen reagieren zu können. Eine Risikoinventur mit entsprechenden Berichten wird dezentral von den Risikoeignern der operativen Gesellschaften, zu denen auch die Albert-Frankenthal GmbH gehört, halbjährlich durchgeführt. Die Vollständigkeit und Bewertung der Risiken werden abschließend durch die jeweilige Geschäftsführung der operativen Einheiten überprüft. Risiken werden in einer Nettobetrachtung um die bereits etablierten Risikobegrenzungsmaßnahmen reduziert und anschließend anhand nachvollziehbar beschriebener Szenarien nach Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzieller Auswirkung auf das Ergebnis quantifiziert. Durch die Koenig & Bauer AG wird bei der Albert-Frankenthal GmbH eine Grundauslastung der Fertigung in Abhängigkeit des Bedarfes an Walzen innerhalb des Koenig & Bauer-Konzerns gewährleistet. Der Albert-Frankenthal GmbH ist vertraglich die Lieferung aller Walzen innerhalb des Koenig & Bauer-Konzerns, die von der Albert-Frankenthal GmbH gefertigt werden können, zugesichert. Das Auslastungsrisiko ergibt sich weiterhin durch die hohe Abhängigkeit von der Koenig & Bauer AG und kann durch Lieferung an Dritte außerhalb der Drucktechnik in absehbarer Zeit nicht kompensiert werden. Die Risiken aus der Abhängigkeit von der Koenig & Bauer AG schätzen wir als moderat ein. Die finanziellen Auswirkungen schätzen wir bei mittlerer Eintrittswahrscheinlichkeit als hoch ein. Im 1. Halbjahr 2024 erwarten wir geringere Umsätze aus der Lieferung von Walzen für den Bogenbereich. Zur Reduzierung des finanziellen Risikos durch eine geringere Auslastung wird daher neben den Instrumenten der Arbeitszeitflexibilisierung in 2024 auch von der Kurzarbeit Gebrauch gemacht. In Folge der vorliegenden Inflation und der damit zu erwartenden Tariflohnsteigerungen rechnen wir mit einer Erhöhung der Preise für externe Dienstleistungen. Das Risiko schätzen wir als moderat ein. Die finanziellen Auswirkungen schätzen wir bei mittlerer Eintrittswahrscheinlichkeit als gering ein. Für 2024 erwarten wir gegenüber 2023 keine signifikante Erhöhung der Beschaffungspreise für Energie und Halbzeuge, daher schätzen wir die finanziellen Auswirkungen als auch die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering ein. Die Versorgung mit Liquidität wird durch die Konzernmuttergesellschaft Koenig & Bauer AG sichergestellt. Damit ist die Albert-Frankenthal GmbH von der finanziellen Unterstützung durch die Muttergesellschaft abhängig. Der Fortbestand der Gesellschaft ist mithin gefährdet, wenn eine dauerhafte Durchsetzung von in der Vergangenheit vorgenommenen Verrechnungspreiserhöhungen nicht gewährleistet ist oder es zu einem Wegfall der finanziellen Unterstützung der Muttergesellschaft kommt. Das Risiko schätzen wir als gering ein. Auf Basis des Risikomanagementsystems werden wesentliche Risiken identifiziert und bewertet, auf die durch geeignete Maßnahmen reagiert wird. Die Entwicklung der wesentlichen Risiken wird regelmäßig verfolgt. Die aktuelle Überprüfung der Risikosituation ergab, dass derzeit keine tatsächlichen oder potenziellen Risikokonzentrationen bekannt sind, die den Fortbestand des Unternehmens in absehbarer Zukunft ernsthaft gefährden könnten. Prognose- und ChancenberichtAls qualifiziertes Fertigungsunternehmen ist die Albert-Frankenthal GmbH auf anspruchsvolle mechanische Komponenten ausgelegt. Neben der Produktion von Druckwalzen und anderen Kernteilen für die Koenig & Bauer-Gruppe wird verstärkt bei externen Auftraggebern um zusätzliches Geschäft als Lohnfertiger geworben. Sie ist auch für potenzielle Investoren offen, die an der Verlagerung von Produktionen an den Standort Frankenthal Interesse zeigen. In den gesamtwirtschaftlichen Prognosen für das Jahr 2024 werden lediglich geringe Steigerungen des Bruttoinlandsprodukts erwartet. Die Branchenverband VDMA rechnet für den Maschinenbau in Deutschland in 2024 abermals mit einem herausfordernden Jahr mit einem Rückgang der realen Produktion um 4%. Auch in 2023 zeigte sich die hohe Abhängigkeit der Albert-Frankenthal GmbH von verbundenen Unternehmen. Die externen Umsätze mit Drittkunden außerhalb der Drucktechnik waren auch in 2023 deutlich rückläufig. Für 2024 erwarten wir einen weiteren Rückgang. Weiterhin halten wir geringe Steigerungen in den Folgejahren nach Überwindung der aktuellen Krisen für möglich. Das in 2021 konzernweit gestartete Effizienzprogrammes Performance 2024 extended (P24x) zur Anpassung der Fertigungskapazitäten an die anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigt die gewünschten positive Wirkungen. Bedingt durch die herausfordernde makroökonomische Gesamtlage rechnet die Geschäftsleitung für 2024 mit ca. 9% niedrigeren Umsatzerlösen und, bei konsequenter Durchführung von Kurzarbeit und der Weiterverfolgung der eingeleiteten Maßnahmen, mit einem annähernd ausgeglichenen Ergebnis in 2024. Wir erwarten eine Belebung der Geschäftstätigkeit im 2. Halbjahr 2024. Verbunden mit der nachhaltigen Umsetzung der bereits in den Vorjahren realisierten und für 2024 geplanten Maßnahmen wird für die Folgejahre eine Ergebnisverbesserung erwartet.
Frankenthal, den 31. März 2024 Albert-Frankenthal GmbH, Frankenthal Hans-Peter Kohlmann, Geschäftsführer Bilanz der Albert-Frankenthal GmbH zum 31. Dezember 2023Nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) Aktiva
Passiva
Gewinn-
und Verlustrechnung der Albert-Frankenthal GmbH
|
| in T € | |||
| 2022 | 2023 | ||
| Anhang | |||
| Umsatzerlöse | (8) | 15.166,2 | 15.289,2 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | (9) | -13.149,8 | -13.267,8 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 2.016,4 | 2.021,4 | |
| Vertriebskosten | (10) | -394,9 | -397,5 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | (10) | -710,4 | -1.019,6 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (11) | 24,2 | 10,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (12) | -12,4 | -1,6 |
| Betriebsergebnis | 922,9 | 613,1 | |
| Finanzergebnis | (13) | -177,4 | -2,0 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (14) | - | |
| Ergebnis nach Steuern | 745,5 | 611,1 | |
| Sonstige Steuern | (14) | 22,3 | -0,4 |
| Jahresüberschuss | 767,8 | 610,7 |
Anhang des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01. Januar - 31. Dezember 2023
Allgemein
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt.
Vorbemerkungen
In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden einzelne Posten zusammengefasst, um die Klarheit der Darstellung zu erhöhen. Zusammengefasste Posten sind in den folgenden Erläuterungen weiter unterteilt. Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt und die Beträge werden in Tausend Euro (T €) angegeben. Das Umsatzkostenverfahren wird für die Gewinn- und Verlustrechnung angewendet. Ergänzende Angaben erfolgen in Übereinstimmung mit § 285 Nr. 8 HGB. Das allgemeine Gliederungsschema für die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit § 265 Abs. 5 HGB erweitert.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Abschluss der Albert-Frankenthal GmbH, Frankenthal, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Ludwigshafen a. Rhein unter HRB 62788, ist nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt.
Die Bewertungs- und Abschreibungsmethoden haben sich nicht geändert.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der betriebsüblichen Nutzung über eine Nutzungsdauer von drei bis sieben Jahren linear abgeschrieben.
Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, die nach der linearen, in Einzelfällen nach der degressiven Methode berechnet werden. Die Nutzungsdauern betragen zwischen drei bis 15 Jahren. Geringwertige Anlagegüter bis 800 € werden in Anlehnung an die steuerlichen Regelungen über fünf Jahre abgeschrieben. Die Jahresabschreibung bezüglich der im Geschäftsjahr zugegangenen Anlagegüter bemisst sich monatsgenau beginnend mit dem vollen Monat der Anschaffung. Sofern der beizulegende Wert von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen zum Bilanzstichtag auf Grund einer dauernden Wertminderung unter dem Buchwert liegt, wird eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen und gegebenenfalls die Restnutzungsdauer angepasst.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen bewertet, wobei zur Berücksichtigung von verminderter Gängigkeit und Verwertbarkeit angemessene Abschläge vorgenommen werden. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Diese werden bei Bauteilen und Baugruppen durch Stückkalkulation unter Ansatz der Einzelkosten und notwendiger Material- und Fertigungsgemeinkosten (einschließlich Abschreibungen) ermittelt. Lagerhaltige Einkaufsteile werden nach gleitenden Durchschnittspreisen bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Für erkennbare Risiken in den Forderungen werden individuelle Wertberichtigungen vorgenommen.
Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt.
Rückdeckungsversicherungsansprüche aus Finanzanlagen gegen den Versicherer aus der Ausfinanzierung der betrieblichen Altersversorgung sind zum Teil mit der Pensionsrückstellung verrechnet. Die Deckungsvermögen werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Soweit die Zeitbewertung des jeweiligen Deckungsvermögens über den historischen Anschaffungskosten liegt, unterliegen die daraus resultierenden Erträge gemäß § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB der Ausschüttungssperre.
In den Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Die Rückstellungen sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Den Pensionsrückstellungen für Anwartschaften und Pensionäre liegt jeweils ein versicherungsmathematisches Gutachten nach der Projected-Unit-Credit-Methode - unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck - zugrunde.
Der Betrachtungszeitraum für die Ermittlung des Zinssatzes für die Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen wurde erstmalig im Geschäftsjahr 2016 geändert. In diesem Zusammenhang erfolgte eine Verlängerung des Zeitraums, über den der Durchschnittszinssatz für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen berechnet wird. Die Pensionsrückstellungen sind daher mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre abgezinst.
Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.
Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Erläuterungen zur Bilanz
(1) Anlagevermögen
Die Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die bisher aufgelaufenen Abschreibungen je Anlageposten sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
Anlagenspiegel
| In T € | Anschaffungs- | ||||
| und Herstellungs- | |||||
| Kosten | Um- | ||||
| 01.01.2023 | Zugänge | buchungen | Abgänge | 31.12.2023 | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, | |||||
| gewerbliche Schutzrechte und ähnliche | |||||
| Rechte und Werte sowie Lizenzen an | |||||
| solchen Rechten und Werten | 387,6 | 1,7 | - | - | 389,3 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 387,6 | 1,7 | - | - | 389,3 |
| Sachanlagen | |||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 4.221,0 | 56,0 | - | - | 4.277,0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.280,4 | 97,5 | - | -0,4 | 2.377,5 |
| Gel. Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - |
| Sachanlagen | 6.501,4 | 153,5 | - | -0,4 | 6.654,6 |
| 6.889,0 | 155,2 | - | -0,4 | 7.043,8 |
| In T € | Abschreibungen | ||||
| 01.01.2023 | Jahresab- | Zuschrei- | Abgänge | 31.12.2023 | |
| schreibungen | bungen | ||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, | |||||
| gewerbliche Schutzrechte und ähnliche | |||||
| Rechte und Werte sowie Lizenzen an | |||||
| solchen Rechten und Werten | 344,4 | 10,8 | - | - | 355,2 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 344,4 | 10,8 | - | - | 355,2 |
| Sachanlagen | |||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.625,0 | 111,2 | - | - | 3.736,2 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.075,6 | 87,3 | - | -0,4 | 2.162,5 |
| Gel. Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - |
| Sachanlagen | 5.700,6 | 198,5 | - | -0,4 | 5.898,7 |
| 6.045,0 | 209,3 | - | -0,4 | 6.253,9 |
| In T € | Restbuchwerte | |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, | ||
| gewerbliche Schutzrechte und ähnliche | ||
| Rechte und Werte sowie Lizenzen an | ||
| solchen Rechten und Werten | 43,2 | 34,1 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 43,2 | 34,1 |
| Sachanlagen | ||
| Technische Anlagen und Maschinen | 596,0 | 540,8 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 204,8 | 215,0 |
| Gel. Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - |
| Sachanlagen | 800,8 | 755,8 |
| 844,0 | 789,9 |
Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um im Rahmen des Einbringungsvertrages übernommene EDV-Software, ein neu angeschafftes ERP-System sowie um eine Erweiterung des ERP-Systems zur Verbesserung der logistischen Abläufe.
Das Sachanlagevermögen betrifft überwiegend Anlagen, die im Rahmen des Einbringungsvertrages eingebracht wurden. Es handelt sich hierbei um übernommene Bearbeitungszentren für die mechanische Fertigung sowie in den Folgejahren vorgenommene Ergänzungs- und Ersatzbeschaffungen bei technischen Anlagen und Maschinen sowie angeschaffte Werkzeuge und Vorrichtungen.
(2) Vorräte
| in T € | ||
| 31.12.2022 | 31.12.20 23 | |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 298,1 | 290,0 |
| Unfertige Erzeugnisse | 2.964,7 | 2.984,6 |
| Fertige Erzeugnisse | 232,8 | 866,1 |
| 3.495,6 | 4.140,7 |
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| in T € | 31.12.2022 | davon mit | 31.12.20 23 | davon mit |
| Gesamt | Restlaufzeit | Gesamt | Restlaufzeit | |
| von mehr als | von mehr als | |||
| einem Jahr | einem Jahr | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 378,4 | - | 162,4 | - |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 3.172,2 | - | 2.750,9 | - |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 24,8 | - | 109,3 | - |
| - davon gegen verbundene Unternehmen | - | - | - | - |
| 3 . 575,4 | - | 3.022,6 | - |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 2.750,9 T € (Vorjahr: 3.172,2 T €) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Davon betreffen 178,8 T € (Vorjahr: 69,9 T €) die Alleingesellschafterin Koenig & Bauer AG, Würzburg.
Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen mit 109,3 T € (Vorjahr: 24,8 T €) im Wesentlichen Forderungen für ausbezahlte Betriebsrenten gegenüber dem Rückdeckungsversicherer für ausfinanzierte Pensionsverpflichtungen.
(4) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
| in T € | ||
| 31.12.2022 | 31.12.20 23 | |
| Kassenbestand | 1,2 | 1,9 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 445,1 | 194,4 |
| 446,3 | 196,3 |
(5) Eigenkapital
In dem notariellen Gründungsvertrag vom 16. September 2011 wurde das Stammkapital in Höhe von 100 T € festgelegt. Das im Zuge der Gründung von der Muttergesellschaft übernommene Anlage- und Umlaufvermögen in Höhe von 8.966,8 T €, sowie eine weitere Einlage der Gesellschafterin in 2014 in Höhe von 2.691,1 T € wurden in die Kapitalrücklage eingestellt.
(6) Rückstellungen
Pensionsrückstellungen werden entsprechend der versicherungsmathematischen Gutachten nach der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt. Dabei wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.
Der Betrachtungszeitraum für die Ermittlung des Zinssatzes für die Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen wurde erstmalig im Geschäftsjahr 2016 geändert. In diesem Zusammenhang erfolgte eine Verlängerung des Zeitraums, über den der Durchschnittszinssatz für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen berechnet wird. Seit 2016 werden Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 statt 7 Geschäftsjahre abgezinst. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag in Höhe von 95,7 T € (Vorjahr: 473,9 T €) ist ausschüttungsgesperrt.
Bei der Berechnung wurde ein durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre in Höhe von 1,83% (1,76 % für 7 Geschäftsjahre, Vorjahr: 1,78 % für 10 Geschäftsjahre, 1,45 % für 7 Geschäftsjahre) unterstellt.
Des Weiteren wurde ein Rententrend von 2,0 % (Vorjahr: 1,75 %) und abweichend davon 4,5% p.a. für 2024 und 2025 für Altzusagen und für Zusagen im Rahmen der neuen betrieblichen Altersversorgung in Höhe von 1 % (Vorjahr: 1%) sowie ein Gehaltstrend in Höhe von 0 % (Vorjahr: 0 %) und eine Fluktuationsrate von 2,60 % (Vorjahr: 2,60 %) unterstellt.
Die ausfinanzierten Pensionsverpflichtungen, die in Höhe des Zeitwerts der Rückdeckungsversicherung angesetzt werden, wurden mit der Rückdeckungsversicherung gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von 2.485,2 T € (Vorjahr: 2.423,4 T €) verrechnet.
Im Zuge der teilweisen Ausfinanzierung der betrieblichen Altersversorgung wurden in den Finanzanlagen enthaltene Rückdeckungsansprüche gegen den Versicherer nach deren Übertragung an die begünstigten Mitarbeiter mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Die Versorgungsansprüche der Mitarbeiter sind in einem externen Treuhandvermögen ausfinanziert, auf das das Unternehmen keinen Zugriff besitzt.
Da es sich beim Deckungsvermögen um Rückdeckungsversicherungen handelt, betragen die historischen Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert 2.485,2 T €. Erträge aus Rückdeckungsversicherungen belaufen sich auf 28,6 T € (Vorjahr 0 T €).
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Ansprüche aus dem Personalbereich für Urlaubs- und Gleitzeitguthaben in Höhe von 104,3 T € (Vorjahr: 130,1 T €), für variable Vergütung in Höhe von 115,0 T € (Vorjahr: 135,0 T €), Jubiläumsprämien und Sterbegeld in Höhe von 65,7 T € (Vorjahr: 67,8 T €). Rückstellungen für Maßnahmen zur Strukturverbesserung wurden in 2023 verbraucht sind nicht enthalten (Vorjahr: 92,4 T €).
Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von 80,4 T € (Vorjahr: 300,8 T €) wurden vollständig mit Wertpapieren verrechnet.
Des Weiteren sind 71,7 T € (Vorjahr: 385,4 T €) für ausstehende Rechnungen enthalten.
(7) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
| in T € | 31.12.2022 | 31.12.202 3 | ||
| Gesamt | bis 1 Jahr | Gesamt | bis 1 Jahr | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 664,5 | 664,5 | 210,2 | 210,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 235,4 | 235,4 | 274,2 | 274,2 |
| - davon aus Steuern | 226,0 | 226,0 | 267,2 | 267,2 |
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 9,4 | 9,4 | 7,0 | 7,0 |
| 899,9 | 899,9 | 484,4 | 484,4 |
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(8) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse beinhalten Umsätze mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 11.017,6 T€ (Vorjahr: 10.520,4 T€).
Im Berichtsjahr sind aufgrund des BilRUG in den Umsatzerlösen 20,2 T € (Vorjahr: 20,7 T €) Erlöse aus Dienstleistungen an verbundene Unternehmen enthalten.
(9) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
In den Herstellungskosten sind die zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen mit den Einzel- und Gemeinkosten enthalten.
(10) Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten
Die Zuordnung der angefallenen Aufwendungen und Erträge erfolgt soweit möglich in den einzelnen Funktionsbereichen, nicht zuordenbare werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen.
(11) Sonstige betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche Erträge betreffen Erstattungen für entstandene Schäden in Höhe von 10,4 T € (Vorjahr: 24,2 T €). Darin im Vorjahr enthaltene sonstige periodenfremde Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen sind in 2023 nicht angefallen (Vorjahr: 1,9 T€).
(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 1,6 T € (Vorjahr: 12,4 T €) betreffen eine Einzelwertberichtung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
(13) Finanzergebnis
| in T € | ||
| 2022 | 202 3 | |
| sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 9,9 | 107,4 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen | 9,9 | 85,8 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 187,5 | -109,4 |
| - davon aus Aufzinsung von Rückstellungen | - 187,5 | - 109,4 |
| - 1 77,4 | - 2,0 |
(14) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag / Sonstige Steuern
Im Geschäftsjahr sind Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 0 T € (Vorjahr: 0 T €) angefallen. Insgesamt erwarten wir zum 31. Dezember 2023 aus zeitlichen Bilanzierungsunterschieden eine zukünftige Steuerentlastung von 1.488,1 T € (Vorjahr: 1.400,2 T €). Die zukünftige Steuerlast beträgt 0 T € (Vorjahr: 0 T €). Die Ermittlung dieses Betrags erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragssteuersatzes von 30,00 %.
Die aktiven Latenzen resultieren im Wesentlichen aus den wertmäßigen Unterschieden in der Rückdeckungsversicherung und den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Unterschieden in den Rückstellungen für Pensionen und Altersteilzeit.
In Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB wurde eine aktive latente Steuer nicht bilanziert.
Die sonstigen Steuern im Geschäftsjahr belaufen sich auf insgesamt 0,4 T € (Erstattung im Vorjahr: 22,3 T €) und sind für Kraftfahrzeugsteuern angefallen.
Sonstige Angaben
A. Informationen gemäß Gesamtkostenverfahren (GKV) nach § 285 Nr. 8 HGB
| in T € | ||
| 2022 | 202 3 | |
| Materialaufwand | ||
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 2.509,9 | 2.195,5 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 4.797,3 | 4.717,5 |
| 7 . 307,2 | 6.913,0 | |
| Personalaufwand | ||
| Löhne und Gehälter | 4.926,8 | 5.281,1 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 1.080,9 | 1.438,1 |
| davon für Altersversorgung | (71,2) | (420,3) |
| 6.0 0 7, 7 | 6.719,2 | |
| Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt: | ||
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 53 | 53 |
| Angestellte | 26 | 25 |
| 79 | 78 | |
| Auszubildende/Praktikanten | 7 | 5 |
| 8 6 | 83 |
B. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 991,1 T € (Vorjahr: 500,8 T €) umfassen Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen. Daneben bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen mit der Muttergesellschaft in Höhe von 2.567,9 T € (Vorjahr: 2.899,2 T €).
C. Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB
Das Honorar für die Jahresabschlussprüfung ist im Konzernabschluss der Koenig & Bauer AG ausgewiesen.
D. Konzernabschluss
Die Alleingesellschafterin ist die Koenig & Bauer AG, Würzburg. Dieser Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Koenig & Bauer AG, Würzburg, einbezogen, welcher im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
E. Organe der Gesellschaft
|
Geschäftsführung:
|
F. Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 mit dem bestehenden Verlustvortrag zu verrechnen und in das neue Geschäftsjahr vorzutragen.
G. Nachtragsbericht
Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres 2023 nicht eingetreten.
Frankenthal, 31. März 2024
Albert-Frankenthal GmbH, Frankenthal
Hans-Peter Kohlmann, Geschäftsführer
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Albert-Frankenthal GmbH, Frankenthal
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Albert-Frankenthal GmbH, Frankenthal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Albert-Frankenthal GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und |
| • |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftiger- weise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungs- nachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 2. August 2024
PricewaterhouseCoopers
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Marco
See, Wirtschaftsprüfer
Dr. Felix Canitz, Wirtschaftsprüfer
Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am
17.10.2024 festgestellt.
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