WIEDEMANN enviro tec GmbH

Freiweg 4, 86450 Altenmünster, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 36922
Eingetragen
16.12.2021
Branche
Herstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Herstellung von Maschinen und Fahrzeugen, Karosseriebau und insbesondere Herstellung von Sonderaufbauten und stationären Anlagen sowie Handel mit derartigen Erzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andrea Göttling
seit 16.12.2021
Prokura
Geschäftsführer
Serena Melanie Eisele
seit 16.12.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
WIEDEMANN Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WIEDEMANN enviro tec GmbH

Altenmünster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagerbericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die WIEDEMANN enviro tec GmbH (im Folgenden WET genannt) ist in der Branche der Umwelt-, Entsorgungs- und Abwassertechnik als Hersteller von Aufbauten für Kanalreinigungsfahrzeuge, Schlammentsorgungsfahrzeuge und Fahrzeuge zum Transport von gefährlichen und explosiven Stoffen tätig. Die Produkte werden innerhalb und außerhalb von Europa weltweit vertrieben. Das Unternehmen ist in die Strukturen einer familiengeführten Unternehmensgruppe eingebunden und profitiert so auch im vergangenen operativen Geschäftsjahr weiterhin von dem im In- und Ausland bekannten und geschätzten Namen WIEDEMANN, der seit über 4 Jahrzehnten für seine herausragende Innovationskraft, Erfahrung und Technologieführung, insbesondere im Bereich der Kanalreinigungstechnik mit Wasserrecycling steht.

Langjährig konstant zeigt sich weiterhin das gefestigte Mitarbeiterteam, welches seine Erfahrung, sein hohes Fachwissen und sein branchenspezifisches Know-how in den Bereichen Technik, Produktion und Vertrieb in das Unternehmen einbringt und durch kontinuierliche interne und externe Aus- und Weiterbildung auch zukünftig den hohen Qualitätsstandard sicherstellt. Allerdings bestehen weiterhin zu geringe Zahlen an Auszubildenden. Offene Stellen konnten auch im Berichtszeitraum nur teilweise besetzt werden.

Das Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001:2015 (Qualitätsmanagement) und nach DIN EN ISO 14001:2015 (Umweltmanagement) zertifiziert. Die Prozesse des Qualitäts- und Umweltmanagementsystems werden im Rahmen regelmäßiger Auditierung auf Konformität, Eignung und Wirksamkeit bewertet und überprüft. Dies sichert auch die Voraussetzung für die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen im In- und Ausland.

Das Jahr 2023 war von einer weiter andauernden schwierigen gesamtwirtschaftlichen Ausgangslage bestimmt, geprägt durch Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung und den hohen Energiepreisen. Ebenfalls belastend wirkten weiterhin ansteigende Preise, hohe Zinsen und damit einhergehende gebremste private und öffentliche Investitionen sowie der anhaltende Fachkräftemangel.

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung betrug kalenderbereinigt 0,1%. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7% höher und damit gleich hoch, wie im Vorjahr.

Trotz dieser, nach wie vor, schwierigen Bedingungen konnte sich die WET im Jahr 2023 weiterhin gut behaupten und zeigte sich stabil. Die für das Jahr 2023 geplante Anknüpfung an die Umsatz- und Ertragssituation der Vorjahre konnte hinsichtlich der Umsatzerlöse realisiert werden. Die Umsatzerlöse konnten um knapp 9% zulegen, das Betriebsergebnis liegt aufgrund gestiegener Kosten, vornehmlich Personalkosten und hohen Aufwendungen für Werbung, Marketing und Messen deutlich unter Vorjahresniveau.

Die bereits im Rahmen der Pandemie und im ersten Ukraine-Kriegsjahr sinnvollen betrieblichen Maßnahmen zur Sicherstellung der Produktionskontinuität wurden weiter konsequent fortgesetzt und permanent an die sich ändernden Gegebenheiten angepasst. Dies gilt beispielsweise auch für die erhöhte Vorratshaltung.

Zur Kontinuität und Stabilität trug weiterhin die vertrauensvolle Basis der bewährten langjährigen Kunden-, Lieferanten- und Geschäftsbeziehungen bei. Ablaufstörungen konnten auch weiterhin durch hohe Flexibilität und Umorganisation weitestgehend vermieden oder ausgeglichen werden.

Der Auftragsbestand ist weiterhin stabil und bietet auch für das kommende Geschäftsjahr eine angemessene Produktionsauslastung. Allerdings hat sich der Eingang an Neuaufträgen verlangsamt, obwohl die Bedarfslage weiterhin anhaltend hoch und weiter steigend ist. Ursächlich hierfür ist vielmehr eine allgemeine Unsicherheit in der Wirtschaft und hohe Zinsen, die im privaten Dienstleister-Sektor zu einer Investitionszurückhaltung führen. Im öffentlichen Bereich sind vor allem die langen Projektlaufzeiten und die hohen bürokratischen Hürden sowie noch immer bestehende Rückstände aus der Coronazeit ursächlich. Die Bonität von kommunalen Auftraggebern ist jedoch auch weiterhin sicher. Private Dienstleister als Auftraggeber verfügen im Rahmen ihrer eigenen Dienstleistungen weiterhin über eine sehr hohe Auslastungsquote und erhalten auch weiterhin Finanzierungszusagen von Banken oder Projekteintritte durch Leasingunternehmen für ihre Projekte, wenn auch zu deutlich gestiegenen Zinsen.

II. Ertragslage der Gesellschaft

Der Rohertrag im Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 7.211 (Vj. TEUR 7.001). Dies bedeutet eine der Rohertragsquote um rd. 3,0 %.

Die Personalaufwendungen haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 179 von TEUR 3.799 auf TEUR 3.978 (4,71 %) erhöht. Dies ist zum einen durch Neueinstellungen, zum anderen durch Gehaltserhöhungen beeinflusst.

Die Abschreibungen haben sich von TEUR 130 auf TEUR 141 um TEUR 11 durch Neuinvestitionen im Sachanlagevermögen erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 2.460 und haben sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 2.078) um TEUR 382 (18,42 %) erhöht.

Das Finanzergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr mit ./. TEUR 256 (Vj. ./. TEUR 246) um TEUR 10 verschlechtert, bedingt durch den höheren Zinsaufwand aufgrund höherer Kreditverbindlichkeiten.

Der Jahresüberschuss beträgt im Jahr 2023 TEUR 342 nach TEUR 630 im Vorjahr, was eine Minderung von TEUR 288 und 45,74 % bedeutet. Diese Minderung ist im Wesentlichen bedingt durch Kostensteigerungen im Personalaufwand und bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

III. Finanzlage der Gesellschaft

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist von TEUR 1.280 um TEUR 2.403 auf ./. TEUR 1.123 gesunken.

Die Finanzlage der Gesellschaft war im gesamten Geschäftsjahr sehr zufriedenstellend. Sämtliche finanziellen Verpflichtungen konnten fristgerecht erfüllt werden.

IV. Vermögenslage der Gesellschaft

Das Anlagevermögen beträgt insgesamt TEUR 758 (Vj. TEUR 529). Die Anlagenintensität (Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme) der Gesellschaft ist mit 6,0 % um 1,1 %-Punkte aufgrund von Neuinvestitionen im Sachanlagevermögen höher als im Vorjahr (Anlagenintensität zum 31.12.2022: 4,9 %).

Der Vorratsbestand beträgt TEUR 6.609 (Vj. TEUR 5.857) und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 752 erhöht, weil insbesondere der Bestand an unfertigen Erzeugnissen und fertigen Erzeugnissen um rd. TEUR 805 höher ist. Dagegen steht eine Minderung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen mit TEUR 53.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Vorjahr (TEUR 1.759 um TEUR 1.373 auf TEUR 3.132 (= 78,03 %) erhöht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 398 und sind gegenüber dem Vorjahr von TEUR 43 um TEUR 355 gestiegen und beinhalten im Wesentlichen eine Zuschussförderung für die Herstellung eines E-Fahrzeuges.

Die liquiden Mittel betragen TEUR 1.783 (Vj. TEUR 2.708) und haben sich somit um TEUR 925 reduziert.

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital zzgl. 50 % der stillen Beteiligungen) beträgt 22,69 % (Vj. 23,26 %) und ist zum Vorjahr um 0,57 %-Punkte bedingt durch die um TEUR 1.780 höhere Bilanzsumme gesunken.

Die Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 838) um TEUR 407 (lfd. Jahr TEUR 431) niedriger. Dies liegt zum einen daran, dass die Steuerrückstellungen um TEUR 344 niedriger sind, zum anderen daran, dass die Rückstellungen für Gewährleistungen und für ausstehende Rechnungen zurückgegangen sind.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 3.280 (Vj. TEUR 2.464) und sind durch die Ausweitung des Kontokorrent um TEUR 816 gestiegen.

Die erhaltenen Anzahlungen betragen TEUR 1.763 (Vj.TEUR 1.054) und haben sich um TEUR 709 erhöht, bedingt durch die Erhöhung der Vorräte.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag TEUR 1.636 und sind gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 1.524 um TEUR 113 höher.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag TEUR 1.588 (Vj. TEUR 1.382) und sind um TEUR 206 höher.

Die Vermögenslage der Gesellschaft kann als stabil beurteilt werden.

V. Forschung und Entwicklung

Neuentwicklungen und Weiterentwicklungen werden in Kooperation mit der Karl Wiedemann Patentverwertungs GmbH & Co.KG erbracht. Die Nutzung der Patentrechte ist vertraglich abgesichert. Die WET beteiligt sich kostenmäßig an den Erprobungs- und Erfahrungsprozessen.

Eine kontinuierliche Produktpflege und Weiterentwicklung basiert auf Praxiserfahrungen und Anwenderbedürfnissen aus dem In- und Ausland.

VI. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken

Prognosebericht

Die Bundesregierung erwartet in ihrer Frühjahrsprojektion für das Jahr 2024 einen Zuwachs des preisbereinigten BIP um 0,3%. Es wird eine Verlangsamung bei den Preissteigerungen prognostiziert, allerdings werden weiter steigende Löhne, geopolitische Krisen und geldpolitische Straffungen auch zukünftig als belastend erwartet, ebenso wie der anhaltende Arbeits- und Fachkräftemangel.

Allerdings haben führenden Wirtschaftsforschungsinstitute im Laufe des Jahres 2024 die Konjunkturprognosen spürbar gesenkt. Das Münchner Ifo und das IWH aus Halle rechnen nach der Jahresmitte nur noch mit Stagnation, während das Essener RWI zumindest ein Mini-Plus von 0,1 Prozent erwartet. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) geht sogar davon aus, dass das BIP um 0,1 Prozent schrumpfen wird. Auch für 2025 sind die Institute pessimistischer als noch im Juni.

Im Hinblick auf die Energiekosten ist auch zukünftig eine weitere Entspannung zu erwarten, ebenfalls bei den Kreditzinsen.

Dennoch verschiebt sich die konjunkturelle Erholung der Wirtschaft weiter nach hinten. Die weiteren Risiken und Belastungen durch den Ukraine-Krieg und andere geopolitische Krisen sind noch nicht absehbar und wirken sich verunsichernd und verlangsamend auf die Investitionsbereitschaft und die Nachfrage aus.

Im kommunalen Segment kommt es weiterhin zu Investitionsrückständen durch den noch nicht aufgearbeiteten Rückstau aus der Vergangenheit und allgemeine Personalengpässe sowie unplanmäßige Belastungen der kommunalen Haushalte durch Kostensteigerungen und sinkende Einnahmen. Das Risiko einer Beschaffungsverlangsamung setzt sich fort.

Auch im privaten Dienstleister-Segment führt die allgemeine Verunsicherung, trotz anhaltend hoher Auslastung in den eigenen Dienstleistungen, häufig zu einer abwartenden Haltung.

Allerdings kommt es so sowohl im privaten als auch sogar im kommunalen Bereich immer häufiger zu kurzfristigen, unplanmäßigen Bedarfsfällen. Dem trägt die WET, wie auch bereits in der Vergangenheit erfolgreich praktiziert, weiterhin Rechnung durch die Beschaffung eigener Fahrgestelle als Vorratsfahrgestelle und zusätzlich durch den Aufbau von verfügbaren Komplettfahrzeugen.

Die WET war die letzten Jahre sowohl in der Pandemie als auch den weiteren Krisen stabil geblieben. Die Umsatzlage konnte 2023 zulegen. Allerdings wirken sich gestiegene Löhne und Zinsen, hohe Aufwendungen für Vertrieb, Werbung, Marketing und Messen auf die Ertragslage negativ aus, dies wird sich auch weiterhin fortsetzen.

Als Folge der deutlichen Kosten- und Zinssteigerungen, die teilweise an den Markt weitergegeben werden mussten, der noch anhaltenden Verunsicherungsfaktoren und der Belastungen der kommunalen Haushalte, ist noch weiterhin mit einer temporären Kaufzurückhaltung bzw. Beschaffungsverlangsamung zu rechnen.

Anhaltende Kosten- und Lohnsteigerungen müssen auch in der Zukunft sukzessive an den Markt weitergegeben werden.

Angesichts der fragilen und unsicheren Lage und der noch nicht sichtbaren wirtschaftliche Erholung in Deutschland und der nicht vorhersehbaren Dauer und Entwicklung der bestehenden geopolitischen Krisen, bleibt die Prognose künftiger wirtschaftlicher Folgen auf die gesamte Wirtschaft und so auch auf die WET weiterhin schwierig. Es bleibt ferner abzuwarten, welche positiven wirtschaftlichen Entwicklungen im EU-Binnenmarkt oder global betrachtet, hier ggf. entgegenwirken können. Der Umgang mit der andauernden Lage bleibt daher wachsam und verantwortungsbewusst.

Allerdings ist für die WET im Vergleich zur übrigen Wirtschaft kein erhöhtes Risiko zu sehen. Dies konnte auch im Berichtsjahr erneut verifiziert werden.

Als Unternehmen im Bereich der Infrastruktur- und Umwelttechnik ist für die WET auch zukünftig eine eher positive Entwicklung zu erwarten. Programme zur Förderung staatlicher Investitionen auf nationaler und europäischer Ebene werden sich voraussichtlich positiv auf Unternehmen im Bereich der Infrastruktur und Umwelttechnik auswirken, so dass die WET hiervon profitieren kann.

Allerdings ist im Hinblick auf die erforderliche Vorhaltung von Fahrgestellen und fertigen Verkaufsfahrzeugen von weiter andauerndem, erhöhtem Liquiditätsbedarf auszugehen und im Falle weiter ansteigender Personalkosten, sich verteuernder Waren oder Dienstleistungen auch in Zukunft, mit höheren Produktionskosten sowie ggf. bei anhaltender Investitionszurückhaltung mit temporären Umsatz- und Ertragseinbußen zu rechnen.

Sofern für 2025/26 im Rahmen einer Beilegung der aktuellen Krisen und einer Erholung der deutschen Wirtschaft, ein anhaltendes internationales Wirtschaftswachstum und ein weiterer Rückgang der Inflation mit einer Normalisierung der Preisentwicklung und rückläufigen Zinsen einhergeht, kann auch für die WET eine Anknüpfung an die bisherige Umsatz- und Ertragssituation erwartet werden.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren, die wir als Kennzahlen im Rahmen unserer Planungen und unterjährigen Auswertungen heranziehen sind die Umsatzerlöse, die Personalkosten, der Warenrohgewinn und die Fahrzeugarbeitsplanung.

Neben den finanziellen Leistungsindikationen sind insbesondere die Kundenzufriedenheit ein wichtiger Faktor, da es sich um langjährige Kunden handelt sowie die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit z.B. durch Fortbildungsmaßnahmen.

Chancen und Risikobericht

Auch nach Überwindung der Pandemie schlagen sich die anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die schwache konjunkturellen Entwicklung in Deutschland nieder.

Lohn- und Preissteigerungen liegen weiterhin auf hohem Niveau auch die jüngst gesunkenen Zinsen wirken sich noch nicht durchschlagend positiv wirtschaftlich aus. Aktuell ist nicht vorhersehbar, wann sich der deutsche Binnenmarkt erholen und stabilisieren wird.

Zum anhaltenden Ukraine-Krieg kommen weitere geopolitische Krisen, deren Auswirkungen, Dauer und Entwicklung noch nicht absehbar sind, so dass die Abschätzung der Folgen, Chancen und Risiken und die zeitliche Dauer der vorbeschriebenen wirtschaftlichen Belastungen hieraus auch für die Zukunft schwierig bleibt. Als Komplex erweist sich ferner die globale Verflechtung verschiedenster Problemlagen und Ursachen.

Dies betrifft in besonderem Maße auch etwaige Auswirkungen auf die für die Produktion der WET unerlässlichen Trägerfahrgestelle, deren Hersteller, nach wie vor, von weltweit verzweigten, schwer kontrollierbaren Lieferketten abhängig sind. Welche Auswirkungen hieraus im Einzelnen auch weiterhin entstehen werden, bleibt abzuwarten.

Wie zuletzt gilt hier auch in Zukunft, dass die WET jedoch grundsätzlich als Unternehmen in der Infrastruktur- und Umweltbranche von der schwachen Konjunkturlage erfahrungsgemäß dennoch geringer als andere Branchen betroffen sein wird.

Ferner ist ggf. im Hinblick auf den Export bei sich ausweitenden Krisen von unterschiedlichen Auswirkungen in den unterschiedlichen Regionen und Märkten auszugehen. Die WET erhält hier durch ihre Partner vor Ort aus den jeweiligen Märkten auch verlässliche Informationen und verfügt über langfristige Absatzbeziehungen.

Vertriebsaktivitäten haben sich mittlerweile wieder auf Vorcoronaniveau normalisiert, müssen allerdings bei abgeschwächter Nachfrage und Investitionszurückhaltung noch weiter intensiviert werden, was mit steigendem Aufwand und Kosten verbunden ist.

Die Beibehaltung und Weiterentwicklung der Digitalisierung unterstützt die Abläufe auch bei der WET weiterhin positiv und wirkt sich fortdauernd effektiv aus.

Auch im Hinblick auf die Voraussetzungen der Energiewende, hin zu CO 2 -neutralen Fahrzeugen, hat die WET Ihr Produktportfolie zukunftsfähig aufgestellt und erweitert.

Die rückläufige Inflation und sinkenden Zinsen entlasten die Gesamtwirtschaft und die WET zukünftig, allerdings lassen deutliche Auswirkungen noch auf sich warten.

Die Auftragslage der WET kann weiterhin als stabil prognostiziert werden. Allerdings sind Verzögerungen im Auftragseingang weiterhin zu erwarten. Eingeleitete Gegenmaßnahmen der WET durch vermehrte Beschaffung von eigenen Fahrgestellen sowie die Vorhaltung von fertigen Fahrzeugen kann hier einen Ausgleich schaffen, führt aber zu höherem Liquiditätsbedarf und bei weiter hohen Zinsen auch zu anhalten Kosten. Auch weiter steigende Lohnkosten und Vertriebsaufwendungen werden die Preispolitik beeinflussen und müssen an den Markt weitergegeben werden.

Künftig sind auch weiterhin Investitionen im kommunalen und privaten Dienstleistungssegment zu erwarten. Kommunale Ersatzbeschaffungen sind für die Zukunft vorgeplant. Auch aus staatlichen und europäischen Konjunkturprogrammen ist ggf. mit positiven Auswirkungen zu rechnen. Es bestehen ferner immer noch Investitionsrückstände, die nachgeholt werden müssen. Auch die Auslastung der privaten Dienstleister mit Aufträgen ist weiterhin gut, so dass auch hier weiterer Investitionsbedarf besteht, allerdings wirken Faktoren wie Personalmangel, hohe Kosten- und Zinsen und die allgemeine Verunsicherung belastend. Dennoch ist mit einer fortgesetzten Nachfrage sowohl im kommunalen als auch im privaten Markt zu rechnen, allerdings hier oftmals eher weniger vorausschauend und planend, als eher kurzfristig im akuten Bedarfsfall.

Bei anhaltend schwacher Konjunkturlage, dauerhaft höheren Produktionskosten, weiterhin spürbaren Tariflohnanstiegen, hohen Zinsen sowie Verzögerungen im Auftragseingang, besteht die Gefahr von temporären Umsatz- und Ertragseinbußen.

Auch die Personallage im Unternehmen bleibt aufgrund des allgemein bestehenden Arbeits- und Fachkräftemangels und der benötigten hohen fachlichen Anforderungen weiterhin angespannt, wenngleich einige offene Stellen erfolgreich nachbesetzt werden konnten und das Unternehmen sich durch den Gewinn an jüngeren, qualifizierten Fach- und Führungskräften auch in seiner personellen Altersstruktur weiterhin ausgewogen zeigt. Im Bereich von Ausbildungsplätzen hält die zu geringe Nachfrage an.

Die stabile Struktur und Liquiditätssituation des Unternehmens bildet ein verlässliches Fundament für ein erfolgreiches Management in und aus der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Krisenlage. Zusätzlicher Liquiditätsbedarf u.a. für die Zwischenfinanzierung von Fahrgestellbeschaffungen und Komplettfahrzeugen kann auch zukünftig abgebildet werden. Es sind keine Risiken ersichtlich, die die Entwicklung des Unternehmens nachhaltig beeinträchtigen oder den Bestand gefährden könnten.

 

Altenmünster, den 08.12.2024

gez. Stefanie Wiedemann

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 757.601,40 528.976,00
I. Sachanlagen 757.401,40 528.776,00
1. technische Anlagen und Maschinen 154.021,00 163.080,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 323.391,00 365.696,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 279.989,40
II. Finanzanlagen 200,00 200,00
B. Umlaufvermögen 11.922.502,69 10.367.925,01
I. Vorräte 6.608.933,28 5.857.418,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.530.662,62 1.802.821,43
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.782.906,79 2.707.685,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.033,50 11.547,33
Aktiva 12.688.137,59 10.908.448,34

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.768.545,35 1.426.825,43
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 75.000,00 75.000,00
III. Gewinnvortrag 1.326.825,43 697.062,46
IV. Jahresüberschuss 341.719,92 629.762,97
B. Einlagen stiller Gesellschafter 2.220.186,78 2.220.186,78
C. Rückstellungen 431.377,52 837.914,28
D. Verbindlichkeiten 8.268.027,94 6.423.521,85
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.280.405,34 2.464.221,95
2. sonstige Verbindlichkeiten 4.987.622,60 3.959.299,90
Passiva 12.688.137,59 10.908.448,34

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.330.936,49 7.145.654,69
2. Personalaufwand 3.977.960,15 3.798.937,81
a) Löhne und Gehälter 3.284.259,00 3.084.719,83
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 693.701,15 714.217,98
davon für Altersversorgung 64.232,81 63.510,47
3. Abschreibungen 141.465,76 129.846,26
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 141.465,76 129.846,26
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.460.327,63 2.077.612,66
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 11.118,97
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.149,40 -1.415,59
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 281.783,83 246.720,86
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 148.103,66 252.395,29
8. Ergebnis nach Steuern 347.444,86 638.726,22
9. sonstige Steuern 5.724,94 8.963,25
10. Jahresüberschuss 341.719,92 629.762,97

Anhang zum Jahresabschluss zum 31.12.2023

1. Grundlagen und Methoden

Eckdaten zum Unternehmen, Gliederung, Vorjahresbeträge

Der Jahresabschluss der WIEDEMANN enviro tec GmbH, Altenmünster (Amtsgericht Augsburg, HRB 36922) wird nach handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Alle im Jahresabschluss ausgewiesenen Beträge lauten auf EUR.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs.2 HGB.

Von den größenabhängigen Erleichterungen des 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

2. Bilanzierung und Bewertung

Die Gliederung des Jahresabschlusses richtet sich nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB.

Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abscheibungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Einzelanschaffungspreis von EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Finanzanlagen werden ebenfalls mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen dabei die Wertobergrenze des 255 Abs. 2 HGB.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Sofern erforderlich werden für ausfallgefährdete Forderungen angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % (Vj. 2 %) des nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestands Rechnung getragen.

Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Beim Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt der Ansatz mit dem Nennwert.

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den Nennbeträgen angesetzt.

Die stillen Beteiligungen werden nach den vertraglichen Vereinbarungen ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Sie werden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt und decken alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten ab.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechendem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen stellen sich wie folgt dar:

Art der Forderung zum Gesamtbetrag 31. Dezember 2023
TEUR
davon mit einer kleiner 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit größer 1 Jahr
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 3.132,3 3.132,3 0,0
Vorjahr 1.759,4 1.759,4 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 398,3 398,3 0,0
Vorjahr 43,4 43,4 0,0
Summe 3.530,6 3.530,6 0,0
Vorjahr 1.802,8 1.802,8 0,0

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen die voraussichtlichen Körperschaftsteuer- inkl. Solidaritätszuschlag-Nachzahlung 2023 und die Gewerbesteuer-Nachzahlung 2023.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Urlaubsverpflichtungen TEUR 113, Gewährleistungsverpflichtungen TEUR 208, Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 55, Kosten für die Verpflichtung zur Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen TEUR 13, Arbeitnehmerprämien TEUR 10 und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 17.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag 31. Dezember 2023 davon mit einer Restlaufzeit
zum TEUR kleiner 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 3.280,4 3.145,7 134,7 0,0
Vorjahr 2.464,2 1.414,6 1.049,6 0,0
erhaltene Anzahlungen 1.763,1 1.763,1 0,0 0,0
Vorjahr 1.054,2 1.054,2 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 1.636,4 1.636,4 0,0 0,0
Vorjahr 1.523,5 1.523,5 0,0 0,0
gegenüber Gesellschaftern 85,1 85,1 0,0 0,0
Vorjahr 174,5 174,5 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 1.503,0 1.503,0 0,0 0,0
Vorjahr 1.207,1 1.207,1 0,0 0,0
Summe 8.268,0 8.133,3 134,7 0,0
Vorjahr 6.423,5 5.373,9 1.049,6 0,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eine Globalabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verpfändung von Guthabenkonten gesichert.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit laufenden Pacht-, Miet- und Leasingverpflichtungen. Die kumulierten Aufwendungen für die vertragliche Restlaufzeit belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt netto TEUR 940,9.

Aus dem Unternehmenspachtvertrag vom 15. Dezember 2014 ergeben sich weitere Verpflichtungen aus Pachtzahlungen für bewegliches Sachanlagevermögen sowie für den Firmenwert. Die Pachtzahlungen für das bewegliche Anlagevermögen hängen vom Buchwert, der jährlichen Abschreibung und den historischen Anschaffungskosten der gepachteten Wirtschaftsgüter ab und variieren demnach jährlich. Da die Verpächterin keine Reinvestitionen durchführt verringert sich die Pacht stetig. Unter Heranziehung des Pachtbetrages 2023 für das bewegliche Anlagevermögen und einer unterstellten jährlichen Minderung ergäbe sich ein Gesamtverpflichtungsbetrag von TEUR 75,9 bis zum frühestmöglichen Kündigungstermin des Vertrags am 31. Dezember 2025.

Die Pachtzahlungen für den Firmenwert beruhen auf dem jährlichen Gewinn der Gesellschaft und variieren demnach ebenfalls. Unter Heranziehung des Pachtbetrages 2023 für den Firmenwert ergäbe sich ein Gesamtverpflichtungsbetrag von TEUR 60,0 bis zum frühestmöglichen Kündigungstermin des Vertrags am 31. Dezember 2025.

4. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung lag bei Frau Stefanie Wiedemann, Rechtsanwältin, Seebruck. Frau Stefanie Wiedemann ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 68 Arbeitnehmer beschäftigt:

kaufmännische Angestellte 7
technische Angestellte 6
Vertriebsangestellte 12
gewerbliche Arbeitnehmer 38
Aushilfe 5
Gesamt 68

Im Jahresdurchschnitt wurden zudem 2 Auszubildende beschäftigt, die im gewerblichen Bereich tätig sind.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor:

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 341.719,92 wird zusammen mit dem bestehenden Gewinnvortrag in Höhe vonEUR 1.326.825,43 auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Altenmünster, 08.12 2024

gez. Stefanie Wiedemann

sonstige Berichtsbestandteile

Anschaffungs-/Herstellungskostenbasis
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge 2023
Euro
Abgänge 2023
Euro
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 265.921,47 11.326,00 0,00 277.247,47
2. andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 738.698,00 78.799,76 39.023,95 778.473,81
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 279.989,40 0,00 279.989,40
Summe Sachanlagen 1.004.619,47 370.115,16 39.023,95 1.335.710,68
II. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 200,00 0,00 0,00 200,00
Summe Finanzanlagen 200,00 0,00 0,00 200,00
Summe Anlagevermögen 1.004.819,47 370.115,16 39.023,95 1.335.910,68
Abschreibungen
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Zugänge 2023
Euro
Abgänge 2023
Euro
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 102.841,47 20.385,00 0,00 123.226,47
2. andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 373.002,00 121.080,76 38.999,95 455.082,81
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 475.843,47 141.465,76 38.999,95 578.309,28
II. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 475.843,47 141.465,76 38.999,95 578.309,28
Buchwerte
Buchwert 31.12.2023
Euro
Abgänge zu Restbuchwerten 2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 154.021,00 0,00 163.080,00
2. andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 323.391,00 24,00 365.696,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 279.989,40 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 757.401,40 24,00 528.776,00
II. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 200,00 0,00 200,00
Summe Finanzanlagen 200,00 0,00 200,00
Summe Anlagevermögen 757.601,40 24,00 528.976,00

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die WIEDEMANN enviro tec GmbH, Altenmünster

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WIEDEMANN enviro tec GmbH, Altenmünster - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WIEDEMANN enviro tec GmbH, Altenmünster, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümer resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 08.12.2024

ACTIO AUDIT GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Margret Hillmann, Wirtschaftsprüferin

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