ANDRITZ HYDRO GmbH
Escher-Wyss-Weg 1, 88212 Ravensburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcel Singler seit 30.4.2026 | Prokura |
Cornelius Dominik Messner seit 18.3.2026 | Geschäftsführer |
Alexander Weiland seit 3.3.2025 | Prokura |
Dominik Fust seit 5.4.2022 | Geschäftsführer |
Burkhard Mahn seit 29.8.2014 | Prokura |
Klaus Schober seit 29.8.2014 | Prokura |
Ulrich Georg Friedrich Kugler seit 2.10.2006 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (4)
| Name | Anteil |
|---|---|
ANDRITZ AG | 71.15% |
ANDRITZ HYDRO GmbHEigenbeteiligung | 16.44% |
ANDRITZ Power & Water GmbH | 10.62% |
ANDRITZ AG | 1.80% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VA TECH ESCHER WYSS GmbHRavensburgJahresabschluss zum 31. Dezember 2006Lagebericht 2006VA TECH ESCHER WYSS GmbH, RavensburgWirtschaftliches UmfeldDas Berichtsjahr war, im Gegensatz zu den Jahren zuvor, geprägt von einer weltweiten positiven Aufwärtsentwicklung. Insgesamt hat sich die Weltwirtschaft auf einem moderaten Wachstumskurs befunden. Wesentliche Impulse einer wirtschaftlichen Erholung stammen dabei vorwiegend aus Asien. In den USA und im europäischen Wirtschaftsraum zeigte die Konjunktur ebenfalls eine tendenzielle Erholung. Auch in der Bundesrepublik Deutschland konnten nachhaltige Anzeichen einer Konjunkturerholung gemessen werden. Die politische Lage im Nahen Osten, im Irak und in Afghanistan hemmten eine stärkere positive Entwicklung der Weltwirtschaft. Die Angst vor zunehmend willkürlichen terroristischen Anschlägen zeigte sich auch im Jahr 2006 als eine harte Belastungsprobe für die Investitionsgüterindustrie. Sowohl durch den langfristigen Charakter in der Planung als auch der Realisation von Wasserkraftprojekten ist die Branche von den kurzfristigen konjunkturellen Schwankungen nur wenig betroffen. Der Markt entwickelt sich weiter stabil, wobei ein stärkeres Wachstum in Asien und Südamerika in begrenztem Umfang zu verzeichnen ist. Die Nachfrage nach Wasserkraftwerken zeigt durch die Sensibilität der Energie- und Rohstoffmärkte eine steigende Tendenz. AuftragslageDer Auftragseingang im Geschäftsjahr 2006 konnte mit einem Volumen von EUR 98,1 Mio. den Vorjahreswert von EUR 78,8 Mio. und den budgetierten Auftragseingang 2006 mit EUR 91,7 Mio. übertreffen. Mit einem Gesamtauftragsbestand mit EUR 370,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr (EUR 310,0 Mio.) hat sich unser Auftragsbestand wesentlich nach oben verändert, bedingt aber auch durch die lange Laufzeit einzelner Aufträge. Der gute Auftragsbestand führt auch weiterhin zu einem hohen Beschäftigungsgrad des gesamten Unternehmens. Die Auslastung der Fertigung bei EWR ist für nahezu 24 Monate gegeben. Mit den Neuaufträgen GURI 2/Venezuela (EUR 43,2 Mio.), Kjosnesfjorden/Norwegen (EUR 3,6 Mio.), sowie El Borj und Tanafnit/beide in Marokko (je EUR 3,1 Mio.) konnte VA TECH Escher Wyss Ravensburg (EWR) jedoch die positive Entwicklung des Vorjahres bei Großprojekten weiter fortführen. Mit dem Erhalt einer Reihe von weiteren Aufträgen kleineren Volumens konnte dabei nicht nur die Auslastung bei EWR gesichert werden, sondern es wurde gleichzeitig ein Beitrag zu einer ausgewogenen Struktur der Projektrisiken geleistet. Mit dem eingebuchten Neuauftrag Guri 2 konnte die Sparte Large Hydro/Large Rehab das ehrgeizige Budget für 2006 von EUR 51,0 Mio. mit EUR 58,5 Mio. deutlich übertreffen, in Verbindung mit unserem Konsortialpartner Voith/Brasilien konnte der Auftrag Guri 2 nach jahrelanger Angebots- und Verhandlungsphase gewonnen werden. Dies ist ein weiterer großer Auftrag, den wir auf Grund unseres hohen Qualitätsstandards sowie den erzielten Kostensenkungen in der Fertigung erhalten haben. Zur Abwicklung von Großumbauprojekten bedarf es kompetenter und erfahrener Mitarbeiter sowie einer entsprechend ausgerichteten Struktur, wie sie bei EWR vor allem in Large Hydro gegeben ist. Aus diesem Grund ist die Sparte Large Rehab eng an die Struktur und die Prozesse von Large Hydro angelehnt. Durch die hierdurch auftretenden Synergieeffekte sehen wir uns für die anspruchsvollen laufenden und zukünftigen Groß-Umbauprojekte optimal aufgestellt. In den Sparten Large Hydro und Large Rehab konnten auf Grund der langen Auftragslaufzeiten nur Umsätze von EUR 3,3 Mio. und EUR 2,5 Mio. gegenüber den Vorjahreswerten (EUR 27,2 Mio. und EUR 9,6 Mio.) abgerechnet werden. Die sich auflösende Investitionszurückhaltung unserer inländischen Kunden hat in der Sparte Hydro Service mehrere wichtige Aufträge realisieren lassen, mit weichen insbesondere das Standing auf dem Heimmarkt Deutschland gesichert wurde. Mit EUR 13,2 Mio. Umsatz konnte der Vorjahreswert von EUR 7,1 Mio. deutlich übertroffen werden. Im Berichtsjahr belief sich der Auftragseingang auf EUR 11,5 Mio., mit dem das geplante Budget von EUR 9,1 Mio. ebenfalls überschritten wurde. Im harten Wettbewerb hat das Segment Compact Hydro in einem schwierigen volkswirtschaftlichen Umfeld aufgrund seiner von den Kunden geschätzten Technologie seinen Marktdurchdringungskurs fortsetzen können. Mit einem Umsatz von EUR 9,5 Mio. wurde der Vorjahreswert von EUR 14,4 Mio. zwar nicht erreicht. Die anspruchsvollen Auftragseingangsziele von EUR 14,2 Mio. für 2006 wurden aber mit Aufträgen im Wert von EUR 16,8 Mio. (2005: EUR 14,0 Mio.) mehr als erfüllt. Darunter der Auftrag Keselstraße von den Allgäuer Überlandwerken in Höhe von EUR 2,7 Mio. Der Markt für Verstellpropeller war in 2006 nach wie vor sehr schwer. Der Jahresumsatz mit EUR 7,9 Mio. konnte den Vorjahreswert von EUR 7,8 Mio. knapp übertreffen. Der Auftragseingang der Sparte Verstellpropeller belief sich auf EUR 10,1 Mio. (2005: EUR 9,6 Mio.). Mit der Positionierung unserer Produkte für die Nische "Mega-Yachten" sind wir im Markt immer wieder erfolgreich. Ertrags- und FinanzlageIm Jahr 2006 wurden Netto-Umsatzerlöse in Höhe von EUR 37,7 Mio. erzielt (2005: EUR 68,3 Mio.). Gleichzeitig verringerte sich der Jahresüberschuss im Berichtsjahr auf TEUR 430,6 (2005: TEUR 1.172,5) vor Ergebnisabführung. Wegen der langfristigen Abwicklungsdauer der Aufträge sind diese Beträge jedoch als stichtagsbezogene Größe zu relativieren. Zu dieser Umsatz- und Ertragsreduktion trug erheblich dazu bei, dass in diesem Geschäftsjahr keine Endabrechnung eines lang laufenden Auftrags vorgenommen werden konnte. Im Jahresabschluss 2006 wird, wie im Vorjahr, von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, bei über mehrere Jahre laufenden Aufträgen eine Teilgewinnrealisierung vorzunehmen, wenn für die einzelnen Aufträge die im handelsrechtlichen Fachschrifttum geforderten Voraussetzungen erfüllt sind. Mangels tatsächlichen Gefahrenübergangs spiegelt sich dieses Vorgehen allerdings nur in einer Veränderung des Vorratsbestands und in der entsprechenden Position in der Gewinn- und Verlustrechnung. Bedingt durch mehrere in der Produktion begonnene Aufträge ist eine deutliche Bestandserhöhung von EUR 44,8 Mio. (2005 EUR 12,7 Mio.) zu verzeichnen. Der Personalaufwand von EUR 25,0 Mio. ist gegenüber dem Vorjahr mit EUR 25,2 Mio. nur geringfügig zurückgegangen. Im Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft die Steigerungen im Lohn- und Gehaltsbereich sowie die damit verbundenen Erhöhungen der Sozialabgaben durch eine sozialverträgliche Reduzierung des Personalbestandes im Rahmen der allgemeinen Fluktuation um 4 Mitarbeiter und eine deutliche Reduzierung der Aufwendungen für Mehrarbeit und den damit verbundenen Zulagen durch Umsetzung der neuen Arbeitszeitregelung 'Betrieb' sowie dem Programm Standortsicherung begegnen. Mit dem Programm Standortsicherung aus 2004, an dem nahezu die gesamte Belegschaft freiwillig teilnimmt, wurde die Arbeitszeit, ohne Lohnausgleich, um 10 Prozent erhöht. Den Bereich der Aus- und Weiterbildung haben wir mit TEUR 130 (Vj. TEUR 306) durch die Ausbildungskooperation mit den Firmen Voith und Müller-Weingarten deutlich senken können. Unsere Anstrengungen für die Zukunft der Mitarbeiter haben wir bewusst und gezielt eingesetzt. Aufgrund hoher erhaltener Anzahlungen konnte der Liquiditätsstand im Berichtsjahr weiterhin auf hohem Niveau gehalten werden. Die Anlage der Mittel erfolgte dabei größtenteils im Konzern- Cash- Pool. Für das Jahr 2006 konnten im Cash-Pool Zinserträge in Höhe von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.) erwirtschaftet werden. Ursächlich für den geringen Ertrag sind primär das niedrige Zinsniveau sowie ein unterjährig temporär niedriger Stand des Cash-Pool. Zwischen EWR und der VA TECH Deutschland Beteiligungs GmbH, Ravensburg (vormals VA TECH Voest MCE Deutschland Beteiligungs GmbH, Ratingen), besteht eine Körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft. Aus diesem Grund fallen bei EWR keine Ertragsteuern an. VermögenslageDas Gesamtvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr (EUR 158,6 Mio.) um EUR 59,8 Mio. auf insgesamt EUR 218,4 Mio. erhöht. Im Wesentlichen ist diese Veränderung auf die Bilanzpositionen "Halbfertigfabrikate", "Cash-Pool" und "Anteile an verbundenen Unternehmen" zurückzuführen. Im Einzelnen hat sich der Bestand an Halbfertigerzeugnissen wegen mehrerer lang laufender, erst später zu fakturierender Aufträge um EUR 44,8 Mio. erhöht. Der Saldo des Cash-Pools und das aus dem Cash-Pool heraus angelegte Festgeld sind im Wesentlichen auf Grund des Zuflusses von Anzahlungen und der Ertragsentwicklung um EUR 11,3 Mio. gestiegen. Die Finanzanlagen haben sich im Geschäftsjahr um EUR 4,7 Mio. auf EUR 14,2 Mio. erhöht. Passivseitig resultiert die Veränderung der Bilanzsumme im Wesentlichen aus einer Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von EUR 56,0 Mio., einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 3,0 Mio. und der Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten von EUR 2,8 Mio. Dagegen hat sich der Umfang der sonstigen Rückstellungen um EUR 3,5 Mio. reduziert. Mit Übernahme von weiteren 38,49 % der Anteile beträgt die Beteiligungsquote an der Firma VA TECH ESCHER WYSS Flovel Ltd., Faridabad (Indien), jetzt 99,99 %, der Beteiligungsansatz EUR 8,97 Mio. Die im Geschäftsjahr sich stabilisierende Ertragslage sowie der positive, auf Budgetebene liegende Auftragseingang der Gesellschaft bestätigen die Werthaltigkeit des Beteiligungsansatzes. Die restlichen Anteile des Unternehmens sind in Minibeteiligungen von anderen Konzern unternehmen geflossen. Die Beteiligung an der Firma Birecik Baraj ve Hidroelektrik Santrali Tesis ve Isletme A.S., Ankara (Türkei), resultiert aus dem für EWR in den letzten Jahren maßgeblichen Großauftrag Birecik, einem BOT- Modell eines Wasserkraftwerks in der Türkei. EWR ist dabei als Federführer des Turbinenkonsortiums aufgetreten. An der Firma Birecik Baraj ve Hidroelektrik Santrali Tesis ve Isletme A.S. ist EWR mit 3,7 % beteiligt. Die restlichen Anteile verteilen sich auf weitere acht namhafte Unternehmen. Gemäß Gewinnabführungsvertrag vom 16. Oktober 2006 wird der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 430,6 (2005: TEUR 1.172,5) an die Alleingesellschafterin VA TECH Deutschland Beteiligungs GmbH, Ravensburg (ehemals VA TECH Voest MCE Deutschland Beteiligungs GmbH, Ratingen), abgeführt. NachtragsberichtEreignisse von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht aufgetreten. Chancen und RisikenDie in 2003 eingeleiteten Maßnahmen zur Reduktion besonderer Risiken aus einem Umbauprojekt in den USA haben deutlich Wirkung gezeigt. Mit aktivem Claim Management und intensiver Zusammenarbeit mit der lokalen Konzerngesellschaft konnte die Verlustsituation positiv beeinflusst werden. Die geleisteten Bemühungen zur Verbesserung des betrieblichen Potenzials zeigen Wirkung und EWR sieht sich gestärkt, mit dem gut eingespielten und teamorientierten Mitarbeiterstamm außerordentliche und projektspezifische Herausforderungen erfolgreich meistern zu können. Mit einem ausgeprägten Projektcontrolling verfügt EWR zudem über ein gutes Instrument, sich abzeichnende Risiken eines Projektes schon im ersten Stadium zu erfassen. Dies ermöglicht den Projektverantwortlichen, frühestmögliche Korrekturmaßnahmen einzuleiten. Darüber hinaus sorgen regelmäßige Treffen der Projektteams und ein sehr konsequentes Berichtswesen für eine schnellstmögliche Identifikation von Planabweichungen. Das ausgeprägte Interesse zur optimalen Abwicklung der Aufträge zeigt sich unter anderem daran, dass der Projektstatus sämtlicher Großaufträge quartalsweise mit der Geschäftsleitung und der jeweiligen Segmentleitung präzise und detailliert diskutiert wird, um eventuell notwendige Maßnahmen frühzeitig einzuleiten. Gravierende Abweichungen ergaben sich im Berichtsjahr keine. Die Genehmigung zur Hereinnahme von Neuaufträgen erfolgt durch ein konzernweit definiertes Genehmigungsprozedere, welches die Berichtserfassung von sämtlichen Projektrisiken vorschreibt. Den wirtschaftlichen und politischen Risiken der Kundenländer wird mit einer ausgewogenen Diversifikation des Auftragsportfolios entgegengetreten. Mit einem hohen internationalen Umsatzanteil ergibt sich die Möglichkeit, die Risiken der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland abzufedern. VA TECH ESCHER WYSS Flovel Ltd. lag in den zurückliegenden Geschäftsjahren hinter den Erwartungen zurück. Sowohl auf Grund des sehr zufrieden stellenden Auftragseingangs in 2003 - 2006, den mittelfristigen Planwerten als auch der grundsätzlichen Geschäftsentwicklung sieht EWR jedoch die zukünftige Ertragskraft der indischen Beteiligung weiterhin als nachhaltig gegeben. Erfolgreich erwiesen sich hierbei die verabschiedeten Ziele des Konzerns, im Hydro-Bereich verstärkt Aufgaben an die indische Gesellschaft zu verlagern und dadurch deren Ertragsfähigkeit substantiell zu sichern. Der Streit mit einem Teil der indischen Minderheitsgesellschafter vor dem Delhi High Court wegen behaupteter Vertragsverletzung wurde beigelegt. Mit der Übernahme von weiteren 38,49 % der Anteile wurde die Beteiligung auf 99,99 % aufgestockt. Somit partizipiert EWR künftig noch stärker von dieser Beteiligung. Auf Grund des indischen Rechts einer public Corp. haben die restlichen Anteile von 0,01 % 6 weitere Gesellschaften des Hydro-Teilkonzerns als Minishareholder übernommen. EWR trägt der Absicherung von Währungsrisiken aus Fremdwährungsaufträgen mit einer konsequenten Währungsabsicherungspolitik Rechnung. Im Wesentlichen beruht die Kurssicherung auf über das Konzern-Treasury direkt nach Vertragsunterzeichnung abgeschlossenen Devisentermingeschäften. Diese wiederum basieren auf den mit den Kunden oder Konsortialpartnern abgeschlossenen Zahlungsplanvereinbarungen. Bei Aufträgen in US-$ wird grundsätzlich versucht, einen möglichst hohen Anteil von Fertigung und Engineering in Auftragswährung in Ländern außerhalb der Eurozone zu platzieren. Auch diese Beschaffungsaufträge werden auf Basis der vereinbarten Zahlungspläne mit der Währungsabsicherung fixiert. Mit Wirkung zum 31.12.2003 wurde die Mitgliedschaft im Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden Württemberg e.V. gekündigt. Seit diesem Zeitpunkt unterliegt das Unternehmen nur noch der gesetzlichen Nachwirkung der Tarifverträge. Das Unternehmen hat sich mit dem Austritt aus dem Arbeitgeberverband von den zukünftigen tariflichen Entwicklungen abgekoppelt und kann so u.a. Entwicklungen bzw. Steigerungen auf dem Personalkostensektor stärker am Unternehmenserfolg orientieren. AusblickeDie wichtigen Märkte für EWR, insbesondere China, Indien, Brasilien, Venezuela und Türkei, sind weiterhin aktiv. Auch in Deutschland und Europa sehen wir Anzeichen für eine weitere Belebung. Neu- und Umbauprojekte sind vermehrt auf den gestiegenen Bedarf an Energie zurückzuführen. Mit den Forderungen, die Anlagen der Netzbetreiber zu modernisieren, bekommt auch der Inlandsmarkt langsam wieder Schwung. Die durch Naturkatastrophen bedingten gigantischen Netzausfälle in den USA und Asien haben aufgezeigt, wie wichtig eine höhere Betriebssicherheit bestehender Anlagen ist, aber auch die Fähigkeit mit höherer Flexibilität, wie sie beispielsweise durch Pumpkraftspeicherwerke erreicht wird, im Extremfall mit sofortiger Bereitschaft auf die Nachfrage zu reagieren. Speziell durch Anreize aus dem nun ratifizierten CO 2 Reduktionsprogramm (Kyoto) sowie der Entwicklung des Gas- und Rohölpreises gehen wir von einer erhöhten Nachfrage im Bereich der Wasserkraftprojekte aus. Erste Kraftwerke, deren Finanzierung auf Emissionszertifikaten beruht, werden bereits geplant. In den Zielmärkten sehen wir aussichtsreiche Projektentwicklungen für die kommenden Jahre. Die Wettbewerbssituation ist nach wie vor sehr angespannt. Im Jahr 2006 sind die Stahlpreise auf den Weltmärkten auf hohem Niveau geblieben. Den sich, bedingt durch die langen Laufzeiten der einzelnen Projekte, dadurch ergebenden Kalkulationsrisiken versucht EWR durch Preisanpassungsklauseln bei Neuverträgen zu begegnen. Gleichzeitig hat sich die letzten Jahre die Euro- US$-Relation auf einem für uns schlechten Stand stabilisiert, so dass ein deutlicher Nachteil gegenüber der im US$-Raum verankerten Konkurrenz gegeben ist. Der anhaltende massive Preiskampf fordert stets heraus, Optimierungspotenziale zu definieren und umzusetzen. Gefördert wird dies u.a. durch ein intensives Schulungsprogramm "Project Management Process", mit welchem sämtlichen kaufmännischen Mitarbeitern sowie den technischen und kaufmännischen Auftragsleitern ein sehr gutes Rüstzeug zum verantwortungsvollen und optimalen Einsatz der Ressourcen zur Verfügung gestellt wird. Neben eigenen Aktivitäten profitiert EWR auf dem Gebiet Forschung und Entwicklung maßgeblich von den Forschungszentren der Hydro-Konzerngesellschaften in Linz, Zürich und Vevey. Dieser Know-how Pool und die daraus resultierenden Synergieeffekte ermöglichen EWR, sich erfolgreich am hart umkämpften Markt durchsetzen zu können. Insgesamt sieht sich EWR für die anspruchsvollen Aufgaben in allen Bereichen der Unternehmung gut gerüstet. Da im Geschäftsjahr 2007 ein bedeutender lang laufender Großauftrag abgerechnet werden kann, erwarten wir einen deutlich höheren Umsatzerlös und ein im Vorjahresvergleich verbessertes Jahresergebnis. Die Andritz AG hat zum 01.06.2006 die VA Tech Hydro GmbH von der Siemens AG übernommen. Die EU-Kartellbehörde hatte der Übernahme der VA Tech AG durch Siemens nur mit Auflagen zugestimmt, so dass die VA Tech Hydro wieder verkauft werden musste.
Ravensburg, 26. Januar 2007 Dipl.-Ing. J.-C. Riesterer R. Roesch Bilanz zum 31. Dezember 2006VA TECH ESCHER WYSS GmbH, RavensburgAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2006VA TECH ESCHER WYSS GmbH, Ravensburg
Anhang für das Geschäftsjahr 2006VA TECH ESCHER WYSS GmbH, RavensburgAllgemeinesDer Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren ist unverändert. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie für die Aufstellung des Jahresabschlusses maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert angewandt. Zur besseren Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden langfristige Großaufträge seit dem Geschäftsjahr 2003 nach der Methode der Teilgewinnrealisierung bilanziert (§ 252 Abs. 2 HGB). Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend den steuerlichen Nutzungsdauern bewertet. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Die Sachanlagen wurden degressiv mit Übergang auf die lineare Methode abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert bewertet. Ausleihungen werden zum Nennwert angesetzt. Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu durchschnittlichen Einstandspreisen angesetzt. Soweit erforderlich, wurden Abschläge auf niedrigere Stichtagspreise vorgenommen. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderten Verwertbarkeit ergeben, wurden im erforderlichen Umfang vorgenommen. Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten auf der Grundlage der steuerlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile bewertet. Für im Bestand enthaltene, nicht kostendeckende Aufträge wurden die nicht gedeckten Selbstkosten von den Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse abgesetzt. Wie oben angegeben werden den unfertigen Erzeugnissen im Fall von Großaufträgen die anteiligen, nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades realisierten, Projektergebnisse zugerechnet (Methode der Teilgewinnrealisierung). Hieraus ergab sich bis zum Bilanzstichtag eine Erhöhung der unfertigen Erzeugnisse um den erzielten beinhalteten Gross-Profit (auf Basis vertraglich vereinbarter Erlöse abzgl. Herstellungskosten des Auftrags) in Höhe von EUR 19,4 Mio. Die auf Vorräte geleisteten Anzahlungen betreffen im Voraus geleistete Zahlungen im Zusammenhang mit der Auftragsfertigung der Gesellschaft, denen zum Bilanzstichtag noch keine Leistungserbringung durch den Auftragnehmer gegenüberstand. Sie sind mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen in Form von Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen bewertet. In unser Bewertungsermessen bei überfälligen Forderungen sind vertraglich vereinbarte Zinsen ebenso eingeflossen wie die Intensität der Geschäftsbeziehungen bzw. die Konzernverbundenheit mit den jeweiligen Schuldnern. Die Pensionsrückstellungen basieren auf versicherungsmathematischen Berechnungen nach dem Teilwertverfahren gemäß § 6a EStG unter Anwendung eines Rechnungszinsfußes von 6 % und den Heubeck-Richttafeln 2005. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. Fremdwährungsbeträge werden, soweit Bewertungseinheiten mit Währungssicherungsgeschäften bestehen (Micro-Hedge-Bilanzierung), zum gesicherten Devisenkurs bewertet. Die auf Grund kundenseitiger Zahlungsverzögerungen zur Aufrechterhaltung der Kurssicherung abgeschlossenen Zwischengeschäfte (Roll-over, Swaps) werden in die Bewertungseinheiten mit einbezogen. Nicht abgesicherte Fremdwährungsbeträge werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweiligen ungünstigeren Stichtagskurs bilanziert. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2006 ergibt sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel. Am 31. Dezember 2006 setzt sich das Finanzanlagevermögen wie folgt zusammen:
Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich um eine 99,99 %ige Beteiligung an der VA Tech Escher Wyss Flovel Ltd., Faridabad/Indien (Eigenkapital TEUR 3.005; Jahresüberschuss 2005 TEUR 548). Der Abschluss zum 31. Dezember 2006 liegt noch nicht vor. Die im Jahr 2002 vollständig wertberichtigte, 99,99 %ige Beteiligung an der VA Tech Escher Wyss S.A., Moyopampa/Peru, befindet sich zum Abschlussstichtag noch in Liquidation. Die Beteiligung an Birecik Baraj ve Hidroelektrik Santrali Tesis ve Isletme A.S., Ankara/Türkei (Eigenkapital TEUR 416.438; Jahresüberschuss 2005 TEUR 976) beträgt 3,7 %. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006 liegt noch nicht vor. Vorräte Der Anstieg der unfertigen Erzeugnisse resultiert überwiegend aus dem fortgeschrittenen Realisierungsgrad verschiedener Aufträge. Daneben schlägt sich hier auch die Teilgewinnrealisierung nieder.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 1.814 (VJ TEUR 2.445) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 3.775 (VJ TEUR 5.788), Cash-Pool TEUR 36.346 (VJ TEUR 24.437) sowie geleisteten Anzahlungen TEUR 3.344 (VJ TEUR 1.962) und haben sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen TEUR 600 (VJ TEUR 408) auf den Alleingesellschafter VA Tech Deutschland Beteiligungs GmbH, Ravensburg. Die sonstigen Vermögensgegenstände resultieren im Wesentlichen aus der Bruttodarstellung der Umsatzsteuer auf erhaltene Anzahlungen TEUR 2.868 (VJ TEUR 1.918). Des Weiteren sind hier erstattungsfähige ausländische Vorsteuern TEUR 823 (VJ TEUR 436) und debitorische Kreditoren erfasst. Sämtliche sonstige Vermögensgegenstände weisen eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr auf. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital beträgt unverändert TDM 20.000 (TEUR 10.226). Eine Umstellung des gezeichneten Kapitals im Handelsregister auf den Euro ist bislang nicht erfolgt. Gemäß dem mit Wirkung zum 1. Januar 2006 neu abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag wird das Jahresergebnis von TEUR 430,6 an den Alleingesellschafter abgeführt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich, insbesondere rückständige Urlaubs- und Gleitzeitguthaben, Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen sowie Jubiläen. Des Weiteren sind Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen, noch ausstehende Aufwendungen für bereits abgerechnete Aufträge sowie Restrukturierungsverpflichtungen in verschiedenen Unternehmensbereichen beinhaltet. Ein weiteres wesentliches Bewertungskriterium ist auch der vorsichtige Ansatz von Mehraufwendungen in Aufträgen, deren Ergebnis noch offen ist. Eine pauschale Garantierückstellung mit 0,4 % aus dem Umsatz 2006 (EUR 38 Mio.) und 2005 (EUR 68 Mio.) wurde in Höhe von TEUR 424 gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Fähigkeiten wie folgt auf:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.648), erhaltenen Anzahlungen (TEUR 12.631) sowie aus der Gewinnabführungsverpflichtung gegenüber dem Alleingesellschafter (TEUR 430,6). Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:
Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erlöse aus weiterberechneten Kosten in Höhe von TEUR 3.638 sowie Versicherungserstattungen mit TEUR 529 beinhaltet. Des Weiteren sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung sonstiger Rückstellungen (TEUR 376) und der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 982) ausgewiesen. Den weiterberechneten Kosten stehen entsprechende Aufwendungen gegenüber. Materialaufwand Als Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden vornehmlich Fertigungsmaterialien sowie bezogene Teile und Waren ausgewiesen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen umfassen hauptsächlich Montagekosten sowie Aufwendungen für die Verlagerung auf Dritte. Der Umfang der Verlagerung ist abhängig von der Art der Aufträge. Sonstige betriebliche Aufwendungen Hierunter werden hauptsächlich Vertriebs- und Verwaltungskosten, Lizenzgebühren, weiterberechnete Dienstleistungen sowie Reparaturen und Instandhaltungen erfasst. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt für das Jahr 2006 TEUR 5.523. Davon entfallen auf Mieten und Pachten TEUR 1.072, auf Dienstleistungen von Dritten TEUR 1.437, auf Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen TEUR 2.869 und auf Leasing TEUR 145. Die Gesellschaft setzt zur Absicherung zukünftiger Fremdwährungs-Zahlungsströme ausschließlich Devisentermingeschäfte (Kauf/Verkauf) ein (Micro-Hedging). Zum Bilanzstichtag belaufen sich die Werte wie folgt:
Der beizulegende Zeitwert der zum Bilanzstichtag eingegangenen Devisentermingeschäfte beläuft sich auf TEUR+643. Eine Abzinsung langfristiger Devisentermingeschäfte erfolgt nicht. Die Wertentwicklung dieser Finanzinstrumente wird durch die Entwicklung der korrespondierenden, gesicherten Zahlungsströme ausgeglichen (Bewertungseinheit). Infolge des projektbezogenen Abschlusses der Devisentermingeschäfte geht die Bewertung in sämtliche diese Projekte betreffenden Bilanzpositionen ein (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltene und geleistete Anzahlungen, Flüssige Mittel). Aus sog. SWAP-Geschäften wurden zum Bilanzstichtag sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 131 ausgewiesen. Die Ermittlung erfolgt aus den Differenzbeträgen von fälligen und verlängerten Währungsgeschäften. Mitarbeiter Im Durchschnitt der Geschäftsjahre waren beschäftigt:
Organe Der Beirat besteht seit dem 2. Dezember 2003 aus folgenden Vorständen der VA Tech Hydro GmbH & Co., Wien/Österreich:
Die Aufgaben des Beirats liegen gemäß Gesellschaftsvertrag in der Überwachung der Geschäftsführung, der Prüfung des Jahresabschlusses und des Gewinnverwendungsvorschlages sowie der Information der Gesellschafter. Die Mitglieder des Beirats erhalten keine Vergütung. Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an:
Der Beruf der Geschäftsführer ist mit ihrer Organstellung identisch. Die Aufwendungen für die Geschäftsführung im Geschäftsjahr werden nach § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung und des Beirats sowie für deren Hinterbliebene wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 780 gebildet. Bezüglich der gezahlten Pensionen machen wir von der Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Befreiender KonzernabschlussDer vorliegende Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Andritz AG, Graz/Österreich, einbezogen. Dieser wird gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, in den österreichischen Bekanntmachungsblättern offengelegt und beim Handelsregister Graz unter der Firmenbuchnummer 50935 f hinterlegt, Die Gesellschaft macht von der Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses sowie eines Teilkonzernlageberichts nach § 291 HGB Gebrauch. Den befreienden Konzernabschluss stellt die Andritz AG, Graz/Österreich, auf. Der Konzernabschluss wurde zum 31. Dezember 2006 nach den IFRS (International Financial Reporting Standards) aufgestellt. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den Vorschriften des § 291 Abs. 2 Nr. 2 HGB geprüft. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses in deutscher Sprache wird durch die Andritz AG vorgenommen. Die im befreienden Konzernabschluss angewandten und den Erläuterungen im Konzernlagebericht zugrunde liegenden Bilanzierungsgrundsätze weichen von den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätzen nach deutschem Recht wie folgt ab: Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich linearer planmäßiger Abschreibung bilanziert. (Im Gegensatz zu den ansonsten vergleichbaren deutschen Rechnungslegungsgrundsätzen erfolgt der Ansatz der Herstellungskosten nicht zu Teil-, sondern zu Vollkosten.) Kundenbezogene Fertigungsaufträge werden nach der Percentage of Completion (PoC)-Methode abgerechnet, d.h. der Ergebnisausweis erfolgt nach dem Grad der Fertigstellung eines Projekts und nicht erst nach vollständiger Erbringung der Lieferung und/oder Leistung an den Kunden. Im Abschluss der VA Tech Escher Wyss GmbH, Ravensburg, nach deutschen Rechnungslegungsgrundsätzen wird auch die PoC-Methode angewandt, jedoch nur für Großaufträge mit einer Projektlaufzeit von über vier Jahren. Aus den Bewertungsunterschieden bei den kundenbezogenen Fertigungsaufträgen ergeben sich Folgewirkungen für die Bildung von Wertberichtigungen auf unfertige Erzeugnisse und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Bilanzierung leistungsorientierter Pensionspläne erfolgt als Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum Bilanzstichtag zuzüglich etwaiger in Folgeperioden zu berücksichtigender versicherungsmathematischer Gewinne abzüglich des am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Bei der Berechnung des Barwerts sind künftige Rentenanpassungen sowie Schätzungen über Fluktuationen von Arbeitnehmern zu berücksichtigen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich als Differenz zwischen der am Anfang der Periode ermittelten Soll-Rückstellung und der Ist-Rückstellung am Periodenende ergeben, werden erfolgswirksam erfasst. Der Diskontierungssatz orientiert sich an Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen erfolgt die Bilanzierung zum Teilwert nach den in diesem Anhang beschriebenen Grundsätzen. Die für Zwecke des handelsrechtlichen Jahresabschlusses mit 0,4 % aus dem Jahresumsatz der Jahre 2005 und 2006 gebildete pauschale Garantierückstellung wird für IFRS-Zwecke aufgelöst. Nach den Ausweispflichten der Muttergesellschaft werden die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen unter den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, unter denen in den Vorperioden die korrespondierenden Aufwendungen aus der Rückstellungsdotierung erfasst wurden.
Ravensburg, 26. Januar 2007 Die Geschäftsführer: Dipl.-Ing. J.-C. Riesterer R. Roesch Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2006
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der VA Tech Escher Wyss GmbH, Ravensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der VA Tech Escher Wyss GmbH, Ravensburg, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, den 15. Februar 2007 Deloitte
& Touche GmbH
Thiermann, Wirtschaftsprüfer ppa. Kiefer, Wirtschaftsprüfer |
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