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Questax GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2015 bis zum 31.03.2016Lagebericht für den Zeitraum 1. April 2015 bis 31. März 2016Geschäftsmodell der GesellschaftDie Questax GmbH ist als IT-Personaldienstleister auf die Besetzung von Vakanzen im IT- und Engineering Bereich spezialisiert. Der Fokus liegt gegenwärtig auf der Betreuung deutscher Großkunden. Das Leistungsspektrum umfasst die Identifikation passender Experten, die Begleitung des Rekrutierungsprozesses sowie die administrative Abwicklung der Beratungsprojekte. Dabei greift das Unternehmen auf eine umfangreiche Datenbank und das vorhandene Expertennetzwerk zurück. 1. Allgemeine Marktentwicklung (Geschäftsjahr 2016)Gemäß der Lünendonk ® -Marktsegmentstudie 2016 "Der Markt für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern in Deutschland" waren wie in den Vorjahren 2015 ca. 92.000 IT-Experten freiberuflich in Deutschland tätig. Der Umsatz der freiberuflichen IT-Experten stieg um 2,2 Prozent auf ca. 9,2 Mrd. Euro. Im Jahr 2016 wird mit einem Marktwachstum von 7,6 Prozent gerechnet. Für 2017 sind die Erwartungen mit 8,2 Prozent geringfügig höher. Dieses Wachstum fand in einem Umfeld statt, das von Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen rechtlichen Rahmenbedingungen geprägt war. Im Juni 2016 wurde der überarbeitete Gesetzesentwurf zur Neuregelung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes sowie weiterer für die Vergabe von Dienst- und Werkverträgen relevanter Gesetze vom Bundeskabinett beschlossen und durchläuft nun das weitere Gesetzgebungsverfahren. Mit einem Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens wird bis zum Jahresende gerechnet und hiermit die Planbarkeit verbessert. Das wichtigste Entscheidungskriterium für die Auswahl eines Anbieters von Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung freiberuflicher IT-Experten aus Sicht der Auftraggeber ist seit Jahren die Lieferfähigkeit. Danach folgen die "Qualität der Zusammenarbeit" sowie das "Preis-/Leistungsverhältnis". An vierter Stelle steht die "Geschwindigkeit der Projektbesetzung, welche an Bedeutung gewinnt. 2. GeschäftsentwicklungIm Zeitraum 1. April 2015 bis 31. März 2016 konnte QUESTAX das Geschäftsvolumen des Vorjahres bestätigen, was im Wesentlichen auf die erfolgreiche Gewinnung von Neukunden zurückzuführen ist, da im Bestandskundenumfeld teilweise aus unternehmensinternen Gründen geringere Auftragsvolumina platziert wurden. Grundsätzlich war die Nachfrage nach externer Projektunterstützung durch IT-Spezialisten relativ stabil und im Wesentlichen durch folgende Faktoren getrieben:
QUESTAX hat im Berichtszeitraum ihre sehr gute Reputation weiter festigen und ausbauen können. Dies drückt sich insbesondere im weiteren Zugewinn von neuen strategischen Kunden und Rahmenverträgen aus. Außerdem investieren wir konsequent in die Qualifizierung unserer Mitarbeiter und die technologische Weiterentwicklung unserer Recruitment- & Vertriebssteuerungs-Systeme. Im Betrachtungszeitraum hat sich die Geschäftsstelle Düsseldorf weiter sehr positiv entwickelt. Die QUESTAX hat im Berichtszeitraum mit Umsatzerlösen von 35,9 Mio. Euro etwa 15 Prozent unter dem Vorjahreswert (42,4 Mio. Euro) gelegen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 81 TEuro (Vorjahr 53 TEuro). In einer Marktlage, in der die Nachfrage nach Spezialisten in vielen Teilen das Angebot deutlich übersteigt und zudem in besonderen Expertisen eine extreme Skill-Verknappung herrscht, ist die Verhandlungsposition von QUESTAX zwischen Kunden und selbstständigen IT-Beratern davon geprägt, die Kundenpreisvorstellungen mit den erwarteten Marktpreisen auf Seiten der selbstständigen IT-Experten in Einklang zu bringen sowie eine adäquate Vermittlungsvergütung zu erzielen. Dank unserer sehr guten Reputation als fairer und zuverlässiger sowie seit Jahren bekannter Kooperationspartner für die selbstständigen Experten konnten wir viele erfolgreiche Abschlüsse für uns verbuchen. 3. VermögenslageDie Aktivseite der Gesellschaft macht in Summe ein Volumen von 14,41 Mio. Euro aus. Hiervon entfallen rd. 31 Prozent auf das Anlagevermögen. Dazu zählen vor allem Beteiligungen an der Questax Heidelberg GmbH in Höhe von 4,34 Mio. Euro und der Questax Switzerland AG in Höhe von 0,06 Mio. Euro. Im Bereich des Umlaufvermögens sind infolge des geringeren Umsatzes die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 6,88 Mio. Euro auf 5,27 Mio. Euro gesunken. Bei den Forderungen gegen verbundenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Darlehen an die Questax Heidelberg GmbH 3,11 Mio. Euro, die Questax Professionals GmbH 0,41 Mio. Euro und die Questax Switzerland AG in Höhe von 0,20 Mio. Euro. Die sonstigen Vermögensgegenstände liegen bei 0,20 Mio. Euro und umfassen überwiegend Körperschafts- und Gewerbesteuererstattungsansprüche. Die liquiden Mittel sind im Berichtszeitraum um 1,16 Mio. Euro auf 0,21 Mio. Euro zurückgegangen. Das Eigenkapital der Gesellschaft liegt zum 31. März 2016 mit 5,83 Mio. Euro nahezu auf dem Stand des Vorjahres. Die Rückstellungen der Gesellschaft von 0,34 Mio. Euro tragen überwiegend den vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und den vermittelten IT-Spezialisten Rechnung und haben sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert. Die Verbindlichkeiten enthalten eine ursprünglich von der Reutax AG begebene Anleihe, die von der Questax GmbH übernommen wurde und im Jahr 2018 fällig wird. Im Innenverhältnis wurde dies durch ein Darlehen an die Questax Heidelberg GmbH kompensiert. Gegenüber Kreditinstituten konnten die Verbindlichkeiten im abgelaufenen Geschäftsjahr um 0,69 Mio. Euro reduziert werden. Aufgrund des geringeren Geschäftsvolumens sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen korrelierend zu den Aufwendungen für bezogene Leistungen zu den Forderungen von 5,59 Mio. Euro auf 4,16 Mio. Euro gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten mit 1,40 Mio. Euro im Wesentlichen ein Darlehen der Muttergesellschaft, CONET Technologies AG. 4. ErtragslageIm Vergleich zum Vorjahr ging der Umsatz um 15 Prozent auf 35,9 Mio. Euro zurück. Der Rohertrag, als Differenz aus den Umsatzerlösen und den bezogenen Leistungen der IT-Freelancer, beläuft sich auf 3,65 Mio. Euro. Dies entspricht einer Marge von 10,2 Prozent und damit einem Rückgang von 0,5 Prozentpunkte im Vorjahresvergleich. Nach Abzug von Personalkosten (2,56 Mio. Euro), Abschreibungen (0,06 Mio. Euro) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen (0,85 Mio. Euro) sowie dem negativen Zinsergebnis in Höhe von 0,10 Mio. Euro ergibt sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 81 TEuro, dieses liegt damit um 28 TEuro über dem Ergebnis des Vorjahres. Der Plan-Ist-Vergleich zeigt bei den Hauptsteuerungsgrößen des Unternehmens nachfolgende Abweichungen. Der geplante Umsatz von 42,3 Mio. Euro wurde um 15 Prozent verfehlt. Gründe sind sowohl in rückläufigen Umsätzen bei Bestandskunden als auch in geringer ausgefallenen Neuaquirierungen zu suchen. Die Marge von 10,2 Prozent lag um 0,7 Prozent unter Plan. Die verschärfte Markt- und Wettbewerbssituation hat Auswirkungen auf die Preisgestaltung. Kosteneinsparungen konnten die daraus resultieren Einbußen nicht in Gänze kompensieren, da durch die Integration der Tochtergesellschaft Questax Heidelberg GmbH erhebliche, einmalige Kosten im Personal- wie auch im sonstigen betrieblichen Aufwand angefallen sind. Aus diesen Gründen ist auch eine Zielverfehlung auf EBITDA Ebene zu verzeichnen. 5. FinanzlageMit dem Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von 0,21 Mio. Euro (Vorjahr: 1,37 Mio. Euro) war die Liquidität der Gesellschaft ausreichend gesichert und sie konnte ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen jederzeit und problemlos nachkommen. Der Rückgang resultiert aus gestiegenen Forderungsansprüchen gegenüber anderen Konzerngesellschaften. Zur Abdeckung von Spitzen steht der Gesellschaft im Rahmen der Konzernfinanzierung ein ausreichendes Kontokorrentvolumen in Höhe von 900 TEuro zur Verfügung, das bei Bedarf auch noch ausgeweitet werden kann. 6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDie kontinuierliche Optimierung betrieblicher Abläufe, das verstärkte Heben von Synergieeffekten innerhalb des Konzerns und die nachhaltige Etablierung eines Risikomanagementsystems erlauben einen positiven Blick in die Zukunft. Diese Zuversicht nährt sich auch aus einem spürbar ansteigenden Auftragsbestand im 4. Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres. 7. MitarbeiterZum 31. März 2016 beschäftigte die Questax GmbH 31 Mitarbeiter (Vorjahr: 39 Mitarbeiter). 8. Bestehende ZweigniederlassungenDie Questax GmbH hat ihren Unternehmenssitz in Frankfurt am Main und unterhält eine Geschäftsstelle in Düsseldorf. 9. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des GeschäftsjahresDie Hauptversammlung der CONET Technologies AG hat am 30. Juni 2016 die rückwirkende Abspaltung (zum 1. April 2016) der Questax GmbH in eine neu zu gründende Questax Holding AG genehmigt. 10. Chancen- und RisikoberichtDas zukünftige Wachstum von QUESTAX ist vornehmlich abhängig von der konjunkturellen Entwicklung des IT-Dienstleistungsmarktes in Deutschland. Darüber hinaus hat die Qualität unserer erbrachten Dienstleistungsaufträge einen erheblichen Einfluss auf die Zufriedenheit unserer Kunden. QUESTAX ist aufgrund des verfolgten Geschäftsmodells weiterhin vom nachhaltigen Wachstumspotential dieses Marktes überzeugt. Dies hat sich trotz der Diskussion über die Neuregelung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (als ein Markt mit stabilen Verhältnissen) im letzten Geschäftsjahr bestätigt. Die aktuelle Lünendonk-Studie aus Juni 2016 zum IT-Personaldienstleister-Markt geht weiterhin von attraktiven Wachstumsraten im hohen einstelligen Bereich aus. ChancenUmsatzwachstum, Optimierung interner ProzesseDas größte Potential liegt in der weiteren Optimierung interner Prozesse und dem geplanten Umsatzwachstum. Vorhandene Kompetenzen und Netzwerke innerhalb des Konzerns (Stichwort: cross-selling) rücken dabei zunehmend in den Fokus.
fühlen wir uns gut gerüstet, das positive Marktklima und die Potentiale daraus optimal für uns abschöpfen zu können. QUESTAX ist seit vielen Jahren strategischer Partner zahlreicher Großunternehmen. Diese setzen ihren eingeschlagenen Weg konsequent fort, ihr Einkaufspotential über den Einsatz strategischer Lieferanten weiter zu optimieren. Wir gehen daher davon aus, dass QUESTAX dank der sehr guten Positionierung unter den Top 10 bei Kunden und Beratern und der schnellen, modernen technischen Infrastruktur von dieser Entwicklung weiterhin profitieren wird. Durch die Erschließung neuer innerdeutscher Marktsegmente in Verbindung mit einem weiteren, lokalen Ausbau des Vertriebspersonals und einer gezielten Bonusorientierung zu Margen und Rohertrag, sehen wir gute Chancen, in den kommenden Jahren die Quote Umsatz/Rohertrag nicht nur zu stabilisieren, sondern auch steigern zu können. RisikenAls größtes Risiko in einem enger und schneller werdenden Markt identifizieren wir unverändert die Gefahr der Abhängigkeit von einzelnen Großkunden. Vor diesem Hintergrund müssen wir auch weiterhin die Entwicklung bei unseren größten Einzelkunden beobachten, da hier das größte Risiko für nennenswerte Planabweichungen bei Umsatz und Ertrag besteht. Diesem Sachverhalt wirken wir entgegen, indem wir durch die Akquisition neuer Kunden in neuen Branchen unser Vertriebs- und Recruiting-Team gezielt für neue Marktbereiche und Skill-Disziplinen auf- und ausbauen. Bei der Bewertung der Beteiligungen müssen durch die Geschäftsführung im Rahmen ihres pflichtgemäßen Ermessens in bestimmtem Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die erheblichen Einfluss auf den zukünftig geplanten Ertrag und damit die Beurteilung der Werthaltigkeit der ausgewiesenen Beteiligungen haben. Dies betrifft auch die Ermittlung der zukünftig zu erzielenden Überschüsse und zugrunde gelegten Bewertungsparameter im Rahmen der Unternehmensbewertung / Geschäftsjahresplanung der entsprechenden Beteiligungen. Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Die Entwicklung der Liquiditätssituation hängt maßgeblich vom Erreichen der Planwerte ab. Im Falle einer Zielverfehlung gilt es, zeitnah Anpassungsmaßnahmen durchzuführen oder weiteres Eigen- oder Fremdkapital zuzuführen. Die Ausfallrisiken des Forderungsbestandes sind aufgrund der guten Kundenbasis von QUESTAX und unserer internen Bonitätsüberwachung des Zahlungsverhaltens der Kunden als sehr gering einzustufen. Der Gesetzesentwurf zur Neuregelung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes sowie weiterer für die Vergabe von Dienst- und Werkverträgen relevanter Gesetze wurde vom Bundeskabinett beschlossen und durchläuft nun das weitere Gesetzgebungsverfahren. Mit einem Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens wird bis zum Jahresende gerechnet. Dies führt bei allen handelnden Personen zu mehr Planungs- bzw. Handlungssicherheit. Gleichwohl bleibt der Beratungsbedarf bei den beauftragenden Unternehmen und den IT-Experten weiterhin sehr hoch. Da wir die Veränderungen in den Vergabeprozessen trotz des beschlossenen Gesetzentwurfes nicht eindeutig vorhersehen können, liegt in diesem Wandel ein mögliches Risiko für uns. Gleichwohl bieten wir den Markteilnehmern durch die von unserer Tochtergesellschaft Questax Professional GmbH angebotene Arbeitnehmerüberlassung eine rechtsichere Lösung an und wirken so der Unsicherheit entgegen. Besonderes achten wir auch weiterhin auf eine innovative und technisch moderne Vertriebssteuerung, die uns insbesondere über ein zeitnahes Reporting und Controlling frühzeitig auf negative Entwicklungen aufmerksam machen soll. Die Geschäftsaktivitäten der Questax GmbH werden in den kommenden Jahren restrukturiert. Für die Ertragslage der Questax GmbH ist die Einhaltung der zugrunde liegenden Planungsannahmen von erheblicher Bedeutung. Bei Nichteintritt der Finanzplanungen kann zukünftig die Ertragslage der Gesellschaft durch außerplanmäßige Abschreibungen auf die vorhandenen Beteiligungen erheblich belastet werden. 11. PrognoseberichtFür das Geschäftsjahr 2017 (1. April 2016 bis 31. März 2017) rechnen wir mit einem Umsatzanstieg von 5 Prozent auf 37,7 Mio. Euro und einem EBITDA von rund 0,49 Mio. Euro. Die Risiken hierbei liegen einerseits in den von QUESTAX nicht beeinflussbaren externen Markt-Faktoren sowie andererseits in möglichen Ressourcenengpässen im Hinblick auf die eigenen Mitarbeiterkapazitäten, um den deutlichen Zuwachs kunden- und zeitgerecht abarbeiten zu können. Die Margensituation reflektiert im Wesentlichen die aktuelle Angebots- und Nachfragesituation und den Zugewinn von neuen Kunden. QUESTAX wird in den nächsten Jahren weiterhin großen Wert auf Investitionen in Mitarbeiter-Fort- und Weiterbildung sowie die Weiterentwicklung der Vertriebssteuerungs- und Recruitmentsysteme legen. Zusammenfassend bewertet, befindet sich QUESTAX wie auch in den vergangenen Jahren in einer grundsätzlich guten Ausgangssituation für die nächsten Jahre. Wir haben mehrfach bewiesen, dass wir sowohl in einer konjunkturell schwierigen Wirtschaftslage, als auch in einer aufwärts strebenden Marktlage die daraus resultierenden Chancen des Marktes nutzen können.
Frankfurt am Main, den 7. Juli 2016 Ulrich Wantia Bilanz zum 31. März 2016Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2015 bis 31. März 2016
Anhang für das Geschäftsjahr 2015/2016Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des JahresabschlussesDie Questax GmbH, Frankfurt am Main, hat zum 31. März 2016 nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften der §§ 242 ff., 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG einen Jahresabschluss aufgestellt. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Vorschriften der §§ 265 ff. und 275 ff. HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Von den Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs gemäß § 288 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht. Der Jahresabschluss wurde gemäß § 268 Abs. 1 HGB unter vollständiger Ergebnisverwendung aufgestellt. I. Erläuterung der Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Bewertung der Vermögens- und Schuldposten entspricht den Vorschriften der §§ 252 bis 256a HGB. II. Erläuterung zur BilanzImmaterielle VermögensgegenständeDie Software - Betriebs- und Anwendungssoftware - wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und linear über 3 bis 10 Jahre abgeschrieben. Softwarezugänge, deren Anschaffungskosten maximal 150,00 Euro betragen, wurden als so genannte "Trivialsoftware" im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgaben behandelt. Immaterielle Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten über 150,00 Euro liegen und bis zu 1.000,00 Euro betragen, werden in einem Sammelposten erfasst, der im Geschäftsjahr der Bildung und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd abgeschrieben wird. SachanlagenDie Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Für die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer gilt folgender Rahmen:
Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungswert maximal 150,00 Euro betragen, werden im Jahr der Anschaffung vollständig als Betriebsausgaben abgeschrieben. Anlagegüter, deren Anschaffungskosten über 150,00 Euro liegen und maximal 1.000,00 Euro betragen, werden in einem Sammelposten erfasst, der im Geschäftsjahr der Bildung und den folgenden 4 Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd abgeschrieben wird. FinanzanlagenDie Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Es werden Anteile an folgenden Unternehmen gehalten:
* Kurs per 31. Dezember 2015 1 CHF = 0,91957
Euro
Die Entwicklung des Anlagevermögens auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagespiegel. Anlagenspiegel zum 31. März 2016
VorräteDie Bewertung der Waren erfolgt gemäß § 255 Abs. 1 HGB mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert ausgewiesen. Für das allgemeine Ausfallrisiko, für Skontoabzüge durch Kunden und für Zinsverluste besteht eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 %. Im Geschäftsjahr 2015/2016 bestand keine Notwendigkeit für die Bildung von Einzelwertberichtigungen. Sonstige Vermögensgegenstände und Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden zum Nennwert ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Darlehensforderungen in Höhe von 3.113 TEuro gegen die Questax Heidelberg GmbH, 411 TEuro gegen die Questax Professionals GmbH und 198 TEuro gegen die Questax Switzerland AG; Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von 375 TEuro unter diesem Posten erfasst. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuererstattungsansprüche in Höhe von 141 TEuro. Kassenbestand, Guthaben bei KreditinstitutenDer Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert ausgewiesen. Aktive RechnungsabgrenzungAls aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. EigenkapitalDas Stammkapital der Gesellschaft beträgt 37.327,00 Euro und ist vollständig eingezahlt. Der Bilanzgewinn ergibt sich wie folgt:
RückstellungenDie Rückstellungen decken in angemessenem Umfang die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen; sie wurden aufgrund der im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung vorliegenden Erkenntnisse in Höhe der Erfüllungsbeträge gebildet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Waren. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin CONET Technologies AG in Höhe von 1.536 TEuro. Diese entfallen mit 1.398 TEuro auf ein Darlehen und mit 138 TEuro auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Fälligkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:
* Tabelle enthält Rundungsdifferenzen auf
Grund der Darstellung der Werte in TEuro.
III. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungWährungsumrechnungAuf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. IV. Sonstige AngabenMitarbeiterIm Quartalsdurchschnitt 2015/2016 beschäftigte die Gesellschaft 38,4 Mitarbeiter im Vertriebs- und Verwaltungsbereich. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Aufwendungen der Gesellschaft nach dem Bilanzstichtag aus fest abgeschlossenen Miet-, Beratungs- und Leasingverträgen sowie sonstigen Verträgen belaufen sich auf insgesamt 2.058 TEuro brutto (Vorjahr 719 TEuro). Der Anstieg resultiert aus einem für 7 Jahre abgeschlossenen Mietvertrag am neuen Standort Frankfurt/Messe. Sofern Mietverträge unbefristet abgeschlossen worden sind, sind nur die Aufwendungen des Folgejahres erfasst worden, da die Laufzeit ungewiss ist. Von dem Gesamtbetrag bestehen Verpflichtungen in Höhe von 175 TEuro gegenüber der Gesellschafterin CONET Technologies AG. GeschäftsführerWährend des bestehenden Zeitraums wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Gesamtbezüge der Organmitglieder belaufen sich für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 auf 410 TEuro. Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGBDie Gesellschaft hat sich verpflichtet, für Darlehnsverbindlichkeiten des Mutterunternehmens CONET Technologies AG, Hennef, gesamtschuldnerisch mitzuhaften (Schuldbeitritt). Diese Darlehnsverbindlichkeiten des Mutterunternehmens valutieren zum Bilanzstichtag in Höhe von 4,3 Mio. Euro. Mit einer Inanspruchnahme aus dem Schuldbeitritt wird zum Bilanzstichtag nicht gerechnet, da das Mutterunternehmen bislang sämtlichen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen ist und hiermit weiterhin gerechnet wird. Es besteht weiterhin eine gesamtschuldnerische Mithaftung für eine gewährte Barkreditlinie in Höhe von 4,15 Mio. Euro und eine Avalkreditlinie in Höhe von 0,35 Mio. Euro. Diese Kreditlinien können von der Gesellschaft sowie der CONET Technologies AG und der CONET Solutions GmbH genutzt werden. Zum Bilanzstichtag war die Kreditlinie in Höhe von 1,58 Mio. Euro durch die CONET Technologies AG und in Höhe von 0,21 Mio. Euro von der Gesellschaft selber in Anspruch genommen. Mit einer Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Mithaftung wird zum Bilanzstichtag nicht gerechnet, da das Mutterunternehmen bislang sämtlichen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen ist und hiermit weiterhin gerechnet wird. MutterunternehmenDie im Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg unter Nr. HRB 10328 eingetragene CONET Technologies AG mit Sitz in Hennef ist Mehrheitsgesellschafterin der Gesellschaft. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der CONET Technologies AG einbezogen.
Frankfurt am Main, den 7. Juli 2016 Ulrich Wantia Feststellung des Jahresabschlusses 2015/2016Mit Gesellschafterbeschluss vom 16.12.2016 wurde der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015/2016 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Questax GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in der Buchführung, im Jahresabschluss und im Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 7. Juli 2016 Baker
Tilly Roelfs AG
Thomas Gloth, Wirtschaftsprüfer Alexandra Sievers, Wirtschaftsprüferin |
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