Badischer Winzerkeller eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg GnR 290032
Eingetragen
29.4.1952
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenHerstellung von Apfelwein und sonstigen gegorenen Getränken aus ObstAnbau von Wein- und Tafeltrauben
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: a) Die Erfassung von Trauben, Traubenmaische und Traubenmost; b) die gemeinsame Kelterung der in der Wirtschaft der Mitglieder geernteten Weintrauben unter umsichtiger Sortierung nach Lage und Güte; c) der Ausbau der von den Mitgliedern übernommenen Moste und Weine, sowie die zur Verfügungsstellung von Lagerraum und technischen Einrichtungen auf der Grundlage des Werklohnvertrages; d) die Gewinnung bestmöglicher Weine und Schaumweine durch fachgerechten Ausbau und die Pflege dieser Weine und Schaumweine; e) die Verwertung der gewonnenen Weine, Schaumweine und der Nebenerzeugnisse. f) Erwerb und Bewirtschaftung von Rebgelände und sonstiger landwirtschaftlicher Nutzfläche; g) Betrieb und Vermietung von Gebäuden und Einrichtungen; h) Beteiligungen an Unternehmen, die dem Zweck und Gegenstand des Unternehmens dienen; i) Betrieb von Datenverarbeitungsanlagen sowie damit zusammenhängende Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Elmar Peter Drees
seit 8.1.2024
Prokura
Prokura
Vorstandsmitglied
André Weltz
seit 19.2.2021
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Badischer Winzerkeller eG

Breisach am Rhein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Der Badische Winzerkeller ist Hersteller, Lieferant und Handelspartner für Weine, Schaumweine und anderer weinhaltiger, alkoholhaltiger und alkoholfreier Getränke vornehmlich badischer Herkunft. Die Zentralgenossenschaft BWK übernimmt die Verarbeitung des gesamten Trauben-Lesegutes ihrer 19 vollanliefernden, 18 selbstvermarktenden und 8 teilvermarkenden Mitgliedsgenossenschaften zu Wein und Schaumwein und anderen Produkten sowie deren Vermarktung. 15 teilanliefernde Mitgliedsgenossenschaften stellen dem BWK unterschiedliche Teilmengen ihrer Traubenmoste und Offenweine ebenfalls zur Vermarktung zur Verfügung. Dabei bedient der größte Erzeugerbetrieb Badens sämtliche Vertriebskanäle v.a. aber Lebensmitteleinzelhandel, Discount, Fachhandel, Gastronomie, Getränkeabholmärkte und Direktvertriebsformen einschließlich Online-Handel vornehmlich in Deutschland. Das Exportgeschäft hat derzeit nur eine untergeordnete Bedeutung. Darüber hinaus stellt der BWK im Auftrag einiger Mitgliedsgenossenschaften ein Wein- und Schaumweinsortiment her, das die Auftraggeber eigenständig vermarkten (sog. Teilselbstvermarktungsbetriebe). Der BWK fungiert auch als Lohnhersteller und Lohnabfüller für Großkunden im Rahmen ihres Eigenmarkengeschäfts und für Sonderausstattungen.

Die wesentlichsten finanziellen Leistungsindikatoren des BWK sind die Absatz- und Umsatzentwicklung sowie die Höhe des Traubengelds. Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren gelten Umweltbelange wie z.B. der ressourcenschonende Produktionsprozess (BWK-Energiemanagementsystem).

2. Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen der Genossenschaft bestehen nicht.

3. Ziele

Der Badische Winzerkeller wurde 1952 mit dem Unternehmenszweck gegründet, badischen Wein innerhalb und insbesondere auch außerhalb Badens zu verkaufen. Originärer Auftrag und übergeordnetes Ziel des Badischen Winzerkellers sind die Erzielung eines angemessenen Traubengelds für seine Anteilseigner, die Mitgliedsgenossenschaften und ihre Winzer.

Zu den Unternehmenszielen gehört auch die langfristige Unabhängigkeit in unternehmerischen und finanziellen Entscheidungen im Interesse und in Abstimmung mit den Anteilseignern. Der Badische Winzerkeller strebt daher eine stabile und führende Position in jenen Geschäftsfeldern an, in denen er derzeit und künftig tätig ist und in die er seine Stärken mit guter Aussicht auf nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg einbringen kann. Das beinhaltet den Ausbau von vorhandenen und die Schaffung künftiger attraktiver und verteidigungsfähiger Wettbewerbsvorteile, um damit die Position als marktführende Erzeugerkellerei Badens erhalten zu können.

4. Forschung und Entwicklung

Der Badische Winzerkeller nimmt an verschiedenen Forschungsprojekten vornehmlich in Deutschland teil. Beispiele solcher Projekte sind Untersuchungen zur Anpassung der Rotweinherstellung an klimatisch bedingte Veränderungen, die Einführung eines Smartphone Analysesystems oder Strategien zur Gushingreduktion in Sekt. Aktuell nimmt der Badische Winzerkeller an dem EIP Mehrweg Projekt unter dem Dach des BWGV teil.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

a) Allgemeine Entwicklung

Leichter Rückgang der Wirtschaftsleistung

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %. Bei Nahrungsmitteln hielt der hohe Preisauftrieb nahezu ungebremst an. Sie verteuerten sich um 12,4 %.

Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts.

Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,8 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Vor allem in Bereichen, in denen die Preise auf dem hohen Stand des Vorjahres verharrten oder sogar weiter zulegten, kam es zu rückläufigen Ausgaben der Privathaushalte.

Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 1,8 % beziehungsweise 3,0 %. Maßgeblich für den Rückgang des Exportgeschäfts war die im Jahresverlauf schwächer werdende weltwirtschaftliche Gangart. Zudem belasteten die hohen inländischen Energiekosten die deutschen Exportunternehmen.

(Quelle DRV Gesamtwirtschaftlicher Hintergrund 2023)

b) Branchenentwicklung

Die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) schätzt die weltweite Weinproduktion (ohne Saft und Most) für das Jahr 2023 auf ca. 244,1 Mio. hl. Die Erntemenge liegt damit 7 % unter Vorjahresniveau und ist damit die Kleinste der letzten Jahre. Die EU-Weinproduktion wird von der OIV auf 150 Mio. hl (ohne Saft und Most) geschätzt. Dies entspricht 61 % der weltweiten Weinproduktion. Im Vergleich zum Vorjahr ging das Produktionsvolumen um 11,2 Mio. hl (-7 %) zurück.

Das Weinjahr 2023 stellte die Winzer und Weingärtner nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) durch die gleichzeitige Reife vieler Sorten sowie dem hohen Selektionsbedarf vor große Herausforderungen. Zu den Gewinnern des Jahrgangs zählen die traditionellen Rebsorten Riesling und Silvaner sowie die internationalen Rotweinsorten. Insgesamt werden die Jungweine als fruchtbetont und frisch beschrieben.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagerten zum Stichtag am 31. Juli 2023 mit 12,1 Mio. hl rund 8,3 % mehr Wein und Schaumwein in den hiesigen Kellern als im Vorjahr. Im Vergleich zum langjährigen Mittel ist das Ergebnis um 2,4 % höher ausgefallen.

Im Jahr 2023, so das DWI, ist der inländische Weinkonsum gesunken. Insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel, der traditionell die mengenmäßig größte Rolle im Weinabsatz spielt, kämpft mit Absatz- und Umsatzrückgängen. Die Rückgänge im deutschen Markt können von Zuwächsen im Export sowie im Onlinehandel jedoch nicht kompensiert werden. Dies bedeutet, dass die Marktlage sehr angespannt ist. Durch die Inflation aufgrund des Krieges in der Ukraine kaufen die Kunden preissensibler ein, weswegen es laut DWI zu einem Mengenzuwachs von ausländischen Weinen im Preiseinstiegsbereich kam. Die gestiegenen Produktionskosten verschärfen die prekäre wirtschaftliche Situation vieler Betriebe zusätzlich. Aktuell beträgt der absatzbezogene Marktanteil deutscher Weine im Inland 41 %.

(Quelle DRV Gesamtwirtschaftlicher Hintergrund 2023)

2. Geschäftsverlauf

Umsatz- und Absatzentwicklung Badischer Winzerkeller eG

a) Inland

Der Pro-Kopf-Verbrauch an Wein ist auch im Betrachtungsjahr 2023 erneut gesunken und liegt per Dezember 2023 bei nur noch 19,2 Liter, berichtete das Deutsche Weininstitut (DWI). Im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2022 sind dies weitere 0,7 Liter weniger, also gut eine Flasche. Konstant blieb der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Sekt mit 3,2 Litern. Das DWI führte die Entwicklung auf die Demographie und ein verändertes Konsumverhalten zurück. Zudem sind günstige Weine stärker gefragt. In Deutschland wurde 2023 über alle Einkaufsstätten gesehen 5,6 % weniger Wein gekauft, der Umsatz blieb nahezu stabil. (DWI auf Basis Nielsen-Daten). Als Ursache wird die größere Preissensibilität der Verbraucher gesehen. Davon hätten preisgünstigere Weine profitiert. Deutsche Weine mussten zum Vorjahr bei einem leicht steigenden Durchschnittspreis (3,30 € +8 %) Absatzverluste von 8,9 % und ein Umsatzminus von 1,6 % hinnehmen. Die Käuferreichweite von Deutschwein sank um 2,5 % auf nur noch 43,9 %.

Der BWK konnte sich im Geschäftsjahr von dieser Marktentwicklung abkoppeln und erreichte mit einem Umsatz von 40.658.020 € ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr (38.084.580 €). Der Durchschnittserlös konnte von 2,67 €/L auf 2,86 €/L gesteigert werden. Die wesentlichen Treiber der Entwicklung sind die Bereiche Fachhandel und Discount, in denen bei wachsenden Durchschnittserlösen die Umsätze ausgebaut werden konnten. Nach wie vor liegt der Schwerpunkt unserer Aktivitäten jedoch in den Bereichen LEH und Discount mit über 80 % Anteil am Gesamterlös des Badischen Winzerkellers. Die Marken des Badischen Winzerkellers haben sich im vergangenen Geschäftsjahr unterschiedlich entwickelt. Die Gosch-Linie konnte im vergangenen Jahr deutlich zulegen und erreichte einen Umsatzzuwachs von 5 %. Die konsequente Umsetzung der überarbeiteten Portfoliostrategie führt durch die Reduzierung des Sortimentes im Absatz zu Rückgängen, bei den Ergebnissen jedoch zu deutlichen Fortschritten auf Artikelebene. Im Zuge der Sortimentsüberprüfung wurden bereits 851 Artikel (Vgl. 2021 = 1.469 Artikel) gestrichen, so dass unser Portfolio nur noch 618 Produkte umfasst.

b) Export

Der Exportanteil des Badischen Winzerkellers liegt wie in den Geschäftsjahren zuvor unter 1 % Anteil vom BWK-Gesamtumsatz. Auch 2023 bewegten sich die Umsätze auf konstantem sechsstelligem Niveau. Mögliche Absatzpotentiale sind im Visier und werden genutzt, sofern sich Wirtschaftlichkeit abzeichnet und internationale Handelsgeschäfte auch tatsächlich auf das Traubengeld einzahlen.

Entwicklung des Geschäftsergebnisses

Produktion

a) Rebflächenentwicklung

Ertragsrebflächen 2023 in ha 2022 in ha 2021 in ha
von Mitgliedern der voll anliefernden Winzergenossenschaften bewirtschaftet 1.304 1.433 1.539

b) Eingangsmenge

Entwicklung der Eingangsmenge (inkl. Zukauf ohne Anreicherung):

Gesamteingangsmenge 2023 Menge 1.000 Ltr. 2022 Menge 1.000 Ltr. 2021 Menge 1.000 Ltr.
16.295 18.327 11.434

c) Qualitätsaspekte

Die nachhaltige Qualitätspolitik des Badischen Winzerkellers setzt sich vom Weinberg bis ins Weinregal fort.

Mit den Weinen des qualitativ sehr guten Jahrgangs 2022 konnte der Badische Winzerkeller sowohl bei der Landesweinprämierung als auch bei großen internationalen Weinwettbewerben wie Mundus Vini oder Berliner Wine Trophy erfolgreich teilnehmen.

d) Weinbau und Ernte

Die badischen Winzerinnen und Winzer konnten nach einem herausfordernden Vegetationsjahr eine gute, durchschnittliche Ernte einbringen. Von nennenswerten Schäden durch Peronospora- oder Oidium-Befall an den Trauben wurde Baden - entgegen anderen deutschen Anbaugebieten - weitgehend verschont.

So konnten in Summe gut 16,0 Mio. kg Trauben geerntet werden. Dies entspricht einem Flächenertrag von rund 123 kg/ar und einem leichten Rückgang von 7,5 % im Vergleich zum Vorjahresertrag in 2022.

Oenologisch betrachtet war der 2023er Jahrgang nicht ganz unkompliziert. Die vereinzelt aufgetretene negative Beeinträchtigung des Lesegutes erforderte einen schnellen Transport und eine zügige Weiterverarbeitung im Betrieb.

Beschaffung

a) Bestandslage

Die im Vergleich zum Vorjahr geringere Absatzmenge führte zu einer erheblichen Erhöhung der Wein- und Sektbestände in Höhe von 2,3 Mio. Liter zum 31. Dezember 2023. Inklusive der Eingangsmengen von teilanliefernden Mitgliedsbetrieben und des Zukaufs wurden 16,3 Mio. Liter (ohne Anreicherung) eingelagert. Zum Bilanzstichtag verfügte der Badische Winzerkeller über einen Gesamtbestand von 23,2 Mio. Liter (VJ 20,9 Mio. Liter).

b) Einkauf

Mit den fallenden Energiekosten normalisierte sich auch der Beschaffungsmarkt in der zweiten Jahreshälfte 2023.

Die Preise für Kartonagen, Flaschen und Verschlüsse haben sich wieder etwas normalisiert, wenn auch nicht auf das Niveau vor der Energiekrise.

Auch die Verfügbarkeit der einzelnen Warengruppen hat sich wieder deutlich verbessert. Beispielhaft liegt die Lieferzeit bei den Kartonagen aktuell bei 6 Wochen, hier lagen wir zu Jahresbeginn noch bei 12 Wochen.

Für 2024 ist weiterhin von leicht sinkenden Materialkosten auszugehen.

Investitionen

Die Summe aller Anlagenzugänge belief sich auf 718 T€ (VJ 421 T€).

Im aktuellen Geschäftsjahr lag der Schwerpunkt der Investitionen wieder im Bereich der Sachanlagen. Hervorzuheben ist die Anschaffung einer gebrauchten Crossflow-Filteranlage und der Austausch der Keramikmodule in der Crossflow-Filteranlage, sowie die Erneuerung einer Etikettiermaschine.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen wurden Investitionen für diverse Softwarelizenzen getätigt, insbesondere für die neuen digitalen Markenwelten und Security Software.

Die durchschnittliche Investitionssumme der letzten 3 Geschäftsjahre 2021 bis 2023 liegt aktuell bei 0,6 Mio. €.

Personalbereich

Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern in Voll- und Teilzeit ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Es wurden (ohne Vorstand und Auszubildende) durchschnittlich 102,0 Vollzeit- (VJ 103) und 24,0 Teilzeit-Mitarbeiter (VJ 26,0) beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2023 haben im Vergleich zum Vorjahr wiederum einige Beschäftigte von ihrer Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Arbeitszeit gemäß Teilzeit- und Befristungsgesetz, Elternzeit etc., ihren Wünschen entsprechend zu reduzieren. Seit 2019 wurden bisher 40 Planstellen abgebaut bzw. nicht nachbesetzt.

Der durchschnittliche Umsatz je Vollzeitmitarbeiter inkl. Vorstand hat sich im Berichtsjahr auf 317 T€ (VJ 291 T€) und ist damit nicht angestiegen.

Umweltbelange

Die fünf vorhandenen Photovoltaik-Anlagen haben in 2023 wieder ca. 0,9 Mio. kWh Strom erzeugt. Die Sonnenwinzer decken ihren Stromverbrauch zu einem Teil aus selbst gewonnener Sonnenenergie. Diese Art der Stromerzeugung trägt durch die damit einhergehende Verminderung des CO 2 -Ausstoßes seit Jahren erheblich zum Umweltschutz bei.

Das BWK-Energiemanagementsystem wurde in 2023 wieder weiterentwickelt und auch nach der Prüfungsnorm ISO 500001:2018 mit einem Überwachungsaudit erfolgreich bestätigt.

Der Gesamtenergieverbrauch hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Das hängt mit dem im Jahr 2023 gestiegenen Dienstleistungsgeschäft zusammen.

Beurteilung der Entwicklung durch den Vorstand

Die Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft ist geordnet. Die wirtschaftliche Lage des Badischen Winzerkellers ist stabil, die Ertragslage konnte im Berichtsjahr verbessert werden. Das ausgezahlte Traubengeld an die Winzer wurde in 2023 vollständig operativ erwirtschaftet. An signifikanten Verbesserungen der entsprechenden Kennziffern wird weiterhin gearbeitet. Der Vorstand entwickelt gemeinsam mit den Gremien, Mitgliedern und Mitarbeitern Strategien und Initiativen, um dauerhaft ein Traubengeld zu erwirtschaften, das den Winzern eine nachhaltige Existenzgrundlage sichert. Dabei wird an der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells intensiv und unter Einbindung der Winzerinnen und Winzer gearbeitet. Der in 2021 erarbeitete 3-Jahresplan setzt die Leitplanken für die Ausrichtung des Badischen Winzerkellers in die Zukunft. Dabei stehen erfolgswirksame Bausteine im Mittelpunkt der Roadmap 2023 - Kosten senken, Zugang zum Markt erhalten und die Digitalisierung der Geschäftsprozesse zur nachhaltigen Steigerung der Effizienz forcieren. Dabei überprüft der Badische Winzerkeller, inwieweit er auch außerhalb der Herkunft Baden konsumentenrelevante Produktangebote entwickeln kann.

In 2023 wurden Investitionen in Anlagen, EDV / IT sowie in Markt und Vertrieb getätigt, die die Zukunft des Unternehmens absichern sollen.

Lage der Genossenschaft

a) Ertragslage

Die Ertragslage des Unternehmens hat sich deutlich verbessert, ist aber weiterhin nicht zufriedenstellend. Zukünftige Ergebnisverbesserungsmaßnahmen sind weiterhin erforderlich und geplant.

Das Jahresergebnis hat sich wie folgt entwickelt:

2023
TEUR
2022
TEUR
2021
TEUR
Gesamtleistung 43.328 38.302 37.497
Ordentliche betriebliche Erträge 17.684 15.311 16.951
Personalaufwand -7.131 -6.939 -8.374
Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.481 -7.773 -7.832
Abschreibungen -1.920 -2.060 -2.238
Betriebssteuern -1.294 -1.325 -1.259
Betriebsergebnis -142 -2.786 -2.753
Finanzergebnis 596 872 541
Neutrales Ergebnis 1.369 -44 223
Jahresergebnis 1.823 -1.958 -1.989

Die Umsätze haben sich gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr 2022 um 6,8 % auf insgesamt 40,6 Mio. € erhöht. Die Gesamtleistung erhöhte sich deutlich insbesondere aufgrund der positiven Bestandsveränderung um 13,1 % gegenüber dem Vorjahr. Gegenüber Vorjahr bedeutet dies ebenso eine deutliche Erhöhung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse in Höhe von 2,7 Mio. €.

Der Materialaufwand hat sich im Berichtsjahr um 2,6 Mio. € (11,4 %) gegenüber dem Vorjahr beträchtlich erhöht. Dies liegt im Wesentlichen an den erhöhten Einkaufspreisen im Bereich der Warenumschließung.

Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 haben sich die ordentlichen Personalaufwendungen um 2,7 % erhöht. Dies liegt im Wesentlichen an Bonuszahlungen.

Die ordentlichen Abschreibungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 % verringert. Dies resultiert hauptsächlich aus an nicht durchgeführten und zurückgestellten Neuinvestitionen insbesondere im Bereich des Sachanlagevermögens.

Die ordentlichen sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Berichtsjahr um 293 T€ (-3,8 %) gegenüber dem Vorjahr verringert. Einsparungen ergaben sich insbesondere im Vertrieb.

Das Betriebsergebnis hat sich gegenüber Vorjahr um 2,6 Mio. € auf -0,1 Mio. € erheblich verbessert.

Das Finanzergebnis liegt um 0,3 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Dies liegt vor allem an den in 2023 gestiegenen Zinsen für langfristige Verbindlichkeiten, aufgrund des erhöhten Zinsniveaus.

Das neutrale Ergebnis hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr verbessert. Dies liegt insbesondere an den hohen Erlösen aus Anlagenverkäufen im Geschäftsjahr 2023.

Die Betriebssteuern liegen auf dem Niveau des Vorjahres.

Das Jahresergebnis hat sich um 3,8 Mio. € auf 1,8 Mio. € deutlich erhöht.

b) Finanzlage

Die liquiden Mittel haben sich im Berichtsjahr gegenüber Vorjahr um 1,1 Mio. € auf 2,2 Mio. € erhöht.

Das Anlagevermögen ist weiterhin durch Eigenkapital sowie langfristiges Fremdkapital gedeckt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Geschäftsjahr 2023 zum Bilanzstichtag um 0,5 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr verringert.

Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war im Berichtsjahr jederzeit sichergestellt.

Das Unternehmen verfügt über eine ausreichende Kreditlinie, die eine variable Verzinsung vorsieht.

Die Finanzlage des Unternehmens ist jedoch aufgrund der bestehenden Verschuldung gesamthaft immer noch nicht zufriedenstellend.

c) Vermögenslage

Die Anlagendeckung durch Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr auf 111 % (VJ 88 %) gegenüber dem Vorjahr erhöht. Das Eigenkapital im Jahr 2023 erhöhte sich im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um 1,8 Mio. € durch den Ausweis eines Jahresüberschusses. Das Anlagevermögen verminderte sich durch planmäßige Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr um weitere 1,3 Mio. €.

Weitere Vermögenskennzahlen haben sich wie folgt entwickelt:

Bilanzstichtag Sachanlagenintensität Eigenkapitalquote
31.12.2023 23 % 31 %
31.12.2022 27 % 29 %
31.12.2021 27 % 29 %

Im aktuellen Geschäftsjahr verringerte sich das Sachanlagevermögen um 1,4 Mio. € gegenüber 2022. Dies ist mit dem Verkauf von Sachanlagevermögen sowie planmäßigen Abschreibungen zu begründen. Die Sachanlagenintensität beträgt dabei 23 % (VJ 27 %).

Das Vorratsvermögen wurde vergleichbar zu den Vorjahren wieder auf Basis von Einzelkosten bewertet. Zum Bilanzstichtag ergab sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 eine Erhöhung um 14,4 % auf 22,8 Mio. € trotz eines durchschnittlichen Herbst 2023. Hauptgrund hierfür ist die gestiegene Bestandsmenge. Darüber hinaus trug die höhere Auszahlung des Traubengeldes pro kg gegenüber den Vorjahren und die höheren Einkaufspreise in der Warenumschließung bei.

Der Forderungsbestand bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4,7 Mio. Euro (VJ 4,8 Mio. Euro) liegt stichtagsbedingt leicht unter dem Niveau zum vorherigen Geschäftsjahr.

Aufgrund eines Jahresüberschusses im aktuellen Geschäftsjahr steigt die Eigenkapitalquote trotz der höheren Bilanzsumme des Unternehmens auf 31 %.

Der Rückgang der Rückstellungen resultiert vor allem aus der verminderten Pensionsrückstellung, die sich aufgrund von Rentenzahlungen sowie Todesfällen verminderte.

Die zum Stichtag 31.12.2023 in der Bilanz enthaltenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 1,3 Mio. € auf 17,1 Mio. € erhöht (VJ 15,8 Mio. €).

Dabei enthalten sind mit 15,7 Mio. € (VJ 14,5 Mio. €) wiederum die aktuelle Erntevergütung sowie denen der Vorjahre gegenüber den anliefernden Mitgliedsbetrieben. Diese resultieren aus der Endabrechnung der aktuellen Ernte 2023 im Dezember 2023, die über einen Zeitraum von 1,5 Jahren fällig wird. Analog den Vorjahren werden die Traubengeldguthaben der Mitglieder verzinst.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. € vermindert.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die Planung 2024 trägt der aktuellen Entwicklung Rechnung und sieht die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren Absatz und Umsatz sowie Traubengeldauszahlung auf dem Niveau des Vorjahres. Der geplante Jahresüberschuss 2024 liegt bei 576 T€.

Diese Planung unterliegt verschiedenen Annahmen u.a. im Hinblick auf die Entwicklung der Kriegsgebiete in der Ukraine und Israel / Gaza. Vor dem Hintergrund der Konsumzurückhaltung im Weinbereich gehen wir weiterhin von einem intensiven Wettbewerb in den Bereichen Lebensmitteleinzelhandel, im Discount und im Online-Geschäft aus und rechnen gleichzeitig mit einer schwierigen Entwicklung in den Kanälen Gastronomie und Fachhandel für den Badischen Winzerkeller aufgrund der weiterhin vorgenommenen und notwendigen deutlichen Anpassung unserer Abgabepreise.

Der bisherige Vegetationsverlauf verläuft im Wechsel von Sonne und Niederschlägen im langjährigen Vergleich durchschnittlich. Die Ende April aufgetretenen Frostschäden haben sich auf wenige Einzugsgebiete des Badischen Winzerkellers beschränkt und führen daher nicht zu nennenswerten Rückgängen der Ernteerwartungen. Bis dato kann daher mit einer durchschnittlichen Ernte im Jahr 2024 gerechnet werden.

Das geplante Traubengeld 2023 wurde erreicht, dabei wurde die Auszahlung des Traubengeldes pro kg um 28 % im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Der Badische Winzerkeller wird den 3-Jahres-Plan der Roadmap 2024 weiterverfolgen. Die bisher bearbeiteten Themenfelder werden konsequent bearbeitet und um neue Bausteine erweitert.

2. Risikobericht

Um Risiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit ergeben und die den Fortbestand des Badischen Winzerkellers beeinflussen könnten, zu begegnen, hat das Unternehmen geeignete organisatorische Regelungen und Maßnahmen zur Früherkennung solcher Risiken getroffen. Sie sind im Risikomanagement zusammengefasst und sind Teil der Geschäfts-, Kontroll- und Planungsprozesse. Das Risikomanagement des Badischen Winzerkellers steht unter Beobachtung sowohl der Wirtschaftsprüfer als auch der Zertifizierungsunternehmen. Ökonomische Risiken aus dem operativen Geschäft wie Forderungskontrolle, Ausfallrisiken, Mahnwesen, Kreditlimits, Kreditversicherungen etc. sind in Überwachung. Liquiditätsrisiken oder unterjährige Liquiditätsschwankungen könnten durch vorhandene Liquiditätsüberschüsse oder nötigenfalls durch bestehende offene Kreditlinien gedeckt werden.

In einem im Jahr 2021 neu entwickelten Risikobericht, der die bisher identifizierten Risiken beinhaltet und um neue Gefährdungen ergänzt, setzt sich der BWK insbesondere mit den Themen Produktionsbasis (Rebflächen), Sortenspiegel, erhöhter Wettbewerbsintensität, wachsender Marktkonsolidierung / Marktmacht durch einzelne Akteure als auch einem herausfordernden Markt in den Bereichen Fachhandel und Gastronomie auseinander. Dabei werden die Risiken systematisch erfasst, bewertet und insbesondere dezidierte Gegenstrategien entwickelt.

3. Chancenbericht

Der Badische Winzerkeller wurde 1952 mit dem Unternehmenszweck gegründet, badischen Wein innerhalb und insbesondere außerhalb Badens zu verkaufen. Auf diese Grundidee wollen wir uns in Zukunft wieder stärker konzentrieren. Dabei steht für uns im Vordergrund, den 4.000 Winzern des Badischen Winzerkellers über das Traubengeld langfristig ein auskömmliches Einkommen zu sichern.

In der im Jahr 2021 erarbeiten Roadmap wurde in einem rollierenden 3-Jahresplan verbindlich erarbeitet und hinterlegt, dass der Badische Winzerkeller in Zukunft das ausgeschüttete Traubengeld auch operativ erwirtschaftet haben muss, um sicherzustellen, dass einerseits langfristig in das Unternehmen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit investiert und andererseits ein angemessenes, aber erwirtschaftetes Traubengeld ausgeschüttet werden kann.

Ein wichtiges und zentrales Anliegen der Roadmap BWK 2024 ist es, die Erlöse und Aufwendungen in ein besseres Verhältnis zu setzen. Bei lediglich leicht wachsenden Umsatzpotentialen liegt somit der Focus auf einer strikten Kostenkontrolle, Steigerung der Effizienz und der Sicherung des Zugangs zum Markt und vor allem zu den Konsumenten.

Der BWK wird den Konsumentenwünschen folgen und seine Sortimentsstrategie darauf ausrichten. Wir wollen da sein, wo der Konsument uns erwartet. Wir werden mit ihm über alle Touchpoints in Kontakt bleiben und unsere Sichtbarkeit erhöhen. Dabei arbeiten wir weiter an bestehenden ertragsstarken Kundenbeziehungen und bauen neue auf. Wir fühlen uns der Pflege unserer Marken und Produkte verpflichtet und investieren nachhaltig in konsumentenrelevante Konzepte.

In der 2022 formulierten BWK-Charta halten wir verbindlich fest, dass wir im Denken und Handeln der Ökologie und der Nachhaltigkeit verpflichtet sind. Wir stehen für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Menschen und Natur. In der neuen BWK-Charta legen wir verbindlich fest, für welche Werte wir stehen. Unseren Kompass beschreiben wir über ARD - Achtung, Respekt, Dynamik und ZDF - Zahlen, Daten, Fakten.

Zur Erreichung unserer Ziele haben wir zunächst eine "Inventur" durchgeführt - wir wollten wissen, wo wir stehen. Im Anschluss haben wir die wichtigsten Stellschrauben nach Verantwortungsbereich identifiziert und handeln zügig und entschlossen, um die Potentiale zu heben. Wir stellen uns immer die Frage "Zahlt das, was ich mache auf die Steigerung des Traubengeldes ein?"

Wir planen unsere Kosten weiterhin systematisch und optimierend. Dabei prüfen wir alle Optionen. Es gibt keine Denkverbote, wir prüfen, ob wir alle Leistungen in gleichem Umfang weiterhin erbringen können, neue Leistungsangebote werden entwickelt.

Wir wollen den Badischen Winzerkeller als modernes, badisches und digitalisiertes Unternehmen positionieren und behalten im Auge, warum das Unternehmen gegründet wurde. Hinter unserer unternehmerischen Tätigkeit steht eine Haltung: Verantwortungsbewusstsein, nachhaltiges Denken und Handeln!

Das Ziel des 3-Jahresplans ist - zusammengefasst - ein ab 2024 steigendes Traubengeld operativ auch zu erwirtschaften.

Das Traubengeld entwickelt sich behutsam nach vorne. Mit dem Geschäftsjahresabschluss 2023 können wir unseren Mitgliedswinzern im Durchschnitt 28 % (EUR/Kg) mehr Geld als im Vorjahr ausbezahlen. Unsere Weiterentwicklungsmaßnahmen zum BWK 2.0 greifen und wir bewegen uns durch den jetzigen Schwellenpunkt nach vorn. Auch für 2024 verstehen wir weitere Steigerungen als laufenden Prozess, der sich prospektiv an der Marktentwicklung orientiert. Wir wollen ein Traubengeld, von dem die Winzer leben können, operativ erwirtschaften. Außerdem wollen wir Ruhe und Kontinuität in das Unternehmen bringen.

Wesentliche Bausteine des 3-Jahresplans sind u.a. die Fokussierung auf ein reduziertes, konsumentenrelevantes und nicht zwingend badisches Produktangebot. Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt in Zukunft noch stärker darauf, dass auch die Produktprofitabilität ein entscheidendes Kriterium für die Entwicklung und Aufrechterhaltung des Sortimentsangebotes unseres Badischen Winzerkellers sein wird.

4. Gesamtwürdigung der Chancen und Risiken

Die dargestellten Chancen und Risiken sieht das Management des BWK im Hinblick auf die Erreichung gesetzter Ziele als realistisch und beherrschbar an. Die Führungskräfte sind der Überzeugung, dass die sich dem Unternehmen bietenden Chancen die Risiken innerhalb einer regulären Marktsituation überwiegen.

 

Breisach, 15. Mai 2024

Badischer Winzerkeller eG

Der Vorstand

A. Weltz

C. Schätzle

Bericht des Aufsichtsrates 2023

Überwachung und Beratung im kontinuierlichen Dialog mit dem Vorstand

Der Aufsichtsrat des BWK hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung des Vorstands regelmäßig überwacht und die strategische Weiterentwicklung der Genossenschaft beratend begleitet. Hierzu hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig ausführlich unterrichten lassen. Dies erfolgte innerhalb und außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse durch schriftliche und mündliche Berichte. Beispielsweise über alle maßgeblichen wirtschaftlichen Kennzahlen, über die wirtschaftliche Situation in den Hauptabsatzmärkten und über Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Planungen. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung einschließlich der Finanz-, Investitions-, Absatz- und Personalplanung sowie Maßnahmen zur Zukunftsgestaltung. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands eingehend diskutiert und die Entwicklungsperspektiven des Unternehmens und der einzelnen Arbeitsgebiete mit dem Vorstand erörtert. Dabei hat er sich von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Führung des Unternehmens durch den Vorstand überzeugt. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen standen der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorstandsvorsitzende in regelmäßigem Kontakt. Über aktuelle Entwicklungen und bedeutsame Einzelsachverhalte wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats stets zeitnah und umfassend informiert. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat frühzeitig eingebunden. Soweit zu Einzelmaßnahmen des Vorstands nach Gesetz oder Satzung die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, hat der Aufsichtsrat darüber Beschluss gefasst.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2023 hat

- der Aufsichtsrat fünf Sitzungen,

- der Personalausschuss einer Sitzung,

- der Qualitätsausschuss zwei Sitzungen,

abgehalten.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 fünf Sitzungen abgehalten, an denen jeweils alle Mitglieder teilgenommen haben. Die Sitzungen wurden als Präsenzveranstaltungen sowie auch als virtuelle digitale online Sitzungen durchgeführt.

Die Vorstände haben an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen, soweit nicht zu einzelnen Themen, wie zum Beispiel Personalangelegenheiten des Vorstands, eine Beratung des Aufsichtsrats ohne Beteiligung des Vorstands als zweckmäßig angesehen wurde.

Gerade in schwierigen Zeiten auch mal über den Tellerrand schauen.

Wesentlicher Bestandteil aller Aufsichtsratssitzungen war die Berichterstattung des Vorstands zur Geschäftslage mit detaillierten Informationen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie zu Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung, zum Stand der wesentlichen laufenden und geplanten Investitionsprojekte und zu wichtigen Aspekten der wirtschaftlichen Entwicklung.

Wichtige Themen der Aufsichtsratsarbeit, die in allen Sitzungen mit dem Vorstand diskutiert wurden, waren die Auswirkungen, Herausforderungen und Chancen des Transformationsprozesses und die damit verbundenen Änderungen der Rahmenbedingungen. Der Aufsichtsrat ist der Überzeugung, dass die erfolgreiche Bewältigung des erforderlichen grundlegenden Wandlungsprozesses, der alle Stufen der Wertschöpfungskette beinhaltet eine entscheidende Voraussetzung für den zukünftigen und langfristigen Erfolg des BWK ist. Diese Themen waren ein zentraler Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen 2023. Der Aufsichtsrat unterstützt diesen Weg ausdrücklich und begleitet ihn intensiv, sowohl beratend als auch durch eine regelmäßige und kritische Überwachung.

Wir danken dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz, die außerordentliche Leistung und das Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 welches noch Luft nach oben hat.

Lassen sie uns weiter hin gemeinsam die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen.

 

Breisach, 15. Mai 2024

Aufsichtsratsvorsitzender

R. Mauch

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 12.611.890,29 13.919.325,44
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 438.706,00 342.843,00
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 438.706,00 342.843,00
II. Sachanlagen 10.286.378,15 11.705.187,12
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 4.767.041,46 5.463.957,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.127.022,00 5.773.699,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 373.603,51 433.531,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.711,18 34.000,00
III. Finanzanlagen 1.886.806,14 1.871.295,32
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.215.329,18 1.215.329,18
2. Beteiligungen 116.211,99 116.211,99
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 498.700,00 498.700,00
4. Sonstige Ausleihungen 56.564,97 41.054,15
B. UMLAUFVERMÖGEN 32.219.451,61 28.759.225,58
I. Vorräte 22.821.176,71 19.954.003,74
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.773.390,06 2.516.070,89
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 12.850.149,27 9.452.206,22
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.197.637,38 7.985.726,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.217.345,34 7.674.306,80
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.721.019,64 4.777.770,98
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.711.978,57 2.057.442,89
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 192.469,92 174.141,80
4. Sonstige Vermögensgegenstände 591.877,21 664.951,13
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.180.929,56 1.130.915,04
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 81.214,42 89.324,58
44.912.556,32 42.767.875,60

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 14.052.855,44 12.229.519,28
I. Geschäftsguthaben 3.965.600,77 3.965.600,77
1. der verbleibenden Mitglieder 3.537.138,18 3.833.176,18
2. der ausscheidenden Mitglieder 428.462,59 132.424,59
- Rückständige fällige Einzahlungen auf Geschäftsanteile: EUR 500,00 (Vorjahr: EUR 500,00)
II. Ergebnisrücklagen 15.361.050,26 15.361.050,26
1. Gesetzliche Rücklage 10.335.000,00 10.335.000,00
2. Andere Ergebnisrücklagen 5.026.050,26 5.026.050,26
III. Bilanzgewinn -5.273.795,59 -7.097.131,75
1. Verlustvortrag -7.097.131,75 -5.138.832,02
2. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.823.336,16 -1.958.299,73
B. RÜCKSTELLUNGEN 5.931.886,82 6.403.294,69
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.564.948,82 4.914.859,69
2. Sonstige Rückstellungen 1.366.938,00 1.488.435,00
C. VERBINDLICHKEITEN 24.927.814,06 24.135.061,63
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.325.154,26 5.828.765,28
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.062.248,35 15.757.551,48
3. Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 2.400.563,88 2.397.819,12
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10.058,07 7.959,79
5. Sonstige Verbindlichkeiten 129.789,50 142.965,96
- davon aus Steuern: EUR 56.227,47 (Vorjahr: EUR 55.632,50)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 5.035,10 (Vorjahr: EUR 10.000,97)
44.912.556,32 42.767.875,60

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Personalaufwand -7.244.571,08 -6.975.743,75
a) Löhne und Gehälter -6.104.251,65 -5.669.275,99
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.140.319,43 -1.306.467,76
- Erträge aus der Altersversorgung: EUR 82.903,06 (Vorjahr: Aufwand für Altersversorgung EUR 62.270,18)
2. Abschreibungen -1.920.397,58 -2.059.536,33
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.920.397,58 -2.059.536,33
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.564.638,25 -7.821.811,98
4. Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben 1.000.547,20 1.100.372,20
5. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs 63.363,90 1.019,12
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.601,92 16.752,41
7. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 -3.100,51
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -475.194,92 -243.411,01
9. Finanzergebnis 596.318,10 871.632,21
10. Ergebnis nach Steuern 3.117.583,57 -633.122,42
11. Sonstige Steuern -1.294.247,41 -1.325.177,31
12. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 1.823.336,16 -1.958.299,73
13. Verlustvortrag -7.097.131,75 -5.138.832,02
14. Bilanzverlust -5.273.795,59 -7.097.131,75

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Badischer Winzerkeller eG hat ihren Sitz in Breisach. Sie ist im Genossenschaftsregister des Amtsgericht Freiburg i. Br., unter GnR 290032 eingetragen.

In der Gliederung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen.

Die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bestehenden Wertberichtigungen gemäß § 253 Abs. 4 HGB (in der bis zum 28. Mai 2009 gültigen Fassung) betragen TEUR 2.637 (Vorjahr TEUR 2.637). Vom Fortführungswahlrecht nach § 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zwischen 3 und 5 Jahren.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Seit Januar 2004 wird die Abschreibung monatlich pro rata temporis berechnet. Die Sachanlagen werden linear über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zwischen 3 und 25 Jahren abgeschrieben.

Die Gegenstände der technischen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich Betriebsvorrichtungen werden linear abgeschrieben. Abschreibungen wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Anschaffungspreis (vermindert um die Vorsteuer) von EUR 250,00 wurden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Aus Vereinfachungsgründen wurden diese im Anlagespiegel im Jahr des Zugangs auch als Abgang dargestellt. Geringwertige Wirtschaftsgüter von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden auf 5 Jahre pro rata temporis abgeschrieben.

Die im Bau befindlichen Anlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Der Wertansatz der Finanzanlagen erfolgt in der Regel zu den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Vorräte an Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Warenbestände sind zu den Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer beizulegender Wert geboten war.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bilanziert. Anteilige Zinsen für Fremdkapital blieben außer Ansatz. Soweit sich auf der Grundlage der retrograden Bewertungsmethode ein niedrigerer beizulegender Wert ergab, wurde dieser angesetzt.

Von dem in Artikel 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB eingeräumten Wahlrecht zur Fortführung von niedrigeren Wertansätzen von Vermögensgegenständen, die auf Abschreibungen nach § 253 Abs. 4 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung basieren, wurde Gebrauch gemacht.

Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Positionen sind zum Nennwert bilanziert.

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten wurden zeitanteilig vorgenommen.

Die Pensionsverpflichtungen wurden auf der biometrischen Rechtsgrundlage der versicherungsmathematischen Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Method" (PUC-Methode) ermittelt. Die Abzinsung erfolgte mit 1,83 % p.a. (10-Jahresdurchschnitt). Hieraus ergab sich ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB von 32.157.- EUR. Dieser Betrag ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt. Darüber hinaus wurde ein Rententrend von 1,90 % p. a. berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Erforderliche Abzinsungen gemäß § 253 Abs. 2 HGB wurden berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für wesentliche Posten gebildet worden.

Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. BILANZ

Die Genossenschaft besitzt folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen:

Anteil am Unternehmenskapital Eigenkapital des Unternehmens Ergebnis des Geschäftsjahres
Name und Sitz in % Jahr TEUR Jahr TEUR
Gräflich von Kageneck ́sche Wein- und Sektkellerei GmbH, Breisach 100,0 2023 501,5 2023 0,0
Badischer Weinverbund GmbH, Breisach 100,0 2023 94,3 2023 0,0
WeinTrans GmbH & Co. KG, Breisach 100,0 2023 1.788,1 2023 1.068,5
WeinTrans Verwaltungs GmbH, Breisach 100,0 2023 47,0 2023 0,8
Weinkontor am Münsterberg GmbH, Breisach 100,0 2023 25,6 2023 0,0
Winemakers International GmbH, Breisach 100,0 2023 25,0 2023 0,0
Breisgauer Wein GmbH, Emmendingen 15,2 2022 119,3 2022 3,2
Kaiserstühler Wein-Marketing GmbH, Breisach 18,6 2022 81,8 2022 23,0
Alte Wache-Haus der badischen Weine GmbH, Freiburg 22,1 2022 867,7 2022 52,5

Mit der Gräflich von Kageneck'schen Wein- und Sektkellerei GmbH, der Badischer Weinverbund GmbH, der Weinkontor am Münsterberg GmbH sowie der Winemakers International GmbH, besteht jeweils ein Ergebnisabführungsvertrag.

Außerdem unterhält die Genossenschaft eine Mitgliedschaft bei der Südglas eG, Breisach, mit insgesamt 46 Geschäftsanteilen (TEUR 460) sowie bei anderen Genossenschaften mit Geschäftsguthaben von TEUR 38,7.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter 1 Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind insbesondere debitorische Kreditoren, Kautionen und Reisekostenvorschüsse enthalten, vor allem aber Umsatzsteuererstattungsansprüche.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 1.000 aus einer Vorabgewinnausschüttung.

Die liquiden Mittel entfallen insbesondere auf Kontokorrentguthaben örtlicher Kreditinstitute.

Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

Werte
in TEUR
Gesetzliche Rücklage Andere Ergebnisrücklagen
Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr
Anfangsbestand 10.335 10.335 5.026 5.026
Einstellung aus dem Jahresergebnis Vorjahr 0 0 0 0
Endbestand 10.335 10.335 5.026 5.026

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere TEUR 558 für Werbekostenzuschüsse und TEUR 614 aus dem Personalbereich enthalten.

Die folgenden Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr bzw. über einem Jahr:

Werte
in TEUR
bis zu 1 Jahr Über 1 Jahr
Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr
- gegenüber Kreditinstituten 5.325 5.829 0 0
- aus Lieferungen und Leistungen 13.447 15.757 3.615 3.240
- gegenüber verbundene und Beteiligungsunternehmen 2.410 2.406 0 0
- sonstige Verbindlichkeiten 130 143 0 0
21.312 24.135 3.615 3.240

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren existieren nicht.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen stichtagsbedingte Abrechnungssalden aus Lieferungen und Leistungen sowie Darlehen in Höhe von TEUR 790.000 €.

Aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Passive latente Steuern bestehen nicht.

Die Kredite in laufender Rechnung gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 5.325 sind durch Grundschulden am Betriebsgrundstück in Breisach gesichert.

II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Umsatzerlöse Wein- und Sektverkauf 35.646
Umsatzerlöse Dienstleistungen 3.719
Sonstige Umsatzerlöse 1.293
40.658

Die Umsatzerlöse werden fast ausschließlich im Inland erzielt.

Betrag und Art der in den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen periodenfremden Erträge und Aufwendungen (soweit nicht vorstehend erläutert):

TEUR
Erträge aus Anlagenabgängen 1.431
Erträge aus Forderungsbewertung 88
Aufwendungen aus Abfindungen 114
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2
Sonstige periodenfremde Erträge 47
Sonstige periodenfremde Aufwendungen 67
Forderungsverluste 17

Im Finanzergebnis sind Zinsaufwendungen über EUR 84.184 (VJ EUR 92.021) enthalten, die aus der Verzinsung der Vorjahresverpflichtungswerte der Pensionsrückstellungen resultieren.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 4.056 (VJ EUR 809).

D. Sonstige Angaben

Zur Verwendung des Ergebnisses wird folgender Vorschlag gemacht:

Die Geschäftsführung schlägt der Generalversammlung vor, den Jahresgewinn in Höhe von 1.823.336,16 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, deren Risiken, Vorteile und finanzielle Auswirkungen wesentlich sind:

bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
EUR davon gegenüber verb. Unternehmen
EUR
EUR davon gegenüber verb. Unternehmen
EUR
EUR davon gegenüber verb. Unternehmen
EUR
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Wartungs- und Leasingverträgen 368.000 0 277.000 0 0 0

Die angegeben Verpflichtungen beinhalten die bis zu den vertraglich fixierten fest vereinbarten Laufzeiten anfallenden Aufwendungen.

Die Vorteilhaftigkeit der Verträge besteht in der Nutzungsmöglichkeit des Anlagevermögens ohne anfängliche Investitionsausgabe. Die mit den Verträgen verbundenen Risiken betreffen im Wesentlichen die termingerechte Bereitstellung der Liquidität zur Erfüllung der vertraglich fixierten Zahlungsverpflichtungen sowie Preisänderungsrisiken nach Vertragsende.

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer - ohne Auszubildende, ohne Geschäftsführung - betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 45,0 16,0
Gewerbliche Mitarbeiter 57.0 8,0
Gesamt 102,0 24,0
Vorjahr 103,0 26,0

Außerdem wurden durchschnittlich 5 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung

Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
(EUR)
Stand 01.01.2023 50 1.251 0
Zugänge 0 0 0
Abgänge nach
a) Aufkündigung 3 99 0
b) Verschmelzung 1 20 0
c) Liquidation 1 17 0
Stand 31.12.2023 45 1.115 0

Die Geschäftsguthaben der Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr nicht verändert.

Die Geschäftsguthaben der verbliebenen Mitglieder haben sich um TEUR 296 vermindert.

Höhe des Geschäftsanteils EUR 3.600,00

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Am Rüppurrer Schloss 40

76199 Karlsruhe

Mitglieder des Vorstandes:

André Weltz (Vorstandsvorsitzender)

Christian Schätzle (Vorstand Produktion / Oenologie)

Mitglieder des Aufsichtsrates:

Rolf Mauch (Vorsitzender)

Eckard Schneider (stv Vorsitzender)

Frank Erb

Ernst Fünfgeld

Bernd Hildwein

Holger Klein

Bernd Simon

Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an:

Mitglieder des Vorstands EUR 0,00
Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 210,12

 

Breisach, den 15. Mai 2024

Badischer Winzerkeller eG

Der Vorstand

André Weltz

Christian Schätzle

Dieser Jahresabaschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 26. Juni 2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen.

Entwicklung des Anlagevermögens

(in EUR)

im Geschäftsjahr
Anschaffungs-/ Herstellungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge Umbuchungen Abgänge Zuschüsse Anschaffungs-/ Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.772.390,73 379.694,62 0,00 2.784,15 5.929,62 4.143.371,58
Geleistete Anzahlungen 100.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
3.872.390,73 379.694,62 0,00 2.784,15 5.929,62 4.243.371,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 48.926.542,47 0,00 0,00 111.461,64 0,00 48.815.080,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 54.383.572,02 190.615,95 79.764,30 222.070,53 0,00 54.431.881,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.304.551,80 83.406,48 0,00 98.674,41 0,00 6.289.283,87
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 34.000,00 64.475,48 -79.764,30 0,00 0,00 18.711,18
109.648.666,29 338.497,91 0,00 432.206,58 0,00 109.554.957,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.228.616,33 0,00 0,00 0,00 0,00 1.228.616,33
2. Beteiligungen 116.211,99 0,00 0,00 0,00 0,00 116.211,99
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 498.700,00 0,00 0,00 0,00 0,00 498.700,00
4. Sonstige Ausleihungen 41.054,15 15.510,82 0,00 0,00 0,00 56.564,97
1.884.582,47 15.510,82 0,00 0,00 0,00 1.900.093,29
115.405.639,49 733.703,35 0,00 434.990,73 5.929,62 115.698.422,49
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Abschreibungen Geschäftsjahr Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zshg. mit Abgängen Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.429.547,73 275.117,85 0,00 3.704.665,58
Geleistete Anzahlungen 100.000,00 0,00 0,00 100.000,00
3.529.547,73 275.117,85 0,00 3.804.665,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 43.462.585,37 585.454,00 0,00 44.048.039,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 48.609.873,02 917.057,25 222.070,53 49.304.859,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.871.020,78 142.768,48 98.108,90 5.915.680,36
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
97.943.479,17 1.645.279,73 320.179,43 99.268.579,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.287,15 0,00 0,00 13.287,15
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
13.287,15 0,00 0,00 13.287,15
101.486.314,05 1.920.397,58 320.179,43 103.086.532,20
Buchwert Geschäftsjahr Buchwert Vorjahr
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 438.706,00 342.843,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
438.706,00 342.843,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 4.767.041,46 5.463.957,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.127.022,00 5.773.699,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 373.603,51 433.531,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.711,18 34.000,00
10.286.378,15 11.705.187,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.215.329,18 1.215.329,18
2. Beteiligungen 116.211,99 116.211,99
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 498.700,00 498.700,00
4. Sonstige Ausleihungen 56.564,97 41.054,15
1.886.806,14 1.871.295,32
12.611.890,29 13.919.325,44

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