Walter
Schneider GmbH
Remchingen
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023
Lagebericht
I.
Grundlagen des Unternehmens
1.
Geschäftsmodell
Das 1954 gegründete Familienunternehmen mit
Firmensitz in Remchingen kann auf eine langjährige
Tradition erfolgreicher Entwicklung und Produktion von
Fließpressteilen zurückblicken.
Mit dem Einsatz modernster Technologien bieten wir
heute kosteneffektive Kaltformteile von höchster
Qualität und Festigkeit. Dabei zeichnen uns hohe
Fertigungskompetenz, innovative Entwicklungen und
tatkräftige, enge Partnerschaften mit meist
langjährigen Kunden aus. Grundlage für das
Vertrauen unserer Kunden sind einwandfreie Qualität,
Verlässlichkeit und intensive, lösungsorientierte
Beratung unsererseits. Die Kundenzufriedenheit, kombiniert
mit einer vertrauensvollen Zusammenarbeit unseres
hochqualifizierten Fachpersonals, sichert unseren
langfristigen Unternehmenserfolg.
Rechtliche Struktur
Hauptsitz der Walter Schneider GmbH GmbH ist
Remchingen. Es existieren keine Tochtergesellschaften.
2.
Forschung und Entwicklung
Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der
Walter Schneider GmbH ist im Bereich der Prozessentwicklung
und Konstruktion kundenspezifischer Bauteile zur
industriellen Herstellung und Verkauf aus aller Art von
Metallen.
Hierbei werden auch bisher noch nicht im Unternehmen
umgeformte Metalle herangezogen und in Form von
Entwicklungsprojekten mit unseren Kunden gemeinsam
durchgeführt.
Im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigen
wir 4 Mitarbeiter.
II.
Wirtschaftsbericht
1.
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Gemessen an der Wertschöpfung ist die Herstellung
von Metallerzeugnissen nach Automobilindustrie und
Maschinenbau der drittwichtigste Wirtschaftszweig des
Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland. Die Branche ist eine
wichtige Zulieferindustrie für viele Industriebranchen
und das Baugewerbe. Insgesamt erzielten die Hersteller von
Metallerzeugnissen 2022 mit rund 670 000 Beschäftigten
einen Umsatz von 138 Mrd. €. Knapp ein Drittel der
Umsätze wurde auf ausländischen Märkten
erwirtschaftet.
Konjunkturentwicklung
Die deutsche Wirtschaft trat in der ersten
Jahreshälfte 2023 auf der Stelle. Die hohe Teuerung
verringerte die Kaufkraft der privaten Haushalte und
führte zu einer kräftigen Anhebung der Leitzinsen
durch die Europäische Zentralbank. Darunter litten vor
allem der private Konsum und die Baukonjunktur. Im
Verarbeitenden Gewerbe machte sich die schwache
Weltkonjunktur nachfrageseitig negativ bemerkbar. Im zweiten
Halbjahr dürfte die Inflationsdynamik langsam
zurückgehen und sich der private Konsum allmählich
wieder erholen. Angesichts der schwachen weltweiten Nachfrage
dürften vom Verarbeitenden Gewerbe zunächst kaum
konjunkturelle Impulse ausgehen. Erst gegen Ende 2023 ist
hier eine leichte Belebung zu erwarten. Dagegen wird sich die
Baukonjunktur voraussichtlich bis zum Jahresende weiter
abkühlen. Für den Durchschnitt des Jahres 2023
rechnet das ifo Institut in seiner Konjunkturprognose vom
September 2023 mit einem leichten Rückgang der
Wirtschaftsleistung um 0,4%. 2024 ist mit einem moderaten
Wirtschaftswachstum von 1,4% zu rechnen. Im Zuge der sich
belebenden Weltkonjunktur dürfte die Industrieproduktion
2024 wieder kräftiger expandieren und einen wichtigen
Wachstumsbeitrag leisten.
Abwärtstrend in der Produktion verschärfte sich
2023
Eine allgemein verhaltene Nachfrage, die vor allem in
der Baubranche besonders schwach ausfiel, sowie die im
internationalen Vergleich hohen Preise für Strom und
Erdgas führten zu Drosselungen der Produktion. Besonders
schlecht entwickelte sich die Stahlproduktion. Nach Angaben
der Wirtschaftsvereinigung Stahl könnte 2023 das
produktionsschwächste Jahr seit der Finanzkrise 2009
gewesen sein. Davon betroffen war vor allem die
stromintensive Elektrostahlproduktion. In der
Nichteisen-Metallindustrie zeigte sich ein ähnliches
Bild: Die Hersteller von Aluminium, Blei, Kupfer, Zink und
sonstigen Metallen vermeldeten ebenfalls deutliche
Produktionsrückgänge. Die kritische Lage spiegelt
sich auch in der ifo Konjunkturumfrage wider: So rutschte der
Produktions-indikator der Branche 2023 tief ins Minus.
Immerhin konnten sich die Produktionspläne zum
Jahresende leicht erholen.
Erholung der Auftragseingänge 2024 möglich
Die Industriekonjunktur war 2023 von Krisen und einer
Zurückhaltung bei Investitionen geprägt, was sich
bei den Metallerzeugern mit schwindenden
Auftragseingängen bemerkbar machte. Der amtlichen
Statistik zufolge mussten sich vor allem die Gießereien
und Erzeuger von Nichteisenmetallen mit einem niedrigeren
Ordervolumen abfinden, während es für die
Produzenten von Roheisen und Stahl bereits langsam wieder
bergauf ging. Die Aussichten für den weiteren Verlauf
2024 sind mit Unwägbarkeiten behaftet. Während ein
weltweiter Rückgang der Inflation die
Auftragseingänge beflügeln dürfte, drohen
Subventionskürzungen und Mehrbelastungen im
Bundeshaushalt 2024 die heimischen Investitionen zu
dämpfen.
Nachhaltigkeit
Die Metallerzeugung und bearbeitung insgesamt
weist hohe Nachhaltigkeitsrisiken auf (S- ESG-Score Note E).
Die Treibhaus-Gasemissionen, die sich der Branche direkt oder
indirekt zuordnen lassen, sind im Verhältnis zu ihrer
Bruttowertschöpfung und im Vergleich zu anderen Branchen
hoch. Ein Ausgleich der CO2-Belastung kann auch durch den
Erwerb von Emissionszertifikaten erfolgen, sodass zumindest
theoretisch eine klimaneutrale Produktion möglich
wäre.
2.
Geschäftsverlauf und Lage
Die Geschäftsentwicklung der Walter Schneider GmbH
war in Anbetracht des wirtschaftlichen Umfeldes insgesamt
noch zufriedenstellend.
Kunden vor allem aus dem Automotiv-Bereich, haben
weiterhin ihre Bestellungen und Abrufe bei uns erteilt. Der
Non-Automotive Bereich musste allerdings deutliche
Abschläge verkraften. So konnten am Ende des
Geschäftsjahres kein positives Ergebnis erzielt werden.
Wir weisen im Geschäftsjahr 2022/2023 ein etwas
geringeres Rohergebnis aus als im Vorjahr (8.429,0T€ zu
8.515,7T€). Die im Vorjahr prognostizierte
Stabilität zu diesem Geschäftsjahr hat sich daher
mit einem dem leichten Minus von 1,0% fast bestätigt.
Der Jahresüberschuss ist aufgrund des geringeren
Rohergebnis und durch deutlich gestiegenen Kosten wie
Abschreibungen (+4,6%) und Personalkosten (+9,0%) negativ
ausgefallen.
Die herausragende Qualität unserer Produkte
konnten wir in 2023 weiterhin beibehalten.
Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Walter
Schneider GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 trotz
des negativen Betriebsergebnisses stabil entwickelt, wobei
wir insbesondere im letzten Quartal 2022 eine deutliche
Eintrübung des Geschäftes hinnehmen mussten.
Das Rohergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr
verringert (-1,0%).
Das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung
(-308,4T€) konnte bedingt durch deutlich höherer
Kosten nicht im positiven Bereich gehalten werden.
Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr auf
einem höherem Niveau (+9,0%). Die Abschreibungen haben
sich im Berichtsjahr durch Neuanschaffungen stark erhöht
(+4,6%) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben
sich auch um erhöht (+3,7%).
Unsere Beschäftigungslage ist als noch gut zu
bezeichnen.
Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser
Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten
stets innerhalb der Zahlungsfrist und wenn möglich mit
Skonto zu begleichen und Forderungen innerhalb der
Zahlungsziele zu vereinnahmen.
Weiterhin sind wir darauf bedacht, erwirtschaftete
Ergebnisse im Wesentlichen im Unternehmen zu belassen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten machen
2,6% der Bilanzsumme aus. Die leichte Erhöhung dieser
Verbindlichkeiten resultiert aus einer geringen Bilanzsumme,
konnte absolut aber auf einem ähnlichem Niveau gehalten
werden. Zwecks Finanzierung bedienen wir uns aus vorhandener
Liquidität, die uns eingeräumten Kreditlinien
nehmen wir derzeit nicht in Anspruch.
Langfristige Anlagen sind durch das Eigenkapital
gedeckt. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr im Rahmen der
Kapazitätserweiterung in das Anlagevermögen
investiert. Die Investitionen betrafen insbesondere die
Verbesserung der Fertigung für die Umformtechnik und
Nachbearbeitung.
Die kurzfristigen Forderungen übersteigen die
kurzfristigen Verbindlichkeiten.
Per saldo liegt im aktuellen Jahr eine
Eigenmittelmehrung vor, die sowohl in den
Vermögensaufbau investiert sowie für den
Kapitaldienst verwendet wurde.
Bei getrennter Betrachtung resultiert die
Mittelherkunft überwiegend aus dem Cashflow vor Steuern
und Zinsen, außerdem trägt noch der
Vermögensabbau in geringen Umfang dazu bei.
Der überwiegende Teil der Mittelverwendung wurde
in den Vermögensaufbau investiert, daneben dienten Teile
dem Kapitaldienst sowie der Abdeckung der
Eigenmittelminderung.
Vom Vermögensaufbau entfällt der
größte Teil auf Investitionen in das
Anlagevermögen.
Die Bilanzsumme der Walter Schneider GmbH belief sich
zum Bilanzstichtag auf 14.519,3T€. Sie hat sich
gegenüber dem Vorjahr um 5,4% verringert.
Aufgrund des Jahresverlustes hat sich das Eigenkapital
von 10.218,3T€ auf 9,909,9T€ verringert. Die
Eigenkapitalquote ist jedoch gestiegen (68,3% im
Berichtsjahr, 66,6% im Vorjahr).
Beim Fremdkapital hat sich der Anteil langfristigen
Fremdkapitals verringert, der Schwerpunkt liegt nach wie vor
im langfristigen Bereich.
wesentliche
Bilanzpositionen
|
Geschäftsjahr
|
Vorjahr
|
Veränderung
|
Aktiva
|
T€
|
T€
|
T€
|
%
|
Anlagevermögen
|
7.195,9
|
7.498,4
|
-302,5
|
-4,0
|
Vorräte / Forderungen
|
5.972,0
|
6.848,4
|
-876,4
|
-12,8
|
Liquide Mittel
|
1.087,6
|
778,8
|
308,8
|
39,7
|
Passiva
|
|
|
|
|
Eigenkapital
|
9.909,9
|
10.218,3
|
-308,4
|
-3,0
|
Rückstellungen
|
2.260,7
|
2.341,3
|
-80,6
|
-3,4
|
Verbindlichkeiten
|
2.345,6
|
2.776,9
|
-431,3
|
-15,5
|
Bilanzsumme
|
14.519,3
|
15.346,2
|
-826,9
|
-5,4
|
Das Lager für Unfertige und Fertige Erzeugniss war
am Stichtag aufgrund geringerer Vorproduktion um 535,9T€
kleiner als im Vorjahr.
Die Rückstellungen sind im Bereich der
Pensionsrückstellungen leicht geringer als im Vorjahr.
Die sonstigen Rückstellungen zeigen sich
geringfügig erhöht.
3.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser
Fokus auf:
• Rohergebnis pro Mitarbeiter,
• Cash Flow
• Jahresüberschuss.
Wir ziehen für unsere interne
Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohertrag pro
Mitarbeiter, Cash Flow und den Jahresüberschuss heran.
Das Rohergebnis pro Mitarbeiter beträgt
117,1T€ p.a. und ist damit auf einem leicht höherem
Niveau wie im vergangenen Jahr (+7,9T€). Der ordentliche
Cash Flow ist um 454,0T€ auf 610,1T€ gesunken. Der
Jahresüberschuss hat sich um 459,4T€ auf
-308,4T€ reduziert.
Aufgrund der Auftragslage ist es dem Niveau angepasst.
Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir
als zufriedenstellend ein, die Ertragslage ist nicht
befriedigend.
Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist unter
Berücksichtigung der Corona-Pandemie als auch des
Ukraine Konfliktes neutral zu bewerten.
Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser
Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten
stets innerhalb der Zahlungsfrist und nach Möglichkeit
mit Skonto zu begleichen und Forderungen innerhalb der
Zahlungsziele zu vereinnahmen.
Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital
gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen übersteigen die
kurzfristigen Verbindlichkeiten.
III.
Zweigniederlassungsbericht
Die Walter Schneider GmbH verfügte auch im
abgelaufenen Geschäftsjahr über keine
Zweigniederlassung.
Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Rezession und
die hohe Teuerung die Ertragslage. Wenn sich das für
2024 prognostizierte Umsatzwachstum aber einstellt, sollten
sich auch die Ertragsaussichten verbessern. Bedingt durch
steigende Löhne und voraussichtlich hohe Energiepreise
bleibt die Ertragslage dennoch angespannt.
Bedingt durch die gesamtwirtschaftlichen Umstände
schätzen wir auch das kommende Geschäftsjahr
(2023/2024) als schwierig ein. Wir gehen von einem stabilem
Roherergebnis und einem leicht positivem Betriebsergebnis
aus. Hintergrund hierfür sind Neuentwicklungen im
Produktportfolio, die sich leider durch Rahmenbedingungen
insbesondere bei unseren Kunden verzögern. Darüber
hinaus spielt die allgemeine Lage am Automobilmarkt und die
Einflüsse durch die OEMs sowie die Politik eine
entscheidende Rolle.
Unseren Mitarbeitereinsatz können wir durch unsere
zwei Schicht Modelle sowie den fortlaufenden Ausbau der
Fertigung aufrechterhalten.
Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen
unverändert bleiben.
V.
Chancen- und Risikobericht
Branchenspezifische Risiken
Die zunehmende Konzentration und Ausbau der
Digitalisierung werden das Umfeld in den kommenden Jahren
weiterhin deutlich verändern. Auch die Themen
Nachhaltigkeit und CO2 Footprint spielen in der nahen Zukunft
eine weitreichende Rolle. Wir hoffen, dass diese Themen nicht
nur in der EU Einzug erhalten, sondern auch international an
Bedeutung gewinnen, da dies sonst einen erheblichen
Wettbewerbsnachteil darstellt.
Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in
einem extrem verschärften Wettbewerbsumfeld bei
zunehmendem Kostendruck durch die OEMs und damit
stagnierenden bzw. sinkenden Verkaufspreisen. Gleichzeitig
erlebt die Branche durch die starke Verteuerung aller Roh-
Hilfs & Betriebsstoffe durch die Energiepreise sowie
Personalkostensteigerungen eine enorme Kostenbelastung.
Sollten die weltweiten Turbulenzen durch die Politik
und Industriegegebenheiten sowie der Ukraine Konflikt
anhalten bzw. sich weiter verstärken und die Konjunktur
sich wieder abschwächen, kann dies die wirtschaftliche
Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren
Produkten negativ beeinflussen. Daraus können für
uns dann erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.
Nach Einschätzung der Geschäftsleitung ist
trotz dieser Rahmenbedinungen in den kommenden
Geschäftsjahren mit einer fortlaufenden
Unternehmensentwicklung zu rechnen.
Vor dem Hintergrund unserer finanziellen
Stabilität, sehen wir uns für die Bewältigung
der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken,
die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden
könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Rechtliche Risiken
Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und
sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung
eingeflossen. Ein aktuell schwebendes Verfahren im Bezug auf
vorhandene Patente und damit einhergehender Lizenzierung
dieser Patente stehen wir positiv gegenüber. Die
Geschäftsführung schätzt daher die Risiken als
überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie
keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung
der Gesellschaft haben werden.
Dazu zählt auch das Risiko aus dem noch nicht
rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren.
Ertragsorientierte Risiken
Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund der deutlichen
Überkapazitäten in der Branche weiter zugenommen.
Da unsere Produkte durch Materialeffizienz sowohl Kosten- als
auch Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass
unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im
Vorjahresvergleich eher gesunken sind. Möglicherweise
sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen
außerordentliche Zusatzkosten in nicht unerheblicher
Höhe damit verbunden.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und
Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens, sind
Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.
Unser Unternehmen verfügt über umfangreiche
Planungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäftsrisiken
frühzeitig zu erkennen und um wirksame
Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Umfangreiche Bonitätsbeurteilung im
Neukundengeschäft sowie laufendes Reporting unserer
Stammkunden führen zu einem erheblich reduzierten Risiko
von Forderungsausfällen und Bonitätsrisiken.
Wir sind bemüht, Währungsrisiken bei
Auslandsgeschäfte nicht einzugehen und basierend auf
Euro abzurechnen, um Devisengeschäfte zu vermeiden.
Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind
keine Engpässe zu erwarten.
Vor dem Hintergrund unserer finanziellen
Stabilität sehen wir keine Risiken, die unsere
Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand
gefährden.
Risikoberichterstattung über Finanzinstrumente
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten
zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten
und Guthaben bei Kreditinstituten.
Die Gesellschaft verfügt über einen solventen
Kundenstamm. Forderungsausfälle sind keine zu
verzeichnen. Zudem besteht eine langjährige
Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.
Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten
Zahlungsfristen gezahlt.
Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft
ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle
Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen
verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird
für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein
Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick
über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.
Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall-
und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende
Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von
Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein
adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine
Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir
uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets
über die Bonität unserer Kunden.
Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft
gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Chancen
Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine
breite Palette von Liefermöglichkeiten
zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche
setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei
unseren Lieferanten in den Herkunftsländern als auch in
unserer eigenen Produktion durch.
Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende
Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir
weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit
und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.
Mit die größten Chancen sehen wir aktuell in
dem steigenden Bedarfen im Bereich der Ladetechnik.
Aufgrund unserer guten Reputation am Markt und bei
unseren Kunden sehen wir gute Chancen, Aufträge zu
akquirieren und so unser geplantes Rohertragsziel zu
erfüllen.
Einschätzung:
Insgesamt haben sich Umfang und
Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung
der Geschäftsführung durch die Zunahme der
Unsicherheiten bedingt durch internationale Konflikt und
Energiekrise negativ entwickelt.
Die zukünftigen Perspektiven für die
Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der
Geschäftsführung trotzdem gut. Somit ist nach
Einschätzung der Geschäftsführung auch in den
kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven
Unternehmensentwicklung zu rechnen.
Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht
ersichtlich.
Remchingen, den 19.01.2024
Walter Schneider Jens Siegle Dr. Jens Neumeyer
Bilanz
Aktiva
|
|
30.9.2023
EUR |
30.9.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
7.195.880,53 |
7.498.393,07 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
73.393,00 |
108.567,00 |
| 1.
Geschäfts- oder Firmenwert |
21.961,00 |
43.921,00 |
| 2.
Sonstige immaterielle
Vermögensgegenstände |
51.432,00 |
64.646,00 |
| II.
Sachanlagen |
6.859.205,37 |
7.126.953,30 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
444.300,00 |
497.992,00 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
5.310.074,00 |
5.483.602,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
961.180,00 |
950.014,00 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
143.651,37 |
195.345,30 |
| III.
Finanzanlagen |
263.282,16 |
262.872,77 |
| B.
Umlaufvermögen |
7.059.541,27 |
7.627.220,63 |
| I.
Vorräte |
2.525.318,86 |
2.790.081,00 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
3.446.632,96 |
4.058.332,98 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
176.171,58 |
263.793,47 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
1.087.589,45 |
778.806,65 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
78.068,17 |
76.350,16 |
| D.
Aktive latente Steuern |
185.792,34 |
144.283,12 |
| Aktiva |
14.519.282,31 |
15.346.246,98 |
Passiva
|
|
30.9.2023
EUR |
30.9.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
9.909.894,83 |
10.218.316,83 |
| I.
ausgegebenes Kapital |
141.128,00 |
141.128,00 |
| 1.
Gezeichnetes Kapital |
153.400,00 |
153.400,00 |
| 2.
eigene Anteile |
-12.272,00 |
-12.272,00 |
| II.
Gewinnrücklagen |
-867.728,00 |
-867.728,00 |
| III.
Bilanzgewinn |
10.636.494,83 |
10.944.916,83 |
| davon
Gewinnvortrag |
10.944.916,83 |
10.863.868,87 |
| B.
Rückstellungen |
2.260.729,64 |
2.341.289,64 |
| C.
Verbindlichkeiten |
2.345.570,59 |
2.776.906,64 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
1.214.231,00 |
1.281.291,00 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
281.992,00 |
245.560,00 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
932.239,00 |
1.035.731,00 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
0,00 |
30.000,00 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
0,00 |
30.000,00 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
1.131.339,59 |
1.465.615,64 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
867.225,39 |
1.168.528,36 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
264.114,20 |
297.087,28 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
3.087,25 |
9.733,87 |
| Passiva |
14.519.282,31 |
15.346.246,98 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.10.2022 - 30.9.2023
EUR |
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
8.429.046,80 |
8.515.654,67 |
| 2.
Personalaufwand |
5.110.562,35 |
4.690.206,87 |
| a)
Löhne und Gehälter |
4.130.044,59 |
3.707.842,47 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
980.517,76 |
982.364,40 |
| davon
für Altersversorgung |
147.015,00 |
229.191,64 |
| 3.
Abschreibungen |
1.001.628,97 |
957.572,50 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
1.001.628,97 |
957.572,50 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
2.707.609,82 |
2.611.940,57 |
| 5.
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens |
2.221,75 |
942,51 |
| 6.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
18.975,90 |
19.650,66 |
| 7.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
62.468,78 |
63.919,52 |
| 8.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
-116.953,90 |
70.190,18 |
| davon
Erträge aus der Zuführung und Auflösung
von latenten Steuern |
41.509,22 |
|
| davon
Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung
von latenten Steuern |
|
2.936,08 |
| 9.
Ergebnis nach Steuern |
-315.071,57 |
142.418,20 |
| 10.
sonstige Steuern |
-6.649,57 |
-8.629,76 |
| 11.
Jahresfehlbetrag |
308.422,00 |
-151.047,96 |
| 12.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
10.944.916,83 |
10.863.868,87 |
| 13.
Ausschüttung |
|
70.000,00 |
| 14.
Bilanzgewinn |
10.636.494,83 |
10.944.916,83 |
Anhang
1.
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der
§§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße
Kapitalgesellschaften aufgestellt.
Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die
Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.
Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in
der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt
werden können, wurde im Wesentlichen der Vermerk in der
Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren gewählt.
Nach den in § 267 HGB angegebenen
Größenklassen ist die Gesellschaft eine
mittelgroße Kapitalgesellschaft.
Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich
unter der Beibehaltung der für den Jahresabschluss
angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach
den für mittelgroße Kapitalgesellschaften
geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt
(§§ 265 I 2, 266 ff. HGB).
Größenabhängige Erleichterungen bei der
Erstellung des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
Walter Schneider GmbH |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Remchingen |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Mannheim |
| Register-Nr.: |
HRB 502096 |
2.
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Bilanzierung des Anlagevermögens erfolgt zu
Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder
Herstellungskosten (gemäß § 255 II bis III
HGB) unter Berücksichtigung nutzungsbedingter
planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der
planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche
Nutzungsdauer (§§ 253 I 1, III i.V.m. 255 I HGB).
Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden
außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen
(§ 253 III 3 HGB).
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden
zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen
(bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen
drei und fünf Jahren), bewertet. Selbst erstellte
immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens werden nicht aktiviert.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen
(Nutzungsdauern zwischen drei und 33 Jahren) angesetzt. Die
Herstellungskosten der Sachanlagen werden i. H. der
handelsrechtlichen Untergrenze bemessen (Einzelkosten,
angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie
Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die
Fertigung veranlasst). Einbeziehungswahlrechte werden nicht
ausgeübt. Auch Fremdkapitalzinsen werden nicht
aktiviert.
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens
bis zu einem Wert von Euro 800,-- wurden im Jahr des Zugangs
voll abgeschrieben.
Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und
bewertet:
- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag
vorliegende niedrigere Wert angesetzt.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
Bei den Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenständen werden erkennbare
Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.
Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine
ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung
getragen.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert
Bei den Rechnungsabgrenzungsposten sind die
Vorauszahlungen für künftige Zeiträume
zeitanteilig abgegrenzt.
Für ungewisse Verbindlichkeiten aus
Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet.
Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1
Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags bewertet. Die
Pensionsrückstellungen betragen 1.894.121,00 Euro.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle
weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden
alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede
zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen
Wertansätzen gebildet, sofern sich diese in
späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.
Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der
Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Fall einer
sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird von dem
Aktivierungswahlrecht des § 274 I 2 HGB Gebrauch
gemacht.
Gem. dem Wahlrecht nach § 274 I 3 HGB werden die
latenten Steuern saldiert ausgewiesen.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen
übernommen werden.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
3.
Angaben zur Bilanz
Anlagespiegel für die einzelnen Posten des
Anlagevermögens
Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der
Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Die Sofortabschreibung geringwertiger
Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen.
Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese
Beträge nicht.
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.10.2022
EUR
|
Zugänge
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
30.09.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
392.570,66
|
14.785,00
|
0,00
|
0,00
|
407.355,66
|
2. Geschäfts- oder
Firmenwert
|
109.803,06
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
109.803,06
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
502.373,72
|
14.785,00
|
0,00
|
0,00
|
517.158,72
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
2.372.175,84
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
2.372.175,84
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
13.076.270,13
|
317.056,95
|
131.775,93
|
253.298,67
|
13.514.849,82
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
2.946.841,68
|
167.173,51
|
79.381,73
|
1.684,10
|
3.036.317,56
|
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
195.345,30
|
219.624,84
|
16.336,00
|
-254.982,77
|
143.651,37
|
Summe Sachanlagen
|
18.590.632,95
|
703.855,30
|
227.493,66
|
0,00
|
19.066.994,59
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
262.872,77
|
409,39
|
0,00
|
0,00
|
263.282,16
|
Summe Finanzanlagen
|
262.872,77
|
409,39
|
0,00
|
0,00
|
263.282,16
|
Summe Anlagevermögen
|
19.355.879,44
|
719.049,69
|
227.493,66
|
0,00
|
19.847.435,47
|
|
kumulierte
Abschreibung
01.10.2022
EUR
|
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
kumulierte
Abschreibung
30.09.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
327.924,66
|
27.999,00
|
0,00
|
0,00
|
355.923,66
|
2. Geschäfts- oder
Firmenwert
|
65.882,06
|
21.960,00
|
0,00
|
0,00
|
87.842,06
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
393.806,72
|
49.959,00
|
0,00
|
0,00
|
443.765,72
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
1.874.183,84
|
53.692,00
|
0,00
|
0,00
|
1.927.875,84
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
7.592.668,13
|
741.074,36
|
128.966,67
|
0,00
|
8.204.775,82
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.996.827,68
|
156.903,61
|
78.593,73
|
0,00
|
2.075.137,56
|
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
11.463.679,65
|
951.669,97
|
207.560,40
|
0,00
|
12.207.789,22
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Anlagevermögen
|
11.857.486,37
|
1.001.628,97
|
207.560,40
|
0,00
|
12.651.554,94
|
|
Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Buchwert
Geschäftsjahr
30.09.2023
EUR
|
Buchwert
Vorjahr
30.09.2022
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
0,00
|
51.432,00
|
64.646,00
|
2. Geschäfts- oder
Firmenwert
|
0,00
|
21.961,00
|
43.921,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
0,00
|
73.393,00
|
108.567,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
0,00
|
444.300,00
|
497.992,00
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
0,00
|
5.310.074,00
|
5.483.602,00
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
961.180,00
|
950.014,00
|
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
143.651,37
|
195.345,30
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
6.859.205,37
|
7.126.953,30
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
0,00
|
263.282,16
|
262.872,77
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
263.282,16
|
262.872,77
|
Summe Anlagevermögen
|
0,00
|
7.195.880,53
|
7.498.393,07
|
Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert
Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder
Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche
Nutzungsdauer werden fünf Jahre festgelegt.
Der erworbene Firmenwert resultiert aus dem
Rückerwerb der stillen Beteiligung. Auf Grund der
Vertragslaufzeiten, der Stabilität und Bestandsdauer der
Branche, den Lebenszyklen der Produkte geht die
Geschäftsleitung von einer Nutzungsdauer von fünf
Jahren aus.
Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr
Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr beträgt
176.171,58 Euro (Vorjahr: 263.793,47 Euro).
Sonstige Vermögensgegenstände
In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind
größere Beträge enthalten, die erst nach dem
Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um
Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen
führen, aber zum Zweck der periodengerechten
Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen
erfasst wurden.
Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte
zu berücksichtigen:
Im Gesamtbetrag von 805.430,46 € sind sonstige
Vermögensgegenstände i.H. von 32.097,86 €,
Darlehen i.H. von 573.793,47 € und Steuerforderungen
i.H. von 199.539,13 € enthalten.
Die Abgrenzung dient der periodengerechten
Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.
Ausschüttungssperre
Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der
Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt
210.151,34 Euro.
Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Gesamtbetrag gemäß
Ausschüttungssperre
|
Euro
|
Aktivierung selbst
geschaffener immaterieller
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
|
0,00
|
Aktivierung latenter
Steuern
|
185.792,34
|
Aktivierung von
Vermögensgegenständen zum beizulegenden
Zeitwert
|
0,00
|
Unterschiedsbetrag
gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB
(geänderter Abzinsungssatz für
Pensionsrückstellungen)
|
24.359,00
|
Gesamtbetrag
|
210.151,34
|
Pensionsrückstellungen
Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das
Teilwertverfahren angewendet.
Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen
getroffen:
Zinssatz
|
1,81
|
%
|
erwartete Lohn- und
Gehaltssteigerungen
|
0,00
|
%
|
zugrunde gelegte
Sterbetafel
|
Richttafeln 2018G Dr.
Klaus Heubeck
|
|
Bei den Rückstellungen für
Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem
Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den
vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem
durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben
Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden
Geschäftsjahr in Höhe von Euro 24.359,00 (Vorjahr:
Euro 68.399,00).
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen
Im Posten sonstige Rückstellungen sind die
nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten
enthalten.
Rückstellungen für Personalkosten i.H. von
255.617,64 €, Rückstellungen für
Gewährleistungen i.H. von 15.491,00 €,
Rückstellungen für Abschlusskosten i.H. von
38.600,00 €, sonstige Rückstellungen i.H. von
6.900,00 € sowie Rückstellungen für
Aufbewahrungspflichten i.H. von 50.000,00 € enthalten.
Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag
entstehen
In den Verbindlichkeiten sind größere
Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag
rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge,
die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen,
aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits
zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden.
Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte
zu berücksichtigen:
Beiträge, Gebühren und Abgaben
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5
Jahre und der Sicherungsrechte
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit
einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt
194.722,92 Euro (Vorjahr: 215.712,44 Euro).
Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte
mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre
Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und
Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten
Verbindlichkeiten.
Art der Verbindlichkeit
|
Restlaufzeit
|
30.09.2023
|
kleiner 1 J.
|
1 bis 5 J.
|
größer 5 J.
|
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
|
lfd. Jahr
|
Vorjahr
|
lfd. Jahr
|
Vorjahr
|
lfd. Jahr
|
gegenüber
Kreditinstituten
|
282,0
|
245,6
|
859,4
|
1.224,4
|
72,8
|
aus Lieferungen und
Leistungen
|
383,8
|
302,0
|
0,0
|
0,0
|
0,0
|
gegenüber
Gesellschaftern
|
0,0
|
30,0
|
0,0
|
0,0
|
0,0
|
sonstige Verbindlichkeiten
|
483,4
|
866,5
|
142,2
|
138,0
|
121,9
|
Summe
|
1.149,2
|
1.444,1
|
1.001,6
|
1.362,4
|
194,7
|
Art der Verbindlichkeit
|
durch
Pfandrechte o.ä.
gesichert
|
|
30.09.2023
|
|
|
|
Euro
|
|
|
|
|
gegenüber
Kreditinstituten
|
1.214,2
|
1+2
|
aus Lieferungen und
Leistungen
|
0
|
6
|
gegenüber
Gesellschaftern
|
|
|
sonstige Verbindlichkeiten
|
0
|
|
Summe
|
1.214,2
|
|
Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:
1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen
2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen
3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten
4 = Sicherungsübereignung Vorräte
5 = Sicherheitsabtretung Forderungen
6 = Eigentumsvorbehalt
Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern
Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 Euro
(Vorjahr: 30.000,00 Euro).
Latente Steuern
Der Saldo der latenten Steuern am Ende des
Geschäftsjahres beträgt 185.792,33 Euro.
Veränderungen der aktiven latenten Steuern im
Geschäftsjahr 2020/2021 (Beträge
in T€)
|
|
Stand zu Beginn
|
Zugang
|
Verbrauch/Abgang
|
Stand am Ende
|
Aktiv latente Steuern
|
144.283,12
|
54.385,07
|
12.875,85
|
185.792,34
|
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen
Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von
892.926,96 Euro sonstige finanzielle Verpflichtungen.
Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende
Sachverhalte:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
|
Euro
|
Mietverträge
Immobilien + Maschinen
|
725.348,40
|
Leasing- bzw.
Mietverträge
|
167.578,56
|
Die Nutzung der benötigten Hallen,
Betriebsgebäuden und Maschinen wird durch
Mietverträge sichergestellt. Deren Laufzeit ist
unbeschränkt. Aus den abgeschlossenen Mietverträgen
resultiert eine finanzielle Belastung von 725 T€ p. a..
Die Miet- bzw. Leasinggeschäfte verringern insbesondere
die Kapitalbindung und verbessern die Eigenkapitalquote,
führen aber während der Vertragslaufzeit auch zur
Bindung an die geleasten technischen Anlagen und Maschinen.
4.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Abzinsung
Der GuV-Posten "Zinsen und ähnlichen Aufwendungen"
enthält Aufwendungen aus der Abzinsung von
Rückstellungen in Höhe von EUR 33.849,00 (i. Vj.
EUR 40.032,00).
5.
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
|
|
Zahl
|
Arbeiter
|
|
40,00
|
Angestellte
|
|
31,00
|
leitende Angestellte
|
|
1,00
|
Die Gesamtzahl der
durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
beträgt damit
|
72,00
|
|
vollzeitbeschäftigte
Mitarbeiter
|
|
64,00
|
teilzeitbeschäftigte
Mitarbeiter
|
|
8,00
|
Namen der Geschäftsführer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende
Personen geführt:
Geschäftsführer:
|
Dr. Jens Neumeyer
|
ausgeübter Beruf:
|
technische Leitung
|
Geschäftsführer:
|
Jens Siegle
|
ausgeübter Beruf:
|
kaufmännische Leitung
|
Vergütung der Geschäftsführer
Bezüglich der Gesamtbezüge der
Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des §
286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt in
Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende
Ergebnisverwendung vor:
Der Jahresfehlbetrag beträgt Euro 308.422,00.
Einschließlich des zu berücksichtigenden
Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von Euro 10.636.494,83,
der zu verwenden ist.
Auf neue Rechnung werden Euro 10.636.494,83
vorgetragen.
Unterschrift der Geschäftsführung
Remchingen, den 19.01.2024
gezeichnet
Die Geschäftsführer, Jens Siegle
Dr. Jens Neumeyer
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 21.06.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
Wiedergabe des Bestätigungsvermerk des
Abschlussprüfers
Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um
die nach § 327 HGB für Offenlegung verkürzte
Fassung.
Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem
Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk
erteilt:
"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN
ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Walter Schneider GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Walter Schneider GmbH
- bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem
Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Walter
Schneider GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober
2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September
2023 und · vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit
des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung
nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im
Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für
die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können
aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und
werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise
erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt
die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und
Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von
Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass
aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die
den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen."
Waghäusel, 21.06.2024
HBP Bruhrainer Revisionstreuhand GmbH
-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-
Dipl. Betriebswirt (BA) Thomas Altinger
Wirtschaftsprüfer |