Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 502096
Eingetragen
16.6.1986
Branche
Herstellung von Schneidwaren und Bestecken aus unedlen MetallenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen Metallen
Gegenstand
Die Forschung, Entwicklung, Konstruktion, industrielle Herstellung und der Vertrieb von Waren aus Metall und sonstigen Werkstoffen aller Art, soweit es keiner besonderen gesetzlichen Erlaubnis bedarf.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Siegle
seit 10.3.2016
Geschäftsführer
Jens Dr. Neumeyer
seit 1.10.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

7 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 7 angezeigt

Remchingen
47.554 €
30.20%

Beteiligungen

NameAnteil
8.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Walter Schneider GmbH

Remchingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht

I.
Grundlagen des Unternehmens

1.
Geschäftsmodell


Das 1954 gegründete Familienunternehmen mit Firmensitz in Remchingen kann auf eine langjährige Tradition erfolgreicher Entwicklung und Produktion von Fließpressteilen zurückblicken.

Mit dem Einsatz modernster Technologien bieten wir heute kosteneffektive Kaltformteile von höchster Qualität und Festigkeit. Dabei zeichnen uns hohe Fertigungskompetenz, innovative Entwicklungen und tatkräftige, enge Partnerschaften mit meist langjährigen Kunden aus. Grundlage für das Vertrauen unserer Kunden sind einwandfreie Qualität, Verlässlichkeit und intensive, lösungsorientierte Beratung unsererseits. Die Kundenzufriedenheit, kombiniert mit einer vertrauensvollen Zusammenarbeit unseres hochqualifizierten Fachpersonals, sichert unseren langfristigen Unternehmenserfolg.

Rechtliche Struktur

Hauptsitz der Walter Schneider GmbH GmbH ist Remchingen. Es existieren keine Tochtergesellschaften.

2.
Forschung und Entwicklung


Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Walter Schneider GmbH ist im Bereich der Prozessentwicklung und Konstruktion kundenspezifischer Bauteile zur industriellen Herstellung und Verkauf aus aller Art von Metallen.
Hierbei werden auch bisher noch nicht im Unternehmen umgeformte Metalle herangezogen und in Form von Entwicklungsprojekten mit unseren Kunden gemeinsam durchgeführt.
Im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigen wir 4 Mitarbeiter.

II.
Wirtschaftsbericht

1.
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen


Gemessen an der Wertschöpfung ist die Herstellung von Metallerzeugnissen nach Automobilindustrie und Maschinenbau der drittwichtigste Wirtschaftszweig des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland. Die Branche ist eine wichtige Zulieferindustrie für viele Industriebranchen und das Baugewerbe. Insgesamt erzielten die Hersteller von Metallerzeugnissen 2022 mit rund 670 000 Beschäftigten einen Umsatz von 138 Mrd. €. Knapp ein Drittel der Umsätze wurde auf ausländischen Märkten erwirtschaftet.

Konjunkturentwicklung

Die deutsche Wirtschaft trat in der ersten Jahreshälfte 2023 auf der Stelle. Die hohe Teuerung verringerte die Kaufkraft der privaten Haushalte und führte zu einer kräftigen Anhebung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank. Darunter litten vor allem der private Konsum und die Baukonjunktur. Im Verarbeitenden Gewerbe machte sich die schwache Weltkonjunktur nachfrageseitig negativ bemerkbar. Im zweiten Halbjahr dürfte die Inflationsdynamik langsam zurückgehen und sich der private Konsum allmählich wieder erholen. Angesichts der schwachen weltweiten Nachfrage dürften vom Verarbeitenden Gewerbe zunächst kaum konjunkturelle Impulse ausgehen. Erst gegen Ende 2023 ist hier eine leichte Belebung zu erwarten. Dagegen wird sich die Baukonjunktur voraussichtlich bis zum Jahresende weiter abkühlen. Für den Durchschnitt des Jahres 2023 rechnet das ifo Institut in seiner Konjunkturprognose vom September 2023 mit einem leichten Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4%. 2024 ist mit einem moderaten Wirtschaftswachstum von 1,4% zu rechnen. Im Zuge der sich belebenden Weltkonjunktur dürfte die Industrieproduktion 2024 wieder kräftiger expandieren und einen wichtigen Wachstumsbeitrag leisten.

Abwärtstrend in der Produktion verschärfte sich 2023

Eine allgemein verhaltene Nachfrage, die vor allem in der Baubranche besonders schwach ausfiel, sowie die im internationalen Vergleich hohen Preise für Strom und Erdgas führten zu Drosselungen der Produktion. Besonders schlecht entwickelte sich die Stahlproduktion. Nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung Stahl könnte 2023 das produktionsschwächste Jahr seit der Finanzkrise 2009 gewesen sein. Davon betroffen war vor allem die stromintensive Elektrostahlproduktion. In der Nichteisen-Metallindustrie zeigte sich ein ähnliches Bild: Die Hersteller von Aluminium, Blei, Kupfer, Zink und sonstigen Metallen vermeldeten ebenfalls deutliche Produktionsrückgänge. Die kritische Lage spiegelt sich auch in der ifo Konjunkturumfrage wider: So rutschte der Produktions-indikator der Branche 2023 tief ins Minus. Immerhin konnten sich die Produktionspläne zum Jahresende leicht erholen.

Erholung der Auftragseingänge 2024 möglich

Die Industriekonjunktur war 2023 von Krisen und einer Zurückhaltung bei Investitionen geprägt, was sich bei den Metallerzeugern mit schwindenden Auftragseingängen bemerkbar machte. Der amtlichen Statistik zufolge mussten sich vor allem die Gießereien und Erzeuger von Nichteisenmetallen mit einem niedrigeren Ordervolumen abfinden, während es für die Produzenten von Roheisen und Stahl bereits langsam wieder bergauf ging. Die Aussichten für den weiteren Verlauf 2024 sind mit Unwägbarkeiten behaftet. Während ein weltweiter Rückgang der Inflation die Auftragseingänge beflügeln dürfte, drohen Subventionskürzungen und Mehrbelastungen im Bundeshaushalt 2024 die heimischen Investitionen zu dämpfen.

Nachhaltigkeit

Die Metallerzeugung und ­bearbeitung insgesamt weist hohe Nachhaltigkeitsrisiken auf (S- ESG-Score Note E). Die Treibhaus-Gasemissionen, die sich der Branche direkt oder indirekt zuordnen lassen, sind im Verhältnis zu ihrer Bruttowertschöpfung und im Vergleich zu anderen Branchen hoch. Ein Ausgleich der CO2-Belastung kann auch durch den Erwerb von Emissionszertifikaten erfolgen, sodass zumindest theoretisch eine klimaneutrale Produktion möglich wäre.

2.
Geschäftsverlauf und Lage


Die Geschäftsentwicklung der Walter Schneider GmbH war in Anbetracht des wirtschaftlichen Umfeldes insgesamt noch zufriedenstellend.
Kunden vor allem aus dem Automotiv-Bereich, haben weiterhin ihre Bestellungen und Abrufe bei uns erteilt. Der Non-Automotive Bereich musste allerdings deutliche Abschläge verkraften. So konnten am Ende des Geschäftsjahres kein positives Ergebnis erzielt werden.

Wir weisen im Geschäftsjahr 2022/2023 ein etwas geringeres Rohergebnis aus als im Vorjahr (8.429,0T€ zu 8.515,7T€). Die im Vorjahr prognostizierte Stabilität zu diesem Geschäftsjahr hat sich daher mit einem dem leichten Minus von 1,0% fast bestätigt.
Der Jahresüberschuss ist aufgrund des geringeren Rohergebnis und durch deutlich gestiegenen Kosten wie Abschreibungen (+4,6%) und Personalkosten (+9,0%) negativ ausgefallen.

Die herausragende Qualität unserer Produkte konnten wir in 2023 weiterhin beibehalten.

a)
Ertragslage


Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Walter Schneider GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 trotz des negativen Betriebsergebnisses stabil entwickelt, wobei wir insbesondere im letzten Quartal 2022 eine deutliche Eintrübung des Geschäftes hinnehmen mussten.

Das Rohergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr verringert (-1,0%).

Das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung (-308,4T€) konnte bedingt durch deutlich höherer Kosten nicht im positiven Bereich gehalten werden.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr auf einem höherem Niveau (+9,0%). Die Abschreibungen haben sich im Berichtsjahr durch Neuanschaffungen stark erhöht (+4,6%) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich auch um erhöht (+3,7%).

Unsere Beschäftigungslage ist als noch gut zu bezeichnen.

b)
Finanzlage


Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist und wenn möglich mit Skonto zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Weiterhin sind wir darauf bedacht, erwirtschaftete Ergebnisse im Wesentlichen im Unternehmen zu belassen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten machen 2,6% der Bilanzsumme aus. Die leichte Erhöhung dieser Verbindlichkeiten resultiert aus einer geringen Bilanzsumme, konnte absolut aber auf einem ähnlichem Niveau gehalten werden. Zwecks Finanzierung bedienen wir uns aus vorhandener Liquidität, die uns eingeräumten Kreditlinien nehmen wir derzeit nicht in Anspruch.

Langfristige Anlagen sind durch das Eigenkapital gedeckt. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr im Rahmen der Kapazitätserweiterung in das Anlagevermögen investiert. Die Investitionen betrafen insbesondere die Verbesserung der Fertigung für die Umformtechnik und Nachbearbeitung.

Die kurzfristigen Forderungen übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.
Per saldo liegt im aktuellen Jahr eine Eigenmittelmehrung vor, die sowohl in den Vermögensaufbau investiert sowie für den Kapitaldienst verwendet wurde.
Bei getrennter Betrachtung resultiert die Mittelherkunft überwiegend aus dem Cashflow vor Steuern und Zinsen, außerdem trägt noch der Vermögensabbau in geringen Umfang dazu bei.
Der überwiegende Teil der Mittelverwendung wurde in den Vermögensaufbau investiert, daneben dienten Teile dem Kapitaldienst sowie der Abdeckung der Eigenmittelminderung.
Vom Vermögensaufbau entfällt der größte Teil auf Investitionen in das Anlagevermögen.

c)
Vermögenslage


Die Bilanzsumme der Walter Schneider GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf  14.519,3T€. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5,4% verringert.
Aufgrund des Jahresverlustes hat sich das Eigenkapital von 10.218,3T€ auf 9,909,9T€ verringert. Die Eigenkapitalquote ist jedoch gestiegen (68,3% im Berichtsjahr, 66,6% im Vorjahr).

Beim Fremdkapital hat sich der Anteil langfristigen Fremdkapitals verringert, der Schwerpunkt liegt nach wie vor im langfristigen Bereich.

wesentliche Bilanzpositionen
Geschäftsjahr
Vorjahr
Veränderung
Aktiva
T€
T€
T€
%
Anlagevermögen
7.195,9
7.498,4
-302,5
-4,0
Vorräte / Forderungen
5.972,0
6.848,4
-876,4
-12,8
Liquide Mittel
1.087,6
778,8
308,8
39,7
Passiva




Eigenkapital
9.909,9
10.218,3
-308,4
-3,0
Rückstellungen
2.260,7
2.341,3
-80,6
-3,4
Verbindlichkeiten
2.345,6
2.776,9
-431,3
-15,5
Bilanzsumme
14.519,3
15.346,2
-826,9
-5,4



Das Lager für Unfertige und Fertige Erzeugniss war am Stichtag aufgrund geringerer Vorproduktion um 535,9T€ kleiner als im Vorjahr.

Die Rückstellungen sind im Bereich der Pensionsrückstellungen leicht geringer als im Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen zeigen sich geringfügig erhöht.

3.
Finanzielle Leistungsindikatoren


Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

• Rohergebnis pro Mitarbeiter,
• Cash Flow
• Jahresüberschuss.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohertrag pro Mitarbeiter, Cash Flow und den Jahresüberschuss heran.

Das Rohergebnis pro Mitarbeiter beträgt 117,1T€ p.a. und ist damit auf einem leicht höherem Niveau wie im vergangenen Jahr (+7,9T€). Der ordentliche Cash Flow ist um 454,0T€ auf 610,1T€ gesunken. Der Jahresüberschuss hat sich um 459,4T€ auf -308,4T€ reduziert.

Aufgrund der Auftragslage ist es dem Niveau angepasst.

4.
Gesamtaussage


Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir als zufriedenstellend ein, die Ertragslage ist nicht befriedigend.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie als auch des Ukraine Konfliktes neutral zu bewerten.

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist und nach Möglichkeit mit Skonto zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

III.
Zweigniederlassungsbericht


Die Walter Schneider GmbH verfügte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr über keine Zweigniederlassung.

IV.
Prognosebericht


Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Rezession und die hohe Teuerung die Ertragslage. Wenn sich das für 2024 prognostizierte Umsatzwachstum aber einstellt, sollten sich auch die Ertragsaussichten verbessern. Bedingt durch steigende Löhne und voraussichtlich hohe Energiepreise bleibt die Ertragslage dennoch angespannt.
Bedingt durch die gesamtwirtschaftlichen Umstände schätzen wir auch das kommende Geschäftsjahr (2023/2024) als schwierig ein. Wir gehen von einem stabilem Roherergebnis und einem leicht positivem Betriebsergebnis aus. Hintergrund hierfür sind Neuentwicklungen im Produktportfolio, die sich leider durch Rahmenbedingungen insbesondere bei unseren Kunden verzögern. Darüber hinaus spielt die allgemeine Lage am Automobilmarkt und die Einflüsse durch die OEMs sowie die Politik eine entscheidende Rolle.

Unseren Mitarbeitereinsatz können wir durch unsere zwei Schicht Modelle sowie den fortlaufenden Ausbau der Fertigung aufrechterhalten.

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben.

V.
Chancen- und Risikobericht


Branchenspezifische Risiken
Die zunehmende Konzentration und Ausbau der Digitalisierung werden das Umfeld in den kommenden Jahren weiterhin deutlich verändern. Auch die Themen Nachhaltigkeit und CO2 Footprint spielen in der nahen Zukunft eine weitreichende Rolle. Wir hoffen, dass diese Themen nicht nur in der EU Einzug erhalten, sondern auch international an Bedeutung gewinnen, da dies sonst einen erheblichen Wettbewerbsnachteil darstellt.

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem extrem verschärften Wettbewerbsumfeld bei zunehmendem Kostendruck durch die OEMs und damit stagnierenden bzw. sinkenden Verkaufspreisen. Gleichzeitig erlebt die Branche durch die starke Verteuerung aller Roh- Hilfs & Betriebsstoffe durch die Energiepreise sowie Personalkostensteigerungen eine enorme Kostenbelastung.
Sollten die weltweiten Turbulenzen durch die Politik und Industriegegebenheiten sowie der Ukraine Konflikt anhalten bzw. sich weiter verstärken und die Konjunktur sich wieder abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können für uns dann erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Nach Einschätzung der Geschäftsleitung ist trotz dieser Rahmenbedinungen in den kommenden Geschäftsjahren mit einer fortlaufenden Unternehmensentwicklung zu rechnen.
Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität, sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Rechtliche Risiken
Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Ein aktuell schwebendes Verfahren im Bezug auf vorhandene Patente und damit einhergehender Lizenzierung dieser Patente stehen wir positiv gegenüber. Die Geschäftsführung schätzt daher die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden.
Dazu zählt auch das Risiko aus dem noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren.

Ertragsorientierte Risiken
Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund der deutlichen Überkapazitäten in der Branche weiter zugenommen. Da unsere Produkte durch Materialeffizienz sowohl Kosten- als auch Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vorjahresvergleich eher gesunken sind. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen außerordentliche Zusatzkosten in nicht unerheblicher Höhe damit verbunden.

Finanzwirtschaftliche Risiken
Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens, sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.
Unser Unternehmen verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Umfangreiche Bonitätsbeurteilung im Neukundengeschäft sowie laufendes Reporting unserer Stammkunden führen zu einem erheblich reduzierten Risiko von Forderungsausfällen und Bonitätsrisiken.
Wir sind bemüht, Währungsrisiken bei Auslandsgeschäfte nicht einzugehen und basierend auf Euro abzurechnen, um Devisengeschäfte zu vermeiden.
Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.
Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden.

Risikoberichterstattung über Finanzinstrumente
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind keine zu verzeichnen. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Chancen

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern als auch in unserer eigenen Produktion durch.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Mit die größten Chancen sehen wir aktuell in dem steigenden Bedarfen im Bereich der Ladetechnik.

Aufgrund unserer guten Reputation am Markt und bei unseren Kunden sehen wir gute Chancen, Aufträge zu akquirieren und so unser geplantes Rohertragsziel zu erfüllen.

Einschätzung:
Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung durch die Zunahme der Unsicherheiten bedingt durch internationale Konflikt und Energiekrise negativ entwickelt.
Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsführung trotzdem gut. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen.
Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich.

Remchingen, den 19.01.2024
Walter Schneider Jens Siegle Dr. Jens Neumeyer

Bilanz

Aktiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.195.880,53 7.498.393,07
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 73.393,00 108.567,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 21.961,00 43.921,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 51.432,00 64.646,00
II. Sachanlagen 6.859.205,37 7.126.953,30
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 444.300,00 497.992,00
2. technische Anlagen und Maschinen 5.310.074,00 5.483.602,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 961.180,00 950.014,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 143.651,37 195.345,30
III. Finanzanlagen 263.282,16 262.872,77
B. Umlaufvermögen 7.059.541,27 7.627.220,63
I. Vorräte 2.525.318,86 2.790.081,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.446.632,96 4.058.332,98
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 176.171,58 263.793,47
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.087.589,45 778.806,65
C. Rechnungsabgrenzungsposten 78.068,17 76.350,16
D. Aktive latente Steuern 185.792,34 144.283,12
Aktiva 14.519.282,31 15.346.246,98

Passiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.909.894,83 10.218.316,83
I. ausgegebenes Kapital 141.128,00 141.128,00
1. Gezeichnetes Kapital 153.400,00 153.400,00
2. eigene Anteile -12.272,00 -12.272,00
II. Gewinnrücklagen -867.728,00 -867.728,00
III. Bilanzgewinn 10.636.494,83 10.944.916,83
davon Gewinnvortrag 10.944.916,83 10.863.868,87
B. Rückstellungen 2.260.729,64 2.341.289,64
C. Verbindlichkeiten 2.345.570,59 2.776.906,64
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.214.231,00 1.281.291,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 281.992,00 245.560,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 932.239,00 1.035.731,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 30.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 30.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.131.339,59 1.465.615,64
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 867.225,39 1.168.528,36
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 264.114,20 297.087,28
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.087,25 9.733,87
Passiva 14.519.282,31 15.346.246,98

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.429.046,80 8.515.654,67
2. Personalaufwand 5.110.562,35 4.690.206,87
a) Löhne und Gehälter 4.130.044,59 3.707.842,47
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 980.517,76 982.364,40
davon für Altersversorgung 147.015,00 229.191,64
3. Abschreibungen 1.001.628,97 957.572,50
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.001.628,97 957.572,50
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.707.609,82 2.611.940,57
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.221,75 942,51
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.975,90 19.650,66
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 62.468,78 63.919,52
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -116.953,90 70.190,18
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 41.509,22  
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern   2.936,08
9. Ergebnis nach Steuern -315.071,57 142.418,20
10. sonstige Steuern -6.649,57 -8.629,76
11. Jahresfehlbetrag 308.422,00 -151.047,96
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 10.944.916,83 10.863.868,87
13. Ausschüttung   70.000,00
14. Bilanzgewinn 10.636.494,83 10.944.916,83

Anhang

1.  Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde im Wesentlichen der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter der Beibehaltung der für den Jahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB).

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Walter Schneider GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Remchingen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Mannheim
Register-Nr.: HRB 502096

2.  Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gemäß § 255 II bis III HGB) unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer (§§ 253 I 1, III i.V.m. 255 I HGB). Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen (§ 253 III 3 HGB).

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren), bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauern zwischen drei und 33 Jahren) angesetzt. Die Herstellungskosten der Sachanlagen werden i. H. der handelsrechtlichen Untergrenze bemessen (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst). Einbeziehungswahlrechte werden nicht ausgeübt. Auch Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,-- wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

-  sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert
Bei den Rechnungsabgrenzungsposten sind die Vorauszahlungen für künftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 1.894.121,00 Euro.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Fall einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 I 2 HGB Gebrauch gemacht.

Gem. dem Wahlrecht nach § 274 I 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

3.  Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.





Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.10.2022
EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
30.09.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
392.570,66
14.785,00
0,00
0,00
407.355,66
2. Geschäfts- oder Firmenwert
109.803,06
0,00
0,00
0,00
109.803,06
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
502.373,72
14.785,00
0,00
0,00
517.158,72
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2.372.175,84
0,00
0,00
0,00
2.372.175,84
2. technische Anlagen und Maschinen
13.076.270,13
317.056,95
131.775,93
253.298,67
13.514.849,82
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.946.841,68
167.173,51
79.381,73
1.684,10
3.036.317,56
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
195.345,30
219.624,84
16.336,00
-254.982,77
143.651,37
Summe Sachanlagen
18.590.632,95
703.855,30
227.493,66
0,00
19.066.994,59
III. Finanzanlagen





Wertpapiere des Anlagevermögens
262.872,77
409,39
0,00
0,00
263.282,16
Summe Finanzanlagen
262.872,77
409,39
0,00
0,00
263.282,16
Summe Anlagevermögen
19.355.879,44
719.049,69
227.493,66
0,00
19.847.435,47


kumulierte
Abschreibung
01.10.2022
EUR
Abschreibung
Geschäftsjahr

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
kumulierte
Abschreibung
30.09.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
327.924,66
27.999,00
0,00
0,00
355.923,66
2. Geschäfts- oder Firmenwert
65.882,06
21.960,00
0,00
0,00
87.842,06
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
393.806,72
49.959,00
0,00
0,00
443.765,72
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
1.874.183,84
53.692,00
0,00
0,00
1.927.875,84
2. technische Anlagen und Maschinen
7.592.668,13
741.074,36
128.966,67
0,00
8.204.775,82
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.996.827,68
156.903,61
78.593,73
0,00
2.075.137,56
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Sachanlagen
11.463.679,65
951.669,97
207.560,40
0,00
12.207.789,22
III. Finanzanlagen





Wertpapiere des Anlagevermögens
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Finanzanlagen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Anlagevermögen
11.857.486,37
1.001.628,97
207.560,40
0,00
12.651.554,94


Zuschreibung
Geschäftsjahr

EUR
Buchwert
Geschäftsjahr
30.09.2023
EUR
Buchwert
Vorjahr
30.09.2022
EUR
Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
0,00
51.432,00
64.646,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert
0,00
21.961,00
43.921,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00
73.393,00
108.567,00
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
0,00
444.300,00
497.992,00
2. technische Anlagen und Maschinen
0,00
5.310.074,00
5.483.602,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
0,00
961.180,00
950.014,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
143.651,37
195.345,30
Summe Sachanlagen
0,00
6.859.205,37
7.126.953,30
III. Finanzanlagen



Wertpapiere des Anlagevermögens
0,00
263.282,16
262.872,77
Summe Finanzanlagen
0,00
263.282,16
262.872,77
Summe Anlagevermögen
0,00
7.195.880,53
7.498.393,07


Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden fünf Jahre festgelegt.

Der erworbene Firmenwert resultiert aus dem Rückerwerb der stillen Beteiligung. Auf Grund der Vertragslaufzeiten, der Stabilität und Bestandsdauer der Branche, den Lebenszyklen der Produkte geht die Geschäftsleitung von einer Nutzungsdauer von fünf Jahren aus.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 176.171,58 Euro (Vorjahr: 263.793,47 Euro).

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden.

Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen:

Im Gesamtbetrag von 805.430,46 € sind sonstige Vermögensgegenstände i.H. von 32.097,86 €, Darlehen i.H. von 573.793,47 € und Steuerforderungen i.H. von 199.539,13 € enthalten.

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 210.151,34 Euro.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre
Euro
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
0,00
Aktivierung latenter Steuern
185.792,34
Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert
0,00
Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB (geänderter Abzinsungssatz für Pensionsrückstellungen)
24.359,00
Gesamtbetrag
210.151,34


Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Teilwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz
1,81
%
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen
0,00
%
zugrunde gelegte Sterbetafel
Richttafeln 2018G Dr. Klaus Heubeck


Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 24.359,00 (Vorjahr: Euro 68.399,00).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Rückstellungen für Personalkosten i.H. von 255.617,64 €, Rückstellungen für Gewährleistungen i.H. von 15.491,00 €, Rückstellungen für Abschlusskosten i.H. von 38.600,00 €, sonstige Rückstellungen i.H. von 6.900,00 € sowie Rückstellungen für Aufbewahrungspflichten i.H. von 50.000,00 € enthalten.

Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen

In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden.

Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen:
Beiträge, Gebühren und Abgaben
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt  194.722,92 Euro (Vorjahr: 215.712,44 Euro).

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit
Restlaufzeit
30.09.2023
kleiner 1 J.
1 bis 5 J.
größer 5 J.

TEuro
TEuro
TEuro
TEuro
TEuro

lfd. Jahr
Vorjahr
lfd. Jahr
Vorjahr
lfd. Jahr
gegenüber Kreditinstituten
282,0
245,6
859,4
1.224,4
72,8
aus Lieferungen und Leistungen
383,8
302,0
0,0
0,0
0,0
gegenüber Gesellschaftern
0,0
30,0
0,0
0,0
0,0
sonstige Verbindlichkeiten
483,4
866,5
142,2
138,0
121,9
Summe
1.149,2
1.444,1
1.001,6
1.362,4
194,7
Art der Verbindlichkeit
durch
Pfandrechte o.ä.
gesichert
30.09.2023

Euro

gegenüber Kreditinstituten
1.214,2
1+2
aus Lieferungen und Leistungen
0
6
gegenüber Gesellschaftern
sonstige Verbindlichkeiten
0
Summe
1.214,2

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen
2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen
3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten
4 = Sicherungsübereignung Vorräte
5 = Sicherheitsabtretung Forderungen
6 = Eigentumsvorbehalt

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 Euro (Vorjahr: 30.000,00 Euro).

Latente Steuern

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 185.792,33 Euro.

Veränderungen der aktiven latenten Steuern im Geschäftsjahr 2020/2021 (Beträge in T€)

Stand zu Beginn
Zugang
Verbrauch/Abgang
Stand am Ende
Aktiv latente Steuern
144.283,12
54.385,07
12.875,85
185.792,34


Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 892.926,96 Euro sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Euro
Mietverträge Immobilien + Maschinen
725.348,40
Leasing- bzw. Mietverträge
167.578,56


Die Nutzung der benötigten Hallen, Betriebsgebäuden und Maschinen wird durch Mietverträge sichergestellt. Deren Laufzeit ist unbeschränkt. Aus den abgeschlossenen Mietverträgen resultiert eine finanzielle Belastung von 725 T€ p. a.. Die Miet- bzw. Leasinggeschäfte verringern insbesondere die Kapitalbindung und verbessern die Eigenkapitalquote, führen aber während der Vertragslaufzeit auch zur Bindung an die geleasten technischen Anlagen und Maschinen.

4.  Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Abzinsung

Der GuV-Posten "Zinsen und ähnlichen Aufwendungen" enthält Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 33.849,00 (i. Vj. EUR 40.032,00).

5.  Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen

Zahl
Arbeiter

40,00
Angestellte

31,00
leitende Angestellte

1,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit
72,00

vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter

64,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter

8,00


Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer:
Dr. Jens Neumeyer
ausgeübter Beruf:
technische Leitung
Geschäftsführer:
Jens Siegle
ausgeübter Beruf:
kaufmännische Leitung


Vergütung der Geschäftsführer

Bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt Euro 308.422,00.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von Euro 10.636.494,83, der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden Euro 10.636.494,83 vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Remchingen, den 19.01.2024

gezeichnet Die Geschäftsführer, Jens Siegle

Dr. Jens Neumeyer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 21.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wiedergabe des Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegung verkürzte Fassung.
Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Walter Schneider GmbH
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Walter Schneider GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Walter Schneider GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Waghäusel, 21.06.2024
HBP Bruhrainer Revisionstreuhand GmbH
-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-

Dipl. Betriebswirt (BA) Thomas Altinger Wirtschaftsprüfer

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