Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 22398 HL
Eingetragen
24.3.2022
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit und die Vermietung von Wohnmobilen sowie Wohnwagen nebst Zubehör und ein Werkstattbetrieb

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Joel Joshua Willes
seit 20.6.2024
Prokura
Udo Schwartz
seit 26.10.2022
Prokura
Miriam Lange
seit 26.10.2022
Prokura
Raphael Kühnapfel
seit 31.3.2022
Prokura
Horst Günter Spiertz
seit 24.3.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Horst Spiertz
Eutin
299.900 €
99.97%
A&F Verwaltungs-GmbH
Germany
100 €
0.03%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Auto & Freizeit Nord GmbH (vormals: Auto & Freizeit Nord GmbH & Co. KG)

Eutin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2021 bis zum 31.07.2022

Bilanz

A K T I V A
Vorjahr
- EUR - - EUR - - TEUR -
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 869,00 1
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 65.065,00 75
2. Technische Anlagen und Maschinen 90.497,00 70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 566.154,00 613
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.955,89 745.671,89 0
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 1.488.000,00 1.488
B. Umlaufvermögen
I.  Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.957,60 9
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.315.328,60 3.322.286,20 3.377
II.  Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.  Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 247.816,93 794
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.045.528,30 1.293.345,23 1.519
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 458.328,51 724
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.334,90 11
7.315.835,73 8.681
P A S S I V A
Vorjahr
- EUR - - EUR - - TEUR -
A. Eigenkapital
I.  Gezeichnetes Kapital (VJ: Kapitalanteile Kommanditisten) 300.000,00 1.309
II. Kapitalrücklage 658.706,08 0
III. Bilanzgewinn 158.062,87 1.116.768,95 0
B. Kapital stille Gesellschafter 160.000,00 240
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 403.640,00 135
2. Sonstige Rückstellungen 48.650,00 452.290,00 94
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.972.397,49 5.059
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 655.937,88 480
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 543.954,27 498
4. Sonstige Verbindlichkeiten 385.409,54 5.557.699,18 699
davon aus Steuern: 12.884,77 EUR
E. Rechnungsabgrenzungsposten 29.077,60 167
7.315.835,73 8.681

Gewinn- und Verlustrechnung

Vorjahr
- EUR - - EUR - - TEUR -
1. Rohergebnis 3.158.692,21 2.801
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -927.957,06 -746
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -233.358,38 -1.161.315,44 -182
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -141.962,73 -121
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -855.168,99 -1.084
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 29.760,00 0
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -99.950,44 -153
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -268.221,00 -90
8. Ergebnis nach Steuern 661.833,61 425
9. Sonstige Steuern -9.077,24 -9
10. Jahresüberschuss 652.756,37 416
11. Zuführung Kapitalanteile Kommanditisten 0,00 -416
12. Vorabausschüttung -494.693,50 0
13. Bilanzgewinn 158.062,87 0

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Inhalt und zur Gliederung des Jahresabschlusses

Die Auto & Freizeit Nord GmbH hat Ihren Sitz in Eutin und wird unter der Registernummer HRB 22398 HL beim Amtsgericht in Lübeck geführt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Sie hat daher gem. § 264 Abs. 1 HGB den Jahresabschluss nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufzustellen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzvermerken

Bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden sind die gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden. Die Gesellschaft hat ihre bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet, alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, sind berücksichtigt, soweit diese zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt waren. Gewinne sind nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert waren.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahrs sind periodengerecht abgegrenzt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen inklusive Mietfahrzeuge wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände planmäßig linear und pro rata temporis vorgenommen. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von bis zu EUR 800,00 wurden gem. den steuerlichen Vorschriften im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Die Vorräte wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Der Bestand an Ersatzteilen und Zubehör wurde zu Einkaufspreisen bewertet. Die Fahrzeuge sind zu Anschaffungskosten bewertet und in der Bilanz ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind transitorische Posten angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und andere ungewisse Verbindlichkeiten in erforderlicher Höhe berücksichtigt. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang wiedergegeben.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Kapital stille Gesellschafter

Die stillen Beteiligungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 80) und eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 160).

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

EUR

Abschluss- und Prüfungskosten

25.300,00

Berufsgenossenschaft

Gewährleistungen

3.000,00

15.000,00

Sonstiges

5.350,00

Gesamt

48.650,00

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

davon Restlaufzeit

Gesamt

bis 1 Jahr

>1 bis 5 Jahre

über  5 Jahre

EUR

EUR

EUR

EUR

Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten

3.972.397,49

3.597.397,49

375.000,00

0,00

(Vorjahr)

5.059.425,03

4.496.925,03

562.500,00

0,00

Erhaltene Anzahlungen

655.937,88

655.937,88

0,00

0,00

(Vorjahr)

479.551,95

479.551,95

0,00

0,00

Verbindlichkeiten

aus Lieferungen und Leistungen

543.954,27

543.954,27

0,00

0,00

(Vorjahr)

497.795,78

497.795,78

0,00

0,00

Sonstige Verbindlichkeiten

385.409,54

385.409,54

0,00

0,00

(Vorjahr)

699.418,18

699.418,18

0,00

0,00

Gesamt

5.557.699,18

5.182.699,18

375.000,00

0,00

(Vorjahr)

6.736.190,94

6.173.690,94

562.500,00

0,00

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 3.409.897,49 sind besichert. Die Besicherung erfolgte durch Sicherungsübereignung des Fahrzeugbestandes sowie Abtretung der Rechte und Ansprüche aus Mietverträgen für von den Kreditinstituten finanzierte Fahrzeuge. Ebenso sind die Rechte und Ansprüche aus Versicherungen, die finanzierte Fahrzeuge betreffen, an die finanzierenden Kreditinstitute abgetreten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dienen ebenfalls der Besicherung.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 346.454,16 enthalten.

IV. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiteranzahl

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter entwickelte sich wie folgt:

2021/2022

Vorjahr

Gewerbliche Arbeitnehmer Vollzeit

9

10

Gewerbliche Arbeitnehmer Teilzeit

0

0

Angestellte Vollzeit

16

11

Angestellte Teilzeit

1

1

26

22

2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen aus der Eingehung einer Haftung als Gesamtschuldner im Wege des Schuldbeitritts in Höhe von TEUR 750. Die Inanspruchnahme-wahrscheinlichkeit schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens des Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen wie folgt:

2021/22

Vorjahr

TEUR

TEUR

Finanzielle Verpflichtungen

380

191

Es handelt sich im Wesentlichen um Mieten für Grundstücke und Gebäude sowie um Leasingverpflichtungen. Die Mieten für Grundstücke und Gebäude sind dem Betrag p.a. angegeben, Leasingverpflichtungen bis zum Laufzeitende. Sonstige Mieten mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Monatsende.

3. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Berichtsjahr sind keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen gemacht worden.

4. Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführer der Komplementärin sind

            Herr Horst Spiertz, Kaufmann und

            Herr Reiner Lemke, Kaufmann (bis 30.06.2022)

Die Geschäftsführung ist befugt die Gesellschaft allein zu vertreten und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge für die Geschäftsführung wird gem. § 286(4) HGB verzichtet.

5. Ergebnisverwendung

Vom Jahresüberschuss in Höhe von EUR 652.756,37 wurde ein Betrag in Höhe von EUR 494.693,50 vorab ausgeschüttet. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von EUR 158.062,87 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Geschäftsjahresende mit Auswirkung auf den Jahresabschluss sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben sich nicht ergeben.

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Juli 2022 - Anlage 1 zum Anhang

B r u t t o w e r t e
Anschaffungskosten kumulierte
Stand Stand Abschreibung
01.08.2021 Zugänge Abgänge 31.07.2022 31.07.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.369,80 0,00 0,00 6.369,80 -5.500,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 108.849,17 0,00 0,00 108.849,17 -43.784,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 136.434,14 38.302,70 0,00 174.736,84 -84.239,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 861.436,77 131.671,03 -69.268,72 923.839,08 -357.685,08
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau  0,00 23.955,89 0,00 23.955,89 0,00
1.106.720,08 193.929,62 -69.268,72 1.231.380,98 -485.709,09
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 1.488.000,00 0,00 0,00 1.488.000,00 0,00
2.601.089,88 193.929,62 -69.268,72 2.725.750,78 -491.209,89
N e t t o w e r t e
Buchwert Buchwert
31.07.2022 2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 869,00 1.448
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 65.065,00 75.044
2. Technische Anlagen und Maschinen 90.497,00 69.767
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 566.154,00 612.994
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau  23.955,89 0
745.671,89 757.805
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 1.488.000,00 1.488.000
2.234.540,89 2.247.253
K u m u l i e r t e   A b s c h r e i b u n g e n
Stand Abschreibungen Stand
01.08.2021 2022 Abgänge 31.07.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -4.921,80 -579,00 0,00 -5.500,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -33.805,17 -9.979,00 0,00 -43.784,17
2. Technische Anlagen und Maschinen -66.667,14 -17.572,70 0,00 -84.239,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -248.442,77 -113.832,03 4.589,72 -357.685,08
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau  0,00 0,00 0,00 0,00
-348.915,08 -141.383,73 4.589,72 -485.709,09
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
-353.836,88 -141.962,73 4.589,72 -491.209,89

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens - Geschäftsmodell

Die Gesellschaft ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Auto & Freizeit Nord GmbH & Co. KG mit Sitz in Eutin (Amtsgericht Lübeck, HRA 501 EU) auf Grund des Umwandlungsbeschlusses vom 4.03.2022. Es handelt sich um einen reinen Rechtsformwechsel hin zu einer Kapitalgesellschaft; alle anderen wesentlichen Paramater wie u.a. der Geschäftsinhalt sind davon unberührt geblieben.

Gegenstand des Unternehmens ist im Wesentlichen der Handel mit Wohn- und Reisemobilen sowie die Wartung und Reparatur solcher Fahrzeuge. Des Weiteren vermietet das Unternehmen in der Sommersaison Reisemobilen. In geringerem Umfang kommt hinzu der Handel mit technisch orientiertem Camping- und Reisemobilzubehör. Gelegentlich, aber nicht als Kernaktivität, werden PKWs gehandelt und gewartet.

Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft in gemieteten Immobilien.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Geschäftsjahr 2021/22 verschlechtert. War seitens der EU-Kommission noch in der Winterprognose (als zum Ende des Jahres 2021) für das Jahr 2022 ein reales BIP Wachstum von 4,0 % prognostiziert, so hat sich dieser Wert mit der Frühjahrsprognose der EU-Kommission auf 2,7 % reduziert.[1]. Verursacht ist das durch die russische Invasion in der Ukraine und dem in Folge dessen ausgelösten Preisanstieg bei den Rohstoffen und in der Energieversorgung. Die Inflation, die seit Anfang 2021 angezogen hat, kletterte im Vorjahresvergleich von 4,6 % (letztes Quartal 2021) auf 6,1 % (erstes Quartal 2022). Bei der Gesamtinflation im Euro-Währungsgebiet ist ein drastischer Anstieg auf 7,5 % im April 2022 zu verzeichnen - der höchste Stand in der Geschichte der Währungsunion. Die Veränderung dieser volkswirtschaftlichen Parameter hat eine z.T. dramatische Auswirkung auf die Realwirtschaft.

Die Zulassungszahlen für Reisemobile und Caravans - so wie vom Deutschen Caravaning Industrie Verband e.V. (CIVD).[2] veröffentlicht - zeigen eine nachlassende Tendenz gegenüber dem Vorjahr. Wurden in der Saison[3] 2021 noch 59.063 Reisemobile zugelassen so hat sich diese Zahl um rd. -11,5 % verändert auf 52.282 für die Saison 2022. Bei den Caravans ist ebenfalls ein Rückgang auf 16.487 Fahrzeuge zu verzeichnen - im Vorjahreszeitraum betrug die Vergleichszahl noch 17.139 Fahrzeuge. Dies entspricht einem Minus von 3,8 %

II. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf für das GJ 2021/22 ist als gut zu bezeichnen - auch wenn es innerhalb des GJ verschiedene Herausforderungen zu meistern galt. Vertriebsseitig konnte Anfang des Geschäftsjahres der Caravan Salon in Düsseldorf als Verkaufsmesse erfolgreich genutzt werden - die Verkaufsmessen in Stuttgart, Hannover und Hamburg wurden pandemiebedingt abgesagt. Das erste Halbjahr wurde das Geschäft u. a. auch dadurch unterstützt, dass Fahrzeuge, welche eigentlich für das alte Geschäftsjahr zur Lieferung geplant waren, zwar verspätet, aber in diesem Geschäftsjahr zur Verfügung standen und im Spot Markt verkauft werden konnten. Die letzten beiden Quartale litten unter Lieferausfällen und -verschiebungen seitens des Herstellers KnausTabbert AG[4], so dass für viele eigentlich verkaufte Fahrzeuge keine Abwicklung und damit keine Margenrealisation im geplanten Rahmen stattfinden konnte.  

Über das Gesamtjahr hinweg betrachte konnte aber trotz einem Umsatz unter den Erwartungen durch gute Margen ein über den Erwartungen liegendes Ergebnis erzielt werden.

Wie in den Vorjahren bildet das Unternehmen in den Berufen KFZ-Mechatroniker/in sowie Automobil-Kaufmann/frau aus. Die Ausbildungen tragen dazu bei, dass auch mittelfristig der Nachschub an qualifizierten Mitarbeitern gesichert ist.

III. Darstellung, Analyse und Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Ertragslage

Es wurden insgesamt Umsatzerlöse i. H. v. TEUR 18.754 erzielt, was ein Plus von TEUR 331 (bzw. 1,8 %) bedeutet. Im Vorjahr lag der Umsatz bei TEUR 18.423. Der Umsatz mit ausländischen Abnehmern ist, wie schon im Vorjahr, im laufenden GJ vernachlässigbar gering.

Der Umsatz mit "neuen Wohnwagen/Reisemobilen" betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 17.275 (VJ: TEUR 16.034). Der Umsatz mit "gebrauchten Wohnwagen/Reisemobilen" betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 508 (VJ: TEUR 1.028).

Der Wareneinsatz betrug im Geschäftsjahr TEUR 15.622 und ist damit um TEUR 98 niedriger als im Vorjahr (TEUR 15.720). In Summe ergibt sich so ein Rohertrag von TEUR 3.132 bzw. eine Rohertragsquote von 16,7 %. Im Vorjahr betrug der Rohertrag TEUR 2.734 bei einer Rohertragsquote von 14,8 %.

Die Personalaufwendungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.161 und liegen damit über dem Niveau des Vorjahres (VJ: TEUR 928).

Der Zinsaufwand betrug TEUR 100 (VJ: TEUR 153). Neben aktiven Cash Management macht sich der positive Cash Flow bemerkbar, sowie ein niedrig verzinstes Darlehn, welches im Rahmen der Corona-Hilfen im Vorjahr aufgenommen wurde.

Der Jahresüberschuss beträgt im Berichtsjahr TEUR 653 (Vorjahr: TEUR 416).

2. Finanzlage

Die erforderlichen Finanzmittel wurden im laufenden Jahr einkaufsseitig durch Kreditlinien der S-Kreditpartner GmbH und der Santander Consumer Bank zur Verfügung gestellt. Ihre Inanspruchnahme war das gesamt Wirtschaftsjahr hindurch deutlich unterhalb der eingeräumten Linie.  

Des Weiteren stellen die Commerzbank AG und die Hypovereinsbank UniCredit jeweils eine Kontokorrentlinie zur Verfügung. Zum Geschäftsjahresende des Vorjahres wurde im Rahmen der Corona-Hilfen ein Kredit aufgenommen mit einer Laufzeit von 5 Jahren, welcher die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien deutlich reduzierte. Die Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft jederzeit gewährleistet.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist mit nun TEUR 7.316 gegenüber dem Vorjahr weiter gesunken (VJ: TEUR 8.619).

Bei den Aktiva hat sich das Anlagevermögen mit TEUR 2.234 gegenüber dem Vorjahr (VJ: TEUR 2.246) leicht verringert. Die Vorräte betragen TEUR 3.322 und sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Wesentlich zur Verringerung der Bilanzsumme beigetragen hat die Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sie betragen mit TEUR 248 (VJ: TEUR 794) in Folge eines aktiven Debitorenmanagements. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 1.046 (VJ: TEUR 1.519) und haben sich ebenso deutlich reduziert. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten i. H. v. TEUR 458 (VJ: TEUR 724) sowie ein Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 7 (VJ: TEUR 10) vervollständigen die Bilanzsumme.

In Folge des Rechtsformwechsels hin zu einer Kapitalgesellschaft weisen die Passiva insbesondere im Eigenkapitalbereich deutliche Änderungen auf. Es wird zum Stichtag ein Eigenkapital von TEUR 1.117 ausgewiesen. Der vergleichbare Vorjahresposten "Kapitalanteile des Kommanditisten" betrug TEUR 1.309. Die stille Beteiligung der MBG beträgt am Stichtag TEUR 160 und wurde im GJ um TEUR 80 zurückgeführt. Die Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 452 (VJ: TEUR 229). Die Veränderung resultiert aus höheren Steuerrückstellungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 3.972 (VJ: TEUR 5.059). Davon entfallen TEUR 3.410 auf die S-Kreditpartner GmbH. Die übrigen Bankverbindlichkeiten betreffen die Commerzbank AG und beinhalten ein Corona Darlehn, welches zum Bilanzstichtag einen Restsaldo von TEUR 563 ausweist und von der KfW via Commerzbank im Vorjahr bereitgestellt wurde. Es werden erhaltene Anzahlungen von TEUR 656 (VJ: TEUR 476) ausgewiesen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 544 (VJ: TEUR 478). Die Sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 385 (VJ: TEUR 699).

IV. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Stückzahlen der verkauften Neu- und Gebrauchtfahrzeuge sowie die Umsatzerlöse und die erzielte Rohertragsmarge in den Bereichen Reisemobile, Wohnwagen, Vermietung und Werkstatt herangezogen.

Im Bereich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden im internen Umfeld die Krankenquote, im externen Umfeld die Bewertungen durch die sozialen Netzwerke wie Google oder Facebook betrachtet.

C. Prognosebericht

Das Wirtschaftsjahr 2022/23 wird mit unterschiedlichen Herausforderungen erwartet.

Bedingt durch die politischen Rahmenparameter und hier vor allem durch den Ukraine-Krieg gehen wir wirtschaftlich ungünstigen Rahmenparametern aus, als wir sie in den letzten Jahren erlebt haben. Eine ansteigenden / auf hohem Niveau befindlichen Inflation wird Gegenmaßnahmen der der EZB hervorrufen in Form von allgemeinen Zinserhöhungen. Diese Zinserhöhungen dürften einen dämpfenden Effekt auf die wirtschaftliche Entwicklung des kommenden Wirtschaftsjahres haben. Des Weiteren erwarten wir keine schnelle Korrektur der internationalen Lieferketten und somit nach wie vor Engpasse in der Belieferung mit Fahrzeugen. Zumindest in unsere Überlegungen einbeziehen müssen wir zudem eine neue / weitere Corona-Welle in den Wintermonaten und den damit verbundenen Einschränkungen im Hinblick auf unser gesellschaftliches Zusammenleben.

Diese eher makroökonomischen Rahmenparameter wirken sich auf unsere freizeitorientierte Branche unterschiedlich aus - führen aber in der Summe zu einer Erwartungshaltung, dass wir das in den letzten Jahren gesehene starke Wachstum eher in geringerem Umfang erwarten und eine deutliche Verschiebung der Fahrzeugsegmente erwarten.

Denn: grundsätzlich darf von einer weiterhin positiven Grundstimmung der Konsumenten zum Produktbereich "Camping & Caravaning" ausgegangen werden. Hinzu kommt, dass wir mit unserer Gesellschaft zum Ende des Kalenderjahres 2022 den Standort in Eutin aufgeben und nach Wesenberg umziehen werden. Am Standort Wesenberg besteht bereits der Betrieb unserer Schwestergesellschaft Caravan & Reisemobil Centern Reinfeld in dessen direkte Nachbarschaft wir ziehen. Durch die damit erhöhte Attraktivität als Anbieter von Wohnwagen und Reisemobilen gehen wir ceteris paribus von einer stärkeren Nachfrage nach unseren Produkten au s.

Im ersten Quartal unseres Wirtschaftsjahres (08-10/2022) haben wir den Düsseldorfer Caravan Salon als Verkaufsmesse genutzt. Dieser "Gradmesser" hat gezeigt, dass Kunden, insbesondere im höheren Preissegment, kauffreudig sind. Problematisch stellt sich allerdings weiterhin die Versorgungslage dar, welche durch Produktionsverzögerungen und - ausfälle verursacht wird und schwer kompensiert werden kann. Um dies in Zukunft besser proaktiv kommunizieren zu können stehen wir im engen Austausch mit dem Händler in Bezug auf Planungen und Lieferzeiten.

Insgesamt gehen wir im Bereich der Freizeitfahrzeuge von weiterhin hohen Umsätzen aus und streben an, die aktuelle Rohertragsmarge zumindest zu halten.

Ein Augenmerk bleibt auch die Kapitalinanspruchnahme mit dem Ziel, die gängigen KPI's weiter zu verbessern.

Die o.g. Kreditlinien der Gesellschaft bleiben auch im laufenden Jahr bestehen. Somit stehen ausreichend liquide Mittel zur Verfügung, die eine erfolgreiche Fortführung des Unternehmens sicherstellen.

D. Chancen- und Risikobericht

I. Chancenbericht

Chancen für die Gesellschaft stellen sich wie folgt dar:

Die Auto & Freizeit Nord GmbH wird zum Ende des Kalenderjahres 2022 ihren Sitz verlegen und in einen neuen Automobilhandelsbetrieb in Wesenberg ziehen. Durch die direkte Nachbarlage zur Schwestergesellschaft Caravan & Reisemobil Center Reinfeld GmbH entsteht in Wesenberg damit eines der größten Handelszentren für Caravane & Reisemobile in Deutschland. Wir erwarten aus dieser Attraktivität heraus eine Chance, auch weiterhin in einem schwer werdenden Umfeld auskömmlich Fahrzeuge verkaufen zu können.

Durch die Betriebsverlagerung werden die Werkstattkapazitäten der Auto Freizeit Nord GmbH erheblich erweitert und verbessert. In diesem Bereich werden wir daher weiterhin konsequent neues Personal einstellen sowie aus- und weiterbilden. Nur so können wir den zunehmend komplexeren Fahrzeugen gerecht werden und einen hohen Standard bei Reparatur und im Service gewährleisten.

An unserem Konzept, dem Kunden ein breites Spektrum an verfügbaren Modellen anbieten zu können, halten wir auch in Zukunft fest. Neben der Präsentation der Volumenprodukte des Herstellers KnausTabbert AG in einer Vielzahl von Varianten, sollen weiterhin die kompetente Beratung, die Qualität und der Service im Vordergrund stehen. Darüber hinaus arbeiten wir mit KnausTabbert AG an der Möglichkeit, deren Premium Marke Morelo mit in das Portfolio aufzunehmen.

Aus heutiger Sicht gehen wir auch im nächsten Geschäftsjahr von einer kontinuierlichen Entwicklung unserer Geschäftsbereiche aus. Ein wichtiges Ziel wird auch in Zukunft die Stärkung des Eigenkapitales sein.

II. Risikobericht

Risiken ergeben sich für die Gesellschaft insbesondere aus den folgenden Sachverhalten:

Der russische Invasionskrieg in der Ukraine und seine Auswirkung auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Stabilität des Preisniveaus stellen ein wesentliches Risiko für unsere freizeitorientierte Branche dar. Das Preisniveau der Fahrzeuge steigt schneller als die Realeinkommen der Konsumenten und dieses wird Rückwirkung auf den Absatz von Neufahrzeugen zeigen.

Die Corona-Pandemie wird im Herbst / Winter 2022/23 mit einer neuen Welle erwartet. Ob unter diesen Bedingungen dann die Verkaufsmessen in Stuttgart, Hamburg und Hannover realisieren lassen, bleibt abzuwarten. Eine weitere Störung der Lieferketten wäre sicherlich mit einer solchen Infektionswelle ebenfalls verbunden.

Bei unserem Lieferanten KnausTabbert AG werden die zunehmend weniger Fahrgestelle von Fiat (Ducato) verbaut. Stattdessen stellt der Hersteller auf Chassis von Ford, Mercedes und MAN sowie VW um. Ob die Kunden dies akzeptieren werden - zumal dies mit höheren Preisen einhergeht - bleibt abzuwarten.

Das EU-Parlament hat mit Datum 08.06.2022 das Aus für den Verbrennungsmotor beschlossen. Auch wenn dieser Beschluss noch in nationales Recht umgesetzt werden muss, so ist damit ein Risiko für unsere Absatzmärkte verbunden - auch wenn wir dieses für das kommende Jahr eher als Gering erachten.

Weitere Risiken resultieren aus einem sich änderndem Konsumverhalten und in dessen Folge ein sich verschärfender Wettbewerb vor allem durch sinkende Roherträge.

Aus heutiger Sicht gefährden die o.a. Risiken nicht den Fortbestand unserer Gesellschaft.

E. Risikomanagement, Risikofrüherkennung und Controlling

Die unternehmerische Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist naturgemäß mit Risiken unterschiedlichen Ausmaßes und verschiedener Eintrittswahrscheinlichkeiten behaftet.

Die Entwicklung der Risiken wird laufend beobachtet. In diesem Zusammenhang wird insbesondere bei der quartalsweisen Berichterstattung durch die Geschäftsführung auf die strategischen und operativen Risiken sowie auf die Finanzlage und sonstigen Risiken eingegangen. Zum Controlling der Performance in den verschiedenen Unternehmensbereichen werden monatlich und - wenn identifiziert auch kurzfristiger - die Auftragseingänge, Auslieferungen sowie die Bestände im Bereich neuer und gebrauchter Fahrzeuge analysiert. Im Werkstattbereich stehen Produktivität und Leistungsgrad und durchgehend hohe Auslastung im Vordergrund.

[1] Siehe Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 16.05.2022

[2] Siehe Homepage des CIVD (Caravaning Industrie Verband e.V.)

[3] Der Saisonzeitraum Sep 2021 bis Mai 2022 (bzw. für das Vorjahr Sep 2020 bis Mai 2021)

[4] KnausTabbert AG beliefert mit seinen Marken Weinsberg, Knaus und Tabbert das Unternehmen exklusiv.

Bestätigungsvermerk

Wir weisen darauf hin, dass sich der nachfolgende Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss der Gesellschaft bezieht.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

an die Auto & Freizeit Nord GmbH, Eutin,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Auto & Freizeit Nord GmbH, Eutin,- bestehend aus der Bilanz zum 31.07.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.08.2021 bis zum 31.07.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Auto & Freizeit Nord GmbH, Eutin, für das Geschäftsjahr vom 01.08.2021 bis zum 31.07.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.07.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.08.2021 bis zum 31.07.2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Lübeck, den 13. Oktober 2022

BTR SUMUS GmbH

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Jörn Schröder, Wirtschaftsprüfer

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