Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 85948
Vorher
Mainsee 483. V V GmbH
Eingetragen
21.3.2007
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von synthetischen Produkten, insbesondere Erzeugnissen aus Kunststoff, und von Nebenprodukten, die im Rahmen der Herstellung von synthetischen Produkten anfallen, sowie die Forschung, Entwicklung und Anwendungstechnik von synthetischen Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Norbert Becker
seit 19.5.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Lena Haubrich
seit 7.10.2024
Prokura
Matthias Franz Peter
seit 6.10.2023
Geschäftsführer
Alexander Sperrle
seit 1.12.2017
Prokura
Andreas Hilmar Fischer
seit 22.12.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
92.60%
7.40%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Perlon GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pedex GmbH

Wald-Michelbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.835,00 49.918,00
II. Sachanlagen 2.142.075,02 2.537.251,76
2.162.910,02 2.587.169,76
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 2.167.688,04 2.149.657,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 832.997,19 842.746,09
- davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 134.678,06 (Vorjahr: EUR 31.521,20)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.498,56 1.878,12
3.002.183,79 2.994.281,28
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 19.428,59 58.112,20
5.184.522,40 5.639.563,24

PASSIVA

A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.577.467,60 1.577.467,60
III. Gewinn-/Verlustvortrag 1.271.834,59 774.533,72
IV. Jahresüberschuss 56.068,28 497.300,87
2.930.370,47 2.874.302,19
B. RÜCKSTELLUNGEN 601.195,83 1.165.196,72
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 33,57 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 480.964,02 756.209,48
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 947.587,09 674.639,28
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 146.408,43)
4. sonstige Verbindlichkeiten 224.371,42 169.215,57
- davon aus Steuern: EUR 165.974,74 (Vorjahr: EUR 53.414,06)
1.652.956,10 1.600.064,33
5.184.522,40 5.639.563,24

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Rohergebnis 11.630.449,95 12.494.047,32
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.559.993,08 -5.581.930,88
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.275.121,64 -1.210.800,68
- davon für Altersversorgung: EUR 33.720,00 (Vorjahr: EUR 33.580,00)
-6.835.114,72 -6.792.731,56
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -714.625,11 -723.498,92
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.972.183,68 -4.254.816,08
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 1.775,37 (Vorjahr: EUR 4.107,80)
5. Betriebsergebnis 108.526,44 723.000,76
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.175,63 10.982,95
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.158,38 (Vorjahr: EUR 10.982,52)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -34.372,41 -42.588,19
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 1.744,60 (Vorjahr: EUR 19.175,52)
- davon aus Abzinsung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 17,58)
8. Finanzergebnis -33.196,78 -31.605,24
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -17.961,38 -191.999,65
10. Ergebnis nach Steuern 57.368,28 499.395,87
11. Sonstige Steuern -1.300,00 -2.095,00
12. Jahresüberschuss 56.068,28 497.300,87

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Pedex GmbH, Wald-Michelbach (Affolterbach), ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenkriterien ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Darmstadt unter der Nummer HRB 85948 geführt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB zum Teil Gebrauch gemacht.

Von den Pflichtangaben wurden diejenigen nicht in den Anhang übernommen, die in Ausübung eines Ausweiswahlrechtes bereits in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind. Pflichtangaben, zu denen eine Fehlanzeige zu erstatten wäre, werden nicht aufgeführt.

Das Geschäftsjahr umfasst das Kalenderjahr.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 246 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der Vorschriften für Kapitalgesellschaften in den §§ 264 ff. HGB vorgenommen. Darüber hinaus wurden die Vorschriften des GmbHG berücksichtigt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Die Bilanzierung und Bewertung beruht auf der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres werden im Berichtsjahr unverändert fortgeführt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 15 Jahren), bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Die Sachanlagen des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen drei und 15 Jahren) angesetzt. Bei den im abgelaufenen Geschäftsjahr angeschafften beweglichen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode gewählt. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sind die Gründe für bestimmte, in der Vergangenheit vorgenommene Abschreibungen weggefallen, sind Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorzunehmen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben.

Das Vorratsvermögen wird zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie anteilige Abschreibungen enthalten. Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung oder einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken und pauschale Risiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Sind die Gründe für die Vornahme einer in der Vergangenheit berücksichtigten Wertberichtigung weggefallen, ist die Wertberichtigung aufzulösen (Wertaufholung).

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert aktiviert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB angesetzt.

Die Umrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten in fremde Währung erfolgt nach den Grundsätzen des § 256a HGB.

C. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen im Geschäftsjahr sind dem nachfolgenden Anlagespiegel zu entnehmen.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 761.182,19 4.020,00 0,00 0,00 765.202,19
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.864.881,03 139.682,17 300.279,50 19.418,15 6.285.424,55
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.063.461,34 39.760,53 5.448,91 2.547,00 2.106.123,78
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 627.863,76 106.902,67 -305.728,41 0,00 429.038,02
8.556.206,13 286.345,37 0,00 21.965,15 8.820.586,35
9.317.388,32 290.365,37 0,00 21.965,15 9.585.788,54
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2022 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2022
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 711.264,19 33.103,00 0,00 744.367,19
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.624.076,03 496.176,67 19.418,15 5.100.834,55
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.394.878,34 185.345,44 2.547,00 1.577.676,78
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.018.954,37 681.522,11 21.965,15 6.678.511,33
6.730.218,56 714.625,11 21.965,15 7.422.878,52
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.835,00 49.918,00
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.184.590,00 1.240.805,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 528.447,00 668.583,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 429.038,02 627.863,76
2.142.075,02 2.537.251,76
2.162.910,02 2.587.169,76

2. Forderungen

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 533 (Vorjahr: TEUR 709) sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten von TEUR 457 (Vorjahr: TEUR 574) enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, jeweils eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten für Körperschaftssteuer von TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 0,00), aus Lohnsteuer in Höhe von TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 53) sowie kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 114).

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Aufgrund von langfristigen Miet- und Leasingverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 824, die innerhalb eines Jahres fällig sind.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen und betreffen im Wesentlichen die mit der Pedex Grundstücksgesellschaft mbH, Wald-Michelbach, geschlossenen Mietverträge. Die jährliche Verpflichtung an Nettomietzins beträgt TEUR 317 und bis zum Laufzeitende des Mietvertrages weitere TEUR 1.268. Daneben bestehen übrige Miet- und Leasingverpflichtungen von TEUR 1.597.

Leasing wird als Finanzierungsinstrument zur Verringerung der Kapitalbindung genutzt und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber.

In 2019 wurde ein Factoring von Forderungen eingeführt. Zum Stichtag wurden Forderungen in Höhe von TEUR 1.342 (Vorjahr: 1.412 TEUR) zediert. Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden lediglich die verbleibenden nicht zedierten Kundenforderungen ausgewiesen.

Die außerbilanziellen Geschäfte verringern insbesondere die Kapitalbindung und verbessern die Liquidität, führen aber während der Laufzeit auch zur Bindung an die Factoringgesellschaft.

D. Angaben zur Gewinn und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen untergliedern sich im Wesentlichen in die Sparten Borsten Filamente in Höhe von TEUR 8.303 (Vorjahr: TEUR 7.886) und Oral Care in Höhe von TEUR 13.601 (Vorjahr: TEUR 13.872).

In den sonstigen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 69), übrige periodenfremde Erträge von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 6), sowie Erträge aus dem Energiekostendämpfungsprogramm (EKDP) in Höhe von TEUR 258 (Vorjahr: TEUR 0,00) enthalten. Mit einer Rückzahlung der Zuschüsse aus dem EKDP wird nicht gerechnet, weshalb diese in 2022 vollständig ergebniswirksam gebucht wurden.

E. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Herr Florian Kisling, Chief Executive Officer

Herr Michael Holzmann, Chief Financial Officer

Her Matthias Peter, Chief Operating Officer (ab 1. Juli 2023)

Die Geschäftsführer erhalten für ihre Tätigkeit von der Gesellschaft keine Bezüge.

2. Beschäftigte Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

2022 2021
Gewerbliche Arbeitnehmer 84 84
Angestellte 46 46
Auszubildende 9 12
Geringfügig Beschäftigte 2 1
141 143

3. Nachtragsbericht

Weitere Vorgänge nach dem Abschlussstichtag von besonderer Bedeutung sind nicht eingetreten.

4. Konzernzugehörigkeit

Die Pedex GmbH, Wald-Michelbach, wird in den freiwillig aufgestellten Konzernabschluss der Perlon GmbH, Munderkingen, (kleinster Kreis von Unternehmen) sowie in den Konzernabschluss der Serafin GmbH, München, (größter Kreis von Unternehmen) einbezogen. Der Konzernabschluss der Serafin GmbH wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Wald-Michelbach, 7. September 2023

Pedex GmbH

Geschäftsführung

Florian Kisling

Michael Holzmann

Matthias Perter

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Erläuterungen

Die Pedex GmbH extrudiert Filamente aus den Polymergruppen Polyolefine, Polyamide und Polyester.

Diese spinnextrudierten Filamente werden in zwei unterschiedlichen Marktsegmenten vertrieben:

Segment Dental Care: Filamente für Zahnbürsten und kosmetische Applikationen ("Personal Care")
Segment Borsten: Bürstenindustrie mit den Untersegmenten Haushalt, Hygiene sowie Technische Bürstenindustrie, Betonfasern für die Bauindustrie

Die zwei erwähnten Segmente bieten eine sehr solide Grundlage bezüglich der Produktvielfalt und der geringen Abhängigkeit von nur einer einzelnen Branche. Die Kundenstruktur ist sehr unterschiedlich mit überwiegend großen, multinationalen Kunden im Dentalbereich und vielen kleineren, mittelständischen Unternehmen in der übrigen Bürstenindustrie.

Geschäftsverlauf

a) Markt- und Absatzentwicklung

Das Bruttoinlandsprodukt der Weltwirtschaft stieg weltweit um ca. 4,1 %.

In Deutschland stieg das Bruttoinlandsprodukt in 2022 lediglich um 1,8 %.

Das kunststoffverarbeitende Gewerbe in Deutschland hat in 2022 eine starke Umsatzsteigerung erzielt (GKV 2022). Der Umsatz der Branche ist im Vergleich zum Vorjahr um 12,6 % auf EUR 78,9 Mrd. gestiegen (2021 = EUR 70,0 Mrd. / 2020 = EUR 61,5 Mrd.). Im Inland stieg der Umsatz um 7,6 % auf EUR 46,2 Mrd. Der Umsatz mit dem Ausland stieg um 19,7 % auf EUR 32,7 Mrd. Die Umsatzsteigerungen resultieren allerdings ausschließlich aus Preisanpassungen. Denn die verarbeitete Menge sank im Jahr 2022 um 3,0 % auf 13,6 Mio. t.

Im Jahr 2022 waren 326.608 Beschäftigte (Vorjahr: 321.529 Beschäftigte) in der kunststoffverarbeitenden Industrie in Deutschland tätig.

Im Segment Borsten lagen die Umsätze im Berichtsjahr 5,3 % über dem Vorjahresniveau. Der Bereich Segment Dental Care (Zahnbürstenfilamente) ist um -2,0 % zum Vorjahr gesunken.

Mit Ausnahme der sogenannten innovativen Dentalborsten (s. u.) stellen in allen anderen Produktbereichen die Rohstoffkosten, insbesondere die der thermoplastischen Polymere, den überwiegenden Anteil der Herstellkosten dar.

Die Entwicklung auf den internationalen Rohstoffmärkten wurde im gesamten Jahr 2022 durch die Nachwirkungen der globalen Covid-19-Pandemie aufgrund der veränderten Absatz- und Erzeugungsketten sowie dem Ukraine-Krieg dominiert. Das Preisniveau ist auf den für uns relevanten Rohstoffmärkten gegenüber dem Vorjahr sehr stark gestiegen. Die Rohstoffverfügbarkeit war in 2022 teilweise angespannt.

Größter Treiber des Materialaufwandes waren neben den Rohstoffpreisen die stark gestiegenen Strom- und Gaspreise in 2022.

Die Bündelung der Einkaufsaktivitäten innerhalb der Perlon-Gruppe führt zu Einkaufssynergien und ermöglicht eine noch sorgfältigere Beobachtung der Preisentwicklung in diesem Bereich.

Der Dentalbereich lässt sich entsprechend des Produktportfolios in die zwei Bereiche Standardzahnbürstenfilamente und innovative Zahnbürstenfilamente unterteilen.

b) Umsatz- und Auftragsentwicklung

In 2022 lag die Verkaufsmenge mit 1.978 t unter Vorjahresniveau (2.435 t). Der Nettoumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr trotzdem preisbedingt von TEUR 21.658 um 0,7 % auf TEUR 21.801.

Der Auftragsbestand lag Ende des Jahres mit 170 t wesentlich unter dem Vorjahr mit 513 t.

c) Ertragslage

Im Vorjahr wurde ein steigendes EBITDA prognostiziert. Die geplante Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr konnte leider nicht erreicht werden. Die erwirtschafteten Umsatzerlöse liegen mit TEUR 21.801 um TEUR 143 über denen des Vorjahres, die Gesamtleistung liegt mit TEUR 21.837 um TEUR 117 unter dem Vorjahr.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Zuschüsse aus dem staatlichen Energiekostendämpfungsprogramm (EKDP) von TEUR 258 erfasst. Die korrespondierenden Forderungen werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Die Personalaufwendungen steigen aufgrund von Tariferhöhungen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 42 auf TEUR 6.835; im Verhältnis zur Gesamtleistung machen sie 31,3 % nach 30,9 % im Vorjahr aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sinken um TEUR 282 auf TEUR 3.973. Ursächlich für den Rückgang ist vor allem die Reduzierung der Konzernumlage aufgrund des geringeren Anteils des Umsatzes an der Perlon-Gruppe. Hauptsächlich wegen der sehr stark gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten konnte die gegenüber 2021 geplante deutliche Steigerung des EBIT und EBITDA nicht erreicht werden. Das EBIT in 2022 lag um TEUR 614 unter dem des Vorjahres, das EBITDA sank in 2022 von TEUR 1.447 im Vorjahr auf TEUR 823.

Der Jahresüberschuss in 2022 beträgt TEUR 56. Im Vorjahr wurde ein Ergebnis von TEUR 497 erwirtschaftet.

d) Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2022 betrug TEUR 5.185 und ist damit um TEUR 455 gesunken.

Auf der Kapitalseite sanken die Rückstellungen und auf der Vermögensseite reduzierte sich das Anlagevermögen.

e) Finanzlage

Das Unternehmen kommt seinen Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nach und nutzt Skonti, sofern die Zahlungsbedingungen der Lieferanten es vorsehen. Die laufenden Zahlungen können aus dem operativen Cashflow gedeckt werden.

Die Pedex GmbH verfügt zusammen mit der Hahl Filaments GmbH, Munderkingen, (ein Unternehmen der Perlon-Gruppe) über eine gemeinsame paritätische Gruppenkontokorrentlinie; dadurch wird die aktuelle und zukünftige kurzfristige Liquidität sichergestellt. Zusätzlich wird Factoring als Finanzierungsinstrument genutzt. Das Unternehmen verfügt insgesamt über eine gute eigene Liquiditätsausstattung und ist darüber hinaus Teil der wesentlich größeren Serafin Unternehmensgruppe.

Die Finanzierung ist durch Gesellschafter- und Bankdarlehen auch für das Jahr 2023 gesichert.

Das Geschäftsjahr 2022 verlief insgesamt nicht zufriedenstellend.

Investitionen

Die Pedex GmbH investierte im Jahr 2022 ca. EUR 0,3 Mio. Dies beinhaltete im Wesentlichen die Modernisierung und Erweiterung der Produktionsanlagen.

Personal

Zum 31. Dezember 2022 beschäftigte das Unternehmen 149 Mitarbeiter (davon 88 gewerblich, 50 kaufmännisch, 10 Auszubildende und 1 geringfügig entlohnte Beschäftigte). Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 141 Mitarbeiter und 4 Leiharbeitnehmer tätig.

In Aus- und Weiterbildung wurden in 2022 insgesamt TEUR 33 investiert.

Forschung und Entwicklung

Der Fokus der Entwicklungsaktivitäten im Segment "Personal Care" Filamente lag wie auch schon in den Vorjahren auf dem Ausbau der nachhaltigen Produkte, der sogenannten Green Line Produktlinie.

Wie auch im SBF-Bereich (Synthetic Brush Filaments) spielt auch im PC-Bereich die (Weiter-)Entwicklung der Avivagen der Filamente eine wichtige Rolle und wurde mit entsprechendem Personal- und Zeitaufwand weiterverfolgt.

Bei den Endprodukten, die mit den Pedex-Produkten versehen werden, handelt es sich um Fast Moving Consumer Goods, daher entfällt auf Anpassungen an Kundenwünsche und Modeerscheinungen ein großer Entwicklungsaufwand.

Komplette Neuentwicklungen in Zusammenarbeit mit Kunden gab es im Jahr 2022 ebenfalls, so dass für die Zukunft auch entsprechende innovative Produkte im Portfolio zu finden sind.

Im Segment SBF lag der Fokus im Bereich der Prozessoptimierungen, so wurden neue Maschinenteile in Betrieb genommen, um insbesondere die nachhaltigen Produkte (Green Line Produktlinie) besser produzieren zu können.

Ein weiteres Thema war die Entwicklung neuer Produkttypen für den Bereich der Betonarmierung.

Der Bereich der Avivagenumstellung wurde auch im vergangenen Jahr von R&D begleitet und fortgeführt.

Risiken und Chancen

Die Volatilität der Rohstoffkosten ist und bleibt eine große Herausforderung. Um sich vor signifikanten Rohstoffpreisschwankungen abzusichern, hat das Unternehmen mit den wichtigsten Kunden Preisgleitklauseln abgeschlossen. Damit werden Zu- oder Abschläge automatisch vorgenommen. Zur Absicherung der Versorgung mit den wichtigsten Rohstoffen hat die Pedex GmbH Mehrjahresverträge mit dem größten Rohstofflieferanten abgeschlossen.

Der Einsatz von Wertstoffen bei Industrieborsten, die parallel zur Produktion aufgemahlen und direkt wieder in den Extrusionsprozess eingeschleust werden (Mahlgut), hilft die Rohstoffkosten zu begrenzen.

Eine Absicherung der Währungsrisiken, insbesondere des USD, ist in 2022 nicht erfolgt. Da auch überwiegend in Euro fakturiert wird, liegen besondere Währungsrisiken in Bezug auf die zukünftigen Geldströme nicht vor.

Als Kreditrisiken versteht die Pedex GmbH das Risiko von Vermögensverlusten aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen einzelner Geschäftspartner.

Von den zinstragenden Verbindlichkeiten sind 100 % fix verzinst, so dass keine bedeutsamen Zinsrisiken bestehen.

Die Forderungen verteilen sich auf eine Vielzahl von Kunden. Der größte Einzelkunde erreicht einen Anteil am Umsatz von etwa 7,1 %, so dass die Auswirkungen aus der Insolvenz eines einzelnen Kunden für die Gesellschaft kalkulierbar bleiben.

Das Ausfallrisiko wird durch eine Kreditversicherung auf das Minimum des Selbstbehaltes reduziert, sofern die individuellen Kundenlimits nicht temporär überschritten werden.

Das versicherte Limit unterliegt einer laufenden Überprüfung, so dass frühzeitig Vorsorge getroffen werden kann, sobald eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation bei einzelnen Kunden eintritt. Bei Limitreduzierungen werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet, Risikokunden erhalten nur gegen Vorauskasse ihre Lieferungen.

Zusätzlich haben wir für Kundenforderungen "echtes" Factoring abgeschlossen, um das Zahlungsausfallrisiko noch weiter zu minimieren und die Möglichkeit zu schaffen, frühzeitig Liquidität zu generieren.

Chancen für zusätzliches Neugeschäft erwarten wir aus dem Ausbau der Synergien innerhalb der Serafin-Unternehmensgruppe, insbesondere aus der Bündelung und dem Austausch von Einkaufskonditionen aber auch aus einer stetigen Entwicklung neuer Produkte.

Ausblick

Für das Jahr 2023 rechneten wir mit einer leichten Umsatzsteigerung. Wir gingen davon aus, dass das EBITDA für 2023 wieder auf dem Niveau von 2021 liegen wird.

Die Realisierung der Planungsergebnisse hängt jedoch entscheidend von der Entwicklung der Rohstoffpreise sowie der Entwicklung der Energiekosten ab. Die Preise für Rohstoffe sind im 1. Quartal 2023 größtenteils gesunken. Auch die Energiepreise sind gefallen, liegen aber immer noch weit über den Preisen von 2021. Eine Prognose der weiteren Entwicklung, auch in Hinsicht auf den weiterhin existierenden Ukraine-Krieg, ist nicht möglich.

Hohe Rohstoffkosten, steigende Konsumentenpreise und höhere Zinsen belasten die Nachfrage weltweit. Es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass wir unsere Planungsziele weit verfehlen werden. Mit einer Verbesserung der Marktsituation ab dem 3. Quartal 2023 wird gerechnet.

Probleme sehen wir in der zurzeit bestehenden zurückhaltenden Kundennachfrage in der gesamten Kunststoffbranche. Die rückläufige Nachfrage ist auch auf die unsicheren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurückzuführen. Auch verbleiben die hohen Rohstoff- und Energiepreise aktuell weiterhin auf einem sehr hohen Niveau und können das Betriebsergebnis 2023 negativ beeinflussen.

Auch die Rohstoffverfügbarkeit und die Auswirkungen durch den Ukraine-Krieg könnten Einfluss auf das Ergebnis 2023 haben. Aktuell geht der Internationale Währungsfonds (IWF) von einer weiteren Erholung der globalen Wirtschaft in 2022 aus. Im Juli 2023 rechnet der IWF mit einem Plus von 3,0 % für das Jahr 2023. Für Deutschland wird allerdings ein Rückgang von 0,3 % erwartet.

Die Corona-Situation hat sich entspannt und es gibt nahezu keine Auswirkungen und Einschränkungen mehr.

Leider konnte der Ukraine-Krieg bis zum heutigen Krieg nicht beendet werden. Wie sich die Situation hier verändern wird, kann nicht vorausgesagt werden.

Aktuell sind wir, trotz der Beeinflussungen durch den Ukraine-Krieg auf der Beschaffungsseite, in der Lage unsere Rohstoffe für die Produktion in ausreichender Menge zu beziehen.

 

Wald-Michelbach, 7. September 2023

Pedex GmbH

Geschäftsführung

Florian Kisling

Michael Holzmann

Matthias Peter

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pedex GmbH, Wald-Michelbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pedex GmbH, Wald-Michelbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pedex GmbH, Wald-Michelbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 7. September 2023

RLT Ruhrmann Tieben & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Zweigniederlassung Düsseldorf

Oliver Graß, Wirtschaftsprüfer

Ralf Tibbe, Wirtschaftsprüfer

Der Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers bezieht sich auf den unverkürzten Jahresabschluss.

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 56.068,28 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 18. Oktober 2023.

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