Pflegedienste carpe diem GmbH
Selbe AdresseStationäre Einrichtungen zur palliativen Pflege
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ewa Maria Woroch seit 23.7.2025 | Geschäftsführer |
Jan Christian Schreiter seit 17.4.2013 | Geschäftsführer |
Martin Niggehoff seit 17.4.2013 | Geschäftsführer |
Thomas Goetz seit 17.4.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
carpe diem - Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mbHWermelskirchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die carpe diem Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mbH, Wermelskirchen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der carpe diem - Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mbH, Wermelskirchen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngewinn und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der carpe diem Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 11. Juli 2022 KPMG
AG
Mirjam Giorgini, Wirtschaftsprüferin Christian Lang, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernkapitalflussrechnung für 2021 carpe diem - Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mbH, Wermelskirchen
Der Finanzmittelfonds in der Kapitalflussrechnung setzt sich aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2021
Konzernanhang für 2021Allgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB, unter Beachtung der einschlägigen Rechtsnormen einschließlich der Deutschen Rechnungslegung Standards, aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die carpe diem - Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mbH hat ihren Sitz in Wermelskirchen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln (HRB 56990). Außerhalb der Bilanz bestehen Mietkautionskonten, welche zum 31. Dezember 2021 mit TEUR 2.456 (Vj. TEUR 2.231) valutieren. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke eben an dieser Stelle gemacht. Der Finanzmittelfonds in der Kapitalflussrechnung setzt sich aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die carpe diem - Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mbH, Wermelskirchen, sowie die Senioren-Park carpe diem GmbH, Wermelskirchen, die Pflegedienste carpe diem GmbH, Wermelskirchen, und die CDG GmbH, Wermelskirchen. Die Senioren-Park carpe diem GmbH, die Pflegedienste carpe diem GmbH und die CDG GmbH wurden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen, da bei wirtschaftlicher Betrachtung die Gesamtheit der Risiken und Chancen der Unternehmen und damit beherrschender Einfluss durch die carpe diem - Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mbH aufgrund jeweils einhundertprozentiger Beteiligung vorliegen. Mit der Senioren-Park carpe diem GmbH und der CDG GmbH bestehen darüber hinaus Ergebnisabführungsverträge. Die schreiter-Besitzgesellschaft Alten- und Pflegeheim Niederselters bR, Wermelskirchen, wird nach den Grundsätzen der Equity-Bewertung einbezogen. Bezüglich der schreiter- Besitzgesellschaft APH Niederselters bR kann trotz der kapitalmäßigen Mehrheitsbeteiligung kein beherrschender Einfluss ausgeübt werden. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen und assoziierten Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen richten sich nach von den Finanzbehörden veröffentlichten, steuerlichen AfA-Tabellen, welche sich an ein einer möglichst niedrigen Nutzungsdauer orientieren. Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts ermittelten wir anhand der langfristigen Nachfragesituation und unserer langfristigen Beherrschungsmöglichkeit. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Auch hier orientieren sich die planmäßigen Abschreibungen an den von den Finanzbehörden veröffentlichten, steuerlichen AfA-Tabellen, welche sich an ein einer möglichst niedrigen Nutzungsdauer ausrichten. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Beteiligung am assoziierten Unternehmen wird nach der Equity-Methode unter Anwendung der Buchwertmethode bilanziert. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, soweit von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen ist. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten bzw. Barwerten angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,87 % verwendet. Infolge der Struktur des Kreises der Begünstigten wurden keine erwartete Gehaltssteigerung und keine Fluktuation berücksichtigt. Der Rententrend wird hierbei mit 1,5 % p.a. angenommen. Bei der Wahl des Rechnungszinssatzes für die Pensionsrückstellung wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, welches die Anwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren gestattet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 79 (Vj. TEUR 87). Dieser Betrag unterliegt den Regelungen zur Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB, Rückdeckungsversicherung) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet; zum 31. Dezember 2021 ergibt sich eine Pensionsrückstellung i. H. v. TEUR 287 als Differenz aus dem Passivwert i. H. v. TEUR 666 und dem rückversicherten Aktivwert i. H. v. TEUR 379. Die Anschaffungskosten für die Rückdeckungsversicherung belaufen sich per 31. Dezember 2021 auf TEUR 312 (i. Vj. TEUR 285). Im Geschäftsjahr 2021 wurden Erträge aus Veränderung des rückversicherten Aktivwertes in Höhe von TEUR 42 mit Aufwendungen aus der Neubewertung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 131 saldiert. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Erhaltene Zahlungen, die das folgende Geschäftsjahr betreffen, sind im passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aus den Abschlüssen der Tochtergesellschaften aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Die Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen wird mit dem Buchwert (Anschaffungskosten) angesetzt. Die Konsolidierung at equity wurde zu dem Zeitpunkt, an welchem die Beteiligung erworben wurde, vorgenommen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem anteiligen Eigenkapital und den Anschaffungskosten der Beteiligung wird dabei entsprechend den höheren beizulegenden Werten der Vermögensgegenstände des assoziierten Unternehmens zugeordnet und wird entsprechend der Behandlung der Wertansätze fortgeführt. Der Wert der Beteiligung wird entsprechend dem Anteil am Kapital des assoziierten Unternehmens fortgeführt. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz Konsolidierungskreis
Das Eigenkapital der Senioren-Park carpe diem GmbH, der Pflegedienste carpe diem GmbH und der CDG GmbH beträgt zum 31. Dezember 2021 jeweils TEUR 25 und die Jahresergebnisse jeweils TEUR 0. Der positive Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und anteiligem Eigenkapital am assoziierten Unternehmen betrug zum Zeitpunkt der erstmaligen Equity-Bilanzierung TEUR 3.596. Das Eigenkapital der Besitzgesellschaft beträgt zum 31.Dezember 2021 TEUR 2.815 und das Jahresergebnis TEUR 723. Darüber hinaus besteht seit dem Jahre 2020 eine derzeit dreiprozentige Beteiligung an der Myosotis GmbH, Berlin, welche für TEUR 251 erworben wurde. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2021 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 618 bei einem Jahresfehlbetrag von TEUR 1.523 aus. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Gegenüber einer Besitzgesellschaft besteht eine Mitverpflichtungen bzgl. der Immobilienfinanzierung, die ihre Entsprechung in den Mietverpflichtungen gegenüber nahe stehenden Personen findet. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von TEUR 1.280 entspricht dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Der Bilanzgewinn des Konzerns entspricht dem der Muttergesellschaft abzgl. der durch die At-Equity-Bewertung der 80-prozentigen Beteiligung an der schreiter-Besitzgesellschaft APH Niederselters bR verursachten zweiprozentigen Gebäudeabschreibung zzgl. des anteiligen thesaurierten Ergebnisses der Besitzgesellschaft. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Beträge für rückständigen Urlaub und Gutzeiten der Mitarbeiter (TEUR 2.013; Vj. TEUR 1.726), Personalsondervergütungen (TEUR 2.569; Vj. TEUR 2.366) sowie Jahresabschlusskosten (TEUR 46; Vj. TEUR 41). Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten i. H. v. TEUR 302 gegenüber nahestehenden Personen bestehen aus einem Darlehen gegenüber einem Gesellschafter des Mutterunternehmens aus dem anteiligen Erwerb der Besitzgesellschaft einer Seniorenwohnanlage und werden im Rahmen einer langfristigen Ratenzahlung bedient. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Beteiligung an der Besitzgesellschaft des Senioren-Park Niederselters. Die aktiven latenten Steuern wurden nicht aktiviert. Hierbei wurde ein Körperschaftsteuersatz von 15 % verwendet. Weiterhin wurden ein Solidaritätszuschlag von jeweils 5,5 % auf die Körperschaftsteuer sowie ein Gewerbesteuersatz von 14 % berücksichtigt. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse resultieren aus
Hierin sind im Jahre 2021 aus geltend gemachten SARS-CoV-2-bedingten Mehraufwendungen sowie Mindereinnahmen nach § 150 SGB XI TEUR 9.159 (Vj. TEUR 12.490) enthalten. Weiterhin TEUR 538 (Vj. TEUR 35) i. S. d. §§ 177 ff. bzw. 20 ff. der Verordnung zur Ausführung des Alten- und Pflegegesetzes NRW und nach § 8a SGB XI (APG DVO NRW) zur Refinanzierung der Investitionskosten der Tagespflegen. In den sonstigen Umsatzerlösen sind TEUR 4.566 (Vj. TEUR 707) durch die Geltendmachung der durch die Coronavirus-Testverordnung anfallenden Aufwendungen für Pflegeeinrichtungen nach § 7 Abs. 2 TestV in Verbindung mit § 150 Abs. 2 bis 5a SGB XI enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge inkl. der Auflösung von Rückstellungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 306 (Vj. TEUR 239) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 44 (Vj. TEUR 1.419) sowie in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 479 (Vj. TEUR 583) enthalten. Zinsaufwand aus Aufzinsung Innerhalb des Postens Zinsen und ähnliche Aufwendungen werden Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 12 (Vj. TEUR 12) ausgewiesen. Sonstige Angaben Von der Veröffentlichung befreite Gesellschaften Für die nachfolgend aufgeführten, in den Konzernabschluss der carpe diem - Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mbH einbezogenen Gesellschaften wird von der Befreiungsmöglichkeit nach § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Befreiung von der Veröffentlichung des Jahresabschlusses Gebrauch gemacht: Senioren-Park carpe diem GmbH, Wermelskirchen Pflegedienste carpe diem GmbH, Wermelskirchen CDG GmbH, Wermelskirchen Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter
In der Pflegedienste carpe diem GmbH (PCD GmbH) gilt die durchschnittliche Mitarbeiterzahl für den Zeitraum vom 1. August bis 31. Dezember 2021. Nachtragsbericht Hinsichtlich der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die künftige Lage des Konzerns verweisen wir auf den Abschnitt Prognose-, Chancen- und Risikobericht des Lageberichts. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen fällig innerhalb eines Jahres: TEUR 27.217 -davon gegenüber nahestehenden Personen TEUR 960- fällig innerhalb von zwei bis fünf Jahren: TEUR 109.112 -davon gegenüber nahestehenden Personen TEUR 3.840- Die jährlichen Pachtzahlungen für die in 2021 bestehenden siebenundzwanzig Seniorenwohnanlagen in Aachen, Bad Driburg, Bensberg, Dabringhausen, Düren, Euskirchen, Gleichen, Göttingen, Haan, Hellenthal, Herten, Jüchen, Meißen, Mettmann, Minden, Mülheim, Neukirchen-Vluyn, Niederselters, Oelde, Rheda, Rommerskirchen, Velbert-Langenberg, Voerde, Waldalgesheim, Weilrod-Hasselbach, Wermelskirchen und Würselen sowie die Tagespflegen / Betreute Wohneinheiten in Dinslaken, Hilden, Lindlar, Oberhausen, Radebeul und Wiedenbrück betragen im Jahre 2021 TEUR 26.240. Die Verträge laufen bis zum Jahre:
Zusammensetzung der Organe und deren Gesamtbezüge Alleinvertretungsberechtigter geschäftsführender Gesellschafter ist Herr Jan Christian Schreiter, Wermelskirchen. Weiterhin alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer sind Herr Thomas Goetz, Haan und Herr Martin Niggehoff, Bergisch Gladbach. Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge findet § 286 Abs. 4 HGB Anwendung. Der von der Gesellschafterversammlung am 02. Mai 2003 eingesetzte und mit Gesellschafterbeschluss vom 26. August 2021 bestellte Beirat umfasst die folgenden Mitglieder: Herr Michael Nick, Geschäftsführer, Frankfurt (Vorsitzender), Herr Mark Oliver Schreiter, Geschäftsführer, Lüdenscheid, Herr Berndt-Michael Winter, Kaufmann, Kronberg im Taunus. Ergebnisverwendung Über die Verwendung des verbleibenden Jahresüberschusses 2021 der carpe diem - Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mbH wird in der Gesellschafterversammlung in 2022 entschieden. Konzernabschluss Die carpe diem - Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mbH, Wermelskirchen wird in den Konzernabschluss der Schreiter Holding GmbH, Wermelskirchen (eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter HRB 98299) einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Gesellschaften aufstellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Prüfungs- und Beratungshonorare Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für
Wermelskirchen, den 30. Juni 2022 Jan Christian Schreiter Thomas Goetz Martin Niggehoff Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021Geschäftsmodell Die Unternehmensgruppe carpe diem betreibt seit 1998 als privater Träger Senioren-Parks, die in der Regel aus einem Pflegeheim, ambulantem Pflegedienst, Tagespflegeeinrichtung, betreutem Wohnen, öffentlichem Cafe-Restaurant, Freizeit- und Gymnastikräumen sowie Therapieeinrichtungen bestehen. Frisörsalons sowie teilweise Physiotherapiepraxen gehören ebenfalls zum Angebot und sind in der Regel an Dritte untervermietet. Zusätzlich werden zugeordnet zu den Senioren-Parks als Angebotserweiterung in der Fläche weitere Standorte in unterschiedlicher Kombination als Tagespflegeeinrichtung mit ambulantem Pflegedienst, solitärer Kurzzeitpflege, betreutem Wohnen und/oder ambulanten Wohngruppen betrieben. Darüber hinaus werden an allen Standorten auch Dienstleistungen wie Catering/Mahlzeiten-, Reinigungs- und Wäscheservice sowie ambulante Pflegeleistungen für externe Kunden angeboten. Am Standort Velbert-Langenberg wird zusätzlich ein Hotel mit 53 Betten betrieben. Die entsprechenden Immobilien sind langfristig gepachtet. Die Unternehmensgruppe carpe diem besteht zum Bilanzstichtag aus der carpe diem - Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mbH sowie ihren drei hundertprozentigen Tochtergesellschaft, der Senioren-Park carpe diem GmbH, der CDG GmbH sowie seit dem 28. Juni 2021 der Pflegedienste carpe diem GmbH. Die Senioren-Park carpe diem GmbH ist die Trägerin der stationären Pflegebereiche, der ambulanten Pflegedienste sowie einem Teil der Tagespflegeeinrichtungen. Die CDG GmbH ist eine Vertriebsgesellschaft für medizinische Produkte und Reiseangebote für Senioren. Die Pflegedienste carpe diem GmbH ist die Trägerin der Tagespflegeeinrichtungen, welche nicht bei der Senioren-Park carpe diem GmbH geführt werden. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag sowohl mit der Senioren-Park carpe diem GmbH als auch mit der CDG GmbH. Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer für alle Gesellschaften sind Herr Jan C. Schreiter, Herr Thomas Goetz und Herr Martin Niggehoff. Darüber hinaus besitzt die carpe diem - Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen eine 80 %-Beteiligung an der Immobiliengesellschaft des Senioren-Parks in Niederselters und im Jahre 2020 wurde über ein begebenes Wandeldarlehen eine dreiprozentige Beteiligung an der Myosotis GmbH, Berlin erworben. Für alle Einrichtungen bestehen Versorgungsverträge mit den Kostenträgern, Abrechnungen erfolgen gemäß den verhandelten Pflegesätzen. Der stationäre Pflegebereich ist nach dem sogenannten Wohngruppenprinzip mit Bezugspflege organisiert. Das betreute Wohnen fällt in den Bereich des heimnahen Wohnens und ermöglicht so den Bewohnern eine durchgängige Betreuung. Hierzu gehören auch ambulant versorgte Hausgemeinschaften und Wohngruppen. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach Auffassung der Geschäftsführung stellen sich die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen wie folgt dar: Der Bereich der Altenpflege in der Bundesrepublik Deutschland ist demografisch bedingt charakterisiert durch eine dynamisch steigende Nachfrage. Das Geschäftsjahr 2021 war wie das Vorjahr maßgeblich beeinflusst durch die Covid-19-Pandemie. Die Umsetzung der Corona-Schutzverordnungen von fünf Bundesländern sowie der bundesweit geltenden Coronavirus-Testverordnung und zahlreichen Anordnungen der kommunalen Überwachungsbehörden hat hier erhebliche Ressourcen gebunden und eine Erweiterung der personellen Kapazitäten im operativen wie administrativen Bereich erforderlich gemacht. Wirtschaftliche Nachteile sind der Gesellschaft aufgrund der Regelungen zum Pflege- Rettungsschirm nach § 150 Abs. 3 und Abs. 5a SGB XI und der Coronavirus-Testverordnung hierbei nicht erwachsen. Im Bundesland Nordrhein-Westfalen, in dem die Gesellschaft mit ihren Einrichtungen stark vertreten ist, haben sich im Jahr 2021 die Regelungen zur Höhe der Investitionskosten, welche die Bedingungen zur Refinanzierung von stationären Pflegeimmobilien festsetzen, mit dem Wegfall des bisher geltenden Bestandsschutzes für Mietverhältnisse, die vor Inkrafttreten der Landesverordnung im Jahre 2014 bereits abgeschlossen worden waren, geändert. Da hier von Seiten des Landesministeriums an einer zweiprozentigen Absetzung für Abnutzung der Immobilien und somit an der Fiktion einer in der Praxis kaum vorzufindenden fünfzigjährigen Nutzungsdauer festgehalten wird, werden dringend benötigte private Investitionen in Pflegeimmobilien erheblich erschwert. Die Gesellschaft hat daher mit zahlreichen Kreisen und Kommunen gesonderte Investitionskostenvereinbarungen abgeschlossen, um den wirtschaftlichen Betrieb der einzelnen Einrichtungen sicherzustellen. Aus strategischen Gründen wurde im Jahr 2021 die Pflegedienste carpe diem GmbH gegründet, die als Trägerin eines Teils der Tagespflegeeinrichtungen fungiert. Eine entsprechende Marktpositionierung auf Grund eines durchgängigen auf Qualität ausgerichteten Konzepts einschließlich verschiedener Wohnformen und umfangreicher ambulanter pflegerischer und haushaltsnaher Leistungen, wie dies bei carpe diem der Fall ist, ist für einen langfristigen Erfolg von entscheidender Bedeutung. Insgesamt bietet carpe diem das gesamte Leistungsspektrum von niedrigschwelligen Angeboten bis hin zur stationären Pflege im Bereich der Altenpflege und Betreuung an. Damit ist carpe diem auch auf zukünftige Veränderungen gut vorbereitet und unabhängiger von gesetzlichen Änderungen zugunsten bestimmter Versorgungsformen. Darüber hinaus wird regelmäßig überprüft, welche zusätzlichen Dienstleistungen angeboten werden können und wie das Leistungsspektrum konsequent ausgebaut werden kann. Auf Grund des hohen Fixkostenanteils wird es auch zukünftig immer wieder darauf ankommen, eine möglichst hohe Auslastung in den stationären Einrichtungen zu halten. Die Reformen der Pflegeversicherung bewirken größere Veränderungen bei der Refinanzierung von Pflegeleistungen und haben damit Auswirkung auf die Belegungsquoten und die Bewohnerstruktur von stationären Einrichtungen. Dies ergibt sich aus einer stärkeren Förderung von ambulanten Pflege- und hauswirtschaftlichen Leistungen sowie der Neustrukturierung des Begutachtungssystems (Pflegegrade) einhergehend mit den einheitlichen Eigenanteilen bei den Pflegesätzen über alle Pflegegrade. Mit dem vor der Bundestagswahl 2021 im Omnibusverfahren verabschiedeten Tariftreuegesetz in der Pflege stehen gravierende Änderungen in der Gehaltsstruktur kurz bevor. Obwohl hier noch etliche Unklarheiten bestehen, wird das Gesetz zum 01. September 2022 in Kraft treten. Geschäftsverlauf 2021 Intern war die Bewältigung der pflegerischen Herausforderungen während der anhaltenden Corona-Pandemie das immer noch beherrschende Thema im Geschäftsjahr 2021. Da coronabedingt teilweise Neuaufnahmen wie im Vorjahr nur erschwert möglich waren, liegen die Auslastungskennzahlen in allen Bereichen im Jahre 2021 auf niedrigem Niveau, jedoch leicht über denen des ersten Pandemiejahres 2020. Wirtschaftlich wurde dies durch die Regelungen des Pflegerettungsschirms zwar kompensiert, doch da diese bei den Ertragsausfällen allesamt auf den Referenzmonat Januar 2020 abstellten, war dies nicht für alle Einrichtungen vorteilhaft. Von den Starkregenfällen am 14. und 15. Juli 2021 und der daraus resultierenden Flutkatastrophe waren einige Standorte in Nordrhein-Westfalen betroffen. Wirtschaftliche Auswirkungen hatte dies jedoch lediglich am Standort Velbert-Langenberg, an dem von der Gesellschaft auch ein Hotel betrieben wird, das aufgrund der Hochwasserschäden bis zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung noch nicht wieder eröffnet hat. Die Gebäudeschäden werden hierbei über die Versicherung des Verpächters reguliert. Die Eröffnung des Senioren-Parks in Oelde wurde in 2021 unter erschwerten Pandemiebedingungen durchgeführt. Im Jahr 2021 bestanden 27 Senioren-Parks in Minden, Niederselters, Meißen (Zweigstelle Radebeul), Wermelskirchen, Aachen, Göttingen, Bad Driburg, Neukirchen-Vluyn, Weilrod-Hasselbach, Mettmann, Velbert-Langenberg, Haan (Zweigstelle Hilden), Hellenthal, Euskirchen, Würselen, Dabringhausen, Mülheim (Zweigstelle Oberhausen), Jüchen, Rommerskirchen, Bensberg (Zweigstelle Lindlar), Rheda (Zweigstelle Wiedenbrück), Gleichen, Herten, Voerde (Zweigstelle Dinslaken), Waldalgesheim, Düren und Oelde. Für das Jahr 2022 wurde ebenso die Eröffnung des neuen Senioren-Parks in Bad Eilsen vorbereitet, welche sich aus baulichen Gründen verzögert hat. Zur besseren Auslastung der Küche, der Hauswirtschaft und der Wäscherei werden in allen Senioren-Parks Cateringleistungen wie das sogenannte "Essen auf Rädern", Partyservice, haushaltsnahe Dienstleistungen und ein mobiler Wäscheservice angeboten. IT-Umfeld und Qualitätssicherung Für eine optimale Kommunikation, den schnellen Austausch von Daten, eine größtmögliche Datensicherheit und den direkten Zugriff auf Informationen zwischen den Einrichtungen und der Zentrale existiert eine zentrale Terminalserverlösung auf VPN-Basis. Auf dieser Grundlage werden auch in allen Senioren-Parks u. a. EDV-basierte Pflegedokumentationssysteme sowie Dienstplan- und Abrechnungsprogramme eingesetzt, die auch über Schnittstellen mit den Lohn- und Finanzbuchhaltungssystemen verknüpft sind. Die unternehmensweiten Dokumentenmanagement- und Ticketsysteme wurden weiter ausgebaut. In 2021 wurden diese bestehenden EDV-Systeme weiter den Bedürfnissen des Unternehmens und des Marktes angepasst, pandemiebedingt mit einem deutlichen Schwerpunkt bei Videokonferenz- und virtuellen Schulungssystemen. Das bestehende QM-System wird ständig in allen Bereichen durch eine zentrale QM-Abteilung in Zusammenarbeit mit den Senioren-Parks weiterentwickelt. Durch regelmäßige Schulungen und Begleitungen im Rahmen von Einarbeitungen unterstützt die QM-Abteilung laufend die Senioren-Parks. Qualitätsberichte zu den einzelnen Senioren-Parks wurden im Internet veröffentlicht. Darüber hinaus bestehen die Interimsabteilung sowie stationäre und ambulante Fachbereiche, welche die Senioren-Parks bei Neueröffnungen, der Umsetzung von Standards sowie in Ausnahmesituationen und bei personellen Engpässen unterstützen. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgeschlossenen Geschäftsjahres, wobei der Umsatz und das Jahresergebnis die für die interne Steuerung bedeutsamsten Leistungsindikatoren darstellen: Für das Jahr 2021 betragen die Umsatzerlöse im Konzern, welcher die einheitliche Planungsebene für die Gesamtunternehmung darstellt, 148,3 Mio EUR (Vj. 134,6 Mio EUR) bei einem geplanten Umsatz i. H. v. 143,7 Mio EUR (Vj. 128,8 Mio EUR). Das Konzernjahresergebnis beläuft sich auf 4,3 Mio EUR (Vj. 6,7 Mio EUR) ohne Berücksichtigung des Beteiligungsertrages aus der Fortschreibung der Equity-Bewertung in Höhe von 0,5 Mio EUR (Vj. 0,5 Mio EUR) bei einer Planvorgabe i. H. v. 6,0 Mio EUR (Vj. 4,9 Mio EUR). Der Anstieg der Konzernumsätze um 13,7 Mio EUR ist einerseits auf die weitere Expansion des Konzerns im Jahre 2021 zurückzuführen, der die Planung überschießende Erlös i. H. v. 4,6 Mio EUR geht jedoch andererseits ausschließlich auf die nicht geplanten Umsatzerlöse für die Durchführung der angeordneten Antigen-Tests zurück. Diese haben zusätzliche Sachaufwendungen i. H. v. 1,8 Mio EUR verursacht. Weiterhin sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 3,6 Mio EUR auf 38,4 Mio EUR gestiegen, dieses vor allem hervorgerufen durch höhere Pachtaufwendungen (2,4 Mio EUR) und gestiegene Leasingkosten für Kfz (0,4 Mio EUR). Hierdurch und durch den Anstieg der bezogenen Leistungen um 1,5 Mio EUR auf 4,8 Mio EUR wurde das Planergebnis deutlich verfehlt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von TEUR 10.917 auf TEUR 13.369. Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen auf Grund von Personalverpflichtungen. Der in den Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen zum 31. Dezember 2021 ausgewiesene Betrag von TEUR 302 betrifft in voller Höhe das Darlehen gegenüber einem Gesellschafter der Muttergesellschaft aus dem Erwerb der Beteiligung an der schreiter- Besitzgesellschaft Alten- und Pflegeheim Niederselters bürgerlichen Rechts. Die Finanzlage der Unternehmensgruppe war stabil. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich im Geschäftsjahr 2021 von TEUR 17.056 auf TEUR 16.935 leicht verringert. Die Gesellschaften waren stets in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Vorsorglich wurde aufgrund der ungewissen Lage zu Beginn der Pandemie zusätzlich zu den bestehenden Kreditlinien in Höhe von 50 TEUR bei der Stadtsparkasse Düsseldorf und TEUR 500 bei der Bank für Sozialwirtschaft eine weitere Kreditlinie in Höhe von TEUR 5.000 bei der Bank für Sozialwirtschaft reserviert, jedoch wurde keine dieser Linien in Anspruch genommen. Die Gruppe verfügte zum 31. Dezember 2021 über ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 26.777. Vor diesem Hintergrund und der zu erwartenden weiteren positiven Geschäftsentwicklung ist die Unternehmensgruppe wirtschaftlich gut aufgestellt. Die Ergebnisquellen der Gesellschaften lassen sich wie folgt strukturieren:
Hierin sind im Jahre 2021 aus geltend gemachten SARS-CoV-2-bedingten Mehraufwendungen sowie Mindereinnahmen nach § 150 SGB XI TEUR 9.159 (Vj. TEUR 12.490) enthalten. Weiterhin TEUR 538 (Vj. TEUR 35) i. S. d. §§ 177 ff. bzw. 20 ff. der Verordnung zur Ausführung des Alten- und Pflegegesetzes NRW und nach § 8a SGB XI (APG DVO NRW) zur Refinanzierung der Investitionskosten der Tagespflegen. In den sonstigen Umsatzerlösen sind TEUR 4.566 (Vj. TEUR 707) durch die Geltendmachung der durch die Coronavirus-Testverordnung anfallenden Aufwendungen für Pflegeeinrichtungen nach § 7 Abs. 2 TestV in Verbindung mit § 150 Abs. 2 bis 5a SGB XI enthalten. Die Personalaufwendungen stiegen um TEUR 8.481 auf TEUR 86.328 an. Zum 31. Dezember 2021 beschäftigte die Unternehmensgruppe 3.533 Mitarbeiter, sodass sich die Gesamtzahl der Mitarbeiter im Laufe des Jahres um 282 erhöht hat. Zum Stichtag bestanden 245 Ausbildungsverhältnisse, die in der Gesamtzahl der Mitarbeiter enthalten sind. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Zukünftige Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken Grundsätzlich ist der Bereich der Altenpflege und -betreuung in Deutschland auf Grund der demographischen Entwicklung ein Wachstumsmarkt, der zahlreiche Chancen in der sich weiter diversifizierenden Pflegelandschaft in den Sektoren betreutes Wohnen, Tagespflege, Ambulante Wohngemeinschaften, Stationäre Pflege, Kurzzeitpflege sowie Ambulante Pflege und ergänzenden Serviceleistungen bis hin zu betreuten Seniorenreisen eröffnet. In dieser breiten Angebotspalette gilt es, für jeden einzelnen Kundenbedarf, welcher im Zeitablauf veränderlich ist, ein zu jedem Zeitpunkt passendes Angebot bereitzustellen. Hier liegen für die Gesellschaft zukünftig große Chancen, da sie in all diesen Feldern mit ihren Leistungen vertreten ist. Die wesentlichen Risiken im Außenverhältnis ergeben sich für die Senioren-Park carpe diem GmbH, worauf nachfolgend in absteigender Reihenfolge der Risiken näher eingegangen wird. Das größte spezifische Risiko der Pflegebranche liegt in den gesetzlichen Vorschriften zur Vorhaltung von Mitarbeitern einer bestimmten Qualifikation in der Altenpflege, die sogenannte Fachkraftquote. Hier gilt es, die angedachte gesetzliche Neuregelung in Form eines Personalbemessungssystems zu beachten. Hinsichtlich PSG III ist insbesondere die Nachweispflicht der tatsächlichen Personalaufwendungen in Form von Zahlungsnachweisen an die Mitarbeiter zu beachten. Dies impliziert zukünftig ein reines Kostendeckungsprinzip im Bereich der Personalkosten. Personalkosten müssen dabei von den Kostenträgern bis zur Höhe von Tariflöhnen anerkannt werden, unabhängig davon, ob das Unternehmen tariflich gebunden ist. Darüber hinaus ist nun gesetzlich vorgegeben, dass zukünftig bei Pflegesatzverhandlungen das allgemeine Unternehmerrisiko berücksichtigt werden muss. In welcher Größenordnung dies geschehen soll, ist allerdings bislang nicht festgelegt. Nachdem Bestrebungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Implementierung eines flächendeckenden Tarifvertrages in der Pflege am Widerstand kirchlicher Arbeitgeber gescheitert sind, hat das Bundeskabinett im Rahmen der Konzertierten Aktion Pflege am 02. Juni 2021 eine weitere Pflegereform beschlossen. Hierbei sollen ab dem 01. September 2022 nur noch solche Pflegeeinrichtungen zur Abrechnung mit den Pflegekassen zugelassen werden, welche ihre Pflege- und Betreuungskräfte mindestens in Höhe einer Tarifbezahlung entlohnen. Die exakten Rahmenbedingungen hierzu sind auch wenige Wochen vor Inkrafttreten des Gesetzes noch unklar. Weiterhin müssen die vollzogenen Reformen der Pflegeversicherung und die damit verbundenen Auswirkungen berücksichtigt werden. Hierzu gehören insbesondere die stärkere finanzielle Unterstützung ambulanter und teilstationärer Versorgungsformen sowie die Neuregelungen zum Pflegebedürftigkeitsbegriff (insbesondere Berücksichtigung der eingeschränkten Alltagskompetenz) und die damit einhergehende Umstellung der bisherigen Pflegestufen auf Pflegegrade. Durch die gleichzeitige Einführung einrichtungseinheitlicher Eigenanteile in der stationären Pflege wird es für die Bewohner zu einer Verteuerung bei den unteren Pflegegraden zu Gunsten der höheren Pflegegrade kommen. Tendenziell werden Pflegebedürftige mit niedrigen Pflegegraden ambulant und teilstationär versorgt werden und in stationären Einrichtungen überwiegend Menschen mit hoher Pflegebedürftigkeit leben. Weiterhin wird in stationären Pflegeeinrichtungen in Zukunft sicherlich die Betreuung von dementen Bewohnern die größte Bedeutung haben. Dies ergibt sich durch das steigende Durchschnittsalter der Bewohner in stationären Einrichtungen, mit dem auch die Wahrscheinlichkeit einer demenziellen Erkrankung stark ansteigt, carpe diem hat auf Grundlage des Wohngruppenprinzips ein spezielles Konzept für die Betreuung dementer Bewohner entwickelt und bereits in allen Senioren-Parks erfolgreich umgesetzt. Auf der Personalseite wird es darauf ankommen, geeignete Fach- und Führungskräfte in ausreichender Zahl gewinnen zu können bzw. an das Unternehmen zu binden. Zu diesem Zweck wurde in 2021 ein Programm zur Führungskräfteentwicklung aufgelegt. Die vom Gesetzgeber gewollte stärkere Ambulantisierung der Pflege und der damit langfristig verbundene höhere Personalbedarf werden die angespannte Personalsituation noch verschärfen. Eine intensive Personalakquisition sowie eine verstärkte Ausbildung sind in diesem Zusammenhang unabdingbar. Darüber hinaus baut carpe diem gezielt mit Partnern Netzwerke und Strukturen auf, um direkt Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben. Bezüglich der Personalstabilität werden unternehmensinterne Weiterentwicklungsmöglichkeiten angeboten sowie umfangreiche Aus- und Fortbildungsmaßnahmen durchgeführt, die mit einer individuellen Karriereplanung einhergehen. Das betriebliche Gesundheitsmanagement, die betriebliche Altersvorsorge, individuelle Vergütungs- und Arbeitszeitmodelle sind weitere wichtige Elemente. Durch den Ausbau des zentralen Personalmanagements sieht sich die Unternehmensgruppe in diesem wichtigen Bereich gut aufgestellt. Die Geschäftsjahre 2020 bis 2022 sind durch die COVID-19 -Pandemie geprägt und verursachen einen hohen personellen Zusatzaufwand aufgrund der zahlreichen Corona- und Infektionsschutzverordnungen. Ein wirtschaftliches Risiko besteht hingegen für die Unternehmensgruppe hierdurch nicht, da mit dem durch die Bundesregierung aufgespannten Pflegerettungsschirm, dessen Laufzeit am 30. Juni 2022 endet, Mindereinnahmen in den Pflegebereichen sowie coronabedingte Mehraufwendungen kompensiert werden. Es wird jedoch für den Erfolg der zweiten Jahreshälfte 2022 von entscheidender Bedeutung sein, die durch die abrupt endenden Programme inklusive der ebenfalls am 30. Juni 2022 auslaufenden Coronavirus-Testverordnung freiwerdenden personellen Ressourcen effektiv zu nutzen, um zügig zu einer Auslastung der Kapazitäten zurückzukehren, wie sie vor der Pandemie vorherrschte. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung ergeben sich aktuell Unsicherheiten in Bezug auf die Auswirkung der Situation in der Ukraine. Es zeichnen sich im Zeitpunkt der Abschlusserstellung deutliche Preisanstiege für die Energieversorgung, aber auch für medizinische Produkte, Lebensmittel und Wirtschaftsbedarf ab. Darüber hinaus sind Lieferengpässe einzelner, benötigter Produkte möglich. Prognose Wesentliche Aufgaben in 2022 sind unverändert die Überwindung der Corona-Pandemie, wirtschaftlich insbesondere in der zweiten Jahreshälfte nach dem Wegfall der Rettungsschirmkompensationen sowie die Umsetzung der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Weitere wesentliche Aufgaben sind der Aufbau der Strukturen und Prozesse an den neuen Standorten sowie nach Beendigung der Corona-Pandemie das Erreichen einer hohen durchschnittlichen Belegung in den stationären Pflegebereichen. Für das Jahr 2022 werden die Eröffnungen des Senioren-Parks in Bad Eilsen sowie die Eröffnung einer Zweigstelle des Senioren-Parks Würselen in Jülich-Koslar mit Tagespflege und Betreutem Wohnen vorbereitet. Zusammen für alle carpe diem Gesellschaften erwarten wir bereinigt um die Innenumsätze für 2022 voraussichtlich Umsatzerlöse i. H. v. 155,8 Mio. EUR bei einem Jahresergebnis von 5,8 Mio EUR. Im Jahr 2023 werden nach derzeitiger Planung voraussichtlich Umsatzerlöse i. H. v. 162,3 Mio. EUR bei einem Jahresergebnis von 6,7 Mio. EUR erreicht. Coronaauswirkungen sowie ökonomische Effekte des Krieges in der Ukraine wurden hierbei aufgrund des vernachlässigbaren Einflusses nicht berücksichtigt. In den kommenden Jahren erwarten wir eine weitere positive Entwicklung. Zukünftig sollen je nach Marktentwicklung und gesetzlichen Rahmenbedingungen weitere Senioren-Parks eröffnet bzw. bestehende Einrichtungen übernommen werden. Darüber hinaus sollen um die bestehenden Standorte die Angebote auch mit Ergänzungseinrichtungen in der Fläche ausgebaut werden. Dies hätte zur Folge, dass die positiven Ergebnisse weiter gesteigert werden können. Hinsichtlich der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die künftige Lage der Gesellschaft kommt die Geschäftsführung zu dem Schluss, dass eine zuverlässige Prognose der finanziellen Auswirkungen auf die Gesellschaft derzeit nicht möglich ist, insbesondere hinsichtlich der zeitnahen Refinanzierung sprunghaft gestiegener Aufwendungen wie bspw. im Energiebereich. Aufgrund ihrer sehr guten Liquiditätsausstattung ist die Gesellschaft jedoch jederzeit in der Lage, in solchen Ausnahmesituationen auch Zeiträume von bis zu zwei Jahren zu überbrücken.
Wermelskirchen, den 30. Juni 2022 Jan Christian Schreiter Thomas Goetz Martin Niggehoff Die Einstandserklärung des Mutterunternehmens nach §§ 264 Abs. 3, 264b HGB zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 Zwischen der Firma carpe diem - Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mbH, Wermelskirchen, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln HRB 56990 und folgenden Töchterunternehmen besteht ein Ergebnisabführungsvertrag:
Wermelskirchen, den 01.09.2022 carpe diem - Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mbH, Wermelskirchen Geschäftsführung Die Einstandserklärung des Mutterunternehmens nach §§ 264 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB zum Rumpfgeschäftsjahr vom 28.06.2021 bis zum 31.12.2021 Übernahme der Verpflichtungen/Erklärung zur EinstandspflichtDie carpe diem - Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mbH erklärt sich hiermit gegenüber der Pflegedienste carpe diem GmbH gemäß § 264 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB im Innenverhältnis bereit, für die von der Pflegedienste carpe diem GmbH bis zum Abschlussstichtag 31.12.2021 eingegangenen Verpflichtungen im folgenden Geschäftsjahr einzustehen. Die carpe diem - Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mbH erklärt sich insoweit im Innenverhältnis bereit, die Pflegedienste carpe diem GmbH in der Weise finanziell auszustatten, dass die Pflegedienste carpe diem GmbH stets in der Lage ist, ihren Verpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern fristgemäß nachzukommen.
Wermelskirchen, den 15.12.2021 carpe diem - Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mbH, Wermelskirchen Geschäftsführung |
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