IB-Lenhardt
AG
St.
Ingbert
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31.Dezember 2023
1. Geschäftsmodell
Die IB-Lenhardt AG ist ein führender Dienstleister
im Bereich "Global Market Access" und spezialisiert sich auf
die weltweite regulatorische Prüfung und Zertifizierung
von Produkten. Zu unseren Kunden zählen renommierte
Automobilkonzerne, Zulieferer, Hersteller von Industrie- und
Medizinprodukten sowie große Unternehmen aus der
Consumer-Elektronikbranche.
Mit einem erfahrenen Team aus Prüfingenieuren und
Zertifizierungsexperten agiert die IB-Lenhardt AG als
Wegbereiter für die globale Markteinführung von
Funkprodukten. Durch langjährige Erfahrung im Bereich
International Type Approval und Global Market Access
Solutions, einem weltweiten Netzwerk von Agenten und engen
Kontakten zu den verantwortlichen Behörden in den
jeweiligen Ländern, positioniert sich die IB-Lenhardt AG
als kompetente Schnittstelle zwischen Kunden, Produkten und
deren Zulassung in den Zielmärkten.
Die IB-Lenhardt AG bietet maßgeschneiderten
Service aus einer Hand, der den Kunden durch hohe Effizienz
bei überschaubaren Kosten einen signifikanten
Wettbewerbsvorteil verschafft. Unser Geschäftsmodell ist
stark kundenorientiert und legt großen Wert auf eine
Rundum-Betreuung.
Seit der Gründung liegt der strategische Fokus des
Unternehmens auf digitalen und vernetzten Prozessen und
Kompetenzen. Leitgedanken sind stabiles und gesundes
Wachstum, fachliche Expertise, Innovationskraft,
Kundennähe und Digitalisierung.
Zur digitalen Vernetzung und für Transparenz und
Interaktion mit unseren Kunden nutzen wir unsere eigens
entwickelte Software TAMSys.
Die IB-Lenhardt AG besitzt mehrere Tochterunternehmen,
die darauf ausgerichtet sind, das Kerngeschäft der
internationalen Funkzulassungen um kundenspezifische
Dienstleistungen zu erweitern. Die Muttergesellschaft
übernimmt für diese Tochtergesellschaften nahezu
alle zentralen und administrativen Funktionen, wie etwa
Einkauf, Finanzen, IT, Vertrieb, Teile der Organisation,
Rechnungswesen, Personalverwaltung und gemeinsamen
Marktauftritt.
Tochterunternehmen
IB-Lenhardt KK
Die IB-Lenhardt KK, gegründet im Jahr 2018, hat
ihren Fokus auf Test- und Zertifizierungsdienstleistungen
für Kunden aus dem japanischen Markt gelegt. Um den
japanischen Kunden bestmöglich zu betreuen, befindet
sich das Büro in Tokio.
IB-Lenhardt Inc.
Die US-Niederlassung IB-Lenhardt Inc., welche im Jahr
2022 gegründet wurde, konzentriert sich auf Test- und
Zertifizierungsdienstleistungen für den amerikanischen
Markt. Das Unternehmen hat seinen Sitz in San Jose,
Kalifornien, um die Kunden vor Ort optimal zu
unterstützen.
KL-Certification GmbH
Die KL-Certification GmbH wurde 2017 gegründet und
konzentriert sich auf die Bearbeitung von
Zertifizierungsanfragen und das Ausstellen von Zertifikaten
für die Märkte in der EU, den USA, Kanada und
Japan. Ihre Dienstleistungen bietet die KL-Certification GmbH
direkt am Standort der IB-Lenhardt AG in St. Ingbert an.
IBL-Lab GmbH
Die IBL-Lab GmbH wurde 2018 gegründet und
erweitert das Portfolio der IB-Lenhardt AG um akkreditierte
Prüfdienstleistungen in den Bereichen Elektrische
Sicherheit (Safety), Elektromagnetische Verträglichkeit
(EMC) und Telekommunikation (Radio). Seit 2022 bieten wir
auch QI-Protokollprüfungen als ATL (Authorized Test Lab)
für drahtlose Ladeprodukte (Wireless Charging) an.
2.Wirtschaftsbericht
a.) Rahmenbedingungen
Trotz der Herausforderungen, die durch den Konflikt
zwischen der Ukraine und Russland im Jahr 2023 entstanden
sind, ist es dem Unternehmen gelungen, seine Marktposition
weiter zu stärken und den Umsatz nahezu auf dem Niveau
des Vorjahres zu halten, was eine bemerkenswerte Leistung
darstellt. Die Verzögerungen bei den Zulassungen, das
Einhalten der Compliance-Richtlinien trotz Sanktionen und die
Probleme bei der Abwicklung bestellter Projekte haben den
Betrieb beeinflusst.
Sowohl auf gesamtwirtschaftlicher als auch auf
branchenspezifischer Ebene gestaltete sich die Marktlage im
Jahr 2023 als anspruchsvoll. In der Automobilindustrie
hielten Lieferengpässe, insbesondere im Bereich der
Halbleiter, weiterhin an, und auch der Preiswettbewerb blieb
bestehen.
Trotzdem schritt die Digitalisierung kontinuierlich
voran. Immer mehr funktechnologische Produkte werden
miteinander vernetzt (IoT - Internet of Things), was zu einer
ständigen Erweiterung des Portfolios führt.
Beispielsweise entwickelt sich im Automotive-Bereich die
Fahrzeugsensorik rasant weiter, wodurch die Nachfrage nach
Labor- und Zulassungsdienstleistungen weiter ansteigt. Dies
ermöglicht trotz des Preiswettbewerbs ein
kontinuierliches und gesundes Wachstum.
Infolgedessen ergeben sich hervorragende
Entwicklungschancen, in denen die IB-Lenhardt AG sich in dem
immer stärker wachsenden Markt positionieren kann.
b.) Geschäftsentwicklung
Die IB-Lenhardt AG setzte auch im Jahr 2023 auf ein
beständiges Wachstum. Im Fokus stand die kontinuierliche
Erweiterung der Geschäftsfelder, wobei das Unternehmen
in den neuen Geschäftsbereich des QI-Testings von
Wireless-Charging-Produkten investierte. Zudem wurden
Branchen, insbesondere im Bereich der Industrie 4.0, Health
und Consumer Electronics, weiter fokussiert und ausgebaut.
Angesichts der geopolitisch anspruchsvollen Lage bietet sich
im Bereich der Verteidigung ein vielversprechendes
Geschäftsfeld. Unser Bestreben ist es, in diesem Sektor
ebenfalls Prüfdienstleistungen anzubieten, um somit eine
neue Möglichkeit der Geschäftsentwicklung zu
erschließen.
Die Labordienstleistungen der IBL-Lab GmbH haben auch
im Jahr 2023 weiterhin sowohl bei Bestands- als auch bei
Neukunden großen Anklang gefunden, was zu einer
fortgesetzten hohen Kundenzufriedenheit beigetragen hat. Dies
hat es uns ermöglicht, einen Umsatzwachstum von rund 35%
erfolgreich zu realisieren. Insbesondere die steigende
Bedeutung von IT-nahen Dienstleistungen sowie die
kontinuierliche Überwachung, Kontrolle und
vollständige Dokumentation sämtlicher
Produktzulassungen unterstreichen die anhaltende Relevanz
unseres Angebots für unsere geschätzten Kunden.
Die IB-Lenhardt AG hat seit Beginn konsequent die
Digitalisierung vorangetrieben und dabei die Software TAMSys
entwickelt, um effiziente Prozesse zur Verwaltung und
Steuerung von Funkzulassungen zu ermöglichen. Im Jahr
2023 haben wir weiter in die Weiterentwicklung dieser
Software investiert, um unseren Kunden einen erheblichen
Mehrwert bei der Verwaltung und Steuerung von Funkzulassungen
sowie damit verbundenen Projekten zu bieten. Auf unserem Weg
zu kontinuierlicher Verbesserung setzen wir auch
verstärkt auf die Weiterentwicklung von TAMSys sowie auf
eine ausgereifte Marketingstrategie, die unter anderem die
Produktion von Werbevideos umfasst, um unsere Produkte und
Dienstleistungen optimal zu präsentieren und unseren
Kundenkreis zu erweitern.
c.) Ertragslage
Das Unternehmen verzeichnete beim Umsatz einen
geringfügigen Rückgang um 6,0 T€ von 9.238,6
T€ auf 9.232,6 T€. Die sonstigen betrieblichen
Erträge stiegen von 73,0 T€ um 13,2 T€ auf
86,2 T€. Hierbei handelt es sich insbesondere um
Sachbezüge und Kostenerstattungen gemäß dem
Aufwendungsausgleichsgesetz. Das Ergebnis nach Steuern
erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 53,6 T€
von 1.283,0 T€ auf 1.336,6 T€, was einer Steigerung
von 4,2% entspricht. Der Jahresüberschuss belief sich
auf 1.319,1 T€, was einer Zunahme von 152 T€ oder
13,03% gegenüber den 1.167,1 T€ im Jahr 2022
entspricht.
d.) Personal
Die Beschäftigungsstruktur blieb im Vergleich zum
Vorjahr nahezu unverändert. Zum 31.12.2023
beschäftigte die IB-Lenhardt AG 27 Mitarbeiter sowie
weitere 15 Mitarbeiter in den Tochtergesellschaften. Nicht
alle geplanten Stellen konnten besetzt werden, insgesamt
blieben zwei Stellen in den Bereichen Sales und Labor
unbesetzt.
Im Jahr 2023 wurde in den Aufbau fachspezifischer
Kompetenzen sowie in die Absicherung und Weiterentwicklung
der Mitarbeiter durch Fortbildungen investiert. Aufgrund des
Wachstums und der Erweiterung der Prüfdienstleistungen
plant die IB-Lenhardt AG, ihre Kapazitäten und ihr
Know-how im Personalbereich im Jahr 2024 weiter auszubauen.
Auch für 2024 ist eine Fortführung der
Ausbildungsstellen geplant.
Angesichts des Fachkräftemangels am Arbeitsmarkt
wurden neue Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung
entwickelt, insbesondere im Labor.
e.) Vermögenslage & Investitionen
Die Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag 10.003,4
T€ gegenüber 8.534,5 T€ im Vorjahr. Das
Bruttovermögen ist somit um 1.468,9 T€ gestiegen.
Beim Sachanlagevermögen erfolgte eine Abnahme um
147,7 T€, im Wesentlichen durch planmäßige
Abschreibungen. Das Finanzanlagevermögen ist von 74,9
T€ im Vorjahr um 32,5 T€ auf 107,4 T€
angestiegen (Kapitalerhöhung der US-amerikanischen
Tochtergesellschaft).
Das Umlaufvermögen ist um 1.582,4 T€
angestiegen. Innerhalb der Vorräte hat sich der Bestand
an unfertigen Leistungen und geleisteten Anzahlungen um
49,9 T€ vermindert. Bei den Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen ist eine Verminderung von 449,8 T€ zu
verzeichnen. Die Forderungen gegen die Tochtergesellschaften
haben um 1.986,3 T€ zugenommen, bedingt durch eine
Darlehensgewährung an die Tochtergesellschaft IBL-Lab
GmbH. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um
15,1 T€ zurückgegangen.
Der Rechnungsabgrenzungsposten hat sich
geringfügig um 1,6 T€ von 22,7 T€ auf 24,3
T€ erhöht.
Auf der Passivseite hat sich, bedingt durch den
Jahresüberschuss, insbesondere das Eigenkapital
erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt
unverändert 90,0 %.
f.) Finanzlage
Die liquiden Mittel sind im Berichtsjahr mit 744,3
T€ gegenüber 633,4 T€ im Vorjahr um 110,9
T€ angestiegen. Der Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit betrug in 2023 rund -95,3
T€, aus Investitionstätigkeit 3,5 T€ und aus
Finanzierungstätigkeit 202,7 T€.
Die Liquidität der IB-Lenhardt AG war über
das gesamte Berichtsjahr hinweg ausreichend
gewährleistet.
Für eine verantwortungsvolle Geschäftspolitik
spricht nach wie vor die außerordentlich gute
Finanzlage. Das Ziel, den Umsatz trotz der schwierigen
geopolitischen Konflikte weiterhin konstant zu steigern,
wurde dank strategisch wichtiger Entscheidungen des
Managements erreicht und übertroffen.
Die Tochtergesellschaft IBL-Lab GmbH hat im Jahr 2023
zwei neue Testhallen gebaut und somit die
Prüfkapazität nahezu verdoppelt.
Das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 ist, gemessen
an der Positionierung am Markt sowie an der Erreichung der
internen Zielvorgaben und vor dem Hintergrund der weltweiten
Wirtschaftskrise und anderer globaler Herausforderungen, sehr
erfolgreich verlaufen.
Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der
Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr
zufrieden.
g.) Finanzielle und nicht finanzielle
Leistungsindikatoren
Die bedeutsamste Kennzahl der IB-Lenhardt AG ist der
Umsatz. Ebenso sind die bilanzielle Eigenkapitalquote und der
Jahresüberschuss von Bedeutung für die Steuerung
unserer Gesellschaft.
Das hohe Engagement und der tatkräftige Einsatz
der Mitarbeiter sowie die Verfolgung und Erreichung der
innerbetrieblichen Ziele, die für das Unternehmen einen
hohen Stellenwert haben, bilden die Grundlage des Erfolgs der
IB-Lenhardt AG.
Auch unseren langjährigen Kunden gilt unser
besonderer Dank für die Verbundenheit zu unserem
Unternehmen. Durch die Kundenpflege und die Intensivierung
der Geschäftsbeziehungen ermöglichen die Kunden der
IB-Lenhardt AG, preisaggressive Angriffe aus dem In- und
Ausland abzuwehren.
Die Geschäftsführung ist stolz auf die
Leistungen und Ergebnisse des Jahres 2023 und blickt
optimistisch in die Zukunft. Die kontinuierliche
Weiterentwicklung der Geschäftsbereiche und die
Erschließung neuer Märkte werden auch in den
kommenden Jahren das Wachstum des Unternehmens vorantreiben.
Im Jahr 2024 sind weitere Investitionen in
Infrastruktur, Digitalisierung und Personal geplant, um die
Wettbewerbsfähigkeit der IB-Lenhardt AG und ihrer
Tochtergesellschaften langfristig zu sichern und auszubauen.
Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Weiterentwicklung
der Mitarbeiter, die Stärkung der Kundenbeziehungen und
die Optimierung der internen Prozesse gelegt.
Mit diesen Maßnahmen und der kontinuierlichen
Anpassung an die sich verändernden Marktbedingungen ist
die IB-Lenhardt AG gut aufgestellt, um auch zukünftig
erfolgreich am Markt zu agieren und ihren Kunden innovative
und qualitativ hochwertige Lösungen anzubieten.
3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Risiken:
Das Risikomanagement bei der IB-Lenhardt AG ist ein
wesentlicher Bestandteil einer verantwortungsvollen
Unternehmensführung. Es ist von entscheidender
Bedeutung, Risiken kontinuierlich zu identifizieren und
potenzielle Gefahren zu vermeiden. Zu diesem Zweck werden
sowohl interne als auch externe Risiken vierteljährlich
erfasst, analysiert, bewertet und entsprechend angepasst.
Die allgemeine Wirtschaftslage in Europa bleibt
instabil. Konjunkturbedingte Risiken und die Folgen der
zahlreichen geopolitischen Spannungen werden kontinuierlich
beobachtet und eingeschätzt. Diese geopolitischen
Spannungen wurden als potenzielles Geschäftsrisiko
identifiziert. Zu diesem Zweck haben wir eine umfassende
Risikoanalyse durchgeführt und überwachen
kontinuierlich Sanktionslisten. Jegliche Aktivitäten,
die von Sanktionen betroffen sind, wurden von uns ausgesetzt,
um sicherzustellen, dass wir in Übereinstimmung mit den
geltenden Vorschriften handeln.
Der anhaltende Trend zur Digitalisierung, Vernetzung
und Integration von Funktechnologien in eine Vielzahl von
Produkten führt zu einem zunehmenden Markt für
Testdienstleistungen und Zertifizierungen. Aufgrund dieses
Trends ist das Geschäftsrisiko eines möglichen
Umsatzeinbruchs als äußerst gering einzustufen.
Die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern wird jedoch
zunehmend herausfordernder. Um dem Fachkräftemangel
entgegenzuwirken, hat die IB-Lenhardt AG ihre
Attraktivität gesteigert, indem sie neue
Arbeitszeitmodelle mit flexibleren Arbeitszeiten,
Möglichkeiten für mobiles Arbeiten und weitere
Vorteile für die Mitarbeiter einführt.
Wettbewerbs- und Preisrisiken sind hingegen konstant
geblieben. Der Kostendruck auf unsere Kunden, insbesondere im
Automobilbereich, nimmt durch neue Technologien weiter zu und
wird an die Zulieferer weitergegeben. Dies hatte auch im Jahr
2023 Auswirkungen auf die IB-Lenhardt AG, was zu geringeren
Margen führte. Diese Herausforderungen wurden jedoch
durch Mehrumsätze, die Gewinnung neuer Kunden sowie
interne Kosteneinsparungen und Optimierungen wie die
Bündelung von Tätigkeiten und die Digitalisierung
interner administrativer Prozesse erfolgreich kompensiert.
Das hohe Qualitätsbewusstsein unserer Mitarbeiter
trägt dazu bei, mögliche Schäden zu vermeiden.
Veränderungen in internationalen Regulierungen stellen
zwar ein potenzielles Risiko dar, jedoch wird durch direkten
Kontakt zu den Behörden der betroffenen Länder und
die Vorlage regulatorischer Nachweise die Richtigkeit der
Informationen sichergestellt. Dank dieser Maßnahmen
sind in 2023 keine Umsatzeinbrüche entstanden.
Die IB-Lenhardt AG setzt nahezu ausschließlich
auf IT-gestützte Prozesse. Durch hohe firmeneigene
IT-Sicherheitsstandards wird die Zuverlässigkeit der
eingesetzten Informationstechnologien gewährleistet.
Unsere IT-Sicherheitsrichtlinien orientieren sich an
etablierten Standards und werden kontinuierlich
überwacht und getestet. Im Falle von Störungen kann
sofort reagiert werden, und die umfassende, mehrfache
Datensicherung ermöglicht eine schnelle Wiederaufnahme
der Anwendungen. Die Notfallvorsorge ist gewährleistet,
um sicherzustellen, dass das Unternehmen jederzeit
handlungsfähig bleibt und Risiken aus Angriffen auf die
IT-Infrastruktur abgewendet werden können.
Darüber hinaus trägt die Förderung eines
hohen Qualitäts- und Risikobewusstseins bei allen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Minimierung interner
Risiken bei. Potenzielle externe Risiken, wie zum Beispiel
rechtliche Veränderungen oder ein zunehmender
Preiswettbewerb, werden regelmäßig beobachtet. Bei
Bedarf werden Maßnahmen entwickelt und deren
Wirksamkeit überprüft, um die
Leistungsfähigkeit auch bei negativen Einflüssen
aufrechtzuerhalten. Softwaregestützte Risikoerfassungs-
und Überprüfungssysteme ermöglichen es den
Verantwortlichen, die Risikolage zu beurteilen und zu
dokumentieren.
Aktuell besteht für die IB-Lenhardt AG keine
Gefährdung aus den identifizierten Risiken.
Chancen:
Durch die zunehmende globale Vernetzung von Produkten
und Maschinen mit stationären und mobilen Anwendungen
sowie den Trend zur Entwicklung vernetzter Produkte über
Funktechnologien erwarten wir eine steigende Nachfrage nach
weltweiten Funkzulassungen, was wiederum die Nachfrage nach
Prüfdienstleistungen und Zertifizierungen steigern wird.
Die IB-Lenhardt AG setzt weiterhin ihren Fokus auf den
Ausbau ihrer digitalen Kernkompetenzen, um Kunden dabei zu
unterstützen, die Digitalisierung optimal für ihre
Produkte und Prozesse zu nutzen.
Dank unserer hochmodernen Testlaborinfrastruktur und
unserer von staatlichen Stellen anerkannten Test- und
Zertifizierungsdienstleistungen bieten wir ein attraktives,
umfassendes Angebot aus einer Hand. Dieses beinhaltet
akkreditierte Prüfungen, Zertifizierungen und die
Projektabwicklung auf höchstem Niveau.
Ende 2023 wurde der "European Chips Act" als Teil eines
umfassenden Maßnahmenpakets zur Stärkung des
Halbleiterökosystems der EU verabschiedet. Eine zentrale
Maßnahme dieser Verordnung ist die Zielsetzung, die
europäische Chipproduktion bis 2030 von 10% auf 20% zu
verdoppeln.
Der "European Chips Act" stellt eine bedeutende Chance
für die IB-Lenhardt AG dar, da er die Rahmenbedingungen
für die europäische Halbleiterindustrie grundlegend
verändert. Durch die Zielsetzung, die europäische
Chipproduktion bis 2030 zu verdoppeln, entsteht eine
gesteigerte Nachfrage nach Prüf- und
Zertifizierungsdienstleistungen für beispielsweise
Referenzdesigns von Funkchips, die von IB-Lenhardt angeboten
werden. Als Anbieter hochspezialisierter Dienstleistungen im
Bereich der Prüfung und Zertifizierung von Funkprodukten
ist das Unternehmen optimal positioniert, um von dieser
Entwicklung zu profitieren.
Mit dem verstärkten Fokus auf die lokale
Produktion von Halbleitern in Europa wird die IB-Lenhardt AG
als Partner für Unternehmen zunehmend wichtiger, die
ihre Produkte für den europäischen Markt
zertifizieren und prüfen lassen müssen.
Darüber hinaus könnte die steigende Nachfrage nach
Prüf- und Zertifizierungsdienstleistungen auch zu einem
erweiterten Leistungsangebot und einem möglichen Ausbau
der Geschäftstätigkeiten von IB-Lenhardt
führen.
Da das Thema Sicherheit zunehmend in den Fokus aller
Kunden rückt, plant die IB-Lenhardt AG für 2023 die
Zertifizierung nach ISO 27001 sowie TISAX erfolgreich
abzuschließen.
Beratungsdienstleistungen gewinnen in Bezug auf die
Marktzugänge der Kundenprodukte zunehmend an Bedeutung.
Die IB-Lenhardt AG ist bestens auf diese Entwicklung
vorbereitet und wird sich weiterhin als marktführender
Dienstleister positionieren, der optimale Lösungen
für die Kunden bereitstellt.
Die Balanced Scorecard ermöglicht es,
mittelfristige Ziele stets im Blick zu behalten. Dabei
konzentrieren wir uns insbesondere auf Umsatzziele,
Marktanalysen, Kundenbedürfnisse und Personalpolitik.
Jährliche Überprüfungen und Anpassungen werden
regelmäßig durchgeführt.
Compliance gewinnt zunehmend an Bedeutung für
unsere Kunden. Aus diesem Grund haben wir ein Compliance
Management System etabliert, das auf allen Ebenen aktiv
gelebt wird.
Auch der Unternehmenskodex wird gemeinsam mit allen
Mitarbeitern, Partnern und Kunden vom Management umgesetzt
und gelebt. Die IB-Lenhardt AG zeigt dadurch transparent ihre
Werte und Überzeugungen und sieht darin die Chance,
Mitarbeiter und Kunden langfristig an das Unternehmen zu
binden.
4. Prognose & Ausblick
Für das Jahr 2024 erwartet der Vorstand ein
weiteres Umsatzwachstum von mindestens 5%. Um dies zu
erreichen, wird die IB-Lenhardt AG im Jahr 2024 neue
Geschäftsfelder erschließen, Synergien zwischen
den Geschäftsbereichen nutzen und Strukturen sowie
Prozesse in den Dienstleistungen und im Vertrieb weiter
optimieren.im Jahr 2024 zielt die IB-Lenhardt AG darauf ab,
das Jahresergebnis auf dem Niveau von 2023 fortzuführen
und eine Eigenkapitalquote von 95% zu erreichen. Insbesondere
die Tochtergesellschaft IBL-Lab GmbH wird die Bereiche
Mobilfunk, SAR (Specific Absorption Rate), QI (Wireless
Charging), NFC (Near Field Communication) und NTN
(Non-Terrestrial Networks) weiter ausbauen.
Die innerbetrieblichen Ziele genießen
höchste Priorität. Unser Fokus liegt auf der
Erreichung unserer Umsatzziele, der strikten Einhaltung des
Budgets sowie der Expansion unseres Personalbereichs und der
Weiterentwicklung unserer digitalen Software. Zudem werden
wir verstärkt in die digitale Kundenakquise investieren,
um unsere Marktpräsenz zu stärken und unsere
Kundenbasis auszubauen.
Unterschrift des Vorstands
St. Ingbert, 15.05.2024
gez.
Daniel Lenhardt
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
4.776.377,78 |
4.891.543,13 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
1,00 |
1,00 |
| II.
Sachanlagen |
4.668.962,67 |
4.816.668,00 |
| III.
Finanzanlagen |
107.414,11 |
74.874,13 |
| B.
Umlaufvermögen |
5.202.642,94 |
3.620.204,64 |
| I.
Vorräte |
165.046,65 |
214.943,66 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
4.293.285,28 |
2.771.843,83 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
2.500.000,00 |
|
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
744.311,01 |
633.417,15 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
24.353,30 |
22.736,43 |
| Aktiva |
10.003.374,02 |
8.534.484,20 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
8.999.632,30 |
7.680.523,58 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
5.000.000,00 |
5.000.000,00 |
| II.
Gewinnrücklagen |
200.014,14 |
134.058,70 |
| III.
Bilanzgewinn |
3.799.618,16 |
2.546.464,88 |
| davon
Gewinnvortrag |
2.546.464,88 |
1.437.673,22 |
| B.
Rückstellungen |
536.911,41 |
435.007,88 |
| C.
Verbindlichkeiten |
466.830,31 |
418.952,74 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
266.830,31 |
418.952,74 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
200.000,00 |
|
| davon
gegenüber Gesellschaftern |
56,40 |
0,00 |
| Passiva |
10.003.374,02 |
8.534.484,20 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der
§§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für kleine
Kapitalgesellschaften aufgestellt.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
IB-Lenhardt AG |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
St. Ingbert |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Saarbrücken |
| Register-Nr.: |
HRB 102685 |
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte und das
Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten
angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden
mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von drei Jahren
abgeschrieben. Die Sachanlagen werden mit durchschnittlichen
Nutzungsdauern zwischen drei und fünfzig Jahren
abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen
wurden nach der voraussichtlichen
Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear
vorgenommen.
Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und
bewertet:
- Anteile an verbundenen Unternehmen zu
Anschaffungskosten
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
Die geleisteten Anzahlungen sind mit dem Nennwert
angesetzt.
Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen wurden
retrograd auf Basis der in Arbeit befindlichen Aufträge,
ausgehend von dem jeweiligen Projektfortschritt ermittelt.
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken
mit dem Nominalbetrag bewertet.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind
mit dem Nominalwert bewertet. Wertberichtigungsbedarf war
nicht erkennbar.
Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Aufwendungen
für Zeiträume nach dem Abschlussstichtag. Die
Beträge sind mit dem Nennwert angesetzt.
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital der Gesellschaft)
ist mit dem Nennwert angesetzt. Es handelt sich
ausschließlich um Namensaktien.
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das
Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten
Steuern.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle
weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden
alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Die Rückstellungsbildung erfolgte gem. § 253
Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Die Fremdwährungsumrechnung erfolgte zum EZB-Kurs
des Vortages des Rechnungsprüfungsdatums.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen
übernommen werden.
Angaben zur Bilanz
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5
Jahre und der Sicherungsrechte
Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als 5
Jahren bestehen -wie auch im Vorjahr- nicht.
Die Berichtsgesellschaft stellt Sicherheiten für
Fremdverbindlichkeiten im Unternehmensverbund in Form von
Bürgschaften und Grundschulden in Höhe von 4
Millionen EUR.
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten
Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB
Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden aus
folgenden Gründen nicht bilanziert:
Mit einer Inanspruchnahme aus den
Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen.
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es besteht eine Kontokorrentvereinbarung mit der
Organgesellschaft IBL-Lab GmbH mit einem gegenseitigen
Kontokorrentvolumen von 5 Mio. Euro.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Erträge und Aufwendungen aus der
Währungsumrechnung
Aus der Währungsumrechnung ergaben sich
Erträge in Höhe von 5.813,50 EUR (Vorjahr:
6.554,48 EUR).
Aus der Währungsumrechnung ergaben sich
Aufwendungen in Höhe von 12.338,85 EUR (Vorjahr:
23.362,69 EUR).
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten
Arbeitnehmer betrug 25,0.
Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer Größe
gem. § 293 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines
Konzernabschlusses befreit.
Unterschrift des Vorstandes
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 28.05.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN
ABSCHLUSSPRÜFERS
An die IB-Lenhardt AG, St. Ingbert
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der IB-Lenhardt AG, St.
Ingbert, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und
der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IB-Lenhardt
AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts "
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des
Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss
unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in
Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig
bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu
ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h.
Manipulationen der Rechnungslegung und
Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass
aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestäigungsvermerks
erlangten Prüungsnachweise. Zuküftige Ereignisse
oder Gegebenheiten könen jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßer
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis
ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen
wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben
von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesem Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Saarbrücken, den 15. Mai
2024
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez.
Carsten Palm, Wirtschaftsprüfer
gez.
ppa. Doreen Rendl, Wirtschaftsprüferin
|