Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 102685
Eingetragen
28.9.2015
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungErbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Gegenstand
Die Erbringung von Dienstleistungen zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen an Produkte bzw. Dienstleistungen, sowie die Beratung von staatlichen Stellen zur Erstellung regulatorischer Rahmenbedingungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michaela Schilke
seit 29.12.2021
Prokura
Daniel Lenhardt
seit 28.9.2015
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IB-Lenhardt AG

St. Ingbert

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.Dezember 2023


1. Geschäftsmodell

Die IB-Lenhardt AG ist ein führender Dienstleister im Bereich "Global Market Access" und spezialisiert sich auf die weltweite regulatorische Prüfung und Zertifizierung von Produkten. Zu unseren Kunden zählen renommierte Automobilkonzerne, Zulieferer, Hersteller von Industrie- und Medizinprodukten sowie große Unternehmen aus der Consumer-Elektronikbranche.

Mit einem erfahrenen Team aus Prüfingenieuren und Zertifizierungsexperten agiert die IB-Lenhardt AG als Wegbereiter für die globale Markteinführung von Funkprodukten. Durch langjährige Erfahrung im Bereich International Type Approval und Global Market Access Solutions, einem weltweiten Netzwerk von Agenten und engen Kontakten zu den verantwortlichen Behörden in den jeweiligen Ländern, positioniert sich die IB-Lenhardt AG als kompetente Schnittstelle zwischen Kunden, Produkten und deren Zulassung in den Zielmärkten.

Die IB-Lenhardt AG bietet maßgeschneiderten Service aus einer Hand, der den Kunden durch hohe Effizienz bei überschaubaren Kosten einen signifikanten Wettbewerbsvorteil verschafft. Unser Geschäftsmodell ist stark kundenorientiert und legt großen Wert auf eine Rundum-Betreuung.

Seit der Gründung liegt der strategische Fokus des Unternehmens auf digitalen und vernetzten Prozessen und Kompetenzen. Leitgedanken sind stabiles und gesundes Wachstum, fachliche Expertise, Innovationskraft, Kundennähe und Digitalisierung.

Zur digitalen Vernetzung und für Transparenz und Interaktion mit unseren Kunden nutzen wir unsere eigens entwickelte Software TAMSys.

Die IB-Lenhardt AG besitzt mehrere Tochterunternehmen, die darauf ausgerichtet sind, das Kerngeschäft der internationalen Funkzulassungen um kundenspezifische Dienstleistungen zu erweitern. Die Muttergesellschaft übernimmt für diese Tochtergesellschaften nahezu alle zentralen und administrativen Funktionen, wie etwa Einkauf, Finanzen, IT, Vertrieb, Teile der Organisation, Rechnungswesen, Personalverwaltung und gemeinsamen Marktauftritt.

Tochterunternehmen

IB-Lenhardt KK
Die IB-Lenhardt KK, gegründet im Jahr 2018, hat ihren Fokus auf Test- und Zertifizierungsdienstleistungen für Kunden aus dem japanischen Markt gelegt. Um den japanischen Kunden bestmöglich zu betreuen, befindet sich das Büro in Tokio.

IB-Lenhardt Inc.
Die US-Niederlassung IB-Lenhardt Inc., welche im Jahr 2022 gegründet wurde, konzentriert sich auf Test- und Zertifizierungsdienstleistungen für den amerikanischen Markt. Das Unternehmen hat seinen Sitz in San Jose, Kalifornien, um die Kunden vor Ort optimal zu unterstützen.

KL-Certification GmbH
Die KL-Certification GmbH wurde 2017 gegründet und konzentriert sich auf die Bearbeitung von Zertifizierungsanfragen und das Ausstellen von Zertifikaten für die Märkte in der EU, den USA, Kanada und Japan. Ihre Dienstleistungen bietet die KL-Certification GmbH direkt am Standort der IB-Lenhardt AG in St. Ingbert an.

IBL-Lab GmbH
Die IBL-Lab GmbH wurde 2018 gegründet und erweitert das Portfolio der IB-Lenhardt AG um akkreditierte Prüfdienstleistungen in den Bereichen Elektrische Sicherheit (Safety), Elektromagnetische Verträglichkeit (EMC) und Telekommunikation (Radio). Seit 2022 bieten wir auch QI-Protokollprüfungen als ATL (Authorized Test Lab) für drahtlose Ladeprodukte (Wireless Charging) an.

2.Wirtschaftsbericht

a.) Rahmenbedingungen

Trotz der Herausforderungen, die durch den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland im Jahr 2023 entstanden sind, ist es dem Unternehmen gelungen, seine Marktposition weiter zu stärken und den Umsatz nahezu auf dem Niveau des Vorjahres zu halten, was eine bemerkenswerte Leistung darstellt. Die Verzögerungen bei den Zulassungen, das Einhalten der Compliance-Richtlinien trotz Sanktionen und die Probleme bei der Abwicklung bestellter Projekte haben den Betrieb beeinflusst.
Sowohl auf gesamtwirtschaftlicher als auch auf branchenspezifischer Ebene gestaltete sich die Marktlage im Jahr 2023 als anspruchsvoll. In der Automobilindustrie hielten Lieferengpässe, insbesondere im Bereich der Halbleiter, weiterhin an, und auch der Preiswettbewerb blieb bestehen.
Trotzdem schritt die Digitalisierung kontinuierlich voran. Immer mehr funktechnologische Produkte werden miteinander vernetzt (IoT - Internet of Things), was zu einer ständigen Erweiterung des Portfolios führt. Beispielsweise entwickelt sich im Automotive-Bereich die Fahrzeugsensorik rasant weiter, wodurch die Nachfrage nach Labor- und Zulassungsdienstleistungen weiter ansteigt. Dies ermöglicht trotz des Preiswettbewerbs ein kontinuierliches und gesundes Wachstum.
Infolgedessen ergeben sich hervorragende Entwicklungschancen, in denen die IB-Lenhardt AG sich in dem immer stärker wachsenden Markt positionieren kann.

b.) Geschäftsentwicklung

Die IB-Lenhardt AG setzte auch im Jahr 2023 auf ein beständiges Wachstum. Im Fokus stand die kontinuierliche Erweiterung der Geschäftsfelder, wobei das Unternehmen in den neuen Geschäftsbereich des QI-Testings von Wireless-Charging-Produkten investierte. Zudem wurden Branchen, insbesondere im Bereich der Industrie 4.0, Health und Consumer Electronics, weiter fokussiert und ausgebaut. Angesichts der geopolitisch anspruchsvollen Lage bietet sich im Bereich der Verteidigung ein vielversprechendes Geschäftsfeld. Unser Bestreben ist es, in diesem Sektor ebenfalls Prüfdienstleistungen anzubieten, um somit eine neue Möglichkeit der Geschäftsentwicklung zu erschließen.

Die Labordienstleistungen der IBL-Lab GmbH haben auch im Jahr 2023 weiterhin sowohl bei Bestands- als auch bei Neukunden großen Anklang gefunden, was zu einer fortgesetzten hohen Kundenzufriedenheit beigetragen hat. Dies hat es uns ermöglicht, einen Umsatzwachstum von rund 35% erfolgreich zu realisieren. Insbesondere die steigende Bedeutung von IT-nahen Dienstleistungen sowie die kontinuierliche Überwachung, Kontrolle und vollständige Dokumentation sämtlicher Produktzulassungen unterstreichen die anhaltende Relevanz unseres Angebots für unsere geschätzten Kunden.

Die IB-Lenhardt AG hat seit Beginn konsequent die Digitalisierung vorangetrieben und dabei die Software TAMSys entwickelt, um effiziente Prozesse zur Verwaltung und Steuerung von Funkzulassungen zu ermöglichen. Im Jahr 2023 haben wir weiter in die Weiterentwicklung dieser Software investiert, um unseren Kunden einen erheblichen Mehrwert bei der Verwaltung und Steuerung von Funkzulassungen sowie damit verbundenen Projekten zu bieten. Auf unserem Weg zu kontinuierlicher Verbesserung setzen wir auch verstärkt auf die Weiterentwicklung von TAMSys sowie auf eine ausgereifte Marketingstrategie, die unter anderem die Produktion von Werbevideos umfasst, um unsere Produkte und Dienstleistungen optimal zu präsentieren und unseren Kundenkreis zu erweitern.

c.) Ertragslage

Das Unternehmen verzeichnete beim Umsatz einen geringfügigen Rückgang um 6,0 T€ von 9.238,6 T€ auf 9.232,6 T€. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 73,0 T€ um 13,2 T€ auf 86,2 T€. Hierbei handelt es sich insbesondere um Sachbezüge und Kostenerstattungen gemäß dem Aufwendungsausgleichsgesetz. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 53,6 T€ von 1.283,0 T€ auf 1.336,6 T€, was einer Steigerung von 4,2% entspricht. Der Jahresüberschuss belief sich auf 1.319,1 T€, was einer Zunahme von 152 T€ oder 13,03% gegenüber den 1.167,1 T€ im Jahr 2022 entspricht.

d.) Personal

Die Beschäftigungsstruktur blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Zum 31.12.2023 beschäftigte die IB-Lenhardt AG 27 Mitarbeiter sowie weitere 15 Mitarbeiter in den Tochtergesellschaften. Nicht alle geplanten Stellen konnten besetzt werden, insgesamt blieben zwei Stellen in den Bereichen Sales und Labor unbesetzt.

Im Jahr 2023 wurde in den Aufbau fachspezifischer Kompetenzen sowie in die Absicherung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter durch Fortbildungen investiert. Aufgrund des Wachstums und der Erweiterung der Prüfdienstleistungen plant die IB-Lenhardt AG, ihre Kapazitäten und ihr Know-how im Personalbereich im Jahr 2024 weiter auszubauen. Auch für 2024 ist eine Fortführung der Ausbildungsstellen geplant.

Angesichts des Fachkräftemangels am Arbeitsmarkt wurden neue Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung entwickelt, insbesondere im Labor.

e.) Vermögenslage & Investitionen

Die Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag 10.003,4 T€ gegenüber 8.534,5 T€ im Vorjahr. Das Bruttovermögen ist somit um 1.468,9 T€ gestiegen.

Beim Sachanlagevermögen erfolgte eine Abnahme um 147,7 T€, im Wesentlichen durch planmäßige Abschreibungen. Das Finanzanlagevermögen ist von 74,9 T€ im Vorjahr um 32,5 T€ auf 107,4 T€ angestiegen (Kapitalerhöhung der US-amerikanischen Tochtergesellschaft).

Das Umlaufvermögen ist um 1.582,4 T€ angestiegen. Innerhalb der Vorräte hat sich der Bestand an unfertigen Leistungen und geleisteten Anzahlungen  um 49,9 T€ vermindert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Verminderung von 449,8 T€ zu verzeichnen. Die Forderungen gegen die Tochtergesellschaften haben um 1.986,3 T€ zugenommen, bedingt durch eine Darlehensgewährung an die Tochtergesellschaft IBL-Lab GmbH. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 15,1 T€ zurückgegangen.

Der Rechnungsabgrenzungsposten hat sich geringfügig um 1,6 T€ von 22,7 T€ auf 24,3 T€ erhöht.

Auf der Passivseite hat sich, bedingt durch den Jahresüberschuss, insbesondere das Eigenkapital erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt unverändert 90,0 %.

f.) Finanzlage

Die liquiden Mittel sind im Berichtsjahr mit 744,3 T€ gegenüber 633,4 T€ im Vorjahr um 110,9 T€ angestiegen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in 2023 rund -95,3 T€, aus Investitionstätigkeit 3,5 T€ und aus Finanzierungstätigkeit 202,7 T€.

Die Liquidität der IB-Lenhardt AG war über das gesamte Berichtsjahr hinweg ausreichend gewährleistet.

Für eine verantwortungsvolle Geschäftspolitik spricht nach wie vor die außerordentlich gute Finanzlage. Das Ziel, den Umsatz trotz der schwierigen geopolitischen Konflikte weiterhin konstant zu steigern, wurde dank strategisch wichtiger Entscheidungen des Managements erreicht und übertroffen.
Die Tochtergesellschaft IBL-Lab GmbH hat im Jahr 2023 zwei neue Testhallen gebaut und somit die Prüfkapazität nahezu verdoppelt.

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 ist, gemessen an der Positionierung am Markt sowie an der Erreichung der internen Zielvorgaben und vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschaftskrise und anderer globaler Herausforderungen, sehr erfolgreich verlaufen.
Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden.

g.) Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamste Kennzahl der IB-Lenhardt AG ist der Umsatz. Ebenso sind die bilanzielle Eigenkapitalquote und der Jahresüberschuss von Bedeutung für die Steuerung unserer Gesellschaft.
Das hohe Engagement und der tatkräftige Einsatz der Mitarbeiter sowie die Verfolgung und Erreichung der innerbetrieblichen Ziele, die für das Unternehmen einen hohen Stellenwert haben, bilden die Grundlage des Erfolgs der IB-Lenhardt AG.
Auch unseren langjährigen Kunden gilt unser besonderer Dank für die Verbundenheit zu unserem Unternehmen. Durch die Kundenpflege und die Intensivierung der Geschäftsbeziehungen ermöglichen die Kunden der IB-Lenhardt AG, preisaggressive Angriffe aus dem In- und Ausland abzuwehren.

Die Geschäftsführung ist stolz auf die Leistungen und Ergebnisse des Jahres 2023 und blickt optimistisch in die Zukunft. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Geschäftsbereiche und die Erschließung neuer Märkte werden auch in den kommenden Jahren das Wachstum des Unternehmens vorantreiben.
Im Jahr 2024 sind weitere Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung und Personal geplant, um die Wettbewerbsfähigkeit der IB-Lenhardt AG und ihrer Tochtergesellschaften langfristig zu sichern und auszubauen. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Weiterentwicklung der Mitarbeiter, die Stärkung der Kundenbeziehungen und die Optimierung der internen Prozesse gelegt.

Mit diesen Maßnahmen und der kontinuierlichen Anpassung an die sich verändernden Marktbedingungen ist die IB-Lenhardt AG gut aufgestellt, um auch zukünftig erfolgreich am Markt zu agieren und ihren Kunden innovative und qualitativ hochwertige Lösungen anzubieten.

3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risiken:
Das Risikomanagement bei der IB-Lenhardt AG ist ein wesentlicher Bestandteil einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Es ist von entscheidender Bedeutung, Risiken kontinuierlich zu identifizieren und potenzielle Gefahren zu vermeiden. Zu diesem Zweck werden sowohl interne als auch externe Risiken vierteljährlich erfasst, analysiert, bewertet und entsprechend angepasst.

Die allgemeine Wirtschaftslage in Europa bleibt instabil. Konjunkturbedingte Risiken und die Folgen der zahlreichen geopolitischen Spannungen werden kontinuierlich beobachtet und eingeschätzt. Diese geopolitischen Spannungen wurden als potenzielles Geschäftsrisiko identifiziert. Zu diesem Zweck haben wir eine umfassende Risikoanalyse durchgeführt und überwachen kontinuierlich Sanktionslisten. Jegliche Aktivitäten, die von Sanktionen betroffen sind, wurden von uns ausgesetzt, um sicherzustellen, dass wir in Übereinstimmung mit den geltenden Vorschriften handeln.
Der anhaltende Trend zur Digitalisierung, Vernetzung und Integration von Funktechnologien in eine Vielzahl von Produkten führt zu einem zunehmenden Markt für Testdienstleistungen und Zertifizierungen. Aufgrund dieses Trends ist das Geschäftsrisiko eines möglichen Umsatzeinbruchs als äußerst gering einzustufen.

Die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern wird jedoch zunehmend herausfordernder. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, hat die IB-Lenhardt AG ihre Attraktivität gesteigert, indem sie neue Arbeitszeitmodelle mit flexibleren Arbeitszeiten, Möglichkeiten für mobiles Arbeiten und weitere Vorteile für die Mitarbeiter einführt.
Wettbewerbs- und Preisrisiken sind hingegen konstant geblieben. Der Kostendruck auf unsere Kunden, insbesondere im Automobilbereich, nimmt durch neue Technologien weiter zu und wird an die Zulieferer weitergegeben. Dies hatte auch im Jahr 2023 Auswirkungen auf die IB-Lenhardt AG, was zu geringeren Margen führte. Diese Herausforderungen wurden jedoch durch Mehrumsätze, die Gewinnung neuer Kunden sowie interne Kosteneinsparungen und Optimierungen wie die Bündelung von Tätigkeiten und die Digitalisierung interner administrativer Prozesse erfolgreich kompensiert.

Das hohe Qualitätsbewusstsein unserer Mitarbeiter trägt dazu bei, mögliche Schäden zu vermeiden. Veränderungen in internationalen Regulierungen stellen zwar ein potenzielles Risiko dar, jedoch wird durch direkten Kontakt zu den Behörden der betroffenen Länder und die Vorlage regulatorischer Nachweise die Richtigkeit der Informationen sichergestellt. Dank dieser Maßnahmen sind in 2023 keine Umsatzeinbrüche entstanden.

Die IB-Lenhardt AG setzt nahezu ausschließlich auf IT-gestützte Prozesse. Durch hohe firmeneigene IT-Sicherheitsstandards wird die Zuverlässigkeit der eingesetzten Informationstechnologien gewährleistet. Unsere IT-Sicherheitsrichtlinien orientieren sich an etablierten Standards und werden kontinuierlich überwacht und getestet. Im Falle von Störungen kann sofort reagiert werden, und die umfassende, mehrfache Datensicherung ermöglicht eine schnelle Wiederaufnahme der Anwendungen. Die Notfallvorsorge ist gewährleistet, um sicherzustellen, dass das Unternehmen jederzeit handlungsfähig bleibt und Risiken aus Angriffen auf die IT-Infrastruktur abgewendet werden können.

Darüber hinaus trägt die Förderung eines hohen Qualitäts- und Risikobewusstseins bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Minimierung interner Risiken bei. Potenzielle externe Risiken, wie zum Beispiel rechtliche Veränderungen oder ein zunehmender Preiswettbewerb, werden regelmäßig beobachtet. Bei Bedarf werden Maßnahmen entwickelt und deren Wirksamkeit überprüft, um die Leistungsfähigkeit auch bei negativen Einflüssen aufrechtzuerhalten. Softwaregestützte Risikoerfassungs- und Überprüfungssysteme ermöglichen es den Verantwortlichen, die Risikolage zu beurteilen und zu dokumentieren.

Aktuell besteht für die IB-Lenhardt AG keine Gefährdung aus den identifizierten Risiken.

Chancen:
Durch die zunehmende globale Vernetzung von Produkten und Maschinen mit stationären und mobilen Anwendungen sowie den Trend zur Entwicklung vernetzter Produkte über Funktechnologien erwarten wir eine steigende Nachfrage nach weltweiten Funkzulassungen, was wiederum die Nachfrage nach Prüfdienstleistungen und Zertifizierungen steigern wird.
Die IB-Lenhardt AG setzt weiterhin ihren Fokus auf den Ausbau ihrer digitalen Kernkompetenzen, um Kunden dabei zu unterstützen, die Digitalisierung optimal für ihre Produkte und Prozesse zu nutzen.

Dank unserer hochmodernen Testlaborinfrastruktur und unserer von staatlichen Stellen anerkannten Test- und Zertifizierungsdienstleistungen bieten wir ein attraktives, umfassendes Angebot aus einer Hand. Dieses beinhaltet akkreditierte Prüfungen, Zertifizierungen und die Projektabwicklung auf höchstem Niveau.

Ende 2023 wurde der "European Chips Act" als Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets zur Stärkung des Halbleiterökosystems der EU verabschiedet. Eine zentrale Maßnahme dieser Verordnung ist die Zielsetzung, die europäische Chipproduktion bis 2030 von 10% auf 20% zu verdoppeln.
Der "European Chips Act" stellt eine bedeutende Chance für die IB-Lenhardt AG dar, da er die Rahmenbedingungen für die europäische Halbleiterindustrie grundlegend verändert. Durch die Zielsetzung, die europäische Chipproduktion bis 2030 zu verdoppeln, entsteht eine gesteigerte Nachfrage nach Prüf- und Zertifizierungsdienstleistungen für beispielsweise Referenzdesigns von Funkchips, die von IB-Lenhardt angeboten werden. Als Anbieter hochspezialisierter Dienstleistungen im Bereich der Prüfung und Zertifizierung von Funkprodukten ist das Unternehmen optimal positioniert, um von dieser Entwicklung zu profitieren.
Mit dem verstärkten Fokus auf die lokale Produktion von Halbleitern in Europa wird die IB-Lenhardt AG als Partner für Unternehmen zunehmend wichtiger, die ihre Produkte für den europäischen Markt zertifizieren und prüfen lassen müssen. Darüber hinaus könnte die steigende Nachfrage nach Prüf- und Zertifizierungsdienstleistungen auch zu einem erweiterten Leistungsangebot und einem möglichen Ausbau der Geschäftstätigkeiten von IB-Lenhardt führen.

Da das Thema Sicherheit zunehmend in den Fokus aller Kunden rückt, plant die IB-Lenhardt AG für 2023 die Zertifizierung nach ISO 27001 sowie TISAX erfolgreich abzuschließen.

Beratungsdienstleistungen gewinnen in Bezug auf die Marktzugänge der Kundenprodukte zunehmend an Bedeutung. Die IB-Lenhardt AG ist bestens auf diese Entwicklung vorbereitet und wird sich weiterhin als marktführender Dienstleister positionieren, der optimale Lösungen für die Kunden bereitstellt.

Die Balanced Scorecard ermöglicht es, mittelfristige Ziele stets im Blick zu behalten. Dabei konzentrieren wir uns insbesondere auf Umsatzziele, Marktanalysen, Kundenbedürfnisse und Personalpolitik. Jährliche Überprüfungen und Anpassungen werden regelmäßig durchgeführt.
Compliance gewinnt zunehmend an Bedeutung für unsere Kunden. Aus diesem Grund haben wir ein Compliance Management System etabliert, das auf allen Ebenen aktiv gelebt wird.

Auch der Unternehmenskodex wird gemeinsam mit allen Mitarbeitern, Partnern und Kunden vom Management umgesetzt und gelebt. Die IB-Lenhardt AG zeigt dadurch transparent ihre Werte und Überzeugungen und sieht darin die Chance, Mitarbeiter und Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden.

4. Prognose & Ausblick

Für das Jahr 2024 erwartet der Vorstand ein weiteres Umsatzwachstum von mindestens 5%. Um dies zu erreichen, wird die IB-Lenhardt AG im Jahr 2024 neue Geschäftsfelder erschließen, Synergien zwischen den Geschäftsbereichen nutzen und Strukturen sowie Prozesse in den Dienstleistungen und im Vertrieb weiter optimieren.im Jahr 2024 zielt die IB-Lenhardt AG darauf ab, das Jahresergebnis auf dem Niveau von 2023 fortzuführen und eine Eigenkapitalquote von 95% zu erreichen. Insbesondere die Tochtergesellschaft IBL-Lab GmbH wird die Bereiche Mobilfunk, SAR (Specific Absorption Rate), QI (Wireless Charging), NFC (Near Field Communication) und NTN (Non-Terrestrial Networks) weiter ausbauen.

Die innerbetrieblichen Ziele genießen höchste Priorität. Unser Fokus liegt auf der Erreichung unserer Umsatzziele, der strikten Einhaltung des Budgets sowie der Expansion unseres Personalbereichs und der Weiterentwicklung unserer digitalen Software. Zudem werden wir verstärkt in die digitale Kundenakquise investieren, um unsere Marktpräsenz zu stärken und unsere Kundenbasis auszubauen.

Unterschrift des Vorstands

 

St. Ingbert, 15.05.2024


gez. Daniel Lenhardt

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.776.377,78 4.891.543,13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
II. Sachanlagen 4.668.962,67 4.816.668,00
III. Finanzanlagen 107.414,11 74.874,13
B. Umlaufvermögen 5.202.642,94 3.620.204,64
I. Vorräte 165.046,65 214.943,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.293.285,28 2.771.843,83
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.500.000,00  
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 744.311,01 633.417,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.353,30 22.736,43
Aktiva 10.003.374,02 8.534.484,20

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.999.632,30 7.680.523,58
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 200.014,14 134.058,70
III. Bilanzgewinn 3.799.618,16 2.546.464,88
davon Gewinnvortrag 2.546.464,88 1.437.673,22
B. Rückstellungen 536.911,41 435.007,88
C. Verbindlichkeiten 466.830,31 418.952,74
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 266.830,31 418.952,74
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 200.000,00  
davon gegenüber Gesellschaftern 56,40 0,00
Passiva 10.003.374,02 8.534.484,20

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für kleine Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: IB-Lenhardt AG
Firmensitz laut Registergericht: St. Ingbert
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Saarbrücken
Register-Nr.: HRB 102685

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Die Sachanlagen werden mit durchschnittlichen Nutzungsdauern zwischen drei und fünfzig Jahren abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen
Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

-  Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die geleisteten Anzahlungen sind mit dem Nennwert angesetzt.

Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen wurden retrograd auf Basis der in Arbeit befindlichen Aufträge, ausgehend von dem jeweiligen Projektfortschritt ermittelt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nominalbetrag bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert bewertet. Wertberichtigungsbedarf war nicht erkennbar.

Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Aufwendungen für Zeiträume nach dem Abschlussstichtag. Die Beträge sind mit dem Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital der Gesellschaft) ist mit dem Nennwert angesetzt. Es handelt sich ausschließlich um Namensaktien.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Rückstellungsbildung erfolgte gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Fremdwährungsumrechnung erfolgte zum EZB-Kurs des Vortages des Rechnungsprüfungsdatums.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als 5 Jahren bestehen -wie auch im Vorjahr- nicht.

Die Berichtsgesellschaft stellt Sicherheiten für Fremdverbindlichkeiten im Unternehmensverbund in Form von Bürgschaften und Grundschulden in Höhe von 4 Millionen EUR.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden aus folgenden Gründen nicht bilanziert:

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es besteht eine Kontokorrentvereinbarung mit der Organgesellschaft IBL-Lab GmbH mit einem gegenseitigen Kontokorrentvolumen von 5 Mio. Euro.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Erträge in Höhe von 5.813,50 EUR (Vorjahr: 6.554,48 EUR).

Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Aufwendungen in Höhe von 12.338,85 EUR (Vorjahr: 23.362,69 EUR).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 25,0.

Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer Größe gem. § 293 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit.

Unterschrift des Vorstandes



 

St. Ingbert, 15.05.2024

gez. Daniel Lenhardt


sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 28.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die IB-Lenhardt AG, St. Ingbert

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IB-Lenhardt AG, St. Ingbert, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IB-Lenhardt AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts " unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestäigungsvermerks erlangten Prüungsnachweise. Zuküftige Ereignisse oder Gegebenheiten könen jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesem Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 15. Mai 2024


PricewaterhouseCoopers GmbH
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gez. Carsten Palm, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Doreen Rendl, Wirtschaftsprüferin

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