Dieckerhoff Guss GmbHLiquidiert

58097 Hagen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 9029
Vorher
Dieckerhoff Guss Operations GmbH
Eingetragen
13.2.2012
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen Metallen
Gegenstand
Errichtung, Erwerb und Betrieb von Gießereien und Werken für Motoren und Maschinenbau sowie sonstiger Anlagen, die dem Zweck der vorgenannten Betriebe dienlich oder förderlich sind; Herstellung, Weiterverarbeitung und Vertrieb von Erzeugnissen aus eigenen Produktionsstätten sowie Handel mit fremden Erzeugnissen; Vornahme einschlägiger Handelsgeschäfte und Dienstleistungen; Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gegenstand der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann im In- und Ausland Zweigniederlassungen errichten, sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen oder sie erwerben und gründen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Unternehmensverträge aller Art abzuschließen.

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Prof. Dr. Andres
seit 15.1.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
VirMagnus SE & Co. KG
94.00%
Bladenhorster Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH
6.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dieckerhoff Guss GmbH

Gevelsberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Inhaltsverzeichnis

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Steuerungskennzahlen

1.3 Forschung und Entwicklung

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2 Entwicklung der deutschen Gießereibranche

2.3 Geschäftsverlauf

2.3.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung

2.3.2 Beschaffung

2.3.3 Produkte

2.3.4 Produktion

2.3.5 Investitionen

2.3.6 Finanzierung

2.3.7 Personal

2.3.8 Umwelt

2.4 Lage

2.4.1 Ertragslage

2.4.2 Finanzlage

2.4.3 Vermögenslage

2.5 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

3 Prognosebericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

3.2 Entwicklung der deutschen Gießereibranche

3.3 Geschäftsverlauf und Lage

3.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

4 Chancen- und Risikobericht

4.1 Chancenmanagement

4.2 Risikomanagement

4.3 Operative Risiken

4.4 Beschaffungsrisiken

4.5 Finanzwirtschaftliche Risiken

4.6 Sonstige Risiken

4.7 Gesamtbeurteilung der Risiko- und Chancensituation

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Dieckerhoff Guss GmbH steht für mehr als 115 Jahre Tradition und Innovation in der Gießerei-Industrie. Am Firmensitz in Gevelsberg werden qualitativ hochwertige Gussstücke in verschiedenen Legierungen in den Gewichtssegmenten von 0,5 kg bis 12 kg hergestellt. Am Standort Gevelsberg werden rund 250 Mitarbeiter beschäftigt. Zu den Kernaktivitäten gehören die Produktion von komplexen, kernintensiven und technisch anspruchsvollen Gussteilen in unterschiedlichen Werkstoffen sowie Produktentwicklung und Konstruktionsunterstützung von Anfang an. Unsere Kunden sind deutsche und europäische Unternehmen der Automobilindustrie, die ihre Produkte weltweit vertreiben.

Neben einer qualitativ hochwertigen Gießtechnik bietet die Dieckerhoff Guss GmbH die gesamte vor- und nachgelagerte Wertschöpfungstiefe an. Die Dienstleistungen umfassen die Simulation von Gießvorgängen und Erstarrungsverhalten sowie Konstruktionsberatung bis hin zur vollständigen Produktentwicklung und den Modellbau.

Unsere Produkt- und Management-Qualität wird durch ein integriertes Management-System (IMS) abgesichert, das die Elemente der Qualitätssicherung ebenso abdeckt, wie Fragen der Arbeitssicherheit, des Umwelt- und Energiemanagements. Die Dieckerhoff Guss GmbH ist nach DIN EN ISO 9001, IATF 16949, DIN EN ISO 14001 und ISO 50001 zertifiziert.

1.2 Steuerungskennzahlen

Zu den wichtigsten Kennzahlen, die zur Steuerung des Unternehmens geführt und analysiert werden, gehören die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung (EAV).

1.3 Forschung und Entwicklung

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2018 wurden bei der Dieckerhoff Guss GmbH keine weiteren Entwicklungsthemen bearbeitet, sondern die Ressourcen auf die Prozessstabilisierung gelegt.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Ende 2017 von den Wirtschaftsforschungsinstituten erhobenen Prognosen für 2018 sahen aufgrund der hohen Einkommenszuwächse wie auch einer hohen Nachfrage für Deutschland ein breites Fundament für den Aufschwung vor, der sich mit einer Zuwachsrate von rd. 2,5% fortsetzen würde. 1 Diese Einschätzung war zu Beginn des Jahres sicherlich noch fundiert. Mittlerweile hat der Aufschwung in Deutschland jedoch an Fahrt verloren. Die Abschwächung resultiert aus der nachlassenden Nachfrage aus dem Ausland sowie aus produktionsseitigen Engpässen von Arbeitskräften und Vorleistungsgütern und zusätzlich noch aus der Einführung des neuen Prüfverfahrens WLTP in der Automobilindustrie. 2 Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass die deutsche Wirtschaft sich immer noch in einer Hochkonjunktur befindet, dessen Rahmenbedingungen sich jedoch aufgrund der zuvor beschriebenen Tatbestände spürbar verschlechtert haben. 3

Die Lage der Weltwirtschaft zeigte sich im Verlauf des Jahres 2018 recht unterschiedlich. Während die globale Produktion bis zum Sommer kräftig expandierte, haben sich die Aussichten zuletzt spürbar eingetrübt. 4 Dies ist zum einen die Folge der finanziellen Rahmenbedingungen der Schwellenländer, in denen sich die internationalen Investoren zurückzogen, was insbesondere in der Türkei und in Argentinien zu krisenhaften Ausmaßen führte. 5 Die schwelenden Handelskonflikte induziert durch den amerikanischen Präsidenten sorgten weiterhin für eine latente Unsicherheit.

Seit dem zweiten Halbjahr 2016 befindet sich die US-amerikanische Wirtschaft im moderaten Wirtschaftswachstum. Im laufenden Jahr konnte die Konjunktur nun nochmals gesteigert werden, was im Wesentlichen auf die Steuerreform zurückzuführen ist. 6 Der Anstieg des Bruttoinlandsproduktes im ersten Halbjahr 2018 lag annualisiert um 2,7% höher als in der zweiten Jahreshälfte 2017. 7 Wachstumstreiber ist hier mit dem größten Anteil erneut der private Konsum sowie der einsetzende Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen, insbesondere in geistiges Eigentum, wie etwa Software und Forschung und Entwicklung sowie Investitionen in die Öl- und Gasindustrie. 8 Der Arbeitsmarkt entwickelte sich weiterhin positiv, was zu einer Arbeitslosenquote im September 2018 von 3,7%, den niedrigsten Wert seit 1969 führte. 9

Die Konjunktur in China dürfte durch den Handelskonflikt mit den USA besonders stark beeinflusst werden. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes des dritten Quartals ist mit 6,5% gegenüber dem Referenzquartal des Vorjahres so niedrig ausgefallen wie 2009. 10

Die Ursache für diese Entwicklung ist nicht auf eine schwache Entwicklung im Jahr 2018 zurückzuführen, sondern vielmehr auf Basiseffekte, wie den strukturellen Transformationsprozess der chinesischen Wirtschaft, bei dem der Dienstleistungsbereich gegenüber dem produzierenden Gewerbe mehr an Bedeutung gewinnen soll. 11 Aufgrund des Handelskonflikts mit den USA hat die chinesische Regierung nun doch das Wachstum in den Fokus ihrer Maßnahmen gestellt, so dass für 2018 von einer Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes von 6,6% ausgegangen wird. 12

Nachdem sich die konjunkturelle Lage in der Europäischen Union nun fünf Jahre im Aufschwung befand, entwickelte sich die Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr weniger dynamisch als im Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt verringerte sich im ersten Halbjahr 2018 auf 1,9%, während es im zweiten Halbjahr 2017 mit einer annualisierten Rate von 2,7% gewachsen war. 13 Die Ursache hierfür liegt auch in der unterschiedlichen Entwicklung der einzelnen Länder begründet. Während Frankreich und Italien im ersten Halbjahr eine schwache Performance zeigten, konnte in Spanien und Deutschland nur eine geringfügige Wachstumsschwäche verzeichnet werden. 14

Wie bereits beschrieben, stößt die deutsche Wirtschaft nach Jahren des Wachstums nun an ihre Grenzen, die auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sind. Zum einen sind hier die ungünstigeren außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu nennen, wie eine nachlassende Nachfrage aus China; andererseits belasten die ungelösten Handelskonflikte mit den USA sowie die Unsicherheit innerhalb der EU (u.a. der Brexit) ebenfalls die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. 15

Die zu einem früheren Zeitpunkt abgegebene Prognose, dass die Produktionskapazitäten der deutschen Wirtschaft eine gewisse Überlastung erfahren werden, ist nicht nur eingetreten, sondern hat sich noch verschärft. Die Anzeichen hierfür sind in der hohen Arbeitsnachfrage, in der anziehenden Lohndynamik und dem hohen Auftragsbestand zu sehen, die darauf hinweisen, dass die deutsche Wirtschaft angebotsseitig an ihre Grenzen stößt. 16

Für das laufende Jahr erwartet der Sachverständigenrat eine Fortsetzung des Aufschwungs und eine durchschnittliche Zuwachsrate des Bruttoinlandproduktes um 1,5%. 17

2.2 Entwicklung der deutschen Gießereibranche

In den ersten elf Monaten 2018 konnten die deutschen Gießereien das Fertigungsniveau des Vorjahres deutlich ausbauen. Die Eisen- und Stahlgießereien meldeten einen Produktionsanstieg von 2,6 % auf 4,035 Mio. t. 18

Die Gießereiindustrie erwirtschaftete in den ersten zehn Monaten 2018 6,402 Mrd. Euro Umsatz auf der Fe-Seite sowie 5,205 Mrd. Euro auf der NE-Metallseite. Insgesamt verbuchten die Gießereien einen Umsatzanstieg von 5,4 %. 19

Die Kapazitätsauslastung lag im Durchschnitt des Jahres 2018 bei 88,6 % und damit rein rechnerisch über dem Durchschnittsniveau des gesamten Jahres 2017 von 82,5 %. 20

Für den Fahrzeugbau wurden mit 2,215 Mio. t um 0,9 % mehr Komponenten produziert. Die Unternehmen, welche Teile für den Maschinenbau abgießen, fertigten mit 1,041 Mio. t um 2,0 % über dem 2017er Niveau. Die Fertigung sonstiger Gusskomponenten (inklusive Bau Guss, Rohren und Stahlwerksbedarf) lag mit 0,780 Mio. t um 8,9 % höher. 21

Januar bis November 2018 schlossen die Eisen- und Stahlgießereien mit einem niedrigeren Nachfragevolumen als im Vergleichszeitraum 2017 ab. (3,839 Mio. t = minus 1,2 %). Die Kunden aus dem Straßenfahrzeugbau fragten mit 2,123 Mio. t um 2,4 % weiniger Komponenten nach. Das Bestellinteresse aus dem Maschinenbau lag mit 0,986 Mio. t um 0,5 % über dem Niveau von 2017. Die Bestellungen von sonstigen Gusskomponenten fielen um 0,2 % stärker aus als im Vorjahr. Das Volumen erreichte 0,731 Mio. t. 22

Die Exportquote sank um 0,8 Prozentpunkte auf 39,2 %. Insgesamt wurden 1,583 Mio. t, entsprechend einem Anstieg von 4,0% gegenüber dem Vorjahr, ausgeführt. Damit fiel das Plus im Außenhandel stärker aus als bei den Binnenlieferungen. 23

Gegenüber Ende November 2017 lag der Auftragsbestand Ende November 2018 mit 1,649 Mio. t etwas niedriger. 24

2.3 Geschäftsverlauf

2.3.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung

2018 2017
Auftragseingang in T€ 78.253 55.638
Auftragsbestand in T€ 65.200 44.324
Umsatz in T€ 59.632 52.873
Produktionsmenge in to 6.758 6.997

Trotz einer deutlich verbesserten Absatz- und Umsatzsituation gegenüber der Planung, entwickelte sich das Unternehmen deutlich unter den Erwartungen. Sowohl die Ergebnisziele (starke Verbesserung des Jahresergebnisses vor EAV) als auch untergeordnete Ziele in den Bereichen Produktivität und Qualität wurden deutlich verfehlt.

Die Produktionsmenge, höher als budgetiert, blieb aufgrund des veränderten Produktmixes hin zu einbaufertigen Teilen hinter der des Vorjahres zurück.

Der Auftragseingang erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 40,6 % aufgrund des Anlaufes von Serienaufträgen. Die rechnerische Auftragsreichweite zum Stichtag entspricht 13,1 Monaten nach 10,1 Monate zum Vorjahresstichtag.

Die Umsatzerlöse sind im Vorjahresvergleich insgesamt um 12,8 % gestiegen und lagen damit oberhalb der Prognose und auch oberhalb des Anstiegs der Gießereibranche. Die erhöhten Umsätze sind auf die erhöhte Wertschöpfungstiefe und Serienanläufe zurückzuführen. Die Umsatzerlöse im Bereich Modelle sind um T€ 669 auf T€ 2.261 gesunken.

Insgesamt konnten die in den Planungen angesetzten Umsatzziele für das Geschäftsjahr 2018 um rd. 7,0 % übertroffen werden.

2.3.2 Beschaffung

Die Entwicklung der Beschaffungspreise bei Dieckerhoff Guss war, mit Ausnahme derjenigen für Schrotte (leicht sinkend), für die sonstigen wesentlichen gießereispezifischen Zusatzstoffe im Geschäftsjahresverlauf 2018 tendenziell steigend und entsprach den Prognosen.

Der Beschaffungspreis für Schrotte und Legierungen waren im Berichtsjahr 2018 tendenziell stabil, teilweise leicht sinkend. So fielen beispielsweise die Schrottpreise der Referenzsorte 2/8 seit Januar 2018 bis November 2018 von 270,60 €/t um 15,10 €/t auf 255,50 €/t. 25

Die Preise für GGG-Roheisen blieben zum Vorjahr fast unverändert. Einen Preisanstieg gab es ab August um ca. 25,00€/t.

Preissteigerungen waren in 2018 beim FeSi und FeMo zu verzeichnen. Beim FerroChrom gab es im Vergleich zum Vorjahr leichte Preisrückgänge.

Die Nickelpreise waren im Jahresverlauf volatil und stiegen auf bis zu 13.000€/t im Frühsommer. Im Anschluss fiel der Nickelpreis auf unter 10.000€/t (November/Dezember).

Preisänderungen bei den Schrotten, Roheisen, Nickel und Molybdän werden, wenn auch zeitversetzt, an den Kunden durchgereicht.

Die Versorgungssicherheit im Beschaffungsbereich war jederzeit gegeben. Bedarfe werden zum Teil langfristig kontrahiert. Kursrisiken im Beschaffungsbereich bestehen nicht, da die Beschaffungsvorgänge in EURO abgerechnet werden.

2.3.3 Produkte

Dieckerhoff Guss ist Hersteller hochwertiger Gussstücke in verschiedenen Gusseisen- und Stahllegierungen in den Gewichtssegmenten von 0,5 kg bis 12 kg. Das Unternehmen agiert unter anderem als Systemlieferant für namhafte Hersteller der deutschen Automobilindustrie. Hauptprodukte sind beispielsweise Abgaskrümmer, Turboladergehäuse, Tragböcke und Federträger.

2.3.4 Produktion

Gegenüber dem Vorjahr sank die Produktionsmenge um 3,4 % und sorgte dennoch für eine hohe Auslastung in allen Produktionsbereichen. Insbesondere die Bereiche Kernmacherei, Putzerei und Kontrolle sind aufgrund zunehmender Komplexität der Gussteile kapazitiv stark ausgelastet. Für das Jahr 2019 ist eine Ausweitung der Betriebsnutzungszeit auf sechs Tage geplant. Auch die zum Teil veraltete Anlageninfrastruktur, die für den aktuell vorherrschenden Produktmix nicht geeignet ist, stellt die Organisation vor Herausforderungen. Die mechanische Bearbeitung der Gussteile wird ausschließlich von fremden Dienstleistern durchgeführt, jedoch wirkt sich auch die zunehmend angespannte Kapazitätssituation bei den mechanischen Bearbeitern negativ auf die weitere Entwicklung aus.

Mit Ausnahme eines längeren Ofenausfalles konnten wesentliche Aggregate planmäßig genutzt werden. Weitere nennenswerte Ausfälle von längerer Dauer waren nicht zu verzeichnen.

Qualitätsprobleme zeigten sich im Berichtsjahr vor allem bei komplexen kernintensiven Stahlgussteilen, mit der Folge erhöhter Ausschuss- und Nacharbeitskosten, insbesondere bei Bauteilen deren Serienanlauf anstand.

2.3.5 Investitionen

Die Investitionen des Geschäftsjahres in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betragen insgesamt T€ 162 und haben sich damit gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.166 verringert.

Der Schwerpunkt lag dabei auf der Erfüllung behördlicher Auflagen (Flächenbefestigung Altsandplatz, Seecontainer, Zweischalengreifer für Mobilbagger) in Höhe von T€ 80.

Die Investitionen konnten planmäßig durchgeführt werden. Hemmnisse in der Durchführung von Investitionen bestanden insgesamt nicht.

Das im Jahr 2017 von der GMH Guss GmbH ausgegebene Investitionsdarlehen (T€ 700) wurde planmäßig bis Ende 2018 zurückgezahlt.

Für das kommende Geschäftsjahr ist ein Investitionsbudget von Mio. € 1,34 geplant. Dies umfasst im Wesentlichen die Einführung SAP, die Automation der Kernmacherei und der Stanzentgratmaschinen, dem Kauf einer Pfannenwärmstation, eines Manipulators sowie der Sanierung des Kanalsystems und der Außenflächen. Die Finanzierung soll über die von der GMH Guss GmbH bereitgestellten Darlehen erfolgen.

2.3.6 Finanzierung

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte bis zum 31. März 2018 wechselseitig mit der GMH Guss GmbH, indem die Dieckerhoff Guss GmbH grundsätzlich die ihr aus dem Factoring zur Verfügung stehenden Mittel an die GMH Guss GmbH weitergeleitet hatte und im Gegenzug über den Cashpoolingvertrag die benötigten finanziellen Mittel von ihr bezog. Seit der Kündigung dieser Verträge wird der Finanzierungsbedarf insbesondere über Darlehensverträge von der GMH Guss GmbH gedeckt.

Weiterhin stehen die Mittel aus dem Factoring zur Verfügung. Der Factoring-Vertrag hat eine Laufzeit bis Juli 2025. Die zum Bilanzstichtag zur Verfügung gestellten Factoring-Linien belaufen sich auf insgesamt € 9,5 Mio. (Gesamthöchstobligo) und sind zu diesem Zeitpunkt bei einem Abrechnungsguthaben von € 0,1 Mio. mit € 6,4 Mio. in Anspruch genommen.

Im Rahmen des Konsortialkreditvertrages der Georgsmarienhütte Holding GmbH besteht auf Ebene der GMH Guss GmbH ein bis Juli 2023 befristeter Aval-Kreditrahmen (Abzweiglinie) über € 3,0 Mio, welcher durch die Dieckerhoff Guss sowie Schwestergesellschaften der GMH Guss Gruppe ausnutzbar ist.

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags (EAV) mit der GMH Guss Automotive GmbH, Schwerte, wird der Jahresverlust im nachfolgenden Geschäftsjahr nach Feststellung des Jahresabschlusses ausgeglichen. Der EAV wurde zum 31. Dezember 2018 gekündigt.

Wesentliche Veränderungen in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die insbesondere langfristige Miet- und Leasingkosten umfassen, hat es im Berichtsjahr nicht gegeben.

2.3.7 Personal

Das Personal entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag wie folgt:

31.12.2018 31.12.2017
Aktive Belegschaft zum Stichtag 248 225
davon Lohnempfänger 202 187
davon Angestellte 39 33
davon Auszubildene 7 5

Die Dieckerhoff Guss bildet in den Berufen technischer Modellbauer, Mechatroniker, Werkstoffprüfer, Industrie- und Gießereimechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik und Industriekaufmann/-frau aus. Im Geschäftsjahr 2018 wurden 2 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das Durchschnittsalter der Belegschaft beläuft sich in 2018 auf 44,9 Jahre.

Die Grundzüge der Vergütungssysteme ergeben sich aus dem Entgelttarifvertrag für die Beschäftigten der Nordrhein-Westfälischen Metallindustrie vom 14. Februar 2018. Die Laufzeit erstreckt sich vom 1. Januar 2018 bis einschließlich 31. März 2020 (27 Monate).

Für die Weiterbildung der Mitarbeiter wurde in 2018 insgesamt 47 T€ aufgewendet.

Im Berichtsjahr wurde eine Tariferhöhung von 4,3% mit Wirkung ab 1. April 2018 umgesetzt. Auf Basis eines abändernden Tarifvertrages wurden im Oktober 2018 Änderungen an der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (Erhöhung um 5h) für den Zeitraum November 2018 bis März 2019 vereinbart.

Im Dezember 2018 wurden zwischen der Geschäftsführung der Dieckerhoff Guss, der IG Metall und dem Betriebsrat klarstellende Regelungen in Bezug auf erbrachte Mitarbeiterbeiträge aus Vorperioden getroffen. Deren Folge war die ergebniswirksame Auflösung einer Rückstellung (€ 0,6 Mio.).

2.3.8 Umwelt

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit der Dieckerhoff Guss treten zwangsläufig regelmäßig Energie- und Umweltbelange in den Fokus. Deren Management ist im allgemeinen Managementprozess der Gesellschaft integriert. Energieeinsparpotentiale sowie Einflüsse auf die Umwelt in den Bereichen wie z. B. Abfall-/Entsorgung, Emissionen, Abwasser, Boden-Grundwasserschutz werden vor Umsetzung von Geschäftsmaßnahmen bewertet. Soweit sich hier Risiken für die Umwelt ergeben, werden entsprechende Maßnahmen zur Risikoverminderung und/oder Vermeidung ergriffen.

Dieckerhoff Guss hat in 2018 erfolgreich Überwachungsaudits zur Umwelt- und Energiezertifizierung abgeschlossen.

Darüber hinaus gehende bedeutsame Risiken im Zusammenhang mit Energie- und Umweltaspekten sehen wir momentan nicht.

2.4 Lage

2.4.1 Ertragslage

Die folgende Zusammenstellung nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gibt einen Überblick über die im Berichtsjahr eingetretenen Veränderungen der Ertragslage:

2018 2017 Veränderung
T€ % T€ % T€ %
Umsatzerlöse 59.632 103,2 52.873 96,9 6.759 12,8
Bestandsveränderungen -1.870 -3,2 1.690 3,1 -3.560 < -100,0
Gesamtleistung 57.762 100,0 54.563 100,0 3.199 5,9
Materialaufwand 46.407 80,3 37.094 68,0 9.313 25,1
Rohergebnis 11.355 19,7 17.469 32,0 -6.114 -35,0
Personalaufwand 16.414 28,4 14.590 26,7 1.824 12,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.024 12,2 3.921 7,2 3.103 79,1
Sonstige betriebliche Erträge 2.154 3,7 119 0,2 2.035 > 100,0
EBITDA -9.929 -17,2 -923 -1,7 -9.006 > 100,0
Abschreibungen 667 1,2 594 1,1 73 12,3
Betriebsergebnis (EBIT) -10.596 -18,4 -1.517 -2,8 -9.079 > 100,0
Finanzergebnis -558 -1,0 -891 -1,6 333 -37,4
Steuern 150 0,3 122 0,2 28 23,0
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung -11.304 -19,6 -2.530 -4,6 -8.774 > 100,0

Die konjunkturelle Entwicklung im PKW-Bereich sowie der Serienanlauf neuer Modelle ließ die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 12,8 % steigen. Dies gilt mit +5,9 % auch für die Gesamtleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung + aktivierte Eigenleistungen).

Der Anteil des Materialaufwands, im einzelnen RHB-Stoffe in Höhe von € 25,7 Mio. und Fremdleistungen in Höhe von € 20,7 Mio., liegt bei 80,3 % der Gesamtleistung (Materialaufwandsquote). Dies übersteigt den Vorjahreswert um 12,3 Prozentpunkte. Der überproportionale Anstieg des Materialaufwandes (+25,1 %) resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Qualitätskosten und der veränderten Rolle als Tier 1, die mechanischen Bearbeiter und Isolierer in der unternehmenseigenen Supply Chain integriert. Daraus ergibt sich ein Rückgang des Rohergebnisses von 35,0 %.

Der Personalaufwand stieg trotz Sondereffekten aus einem abändernden Tarifvertrag (Entlastung von € 0,3 Mio.) infolge der gestiegenen Auslastung um € 1,8 Mio. auf € 16,4 Mio. Weiterhin sind hierfür die Tariferhöhung sowie die schwache Produktivität im Geschäftsjahr verantwortlich. Der Anteil des Personalaufwands an der Gesamtleistung stieg auf 28,4%.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 2.154 beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung bzw. Inanspruchnahme von Rückstellungen (€ 1,0 Mio.), primär beruhend auf der Auflösung von Rückstellungen im Personalbereich, Erträge aus Versicherungsentschädigungen (€ 0,4 Mio.) und Erträge aus Weiterbelastungen (€ 0,6 Mio.).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um €3,1 Mio. (+79,1 %) gestiegen. Treibende Effekte waren hier die Zuführung zu Drohverlustrückstellungen (€ 1,6 Mio.) sowie Wertberichtigungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens (€ 0,5 Mio.).

Unter Berücksichtigung des verbesserten Finanzergebnisses und der sonstigen Steuern ergibt sich ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von € -11,3 Mio. (Vorjahr € -2,5 Mio.)

Aufgrund einer steuerlichen Organschaft ist das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung nicht mit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belastet.

2.4.2 Finanzlage

Die wesentlichen Finanzmittelströme des Geschäftsjahres ergeben sich aus der folgenden zusammengefassten verkürzten Kapitalflussrechnung:

2018
T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -5.425
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 4.839
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.618
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 2.032
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres -11.700
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres -9.668

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2018
T€
31.12.2017
T€
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 132 190
Verbindlichkeiten aus Cash-Pool-Vereinbarungen 0 -11.890
Verbindlichkeiten aus Darlehen verbundener Unternehmen -9.800 0
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres -9.668 -11.700

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist negativ, beträgt € -5,4 Mio. und berücksichtigt neben dem Jahresergebnis vor Ergebnisabführung (€ -11,3 Mio.) als wesentliche Positionen: Korrektur um nicht zahlungswirksamer Abschreibungen (€ +0,7 Mio.); Zunahme der Rückstellungen (€ +2,6 Mio.); Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (vor Factoring) sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (€ +1,2 Mio.); Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (€ +0,9 Mio.).

Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit (€ +4,8 Mio.) sind insbesondere die Mittelzuflüsse aus der Ablösung der Factoring-Rahmenkreditvereinbarung mit der GMH Guss GmbH (€ +5,0 Mio.) berücksichtigt.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist positiv und beträgt € 2,6 Mio.. Als wesentliche Zahlungsströme sind Einzahlungen aufgrund der Verlustübernahme 2017 (€ 2,5 Mio.), ein positiver Saldo aus der Veränderung der Factoring-Finanzierung (€ +1,3 Mio.), sowie ein Mittelabfluss aus der Tilgung eines Darlehens in Höhe von € 0,7 Mio..

Das Working Capital hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt.

31.12.2018
T€
31.12.2017
T€
Vorräte 6.388 9.456
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen * 1.167 1.077
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen * -4.299 -3.603
  3.256 6.930
* jeweils inkl. verbundene Unternehmen    

2.4.3 Vermögenslage

Die Entwicklung des Vermögens ergibt sich aus der nachfolgenden nach betriebswirtschaftlichen Kriterien zusammengestellten Übersicht.

31.12.2018 31.12.2017 Veränderung
T€ % T€ % T€
Vermögensstruktur          
Langfristig gebundenes Vermögen          
Immaterielle Vermögensgegenstände 50 0,2 53 0,2 -3
Sachanlagen 2.467 10,6 2.969 13,1 -502
Finanzanlagen 1 0,0 256 1,1 -255
  2.518 10,9 3.278 14,4 -760
Kurzfristig gebundenes Vermögen          
Vorräte 6.388 27,5 9.456 41,6 -3.068
Forderungen          
aus Lieferungen und Leistungen 1.089 4,7 1.022 4,5 67
gegen verbundene Unternehmen 78 0,3 5.075 22,3 -4.997
gegen Gesellschafter 11.304 48,7 2.530 11,1 8.774
Sonstige 1.686 7,3 1.066 4,7 620
Liquide Mittel 132 0,6 190 0,8 -58
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 92 0,4 -92
  20.677 89,1 19.431 85,6 1.246
  23.195 100,0 22.709 100,0 486

Das Gesamtvermögen der Dieckerhoff Guss beträgt € 23,2 Mio. und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahresstichtag um € 0,5 Mio. erhöht.

Im langfristig gebundenen Vermögen ist aufgrund der die Investitionen übersteigenden Abschreibungen sowie der Saldierung kongruenter Rückdeckungsversicherungen mit Pensionsansprüchen eine Verminderung des Anlagevermögens um € 0,8 Mio. auf € 2,5 Mio. zu verzeichnen. Das Anlagevermögen beläuft sich somit auf 10,9 % des Gesamtvermögens.

Das kurzfristige Vermögen einschließlich des Rechnungsabgrenzungspostens hat sich um € 1,2 Mio. erhöht und beläuft sich auf 89,1 % des Gesamtvermögens.

Die Vorräte sind stichtagsbezogen um € 3,1 Mio. auf € 6,4 Mio. gesunken.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind insgesamt um € 5,0 Mio. gesunken. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus einer Ablösung des Rahmenkredites aus der Factoringfinanzierung mit der GMH Guss GmbH, wonach bis Ende März 2018 die über das Factoring generierten Mittel dieser Gesellschaft zur Verfügung standen. Die Forderungen gegen Gesellschafter von € 11,3 Mio. betreffen den Anspruch auf den Verlustausgleich.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind insbesondere aufgrund erhöhter Sicherheitseinbehalte des Factors gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

Die Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahresstichtag ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht:

31.12.2018 31.12.2017 Verän derung
T€ % T€ % T€
Eigenkapital 1.666 7,2 1.666 7,3 0
Mittel- und langfristiges Fremdkapital          
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 690 3,0 864 3,8 -174
Sonstige Rückstellungen 391 1,7 905 4,0 -514
  1.081 4,7 1.769 7,8 -688
Kurzfristiges Fremdkapital          
Sonstige Rückstellungen 5.140 22,2 2.112 9,2 3.028
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.085 17,6 3.583 15,8 502
gegenüber verbundenen Unternehmen 10.014 43,1 12.613 55,6 -2.599
Sonstige 1.209 5,2 966 4,3 243
  20.448 88,1 19.274 84,9 1.174
  23.195 100,0 22.709 100,0 486

Das bilanzielle Eigenkapital beläuft sich nach Ergebnisabführung auf € 1,7 Mio.. Die Eigenkapitalquote beläuft sich zum Stichtag auf 7,2 %.

Das mittel- und langfristig gebundene Fremdkapital beläuft sich auf € 1,1 Mio. und betrifft neben den Pensionsrückstellungen mittel- bis langfristige Personalrückstellungen, von denen im Berichtsjahr € 0,6 Mio. erfolgswirksam aufgelöst wurden.

Das kurzfristige Fremdkapital hat sich um € 1,2 Mio. auf € 20,4 Mio. erhöht. Sein Anteil am Gesamtvermögen beträgt 88,1 % nach 84,9 % im Vorjahr. Innerhalb des kurzfristigen Fremdkapitals zeigt sich neben einer Erhöhung der sonstigen Rückstellungen (€ 3,1 Mio.), welche insbesondere auf erhöhte Drohverlustrückstellungen aus Absatzgeschäften, Urlaubs- und Überstundenverpflichtungen sowie angestiegenen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zurückzuführen sind, ein Absenken der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (€ -2,6 Mio.).

Die Finanzierung über Cashpooling mit der GMH Guss wurde im Berichtsjahr ebenfalls Ende März aufgehoben, an Stelle dessen erfolgt seitdem die Finanzierung über Ausreichung von Darlehen durch die GMH Guss GmbH, die zum Bilanzstichtag mit € 9,8 Mio. valutieren.

2.5 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Für die Dieckerhoff Guss hat sich der Auftragseingang mit 40,6 % über dem Niveau des Vorjahres positiv entwickelt. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2018 liegt über dem Niveau des Vorjahres. In 2018 wurde der Vorjahresumsatz aufgrund der vorgenannten Entwicklungen um ca. 12,8 % überschritten. Insgesamt schließt das Geschäftsjahr entgegen dem Plan jedoch mit einem wesentlich höheren Jahresfehlbetrag als budgetiert ab, der insbesondere durch hohe Abweichungen in der Produktivität und erhöhte Qualitätskosten für angelaufene, nicht kostendeckende Serienbauteile, erhöhte Aufwendungen für externe Dienstleistungen und durchgeführte Wertberichtigungen begründet ist. Hohe Mengenvolumina mit zum Teil nicht kostendeckenden Produkten führten auch zu erhöhten Personal- und Frachtkosten, um die Kundenbelieferung sicherzustellen.

Der Geschäftsverlauf ist aufgrund der schwachen und im Vorjahresvergleich weiter verschlechterten Ertragsentwicklung als kritisch zu bewerten.

3 Prognosebericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Folgenden wird Bezug genommen auf die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen des deutschen Marktes als Hauptabsatzgebiet für Dieckerhoff Guss.

Im kommenden Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt zunächst mit etwas stärkeren Raten expandieren. Die Industrie wird im weiteren Verlauf voraussichtlich keinen überdurchschnittlichen Impuls für die deutsche Konjunktur liefern, da die ausländischen Absatzmärkte im Prognosezeitraum langsam an Schwung verlieren. Dazu dürften die vielfältigen wirtschaftspolitischen Konflikte beigetragen haben, die die Stimmung weltweit eintrüben und die Unsicherheit steigen ließen. Damit hat die deutsche Wirtschaft die Hochkonjunktur, in die sie eine kräftige expandierende Weltwirtschaft im vergangenen Jahr gebracht hat, hinter sich gelassen und ist in eine Phase der Abkühlung eingetreten. Eine Rezession ist jedoch nicht in Sicht, da die binnenkonjunkturellen Kräfte weiterhin in Takt scheinen. Insgesamt wird der Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in jahresdurchschnittlicher Betrachtung auf 1,1% im kommenden Jahr zurückgehen. Diese schwache Rate, die maßgeblich von den beiden Schlussquartalen des Jahres 2018 bestimmt wird, unterzeichnet allerdings die konjunkturelle Grunddynamik. Diese lässt sich besser an der Jahresverlaufsrate ablesen, die im kommenden Jahr voraussichtlich bei 1,5% liegen wird. Im Jahr 2020 dürfte das preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts im Jahresdurchschnitt um 1,6% zulegen. Dabei überzeichnet die hohe Anzahl an Arbeitstagen die zugrundeliegende Dynamik. Kalenderbereinigt wird sich der Anstieg abschwächen auf 1,3% im Jahresdurchschnitt. Der Beschäftigungsaufbau dürfte sich im Prognosezeitraum im Zuge des knappen Arbeitskräfteangebots und der weniger dynamischen Produktionsentwicklung abschwächen. Insgesamt wird die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt 2018 mit voraussichtlich 577 000 Personen etwas weniger stark zunehmen als im Vorjahr. In den Jahren 2019 und 2020 dürfte der Zuwachs noch ca. 380 000 und 280 000 Personen betragen. Angesichts des langsameren Beschäftigungsanstieges und der gedämpften Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Produktion wird sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Prognosezeitraum in gedrosseltem Tempo fortsetzen. In den Jahren 2019 und 2020 dürfte der Rückgang mit 140 000 und 100 000 moderater ausfallen. Die Arbeitslosenquote wird in diesem Jahr 5,2% betragen und in den Jahren 2019 und 2020 voraussichtlich auf 4,9% und 4,7% sinken. Der Anstieg der Verbraucherpreise (gemessen am VPI) dürfte im Prognosezeitraum kräftig bleiben. Im Jahresdurchschnitt wird die Inflationsrate von 1,9% in diesem auf 2,2% im kommenden Jahr steigen. Hierzu trägt unter anderem die Verteuerung von Energieträgern bei. Ohne Energie gerechnet dürfte sich die Inflationsrate leicht von 1,6% im Jahr 2018 auf 1,7% bzw. 1,8% in den kommenden beiden Jahren beschleunigen. Aber auch die aufgrund der anhaltenden Anspannungen am Arbeitsmarkt steigenden Lohnkosten dürften den Preisdruck aufrechterhalten. Nachdem die tatsächlich gezahlten Bruttolöhne und -gehälter je Beschäftigten in diesem Jahr wohl um kräftige 3,3% steigen werden, dürfte sich die abkühlende Konjunktur leicht dämpfend auf die Verdienstentwicklung auswirken. Im kommenden Jahr dürften die Effektivlöhne um 3,1% und im Jahr 2020 um 2,8% zulegen. Die Finanzpolitik ist im Prognosezeitraum expansiv ausgerichtet. Zwar wird der Staat an die Finanzierungsüberschüsse der Vergangenheit anknüpfen können und insbesondere 2018 mit 54 Mrd. Euro einen neuen Rekordüberschuss aufweisen. Jedoch machen sich im weiteren Prognosezeitraum die schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die Maßnahmen der Bundesregierung bemerkbar, sodass der Überschuss im Jahr 2019 nur noch 32 Mrd. Euro und im Jahr 2020 26 Mrd. Euro betragen wird. 26

3.2 Entwicklung der deutschen Gießereibranche

Für den wesentlichen Hauptabnehmerbereich Fahrzeugbau (PKW) innerhalb der Gießereiindustrie zeigen sich folgende Rahmenbedingungen: 27

Im Gesamtjahr 2018 wurden 5,1 Mio. Pkw hergestellt (-9 Prozent). 2018 wurden 4,0 Mio. Pkw (-9 Prozent) an Kunden in aller Welt ausgeliefert. Die Produktionsprognose für die innerdeutsche Fertigung im Jahr 2019 liegt aktuell bei plus 2%.

Der Pkw-Weltmarkt dürfte im Gesamtjahr 2018 etwa 85 Mio. Fahrzeuge umfasst haben. Das entspricht Vorjahrsniveau. 2019 wird ein leichtes Plus auf 85,9 Mio. Neuwagen (+1 Prozent) erhofft. Für Europa geht der deutsche Branchenverband VDA für das Jahr 2018 nach vorläufigen Daten von einem kleinen Plus (+1 Prozent) auf 15,8 Mio. Pkw aus. Hier bremste vor allem Großbritannien. Frankreich und Spanien hingegen wuchsen, Italien zeigte sich etwas schwächer. Für 2019 erwarten die Experten, dass Europa sein sehr hohes Absatzniveau halten wird (15,8 Mio.). Der US-Markt bleibt auch 2018 auf hohem Niveau (17,2 Mio. Light Vehicles) und dürfte auch 2019 ein ähnlich hohes Volumen beanspruchen. China legt aktuell eine Wachstumspause ein. Für das Gesamtjahr 2018 dürfte sich ein leichter Rückgang von 1 Prozent auf 23,9 Mio. Pkw ergeben haben. Ein Zeichen der Stärke ist, dass die deutschen Hersteller, vor allem die Premiummarken, in China ihren Marktanteil gegen den Trend steigern konnten - auf 22 Prozent. 2019 bleibt der chinesische Markt volatil. Der VDA geht von einem leichten Wachstum auf 24,4 Mio. Einheiten aus (+2 Prozent). Die deutschen Konzernmarken haben weltweit einen Marktanteil von knapp einem Fünftel, auf dem Welt-Premiummarkt umfasst ihr Marktanteil sogar über 70 Prozent.

Der wesentliche Hauptabnehmerbereich Fahrzeugbau (Pkw) innerhalb der Gießereiindustrie dürfte in Europa das 2018er Volumen überschreiten können. Die WLTP 28 Nachwehen dürften abebben. Die Chancen, dass die Pkw Fertigung gerade in Deutschland stärker steigt als die konservativen Szenarien es aktuell hergeben, sind nicht schlecht. Unwägbarkeiten ergeben sich natürlich durch potentielle Zollsteigerungen beim Export in die USA.

3.3 Geschäftsverlauf und Lage

Dieckerhoff Guss plant in 2019 einen stark steigenden Umsatz und ein negatives Jahresergebnis, das aber zum Vergleich des Berichtsjahres eine signifikante Verbesserung aufweist. Bezüglich zukunftsbezogener Aussagen wird darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

Als Annahme der Umsatzsteigerung liegt unter anderem eine signifikante Steigerung des Nickelpreises zugrunde, was folglich über die Teuerungszuschläge an die Kunden zeitversetzt weitergegeben wird. Ferner ist der Hochlauf weiterer Serien unterstellt. Die Umsetzung von Preiserhöhungen vor dem Hintergrund prognostizierter Faktorkostensteigerungen ist bei einzelnen Projekten möglich. Darüber hinaus wird eine strategische Preiserhöhung bei ausgewählten Projekten angestrebt. Die erwartete starke Verbesserung des Ergebnisses beruht auf der Prämisse eines umfangreichen Maßnahmenpaketes im Qualitätsmanagement und einer beginnenden Kostenoptimierung.

Die Personalkosten werden entsprechend der Hochlaufkurve der Absätze und damit einhergehenden Änderungen im Schichtsystem sowie bereits vereinbarten Tariferhöhungen steigen. Die Abschreibungen auf Anlagen steigen leicht aufgrund der geplanten Investitionstätigkeit vor allem im letzten Tertial. Bei den sonstigen Kosten wird von einer signifikanten Senkung gegenüber dem Berichtsjahr aufgrund geplanter verminderter Rückstellungsbildung ausgegangen.

Der Finanzierungsbedarf der Dieckerhoff Guss wird entsprechend der Planungsrechnung über das bestehende Factoring sowie die bis längstens 31. März 2020 bestehenden Darlehensverträge mit der GMH Guss GmbH gedeckt. Die Finanzplanung berücksichtigt dabei auch die Mittelveränderungen aus dem Verlustausgleich.

3.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Für die zukünftige Entwicklung ist von entscheidender Bedeutung, dass die in der Budgetplanung 2019 gesetzten Planungsprämissen, namentlich Maßnahmen zur Reduzierung der Qualitätskosten, Produktivitätssteigerung und Preiserhöhungen umgesetzt werden. Im IV. Quartal 2018 wurden Vereinbarungen mit einzelnen Kunden getroffen, um Verlustbringer zu reduzieren und Artikel mit nicht auskömmlichen Preisen gegebenenfalls an den Markt zurückzugeben. Wann der Auslauf einzelner Artikel sein wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht fest. Wir erwarten, dass es im Verlauf des 2. Halbjahres 2019 zu einer Verringerung der Auftragsbestände durch Verlagerung von Artikeln kommen wird. Darüber hinaus sind weitere Gespräche im I. Quartal 2019 vereinbart, mit dem Ziel, Preiserhöhungen umzusetzen oder Teile in den Markt zurückzugegeben. Wir gehen davon aus, über das Geschäftsjahr 2019 hinaus keine Artikel, die Barverluste realisieren, mehr ausliefern zu müssen bzw. das Produktportfolio um diese Artikel bereinigt zu haben.

4 Chancen- und Risikobericht

4.1 Chancenmanagement

Die systematische Suche nach Chancen ist ein bedeutender Teil des Managementprozesses der Dieckerhoff Guss GmbH. In regelmäßigen Führungs- und Strategierunden werden interne Prozesse hinterfragt, um über Managementmethoden wie PDCA 29 -Zyklen Verbesserungen aufzuzeigen, zu implementieren sowie die Ergebnisse messbar zu machen. Auch wird das Marktumfeld aufgenommen und analysiert. Aus diesen Informationen werden konkrete Marktchancen abgleitet und unter Berücksichtigung der internen Kompetenzen und Ressourcen auf ihre Realisierbarkeit untersucht und bewertet. Bei den Analysen kann die Dieckerhoff Guss GmbH aufgrund ihrer Einbindung in den GMH-Verbund auf das Know-How, die Ressourcen und den Erfahrungsschatz mehrerer Schwester-Gießereien zurückgreifen.

4.2 Risikomanagement

Zur frühzeitigen Identifizierung von Risiken und Abweichungen werden dem Controlling täglich Informationen aus den Abteilungen Planung und Steuerung, Produktion, Vertrieb und Finanzen zur Verfügung gestellt. Diese Zahlen werden zusammengefasst und als Leistungs- und Abweichungskontrolle im Vergleich zu den Planwerten täglich erzeugt und ausgewertet.

Daneben lässt das monatliche Berichtswesen mit einem ausführlichen Datenspektrum Abweichungen erkennen, aus denen geeignete Maßnahmen eingeleitet werden können. Ergänzend hierzu wird eine rollierende 3-Monats-Vorschau als Steuerungsinstrument verwendet.

In dem 2016 eingeführten Risikomanagementsystem "Antares-Rimis" werden alle Risiken von benannten Risiko-Verantwortlichen innerhalb einer Risiko-Inventur erfasst, kategorisiert und nach Risikofeldern eingestuft und bewertet. Die Erfassung und Bewertung von vorhandenen Risiken wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Durch die Gesamtheit der Maßnahmen wird eine rechtzeitige Identifizierung, Bewertung, Kontrolle und Zusammenführung sowie Kommunikation der Risiken, die sich auf den Fortbestand des Unternehmens auswirken können, gewährleistet.

4.3 Operative Risiken

Wie bereits in den Vorjahren werden im Unternehmen seitens des Qualitätswesens regelmäßige interne Prozessaudits in den einzelnen Produktionsbereichen durchgeführt, um die Qualität der Produkte zu gewährleisten. Darüber hinaus unterliegt die Dieckerhoff Guss GmbH wiederkehrenden externen Audits, die sich aus der Pflicht zur Zertifizierung ergeben. Zusätzlich finden zum Teil Audits durch vom Kunden beauftragte Prüfer statt. Zudem ist die Prozesssicherheit in der Produktion gerade vor dem Hintergrund steigender Absatzmengen in 2019 von entscheidender Bedeutung. Risiken liegen hierbei vor allem in der Anlageninfrastruktur in für Teile des Produktmixes wenig geeigneten Produktionsmöglichkeiten und damit entsprechend negativen Abweichungen in Qualität und Produktivität.

Operative Risiken bestehen zudem auf der Seite der mechanischen Bearbeiter entlang der verlängerten Supply Chain.

Darüber hinaus bestehen Risiken in der vorhandenen IT-Prozesslandschaft sowie in der Abhängigkeit von einzelnen Kompetenzträgern, intern wie extern.

Weiterhin bestehen Risiken aus der Vertriebsstrategie. Geltende Langfristverträge erschweren dabei die Durchsetzbarkeit von Preiserhöhungen. Die Risiken würden sich in den Ergebnissen der angesprochenen Verhandlungen zur Margenverbesserung respektive Projektausstieg in 2019 widerspiegeln sowie in möglicherweise fehlenden Folgeaufträgen, die der Mittelfristplanung zugrunde liegen.

4.4 Beschaffungsrisiken

Bei der Beschaffung von Vorprodukten unterliegt die Dieckerhoff Guss unter anderem dem Risiko steigender Einkaufspreise bzw. stark volatiler Preise. Maßnahmen zur Reduktion dieses Risikos sind Vereinbarungen zur Weitergabe von variablen Preisbestandteilen (zeitversetzt) insbesondere in den Bereichen Schrotte, Nickel, Molybdän etc. sowie der Abschluss von Mengenkontrakten. Das Risiko besteht darin, dass über mehrere Monate andauernde Legierungs- und Schrottpreissteigerungen zu erheblichen Mehrbelastungen führen können.

Bezüglich der Entsorgung sind dringend benötigte alternative Entsorgungsquellen aufzubauen. Die Konditionen gem. Jahresverträgen sind nur dann gesichert, wenn die analytischen Richtwerte nicht überschritten werden. Tendenz Entsorgung 2020 ff.: weiter steigend bei zunehmend längeren Transportwegen.

Ferner können langfristig abgeschlossene Verträge für die Bearbeitung von Gussteilen bei aufgegebenen oder verlagerten Projekten möglicherweise zu Kompensationszahlungen führen, für die dann einvernehmliche Lösungen gefunden werden müssen. Auch ist das Insolvenzrisiko mechanischer Bearbeiter für Serienaufträge und daraus entstehenden Risiken aufgrund der Festschreibung durch den Kunden zu erwähnen.

4.5 Finanzwirtschaftliche Risiken

Währungsrisiken

Währungsrisiken bestehen derzeit nicht, da alle Beschaffungs- und Absatzgeschäfte in EURO fakturiert werden.

Zinsrisiken

Zinsrisiken bestehen für die Dieckerhoff Guss GmbH, da sich der Finanzierungszins aus dem Factoring an dem EURIBOR für Dreimonatsgeld zuzüglich einer festen Zinsmarge orientiert. Auch sind die internen Darlehen der GMH Guss GmbH an den Factoringzinssatz gekoppelt. Wir erwarten, bezogen auf den EURIBOR jedoch keine signifikanten Zinsänderungen.

Liquiditätsrisiken

Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine fortlaufende aktualisierte und rollierende Finanzplanung sowie durch eine tägliche Finanzvorschau überwacht.

Soweit Auftragsrisiken versichert werden können, wird von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht oder entsprechende Zahlungsbedingungen mit Kunden vereinbart.

Der geplante Finanzbedarf der Dieckerhoff Guss GmbH wird bis zum 31. März 2020 durch verbindliche Darlehenszusagen der mittelbaren Gesellschafterin, der GMH Guss GmbH, Schwerte, gedeckt. Es besteht aus heutiger Sicht eine wesentliche Unsicherheit darüber, ob die Gesellschaft Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung erfolgreich umsetzt und die GMH Guss GmbH über den 31. März 2020 hinaus ihr finanzielles Engagement aufrechterhält. Mittel- und langfristig ist der Fortbestand der Gesellschaft daher von der erfolgreichen Umsetzung der Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung und der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung durch die GMH Guss GmbH abhängig, da die Gesellschaft ansonsten ihren Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht nachkommen kann (bestandsgefährdendes Risiko).

4.6 Sonstige Risiken

Neben Naturkatastrophen ist das Unternehmen auch Risiken durch Feuer und Unfällen ausgesetzt. Durch Versicherungen sind wesentliche Elementarrisiken abgedeckt. Die eventuelle Schadenhöhe beschränkt sich hierbei auf die vereinbarte Selbstbeteiligung.

4.7 Gesamt beurteilung der Risiko- und Chancensituation

Langfristig betrachtet verändert sich das Marktumfeld durch das Eintreten neuer Marktteilnehmer zu unseren Ungunsten. Kurzfristig sind es jedoch vor allem interne Herausforderungen, die durch das Management adressiert und bewältigt werden müssen. Es sind erhebliche Anstrengungen auf der Vertriebsseite sowie zur Prozessstabilisierung und Automatisierung zu unternehmen, um kurzfristig die Ergebnis- und Liquiditätssituation zu stabilisieren und langfristig dem steigenden Wettbewerbsdruck standhalten zu können.

Aus heutiger Sicht ergibt sich ein Übergewicht der Risiken über die Chancen. Im Vorjahresvergleich hat sich die Gesamtrisiko-/ Chancensituation aufgrund der erläuterten Themen verschlechtert.

 

Gevelsberg, den 7. März 2019

Dieckerhoff Guss GmbH

Guido Weber

Marc-Oliver Arnold

1 vgl. Kieler Konjunkturberichte Nr. 38 (2017/Q4), ifw Kiel Institut für Weltwirtschaft
2 vgl. Kurzfassung der Gemeinschaftsdiagnose 2/2018; Berlin, den 27. September 2018
3 vgl. Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2018/2019, Kapitel 3
4 vgl. Kurzfassung der Gemeinschaftsdiagnose 2/2018; Berlin, den 27. September 2018
5 vgl. ebenda
6 vgl. Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2018/2019, Kapitel 2
7 vgl. ebenda
8 vgl. ebenda
9 vgl. ebenda
10 vgl. Süddeutsche.de/wirtschaft/china-handelsstreit-wachstum-wirtschaft v. 3.12.2018
11 vgl. Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2018/2019, Kapitel 2
12 vgl. ebenda
13 vgl. ebenda
14 vgl. ebenda
15 vgl. Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2018/2019, Kapitel 3
16 vgl. ebenda
17 vgl. ebenda
18 BDG-Mustertext für Geschäftsberichte Berichtsjahr 2018 Gussbericht Datenstand11/2018, Abruf vom 23. Januar 2019.
19 ebenda
20 ebenda
21 ebenda
22 ebenda
23 ebenda
24 ebenda
25 Quelle BDSV Sorte 2/8 bundesweit
26 BDG-Mustertext für Geschäftsberichte Berichtsjahr 2018 Gussbericht Datenstand11/2018, Abruf vom 8. Januar 2019.
27 ebenda.
28 Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure.
29 PDCA= PLAN DO CHECK ACT

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018
31.12.2017
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Software 26.542,11 35.258,14
2. Geleistete Anzahlungen 23.662,20 17.717,80
  50.204,31 52.975,94
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 160.126,27 165.463,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.667.840,51 1.569.095,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 622.491,18 759.875,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.225,45 474.901,81
  2.466.683,41 2.969.336,42
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 1.000,00 1.000,00
2. Rückdeckungsversicherung 0,00 254.792,00
  1.000,00 255.792,00
  2.517.887,72 3.278.104,36
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.091.014,69 3.288.826,04
2. Unfertige Erzeugnisse 2.302.145,51 2.565.981,00
3. Fertige Erzeugnisse 1.994.745,49 3.600.662,86
  6.387.905,69 9.455.469,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.089.343,94 1.022.179,93
2. Forderungen gegen Gesellschafter 11.304.147,69 2.529.935,03
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 77.576,10 5.074.946,41
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.685.599,52 1.065.870,62
  14.156.667,25 9.692.931,99
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 132.286,62 190.498,02
  20.676.859,56 19.338.899,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 91.677,44
  23.194.747,28 22.708.681,71

Passiva

   
  31.12.2018
31.12.2017
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.641.000,00 1.641.000,00
  1.666.000,00 1.666.000,00
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 690.420,00 864.039,00
2. Sonstige Rückstellungen 5.531.159,69 3.016.847,06
  6.221.579,69 3.880.886,06
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.084.716,96 3.582.639,57
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.013.674,60 12.613.283,20
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.208.776,03 965.872,88
(davon aus Steuern € 716.975,28; Vorjahr € 510.254,33)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 7.043,83; Vorjahr € 25.510,94)    
  15.307.167,59 17.161.795,65
  23.194.747,28 22.708.681,71

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018
2017
1. Umsatzerlöse 59.632.351,59 52.873.028,27
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.869.752,86 1.690.414,41
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.154.086,74 118.635,85
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 25.676.623,76 21.141.032,83
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.730.265,43 15.953.088,86
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 13.638.602,25 12.161.816,46
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.775.009,92 2.428.562,76
(davon für Altersversorgung € 72.139,65; Vorjahr € 43.962,75)    
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 667.075,31 593.965,64
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.024.457,88 3.921.574,13
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.708,60 66.289,99
(davon aus verbundenen Unternehmen € 16.741,67; Vorjahr € 66.289,99)    
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 580.170,05 956.563,62
(davon an verbundene Unternehmen € 420.584,07; Vorjahr € 829.672,84)    
10. Ergebnis vor sonstigen Steuern und vor Ergebnisabführung -11.153.810,53 -2.408.235,78
11. Sonstige Steuern 150.337,16 121.699,25
12. Erträge aus Verlustübernahme 11.304.147,69 2.529.935,03
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

1. Allgemeine Angaben

Die Dieckerhoff Guss GmbH, Gevelsberg ist beim Registergericht Hagen unter der Handelsregisternummer HRB 9029 gemeldet.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 und 4 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 der Dieckerhoff Guss GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den rechtsformspezifischen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Bilanzierung erfolgte unter Annahme von Going Concern. Wir gehen davon aus, dass wir unsere finanziellen Verpflichtungen nach der erfolgreichen Umsetzung von Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung mittelfristig wieder aus eigener Kraft erfüllen können. Der Fortbestand der Gesellschaft ist jedoch neben der erfolgreichen Umsetzung von Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung davon abhängig, dass das Mutterunternehmen der GMH Guss-Gruppe, die GMH Guss GmbH, die zur Deckung des Finanzierungsbedarfes der Dieckerhoff Guss GmbH notwendigen Darlehenszusagen über den 31. März 2020 hinaus weiterhin aufrechterhält. Diese Ereignisse und Gegebenheiten deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, und stellt für die Dieckerhoff Guss GmbH ein bestandsgefährdendes Risiko dar.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Mit Datum vom 7. August 2018 wurde zwischen der Georgsmarienhütte Holding GmbH und zwei Konzerngesellschaften als Treugeber und der Swiss Life PensionTrust e.V. als Treuhänder ein Treuhandvertrag (Contractual Trust Arrangement, CTA) über Vermögensmittel (insbesondere Rückdeckungsversicherungsansprüche) zur Finanzierung von bestehenden und entstehenden betrieblichen Versorgungsverpflichtungen geschlossen, um für diese Vermögensmittel die Voraussetzungen für handelsrechtliches Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu schaffen.

Über einen gruppenweit geltenden Kollektivrahmenvertrag hat die Dieckerhoff Guss GmbH Versorgungszusagen an ihre Mitarbeiter versichert. Die Ansprüche hieraus wurden ebenfalls im Rahmen der CTA-Vereinbarung auf den Treuhänder übertragen, so dass die Voraussetzungen für handelsrechtliches Deckungsvermögen insoweit auch für die Dieckerhoff Guss GmbH erfüllt sind.

Demzufolge sind die übertragenen Rückdeckungsversicherungen zum 31. Dezember 2018 in Höhe von T€ 296 mit den Versorgungsverpflichtungen saldiert worden. Im Vorjahr wurden diese Rückdeckungsversicherungen mit T€ 255 in den Finanzanlagen ausgewiesen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der voraussichtlichen Nutzung (3 Jahre bis 5 Jahre) planmäßig nach der linearen Methode abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und unter Berücksichtigung planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern für die Ermittlung der Abschreibungen ergeben sich wie folgt:

Bauten auf fremden Grundstücken 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4 Jahre bis 21 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 Jahre bis 15 Jahre

Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sowie immaterielle Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 1.000,00 werden im Zeitpunkt ihres Zugangs als Aufwand behandelt.

Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Stichtag ausgewiesen. Die Rückdeckungsversicherungsansprüche werden - auch soweit es sich um Deckungsvermögen handelt - auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert zum Bilanzstichtag bewertet. Rückdeckungsversicherungsansprüche sind im Rahmen des Deferred-Compensation-Modells verpfändet bzw. im Rahmen eines Treuhandvertrags (CTA) an einen Treuhänder übertragen und werden daher nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen saldiert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen vom Bilanzstichtag angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt auf der Grundlage fortgeführter Durchschnittswerte oder zu den niedrigeren Bezugspreisen als Börsen- oder Marktpreise vom Bilanzstichtag. Die niedrigeren Börsen- oder Marktpreise sind aus den Tageskursen des Beschaffungsmarktes zum Bilanzstichtag abgeleitet worden. Erkennbare Risiken in den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten auf der Basis der Artikel und des jeweils erreichten Verarbeitungsgrades. Dabei sind neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch in angemessenem Umfang anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen sind bei der Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse nicht einbezogen worden. Soweit der aus Tagespreisen des Absatzmarktes abgeleitete beizulegende Wert am Bilanzstichtag die so ermittelten Herstellungskosten unterschreitet, ist dieser niedrigere Wert angesetzt.

Auf Bestände minderer Qualität sind über die so ermittelten Werte hinaus in angemessenem Umfang weitere Wertabschläge vorgenommen worden.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Bewertung der anderen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens erfolgt zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Risiken durch Berücksichtigung von Wertberichtigungen mit ihrem wahrscheinlichen Wert aktiviert. Den pauschalen nicht bekannten Risiken im Forderungsbestand wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt betreffen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematische Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet; wobei bei der Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck ein unternehmensspezifischer Abschlag von 66% bezüglich des Invaliditätsrisikos vorgenommen wurde. Die Verpflichtungen wurden mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 3,21 % für eine pauschale Laufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) abgezinst. Zudem wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 1,75 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,75 % zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 1,0 % p.a. unterstellt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.

Abweichend von diesen Grundsätzen werden kongruent rückgedeckte Versorgungszusagen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB zum beizulegenden Zeitwert (Aktivwert) der Rückdeckungsversicherungsansprüche bewertet, da sie nach IDW RS HFA 30 Tz. 74 wie wertpapiergebundene Zusagen zu behandeln sind.

Die Versorgungszusagen im Rahmen des sog. Deferred-Compensation-Modells sind an die Leistungen der hierfür abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen gebunden, sodass auch hier die Bewertung der Versorgungsverpflichtung zum beizulegenden Zeitwert (Aktivwert) der Rückdeckungsversicherungsansprüche erfolgt.

Bei verpfändeten oder im Rahmen eines Treuhandvertrags (CTA) an einen Treuhänder übertragenen Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen wurden diese mit bestehenden Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HG saldiert.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines individuellen Rechnungszinssatzes und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Es wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Die Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen umfassen neben den pauschalen Risiken alle erkennbaren Einzelrisiken. Der pauschalen Garantierückstellung liegt eine Analyse der Garantiefälle des vergangenen Geschäftsjahres zugrunde.

Die Drohverluste aus schwebenden Absatzgeschäften werden in Höhe des prognostizierten Verlustes am Bilanzstichtag auf Basis der erwarteten Herstellkosten zzgl. SEK gemäß IDW RS HFA 4 bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 ergeben sich ausschließlich aktivische Steuerlatenzen. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige, auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren wie im Vorjahr vollständig aus Unternehmensverträgen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus dem Finanzverkehr in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 5.020) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 78 (Vorjahr T€ 55).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind T€ 247 (Vorjahr T€ 206) aus Erstattungsansprüchen aus Energiesteuern enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung der aktiven latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 30 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt € 25.000,00.

Der sich aus der Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB in Bezug auf die Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit der Verlängerung des Durchschnittsbildungszeitraums von sieben auf zehn Jahre ergebende, ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2018 T€ 129 (Vorjahr T€ 151). Zum Bilanzstichtag greift die Ausschüttungssperre nicht, da ausreichend frei verfügbare Rücklagen (Kapitalrücklagen) vorhanden sind.

Bei den Pensionsrückstellungen sind Verrechnungen mit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB vorgenommen worden, die sich wie folgt zusammensetzen:

Verrechnete Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen) Rückdeckungsversicherung
Historische Anschaffungskosten T€ 378
Beizulegender Zeitwert T€ 378
Erträge aus dem Deckungsvermögen T€ 0
Verrechnete Verpflichtungen
Versorgungszusagen
Deferred Compensation kongruent rückgedeckt
Erfüllungsbetrag T€ 82 296
Aufwendungen in Form von Zinszuführungen zu den Altersversorgungsrückstellungen T€ 0 0

In Höhe von T€ 5 waren Erträge aus Rückdeckungsversicherungen nicht zu saldieren, da ihnen keine Zinszuführungen gegenüber stehen.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2018
T€
31.12.2017
T€
Drohende Verluste aus Liefer- und Leistungsverträgen 1.599 197
Verpflichtungen aus Rechnungsnachläufen 1.588 1.084
Freiwillige und tarifvertragliche Verpflichtungen aus Arbeitsverträgen 1.301 1.053
Gewährleistungsverpflichtungen 629 396
Werkzeugamortisation 315 222
Übrige 99 65
  5.531 3.017

Ver bindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 6.800 (Vorjahr T€ 0) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr (und kleiner fünf Jahren). Alle übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 214 (Vorjahr T€ 23) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, mit T€ 9.800 (Vorjahr T€ 700) Verbindlichkeiten aus Darlehen sowie mit T€ 0 (Vorjahr T€ 11.890) Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr (Cashpooling).

Bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte für Lieferungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Halbfabrikaten und Waren. Ansonsten bestehen am Bilanzstichtag für die unter den Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verpflichtungen keine angabepflichtigen Sicherheiten.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt zusammen:

2018
T€
2017
T€
Inland 50.015 39.073
Europäische Union 9.617 13.800
  59.632 52.873

Nach Tätigkeitsbereichen gegliedert ergeben sich Umsatzerlöse wie folgt:

2018
T€
2017
T€
Serienteile 57.371 49.943
Modelle 2.261 2.930
  59.632 52.873

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden folgende periodenfremde Erträge ausgewiesen:

2018
T€
2017
T€
Auflösung von Rückstellungen 689 20
Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen 87 14
Versicherungserstattungen 395 6
übrige periodenfremde Erträge 69 62
  1.240 102

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung enthalten:

Auflösung von Rückstellungen für Entgeltbestandteile aus Vorjahren (T€ 606)

Versicherungserträge im Zusammenhang mit einem Schadenfall (T€ 350)

Erträge aus Kostenweiterbelastungen (T€ 596)

Im Personalaufwand sind periodenfremde Aufwendungen aus der Umstellung auf die neuen Heubeck-Richttafeln (RT 2018 G) bei der Rückstellungsbewertung in Höhe von T€ 10 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 27 (Vorjahr T€ 0) ausgewiesen. Des Weiteren sind hier Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von T€ 1 (Vorjahr T€ 0) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung enthalten:

Zuführung zu Drohverlustrückstellungen (T€ 1.599)

Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (T€ 509)

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr nach § 253 Abs. 2 HGB in Höhe von T€ 22 (Vorjahr T€ 22) enthalten.

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich wie folgt:

31.12.2018
T€
31.12.2017
T€
Besserungsabreden 1.673 859
Miet- und Leasingverträge 1.164 2.028
Langfristige Abnahmeverpflichtungen sowie Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen 433 0
Bestellobligo (Investitionsvorhaben) 168 0
  3.438 2.887

Von den Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen entfallen T€ 920 (Vorjahr T€ 991) auf verbundene Unternehmen.

Der Einsatz von Miet- und Leasingverträgen dient der Verbesserung der Bilanzstruktur sowie der Verteilung des Liquiditätsabflusses über mehrere Perioden. Die Abflüsse liquider Mittel stellen dabei sowohl ein Risiko als auch einen Vorteil dar.

Es bestehen darüber hinaus Eventualverbindlichkeiten aus nicht vergüteten zusätzlichen Arbeitsstunden im Zusammenhang mit dem Tarifvertrag vom 31. Oktober 2018 in Höhe von T€ 247. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Umstände, die zu einem Wiederaufleben der Verbindlichkeiten führen könnten, nicht eintreten werden.

Forderungen werden im Rahmen von Factoring veräußert. Mit diesem Programm wurden die Liquidität und der Finanzmittelfonds gestärkt sowie die latenten Ausfallrisiken im Forderungsbestand an den Erwerber übertragen. Zum Bilanzstichtag wurden Forderungen in Höhe von T€ 7.760 (Vorjahr T€ 5.892) veräußert. Nach Abzug eines Kaufpreis- und Sonderkaufpreiseinbehalts von T€ 1.272 (Vorjahr T€ 689) sind hieraus Finanzmittel in Höhe von T€ 6.488 (Vorjahr T€ 5.203) zugeflossen. Mögliche Auszahlungsansprüche von Warenkreditversicherungen werden als Sicherheit an den Factor abgetreten.

Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich folgende Mitarbeiter:

2018 2017
Gewerbliche Arbeitnehmer 194 187
Angestellte 36 33
  230 220

Im Berichtsjahr bestand die Geschäftsführung aus folgenden Mitgliedern:

 

Guido Weber, Marienheide (ab 24. September 2018 bis 31. Januar 2019)

CEO der GMH Guss GmbH, Schwerte

 

Frank Schild, Wuppertal (bis 24. September 2018)

Ehemaliger Geschäftsführer der Dieckerhoff Guss GmbH, Gevelsberg

Mit Wirkung vom 7. Januar 2019 wurde Herr Marc-Oliver Arnold, Oerlinghausen, zum Geschäftsführer der Dieckerhoff Guss GmbH bestellt.

Hinsichtlich der Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung wird die Schutzklausel gemäß § 286 HGB in Anspruch genommen.

Auf die Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da die Angabe im Konzernabschluss der Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte, enthalten ist.

Die Dieckerhoff Guss GmbH ist mittelbares Tochterunternehmen der GMH Guss GmbH, Schwerte, die den Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger offen gelegt. Die Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte, stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger offen gelegt.

Umstände bzw. Ereignisse, die einen Nachtragsbericht erforderlich machen, liegen wie folgt vor:

Aufgrund Gesellschafterbeschluss vom 21. /22. Januar 2019 wurde am 28. Februar 2019 eine Zuzahlung in die Kapitalrücklage der Gesellschaft gemäß § 272 Absatz 2 Nr. 4 HGB in Höhe von € 2.200.000,00 vorgenommen.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages entfällt die Angabe des Ergebnisverwendungsvorschlags. Der Ergebnisabführungsvertrag ist zum 31. Dezember 2018 aufgehoben worden. Die Aufhebung wurde am 23. Januar 2019 im Handelsregister der Dieckerhoff Guss GmbH bekannt gemacht.

 

Gevelsberg, den 7. März 2019

Dieckerhoff Guss GmbH

Guido Weber

Marc-Oliver Arnold

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2018
Zugang
Abgang
Umbuchungen
31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Software 604.930,29 15.057,36 0,00 0,00 619.987,65
2. Geleistete Anzahlungen 17.717,80 3.030,00 0,00 2.914,40 23.662,20
  622.648,09 18.087,36 0,00 2.914,40 643.649,85
II. Sachanlagen          
1. Bauten auf fremden Grundstücken 176.582,42 0,00 0,00 0,00 176.582,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.136.500,96 7.806,98 0,00 468.499,41 9.612.807,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.981.906,23 123.018,88 10.930,00 0,00 4.093.995,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 474.901,81 12.737,45 0,00 -471.413,81 16.225,45
  13.769.891,42 143.563,31 10.930,00 -2.914,40 13.899.610,33
III. Finanzanlagen          
1. Beteiligungen 1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
2. Rückdeckungsversicherung 254.792,00 41.526,00 0,00 -296.318,00 0,00
  255.792,00 41.526,00 0,00 -296.318,00 1.000,00
  14.648.331,51 203.176,67 10.930,00 -296.318,00 * 14.544.260,18

* ) Verrechnung mit Altersversorgungsverpflichtungen (Deckungsvermögen) gem. §246 Abs. 2 S. 2 u. 3 HGB

Abschreibungen
01.01.2018
Zugang
Abgang
31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Software 569.672,15 23.773,39 0,00 593.445,54
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  569.672,15 23.773,39 0,00 593.445,54
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 11.118,61 5.337,54 0,00 16.456,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.567.405,67 377.561,17 0,00 7.944.966,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.222.030,72 260.403,21 10.930,00 3.471.503,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  10.800.555,00 643.301,92 10.930,00 11.432.926,92
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Rückdeckungsversicherung 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  11.370.227,15 667.075,31 10.930,00 12.026.372,46
Restbuchwerte
31.12.2018
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Software 26.542,11 35.258,14
2. Geleistete Anzahlungen 23.662,20 17.717,80
  50.204,31 52.975,94
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 160.126,27 165.463,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.667.840,51 1.569.095,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 622.491,18 759.875,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.225,45 474.901,81
  2.466.683,41 2.969.336,42
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 1.000,00 1.000,00
2. Rückdeckungsversicherung 0,00 254.792,00
  1.000,00 255.792,00
  2.517.887,72 3.278.104,36

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Dieckerhoff Guss GmbH, Gevelsberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Dieckerhoff Guss GmbH, Gevelsberg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dieckerhoff Guss GmbH für das Geschäftsjahr 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "1. Allgemeine Angaben" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "4.5 Finanzwirtschaftliche Risiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der erfolgreichen Umsetzung der Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung und von der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung durch die GMH Guss GmbH abhängig ist. Wie in Abschnitt "1. Allgemeine Angaben" und Abschnitt "4.5 Finanzwirtschaftliche Risiken" dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 7. März 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Thorsten Spree, Wirtschaftsprüfer

ppa. Stefan Vox, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2018 wurde am 12.04.2019 festgestellt.

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