Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 154314
Eingetragen
22.11.2018
Branche
Großhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit WerkzeugmaschinenGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist Großhandel mit Ölprodukten und handelsinsturmenten auf dem deutschen Markt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Steen
seit 20.8.2024
Geschäftsführer
Kimon Palinginis
seit 20.8.2024
Geschäftsführer
Hans Cornelis Wouda
seit 17.12.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
FinCo Energies B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

FinCo Energies B.V.
Netherlands
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FinCo Energie GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 46.412,93 91.398,53
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.558,56 29.488,19
75.971,49 120.886,72
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Biokraftstoffquotenrechte 1.564.000,00 4.587.000,00
2. CO 2 -Zertifikate 8.551.396,50 8.700.000,00
3. Waren 2.062.041,30 12.671.953,77
12.177.437,80 25.958.953,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.504.948,79 24.819.126,08
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 251.542,23
3. Sonstige Vermögensgegenstände 155.005,01 3.306,00
24.659.953,80 25.073.974,31
III. Guthaben bei Kreditinstituten 343.685,92 444.506,12
37.181.077,52 51.477.434,20
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 26.240,00 7.129,00
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 683.000,00 0,00
37.966.289,01 51.605.449,92

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 4.000.000,00 2.000.000,00
III. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 1.454.678,00 -14.502,59
IV. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -3.665.455,48 1.469.180,59
2.789.222,52 4.454.678,00
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 483.000,00 487.800,00
2. Sonstige Rückstellungen 11.217.677,00 12.474.445,17
11.700.677,00 12.962.245,17
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.322.210,49 7.734.526,66
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.731.757,28 18.747.586,48
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 89.908,93 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.332.512,79 7.706.413,61
davon aus Steuern EUR 5.305.654,66 (Vj.: EUR 7.706.413,61)
23.476.389,49 34.188.526,75
37.966.289,01 51.605.449,92

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 310.799.393,24 368.737.569,16
2. Sonstige betriebliche Erträge 86.893,90 140.536,21
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 312.710.849,26 364.180.494,33
-1.824.562,12 4.697.611,04
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.127.534,98 1.140.326,85
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 221.696,17 186.882,54
davon für Altersversorgung EUR 51.816,24 (Vj.: EUR 51.454,00)
1.349.231,15 1.327.209,39
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 52.025,23 51.976,69
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 797.869,36 866.879,77
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 701,73 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 701,73 (Vj.: EUR 0,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 317.559,18 283.005,44
davon an verbundene Unternehmen EUR 79.622,57 (Vj.: EUR 33.098,12)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 675.089,83 -699.359,16
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 683.000,00 (Vj.: EUR 0,00)
10. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -3.665.455,48 1.469.180,59

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 225.725,65 0,00 0,00 0,00 224.725,65
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 68.359,09 7.110,00 0,00 0,00 75.469,09
293.084,74 7.110,00 0,00 0,00 300.194,74
Kummulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 133.327,12 44.985,60 0,00 0,00 178.312,72
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.870,90 7.039,63 0,00 0,00 45.910,53
172.198,02 52.025,23 0,00 0,00 224.223,25
Buchwerte
01.01.2023 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 91 46.412,93
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29 29.558,56
120 75.971,49

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma FinCo Energie GmbH mit Sitz in Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 154314 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen linear vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Die Unterschiedsbeträge zu einer Bewertung zum Börsenkurs oder dem Marktpreis am Bilanzstichtag sind im Rahmen der Erläuterungen der Vorräte dargelegt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte von Waren an Kreditinstitute im vollen Umfang von TEUR 2.062 (Vorjahr TEUR 12.672) sicherungsübereignet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Die Kundenforderungen sind an Kreditinstitute in vollem Umfang sicherungsübereignet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Bei den zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 683 handelt es sich gem. § 268 Abs. 8 HGB um einen Betrag, der mit einer Ausschüttungssperre belegt ist.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Die Gesellschaft wendet bei Bewertungseinheiten die "Einfrierungsmethode" an, bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Vorräte

Das gesamte Vorratsvermögen ist zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei den CO 2 -Zertifikaten führte die Bewertung nach §§ 240 Abs. 4, 256 Satz 1 HGB im Vergleich zu einer Bewertung auf der Grundlage des letzten vor dem Abschlussstichtag bekannten Börsenkurses oder Marktpreises zu keinen wesentlichen Unterschiedsbeträgen. Bei den Biokraftstoffquotenrechten und Waren war eine Abwertung auf den niedrigeren Marktpreis aufgrund der gebildeten Bewertungseinheiten nicht erforderlich. Siehe dazu auch die Erläuterungen zu den gebildeten Bewertungseinheiten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr keine Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Aktive latente Steuern

Die ausgewiesenen latenten Steuern betreffen in Höhe von rd. TEUR 352 zu erwartende Steuerrückzahlungen aus dem Verlustrücktrag hinsichtlich der Körperschaftsteuer 2023 zu 2022. Ein Betrag von TEUR 331 entfällt auf körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 15% für die Körperschaftsteuer sowie 16,45% für die Gewerbesteuer zugrunde gelegt.

Eigenkapital

Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine weitere Einzahlung in die Kapitalrücklage von EUR 2.000.000,00 vorgenommen. Im Übrigen wird auf den Vorschlag für die Verwendung des Jahresergebnisses verwiesen.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen von EUR 483.000,00 betreffen die zu erwartenden Körperschaft- und Gewerbesteuerzahlungen für das Kalenderjahr 2022 (Vorjahr EUR 487.800,00).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für CO 2 -Zertifikate von EUR 8.902.000,00 (Vorjahr EUR 9.060.713,00), Rückstellungen aus der Verpflichtung zur Reduzierung von Treibhausemmissionen von EUR 1.764.000,00 (Vorjahr EUR 2.827.000,00), Rückstellungen für Drohverluste von EUR 361.000,00 (Vorjahr EUR 0,00), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von EUR 98.277,00 (Vorjahr EUR 290.232,17), Rückstellungen für Personalkosten von EUR 46.400,00 (Vorjahr EUR 272.000,00) sowie Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten von EUR 46.000,00 (Vorjahr EUR 24.500,00).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen EUR 89.908,93 (Vorjahr EUR 0,00) und betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen wie im Vorjahr EUR 0,00.

31.12.2023
in TEUR Restlaufzeit davon gesichert
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre
1. Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten 5.322 - - 5.322
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.732 - - 4.048
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 90 - - -
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.332 - - 900
31.12.2022
in TEUR Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr
1. Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten 7.735 - 7.735
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.748 - 18.748
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - - -
4. Sonstige Verbindlichkeiten 7.706 - 7.706

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe von TEUR 5.322 (Vorjahr TEUR 7.735) durch die Sicherungsübereignung der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesichert. Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind TEUR 4.048 (Vorjahr TEUR 4.478) durch Bankbürgschaften gesichert. Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 900 (Vorjahr TEUR 869) durch Bankbürgschaften gesichert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse
-Handel mit Kraftstoffen 180.202 58 220.083 60
-Handel mit Brennstoffen 130.597 42 148.655 40
310.799 100 368.738 100

Die Umsatzerlöse wurden wie im Vorjahr ausschließlich in Deutschland erzielt.

§ 277 Abs. 1 HGB folgend, sind die Umsatzerlöse um die in den Rechnungsbeträgen enthaltene, aber nur eigens angemeldete und abgeführte Energiesteuer in Höhe von TEUR 43.628 (Vorjahr TEUR 42.735) gekürzt ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten mit TEUR 76 (Vorjahr TEUR 92) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie sonstige Erträge von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 48).

Materialaufwand

Der Materialaufwand des Geschäftsjahres betrug TEUR312.711 (Vorjahr TEUR 364.180) und unterteilt sich wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Wareneinkauf 286.559 353.408
Energiesteueranmeldungen 41.394 41.027
Sonstige Warenbezugskosten 17.776 13.825
Bestandsveränderungen 10.610 -1.345
Kürzung berechnete Energiesteuer -43.628 -42.735
312.711 364.180

Auf den um die Energiesteuer gekürzten Ausweis der Umsatzerlöse folgt ein betragsgleich gekürzter Ausweis des Materialaufwandes.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:

2023 2022
TEUR TEUR
Serviceleistungen Gesellschafter 155 147
Versicherungsleistungen 140 170
IT-Aufwendungen 124 104
Miet- und Nebenkosten Geschäftsräume 109 90
Fahrzeugkosten 49 40
Abschluss- und Prüfungskosten 46 50
Informationsdienste 44 23
Rechts- und Beratungskosten 42 44
Reise- und Repräsentationskosten 25 19
Aufwand aus Fremdwährungsumrechnungen 20 98
Beiträge 16 47
Andere sonstige Aufwendungen 28 35
798 867

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind wie im Vorjahr keine außergewöhnlichen/periodenfremden Aufwendungen enthalten.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zur Absicherung des eigenen Finanzierungsbedarfes ist die Gesellschaft mit Wirkung vom 24. Dezember 2018 mit anderen verbundenen Unternehmen in einen Konsortialkreditvertrag eingetreten, einen sog. Club-Deal. Dieser wurde zuletzt erweitert und erneuert am 30. November 2023. Der Kreditrahmen des Club-Deals beträgt insgesamt TEUR 200.000. Zum Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme insgesamt TEUR 50.111, wovon auf die Gesellschaft direkt ein Betrag von TEUR 9.822 entfällt. Dabei haften alle Vertragspartner gemeinschaftlich in voller Höhe. Zur Absicherung der Forderungen der beteiligten Banken sind sowohl die Kundenforderungen als auch die Vorräte in voller Höhe sicherungsübereignet.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der gemeinschaftlichen Haftung für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aller betreffenden verbundenen Unternehmen als sehr gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von TEUR 241 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Diese betreffen ausschließlich Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, die zwischen dem 30. November 2024 und 30. Juni 2025 enden.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken aus physischen Grundgeschäften werden an der Warenterminbörse Kontrakte (ICE Futures) in USD abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestanden Mineralöleinkaufskontrakte mit einem Volumen von 5.300 Tonnen (Nominalwert TEUR 3.682) und Mineralölverkaufskontrakte von 3.200 Tonnen (Nominalwert TEUR 2.238). Zudem wurden zur Absicherung von Einkaufspreisaufschlagsprämien Preisswaps mit einem Volumen von 4.000 Tonnen (Nominalwert TEUR 38) abgeschlossen. Die Kontrakte werden über ein verbundenes Unternehmen abgewickelt und von diesem monatlich abgerechnet. Um auch die damit einhergehenden Wechselkursschwankungen von USD zu EUR abzusichern, werden Devisentermingeschäfte über Kreditinstitute abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag beträgt der Umfang der Währungsabsicherung einen Nominalbetrag von TEUR 1.336 als Forderung. Der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 1.342.

Sowohl die Kontrakte an der Warenterminbörse als auch die Devisentermingeschäfte laufen im Jahr 2024 aus.

Bewertungseinheiten

Die Bewertungseinheit zu den Warengeschäften ergibt sich auf täglicher Basis aus den abgeschlossenen und gepreisten physischen Warenein- und -verkäufen, wobei die daraus resultierenden Positionen des Preis- und Wechselkursrisikos durch geschlossene Kontrakte an der Warenterminbörse und getätigte Devisentermingeschäfte abgesichert werden. Dabei können die physischen Warengeschäfte als Grundgeschäft und die Börsen- und Devisengeschäfte als Sicherungsinstrument betrachtet werden. Eine Unterteilung einzelner Bestandteile ist nicht gegeben.

Für die Bestandteile der Bewertungseinheit ergibt sich folgendes Bild:

Grundgeschäft/ Sicherungsinstrument Risiko Einbezogener Betrag Abgesichertes Risiko
in TEUR in TEUR
Warenbestand, Bioquoten und Einkaufskontrakte Preis 4.220 -839
Verkaufskontrakte Preis 10.182 472
Devisentermingeschäfte Währung 1.336 6

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Geschäfte mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 16.556 abgeschlossen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Wareneinkäufe von TEUR 16.189 sowie Aufwendungen aus Kontrakten an der Warenterminbörse von TEUR 130. Alle Geschäfte wurden zu marktüblichen Preisen abgeschlossen.

Organe

Geschäftsführung

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer sind:

Johannsen, Thomas, Kaufmann, Hamburg

Wouda, Hans, CFO FincoEnergies Gruppe, Bavel/Niederlande

Palinginis, Kimon, CEO FincoEnergies Gruppe, Athen/Griechenland (ab 25. März 2024)

Geschäftsführer gemäß allgemeiner Vertretungsregelung:

Steen, Oliver, Kaufmann, Hamburg (ab 25. März 2024)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9 a) HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Mitarbeiter:

Geschäftsführung 1
Operativ / Verkauf 8
Verwaltung 3
12

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der FinCo Energie GmbH wird in den Konzernabschluss der FincoEnergies B.V. (vormals FinCo Fuel Group B.V.), Rotterdam/Niederlande einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird bei der Handelskammer Rotterdam (Kamer van Koophandel) veröffentlicht und ist dort erhältlich.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 40. Andere Leistungen wurden nicht erbracht.

Nachtragsbericht

Es sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von EUR 3.665.455,48 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg, 3. Mai 2024

FinCo Energie GmbH

Thomas Johannsen

Hans Wouda

Kimon Palinginis

Oliver Steen

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Geschäftstätigkeit

Die FinCo Energie GmbH ist im Bereich des Großhandels mit Mineralölprodukten (Dieselkraftstoff und Heizöl leicht) und Biokraftstoffen tätig. Regional ist die Gesellschaft sowohl in Nord- und Mitteldeutschland als auch am Niederrhein und im Rhein-Main Gebiet aktiv.

Dazu hat die Gesellschaft bei verschiedenen unabhängigen Tanklager-Betreibern - hauptsächlich in gemeinschaftlicher Lagerung - Tankraum angemietet. Die Versorgung findet per Tankschiffen statt, qualitätsgerecht nach den Vorgaben der jeweiligen DIN-Norm sowie - beim Dieselkraftstoff - unter Zugabe der notwendigen Biokomponenten aufbereitet. Darüber hinaus wurden Versorgungsverträge mit anderen Mineralölgesellschaften an verschiedenen anderen Standorten abgeschlossen. Im Mittelpunkt steht (auf Basis von FCA Tanklastwagen ab Ladestellen) die Versorgung der sogenannten Retailhändler, die wiederum den Endverbraucher beliefern.

Der Hauptsitz ist in Hamburg. Über eine unselbständige Betriebsstätte in Hannover Sehnde wird der komplette Verkauf abgewickelt.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war geprägt von unterschiedlichen Faktoren, die aber entscheidenden Einfluss auf den deutschen Ölmarkt hatten:

- Übergeordnet muss gesagt werden, dass die deutsche Wirtschaft unter dem fortwährenden Krieg in der Ukraine und den sich daraus ergebenen Unsicherheiten gelitten hat. Die Wirtschaftsleistung ließ spürbar nach und dementsprechend ist die Nachfrage nach Energie zurückgegangen.

(https://www.spiegel.de/wirtschaft/deutsche-wirtschaft-schrumpft2023-um-0-3-prozent-a-80857f02- 063f-4704-8252-d712fe4bd207)

- Aus dem großen Programm an technischen Überprüfungen der lokalen Raffinerien mit einhergehenden Produktionskürzungen - es waren insgesamt neun von 13 Anlagen über das Jahr hinweg betroffen - sollte eigentlich ein gutes Jahr für Importeure resultieren. Allerdings war die Nachfrage durch die nachlassende Wirtschaft kleiner und es gab keine temporären Versorgungsengpässe.

(https://www.holborn.de/en/news/detail/holborn-turnaround-2023erfolgreich-abgeschlossen/).

(https://www.bp.com/de_de/germany/home/wo-wir-sind/raffinerielingen/nachrichten-aus-deraussicht/news-grossrevision-2023.html) (https://www.omv.de/de-de/news/230816-regulaereueberpruefungen-in-der-raffinerie-schwechat-erfolgreich-abgeschlossen)

(https://www.nordkurier.de/regional/uckermark/darum-steht-diepck-raffinerie-jetzt-still-1562949)

(https://gunvor-raffinerie-ingolstadt.de/geplante-tuev-revision8799049/)

- Ende des Jahres 2022 während der Versorgungsgespräche für das Jahr 2023 war nicht absehbar, wie sich das ab Februar 2023 bevorstehende Importverbot von russischen Ölprodukten auswirken wird.

Viele Marktteilnehmer sahen eine Knappheit und argumentierten für zusätzliche Aufschläge über den marktüblichen Preisindizes. Diese Annahme der verminderten Verfügbarkeit hat sich nicht bewahrheitet, da russische Ware nach Indien, Südamerika und in den Mittleren Osten geliefert wurde und andere Ware, die in der Vergangenheit in die oben genannten Regionen verkauft wurde, für Europa verfügbar gemacht wurde. Somit gab es keine Knappheit und die Aufschläge waren nicht durchsetzbar. Ganz im Gegenteil: Einige Wettbewerber haben Anfang des Jahres noch russische Ware mit extremen Abschlägen gekauft und importiert, bevor am 5. Februar 2023 die EU-Sanktionen in Kraft getreten sind. Wie bekannt, handeln wir schon seit über zwei Jahren nicht mit russischer Ware und konnten somit davon nicht profitieren.

- Darüber hinaus ist Ende Januar 2023 ein bestimmter Bio-Code für einen bestimmten Biodiesel aus China auf der Akzeptanzliste des Bundes-Umweltministeriums gelistet worden, welcher als fortschrittlich gilt und doppelt angerechnet werden kann. Nach harscher Kritik ist dieser Bio-Code nach nur einer Woche wieder von der Liste entfernt worden. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch bereits ein immenser Schaden entstanden, denn sowohl Preise für (europäischen) Biodiesel stürzten ab, als auch Preise für die sog. Papierquote brachen zusammen. Auf europäischer als auch deutscher Ebene laufen Untersuchungen hierzu mit ungewissem Ausgang. (https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-955546) Geopolitisch ist dieses Jahr erneut herausfordernd gewesen:

Neben der weiterhin schwierigen Situation in der Ukraine ist Anfang Oktober der Konflikt im Nahen Osten eskaliert. Da sich auch andere Gruppen wie z.B. die Huthi-Rebellen im Jemen einmischen, ist die Passage durch den Suez-Kanal betroffen, was zu weiterer Unsicherheit der Energie-Versorgung aus dem asiatischen Raum nach Europa führt. (https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/nahostrohoeltransport-sorgen-wegen-situation-im-roten-meer-dpa.urn-newsml-dpa-com20090101-231219-99-347098)

Auch innenpolitisch treiben uns viele Themen um, wobei zwei davon direkten Einfluss auf den deutschen Energiemarkt haben:

- das Bundeswirtschaftsministerium hat Anfang des Jahres einen Vorschlag für die Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) gemacht, was zu viel Kritik und Verunsicherung in der Bevölkerung geführt hat. Nach diversen Anpassungen ist es mittlerweile verabschiedet worden und zu Beginn des Jahres 2024 in Kraft getreten. (https://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/robert-habecks-umstrittenes-heizungsgesetzhe izungsindustrie-steuert-auf-rekordjahr-zu-a-9627a24a-d6fb-4cdc-be19-c20eea619bf0)

- Mitte November 2023 erklärte das Bundesverfassungsgericht, dass der von der Bundesregierung beschlossene Haushalt keine Gültigkeit hat und somit ein Milliarden-Loch entstand. Das Geld war bereits verplant und steht nun nicht mehr zu Verfügung. Mitte Dezember 2023 wurde die CO 2 -Abgabe gemäß dem Brennstoffemissionshandelsgesetz zum 1. Januar 2024 nochmals erhöht und die Subventionen auf dem sog. Agrardiesel für die Landwirtschaft gestrichen. Vielen weiteren Projekten, die sich vor allem mit der Energiewende befassen, wurden die Mittel gekürzt bzw. ganz gestrichen. Es wird nach neuen Finanzquellen gesucht und zwei könnten auch das Ölgeschäft betreffen: A) Wegfall der Dienstwagenbesteuerung und B) Wegfall der im Vergleich zu Benzin niedrigeren Energiesteuer für Diesel.

(https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2023/bvg23-101.html)

Der Gesamtabsatz 2023 in Deutschland für die Hauptprodukte stellt sich wie folgt dar:

Ottokraftstoff: 17,33 Mio. Tonnen (+ 2,5% gegenüber Vorjahr)
Dieselkraftstoff: 33,38 Mio. Tonnen (- 3,6% gegenüber Vorjahr)
Heizöl leicht: 11,54 Mio. Tonnen (- 5,3% gegenüber Vorjahr)
Jet Fuel: 9,47 Mio. Tonnen (+ 4,3% gegenüber Vorjahr)

(https://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/Mineraloel/moel_amtliche_daten_2023_12.ht ml)

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft:

Wesentliche Steuerungsgrößen für die Gesellschaft sind die abgesetzte Menge, der Rohertrag und das Jahresergebnis.

Während die Nachfrage nach Heizöl nur leicht unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre lag, hat der Absatz an Dieselkraftstoff wegen der wirtschaftlichen Lage merklich gelitten. Trotzdem konnte die FinCo Energie GmbH insgesamt ihre verkauften Mengen leicht gegenüber dem Vorjahr steigern. Das Geschäftsergebnis blieb allerdings deutlich hinter den Erwartungen zurück. Daraus ergibt sich folgendes Bild:

Verkaufte Mengen: 332.342 cbm (+ 4,6% gegenüber Vorjahr)
Rohertrag: EUR - 1,82 Mio. (- 139% gegenüber Vorjahr)

Die gesetzlich geforderte Treibhausgas-Einsparung in Höhe von 8% beim Dieselkraftstoff wurde übererfüllt. Des Weiteren wurde auch der rechtzeitige Zukauf von mindestens 90% der benötigten CO 2 -Zertifikate gemäß dem Brennstoffemissionshandelsgesetz durchgeführt. Die restlichen CO 2 -Zertifikate werden gemäß den gesetzlichen Möglichkeiten nach Abschluss der Biobilanz zugekauft. (https://www.gesetze-im-internet.de/behg/BJNR272800019.html)

Einblick in Vermögenslage:

Die Vermögenssituation der FinCo Energie GmbH ist in erster Linie durch die kurzfristig fälligen Forderungen sowie Verbindlichkeiten geprägt. Der Anteil der Forderungen beträgt 65% an der Bilanzsumme. Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme beträgt rd. 62%. Die reduzierte Bilanzsumme insgesamt resultiert aus der Aufgabe eines Steuerlagers Ende 2023.

Einblick in Finanzlage:

Die FinCo Energie GmbH ist über die Holding der FincoEnergies B. V. Teil eines Club Deals mit mehreren internationalen Banken.

Zusammen mit dem Eigenkapital steht ausreichend Kapital zur Verfügung und alle Verbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr vollumfänglich und pünktlich erfüllt. Dem kurzfristigen Fremdkapital von EUR 35,2 Mio. stehen Vorräte, Kundenforderungen sowie liquide Mittel von EUR 37,2 Mio. gegenüber.

Einblick in Ertragslage:

Trotz anhaltend guter Nachfrage während des gesamten Geschäftsjahres konnten keine kostendeckenden Margen erzielt werden. Die wesentlichen Gründe hierfür sind die gezahlten Prämien bei Versorgungsverträgen, sowie der Preisverfall der Bioquoten im Bereich der Dieselkraftstoffe. Folglich musste ein Rückgang des EBITDA um rd. EUR 6,5 Mio. auf EUR - 4,0 Mio. verzeichnet werden. Neben der Aufgabe eines größeren Steuerlagers sind auch die Versorgungsverträge angepasst worden. Mit diesen Maßnahmen ist aus Sicht der Geschäftsführung eine vorsichtig positive Entwicklung gegeben.

Chancen- und Risikobericht

Die FinCo Energie GmbH erfasst alle Handelsaktivitäten zeitgleich und erstellt täglich einen Risikobericht, der an das Risikomanagement-Team der Gruppe und die Geschäftsführung verteilt wird. Zum Schutz vor Preisschwankungen werden alle Preis- und Währungsrisiken unter Nutzung von Börsen- und Devisentermingeschäften abgesichert.

Mengenzugänge und -abgänge werden volumenmäßig und qualitätsmäßig eng kontrolliert. Bei Beständen in Eigenverantwortung findet grundsätzlich eine Qualitätsanalyse nach jedem neuen Zugang statt.

Ausfallrisiken von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch die Nutzung einer Warenkreditversicherung begegnet. Hierzu wird täglich eine Debitorenübersicht mit allen offenen Positionen inklusive aller zukünftigen, noch nicht gelieferten Geschäfte erstellt und mit den eingeräumten Kreditlinien verglichen.

Darüber hinaus werden alle festpreisigen Verkaufsverträge und deren Erfüllungsgrad regelmäßig, mindestens auf wöchentlicher Basis überwacht.

Die zu Jahresbeginn 2020 eingeführte Handels-Software "Pro4Dynamix" in Verbindung mit dem Buchhaltungssystem Business Central ist für die Verarbeitung der unzähligen einzelnen Abholungen und die notwendigen Kontrollzwecke sehr geeignet.

In Zusammenarbeit mit der von der Firma Implico vertraglich zur Verfügung gestellten, vollautomatischen Mengenerfassung der Abgänge aus eigenen Lagerbeständen und teilweise aus direkten, langfristigen Einkäufen von anderen Mineralölgesellschaften ist das IT-System voll integriert und vereinfacht die Abwicklung und Überwachung aller Verträge. Daneben werden alle ein- und ausgehenden Zahlungen aus diesem System generiert und weiterverarbeitet.

Rufschädigende Transaktionen und Betrugsrisiken werden sowohl durch regelmäßige Kontrollen als auch durch das aktive Engagement der Geschäftsführung im Tagesgeschäft verhindert. Alle weiteren Risiken werden in der Risk Policy der FincoEnergies Gruppe genannt und sind von der Geschäftsführung streng zu beachten.

Durch die geringere Nachfrage - vor allem beim Dieselkraftstoff und Heizöl Leicht - und die daraus resultierende inländische Überversorgung bewegen sich die regionalen Preise deutlich unter internationalen Preisen. Da sich dieses Verhältnis kurzfristig nicht ändern wird, wurden benötigte Mengen vermehrt lokal zugekauft. In diesem Zusammenhang wurde auch der Tankraum bei EVOS in Hamburg aufgegeben und die Versorgung auf regionale Anbieter umgestellt.

Auch die beizumischenden Bioprodukte werden nur zeitnah und in Abhängigkeit der physischen Auslieferungen disponiert.

Sonstige Risiken, die den Fortbestand der FinCo Energie GmbH gefährden könnten, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

Voraussichtliche Entwicklung

Für das Jahr 2024 ist der Ausblick folgendermaßen: Obwohl die Bundesregierung im Dezember 2023 kurzfristig beschlossen hat, die ursprünglich geplante Erhöhung der CO 2 -Abgabe für 2024 auf EUR 40, um weitere EUR 5 auf dann EUR 45 pro emittierte Tonne CO 2 zu erhöhen, sind überdurchschnittliche Zukäufe zum Ende des Jahres 2023 aufgrund geringeren Energieverbrauchs ausgeblieben. Auch die per 1. Januar 2024 anstehende Erhöhung der gesetzlich erforderlichen Einsparung der Treibhausgasemissionen für Kraftstoffe (Benzin und Dieselkraftstoff) von 8 % auf 9,35 % gemäß §37a des Bundes-Immissionsschutzgesetzes hat nicht zu größeren Verkäufen geführt. (https://www.gesetzeim-internet.de/bimschg/37a.html).

Somit hängt es von der weiteren Erholung der deutschen Wirtschaft ab, wie sich die Nachfrage vor allem nach Dieselkraftstoff entwickeln wird. Bezüglich Heizöl leicht ist nach dem sehr milden Winter eher mit gleichbleibenden Mengen zu rechnen - vorausgesetzt, das Preisniveau bleibt ungefähr unverändert.

Nach den extremen Preisbewegungen im internationalen Markt hat die FinCo Energie GmbH ihre Versorgungsverträge angepasst und das Tanklager Evos Hamburg zum Jahresende verlassen. Vor dem Hintergrund wird mit leicht geringeren Mengen, aber mit einem deutlich verbesserten Rohertrag sowie Jahresergebnis im Jahr 2024 gerechnet.

 

Hamburg, den 03. Mai 2024

FinCo Energie GmbH

Thomas Johannsen

Hans Wouda

Kimon Palinginis

Oliver Steen

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FinCo Energie GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FinCo Energie GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FinCo Energie GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Hamburg, 29. Mai 2024

Ernst & Young GmbH & Co. KG
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