Großhandel mit Sanitärkeramik
Bamberger Kaliko GmbHLiquidiert
96052 Bamberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Füßmann seit 7.5.2004 | Prokura |
Peter Klenner seit 11.7.2001 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bamberger Kaliko GmbHBambergJahresabschluss zum 31.12.2011OffenlegungInhaltsverzeichnis
Bilanz zum 31. Dezember 2011Bamberger Kaliko GmbH, BambergAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2011der Bamberger Kaliko GmbH, Bamberg
Anhang 2011der Bamberger Kaliko GmbH, BambergA. Allgemeine Angaben Generalnorm Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 liegen die Vorschriften des HGB über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, die ergänzenden Vorschriften des Gesetzes für die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie die Regelungen des Gesellschaftsvertrages zugrunde. Darstellungsstetigkeit und Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr Im Geschäftsjahr 2011 wurden die Erträge aus Beteiligungen in den sonstigen betrieblichen Aufwand umgegliedert, da diese nur noch Kostenumlagen enthalten. Das Vorjahr wurde nicht angepasst. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierungsmethoden Jahresabschluss Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB Anwendung. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 268-274a, 276-278 HGB) erstellt. Gliederung Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Die Ansatz- und Gliederungsvorschriften wurden grundsätzlich stetig angewandt. 2. Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB erstellt. Im einzelnen erfolgte die Bewertung, wie folgt: Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen (Nutzungsdauer 3-5 Jahre) bewertet. Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich erhaltener Investitionszuschüsse und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger, linearer Abschreibungen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern bewertet. Die Herstellkosten enthalten alle steuerlich aktivierungspflichtigen Einzel- und Gemeinkosten. Bewegliche Anlagegüter werden nach Maßgabe der betriebs-gewöhnlichen Nutzungsdauer linear; Zugänge des Geschäftsjahres pro rata temporis, abgeschrieben. Finanzanlagen werden zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Entwicklung des Anlagevermögens der einzelnen Positionen ist dem Anlagespiegel zu entnehmen. Vorratsvermögen wird unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden zu Durchschnittspreisen bewertet. Reparaturmaterialien werden mit einem Festwert angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Einzel- und Gemeinkosten (Vollkostenansatz). Unfertige Erzeugnisse werden unter Berücksichtigung ihres Fertigungsgrades zum Bilanzstichtag bewertet. Bei den fertigen Erzeugnissen werden zusätzlich unter Berücksichtigung des Zustandes der Ware sowie der Verwendungsmöglichkeiten, Wertabschläge vorgenommen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Nennwert bilanziert. Allen erkennbaren Risiken werden durch Einzel-und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Gesellschafterforderungen, die mit dem Nennwert bilanziert sind. Sie resultieren aus gewährten Darlehen, verauslagten Zahlungsvorgängen sowie den zu saldierenden Ergebnisabführungen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 10.736 T€ und haben eine Laufzeit länger als ein Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten bilanziert. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u. a. Forderungen sowie Mieter- bzw. Baudarlehen gegenüber der Kalathos Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz, mit einer Laufzeit länger als ein Jahr enthalten. Insgesamt sind diverse Wertansätze innerhalb eines Jahres in Höhe von 250 T€ fällig; die Fälligkeit der Forderungen in Höhe von 819 T€ beträgt länger als ein Jahr, davon in Höhe von 803 T€ bis 2024. (Vorjahr: 687 T€) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Das darin enthaltene Disagio in Höhe von 28 T€ wird anteilig über die Restlaufzeit der Verbindlichkeit aufgelöst. Pensionsrückstellungen sind auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach der projected unit credit method (PUCM) unter Berücksichtigung der Richttafeln nach Heubeck 2005G sowie des durchschnittlichen Marktzinses für eine Laufzeit von 15 Jahren, wie dieser von der Deutschen Bundesbank bekannt gemacht wird, und einer Rentendynamik von 1,75 % sowie einer Gehaltsdynamik von 3 % entsprechend der betriebsüblichen Praxis bzw. den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit bewertet. Der Zuführungsbetrag aufgrund der Umberechnung nach BilMoG wird ratierlich mit mindestens 1/15 bis zum 31.12.2024 angesammelt. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum Bilanzstichtag beträgt 365 T€. (Vorjahr: 392 T€) Von dem Erfüllungsbetrag einer Alterszusage in Höhe von 19 T€ wurde der Barwert der Rückdeckungsversicherung für die eigen-finanzierte Altersvorsorge, in Höhe von 17 T€ (ursprüngliche Anschaffungskosten 10 T€) abgesetzt. Sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Es wurden unter anderem Rückstellungen im Personalbereich in Höhe von 207 T€, davon für Altersteilzeit 51 T€, für Jubiläen 51 T€ gebildet. Weiterhin wurden Rückstellungen für Gewährleistung und Reklamationen in Höhe von 36 T€ gebildet sowie für ausstehende Rechnungen über 95 T€. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, werden entsprechend ihrer Restlaufzeit mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre laut Abzinsungsverordnung der deutschen Bundesbank angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel unter Darstellung der Restlaufzeiten aufgegliedert. Währungsumrechnung Der Jahresabschluss enthält Posten, denen Beträge zu Grunde liegen, die auf fremde Währung lauten. Die Umrechnung in Euro (§ 284 Abs.2 Nr. 2 HGB) erfolgt bei Valutaforderungen und -verbindlichkeiten nach Maßgabe des Wechselkurses zum Entstehungstag bzw. zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages. Außerordentliches Ergebnis Das außerordentliche Ergebnis enthält Aufwendungen in Höhe von 28 TEUR aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen nach Art. 67 Abs. 7 EGHGB. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Aus wirtschaftlichen Gründen und zur Gewährleistung der Produktionssicherheit des Trägermaterials werden unter anderem Rahmenverträge geschlossen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Leasingverpflichtungen wie folgt:
C. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2011 beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
2. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung
Die Angabe über die Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorganes unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. 3. Unternehmensverbindungen Beteiligungen
Entwicklung des Anlagevermögens
zum 31. Dezember 2011
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| Bezeichnung | A.
H. K.
01.01.2011 |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen |
| € | € | € | € | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Firmenwert | -,- | -,- | -,- | -,- |
| 2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände (EDV - Software) | 325.535,43 | 3.490,00 | 20.809,58 | -,- |
| 325.535,43 | 3.490,00 | 20.809,58 | -,- | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. technische Anlagen - Maschinen | 8.370.770,64 | 55.045,50 | 146.056,56 | 251.939,24 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 12.571.013,15 | 10.224,82 | 501.448,24 | 2.018.271,93 |
| 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.971.509,46 | 298.701,71 | -,- | -2.270.211,17 |
| 22.913.293,25 | 363.972,03 | 647.504,80 | -,- | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | -,- | -,- | -,- | -,- |
| 2. Beteiligungen | 6.983.140,77 | -,- | -,- | -,- |
| 6.983.140,77 | -,- | -,- | -,- | |
| Anlagevermögen | 30.221.969,45 | 367.462,03 | 668.314,38 | -,- |
| Bezeichnung |
Abschreibungen
(kummuliert) |
Buchwerte zum
31.12.2011 |
Abschreib. im
Geschäftsjahr |
Buchwerte zum
31.12.2010 |
| € | € | € | € | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Firmenwert | -,- | -,- | -,- | -,- |
| 2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände (EDV - Software) | 287.096,43 | 21.119,42 | 38.124,00 | 55.754,42 |
| 287.096,43 | 21.119,42 | 38.124,00 | 55.754,42 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. technische Anlagen - Maschinen | 7.121.209,82 | 1.410.489,00 | 688.002,74 | 1.791.514,00 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10.299.078,66 | 3.198.983,00 | 461.653,75 | 1.632.196,00 |
| 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | -,- | -,- | -,- | 1.971.509,46 |
| 18.020.288,48 | 4.609.472,00 | 1.149.656,49 | 5.395219,46 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | -,- | -,- | -,- | -,- |
| 2. Beteiligungen | 6.983.139,77 | 1,00 | -,- | 1,00 |
| 6.983.139,77 | 1,00 | -,- | 1,00 | |
| Anlagevermögen | 25.290.524,68 | 4.630.592,42 | 1.187.780,49 | 5.450.974,88 |
Verbindlichkeitenspiegel zum 31.
Dezember 2011
der Bamberger Kaliko GmbH
| Bezeichnung | Restlaufzeit | 31.12.2011 31.12.2010 | ||
| unter 1 Jahr | über 5 Jahre | Gesamt | Gesamt | |
| € | € | € | € | |
| 1. Verbindlichkeiten aus Anleihen * | 250,000,00 | -,- | 1.000.000,00 | |
| Vorjahr | 400.000,00 | -,- | 1.200.000,00 | |
| * es bestehen Sicherungsübereignungen von technischen Anlagen | ||||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten * | 2.365.098,45 | 976.248,00 | 10.855.848,45 | |
| Vorjahr | 2.519.201,66 | 1.515.596,00 | 11.209.211,66 | |
| * es bestehen branchenübliche Sicherungsübereignungen | ||||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.196.136,98 | -,- | 1.196.136,98 | |
| Vorjahr | 1.690.490,91 | -,- | 1.690.490,91 | |
| 4. sonstige Verbindlichkeiten | 499.321,94 | -,- | 551.305,94 | |
| Vorjahr | 416.949,27 | -,- | 420.181,27 | |
| davon aus Steuern | (57.062,89) | (-,-) | (57.062,89) | |
| Vorjahr | (8.792,08) | (-,-) | (8.792,08) | |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (-,-) | (-,-) | (-,-) | |
| Vorjahr | (-,-) | (-,-) | (-,-) | |
| Gesamt | 4.310.557,37 | 976.248,00 | 13.603.291,37 | |
| Vorjahr | 5.026.641,84 | 1.515.596,00 | 14.519.883,84 | |
Unterzeichnung des Jahresabschlusses gem. § 245 HGB
Bamberg, 30. März 2012
gez. Peter Klenner
Lagebericht 2011
der Bamberger Kaliko GmbH, Bamberg
1) Allgemeine Lage der Textilindustrie
Der heftige Strukturwandel in der deutschen Textilindustrie hat Spuren hinterlassen:
| ― |
Produktionsrückgänge im Inland |
| ― |
Produktionsverlagerungen in das lohnkostengünstigere Ausland (Offshoring) |
| ― |
intensiver, teilweise ruinöser Wettbewerb |
| ― |
Schwerpunktverschiebung zu technisch höherwertigen Textilien |
Im Jahr 2011 haben sich die allgemeinen Rahmendaten, wie das Wachstum des BIP und die Arbeitslosenrate, positiv entwickelt. Auch die in Deutschland hoch entwickelte Industrie für technische Textilien konnte davon profitieren. Das Wachstum von ca. 7 % gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf die boomende Vliesstoffindustrie zurückzuführen. Seit langem konnte auch wieder ein leichtes Beschäftigungsplus verzeichnet werden.
Nach wie vor ist aber festzuhalten, dass ca. 20 % bis 30 % der Betriebe, besonders Webereien und Veredler, mit Strukturanpassungen zu kämpfen haben (Quelle: Kurz-Infos, Gesamtverband textil + mode, Ausgabe 04/2012)
2) Geschäftsverlauf
Das Jahr 2011 hat unsere Erwartungen nicht erfüllt. Das zunächst positiv begonnene Geschäftsjahr 2011 ist im zweiten Quartal eingebrochen , so dass der Umsatz um rd. 6,5 % auf 21.432 T€ (Vorjahr: 22.922 T€) zurückgegangen ist.
Das Jahresergebnis ist aufgrund des bestehenden Ergebnisvertrages mit der Bamberger Kaliko Beteiligungen GmbH, Bamberg, im Geschäftsjahr 2011
ausgeglichen. Der von der Bamberger Kaliko Beteiligungen GmbH übernommene Verlustanteil 2011 beträgt -1.169 T€ (Vorjahr: -112 T€).
An dem Umsatzverlust war maßgeblich das Segment Sonnenschutz beteiligt, da wir hier in den Krisenländern USA, Spanien, Portugal und Griechenland einen hohen Export-Anteil haben.
Der Exportanteil verringerte sich auf 51,1 % (Vorjahr: 54,6 %). Die Sparte Rollostoff war mit 47,6 % (Vorjahr: 51,5 %) Hauptumsatzträger. Die Sparte Bucheinbandstoff konnte den Umsatzanteil um 0,1 % auf 35,0 % leicht verbessern. Die Sparte Schleifmittelträger hat sich deutlich auf 17,4 % gesteigert (Vorjahr: 13,6 %).
Die Bestände im Geschäftsjahr 2011 verringerten sich um 808 T€ auf 5.280 T€ (Vorjahr: 6.088 T€).
Der Personalaufwand liegt mit 6.131 T€ (Vorjahr: 5.795 T€) über dem Vorjahr und ist im Wesentlichen auch auf die Tarifsituation zurückzuführen.
Die Abschreibungen sind mit 1.188 T€ vergleichbar zum Vorjahr mit 1.226 T€. Das Betriebsergebnis im Geschäftsjahr betrug -711 T€ (Vorjahr: 337 T€).
Das Finanzergebnis 2011 verbesserte sich geringfügig auf -418 T€ (Vorjahr: -450 T€).
Da die Umsatzziele nicht erreicht wurden, hat sich auch das EBIT-Ergebnis nicht plangemäß entwickelt. Das Geschäftsjahr schloss mit einem EBIT-Ergebnis von -750 T€ (Vorjahr: 335 T€). Neben den Umsatzrückgängen waren vor allem die extrem gestiegenen Rohstoffpreise verantwortlich. Die zur Mitte des Jahres teilweise drastisch angehobenen Verkaufspreise hatten auf der Kundenseite zu reduzierten Bestellgrößen geführt. Dies hat bei der Unterauslastung in der Produktion zu enormen Rüstkosten geführt.
Die Investitionen in den vergangenen Jahren waren durch diverse Energieeffizienzmaßnahmen und in Produktionsanlagen sehr hoch und werden in den Folgejahren auf ein normales Maß reduziert. 2011 betrugen die Investitionen 367 T€ (Vorjahr: 1.429 T€) und entsprachen damit 31 % der Abschreibungen.
Wir werden bei entsprechender Amortisationserwartung auch weiter Chancen wahrnehmen.
Die Eigenkapitalquote ist mit 32,3 % geringfügig gestiegen (Vorjahr 31,5 %).
Aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise ist die Liquiditätslage nach wie vor angespannt. Die Lieferantenverbindlichkeiten konnten trotzdem regelmäßig innerhalb vereinbarter Zahlungsziele bedient werden.
Die Aufrechterhaltung unserer Zahlungsbereitschaft war in Absprache mit unseren Geschäftsbanken, Erwerberin unserer Schuldverschreibung sowie unser Verpächterin des Grundstücks gewährleistet.
Weitere Kreditlinien bzw. ggf. Neukonditionen/ Tilgungsaussetzungen der bestehenden Kreditverträge bedürfen in 2012 der Verhandlung; sind jedoch zur Aufrechterhaltung der Zahlungsbereitschaft notwendig.
Die Mitarbeiterzahl reduzierte sich in 2011 auf 148 (Vorjahr: 161).
Für das Jahr 2012 haben wir eine deutliche Umsatzsteigerung geplant, die aus dem Segment Schleifmittel, dem Hygienebedarf und der Filtration erfolgen soll. Der EBIT ist mit 1.037 T€ progressiv geplant.
3) Chancen und Risiken
Der problematische Zugang zu den Textilrohstoffen stellt uns vor eine große Herausforderung. Auch die Bindung der Fachkräfte an das Unternehmen bei steigenden Chancen auf dem Arbeitsmarkt wird an Bedeutung gewinnen und auch Geld kosten. Die vielfältigen Krisenherde der Welt und zunehmende protektionistische Maßnahmen erschweren die Planung und die Versorgungssicherheit.
Die Bamberger Kaliko GmbH ist auf dem guten Wege der Restrukturierung, hin zu hochwertigen textilen Produkten, um die Rückgänge im Sonnenschutzbereich zu kompensieren. Hier soll vor allem der Ausbau unserer Produktangebote im Schleifmittelsegment beitragen. Bereits 2011 konnten wir gute Erfolge verzeichnen. Mit einem speziellen Produkt im Hygienebereich hoffen wir sogar, in die TOP TEN unserer Produkte vorzustoßen.
Selbst im traditionellen Bereich Bucheinband sehen wir Wachstumschancen, da sich der Markt zu bereinigen scheint und unsere Chancen auf dem US-Markt wieder gestiegen sind.
Zur Sicherstellung der Liquidität und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.
4) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres
Liegen nicht vor.
5) Ausblick auf das Jahr 2012
Die ersten zwei Monate des Jahres 2012 liegen vom Umsatz und Ertrag auf dem geplanten Niveau. Kurzarbeit ist zu Zeit nicht geplant.
Der Verlauf des Jahres 2011 hat uns in den Prognosen vorsichtig gestimmt, dennoch sind wir verhalten optimistisch.
Schwierige Zeiten kann man nur überstehen, wenn alle Partner auf dasselbe Ziel hinarbeiten. Das ist der Fall. Deshalb gilt hier der ausdrückliche Dank unseren Hausbanken, Kunden, Lieferanten und insbesondere unseren Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit.
Bamberg, im März 2012
Bamberger Kaliko GmbH
Die Geschäftleitung
gez. Peter Klenner
Bestätigungsvermerk
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bamberger Kaliko GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Erlangen, 04. April 2012
ETH
Erlanger Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Bail, Wirtschaftsprüfer
gez. Sommerer, Wirtschaftsprüfer
Bei der Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.
Datum der Feststellung
Der Jahresabschluss der Bamberger Kaliko GmbH zum 31.12.2011 wurde am 16.08.2012 festgestellt.
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