Jokon GmbH
Rosenbach 42, 53229 Bonn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ludovic Raphael Weiss seit 12.6.2026 | Geschäftsführer |
Lukas Lückerath seit 23.5.2024 | Prokura |
Marc Laisne seit 27.9.2013 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Holding VMI SAS | 99.01% |
Jokon GmbHEigenbeteiligung | 0.99% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.99% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Jokon GmbHBonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben Dem Jahresabschluss der Jokon GmbH mit Sitz in Bonn (Amtsgericht Bonn unter HRB 20348) zum 31. Dezember 2023 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes zugrunde. Die Gesellschaft ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 HGB einzustufen. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Vorschriften der §§ 266, 275 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden (§ 275 Abs. 2 HGB). Von den Erleichterungsvorschriften der §§ 286, 288 HGB wird teilweise Gebrauch gemacht. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going concern, § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt unverändert zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und soweit abnutzbar, vermindert um Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Für das Zugangsjahr wird die Abschreibung monatsgenau vorgenommen, d.h. für den Monat der Anschaffung bzw. Herstellung und die nachfolgenden verbleibenden Monate des Geschäftsjahres. Entsprechend § 6 Abs. 2 EStG werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 800 € im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung des Wirtschaftsguts in voller Höhe abgeschrieben. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe sowie Waren werden mit dem gewogenen Durchschnittspreis zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen ist. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, sofern nicht ein niedrigerer Wert beizulegen ist. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken und eine Pauschalwertberichtigung von 1 % der Netto-Inlandsforderungen bzw. 3 % der Auslandsforderungen abgezogen. Rückstellungen sind nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr wurden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Zinssatz abgezinst. Als Bewertungsmethode wird die Nettomethode verwendet. Als Zinssatz wird der durchschnittliche laufzeitadäquate Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind entsprechend § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. III. Erläuterungen zur Bilanz Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich aus dem Anlagespiegel (Anlage | zu dieser Anlage). Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 81 (Vj. T€ 0) enthalten. Anteilsbesitz Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag eine Beteiligung von 50 % an der Jokon Ltd., Dorset/England. Das Eigenkapital der Beteiligungsgesellschaft betrug zum 31. Dezember 2023 578 T€ / 502 T GBP (Vj. 541 T€ / 479 T GBP). Im Geschäftsjahr 2023 hat die Beteiligungsgesellschaft einen Jahresgewinn von 27 T€ / 23 T GBP (Vj. 41 T€/ 35 T GBP) erwirtschaftet. Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag eine Beteiligung von 100 % an der Jokon SAS, Folschviller/Frankreich. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaft betrug zum 31. Dezember 2023 1.600 TE (Vj. 1.512 T€). Im Geschäftsjahr 2023 hat die Tochtergesellschaft einen Jahresgewinn von 672 T€ (Vj. 582 T€) erzielt. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen wurden für Urlaub und Überstunden, Jahresabschlusskosten, Berufsgenossenschaft, Archivierung, Tantiemen sowie für der Höhe nach ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Verbindlichkeiten Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die periodenfremden Steuererträge belaufen sich in 2023 auf 29 T€. Es handelt sich um nachträgliche Steuererstattungen für die Vorjahre. Die periodenfremden Steueraufwendungen belaufen sich in 2023 auf 322 T€. Davon entfallen 310 T€ (Körperschaftsteuer 145 T€, Gewerbesteuer 165 T€) auf die vormals strittig zu beurteilenden Sachverhalte aus der aktuell noch laufenden steuerlichen Außenprüfung der Veranlagungszeiträume 2019-2021 sowie auf die übrigen Steuernachzahlungen für die Vorjahre. V. Sonstige Angaben Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen Eventualverbindlichkeiten resultieren aus einer Bankbürgschaft, die die Gesellschaft im Jahr 1988 bei der Banque CIAL, Straßburg/Frankreich, in Höhe von 92 T€ für das verbundene Unternehmen Jokon SAS, Folschviller/Frankreich gegeben hat. Zum Bilanzstichtag gibt es keine Hinweise auf eine bevorstehende Inanspruchnahme vor dem Hintergrund der uns bekannten wirtschaftlichen Verhältnisse des verbundenen Unternehmens. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen und belaufen sich auf insgesamt 875 T€ (Vj.: 1.045 T€), davon sind innerhalb eines Jahres 545 T€ (Vj.: 506 T€) fällig. Arbeitnehmerzahl Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 145 (Vj.: 136) Mitarbeiter beschäftigt, die im kaufmännischen (durchschnittlich 51 (Vj.: 51) Angestellte) und im gewerblichen Bereich (durchschnittlich 94 (Vj.: 85 Arbeiter) tätig sind. Geschäftsführung Zur Geschäftsführung war im Geschäftsjahr Herr Marc Laisné, Vorstand der Holding SCHEHARAZADE SAS berufen. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis in Höhe von 1.562.261,75 € auf neue Rechnung vorzutragen. Bezüge der Geschäftsführung Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder Gegenüber dem gesetzlichen Vertreter bestehen zum Bilanzstichtag Darlehensforderungen in Höhe von EUR 81.411,66 EUR (Vj. 81.411,66 EUR), die mit 2 % p.a. verzinst werden und spätestens am 28.02.2026 fällig werden, sowie aus sonstigen Forderungen in Höhe von 78.392,30 EUR (Vj. 70.797,76 EUR). Sicherheiten wurden nicht gewährt. V. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft gehört zum Konsolidierungskreis der Holding SCHEHARAZADE SAS, 8 rue d'Alembert, 31340 Villemur sur Tarn (Frankreich), welche den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt.
Bonn, den 31. März 2024 Anlagenspiegel zum 31.12.2023
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen, Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen Die Jokon GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft und agiert international mit Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in Frankreich und Großbritannien, sowie Repräsentanzen in ganz Europa. Die Muttergesellschaft Holding VMI SAS hat ihren Sitz in 8 rue d'Alembert, 31340 Villemur sur Tarn (Frankreich). Wir entwickeln, produzieren und vertreiben seit 1948 innovative Fahrzeugbeleuchtungen und Kabelsysteme. Dabei legen wir großen Wert auf exklusives Licht-Design, das Kraftfahrzeugen ein neues und unverwechselbares Gesicht gibt. Unsere Produkte vertreiben wir im Wesentlichen im Inland und auf dem europäischen Markt. Im Jahr 2023 ist die Wirtschaftsleistung in allen 27 EU-Staaten gemäß aktueller Prognose nur leicht gestiegen. Im Durchschnitt ergab sich eine Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,4%, in Deutschland prognostiziert man einen leichten Rückgang (-0,3%). Für die 20 Länder der Eurozone ergab sich ebenfalls eine leichte Steigerung von 0,4%. 1 Auch die weltweite Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 ist um 3,1% gestiegen. 2 Von diesem Umfeld konnte auch die Jokon GmbH profitieren und den Vorjahresumsatz steigern. Die Umsatzerlöse stiegen um T€ 3.924 auf T€ 29.628 an, und übertrafen damit den Plan von T€ 26.985. Der EBITDA erreichte durch die unverändert angespannte Kostensituation im Bereich der Beschaffung nicht den Plan. II. Lage des Unternehmens 1. Ertragslage Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr um 15,3 % auf T€ 29.628. Die Gesamtleistung erhöhte sich um 8,5% auf T€ 28.411. Die Exportquote liegt im Schnitt der letzten beiden Geschäftsjahre bei rund 46%. Der Materialaufwand ist von T€ 12.851 auf T€ 13.215 gestiegen. Die Materialaufwandsquote ist von 49,1% auf 46,5% gesunken. Der Personalaufwand ist in absoluten Zahlen um T€ 837 auf T€ 8.332 gestiegen, bezogen auf die Gesamtleistung entspricht dies einem leichten Anstieg um 0,7%-Punkte von 28,6% im Vorjahr auf 29,3%. Die Abschreibungen sind um T€ 126 auf T€ 870 gestiegen. Die übrigen Aufwandspositionen waren um T€ 509 höher als im Vorjahr. Das Jahresergebnis vor Steuern, Beteiligungserträgen und Zinsergebnis stieg im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um T€ 524 auf T€ 1.924 an.
1 Quelle: WKO Statistik der Wirtschaftskammer
Österreich, europa-wirtschaftswachstum.pdf (wko.at)
Der Jahresüberschuss 2023 erreicht mit T€ 1.562 87,4% des Vorjahres (T€ 1.788). 2. Finanzlage Jährlich wird eine Liquiditätsplanung für das Folgejahr erstellt und unterjährig fortgeführt. Diese Planung umfasst alle bereits feststehenden und die geplanten Einnahmen und Ausgaben. Hierdurch ist eine termingerechte Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen gewährleistet und die Möglichkeit gegeben, auf eventuell auftretende Liquiditätsengpässe möglichst früh reagieren zu können. Die Lieferantenverbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen in Euro und sind zwischen sofort und 60 Tagen nach Rechnungserstellung fällig. Die Möglichkeit des Skontoabzugs wird regelmäßig ausgenutzt. Die Finanzlage zum Stichtag war als sehr gut zu bezeichnen. Liquiden Mitteln von T€ 4.225 standen Bankverbindlichkeiten von T€ 341 gegenüber, Kreditlinien mussten zum Stichtag nicht in Anspruch genommen werden. Der operative Cash-Flow, der sich vereinfacht ermittelt aus der Summe aus Betriebsergebnis, Abschreibungen sowie der Veränderung der Rückstellungen beträgt im Berichtsjahr T€ 3.347 und hat sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 1.873) verbessert. Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen in Höhe von T€ 1.327 (Vorj.: T€ 1.058) verteilen sich auf neue Spritzgießwerkzeuge, Vorrichtungen, Maschinen, Betriebsausstattung, Geschäftsausstattung und immaterielle Wirtschaftsgüter. Die Investitionen des Geschäftsjahres konnten aus dem operativen Cash-Flow finanziert werden. 3. Vermögenslage Das Vermögen zum Ende des Geschäftsjahres in Höhe von T€ 15.681 (Vorj.: T€ 15.259) setzt sich zusammen aus dem Anlagevermögen in Höhe von T€ 4.050 (Vorj.: T€ 3.594), dem Umlaufvermögen in Höhe von T€ 11.567 (Vorj.: T€ 11.596) und Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 64 (Vorj,: T€ 69). Das Anlagevermögen erhöhte sich um T€ 456, da die Investitionen des Geschäftsjahres die Abschreibungen in Höhe von T€ 870 überstiegen. Die Anlagendeckung (langfristiges Kapital geteilt durch den Buchwert des Anlagevermögens) betrug 260,9% (Vorjahr 255,2%), d.h. die Gesellschaft war auch im Geschäftsjahr 2023 in der Lage, kurzfristiges Vermögen langfristig finanzieren zu können. Der Bestand der Vorräte ist zum Stichtag gegenüber dem Vorjahr um T€ 859 auf T€ 4.194 gesunken. Zum Ende des Geschäftsjahres gab es Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegen- über verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 8,0 (Vorj.: T€ 0,0). 4. Gesamtaussage zum Jahresabschluss Insgesamt sind wir angesichts der erheblichen Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite mit der Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 zufrieden und haben Maßnahmen ergriffen das Gesamtergebnis in der Zukunft noch besser zu gestalten. III. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 1. Prognosebericht Die Gesellschaft befindet sich auf einem soliden und stetigen Wachstumskurs. Die Umsatzsteigerung im aktuellen Geschäftsjahr fiel wie geplant aus. Die Tendenz ist nachhaltig positiv. Deshalb und auch aufgrund der positiven Entwicklung zu Beginn des aktuellen Geschäftsjahres rechnen wir für 2024 mit einer positiven Umsatzentwicklung (ca. 8 %). Was die Unternehmensergebnisentwicklung angeht, wird die Steigerung proportional etwas höher ausfallen (14,3% höherer EBITDA bezogen auf den Umsatz). Dies basiert auf der Erwartung, dass sich unsere bereits ergriffenen Maßnahmen zur Kompensation und Senkung der gestiegenen Kosten wie geplant auswirken. 2. Risikobericht einschließlich Angaben zum Risikomanagement 2.1 Umfeld- und Branchenrisiken Risiken bestehen unter anderem in den Absatzschwankungen und -schwierigkeiten unserer Erstausrüsterkunden aus den Bereichen der Freizeitfahrzeug- und Landmaschinen-Industrie, Anhängerbau, Baumaschinen, Schienenfahrzeuge, Busse und Reha-Fahrzeuge. Jokon weist derzeit keine hohe Abhängigkeit von einem einzelnen Kunden oder einer einzelnen Branche auf. Trotz dieser Unabhängigkeit werden die sich aus dem Umfeld und der Branchen ergebenden Entwicklungen und Risiken beobachtet, um eine frühzeitige Reaktion zu ermöglichen. Die sich aus dem Umfeld und der Branche ergebenden Risiken können jedoch nie vollständig ausgeschlossen werden. 2.2 Finanzwirtschaftliche Risiken Wie bereits in der Vergangenheit werden bei Neukunden grundsätzlich Kreditauskünfte eingeholt. Durch das straffe Mahnverfahren wird das Zahlungsverhalten der Kunden genau beobachtet und als unsicher eingeschätzte Kunden nur gegen Vorkasse beliefert. Das Kreditausfallrisiko einzelner Kunden kann nie ganz ausgeschlossen werden. Es hat sich gezeigt, dass wir durch die Etablierung des Frühwarnsystems auf Basis eigener Zahlungserfahrungen oder durch den Einsatz von Scoring oder Rating Produkten möglichst frühzeitig gegensteuern können und so das Ausfallrisiko noch einmal verbessert haben. Dem Risiko von Kursschwankungen wird durch eine möglichst vorausschauende Beschaffung der entsprechenden Devisen entgegengewirkt. 2.3 Leistungswirtschaftliche Risiken Für das Jahr 2024 erwarten wir weiterhin planmäßig eine positive Umsatzentwicklung. Durch entsprechende, bereits eingeleitete Maßnahmen sehen wir einer weiteren Ergebnissteigerung für das Jahr 2024 gegenüber dem Jahr 2023 entgegen. Bereits in den ersten drei Monaten 2024 haben wir einen positiven Auftragseingang und Umsatz verzeichnen können. Das Unternehmen ist in abteilungsübergreifenden Planungs-, Budgetierungs- und Reportingprozessen des Controllings organisiert. In den monatlichen Reports wird die geschäftliche Situation erörtert und entsprechende auch kurzfristige Korrekturmaßnamen eingeleitet. Für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ist entscheidend, dass die in der Vergangenheit eingeleiteten sowie die zukünftig vorzunehmenden Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und Effektivität geeignet sind, den leistungswirtschaftlichen Risiken begegnen zu können. 2.4 Sonstige Risiken - COVID-19 und Krieg in der Ukraine Auch im Geschäftsjahr 2023 waren noch in einigen Bereichen die Folgen der Covid-19 Pandemie zu spüren. Vor allem die globalen Lieferketten sind noch immer nicht in einem Zustand wie vor Beginn der Pandemie. Das primäre Risiko für die Jokon GmbH besteht in einer Verteuerung und eingeschränkten Verfügbarkeit der Komponenten, die bereits aktuell das Umsatzpotential bremsen. Der Krieg in der Ukraine hat sich vor allem auf die Energiekosten ausgewirkt. Für die Gesellschaft als produzierendes Unternehmen hat das sowohl unmittelbare und deutliche Auswirkungen auf die Produktionskosten als auch mittelbare, etwa durch gestiegene Material- und Lohnkosten aufgrund der hohen Inflation. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Folgen für die Weltwirtschaft sich ergeben. Hiervon abgesehen, können wir derzeit keine substanziellen Risiken für das Unternehmen erkennen. 2.5 Materialversorgung Zur Sicherstellung einer kontinuierlichen Versorgung bestehen Lieferverträge auf Abrufbasis mit den Schlüssellieferanten. Die Produkt- und Lieferqualität wird kontinuierlich überprüft und die Ergebnisse dem Lieferanten mitgeteilt. Bei einigen Komponenten gibt es zunehmende Probleme mit der Verfügbarkeit der Produkte im benötigten zeitlichen Rahmen. In diesem Bereich gibt es kontinuierliche Maßnahmen, um die Versorgung mit kritischen Komponenten aufrecht zu erhalten. Als schwierig ist auch die Kostensituation im Bereich der Frachten insbesondere bei Waren aus Übersee einzuschätzen. Hierin liegt angesichts der globalen Engpasssituation auch eine strategische Herausforderung. 3. Chancenbericht Durch die Entwicklung neuer Produkte sollen neue Absatzmärkte erschlossen werden. Durch die Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Mitarbeitern sind wir in der Lage, auch weiterhin den hohen Qualitätsstandard zu halten. IV. Sonstige Angaben Forschung und Entwicklung Die bestehenden Produkte werden gemäß den Kundenanforderungen stetig weiterentwickelt. Dabei wird auf die nationalen/länderspezifischen Anforderungen Rücksicht genommen. Neue Produkte, basierend auf dem neuesten technologischen Stand, werden vor Ort entwickelt und hergestellt. Dies beinhaltet Produkte, die speziell auf Kundenanforderungen entwickelt werden, genauso wie Produkte, die auf dem freien Markt erhältlich sein werden. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Jokon GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Jokon GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jokon GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, den 24. Juli 2024 VRT
Revisionsgesellschaft mbH
André Brüstle, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
1 nahegelegene Organisation
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen