PLASTIPAK Deutschland GmbH
Ernst-Abbe-Straße 20, 56743 Mendig, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Edward Vincent Morgan seit 2.12.2025 | Geschäftsführer |
Pedro Manuel Rodrigues Martins seit 2.12.2025 | Geschäftsführer |
Matthew Gerard Franz seit 12.1.2021 | Geschäftsführer |
Michael J. Plotzke seit 3.11.2015 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PLASTIPAK Deutschland GmbHMendigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/23Plastipak Deutschland GmbH, Mendig1. Grundlagen des Unternehmens Die Plastipak Deutschland GmbH wurde mittels Gesellschaftsvertrag vom 10.02.2015 sowie Änderungen vom 25.03.2015 gegründet. Sie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der luxemburgischen Plastipak BAWT S.a.r.l. Gesellschaftssitz ist Mendig. Zum 01.07.2015 hat die Plastipak Deutschland GmbH gemäß notariellem Kaufvertrag (UR Nr.: 796/2015) das operative Geschäft der insolventen APPE Deutschland GmbH und das Betriebsvermögen übernommen. Das "Business Unit Sale and Purchase Agreement" stellt den vorher zwischen dem Plastipak Konzern und dem Insolvenzverwalter der APPE Deutschland GmbH vereinbarten "Asset Deal" dar. Das Geschäftsjahr 2023 der Plastipak Deutschland GmbH erstreckt sich auf den Zeitraum 01.11.2022 bis 31.10.2023. Die Plastipak Deutschland GmbH hat ein abweichendes Wirtschaftsjahr von November bis Oktober des Folgejahres. Die Plastipak Deutschland GmbH in Mendig beliefert überwiegend den Soft-Drink- (alkoholfrei), Mineralwasser-, Saft-, Haushalts-, Körperpflege- und Lebensmittelmarkt mit Mehrwegflaschen, Einwegflaschen, Vorformlingen (Preforms) und anderen Behältern aus PET (Polyethylenterephthalat). Weiterhin stellt die Gesellschaft Behälter für sog. E-Liquids (Flüssigkeiten zum Befüllen von E-Zigaretten) her. Unsere Kunden haben ihren Sitz zumeist in Deutschland, zu einem kleineren Anteil auch in europäischen Nachbarländern. Unsere Kunden sind hauptsächlich im Marken- bzw. im lizenzierten Co-Packer Segment zu finden. Die Absatzmengen dieser Produkte folgen nur begrenzt der Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage, da sie saisonalen und witterungsbedingten Einflüssen sowie Änderungen im Verpackungsmix (erhöhte Nachfrage nach Glasflaschen aber auch Substitution anderer Kunststoffe durch PET) unterliegen. Die Plastipak Deutschland GmbH ist Teil der europäischen Plastipak-Division. Die europäische Plastipak-Division ist im hart umkämpften europäischen PET Verpackungsmarkt weiterhin einer der Marktführer. Neben weiteren Mitbewerbern am Markt steht man im ständigen Benchmark zu den Eigenproduzenten. Die F&E ist für Europa in der belgischen Schwestergesellschaft Plastipak Belgium BVBA in Brecht angesiedelt. Ergebnisse aus der F&E stehen ggfs. allen Gesellschaften des Konzerns zur Verfügung. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 standen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Getränke- und Lebensmittelverpackungsindustrie unter dem Einfluss mehrerer entscheidender Faktoren. Diese betrafen sowohl die Hersteller von Verpackungen als auch die Getränke- und Lebensmittelhersteller, die auf diese Verpackungen angewiesen sind. Der Druck auf die Branche, nachhaltigere Verpackungslösungen anzubieten, hat weiter zugenommen. Regierungen weltweit setzten strengere Vorschriften in Bezug auf Plastikverpackungen und Recycling ein, was Unternehmen dazu zwang, ihre Verpackungsstrategien zu überdenken. In der EU traten im Jahr 2023 beispielsweise neue Richtlinien in Kraft, die Einwegplastikprodukte einschränken und Recyclingquoten erhöhen sollten. Die Verbraucher verlangten vermehrt nach umweltfreundlicheren Verpackungen und Produkten, die weniger Abfall verursachen. Dies führte zu einer erhöhten Nachfrage nach Verpackungen, die recycelbar, biologisch abbaubar oder wiederverwendbar sind. Zudem stieg das Interesse an innovativen Verpackungslösungen, die die Haltbarkeit von Lebensmitteln verlängern und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck minimieren. Die Inflation und die damit verbundenen wirtschaftlichen Unsicherheiten wirkten sich auf die gesamte Lieferkette der Verpackungsindustrie aus. Höhere Produktionskosten, insbesondere durch gestiegene Energiepreise, zwangen viele Unternehmen dazu, ihre Preise anzupassen oder ihre Produktionsprozesse zu optimieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Getränke- und Lebensmittelverpackungsindustrie im Jahr 2023 stark von globalen wirtschaftlichen Entwicklungen, einem zunehmenden Fokus auf Nachhaltigkeit und technologischen Innovationen geprägt war. Unternehmen mussten flexibel und anpassungsfähig sein, um die Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig die sich bietenden Chancen zu nutzen. Nachdem die durch Pandemie und den Ausbruch des Ukrainekrieges geprägten Vorjahre mit den damit einhergehenden Störungen der globalen Lieferketten zu allgemein hoher Inflation und ebenfalls starken Preissteigerungen im Rohstoffsektor geführt haben, konnte man im Laufe des Geschäftsjahres 2023 ein Abflachen der Inflation und bei PET-Granulaten sogar eine gegenteilige Entwicklung beobachten. So sind die für unser Unternehmen wichtigsten Indizes (MEG und PX, Rohöl Derivate) in 2022/23 im Mittel gegenüber 2021/22 etwa 13% gesunken. Der angespannte Transportmarkt und die weiterhin hohe Inflation sorgten allerdings für weiterhin starke Kostensteigerungen in vielen Bereichen. 2.2. Geschäftsverlauf Im September 2021 hat das europäische Management der Plastipak-Gruppe angekündigt, die Produktion am Standort in Brecht (Belgien) einzustellen und teilweise (Flaschen und Behälter) zur Plastipak Deutschland GmbH zu transferieren. Dieser Transfer wurde bis Februar 2022 abgeschlossen und beinhaltete zwei Produktionslinien und die entsprechenden Produkte und Kunden, hauptsächlich aus dem Getränke- und Lebensmittelbereich. Im Geschäftsjahr 2023 wurde beschlossen, die bei der Plastipak Deutschland GmbH verbliebene Produktion von Vorformlingen nun ebenfalls ins luxemburgische Schwesterwerk zu verlagern. Diese Verlagerung wurde im Laufe des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2024 abgeschlossen. Im Gegenzug wurde eine weitere Behälterlinie von einer englischen Schwestergesellschaft transferiert, die im Sommer 2024 die Produktion aufnehmen soll. Absatzentwicklung Die Verkaufsvolumina der Vorformlinge lagen im Geschäftsjahr 2022/23 bei 48 Mio. Stück (Vj. 50 Mio. Stück) und im Bereich der Flaschen und Behälter bei 240 Mio. Stück (Vj. 210 Mio. Stück). Die großen Zuwächse bei den Flaschen und Behältern sind im Wesentlichen auf den Ganzjahreseffekt der im Vorjahr begonnen Produktionsverlagerungen von Schwestergesellschaften, aber auch auf diverse Neugeschäfte zurückzuführen. Von den Umsätzen der Gesellschaft entfallen 75,8% auf Deutschland (Vj. 77,4%), 22,5% auf die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (Vj. 21,3%) sowie 1,7% auf das Ausland außerhalb der Europäischen Union (Vj. 1,3%). Auftragslage Alle Kundenabrufe werden zeitnah ausgeführt. Längerfristige Auftragsbestände liegen meist in Form von jährlichen Rahmenabkommen mit unseren Kunden vor. Unterjährig unterliegt die Nachfrage nach Vorformlingen und Behältern für den Bereich kohlensäurehaltiger Erfrischungsgetränke und Mineralwasser starken saisonalen Schwankungen. Im Geschäftsjahr 2022/23 konnten die Verkäufe von Einwegflaschen und -behältern gegenüber dem Vorjahr um ca. 29% und von Mehrwegflaschen um ca. 6% gesteigert werden. Im Bereich der E-Liquid Behälter bewegten sich die Verkaufsmengen auf Vorjahresniveau (+0,1%). Insgesamt war die Auftragslage somit zufriedenstellend und lag in etwa auf dem geplanten Niveau (-0,7%). Beschaffung und Produktion Das Ziel der Beschaffung ist die Sicherstellung der Versorgung des Unternehmens mit allen notwendigen Materialien und Dienstleistungen. Die Rohstoffpreise für PET-Neumaterial lagen im Geschäftsjahresmittel um ca. die Preise für R-PET (recyceltes PET) um etwa -20% unter dem Vorjahr. Das Produktionsvolumen der Vorformlinge im Geschäftsjahr 2022/23 lag bei 148 Mio. Stück (Vj. 142 Mio. Stück). Die Behälterproduktion erreichte ein Volumen von 244 Mio. (Vj. 212 Mio. Stück) im gleichen Zeitraum. Die Produktion verlief auch im Geschäftsjahr 2022/23 ohne nennenswerte Zwischenfälle. Investitionen Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden insgesamt T€ 1.459 (Vj. T€ 1.593) in Sachanlagen investiert. Von den Investitionen im Geschäftsjahr 2022/23 entfielen T€ 4 auf Lizenzen und Software, T€ 7 auf Grundstücke und Bauten, T€ 360 auf Technische Anlagen und Maschinen und T€ 280 auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Zugänge zu geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betragen T€ 808. Den Investitionen stehen Bruttoabgänge im Anlagevermögen von T€ 71 im Geschäftsjahr 2022/23 gegenüber. Finanzierung Die Plastipak Deutschland GmbH ist in den konzernweiten Cash-Pool eingebunden. Weitere Finanzierungstätigkeiten haben den Geschäftsverlauf nicht beeinflusst. Leistungsindikatoren Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind das Rohergebnis (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) und das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen). Im Geschäftsjahr 2022/23 haben sich diese Größen wie folgt entwickelt: Das Rohergebnis beläuft sich auf T€ 10.199 (Vj. T€ 9.204). Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen liegt bei T€ 308 (Vj. T€ 717). Maßgebliche Einflussfaktoren auf die negative Ergebnisentwicklung waren trotz der Zuwächse der Verkaufsmengen und des Rohergebnisses die stark gestiegenen Kosten. So konnten die gestiegenen Produktionsvolumen nur durch einen ungeplant höheren Personaleinsatz (Leiharbeit) abgebildet werden. Weiterhin war die Gesellschaft mit weiterhin hohen Instandhaltungsaufwendungen konfrontiert. Auch haben wiederholte Qualitätsprobleme in der Produktion für hohe Folgekosten (Reklamationen, Ausschuss, Sortierkosten) gesorgt. In einer monatlichen internen Berichterstattung werden diese Leistungsindikatoren untersucht und ggfs. entsprechende Korrekturmaßnahmen bestimmt. Die folgende Tabelle zeigt einen Vergleich der in der Vorperiode berichteten Prognosen mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung:
Arbeits- und Umweltschutz Die Plastipak Deutschland GmbH verpflichtet sich zur Einhaltung aller einschlägigen Arbeits- und Umweltvorschriften. Die verschiedenen Einzelkomponenten der Normen nach DIN ISO 9001:2015, ISO 14001:2015 und ISO 50001:2018 wurden im November 2023 zuletzt zertifiziert. Die Gültigkeit der Zertifikate erstreckt sich über 3 Jahre. Ebenso wurden die Folgeaudits gemäß den Umwelt- und Hygiene-Standards des BRCGS (Brand Reputation through Compliance Global Standard) für Verpackungen erfüllt, um der lebensmittelrechtlichen Sorgfaltspflicht zu entsprechen. Im Mai 2024 wurde das Audit erfolgreich bestanden. Das nächste zu erwartende Audit wird zwischen Mai und Juni 2025 stattfinden. Das Zertifikat ist bis Juli 2025 gültig. 2.3 Lage der Gesellschaft 2.3.1. Vermögens- und Finanzlage Im Geschäftsjahr 2022/23 beträgt die Bilanzsumme T€ 17.624 (Vj. T€ 17.102). Das Anlagevermögen mit T€ 9.136 (Vj. T€ 8.698) entspricht 52% (Vj. 51%) der Bilanzsumme. Den Bruttoinvestitionen in das Anlagevermögen i. H. v. T€ 1.459 (Vj T€ 1.593) stehen Abschreibungen i. H. v. T€ 1.020 (Vj. T€ 924) gegenüber. Das Umlaufvermögen beträgt T€ 8.418 (Vj. T€ 8.317). Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme beträgt 48% (Vj. 49%). Die Vorräte machen mit T€ 4.932 (Vj. T€ 5.175) 28% (Vj. 30%) der Bilanzsumme aus. Die Vorräte gliedern sich in Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe T€ 1.300 (Vj. T€ 1.818), Unfertige Erzeugnisse T€ 1.251 (Vj. T€ 1.229) und Fertige Erzeugnisse T€ 2.382 (Vj. T€ 2.129). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände bilden mit T€ 3.486 (Vj. T€ 3.141) einen Anteil an der Bilanzsumme von 20% (Vj. 18%). In dieser Position sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. T€ 2.748 (Vj. T€ 2.646), Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. T€ 96 (Vj. T€ 191) und sonstige Vermögensgegenstände i. H. v. T€ 641 (Vj. T€ 305) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände i. H. v. T€ 641 enthalten zum größten Teil Abgrenzungen hinsichtlich Strom- und Energiesteuererstattungen, die erst im Kalenderjahr 2024 beantragt werden. Die Liquidität der Gesellschaft wird durch die Teilnahme am konzernweiten Cash-Pool-Verfahren gesichert. Damit sind die jeweiligen Banksalden in die Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen eingegliedert. Das Eigenkapital setzt sich aus dem gezeichneten Kapital i. H. v. T€ 25, einer Kapitalrücklage i. H. v. T€ 9.913, einem Verlustvortrag aus vorangegangenen Geschäftsjahren i. H. v. T€ -4.348 und dem Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2022/23 i. H. v. T€ -1.220 zusammen. Der Anteil des Eigenkapitals beläuft sich mit T€ 4.369 (Vj. 5.590 T€) auf 25% (Vj. 33%) der Bilanzsumme. Die Rückstellungen i. H. v. T€ 1.043 (Vj. T€ 1.151) haben einen Anteil von 6% (Vj. 7%) an der Bilanzsumme. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen T€ 10 (Vj. T€ 10). Hierbei handelt es sich um Rückstellungen für Sterbegelder. Steuerrückstellungen beziehen sich ausschließlich auf die zu entrichtende Grundsteuer in 2022/23. Die Verbindlichkeiten betragen zum Ende des Geschäftsjahres 2022/23 T€ 12.212 (Vj. T€ 10.362) mit einem Anteil von 69% (Vj. 6 0 %) an der Bilanzsumme. In diesem Betrag sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit T€ 8.162 (Vj. T€ 6.630) enthalten, welche 46% (Vj. 39%) der Bilanzsumme ausmachen. Diese Verbindlichkeiten setzen sich zum größten Teil aus Verbindlichkeiten aus dem konzernweiten CashPool-Verfahren und dem langfristigen Kredit der Muttergesellschaft Plastipak BAWT S.a.r.l. der i. R. des Asset Deals der Plastipak Deutschland GmbH gewährt wurde zusammen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit T€ 3.781 (Vj. T€ 3.441) bzw. einem Anteil von 21% (Vj. 20%) an der Bilanzsumme aufgeführt. Die Finanzierung des operativen Geschäfts der Gesellschaft erfolgte im Geschäftsjahr 2022/23 durch die Teilnahme am konzernweiten Cash-Pool-Verfahren, in das die Plastipak Deutschland GmbH eingebunden ist. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022/23 weist die Plastipak Deutschland GmbH eine Verbindlichkeit i. H. v. T€ 4.149 aus dem Cash-Pool-Verfahren aus. Die Finanzierung der langfristigen Aktiva erfolgt über einen Kredit der Muttergesellschaft Plastipak BAWT S.a.r.l. Der Saldo des langfristigen Kredits beträgt zum Ende des Geschäftsjahres € 3.662 Mio. (Vj. € 3.662 Mio.). 2.3.2. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2022/23 weist unsere Gesellschaft bei einem Rohergebnis von T€ 10.199 (Vj. T€ 9.204) ein Betriebsergebnis in Höhe von T€ -712 (Vj. T€ -207) aus. Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahr um ca. 10% gestiegen was in etwa dem um ca. 11% gestiegenen Verkaufsvolumen entspricht. Im Bereich der Vorformlinge lag das Verkaufsvolumen leicht (etwa -4%) unter dem Vorjahresniveau. Die Stückdeckungsbeiträge sanken im gleichen Zeitraum um ca. -20%, was auf einen veränderten Produktmix zurückzuführen ist. Im Kerngeschäft der Flaschen und Behälter konnten bei den Verkaufsvolumen gegenüber dem Vorjahr Zuwächse von ca. 14% bei relativ konstanten Stückdeckungsbeiträgen (+3%) erzielt werden. Damit lag die Volumenentwicklung der Flaschen und Behälter leicht (ca. 4%) unter den Erwartungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i. H. v. T€ 3.680 (Vj. T€ 2.961) sind gegenüber dem Vorjahr um ca. 24% gestiegen. Die Hauptgründe liegen in Aufwendungen für uneinbringliche Forderungen aufgrund der Insolvenz eines Kunden, Kosten im Zusammenhang mit Kundenreklamationen sowie höheren Konzernumlagen. Das Finanzergebnis i. H. v. T€ -478 (Vj. T€ -177) beinhaltet Zinsaufwendungen für den langfristigen Kredit seitens der Muttergesellschaft Plastipak BAWT S.a.r.l und für die Verbindlichkeiten aus dem Cashpool. 2.4. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung Trotz einer erneut positiven Absatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr entsprach das Geschäftsjahr insgesamt nicht den Erwartungen. So konnten die inflationsbedingten Kostensteigerungen nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden. Weiterhin sorgte das im Vergleich zu den Vorjahren in kürzester Zeit stark gestiegene Produktionsvolumen für ungeplante zusätzliche Kosten, insbesondere für Instandhaltung, und zu Qualitätsproblemen mit entsprechenden Folgekosten. Auch hat die hohe, cash pool-finanzierte Investitionstätigkeit der Plastipak-Gruppe in die deutsche Gesellschaft in Verbindung mit der negativen Ergebnissituation, bis zur Materialisierung der Investitionen, hohe Zinsaufwendungen zur Folge. Somit fiel das handelsrechtliche Ergebnis vor Steuern mit T€ -1.187 deutlich negativer aus als erwartet. 3. Chancen und Risikobericht Ziel der Plastipak Deutschland GmbH ist es, verstärkt in Geschäftsfeldern auch abseits der Getränkeindustrie zu wachsen, aber auch das Kerngeschäft, vor allem den Mehrwegbereich, weiter zu entwickeln. Insbesondere hier werden seitens der Verbraucher aber wieder verstärkt Glasflaschen nachgefragt, so dass mit insgesamt sinkenden Marktanteilen von PET-Flaschen gerechnet werden muss. Weiterhin ist eine zunehmende Nachfrage nach Wassersprudlern und damit eine Substitution von Mineral- durch Leitungswasser zu beobachten, was zu einem insgesamt schrumpfenden Mineralwassermarkt führt. Ungeachtet dessen findet in den Bereichen der Verpackungen für Körperhygiene und Haushaltsprodukte, aber auch im Nahrungsmittelbereich aktuell bei vielen potenziellen Kunden eine Substitution von HDPE durch PET statt, von der die Gesellschaft profitieren möchte. Insgesamt stellt die, verstärkt durch die mediale Berichterstattung, zunehmend kritische Wahrnehmung von Kunststoffverpackungen in der Öffentlichkeit und das dadurch geänderte Nachfrageverhalten der Endkunden natürlich ein Risiko für die Gesellschaft dar. Allerdings liegt hier auch eine Ursache für die nach wie vor stark steigende Nachfrage nach recyceltem PET (R-PET). Die europäische Plastipak-Gruppe betreibt mehrere Werke zur Herstellung von R-PET, so dass diese Entwicklung auch als Vorteil von Plastipak gegenüber einigen Mitbewerbern gesehen werden kann. Mit der Zugehörigkeit zum weltweit operierenden Plastipak Konzern stehen uns speziell in der Entwicklung und der Beschaffung weitere Optionen zur Verfügung, aus denen kurz- bis mittelfristig entsprechende Synergien entstehen. Ebenso besteht die Möglichkeit, Produkte bzw. Prozesse, die sich z.B. auf dem Pan-Amerikanischen Markt durchgesetzt haben, für Europa zu nutzen. Änderungen in der Rechtsprechung bzw. der Gesetzgebung können zu Risiken (z.B. Verbot von PET, Änderungen der abfallwirtschaftlichen Vorschriften, Plastiksteuer), aber auch zu Möglichkeiten (z.B. Erhöhung der Mehrwegquote) führen. Die aktuellen Maßnahmen der EU, Verpackungen aus Einwegplastik zu reduzieren bzw. zu verbieten, stellen zwar einerseits ein Risiko dar, können auf Grund der guten Recyclingeigenschaften von PET und dem Engagement der Plastipak-Gruppe im Bereich der RPET-Produktion aber auch als Chance gesehen werden. Auch sieht sich die Plastipak Deutschland GmbH weiterhin steigenden Energiekosten ausgesetzt. Um diese zumindest planbar zu gestalten setzt die Plastipak-Gruppe hier auf eine langfristig ausgelegte Beschaffungsstrategie. Nichtsdestotrotz ist von jährlichen Kostensteigerungen auszugehen, die für die Gesellschaft als einem energieintensiven Unternehmen durchaus ein Risiko darstellen. Der Rohstoffbezug ist mittel- bis langfristig gesichert, da die Plastipak Deutschland GmbH vom zentralen europäischen Einkauf und bei Bedarf auch weltweit durch den Konzern profitieren wird. Rohstoffe werden global eingekauft und in enger Absprache mit den Kunden zertifiziert. Die in 2023 insgesamt immer noch hohe Inflation stellte ebenfalls ein Problem dar, wobei sich die Bezugspreise bei den erdölbasierten Hauptrohstoffen (PET) und holzbasierten Verpackungsmaterialien (Kartonagen und Holzpaletten) im Laufe des Geschäftsjahres bereits wieder normalisiert haben. Hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass Preisänderungen der Hauptrohstoffe zeitnah an die Kunden weitergegeben werden müssen, während alle anderen Verkaufspreisbestandteile in der Regel nur jährlich angepasst werden können. Auswirkungen auf die Rohstoffverfügbarkeit waren bisher nicht zu spüren und werden seitens des Konzerns auch vorerst nicht erwartet. Das Forderungsausfallrisiko ist derzeit, trotz der Insolvenz eines Kunden mit entsprechendem Forderungsausfall als moderat anzusehen. Generell wird das Risiko aus Kundenforderungen größtenteils über eine Forderungsausfallversicherung abgedeckt. 4. Prognosebericht Auf Grund der anhaltenden Plastik-Debatten und möglichen Risiken durch die in vielen Teilen der Welt weiterhin angespannte Sicherheitslage, ist die mittel- bis langfristige Absatzentwicklung aktuell nur schwer einzuschätzen. Für das laufende Geschäftsjahr 2023/24 ist es der Gesellschaft jedoch bereits gelungen, die Verträge mit den meisten Großkunden zu verlängern und weiterhin einige Neugeschäfte hinzuzugewinnen. Auch ist es gelungen einen langfristigen Auftrag für eine sogenannte Inhouse-Behälterproduktion bei einem unserer Kunden zu gewinnen. Hier wird die Plastipak Deutschland GmbH mit eigenen Mitarbeitern und Maschinen in den Räumlichkeiten des Kunden Behälter für die direkte Weiterverarbeitung produzieren. Der Produktionsstart ist für die Mitte des Jahres 2025 vorgesehen. Die weiteren Produktionssteigerungen, planmäßig umzusetzen, sowie die Planung und Vorbereitung des o. g. Großprojektes stellen die zentralen Herausforderungen für das kommende Geschäftsjahr dar. Zur Verbesserung der Produktion sind weitere größere Investitionen in die Modernisierung der Produktions- und Nebenanlagen in der Umsetzungsphase. Für das Geschäftsjahr 2023/24 erwarten wir eine Entwicklung von Rohergebnis und EBITDA, die in etwa dem Niveau des Vorjahres entspricht. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation und dem geplanten Start der Inhouse-Behälterproduktion bei einem Kunden und den damit verbundenen Ingangsetzungsaufwendungen gehen wir für das Geschäftsjahr 2024/25 derzeit nur von einer moderaten Verbesserung der Kennzahlen aus. Die verschiedenen Maßnahmen zur Steigerung der Auslastung und somit Verbesserung des Ergebnisses sind darauf ausgelegt, dass die Plastipak Deutschland GmbH kurz- bis mittelfristig ein nachhaltig positives Ergebnis vor Steuern erwirtschaftet.
Mendig, den 27.09.2024 gez. Matthew G. Franz gez. William C. Young gez. Michael J. Plotzke Die Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/23Plastipak Deutschland GmbH, Mendig1. Allgemeine Erläuterungen Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde unter Einhaltung der Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften und der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im Zusammenhang mit der Erläuterung der einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Die Gesellschaft macht von den Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 276 S. 1 HGB und nach § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch. Das Geschäftsjahr bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. November 2022 bis 31. Oktober 2023. Das Vorjahr bezog sich auf den Zeitraum vom 1. November 2021 bis zum 31. Oktober 2022. Die Plastipak Deutschland GmbH wurde mittels Gesellschaftsvertrag vom 10. Februar 2015 sowie Änderungen vom 25. März 2015 gegründet. Sie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der luxemburgischen Plastipak BAWT S.a.r.l. Gesellschaftssitz ist Mendig. Die Plastipak Deutschland GmbH ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Koblenz unter der Nummer HRB 24719 eingetragen. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringende Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. 2. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz AKTIVA Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände i. H. v. T€ 4 (Vj. T€ 0) getätigt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungsdauern betragen in der Regel 3-5 Jahre. Sachanlagen Die zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzten Zugänge zum Sachanlagevermögen betragen T€ 1.455 (Vj. T€ 1.593) und setzen sich wie folgt zusammen:
Für die Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern wird vom steuerlichen Wahlrecht der Sofortabschreibung bis € 800 pro Wirtschaftsgut Gebrauch gemacht. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich auf Basis der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Alle Gegenstände des Anlagevermögens, die der betrieblichen Nutzung zugeführt sind, werden linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern sind wie folgt:
Umlaufvermögen Vorräte Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. Bei den Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten Teile der nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktivierungsfähigen Gemeinkosten angesetzt. Vorhersehbaren Risiken wird durch angemessene Bewertungsabschläge Rechnung getragen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von T€ 1.300 (Vj. T€ 1.818) sind um Wertberichtigungen auf Maschinenersatzteile in Höhe von T€ 182 (Vj. T€ 192), auf Verpackungen in Höhe von T€ 237 (Vj. T€ 205) und in Höhe von T€ 1 (Vj. T€ 5) auf Farben und Additive gemindert. Die unfertigen Erzeugnisse in Höhe von T€ 1.251 (Vj. T€ 1.229) sind um Wertberichtigungen wegen verminderter Verwertbarkeit von T€ 23 (Vj. T€ 28) gemindert. Die fertigen Erzeugnisse und Waren in Höhe von T€ 2.382 (Vj. T€ 2.129) beinhalten Wertberichtigungen wegen verminderter Verwertbarkeit von T€ 53 (Vj. T€ 52). Die Bewertung der bezogenen Waren erfolgt zu Anschaffungskosten. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Sofern erforderlich, werden Wertberichtigungen gebildet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Forderungen in fremder Währung werden in unseren Büchern zunächst mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt erfasst. Soweit erforderlich, erfolgt im Jahresabschluss eine Anpassung auf den Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 3.486 (Vj. T€ 3.141) sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 96 (Vj. T€ 175) enthalten, weiterhin T€ 2.748 (Vj. T€ 2.645) aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte. Rechnungsabgrenzung Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Diese belaufen sich zum Stichtag auf T€ 70 (Vj. 87) und bestehen zum größten Teil aus im Voraus geleisteten Versicherungsbeitragen in Höhe von T€ 47 (Vj. T€ 35). PASSIVA Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital i. H. v. T€ 25 ist voll eingezahlt und zum Nennwert angesetzt. Die Geschäftsanteile an unserer Gesellschaft werden zu 100% von unserer luxemburgischen Muttergesellschaft Plastipak BAWT S.a.r.l. gehalten. Jahresfehlbetrag Der Jahresfehlbetrag beträgt im Geschäftsjahr 2022/23 T€ 1.220 (i. Vj. Jahresfehlbetrag i. H. v. T€ 413). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten Rückstellungen für Sterbegelder in Höhe von T€ 10 (Vj. T€ 10). Die Bewertung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag wird unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde: Rechnungszinssatz p.a.: 1,7% (7-Jahres-Durchschnitt) Gehaltstrend p.a.: 2,00% Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten von Mercer angesetzt. Hieraus ergibt sich eine durchschnittliche Fluktuation von 2,00% p.a. Die Berechnung der Rückstellung für die Witwen-/Witwerleistungsanwartschaft erfolgte nach der sog. kollektiven Methode, bei der die Verheiratungswahrscheinlichkeiten der verwendeten Rechnungsgrundlagen zugrunde gelegt wurden. Als Finanzierungsendalter wurde die Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung nach dem RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz 2007 angesetzt. Über die Berechnung des Rückstellungsbetrages liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten der Mercer Deutschland GmbH vor. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 1.029 (Vj. T€ 1.136) bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personalaufwendungen und für Gewährleistungsrückstellungen an Kunden. Die Rückstellungen werden für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abgezinst. Über die Berechnung der Jubiläumsrückstellungen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten der Mercer Deutschland GmbH vor. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zunächst mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt erfasst. Soweit erforderlich, erfolgt im Jahresabschluss eine Umwertung auf die zum Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurse. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin der Plastipak BAWT S.a.r.l in Höhe von T€ 7.909 (Vj. T€ 5.725). Diese beinhalten mit T€ 3.662 (Vj. T€ 3.662) das Darlehen der Muttergesellschaft welches aus dem Asset Deal der Plastipak Deutschland GmbH mit der APPE Deutschland GmbH resultiert. Weiterhin sind hierin Verbindlichkeiten aus der Teilnahme am konzernweiten Cash-Pool Verfahren i. H. v. T€ 4.149 (Vj. T€ 2.007) und Zinsverbindlichkeiten i. H. v. T€ 99 (Vj. T€ 56) enthalten. Die Verzinsung der Verbindlichkeit erfolgt zu marktüblichen Zinssätzen. Des Weiteren enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 253 (Vj. T€ 904) aus dem Lieferungs- und Leistungsaustausch.
Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen T€ 166 (Vj. T€ 195) und bestehen mit T€ 162 (Vj. T€ 193) im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Steuern. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Allgemein Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Rohergebnis Das Rohergebnis beträgt im Geschäftsjahr T€ 10.199 (Vj. T€ 9.204). Darin enthalten sind Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens i. H. v. T€ 23 (Vj. T€ 49), aus Währungsumrechnung i. H. v. T€ 2 (Vj. T€ 5) und Mieterträge aus der Untervermietung einer Halle des Außenlagers bzw. eines Teils der firmeneigenen Parkplätze i. H. v. T€ 160 (Vj. T€ 138). Personalaufwand Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr 2022/23 T€ 6.210 (Vj. T€ 5.526). Darin enthalten sind Aufwendungen für Löhne und Gehälter i. H. v. T€ 5.072 (Vj. T€ 4.479) sowie Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung i. H. v. T€ 1.139 (Vj. T€ 1.047). Die drin enthaltenen Aufwendungen für Altersvorsorge belaufen sich auf T€ 163 (Vj. T€ 188). Abschreibungen Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betragen im Geschäftsjahr T€ 1.020 (Vj. T€ 924). Es wurden wie bereits im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 3.680 (Vj. T€ 2.961) betreffen insbesondere Dienstleistungen von Dritten, Kostenumlagen von verbundenen Unternehmen, Mieten und Pachten, Aufwendungen für Instandhaltungen, Versicherungsbeiträge, Leasingaufwendungen sowie Reisekosten. Weiterhin sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung i.H.v T€ 26 (Vj. T€ 15) enthalten. Zinsergebnis Das negative Zinsergebnis in Höhe von T€ -475 (Vj. T€ -177) enthält hauptsächlich Zinsaufwendungen aus dem von der Plastipak BAWT S.a.r.l gewährten Darlehen, sowie aus den Verbindlichkeiten aus Cash-Pool. Insgesamt betragen die Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 477 (Vj. 177). Dementgegen stehen Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 3 (Vj. T€ 0). 4. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Folgende Aufwendungen für Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen sind in den folgenden Jahren zu leisten: Laufzeit bis zu einem Jahr: T€ 616 Laufzeit 1 bis 5 Jahre: T€ 790 Summe: T€ 1.406 Mitarbeiterzahl Bei der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr im Durchschnitt 55 Lohnempfänger, 24 Gehaltsempfänger und 1 Auszubildende beschäftigt. Mitglieder der Geschäftsführung
Die Geschäftsführer erhielten für Ihre Geschäftsführertätigkeit keine Bezüge von der Gesellschaft. Mutterunternehmen und Konzernabschluss Alleinige Gesellschafterin unserer Gesellschaft ist die Plastipak BAWT S.a.r.l., Luxemburg. Unsere Gesellschaft wird in den von unserer Gesellschafterin aufgestellten Konzernabschluss einbezogen. Dieser ist am Sitz der Plastipak BAWT S.a.r.l. in Bascharage erhältlich. In diesem Konzernabschluss sind alle europäischen Standorte des Plastipak-Konzerns konsolidiert. Die Plastipak BAWT S.a.r.l. ist eine 100% Tochter der Plastipak Luxembourg S.a.r.l. Letztgenannte ist ebenfalls eine 100% Tochter der amerikanischen Plastipak Packaging Inc. welche die oberste Konsolidierungsebene im Konzern darstellt. Die Plastipak Luxembourg S.a.r.l. ist die höchste Konsolidierungsebene für Europa. Nachtragsbericht In Vorbereitung auf einen langfristigen Auftrag für eine sogenannten Inhouse-Behälterproduktion bei einem unserer Kunden wurden im Geschäftsjahr 2023/24 bereits erhebliche Investitionen, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Anlagen im Bau, sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, getätigt.
Mendig, den 27.09.2024 gez. Matthew G. Franz gez. William C. Young gez. Michael J. Plotzke Die Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis 31.10.2023
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Plastipak Deutschland GmbH, Mendig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Plastipak Deutschland GmbH, Mendig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Plastipak Deutschland GmbH, Mendig, für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 27. September 2024 Grant
Thornton AG
Ulf Kellerhoff, Wirtschaftsprüfer Yannick Jaretzke, Wirtschaftsprüfer |
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