Stammdaten

Register
Amtsgericht Passau HRB 7351
Eingetragen
4.3.2008
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von MetallkonstruktionenHerstellung von Press-, Zieh- und Stanzteilen
Gegenstand
Die Blechbearbeitung und Blechverarbeitung, die Konstruktion, Programmierung und Fertigung von kundenspezifischen Teilen aus dem Halbzeug Blech.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Pauli
seit 11.12.2019
Prokura
Maximilian Scharringer
seit 11.12.2019
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Maximilian Bauer
Harretseuth 15, 94481 Grafenau
22.500 €
90.00%
M********* S**********
1.250 €
5.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BL-Lasertechnik GmbH

Grafenau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die BL-Lasertechnik GmbH hat ihren Sitz in Grafenau und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Passau HRB 7351.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes sowie den sie ergänzenden Vorschriften der Satzung / des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Einzelne Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Als Nutzungsdauer werden überwiegend drei Jahre zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Gegenstände nach der linearen Methode vorgenommen.

Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von bis zu EUR 250,00 werden im Geschäftsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Für bestehende Ausfallrisiken werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt.

Der Ausweis der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages nach § 253 Abs. 1 S. 2 HGB angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Die Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

III. Bilanzerläuterungen

1. Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang wiedergegeben.

2. Forderungen

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 1.902 (VJ TEUR 1.902) enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.632 (Vj. TEUR 2.332) enthalten.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten (TEUR 97), Gewährleistungen (TEUR 55) sowie Archivierungsrückstellungen (TEUR 25).

4. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit Gesamtbetrag
bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 85.573,36 240.751,00 0,00 326.324,36
Vorjahr 69.313,27 276.815,52 38.839,98 384.967,77
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 315.254,43 0,00 0,00 315.254,43
Vorjahr 488.738,35 0,00 0,00 488.738,35
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 176.168,49 0,00 0,00 176.168,49
Vorjahr 1.281.264,17 0,00 0,00 1.281.264,17
4. sonstige Verbindlichkeiten 316.974,41 0,00 0,00 316.974,41
Vorjahr 366.560,22 0,00 0,00 366.560,22
893.970,69 240.751,00 0,00 1.134.721,69
Vorjahr 2.205.876,01 276.815,52 38.838,98 2.521.530,51

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 326 durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch die üblichen Eigentumsvorbehalte besichert.

Für die restlichen Verbindlichkeiten bestehen keine Sicherheiten im Sinne des § 285 Nr. 1b HGB.

5. Passive latente Steuern

Die Veränderung der passiven latenten Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:

Veränderungen der passiven latenten Steuern im Geschäftsjahr 2023 (Beträge in T€)
Stand zu Beginn Zugang Verbrauch/Abgang Stand am Ende
Passive latente Steuern 893 149 0 1.042

Der Ansatz der passiven latenten Steuern resultiert aus dem steuerlichen Sonderposten betreffend der Rücklage für Ersatzbeschaffung, welcher in Zusammenhang mit einem Großbrand in den angemieteten Geschäfts- und Produktionsräumen im Juni 2021 gebildet wurde.

6. sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus dem Mietvertrag für Grundstücke, Gebäude und Maschinen mit der Besitz-KG ergeben sich jährliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.044.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

sonstige betriebliche Erträge, sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnlich hohe Versicherungsentschädigungen i. H. v. TEUR 1.072 enthalten. Diese stehen in Zusammenhang mit einem Großbrand, der im Juni des Jahres 2021 in den angemieteten Geschäfts- und Produktionsräumen in Neuschönau ausgebrochen ist.

V. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 108 Arbeitnehmer.

2. Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft ist

Herr Bauer Maximilian, Grafenau, Industriemeister

Hinsichtlich weiterer Angaben wird von der Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

3. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 230 wird gegen den Gewinnvortrag gebucht. Eine Gewinnausschüttung für 2023 wurde nicht vorgenommen.

 

Grafenau, den 28.10.2024

Bauer Maximilian, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

historische Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 357.157,20 19.340,32 0,00 0,00 376.497,52
357.157,20 19.340,32 0,00 0,00 376.497,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 117.093,35 372.621,41 0,00 75.290,01 565.004,77
2. technische Anlagen und Maschinen 6.395.562,90 194.775,21 0,00 1.041.000,00 7.631.338,11
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 871.133,84 303.538,70 0,00 32.748,93 1.207.421,47
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 515.616,93 899.274,07 265.852,06 -1.149.038,94 0,00
7.899.407,02 1.770.209,39 265.852,06 0,00 9.403.764,35
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 166.555,20 81.898,32 0,00 0,00 248.453,52
166.555,20 81.898,32 0,00 0,00 248.453,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.069,35 15.318,42 0,00 0,00 54.387,77
2. technische Anlagen und Maschinen 655.187,90 909.954,21 0,00 0,00 1.565.142,11
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 442.880,84 126.179,63 0,00 0,00 569.060,47
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.137.138,09 1.051.452,26 0,00 0,00 2.188.590,35
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 128.044,00 190.602,00
128.044,00 190.602,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 510.617,00 78.024,00
2. technische Anlagen und Maschinen 6.066.196,00 5.740.375,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 638.361,00 428.253,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 515.616,93
7.215.174,00 6.762.268,93

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BL-Lasertechnik GmbH, Grafenau:

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der BL-Lasertechnik GmbH, Grafenau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BL-Lasertechnik GmbH, Grafenau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023, und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Der Bestätigungsvermerk 2022 wurde vom Vorprüfer eingeschränkt, weil wegen verspäteter Beauftragung nicht an der körperlichen Bestandsaufnahme der Vorräte teilgenommen werden konnte. Die Richtigkeit des mengenmäßigen Bestands der Vorräte war daher nicht abschließend zu beurteilen. Dies beeinträchtigt die Prüfungssicherheit hinsichtlich der Richtigkeit der Eröffnungsbilanzwerte zum 01.01.2023, und hat möglicherweise Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der im Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2023 ausgewiesenen Beträge mit den Beträgen des Vorjahres so dass der Bestätigungsvermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 ebenfalls einzuschränken ist.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW-Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW-Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Passau, 29. Oktober 2024

Consilia GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Roßmayer, Wirtschaftsprüfer

Schneider, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 128.044,00 190.602,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 510.617,00 78.024,00
2. technische Anlagen und Maschinen 6.066.196,00 5.740.375,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 638.361,00 428.253,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 515.616,93
7.215.174,00 6.762.268,93
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 42.843,37 215.653,32
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 314.094,98 387.277,07
356.938,35 602.930,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 858.041,12 706.919,97
2 Forderungen gegen Gesellschafter 2.631.526,12 2.332.009,90
3. sonstige Vermögensgegenstände 135.193,84 331.438,84
3.624.761,08 3.370.368,71
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 35.452,56 1.431.325,51
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 49.253,52 48.790,82
11.409.623,51 12.406.286,36

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 997.500,00 997.500,00
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 200,00 200,00
IV. Gewinnvortrag 7.662.176,93 5.476.919,55
V. Jahresüberschuss 229.819,81 2.193.421,90
8.914.696,74 8.693.041,45
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 118.551,08 135.570,40
2. sonstige Rückstellungen 199.380,00 163.560,00
317.931,08 299.130,40
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 326.324,36 384.967,77
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 315.254,43 488.738,35
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 176.168,49 1.281.264,17
4. sonstige Verbindlichkeiten 316.974,41 366.560,22
- davon aus Steuern: TEUR 145 (Vj. TEUR 168)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 1 (Vj. TEUR 13)
1.134.721,69 2.521.530,51
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 1.042.274,00 892.584,00
11.409.623,51 12.406.286,36

Feststellungen

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 11.11.2024 festgestellt worden.

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 11.076.295,96 10.011.652,94
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen -73.182,09 -105.225,84
3. sonstige betriebliche Erträge 1.167.610,52 3.869.132,36
12.170.724,39 13.775.559,46
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.177.191,72 -3.510.604,71
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -740.252,18 -723.491,98
-3.917.443,90 -4.234.096,69
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.928.863,50 -3.308.533,39
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -850.139,26 -717.035,41
- davon für Altersversorgung TEUR 50 (Vj. TEUR 44)
-4.779.002,76 -4.025.568,80
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.133.350,58 -721.699,78
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.121.724,50 -1.842.666,76
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.865,17 59.709,62
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -160,00 -47,80
13.705,17 59.661,82
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 771,99 -813.053,40
- davon aus Zuführung von latenten Steuern TEUR 150 (Vj. TEUR 677)
11. Ergebnis nach Steuern 233.679,81 2.198.135,85
12. sonstige Steuern -3.860,00 -4.713,95
13. Jahresüberschuss 229.819,81 2.193.421,90
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.662.176,93 5.476.919,55
21. Ausschüttungen 0,00 0,00
22. Bilanzgewinn 7.891.996,74 7.670.341,45

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die BL-Lasertechnik GmbH wurde am 25.02.2008 gegründet und ist seither erfolgreich als stetig wachsendes Unternehmen in der Metallverarbeitungsbranche tätig. Das Hauptbetätigungsfeld des Unternehmens reicht von der Blechbearbeitung und Blechverarbeitung bis hin zu Konstruktion, Programmierung und Fertigung von kundenspezifischen Teilen aus dem Halbzeug Blech. Dabei kommen Technologien und Verfahren wie das Laserschneiden, Laserstanzen sowie Biegen und Schweißen zum Einsatz.

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Zum Jahresende 2023 hat sich die wirtschaftliche Dynamik abgeschwächt. Dies Schwächephase setzte sich in der ersten Jahreshälfte 2024 fort. Voraussichtlich wird das gesamtwirtschaftliche Wachstum innerhalb der Europäischen Union auf einem niedrigen Niveau bleiben. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpfen die konjunkturelle Lage.

Die geopolitische Situation bleibt, insbesondere im Hinblick auf die Kriege in der Ukraine und im nahen Osten, angespannt. Die gesamtwirtschaftliche Lage war demnach geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine. Diese zeigten sich vor allem in Form von extremen Energiepreiserhöhungen und verschärften Material- und Lieferengpässen, welche sich in bedeutendem Maße auf die Verbraucherpreise auswirkten. So lag die Inflationsrate laut Statistischem Bundesamt im Jahresdurchschnitt in 2023 um +5,9 % über dem Vorjahresniveau.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 leicht gesunken. Nach Berechnungen des Statischen Bundesamtes (Destatis) ist Deutschland im Jahr 2023 in eine Rezession gerutscht. Es ergab sich laut aktuellen Auswertungen, dass die Wirtschaftsleistung im gesamten Jahr 2023 um preisbereinigte 0,3% gesunken ist. Auch im I. Quartal 2024 ist das BIP um 0,9% gegenüber dem Vorquartal gesunken.

Die Wirtschaftsleistung ist somit schon zum vierten Mal in Folge im Vergleich zum Vorjahresquartal gesunken. Vor allem die steigenden Preise im Energiesegment und allgemein die hohe Inflation belasten die deutsche Wirtschaft mehr als bisher angenommen.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Produktion in der Metall- und Elektroindustrie lag im Jahr 2023 zwar um 2,6% über der des Vorjahres, jedoch ist dies lediglich auf Nachholeffekte aus dem ersten Halbjahr zurückzuführen. Eine verbesserte Materiallage im Jahr 2023 führte zur Ausführung der aufgestauten Aufträge. Im IV. Quartal ging die Produktion wieder zurück. Das Produktionsniveau lag damit rund 10% unter dem Stand des Vorkrisenniveaus von 2018.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Im Wirtschaftsjahr 2023 konnte eine Umsatzsteigerung um 10,6% im Vergleich zum Vorjahr erreicht werden. Aufgrund der gesunken Materialpreise konnte ein Rohergebnis in Höhe von 8.253 TEUR erreicht werden, was einer Veränderung um -13,5 % im Vergleich zum Vorjahr (9.541 TEUR) entspricht.

Der verheerende Großbrand, der im Juni 2021 in den Produktionshallen in Neuschönau ausbrach, hatte im Vorjahr nach wie vor Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf des Unternehmens. Zwar wurde bereits Ende des Jahres 2021 die Produktion wieder aufgenommen, jedoch in geringerem Umfang als vor dem Brand, da sich die Bereitstellung der neu angeschafften Maschinen aufgrund der langen Lieferzeiten bis ins neue Wirtschaftsjahr hinauszögerte. Somit konnten die ursprünglichen Produktionskapazitäten erst im Laufe des Jahres 2022 wieder vollumfänglich hergestellt werden. Weshalb erst im Jahr 2023 wieder vollumfänglich produziert werden konnte. Neben dem Wiederaufbau des Standorts Neuschönau war das Jahr 2022 auch bestimmt durch die Fertigstellung des neuen Produktionsstandorts an der tschechischen Grenze, im Ort Phillippsreut. Hier wurde im Dezember 2022 die Produktion aufgenommen.

Somit ist ein direkter Vergleich mit dem Vorjahr nicht vollumfänglich möglich.

C. Darstellung des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft

1. Darstellung der Vermögenslage

In der folgenden Übersicht sind die Bilanzposten zum 31.12.2023 und zum 31.12.2022 gegenübergestellt.

31.12.2023 Vorjahr +/-
TEUR % TEUR % TEUR
Immat. Vermögensgegenstände 128 1,1 191 1,5 -63
Sachanlagen 7.215 63,2 6.762 54,5 453
mittel- und langfristig
gebundenes Vermögen 7.343 64,3 6.953 56,0 390
Vorräte 357 3,1 603 4,9 -246
Kundenforderungen 858 7,5 707 5,7 151
Forderungen gegen Gesellschafter 2.632 23,1 2.332 18,8 300
Finanzmittel 35 0,3 1.431 11,5 -1.396
übriges kurzfristiges Vermögen 185 1,7 380 3,1 -195
kurzfristig gebundenes Vermögen 4.067 35,7 5.453 44,0 -1.386
Summe Aktiva 11.410 100,0 12.406 100,0 -996
31.12.2023 Vorjahr +/-
TEUR % TEUR % TEUR
Gezeichnetes Kapital 25 0,2 25 0,2 0
Kapitalrücklage 997 8,7 997 8,0 0
Gewinnrücklagen 0,2 0,0 0,2 0,0 0
Gewinnvortrag 7.662 67,2 5.477 44,11 2.185
Bilanzgewinn 230 2,0 2.193 17,7 -1.963
Eigenkapital 8.915 78,1 8.693 70,0 222
Bankverbindlichkeiten 241 2,1 316 2,5 -75
mittel- und langfristiges Fremdkapital 241 2,1 316 2,5 -75
Rückstellungen 199 1,7 163 1,3 36
Steuerrückstellungen 119 1,0 136 1,1 -17
Lieferantenverbindlichkeiten 315 2,8 489 3,9 -174
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 176 1,5 1.281 10,3 -1.105
Bankverbindlichkeiten 86 0,8 69 0,6 17
sonstige kurzfristige Passiva 317 2,8 366 3,1 -49
kurzfristiges Fremdkapital 1.126 10,6 2.504 20,3 -1.292
Passive latente Steuern 1.042 9,1 893 7,2 149
Summe Passiva 11.410 100,0 12.406 100,0 -996

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 997 auf TEUR 11.410 verringert, wobei der Rückgang im Wesentlichen auf den Rückgang der Vorräte und der Finanzmittel zurückgeht. Der Rückgang der Finanzmittel steht mit dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Zusammenhang. Hier wurden kurzfristige Darlehen getilgt. Diese stehen mit dem Aufbau nach dem Brand im Jahr 2021 in Zusammenhang. Der starke Rückgang bei den Vorräten ist auf Sondereffekte im Vorjahr zurückzuführen. Im Vorjahr wurde der Vorratsbestand aufgebaut, da es zu bestimmten Zeiten zu Beschaffungsproblemen kam. Um diese auszugleichen wurde der Vorratsbestand erhöht.

Durch die gesteigerte Produktion ist auch ein entsprechend gestiegener Forderungsbestand zum Stichtag 31.12.2023 zu verzeichnen. Für mögliche Forderungsausfälle wurden entsprechende Wertberichtungen gebildet.

Im Gegenzug geht mit der Ausweitung der Produktion auch eine Erhöhung der Gewährleistungsrückstellungen einher.

2. Darstellung der Ertragslage

Die folgende Übersicht stellt die Gewinn- und Verlustrechnung der beiden letzten Geschäftsjahre - gegliedert nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten - gegenüber:

2023 Vorjahr +/-
TEUR % TEUR % TEUR
Gesamtleistung 11.003 100,0 9.907 100,0 1.096
Rohertrag 7.086 64,4 5.673 57,3 1.413
EBITDA 460 4,3 -194 -1,9 654
EBIT -673 -6,0 -916 -9,2 243
Ergebnis vor Steuern 229 2,1 3.006 30,3 -2.777
Jahresüberschuss 230 2,1 2.193 22,1 -1.963

Im Geschäftsjahr 2023 liegt ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 230 vor.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten die Versicherungserstattungen, die i.H.v. TEUR 1.072 in Folge des Brands geleistet wurden. Indes steigen jedoch auch die Aufwendungen, wobei hier auf die allgemein negativen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs zu verweisen ist, allen voran die extremen Preissteigerungen.

3. Darstellung der Finanzlage

Die Finanzlage stellt sich wie folgt dar:

Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit TEUR 213
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit TEUR -1.509
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit TEUR -186
= zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelbestand TEUR -1.482
Finanzmittelbesand zum 01.01.2023 TEUR 1.431
Finanzmittelbestand zum 31.12.2023 TEUR -51

Auch die Liquiditätsströme des Unternehmens sind im Geschäftsjahr 2023 durch den Neubau in Phillipsreut geprägt. So enthält der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit insbesondere hohe Ausgaben für die Neuanschaffung.

Im Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit schlagen sich zwei Faktoren nieder, welche sich in Summe ausgleichen. Zum einen die letzten Zahlungen der Versicherungsentschädigungen aus dem Brand im Jahr 2021 und zum anderen die Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

D. Risiko- und Chancenbericht

1. Risikobericht

Gesamtwirtschaftliches Risiko und Branchenrisiko: Wie jedes Unternehmen, ist auch die

BL-Lasertechnik GmbH den allgemeinen Risiken der globalen wirtschaftlichen Entwicklung unterworfen.

Als metallverarbeitendes Unternehmen ist die BL-Lasertechnik GmbH in einer sehr rohstoff- und energieintensiven Branche angesiedelt. Der Ukraine-Krieg und die daraus resultierende negative Preisentwicklung genau auf diesen Märkten, könnten schwerwiegende Auswirkungen auf das Unternehmen haben.

Obwohl die Auftragslage im Metallbausektor sehr gut ist, besteht ein Risiko im Bereich der Beschaffung. Ein Großteil der in Deutschland verarbeiteten Metalle wird aus dem osteuropäischen Raum bezogen. Durch eine Ausweitung des Konflikts könnte es zu Strafzöllen oder Einfuhrverboten aus Russland kommen. Da die BL-Lasertechnik GmbH auf ein breites Portfolio an langjährigen Lieferanten und Partnern zurückgreifen kann, lässt sich dieses Risiko aus Sicht des Unternehmens in gewissen Teilen relativ gut diversifizieren.

Ein weiteres Risiko ist im Bereich Personal zu identifizieren. Die angespannte Situation auf dem Personalmarkt und der Fachkräftemangel zwingen Unternehmen überhöhte Gehälter zu bezahlen und ungelernte Arbeiter zu beschäftigen. Die daraus entstehenden Mehrkosten können gegebenenfalls nicht über die Verkaufspreise an die Verbraucher weitergegeben werden.

Die Expansion durch Aufbau eines weiteren Standorts in Philippsreut birgt möglicherweise das Risiko einer nicht mehr ausreichenden Auslastung. Da das Auslastungsniveau der Maschinen und des Personals jedoch gemäß den Erfahrungswerten sehr hoch ist, ist davon auszugehen, dass dieser Fall nicht eintreten wird. Vielmehr wird sich die Auslastung durch das Verteilen auf zwei Standorte auf einem normalen Niveau einpendeln.

2. Chancenbericht

Durch die Erweiterung der Produktionskapazität mit einem zusätzlichen Standort kann die BL-Lasertechnik neue Kunden gewinnen sowie bestehende Kunden besser und schneller beliefern. Zudem können weitere Marktanteile gesichert werden. Im Raum Bayerischer Wald ist die BL-Lasertechnik GmbH ein führendes Unternehmen im Bereich der Metallverarbeitung. Die neuen Maschinen garantieren einen hohen Qualitätsstandard.

3. Gesamtaussage

Der Ukrainekrieg, die Energiekrise und die hohe Inflationsrate stellen die BL-Lasertechnik GmbH vor große Herausforderungen.

Vor allem der Brand und die damit einhergehende Zerstörung der Produktionsstätten haben das Unternehmen in seiner Entwicklung die letzten beiden Jahre zurückgeworfen.

Jedoch tun sich auch neue Chancen und Potentiale auf - die BL-Lasertechnik geht zum heutigen Zeitpunkt davon aus, dass kein den Fortbestand des Unternehmens gefährdendes Risiko besteht. Vielmehr ist in Zukunft insgesamt eine Fortsetzung des positiven Trends vor dem Großbrand zu erwarten.

4. Disclaimer

Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. BL-Lasertechnik GmbH übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Lagebericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden

E. Prognosebericht

Das Produktionsniveau ist, nach dem Großbrand im Jahr 2021 wieder fast auf dem gewohnten Niveau.

Wir rechnen für 2024 mit einem Ergebnis und mit Umsatzerlösen auf Vorjahresniveau. Die BL-Lasertechnik GmbH geht zum heutigen Zeitpunkt davon aus, dass kein dem Fortbestand des Unternehmens gefährdendes Risiko besteht.

Kurzfristige Liquiditätsschwierigkeiten im 3. Quartal 2024 konnten durch kurzfristige Bankdarlehen ausgeglichen werden. Es kam zu keinen Zahlungsstockungen.

F. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

1. Risikomanagementziele und -methoden

Für die BL-Lasertechnik GmbH ist eine risikobewusste Unternehmensführung von höchster Priorität, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Wir beobachten fortlaufend die gesamtwirtschaftliche, politische und regulatorische Lage in allen unseren Märkten, um so potenzielle Problembereiche frühzeitig zu erkennen und unsere Geschäftsaktivitäten entsprechend schnell anpassen zu können.

Im Rahmen der geschäftlichen Aktivitäten ist die BL-Lasertechnik GmbH Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Ein Risikomanagementsystem zur Überwachung der Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit ist im Unternehmen implementiert. Es besteht aus einem ausführlichen innerbetrieblichen Controlling. Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Risikofrüherkennung, die Identifizierung und Erfassung von Risiken und die Bewertung. Dieses System wird kontinuierlich weiterentwickelt und auf die spezifischen Anforderungen der BL-Lasertechnik GmbH angepasst. Das Risikomanagement unterliegt dem Bereich Controlling. Die Geschäftsführung geht für 2023 von einer weiteren Steigerung der Umsatzerlöse und des Betriebsergebnisses aus, da die Produktion am Standort Philippsreut weiter ausgedehnt wird.

2. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Preisänderungsrisiko:

In Hinblick auf die Unsicherheiten auf dem Rohstoff- und Energiemarkt infolge des Ukraine-Kriegs, besteht durchaus ein signifikantes Preisänderungsrisiko bei der Materialbeschaffung. Dieser Effekt zieht sich durch alle Branchen, trifft Metallverarbeitungsbetriebe aufgrund der sehr rohstoff- und energieintensiven Produktion jedoch in besonderer Weise.

Des Weiteren ist mit steigenden Personalkosten zu rechnen, vor allem bedingt durch das strukturelle Problem des Fachkräftemangels - qualifizierte Mitarbeiter sind nur schwer und meist nur durch Zahlung von überzogenen Gehältern zu bekommen.

Die vorhergehenden Punkte führen zu gestiegenen Produktionskosten, welche vermutlich nicht vollumfänglich durch eine Erhöhung der Verkaufspreise auf die Kunden umgelegt werden können. Der Effekt lässt sich demnach nicht gänzlich abfangen - ein gewisses Restrisiko verbleibt beim Produzenten.

Liquiditätsrisiko:

Die Liquidität der Gesellschaft ist jederzeit ausreichend, um den bestehenden Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen zu können. Mit nennenswerten Zahlungsausfällen muss aufgrund der Kundenstruktur nicht gerechnet werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten können jederzeit bedient werden.

Ausfallrisiko:

Bei den Forderungen aus Lieferungen- und Leistungen handelt es sich überwiegend um Forderungen aus dem letzten Quartal des Jahres 2023. Im Wesentlichen bestehen Forderungen gegen langfristigen Kunden. Diese Forderungen wurden zum heutigen Zeitpunkt Großteils beglichen. Das Ausfallrisiko ist aus diesem Grund sehr gering.

3. Bericht über Zweigniederlassungen

Die BL-Lasertechnik unterhält eine Zweigniederlassung in Philippsreut.

 

Grafenau, den 28.10.2024

Maximilian Bauer

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