VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Friedberg GnR 753
Vorher
Volksbank Raiffeisenbank Main-Kinzig eGVR Bank Main -Kinzig eG
Eingetragen
3.3.2004
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Einlagen; b) die Gewährung von Krediten aller Art; c) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; d) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; e) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; f) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; g) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; h) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen; i) der Erwerb, die Erschließung, die Entwicklung, die Bebauung, die Belastung, die Vermietung und Verpachtung, die Bewirtschaftung, die Verwaltung, der Handel, die Vermittlung und die Veräußerung von Immobilien, von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten sowie die Beteiligung an Unternehmen, die eines der vorgenannten Geschäfte zum Gegenstand haben; j) der Handel mit sonstigen Waren und die Erbringung sonstiger Dienstleistungen. k) der Erwerb, die Errichtung, die Anund Vermietung bzw. die Pachtung und Verpachtung, die Unterhaltung und die Veräußerung von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien, der Absatz und die Eigennutzung der gewonnenen Energien sowie die Beteiligung an Unternehmen, die eines der vorgenannten Geschäfte zum Gegenstand haben l) der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen als beschränkt haftender Gesellschafter.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bruno Vey
seit 15.1.2021
Vorstandsmitglied
Prokura
Christian Schäfer
seit 15.1.2021
Prokura
Petra Kalbhenn
seit 15.1.2021
Vorstandsmitglied
Florian Arndt
seit 15.1.2021
Prokura
Lars Schurich
seit 22.1.2020
Vorstandsmitglied
Klaus Heilmann
seit 25.2.2016
Prokura
Alexander Aul
seit 25.2.2016
Prokura
Thomas Joffroy
seit 25.2.2016
Prokura
Manuela Repple
seit 25.2.2016
Prokura
Jens Pröscher
seit 16.7.2009
Prokura
Norbert Bäckel
seit 16.7.2009
Prokura
Jürgen Pfannkoch
seit 16.7.2009
Prokura
Norbert Ross
seit 16.7.2009
Prokura

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG

Büdingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, Büdingen

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

E. Erklärung zur Unternehmensführung

F. Nichtfinanzielle Berichterstattung

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG ist ein von 59.578 Mitgliedern getragenes Kreditinstitut der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Das Geschäftsgebiet der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG liegt in bzw. nahe einer der wirtschaftlich stärksten Regionen im Bundesgebiet, dem Rhein-Main-Gebiet. Es zeichnet sich aus durch eine ausgezeichnete Infrastruktur (A45, A66, Airport Frankfurt) und eine landschaftlich reizvolle Lage (Lebensqualität). In weiten Teilen unseres Geschäftsgebietes besteht eine hohe Bevölkerungsdichte, eine positive bzw. stabil prognostizierte Bevölkerungsentwicklung, eine überdurchschnittliche Kaufkraft sowie eine unterdurchschnittliche Arbeitslosenquote.

Mit rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von über 4,0 Mrd. Euro zählen wir zu den 70 größten Genossenschaftsbanken in Deutschland. Mit unseren 21 Geschäftsstellen und 15 SB- und GAA-Standorten sind wir primär in der Region Main-Kinzig und Oberhessen vertreten.

Als Genossenschaftsbank werden wir durch unsere Mitglieder getragen. Die Förderung der Mitglieder unserer Genossenschaftsbank ist Kern unserer Unternehmenskultur. Unsere Bank ist regional verankert, überregional vernetzt und demokratisch organisiert.

Die Bank hat als zentrale Geschäftsfelder das Privat- und das Firmenkundengeschäft sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft definiert. Unser Kerngeschäft liegt in der Anlageberatung und in der Kreditvergabe. Das Institut nutzt darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Zuständiger Prüfungsverband nach § 54 GenG ist der Genoverband e.V. mit Sitz in Frankfurt am Main.

Die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht.

Mit Inkrafttreten des Einlagensicherungsgesetzes (EinSiG) am 3. Juli 2015 ist die BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem), eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem neben die weiterhin bestehende Sicherungseinrichtung getreten. Die Sicherungseinrichtung ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz im sogenannten dualen System parallel zum BVR-ISG-Sicherungssystem tätig. Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i.V.m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG ist die Bank mit Wirkung vom 3. Juli 2015 dem BVR-ISG-Sicherungssystem beigetreten.

Die Genossenschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

Konjunktur in Deutschland

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %).

Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7 % zurück. Die staatlichen Konsumausgaben verminderten sich mit dem Wegfall von pandemiebedingten Sonderausgaben ebenfalls. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,5 %.

Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen erneut zu, wenn auch schwächer als 2022 (+3,0 % nach +4,0 %). Andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8 % gesunken waren, abermals nach. Sie wurden durch die rasant steigenden Leitzinsen ausgebremst und verminderten sich um 2,7 %.

Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 2,2 % beziehungsweise 3,4 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3 % und 6,6 % gestiegen waren.

Die staatlichen Einnahmen expandierten 2023 mehr als die Ausgaben. Befördert wurde das Einnahmenwachstum vor allem durch steigende Sozialbeiträge und höhere Verkaufserlöse. Stärkste Treiber des Ausgabenwachstums waren Anpassungen bei den Renten und Pensionen sowie umfangreiche Mehrausgaben zur Abmilderung der Energiekrise. Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit gab in Relation zum nominal kräftig gestiegenen Bruttoinlandsprodukt leicht von 2,5 % im Vorjahr auf 2,1 % nach. Die staatliche Schuldenquote, die 2022 noch bei 66,1 % lag, dürfte auf rund 65 % gesunken sein.

Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um rund 300.000 auf einen neuen Rekordwert von gut 45,9 Millionen Menschen.

Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten.

Finanzmärkte

Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahr 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Beide Notenbanken erreichten damit 2023 und binnen unter achtzehn Monaten Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro.

Die US-Notenbank Fed beendete am 27. Juli 2023 ihren geldpolitischen Straffungskurs bei einem Leitzinskorridor von 5,25 bis 5,5 %. Damit erhöhte die Fed ihre Zinsen 2023 noch um 100 Basispunkte, nachdem sie 2022 mit 425 Basispunkten das Gros ihrer geldpolitischen Reaktion auf den Inflationsschock bereits vollzogen hatte. Weitere Zinserhöhungen hielt sie sich für den Fall wieder steigender Inflation hingegen explizit offen, trotz zum Jahresende rückläufiger Kerninflationsraten.

Nachdem die EZB ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um insgesamt 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4 % für die Einlagefazilität und 4,5 % für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Auf den nachfolgenden Sitzungen bis zum Jahresende bestätigte die EZB dieses Zinsniveau und kündigte an, es so lange aufrecht halten zu wollen, bis die Inflation das mittelfristige EZB-Ziel von 2 % wieder erreiche.

Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihenmärkte 2023 in Form hoher Volatilität. Im vierten Quartal und insbesondere zum Jahresende erholten sich die Kurse der Anleihen jedoch deutlich, wodurch die zugehörigen Renditen sanken. Die zehnjährige Bundesanleihe erwirtschaftete zum Jahresende mit 2,03 % ein Fünftel weniger Rendite als zum Jahresanfang. Die Anleihen folgten hierbei den Erwartungen der Märkte an eine 2024 deutlich sinkende Inflation mit entsprechenden Leitzinssenkungen der Notenbanken.

Die europäische Gemeinschaftswährung wertete im Verlauf des Jahres 2023 leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf. Im Jahresverlauf blieb der Euro relativ zum Dollar anfällig und reagierte insbesondere auf Veränderungen der geopolitischen Lage und das Zinsverhalten der EZB.

Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort. Der DAX stieg vom 1. Januar bis zum 9. März 2023 um 12,3 % auf 15.633,21 Punkte. Im Laufe des Jahres erschütterten jedoch die Krisen der US-Regionalbanken, die Fusion der Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS sowie der Terrorangriff der Hamas auf Israel die Finanzmärkte. Der DAX schloss das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 % im Plus ab.

Entwicklung der Kreditgenossenschaften

Die addierte Bilanzsumme der Kreditgenossenschaften im Gebiet unseres Prüfungsverbandes ist in den vergangenen 12 Monaten um 0,1 % (= 0,6 Mrd. EUR) gewachsen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Ausweitung der Kundenforderungen zurückzuführen. Aufgrund von Mittelabflüssen bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden wurde das Wachstum im Kundenkreditgeschäft durch Umschichtungen auf der Aktivseite refinanziert.

Die Kundenforderungen erhöhten sich im Jahresverlauf um 10,4 Mrd. EUR bzw. 2,7 %. Das Wachstum konzentriert sich mit 2,4 % (= 8,1 Mrd. EUR) im Wesentlichen auf das Laufzeitband über 5 Jahre. Rund 88,6 % des Forderungsbestandes der Kreditgenossenschaften liegen in diesem Laufzeitband.

Die Guthaben bei Zentralnotenbanken reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Mrd. EUR bzw. 35,7 %.

Die Forderungen an Banken reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Mrd. EUR oder 5,7 %.

Die Wertpapieranlagen haben sich im Jahresverlauf um 5,9 Mrd. EUR ebenfalls vermindert. Während sich die Schuldverschreibungen u.a. festverzinslichen Wertpapiere um 6,3 Mrd. EUR oder 8,2 % reduzierten, verzeichneten die Aktien u.a. nicht festverzinslichen Wertpapiere einen Anstieg von 0,4 Mrd. EUR oder 1,0 %.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Banken sanken um 0,4 Mrd. EUR oder 0,5 % auf 83,1 Mrd. EUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken haben auf Jahressicht einen Rückgang von 3,5 Mrd. EUR oder 0,8 % auf 418,9 Mrd. EUR erfahren.

Bei den Spareinlagen ergab sich ein Rückgang von 14,1 Mrd. EUR oder 19,2 % auf 59,2 Mrd. EUR.

Die anderen Verbindlichkeiten wuchsen mit 10,6 Mrd. EUR oder 3,0 %; hier ist seit diesem Jahr ein Strukturwandel von täglich fälligen Einlagen (-41,0 Mrd. EUR oder -12,9 %) hin zu festverzinslichen Einlagen mit einer Laufzeit bis zu 1 Jahr festzustellen (+43,6 Mrd. EUR oder 230,1 %). Die Sichteinlagen und Tagesgelder stellen mit 275,9 Mrd. EUR 76,7 % der anderen Verbindlichkeiten sowie 65,9 % der gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken dar.

Der Bestand an verbrieften Verbindlichkeiten hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Mrd. EUR oder 6,3 % erhöht.

Das Eigenkapital erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 1,2 Mrd. EUR bzw. 3,8 %. Während sich das gezeichnete Kapital mit 598 Mio. EUR auf 9,4 Mrd. EUR erhöhte, stiegen die Rücklagen gegenüber dem Vorjahr um 559 Mio. EUR auf 22,1 Mrd. EUR. Zusätzlich ist die Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken (§ 340g HGB) mit 1,1 Mrd. EUR zu berücksichtigen, dies entspricht einer Steigerung von 5,4 %. Das offen ausgewiesene Eigenkapital inkl. des Fonds für allgemeine Bankrisiken an der Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 9,2 % erhöht.

Die Ratingagenturen Fitch (Langfristrating AA-) und Standard & Poor's (Langfristrating A+) haben mit ihren Ratingeinschätzungen die finanzielle Stabilität des Geschäftsmodells der genossenschaftlichen FinanzGruppe mit ihrer sehr starken Marktposition gewürdigt.

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwerte- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses nach Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE nach Bewertung/dBS") festgelegt. Das BE nach Bewertung ermittelt sich aus dem Jahresüberschuss zuzüglich des Steueraufwandes sowie bereinigt um Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken und Vorsorgereserven und wesentliche betriebswirtschaftlich außerordentliche Positionen. Die Kennzahl BE nach Bewertung/dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftsvolumen, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme (Mittelwert der Bilanzsumme der Monate Januar bis Dezember aus BISTA-Meldung). Für das Geschäftsjahr 2023 haben wir hinsichtlich des BE nach Bewertung eine Zielgröße von mindestens 0,6 % festgelegt, langfristig streben wir ein BE nach Bewertung von mindestens 0,8 % an.

Das Wachstum der bilanziellen Kundeneinlagen und -kredite definieren wir als Indikator für die Generierung von Erträgen zur Sicherstellung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit im aktuellen Zinsumfeld. Wir streben ein strategisches Wachstum in den bilanziellen Kundeneinlagen von 1,6 % bis 1,7 % und in den bilanziellen Kundenkrediten zwischen 2,7 % und 3,5 % an.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR. Wir definieren hierfür ein bankindividuelles Ambitionsniveau von mindestens 15 %.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten.

Daneben definieren wir als bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikator das soziale Engagement unseres Hauses. Im Rahmen des sozialen Engagements unterstützen wir kulturelle, sportliche, soziale und gemeinnützige Institutionen in unserem Geschäftsgebiet. So fördert die Bank die Menschen in der Region. Das Spendenbudget ermittelt sich im Wesentlichen anhand des Gewinnsparlosbestandes beim VR-Gewinnsparverein Hessen-Thüringen e.V.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 4.058.876 3.996.124 62.752 1,6
Außerbilanzielle Geschäfte *) 620.132 649.888 -29.755 -4,6

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Der Anstieg der Bilanzsumme ist sowohl auf das Wachstum im Kreditgeschäft sowie bei den Wertpapieranlagen als auch auf einen deutlichen Anstieg bei den Kundeneinlagen zurückzuführen. Offenmarktgeschäfte (GLRG-III) wurden im Rahmen von Fälligkeiten bzw. Kündigungsterminen zurückgeführt.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 2.736.967 2.674.910 62.056 2,3
Wertpapieranlagen 982.217 902.138 80.079 8,9
Forderungen an Kreditinstitute 192.065 276.058 -83.993 -30,4

Die Steigerung bei den Kundenforderungen liegt weitestgehend im Rahmen unserer Prognose von 2,7 %. Im Gegensatz zu den Vorjahren, in denen das Wachstum vor allem durch private Immobilienfinanzierungen angetrieben wurde, stammte ein Großteil des Wachstums in diesem Jahr aus gewerblichen Finanzierungen. Um dieses Wachstum darzustellen, wurde ein Neugeschäftsvolumen von mehr als 412 Mio. EUR bearbeitet.

Die Kundenforderungen konnten vollständig durch das Wachstum der Kundengelder finanziert werden.

Weitere außerbilanzielle Finanzierungen unserer Kunden, insbesondere auch in Form von Immobilienkrediten und Anschaffungsdarlehen, belaufen sich auf 233 Mio. EUR. Diese wurden an unsere Kooperationspartner der Genossenschaftlichen FinanzGruppe vermittelt und sind in der Bilanz nicht erfasst.

Die Wertpapieranlagen wurden im Jahresverlauf deutlich ausgeweitet.

Überschüssige Liquidität bei der Deutschen Bundesbank wurde in mehreren Tranchen in einen neu aufgelegten LCR-Spezialfonds bei der Union Investment übertragen. Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich daher im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 568.123 633.819 -65.696 -10,4
Spareinlagen 393.421 391.858 1.562 0,4
andere Einlagen 2.632.610 2.543.840 88.770 3,5

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Rahmen von Fälligkeiten bzw. Kündigungsterminen von GLRG-III Geschäften zurückgeführt. Die auslaufenden GLRG-III Geschäfte (135 Mio. EUR) wurden teilweise durch Globalrefinanzierungen bei der DZ BANK AG ersetzt.

Das Wachstum der bilanziellen Kundeneinlagen gegenüber dem Vorjahr lag mit 90 Mio. EUR (+3,1 %) über unseren Erwartungen von 1,6 %. Das Marktumfeld wurde maßgeblich durch den intensiven Wettbewerb um Einlagen geprägt. Unsere Kunden präferieren weiterhin kurzfristig verfügbare Anlagen.

Die bilanzwirksamen Einlagen unserer Kunden, die in Form der Institutssicherung durch die Sicherungseinrichtung der Genossenschaftlichen FinanzGruppe faktisch zu 100 % gegen Zahlungsausfälle abgesichert sind, sind mit 74,6 % der Bilanzsumme weiterhin Hauptrefinanzierungsquelle unseres Kreditgeschäftes.

Die Genossenschaftliche Beratung ist nach wie vor das Kernelement unseres auf Qualität ausgerichteten Betreuungskonzeptes. In zahlreichen strukturierten Beratungsgesprächen konnten wir - unter Berücksichtigung der Kurswertentwicklung - insgesamt 292 Mio. EUR neue Anlagegelder gewinnen.

Weiteres Vermögen unserer Kunden besteht innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe (Vermittlungsgeschäft).

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 6.984 6.802 182 2,7
Vermittlungserträge 5.607 6.181 -574 -9,3
Erträge aus Zahlungsverkehr 14.021 13.047 975 7,5

Die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft konnten im Jahresverlauf weiter gesteigert werden.

Während sich die Erträge aus der Vermittlung von Bausparverträgen, Versicherungsverträgen, Kreditvermittlung und Immobilienvermittlung verringert haben, hat sich der Ertrag aus dem Zahlungsverkehr deutlich erhöht.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Sonstige wichtige Vorgänge ergaben sich im Geschäftsjahr nicht.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 69.631 74.135 -4.504 -6,1
Provisionsüberschuss 2) 24.802 24.269 534 2,2
Verwaltungsaufwendungen 55.811 49.690 6.121 12,3
a) Personalaufwendungen 36.386 31.469 4.917 15,6
b) andere Verwaltungsaufwendungen 19.425 18.221 1.204 6,6
Betriebsergebnis vor Bewertung 37.276 46.687 -9.412 -20,2
Bewertungsergebnis 2.434 -31.863 34.297 -107,6
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 37.366 17.488 19.878 113,7
Steueraufwand 6.618 12.464 -5.847 -46,9
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 24.200 0 24.200 ***. *
Jahresüberschuss 6.549 5.024 1.525 30,3

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

Der relative Zinsüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,16 %-Punkte auf 1,73 % reduziert. Im Zinsüberschuss, der sich auf 69,6 Mio. EUR reduzierte, sind Erlöse aus der Auflösung von Zinssicherungsgeschäften in Höhe von 5,1 Mio. EUR (Vorjahr: 15,5 Mio. EUR) enthalten. Ohne Berücksichtigung von Sondereffekten aus der Auflösung von Zinsderivaten konnte das Zinsergebnis im Vergleich zum Vorjahr um rund 10 % gesteigert werden.

Der Provisionsüberschuss erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. EUR. Das Provisionsergebnis lag damit über unserer Prognose. Während sich die Erträge aus der Vermittlung von Bausparverträgen, Versicherungsverträgen, Kredit- und Immobilienvermittlung verringert haben, konnten die Erträge im Wertpapier- und Depotgeschäft sowie im Zahlungsverkehr deutlich gesteigert werden.

Mit 0,62 % (Vorjahr 0,62 %) der durchschnittlichen Bilanzsumme stellt der Provisionsüberschuss nach wie vor einen maßgeblichen Ertragsfaktor für uns dar.

Die Personalaufwendungen verzeichneten einen deutlichen Anstieg aufgrund von Sondereffekten wie der inflationsbedingten Anpassung von Pensionszahlungen für ausgeschiedene Vorstände sowie der Zahlung einer steuerfreien Inflationsausgleichsprämie an die Mitarbeitenden.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen haben sich aufgrund der gestiegenen Inflation ebenfalls erhöht. Während sich im laufenden Jahr Einsparungen bei den Kosten für Raumaufwendungen, Porto und Telefon sowie Beitragsverpflichtungen zur Bankenabgabe ergaben, standen diesen Positionen Kostensteigerungen für IT-Kosten, Auslagerungen und Prüfungs- und Beratungskosten gegenüber.

Die gesamten Verwaltungsaufwendungen entwickelten sich insgesamt ungünstiger als prognostiziert.

Das absolute Betriebsergebnis vor Bewertung ist rückläufig. Ohne Berücksichtigung der Sondereffekte im Zinsüberschuss und in den Personalaufwendungen konnte das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr jedoch gesteigert werden und liegt mit 0,93 % der durchschnittlichen Bilanzsumme über dem prognostizierten Wert.

Für das Jahr 2023 ergibt sich insgesamt ein positives Bewertungsergebnis. Die Belastungen im Kreditgeschäft waren insgesamt überschaubar. Dem Gesichtspunkt einer vorsichtigen Bewertung der vorhandenen Kreditengagements wurde weiterhin Rechnung getragen.

Die Pauschalwertberichtigungen auf Basis der Veröffentlichung der Stellungnahme des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW RS BFA 7) wurden um 0,6 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR reduziert. Für offene Kreditzusagen besteht eine Rückstellung in Höhe von 0,6 Mio. EUR.

Die positive Entwicklung an den Kapitalmärkten trug dazu bei, dass sich durch Kurswertzuschreibungen bei eigenen Wertpapieren wieder positive Effekte ergeben haben.

Das Betriebsergebnis nach Bewertung erhöht sich demzufolge gegenüber dem Vorjahr um 24,9 Mio. EUR auf 39,7 Mio. EUR. Der finanzielle Leistungsindikator "Betriebsergebnis nach Bewertung/dBS" steigt im Vorjahresvergleich von 0,38 % auf 0,99 % und liegt damit oberhalb unserer Erwartungen.

Nach Zuweisung zu versteuerten Reserven gemäß § 340f HGB und § 340g HGB wird ein gegenüber dem Vorjahr erhöhter Jahresüberschuss ausgewiesen.

Bedingt durch Sondereffekte im Zusammenhang mit der Bewertung von Wertpapieren hat sich der Steueraufwand gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Mio. EUR reduziert.

Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,16 % (Vorjahr 0,13 %).

Wir haben unser soziales Engagement mit einem Spendenvolumen von 521.538 EUR unterstützt.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Wir verfügen über eine vom Interbankengeschäft weitgehend unabhängige Refinanzierungsstruktur, welche überwiegend aus den Geschäftsbeziehungen mit Privat- und Firmenkunden resultiert. Durch die breite Streuung des Kundenvolumens wird jederzeit eine hohe Liquidität sichergestellt.

Es bestehen ausreichende tägliche Refinanzierungsmöglichkeiten u.a. bei der Deutschen Bundesbank wie auch bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank, der DZ BANK AG.

Im Jahresverlauf wurden längerfristige Refinanzierungen bei der DZ BANK AG in Höhe von 90 Mio. EUR getätigt. Der Gesamtbestand der Offenmarktgeschäfte bei der Deutschen Bundesbank (GLRG-III) beläuft sich aufgrund von Fälligkeiten und vorzeitiger (Teil-)Kündigung auf 45 Mio. EUR.

Investitionen

Im Rahmen einer mehrjährigen Budgetplanung werden regelmäßig Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten innerhalb unseres Geschäftsstellennetzes durchgeführt, um unserem Dienstleistungsanspruch auch in Zukunft gerecht zu werden.

Liquidität

Die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit nachzukommen. Die Liquiditätskennziffer Liquidity Coverage Ratio (LCR) wurde mit Abstand zu den Mindestvorgaben eingehalten.

Besondere Laufzeit- oder Abrufrisiken sowie nicht aus der Bilanz ersichtliche, wesentliche finanzielle Verpflichtungen, welche die Zahlungsfähigkeit beeinträchtigen könnten, bestehen nicht und sind auch zukünftig vor dem Hintergrund unserer Planungen nicht zu erwarten.

Aufgrund unserer Liquiditätslage und -steuerung sowie in Anbetracht der vorhandenen Liquiditätsreserven und der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund ist in den folgenden Jahren mit keiner Beeinträchtigung der Liquiditätssituation zu rechnen.

c) Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 439.441 398.698 40.743 10,2
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 418.563 392.541 26.022 6,6
Harte Kernkapitalquote 17,1 % 17,1 %
Kernkapitalquote 17,1 % 17,1 %
Gesamtkapitalquote 17,6 % 17,1 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Die Gesamtkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR zum 31.12.2023 liegt oberhalb des Vorjahres. Dies ist insbesondere auf die deutliche Steigerung bei den Geschäftsguthaben verbleibender Mitglieder in Höhe von 11.216 TEUR zurückzuführen.

Die Vermögenslage unserer Bank ist geordnet. Die Eigenkapitalausstattung wurde in 2023 weiter gestärkt. Das Kernkapital konnte zum 31.12.2023 auf 407.163 TEUR (Vorjahr: 392.541 TEUR) erhöht werden. Der Anteil des erwirtschafteten versteuerten Eigenkapitals am bilanziellen Eigenkapital liegt im Verbandsvergleich im Durchschnitt.

Wir verfügen damit über eine gute Basis im Hinblick auf die Eigenkapitalvorschriften für Kreditinstitute im Rahmen der CRR (Basel III).

Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage für eine solide Geschäftspolitik, ein angemessenes Wachstum und eine ausreichende Risikoabschirmung.

Die nach den Bestimmungen der CRR (Capital Requirements Regulation) und des KWG (Kreditwesengesetz) aufgestellten aufsichtlichen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung wurden von uns im Geschäftsjahr 2023 jederzeit eingehalten.

Kundenforderungen

Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme ist gegenüber 2022 angestiegen und beträgt zum Bilanzstichtag 67,4 % (Vorjahr 66,9 %).

Der Anteil der Kredite (incl. Kreditzusagen) an Privatkunden am Gesamtkreditvolumen beträgt 53,3 % (Vorjahr 54,1 %). Aufgrund der geschäftspolitischen Ausrichtung entfallen wesentliche Teile unseres Kundenkreditvolumens auf den Immobilien- sowie den Dienstleistungsbereich.

Die für erkennbare bzw. latente Risiken gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt. Der Anteil der ungesicherten, akut ausfallgefährdeten Kreditengagements am gesamten Kundenkreditvolumen hat sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig erhöht. Die Blankoanteile bei diesen Engagements sind durch Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt. Das Bewertungsergebnis aus dem Kreditgeschäft schließt mit einem negativen Ergebnis in Höhe von 2.793 TEUR ab (Vorjahr +248 TEUR).

Die durch die Vertreterversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen Kreditnehmer, Kreditrichtlinien der CRR und des KWG sowie die Mindestanforderungen für das Risikomanagement wurden im vergangenen Jahr eingehalten.

Zum 31.12.2023 waren keine besonderen Risiken in der Struktur des Kundenkreditgeschäftes erkennbar.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 246.020 272.168 -26.148 -9,6
Liquiditätsreserve 736.196 629.970 106.226 16,9

Zum 31.12.2023 betragen die Wertpapieranlagen 982 Mio. EUR (Vorjahr 902 Mio. EUR) oder 24,2 % (Vorjahr 22,6 %) der Bilanzsumme. In der Direktanlage, die ein Volumen von 475 Mio. EUR umfasst, werden überwiegend festverzinsliche Wertpapiere zur kurz- bzw. mittelfristigen Liquiditätssteuerung gehalten. Daneben sind in den Wertpapieranlagen Investmentanteile in Spezialfonds in Höhe von insgesamt 507 Mio. EUR enthalten. Der Bestand an Investmentanteilen beinhaltet zum überwiegenden Teil Anlagen in Rentenpapieren. Daneben besteht ein strategischer Anteil an Aktienpositionen sowie alternativen Assetklassen.

Der Ausweis von Wertpapieren des Anlagevermögens resultiert zum einen aus der in 2022 vorgenommenen Umwidmung eines Teilportfolios der eigenen Wertpapiere (LCR-Portfolio) aus der Liquiditätsreserve, für welches die Absicht als auch die Fähigkeit besteht, die Wertpapiere dauerhaft zu halten. Zum anderen wurden weitere Wertpapiere für das LCR-Portfolio erworben, die dem Anlagevermögen zugeordnet wurden. Bei den betroffenen Wertpapieren (212 Mio. EUR) handelt es sich ausschließlich um Anleihen mit guter bis sehr guter Bonität. Darüber hinaus befindet sich im Anlagevermögen Nachrangkapital innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zum strengen Niederstwert bilanziert und beinhalten zum Bilanzstichtag 2023 stille Reserven. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zum gemilderten Niederstwertprinzip bilanziert und beinhalten stille Lasten. Im Handelsbestand werden keine Bestände geführt.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zur ursprünglichen Planung als sehr positiv, weil die Betriebsergebnisse vor und nach Bewertung über unseren Planwerten lagen.

Unsere von 59.578 Mitgliedern getragene VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG verfügt über eine angemessene Eigenkapitalstruktur und -ausstattung. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unserer Bank sind geordnet.

Infolge negativer externer Einflüsse wie Inflation, Ukraine-Krieg und Nahost-Konflikt können wir nachhaltige Belastungen für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Bank noch immer nicht ausschließen. In welchem Umfang sich die Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage niederschlagen werden, wird insbesondere von Dauer und Ausmaß der externen Rahmenbedingungen abhängen.

Bestandsgefährdende Risiken sind auch aufgrund der Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung nicht erkennbar. Angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens- und Substanzsituation sehen wir die Risikotragfähigkeit für das Geschäftsjahr 2024 gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Im Rahmen der Risikofrüherkennung bzw. Problemkreditbearbeitung werden regelmäßig Analysen und Bestandsaufnahmen hinsichtlich möglicher krisenbedingter Auswirkungen durchgeführt.

Im Bereich des Eigengeschäftes haben wir die Wertentwicklung über das gesamte Jahr hinweg eng überwacht und gesteuert. Im Depot-A konnten wir keine Ausfallrisiken identifizieren.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Unsere im Unternehmenshandbuch dokumentierte Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und ist ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden aus unserer Region. Wesentliche Bestandteile der Geschäftsstrategie sind die aus der Risikotragfähigkeit der Bank abgeleiteten Teilstrategien für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten Kredit-, Einlagen- und Vermittlungsgeschäft sowie für Handelsgeschäfte.

Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt.

Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 5 Jahren steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt.

Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden jährlich im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses bzw. anlassbezogen überprüft, beurteilt und bei Bedarf angepasst. Das von der Bank verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Strategieüberprüfung und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf.

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken, sondern eine zielkonforme und systematische Risikohandhabung. Dabei beachten wir die folgenden Grundsätze:

Die zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren sowie die Prozesse im Kontext der Thematik "IPS-Sanierungsplanung" berücksichtigen das Ziel der Fortführung unseres Instituts und damit implizit auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht

Verzicht auf Geschäfte, deren Risiko vor dem Hintergrund der Risikotragfähigkeit und der Risikostrategie unserer Bank nicht vertretbar sind (Vermeidung von Risiken)

Systematischer Aufbau von Geschäftspositionen, bei denen Ertragschance und Risiken in angemessenem Verhältnis stehen (Akzeptanz von Risiken)

Risikobegrenzung durch Übertragung nicht strategiekonformer Risiken auf andere Marktteilnehmer, beispielsweise über Versicherungsverträge oder durch Schließung offener Positionen über Derivate (Reduzierung von Risiken)

Weitestgehende Vermeidung von Risikokonzentrationen durch quantitative Instrumente (u.a. Limitsysteme) oder qualitative Risikoanalysen

Schadensbegrenzung durch aktives Management aufgetretener Schadensfälle (Kompensation von Risiken)

Der Vorstand trägt für das Risikomanagement die Gesamtverantwortung. Dabei wird er durch die besonderen Funktionen gemäß MaRisk (Compliance-Funktion, Risikocontrolling-Funktion und Interne Revision) unterstützt. Die Leitung der Risikocontrolling-Funktion gemäß MaRisk wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr durch den Bereichsdirektor Unternehmenssteuerung wahrgenommen. Er wird bei allen bedeutenden risikopolitischen Entscheidungen der Geschäftsleitung eingebunden.

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Bereiche Unternehmenssteuerung und Dienstleistungszentrum berichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können.

Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtssystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können.

Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie. Es wird dabei unterschieden, ob die Risiken adäquat durch Kapital im Sinne des Risikodeckungspotenzials (Risikotragfähigkeit) bzw. durch hochliquide Aktiva als Liquiditätsdeckungspotenzial (Liquiditätstragfähigkeit) gedeckt werden können. Die Tragfähigkeitskonzepte stellen in zwei Sichtweisen sowohl die Ansprüche der Mitglieder, Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter in den Vordergrund, die ein Interesse am Fortbestand des Unternehmens haben sowie den Schutz der Gläubiger vor Verlusten sicher. Die wirtschaftliche Unternehmensexistenz ist gewährleistet, wenn Verluste sowie Liquiditätsabflüsse ohne unternehmensgefährdende Auswirkungen getragen werden können.

Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit ab und stellt die Ansprüche der Mitglieder, Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter in den Vordergrund, die ein Interesse am Fortbestand des Unternehmens haben.

In der normativen Perspektive werden die Eigenmittelanforderungen (Kapitalbedarf) den regulatorischen Eigenmitteln gegenübergestellt. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Mindesteigenkapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Darüber hinaus strebt die Bank ein strategisches Ambitionsniveau für die Gesamtbankkapitalquote und die Kernkapitalquote an.

Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Planungshorizont von fünf Jahren ab. Für diesen Zeitraum wurde die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Dabei wurden die geplanten Entwicklungen der eigenen Geschäftstätigkeit bzw. der strategischen Ziele sowie Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds und der aufsichtsrechtlichen Anforderungen, die sich auf den regulatorischen Kapitalbedarf auswirken, berücksichtigt. Mögliche abweichende Erwartungen, ein sogenanntes adverses Szenario, wurden ebenfalls berücksichtigt. Hierzu wurde ein separates Szenario für die adverse Kapitalplanung entwickelt.

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive war auf Grundlage der verwendeten Verfahren gegeben. Die Mindestkapitalquoten waren im Planszenario als auch unter Berücksichtigung adverser Entwicklungen eingehalten.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das barwertige Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Dabei werden auch außerbilanzielle Größen berücksichtigt.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive war auf der Grundlage der verwendeten Verfahren und des vorhandenen Risikodeckungspotenzials gegeben.

Die Liquiditätsrisiken im engeren Sinne können nicht sinnvoll mit Kapital unterlegt werden. Daher wird die Liquiditätstragfähigkeit durch die Vorhaltung ausreichender Liquidität als strenge Nebenbedingung unmittelbar und kapitalunabhängig über das Liquiditätsdeckungspotenzial überwacht. Darüber hinaus wird die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Bank durch die Einbindung in die Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken unterstützt.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Für die tägliche Überwachung und Steuerung der Liquidity Coverage Ratio (LCR) stellen wir auf ein bankintern festgelegtes Mindestniveau der LCR i. H. v. 120 % ab.

Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (sNSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. Für die tägliche Überwachung und Steuerung der Net Stable Funding Ratio (sNSFR) stellen wir auf ein bankintern festgelegtes Mindestniveau der sNSFR i. H. v. 110 % ab.

In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz vierteljährlich Stress-Liquiditätsablaufbilanzen erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindestüberlebenshorizont von 6 Monaten für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert. Dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.

Die Offenlegung der Risikomanagementziele und -politik entsprechen den Anforderungen des Artikels 435 CRR.

Die Risikomanagementziele und -strategien werden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert.

Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk.

Risiken

Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich der Vorstand, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt.

Zum Abschlussstichtag werden das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das Immobilienrisiko, das Beteiligungsrisiko, das operationelle Risiko sowie das Liquiditätsrisiko als wesentliche Risiken bewertet.

Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird.

Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum nicht vor.

Adressenausfallrisiko bzw. Kreditrisiko

Das Adressenausfallrisiko stellt das Risiko des teilweisen oder vollständigen Ausfalls von Forderungen oder anderen schuldrechtlichen Instrumenten dar. Es beinhaltet das Kreditrisiko, das Emittentenrisiko und das Kontrahentenrisiko (jeweils einschließlich des Länderrisikos).

Das Kreditrisiko reflektiert die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Migration und / oder der adressbezogenen Spreadveränderung das erwartete Maß übersteigen. Dabei wird ausschließlich auf die potenzielle Erfolgswirkung abgestellt. Die Liquiditätswirkung wird unter dem Liquiditätsrisiko betrachtet.

Auf Grundlage der Risikoinventur unseres Institutes stufen wir das Adressrisiko als aufsichtsrechtlich und betriebswirtschaftlich wesentliches Risiko ein, mit entsprechender potenzieller Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Zur Steuerung des Adressenausfallrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (weitestgehend VR-Rating). Mit Hilfe der Steuerungssoftware VR-Control können wir ungünstige Entwicklungen im Kreditportfolio rechtzeitig identifizieren und frühzeitige Maßnahmen einleiten.

Die Bank ermittelt vierteljährlich mit Hilfe des Moduls Kreditportfoliomodell für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen erwarteten (Expected loss) und einen unerwarteten Verlust (Credit Value at Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen.

Neben dem Risikolimit hat die Bank ein Limitsystem für das Kundenkreditgeschäft (Einzel- und Strukturlimite) definiert.

Das Adressenausfallrisiko bei Eigenanlagen ermitteln wir im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG). Die Berechnungen basieren auf verschiedenen Marktpartnersegmenten, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen.

Der berechnete erwartete Verlust sowie adress- oder spreadbedingte Wertveränderungen werden bei der Ermittlung des Risikodeckungspotenzials berücksichtigt.

Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Anleihen und Schuldverschreibungen die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen und für Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten. Ergänzend haben wir Strukturlimite für Emittenten und Assetklassen festgelegt.

Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken

Das Marktpreisrisiko umfasst das Risiko aus nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen oder Marktparametern (Zinsstrukturkurve, Aktienkurse, Devisenkurse, Volatilitäten), in deren Folge sich Abweichungen vom geplanten Ergebnis ergeben. Marktpreisrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktpreisrisiken.

Das Marktpreisrisiko stuft die Bank anhand der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich und betriebswirtschaftlich wesentliches Risiko ein, welches sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken kann.

Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich einen Value-at-Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir eine Skalierung über eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control.

Aktien- und Währungsrisiken bilden wir ausschließlich über unseren Spezialfonds ab. Die Risikomessung erfolgt auf Basis der von Union Investment bereitgestellten Risikokennzahlen.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungskostenrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten.

Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können.

Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts und als betriebswirtschaftlich wesentliches Risiko.

Liquiditätsablaufbilanzen dienen als Frühwarnindikator für eine mögliche Zahlungsunfähigkeit und stellen dabei insbesondere den Überlebenshorizont dar. Stresstests führen wir anhand institutseigener, marktweiter und kombinierter Szenarien für Liquiditätsrisiken durch. Durch die Anrechnung auf das zur Verfügung stehende Liquiditätsdeckungspotenzial wird auf dieser Grundlage der Überlebenshorizont ermittelt. Wir haben einen internen fünfjährigen Refinanzierungsplan aufgestellt, der die Strategien, den Risikoappetit und das Geschäftsmodell angemessen widerspiegeln. Dabei werden auch adverse Entwicklungen außerhalb unseres Erwartungshorizontes reflektiert.

Liquiditätsrisiken werden darüber hinaus von der Bank anhand von Fälligkeitslisten, Cashflow-Ermittlungen und LCR-Vorschaurechnungen überwacht.

Das Liquiditätsrisiko wird anhand der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen Liquidity Coverage Ratio (kurz: LCR) und der strukturellen Liquiditätsquote Net Stable Funding Ratio (kurz: sNSFR) überwacht. Unsere Risikotoleranz haben wir über die Festlegung von Mindestquoten definiert.

Zur Begrenzung von Abrufrisiken sind Strukturlimite insbesondere für das Volumen des größten Einlegers, der zehn größten Einleger sowie der zehn größten offenen Kreditzusagen implementiert.

Die Anrechnung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos erfolgt nicht im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes der Bank, da das Risiko aufgrund seiner Eigenart nicht sinnvoll durch Risikodeckungspotenzial begrenzt werden kann. Unabhängig davon wird das Zahlungsunfähigkeitsrisiko im Risikosteuerungs- und -controllingprozess angemessen berücksichtigt.

Die Berücksichtigung des Refinanzierungskostenrisikos in der ökonomischen Perspektive erfolgt vierteljährlich unter Berücksichtigung historischer Schwankungen des Refinanzierungsspreads.

Bezogen auf das Refinanzierungsrisiko gilt es, die Liquiditätsbeschaffung, also die Aufnahme von liquiden Mitteln in Form von Kundeneinlagen oder am Geld- und Kapitalmarkt auf der Passivseite zu disponieren. Hierfür verfügen wir über ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe sowie bei der Europäischen Zentralbank. Das potenziell entstehende Liquiditätspreisrisiko aufgrund möglicher Liquiditätsengpässe und/oder Liquiditätsspreadausweitungen wird im Rahmen der ökonomischen Risikotragfähigkeit (RTF) limitiert.

Operationelles Risiko

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein.

Anhand der Risikoinventur stufen wir operationelle Risiken als aufsichtsrechtlich und betriebswirtschaftlich wesentlich ein.

Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen.

Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank und ein Self-Assessment zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden bzw. Risiken eingestellt werden.

Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen.

Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt.

Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im genossenschaftlichen Verbund entwickelten Formulare, die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten und einer ausreichenden Dokumentation von Arbeitsabläufen.

Im Rahmen der ökonomischen Perspektive wird für die operationellen Risiken vierteljährlich ein Value-at-Risk (VaR) mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit Hilfe von VR-Control ORM berechnet.

Beteiligungsrisiken

Das Beteiligungsrisiko umfasst das Risiko der negativen Veränderung der Werthaltigkeit der Beteiligung, der negativen Abweichung zum erwarteten Ertrag (Ausschüttung) sowie dem Risiko eines Nachschusses, in deren Folge sich Abweichungen zum geplanten Ergebnis ergeben.

Anhand der Risikoinventur stufen wir die Beteiligungsrisiken als aufsichtsrechtlich und betriebswirtschaftlich wesentlich ein.

Bei den Beteiligungen unterscheiden wir zwischen strategischen Beteiligungen, Funktionsbeteiligungen und kreditnahen bzw. kreditsubstituierenden Beteiligungen.

Im Rahmen der ökonomischen Perspektive wird für die Beteiligungsrisiken vierteljährlich ein Value-at-Risk (VaR) mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit Hilfe des okular-Tools BETRIS berechnet.

Immobilienrisiken

Das Immobilienrisiko umfasst das Baukostenrisiko, Bewertungsrisko, Mietminderungs- oder Mietausfallrisiko und Instandhaltungsrisiko von eigenen Immobilien, Renditeimmobilien, die über Tochtergesellschaften gehalten werden und Immobilienfonds.

Anhand der Risikoinventur stufen wir die Immobiliensrisiken als aufsichtsrechtlich und betriebswirtschaftlich wesentlich ein.

Im Rahmen der ökonomischen Perspektive wird für die Immobiliensrisiken vierteljährlich ein Value-at-Risk (VaR) mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit Hilfe des okular-Tools IRIS berechnet. Ergänzt wird die Risikomessung mit dem von Union Investment gelieferten Reporting.

Weitere Risiken

Unter den "sonstigen Risiken" subsumieren wir insbesondere das Vertriebsrisiko, das strategische Risiko, das Produktivitätsrisiko, das Sachwertrisiko, das Pensionsrisiko, das Kapitalabzugsrisiko sowie die querschnittlich zu betrachtenden Risiken Modellrisiko, Reputationsrisiko und Nachhaltigkeitsrisiko.

Die nicht im Risikotragfähigkeitskonzept limitierten sonstigen Risiken werden über das freie Risikotragfähigkeitspotenzial abgedeckt. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig und anlassbezogen. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als betriebswirtschaftlich unwesentlich ein.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG setzt zur Bilanzstruktursteuerung bzw. Zinssicherung Derivate in Form von Zinsswaps und Caps ein. Daneben bestehen in strukturierten Wertpapieren enthaltene, einheitlich bilanzierte Kreditderivate. Devisentermingeschäfte werden grundsätzlich nur im Kundeninteresse abgeschlossen, im Gegenzug erfolgen entsprechende Deckungsgeschäfte mit der Zentralbank. Die zur Bilanzstruktursteuerung abgeschlossenen Derivate stellen ausschließlich Sicherungsgeschäfte für Zinsschwankungen dar. Die in strukturierten Produkten enthaltenen Kreditderivate entfallen ausschließlich auf den Eigenanlagenbestand. Handelsbuchgeschäfte sind in den Derivategeschäften nicht enthalten.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) in den von uns simulierten Plan- und Stressszenarien gegeben. Das ökonomische Gesamtbankrisikolimit wurde im Berichtszeitraum durchgängig eingehalten, zum 31.12.2023 betrug die Auslastung 72,70 %. Zudem wurden die normativen Kapitalquoten mit weitem Abstand eingehalten. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt wurde.

Bestandsgefährdende Risiken sind auch aufgrund der Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung nicht erkennbar.

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit im Prognosezeitraum 2024 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation der Bank gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Die aktuelle Situation an den Zins-, Währungs- und Aktienmärkten, die Ungewissheit der Entwicklung der globalen Weltwirtschaft auf Grund des Russland-Ukraine-Krieges und die weiteren schwelenden Konflikte können die Planungen positiv wie negativ beeinflussen. Risiken in der geschäftlichen Entwicklung sehen wir insbesondere bei einer deutlich stärkeren Eintrübung der konjunkturellen Rahmenbedingungen als erwartet. Dies könnte insbesondere die Risikovorsorge im Kreditgeschäft über den Planwert hinaus belasten.

Chancen

Unser attraktives Marktgebiet in unmittelbarer Nähe zum Wirtschaftsraum Rhein-Main bietet weiterhin Chancen für eine gesunde Entwicklung unserer Bank.

Das positive Image und das breite Finanzdienstleistungsangebot der Genossenschaftlichen FinanzGruppe bieten gute Voraussetzungen, um auch in Zukunft erfolgreich im Markt agieren zu können. Chancen für die Ertragslage bestehen in der hohen Bevölkerungsdichte, einer positiven bzw. stabilen Bevölkerungsentwicklung und überdurchschnittlichen Kaufkraft in Teilen unseres Geschäftsgebietes sowie einer insgesamt unterdurchschnittlichen Arbeitslosenquote und hohen Eigentumsquote. In den wachsenden Geschäftspotenzialen bei vermögenden Kunden und im erhöhten Bedarf nach Finanzlösungen in der Alters-, Gesundheits- und Zukunftsvorsorge sehen wir weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Zusätzliche Chancen sehen wir in der Fortentwicklung neuer Ertragsquellen. Nicht zuletzt ergeben sich Chancen aus einem insgesamt höheren Zinsniveau.

Die Umsetzung unserer Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstrategie, eine damit verbundene gezielte Personalentwicklung und konsequente Vertriebsausrichtung, die Kosteneffizienz, der Ausbau neuer Ertragsquellen, ein wirksames Risikomanagement sowie die rechtzeitige Reaktion auf bedeutende Zukunftstrends bilden dabei die geschäftspolitischen Schwerpunkte unseres Hauses. Das Ausmaß der Veränderungen wird dabei zum einen durch notwendige Anpassungen im Markt und zum anderen durch betriebswirtschaftliche Zwänge beeinflusst.

Die Chancen unseres Unternehmens werden vor allem davon abhängen, inwieweit es uns gelingt, in einem sich ständig verändernden, dynamischen Umfeld die daraus für uns relevanten Handlungsfelder zu identifizieren und entsprechende Lösungen, die zu uns und unseren Kunden passen, zu entwickeln.

D. Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft dürfte sich im Verlauf des Jahres konjunkturell erholen. Die Aufwärtsbewegung dürfte jedoch verhalten ausfallen. Nach dem negativen Wachstum 2023 in Höhe von -0,3 % wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2024 nur stagnieren (+0,0 %). Treiber der konjunkturellen Erholung wird der Konsum sein, der durch die rückläufige Inflation bei gleichzeitig steigenden Löhnen, Gehältern und Sozialleistungen unterstützt wird. Die Anlageinvestitionen werden demgegenüber erneut zurückgehen. Während bei den Ausrüstungsinvestitionen (v.a. Maschinen und Fahrzeuge) ein geringer Rückgang zu erwarten ist, dürften die Bauinvestitionen erneut schwach ausfallen. Aufgrund des schwachen Exportwachstums und stärker steigender Importe wird vom Außenhandel bestenfalls ein geringfügig positiver Wachstumsbeitrag ausgehen. Im Gesamtjahr 2024 dürfte die Inflation tendenziell zurückgehen und im Jahresdurchschnitt in Deutschland bei rund 2,50 % (Vorjahr 3,7 %) liegen.

Die Prognose ist jedoch weiterhin mit hohen Risiken versehen, insbesondere im Hinblick auf den Verlauf des russischen Angriffskrieges in der Ukraine, des Nahost-Konfliktes, der US-Präsidentenwahl, die chinesischen Aggressionen gegenüber Taiwan und mögliche wirtschaftliche Störungen aufgrund von Cyberangriffen.

Unsere Eckwerteplanung basiert auf folgenden wesentlichen Annahmen:

Der Zinsüberschuss soll unter der Prämisse eines sinkenden Zinsniveaus im Geldmarkt (Kombination aus kurz- und langfristiger DZ BANK-Zinsprognose) und eines weitgehend konstanten Geschäftsvolumens bei ansonsten unveränderter Geschäftsstruktur in 2024 bei 66,0 Mio. EUR auslaufen.

Für das Jahr 2024 wird dabei ein prozentuales Wachstum im bilanziellen Kundenkreditgeschäft von 2,3 % und bei den bilanziellen Kundeneinlagen von 1,7 % angenommen.

Den Provisionsüberschuss wollen wir bei 24,4 Mio. EUR stabilisieren. Während die Planzahlen für Erträge aus der Vermittlung im Wertpapier- und Depotgeschäft sowie für das Versicherungsgeschäft maßvoll reduziert wurden, erwarten wir für den Zahlungsverkehr in 2024 eine konstante Entwicklung.

Beim Personalaufwand haben wir eine reguläre tarifliche Steigerung der Gehälter um 2,0 % sowie einen Anstieg der Mitarbeiterkapazitäten um 11 Vollzeitarbeitskräfte berücksichtigt. Zusätzlich wurden Aufwendungen zur inflationsbedingten Anpassung von Pensionszahlungen für ausgeschiedene Vorstände einkalkuliert.

Die Höhe der Sachaufwendungen wird im Jahr 2024 auf Basis detaillierter Budgets mit rund 21,6 Mio. EUR veranschlagt. Dabei gehen wir von höheren Aufwendungen für Raumkosten, Auslagerungen und IT aus.

Für das Jahr 2024 erwarten wir ein gegenüber dem Vorjahr geringeres Betriebsergebnis vor Bewertung (32,5 Mio. EUR), dies entspräche einem Betriebsergebnis vor Bewertung/dBS von 0,80 %.

Wir gehen davon aus, dass sich das Betriebsergebnis nach Bewertung bei rund 31,9 Mio. EUR stabilisiert. Dies entspräche einem Betriebsergebnis nach Bewertung/dBS von 0,78 %.

Aus der Kapitalplanung für die Jahre 2024 - 2028 ergeben sich für das geplante Wachstum im Kreditgeschäft unter der Prämisse von Rücklagenzuführungen und der Einwerbung von Geschäftsguthaben derzeit keine Erkenntnisse für zusätzlichen Kapitalbedarf. Im Rahmen der Kapitalplanung wurde angenommen, dass die aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen bis zum Jahr 2024 konstant bleiben und sich ab dem Jahr 2025 Verschärfungen aufgrund der grundlegenden Überarbeitung des Kreditrisikostandardansatzes ergeben.

Die für 2024 geplante Gesamtkapitalquote soll im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 leicht ansteigen.

In 2024 werden wir unserem sozialen Engagement zur Unterstützung kultureller, sportlicher, sozialer und gemeinnütziger Institutionen in unserem Geschäftsgebiet in gleichem Maße wie im Vorjahr nachkommen.

E. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Genossenschaftsbank fördert im Rahmen der regional bestehenden Möglichkeiten den Einsatz von qualifizierten Frauen in Führungspositionen der Bank.

Der Vorstand legte gemäß § 9 Abs. 3 GenG für die Besetzung der ersten und zweiten Führungsebene mit Frauen eine Zielgröße von 30 % bis 25.02.2026 fest. Die für den Bezugszeitraum festgelegten Zielgrößen wurden erfüllt.

Der Aufsichtsrat legte gemäß § 9 Abs. 4 GenG für die Besetzung des Vorstandes mit Frauen eine Zielgröße von 20 %, mind. 1 weibliche Person, bei bis zu 5 Vorständen bis 30.06.2027 fest. Die für den Bezugszeitraum festgelegten Zielgrößen wurden erfüllt.

Der Aufsichtsrat legte gemäß § 9 Abs. 4 GenG für die Besetzung des Aufsichtsrates mit Frauen eine Zielgröße von 25 %, mindestens jedoch 5 weibliche Personen bei einer Aufsichtsratsgröße mit 18 Mitgliedern, bzw. mindestens 3 weibliche Personen bei einer Aufsichtsratsgröße mit 12 Mitgliedern fest. Die festgelegten Zielgrößen sind maßgeblich für den Zeitraum bis einschließlich 30.06.2027 (Bezugszeitraum). Die für den Bezugszeitraum festgelegten Zielgrößen wurden erfüllt.

Nach Ablauf der Bezugszeiträume findet eine erneute Überprüfung statt.

F. Nichtfinanzielle Berichterstattung

Wir werden den gesonderten nichtfinanziellen Bericht für das Geschäftsjahr 2023 auf unserer Internetseite (abrufbar unter www.vrbank-mkb.de) auf freiwilliger Basis veröffentlichen. Eine nichtfinanzielle Erklärung ist daher nicht abzugeben.

 

Büdingen, 22. Februar 2024

VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG

Der Vorstand

Kalbhenn

Schurich

Vey

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, Büdingen

Genossenschaftsregisternummer 753 beim Amtsgericht Friedberg

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 22.782.532,22 24.279
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 33.856.123,16 28.657
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 33.856.123,16 (28.657)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 56.638.655,38 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 191.379.188,41 276.058
b) andere Forderungen 686.270,13 192.065.458,54 0
4. Forderungen an Kunden 2.736.966.542,73 2.674.910
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 1.395.824.804,57 (1.369.981)
Kommunalkredite 50.624.334,79 (57.219)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 7.022.745,36 7.023
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 5.022.171,86 (5.022)
bb) von anderen Emittenten 468.023.059,34 475.045.804,70 515.947
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 337.672.463,54 (395.103)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 475.045.804,70 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 507.171.049,94 379.168
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 57.045.695,71 56.763
darunter:
an Kreditinstituten 3.137.539,39 (3.138)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 69.537,91 57.115.233,62 352
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 32.600,00 (33)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.251.629,19 1.252
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 5.348.045,50 6.250
darunter: Treuhandkredite 5.348.045,50 (6.250)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.866,00 82
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 41.866,00 0
12. Sachanlagen 15.782.842,67 18.679
13. Sonstige Vermögensgegenstände 10.676.430,39 5.695
14. Rechnungsabgrenzungsposten 772.297,56 1.009
Summe der Aktiva 4.058.875.856,22 3.996.124

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 116.632,86 3.515
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 568.006.569,54 568.123.202,40 630.303
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 337.088.666,23 381.479
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 56.332.187,37 393.420.853,60 10.380
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 2.029.508.539,32 2.416.427
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 603.101.413,47 2.632.609.952,79 3.026.030.806,39 127.414
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 5.348.045,50 6.250
darunter: Treuhandkredite 5.348.045,50 (6.250)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.997.395,34 2.388
6. Rechnungsabgrenzungsposten 623.149,32 713
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 4.694.681,00 3.701
b) Steuerrückstellungen 1.641.829,71 4.712
c) andere Rückstellungen 9.975.313,00 16.311.823,71 10.144
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 196.550.000,00 172.350
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 66.945.895,09 55.608
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 62.800.000,00 61.700
cb) andere Ergebnisrücklagen 106.550.000,00 169.350.000,00 104.000
d) Bilanzgewinn 6.595.538,47 242.891.433,56 5.040
Summe der Passiva 4.058.875.856,22 3.996.124
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 35.188.815,98 39.008
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 35.188.815,98 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 173.967.931,74 173.967.931,74 226.816
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 76.844.664,70 64.895
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 8.135.100,43 84.979.765,13 3.239
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 0,00 (42)
2. Zinsaufwendungen 28.959.644,41 56.020.120,72 4.106
darunter: erhaltene negative Zinsen 0,00 (1.643)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 11.959.210,21 8.034
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.444.074,96 1.418
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 207.187,50 13.610.472,67 653
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 28.407.425,10 27.881
6. Provisionsaufwendungen 3.605.232,20 24.802.192,90 3.613
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 2.458.160,07 1.754
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 27.472.372,62 25.797
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.913.958,26 36.386.330,88 5.672
darunter: für Altersversorgung 3.978.008,14 (1.151)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 19.424.523,69 55.810.854,57 18.221
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1.800.455,07 3.772
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 747.259,94 974
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 28.211
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 1.192.935,86 1.192.935,86 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 2.358.969,36 22
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 -2.358.969,36 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 37.366.343,28 17.488
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.514.458,10 12.336
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 103.205,43 6.617.663,53 128
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 24.200.000,00 0
25. Jahresüberschuss 6.548.679,75 5.024
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 46.858,72 16
6.595.538,47 5.040
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
6.595.538,47 5.040
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0
b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn 6.595.538,47 5.040

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, Büdingen

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute wurden mit dem Nennwert bzw. den Anschaffungskosten bilanziert.

Die Forderungen an Kunden wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird planmäßig, und zwar kapitalanteilig nach der Zinsstaffelmethode aufgelöst. Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt. Für die latenten Kreditrisiken wurde eine Pauschalwertberichtigung auf Basis der Veröffentlichung der Stellungnahme des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW RS BFA 7) gebildet. Beim Berechnungsverfahren wurde auf den erwarteten Verlust (bezogen auf einen Zeitraum von 12 Monaten) unter Berücksichtigung der internen Steuerungsparameter für Adressenausfallrisiken abgestellt. Im Hinblick auf widerrufliche und unwiderrufliche Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Zum Zwecke der Stärkung des Kernkapitals ist eine Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB erfolgt.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Die wie Anlagevermögen behandelten Schuldverschreibungen und festverzinslichen Wertpapiere wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Anschaffungskosten über pari wurden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs, jedoch nicht unter den Marktwert am Bilanzstichtag abgeschrieben.

Da die Wertpapiere im Girosammeldepot verwahrt werden, werden die Anschaffungskosten bei gleicher Wertpapiergattung nach der Durchschnittsmethode ermittelt.

Finanzinstrumente des Handelsbestands

Die institutsintern festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand wurden nicht geändert. Zum 31. Dezember 2023 waren keine Bestände in Finanzinstrumenten des Handelsbestandes vorhanden.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente (Swap-, Termin-, Optionsgeschäfte) im Nichthandelsbestand werden grundsätzlich nach den Grundsätzen des Imparitäts- und Realisationsprinzips einzeln mit ihrem Marktpreis bewertet. Zum 31. Dezember 2023 führten wir keine relevanten Bestände.

Bei Zinsbegrenzungsvereinbarungen wird die gezahlte Prämie über die Laufzeit verteilt, sofern diese der Absicherung von Zinsänderungsrisiken dienen. Dazu wird bei Fälligkeit der einzelnen Teiloptionen der auf diese entfallende Prämienanteil erfolgswirksam ausgebucht. Ausgleichszahlungen aus Zinsbegrenzungsvereinbarungen werden zeitanteilig abgegrenzt.

Zinsderivate, die zur Reduzierung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos aller zinstragenden Positionen des Bankbuchs eingesetzt werden, sind von einer imparitätischen Einzelbewertung ausgenommen.

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnung zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bzw. einheitliche Verbindlichkeit nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Sie beinhalten neben dem Basisinstrument im Wesentlichen Zinsbegrenzungsvereinbarungen sowie Kündigungsrechte.

Die sich zum 31. Dezember 2023 im Bestand befindlichen Credit Linked Notes werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert und nach dem strengen Niederstwertprinzip auf Basis einer Notierung auf einem aktiven Markt bewertet. Die besonderen Risiken des strukturierten Finanzinstruments werden durch die objektivierte Bewertung zutreffend dargestellt.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung sind sie mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde.

Sofern dauerhafte Wertminderungen vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Erhöhte Absetzungen für Abnutzung und Abschreibungen gemäß § 6b EStG für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in voller Höhe als Aufwand erfasst bzw. abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht überstiegen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips.

Aktive latente Steuern

Ein Überhang an aktiven latenten Steuern wird bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.).

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte - bis auf die abgezinsten Sparbriefe, die zum Ausgabebetrag zuzüglich anteilig abgegrenzter Zinsen bis zum Bilanzstichtag passiviert werden - zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Die erstmalige Einbuchung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode).

Den Pensionsrückstellungen sowie den Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Diese Verpflichtungen werden mittels Teilwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert.

Für die Pensionsrückstellungen wurden wie im Vorjahr keine erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen und für Rentensteigerungen eine Dynamik in Höhe von 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) zugrunde gelegt.

Im Rahmen der Bewertungen zum Bilanzstichtag wurden die feststehenden Erhöhungen gemäß Bankentarifvertrag mit 2,00 % per 1. Januar 2024 berücksichtigt. Für Renten, die jährlich im Januar gemäß Verbraucherpreisindex für Deutschland (VPI) angepasst werden, wurde zum 1. Januar 2024 eine Rentensteigerung in Höhe von 6,00 % angenommen.

Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre in Höhe von 1,83 % (Vorjahr 1,78 %) abgezinst. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Die Rückstellungen für Alterteilzeit wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 7 Geschäftsjahre in Höhe von 1,76 % (Vorjahr 1,44 %) abgezinst.

Rückstellungen wurden zulässigerweise nicht gebildet für mittelbare Verpflichtungen aus Pensionszusagen in Höhe von EUR 2.513.170.

Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 7 Geschäftsjahre in Höhe von 1,75 % (Vorjahr 1,44 %) abgezinst.

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank besteht ein Lebensarbeitszeitmodell in Form eines versicherungsgebundenen Zeitwertkontos bei der R+V Lebensversicherung AG. Die Einbringungen in das Wertguthaben werden in eine Rückdeckungsversicherung eingezahlt. Entnahmen aus dem Wertguthaben werden durch Rückkäufe der Rückdeckungsversicherung finanziert. Das verpfändete Vermögen wird dabei als Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB qualifiziert und mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet. Die Anschaffungskosten, der beizulegende Zeitwert sowie der Erfüllungsbetrag zum 31. Dezember 2023 belaufen sich auf jeweils TEUR 611. Die unter Beachtung des Niederstwertprinzips fortgeführten Anschaffungskosten und damit der beizulegende Zeitwert entspricht dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrags.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Für die Umrechnung noch nicht abgewickelter Termingeschäfte wurde der Terminkurs des Bilanzstichtages zugrunde gelegt.

Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorliegen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.

Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge (a) Umbuchungen (a) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
Zuschreibungen (b) Abgänge (b)
im Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 406.216 3.718 (a) 0 (a) 405.924
0 (b) 4.010 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 49.005.007 2.730 (a) 0 (a) 42.783.943
0 (b) 6.223.794 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.460.782 616.945 (a) 0 (a) 12.404.257
0 (b) 673.470 (b)
Summe a 61.872.005 623.393 (a) 0 (a) 55.594.124
0 (b) 6.901.274 (b)

Die Abgänge bei den Grundstücken und Gebäuden betreffen Veräußerungen von nicht betriebsnotwendigem Sachanlagevermögen.

Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Abschreibungen Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt) Buchwerte Bilanzstichtag
Geschäftsjahr (a) Zugängen (a) Umbuchungen (a)
Zuschreibungen Geschäftsjahr (b) Zuschreibungen (b) Abgängen (b)
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 324.146 43.922 (a) 0 (a) 0 (a) 364.058 41.866
0 (b) 0 (b) 4.010 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 32.568.994 1.019.736 (a) 0 (a) 0 (a) 29.121.572 13.662.371
0 (b) 0 (b) 4.467.158 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.217.690 736.797 (a) 0 (a) 0 (a) 10.283.785 2.120.471
0 (b) 0 (b) 670.702 (b)
Summe a 43.110.830 1.800.455 (a) 0 (a) 0 (a) 39.769.415 15.824.708
0 (b) 0 (b) 5.141.870 (b)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 272.168.278 -27.444.939 244.723.339
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 57.179.747 -64.513 57.115.234
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.251.629 0 1.251.629
Sonstige Vermögensgegenstände 1.226.067 408.688 1.634.755
Summe b 331.825.721 -27.100.764 304.724.957
Summe a und b 393.697.726 320.549.665

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 134.057.879 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 9.298.438 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 37.103.219 fällig.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 475.045.805 412.630.280 62.415.525 219.265.821
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 46.240 46.240 0 0

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind. Anzeichen für eine Bonitätsbeeinträchtigung des jeweiligen Emittenten oder andere dauernde Wertminderungen sind nicht erkennbar.

Der Buchwert der betreffenden Wertpapiere beträgt EUR 244.723.339, der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf EUR 230.931.027 und der nominelle Wert beträgt EUR 245.600.000. Die zulässigerweise unterlassenen Abschreibungen belaufen sich auf EUR 14.079.125. Stille Reserven bestehen in diesen Positionen in Höhe von EUR 286.813.

Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den Forderungen, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Forderungen an
verbundene Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 0 0 138.801.708 125.881.058
Forderungen an Kunden (A 4) 7.282.962 7.526.497 0 356.186
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 0 0 124.027.304 205.510.875

Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent aufgegliedert nach Anlagezielen

Wir halten folgenden Anteile an Sondervermögen im Sinne des § 1 Abs. 10 KAGB oder Anlageaktien an Investmentaktiengesellschaften mit veränderlichem Kapital im Sinn der §§ 108 bis 123 KAGB oder vergleichbaren EU- bzw. sonstigen ausländischen Investmentvermögen im Posten Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere mit Anteilsquoten von mehr als 10 %:

Anlageziel Wert der Anteile i.S. §§ 168, 278 oder 286 Abs. 1 KAGB oder vergleichbarer ausländischer Vorschriften (Zeitwert)
EUR
Differenz zum Buchwert
EUR
Erfolgte Ausschüttung für das Geschäftsjahr
EUR
1. VR MKB Dachfonds mit Anlageschwerpunkt in europäischen Rentenpapieren zur langfristigen Ertragsverstetigung 406.211.305 24.086.388 11.956.539
2. UIN-Fonds Nr. 1119 mit Anlageschwerpunkt in europäischen Rentenpapieren zur Steuerung der LCR-Kennziffer 128.402.889 3.402.996 0

Beschränkungen in der täglichen Rückgabemöglichkeit bestehen grundsätzlich nicht. Die Vertragsbedingungen enthalten ausschließlich eine Beschränkung nach § 98 Abs. 2 S. 1 KAGB.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Wir halten an folgenden Unternehmen Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung:

Anteil am Gesellschaftskapital Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz % Jahr TEUR Jahr TEUR
a) MKO Immobilien GmbH, Linsengericht 100,00 2023 123 2023 15
b) MKO Immobilienverwaltung 1 GmbH & Co. KG, Linsengericht 100,00 2023 5.174 2023 -24
c) MKO Beteiligungs GmbH, Linsengericht 100,00 2023 3.579 2023 -3
d) MKO Projekt GmbH, Linsengericht 100,00 2023 114 2023 8
e) MKO Immobilienverwaltung 2 GmbH & Co. KG, Linsengericht 100,00 2023 4 2023 -14
f) IMAXX Gesellschaft für Immobilien-Marketing mbH - Ein Unternehmen der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, Linsengericht 51,00 2023 445 2023 343
g) DZ BANK AG, Frankfurt/Main 0,01 2022 10.638.000 2022 380.000
h) DZ 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG, Neu-Isenburg 2,50 2022 992.482 2022 24.518
i) GBK Holding GmbH & Co. KG, Kassel 0,55 2022 462.993 2022 13.126
j) GBK 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG, Kassel 4,97 2022 425.653 2022 9.748

Aufgrund untergeordneter Bedeutung wurde gemäß § 286 HGB auf eine weitere Aufstellung der Beteiligungen verzichtet.

Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden und betreffen ausschließlich Forderungen an Kunden.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Aktivposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 13.263.848 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 2.120.471 enthalten.

Nachrangige Vermögensgegenstände

In den folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten/Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
4 Forderungen an Kunden 7.793.134 7.845.219
5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 32.900.897 32.799.366
13 Sonstige Vermögensgegenstände 1.639.319 1.229.489

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 5.868.979 enthalten.

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Forderungen an Kunden (A 4) 14.897.300 200.509.804 715.517.597 1.796.614.487

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 58.439.785 11.834.023 213.984.020 280.887.350
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 100 50.724.109 4.983.233 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 221.011.642 318.008.216 56.746.382 2.163.291

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 510.869.667 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden und betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 374.483 (Vorjahr EUR 427.423) enthalten.

Latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Die aktiven latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen handelsrechtlichem und steuerrechtlichem Wertansatz in der Aktiva 4, 5, 6, 7, 8, 12 und 13 sowie Passiva 2 und 7. Dem stehen passive latente Steuern aus der unterschiedlichen Bewertung zwischen Handels- und Steuerbilanz in Aktiva 6, 7, 8 und 12 sowie Passiva 7 gegenüber. Für die Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 29,45 % zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 0 0 510.869.717 442.004.114
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 6.003.886 6.491.296 207.982 504.113

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 66.173.198
b) der ausscheidenden Mitglieder 757.848
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 14.850
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile EUR 205

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2023 61.700.000 104.000.000
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 1.100.000 2.550.000
Stand 31.12.2023 62.800.000 106.550.000

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind, soweit erkennbar, durch Rückstellungen gedeckt. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 187.745.177

Die Vermögenswerte betreffen Sicherungsabtretungen von Forderungen gegen die Endkreditnehmer an die Refinanzierungsstellen (Weiterleitungskredite). Des Weiteren bestehen Verpfändungen von Wertpapieren.

Fremdwährungsposten

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 11.133.136 enthalten.

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Devisentermingeschäfte, Zinsswaps, Caps sowie in strukturierten Wertpapieren enthaltene, einheitlich bilanzierte Credit Default Swaps.

Devisentermingeschäfte werden grundsätzlich im Kundeninteresse abgeschlossen. Dort bestehen entsprechende Deckungsgeschäfte mit der Zentralbank. Die abgeschlossenen Caps und Zinsswaps stellen ausschließlich Sicherungsgeschäfte für Zinsschwankungen dar. Die in strukturierten Produkten enthaltenen Kreditderivate entfallen ausschließlich auf den Eigenanlagenbestand. Handelsbuchgeschäfte sind in den Derivatgeschäften nicht enthalten.

In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands zusammengefasst (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Die auf den Zeitraum vom jeweils letzten Zinstermin bis zum Bilanzsstichtag entfallenden und im Jahresabschluss bereits berücksichtigten Zinsen (Stückzinsen) sind im beizulegenden Zeitwert der zinsbezogenen Geschäfte nicht enthalten.

Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge angegeben.

(Angaben in TEUR):

Nominalbetrag beizulegender Zeitwert
Restlaufzeit
<= 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre Summe negativ positiv
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
- Zins-Swap (gleiche Währung) 0 23.000 330.000 353.000 6.362 15.005
- Caps (gleiche Währung) 10.000 20.000 20.000 50.000 0 1.946
Währungsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
- Devisentermingeschäfte 7.976 0 0 7.976 57 106

Die ermittelten Zeitwerte der Zinsswaps werden anhand der aktuellen Zinsstrukturkurve am Bilanzstichtag nach der Barwertmethode berechnet. Hierbei werden die Zahlungsströme (Cash Flows) mit dem risiko- und laufzeitadäquaten Marktzins diskontiert. Die Bewertung der anderen optionalen zinsbezogenenen Geschäfte erfolgt auf Basis des Preisansatz-Modells für Zinsoptionen (Black 76).

In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind Prämien für Caps in Höhe von EUR 772.298 ausgewiesen.

Der beilzulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte wurde aus den Barwerten der gegenläufigen Zahlungsströme (in Fremdwährungen und in Euro) unter Anwendung der Zinsstrukturkurve der jeweiligen Währung ermittelt.

Die in strukturierten Produkten enthaltenen Kreditderivate werden individuell bewertet. Von entscheidender Bedeutung ist hier die Ausfallwahrscheinlichkeit der jeweiligen Referenzkredite.

Einheitlich bilanzierte Produkte bestehen in Form von Anleihen oder Forderungen mit ein- oder mehrfachen Kündigungsrechten (nominal EUR 166.700.000) und Schuldverschreibungen mit impliziten Kreditderivaten (nominal EUR 35.000.000). Am Bilanzstichtag 2023 waren keine Zinsbegrenzungsvereinbarungen und keine Kapitalmarktfloater im Bestand.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

In den Zinserträgen sind EUR 5.056.074 enthalten, welche auf Erträge aus der vorzeitigen Auflösung von Derivatgeschäften zurückzuführen sind.

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen (EUR 0) und den Zinsaufwendungen (EUR 1.328) erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR 1.328 (Vorjahr EUR 2) verändert.

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Verwaltung und Vermittlung von Wertpapieren, Bausparverträgen, Versicherungen, Krediten und Immobilien sind für die Geschäftstätigkeit von wesentlicher Bedeutung.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 1.319.468 (Vorjahr EUR 577.716) Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagen, mit EUR 671.216 (Vorjahr EUR 641.397) Miet- und Pachterträge sowie mit EUR 0 (Vorjahr EUR 24.223) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 405.683 (Vorjahr EUR 8.915) Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagen und mit EUR 159.305 (Vorjahr EUR 121.445) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 1.532.542 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 414.539 enthalten.

Hiervon entfallen auf:

lfd. Posten der GuV - Art Betrag Aufwand
EUR
Betrag Ertrag
EUR
8 - Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagen 0 1.319.468
8 - Auflösung von Rückstellungen 0 155.729
8 - Zinsen aus Steuererstattungen Vorjahre 0 39.331
12 - Verluste aus Abgang Anlagevermögen 405.683 0
12 - Zinsen aus Steuernachzahlungen Vorjahre 2.850 0
23 / 24 - Steuererstattungen Vorjahre 0 18.014
23 / 24 - Steuernachzahlungen Vorjahre 6.006 0

Steuerrechtliche Abschreibungen, die aus Vorjahren beibehalten wurden, beeinflussen das Jahresergebnis sowie künftige Jahresabschlüsse nur unwesentlich.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

An die Mitglieder des Vorstands wurden Gesamtbezüge gewährt in Höhe von EUR 1.439.016.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 178.779.

An die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebenen wurden Gesamtbezüge gewährt in Höhe von EUR 1.581.524.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 4.144.765.

Die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 200.359 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 3.226.462.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 51.599.

Dem ausschüttungsgesperrten Betrag, der sich aus der Neubewertung von Altersversorgungsverpflichtungen (§ 253 Abs. 6 HGB) ergibt, stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 8.666.172.

Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum instutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH (BVR-ISG) eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Im Zusammenhang mit der Auslagerung von Pensionsverpflichtungen bestehen Zuwendungsverpflichtungen gegenüber der Versorgungskasse genossenschaftlich orientierter Unternehmen (VGU) e.V. in einer Gesamthöhe von EUR 21.389, die in 2024 fällig werden.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 14 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 231 198
Gewerbliche Mitarbeiter 4 0
249 198

Außerdem wurden durchschnittlich 33 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2023 59.468 1.099.161 0
Zugang 2023 1.699 248.223 0
Abgang 2023 1.589 23.916 0
Ende 2023 59.578 1.323.468 0

Mit Satzungsänderung vom 8. Oktober 2020 wurde die Nachschusspflicht für die Mitglieder ab dem 1. Januar 2022 ausgeschlossen (eingetragen im Genossenschaftsregister am 15. Dezember 2020). Die Änderung durch das Registergericht Friedberg wurde am 12. Januar 2022 bekannt gemacht. Insoweit besteht gemäß § 120 Abs. 2 GenG eine Nachhaftung der Mitglieder bis zum 12. Januar 2024.

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 11.215.633
Höhe des Geschäftsanteils EUR 50

Besondere Offenlegungspflichten

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) sind offenzulegende Inhalte zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen, die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Das vom Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich in folgende Honorare auf:

- Abschlussprüfungsleistungen EUR 347.214
- Andere Bestätigungsleistungen EUR 38.655
- Steuerberatungsleistungen EUR 39.611
- Sonstige Leistungen EUR 4.400

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genoverband e.V.

Wilhelm-Haas-Platz

63263 Neu-Isenburg

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Kalbhenn, Petra, hauptamtliche Bankvorständin, Ressorts: Dienstleistungszentrum, Infrastruktur & Organisation, Interne Revision

Schurich, Lars, hauptamtlicher Bankvorstand, Ressorts: Privatkundenberatung / Service / Medialer Vertrieb, Privatkundenbetreuung & Baufinanzierung, Private Banking, Firmenkunden & Immobilien, Vertriebs- und Marktmanagement, Marketing / Öffentlichkeitsarbeit, Tochtergesellschaften

Vey, Bruno, hauptamtlicher Bankvorstand, Ressorts: Unternehmenssteuerung, Personal und Organisationsentwicklung, Recht- und Beauftragenwesen, Vorstandssekretariat

Stöhr, Bernd, Vorstandssprecher, hauptamtlicher Bankvorstand, Ressorts: Dienstleistungszentrum, Infrastruktur & Organisation, Recht- und Beauftragtenwesen, (bis 30.6.2023)

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Denecke, Roland, - Vorsitzender - , Gesellschafter / Geschäftsführer der Gerhard Denecke Molkereierzeugnisse GmbH, Geschäftsführer der Starkenburg Frischdienst GmbH, Komplementär der G. Denecke KG, Bruchköbel

Haas, Sabine, - stellvertretende Vorsitzende - , Diplom-Kauffrau, vereidigte Buchprüferin, selbständige Rechtsanwältin und Steuerberaterin, Partnerin der Kanzlei SORGER-KEMM HAAS & HAAS Steuerberater Rechtsanwälte Partnerschaft, Ortenberg

Appel, Christoph, selbständiger Rechtsanwalt und Notar, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Altenstadt

Aul, Carsten, Geschäftsführer der pixPASSION GmbH, Geschäftsführer der RED OAK GmbH und weiterer Tochtergesellschaften, Diplom-Betriebswirt, Freigericht, (seit 11.5.2023)

Beckl, Harald, Inhaber H. Beckl Karosserie und Lack GmbH & Co. KG, Gesellschafter / Geschäftsführer der Beckl Verwaltungsges. mbH, Langenselbold

Fingerhut, Frank, Leiter kaufm. Abt. - FMC planen + bauen AG, Frankfurt

Hämel, Lars, Betriebswirt, Bankkaufmann, Mitarbeiter der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, Büdingen

Janse, Sven, Bankkaufmann, Mitarbeiter der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, Büdingen

Kaufmann, Bettina, Steuerberaterin, Geschäftsführerin der alpha Steuerberatungsgesellschaft mbH, Büdingen, (seit 11.5.2023)

Kliem, Peter, Bankfachwirt, Bankkaufmann, Betriebsratsmitglied, Mitarbeiter der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, Büdingen

Langlitz, Mark, Bankkaufmann, Mitarbeiter der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, Büdingen

Müller, Claudia, landwirtschaftlicher Betrieb, Betreiberin einer Biogasanlage, Geschäftsführerin / Gesellschafterin der Weidenhof OHG, Wächtersbach Muth, André, Geschäftsführer der KIZ Unternehmensgruppe, Bad Soden-Salmünster

Richter, Edwin, Bankfachwirt, Bankkaufmann, Betriebsratsvorsitzender, freigestelltes Betriebsratsmitglied, Mitarbeiter der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, Büdingen

Rüppel, Julia, Rechtsanwältin, Justiziarin der Bauzentrum Rüppel GmbH, Gelnhausen

Schuffert, Dirk, Diplom Finanzwirt (FH), Steuerberater, Partner der Kanzlei Stein, Schuffert, Kessler, Filges Steuerberater Partnerschafts mbH, Schotten

Steigerwald, Petra, Bankkauffrau, Mitarbeiterin der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, Büdingen

Vonalt, Bernd, kaufmännischer Leiter der Fa. Schöhl Haustechnik GmbH, Birstein

Stürmer, Dagmar, Lehrerin und Heilpraktikerin, Freigericht, (bis 11.5.2023)

Weinel, Heinrich, selbständiger Diplom-Agrar-Ingenieur, Landwirt, landwirtschaftlicher Betrieb, Gesellschafter der Hügelland GbR, Gründau, (bis 11.5.2023)

Angaben gemäß § 340a Abs. 4 HGB

In den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien der nachfolgenden großen Kapitalgesellschaften nehmen Vorstandsmitglieder oder Mitarbeiter unserer Bank Mandate wahr:

Name und Sitz Anzahl der Mandate
DZ HYP AG, Hamburg 1

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 6.548.679,75 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 46.858,72 (Bilanzgewinn von EUR 6.595.538,47) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 4,00 % 2.528.996,10
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 1.400.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 2.600.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 66.542,37
6.595.538,47

 

Büdingen, 22. Februar 2024

VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG

Der Vorstand

Kalbhenn

Schurich

Vey

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, Büdingen

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, Büdingen (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Im Lagebericht wird auf die Veröffentlichung des gesonderten nichtfinanziellen Berichts nach § 289b bis 289e HGB auf der Internetseite der Genossenschaft verwiesen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich unsere Prüfung nicht auf diesen gesonderten nichtfinanziellen Bericht.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts. Unser Prüfungsurteil erstreckt sich auch nicht auf den Inhalt des oben genannten gesonderten nichtfinanziellen Berichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung von Kundenforderungen

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Genossenschaft ist hauptsächlich im Kundenkreditgeschäft tätig. Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 2.737,0 Mio. EUR. Dies entspricht 67,4 % der Bilanzsumme. Zusätzlich bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 35,2 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 174,0 Mio. EUR. Eine mögliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit von Kreditnehmern kann Auswirkungen auf die Höhe der zu bildenden Einzelwertberichtigungen bzw. Abschreibungen auf Forderungen an Kunden sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen haben. Hieraus können sich erhebliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss und insbesondere auf die Ertragslage der Genossenschaft ergeben. Im Rahmen der Rechnungslegung ist zur Bewertung der Forderungen neben der Bonitätsbeurteilung in der Regel die Nutzung geschätzter Werte für gestellte Sicherheiten erforderlich. Da die hiermit verbundenen Einschätzungen einen bedeutsamen Einfluss auf die Bildung bzw. die Höhe gegebenenfalls erforderlicher Einzelwertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen an Kunden sowie erforderlicher Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen haben, und diese insofern mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind, stellt nach unserer Einschätzung die Bewertung der Kundenforderungen einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Angemessenheit und Wirksamkeit des relevanten internen Kontrollsystems der Genossenschaft zur Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse, zur Sicherheitenbewertung sowie zur Risikovorsorge beurteilt. In dem Zusammenhang haben wir uns von der regelmäßigen Überprüfung der Angemessenheit der Schätzannahmen durch die Genossenschaft überzeugt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Kundenforderungen einschließlich der Sicherheiten auf Basis risikoorientiert ausgewählter Einzelfälle beurteilt und mit den Einschätzungen der Genossenschaft abgeglichen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang des Jahresabschlusses im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen den folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts:

- die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote)

Die sonstigen Informationen umfassen zudem:

- den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b bis 289e HGB

- die übrigen Teile des Jahresberichts 2023 - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme der geprüften Zahlen, die in der Kurzfassung der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt sind

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

- Wertpapierdienstleistungs- und Depotprüfung (§ 89 Abs. 1 Satz 1 und 2 WpHG)

- Prüfung der Aufstellung der Beträge der Abzugsposten für Zwecke der Antragstellung nach § 16j Abs. 2 Satz 2 FinDAG bei der BaFin

- Bestätigungsleistung MACCs (Mobilisation and Administration of Credit Claims)

- Fortbildungsseminar für den Aufsichtsrat

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Josef Rainfurth.

 

Neu-Isenburg, 30. April 2024

Genoverband e.V.

Jörg Dautermann, Wirtschaftsprüfer

Josef Rainfurth, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 16.05.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 6.548.679,75 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 46.858,72 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Bericht des Aufsichtsrates

VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, Büdingen

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse; dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b HGB geprüft.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens , Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus standen der Aufsichtsratsvorsitzende und die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Im Berichtsjahr trat der Gesamtaufsichtsrat zu insgesamt sechs Sitzungen zusammen. Dabei wurden in allen Sitzungen die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Bank, ihr Umfeld, das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem erörtert. Der Aufsichtsrat hat an der bestehenden Ausschussstruktur festgehalten und insgesamt sechs Ausschüsse gebildet:

Ausschuss Anzahl Sitzungen Wesentliche Themen
Prüfung/Risiko 4 Berichterstattung über Risikomanagement
Kredit 3 Genehmigung von Krediten
Vergütungskontroll- und Nominierung 3 Vertragsregelungen für Vorstandsmitglieder
Externe Prüfung/Prüfungsbericht 1 Behandlung der externen Prüfungsberichte und Prüfungsfeststellungen
Bau 1 Beratung zur Veränderung einer größeren Geschäftsstelle
Fusion 0 Keine aktuellen Fusionsvorhaben

Aus den Sitzungen der Ausschüsse ist dem Gesamtaufsichtsrat berichtet worden.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Genoverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung am 16. Mai 2024 berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden im laufenden Jahr turnusmäßig Sabine Haas, Claudia Müller, André Muth und Bernd Vonalt aus dem Aufsichtsrat aus. Bernd Vonalt ist wegen Erreichens der Altersgrenze nicht mehr wählbar. Die Wiederwahl der anderen ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitenden Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Büdingen, im Mai 2024

Der Aufsichtsrat

Roland Denecke, Vorsitzender

Sabine Haas, Stellvertretende Vorsitzende

VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, Büdingen

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 96.891.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 376,6.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 37.366.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 6.514 und betreffen laufende Steuern.

Die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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