CPRT GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rixta Simone Schäfer seit 9.2.2026 | Prokura |
Thorsten Müller seit 3.7.2024 | Prokura |
Monika Jochade seit 6.2.2024 | Geschäftsführer |
Sebastian Lantelme seit 12.8.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Athlon Car Lease International B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Athlon Germany GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A) Allgemeine Angaben und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeine Angaben Die Athlon Germany GmbH, Düsseldorf, (Handelsregister Düsseldorf HRB: 74724) ist ein Finanzdienstleistungsinstitut nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG und unterliegt der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird demzufolge nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs, sowie unter Beachtung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechKredV) aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die bei der Aufstellung des Jahresabschlusses angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert zum Vorjahr. Die Forderungen an Kreditinstitute sowie die Forderungen an Kunden werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbaren Risiken werden durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Aufgrund einer niedrigeren Ausfallquote werden die Pauschalwertberichtigungen nicht gebildet. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das Leasingvermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Leasinggegenstände werden linear über die Vertragslaufzeit auf den kalkulierten Restwert abgeschrieben. Für mögliche Restwertrisiken in den Fällen, in denen der kalkulierte Restwert zum Ende der Vertragslaufzeit den voraussichtlichen Marktwert übersteigt, werden zur Vermeidung zukünftiger Verluste aus dem Abgang von Leasingobjekten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe der zeitanteiligen Differenz zwischen kalkuliertem Restwert und Marktwert am Ende der Leasingvertragslaufzeit vorgenommen. Lagerfahrzeuge (Leasingrückläufer) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Marktwert bilanziert. Mittels einer statistikbasierten Restwertrisiko-Modellierung werden Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Fahrzeugmerkmalen identifiziert und die dominantesten Treiber hinsichtlich des Verkaufspreises ermittelt. Darauf aufbauend wird ein voraussichtlicher Verkaufspreis simuliert, und es werden die Ergebnisse sowie die zeitliche Entwicklung der Einflussfaktoren analysiert. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Das Wahlrecht zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 HGB wurde nicht ausgeübt. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag für Leistungen, die erst in Folgejahren erhalten werden. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen aus Leasingsonderzahlungen. Der Abgrenzungsposten wird linear über die Laufzeit der zugrundeliegenden Leasingverträge aufgelöst. Latente Steuern werden für zeitliche Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögengegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, die sich voraussichtlich in späteren Jahren umkehren. Dabei werden Bewertungsunterschiede, die zu aktiven latenten Steuern führen, mit den Bewertungsunterschieden, die zu einer passiven latenten Steuern führen, saldiert. Zum anderen werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Hinsichtlich der zeitlichen Differenzen zum 31. Dezember 2023 resultieren aktive latente Steuern im Wesentlichen aus der steuerlichen Nichtberücksichtigung der Rückstellung für zukünftig zu erbringende Serviceleistungen und passive latente Steuern aus zeitlichen Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen im Leasingvermögen. Passive latente Steuern wurden mit den aktiven latenten Steuern in einer Differenzbetrachtung verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden zum 31. Dezember 2023 wie im Vorjahr in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer) von 31,23 %. Die Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt worden und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind nach § 253 Abs. 2 S. 1 HGB ihrer Restlaufzeit entsprechend mit dem Durchschnitt der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen sieben Jahre abgezinst worden. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1 HGB angesetzt. Die Berechnung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) auf Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2018 G. Der Rückstellungsbetrag wird mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,83% diskontiert. Es werden erwartet Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3% und eine Steigerung der Rentendynamik von 2,2% zugrunde gelegt. Als pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen werden 15 Jahre unterstellt. Steuerrückstellungen werden nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt. Die Rückstellung für zukünftig zu erbringende Serviceleistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird mit den ihrer Restlaufzeit entsprechenden und dem Durchschnitt der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssätzen (0,99 - 1,31%) der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Grundlage für die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen ist das Anwartschaftsbarwertverfahren. Die Berechnung der Rückstellung beruht auf den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Die Bewertung erfolgte auf der Grundlage des unter von Sterbe- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten von 1,5% p.a. sowie künftiger Kostensteigerungen von 2,2% p.a. ermittelten Barwertes der Verpflichtung sowie nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung. Daraus wurde ein Abzinsungszinssatz von 1,76% abgeleitet, welcher sich aus einer mittleren Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Ausgestaltung der betrieblichen Altersversorgung erfolgte für sieben Mitarbeiter (i. Vj. elf) über einen beitragsorientierten Leistungsplan. Dabei zahlt die Gesellschaft für die Mitarbeiter monatlich einen Beitrag an den Deutsche Unterstützungskasse e.V. Im Geschäftsjahr wurden dafür Versicherungsbeiträge von TEUR 33 (i. Vj. TEUR 47) aufgewendet. Zusätzlich wurden für weitere Mitarbeiter Rückdeckungsversicherungen geschlossen. In 2023 wurden Beiträge in Höhe von TEUR 178 (i. Vj. TEUR 120) eingezahlt. In Einklang mit Art. 28 Abs. 1 S. 2 EGHGB erfolgt keine Passivierung der aus der erteilten mittelbaren Versorgungszusage resultierenden Verpflichtung. Transaktionen in Fremdwährung werden mit dem am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Zum Bilanzstichtag besteht eine Verbindlichkeit von TEUR 4 (i. Vj. TEUR 3) in Fremdwährung. B) Erläuterungen zur Bilanz 1. Forderungen an Kreditinstitute Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 67 (i. Vj. TEUR 33) betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Kontokorrent-Konten bei der DZ Bank AG, Düsseldorf. 2. Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 213.738 (i. Vj. TEUR 72.342) betreffen im Wesentlichen mit TEUR 137.065 (i. Vj. TEUR 64.866) Brutto-Forderungen aus Leasingraten, Schadenabrechnungen und Fahrzeugverkäufen. Auf verbundene Unternehmen entfallen Forderungen in Höhe von TEUR 76.656 (i. Vj. TEUR 2.090), wovon TEUR 791 (i. Vj. TEUR 935) auf die Gesellschafterin entfallen. Der Forderungsspiegel stellt sich wie folgt dar:
3. Anlagevermögen Die Gesellschaft ist zu 100% an der Athlon Rental Germany GmbH, Düsseldorf, beteiligt, deren Eigenkapital zum 31.12.2023 TEUR 2.107 (i.Vj. TEUR 2.107) beträgt. In dem Eigenkapital ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 36 enthalten, der bereits vor der Organschaft gebildet wurde. Das Ergebnis des Jahres 2023 vor Ergebnisabführung beträgt TEUR -1.784 (i.Vj. TEUR 121). Mit der Athlon Rental Germany GmbH wurde am 01.12.2015 mit Wirkung zum 01.01.2015 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Berichtsjahr geht aus dem auf Seite 4 dargestellten Anlagespiegel hervor. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können. Brutto-Anlagespiegel der Athlon Germany GmbH zum 31. Dezember 2023
4. Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 13.868 (i. Vj. TEUR 15.247) werden mit TEUR 4.827 (i. Vj. TEUR 4.617) Forderungen gegen Versicherungsunternehmen aus noch unerledigten Haftpflichtabrechnungen ausgewiesen. Des Weiteren befinden sich hierunter abgegrenzte Umsatzboni von TEUR 3.417 (i. Vj. TEUR 3.798). Weiterhin werden Regressforderungen in Höhe von TEUR 3.287 (i.Vj. TEUR 2.144) und debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 690 (i. Vj. TEUR 625) ausgewiesen. 5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 8.816 (i. Vj. TEUR 6.105) beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung der im Voraus bezahlten Kfz-Steuer der Fahrzeuge des Leasingvermögens in Höhe von TEUR 8.597 (i. Vj. TEUR 6.008). 6. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.817.282 (i. Vj. TEUR 1.517.804). Diese resultieren mit TEUR 1.798.699 (i. Vj. TEUR 1.458.520) aus der Refinanzierung über Darlehen des Leasingvermögens bei dem verbundenem Unternehmen Mercedes-Benz Group AG, Stuttgart. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist verteilt sich wie folgt. Diese Verbindlichkeiten betreffen die Refinanzierungsdarlehen von der Mercedes-Benz Group AG, Stuttgart.
7. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 72.325 (i. Vj. TEUR 57.281) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten für zum Stichtag erhaltene und rückzahlbare Anzahlungen aus Servicesubventionen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 35.338 (i. Vj. TEUR 33.476) und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 8.029 (i. Vj. TEUR 11.466). Des Weiteren sind Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus der über die Vertragslaufzeit zu entrichtenden Schadenpauschale für Schäden aus der Endabrechnung in Höhe von TEUR 1.019 (i. Vj. TEUR 1.288) enthalten. Zudem sind Verbindlichkeiten aus von Kunden enthaltenen Kautionen in Höhe von TEUR 974 (i. Vj. TEUR 897) und kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 8.053 (i. Vj. TEUR 5.853) enthalten. Weiterhin werden Verbindlichkeiten gegen in- und ausländische Finanzämter aus laufender Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 10.493 (i. Vj. Forderungen in Höhe von TEUR 1.319) ausgewiesen. Zusätzlich bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.125 (i. Vj. TEUR 2.694) für veräußerte Fahrzeuge, die im Berichtsjahr noch nicht ausgeliefert wurden. 8. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung von zu Beginn der Vertragslaufzeit gezahlten Leasingsonderzahlungen in Höhe von TEUR 17.741 (i.Vj. TEUR 23.598). 9. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 12.790 (i. Vj. TEUR 5.245) resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen der handelsrechtlichen Bilanz und der Steuerbilanz in Höhe von TEUR 32.146, die mit aktiven latenten Steuern aus Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 19.356 verrechnet wurden. Die Bewertungsunterschiede resultieren aus der abweichend zur Steuerbilanz gewählten Methode für die planmäßige Abschreibung auf das Leasingvermögen sowie aus den gebildeten außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Leasingvermögen. Ferner ergeben sich Bewertungsunterschiede aus in der Steuerbilanz nicht anerkannten Rückstellungen für Serviceverpflichtungen und Bewertungsunterschieden bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, Rückstellungen für Jubiläumsgelder sowie der immateriellen Vermögengegenstände. 10. Rückstellungen Die anderen Rückstellungen betreffen mit TEUR 10.821 (i. Vj. TEUR 14.156) die Verpflichtung aus vertraglich vereinbarten und zukünftig zu erbringenden Serviceleistungen (Reparatur, Wartung, Reifen) im Rahmen des Full-Service-Leasings. Der Ertrag aus der Abzinsung der langfristigen Servicerückstellungen in Höhe von TEUR 440 (i. Vj. Aufwand in Höhe von TEUR 33) wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. TEUR 13.864 (i. Vj. TEUR 9.812) betreffen im Geschäftsjahr unterlassen Reparaturen an Fahrzeugen, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden. Weitere TEUR 10.098 (i. Vj. TEUR 8.705) entfallen auf personalbezogene Rückstellungen und betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für auf das Geschäftsjahr 2023 entfallende Bonuszahlungen, die in 2024 ausgezahlt werden, sowie Rückstellungen für Urlaub, Überstunden und Jubiläumszahlungen. Auf Grund einer bestehenden Betriebsvereinbarung setzt die Gesellschaft dabei für zukünftig zu erwartende Jubiläumszahlungen gemäß § 249 Abs. 1 HGB eine Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.782 (i. Vj. TEUR 1.858) an. Für zukünftig zu erwartende Pensionszahlungen gemäß §249 Abs. 1 HGB wurden Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 445 (i. Vj. TEUR 142) gebildet. Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 1.143 (i. Vj. TEUR 0) beinhalten die Rückstellungen für die laufenden Steuern des Geschäftsjahres 2023. C) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Leasingerträge in Höhe von TEUR 1.097.796 (i. Vj. TEUR 752.892) ergeben sich nahezu ausschließlich aus der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Inland. Sie betreffen laufende Leasingerlöse mit TEUR 378.663 (i. Vj. TEUR 310.053), Serviceerlöse mit TEUR 228.035 (i. Vj. TEUR 204.640) sowie Erlöse aus der Beendigung von Leasingverträgen mit TEUR 491.097 (i. Vj. TEUR 238.199). Die Leasingaufwendungen betreffen die Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen aus dem Leasingvermögen in Höhe von TEUR 448.175 (i. Vj. TEUR 207.476) sowie Aufwendungen für Reparaturen, Wartung, Reifen, Kfz-Steuern, Versicherungen und Betankungen in Höhe von TEUR 210.487 (i. Vj. TEUR 192.724). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 7.030 (i. Vj. TEUR 17.951) beinhalten im Wesentlichen mit TEUR 4.977 (i. Vj. TEUR 11.280) Erträge aus Kostenumlagen, mit TEUR 1.035 (i. Vj. TEUR 1.873) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge aus Untermieten in Höhe von TEUR 606 (i. Vj. TEUR 304) enthalten. In den Abschreibungen auf das Leasingvermögen von TEUR 317.433 (i. Vj. TEUR 258.810) sind außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren, beizulegenden Zeitwert von insgesamt TEUR 12.323 (i. Vj. TEUR 1.311) enthalten. Weitere Erläuterungen zur Methodik der außerplanmäßigen Abschreibung sind im Lagebericht, Kapitel C. Risikobericht, Abschnitt 3.2.1 "Restwert-Risiken" enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen von TEUR 21 (i. Vj. TEUR 33). Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beläuft sich auf TEUR 8.688 (i. Vj. TEUR 3.659). Dieser setzt sich zusammen aus der Zuführung der mit aktiven latenten Steuern verrechneten passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 7.545 (i. Vj. TEUR 5.245), einschließlich einer Wertberichtigung aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 6.557, sowie aus den laufenden Steuern des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 1.143 (i. Vj. TEUR 0). D) Sonstige Angaben 1. Anzahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 325 Mitarbeiter (i. Vj. 283), davon waren durchschnittlich 279 Vollzeitkräfte und 46 Teilzeitkräfte. 2. Honorare Abschlussprüfer Die für die Dienstleistungen des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2023 angefallenen Honorare schlüsseln sich gem. § 285 Nr. 17 HGB wie folgt auf:
3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen sowie nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen und belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 10.782 (i.Vj. TEUR 11.945) und entfallen im Wesentlichen auf Mietverpflichtungen für Geschäftsräume der Gesellschaft. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus bestellten Fahrzeugen auf Basis von bereits geschlossenen Leasingverträgen mit Kunden in Höhe von TEUR 482.400 (i.Vj. TEUR 623.465). Zusätzlich besteht zum Stichtag eine Rückkaufvereinbarung mit einem Kunden in Höhe von TEUR 241. 4. Geschäftsführung
Herr Axel Baum, Geschäftsführer, wohnhaft in Düsseldorf, ist in 2023 neben seiner Tätigkeit bei dieser Gesellschaft auch Geschäftsführer der Athlon Rental Germany GmbH, Düsseldorf. Zusätzlich war Herr Baum Delegierter des Verwaltungsrats bei der Athlon Switzerland AG i.L., Schlieren/Schweiz (bis zum 05. Juni 2023). Herr Stefan Karrenbauer, Geschäftsführer, wohnhaft in Engelskirchen, ist in 2023 neben seiner Tätigkeit bei dieser Gesellschaft auch Geschäftsführer der Athlon Rental Germany GmbH, Düsseldorf. Frau Monika Jochade, Geschäftsführerin, wohnhaft in Hamburg, ist neben ihrer Tätigkeit bei dieser Gesellschaft auch Geschäftsführerin der Athlon Rental Germany GmbH, Düsseldorf. Zusätzlich war Frau Jochade in 2023 Aufsichtsrätin der Mercedes-Benz Bank Service Center GmbH, Berlin und von September 2023 bis Dezember 2023 Geschäftsführerin der Mercedes-Benz Leasing GmbH, Stuttgart. Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel gemäß § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch. 5. Angaben zum Konzernabschluss Die Athlon Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Athlon Car Lease International B.V., Almere/Niederlande einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Dieser Konzernabschluss kann bei der niederländischen Handelskammer eingesehen werden. Die Athlon Germany GmbH wird zudem in den Konzernabschluss der Mercedes-Benz Group AG, Stuttgart, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Dieser kann im elektronischen Bundesanzeiger eingesehen werden. 6. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.864 auf neue Rechnung vorzutragen.
Düsseldorf, den 31. Mai 2024 Athlon Germany GmbH Stefan Karrenbauer, Geschäftsführer Monika Jochade, Geschäftsführerin Axel Baum, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Geschäftsmodell der Gesellschaft Allgemeine Angaben Die Athlon Germany GmbH (im folgenden Athlon Germany oder Gesellschaft genannt) betreibt das Leasing von Personenkraftfahrzeugen und Transportern überwiegend in Form von Full- und Part- Service-Leasingverträgen sowie die Fuhrparkverwaltung mit gewerblichen Kunden, die vornehmlich im Inland ansässig sind. Neben der In-House Eigenvermarktung kooperiert die Gesellschaft im Remarketingprozess zusätzlich mit zwei Geschäftspartnern. Weiterhin übernimmt die Gesellschaft Restwertgarantien für einen Kooperationspartner. Der korrespondierende Markt wird sowohl durch herstellerverbundene als auch bankenverbundene Gesellschaften dominiert. Vor dem Hintergrund des starken Wettbewerbs und zunehmend individuelleren Kundenwünschen sowie geforderter Flexibilität hat sich Athlon Germany den Wandel von einem klassischen Leasingunternehmen hin zu einem Anbieter von nachhaltiger und ganzheitlicher Mobilität als Ziel gesetzt. Die Gesellschaft sieht sich als "Mobility Solution Provider", indem sie ihren Kunden ein breites Spektrum an Beratung und Dienstleistungen rund um das Thema Mobilität anbietet. Bei den "Full-Service-Leasingverträgen" werden neben den Anschaffungskosten auch die laufenden Betriebskosten der Kraftfahrzeuge (wie z. B. Reifen, Wartung, verschleißbedingte Reparaturen, Steuern, Schadenmanagement und Kraftstoff) in den Vertrag einbezogen. Darüber hinaus schließt Athlon Germany "Part-Service-Verträge" ab, bei denen mindestens eine der wesentlichen Serviceleistungen (insbesondere Reparatur, Wartung, Reifen oder Schadenmanagement) enthalten ist. Die Service- Vertragsbausteine werden sowohl mit offener als auch mit geschlossener Kalkulation angeboten. Im Unterschied zu den Verträgen mit geschlossener Kalkulation (keine offene Abrechnung der Service- Kosten) wird bei den Verträgen mit offener Kalkulation am Ende des Vertrages eine Endabrechnung der genutzten Serviceleistungen mit dem Leasingnehmer vorgenommen. Von einem die tatsächlichen Servicekosten zuzüglich der vereinbarten Marge übersteigenden Mehrerlös erhält der Kunde einen vertraglich vereinbarten, individuell variierenden Prozentsatz. Die Fuhrpark-Verwaltungsverträge betreffen Verträge, bei denen die Gesellschaft ausschließlich Serviceleistungen erbringt. Auch die E-Mobilität gewinnt bei Athlon Germany stetig wachsende Bedeutung. In Zusammenhang mit den beschriebenen "Full-Service-Leasingverträgen" enthält die Angebotspalette der Gesellschaft bereits ein Komplettpaket für E-Mobilität im Flottenmanagement - von der Fuhrparkanalyse bis hin zum Aufbau der Ladeinfrastruktur am Standort des Kunden. Athlon Germany verfolgt damit das Ziel ein ganzheitliches Angebot zum Thema Elektromobilität zu schaffen. Zur Verwertung ihrer Leasingrückläufer nutzt die Gesellschaft unterschiedlichste Absatzkanäle. Zusammen mit ihren europäischen Schwestergesellschaften hat die Gesellschaft eine Kooperationsplattform, das sogenannte "International Remarketing Tool" (IRT) entwickelt. Der künftige Schwerpunkt der Remarketing-Aktivitäten wird im weiteren Ausbau der nationalen und internationalen Händlerschaft liegen. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut Berechnungen des statistischen Bundesamts (Destatis) preisbereinigt um 0,3 % (kalenderbereinigt: 0,1 %). Die deutsche Wirtschaft sank damit, nachdem sie in den zwei Jahren zuvor gewachsen ist. Die Entwicklung des BIP war innerhalb des Jahres 2023 besonders durch das krisengeprägte Umfeld beeinflusst. 1 Auf dem deutschen Markt wurden im Jahr 2023 insgesamt 2,84 Millionen Neuwagen (Pkw) zugelassen, das sind 7,3 % mehr als in 2022. Besonders der Anteil der Elektrofahrzeuge (524.000 Neuzulassungen) ist in 2023 stark gestiegen. Somit stieg die Gesamtanzahl der Neuzulassungen das dritte Jahr in Folge an. 2 Trotz einer Erholung des Automobilwagenmarktes sind die Nachwirkungen der Liefer- und Materialengpässe, dem anhaltenden Konflikt in der Ukraine und der gestiegenen Inflationsrate auch im Geschäftsjahr 2023 weiterhin zu beobachten. Trotz des Anstiegs der Neuzulassungen ist das Jahr 2023 das Jahr mit den drittniedrigsten Neuzulassungen der letzten elf Jahre. Somit bleibt die Anzahl der Neuzulassungen in 2023 im Vergleich zu den Jahren 2012 bis 2022 auf einem niedrigen Niveau. 3 Der Gebrauchtwagenmarkt erwies sich hingegen als robust, da der Wunsch nach individueller Mobilität auch weiterhin in 2023 spürbar war. Der Gebrauchtwagenmarkt enthielt Angebote für nahezu jedes Budget und konnte im Jahr 2023 über 6 Mio. Besitzumschreibungen verzeichnen, was einem Zugang von ca. 6,9 % entspricht. 4 Die Finanzierungsform Leasing hatte auch in 2023 wieder einen hohen Stellenwert. Dabei ist besonders der Pkw-Markt für die Leasing-Branche von überragender Bedeutung. So waren in 2023 fast die Hälfte der neu zugelassenen Pkw Leasingfahrzeuge. Das entspricht einer Leasing-Quote von 49,8 %. 5 Auch die zunehmend aggressivere Bewerbung niedriger Leasingraten für Neuwagenkäufer zeigt, dass diese Form der Finanzierung künftig an Bedeutung gewinnen wird. Die Hauptgründe für die Entscheidungen einen Wagen zu leasen, sind die bequeme und kalkulierbare Art ein Auto zu nutzen, das Fahrzeug lediglich zu nutzen und nicht zu besitzen und die Vermeidung eines Wertverlusts. Dabei spielen vor allem die aktuell hohen Kaufpreise eine entscheidende Rolle. Besonders in Krisenzeiten ist das Leasing dank finanzieller Planungssicherheit eine attraktive Finanzierungsvariante. 6 Auch für Unternehmen spielt die Möglichkeit des Fahrzeugleasings eine immer größer werdende Rolle. Besonders aufgrund der bestehenden weltweiten Konfliktherde und der gestiegenen Inflation in den letzten beiden Jahren suchen mittelständische Unternehmen die Möglichkeit ihre Geschäftsideen möglichst liquiditätsschonend zu finanzieren und nutzen deshalb immer häufiger die Finanzierungsart Leasing. 2. Geschäftsverlauf Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und die spezifischen Trends in der Leasing-Branche haben sich auch deutlich auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft ausgewirkt. Insbesondere die hohe Bedeutung des Leasingmarktes für Pkw und die zunehmende Nachfrage nach niedrigen Leasingraten für Neuwagen spiegeln sich in den Geschäftszahlen wider. Der Anstieg der Pkw-Neuzulassungen in 2023 zeigt sich bei Athlon Germany in einem ebenfalls gestiegenem Portfolio. Durch die Integration in den MB Konzern, lag auch im Geschäftsjahr 2023 der Fokus auf dem Neugeschäft mit Mercedes-Benz Fahrzeugen. Die Anzahl an Mercedes Benz Fahrzeugen stieg weiter an und beläuft sich zum Geschäftsjahresende mit 39.329 Einheiten auf 61,7 % des Gesamtportfolios (i. Vj. 37.978 Einheiten und 63 % des Gesamtportfolios). Darüber hinaus konnten weitere Neukunden hinzugewonnen werden. Der verwaltete Vertragsbestand ist auf insgesamt 67.490 Fahrzeuge gestiegen (i. Vj. 64.115). Mit der Übernahme der neuen Kunden und den Auswirkungen der gestiegenen Inflation gehen jedoch auch erhöhte Aufwände einher.
1 Quelle: Statistische Bundesamt -
Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024
3. Vermögenslage Das bilanzierte Leasingvermögen erhöhte sich im Geschäftsjahr um TEUR 175.230 auf TEUR 1.870.682 (i. Vj. TEUR 1.695.453). Ursächlich für das höhere Leasingvermögen ist im Wesentlichen der Zuwachs bei der Anzahl der bei Athlon Germany bilanzierten Verträge sowie gestiegene Anschaffungskosten. Das Neugeschäftsvolumen in 2023 belief sich auf TEUR 945.598 (i. Vj. TEUR 729.936). Insgesamt verzeichnete Athlon Germany im Geschäftsjahr 2023 einen Anstieg des Gesamtvertragsbestandes um 3.375 Verträge bzw. 5,2 % (i. Vj. Anstieg um 13 %) auf nunmehr 67.490 Verträge (i. Vj. 64.115 Verträge). Die Anzahl der bei Athlon Germany bilanzierten Verträge erhöhte sich um 3.782 Verträge auf 63.778 (i. Vj. 59.996). Die Anzahl der Fuhrparkverwaltungsverträge reduzierte sich auf 3.712 Verträge (i. Vj. 4.119). Die Forderungen an Kunden haben sich um TEUR 141.395 auf TEUR 213.738 (i. Vj. TEUR 72.342) erhöht. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Abgrenzung für bis zum 31.12.2023 noch nicht endabgerechnete Verträge bei Restwertgarantien in Höhe von insgesamt TEUR 51.745 (i. Vj. TEUR 0) sowie aus der Anlage von geschäftsbedingt gestiegenen Liquiditätsüberschüssen in Form von Tagesgeldern bei dem verbundenen Unternehmen Mercedes-Benz Group AG in Höhe von insgesamt TEUR 72.612 (i. Vj. TEUR 0). Die Bilanzsumme erhöht sich insgesamt um TEUR 317.966 auf TEUR 2.114.243 (i. Vj. TEUR 1.796.277) aufgrund des Anstiegs im Leasingvermögen auf der einen Seite und aufgrund des Anstiegs der Forderungen an Kunden auf der anderen Seite. Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag von TEUR 1.864 (i. Vj. Jahresüberschuss von TEUR 19.099) realisiert. Die Eigenkapitalquote zum Ende des Geschäftsjahres 2023 beträgt 6,98 % (i. Vj. 8,32 %). 4. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 sank das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit um TEUR 15.940 auf TEUR 6.824 (i. Vj. TEUR 22.764). Das Ergebnis ist maßgeblich geprägt durch die Entwicklungen in den folgenden Positionen:
Die positive Entwicklung der Ertragsseite ist auf die Entwicklung der Remarketing- und der Serviceerträge zurückzuführen. Ebenso haben sich die Leasingerträge aus laufenden Leasingraten positiv entwickelt, werden aber durch die gestiegenen Abschreibungen des Leasingvermögens leicht kompensiert. Durch die Fokussierung der Athlon Germany auf den Vertrieb von hochwertigen Fahrzeugen, welche im Konzern produziert wurden, konnten höhere Fahrzeugneuwerte und korrespondierend höhere Leasingerträge verzeichnet werden. In 2023 wurde jedoch ebenfalls eine außerplanmäßige Abschreibung auf das Leasingvermögen in Höhe von TEUR 12.323 (i. Vj. TEUR 1.925) auf den niedrigeren, beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Hintergrund der außerplanmäßigen Abschreibung waren neue Erkenntnisse zu technologischen Sprüngen in der Batterietechnologie, die Auswirkungen auf dem Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos haben. Hierbei soll angemerkt werden, dass sich der Gebrauchtwagenmarkt von reinen E-Autos - auch aufgrund vergleichbar größerer technologischer Sprünge in der Batterietechnologie - höheren Schwankungen und Risiken unterliegt: Je höher der Anteil von E-Autos in unserem Portfolio ist, umso größer werden aus heutiger Sicht die möglichen Auswirkungen auf unser zukünftiges Remarketing-Ergebnis. Der mit einem steigenden Portfolio in Kombination mit der Fokussierung auf hochpreisige Fahrzeuge einhergehende Anstieg des Leasingvermögens sowie der Anstieg der Zinsen äußern sich nicht nur in einem Zuwachs der laufenden Leasingraten, sondern auch in einem Anstieg der Refinanzierungskosten auf TEUR -39.162 (i. Vj. TEUR -7.987). Das Serviceergebnis 2023, bestehend aus Serviceerträgen in Höhe von TEUR 228.035 und Serviceaufwendungen in Höhe von TEUR 210.487, verzeichnet insgesamt einen Anstieg um TEUR 5.633 auf TEUR 17.549 (i. Vj. TEUR 11.916). Dabei führte der Portfoliozuwachs grundsätzlich zu einem Anstieg der Serviceerträge. Gleichzeitig bewirkt die gestiegene Nutzung der Fahrzeuge aufgrund von einer höheren Anzahl an Vertragsverlängerungen sowie die gestiegene Inflation einen Anstieg der Serviceaufwendungen. Das Verwertungsergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr ist um TEUR 12.199 auf TEUR 42.922 (i. Vj. TEUR 30.723) gestiegen. Die Preise auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind in 2023 nur leicht gefallen. 7 Das Verwertungsergebnis der Athlon Germany stellt das Ergebnis aus dem Veräußerungsprozess der Fahrzeuge dar und beinhaltet neben dem reinen Verkaufserlös weitere Ergebnisbestandteile aus der Vertragsendabrechnung. Der durchschnittliche Verkaufspreis je Fahrzeug lag im Geschäftsjahr 2023 bei EUR 16.680 (i. Vj. EUR 16.963). Das Ergebnis aus dem Verkauf von Fahrzeugrückläufern ohne Restwertgarant konnte sich im Jahresverlauf aufgrund der gestiegenen Menge und einem ähnlichen Preisniveau deutlich verbessern. Ein Grund für den Mengeneffekt ist unter anderem der Rückgang der Lieferengpässe. Insbesondere sinkende Weiterbelastungen von Sach- und Personalkosten an Konzernunternehmen haben einen Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 10.921 auf TEUR 7.030 (i. Vj. TEUR 17.951) nach sich gezogen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 247 auf TEUR 78.334 (i. Vj. TEUR 78.581) gesunken. Gestiegene Beratungskosten aufgrund von internen Projekten stehen gesunkenen Aufwendungen aus Konzernumlage gegenüber. Die Kosten für Zeitarbeitskräfte sind im Vorjahresvergleich zurückgegangen, da die Anzahl an Festangestellten erhöht werden konnte. Die Kosten für Softwarewartung sind hingegen leicht angestiegen Aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags hat die Athlon Germany den Verlust der Athlon Rental Germany GmbH in 2023 in Höhe von TEUR 1.784 (i. Vj. Gewinn in Höhe von TEUR 121) übernommen. Der Verlust ist auf die sinkende Auslastung der Fahrzeugflotte zurückzuführen.
7 ADAC - Gebrauchtwagenpreise 2023
5. Finanz- und Liquiditätslage Die Refinanzierung des Neugeschäfts der Gesellschaft erfolgt durch die Aufnahme weitestgehend fristenkongruenter Darlehen bei der Mercedes-Benz Group AG. Zu diesem Zweck nimmt die Gesellschaft zum Stichtag 31. Dezember 2023 Darlehen in Höhe von TEUR 1.779.000 (i. Vj. TEUR 1.453.500) in Anspruch, welche unter Verbindlichkeiten gegenüber Kunden ausgewiesen werden. Im Rahmen eines Cash-Poolings mit der Mercedes-Benz Group AG erfolgt der Abgleich aller Positionen auf Tagesbasis und stellt die Grundlage für das gesamte Liquiditätsmanagement dar. Die durch die Mercedes-Benz Group AG zur Verfügung gestellte Liquidität war zu jederzeit des Geschäftsjahres ausreichend. Für jede Inanspruchnahme wird eine individuelle Rückzahlungsvereinbarung festgelegt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Refinanzierung des Leasingvermögens über Darlehen bei dem verbundenen Unternehmen Mercedes- Benz Group AG, Stuttgart. Somit betrachten wir die Finanzlage der Gesellschaft als geordnet und die Zahlungsfähigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr als jederzeit gegeben. 6. Finanzielle Leistungsindikatoren:
Darüber hinaus bedient sich die Geschäftsleitung der Kennzahl des RORAC. Der RORAC (Return on risk-adjusted capital) ist eine Kennzahl, um die Rentabilität in Relation zum eingegangenen Risiko bewerten zu können. Er wird berechnet, indem der erwartete Ertrag durch das für das Investment benötigte Eigenkapital dividiert wird und dabei das Risiko angemessen berücksichtigt wird. 8 Die Gesellschaft rechnet für 2024 mit einem leichten Rückgang des RORAC. Entgegen der Vorjahresprognose ist das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr gesunken. Zwar lag der Anstieg der Leasingerträge deutlich über dem Anstieg der Leasingaufwendungen, jedoch konnten die ebenfalls gestiegenen Zinsaufwendungen aufgrund der Inflationsentwicklung sowie die gestiegenen Abschreibungen auf das Leasingvermögen nicht vollständig kompensiert werden. Die Gesellschaft erwartet für das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit im Jahr 2024 eine ähnlich Entwicklung. Wie erwartet sind die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen im Jahr 2023 leicht gesunken. Vor allem aufgrund der Erwartung von sinkenden Beratungskosten geht die Gesellschaft davon aus, dass sich die Entwicklung in 2024 fortsetzten wird und die Verwaltungsaufwendungen leicht sinken werden.
8 Aufnahme des RORAC erstmals im Lagebericht
2023
7. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren:
Die sogenannte Car-to-Staff-Ratio gibt das Verhältnis der Verträge wieder, die durchschnittlich auf einen Mitarbeiter entfallen bzw. von ihm verwaltet werden. Dieser Indikator liegt im Jahr 2023 entgegen der Erwartung leicht unter dem Vorjahresniveau. Grund dafür ist die stark gestiegene Mitarbeiterzahl, die über der Vorjahresprognose lag. Für das Jahr 2024 wird ein Anstieg der Car-to-Staff-Ratio von ca. 6 % erwartet. Der Vertragsbestand in Summe liegt mit 67.490 Verträgen leicht über dem Planniveau. Grund dafür ist unter anderem der Rückgang der Lieferengpässe aufgrund des Chipmangels und der Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die Gesellschaft erwartet für das kommende Jahr einen leichten Anstieg des Vertragsbestandes inklusive Fuhrparkverwaltung. 8. Mitarbeiterentwicklung 9 Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 325 (i. Vj. 284) Mitarbeiter, davon waren durchschnittlich 279 Vollzeitkräfte und 46 Teilzeitkräfte. Die Gesellschaft benötigt als Anbieter für nachhaltige und ganzheitliche Mobilitätslösungen Mitarbeiter, die mit ihren Fähigkeiten, Talenten und ihrem Einsatz in besonderer Art und Weise zum Unternehmenserfolg beitragen können. Ziel der Personalarbeit der Gesellschaft ist es, die strategische Ausrichtung zu unterstützen. Daher bietet Athlon Germany neben einem modernen Bürogebäude an einem attraktiven Standort langfristige Perspektiven innerhalb eines international agierenden Dienstleistungskonzerns. Darüber hinaus stellt die Gesellschaft den Mitarbeitern zahlreiche Benefits wie beispielweise ergonomische Arbeitsplatzbedingungen, Bildschirmarbeitsbrillen, betriebliche Altersvorsorge, Zugang zu den Produkten des Mercedes-Benz Vorsorge- und Versicherungsdienstleisters oder das Programm Lease2Motivate zur Verfügung. Abgerundet wird dies noch durch die gelebte Duz-Kultur und flache Hierarchien. Mit gezielten Qualifikations- und Weiterbildungsmaßnahmen zur Förderung der individuellen Stärken sowie der Schulung bezüglich Änderungen in den Vorschriften und Prozessen will die Gesellschaft auf allen Ebenen qualifizierte und engagierte Mitarbeiter beschäftigen. Dabei unterstützt die Gesellschaft die Eigenverantwortung und Chancengleichheit und fördert, soweit möglich, Wünsche zum Gestalten des Arbeitsplatzes sowie der Arbeitszeit. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die individuelle Flexibilität, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu begünstigen. Eine zusätzliche Anziehungskraft hat die Gesellschaft durch die Zugehörigkeit zum Mercedes-Benz Konzern. 9. Gesamtaussage Die Athlon Germany hat ihr Entwicklungspotenzial zu einem ganzheitlichen "Mobility Solution Provider" in einer wirtschaftlich herausfordernden Situation unter Beweis stellen können. Die Gesellschaft befindet sich aktuell am Ende einer Wachstumsphase, jedoch sind wir davon überzeugt, dass sie ihre Marktposition auch in Zukunft weiter halten werden kann.
9 Lageberichtsfremde, ungeprüfte Angaben
C. Risikobericht 1. Risiken der zukünftigen Entwicklung Die deutsche Wirtschaft befand sich im Jahr 2023 in einer Rezession, wobei das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr schrumpfte. Eine nachhaltige Erholung der wirtschaftlichen Entwicklung in 2024 ist momentan nicht absehbar. Erwartet wird eine wirtschaftliche Stagnation bzw. ein minimales Wachstum. So prognostiziert das Münchener Ifo-Institut für 2024 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 %. 10 Die Inflationsrate in Deutschland sank in 2023 gegenüber dem Vorjahr von 7,9 % auf 5,9 %, liegt damit aber immer noch weit über dem Zielwert von 2 %. Gemäß Prognose des Ifo-Instituts wird für das Gesamtjahr 2024 eine Inflationsrate von 2,3 % erwartet. 11 Eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank in der zweiten Jahreshälfte 2024 ist daher ein realistisches Szenario - dies unter der Voraussetzung das die Weltwirtschaft von bislang unabsehbaren externen Schocks verschont bleibt. Doch auch bei einer möglichen Zinssenkung von 25bp oder 50 bp würde das Zinsniveau vergleichsweise hoch bleiben und Investitionen von Unternehmen und privaten Haushalten voraussichtlich weiter beeinflussen. Neben dem hohen Zinsniveau bleiben auch die hohen Energiekosten auf absehbare Zeit ein Investitionshemmnis, insbesondere für die deutsche Industrie. Die rückläufige gesamtwirtschaftliche Nachfrage spiegelt sich u.a. auch in den Insolvenzstatistiken wider: Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Unternehmensinsolvenzen im November 2023 um 15,3 % an (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die Bundesregierung hat die staatliche Förderung von E-Autos per 18.12.2023 kurzfristig gestoppt. Es ist bereits erkennbar, dass dies zu rückläufigen Absatzzahlen von E-Autos führen wird. Der Anteil von reinen E-Autos im Portfolio von Athlon Germany ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, befindet sich aber im Verhältnis zum Gesamtportfolio jedoch immer noch auf einem geringen Niveau. Hierbei soll angemerkt werden, dass sich der Gebrauchtwagenmarkt von reinen E-Autos - auch aufgrund vergleichbar größerer technologischer Sprünge in der Batterietechnologie - höheren Schwankungen und Risiken unterliegt: Je höher der Anteil von E-Autos in unserem Portfolio ist, umso größer werden aus heutiger Sicht die möglichen Auswirkungen auf unser zukünftiges Remarketing-Ergebnis. Abgeleitet aus den obigen Ausführungen sieht sich Athlon Germany daher insbesondere mit folgenden Risiken konfrontiert:
10 Quelle: ifo Institut - Konjunkturprognose
2024 vom 06.03.2024
2. Organisation des Risikomanagements Ziel des Risikomanagements ist es, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Risiko und Chance/Ertrag innerhalb der Athlon Germany herzustellen. Die Risikotragfähigkeitsrechnung stellt dabei die Basis für die Risikosteuerung der Athlon Germany dar. Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 ihre Risikomanagement- Konzepte und -Methoden weiterentwickelt, um sowohl den Anforderungen an ein modernes Risikomanagement als auch aktuellen aufsichtsrechtlichen Entwicklungen gerecht zu werden. Die Sicherung eines soliden und nachhaltigen Unternehmenserfolgs ist zentrales Ziel der Geschäftstätigkeit der Athlon Germany. Die Risikokultur im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit Risiken dient diesem Ziel und ist das Fundament des Risikomanagements. Als Risikokultur versteht die Gesellschaft dabei die Gesamtheit aller Normen, Einstellungen und Verhaltensweisen in Bezug auf das Risikobewusstsein, die Risikobereitschaft und das Risikomanagement sowie Kontrollen in Bezug auf Risikoentscheidungen. Die Risikokultur spiegelt dabei die Dimensionen der risikoorientierten Geschäftskultur: Leitungskultur, Organisationsstruktur und Verantwortlichkeiten der Mitarbeiter, Kommunikation (Informationsweitergabe), Anreizstrukturen (proaktives Handeln) sowie den Risikomanagement- Rahmen wider. Die Risikoneigung orientiert sich am Fokus der wesentlichen Geschäftsaktivitäten und liegt damit im Schwerpunkt auf dem Leasinggeschäft. Die Bereitschaft, bei diesen Geschäftsaktivitäten immanente Risiken einzugehen, bildet den Schwerpunkt der Risikoneigung. Die übergeordnete Risikoneigung bildet die Grundlage für die Ermittlung der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse. In der jährlichen Risikoinventur wird das Risikoprofil und die Wesentlichkeitseinschätzung der Athlon Germany inklusive ihrer ausgelagerten Geschäftstätigkeiten unter Berücksichtigung von Querschnittsrisiken (z.B. Risikokonzentrationen) ermittelt bzw. kritisch überprüft. Hierbei werden die wesentlichen Risiken der Gesellschaft aufgezeigt, die in der Risikotragfähigkeitsrechnung gemessen und limitiert werden. Diejenigen Risiken werden als wesentlich eingestuft, die aufgrund ihrer Art und ihres Umfangs sowie gegebenenfalls auch aufgrund ihres Zusammenwirkens die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen können. Die Athlon Germany führt die Risikoinventur regelmäßig jährlich bzw. anlassbezogen durch. Auslöser für eine außerplanmäßige Risikoinventur sind u. a. durch Beschluss der Geschäftsleitung festgestellte wesentliche Abweichungen zu geschäfts- oder risikostrategischen Annahmen, Planungen, Maßnahmen bzw. Entwicklungen, die zu einer anlassbezogenen Aktualisierung der Geschäfts- und Risikostrategie führen. Die Grundsätze zur Risikoidentifizierung, -beurteilung, - steuerung, - überwachung und -kommunikation sind in der Risikostrategie sowie in diversen Vorgaben und Arbeitsanweisungen der Gesellschaft dokumentiert. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement obliegt der Geschäftsleitung. Für alle wesentlichen Risiken wurde die Risikobereitschaft (der Risikoappetit) durch die Geschäftsleitung festgelegt. Über die Ergebnisse des Risikomanagements und der Risikosteuerung wird regelmäßig berichtet. Dabei findet über das vierteljährliche Meeting des Local Risk Committees hinaus ebenfalls ein monatliches Senior Management Meeting zur Bewertung sowie Optimierung der Portfolio-Performance statt. Durch eine von Athlon Germany, Bereich Risikomanagement, jährlich durchgeführte Risikoinventur lassen sich folgende, als wesentlich identifizierte übergeordnete Risikoarten unterscheiden: Adressausfallrisiko, Marktpreisrisiko, operationelle Risiken und sonstige Risiken (inklusive Geschäftsrisiko). Sie wurden jeweils in "Risikounterarten" unterteilt. Diese wurden jeweils einzeln auf ihre Wesentlichkeit geprüft. Im Rahmen der Durchführung der Risikotragfähigkeitskalkulation per 31.12.2023 wurden das Adressausfallrisiko mit TEUR 2.143, das Restwertrisiko mit TEUR 3.606, operationelle Risiken mit TEUR 2.182 sowie sonstige Risiken (inklusive Geschäftsrisiko) mit TEUR 5.044 bewertet. Das Liquiditätsrisiko sowie das Zinsänderungsrisiko werden derzeit vor dem bestehenden Konzernhintergrund bzw. der überwiegend fristenkongruenten Refinanzierung als nicht wesentlich eingestuft. 3. Risikoarten 3.1 Adressenausfallrisiken Adressenausfallrisiken werden als möglicher Werteverlust aufgrund des Ausfalls oder der Bonitätsverschlechterung von Kunden definiert. Unter Adressenausfallrisiko fasst die Gesellschaft sowohl Risiken aus der Vermietung von Leasingvermögen (Forderungen aus Leasingraten) als auch sonstige mit der Vermietung in Zusammenhang stehenden Leistungen/Services zusammen. Die Leasingaktivitäten von Athlon Germany finden hauptsächlich in Deutschland und in wenigen Fällen im benachbarten europäischen Ausland statt, dort größtenteils in Verbindung mit den Schwesterunternehmen der Athlon-Gruppe. Dabei ist der Sitz des Vertragspartners ausschlaggebend. Zum Jahresende 2023 lag der Gesamtbuchwert des Auslandsgeschäfts bei <1 %. Ein erhöhtes länderbezogenes Adressenausfallrisiko wird daher nicht gesehen. Zur Reduzierung der Adressenausfallrisiken wird vor Vertragsabschluss und während der Vertragslaufzeit mindestens jährlich sowie zusätzlich anlassbezogen eine Kreditprüfung des Leasingnehmers durchgeführt. Im Rahmen der Kreditprüfung wird ein Rating erstellt. Im Anschluss wird auf Grundlage dieser Prüfung ein internes Kreditlimit vergeben, das im Vertragsverwaltungssystem im 4-Augen-Prinzip eingepflegt wird und systemseitig nicht überschritten werden kann. Der Prozess der Kreditgewährung erfolgt unter Einbeziehung mehrerer Ebenen der Athlon/Mercedes Benz Mobility Gruppe gestaffelt nach der Höhe des Engagements und dessen Risikoklasse. Die Kompetenzen sind in der lokalen Kreditvorgabe definiert. Risikokonzentrationen werden regelmäßig im Rahmen des Local Risk Committee (LRC) beobachtet und diskutiert. Es existiert ein größtenteils automatisiertes Debitorenmanagement zur Überwachung und Mahnung der fälligen Forderungen. Drohende Zahlungsausfälle werden durch Bildung einer entsprechenden einzelfallbezogenen Risikovorsorge berücksichtigt. Ein Anstieg dieser Risikofrüherkennungsfaktoren in Bezug auf tatsächliche, bonitätsbedingte Zahlungsschwierigkeiten war im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen. Die konsequente Umsetzung der risikosteuernden Maßnahmen hat dazu geführt, dass Athlon Germany auch im Geschäftsjahr 2023 keine wesentlichen Leasingnehmerausfälle zu verzeichnen hatte. Bei der Verwertung der Leasingrückläufer ist eine vollständige Zahlung des Kaufpreises vor Fahrzeugübergabe erforderlich. Der Zahlungseingang wird durch die Buchhaltung nachgehalten und im Vier-Augen-Prinzip kontrolliert. Somit ergeben sich in der Regel keine Adressausfallrisiken bei der Verwertung der Leasingrückläufer. Ein Emittenten- sowie Kontrahentenrisiko liegt im Rahmen der Geschäftstätigkeit nicht vor. 3.2 Marktpreisrisiken Die Marktpreisrisiken der Gesellschaft bestehen im Wesentlichen aus Restwertrisiken und in einem geringen Umfang aus Zinsänderungsrisiken. Währungsrisiken, Preisrisiken aus Eigenkapitalinstrumenten, Rohstoff- und sonstige Preisrisiken liegen aufgrund der Geschäftstätigkeit nicht vor. 3.2.1 Restwert-Risiken Die Gesellschaft definiert das Restwert-Risiko als die negative Abweichung des tatsächlich realisierten Restwerts des Leasingobjektes am Ende der Vertragslaufzeit von dem zum Vertragsbeginn kalkulierten Restwert des Leasingobjektes. Durch Marktbewegungen/-volatilitäten ändern sich laufend die zukünftig zu erwartenden Restwerte der Leasingrückläufer. Um diese Bewegungen abzubilden und die Restwerte schnellstmöglich der jeweiligen Marktsituation anpassen zu können, treffen sich in regelmäßigen Abständen das so genannte Restwertkomitee sowie das Asset-Managementkomitee und entscheiden über die Restwerte zukünftiger Leasingverträge. Als Grundlage für Entscheidungen dienen hier ständige Beobachtungen und Analysen der historischen Verwertungsergebnisse sowie die Berücksichtigung aktueller und zukünftiger Entwicklungen am Fahrzeugmarkt. Der Gebrauchtwagenmarkt war 2023 insgesamt auf einem hohen Niveau; ein Absinken lässt sich nur in geringem Maße beobachten. Dabei flauten 2023 Lieferengpässe und Chipmangel deutlich ab. Die Verkaufsergebnisse hinsichtlich Transportern haben sich gegenüber 2022 nochmals verbessert. Andererseits gibt es betreffend der Elektrofahrzeuge einen klaren Trend nach unten. Die Nachfrage ist rückläufig aber die verkauften Fahrzeuge erzielten in Richtung Jahresende 2023 weiterhin die vertraglichen Restwerte. Eine demgegenüber höhere Nachfrage liegt bei Hybridfahrzeugen vor, was im Falle von Athlon Germany auch Resultat der hohen Ausstattungsniveaus der Fahrzeuge sein könnte. Zur Ermittlung der dem bilanzierten Leasingvermögen unterliegenden Restwertrisiken und folglich der Einbettung von Risikokosten in die Gewinn- und Verlustrechnung führt die Gesellschaft regelmäßig eine Bewertung des aktuellen Portfolios durch. Im Rahmen dieser Bewertung prognostiziert die Gesellschaft den Marktwert der Fahrzeuge unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten sowie aktuellen Marktgeschehnissen am vertraglich vereinbarten Rückgabetermin. Mittels einer statistik-basierten Restwertrisiko-Modellierung, die in die Risikotragfähigkeitsberechnung Eingang findet, werden anhand einer, aus Sicht des Stichtags, dreijährigen Verkaufshistorie die wesentlichen Preistreiber herausgearbeitet und anhand dessen ein zukünftiger Verkaufspreis simuliert ("lineare Regression"). In diesem Zusammenhang wurde im Jahre 2023 insbesondere an einer Verbesserung des Rekalibrierungsprozesses, einschließend "realitätsnäherer Parameter sowie Modellkomponenten", gearbeitet. In 2023 ist Athlon Germany aus einer mit dem Mercedes-Benz-Konzern bestehenden "Kauf- und Rückkaufspartnerschaft" ausgeschieden, um die Mercedes-Benz Fahrzeuge in Zukunft im Wesentlichen in Eigenvermarktung zu verleasen. Hierdurch fällt dem Management von Restwert-Risiken zukünftig eine noch wichtigere Bedeutung zu. 3.2.2 Zinsänderungsrisiken Das Zinsänderungsrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund von Marktzinsänderungen durch offene Zinspositionen Verluste entstehen. Durch eine fristenkongruente Refinanzierung geht Athlon Germany keine offene Zinsposition ein. Lediglich für die Zeit zwischen Bestellzeitpunkt (Kalkulationszeitpunkt der Finanzleasingraten) und noch unbekanntem Zeitpunkt der Auslieferung (Refinanzierung) eines Fahrzeugs existiert eine gewisse Zinsabhängigkeit. Athlon Germany hat eine Zinsgleitklausel in den "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" verankert. Liegt zwischen Bestellzeitpunkt und Beginn der Vertragslaufzeit (Auslieferung) ein Zeitraum von mehr als vier Monaten oder verändert sich der Referenzzins substanziell, so hat Athlon Germany (sowie ebenfalls der Kunde) das Anrecht auf eine entsprechende Anpassung der Raten. Zudem unterstützt das Treasury-Department der Mercedes-Benz Mobility AG das Unternehmen Athlon Germany GmbH mit einer Asset-Liability-Management-Simulation (ALM-Simulation) sowie einer fristensowie volumenkongruenten Refinanzierung. Athlon Germany besitzt laufend die Möglichkeit, bei der Mercedes-Benz Group AG Refinanzierungsmittel aufzunehmen, die entsprechend der ALM-Simulation zu einer nahezu geschlossenen Bilanz führen ("matched-funded refinancing"). 3.3 Liquiditätsrisiken Die Refinanzierungs- und Marktliquiditätsrisiken werden durch das in Abschnitt 3.2.2 erläuterte "matched-funded refinancing" reduziert. Neben mittel- und langfristigen Darlehen erfolgt die Deckung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs über aufgenommene Monatsdarlehen. 3.4 Operationelle Risiken Das operationelle Risiko definiert die Athlon Germany als die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren/ Prozessen, Mitarbeiter/ Menschen und Systemen oder in Folge externer Ereignisse eintreten. Die regelmäßige Identifizierung und Bewertung von operationellen Risiken erfolgt im Rahmen der jährlich durchgeführten Risikoinventur. Auf Basis einer Gesamtrisikoliste (Long List), werden Risikoarten identifiziert, die Athlon Germany betreffen (Short List). Anschließend erfolgt mittels eines Self Assesments, welches verantwortliche Risk Owner ausfüllen, eine Bewertung der Risiken in Form von relevanten Szenarien (Eintrittswahrscheinlichkeit, Schadenshöhe & Beherrschbarkeit). In dem Kontext werden schlussendlich die wesentlichen operationellen Risiken herausgefiltert. In Bezug auf operationelle Risiken erfolgt neben einer gegenwarts- und zukunftsbezogenen (Assessments) auch eine vergangenheitsbezogene (Verlustdatenbank) Datenerfassung und Bewertung. Die Verknüpfung der zwei Perspektiven ermöglicht eine fortlaufende Überwachung der Geschäftsrisiken sowie die gezielte Ableitung von Maßnahmen zu deren Reduzierung. Das Management wird hierüber regelmäßig sowie anlassbezogenen informiert. Als kritisch eingestufte Einzelschäden werden direkt an die Geschäftsführung berichtet. Die Bewertung operationeller Risiken in der Schadensfalldatenbank wird auf Basis einer Matrix hinsichtlich Dringlichkeit und Auswirkung quantifiziert. Basierend auf diese Bewertung erfolgt dann die Einteilung in Kritisch, Mittel, Niedrig. Sollte eine eindeutige Kalkulation nicht möglich sein, werden Schätzwerte verwendet. Mit Hilfe des Internen Kontrollsystems (IKS), der Komitee- und Überwachungsstruktur, intern definierter Risikoidentifikationsmethoden sowie der Entwicklung von Maßnahmenplänen begegnet Athlon Germany im Rahmen des unternehmensweiten Risikomanagements wirksam den vorgenannten Risikofaktoren. Schäden sind von den Mitarbeitern über E-Mail entweder ad-hoc oder im Rahmen der monatlichen OpRisk-Meldungen zu melden. Zur regelmäßigen Sensibilisierung wird im Rahmen des bestehenden Reportings bei allen Mitarbeitern das Vorliegen von Schadensfällen monatlich nachträglich abgefragt. Die OpRisk-Meldungen werden in der Schadensfalldatenbank erfasst und regelmäßig analysiert sowie an die Geschäftsführung in den quartalsweisen Reportings berichtet. Diese Meldungen werden auch in der jährlich durchgeführten Risikoinventur berücksichtigt. 3.5 Sonstige Risiken Sonstige Risiken umfassen alle weiteren Risiken, die den oben genannten Aspekten nicht zugeordnet werden können. Im Rahmen der Risikoinventur 2023 wurde folgende Risiken als wesentlich identifiziert: Geschäftsrisiko, Projektrisiko und Risiken aus dem Kaskoschutz. a) Geschäftsrisiken: Das Geschäftsrisiko beschreibt die Gefahr, ökonomische Verluste zu erleiden, welche durch unerwartete Änderungen im wirtschaftlichen (z.B. Rezession und Schuldenkrise), sozialen/ gesellschaftlichen (z.B. Trends in Sachen Mobilität und Demographie), regulatorischen (neue aufsichtsrechtliche Anforderungen wie z.B. MaRisk), politischen (z.B. gesetzlichen Veränderungen) und technologischen (z.B. neue Technologien, Digitalisierung) Geschäftsfeld induziert werden und nicht durch andere Risikoarten erfasst sind. Es umfasst somit insbesondere Risiken, die in den anderen Risikoarten nicht abgedeckt sind. Hierbei wird das strategische Risiko als impliziter Teil des Geschäftsrisikos betrachtet. Geschäftsrisiken bestehen nach Einschätzung der Gesellschaft unter anderem, in eingeschränktem Maße, im Rahmen der Remarketing Tätigkeiten. Mutmaßlich aufgrund von Lieferengpässen und somit einer Angebotsknappheit wurden im vergangenen Jahr weiterhin erhebliche Umsätze mit Verkauf von Autos über das Remarketing erzielt. Ein leicht sinkender Trend der Fahrzeugpreise ist aber bereits erkennbar. Zudem sollte ein Auslauf des Mangels an Neufahrzeugen für kräftige Nachholeffekte sorgen und somit zu erhöhten Risiken hinsichtlich der Verstetigung erzielter Ergebnisse. Durch ein laufendes Monitoring der entsprechenden Kunden bzw. der betroffenen Branchen wird sichergestellt, dass eine deutliche Erhöhung von Risiken vermieden wird. b) Projektrisiken Das Risiko aus Projekten bezeichnet das Risiko, dass aufgrund von veränderten externen Marktparametern einer falsch ausgewählten Strategie oder veränderten Rahmenbedingungen eine Investition nicht allen ursprünglich geplanten Nutzen stiftet oder das geplante Projektbudget überschritten wird. Zudem besteht in dem Zusammenhang das Risiko aus der fehlerhaften Steuerung von Projekten. 2023 wurde die Zusammenarbeit zwischen dem Projekt- und dem Risikomanagement ausgebaut. c) Kaskoschutzrisiko Der Begriff "Kaskoschutzrisiko" beschreibt die Gefahr, dass die Summe der übernommenen Schäden, die kalkulierten Beträge übersteigen und somit sich negativ auf die Ertragslage des Unternehmen auswirken. 3.6 Querschnittsrisiken a) Risikokonzentration Athlon Germany analysiert regelmäßig sowohl die Intra- als auch Inter-Risikokonzentrationen. Erstere bedeuten den Gleichlauf von Risikopositionen innerhalb einer Risikoart. Letztere bezeichnen den Gleichlauf von Risikopositionen über verschiedene Risikoarten hinweg. In den Risikokonzentrationsanalysen werden die wesentlichen Risikoarten miteinander betrachtet, aber auch bedeutende Risiko-Unterarten. Die Ergebnisse der Risikokonzentrationsanalyse werden monatlich sowie quartalsweise an die Geschäftsführung berichtet. In 2023 wurden die Risikokonzentration von Athlon Germany nach dem neuen Schema des letzten Jahres identifiziert und daraus resultierende Risiken bewertet. Bei den operationellen Risiken wurde eine hohe Intra-Konzentration identifiziert. Im Kredit- und Geschäftsrisikokonzentrationsbereich lagen mittlere Risikokonzentrationen vor. Im Wesentlichen sind diese auf wenige große Kunden und einzelne Hersteller zurückzuführen. b) Nachhaltigkeitsrisiko (ESG) Nachhaltigkeitsrisiken beschreiben die Gefahr aus Ereignissen oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens haben können; dies schließt klimabezogene Risiken in Form von physischen Risiken und Transitionsrisiken ein. 2023 wurde das Nachhaltigkeitsrisiko von Athlon Germany detailliert analysiert. Dabei wurden, unter Berücksichtigung des "Merkblatts zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken", qualitativ Szenarien aufgezeigt, die ein Unternehmen potentiell betreffen können. Diese wurden anschließend in ihrer Relevanz und Wesentlichkeit zugeordnet. Auch ein erster quantitativer Ansatz wurde erarbeitet. c) Modellrisiko Das Modellrisiko beschreibt die Gefahr von Verlusten, die einem Institut als Folge von Entscheidungen entstehen, die sich grundsätzlich auf das Ergebnis interner Modelle stützen könnten, wenn diese Modelle Fehler bei der Konzeption, Ausführung oder Nutzung aufweisen. In diesem Kontext wird ein Modell als quantitative Methode, System oder Ansatz in Verbindung mit statistischen, wirtschaftlichen, finanziellen oder mathematischen Theorien, Techniken und Annahmen zur Verarbeitung von Daten definiert, die in quantitative Schätzungen einfließen sollen. 3.7 Business Continuity Management Es existiert seit 2019 eine neue, umfangreiche Business-Continuity-Vorgabe, welche bereits 2020 und 2021 erfolgreich in der Corona-Pandemie zum Einsatz kam. Das Notfall-Konzept ist so aufgebaut, dass es regelmäßig anhand von Notfalltest und Business Impact Analyse überprüft wird und neu ausgerichtet wird. Das IT-Notfallkonzept wird von Athlon International in Zusammenarbeit mit dem Serviceprovider Mercedes-Benz und dem IT Service Continuity Management bei Athlon Germany umgesetzt. 4. Risikotragfähigkeit und Limitierung Die Gesellschaft hat im Jahre 2023 ihre Risikotragfähigkeit (RTF) auf Basis eines ökonomischem Substanzwertansatz berechnet. Da Athlon Germany keine regulatorischen Anforderungen an ihre Eigenmittelausstattung (Säule I) hat, findet der normative Ansatz keine Geltung (RTF-Leitfaden BaFin, 24.05.2018). Im Rahmen des ökonomischen Ansatzes berechnet das Unternehmen sein Risikodeckungspotenzial in Anlehnung an die vom Bundesverband Deutscher Leasinggesellschaften veröffentlichte Substanzwertrechnung. Diese berücksichtigt neben dem bilanziellen Eigenkapital nach IFRS auch die zukünftigen barwertigen Erträge und Aufwendungen aus dem Vertragsbestand der Gesellschaft. Ferner werden zusätzlich die kontrahierten, jedoch noch nicht bilanzwirksam gewordenen Verträge berücksichtigt. Die Risikotragfähigkeit des Unternehmens war im gesamten Geschäftsjahr 2023 gegeben. Der Substanzwert der Athlon Germany GmbH beträgt zum 31.12.2023 TEUR 208.489. Das in 2023 angewandte zweistufige Limitsystem basiert auf dem Bruttoertrag sowie der Risikodeckungsmasse und besitzt folgende Eckpfeiler:
Dabei ist das Limit für die Summe der nicht wesentlichen Risiken insofern ein zusätzliches Limit, da bei Überschreiten der dargestellten Grenzen Bestandteile der nicht wesentlichen Risiken in die RTF eingefügt werden. Das Limitsystem sieht vor, dass bei Überschreiten des Limits 1 die wesentlichen Treiber in der regelmäßigen Risikoberichterstattung kommentiert werden, das Risikocontrolling kurzfristige bzw. strategische Handlungsmaßnahmen prüft und via Diskussion mit der Geschäftsleitung festlegt. Bei Überschreitung des Limits 2 wird unter anderem vom Risikomanagement eine Analyse über die Hintergründe erstellt, ein ad-hoc-Reporting an die Geschäftsleitung versendet sowie nach Erarbeitung von Maßnahmen zur kurzfristigen Risikoreduktion von der Geschäftsleitung ein Beschluss über jene erwirkt. Das Verfahren zur Ermittlung des Adressenausfallrisikos beruht auf der in der Capital Requirements Regulation (Artikel 153/154) dargestellten Kalkulation des unerwarteten Verlustes für einen Prognosezeitraum von zwölf Monaten. Für Zwecke des multivariaten Stresstestings wurde diese Methodik durch einen Ausfallwahrscheinlichkeits-Aufschlag angepasst sowie eine Simulation des Ausfalls dreier ausgewählter Referenzkunden ergänzt (hypothetischer Stresstest). Im historischen multivariaten Stresstest wird ein in Bezug auf die Historie angemessener Ausfallwahrscheinlichkeits-Aufschlag verwendet. Im Rahmen der univariaten Stresstests wurde der Ausfall der fünf größten Kunden einer zuvor ausgewählten "Risikobranche" simuliert. Seit 2020 nutzt Athlon Germany zur Berechnung des Restwertrisikos eine statistische Modellierung. Basierend auf einer chronologischen Historie an (relevanten) Fahrzeugverkäufen wird regelmäßig mit Hilfe statistischer Analysen ein Set an restwert-beeinflussenden Merkmalen identifiziert. Im Rahmen der Überarbeitung der Modelle/Methoden in 2022 wurde eine Verlängerung der Regressionshistorie auf 3 Jahre festgelegt, so dass die temporären Preistendenzen bei der Entwicklung der statistischen Parameter nicht überrepräsentiert werden. Der damit erzeugte Value at Risk ist sodann Bestandteil der Risikotragfähigkeitsermittlung. Im historischen multivariaten Stresstest wird der simulierte Verkaufspreis um eine Athlon Germany-historische Worstcase-Größe reduziert. Im hypothetischen multivariaten Stresstest wird hingegen eine zusätzliche Reduktion durchgeführt. Betreffend der univariaten Stresstests wird eine Stresssimulation auf Basis unterstellter Nutzungsbeschränkungen von Verbrennerfahrzeugen generiert. Im Rahmen der Überarbeitung von Methoden wurde Mitte 2022 auch die bisherige Kalkulation der operationellen Risiken (bisher: Basis Indikator Ansatz gemäß Artikel 315 der CRR) durch eine Self Assessment-Methodik ersetzt. Dabei wurden Athlon Germany-relevante Unterrisikoarten des operationellen Risikos ermittelt und via Self Assessment von Experten bewertet. Im Rahmen der hypothetischen sowie historischen Stresstests wurden, analog zu den Stresstestszenarien beim Adressausfallrisiko, Eintrittswahrscheinlichkeits-Aufschläge auf die relevanten Szenarien hinzugefügt. Im Falle der univariaten Stressszenarien wurde ein schwerwiegender Verstoß gegen eine EU-Verordnung simuliert. Zur Ermittlung der sonstigen wesentlichen Risiken (inklusive Geschäftsrisiken) wurde eine zu den operationellen Risiken analoge Quantifizierungsmethodik ausgewählt. Zudem wird ein inverser multivariater Stresstest durchgeführt, durch welchen die mögliche Belastungsgrenze durch Restwertrisiken identifiziert werden kann. Aus Angemessenheitsgründen wurde zusätzlich eine Schwelle definiert, bei deren Überschreitung die Summe der unwesentlichen Risiken in die Risikotragfähigkeitsberechnung einbezogen wird. Aufbauend auf der Risikotragfähigkeitsanalyse führt Athlon Germany einen vierteljährlichen Kapitalplanungsprozess durch. Dieser Prozess berücksichtigt sowohl ein Normal-Szenario als auch ein "adverses" Szenario. Hierdurch wird regelmäßig der (mittelfristige) Kapitalpuffer zum Zwecke der Identifizierung von etwaigen zukünftigem Kapitalbedarf simuliert. Wie oben ausführlich dargestellt, bewerten wir die potenziellen Auswirkungen von Risiken auf unsere Bilanz und Rentabilität regelmäßig durch Portfolioüberprüfungen und diversen Stresstests. Die Ergebnisse dieser Tests zeigen, dass die derzeit verfügbaren Kapital- und Liquiditätsreserven in Verbindung mit den verfügbaren Maßnahmen zur Risikoreduzierung ausreichen, um Zeiten potenzieller Belastungen zu überwinden. D. Chancenbericht Seit der schrittweisen Übernahme des Neugeschäfts der Daimler Fleet Management GmbH führt Athlon Germany die Mobilitätsbedürfnisse von Unternehmen als Mehrmarken-Dienstleister fort. Mit einem mittelfristig erwarteten Portfolio von etwa 70.000 Fahrzeugen wird Athlon Germany eine zunehmende Bedeutung im deutschen Flottengeschäft erlangen. Von dem ebenfalls übertragenen Produkt- und Service-Angebot der DFM werden die Kunden der Gesellschaft künftig zusätzlich profitieren. Mit Wirkung zum 31.05.2023 ist Athlon Germany aus dem Global Partnership Agreement mit der Mercedes-Benz AG ausgetreten. Das Agreement beinhaltete eine Kauf-/ und Rückkaufvereinbarung mit der Mercedes-Benz AG. Durch den Austritt wächst die Anzahl der Fahrzeuge, die die Athlon Germany selber vermarkten kann und der Anteil der Fahrzeuge, für die ein vereinbarter Restwert garantiert ist, sinkt. Somit ergibt sich die Möglichkeit, höhere Verkaufsergebnisse zu erzielen. Weiterhin sieht die Gesellschaft Chancen in Bezug auf eine weitere Steigerung der Produktivität. Mithilfe einer Überprüfung sämtlicher Prozesse und fortschreitenden Digitalisierungsmaßnahmen erwartet die Gesellschaft eine weitgehende Optimierung, so dass mittelfristig eine mittelhohe relative Kostenreduzierung zu erwarten ist. Bereits in den vergangenen Jahren kooperierten die Athlon-Gesellschaften in Bezug auf die Aktivitäten zur Vermarktung der Leasingrückläufer länderübergreifend. Durch das gemeinsam entwickelte "International Remarketing Tool" (IRT) wurden Prozesse international vereinheitlicht und somit lokal Kosten eingespart. Weiterhin erschließen sich für die Gesellschaft weitere internationale Verkaufskanäle. Der weitere Ausbau des Exportgeschäftes wird bei gleichzeitiger Risikoreduzierung durch eine geringere Abhängigkeit vom nationalen Markt, zu zusätzlichen Vertriebsmöglichkeiten und somit zu besseren Ergebnissen führen. Weitere Chancen werden in der hohen Kundenbindung gesehen, die eine erhöhte Anzahl von Folgegeschäften zur Folge haben könnte. Ein wesentlicher Faktor hierfür ist die hohe Qualität der Mitarbeiter. Hierzu werden umfangreiche Maßnahmen zur Weiterbildung und Förderung umgesetzt. Zusätzlich reduziert der Rückgang der Lieferengpässe die Zeit zwischen der Bestellung und der Auslieferung eines Neufahrzeugs, was sich ebenfalls durch erhöhte Flexibilität positiv auf die Kundenbindung und das Folgegeschäft auswirkt. Chancenpotenziale bei Neuzulassungen werden bedingt durch aktuelle geopolitische und handelspolitische Entwicklungen zeitlich weiter verschoben. Das Jahr 2023 gilt dennoch als Rekordjahr hinsichtlich der Anzahl von Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen in Deutschland. So wurden rund 524.000 Fahrzeuge neu zugelassen, was im Vorjahresvergleich einem Zuwachs von etwa 11 % entspricht. 12 Neben steigenden Spritpreisen spielt die Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladesäulen eine entscheidende Rolle als Entscheidungskriterium für die Anschaffung eines Elektrofahrzeuges. Insgesamt wurden in 2023 über 20.000 neue Ladestationen errichtet, sodass den Autofahrern insgesamt etwa 60.000 Ladestationen zur Verfügung standen. 13 Auch Athlon Germany konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr Wachstum im Bereich Elektromobilität deutlich steigern. Obwohl am Gebrauchtwagenmarkt für Elektrofahrzeuge die Preise rückläufig sind, konnte die Gesellschaft ihre Elektrofahrzeuge in 2023 zu den vertraglich festgelegten Restwerten verkaufen. Es ist abzuwarten wie sich die Lage um die Elektromobilität entwickeln wird, jedoch strebt die Gesellschaft weiterhin an ihr Fahrzeugportfolio nachhaltiger zu gestalten, um einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten.
12 Quelle: EnBW - Elektromobilität 2023
E. Prognosebericht Das ifo-Institut erwartet einen Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in 2024 um 0,2 % und einen Anstieg um 1,5 % im Jahr 2025. Laut dem ifo-Institut ist die Unsicherheit bei Unternehmen und Haushalten hoch und die Wirtschaft befindet sich aktuell in einer Rezession. Es ist zu erwarten, dass die Wirtschaftsleistung ihren aktuellen Rückgang zunächst fortsetzt und es erst in der zweiten Jahreshälfte zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung kommt. Es wird erwartet, dass die Inflationsrate weiter zurückgeht und für das Jahr 2024 bei ca. 2,3 % liegen wird. Ebenso werden die Gas- und Strompreise in 2024 laut Bericht deutlich günstiger werden. Wie stark die weiteren Folgen des Kriegs in der Ukraine die deutsche Konjunktur 2024 treffen, ist vor allem abhängig von den wirtschaftlichen Sanktionen gegenüber Russland. 14 Laut Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e.V. (BDL) schaut die Leasingwirtschaft trotz der aktuellen Rezession optimistisch in die Zukunft. Der ifo-Geschäftsklimaindex, welcher Auskunft zur Stimmung in der Leasing-Branche gibt, stieg im April 2024 zum dritten Mal in Folge an, nachdem dieser im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres gesunken war. 15 Aufgrund der überwiegenden Geschäftstätigkeit der Athlon Germany in Deutschland, liegt der Fokus unserer Ausführungen zur Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2024 auf den Entwicklungen der deutschen Wirtschaft. Nach der historischen Nullzinsphase ab 2016 hob die europäische Zentralbank im Juli 2022 den Leitzins als Reaktion auf die gestiegene Inflation erstmals wieder an. Nach neun weiteren Anhebungen liegt der Leitzins der EZB seit September 2023 bei 4,50 %. Eine erste Senkung des Leitzinses erwarten Experten im Sommer oder im Herbst 2024. Jedoch wird der Zins aller Voraussicht nach nur sehr langsam sinken. Dies hat zur Auswirkung, dass Kreditnehmer auch im nächsten Jahr mit hohen Finanzierungskosten konfrontiert werden. 16 Im Ergebnis steigt das Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft voraussichtlich um 0,3 %. 17 Wir gehen davon aus, dass die Konjunktur vermutlich noch durch den Ukraine-Krieg und mögliche weitere Subventionen beeinträchtigt sein könnte. Zusätzlich drücken die höheren Finanzierungskosten das Investitionsklima. Mit einem Rückgang der Inflationsrate und einer Verminderung der Energiepreise sollte die Erholung jedoch wieder an Fahrt gewinnen. Jedoch ist der weitere konjunkturelle Verlauf und die sich daraus ergebende Risikosituation aufgrund des anhaltenden Ukraine-Krieges weiterhin mit starken Unsicherheiten verbunden. Gemäß der operativen Planung (OP24) wird davon ausgegangen, dass die Nachfrage nach Pkw das Vorjahresniveau zumindest leicht übersteigen wird, vorausgesetzt unerwartete Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Deutschland bleiben aus. So kann generell mit einem Anstieg des Portfoliovolumens im Vergleich zum Vorjahresende gerechnet werden. Veränderungen der Inflationsrate, der Finanzierungskosten sowie im Bereich der Fahrzeugproduktion könnten einen Einfluss auf die Anzahl der Neuzulassungen haben. Für den Berichtszeitraum 2024 wurde im Rahmen der operativen Planung (OP24) ein leichter Anstieg der festangestellten Arbeitskräfte prognostiziert. Parallel dazu sollte auch der Vertragsbestand inklusive Fuhrparkverwaltung leicht wachsen. Auf dieser Grundlage wird ein Anstieg der Car-to-Staff-Ratio von circa 6 % erwartet. Diese Kennzahl gilt als Maß für die Effizienz der Ressourcennutzung im Unternehmen. Das Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit wird aller Voraussicht nach im Jahr 2024 leicht sinken. Die aktuelle Lage auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr, jedoch ist ein leichter negativer Trend zu beobachten. Es wird abzuwarten sein wie sich der Gebrauchtwagenmarkt in 2024 entwickelt und wie stark diese Entwicklung das Verwertungsergebnis für Rückläufer beeinflussen wird.
14 Quelle: ifo Institut - Konjunkturprognose
2024 vom 06.03.2024
Es ist zu erwarten, dass die Inflation in 2023 bereits ihren Höhepunkt erreicht hat, jedoch sind die langfristigen Auswirkungen auf Serviceaufwendungen noch nicht vollständig absehbar. Bei einem weiteren Anstieg würde dies einen negativen Einfluss auf das Serviceergebnis und somit auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit haben. Aufgrund der genannten zukünftigen Risiken in Kapitel C schließt die Geschäftsführung im Jahr 2024 punktuelle Schwankungen des Neugeschäftsvolumens in Abhängigkeit von den aktuellen geopolitischen und handelspolitischen Entwicklungen nicht aus. Ein daraus resultierender möglicher Anstieg der Risikovorsorge wird dementsprechend ebenfalls nicht ausgeschlossen. Eine weiterhin enge Restwertüberwachung wird daher stets forciert. Eine Wiederaufnahme von Stundungsgewährungen und Zahlungszielverlängerungen liegt ebenfalls im Bereich des Möglichen. Ein weiterer Fokus der Geschäftsführung liegt in der deutlichen Reduzierung von Verwaltungsaufwendungen mittels Effizienzgewinnung durch Digitalisierung und Prozessoptimierungen. Bestandsgefährdende Risiken sind aus Sicht der Gesellschaft derzeit nicht vorhanden.
Düsseldorf, den 31. Mai 2024 Athlon Germany GmbH Stefan Karrenbauer, Geschäftsführer Monika Jochade, Geschäftsführerin Axel Baum, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Athlon Germany GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Athlon Germany GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Athlon Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf und Frankfurt am Main, den 7. Juni 2024 KPMG
AG
Volker Bormann, Wirtschaftsprüfer Hendrik Hunstock, Wirtschaftsprüfer Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Andreas Serafin, Wirtschaftsprüfer Artem Loginov, Wirtschaftsprüfer |
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