MVZ Coburg GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marco Zipfel seit 10.11.2025 | Prokura |
Melanie, geb. Elend John seit 22.11.2024 | Geschäftsführer |
Lilli Herzog seit 24.4.2024 | Prokura |
Fridolin Stefan Rech seit 24.4.2024 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MVZ Klinik Neustadt GmbHNeustadt b.CoburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MVZ Klinik Neustadt GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MVZ Klinik Neustadt GmbH, Neustadt b. Coburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MVZ Klinik Neustadt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs sowie in Abschnitt "VI. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die REGIOMED-Gruppe aktuell in einer Restrukturierungs- und Sanierungsphase befindet. Durch die zentrale Liquiditätssteuerung der Gesellschaften der REGIOMED-Gruppe sind diese im Einzelnen von der Liquidität der Gruppe abhängig. Der Fortbestand der REGIOMED-Gruppe und somit auch der Gesellschaft ist von der weiteren Leistungsentwicklung bzw. dem Eintritt der Planannahmen, der Aufrechterhaltung der bereits vereinbarten Finanzierungsstruktur, unter anderem der Bereitstellung der zugesagten und noch nicht ausgezahlten Gesellschafterbeiträge an die REGIOMED-Kliniken GmbH, der Weiterreichung dieser Mittel an die Gesellschaft sowie der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung abhängig. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 23. Juli 2020 Ernst
& Young GmbH
Dr. Jungblut, Wirtschaftsprüfer Lehmann, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2019
AnhangI. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss, der beim Amtsgericht Coburg unter HRB 5180 eingetragenen MVZ Klinik Neustadt GmbH mit Sitz in Neustadt b. Coburg, zum 31. Dezember 2019 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine Kleinstkapitalgesellschaft im Sinne des § 267a Abs. 1 S. 1 HGB. Gemäß den Vorgaben des Gesellschaftsvertrages wurde der Jahresabschluss entsprechend den für große Kapitalgesellschaften geltenden Bestimmungen des HGB aufgestellt. Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung gem. § 275 Abs. 2 HGB erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern-Prämisse) aufgestellt. Die REGIOMED-Gruppe befindet sich aktuell in einer Restrukturierungs- und Sanierungsphase. Im Berichtsjahr wurde in diesem Zusammenhang durch die Roland Berger GmbH ein Gutachten zur Beurteilung der Sanierungsfähigkeit der Gesellschaft sowie der REGIOMED-Gruppe erstellt, welches grundsätzlich eine positive Fortbestehens- und Fortführungsprognose bestätigt. Die Gesellschafter der REGIOMED-Kliniken GmbH und die finanzierenden Banken haben auf dieser Grundlage ein Finanzierungskonzept für die Restrukturierungs- und Sanierungsphase erstellt. In der mit den Banken geschlossenen Sanierungsvereinbarung sind Covenants vereinbart worden, die zum 31. März 2020 nicht eingehalten werden konnten. Im Zuge dessen wurden Waiver-Anträge bei den finanzierenden Banken gestellt, die insofern bestätigt worden sind, als dass die Banken auf das Kündigungsrecht aufgrund der Covenant-Brüche zum 31. März 2020 verzichten und das Testen der Covenants zum 30. Juni 2020 und 30. September 2020 aussetzen werden. Darüber hinaus wird derzeit über eine Neufestsetzung der Covenants zum 31. Dezember 2020 verhandelt. Darüber hinaus haben die vier Gesellschafter der REGIOMED-Gruppe im Rahmen des Finanzierungskonzepts eine Zusage über die Gewährung von Darlehen von insgesamt EUR 30 Mio. erteilt, die bereits in Höhe EUR 16 Mio. ausgezahlt wurden. Die MVZ Klinik Neustadt GmbH ist auf die Weiterreichung der Mittel angewiesen. Dies erfolgt durch die mit Datum vom 25. Mai 2020 geschlossene Cashpooling-Vereinbarung mit der REGIOMED-Kliniken GmbH, die eine unkündbare Mindestlaufzeit bis 31. Dezember 2021 hat. Die operative und finanzielle Steuerung der einzelnen Gesellschaften erfolgt auf Ebene der REGIOMED-Kliniken GmbH. Durch die zentrale Liquiditätssteuerung der Gesellschaften der REGIOMED-Gruppe sind diese im Einzelnen von der Liquidität der Gruppe abhängig. Unter der Prämisse, dass die Unternehmensplanung eingehalten wird, ist die derzeitige Finanzierung der REGIOMED-Gruppe im Prognosezeitraum ausreichend. Weitere Finanzierungen sind erforderlich, sollten die Planannahmen verfehlt werden. Damit hängt der Fortbestand der Regiomed-Gruppe und somit auch der MVZ Klinik Neustadt GmbH von der weiteren Leistungsentwicklung bzw. dem Eintritt der Planannahmen, der Aufrechterhaltung der bereits vereinbarten Finanzierungsstruktur, unter anderem der Bereitstellung der zugesagten und noch nicht ausgezahlten Gesellschafterbeiträge an die REGIOMED-Kliniken GmbH, und der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung durch die REGIOMED-Kliniken GmbH ab. Bezüglich bestandsgefährdender Risiken verweisen wir auch auf unsere Ausführungen in Abschnitt "V. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht" des Lageberichts. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten - einschließlich Anschaffungsnebenkosten sowie abzüglich Anschaffungspreisminderungen - abzüglich linearer Abschreibungen bewertet. Bei Zugängen im Geschäftsjahr wurden die Abschreibungen monatsgenau (pro-rata-temporis) vorgenommen. Seit dem Geschäftsjahr 2016 entgeltlich erworbene Praxiswerte (Geschäfts- oder Firmenwerte), deren voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden gemäß § 253 Abs. 3 S. 3 HGB über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Bis zum 31. Dezember 2015 erworbene Praxiswerte werden im Hinblick auf die erwarteten durchschnittlichen Verbleibenszeiten der Veräußerer und die erwartete Patiententreue in der Region über eine planmäßige Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu netto 250,00 EUR Anschaffungskosten wurde im Jahr der Anschaffung eine Vollabschreibung vorgenommen. Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen netto 250,01 EUR bis 1.000,00 EUR wurde ein Sammelposten gebildet und jährlich mit 20 % abgeschrieben. Die grundsätzlich eingeschätzte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens orientiert sich an den Durchschnittswerten der steuerlichen Abschreibungstabellen für das Gesundheitswesen und für allgemein verwertbare Anlagegüter. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. zu dem um erforderliche Einzel- und Pauschalwertberichtigungen niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Eine Pauschalwertberichtung wurde gemäß Altersstruktur der Forderungen ermittelt und auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Kassenbestände und Bankguthaben wurden mit den Nominalwerten bilanziert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen bzw. Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Einbeziehung künftiger Preis- und Kostensteigerungen passiviert. Abzinsungen wurden vorgenommen. Bei sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgte die Abzinsung gemäß der jeweiligen Restlaufzeit entsprechend der durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen 7 Geschäftsjahre wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelt und bekannt gegeben werden. Abzinsungen werden vorgenommen, sofern die Auswirkungen nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Die Jubiläumsrückstellungen wurden auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach dem Teilwertverfahren unter Zugrundelegung der Heubeck-Sterbetafeln 2018 G (Stand Oktober 2018), einem aus der durchschnittlichen Restlaufzeit ermittelten Rechnungszinssatz von 1,97 %, einem Einkommenstrend von 2,5 % p. a. sowie einer Fluktuationsquote von 3,0 % gebildet. Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Latente Steuern resultieren aus zeitlichen Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz zu einer passiven latenten Steuer führen. Bei einer sich ergebenden Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Bewertungsunterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die den steuerpflichtigen Teil der Gesellschaft betreffen und eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, liegen nicht vor. III. Erläuterungen zur Bilanz AKTIVA Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem erstellten Anlagennachweis dargestellt. Der Anlagennachweis ist als Anlage zu diesem Anhang beigefügt. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gegen die Kassenärztliche Vereinigung in Höhe von 49 TEUR (Vorjahr 27 TEUR) sowie Forderungen gegenüber Selbstzahlern in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr 4 TEUR). Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen wie im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben analog dem Vorjahr eine Restlaufzeit von kleiner ein Jahr. PASSIVA Eigenkapital Das Stammkapital von 25 TEUR wird vollständig von der Muttergesellschaft Klinikum Coburg GmbH, Coburg, gehalten. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Personalkostenrückstellungen (9 TEUR, Vorjahr 3 TEUR) sowie für austehende Rechnungen (10 TEUR, Vorjahr 6 TEUR). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren in Höhe von 38 TEUR (Vorjahr 37 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 180 TEUR (Vorjahr 180 TEUR) aus ausgereichten Darlehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von 95 TEUR (Vorjahr 39 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von 495 TEUR (Vorjahr 495 TEUR) aus ausgereichten Darlehen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Erlöse betreffen im Wesentlichen ärztliche Leistungen bei Kassenpatienten (279 TEUR, Vorjahr 244 TEUR) sowie ärztliche Leistungen bei Privatpatienten (30 TEUR, Vorjahr 16 TEUR). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Personalkostenerstattungen (2 TEUR, Vorjahr 3 TEUR). Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten (11 TEUR, Vorjahr 5 TEUR), Verwaltungsgebühren der Kassenärztlichen Vereinigung (7 TEUR, Vorjahr 6 TEUR) und für Mieten und Pachten (6 TEUR, Vorjahr 6 TEUR). V. Sonstige Angaben Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Die Folgen des Ausbruchs der COVID-19-Pandemie in Deutschland während des ersten Quartals 2020 stellen die Gesundheitssysteme vor enorme Herausforderungen. Um eine Sicherstellung der bestmöglichen Versorgung von Erkrankungen mit mittelschweren bis schweren Verläufen zu gewährleisten, ist auch REGIOMED dazu verpflichtet, entsprechende Kapazitäten vorzuhalten. Durch die damit verbundene Verschiebung von planbaren Behandlungen sieht sich die gesamte Branche zunächst mit massiven Erlöseinbußen konfrontiert. In Folge dessen wurde per Bundesratsbeschluss vom 27. März 2020 das "COVID- 19-Krankenhausentlastungsgesetz" verabschiedet, um die finanziellen Folgen entsprechend abzufangen. Die darin verabschiedeten Maßnahmen sollen dazu dienen, die wirtschaftlichen Folgen von Corona auf die Gesundheitsbranche abzumildern. Die Auswirkungen der getroffenen Maßnahmen auf die Gesellschaft werden seitdem fortlaufend überwacht und in Szenario-Rechnungen quantifiziert. Aktuell ist nicht davon auszugehen, dass sich in Folge von COVID19 negative finanzielle Auswirkungen auf die Gesellschaft sowie auf die gesamte Gruppe ergeben. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. Haftungsverhältnisse Es bestehen am Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für den Mietvertrag der Betriebsimmobilie bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 6 TEUR. Arbeitnehmer In Vollkräfteeinheiten waren im Berichtsjahr 6,0 VK beschäftigt.
Organe und Aufwendungen für Organe Geschäftsführer der Gesellschaft im Berichtsjahr waren:
Die Geschäftsführer erhielten von der Gesellschaft keine direkten Bezüge. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der REGIOMED-KLINIKEN GmbH, Sonneberg, (größter und kleinster Kreis von Unternehmen) einbezogen, welcher im Bundesanzeiger bekannt gegeben wird. Abschlussprüferhonorar Die Angabe des Abschlussprüferhonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB unterbleibt, da diese im Konzernabschluss der REGIOMED-KLINIKEN GmbH enthalten ist. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag und den Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Neustadt b. Coburg, 22. Juli 2020 gez. Robert Wieland, Geschäftsführer ANLAGENSPIEGEL
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019I. Grundlagen des Unternehmens Mit dem Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV- Modernisierungsgesetz-GMG) wurde zum 1. Januar 2004 auch für Krankenhäuser die Möglichkeit eröffnet, ein so genanntes Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) zu gründen, um auf diese Weise an der vertragsärztlichen Versorgung der gesetzlich Krankenversicherten teilzunehmen. Damit hat sich für Krankenhäuser eine weitere Möglichkeit ergeben, ambulante Leistungen des Krankenhauses zu komplettieren. Die Gesellschaft wurde mit notarieller Beurkundung vom 28. Juni 2012 gegründet. Das Stammkapital der MVZ Klinik Neustadt GmbH, Neustadt b. Coburg, beträgt 25.000 EUR. Alleinige Gesellschafterin ist die Klinik Neustadt GmbH, Neustadt b. Coburg, die auch die gesamte Stammeinlage in Höhe von 25.000 EUR übernommen hat. Seit Oktober 2012 führt die Gesellschaft den Betrieb des Medizinischen Versorgungszentrums der Klinik Neustadt, Neustadt b. Coburg, welcher vom Medizinischen Versorgungszentrum am Krankenhaus Neustadt GmbH, Berlin, übernommen wurde. Die Klinik Neustadt wurde zum 1. Juli 2013 in den REGIOMED-Verbund als Tochterunternehmen der Klinik Neustadt GmbH eingebracht, damit gehört auch die MVZ Klinik Neustadt GmbH, Neustadt bei Coburg, seit dem 1. Juli 2013 zum REGIOMED-Verbund. Sitz der Gesellschaft ist Neustadt bei Coburg. Beteiligungen bestehen nicht. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr. Für das Rechnungswesen gelten die Vorschriften des Handelsrechts, insbesondere die Vorschriften für Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der Unternehmen der REGIOMED-Gruppe wurde durch die Geschäftsführung der REGIOMED-KLINIKEN GmbH ein Gutachten bei der Roland Berger GmbH, München, in Auftrag gegeben, welches mit Datum vom 16. August 2019 zu dem Ergebnis gelangt, dass die Sanierungsfähigkeit der Unternehmen der REGIOMED-Gruppe bei objektiver Betrachtung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben ist und dass daher grundsätzlich eine positive Fortbestehens- und Fortführungsprognose bestätigt werden kann. II. Entwicklung der Branche mit Einfluss auf das Unternehmen Die Anzahl der ambulant zu betreuenden Patienten nimmt stetig zu. Eine besondere Querschnittsfunktion zwischen niedergelassenen Ärzten und dem stationären Sektor bilden hierbei die Medizinischen Versorgungszentren. Diese sind zumeist an ein Krankenhaus angegliedert, können jedoch auch einen Zusammenschluss mehrerer niedergelassener Fachdisziplinen beinhalten. Die Anzahl der in den MVZ angestellten Ärzte hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen und wird auch weiterhin steigen. Auch die Richtlinien der Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung (kurz ASV) sollen die Versorgung verbessern und hochkomplexe sowie seltene Krankheitsbilder und -verläufe zielorientiert abbilden. Aus den vorgenannten und noch weiteren Gründen wird der ambulante Sektor, und damit auch sehr deutlich der Bereich der MVZ, weiterhin einen sehr hohen Stellenwert einnehmen. III. Wirtschaftsbericht Wesentliche Entwicklungen des Geschäftsjahres Im Geschäftsjahr waren die Schwerpunkte des MVZ Klinik Neustadt GmbH weiterhin die Orthopädie sowie die Schmerztherapie. Im Rahmen der jeweiligen KV-Ermächtigung werden gesetzlich versicherte Patienten behandelt. Aufgrund der Höhe der Personalkosten und der unterproportional dazu liegenden Erlössituation wurde auch im Jahr 2019 ein Jahresfehlbetrag erwirtschaftet. IV. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft entwickelte sich wie folgt:
Das negative Jahresergebnis der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 62 TEUR verbessert. Hauptursächlich hierfür sind höhere Umsatzerlöse in Verbindung mit leicht konstanten Personalkosten. Der Anstieg der Umsatzerlöse um 50 TEUR resultiert aus einer gestiegenen Leistungsmenge. Die Personalaufwendungen sind um 3 TEUR gesunken und bewegen sich damit auf Vorjahresniveau. Der Materialaufwand ist um 10 TEUR gesunken, was im Wesentlichen durch geringere bezogene Leistungen für Radiologie zurückzuführen ist. Die sonstigen Aufwendungen sind um 5 TEUR gestiegen. Dies ist vor allem auf höhere Rechts- und Beratungskosten zurückzuführen. Insgesamt hat sich die Gesellschaft gegenüber dem geplanten Jahresergebnis von -79 TEUR positiver entwickelt. Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft entwickelte sich wie folgt:
Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr um 69 TEUR bzw. 9 % gestiegen. Das Anlagevermögen befindet sich aufgrund planmäßiger Abschreibungen und geringer Neuinvestitionen leicht unter Vorjahresniveau. Die Forderungen erhöhten sich aufgrund des Anstiegs der Leistungsmenge. Die flüssigen Mittel korrespondieren zur Erhöhung der Umsatzerlöse. Die Verbindlichkeiten sind aufgrund der Spitzabrechnungen zum Jahresende 2019 gestiegen. Finanz- und Liquiditätslage Die Liquidität zeigt folgenden Verlauf:
Die Liquidität der Gesellschaft veränderte sich hierdurch wie folgt:
Die Liquidität auf kurze Sicht am Bilanzstichtag hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 24 TEUR verschlechtert. Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2019 ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Dies erfolgte u. a. durch eine Finanzierung des Verbundbereiches. Gemäß Umlaufbeschluss vom 26. Juli 2019 wurde die Gesellschaft in das neu eingerichtete zentrale Cash-Management der REGIOMED-Gruppe einbezogen. Mit Gutachten vom 16. August 2019 bestätigte die Roland Berger GmbH die Sanierungsfähigkeit der Gesellschaft sowie der übrigen Unternehmen der REGIOMED-Gruppe. Wesentliche Prämisse dieses Gutachtens ist die Umsetzung diverser Maßnahmen zur Ergebnis- und Liquiditätsverbesserung. Darüber hinaus sieht das Gutachten die Aufrechterhaltung der Finanzierung der REGIOMED-Gruppe durch die finanzierenden Banken sowie Liquiditätszuflüsse der Gesellschafter der REGIOMED-KLINIKEN GmbH durch die Ausreichung von Kassenkrediten vor. Unter Berücksichtigung dieser Maßnahmen gehen wir auch zukünftig davon aus, unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Die Entwicklung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage in 2019 ist, in Anbetracht des Fortschritts im Sanierungsprozess, überwiegend zufriedenstellend. V. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Angaben zum Risikomanagementsystem Das Risikomanagement wird durch regelmäßige Auswertungen, wie etwa der kurzfristigen betriebswirtschaftlichen Auswertung, gesteuert und überwacht. Finanzielle und betriebswirtschaftliche Risiken sind hierdurch zeitnah zu erkennen und werden dem Geschäftsführer erläutert. Für nicht abwendbare Risiken und Personenschäden bestehen Versicherungen. Darüber hinaus ist momentan keine Unterstützung durch Softwareprogramme vorgesehen. Der Bereich des Risikomanagements wird aktuell weiter ausgebaut. Bestands-, Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken Über unser regelmäßiges Liquiditätsmanagement sind wir in der Lage, zeitnah unseren laufenden Liquiditätsbedarf zu definieren und diesen zu decken. Die vorliegenden Mittelfristplanungen der Unternehmen der REGIOMED-Gruppe zeigen eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in den folgenden Jahren, welche mit einem Aufbau des Bestandes liquider Mittel einhergeht. Mit Gutachten vom 16. August 2019 wurde durch die Roland Berger GmbH ausgeführt, dass bei objektiver Betrachtung die REGIOMED-Gruppe und jede Tochtergesellschaft und Enkelgesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit saniert werden kann und dass daher grundsätzlich von einer positiven Fortbestehens- und Fortführungsprognose ausgegangen werden kann. Die REGIOMED-Gruppe befindet sich aktuell in einer Restrukturierungs- und Sanierungsphase. Für die Phase der Restrukturierung und Sanierung haben die Gesellschafter der REGIOMED-Kliniken GmbH und die finanzierenden Banken auf Basis des Gutachtens ein Finanzierungskonzept erstellt. In der mit den Banken geschlossenen Sanierungsvereinbarung sind Covenants vereinbart worden, die jedoch zum 31. März 2020 nicht eingehalten werden konnten. Im Zuge dessen wurden Waiver-Anträge bei den finanzierenden Banken gestellt, die insofern bestätigt worden sind, als dass die Banken auf das Kündigungsrecht aufgrund der Covenant-Brüche zum 31. März 2020 verzichten und das Testen der Covenants zum 30. Juni 2020 und 30. September 2020 aussetzen werden. Darüber hinaus wird derzeit über eine Neufestsetzung der Covenants zum 31. Dezember 2020 verhandelt. Darüber hinaus haben die vier Gesellschafter der REGIOMED-Gruppe im Rahmen des Finanzierungskonzepts eine Zusage über die Gewährung von Darlehen von insgesamt EUR 30 Mio. erteilt, die bereits in Höhe EUR 16 Mio. ausgezahlt wurden. Die MVZ Klinik Neustadt GmbH ist auf die Weiterreichung der Mittel angewiesen. Dies erfolgt durch die mit Datum vom 25. Mai 2020 geschlossene Cashpooling-Vereinbarung mit der REGIOMED-Kliniken GmbH, die eine unkündbare Mindestlaufzeit bis 31. Dezember 2021 hat. Die operative und finanzielle Steuerung der einzelnen Gesellschaften erfolgt auf Ebene der REGIOMED-Kliniken GmbH. Durch die zentrale Liquiditätssteuerung der Gesellschaften der REGIOMED-Gruppe sind diese im Einzelnen von der Liquidität der Gruppe abhängig. Unter der Prämisse, dass die Unternehmensplanung eingehalten wird, ist die derzeitige Finanzierung der REGIOMED-Gruppe im Prognosezeitraum ausreichend. Weitere Finanzierungen sind erforderlich, sollten die Planannahmen verfehlt werden. Damit hängt der Fortbestand der Regiomed-Gruppe und somit auch der MVZ Klinik Neustadt GmbH von der weiteren Leistungsentwicklung bzw. dem Eintritt der Planannahmen, der Aufrechterhaltung der bereits vereinbarten Finanzierungsstruktur, unter anderem der Bereitstellung der zugesagten und noch nicht ausgezahlten Gesellschafterbeiträge an die REGIOMED-Kliniken GmbH, und der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung durch die REGIOMED-Kliniken GmbH ab. Risiken aus der Betriebsführung Die Behandlung der Patienten vollzieht sich in einem sehr komplexen Prozess mit vielen Beteiligten. Mitarbeiterschulungen, Überwachung der Aufbau- und Ablauforganisation und die Orientierung an Patientenbedürfnissen tragen dazu bei, Betriebsrisiken zu begrenzen. Für den Geschäftsverkehr existieren eine Geschäftsordnung, Dienstanweisungen zum Anordnungswesen, zur Bewirtschaftungsbefugnis und eine Kassenordnung. Hygiene, Betriebssicherheit und Datenschutz werden durch jeweils zuständige Fachkräfte überwacht. Hierzu existieren Dienstleistungsverträge mit der Muttergesellschaft. Die Betriebssicherheit wird ferner durch voneinander unabhängige Energiequellen gewährleistet. Für nicht abwendbare Risiken besteht Versicherungsschutz. Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten Die von der Gesellschaft verwendeten Finanzinstrumente umfassen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten, die sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergeben. Darüber hinaus bestehen Darlehensverhältnisse. Auf den Einsatz derivativer Finanzinstrumente wird verzichtet. Das Zinsniveau an den Kapitalmärkten ist weiterhin auf historischem Tiefststand. Der gegenwärtige Umfang der Fremdfinanzierung, welcher neben der Finanzierung des operativen Geschäfts auch mit der Umsetzung strategischer Investitionsprojekte in der REGIOMED-Gruppe einherging, könnte allerdings Auswirkungen auf Gewährung und Konditionen weiterer Finanzierungen haben. Derzeit führen wir Gespräche mit unseren Kreditinstituten, die auch der Festigung des Vertrauens in unsere Zusammenarbeit dienen. Chancen könnten sich durch im Verbund abgestimmte Finanzierungsmaßnahmen ergeben. Ausfall- und Preisänderungsrisiko Finanzwirtschaftliche Risiken ergeben sich insbesondere aus Ausfallrisiken. Den bestehenden Risiken aus möglichen Forderungsausfällen gegen Sozialleistungsträger (Krankenkassen) und Selbstzahler wird durch ein aktives Forderungsmanagement begegnet. Um eventuelle Ausfallrisiken vorzubeugen, werden sowohl Einzelwertberichtigungen als auch eine Pauschalwertberichtigung in angemessener Höhe gebildet. Preisänderungsrisiken sind aktuell weniger zu befürchten. Des Weiteren ist die durchschnittliche Materialaufwandsquote seit Jahren nur geringen Schwankungen unterworfen, wodurch das Risiko in diesem Bereich sich ebenfalls in einem überschaubaren Rahmen bewegt. Dem möglichen Zinsänderungsrisiko wird durch die Vereinbarung von festen Zinssätzen begegnet. Personalrisiken Der Arbeitsmarkt für qualifiziertes medizinisches Personal bleibt schwierig. Freiwerdende Stellen können tendenziell schwerer nachbesetzt werden. Dies betrifft insbesondere den Assistenzarztbereich. Die Entwicklung wird zudem weiterhin erschwert durch die Vorgaben des geänderten Arbeitszeitgesetzes. Der Entwicklung begegnen wir durch geeignete Maßnahmen in Personalgewinnung und -bindung. Diese haben dazu geführt, dass bislang offene Stellen zwischenzeitlich nachbesetzt werden konnten. Zudem wirkt sich die zentralisierte Personalakquise positiv aus. Dem Engpass bei der Gewinnung von qualifiziertem ärztlichem Personal wird durch die Schaffung einheitlicher Organisationsstrukturen innerhalb der REGIOMED-KLINIKEN GmbH entgegengewirkt. Risiken im Zusammenhang mit COVID-19 Die Folgen des Ausbruchs der COVID-19-Pandemie in Deutschland während des ersten Quartals 2020 stellen die Gesundheitssysteme vor enorme Herausforderungen. Um eine Sicherstellung der bestmöglichen Versorgung von Erkrankungen mit mittelschweren bis schweren Verläufen zu gewährleisten, ist auch REGIOMED dazu verpflichtet, entsprechende Kapazitäten vorzuhalten. Durch die damit verbundene Verschiebung von planbaren Behandlungen sieht sich die gesamte Branche zunächst mit massiven Erlöseinbußen konfrontiert. In Folge dessen wurde per Bundesratsbeschluss vom 27. März 2020 das "COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz" verabschiedet, um die finanziellen Folgen entsprechend abzufangen. Die darin verabschiedeten Maßnahmen sollen dazu dienen, die wirtschaftlichen Folgen von Corona auf die Gesundheitsbranche abzumildern. Die Auswirkungen der getroffenen Maßnahmen auf die Gesellschaft werden seitdem fortlaufend überwacht und in Szenario-Rechnungen quantifiziert. Aktuell ist nicht davon auszugehen, dass sich in Folge von COVID19 negative finanzielle Auswirkungen auf die Gesellschaft sowie auf die gesamte Gruppe ergeben. Chancen Die Gesellschaft erwartet durch die Nutzung von zukünftigen Synergieeffekten in der Gruppe weitere positive Effekte bezogen auf die Ertragslage. Zudem wird auf Basis der Etablierung am Markt zukünftiges Wachstum der Gesellschaft erwartet. Chancen auf zukünftige Erlössteigerungen ergeben sich für die gesamte Gruppe auch aus Gründen der demographischen Entwicklung. So lässt die zunehmende Lebenserwartung der Bevölkerung einen Anstieg der Nachfrage nach Gesundheitsleistungen erwarten. Durch die Etablierung der Medical School REGIOMED GmbH sind die Einrichtungen zukünftig in der Lage, ihren Bedarf an ärztlichem Personal zielgerichteter zu decken. Zudem wird eine bedarfsgerechte Ausbildung ermöglicht, was zu Qualitätssteigerungen der medizinischen Versorgung in der gesamten Gruppe beitragen kann. Weiterhin bestehen Chancen in der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Prozessen und der Implementierung neuer Technologien. Diese Maßnahmen können dazu beitragen, die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern und gleichzeitig sowohl Erlös- als auch Kostensenkungspotenziale zu heben. Chancen können sich weiterhin auch im Zusammenhang mit COVID-19 ergeben, sofern die Pandemie zur Folge hat, dass die Finanzierung von Krankenhäusern zukünftig stärker in den politischen Fokus gerückt wird und sich somit positiv auf die Erlössituation auswirken kann. Gemäß Umlaufbeschluss vom 26. Juli 2019 wurde die Gesellschaft in das neu eingerichtete zentrale Cash-Management der REGIOMED-Gruppe einbezogen. Prognose Die Leistung soll insgesamt auf Vorjahresniveau gehalten werden. Aufgrund fehlender ärztlicher Kapazitäten in der Schmerztagesklinik ist die ambulante Schmerztherapie im ärztlichen Bereich noch unterbesetzt, weshalb eine Erlössteigerung derzeit nicht zu erwarten ist. Nach den mittelfristigen Planungsrechnungen rechnet die Geschäftsführung mit einem Verlust in 2020 in Höhe von TEUR 77, aber mit einer mittelfristigen Rückkehr in die Gewinnzone ab dem Geschäftsjahr 2021. Die Ergebnisentwicklung soll durch folgende Maßnahmen erreicht werden:
Für 2020 rechnet die Gesellschaft mit sinkenden betrieblichen Erträgen sowie annähernd gleichbleibenden Kosten mit einem Jahresfehlbetrag von -77 TEUR, der damit deutlich unter dem des Berichtsjahres liegt. Unter der Prämisse, dass die Unternehmensplanung eingehalten wird, ist die derzeitige Finanzierung der REGIOMED-Gruppe im Prognosezeitraum ausreichend. Weitere Finanzierungen sind erforderlich, sollten die Planannahmen verfehlt werden. Wir verweisen auf die Ausführungen unter "Bestands-, Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken". Im Rahmen der strategischen Entwicklung der Unternehmensgruppe wurden zur Hebung von Wirtschaftlichkeitsreserven, der Intensivierung der Kooperationen mit den anderen MVZ Standorten sowie den Kliniken und zur grundsätzlichen Reduzierung der Komplexität der REGIOMED-Gruppe Maßnahmen eingeleitet, um die medizinischen Versorgungszentren auch gesellschaftsrechtlich zusammenzuführen. Eine Unsicherheit für die Prognose besteht vor allem im Zusammenhang mit den finanziellen Auswirkungen von COVID-19. Die Geschäftsführung geht aus heutiger Sicht nicht von negativen Folgen für die gesamte Gruppe aus, kann dies jedoch auch nicht vollumfänglich ausschließen. Eine Quantifizierung der konkreten Effekte ist, aufgrund der Unsicherheit des weiteren Verlaufs der Pandemie und sich eventuell ergebende Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen, aktuell nicht möglich. Die Beurteilung und Erläuterung der voraussichtlichen Entwicklung der Klinikum Coburg GmbH mit ihren Chancen und Risiken erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen unter Zugrundelegung der aktuell zur Verfügung stehenden Erkenntnisse. Die Aussichten, Rahmenbedingungen und Entwicklungstrends können sich naturgemäß in der Zukunft verändern, ohne dass dies vorhersehbar ist. Insgesamt kann daher, besonders unter den aktuellen Herausforderungen der Covid-19-Pandemie, die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft von der prognostizierten Entwicklung abweichen.
Neustadt b. Coburg, 22. Juli 2020 Robert Wieland, Geschäftsführer |
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