Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 355
Vorher
Silotech Anlagenbau GmbH
Eingetragen
23.7.1990
Branche
Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und FuttermittelnGroßhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
Gegenstand
Groß- und Einzelhandel mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln, insbesondere Erfassung und Handel mit Saat- und Pflanzgut, dessen Aufbereitung und Vermarktung sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten und Geschäfte im Vor- und Nachleistungsbereich, Tankstellenbetrieb nebst Waschstraße, Einzelhandel mit landwirtschaftlichen Produkten und Produkten für den landwirtschaftlichen Bedarf und Imbissbetrieb

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Heidi Kertzsch
seit 1.11.2005
Prokura
Eckard Kolbe
seit 11.11.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
4.88%
4.22%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
81.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Agrarbetrieb Oberlichtenau GmbH
Germany
32.400 €
81.00%
Beiselen GmbH
Germany
7.600 €
19.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Silotech GmbH

Lichtenau (vormals: Claußnitz)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Die Firma Silotech GmbH (nachfolgend Silotech) wurde bereits 1990 gegründet. Silotech ist Spezialist in der Saatgutproduktion und Vermarktung und hat sich bis ins Jahr 2023 stetig positiv entwickelt.

Im Wesentlichen kann man die Tätigkeit von Silotech in 2 Bereiche gliedern. Das nach der europäischen Verordnung zertifizierte Saatgut (nachfolgend VO-Getreide bzw. VO-Saatgut) wird für den regionalen Markt produziert. Kerngebiete unserer Marktbearbeitung sind Sachsen und Thüringen. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt darin, Landwirten ein Qualitätsprodukt anzubieten und das mit bestem Service abzurunden. Das unterstreichen wir, neben fundierter Anbauberatung und standortangepasster Sortenempfehlung, durch ein umfangreiches Versuchswesen.

Die Produktion von Feinsaaten, insbesondere Grassamen, findet vorrangig für den nationalen und internationalen Markt statt. Dabei spielen die Herstellung und der Vertrieb von Mischungen eine große Rolle.

Die Geschäftsfelder sind durch ein zugangsbeschränktes Vertragswesen abgesichert, welches den rechtlichen Rahmen der Tätigkeit von Silotech stellt.

Der größte Teil, der von uns in Verkehr gebrachten Waren wird von uns selbst produziert. In allen Bereichen des landwirtschaftlichen Anbaus arbeiten wir langjährig mit erfahrenen Landwirten zusammen. Unser Ziel ist es durch umfangreiche Anbauberatung und Betreuung Saatgut zu erzeugen, mit dem die Landwirtschaft auf höchstem Niveau versorgt wird.

Neben dem Hauptgeschäft wird im geringen Umfang noch ein Einzelhandelsgeschäft mit landwirtschaftlichen Waren und Erzeugnissen für Privatabnehmer betrieben.

Silotech hatte seinen Sitz bis Mitte 2023 in Claußnitz. Am Standort in Claußnitz wird Saatgut in drei Aufbereitungsanlagen produziert. Der Vertriebsstandort befindet sich in Lichtenau. Im Juli 2023 ist die Verwaltung von Silotech in neue Büroräume nach Lichtenau umgezogen. Der Sitz von Silotech ist nun in Lichtenau.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach einem teils extremen Anstieg der Preise von landwirtschaftlichen Produkten im Jahr 2022, ausgelöst vom Krieg in der Ukraine, sind die Preise im Jahr 2023 wieder stark gesunken. Die Kosten für den Einkauf von Vorprodukten sind ebenfalls gesunken, haben sich aber in 2023 immer noch auf sehr hohem Niveau bewegt. Dem gegenüber standen deutlich gesunkene Saatgutpreise.

Geschäftsverlauf und Lage

Die Frühjahrssaison 2023 war noch von den Auswirkungen des Beginns des Krieges in der Ukraine 2022 und den damit verbundenen hohen Preisen geprägt.

Nach mehreren sehr trockenen Erntejahren gab es während der Ernte 2023 eine Phase mit langanhaltendem Regen. Das führte deutschlandweit zu Problemen bei der Ernte von Saatgut, insbesondere bei den Mengen und Qualitäten. Verbunden mit einem allgemeinen Rückgang der angelegten Vermehrungen kam es teilweise zu einer Verknappung von Saatgut, bzw. waren viele Sorten ausverkauft.

Unsere eigenen Vermehrungen waren dadurch nicht betroffen, so dass wir vor allem im Bereich Winterweizen deutlich mehr Ware absetzen konnten als in vergangenen Jahren.

Das erwirtschaftete Ergebnis von 1.365,4 T€ liegt unter anderem dadurch über dem Vorjahresniveau von 2022 mit 1.108,7 T€.

Die positive Umsatzentwicklung der letzten Jahre konnte 2023 fortgesetzt werden.

Umsatz- und Auftragsentwicklung sowie Darstellung der Ertragslage

Die Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr von 27.419,5 T€ auf 27.997,1 T€ gestiegen.

Der Umsatz im Bereich Gräser und Mischungen ist von 10.863,6 T€ auf 10.839,1 T€ leicht zurückgegangen.

Im Getreidebereich war die Absatzlage positiv. Der Umsatz konnte von 11.257,6 T€ auf 12.011,6 T€ gesteigert werden.

Der Bereich Ökosaatgut entwickelt sich positiv und spielt eine zunehmend stärkere Rolle.

Im Landhandel in Oberlichtenau ging der Umsatz durch das gefallene Preisniveau von 400,6 T€ auf 382,0 T€ zurück.

Der Materialaufwand hat sich aufgrund der höheren Produktionsmenge von 21.169,7 T€ auf 22.566,2 T€ erhöht.

In einem schwierigen Umfeld auf dem Arbeitsmarkt konnte der Personalbestand gehalten werden. Das Lohnniveau musste angepasst werden, so dass die Lohnkosten von 1.983,3 T€ auf 2.148,0 T€ gestiegen sind.

Insgesamt wurde ein Jahresüberschuss von 1.365,4 T€ (Vorjahr: 1.108,7 T€) erwirtschaftet, welcher gemäß dem Gewinnabführungsvertrag an die Muttergesellschaft Agrarbetrieb Oberlichtenau GmbH abgeführt wird.

Investitionen und Vermögenslage

Die Qualität unserer Produkte ist die Grundlage unseres Wirtschaftens. Ein hohes Qualitätsmanagement unserer Produktionsanlagen erfordert die regelmäßige Instandhaltung und Wartung der technischen Anlagen, Maschinen und Gebäude. Ersatzinvestitionen durch Verschleiß und Investitionen in neue, effektivere Technik sind jedes Jahr notwendig. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in einem Gesamtwert von 367,4 T€ getätigt.

Im Sommer 2023 wurde in das neu umgebaute Büro in Lichtenau umgezogen. Das Bürogebäude gehört der Muttergesellschaft Agrarbetrieb Oberlichtenau GmbH und Silotech hat die Büroräume gemietet.

Die Möbel für das neue Büro wurden aus Claußnitz mitgenommen und es wurde in neue Büroausstattung im Wert von 29,6 T€ investiert.

Weiterhin wurden ein Gabelstapler für 34,5 T€ und 5 Abrollcontainer für 35,0 T€ angeschafft. Die Container sind ein zentraler Bestandteil unserer Saatgutproduktion und werden außer zum Transport auch für die Lagerung von Saatgut genutzt.

In Oberlichtenau wurde der Umbau der Palettier- und Wickelanlage abgeschlossen. Die Gesamtkosten (2022+2023) betrugen 183,2 T€.

Der Fuhrpark für den Außendienst wurde teilweise von Leasingverträgen auf eigene PKW für 127,8 T€ umgestellt.

Die Bestände haben sich auf 3.885,7 T€ (Vorjahr: 3.669,9 T€) erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen sind auf 1.386,2 T€ gestiegen, was aus betriebsgewöhnlichen Schwankungen bei Lieferungen um den Bilanzstichtag resultiert. Größere Forderungsverluste sind nicht eingetreten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich ebenfalls leicht erhöht.

Finanzlage

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich in Folge von Tilgungen auf 50,5 T€ (Vorjahr 123,7 T€) reduziert.

Für die Investitionen wurden Eigenmittel verwendet.

Die Gesellschafter haben eine Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe von 400 T€ geleistet.

Verbindlichkeiten wurden innerhalb der Zahlungsfristen beglichen. Gewährte Skonti wurden genutzt.

Die Liquidität war jederzeit gesichert.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf der Umsatzentwicklung und dem Materialaufwand.

Der Umsatz konnte in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert werden.

Wirtschaftsjahr 2023 27.775 T€
Wirtschaftsjahr 2022 27.714 T€
Wirtschaftsjahr 2021 24.259 T€

Ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung ist der Materialaufwand. Die Materialaufwandquote konnte im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum annähernd mit 81,2 % (Vorjahr: 81,3 %) gleich gehalten werden.

Gesamtaussage

Auch im Jahr 2023 hat sich die breite Aufstellung im Saatgut über VO Getreide, Feinsaaten, Handelsware und Ökosaatgut bewährt und Silotech konnte sich als leistungsstarkes Unternehmen mit einer guten Vermögens- Finanz- und Ertragslage darstellen.

Die Stabilität in der Leistungsfähigkeit macht Silotech zu einem attraktiven Partner für Kunden und Lieferanten. Diese Leistungsfähigkeit muss aber jedes Jahr aufs Neue bewiesen werden.

Das Geschäftsjahr 2023 ist positiv verlaufen.

Prognosebericht

Das Jahr 2024 begann mit der ungewöhnlichen Tatsache, dass landwirtschaftliche Betriebe in den Fokus der Medien und der Bevölkerung gerückt sind. Politische Entscheidungen zu Förderungen in der Landwirtschaft veranlassten tausende Landwirte auf die Straße zu gehen. Die Proteste der Landwirte sind Ausdruck der Sorge um die Existenz ihrer Betriebe.

Die Landwirtschaft ist robust und kann vieles aushalten, aber die politische Transformation wird zunehmend zu einem schmerzlichen Prozess in dieser Branche. Funktionierende Strukturen werden geändert und eine verlässliche Planbarkeit ist politischen Willensbekenntnissen gewichen.

Bei allen Herausforderungen bleibt Saatgut ein zentrales Element für Wertschöpfung in der Landwirtschaft. Wir arbeiten täglich daran, unsere Leistungen an die Geschehnisse der Zeit und die Erfordernisse des Marktes anzupassen. Viele Jahre Erfahrungen mit unseren Kunden und Lieferanten stimmen uns optimistisch, auch in einer für die Landwirtschaft sehr schwierigen Zukunft, ein erfolgreicher Partner der Landwirtschaft zu sein.

Der Umsatz wird sich voraussichtlich auf dem Niveau von 2023 bewegen.

Im Jahr 2024 ist aufgrund der allgemein stark ansteigenden Löhne und Gehälter eine weitere deutliche Anpassung notwendig.

Chancen und Risiken

Risiken

Nach einem extremen Preisanstieg für landwirtschaftliche Produkte im Jahr 2022 sind die Erzeugerpreise bei nahezu gleichbleibenden Kosten wieder so stark gefallen, dass, wie schon in den Jahren vor 2022, eine kostendeckende Produktion für die Betriebe fast unmöglich ist. Dazu kommt die neue Agrarförderperiode, die für die Betriebe mit weiteren finanziellen Einschränkungen verbunden sind.

Es gibt viele sehr leistungsstarke Betriebe, die auch diese Schwierigkeiten überwinden werden, aber es wird auch Betriebe geben, die an den von außen verursachten Problemen scheitern werden. Erste Insolvenzen sind ein Zeichen dafür. Das bestehende Risikomanagement über Kreditversicherung und Überwachung der Zahlungseingänge dient zur Minimierung der eventuell drohenden Zahlungsausfälle.

Chancen

Die Landwirtschaft hat sich über Jahrzehnte an die jeweils vorherrschenden Bedingungen und den Zeitgeist angepasst. Landwirtschaftliche Produktion zur Ernährung von Menschen muss und wird es immer geben, auch wenn es politische Strömungen gibt, die ein anderes Verständnis von Landwirtschaft ideologisch durchsetzen wollen.

Durch Flexibilität und beste Vernetzung in der Landwirtschaft kann Silotech frühzeitig auf sich ändernde Bedingungen reagieren und weiterhin ein starker und zuverlässiger Partner für die Landwirtschaft sein, gerade auch in schwierigen Zeiten.

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.519,00 33.442,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 570.945,73 608.116,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.087.103,49 1.099.879,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 498.269,50 433.461,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.434,25 166.354,47
2.159.752,97 2.307.812,19
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 25.000,00 25.000,00
2. Genossenschaftsanteile 91.402,00 91.402,00
116.402,00 116.402,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 190.241,25 196.778,58
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.092.372,56 2.771.251,08
3. Geleistete Anzahlungen 603.069,92 701.867,92
3.885.683,73 3.669.897,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.317.580,67 1.084.320,62
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 189.647,17 127.538,20
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 68.600,77 83.221,90
4. Sonstige Vermögensgegenstände 388.925,53 462.145,65
1.964.754,14 1.757.226,37
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.681.289,18 1.554.981,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.285,07 5.318,30
Summe 9.838.686,09 9.445.079,58

Passiva

Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 40.000,00 40.000,00
II. Kapitalrücklage 6.092.400,00 5.692.400,00
III. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 899.773,08 899.773,08
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 122,00 172,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 18.617,58 18.617,58
2. Sonstige Rückstellungen 325.945,67 632.898,09
344.563,25 651.515,67
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 50.543,10 123.742,60
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 709.542,82 408.654,03
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.625.611,46 1.590.445,67
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 4.354,13
5. Sonstige Verbindlichkeiten 76.130,38 34.022,40
2.461.827,76 2.161.218,83
- davon aus Steuern 28. 063,60 Euro (0,00 Euro)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 18,86 Euro (1.581,84 Euro)
Summe 9.838.686,09 9.445.079,58

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
1. Umsatzerlöse 27.774.750,88 27.714.902,16
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 222.323,48 -295.408,18
3. Sonstige betriebliche Erträge 75.811,06 63.566,96
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 21.314.512,22 21.169.659,75
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.245.645,13 22.560.157,35 1.373.170,13 22.542.829,88
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.744.018,05 1.602.733,45
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 404.050,31 2.148.068,36 380.661,75 1.983.395,20
6. Abschreibungen
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 500.835,73 433.779,08
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.473.326,87 1.382.481,33
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.847,96 9.285,65
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.492,64 3.402,95
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 18.617,58 18.617,58
11. Ergebnis nach Steuern 1.386.234,85 1.127.840,57
12. Sonstige Steuern 20.828,29 19.147,29
13. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.365.406,56 1.108.693,28
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zum 31.12.2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Silotech GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Claußnitz
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Chemnitz
Registernummer: HRB 355

Hauptgesellschafter ist die Agrarbetrieb Oberlichtenau GmbH, Lichtenau (HRB 26107, Amtsgericht Chemnitz). Die Silotech GmbH stellt ein Tochterunternehmen i.S.d. § 290 HGB dar und wäre in einen Konzernabschluss der Muttergesellschaft einzubeziehen. Infolge der größenabhängigen Befreiungsvorschriften des § 293 HGB unterbleibt jedoch die Aufstellung eines Konzernabschlusses.

Der Jahresabschluss der Silotech GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagenwerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800,00 Euro werden in analoger Anwendung des § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen wurden zur Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert ausgewiesen. Die Bewertung der Forderungen erfolgte unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken. Es wurden entsprechende Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden.

Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte:

Bilanzposition darin enthalten Wert zum 31.12.2023
TEuro
Wert zum 31.12.2022
TEuro
Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 163,0 95,1
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 68,6 83,2
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 168,8 390,4
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,0 4,4

Die Hauptgesellschafterin und deren Tochterunternehmen stellen verbundene Unternehmen i.S.d. § 271 Abs. 2 HGB dar. Der Ausweis der Rechte und Pflichten gegenüber verbundenen Unternehmen erfolgt vorrangig unter gesonderten Posten der Bilanz.

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 62,4 TEuro (Vorjahr: 32,4 TEuro).

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 1,7 TEuro (Vorjahr: 0,0 TEuro). Darüber hinaus bestanden auch Forderungen gegenüber Schwestergesellschaften in Höhe von 187,9 TEuro (Vorjahr: 127,5 TEuro).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten "sonstige Rückstellungen" sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Art TEuro
ausstehende Rechnungen 172,8
Personalverpflichtungen 81,3
übrige 71,8
Bilanzposten "sonstige Rückstellungen" 325,9

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von
31.12.2023 31.12.2023
TEuro
kleiner 1 Jahr
TEuro
1 bis 5 Jahre
TEuro
größer 5 Jahre
TEuro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 50,5 50,5 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 703,0 703,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.625,6 1.625,6 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,0 0,0 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 37,4 37,4 0,0 0,0
2.416,6 2.416,5 0,0 0,0

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 50,5 TEuro.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 50,5 TEuro waren zum Abschlussstichtag besichert durch die Sicherungsübereignung der finanzierten Anlagegüter.

Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Waren.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen

In den zum Bilanzstichtag bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.625,6 TEuro (Vorjahr: 1.590,4 TEuro) sind Forderungen der Muttergesellschaft in Höhe von 1.504,8 TEuro (Vorjahr: 1.235,0 TEuro) und der Schwestergesellschaft in Höhe von 120,8 TEuro (Vorjahr: 348,5 TEuro) enthalten.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklagenanteil

In den "sonstigen betrieblichen Erträgen" sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklagenanteil in Höhe von 0,1 TEuro (Vorjahr: 0,1 TEuro) enthalten.

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Besondere Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind im Berichtsjahr nicht angefallen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Anzahl
Arbeiter 21,8
Angestellte 13,2
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 10,8
geringfügig beschäftigte Mitarbeiter 4,8
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit: 50,6

Name des Geschäftsführers

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Eckard Kolbe ausgeübter Beruf: Diplomagraringenieur

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe
Saatgut 2000 GmbH 22,73%

Da die Saatgut 2000 GmbH eine Kleinstkapitalgesellschaft im Sinne des § 267a HGB ist, wird nach § 286 Abs. 3 Satz 2 HGB auf weitere Angaben verzichtet.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Claußnitz, 29. März 2024

Silotech GmbH

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 erfolgte am: 10.10.2024.

Entwicklung des Anlagevermögens für den Zeitraum 01.01.2023 bis 31.12.2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 81.107,23 0,00 3.475,50 0,00 77.631,73
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 81.107,23 0,00 3.475,50 0,00 77.631,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.584.196,95 0,00 120.935,42 0,00 1.463.261,53
2. technische Anlagen und Maschinen 4.531.079,95 76.317,90 625.520,01 183.258,34 4.165.136,18
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.199.612,81 264.697,49 138.678,86 0,00 1.325.631,44
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 166.354,47 26.360,88 6.022,76 -183.258,34 3.434,25
Summe Sachanlagen 7.481.244,18 367.376,27 891.157,05 0,00 6.957.463,40
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
2. Genossenschaftsanteile 91.402,00 0,00 0,00 0,00 91.402,00
Summe Finanzanlagen 116.402,00 0,00 0,00 0,00 116.402,00
Summe Anlagevermögen 7.678.753,41 367.376,27 894.632,55 0,00 7.151.497,13
Abschreibungen
01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.665,23 13.922,50 3.475,00 0,00 58.112,73
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 47.665,23 13.922,50 3.475,00 0,00 58.112,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 976.080,72 37.166,50 120.931,42 0,00 892.315,80
2. technische Anlagen und Maschinen 3.431.199,96 272.249,24 625.416,51 0,00 3.078.032,69
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 766.151,31 177.497,49 116.286,86 0,00 827.361,94
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 5.173.431,99 486.913,23 862.634,79 0,00 4.797.710,43
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.221.097,22 500.835,73 866.109,79 0,00 4.855.823,16
Zuschreibungen Buchwerte
Geschäftsjahr
Euro
31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 19.519,00 33.442,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 19.519,00 33.442,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 570.945,73 608.116,23
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.087.103,49 1.099.879,99
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 498.269,50 433.461,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 3.434,25 166.354,47
Summe Sachanlagen 0,00 2.159.752,97 2.307.812,19
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 25.000,00 25.000,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 91.402,00 91.402,00
Summe Finanzanlagen 0,00 116.402,00 116.402,00
Summe Anlagevermögen 0,00 2.295.673,97 2.457.656,19

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Silotech GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Silotech GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Silotech GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Pirna, 9. September 2024

adviconta.de Dr. Gischke GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Prof. Dr. Gischke, Wirtschaftsprüfer

Dubberke, Wirtschaftsprüfer

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