Spreewerk Lübben GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Waffen und Munition
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Harald Walter Robl seit 5.7.2024 | Geschäftsführer |
Ramón Kroh seit 25.5.2021 | Geschäftsführer |
Andreas Klameth seit 7.3.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
L***** B*** | 1.41% |
K****** B*** | 1.41% |
| Name | Anteil |
|---|---|
GENERAL ATOMICS EUROPE HOLDINGS, INC. | 75.29% |
Points Four World Travel, Inc. | 15.89% |
Harvard Oil & Gas Inc. | 6.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EST Energetics GmbHRothenburg/O.L.Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Offenlegungsbilanz zum 31. Dezember 2023der EST Energetics GmbH, Rothenburg/O.L.AKTIVA
PASSIVA
Offenzulegende Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023der EST Energetics GmbH, Rothenburg/O.L.
Offenzulegender Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die EST Energetics GmbH (EST) hat ihren Sitz in Rothenburg/O.L. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter HRB 10072 eingetragen. Der Jahresabschluss der EST wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die EST ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 und 4 HGB II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Vermögensgegenstände und Schulden werden grundsätzlich einzeln bewertet. Die Bewertung der unter den Immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Lizenzen an solchen Rechten erfolgt zu Anschaffungskosten, abzüglich nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, abzüglich nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen, angesetzt, soweit nicht der niedrigere beizulegende Wert anzusetzen ist. Die Abschreibungen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden im Anlagevermögen auf einem über 5 Jahre abzuschreibenden Sammelposten erfasst. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie Fertigen Erzeugnisse und Waren werden zu Herstellungskosten angesetzt. Das Niederstwertprinzip wird dabei berücksichtigt. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne, anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich planmäßiger Abschreibungen auf das eingesetzte Anlagevermögen sowie einen angemessenen Anteil der Verwaltungsgemeinkosten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Dem möglichen Ausfallrisiko bei einzelnen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die liquiden Mittel werden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als Rechnungsabgrenzungsposten bilanziert. Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Als verbundene Unternehmen werden die Unternehmen angesehen, an denen die General Atomics Europe GmbH (GAE), Dresden, direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist. Passive latente Steuern werden berücksichtigt, sofern sich nach der Saldierung mit aktiven latenten Steuern eine Verpflichtung ergibt. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wird verzichtet. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Zusammensetzung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind im Einzelnen aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Alle am 31. Dezember 2023 und im Vorjahr bilanzierten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind - soweit nachfolgend nichts anderes angegeben - innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegenüber dem Mehrheitsgesellschafter in Höhe von TEUR 4.773 (Vorjahr: TEUR 4.363). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Mehrheitsgesellschafter (TEUR 17; Vorjahr: TEUR 2). Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Lohn- und Kirchensteuer.
Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Der Saldo der passiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt TEUR 324. Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo: TEUR 324. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Das Rohergebnis beinhaltet u. a. Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 2.455 (Vorjahr: TEUR 2.453), Erträge der Versicherung für den Wiederaufbau Gebäude in Höhe von TEUR 1.092 (Vorjahr: EUR 0), Erträge aus dem Verbrauch von Rückstellungen für Entsorgungsleistungen in Höhe von TEUR 305 (Vorjahr: TEUR 19) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 8). Des Weiteren sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 82 enthalten. In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 11) enthalten. In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 82 enthalten. Diese stehen in direktem Zusammenhang mit den Sonstigen betrieblichen Erträgen in gleicher Höhe. Die Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen ausschließlich verbundene Unternehmen (TEUR 11; Vorjahr: TEUR 15). Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen auf verbundene Unternehmen TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1). V. Sonstige Angaben Die GAE (HRB 6721 beim Registergericht Dresden) stellt einen Konzernabschluss auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Die GAE ist gleichzeitig Mutterunternehmen für den kleinsten und größten Kreis einzubeziehender Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht. Zum 31. Dezember 2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Leasing- und Mietverträgen (TEUR 798; Vorjahr: TEUR 1.293). Vom Gesamtbetrag betreffen TEUR 710 (Vorjahr: TEUR 1.148) verbundene Unternehmen und entfallen auf Verpflichtungen aus Mietverträgen. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer zeigt für die Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr folgende Zusammensetzung und Entwicklung:
Im Geschäftsjahr 2023 waren als Mitglieder des Geschäftsführungsorgans bestellt:
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Rothenburg, 19. März 2024 Die Geschäftsführung gez.Stefan Blümel gez. Ramón Kroh Offenzulegender Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023der EST Energetics GmbH, Rothenburg/O.L.
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023EST Energetics GmbH, Rothenburg/O.L.Inhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Unternehmens II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren III. Nachtragsbericht IV. Prognosebericht V. Chancen und Risiken 1. Risikobericht 2. Chancenbericht VI. Finanzinstrumente I. Grundlagen des Unternehmens Die EST Energetics GmbH, Rothenburg/O.L. (EST), verwertet explosive Abfälle und Reststoffe und entsorgt in einer nach der 17. BlmSchV zugelassenen Hochtemperatur-Anlage mit zwei Drehrohröfen. Darüber hinaus erbringt die Gesellschaft diverse Zusatz- und Ergänzungsleistungen rund um die thermische Verwertung explosiver Abfälle und Reststoffe und vermarktet den im Rahmen des Verwertungsprozesses entstehenden umwelt- und sicherheitsungefährlichen Metallschrott. Die Kernkompetenz der EST besteht in der thermischen Verwertung von explosiven Abfällen und Reststoffen wie Airbags, Pyrotechnik, Munition und Lithiumbatterien etc. durch Umwandlung der darin enthaltenen chemischen Energie in Elektroenergie unter Gewinnung von Eisen- und Nichteisenschrotten. Dabei betreibt die Gesellschaft die weltweit modernste und leistungsfähigste Einrichtung dieser Art im 24/7-Regime. Die Auftraggeber sind ausschließlich B2B-Kunden, Einrichtungen der öffentlichen Hand und Behörden. Die EST gehörte - wie im Vorjahr - zur Unternehmensgruppe der General Atomics Europe GmbH, Dresden (GAE). II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die EST hatte im Geschäftsjahr 2023 - wie die gesamte Wirtschaft in Europa - neben dem Ukraine- Krieg mit den erheblich gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten zu kämpfen. Insbesondere für den Hauptenergieträger im Unternehmen, dem Flüssiggas, galt es, die gestiegenen Energiepreise zu kompensieren. Die Kundennachfrage nach Leistungen der EST war im gesamten Berichtsjahr - wie im Vorjahr - sehr positiv. Der Markt und die Nachfrage nach Leistungen der EST ist unverändert sehr positiv und lässt die Gesellschaft optimistisch in die Zukunft blicken. Bei der Verwertung von Li-Primärzellen und pyrotechnischen Sicherheitssystemen aus dem Automotive-Bereich gehört die EST - wie in den Vorjahren - zu den Marktführern in Europa. 2. Geschäftsverlauf Der vorübergehende störfallbedingte Stillstand der thermischen Verwertungsanlage seit August 2022 zog sich bis in den Mai des Jahres 2023. Zu diesem Zeitpunkt wurde ein Interimssystem zur Beschickung eines der beiden Öfen in Betrieb genommen, wodurch ca. 80 % der Gesamtleistung ab diesem Zeitpunkt erzielt werden konnte. Gestiegene Vergütungen für Altmetalle und Schrotte trugen ebenfalls zu einer positiven Entwicklung bei. Der Auftragseingang der Gesellschaft war im Berichtsjahr weiterhin sehr zufriedenstellend. Zum Jahresende nimmt die EST einen Auftragsvorlauf von Mio. EUR 8,1 ins Geschäftsjahr 2024. Eine Herausforderung ab dem Jahr 2024 wird die durch das BEHG (Brennstoffemissionshandelsgesetz) neu zu entrichtende CO 2 -Abgabe auch für Sondermüllverbrennungsanlagen, als welche die thermische Verwertungsanlage der EST eingestuft ist. Bisher eingelagerte und angezahlte Waren enthalten keine Weiterberechnung dieser Abgabe an die Kunden. Künftig werden diese Kosten direkt an die Kunden weitergegeben. 3. Lage a) Ertragslage Die im Lagebericht des Vorjahres aufgestellte Prognose, dass Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 3,0 geplant und ein ausgeglichenes Jahresergebnis erreicht wird, konnte weit übertroffen werden. Ursächlich dafür waren vor allem die erhaltenen Versicherungsentschädigungen im Zusammenhang mit dem störfallbedingten Stillstand der thermischen Verwertungsanlage seit August 2022 und dem ab Mai 2023 gestarteten Interimsbetrieb einer der thermischen Verwertungsanlagen. Im Geschäftsjahr 2023 verbesserte sich das Rohergebnis um TEUR 581 (+8 %) auf TEUR 7.742 (Vorjahr: TEUR 7.161). Durch Preisanpassungen konnten die steigenden Kosten für Energie und Personal kompensiert werden. Ebenfalls wurden sukzessive Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungsmaßnahmen im Unternehmen vorangetrieben. Dazu zählen bspw. die erreichten Energieeinsparungen durch den Ausbau der PV-Anlagen oder die Erhöhung der Dampfturbinenleistung zur Erzeugung elektrischer Energie für den Eigenverbrauch sowie eine verbesserte Materialaufnahme. Es wurde ein Jahresergebnis von TEUR 1.306 erwirtschaftet. Hierin sind außerordentliche Erträge von TEUR 2.455 als Versicherungsentschädigungen - vor allem für die finanziellen Folgen des vorübergehenden störfallbedingten Stillstands - enthalten. b) Finanzlage Die EST ist in den konzernweiten Cash-Pool der Muttergesellschaft eingegliedert. Finanzierungs-verbindlichkeiten gegenüber Dritten bestanden im Geschäftsjahr nicht. Die Finanzlage der Gesellschaft ist, wie in den nachfolgend dargestellten Kennzahlen ersichtlich, als sehr stabil zu bezeichnen:
Die Gesellschaft verfügt somit über eine sehr gute Kapital- und Finanzausstattung. Die Reduzierung der Eigenkapitalquote resultiert aus Investitionen und der damit verbundenen Erhöhung der Bilanzsumme des Unternehmens, vorrangig für den Wiederaufbau des Hauptproduktionsgebäudes und der Sanierung des Verwaltungsgebäudes. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Langfristiges Anlagevermögen ist durch Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Im Jahr 2023 wurde ein Cash-Flow (definiert als Jahresüberschuss plus Abschreibungen) in Höhe von TEUR 1.858 erzielt. Zudem wurde der EST durch die Deutsche Bundesbank erneut die Notenbankfähigkeit bescheinigt. c) Vermögenslage Das Vermögen der EST beträgt zum Bilanzstichtag über Mio. EUR 13,8 (Vorjahr: Mio. EUR 11,1) und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 2,7 (ca. 24,5 %) erhöht. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 3.603 getätigt. Im Wesentlichen handelte es sich bei diesen Investitionen um Ersatzinvestitionen im Zusammenhang mit dem Störfall im August 2022 und Modernisierungsinvestitionen. Die größte Investition stellte der Wiederaufbau des Hauptproduktionsgebäudes mit einer Investitionssumme von Mio. EUR 2,6 dar. Das in der Bilanz ausgewiesene Anlagevermögen von Mio. EUR 6,3 (Vorjahr: Mio. EUR 3,2) entspricht 45,3 % des Gesamtvermögens. Die Verbindlichkeiten sind insgesamt im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr auf Mio. EUR 4,0 (Vorjahr: Mio. EUR 2,8) gestiegen. Der Grund dafür ist in erster Linie der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen für Entsorgungsleistungen um Mio. EUR 0,6 auf Mio. EUR 2,9 (Vorjahr: Mio. EUR 2,4), was vor allem durch den vorübergehenden störfallbedingten Stillstand der thermischen Verwertungsanlagen und zudem durch eine gute Auftragslage begründet ist. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die von der Gesellschaft ausgewerteten finanziellen Leistungsindikatoren orientieren sich an den intern zur Unternehmenssteuerung festgelegten Kennzahlen mit dem entsprechenden Plan-/Ist-Vergleich sowie einer Gegenüberstellung zu den Vorjahren. Die EST nutzt für die Unternehmenssteuerung insbesondere die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und Cashflow. Der Umsatz pro Mitarbeiter hat sich auf TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 111) erhöht. Die Umsatzrendite stieg im Geschäftsjahr von 9,6 % auf 20,8% und liegt trotz des Ausfallereignisses auf dem Niveau des Durchschnittswertes mittelständischer Dienstleister in Deutschland. Der Cashflow beträgt TEUR 1.858 (Vorjahr: TEUR 1.161). Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als sehr gut zu bewerten. III. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten. IV. Prognosebericht Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft wird weiterhin positiv beurteilt. Die EST startet in 2024 mit einem Auftragsvolumen von Mio. EUR 8,1. Für 2024 ist geplant, die Produktion in Q2 wieder vollständig anlaufen zu lassen und stufenweise auf das ursprüngliche Leistungsvermögen bis Ende 2024 zu steigern. Für das Jahr 2024 wird ein Umsatz in Höhe von Mio. EUR 9,1 sowie ein positives Jahresergebnis von Mio. EUR 0,8 erwartet. Bezüglich der Darstellung der Risiken wird auf den Risikobericht verwiesen. V. Chancen und Risiken 1. Risikobericht Bereits in vergangenen Geschäftsjahren wurde im Konzern ein Risikomanagementsystem organisatorisch und inhaltlich installiert. Ziel ist es, Risiken, die sich aus dem unternehmerischen Handeln oder dem Umfeld des Konzerns ergeben können, frühzeitig zu begegnen. Im Rahmen des im Konzern praktizierten Risikomanagementsystems erfolgt eine fortlaufende Beobachtung von möglichen Risikofaktoren, um so wirksame gegensteuernde Maßnahmen frühzeitig ergreifen zu können. Grundlegende Ziele des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) wurden in Form von Unternehmensgrundsätzen und organisatorischen Regelungen in die Prozessketten integriert. Auf der Grundlage dieses Risikomanagements wurde operativ Vorsorge getroffen, Gefährdungs-potentiale zu erkennen und in ihrer Wirkung auf das Unternehmen zu eliminieren. Die Wirksamkeit des Systems wird fortlaufend weiterentwickelt. Erkennbar veränderten Marktsituationen wurde durch entsprechende personelle und strukturelle Anpassungsmaßnahmen Rechnung getragen. Zudem wurden und werden Vertriebsaktivitäten aus-geweitet. Darüber hinaus werden keine wesentlichen Risiken außerhalb der normalen branchenüblichen Geschäftsrisiken gesehen, welchen nicht bereits bei der Bewertung des Vorratsvermögens bzw. Forderungen sowie der Bildung von Rückstellungen hinreichend Rechnung getragen wurde. Größere Risiken für die Gesellschaft sind nicht absehbar. Die sogenannte Anlassgesetzgebung stellt für Gesellschaften, die sich gewerblich mit Munition, Kriegswaffen und Explosivstoffen befassen, ein gewisses permanentes Risiko dar. Technisch ist die EST permanent einem erhöhten Risiko ausgesetzt, da sich das Unternehmen mit der Verwertung von explosiven Abfällen und Reststoffen befasst. Kaufmännisch zählen die Unsicherheiten in Bezug auf die Entwicklung der Energiekosten sowie auf zusätzliche Umweltabgaben wie die CO 2 -Abgabe auf die eingesetzten Energieträger und auf die Abwärme der Eigenerzeugung von Elektroenergie zu den größten finanziellen Risiken. Gegenwärtig wird nicht davon ausgegangen, dass die Ukraine-Krise den Betrieb der Gesellschaft in 2024 wesentlich negativ beeinträchtigt. Es wird eher davon ausgegangen, dass durch zunehmende Produktionsaktivitäten in der Rüstungsindustrie vermehrt die Entsorgung von Produktionsabfällen in der EST angefragt werden. Sollten sich dahingehend die gesetzlichen und/oder wirtschaftlichen Rahmenbedingen innerhalb Deutschlands und/oder der Europäischen Union verschärfen bzw. negativ auswirken, könnten diese Szenarien dazu führen, dass die Gesellschaft die geplanten Geschäftserwartungen nicht erfüllt. Als Risiko für den Bereich der Lithium-Primär-Batterien ist zu bewerten, dass der durch den Störfall angefallene Rückstau auf dem europäischen Markt aufgrund technologischer Kapazitätsengpässe der Anlage nicht schnell genug abgearbeitet werden kann und sich dadurch ggf. neue Marktteilnehmer mit dieser Nische beschäftigen und somit eine zusätzliche Wettbewerbssituation entsteht. 2. Chancenbericht Die thermische Verwertungsanlage der EST wird im Q2/2024 wieder voll in Betrieb gehen und ist sowohl durch existierende Verträge als auch durch schon auf Lager befindliches Entsorgungsmaterial in den nächsten Monaten voll ausgelastet. Die kontinuierliche Steigerung der Anlagenverfügbarkeit der letzten Jahre ist endlich. Daher müssen Kostensteigerungen vor allem im Bereich Energie und Personal sowie zusätzliche Abgaben durch kontinuierliche Preissteigerungen am Markt durchgesetzt werden. Weitere Schwerpunkte der unternehmensinternen Projektarbeit sind künftig die Diversifizierung in der Energiebeschaffung, die Errichtung von Pufferspeichern zur Speicherung überschüssig erzeugter Elektroenergie sowie der Ausbau der Eigenerzeugung von Energie bspw. im Bereich Windkraft. Weitere Entwicklungskonzepte zielen darauf ab, vor allem Einsparungen in den Logistikkosten aus dem innerbetrieblichen Transport sowie aus Werks- und Lagerbewachungskosten zu erzielen. VI. Finanzinstrumente Es wurden im Geschäftsjahr keine Finanzinstrumente gehalten oder erworben.
Rothenburg, 19. März 2024 Die Geschäftsführung gez. Stefan Blümel gez. Ramón Kroh Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte und nach § 326 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für dieses Geschäftsjahr haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EST Energetics GmbH, Rothenburg/O.L. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EST Energetics GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EST Energetics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, 19. März 2024 ECOVIS
Wirtschaftstreuhand GmbH
Christoph Daut, Wirtschaftsprüfer Sven Blechschmidt, Wirtschaftsprüfer Gewinn-/ Verlustverwendung Der Jahresüberschuss aus 2023 in Höhe von 1.306.034,66 EUR, sowie der Gewinnvortrag aus den Vorjahren von 4.434.020,54 EUR, insgesamt daher 5.740.055,20 EUR, wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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