Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 9678 HB
Eingetragen
5.8.2005
Branche
Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und GewürzenVerarbeitung von Kaffee und Tee, Herstellung von Kaffee-ErsatzGroßhandel mit Getränken
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Röstkaffee.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Roland Hermsen
seit 5.8.2005
Geschäftsführer
Manfred Hermsen
seit 5.8.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Manfred Hermesen-Stiftung
90.00%
10.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hermsen Holding GmbH
Germany
50000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hermsen Holding GmbH

Bremen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Amtsgericht Bremen, HRB 8288 HB

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01. JANUAR 2021 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2021

Die Hermsen-Gruppe ist eine inhabergeführte Unternehmensgruppe mit Sitz in Bremen. Die Muttergesellschaft der Hermsen-Gruppe ist die Hermsen Holding GmbH, Bremen. Die Hermsen Holding GmbH übernimmt übergeordnete Funktionen und zentrale Aufgaben. Das operative Geschäft liegt bei den Tochtergesellschaften.

Gegenstand der Konzern-Unternehmen ist die Entkoffeinierung und die Dämpfung von Rohkaffee und der Handel mit entkoffeiniertem, gedämpftem und unbearbeitetem Rohkaffee.

A. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich im Geschäftsjahr 2021 erholt. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im Jahr 2021 nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) deutlich um 5,9% 1. Es entwickelte sich damit spürbar besser als im Vorjahr, in dem es bedingt durch die Corona-Pandemie um 3,8% 2 schrumpfte.

Wegen der Lockerung der Pandemiebeschränkungen als Folge der zurückgegangenen Coronainfektionen, der umfangreichen Konjunkturhilfen und der weiterhin lockeren Geldpolitik der Notenbanken kam es in der ersten Jahreshälfte zu einer deutlichen Wiederbelebung der Weltwirtschaft.

In der zweiten Jahreshälfte 2021 nahmen die Coronainfektionen stark zu. Dies führte zu erheblichen Störungen in den globalen Lieferketten, wodurch der Welthandel und insbesondere die Industrieproduktion beeinträchtigt wurden. Infolgedessen verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum in China, in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften erhöhte sich die Inflation stark und die Energiepreise stiegen kräftig an. Vor diesem Hintergrund verlangsamte sich die Erholung der Weltwirtschaft ab der Jahresmitte 2021 spürbar.

1 Quelle: IWF - World Economic Outlook Update Januar 2022
2 Quelle: Institut für Weltwirtschaft (2020), Kieler Konjunkturberichte, Weltwirtschaft im Winter 2020, S. 7

Wirtschaftliches Umfeld 2021
Reale Veränderung des BIP in % 2021 2020
Welt 5,9 (1) -3,8 (2)
Euroraum 5,2 (1) -7,2 (2)
Deutschland 2,7 (3) -5,2 (3)
USA 5,6 (1) -3,4 ( 2)
Schwellenländer 6,5 1) -2,0 2)

1) Quelle: IWF - World Economic Outlook Update Januar 2022
2) Quelle: Institut für Weltwirtschaft (2020), Kieler Konjunkturberichte, Weltwirtschaft im Winter 2020
3) Quelle: Destatis, Pressemitteilung vom 14 Januar 2022

Im Euroraum stieg das BIP nach Angaben des IWF im Geschäftsjahr 2021 insgesamt um 5,2% (VJ -7,2%). Nach Berechnungen der europäischen Zentralbank erholte sich die Wirtschaft im Euroraum 2021 und wuchs um 5,3%. Das Vorkrisenniveau konnte wegen der in der zweiten Jahreshälfte stark steigenden Coronainfektionen jedoch nicht erreicht werden. Vor allem die zunehmenden Lieferengpässe bremsten die Wirtschaft im Euroraum. Der private Konsum verblieb auf Vorkrisenniveau.

Die Wirtschaft in Deutschland zeigte sich während der Krise im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern erfreulich stabil. Nach einem vergleichsweise moderaten Rückgang von 5,2% im Jahr 2020 wuchs die deutsche Wirtschaft 2021 mit 2,7% allerdings spürbar schwächer als im übrigen Euroraum. Gleichwohl konnte sich die deutsche Wirtschaft trotz der andauernden Pandemie und der globalen Lieferengpässe von dem Konjunktureinbruch des Vorjahres erholen. Das Wachstum 2021 betrifft fast alle Wirtschaftsbereiche. Die Wirtschaftsleistung stieg z.B. im verarbeitenden Gewerbe um 4,4% und im Handel um 3,0%. Lediglich im Baugewerbe ging die Wirtschaftsleistung um 0,4% zurück. Der private Konsum stabilisierte sich 2021 auf dem Niveau des Vorjahres, welches deutlich unter dem Vorkrisenniveau lag. Die deutschen Exporte stiegen 2021 um 9,4%, während die Importe um 8,6% zulegten. Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland lag bei 44,9 Mio. und damit in etwa auf dem Vorjahresniveau.

Die Wirtschaftsleistung der USA stieg um 5,6% wodurch der krisenbedingte Rückgang des Vorjahres mehr als ausgeglichen werden konnte. Die Schwellen- und Entwicklungsländer verzeichneten 2021 einen Anstieg der Wirtschaftsleistung von 6,5% (VJ -2,0%). Die chinesische Volkswirtschaft schaffte es als eine der wenigen Volkswirtschaften weltweit sowohl 2020 wie auch 2021 zu wachsen.

Kaffee ist ein weltweit gehandeltes Genussmittel. Die Nachfrage nach Kaffee verläuft weitgehend unabhängig von den üblichen konjunkturellen Schwankungen. Wir als Rohkaffeehändler sind von konjunkturellen Einflüssen daher nur begrenzt betroffen.

Nach einem starken Jahr 2020 verzeichnete der deutsche Kaffeemarkt 2021 erneut ein Wachstum. Der Pro-Kopf-Konsum von Kaffee stieg von 168 auf 169 Liter. Das entspricht rund 500 Millionen Tassen, die im vergangenen Jahr deutschlandweit mehr als 2020 getrunken wurden. 3

Im abgelaufenen Jahr sind die Rohkaffeepreise deutlich angestiegen. Der an der New Yorker Börse gehandelte Arabica hatte seinen Tiefststand Mitte Januar 2021 mit 120,77 US-Cent per Lb (VJ 94,55 US-Cent per Lb). Seinen Höchststand erreichte er im Dezember 2021 mit 252,41 US-Cent per Lb (VJ 135,45 US-Cent per Lb).

Der Preis des an der Londoner Börse gehandelten Robusta hat sich ähnlich entwickelt. Die Robustapreise handelten 2021 zwischen 1.296 USD per MT und 2.386 USD per MT. Im Vorjahr lag die Spanne zwischen 1.109 USD per MT und 1.471 USD per MT 4.

Für die Entwicklung der Rohkaffeepreise sind im Wesentlichen die Qualität und die Höhe der Ernten und die Höhe der Lagerbestände in den Produktions- bzw. Konsumländern bestimmend.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die vom Konzern abgesetzte Menge mit 30.3321 im Vergleich zum Vorjahr (VJ 35.446 t) niedriger ausgefallen. Der Absatz von bearbeitetem Rohkaffee belief sich auf 22.688 t (VJ 26.466 t) und von unbearbeitetem Rohkaffee auf 7.644 t (VJ 8.980 t).

Die installierte Jahreskapazität für die Entkoffeinierung von Rohkaffee beträgt weltweit schätzungsweise 450.000 t. Die CR3-Kaffeeveredelung M. Hermsen GmbH hat daran einen Anteil von 145.000 t und gehört damit zu den größeren Anbietern.

Die effektiv in die Entkoffeinierung und Dämpfung gegangenen Mengen Rohkaffee beliefen sich auf 140.582 t gegenüber 142.780 t im Vorjahr, was einem Rückgang um rd. 1,6 % entspricht.

Für das Geschäftsjahr 2021 wurden ein positiver Rohertrag sowie ein positives Gesamtergebnis (EBT) jeweils unter dem Vorjahresniveau erwartet. Während aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung der Rohertrag übertroffen wurde, konnte das prognostizierte Gesamtergebnis (EBT) aufgrund der negativen Effekte im neutralen Ergebnis nicht erreicht werden.

3 Deutscher Kaffeeverband. Pressemitteilung vom 08. April 2022
4 Quelle: Refinitiv, ehem. Thomson Reuters

Der Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2021 war vor dem Hintergrund der dargestellten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklungen für den Konzern insgesamt gleichwohl noch zufriedenstellend.

B. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der Konzern setzt zur Steuerung erfolgsorientierte finanzielle Leistungsindikatoren ein. Dies sind im Wesentlichen:

Rohertrag

EBT.

Das Gesamtvermögen in Höhe von TEUR 157.799 (VJ 147.383) besteht zu 38,7 % (VJ 40,8 %) aus langfristig gebundenem Vermögen und zu 61,3 % (VJ 59,2 %) aus kurzfristig gebundenem Vermögen.

Die Zunahme des Gesamtvermögens beruht auf der Zunahme des kurzfristig gebundenen Vermögens (TEUR 9.499) und des langfristig gebundenen Vermögens (TEUR 917). Die Zunahme des langfristig gebundenen Vermögens entfällt überwiegend auf Finanzanlagen. Die Zunahme des kurzfristigen Vermögens entfällt insbesondere auf die Vorräte (TEUR 10.826), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 5.844) und die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 1.906).

Die Eigenkapitalquote verringerte sich um 2,5 %-Punkte auf 29,3 %. Absolut ist das Eigenkapital um TEUR 657 auf TEUR 46.183 gesunken.

Die Zunahme der Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Anleihen im Zuge der Währungsumrechnung sowie abgegrenzter Zinszahlungen.

Die Quote des langfristigen Fremdkapitals erhöhte sich um 0,3 %-Punkte auf 51,2 %.

Die Abnahme des Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 9.099 beruht auf dem Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 6.623, dem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 63 sowie aus dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 2.413. Die Liquidität im Konzern war jederzeit sichergestellt. Auch künftig werden die Konzernunternehmen in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachzukommen.

Die im operativen Geschäft erbrachte Leistung (Gesamtleistung) nahm gegenüber dem Vorjahr um TEUR 11.671 zu. Ursächlich hierfür waren der Anstieg der Umsatzerlöse um TEUR 6.271 sowie ein Bestandsaufbau um TEUR 5.433.

Der Anstieg des Materialaufwands von TEUR 75.731 um TEUR 8.046 auf TEUR 83.777 erfolgte im Wesentlichen proportional zur Zunahme der Gesamtleistung. Dies führte zu einem um TEUR 3.625 höheren Rohertrag von TEUR 43.549.

Das Zinsergebnis verbesserte sich von TEUR -6.247 auf TEUR -6.104.

Das neutrale Ergebnis spiegelt den Saldo aus nicht dem Betriebszweck direkt dienenden Aufwendungen und Erträgen wider. Es belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR -2.338 nach TEUR 3.088 im Vorjahr. Der Rückgang des neutralen Ergebnisses ist insbesondere auf Wechselkursschwankungen zurückzuführen.

Das Gesamtergebnis vor Ertragsteuern (EBT) ging um TEUR 3.072 auf TEUR -558 zurück.

Das Konzernergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.315 auf TEUR -657 gefallen.

C. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risiken werden von den Konzern-Gesellschaften in angemessenem Umfang identifiziert, analysiert und bewertet sowie deren mögliche Auswirkungen auf die weitere Entwicklung des Konzerns geprüft.

Die Risikobewertung erfolgt für jedes Einzelrisiko hinsichtlich des Risikoausmaßes und der Eintrittswahrscheinlichkeit. Im Folgenden werden die von dem Konzern als wesentlich betrachteten aktuellen Einzelrisiken in absteigender Rangfolge nach Höhe des Risikos dargestellt.

a) Geschäftsbereich Handel:

Es bestehen Ausfallrisiken bei den Leistungsforderungen, denen durch ein konsequentes Forderungsmanagement begegnet wird. Für verbleibende Restrisiken werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet.

Im Bereich der Währungen bestehen Risiken durch Kursschwankungen zwischen USD und Euro. Betroffen sind in erster Linie Forderungen, flüssige Mittel und Verbindlichkeiten. Diesen finanzwirtschaftlichen Risiken begegnen wir durch eine laufende USD-Long/Short-Gegenüberstellung. Erkennbaren Risiken wird durch den Abschluss von USD-Termingeschäften Rechnung getragen.

Es bestehen finanzielle Risiken (und auch Chancen) in Verbindung mit dem Warenbestand und den offenen Ein- und Verkaufskontrakten, die in der Regel durch Termingeschäfte an den Kaffeeterminbörsen New York und London über "Futures" und Optionen abgesichert werden.

b) Geschäftsbereich Kaffeebearbeitung:

Es bestehen Ausfallrisiken bei den Leistungsforderungen, denen durch ein konsequentes Forderungsmanagement begegnet wird. Für verbleibende Restrisiken werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet.

Die Währungskurs-Risiken betreffen auch hier in erster Linie Forderungen, flüssige Mittel und Verbindlichkeiten. Diesen begegnen wir durch eine laufende USD-Long/Short Gegenüberstellung. Erkennbaren Risiken begegnen wir durch den Abschluss von USD-Termingeschäften.

Die Ergebnisse der CR3-Kaffeeveredelung M. Hermsen GmbH werden auch künftig maßgeblich von der Auslastung und den erzielbaren Bearbeitungspreisen auf der Erlösseite und den Energiekosten auf der Aufwandsseite bestimmt.

Die wirtschaftliche Entwicklung der im Konzernabschluss zusammengefassten Unternehmen kann durch die anhaltende Corona-Pandemie sowie die in diesem Zusammenhang möglicherweise zu ergreifenden Maßnahmen und Beschränkungen negativ beeinträchtigt werden. Ebenso können die Personalkapazitäten durch einen erhöhten Krankenstand bzw. aufgrund der Einhaltung von pandemiebedingten Quarantäneauflagen deutlich eingeschränkt werden.

Aufgrund der derzeitig angespannten Erdgasversorgungslage kann es zu Engpässen bei der Versorgung mit Erdgas kommen. Diese können zu Einschränkungen oder Unterbrechungen der Produktion führen. Zurzeit können die sich hieraus ergebenden Risiken weder quantitativ noch zeitlich beurteilt werden.

Bestandsgefährdende Risiken, die die Fortführung des Konzerns gefährden sind nicht erkennbar.

D. Voraussichtliche Entwicklung

Der Preis für Arabica-Kaffee bewegte sich an der New Yorker Börse bisher in 2022 jeweils im zweiten Monat zwischen rd. 202 USD-Cent/Ib und rd. 260 USD-Cent/Ib. Der Preis für Robusta-Kaffee bewegte sich an der Londoner Börse jeweils im zweiten Monat zwischen USD 2.004 und USD 2.286/mt. Für den Rest des Jahres sehen wir die Börsenpreise im Großen und Ganzen weiter innerhalb dieser Spannen. Auch bei den derzeit sehr festen Differenzialen sehen wir im weiteren Verlauf des Jahres keine größeren Veränderungen.

Von außergewöhnlichen Ereignissen und Entwicklungen abgesehen, erwarten wir - basierend u. a. auf der bisherigen Entwicklung - für das Geschäftsjahr 2022 einen positiven Rohertrag, der in etwa das Niveau des Vorjahres erreichen wird.

Für 2022 werden wir ein voraussichtlich ausgeglichenes Gesamtergebnis vor Steuern erzielen, welches in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Unserer Planung liegt dabei die Annahme zugrunde, dass wir vor allem mit Erdgas weiterhin zu den kontrahierten Bedingungen beliefert werden. Größere Investitionen sind für 2022 in Fortsetzung von 2021 in Form eines neuen ERP/EAI-Systems geplant.

Konzernbilanz

AKTIVA

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 243.466,68 234.800,41
2. Geleistete Anzahlungen 334.113,65 0,00
577.580,33 234.800,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.386.748,28 6.651.568,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.039.125,51 4.327.620,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.180.584,07 3.186.858,37
4. Geleistete Anzahlungen 2.224.211,86 1.900.374,94
15.830.669,72 16.066.423,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 35.932.288,13 35.832.288,13
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 577.641,33 552.368,38
3 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.196.475,93 7.511.731,45
44.706.405,39 43.896.387,96
61.114.655,44 60.197.611,37
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren 26.975.732,20 18.628.705,61
2. Unfertige Erzeugnisse 229.164,25 175.852,49
3. Fertige Erzeugnisse 4.677.738,05 2.615.313,75
4. Geleistete Anzahlungen 419.862,06 56.095,77
32.302.496,56 21.475.967,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.146.041,06 14.301.655,18
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10.606,51 27,08
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 2.282,64
4. Sonstige Vermögensgegenstände 8.734.964,89 6.829.095,52
28.891.612,46 21.133.060,42
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 35.344.469,91 44.443.545,66
96.538.578,93 87.052.573,70
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 145.642,43 132.545,02
157.798.876,80 147.382.730,09

PASSIVA

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.600.000,00 1.600.000,00
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 22.200.429,81 22.200.429,81
III. Gewinnvortrag 23.039.074,39 19.380.898,72
IV. Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss -656.744,06 3.658.175,67
46.182.760,14 46.839.504,20
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 98.600,00 2.432.850,33
2. Sonstige Rückstellungen 4.336.871,05 3.130.589,94
4.435.471,05 5.563.440,27
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Anleihen 97.211.511,77 84.242.918,41
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.655.596,67 6.838.899,18
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.375.000,00 1.375.000,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.640,24 17.031,26
5. Sonstige Verbindlichkeiten 988.764,63 1.477.930,47
- davon aus Steuern: EUR 242.589,56 (Vorjahr: EUR 807.512,24)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 23.527,03 (Vorjahr: EUR 33.043,27)
106.239.513,31 93.951.779,32
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 941.132,30 1.028.006,30
157.798.876,80 147.382.730,09

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 125.220.524,19 118.949.269,29
2. Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.105.045,80 -3.327.658,94
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 33.269,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 7.351.313,10 17.218.995,03
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 6.046.994,34 (Vorjahr: EUR 15.951.406,92)
5. Materialaufwand:
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -83.777.139,59 -75.731.055,81
6. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter -16.444.332,63 -15.525.641,36
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.476.241,51 -2.290.077,98
-18.920.574,14 -17.815.719,34
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.648.603,52 -1.611.712,82
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -24.675.231,45 -28.818.242,35
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 9.361.292,55 (Vorjahr: EUR 13.032.868,01)
9. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 25.272,95 32.368,38
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 112.856,33 236.474,89
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.217.350,18 -6.515.736,19
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -98.598,09 1.143.513,66
13. Ergebnis nach Steuern -522.484,60 3.793.764,80
14. Sonstige Steuern -134.259,46 -135.589,13
15. Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss -656.744,06 3.658.175,67

Konzernanhang

der HERMSEN HOLDING GMBH

I. Allgemeine Grundsätze der Konzernrechnungslegung

1. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der Hermsen Holding GmbH, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung aufgestellt. Die Hermsen Holding GmbH ist unter der Nummer HRB 8288 HB in das Handelsregister des Amtsgerichts Bremen eingetragen.

Für den Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Von dem Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB (analog), wonach die Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans nicht genannt zu werden brauchen, wurde Gebrauch gemacht.

Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der Hermsen Holding GmbH alle Tochterunternehmen einbezogen. Bei diesen Unternehmen übt die Hermsen Holding GmbH einen beherrschenden Einfluss aus.

Es handelt sich um folgende Gesellschaften:

Name Sitz Anteil am Kapital
Coffy Handels-Gesellschaft Bremen m.b.H. Bremen 100,0%
CR3-Kaffeeveredelung M. Hermsen GmbH Bremen 100,0%
CR3-Analytik GmbH & Co. KG Anteilsinhaber CR3-Kaffeeveredelung M. Hermsen GmbH Bremen 100,0%
Transcargo Hermsen, Biehusen GmbH Bremen 100,0%
Reint Alberts GmbH Bremen 100,0%
Gut Barz Verwaltungs-GmbH Bremen 100,0%

Die vorgenannten Tochtergesellschaften (Kapitalgesellschaften) sind nach §§ 264 Abs. 3, 264b HGB von ihrer Verpflichtung befreit, einen Lagebericht aufzustellen sowie einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften für die Geschäftsjahre 2021 offen zu legen.

Die Gut Barz GmbH & Co. KG, Dahmen/OT Barz, wurde nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da kein beherrschender Einfluss vorliegt. Es besteht unter anderem keine Mehrheit der Stimmrechte an der Gut Barz GmbH & Co. KG, Dahmen/OT Barz. Die Beteiligung beträgt 91,7% des Stammkapitals der Gesellschaft und wird zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die ANKA Angewandte Kaffeetechnologie GmbH, Bremen, wurde nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da kein beherrschender Einfluss vorliegt. Es besteht unter anderem keine Mehrheit der Stimmrechte an der ANKA Angewandte Kaffeetechnologie GmbH, Bremen. Die Beteiligung beträgt 36,0% des Stammkapitals und wird nach der Equity-Methode bilanziert.

3. Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung wurde für die Vollkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F. nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen durchgeführt. Als Stichtag für die Erstkonsolidierung wurde gemäß § 301 Abs. 2 HGB der Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile gewählt.

Bei der Schuldenkonsolidierung wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten der einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet (§ 303 Abs. 1 HGB).

Zwischengewinne aufgrund von Lieferungen und Leistungen zwischen den Konzernunternehmen wurden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgte gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die in den Konzernabschluss nach § 300 Abs. 2 HGB übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen sind nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens anwendbaren Bewertungsmethoden einheitlich bewertet worden.

Bilanzierungswahlrechte (§ 300 Abs. 2 HGB) und Bewertungswahlrechte (§ 308 Abs. 1 HGB) wurden im Konzernabschluss nicht neu ausgeübt.

Der Konzernabschluss und die einbezogenen Jahresabschlüsse sind nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden.

Im Einzelnen wurden im Konzern folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Anlagevermögen

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden vermindert um Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Angesetzt wurden die steuerlich zulässigen Abschreibungssätze unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode. Sachanlagen, die vor 2011 bzw. ab 2020 angeschafft wurden, wurden nach der geometrisch-degressiven Abschreibungsmethode abgeschrieben; zur linearen Abschreibung wurde übergegangen, wenn diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führte. Die Abschreibungsdauern bewegen sich zwischen 3 und 30 Jahren.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens von EUR 250,00 bis zu EUR 800,00 werden als Sofortabschreibung geltend gemacht.

Das Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, sofern die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Waren wurden - da keine eindeutige Abgrenzung möglich ist - zu einem Posten mit der Bezeichnung "Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren", zusammengefasst.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Abwertungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Abwertungen für Bestandsrisiken werden berücksichtigt. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird angewandt. Sofern die vorstehend ermittelten Wertansätze die von dem Deutschen Kaffeeverband e.V. (DKV) ermittelten Tageswerte am Abschlussstichtag überstiegen, wurde nach dem Niederstwertprinzip der niedrigere Preis It. Kaffeepreisliste angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind.

Dabei erfolgt für die unfertigen Erzeugnisse sowie für das aufbereitete Rohkoffein unter den fertigen Erzeugnissen eine retrograde Wertermittlung auf Basis der Nettoverkaufserlöse für das Reinkoffein unter Abzug noch anfallender Kosten sowie eines Gewinnanteils.

Der Konzern nimmt das Wahlrecht nach § 255 Abs. 3 S. 2 HGB nicht in Anspruch und aktiviert keine Fremdkapitalzinsen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert oder mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils mit dem Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert bewertet.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden für alle ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wird vorsichtig bewertet und alle erkennbaren Risiken werden berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung der Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflation) berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Abschlussstichtag abgezinst.

Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten wurden jeweils mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 2 HGB Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Konzernabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

Derivative Finanzinstrumente

Finanzinstrumente
Kategorie Art Nominalvolumen Bewertungsmethode Bilanzposten Buchwert Marktwert
TEUR TEUR TEUR
Währungsbezogene Geschäfte Devisentermin-
kontrakte
259 marktpreis orientiert sonstige Rückstellungen 4 264
Indexbezogene Warenoptions-
käufe
920 marktpreis orientiert sonstige Vermögensgegenstände 617 * 933
Geschäfte Warenoptions-
verkäufe
129 marktpreis orientiert sonstige Verbindlichkeiten / Rückstellungen 133 -43

* gezahlte Prämien für Optionskäufe

Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die Zeitwerte der Finanzinstrumente ergeben sich aus der Bewertung der ausstehenden Positionen zu Marktpreisen ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus Grundgeschäften. Sie entsprechen den Aufwendungen bzw. Erträgen bei einer Glattstellung der Derivatkontrakte zum Bilanzstichtag. Die Bewertung sowohl der Devisenderivate wie auch der Rohstoffderivate erfolgt zu Marktwerten auf der Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden und auf der Basis abgeleiteter Parameter, für die entweder direkt oder indirekt abgeleitete Preise auf einem aktiven Markt zur Verfügung stehen.

Grundsätze der Umrechnung von Fremdwährungsposten

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederwertprinzip) oder höher lagen (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

II. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr können aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden.

Forderungen

Die Forderungen haben wie im Vorjahr auch sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen decken alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aus Urlaubsverpflichtungen (TEUR 335), für Tantieme (TEUR 811), für die Abgabe Emissionszertifikate (TEUR 1.899) und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 860).

Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich wie im Vorjahr ausschließlich um Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Latente Steuern

Zum 31. Dezember 2021 errechneten sich künftige Steuerentlastungen aus abweichenden Wertansätzen bei den Vorräten sowie den sonstigen Rückstellungen und den Verbindlichkeiten aus Anleihen in der Steuerbilanz in Höhe von TEUR 1.458. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 31,925 % zugrunde. Das Wahlrecht, den aktivischen Überhang latenter Steuern nicht zu bilanzieren, wurde in Anspruch genommen.

Umsatzerlöse

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse unterbleibt mit Hinweis auf § 314 Abs. 1 Nr. 3 Halbsatz 2 HGB.

Periodenfremde Aufwendungen / periodenfremde Erträge

Aus der Auflösung von Schuldposten ergaben sich periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 50 (VJ TEUR 29). Periodenfremde Aufwendungen aus Forderungsverlusten sind in Höhe von TEUR 3 (VJ TEUR 18) angefallen.

Finanzergebnis

Die Zinsaufwendungen an Gesellschafter belaufen sich auf TEUR 63 (VJ TEUR 63).

III. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen werden jährlich Aufwendungen in Höhe von TEUR 177 (VJ TEUR 155) fällig.

Gewinnrücklagen

Die in dem Konzernabschluss ausgewiesenen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 22.200 stehen dem Mutterunternehmen in voller Höhe für Ausschüttungen zur Verfügung.

Beschäftigte

Die Hermsen-Unternehmensgruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2021 im Durchschnitt 261 Arbeitnehmer, davon

 

180 gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr: 169) und

 

81 Angestellte (Vorjahr: 76) (ohne Geschäftsführer).

Auf die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB wurde entsprechend § 314 Abs. 3 HGB verzichtet.

Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021

Abschlussprüfungsleistungen TEUR 78 Steuerberatungsleistungen TEUR 21

Aufstellung über den Anteilsbesitz

An nachstehenden Unternehmen bestehen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB:

Kapital-Anteil Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
Name Sitz % EUR EUR
Gut Barz GmbH & Co. KG Dahmen / OT Barz 91,67 32.101.959,74 -814.754,89
ANKA Angewandte Kaffeetechnologie GmbH Bremen 36,0 715.670,82 70.202,65

Vorschlag der Geschäftsleitung für die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung der Hermsen Holding GmbH schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Hermsen Holding GmbH sind:

Kaufmann Manfred Hermsen
Dipl.-Finw. (FH) Burchard Schröder
M.Sc. Eng. Jan Christoph Schwital

IV. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Aufgrund des anhaltenden Krieges und der eingeleiteten Sanktionen gegen Russland und Belarus erwarten wir zukünftig steigende Energiepreise sowie steigende Einkaufspreise.

Die weitere Entwicklung der Coronapandemie und des Russland-Ukraine Kriegs ist aufgrund der dynamischen Entwicklung unverändert nur mit hoher Unsicherheit vorhersehbar, sodass die tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen derzeit nicht eingeschätzt werden können. Darüber hinaus sind nach dem Abschlussstichtag keine Vorgänge eingetreten, die für den Konzern eine im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB besondere Bedeutung haben.

 

Bremen, 27. Juli 2022

Manfred Hermsen

Jan Christoph Schwital

Burchard Schröder

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 1.903.223,33 97.896,27 0,00 19.032,00 1.982.087,60
Geleistete Anzahlungen 0,00 334.113,65 0,00 0,00 334.113,65
1.903.223,33 432.009,92 0,00 19.032,00 2.316.201,25
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 14.394.283,43 62.001,36 0,00 0,00 14.456.284,79
Technische Anlagen und Maschinen 108.904.288,90 109.207,90 165.453,56 0,00 109.178.950,36
Andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.220.839,02 665.667,11 5.620,10 521.118,11 10.371.008,12
Geleistete Anzahlungen 1.900.374,94 494.910,58 -171.073,66 0,00 2.224.211,86
135.419.786,29 1.331.786,95 0,00 521.118,11 136.230.455,13
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 35.832.288,13 100.000,00 0,00 0,00 35.932.288,13
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 552.368,38 25.272,95 0,00 0,00 577.641,33
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.511.731,45 684.744,48 0,00 0,00 8.196.475,93
43.896.387,96 810.017,43 0,00 0,00 44.706.405,39
181.219.397,58 2.573.814,30 0,00 540.150,11 183.253.061,77
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 1.668.422,92 89.230,00 19.032,00 1.738.620,92
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.668.422,92 89.230,00 19.032,00 1.738.620,92
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 7.742.714,51 326.822,00 0,00 8.069.536,51
Technische Anlagen und Maschinen 104.576.668,13 563.156,72 0,00 105.139.824,85
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.033.980,65 669.394,80 512.951,40 7.190.424,05
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
119.353.363,29 1.559.373,52 512.951,40 120.399.785,41
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
121.021.786,21 1.648.603,52 531.983,40 122.138.406,33
Buchwerte
Stand 31.12.2021 Stand 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 243.466,68 234.800,41
Geleistete Anzahlungen 334.113,65 0,00
577.580,33 234.800,41
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 6.386.748,28 6.651.568,92
Technische Anlagen und Maschinen 4.039.125,51 4.327.620,77
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.180.584,07 3.186.858,37
Geleistete Anzahlungen 2.224.211,86 1.900.374,94
15.830.669,72 16.066.423,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 35.932.288,13 35.832.288,13
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 577.641,33 552.368,38
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.196.475,93 7.511.731,45
44.706.405,39 43.896.387,96
61.114.655,44 60.197.611,37

Verbindlichkeitenspiegel Konzern 2021

Art der Verbindlichkeiten Gesamtbetrag davon Betrag mit einer Restlaufzeit von Gesicherte
bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre Beträge
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Anleihen 97.211.511,77 16.378.472,58 80.833.039,19 80.833.039,19 0,00
(Vorjahr 84.242.918,41 9.159.050,07 75.083.868,34 75.083.868,34 0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.655.596,67 6.655.596,67 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr 6.838.899,18 6.838.899,18 0,00 0,00 0,00)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.375.000,00 1.375.000,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr 1.375.000,00 1.375.000,00 0,00 0,00 0,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.640,24 8.640,24 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr 17.031,26 17.031,26 0,00 0,00 0,00)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 988.764,63 988.764,63 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr 1.477.930,47 1.477.930,47 0,00 0,00 0,00)
106.239.513,31 25.406.474,12 80.833.039,19 80.833.039,19 0,00
(Vorjahr 93.951.779,32 18.867.910,98 75.083.868,34 75.083.868,34 0,00)

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021

Das Konzern-Eigenkapital entwickelte sich wie folgt:

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag Konzern-Eigenkapital
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Januar 2020 1.600.000,00 22.200.429,81 15.402.623,25 3.978.275,47 43.181.328,53
Gewinnverwendung 3.978.275,47 -3.978.275,47
Konzernjahresüberschuss 2020 0,00 0,00 0,00 3.658.175,67 3.658.175,67
31. Dezember 2020 1.600.000,00 22.200.429,81 19.380.898,72 3.658.175,67 46.839.504,20
Gewinnverwendung 3.658.175,67 -3.658.175,67
Konzernjahresfehlbetrag 2021 0,00 0,00 0,00 -656.744,06 -656.744,06
31. Dezember 2021 1.600.000,00 22.200.429,81 23.039.074,39 -656.744,06 46.182.760,14

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021

2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag) -657 3.658
Abschreibungen (+) auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.649 1.612
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen -1.128 -3.054
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) 5.724 -6.756
Cashflow i. e. S 5.588 -4.540
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -21.130 16.474
Abnahme (-)/Zunahme (+) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 298 -3.763
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -15 47
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) 6.104 6.279
Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) 99 -1.144
Ertragsteuererstattungen (+)/Ertragsteuerzahlungen (-) 2.433 -3.597
Cashflow aus der laufender Geschäftstätigkeit -6.623 9.756
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (-) -432 -51
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (-) -1.332 -1.711
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen (-) -785 -2.862
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens (+) 23 20
Erhaltene Zinsen (+) 113 237
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.413 -4.367
Gezahlte Zinsen (-) -63 -64
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -63 -64
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -9.099 5.325
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode (+) 44.443 39.118
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 35.344 44.443

Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds ist definiert als Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.

Die sonstige zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus der Währungsumrechnung sowie abgegrenzten Zinszahlungen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hermsen Holding GmbH, Bremen

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der Hermsen Holding GmbH, Bremen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hermsen Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANT-WORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oldenburg, 12. September 2022

BDO Oldenburg GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Renken, Wirtschaftsprüfer

gez. Obst, Wirtschaftsprüfer

Billigung des Konzernabschlusses zum 31.12.2021

Auf der Gesellschafterversammlung der Hermsen Holding GmbH vom 14. Dezember 2022 wurde der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 gebilligt.

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