Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 277523
Vorher
Blitz F21-667 GmbH
Eingetragen
1.11.2021
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Verwaltung des eigenen Vermögens sowie Erwerb, Halten, Verwalten und Veräußerung von Beteiligungen jeder Art, insbesondere an anderen Gesellschaften, im eigenen Namen und für eigene Rechnung; Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere Beratungs- und Managementdienstleistungen, gegenüber verbundenen Unternehmen der Gesellschaft gegen Entgelt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian James
seit 11.11.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Markus Dr. Hamm
seit 8.7.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (5)

NameAnteil
Valentine Luxembourg S.à r.l.LUX
46.00%
Rubicon Topco LimitedGBR
46.00%
6.75%
1.25%
13536840 Canada Inc.CAN
0.00%

Gesellschafter
Beta

4 von 5 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Valentine Luxembourg S.à r.l.
Luxembourg
46.00%
Rubicon Topco Limited
United Kingdom
46.00%
Glass Co-Invest GmbH & Co. KG
Germany
6.75%
Glass Management Participation GmbH & Co. KG
Germany
1.25%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Veonet Vision GmbH

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Inhaltsverzeichnis

Konzernlagebericht 2022

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

1. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

3. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

Konzernanlagenspiegel

4. Konzernkapitalflussrechnung

5. Konzerneigenkapitalspiegel

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Konzernlagebericht 2022

Inhaltsverzeichnis

A. Angaben zur Geschäftsgrundlage

Geschäftstätigkeit

Forschung und Entwicklung

B. Wirtschaftsbericht

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Finanzielle Leistungsindikatoren Geschäftsverlauf

Lage

a) Umsatzentwicklung

b) Ertragslage

c) Finanzlage

d) Vermögenslage

C. Bericht über die Prognose sowie Chancen und Risiken

a) Management- und Kontrollsysteme

Risikomanagementsystem

Internes Kontrollsystem (IKS)

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

b) Darstellung der wesentlichen Risiken

Personal

Zinsänderungen und Währungsrisiken

Material

IT-Systeme

c) Bewertung der derzeitigen Risikosituation

d) Chancen

Unterstützende Wachstumstrends und Marktdynamik

e) Prognosebericht

A. Angaben zur Geschäftsgrundlage

Die veonet Gruppe (= veonet), mit Hauptsitz in München, gehört zu den führenden paneuropäischen Augenklinikbetreibern mit 253 Kliniken (davon 145 Standorte der ambulanten Augenchirurgie) in Deutschland, Großbritannien, der Schweiz, den Niederlanden, in Spanien sowie in Andorra.

Am 15. März 2022 wurden die Anteile an der Veonet GmbH durch den bisherigen Gesellschafter an die Veonet Lense GmbH (vormals Blitz F21-433 GmbH) veräußert. Im Zuge dieses Gesellschafterwechsels hat sich die Konzernstruktur wie folgt verändert: Muttergesellschaft der Veonet Gruppe ist nunmehr die Veonet Vision GmbH als Alleingesellschafterin der Veonet Eye GmbH, die wiederum 100% Gesellschafterin der Veonet Lense GmbH ist.

Für den Erwerbszeitpunkt zum 15. März 2022 wurde eine Neubewertungsbilanz des erworbenen Konzerns erstellt.

Die Veonet Vision GmbH übte bereits im Geschäftsjahr 2021 beherrschenden Einfluss auf die Veonet Eye GmbH sowie Veonet Lense GmbH aus. Von der Aufstellungspflicht eines Konzernabschlusses war die Veonet Vision GmbH gemäß § 293 HGB befreit. Somit wird in vorliegenden Lagebericht auf Vergleichsangaben zum Vorjahr verzichtet.

Die Veonet GmbH fungiert als Management Holding für die veonet Gruppe; diese wurde im Jahr 2022 durch zwei Geschäftsführer vertreten. Die Veonet GmbH ist mittelbar an Landesgesellschaften in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, der Schweiz, in Spanien und in Andorra beteiligt. Die Landesgesellschaften werden durch lokale Geschäftsführer*innen und je nach Größe der Gesellschaft ergänzend von Regionalmanagementteams operativ gesteuert. Auf lokaler Ebene tragen im jeweiligen Standort der ärztliche Leiter*innen, ergänzt um das Standortmanagement und die OP-Leitung, die Verantwortung.

Die Kliniken der veonet bieten das gesamte Behandlungsspektrum der stationären und ambulanten Augenheilkunde an. Dies schließt diagnostische Untersuchungen ebenso wie ambulante Katarakt- und IVOM-Operationen (intravitreale operative Medikamenteneingabe) mit ein. Als Gruppe leistet veonet einen wertvollen Beitrag für die flächendeckende medizinische Grund- und Spezialversorgung für Patientinnen und Patienten europaweit und arbeitet mit allen relevanten Versicherungen, insbesondere den öffentlichen Krankenkassen zusammen.

Die veonet ist in einem attraktiven, wachsenden Markt tätig und profitiert darüber hinaus von mehreren strukturellen und demografischen Faktoren, die die weitere Entwicklung positiv beeinflussen.

Im Jahr 2022 hat die veonet Gruppe durch Neueröffnungen sowie Zukäufe von Praxen und Kliniken in ihren Landesgesellschaften den strategischen Wachstumskurs als Kombination aus Akquisitionen und organischem Wachstum weiter fortgesetzt.

Ende November 2022 hat die veonet Gruppe ihre europäische Präsenz durch den Erwerb der Miranza Gruppe in Spanien und Andorra weiter ausgebaut. Im Zuge dieser Akquisition konnte die veonet Gruppe sowohl ihr ärztliches Netzwerk als auch das Leistungsspektrum erweitern. Mit der Integration von Miranza verfügt veonet nun über einen ophtalmologischen Forschungs- und Entwicklungsbereich.

In den einzelnen Ländern tritt veonet mit individuellen Marken und Plattformen auf. Diese stellen sich wie folgt dar:

Ober Scharrer Gruppe (OSG): Die OSG gehört zu den führenden Anbietern auf dem deutschen Markt und betreibt aktuell rund 125 Standorte, davon 51 Praxen für ambulante Augenchirurgie und 74 Untersuchungspraxen. Die Gruppe beschäftigt über 300 Ärzt*innen. Das Unternehmen ist seit 40 Jahren in Deutschland etabliert und leistet einen Beitrag für die flächendeckende medizinische Grund- und Spezialversorgung.

SpaMedica: SpaMedica hat unter den unabhängigen Anbietern von Augenheilkunde auf dem Gesundheitsmarkt in Großbritannien eine führende Position. Sie betreibt 46 chirurgische Standorte und beschäftigt mehr als 100 freiberufliche Ärzt*innen zur Erbringung der Leistungen im Bereich der Augenheilkunde. Das Unternehmen ist Vertragspartner des NHS.

VISTA: Die VISTA gehört zu den führenden Augenheilkundeanbietern auf dem Schweizer Markt und betreibt 30 Standorte, von denen 13 als chirurgische Zentren und 17 als Untersuchungspraxen geführt werden. Das Unternehmen beschäftigt über 80 Ärzt*innen, davon 30 als freiberuflich Tätige, und hat als Aus- und Weiterbildungseinrichtung eine gute Position in der Schweiz.

Eyescan: Die Eyescan gehört ebenfalls zu den unabhängigen Anbietern in der Augenheilkunde auf dem niederländischen Gesundheitsmarkt. Die Eyescan betreibt 18 Standorte, davon 14 chirurgische Zentren, und beschäftigt mehr als 40 Ärzt*innen, davon 30 als freiberuflich Tätige.

Miranza: Die Miranza Gruppe wurde zum 23. November 2022 erworben und zum 1. Dezember 2022 erstkonsolidiert. Die Miranza wurde 2019 gegründet und ist eine führende private Ophthalmologie-Gruppe in Spanien sowie Andorra. Sie hat ein Netzwerk von 21 Spezialkliniken und 13 Praxen für ambulante Untersuchungen aufgebaut. Derzeit arbeiten fast 400 Augenärzt*innen mit der Gruppe zusammen.

Geschäftstätigkeit

Die Gruppe bietet in den genannten sechs Ländern ambulante Augenheilkunde an. Neben der konservativen Augenheilkunde, d.h. der Diagnostik und Therapie von Augenerkrankungen aller Art, ist auch die ambulante Augenchirurgie ein Geschäftsgebiet des Unternehmens. Daneben werden an einigen Standorten in Deutschland und der Schweiz auch stationäre augenchirurgische Leistungen in Belegkliniken oder Hauptabteilungen als Ergänzung des Spektrums erbracht. An einzelnen spezialisierten Standorten wird zur Komplettierung des Angebots die operative Beseitigung von Fehlsichtigkeit (Refraktive Chirurgie) angeboten.

Das Operationsspektrum umfasst z.B. alle Operationen des Grauen Stars, des Grünen Stars und der verschiedenen Formen der Makuladegeneration. Neben der Diagnostik und Behandlung der Netzhaut-/ Aderhauterkrankungen (medical retina) wird das gesamte Spektrum der Netzhaut-/ Glaskörperchirurgie (pars plana Vitrektomien, Netzhautablösungen) angeboten. Des Weiteren ist man in den Bereichen der Hornhautchirurgie sowohl lamelläre wie auch perforierende Hornhauttransplantationen, der gesamten Augenmuskelchirurgie und allen okuloplastischen Operationen tätig.

Neben den diagnostischen Behandlungen bietet veonet ebenfalls ophthalmologische Verfahren wie Kataraktoperationen bei Grauem Star und intravitreale Injektionen (IVOMs) an. Die zugrunde liegenden Erkrankungen sind meist altersbedingt, was bei einer alternden Bevölkerung zu einer strukturell wachsenden Nachfrage führt, deren Behandlung aufgrund der hohen Bedeutung für die Lebensqualität der Patienten im Leistungskatalog aller gesetzlichen Krankenkassen enthalten ist.

Forschung und Entwicklung

Mit dem Erwerb der Miranza Gruppe (= Miranza) verfügt veonet über einen unternehmenseigenen ophtalmologischen Forschungs- und Entwicklungsbereich.

Das F&E-Team von Miranza arbeitet kontinuierlich an der wissenschaftlichen Weiterentwicklung augenheilkundlicher Fragestellungen. Dabei steht der kontinuierliche Forschungsprozess und die damit verbundene Weiterentwicklung der klinischen Reputation von Miranza im Vordergrund dieser Aktivität. Das medizinische Forschungs-Team arbeitet an mehreren Standorten in Spanien und teilt das erarbeitete Know-how in der spanischen Gruppe z. B. in wöchentlichen klinischen Online-Sitzungen. Erwähnenswert sind eine Vielzahl an Projekten (ca. 90), in die nahezu alle Kliniken der Miranza Gruppe eingebunden sind. Das wichtigste Projekt ist das genetische Forschungslabor in Barcelona, das sich mit Netzhautdystrophien beschäftigt.

B. Wirtschaftsbericht

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Angesichts der Folgen des Krieges Russlands in der Ukraine hat sich die Stimmung in der Wirtschaft der EU deutlich verschlechtert. Infolgedessen wird das Wachstum im Jahr 2022 zwar besser ausfallen als zuvor prognostiziert, doch die Aussichten für 2023 sind deutlich schwächer und die Inflation höher als in der Zwischenvorhersage der Europäischen Kommission vom Sommer. Zu diesem Ergebnis kommt die EU-Kommission in ihrer jetzt veröffentlichten Wirtschaftsprognose.

"Dies ist ein Wendepunkt für die EU-Wirtschaft, da wir mit den Auswirkungen von Russlands unprovoziertem Krieg gegen die Ukraine und einem komplexen geopolitischen Umfeld konfrontiert sind: hohe Energiepreise, die die Inflation anheizen, Menschen in ganz Europa, die mit steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben, und unsere Unternehmen, die an Wettbewerbsfähigkeit verlieren", sagte Valdis Dombrovskis, Exekutiv-Vizepräsident für eine Wirtschaft im Dienste der Menschen. "Nach der relativ starken Wirtschaftsleistung in diesem Jahr haben sich die wirtschaftlichen Aussichten für das nächste Jahr abgeschwächt, und wir erwarten für die EU-Wirtschaft im nächsten Jahr nur noch ein Wachstum von 0,3 Prozent. Ein starker Arbeitsmarkt in Verbindung mit Reformen und Investitionen in die Fazilität für Konjunkturbelebung und Krisenbewältigung dürfte jedoch dazu beitragen, die Wirtschaft zu stützen. Unser Hauptaugenmerk liegt nun darauf, die Schwächsten mit gezielten Maßnahmen zu unterstützen, die Finanz- und Geldpolitik aufeinander abzustimmen, um die Inflation zu bekämpfen, und unsere zukünftige Energieversorgung so schnell wie möglich zu sichern." 1

Deutschland: Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. 2

1 https://germany.representation.ec.europa.eu/news/wirtschaftsprognose-eu-kommission-rechnet-mit-geringerem
-wachstum-und-hoherer-inflation-2022-11-11_de

Vereinigtes Königreich: Nach einem staatlich geförderten BIP-Wachstum von 7,6% im Jahr 2021 in der Mitte der Pandemie lag das BIP-Wachstum im Vereinigten Königreich im Jahr 2022 bei 4,0 %. Dieses anhaltende Wachstum im Jahr 2022 ist das Ergebnis der fortgesetzten Erholung von der pandemiebedingten Schwäche Anfang 2021 und von einem starken Rückgang des BIP von -11,0 % im Jahr 2020. 3

Schweiz: Im Jahr 2022 wächst die Wirtschaft um 2,0 %. Dank eines soliden Binnenkonsums bleibt das Risiko einer Rezession jedoch gering. Was die Inflation betrifft, so erwartet die Schweizerische Nationalbank (SNB) für 2023 eine Rate von 2,2%, gegenüber 2,9% im Jahr 2022. 4

Niederlande: Im Jahr 2022 beträgt das Wirtschaftswachstum 4,2 % und damit geringer als im Vorjahr mit 4,8 %. Zu verdanken ist dieser Wachstumsschub der Erholung der Wirtschaft nach den Corona-Lockdowns von 2020 und 2021 vor allem in der ersten Jahreshälfte. Aufgrund des stark gestiegenen Konsums nach den Lockdowns kam es zu Engpässen bei Energie, Dienstleistungen und Rohstoffen, die sich aufgrund des Krieges in der Ukraine verschärft haben. Durch diese Inflation sanken das Verbrauchervertrauen und die Kaufkraft, was in der zweiten Jahreshälfte zu einem leichten wirtschaftlichen Rückgang führte. 5

Spanien einschließlich Andorra: Im Jahr 2022 verzeichnete Spanien trotz des komplexen internationalen Szenarios ein starkes Wirtschaftswachstum. Im ersten Quartal wurde das Wachstum durch die COVID-Variante Omikron, den Krieg in der Ukraine und weit verbreiteter Transportprobleme gebremst. Dennoch wurde ein Wirtschaftswachstum von 6,3 % gegenüber dem Vorjahr erzielt. 6

2 Statistisches Bundesamt (2023): Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html
3 https://commonslibrary.parliament.uk/research-briefings/sn02784/#
4 Prognose: Abkühlung der Konjunktur erwartet (admin.ch) https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-92166.html
5 Vijf vragen over de stand van onze economie (dnb.nl)
6 Título de la nota (mineco.gob.es)

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die betriebswirtschaftliche Steuerung der Gruppe dienen das auf Ebene jedes einzelnen Standortes ermittelte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie die Umsatzerlöse. Zusätzlich werden weitere Leistungskennziffern wie die Anzahl der Behandlungen und Operationen sowie der Mitarbeiter erfasst und ausgewertet.

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf ist im Wesentlichen von den unterjährigen Erwerben der Veonet GmbH (inkl. aller Tochtergesellschaften) und der Miranza geprägt. Darüber hinaus sind im Jahr 2022 weitere Zukäufe einzelner Standorte in der Schweiz und in Deutschland sowie Neueröffnungen weiterer Standorte im Vereinigten Königreich getätigt worden.

Das Budget * (15.03.-31.12.2022) für die Umsatzerlöse lag bei 522,8 Mio. EUR. Die im Zeitraum 15. März bis 31. Dezember 2022 realisierten Umsatzerlöse von 523,7 Mio. EUR liegen im Budget. Das EBITDA in Höhe von 97,1 Mio. EUR (15.03.- 31.12.2022) enthält nicht wiederkehrende Kosten, die im Zusammenhang mit M&A und strategischen Projekten angefallen sind, sowie Pre-Opening Aufwendungen und liegt somit über dem Budget (15.03.-31.12.2022). Die Geschäftsentwicklung ist insgesamt positiv verlaufen.

* angepasst an den Zeitraum der Konzernzugehörigkeit der erworbenen Gesellschaften

Lage

a) Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz im Berichtsjahr 2022 in Höhe von 523,7 Mio. EUR umfasst neben Umsätzen aus diagnostischen Behandlungen für gesetzlich und privat versicherte Patient*innen die Umsätze aus operierten Katarakten und IVOMs. Zu beachten ist, dass aufgrund der Erstkonsolidierung zum 15. März 2022 nur die Umsätze für den Zeitraum 15. März bis 31. Dezember 2022 betreffend OSG, SpaMedica, VISTA und Eyescan im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 enthalten sind. Ab dem 1. Dezember 2022 sind die Umsätze von Miranza enthalten, die zum 23. November 2022 erworben wurde. Die Umsatzerlöse entfallen in Höhe von 213,4 Mio. EUR auf SpaMedica, in Höhe von 160,2 Mio. EUR auf OSG, in Höhe von 85,4 Mio. EUR auf VISTA, in Höhe von 58,0 Mio. EUR auf Eyescan sowie in Höhe von 6,7 Mio. EUR auf Miranza.

Außerdem sind bei der Eyescan hier zusätzlich zum Umsatz noch die Veränderung des Bestandes an unfertigen Dienstleistungen in Höhe von -2,9 Mio. EUR zu erwähnen, da sich in den Niederlanden das Abrechnungssystem von den anderen europäischen Systemen unterscheidet und hier erst eine Umsatzlegung nach vollständig erbrachter Leistung erfolgt.

Im Geschäftsjahr 2022 kam es in keinem für die Gruppe wichtigen nationalen Vergütungssystem zu wesentlichen Änderungen. In einzelnen Ländern erfolgten Anpassungen bezüglich der Honorierung einzelner Leistungen.

b) Ertragslage

Die sonstigen betriebliche Erträge in Höhe von 8,4 Mio. EUR beinhalten vor allem Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2,7 Mio. EUR, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1,3 Mio. EUR, Erträge aus dem Aufwendungsausgleichgesetz in Höhe von 0,9 Mio. EUR, Erstattungen von kassenärztlichen Vereinigungen in Höhe von 0,8 Mio. EUR, Erträge aus Subventionen bzw. wissenschaftlichen Studien in Höhe von 0,7 Mio. EUR, Erträge aus der Verrechnung von Dienstleistungen an Dritte in Höhe von 0,5 Mio. EUR, Erträge aus Krankengeldzahlungen in Höhe von 0,4 Mio. EUR sowie Erträge aus Sachbezügen in Höhe von 0,3 Mio. EUR.

Die Materialaufwandsquote beträgt im Vergleich zur Gesamtleistung 23,4 %.

Der Personalaufwand in der Gruppe beträgt 200,3 Mio. EUR und beinhaltet die Personalaufwendungen der Teilkonzerne, die im Rahmen der Erstkonsolidierung sowie Akquisitionen und Neugründungen in den Konzernabschluss einbezogen wurden.

Die Abschreibungen betragen 183,0 Mio. EUR und sind im Wesentlichen durch den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung zum 15. März 2022 sowie den weiteren Geschäfts- oder Firmenwerten aus Akquisitionen geprägt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 109,7 Mio. EUR beinhalten im wesentlichen Raumkosten in Höhe von 33,3 Mio. EUR, Beratungsleistungen inkl. Steuerberatungs- und Jahresabschlusskosten in Höhe von 24,6 Mio. EUR, Bürobedarf- und Kommunikationskosten in Höhe von 8,8 Mio. EUR, Kosten für Reparaturen und Instandhaltungen in Höhe von 8,5 Mio. EUR, Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 8,0 Mio. EUR, sonstige Personalkosten in Höhe von 4,0 Mio. EUR, Werbekosten in Höhe von 3,4 Mio. EUR, Versicherungen und Beiträge in Höhe von 3,1 Mio. EUR sowie Gebühren aus der Leistungsabrechnung in Höhe von 3,0 Mio. EUR.

Das positive EBITDA der Gruppe für das Geschäftsjahr beträgt 97,1 Mio. EUR.

Im Zuge der Erweiterungs- und Akquisitionstätigkeiten und der dadurch ausgeweiteten Akquisitionsfinanzierung beträgt die 79,6 Mio. EUR. Die Veonet plant und überwacht den Zahlungsmittelabfluss durch Zinsen engmaschig.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen +5,4 Mio. EUR und basieren vor allem auf Anpassungen auf Konzernebene im Bereich der latenten Steuern.

Der Jahresfehlbetrag des Konzerns beträgt 163,7 Mio. EUR und ist stark durch Finanzierungskosten und die Firmenwertabschreibungen geprägt.

c) Finanzlage

Im Zuge des Gesellschafterwechsels am 15. März 2022 wurde die bestehende Gruppenfinanzierung abgelöst.

Das gezeichnete Kapital der Veonet Vision GmbH wurde im Jahr 2022 um 10,5 Mio. EUR sowie die Kapitalrücklage um 1.043,0 Mio. EUR durch die Gesellschafter erhöht.

Die Ablösung der alten Finanzierung wurde neben der Einlage durch die Gesellschafter zusätzlich durch ein erstrangiges, syndiziertes Darlehen in Höhe von 545 Mio. EUR (1st lien Senior Facility B EUR) und in Höhe von 210 Mio. GBP (1st lien Senior Facility B GBP umgerechnet 250 Mio. EUR) zum Stichtag 14.03.2022 sowie durch die Ausgabe von nachrangigen Anleihen in Höhe von 110 Mio. CHF (2nd lien Bond Facility CHF umgerechnet 107 Mio. EUR) und 55 Mio. GBP (2nd lien Bond Facility GBP umgerechnet 65 Mio. EUR) zum Stichtag 14.03.2022 sicher gestellt.

Zusätzliche Mittel zur Finanzierung von Working Capital und zukünftiger potenzieller Akquisitionen können jederzeit durch die Bereitstellung aus einer revolvierenden, syndizierten Kreditlinie in Höhe von 150 Mio. Euro (1st lien RCF) und einer revolvierenden, syndizierten Kreditlinie in Höhe von 50 Mio. Euro (1st lien CAF) sowie durch eine zweite, nachrangige Anleihe in Form einer revolvierenden 50 Mio. Euro Fazilität (2nd lien CAF) garantiert werden.

Für den Erwerb der Miranza Gruppe wurde das erstrangige syndizierte Darlehen am 21.11.2022 um 160 Mio. EUR erhöht, darüber hinaus wurden aus den revolvierenden Kreditlinien 36 Mio. EUR (RCF 11 Mio. EUR und 2nd lien CAF 25 Mio. EUR) in Anspruch genommen.

Zusätzlich waren aus den revolvierenden Kreditlinien neben den bereits weiter oben genannten Ziehungen 45 Mio. CHF zum Stichtag 31. Dezember 2022 in Anspruch genommen.

Der Liquiditätsbedarf der Konzerngesellschaften konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Generierung des operativen Cashflows, und getroffener Maßnahmen zum Liquiditätserhalt sowie die Inanspruchnahme der bereitgestellten, zugesicherten Kreditlinien gewährleistet werden.

Die veonet Gruppe hat im Rahmen einer Zinssicherungsstrategie im Jahr 2022 drei Zinsswaps über 300 Mio. EUR und 130 Mio. GBP mit jeweils 2-jähriger Laufzeit (bis 30.09.2024) abgeschlossen, um Risiken aus den steigenden Basiszinssätzen 3M-EURIBOR und 3M-Compounded SONIA abzusichern.

Die Liquidität der Konzerngesellschaften war jederzeit gesichert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2022 +19,2 Mio. EUR. Unter Einbeziehung des negativen Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -2.118,8 Mio. EUR und des positiven Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von +2.142,3 Mio. EUR beläuft sich der Finanzmittelfonds zum Ende des Jahres auf 45,8 Mio. EUR.

d) Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum Ende des Geschäftsjahres beläuft sich auf 2.340,8 Mio. EUR.

Der Anteil des Anlagevermögens, ohne Geschäfts- oder Firmenwerte, beträgt 14,3 %. Die Geschäfts- oder Firmenwerte betragen 77,1 % der Bilanzsumme.

Das Umlaufvermögen in Höhe von 172,1 Mio. EUR beinhaltet Vorräte in Höhe von 26,9 Mio. EUR, Forderung und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 99,3 Mio. EUR sowie liquide Mittel in Höhe von 45,8 Mio. EUR.

Das Eigenkapital liegt bei 897,7 Mio. EUR bei einer Eigenkapitalquote von 38,4 %. Die Reduzierung des im Jahr 2022 eingezahlten Eigenkapitals ist hauptsächlich durch den Jahresfehlbetrag begründet (siehe Eigenkapitalspiegel).

Die Rückstellungen in Höhe von 96,3 Mio. EUR setzen sich aus Steuerrückstellungen in Höhe 4,9 Mio. EUR und sonstigen Rückstellungen in Höhe von 91,4 Mio. EUR zusammen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im wesentlichen Earn-Out-Verpflichtungen in Höhe von 24,6 Mio. EUR, Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 20,1 Mio. EUR, Rückstellungen, die im Zusammenhang mit abgeschlossenen Immobilien-Mietverträgen im Rahmen der Erstkonsolidierung in Höhe von 8,6 Mio. EUR anzusetzen waren. Darüber hinaus sind Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 5,4 Mio. EUR sowie Rückstellungen in Zusammenhang mit Put-Optionen in Höhe von 5,4 Mio. EUR enthalten. Für mögliche Rückzahlungsverpflichtungen betreffen die Jahre 2019 bis 2022 hat der Konzern Rückstellungen zum Stichtag 31.12.2022 in Höhe von 11,4 Mio. EUR nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und bestmöglicher Schätzung angesetzt. Die Rückstellung hat hierbei in Höhe von 4,1 Mio. EUR zu einer Reduktion der Umsatzerlöse im laufenden Berichtsjahr geführt, für Vorjahre wurde in Höhe von 7,3 Mio. EUR eine Rückstellung in die Erstkonsolidierung zum 15.03.2022 gebildet. Mit einer möglichen Zahlung wird im laufenden Geschäftsjahr 2023 gerechnet.

Die Verbindlichkeiten beinhalten im wesentlichen Anleihen in Höhe von 202,3 Mio. EUR, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1.017,9 Mio. EUR, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 32,8 Mio. EUR sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 54,1 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus Anleihen und gegenüber Kreditinstituten sind im Abschnitt Finanzlage erläutert.

C. Bericht über die Prognose sowie Chancen und Risiken

a) Management- und Kontrollsysteme

Risikomanagementsystem

veonet verfügt über ein Risikomanagementsystem, welches in die bestehenden Planungs-, Controlling- und Informationssysteme integriert ist. Im Rahmen der Risikoanalyse werden Risiken systematisch identifiziert und die bedeutsamen Risiken im Hinblick auf Eintrittswahrscheinlichkeit und qualitative Auswirkungen beschrieben. Die Verantwortung für die Risikobewältigung liegt beim zuständigen operativen Management als Risikoverantwortlichen. Bei der Identifikation und Quantifizierung wird das operative Management und das zentrale Controlling durch das Risikomanagement als unabhängigen Business Partner unterstützt.

Für die qualitative Beschreibung der wesentlichen Risiken werden dabei unterschiedliche, in Anbetracht des jeweiligen Sachverhalts geeignet erscheinende Wahrscheinlichkeitsverteilungen genutzt.

Pro Halbjahr wird eine Einschätzung der Risikosituation anhand der Nettorisiken vorgenommen und mit den Geschäftsleitungen der Länder und der Gruppe besprochen.

Internes Kontrollsystem (IKS)

Gemeinsam mit dem Risikomanagement ist es Aufgabe des IKS, durch systematische und organisatorische Regelungen ein Kontrollsystem zu gestalten, um das Unternehmen mit all seinem Vermögen zu sichern. Dies soll durch ein Zusammenspiel von manuellen und automatisierten Kontrollen in präventiver oder aufdeckender Ausprägung erreicht werden. Prüfaktivitäten von unterschiedlichen internen und externen Stellen sollen gewährleisten, dass das IKS durch permanentes Monitoring und Testen kontinuierlich risikoorientiert weiterentwickelt wird und erkannte Schwächen zeitlich adäquat und strukturiert abgearbeitet werden.

Das interne Kontrollsystem unterstützt als Subsystem des Risikomanagementsystems auch die Identifikation von Risiken, die aus möglichem Fehlverhalten von Menschen resultieren können.

Die grundlegenden Prinzipien des IKS bilden:

das 4-Augen-Prinzip als Minimalanforderung oder sofern möglich und geboten das Funktionstrennungsprinzip,

das Transparenzprinzip

und, angelehnt an die Gedanken des deutschen Datenschutzes, die Datensparsamkeit hinsichtlich notwendiger Informationen aufgrund einer Funktion.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontrollsystem umfasst die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur

Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit,

Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie

Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Die Geschäftsführung der Gruppe trägt die Verantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der Gruppe. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle Unternehmens- und Geschäftsbereiche eingebunden.

b) Darstellung der wesentlichen Risiken

Personal

Als Dienstleistungsunternehmen ist die Gewinnung und Bindung der wichtigsten ärztlichen Leistungsträger und des medizinischen Personals an das Unternehmen ein wesentlicher Themenkomplex der Chancen- und Risikobewertung. Dem wird auf ärztlicher Seite durch eine entsprechende Vertragsgestaltung und vorausschauende Personalplanung Rechnung getragen, wodurch -für die Gesamtheit der Standorte betrachtet- sich die Risikosituation nicht wesentlich verändert hat. Bedingt durch den strukturell steigenden Fachkräftemangel im Gesundheitswesen bei Ärzt*innen und medizinisch-technischem Fachpersonal stellt die Besetzung neuer Stellen eine zunehmende Herausforderung dar. Veonet trägt dieser Situation Rechnung und hat geeignete Prozesse aufgesetzt, um die Nachfolgeplanung bei ausscheidenden Ärzt*innen frühzeitig sicherzustellen sowie die Personalbeschaffung im ärztlichen Bereich zu sichern.

Zinsänderungen und Währungsrisiken

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Finanzierungstätigkeit insbesondere Risiken aus Zinssatz- und Währungskursänderungen ausgesetzt. Das Management dieser Risiken erfolgt unmittelbar durch die Geschäftsführung.

Mit der Ausweitung der Gruppenaktivitäten der Veonet GmbH innerhalb Europas und durch die ausländischen Gesellschaften in die veonet Gruppe, entsteht ein zugleich grenz- und währungsübergreifender Konzern. Die damit verbundenen Risiken aus Währungskursschwankungen sollen durch entsprechende Berücksichtigung der jeweiligen Währungen EUR, GBP und CHF in der Konzernfinanzierung reduziert werden.

Weiterhin erfolgte eine teilweise Absicherung des Zinsrisikos mit entsprechenden Finanzinstrumenten. Wir verweisen auf unsere Erläuterungen zur Finanzlage und im Nachtragsbericht im Anhang.

Das Risiko kann mit niedriger Wahrscheinlichkeit zur Beeinflussung des Geschäftsjahresergebnisses führen.

Material

Liefer- und Versorgungsengpässe bei Medikamenten, Praxismaterial und OP- Geräten können zu erheblichen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit der ärztlichen Praxen führen. Zur kurzfristigen Behebung muss entweder mit Ersatzlösungen gearbeitet werden (verbunden mit dem Risiko von größerem Mehraufwand bei der Beschaffung, verlangsamten Prozessen bis hin zu Qualitätseinbußen) bzw. bestimmte Leistungen können zeitweise oder dauerhaft nicht mehr erbracht werden.

Durch Abschluss von Rahmenverträgen über einen längeren Zeitraum wird versucht dieses Risiko zu beschränken, so dass hier aber aufgrund von Inflationen, die nicht oder nur begrenzt beeinflussbar sind, mit mittlerer Wahrscheinlichkeit zur Beeinflussung des Geschäftsergebnisses führen kann.

Abrechnungsmodalitäten

Aktuell ist für keines der nationalen Abrechnungssystem, mit denen die Teilkonzerne der veonet interagieren, signifikante Änderungen und Risiken zu erkennen.

Es wurde festgestellt, dass bei einem Tochterunternehmen in der Vergangenheit gegebenenfalls Leistungen fehlerhaft abgerechnet wurden. Zum 31.12.2022 wurde die mögliche Rückzahlungsverpflichtung in Höhe von 11,4 Mio. EUR auf Basis einer bestmöglichen Schätzung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt. Der Vorgang wird im Jahr 2023 aufgeklärt, in diesem Zusammenhang wurden Informationen und Dokumente für eine strukturierte Sichtung und Analyse aufbereitet.

Nachdem die möglichen fehlerhaft abgerechneten Sachverhalte aufgedeckt wurden, ist eine Fortsetzung des Abrechnungsfehlers im Jahr 2023 ausgeschlossen. Das Management des Konzerns hat umgehend entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Es handelt sich insoweit um einen einmaligen Vorgang. Etwaige Kosten der Aufbereitung des Vorgangs sowie der abrechnungsrelevanten Daten wurden zum 31.12.2022 noch nicht zurückgestellt.

Durch entsprechende Kontrollmechanismen in den Teilkonzernen kann die Eintrittswahrscheinlichkeit als niedrig eingestuft werden können.

IT-Systeme

Gravierende Störungen wie Systemausfälle, Virenbefall, Angriffe auf unsere Netzwerke, der Verlust oder die Manipulation von Daten können den Geschäftsbetrieb der operativen Gesellschaften der Gruppe gefährden, die Prozesse vorübergehend unterbrechen und Schadensersatzforderungen nach sich ziehen. Die IT-Abteilungen arbeiten sowohl im konzeptionellen als auch im operativen Bereich permanent an der Optimierung des IT-Umfeldes und der IT- Sicherheit.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken bei der IT kann als niedrig eingestuft werden.

c) Bewertung der derzeitigen Risikosituation

Die Risikosituation hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Erwerbe wesentlich verändert.

Als Ergebnis unserer Analyse von Risiken, Gegenmaßnahmen, Absicherungen und Vorsorgen sind auf Basis der gegenwärtigen Risikobewertung keine bestandsgefährdenden Risiken vorhanden.

d) Chancen

Unterstützende Wachstumstrends und Marktdynamik

Es gibt mehrere Faktoren, die das Wachstum von veonet vorantreiben:

Eine alternde Bevölkerung führt zu einer erhöhten Nachfrage nach ophthalmologischen Behandlungen, da viele der Erkrankungen altersbedingt sind.

Veränderte Lebensgewohnheiten tragen zu einer höheren Prävalenz von Diabetes bei, was wiederum dazu führt, dass ein größerer Anteil der Bevölkerung an sehverschlechternden Erkrankungen wie der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) leidet.

Da Katarakt- und IVI-Behandlungen für Patienten medizinisch notwendig sind, um den Beginn der Erblindung zu verhindern, bleibt die Nachfrage nach diesen Behandlungen selbst bei konjunkturellen Schwankungen stabil.

Darüber hinaus gibt es eine anhaltende Verlagerung von der stationären zur ambulanten Versorgung, die durch die COVID-19-Pandemie beschleunigt wurde und das weitere Wachstum von Veonet als primär ambulanten Leistungsanbieter vorantreibt.

Die Chancensituation hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Erwerbe wesentlich verändert. Die Geschäftsführung sieht hier gute Chancen für ein erfolgreiches organisches sowie anorganisches Wachstum der Gruppe.

e) Prognosebericht

Die Pandemie hatte im Jahr 2022 nach wie vor eine gewisse Auswirkung auf das Geschäft der veonet, mit Beginn des Geschäftsjahres 2023 sind keine wesentlichen Einschränkungen oder Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit mehr erkennbar.

Weiterhin belastet auch die anhaltend veränderte geopolitische Lage (z. B. Ukraine-Krieg, Energiekrise) und inflationäre Tendenzen sowie volatile Finanzmärkte im Jahr 2023 die Margenentwicklung und den Cash-Flow des Unternehmens in der Gruppe. Damit verbundene Kostenanstiege sowie Anstiege der Zinssätze können nur sehr zeitverzögert kompensiert werden.

Im Jahr 2023 wird die veonet ihr Wachstum weiter fortsetzen. Wir rechnen damit, dass sich bisher betriebene Standorte in einem sich von der COVID-19-Pandemie erholenden Marktumfeld besser entwickeln. Nur vereinzelt ist auf Grund des fortschreitenden Fachkräftemangels mit einer Stagnation oder Rückgängen zu rechnen.

Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir einen deutlichen Zuwachs der Umsatzerlöse und des EBITDA, der neben dem erstmaligen Einbezug von 12 Kalendermonaten auch aus einem organischen und anorganischen Umsatzwachstum resultiert.

 

München, den 11. Mai 2023

Dr. Markus Hamm

Judith Barth

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 153.084
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 1.805.445
3. Geleistete Anzahlungen 92
1.958.621
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 73.204
2. Technische Anlagen und Maschinen 74.969
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.230
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.877
182.280
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 148
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 8
3. Sonstige Ausleihungen 7
163
2.141.064
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.645
2. Unfertige Leistungen 11.150
3. Waren 1.142
4. Geleistete Anzahlungen 4
26.941
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 84.990
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.213
3. Sonstige Vermögensgegenstände 13.080
99.283
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 45.844
172.068
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.048
D. Aktive latente Steuern 4.640
2.340.820

Passiva

31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.504
II. Kapitalrücklage 1.043.070
III. Ausgleichsposten Fremdwährungsumrechnung -276
IV. Verlustvortrag 0
V. Konzernverlust -163.713
VI. Anteile anderer Gesellschafter 8.163
897.748
B. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 1.337
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 4.898
2. Sonstige Rückstellungen 91.424
96.322
D. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 202.277
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.017.942
3. Erhaltene Anzahlungen 787
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.789
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 43
6. Sonstige Verbindlichkeiten 54.093
1.307.931
E. Rechnungsabgrenzungsposten 74
F. Passive latente Steuern 37.408
2.340.820

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
T€
1. Umsatzerlöse 523.670
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -2.866
3. Sonstige betriebliche Erträge 8.375
529.179
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren -114.619
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.371
-121.990
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -177.532
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -22.778
-200.310
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -183.028
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -109.744
Zwischenergebnis -85.893
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 86
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -79.604
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.425
11. Ergebnis nach Steuern -159.986
12. Sonstige Steuern -61
13. Anderen Gesellschaftern zustehende Ausgleichszahlung -20
14. Konzernjahresfehlbetrag -160.067
15. Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis -3.646
16. Konzernverlust -163.713

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Konzernabschluss der Veonet Vision GmbH, München, (im Folgenden auch "Mutterunternehmen" oder "Gesellschaft"), eingetragen im HRB 277523 beim Amtsgericht München, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Am 15. März 2022 wurden die Anteile an der Veonet GmbH durch den bisherigen Gesellschafter an die Veonet Lense GmbH (vormals Blitz F21-433 GmbH) veräußert. Im Zuge dieses Gesellschafterwechsels hat sich die Konzernstruktur wie folgt verändert: Muttergesellschaft der Veonet Gruppe ist nunmehr die Veonet Vision GmbH als Alleingesellschafterin der Veonet Eye GmbH, die wiederum 100% Gesellschafterin der Veonet Lense GmbH ist.

Für den Erwerbszeitpunkt zum 15. März 2022 wurde eine Neubewertungsbilanz des erworbenen Konzerns erstellt.

Die Veonet Vision GmbH übte bereits im Geschäftsjahr 2021 beherrschenden Einfluss auf die Veonet Eye GmbH sowie Veonet Lense GmbH aus. Von der Aufstellungspflicht eines Konzernabschlusses war die Veonet Vision GmbH gemäß § 293 HGB befreit. Somit wird im vorliegenden Anhang auf Vergleichsangaben zum Vorjahr verzichtet.

Die Veonet Vision GmbH ist ein Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht §§ 266, 275 HGB und § 42 GmbHG sowie den ergänzenden gesetzlichen Bestimmungen zur Konzernrechnungslegung.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Soweit nicht explizit auf eine abweichende Darstellung hingewiesen wurde, beziehen sich alle in diesem Konzernabschluss ausgewiesenen Beträge auf Millionen Euro ("M€" oder "Mio. EUR").

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Davon-Vermerke in den Anhang aufgenommen.

B. Konsolidierungsmethoden

In den Konzernabschluss sind neben der Veonet Vision GmbH alle Tochtergesellschaften, bei denen der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht und somit die Kontrolle über diese Unternehmen ausüben kann, einbezogen. Es wurden keine Gesellschaften nur aufgrund beherrschenden Einflusses einbezogen.

Die einzelnen Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen und der Konzernabschluss sind mit Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.

Erstkonsolidierung

Der Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der neu in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften ist den Angaben zum Konsolidierungskreis zu entnehmen.

Bei der erstmaligen Einbeziehung der Unternehmen wurden die in den Konzernabschluss aufgenommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten im Rahmen der Kaufpreisallokation neu bewertet respektive angesetzt.

Die konsolidierungskreisbedingten Änderungen zum 15. März 2022 aus den erstmalig in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wirken sich gemäß § 294 Abs. 2 HGB wie folgt auf den Konzernabschluss aus:

Erstkonsolidierungsbilanz 15. März 2022 M€
Anlagevermögen +1.400,0
Umlaufvermögen +194,1
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten +3,1
Aktive latente Steuern +6,0
Eigenkapital -1.332,2
Rückstellungen -148,9
Verbindlichkeiten -77,1
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten -0,4
Passive latente Steuern -44,6

Nach dem 15. März 2022 wurden im Zuge von Akquisitionen in den Teilkonzernen Schweiz und Deutschland weitere Gesellschaften in den Konzern eingegliedert:

Die konsolidierungskreisbedingten Änderungen für den Teilkonzern Deutschland sind:

Erstkonsolidierungsbilanz 01. April 2022 M€
Anlagevermögen +0,9
Eigenkapital -0,9

Die konsolidierungskreisbedingten Änderungen für den Teilkonzern Schweiz sind:

Erstkonsolidierungsbilanz 01. Juli 2022 M€
Anlagevermögen +28,7
Umlaufvermögen +1,7
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten +0,1
Eigenkapital -17,4
Rückstellungen -6,8
Verbindlichkeiten -5,8
Passive latente Steuern -0,5
Erstkonsolidierungsbilanz 01. September 2022 M€
Anlagevermögen +12,4
Umlaufvermögen +2,5
Eigenkapital -12,8
Rückstellungen -1,1
Verbindlichkeiten -0,9
Passive latente Steuern -0,1

Die konsolidierungskreisbedingten Änderungen zum 1. Dezember 2022 aus den erstmalig in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der Miranza Gruppe (Akquisition zum 23. November 2022) wirken sich gemäß § 294 Abs. 2 HGB wie folgt auf den Konzernabschluss aus:

Erstkonsolidierungsbilanz 1. Dezember 2022 M€
Anlagevermögen +243,1
Umlaufvermögen +24,0
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten +0,5
Aktive latente Steuern +1,6
Eigenkapital -73,0
Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen -1,7
Rückstellungen -5,4
Verbindlichkeiten -180,2
Passive latente Steuern -8,9

Für die Gewinn- und Verlustrechnung aus der Erstkonsolidierungen ergeben sich keine konsolidierungskreisbedingten Änderungen.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB). Dabei werden die Wertansätze der Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss verrechnet. Die Bewertung des anteiligen Eigenkapitals zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung erfolgt dabei mit dem Zeitwert der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden im Rahmen der vorgenommenen Kaufpreisallokation.

Die Geschäfts- und Firmenwerte setzen sich wie folgt zusammen:

Bezeichnung 31.12.2022
M€
Erwerb der Veonet GmbH zum 15.03.2022 1.553,7
Erwerb der Miranza Gruppe zum 23.11.2022 193,8
Erwerbe innerhalb der VISTA Gruppe (CH) ab 15.03.2022 32,7
Erwerbe innerhalb der OSG Gruppe (DE) ab 15.03.2022 25,2
Summe 1.805,4

Zum 15. März 2022 wurden die Anteile an der Veonet GmbH inklusive aller Tochterunternehmen durch die Veonet Vision GmbH übernommen. Hierfür wurden im Wesentlichen die folgenden Marktwertaufstockungen im Rahmen der Kaufpreisallokation pro Teilkonzern identifiziert:

Bezeichnung Deutschland Schweiz Niederlande Großbritannien
M € M € M€ M €
Sachanlagevermögen 9,9 12,1 5,2 8,5
Marken 13,8 8,7 6,8 17,1
Patientenstamm 49,4 13,8 7,7 3,6
Auftragsbestand 2,9 2,7 0,4 7,2
Vorteilhafte Verträge 0,4 0,5 0,0 0,8
Unvorteilhafte Verträge -1,6 -3,9 -3,6 -0,1

Für den Zeitraum vom 15. März 2022 bis 31. Dezember 2022 wurden verschiedene Erwerbe innerhalb der OSG Gruppe getätigt. Hierfür wurden im Wesentlichen die folgenden Marktwertaufstockungen im Rahmen der Kaufpreisallokation identifiziert:

Bezeichnung Deutschland
M€
Sachanlagevermögen 0,6

Für den Zeitraum vom 15. März 2022 bis 31. Dezember 2022 wurden verschiedene Erwerbe innerhalb der VISTA Gruppe getätigt. Hierfür wurden im Wesentlichen die folgenden Marktwertaufstockungen im Rahmen der Kaufpreisallokation identifiziert:

Bezeichnung Schweiz
M €
Sachanlagevermögen 1,3
Patientenstamm 2,5
Auftragsbestand 0,3

Im Rahmen des zum 23. November 2022 abgeschlossenen Unternehmenserwerbs für alle Anteile an der Miranza Inversiones Oftalmolögicas, S.L. (Miranza Gruppe), Spanien, durch die im November 2022 gegründete Tilice Europe S.L., wurden im Wesentlichen die folgenden Marktwertaufstockungen zum 1. Dezember 2022 (vereinfachter Erwerbsstichtag) im Rahmen der Kaufpreisallokation identifiziert:

Bezeichnung Spanien
M €
Sachanlagevermögen 2,4
Marken 21,8
Patientenstamm 3,7
Wettbewerbsverbot 2,6
Auftragsbestand 1,4

Die erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben.

Die Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde gemäß DRS 23.120 anhand objektiv nachvollziehbarer Kriterien festgelegt, wobei gemäß DRS 23.121. die nachfolgenden Kriterien für die Festlegung der Nutzungsdauer verwendet wurden:

a)

die voraussichtliche Bestandsdauer und Entwicklung des erworbenen Unternehmens einschließlich der gesetzlichen oder vertraglichen Regelungen,

b)

die Auswirkungen von zu erwartenden Veränderungen der Absatz- und Beschaffungsmärkte sowie der wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen auf das erworbene Unternehmen,

c)

die Branche und deren zu erwartende Entwicklung, sowie

d)

Quantifizierbarkeit der einzelnen Komponenten.

Schuldenkonsolidierung

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden aufgerechnet (§ 303 HGB). Währungsdifferenzen werden zum Jahresende als Differenz zwischen dem Tages- und dem Stichtagskurs ermittelt und im Eigenkapital als Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung ausgewiesen.

Zwischenergebniseliminierung

Es ergaben sich keine eliminierenden Zwischenergebnisse (§ 304 HGB).

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Eine Konsolidierung gruppeninterner Lieferungen und Leistungen mit den entsprechenden Aufwandsposten wurde vorgenommen. Eine Erhöhung des Bestands von unfertigen Leistungen sowie die Aktivierung von Eigenleistungen ist nicht entstanden (§ 305 HGB).

Anteile anderer Gesellschafter

Der Ausgleichposten für Anteile anderer Gesellschafter in der Konzernbilanz beträgt im Geschäftsjahr 8,2 Mio. EUR. Davon entfallen 3,6 Mio. EUR auf die Zuordnung des Jahresergebnisses der Tochtergesellschaften zu den nicht beherrschenden Anteilen.

Fremdwährungsumrechnung

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die Berichtswährung der Veonet Vision GmbH darstellt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen Töchter werden gemäß der modifizierten Stichtagsmethode in Euro umgerechnet. Grundsätzlich arbeiten die Gesellschaften in finanzieller und wirtschaftlicher Sicht unabhängig.

Die Umrechnung der Vermögensgegenstände und Schulden sowie der Haftungsverhältnisse und der sonstigen finanziellen Verpflichtungen erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag (Stichtagskurs). Die Posten der Gesamtergebnisrechnung und damit das in der Erfolgsrechnung ausgewiesene Jahresergebnis werden zum monatlichen Durchschnittskurs der Buchungsperiode umgerechnet. Das zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung vorhandene Eigenkapital wird für die in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften zu historischen Kursen umgerechnet. Sich ergebende Differenzen werden erfolgsneutral als Ausgleichsposten im Eigenkapital erfasst.

C. Konsolidierungskreis

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt auf Ebene der Veonet Vision GmbH, München, als Mutterunternehmen (§ 290 Abs. 1 HGB).

Die Gesellschaften, von denen das Unternehmen unmittelbar bzw. mittelbar Anteile besitzt, sind nachfolgend dargestellt. In den Konzernabschluss werden folgende Tochtergesellschaften einbezogen:

Gesellschaften mit Sitz in Deutschland:

Name des Tochterunternehmens Sitz Anteil % Konsolidierung Erstkonsolidierung
1 Veonet Eye GmbH München 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
2 Veonet Lense GmbH München 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
3 Veonet GmbH München 99,99% Vollkonsolidierung 15.03.2022
4 Ober Scharrer Gruppe GmbH Fürth 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
5 OSG MVZ Träger GmbH Fürth 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
6 Augenklinik Schweinfurt Gerolzhofen GmbH Fürth 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
7 OSG MVZ Betriebs GmbH Fürth 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
8 OSG Medizinische Versorgungszentren GmbH Fürth 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
9 Euro-Augenlaserklinik GmbH Fürth 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
10 MVZ Isny GmbH Isny 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
11 MVZ Soest GmbH Soest 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
12 MVZ Augenärztliches Diagnostik- und Therapiezentrum Düsseldorf GmbH Düsseldorf 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
13 MVZ Augenärztliches Diagnostik- und Therapiecentrum Mönchengladbach/Erkelenz GmbH Erkelenz 61,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
14 MVZ Augenärztliches Diagnostik- und Therapiecentrum Siegburg GmbH Siegburg 91,79% Vollkonsolidierung 15.03.2022
15 Augen-Tagesklinik Groß Pankow MVZ GmbH Groß Pankow 80,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
16 OCUMED Gästehaus GmbH Groß Pankow 80,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
17 Augenärzte am Aegi Hannover MVZ GmbH Hannover 60,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
18 Augenzentrum Würzburg MVZ GmbH Würzburg 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
19 MVZ Prof. Neuhann GmbH München 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
20 Augenklinik und Lasik Zentrum am Gendarmenmarkt GmbH Berlin 80,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
21 MVZ Augenzentrum Jülich GmbH Jülich 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
22 MVZ Augenärzte am Kröpcke GmbH Hannover 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
23 Augenzentrum Olching GmbH Olching 76,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
24 visual eins-MVZ für Augenheilkunde und Anästhesie GmbH Osnabrück 80,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
25 MVZ Augenheilkunde Baden-Baden Balgen Str. 50 GmbH Baden-Baden 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
26 MVZ Augenheilkunde Bühl Friedrichstraße 7 GmbH Bühl 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
27 ÜBAG der MVZ Baden-Baden und MVZ Bühl GbR Baden-Baden 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
28 MVZ AugenZentrum Gütersloh GmbH Fürth 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
29 MVZ OSG Augenzentrum Lüdenscheid GmbH Fürth 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
30 MVZ Augenzentrum Nienburg GmbH Nienburg/Weser 66,67% Vollkonsolidierung 15.03.2022
31 MVZ Augenzentrum Ulm GmbH Ulm 70,00% Vollkonsolidierung 01.04.2022
32 OSG Operationszentrum Ulm GmbH Ulm 70,00% Vollkonsolidierung 01.05.2022
33 OSG Weitblick 1 GmbH Fürth 100,00% Vollkonsolidierung 01.09.2022
34 OSG Weitblick 2 GmbH Fürth 100,00% Vollkonsolidierung 01.09.2022

Gesellschaften mit Sitz in den Niederlanden:

Name des Tochterunternehmens Sitz Anteil % Konsolidierung Erstkonsolidierung
1 Cidron Narew Investment BV Amsterdam 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
2 Cidron Narew BV Amsterdam 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
3 ZBC Eyescan BV Utrecht 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
4 ZBC Oog BV Utrecht 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
5 Retina Operatie Centrum Amstelveen BV Amstelveen 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
6 Retina Operatie Centrum Utrecht BV Utrecht 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
7 Eyescan Oogzorgkliniek Drenthe B.V. Geleen 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
8 Eyescan Oogzorgkliniek Utrecht B.V. Utrecht 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
9 Eyescan Shared Service Centre BV Utrecht 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
10 Refractie Chirugisch Centrum BV Utrecht 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
11 RKZ Eyescan BV Beverwijk 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
12 Ziekenhuis Amstelland Eyescan B.V. Amstelland 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
13 Medisch Operatiecentrum Utrecht B.V. Utrecht 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
14 Eyescan Hoofddorp B. V. Hoofddorp 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
15 Stichting Oogheelkundig Centrum Haarlemmermeer Hoofddorp 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
16 Eyescan Oogzorgkliniek Wassenaar BV Wassenaar 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
17 Eyescan Brilvervangende Chirurgie Wassenaar BV Wassenaar 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
18 Eyescan Participaties BV Utrecht 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
19 Eyescan Oogzorgkliniek Rijswijk BV Rijswijk 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
20 Stichting Oogheelkunde Rijswijk Rijswijk 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
21 Eyescan Amsterdam BV Amstelveeen 76,70% Vollkonsolidierung 15.03.2022
22 Opsis Oogartsenpraktijk Stichting Amstelveeen 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
23 Eyescan Groningen BV Groningen 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
24 Care for Vision BV Groningen 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
25 Stichting De Horsten Wassenaar 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
26 Research Centrum Oogheelkund B.V. Utrecht 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
27 Rouwen Oogartsenpraktijk B.V. Utrecht 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
28 Maatschap Oogcentrum Visie Sint-Katelijne-Waver 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
29 Maatschap Punt-Rouwen Utrecht 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022

Gesellschaften mit Sitz in der Schweiz:

Name des Tochterunternehmens Sitz Anteil % Konsolidierung Erstkonsolidierung
1 Cidron Narew AG Zürich 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
2 Sananet AG Dübendorf 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
3 Vista Esthetics AG Pfäffikon 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
4 Laser Vista AG Freienbach 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
5 Vista Klinik Holding AG Binningen 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
6 Vista Diagnostics AG Binningen 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
7 Vista Klinik AG Binningen 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
8 Arztpraxen Net AG Zürich 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
9 Augenklinik Talwiesen AG Zürich 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
10 Vista Klinik Pfäffikon AG Pfäffikon 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
11 Vista Augenklinik Seefeld AG Zürich 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
12 Vista Augenzentrum Brugg AG Brugg 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
13 Augenklinik Bucher AG Frauenfeld 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
14 PD Dr. Eisenmann AG Chur 34,10% Vollkonsolidierung 15.03.2022
15 Augenklinik Wollishofen AG (ZüriSeh AG) Zürich 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
16 Aivla Vista AG St. Moritz 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
17 Chirurgie Baregg AG Dättwill 100,00% Vollkonsolidierung 01.07.2022
18 Augenzentrum Kiener AG Dättwill 100,00% Vollkonsolidierung 01.07.2022
19 Augenzentrum Watt AG Regensdorf 100,00% Vollkonsolidierung 01.07.2022
20 AVANTI, Centro Ticinese di chirurgia ambulatoriale SA Lugano 100,00% Vollkonsolidierung 01.09.2022

Aufgrund der Stimmrechtsmehrheiten bei der PD Dr. Eisenmann AG wurde die Vollkonsolidierung gewählt.

Gesellschaften mit Sitz im Vereinigten Königreich:

Name des Tochterunternehmens Sitz Anteil % Konsolidierung Erstkonsolidierung
1 Cidron Neptune Topco Ltd. Bolton 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
2 Cidron Neptune Midco Ltd. Bolton 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
3 Cidron Neptune Bidco Ltd. Bolton 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
4 JPTR Topco Ltd. Bolton 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
5 JPTR Midco Ltd. Bolton 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
6 JPTR BidCo Ltd. Bolton 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022
7 SpaMedica Ltd. Bolton 100,00% Vollkonsolidierung 15.03.2022

Gesellschaften mit Sitz in Spanien und Andorra:

Name des Tochterunternehmens Sitz Anteil % Konsolidierung Erstkonsolidierung
1 Tilice Europe S.L. Madrid 99,99% Vollkonsolidierung 01.12.2022
2 Miranza Inversiones Oftalmlógicas, S.L Madrid 92,74% Vollkonsolidierung 01.12.2022
3 Valcasado S.A.U. Alicante 100,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
4 Instituto de Microcirugia Ocular DOS S.LU. Barcelona 100,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
5 Inverlasik MAD II S.LU. Madrid 100,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
6 Begitek Clínica Oftalmológica S.L.U. San Sebastián 100,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
7 Instituto Balear Oftalmológico, S.L.U. Palma de Mallorca 100,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
8 Clínica Virgen de Lujan S.LU. Sevilla 100,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
9 Oftalmed CCT S.LU. Jerez (Cádiz) 100,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
10 Centro Oftalmológico Integral Bilbao Berri, SL Bilbao (Vizcaya) 51,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
11 Clánica Oftalmológica Iradier, S.L.U. Madrid 100,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
12 Miranza Tenerife, SLU Sta. Cruz de Tenerife 100,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
13 Institut Oftalmologic Láser Visió, SLU Manresa 100,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
14 Centro Oftalmológico Altea, S.L.U. Alicante 100,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
15 Clínica Oftalmológica Gastéiz, S.L. Vitoria (Álava) 100,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
16 Ophthalteam 2020, SLU Madrid 100,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
17 Centro de Reconocimiento Médico Moratalaz, S.L.U Madrid 100,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
18 Miranza QX, S.L.U. Madrid 100,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
19 Unidad Oftalmológica Balear, S.L Palma de Mallorca 100,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
20 Miranza Begoña, S.L. Bilbao 83,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
21 Miranza Pirineos, S.L Escaldes-Engordany 100,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022
22 Virgen de la Palma, S.L.U. Sevilla 100,00% Vollkonsolidierung 01.12.2022

Die Ober Scharrer GmbH besitzt 99,99 % der Holdinggesellschaft des spanischen Teilkonzerns Tílice Europe S.L.

Zur Übersichtlichkeit weist die obige Darstellung die Stimmrechte der einzelnen Tochtergesellschaften unterhalb der Holdinggesellschaften gemäß den Beteiligungsverhältnissen des Teilkonzerns aus.

Darüber hinaus wurden folgende Erleichterungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB für die alle Tochterunternehmen in Deutschland in Anspruch genommen:

Die Gesellschaften Nr. 5 bis Nr. 10, Nr. 12, Nr. 18, Nr. 19, Nr. 21 und Nr. 22 nehmen die Befreiung zur Offenlegung in Anspruch, da diese in den Konzernabschluss der Veonet Vision GmbH enthalten sind.

Folgende Gesellschaften werden aufgrund vertraglicher Vereinbarungen faktisch gemeinsam mit anderen Gesellschaftern beherrscht und werden gem. § 310 HGB quotal in den Konzernabschluss einbezogen:

Name der Beteiligung Sitz Anteil % Konsolidierungsgrund Erstkonsolidierung
1. Orbis-Eyescan Limburg B.V. Sittard-Geleen 50,00% gemeinschaftliche Beherrschung 15.03.2022

Des Weiteren halten die Tochtergesellschaften Anteile an Beteiligungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR. Diese wurden zu Anschaffungskosten bilanziert.

D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses erfolgte unter Beachtung der handelsrechtlichen Buchführungs- und Bilanzierungsvorschriften.

Die Bewertung erfolgte entsprechend den Bestimmungen des §§ 252 ff. HGB.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Wertansätze der einzelnen Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten wurden aus den Einzelabschlüssen übernommen. In den Einzelabschlüssen wurde bei der Bilanzierung und Bewertung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs.1 Nr. 2 HGB) ausgegangen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear pro rata temporis entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 250,00 EUR bis 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Ein entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert wird über zehn Jahre abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten des Geschäfts- oder Firmenwertes.

Die Nutzungsdauern der abnutzbaren Vermögensgegenstände betragen:

Anlagenklasse Nutzungsdauer in Jahren
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche. Schutzrechte u. ähnliche. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 bis 16
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2 bis 50
2. Technische Anlagen und Maschinen 12 bis 20
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 20

Geleistete Anzahlungen sind zu Nennwerten bilanziert.

Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten, gegebenenfalls - bei voraussichtlich dauerhafter oder vorübergehender Wertminderung - unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Eine Wertminderung erfolgt bei voraussichtlich dauernder Wertminderung (gemildertes Niederstwertprinzip). Für die Finanzanlagen ergaben sich im Geschäftsjahr keine Anzeichen eines Wertminderungsbedarfs.

Die Vorräte wurden für den Standort Deutschland zu Festwerten gem. § 256 Abs. 2 i.V.m. 240 HGB, für Spanien nach LIFO, für Großbritannien und Schweiz nach FIFO sowie für die Niederlande zu Einkaufspreisen bilanziert. Die körperlichen Bestandsaufnahmen sind je nach Gesellschaften im Teilkonzern Deutschland in den Geschäftsjahren 2023 bis 2025 sowie in den Teilkonzernen Schweiz, Niederlande, Spanien und Großbritannien im Geschäftsjahr 2023 geplant.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Erkennbaren Insolvenz- oder bonitätsbedingten Risiken wird durch einzelne und pauschalierte Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Fremdwährungsforderungen werden am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet und unter Berücksichtigung des § 256a HGB bewertet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag bilanziert.

Der Sonderposten für Zuschüsse betreffen Sonderposten aus Subventionen und aus Fördermitteln.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden für erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB).

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet und unter Berücksichtigung des § 256a HGB bewertet.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind die Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ermitteln sich die latenten Steuern durch die Differenz der Buchwerte der Vermögensgegenstände und Schulden des Einzelabschlusses und den Zeitwerten gem. § 301 Abs. 2 HGB.

E. Ergänzende Angaben zur Konzernbilanz

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den als Anlage beigefügten Anlagenspiegel.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 85,0 Mio. EUR bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegen Patienten und den Kassenärztlichen Vereinigungen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, liegen in Höhe von 1,2 Mio. EUR vor.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten folgende Positionen:

Bezeichnung 31.12.2022
M€
Forderungen gegenüber dem Finanzamt 8,1
Kautionen 2,9
Sonstige 0,8
Forderungen aus Mieten 0,4
Forderungen gegenüber Personal 0,3
Forderungen gegenüber Versicherungen 0,3
Vorauszahlung Kreditkarten 0,3
Summe 13,1

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind folgende Beträge mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten:

Bezeichnung 31.12.2022
M€
Kautionen 2,7
Forderungen gegenüber Personal 0,3
Summe 3,0

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Bei einem Überhang der aktiven latenten Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen wurde auf Gesellschaftsebene auf den Ansatz von latenten Steuern aus Gründen des Vorsichtsprinzips verzichtet. Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten temporären Differenzen bei Marken, Kundenbeziehungen und bei Gegenständen des Sachanlagevermögens und wurden mit den landesspezifischen Steuersätzen der Teilkonzernen bewertet. Diese betragen für die Schweiz zwischen 10,5 % und 24,18 %, für Deutschland von 27,0 % bis 30 %, für die Niederlande 25,8 %, für Großbritannien 25,0 % und für Spanien 25,0 %.

Für die folgenden Aufstellung enthält alle im Jahr 2022 aufgedeckten Zeitwerte aus der Erstkonsolidierung zum 15. März 2022, der Erstkonsolidierung der Miranza Gruppe zum 1. Dezember 2022 sowie der Akquisitionen von der OSG Gruppe und Vista Gruppe vom Zeitraum 15. März 2022 bis 31. Dezember 2022:

Bezeichnung 31.12.2022
M€
Marken 51,7
Patientenstamm 45,2
Anlagevermögen 33,9
Sonstige 20,8
Wettbewerbsverbot 2,4
Rückbauverpflichtung -0,2
Jubiläumsrückstellung -1,5
Unvorteilhafte Verträge -8,3
Verlustvorträge -12,1
Summe 131,8

Weitere latente Steuern sind aus Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungsmethoden (HGB Adjustments) angefallen.

Die latenten Steuern setzen sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Bezeichnuna 31.12.2022
M€
Aktive latente Steuern 4,6
Passive latente Steuern -37,4
Saldo -32,8

Das gezeichnete Kapital der Muttergesellschaft beträgt 10.504.259,00 EUR und ist vollständig eingezahlt. Das gezeichnete Kapital wurde im Jahr 2022 um 10.454.208,00 EUR im Geschäftsjahr erhöht.

Die Kapitalrücklage beträgt 1.043.070.298,11 EUR und wurde um 1.043.013.298,11 EUR im Geschäftsjahr erhöht.

Die Steuerrückstellungen betragen 4,9 Mio. EUR.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Bezeichnung 31.12.2022
M€
Nachträgliche Kaufpreisverpflichtungen (Earn-Out) -24,6
Rückzahlungsverpflichtung -11,4
Personalverpflichtungen
Erlösbeteiligung und Boni -9,6
Sozialversicherung -3,6
Überstunden -2,6
Noch nicht genommener Urlaub -1,9
Jubiläum -1,7
Sonstige Personalkosten -0,6
Unvorteilhafte Mietverträge -8,6
Put-Optionen Minderheitengesellschafter -5,4
Ausstehende Rechnungen -5,4
Rechts- und Beratungskosten -2,9
Externe Personaldienstleistungen -2,8
Miete und Mietnebenkosten -2,6
Rückbauverpflichtung -1,7
Sonstige -6,0
Summe -91,4

Im Teilkonzern Deutschland wurden für mögliche Rückzahlungsverpflichtungen betreffend die Jahre 2019 bis 2022 Rückstellungen zum Stichtag 31.12.2022 in Höhe von EUR 11,4 Mio. nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und bestmöglicher Schätzung angesetzt. Die Rückstellung hat hierbei in Höhe von EUR 4,1 Mio. zu einer Reduktion der Umsatzerlöse im laufenden Berichtsjahr geführt. In Höhe von EUR 7,3 Mio. EUR hat die mögliche Rückzahlungsverpflichtung für Vorjahre Eingang in die Erstkonsolidierung zum 15.03.2022 gefunden.

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitsspiegel:

Art der Verbindlichkeit Betrag in M€
< 1 Jahr > 1 Jahr davon > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Anleihen 28,0 1.192,3 1.133,2
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,8 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32,1 0,7 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,7 0,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 48,4 5,0 0,5
- davon aus Steuern 7,9 0,0 0,0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,5 0,0 0,0
Summe 110,0 1.197,9 1.133,7

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Anleihen haben sich aufgrund der Refinanzierung zum Zeitpunkt des Gesellschafterwechsels per 15.03.2022 und der damit verbundenen Inanspruchnahme der neuen Kreditlinien im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 entsprechend erhöht.

Im Rahmen der neuen Finanzierung sind Sicherheiten, wie die Sicherungsübereignung der Vorräte und des beweglichen Anlagevermögens, eine Globalzession der Forderungen sowie die Mitverpflichtung bestimmter verbundener Unternehmen gestellt worden.

Zur Finanzierung des laufenden Working Capital Bedarfs und auch zukünftiger Akquisitionen standen der veonet Gruppe aus revolvierenden Kreditlinien zum 31.12.2022 Mittel in Höhe von insgesamt 158,9 Mio. EUR zur Verfügung.

Außerdem bestehen noch in den Teilkonzernen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 6,0 Mio. EUR.

Der Bestand bezieht sich auf die zum Stichtag 31.12.2022 mit den gültigen Fremdwährungskursen bewerteten Kredite und Anleihen.

Kreditlinie Bereitstellung Inanspruchnahme 31.12.2022
MGBP MCHF M€
1st lien Senior Facility B EUR 545,0
1st lien Senior Facility B EUR 160,0
1st lien Senior Facility B GBP 210,0 250,3
1st lien Revolving Credit Facility (RCF) 45,0 45,7
1st lien Revolving Credit Facility (RCF) 11,0
2nd lien Bond Facility CHF 110,0 111,7
2nd lien Bond Facility GBP 55,0 65,5
2nd lien Bond Capex Facility (CAF) EUR 25,0
Summe: 1.214,2

Die in Fremdwährung denominierten Beträge aus der syndizierten Fazilität 1st lien B (GBP) in Höhe von 210,0 Mio. GBP, 1st lien RCF (CHF) in Höhe von 45,0 Mio. CHF sowie aus den ausgegebenen, nachrangigen Anleihen der 2nd lien Facility in Höhe von 110,0 Mio. CHF und 55,0 Mio. GBP wurden jeweils mit dem Devisenkassamittelkurs zum Aufnahmedatum in EUR umgerechnet.

Die zum Stichtag gültige Verzinsung zum Abschlussstichtag ist der 3-M EURIBOR plus Marge für die Revolving Credit Facility sowie für die 1st lien Senior Facility B (EUR sowie der 3-M Compounded SONIA plus Marge für die 1st lien Senior Facility B (GBP). Die Verzinsung für die nachrangigen Anleihen wird auf Basis des 3-M Compounded SARON plus Marge für die 2nd lien 110,0 Mio. CHF Fazilität, des 3-M Compounded SONIA plus Marge für die 2nd lien 55,0 Mio. GBP Fazilität und des 3-M EURIBOR plus Marge für die 2nd lien 25,0 Mio. EUR CAF Fazilität errechnet.

Das befristete Darlehen (Term Loan 1st lien Senior Facility B (EUR) und 1st lien Senior Facility B (EUR)) hat eine Laufzeit bis zum 14.03.2029, die Revolving Credit Facility hat eine Laufzeit bis zum 14.09.2028 und die nachrangigen, befristeten Anleihen eine Laufzeit bis zum 14.03.2030.

Darüber hinaus hat die Veonet Gruppe im Rahmen einer Zinssicherungsstrategie im Jahr 2022 drei Zinsswaps über 300 Mio. EUR und 130 Mio. GBP mit jeweils 2-jähriger Laufzeit (bis zum 30.09.2024) abgeschlossen, um Risiken aus steigenden Basiszinssätzen 3M-EURIBOR und 3M-Compounded SONIA abzusichern.

Als Sicherheiten für die erhaltenen Fazilitäten hat die Veonet Gruppe die folgenden Sicherheiten gewährt:

a)

Im Rahmen eines Kontenverpfändungsvertrags verpflichtet sich die Veonet Lense GmbH zu einer Verpfändung sämtlicher Bankkonten inklusive sämtlicher Unter- und Ersatzkonten.

b)

Ferner verpfändet die Ober Scharrer Gruppe GmbH sämtliche bestehenden und zukünftigen Geschäftsanteile an der Augenklink Schweinfurt Gerolzhofen GmbH und OSG MVZ Träger GmbH.

c)

Im Rahmen eines Verpfändungsvertrages wurden von der Augenklink Schweinfurt Gerolzhofen GmbH sämtliche Geschäftsanteile an der Augenzentrum Würzburg MVZ GmbH, der OSG Medizinische Versorgungszentren GmbH und der MVZ Augenärztliches Diagnostik- Und Therapiezentrum Düsseldorf GmbH verpfändet.

d)

Im Rahmen eines Verpfändungsvertrages nach britischem Recht wurden die Geschäftsanteile von der JPTR BidCo Ltd. an der SpaMedica Ltd. verpfändet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Betrag in M€
Art der Verpflichtung bis 1 Jahr >1 Jahr davon >5 Jahre Summe
Miete 30,1 111,4 47,0 141,5
Leasing Pkw/Geräte 1,4 1,3 0,0 2,7
Service- und Dienstleistungsverträge 4,6 5,8 0,0 10,3
Investitionsobligo 1,3 0,0 0,0 1,4
Summe 37,3 118,5 47,0 155,8

Haftungsverhältnisse

Die Haftungsverhältnisse richten sich nach der Gläubigervereinbarung (Senior Facilities Agreement vom 08.03.2022 mit Änderungen durch das Amendment and Restatement Agreement vom 13.04.2022), in der branchenübliche Sicherheiten wie die Sicherungsübereignung der Vorräte und des beweglichen Anlagevermögens, eine Globalzession der Forderungen sowie die Mitverpflichtung der Konzerngesellschaften vereinbart wurden.

Zum 31. Dezember 2022 bestand eine gesamtschuldnerische Haftung zwischen Kreditinstituten und Konzerngesellschaften als Darlehensnehmer über nominal 1.197 Mio. EUR. Im Kreditvertrag sind Verpfändungen von Geschäftsanteilen u.a. von der Ober Scharrer Gruppe mit Sitz in Fürth vereinbart. Auf Basis der bestehenden Finanzierungsstruktur mit den bereitgestellten, zugesicherten Kreditlinien sowie durch die Generierung ausreichender operativer Cashflows in den einzelnen Konzerngesellschaften wird die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis von der Geschäftsführung als gering eingeschätzt.

F. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse in Höhe von 523,7 Mio. EUR resultieren im Wesentlichen aus ambulanten und stationären operativen Leistungen sowie aus konservativen Leistungen. Die Umsatzerlöse wurden nach Ländern wie folgt erzielt:

Bezeichnung 2022
M€
Großbritannien 213,4
Deutschland 160,2
Schweiz 85,4
Niederlande 58,0
Spanien 6,7
Summe 523,7

Die Umsatzerlösen im Teilkonzern Spanien umfassen aufgrund der Erstkonsolidierung zum 1.

Dezember 2022 (vereinfachter Erwerbsstichtag) lediglich einen Monat.

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

Bezeichnung 2022
M€
Währungsumrechnung Darlehen in Fremdwährung 2,7
Sonstige 1,4
Auflösung von Rückstellungen 1,3
Erstattungen Aufwendungsausgleichsgesetz 0,9
Erstattungen kassenärztliche Vereinigung 0,8
Zuschüsse für Forschung und Entwicklung 0,4
Sachbezüge 0,3
Wissenschaftliche Studie 0,3
Periodenfremde Erträge 0,2
Abgang von Anlagevermögen 0,1
Summe 8,4

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 6,6 Mio. EUR enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Bezeichnung 2022
M€
Raumkosten -33,3
Beratungs- und Transaktionskosten -21,7
Bürobedarf- und Kommunikationskosten -8,8
Reparaturen und Instandhaltungen -8,5
Fremdwährungsbewertung Darlehen -8,0
Sonstige Personalkosten -4,0
Werbekosten -3,4
Versicherungen und Beiträge -3,1
Steuerberatungs- und Jahresabschlusskosten -3,1
Gebühren kassenärztliche Vereinigung -3,0
Kfz-Kosten -2,8
Sonstige -2,7
Sonstige Dienstleistungen -2,6
Reisekosten -2,5
Mietleasing -0,5
Verluste aus Abgang vom Anlagevermögen -0,4
Nebenkosten des Geldverkehrs -0,3
periodenfremde Aufwendungen -0,3
Kleininvestitionen -0,3
Verluste aus Wertminderungen -0,3
Spenden -0,1
Summe -109,7

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren aus folgenden Positionen:

Bezeichnuna 2022
M€
Zinsen gegenüber Kreditinstituten -67,2
Sonstiger Zinsaufwand -12,4
Summe -79,6

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag bestehen aus folgenden Positionen:

Bezeichnung 2022
M€
Latente Steuern 13,5
Auflösung von Steuerrückstellungen 0,4
Gewerbe-, Kapitalertrags-, Körperschaftssteuer, Solidaritätszuschlag Deutschland -0,4
Internationale Steuern Niederlande -0,6
Gewinn-, Gemeinde-, Bundessteuern Schweiz -1,3
Internationale Steuern Großbritannien -6,1
Summe 5,4

Auf die Anteile anderer Gesellschafter am Konzernjahresfehlbetrag entfallen anteilsmäßige 3,6 Mio. EUR.

G. Sonstige Angaben

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der Aufbau der Kapitalflussrechnung folgt grundsätzlich den Empfehlungen des vom Deutschen Standardisierungsrat des "Deutschen Rechnungslegungsstandards Committee e.V." (DRSC) entwickelten "Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21" (DRS 21) Kapitalflussrechnung.

Beschäftigte

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gem. § 267 Abs. 5 setzt sich wie folgt zusammen:

Bezeichnung 31.12.2022
Arzthelfer 2.040
Verwaltung 1.345
Facharzt 419
Operationsmitarbeiter 332
Geringfügig Beschäftigte 114
Assistenzarzt 92
Summe 4.341

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2022 bzw. gehören an:

 

Herr Dr. Markus Hamm, CEO Veonet GmbH

 

Frau Judith Barth, CFO Veonet GmbH

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird gem. § 314 Abs. 3 S. 2 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Zum 31.12.22 bestanden keine Kredite oder Vorschüsse an die Organmitglieder. Haftungsverhältnisse für diesen Personenkreis sind ebenfalls nicht eingegangen worden.

Dem Beirat gehörten im Geschäftsjahr 2022 bzw. gehören an:

 

Douin Jean-Charles

 

Goltz Tania von der

 

Kumeth Andreas

 

Stoessel Francois

 

Rogers Rob

 

Veil Sebastien

Die Gesamtbezüge des Beirats betrugen im Geschäftsjahr 0,1 Mio. EUR.

Zum 31.12.22 bestanden keine Kredite oder Vorschüsse an die Organmitglieder. Haftungsverhältnisse für diesen Personenkreis sind ebenfalls nicht eingegangen worden.

Honorar des Abschlussprüfers nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses berechnete Brutto-Gesamthonorar einschließlich Reisekosten und Auslagen beträgt 0,9 Mio. EUR für die Prüfung der Teilkonzerne und des Gesamtkonzerns. Es setzt sich wie folgt zusammen.

Abschlussprüfungsleistung 0,8 Mio. EUR
Sonstige Prüfungsleistung 0,1 Mio. EUR

Konzernzugehörigkeit

Die Veonet Vision GmbH, München, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf.

Verwendung des Ergebnisses

Der Konzernjahresfehlbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

H. Nachtragsbericht

Die im Abschnitt Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft im Lagebericht erläuterte gesamtwirtschaftliche Situation besteht auch im 1. Quartal 2023 unverändert fort. Unverändert belastet die Inflation die Geschäftstätigkeit des Konzerns, steigende Leitzinsen im EURO-Raum, den Vereinigten Königreich und auch in der Schweiz haben dementsprechend Auswirkungen auf die Finanzlage der Gruppe. Die Geschäftsführung wirkt diesen mit geeigneten Zinssicherungsstrategien entgegen. Im ersten Quartal 2023 wurde zusätzlich ein Zinscap auf ein Volumen von 100 Mio. EUR und einer Laufzeit bis 30.09.2024 abgeschlossen, um eine Erhöhung Basiszinssatz für den erstrangig syndizierten Kredit nach oben abzusichern.

OSG: Frau Carla Naumann wurde zum 1. April 2023 zur Geschäftsführerin und CEO der Ober Scharrer Gruppe GmbH bestellt. Herr Marcus Kerwin scheidet als Geschäftsführer und COO der Ober Scharrer Gruppe GmbH zum 31. Mai 2023 aus. Zusätzlich wurden mit Closing per Januar 2023 zwei weitere Gesellschaften erworben.

VISTA: Im Januar 2023 wurde das Augenzentrum Thun AG erworben. Damit stärkt die VISTA ihre Präsenz in der Schweiz weiter als einer der führenden Anbieter für Augenheilkunde.

Eyescan: Ende Dezember 2022 wurde ein Joint Venture Vertrag über den Betrieb der Eyescan Gelderse Vallei B.V. mit dem örtlichen Krankenhaus abgeschlossen. Die Eyescan hält 60 % der Stimmrechte und wird den Klinikbetrieb voraussichtlich im Frühsommer 2023 aufnehmen.

 

München, den 11. Mai 2023

Dr. Markus Hamm

Judith Barth

Entwicklung des Konzernanlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen Abgänge
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A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - 1.982 177.254 - 619
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 7 - 1.944.075 -
3. Geleistete Anzahlungen - 92 444 - 99
7 2.074 2.121.773 - 718
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - 12.275 51.899 - 8
2. Technische Anlagen und Maschinen - 11.558 71.429 - 902
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - 4.392 36.432 - 484
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 6.730 9.206 -
- 34.955 168.966 - 1.394
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen - - 148 -
2. Wertpapiere des Anlagevermögens - - 3 -
3. Sonstige Ausleihungen - 1 11 -
- 1 162 -
7 37.030 2.290.901 - 2.112
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Umbuchungen Währungsdifferenzen 31.12.2022
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A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 514 - 279 178.852
2. Geschäfts- oder Firmenwerte - 210 1.944.292
3. Geleistete Anzahlungen - 345 - 92
169 - 69 2.123.236
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.957 - 2.306 79.817
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.156 - 913 82.328
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - 9.613 202 30.929
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 9.669 610 6.877
- 169 - 2.407 199.951
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen - - 148
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 5 - 8
3. Sonstige Ausleihungen - 5 - 7
- - 163
- - 2.476 2.323.350
Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge Währungsdifferenzen 31.12.2022
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A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - - 26.075 2 305 - 25.768
2. Geschäfts- oder Firmenwerte - - 138.845 - - 2 - 138.847
3. Geleistete Anzahlungen - - - - -
- - 164.920 2 303 - 164.615
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - - 6.736 - 124 - 6.612
2. Technische Anlagen und Maschinen - - 7.421 - 12 74 -7.359
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - - 3.951 210 41 - 3.700
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
- - 18.108 198 239 - 17.671
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen - - - - -
2. Wertpapiere des Anlagevermögens - - - - -
3. Sonstige Ausleihungen - - - - -
- - - - -
- - 183.028 200 542 - 182.286
Restbuchwerte
31.12.2022
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A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 153.084
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 1.805.445
3. Geleistete Anzahlungen 92
1.958.621
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 73.204
2. Technische Anlagen und Maschinen 74.969
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.230
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.877
182.280
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 148
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 8
3. Sonstige Ausleihungen 7
163
2.141.064

Konzernkapitalflussrechnung 2022

2022
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+/- Konzernverlust -163.713
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 183.028
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -63.702
-/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen 6.141
-/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -3.574
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -1.806
+/- Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 326
- Zinserträge -86
+ Zinsaufwendungen 79.604
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag -5.425
- Ertragsteuerzahlungen -11.571
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 19.222
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2.074
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 124
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -34.955
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1
- Auszahlungen für Erwerb der Tochtergesellschaften -2.081.878
+ Erhaltene Zinsen 10
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.118.774
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 1.053.467
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 282
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 1.209.525
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -37.479
- Gezahlte Zinsen und Finanzierungskosten -80.765
- Gezahlte Dividenden/Vorabausschüttungen an andere Gesellschafter -2.691
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.142.339
= Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 42.787
+/- Effekte durch Wechselkursänderungen 2.957
+ Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 100
= Finanzmittelfonds * am Ende der Periode 45.844

* der Finanzmittelfond setzt sich zusammen aus dem Kassenbestand sowie den Guthaben bei Kreditinstituten

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Ausgleichsposten Fremdwährungsumrechnung
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Stand am 1. Januar 2022 50 57 0
Sonstige Veränderungen - - -
Erwerb der Tochtergesellschaften - - -
Kapitalerhöhung 10.454 1.043.013 -
Ausschüttungen - - -
Währungsumrechnung - - -276
Konzernjahresfehlbetrag/-verlust - - -
Vorabausschüttungen - - -
Stand am 31. Dezember 2022 10.504 1.043.070 -276
Verlustvortrag Konzernverlust Eigenkapital Mutterunternehmen
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Stand am 1. Januar 2022 0 0 107
Sonstige Veränderungen - - -
Erwerb der Tochtergesellschaften - - -
Kapitalerhöhung - - 1.053.467
Ausschüttungen - - -
Währungsumrechnung - - -276
Konzernjahresfehlbetrag/-verlust - -163.713 -163.713
Vorabausschüttungen - - -
Stand am 31. Dezember 2022 0 -163.713 889.585
Minderheitsgesellschafter Konzerneigenkapital
Anteile anderer Gesellschafter Summe
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Stand am 1. Januar 2022 0 107
Sonstige Veränderungen -64 -64
Erwerb der Tochtergesellschaften 6.990 6.990
Kapitalerhöhung 282 1.053.749
Ausschüttungen -2.091 -2.091
Währungsumrechnung - -276
Konzernjahresfehlbetrag/-verlust 3.646 -160.067
Vorabausschüttungen -600 -600
Stand am 31. Dezember 2022 8.163 897.748

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Veonet Vision GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Veonet Vision GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Veonet Vision GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 11. Mai 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lars Müller, Wirtschaftsprüfer

ppa. Gregor Killian, Wirtschaftsprüfer

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