Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 207023
Vorher
GP SCHUPPERTBAU GmbH
Eingetragen
24.9.1993
Branche
Architekturbüros für HochbauBauträger für andere Gebäude und BauwerkeBauträger für Wohngebäude
Gegenstand
Der Betrieb einer Bauunternehmung, die Projektentwicklung und Projektsteuerung, der Betrieb eines Bauingenieurbüros und die Bauüberwachung, insbesondere des Hoch- und Spezialbaus, sowie die Ausführung aller Geschäfte, die damit zusammenhängen; Vermittlung des Abschlusses oder Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss von Verträgen über Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, gewerbliche Räume, Wohnräume; Vorbereitung oder Durchführung von Bauvorhaben als Bauherr im eigenen Namen für eigene oder fremde Rechnung und dazu Vermögensverwerte von Erwerbern, Mietern, Pächtern, oder sonstigen Nutzungsberechtigten oder von Bewerbern um Erwerbs- oder Nutzungsrechte zu verwenden.

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Brunsch
seit 18.11.2025
Prokura
Steffen Bockisch
seit 10.8.2020
Prokura
Frank Heinze
seit 12.10.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

GP Papenburg Hochbau GmbH

Halle/Saale

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Papenburg-Unternehmensgruppe ist in den Sparten

Bau

Rohstoffe und Spedition

Betonwaren

Baumaschinen

Entsorgung

Sonstige

tätig. Die Hauptstandorte befinden sich in Niedersachsen (Großraum Hannover, Braunschweig), Sachsen-Anhalt (Großraum Halle), Sachsen (Leipzig, Dresden), Berlin, Brandenburg (Teltow, Potsdam, Cottbus), Thüringen (Nordhausen), Schleswig-Holstein (Wahlstedt) und Mecklenburg-Vorpommern (Grimmen). Die Kernregionen der Geschäftstätigkeit umfassen den Großraum Hannover, Halle-Leipzig sowie Berlin-Brandenburg.

Die branchenspezifischen Bedingungen und Entwicklungen in den einzelnen Sparten bilden den Rahmen für die Entwicklungsmöglichkeiten der Papenburg-Unternehmensgruppe.

Überblick über die konjunkturelle Entwicklung 2014

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2014 insgesamt positiv entwickelt. Die Steigerung des Bruttoinlandproduktes wird für 2014 mit ca. 1,5 % ausgewiesen. Insbesondere die gesunkenen Rohstoffpreise für Öl haben zum Jahresende positiv zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beigetragen. Für das Folgejahr wird eine Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes von 1 % prognostiziert.

Der Umsatz im Bauhauptgewerbe in 2014 liegt bei € 98,1 Mrd. Dies bedeutet eine Steigerung von 2,8 %, die jedoch unter den Erwartungen von 3,5 % liegt. In 2015 soll mit einer Steigerung um 2 % die 100-Mrd.-Euro-Grenze überschritten werden. Die Beschäftigung wird künftig auf stabilem Niveau bei 760.000 Personen liegen. Die öffentlichen Auftraggeber, insbesondere die Kommunen, benötigen jährlich € 8 Mrd. zusätzlich, um den Investitionsstau in Höhe von € 118 Mrd. innerhalb von 15 Jahren abzubauen. Die Bundesregierung stellt mit € 5 Mrd. ein Investitionspaket für die Kommunen bis 2018 zur Verfügung, welches wir für die Branche als wichtiges positives Signal für die kommenden Geschäftsjahre ansehen.

Im Bereich Maschinenbau ist die Umsatzentwicklung für Bau- und Baustoffmaschinen im Jahr 2014 mit einem Anstieg von 8 % unerwartet gestiegen. Für 2015 erwartet die deutsche Baumaschinenindustrie nur eine Seitwärtsbewegung, da sich die Geschäfte auf den gut laufenden und den weniger gut laufenden Märkten tendenziell ausgleichen werden. Insbesondere die schwache Konjunktur und das gestiegene Wechselkursrisiko in Russland bremsen die Maschinenbauer. Der Ausblick für 2015 ist dennoch aufgrund der aktuellen Auftragszuwächse positiv. Ein Dauersorgenthema der Baumaschinenhersteller bleibt allerdings die Erfüllung der EU-Abgasnormen, welche weiterhin große Teile der F&E-Kapazitäten binden und sich nicht vollständig im Ertragsbereich durchsetzen lassen.

Die Stimmung in der Entsorgungsbranche ist nach dem starken Wachstum der vergangenen Geschäftsjahre im vergangenen Geschäftsjahr durch volatile Rohstoffpreisentwicklung geprägt. Die Branche geht in 2015 weiterhin von einer stabilen Preisbildung und einer konstanten Nachfrage auf den Sekundärrohstoffmärkten aus, wobei weltwirtschaftliche Einflüsse in den Rohstoffmärkten zu entsprechenden Veränderungen in der Preis- und Nachfragepolitik führen können.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung der GP Papenburg Hochbau GmbH

Die GP Papenburg Hochbau GmbH hatte in 2014 gegenüber dem Vorjahr eine Leistungssteigerung um 15 % zu verzeichnen und erbrachte Bauleistungen (*1) in Höhe von € 92,6 Mio. (Vorjahr: € 80,4 Mio.) sowohl in Arbeitsgemeinschaften als auch auf Eigenbaustellen. Der Anteil der Bauleistung in Arbeitsgemeinschaften ist dabei mit € 30,3 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau (Vorjahr: € 31,0 Mio.) und liegt bei 32,7 % (Vorjahr: 38,5 %). Es wurde ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von T€ 2.277 (Vorjahr: T€ 1.007) erzielt.Die Bauleistung gliederte sich dabei - wie in der nachfolgenden Grafik dargestellt - auf die einzelnen Niederlassungen auf. Für 2015 sind die Planansätze dargestellt.

Bild

Abb. 1: Bauleistung nach Niederlassungen (für 2015 Planwerte)

(*1) Bautenstand bewertet zu Bauherrenpreisen ohne Umsatzsteuer.

Durch gezielte Akquisitionen bei Stammkunden und engagierte Arbeit in den Kalkulationsabteilungen der einzelnen Niederlassungen konnten in 2014 alle Niederlassungen eine solide Basis für eine Grundauslastung legen. Der Auftragsbestand hat sich im Laufe des Jahres 2014 weiterhin positiv entwickelt und deckt am 31. Dezember 2014 mit € 113,9 Mio. circa 91 % der Planleistung von 2015 ab.

Bild

Abb. 2: Auftragseingang und Auftragsbestand nach Niederlassungen

Alle Niederlassungen haben durch gezielte Akquisition in den Ballungsräumen Halle-Leipzig und Hannover Auftragseingänge am Standort der Niederlassung zu verzeichnen. Sie setzen damit die Unternehmensphilosophie erfolgreich um, vorwiegend an den Hauptstandorten der Papenburg-Unternehmensgruppe unternehmerisch tätig zu werden

3. Geschäftsfelder der GP Papenburg Hochbau GmbH

Die Hauptschwerpunkte der Gesellschaft lagen 2014 in den Bereichen Schlüsselfertigbau und Industriebau.

Bauvorhaben (Angaben in T€) Leistung 2014 Leistung Vorjahr
Schlüsselfertig-Bau 51.952 56,1% 42.563 52,9%
Sanierung 3.407 3,7% 20.792 25,9%
Industriebau 29.114 31,4% 0 0,0%
Rohbau 8.016 8,7% 12.283 15,3%
Sonstige Bauarbeiten 112 0,1% 4.717 5,9%
Gesamtsumme inkl. ARGE-Leistung 92.602 100,0% 80.355 100,0%

Der Anteil der Sparte Schlüsselfertig-Bau hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Die Sparte Sanierung ist zugunsten der Sparte Industriebau stark rückläufig und hat mit 3,7 % im Geschäftsjahr 2014 eine eher untergeordnete Bedeutung. Der Anteil der Sparte Rohbau liegt ebenfalls unterhalb des Vorjahresniveaus.

Ziel der GP Papenburg Hochbau GmbH ist es, mit qualitativ hochwertiger Ausführung von Bauleistungen, Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden. Ein Großteil der abgewickelten Aufträge und Auftragsbestände ist bereits auf langjährige Kundenkontakte zurückzuführen.

Mit der frühzeitigen Zusammenarbeit mit Kunden im Rahmen deren Projektentwicklung sollen ein kontinuierlicher Auftragsbestand, höhere Auftragsreichweiten und eine verbesserte Rendite der GP Papenburg Hochbau GmbH erreicht werden.

4. Beschaffung

Die Nutzung der Synergien der GP Günter Papenburg Gruppe trug zu einem Teil des Umsatzes der Gesellschaft bei. Sowohl als Auftraggeber als auch als Auftragnehmer ist die GP Papenburg Hochbau GmbH fester Bestandteil des GP Günter Papenburg Konzerns.

Das Hauptbetätigungsfeld der GP Papenburg Hochbau GmbH - der Schlüsselfertig-Bau - ist nur mit zuverlässigen Nachunternehmern möglich, die qualitativ hochwertige Leistungen erbringen und preiswert die geforderten Standards erfüllen können. Die Gesellschaft bezieht daher ausgewählte Nachunternehmer bereits in die Angebotsphase ein. Auf diese Weise sind bereits Kooperationen und Partnerschaften mit Nachunternehmern entstanden.

5. Personal- und Sozialbereich

Das Jahr 2014 war in Bezug auf die Beschäftigung von einem leistungsbedingten Zuwachs geprägt. Im Jahr 2014 betrug der durchschnittliche Personalbestand 172 Mitarbeiter (Vorjahr: 165 Mitarbeiter).

Bild

Abb. 3: Personalentwicklung nach Berufsgruppen

Die GP Papenburg Hochbau GmbH hat ein am Tarif für die Bauwirtschaft angelehntes Lohn- und Gehaltsniveau. Im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten wurde mit dem Betriebsrat eine Flexibilisierungsvereinbarung für die gewerblichen Arbeitnehmer abgeschlossen. Seitdem bestehen Arbeitszeitkonten, die unter anderem zum Ausgleich von auftragsbedingten Schwankungen der Arbeitszeit genutzt werden können.

Zur Überwachung des Gesundheits- und Arbeitsschutzes wurde von der Gesellschaft ein externes Büro beauftragt.

B. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GP Papenburg Hochbau GmbH

1. Vermögenslage

Aufgrund des positiven Jahresergebnisses nach Ergebnisabführung von T€ 131 konnte das Eigenkapital vollständig wieder hergestellt werden. Die Gesellschaft weist damit ein Eigenkapital von T€ 388 aus.

Der Stand der unfertigen Leistungen sank um € 10,9 Mio. auf € 21,2 Mio. Die Anzahlungsquote ist von 109,9 % am Jahresanfang auf 105,3 % zum Jahresende leicht gesunken.

Der Anteil der Rückstellungen für Garantiearbeiten an den gesamten Rückstellungen sank in 2014 von 30,2 % im Vorjahr auf 22,9 % am 31. Dezember 2014, wobei der Gesamtbetrag der Garantierückstellungen um 5,3 % sank und zum 31. Dezember 2014 € 2,5 Mio. (Vorjahr: € 2,6 Mio.) beträgt. Des Weiteren enthalten die sonstigen Rückstellungen Personalverpflichtungen von T€ 996 (Vorjahr: T€ 556) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von T€ 6.637 (Vorjahr: T€ 5.205).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um € 0,6 Mio. auf € 4,3 Mio. gesunken. Sie machen mit 15,6 % einen wesentlichen, gegenüber dem Vorjahr (21,0 %) verminderten, Anteil der Bilanzsumme aus. Der gesamte Forderungsbestand hat sich auf € 23,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr (€ 19,2 Mio.) erhöht. Darin enthalten sind neben den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbunden Unternehmen in Höhe von € 15,4 Mio. (Vorjahr: € 9,4 Mio.) sowie Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften von € 3,7 Mio. (Vorjahr: € 4,8 Mio.) enthalten.

Das für das operative Geschäft erforderliche technische Gerät wird bei Bedarf von Konzerngesellschaften angemietet.

2. Finanzlage

Die Tätigkeit der GP Papenburg Hochbau GmbH wird durch die Einbindung in das Cash-Management und das Finanzierungskonzept der GP Günter Papenburg AG, Hannover, finanziell begleitet und mit den erforderlichen Finanzmitteln ausgestattet. Die GP Günter Papenburg AG, Hannover, hat am 17. Dezember 2002 erklärt, die Gesellschaft finanziell so ausgestattet zu halten, dass die GP Papenburg Hochbau GmbH ihren Verbindlichkeiten jederzeit nachkommen kann und ist mit ihren daraus entstehenden Forderungen im Rang zurückzutreten. Daraus resultierend wird die GP Papenburg Hochbau GmbH mit liquiden Mitteln und dem notwendigen Aval-Rahmen über die GP Günter Papenburg AG, Hannover, als Konzernobergesellschaft ausgestattet.

Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen aus Anzahlungen der Auftraggeber.

Der Cashflow nach DVFA/SG beträgt € 3,7 Mio. (Vorjahr: € 1,0 Mio.).

3. Ertragslage

In 2014 erzielte die GP Papenburg Hochbau GmbH mit € 2,3 Mio. (Vorjahr: € 1,0 Mio.) ein positives Ergebnis vor Ergebnisabführung. Das Ergebnis wurde unter anderem durch Risikovorsorgen der Niederlassung Hannover belastet. Positive Ergebnisse konnten die Niederlassungen Schlüsselfertig-Bau, Rohbau und Ost erzielen. Die Niederlassungen sind in besonderem Maße in die Wertschöpfungskette der Papenburg-Unternehmensgruppe integriert. Des Weiteren beinhaltet das Ergebnis außerordentliche Aufwendungen in Höhe von € 1,0 Mio. aus der erstmaligen Bedienung von Besserungsscheinen.

Die Gesamtleistung stieg von € 52,2 Mio. auf € 68,1 Mio. Der Materialaufwand stieg unterproportional um 22,0 % auf € 50,8 Mio., was zu einer verbesserten Rohertragsquote von 25,4 % (Vorjahr: 20,6 %) führte.

Aus den in Arbeitsgemeinschaften abgewickelten Bauvorhaben wurden im Geschäftsjahr 2014 Ergebnisse von gesamt € 4,8 Mio. (Vorjahr: € 0,6 Mio.) übernommen. Unter den Umsatzerlösen sind Ergebnisübernahmen von € 4,6 Mio. (Vorjahr: € 0,6 Mio.), unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Ergebnisübernahmen von € 0,4 Mio. (Vorjahr: € 0,1 Mio.) und unter den betrieblichen Aufwendungen von € 0,1 Mio. (Vorjahr: € 0,0 Mio.) erfasst.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Wesentlichen mitarbeiterbedingt um € 0,5 Mio. auf € 8,7 Mio.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich um € 0,1 Mio. auf € -0,5 Mio.

C. Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres 2014 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die zu einer anderen Beurteilung der dargestellten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen würden.

D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Überwachung und Steuerung des Risikomanagementsystems obliegt der Geschäftsleitung. Hauptinstrument sind Plan-Ist-Vergleiche auf Projektebene sowie Monats- und Quartalsbesprechungen der Baustellen.

Den branchenbedingt erhöhten Bonitätsrisiken soll möglichst durch Einforderung von Sicherheiten (Bürgschaften, Grundschuldeintragungen) begegnet werden.

Durch die Insolvenz eines Kunden bestehen für ein Projekt Risiken bei der Durchsetzung der Forderungen. Die besondere Vertragskonstellation, dass der Kunde als alleiniger Auftragnehmer des Auftrags gleichzeitig Konsortialführerin eines Innenkonsortiums unter Beteiligung der GP Papenburg Hochbau GmbH war, bedarf zusätzlicher juristischer Unterstützung zur Einbringung der offenen Forderungen. Nach geleisteter Schlusszahlung des Bauherrn auf ein gemeinsames konsortiales Treuhandkonto im Jahr 2012 ist zur Durchsetzung der offenen Forderungen zum Geschäftsjahresende 2014 Klage vor dem Landgericht in Köln erhoben worden, welche durch einen Prozesskostenfinanzierer begleitet wird.

Weiterhin klagt eine ARGE, an der die GP Papenburg Hochbau GmbH zu 50 % beteiligt ist, Werklohnforderungen gerichtlich ein. Bei der Bewertung der Forderungen in der ARGE wurden noch nicht vergütete Leistungsänderungen als werthaltig und durchsetzbar beurteilt. Den vom Auftraggeber im Rahmen der Widerklage geltend gemachten Schadensersatzansprüchen misst die Geschäftsführung geringe Erfolgsaussichten bei.

Da ein großer Teil der Leistung der GP Papenburg Hochbau GmbH durch Nachunternehmer erbracht wird, legen wir großes Augenmerk auf das Vertragsmanagement. Die Formularverträge unterliegen einer ständigen Weiterentwicklung und Anpassung an die jeweilige Gesetzeslage und aktuelle Rechtsprechung. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit einer renommierten international tätigen Rechtsanwaltskanzlei.

Zur weiteren Festigung unserer Strukturen und Verbesserung der internen Abläufe haben wir ein Qualitätsmanagementsystem installiert. Im November 2009 erhielten wir die Zertifizierung nach ISO 9001:2008 durch die TÜV Rheinland Cert GmbH, Köln (TÜV Rheinland). Die Rezertifizierung erfolgte im November 2012 im Rahmen des planmäßigen Überwachungsaudits und ist gültig bis 25. November 2015. Darüber hinaus führen wir jährlich eigene Audits durch. Des Weiteren finden jährlich Überprüfungen durch den TÜV statt. Mit dem letzten Wiederholungsaudit im November 2014 wurde die Aufrechterhaltung der bestehenden Zertifizierung durch den TÜV Rheinland bestätigt.

Die Unternehmen der GP Günter Papenburg Gruppe sind zugleich Garant für die starke Position der GP Papenburg Hochbau GmbH im mitteldeutschen Raum. Im Hochbau zählt die GP Papenburg Hochbau GmbH zu den Marktführern in Mitteldeutschland.

Diese starke Position wird auch für die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen angestrebt.

E. Prognosebericht - Voraussichtliche Entwicklung

Die positive Ergebnisprognose aus dem Vorjahreslagebericht bzgl. den erwarteten Bauleistungen im Geschäftsjahr 2014 wurde zum einen durch positive Witterungseinflüsse als auch durch gezielte Akquisition bei den Stammkunden und engagierter Kalkulationsarbeit übertroffen. Das prognostizierte Ergebnis 2014 wurde in einer Jahresergebnisbetrachtung vor Ertragsteuern erreicht.

Durch einen weiteren Ausbau der Aktivitäten der GP Papenburg Hochbau GmbH an den Standorten der Papenburg-Gruppe und der Konzentration auf Bauaufgaben in einem Gebiet, dass durch die Städte Hannover, Halle/Saale, Leipzig sowie Potsdam und Berlin begrenzt wird, sollen die Synergieeffekte in der Papenburg-Gruppe noch stärker genutzt werden.

Die gute Zusammenarbeit mit aktuellen Auftraggebern wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Neue Aufträge werden insbesondere von Schlüsselkunden, wie der HWG "Freiheit" e.G., Halle/Saale, der GWG Gesellschaft für Wohn- und Gewerbeimmobilien Halle-Neustadt mbH, Halle/Saale, und aus regen Anfragen und Ausschreibungen erwartet.

Eine vergleichbare Entwicklung wird auch für die Niederlassung Hannover in der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Wohnungsbaukunden GBH Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH, Hannover, angestrebt. Mit dem Projekt "Klagesmarkt" in Hannover wurde ein erster Großauftrag bereits erteilt.

Wichtig für die weitere Entwicklung der GP Papenburg Hochbau GmbH ist der Ausbau des Geschäftsfeldes der Öffentlich Privaten Partnerschaften (ÖPP) und der Projektentwicklung. Durch die in bisher sechs Projekten gesammelten Erfahrungen wurde die GP Papenburg Hochbau GmbH in die Lage versetzt, zukünftig gleichartige Projekte zu akquirieren. Mit der Gründung einer gemeinsamen Entwicklungsgesellschaft, Hallesche Wohnungsgesellschaft mbH, Halle/Saale, wurde ein Grundstein für den Einstieg in die Entwicklung von Wohnungsbauprojekten gelegt. Mit dem Projekt "Neubau Stadion Zwickau", wurde Anfang 2015 ein weiterer Auftrag aus dem Bereich ÖPP gewonnen.

Mittels einer kundenorientierten Akquisition wird sich die GP Papenburg Hochbau GmbH weiterhin am Markt behaupten. In 2015 werden Bauleistungen von ca. € 124,5 Mio. und ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von ca. € 2,0 Mio. angestrebt. Auch darüber hinaus werden für die GP Papenburg Hochbau GmbH gute Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung gesehen.

 

Halle/Saale, den 20. Mai 2015

GP Papenburg Hochbau GmbH

die Geschäftsführung

Klaus Günter Papenburg

Frank Heinze

Frank Kirchhoff

Bilanz

Aktiva


Stand am 31.12.2014
Stand am 31.12.2013
T€
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Software   1.574,46 5
II. Sachanlagen      
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.457,02   4
2. Fuhrpark 4.204,66   5
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 72.905,73   39
    82.567,41 48
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 43.064,59   43
2. Beteiligungen 1.852.600,00   1.553
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00   7
    1.895.664,59 1.603
    1.979.806,46 1.656
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Unfertige Bauten und Leistungen      
a) Unfertige Bauleistungen 3.643.493,37   10.191
b) Erhaltene Anzahlungen -1.899.475,97   -8.360
    1.744.017,40 1.831
2. Geleistete Anzahlungen 0,00   14
    1.744.017,40 1.845
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.279.851,72   4.890
2. Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften 3.732.580,55   4.801
- davon aus Lieferungen und Leistungen: € -1.011.723,72 (Vorjahr: T€ 232) -      
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.398.687,78   9.405
- davon aus Lieferungen und Leistungen: € -169.306,41 (Vorjahr: T€ -207) -      
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen aus Konzernsicht ein Beteiligungsverhältnis besteht 23.145,94   43
- davon aus Lieferungen und Leistungen: € 22.145,94 (Vorjahr: T€ 43) -      
5. Sonstige Vermögensgegenstände 34.336,05   48
    23.468.602,04 19.187
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   199.856,43 629
    25.412.475,87 21.661
Summe Aktiva   27.392.282,33 23.317

Passiva

     

Stand am 31.12.2014
Stand am 31.12.2013
T€
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   260.000,00 260
II. Kapitalrücklage   127.822,97 128
III. Bilanzgewinn (Vorjahr: Bilanzverlust)   0,00 -131
    387.822,97 257
B. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 281.000,00   37
2. Sonstige Rückstellungen 10.552.414,51   8.625
    10.833.414,51 8.662
C. Verbindlichkeiten      
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen      
a) Erhaltene Anzahlungen 20.436.048,26   26.988
b) Unfertige Bauleistungen -17.569.648,86   -21.964
  2.866.399,40   5.024
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.543.114,32   6.621
3. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften 4.628.545,02   1.886
- davon aus Lieferungen und Leistungen: € -664.860,05 (Vorjahr: T€ -160) -      
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.717.440,64   509
- davon aus Lieferungen und Leistungen: € 469.284,94 (Vorjahr: T€ 426) -      
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen aus Konzernsicht ein Beteiligungsverhältnis besteht 595,00   6
- davon aus Lieferungen und Leistungen: € 595,00 (Vorjahr: T€ 6) -      
6. Sonstige Verbindlichkeiten 414.950,47   328
- davon aus Steuern: € 146.209,12 (Vorjahr: T€ 116) -      
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 75.410,59 (Vorjahr: T€ 41) -      
    16.171.044,85 14.374
D. Rechnungsabgrenzungsposten   0,00 24
Summe Passiva   27.392.282,33 23.317

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1. bis 31.12.2014

 

2013
T€
1. Umsatzerlöse   79.023.292,68 37.712
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an unfertigen Bauten und Leistungen   -10.941.332,12 14.483
3. Sonstige betriebliche Erträge   3.266.707,38 3.590
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -7.289.453,93   -10.225
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -43.520.197,81 -50.809.651,74 -31.434
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -6.754.712,28   -6.389
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.947.650,88 -8.702.363,16 -1.846
- davon für Altersversorgung: € 41.265,00 (Vorjahr: T€ 53) -      
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -64.895,17 -58
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -6.984.053,85 -4.541
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   187.102,26 150
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 176.102,61 (Vorjahr: T€ 123) -      
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -661.255,26 -489
- davon an verbundene Unternehmen: € 160.147,09 (Vorjahr: T€ 144) -      
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: € 54.191,53 (Vorjahr: T€ 43) -      
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   4.313.551,02 953
11. Außerordentliche Aufwendungen   -983.188,66 0
12. Außerordentliches Ergebnis   -983.188,66 0
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -307.780,98 0
14. Sonstige Steuern   -745.436,80 54
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn   -2.146.559,97 0
16. Jahresüberschuss   130.584,61 1.007
17. Verlustvortrag   -130.584,61 -1.138
18. Bilanzgewinn (Vorjahr: Bilanzverlust)   0,00 -131

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Dieser Jahresabschluss wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen bewertet und werden planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 410,00 werden im Jahr des Zuganges vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Inventurbestände an Material werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Herstellungskosten der unfertigen Bauvorhaben enthalten angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten. Unfertige Leistungen werden um erhaltene Anzahlungen vermindert ausgewiesen. Die erhaltenen Anzahlungen werden offen abgesetzt. Übersteigen die erhaltenen Anzahlungen die noch nicht abgerechneten Bauleistungen, erfolgt der Ausweis unter "erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen". Das Niederstwertprinzip wird bei der Bewertung eingehalten. Bei der Bewertung der unfertigen Leistungen werden dem Grunde nach als sicher und durchsetzbar eingeschätzte, noch nicht beauftragte Nachträge, mit angemessenen Sicherheitsabschlägen der Höhe nach in die Bewertung einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angesetzt. Die im Berichtsjahr vorgenommene Anpassung des Prozentsatzes der Pauschalwertberichtigung von 3 % auf 1 % führte zu einem einmaligen positiven Ergebniseffekt von T€ 60. Die zu erwartenden Rechnungsabstriche werden von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgesetzt. In Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas werden Forderungen/Verbindlichkeiten gegen/gegenüber Arbeitsgemeinschaften gesondert ausgewiesen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Arbeitsgemeinschaften (ARGEN) werden mit Einschüssen und Ausschüttungen der jeweiligen Arbeitsgemeinschaft verrechnet. Die Gewinne der Arbeitsgemeinschaften werden erst im Jahr der Schlussrechnung des Bauvorhabens an den Bauherren der Arbeitsgemeinschaften erfasst. Neutrale Erträge der Arbeitsgemeinschaften werden zum Zeitpunkt der Erwirtschaftung realisiert, wenn sie das übliche Maß im Verhältnis zum Arbeitsgemeinschaftsergebnis überschreiten, dazu zählen insbesondere Zinserträge. Bei der retrograden Bewertung der unfertigen Leistungen der ARGEN, wo die Gesellschaft ARGE-Partner ist, werden noch nicht beauftragte Nachträge (Mehrmengen, Leistungsänderungen, Behinderungen), soweit diese dem Grunde nach gemäß Vertrag oder VOB/B als sicher durchsetzbar beurteilt werden, in angemessenem Umfang in die Bewertung einbezogen.

Forderungen gegen Unternehmen, an denen ein Unternehmen der Papenburg-Gruppe mit 50 % oder weniger beteiligt ist, werden als "Forderungen gegen Unternehmen, mit denen aus Konzernsicht ein Beteiligungsverhältnis besteht" erfasst.

Die Rückstellungen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind, werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten. Langfristige Rückstellungen werden mit einem der jeweiligen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Allgemeines

Die Forderungen und Verbindlichkeiten der Arbeitsgemeinschaften und der verbundenen Unternehmen werden für jeden Geschäftspartner, soweit zulässig, saldiert.

2. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel am Ende des Anhangs ersichtlich.

3. Forderungen

Die Forderungen sind auf ihre Werthaltigkeit überprüft und risikobehaftete Außenstände wurden wertberichtigt.

4. Eigenkapital

Im Bilanzgewinn ist ein Verlustvortrag von T€ 131 (Vorjahr: T€ 1.138) enthalten. Mit Abschluss des Gewinnabführungsvertrages am 30. November 2010 hat die Muttergesellschaft eine § 302 AktG entsprechende Verlustausgleichsverpflichtung für die Laufzeit des Vertrages übernommen.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen T€ 996 (Vorjahr: T€ 556), Gewährleistungsverpflichtungen T€ 2.478 (Vorjahr: T€ 2.615) sowie ausstehende Rechnungen T€ 6.637 (Vorjahr: T€ 5.205).

6. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wird davon ausgegangen, dass Gewährleistungseinbehalte jederzeit durch Bürgschaften abgelöst werden können. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 2.162 (Vorjahr: T€ 6).

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Erträge für Partnerleistungen gemäß Arbeitsgemeinschaftsvertrag werden unter der Position Umsatzerlöse erfasst.

Die Umsatzerlöse entfallen mit T€ 72.663 (Vorjahr: T€ 34.626) auf Bauleistungen, mit T€ 1.802 (Vorjahr: T€ 2.481) auf Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie mit T€ 4.559 (Vorjahr: T€ 605) auf Ergebnisübernahmen aus Arbeitsgemeinschaften.

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind T€ 469 (Vorjahr: T€ 526) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, T€ 142 (Vorjahr: T€ 202) Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen, T€ 411 (Vorjahr: T€ 75) periodenfremde Ergebnisübernahmen aus Arbeitsgemeinschaften sowie T€ 59 (Vorjahr: T€ 72) sonstige periodenfremde Erträge enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden T€ 2.130 (Vorjahr: T€ 1.090) Aufwendungen für Wertberichtigungen und Forderungsausfälle, T€ 63 (Vorjahr: T€ 62) periodenfremde Ergebnisübernahmen aus Arbeitsgemeinschaften sowie T€ 51 (Vorjahr: T€ 31) sonstige periodenfremde Aufwendungen ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

1. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschafterin Schuppert-Baugesellschaft mit beschränkter Haftung, Hannover, und die GP Günter Papenburg AG, Hannover, haben im Geschäftsjahr 1999 zur Stärkung der Gesellschaft einen Teilverzicht ihrer Forderungen (T€ 3.896) gegenüber der Gesellschaft ausgesprochen, der mit der Vereinbarung verbunden ist, aus künftigen Jahresüberschüssen eine Tilgung in Höhe von jeweils 20 % des Jahresüberschusses vorzunehmen, soweit und sobald die Überschuldung der Gesellschaft beseitigt ist (sog. "Besserungsklausel") und das Stammkapital wiederhergestellt ist. Im Geschäftsjahr 2014 erfolgte erstmalig eine Bedienung des Besserungsscheines in Höhe von jeweils T€ 492. Die Beträge werden unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Forderungsverzichten mit Besserungsklausel in Höhe von T€ 2.912 (Vorjahr: T€ 3.896).

Das Bestellobligo beträgt zum 31. Dezember 2014 € 43,1 Mio. (Vorjahr: € 19,0 Mio.). Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Pachtverhältnissen bestehen jährlich in Höhe von T€ 243 (Vorjahr: T€ 243).

2. Anteilsbesitz

  Anteil
%
Eigenkapital 31.12.2014
T€
Jahresergebnis 2014
T€
GP Real Estate GmbH, Halle 100,00 -1.374 -66
Stadion-Beteiligungs- und Bewirtschaftungs-GmbH, Halle 70,00 62 18
Projektgesellschaft Schloss Osterstein GmbH & Co. KG, Zwickau 5,20 -4.524 -477
Hallesche Gesellschaft für Wohnen und Stadtentwicklung mbH, Halle 50,00 3.478 -60
OOO Schuppertbau RUS, Ufa/Russland* 100,00 5 5

*Werte per 31. Dezember 2008

An folgenden Arbeitsgemeinschaften ist die GP Papenburg Hochbau GmbH beteiligt:

  Anteil
%
ARGE Radweg Kröllwitz 21,96%
ARGE Gimritzer Damm 50,00%
ARGE GNT Gießen 50,00%
ARGE BEWAG Berlin 50,00%
ARGE Stadtgalerie Bottropp 50,00%
ARGE Bau - PPP Schulen Halle 50,00%
ARGE Reilshof Halle 50,00%
ARGE Geseniusstr. 35,00%
ARGE Fußballstadion Potsdam 50,00%
ARGE GS Diesterweg und Kröllwitz 50,00%
ARGE Stadion Halle/Saale 70,00%
ARGE Hauptgebäude Stadion Potsdam 51,00%
ARGE Rohbau-Neubau Bibliothek 50,00%
ARGE Sanierung Schulen Halle III 50,00%
ARGE Lange Straße Halle (Saale) 50,00%
ARGE Schülershof 50,00%
ARGE Murmansker Straße Halle 40,00%
ARGE Großer Berlin 50,00%
ARGE Joachimstraße 50,00%
ARGE Horstweg 50,00%
ARGE Raststättenbau 50,00%
ARGE Bau GKW Dillingen 50,00%
ARGE Tiergarten 50,00%
ARGE Kraftwerk Salzgitter 50,00%
ARGE Kohnestr. II 50,00%
ARGE Wohnen am Seelhorster Garten 50,00%
ARGE Kronsberg Ateliers 50,00%
ARGE B&B Hotel Essen 50,00%
ARGE ThyssenKrupp Quartier 2. BA 30,00%
ARGE Hochbau DHL Air Hub 50,00%
ARGE Erweiterung DHL 44,80%

3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers ist im Konzernabschluss der GP Günter Papenburg AG, Hannover, enthalten.

4. Beschäftigte Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich beschäftigt:

  2014 2013
Angestellte 71 67
Gewerbliche Mitarbeiter 98 95
  169 162

5. Geschäftsführung

Zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer ist bestellt:

Dipl.-Kfm. Klaus Günter Papenburg, Halle/Saale

Gemeinschaftlich vertreten die Gesellschaft die Geschäftsführer:

Dipl.-Ing. Frank Heinze, Freyburg/Unstrut

Frank Kirchhoff, Sehnde OT Rethmar (ab 14. Januar 2015)

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde nach § 286 Nr. 4 HGB verzichtet.

6. Mutterunternehmen

Mutterunternehmen ist die Schuppert - Baugesellschaft mit beschränkter Haftung, Hannover. Die GP Papenburg Hochbau GmbH wird in den Konzernabschluss der GP Günter Papenburg AG, Hannover, einbezogen, der im Bundesanzeiger offengelegt wird.

 

Halle/Saale, den 20. Mai 2015

Klaus Günter Papenburg

Frank Heinze

Frank Kirchhoff

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- oder Herstellungskosten
  Stand am 01.01.2014
Zugänge
Abgänge
Stand am 31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Software 41.144,69 4.799,58 29.284,79 16.659,48
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 13.411,58 3.290,50 3.306,92 13.395,16
2. Fuhrpark 32.471,57 0,00 2.044,40 30.427,17
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 107.929,50 94.413,85 66.951,27 135.392,08
  153.812,65 97.704,35 72.302,59 179.214,41
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 43.625,59 0,00 0,00 43.625,59
2. Beteiligungen 1.586.600,00 300.000,00 0,00 1.886.600,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.000,00 0,00 7.000,00 0,00
  1.637.225,59 300.000,00 7.000,00 1.930.225,59
Summe Anlagevermögen 1.832.182,93 402.503,93 108.587,38 2.126.099,48
  Kumulierte Abschreibungen
  Stand am 01.01.2014
Zugänge
Abgänge
Stand am 31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Software 35.701,27 7.578,67 28.194,92 15.085,02
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 9.275,95 1.273,72 2.611,53 7.938,14
2. Fuhrpark 27.261,64 726,49 1.765,62 26.222,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.255,78 55.316,29 62.085,72 62.486,35
  105.793,37 57.316,50 66.462,87 96.647,00
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 561,00 0,00 0,00 561,00
2. Beteiligungen 34.000,00 0,00 0,00 34.000,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
  34.561,00 0,00 0,00 34.561,00
Summe Anlagevermögen 176.055,64 64.895,17 94.657,79 146.293,02
  Restbuchwerte
  Stand am 31.12.2014
Stand am 31.12.2013
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Software 1.574,46 5.443,42
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.457,02 4.135,63
2. Fuhrpark 4.204,66 5.209,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 72.905,73 38.673,72
  82.567,41 48.019,28
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 43.064,59 43.064,59
2. Beteiligungen 1.852.600,00 1.552.600,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 7.000,00
  1.895.664,59 1.602.664,59
Summe Anlagevermögen 1.979.806,46 1.656.127,29

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GP Papenburg Hochbau GmbH, Halle, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Leipzig, den 21. Mai 2015

Roser GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Roser, Wirtschaftsprüfer

Scheinpflug, Wirtschaftsprüfer

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