Kath. Krankenhäuser Bad Driburg-Brakel gem. GmbH
Selbe AdresseStationäre Einrichtungen zur palliativen Pflege
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Timo Götz seit 23.5.2024 | Prokura |
Christian Jostes seit 4.4.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge gGmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KWE Service GmbHBrakelJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT Die KWE Service GmbH (kurz: KWE) ist ein Partner von Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen für den Betrieb von Infrastruktur, Technik und Gebäuden sowie die Erbringung von Dienstleistungen u.a. im Bereich Catering, Reinigung und der Aufbereitung von Sterilgütern. Die KWE Service GmbH erbringt dabei ihre Dienstleistungen regional im Bereich Minden Hannover - Kassel - Paderborn. 2023 betreute die KWE 20x Krankenhäuser und Seniorenheime, 4x MVZ, 12 Arztpraxen, sowie über 22x Kitas, Schulen und gewerbliche Betriebe. Zudem werden knapp 630 Einzelkunden am Tag im Rahmen der Leistungserbringung mit Essen auf Rädern versorgt. Die KWE ist eine 100%ige Tochter der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge gGmbH, Höxter (kurz: KHWE). Die KHWE betreibt ein Plankrankenhaus mit vier Betriebsstätten sowie ein angeschlossenes Bildungszentrum. Daneben werden fünf Seniorenheime sowie eine Caritas-Pflegestation (kurz: CPS) nebst Stützpunkten und einem Bildungszentrum mit Alten- und Krankenpflegeschule betrieben. II. RAHMENBEDINGUNGEN ALLGEMEINES WIRTSCHAFTLICHES UMFELD IN DER GESUNDHEITSWIRTSCHAFT Die wirtschaftliche Situation der deutschen Krankenhäuser und Gesundheitsanbieter hat sich, wie in den vergangenen Jahren, auch in 2023 weiter verschlechtert und auch die Erwartungen für die nahe Zukunft fallen eher negativ aus. Hinzu kam ab dem Februar 2022 die Auswirkungen des Ukraine Krieges mit den bekannten Problemen für die Verfügbarkeit von Waren (Lebensmittel und Energie) und dessen inflationsbedingten Auswirkungen. Als Mittel in diesen Zeiten das Ergebnis, bspw. im Krankenhausbereich, zu halten werden insbesondere hierzu, außer der Steigerung medizinischer Erlöse und der Reduktion des medizinischen Sachbedarfs, auch die Verringerung des sonstigen betrieblichen Aufwands genannt (Quelle: Roland Berger Krankenhausstudie 2019). Hierbei rücken die unterstützenden Bereiche im Krankenhaus wie die Versorgung mit Sterilgut, das Catering und die Reinigung, weiter und mehr in den Fokus kosteneffizienten Handelns. Die Möglichkeiten der Wirtschaftlichkeitsverbesserungen reichen hier von der Vergabe von einzelnen Leistungen an Spezialisten, über die Gründung von Servicegesellschaften, bis hin zu umfangreichen Systempartnerschaften, welche nicht nur den laufenden infrastrukturellen Betrieb, sondern auch deren Modernisierung umfassen. Die KWE hat sich zum Ziel gesetzt als regional und überregional tätiger Anbieter von Dienstleistungen für Krankenhäuser und anderen sozialen Einrichtungen weiter zu expandieren. Hierzu strebt das Unternehmen an, neue Kunden in dem benannten Einzugsgebiet und darüber hinaus zu gewinnen und durch Ablaufoptimierung weitere Kosteneinsparpotentiale zu realisieren. Je nach Bedarf des einzelnen Kunden bietet die KWE ihre Dienstleistungen in unterschiedlichen Modulen an. Diese setzen sich in der Endstufe zu breiten Verfügbarkeitsmodellen zusammen. III. GESCHÄFTSVERLAUF 2023 Im Jahr 2017 gegründet, befindet sich die KWE Service GmbH weiterhin auf dem Weg der Konsolidierung. Dies hielt auch im ersten Halbjahr 2023, trotz den negativen Auswirkungen aus den benannten Krisensituationen in der beschriebenen Form an. Durch die Eröffnung der Bewirtschaftung von Cafeterien sowie der Akquise neuer Kunden sowie einer Ausweitung der Angebotspalette in den Bereichen Küche und ZSVA verzeichneten die Gesellschaft im Vergleich zu den Vorjahren stabile und positive Monatsergebnisse. Für 2023/2024 wurden neue Aufträge in der Versorgung mit Sterilgut im Umfang von rd. 430 T€ abgeschlossen. Im Bereich Essen auf Rädern konnten nun dauerhaft mehr als 630 Kunden für die Mittagsbelieferung gewonnen werden. Durch die schon in 2022 schrittweise begonnene Eröffnung der Cafeterien erhöhten sich die Umsätze aus der Bewirtschaftung um rd. 328 T€ auf 642 T€. Diese liegen damit auf dem kostendeckenden Vor-Corona Niveau. In der zweiten Jahreshälfte 2023 wurde der Focus auf die Stabilisierung der Mitarbeiterzahlen gesetzt und eine freiwillige Auszahlung der Inflationsausgleichprämie in Höhe von 511 TEUR an die Mitarbeiter der KWE Service beschlossen. Durch das organische Wachstum und die umfangreichen Akquisitionsbemühungen sollte die KWE Service GmbH ihre Marktposition weiter kontinuierlich ausbauen können und wollen. Auch wird die Marktwahrnehmung durch Beteiligungen an ausgewählten Messen und Kongressen, langfristige Netzwerkpartnerschaften sowie klaren, gefestigten Vertriebsstrukturen weiter gestärkt werden. IV. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE 2023 Das Ergebnis sank 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 644 T€ auf - 660 T€, bei ganzjährig gestiegenen Umsätzen (+ 10,0 %) mit externen (- 2,2 %) und internen Kunden um (+ 12,2 %), während die Aufwendungen bedingt durch Tarifanpassungen und die Inflationsausgleichsprämie überkompensiert haben (+ 14,8 %). Das Jahresergebnis 2023 liegt deutlich unterhalb des erwarteten Plans (Best-Case) von - 108 T€. Begründet ist dies durch den Beschluss, die Inflationsausgleichsprämie für alle Mitarbeiter auch ohne Verpflichtung zu zahlen. Die Beträge waren vorher nicht Bestandteil der Wirtschaftspläne gewesen. Im Jahr 2023 konnte die KWE-Service GmbH mit einem insgesamt um 10,0 % gestiegenen Erträgen in Höhe von 16.573 T€ abschließen. Der ausgewiesene Umsatz lag damit um 1.502 T€ nun wiederum über dem des Vorjahrs und rund 9,5 % über dem budgetierten Ziel des Best-Case-Planes. Der absolute Anstieg gegenüber dem Vorjahr, ist im Wesentlichen auf den Anstieg der konzerninternen Erlöse zurückzuführen. Die Cafeteria-Erlöse erhöhten sich um 150 TEUR. Die Personalkosten stiegen um 1.244 T€ auf nun 9.637 T€ im Berichtsjahr (VJ: 8.393 T€). Das entspricht einem deutlichen Anstieg von 14,8 %, bei einem leichten Anstieg der Personalkostenquote am Umsatz um 2,47 Prozentpunkte auf nun 58,15 % im Berichtsjahr. Die Mitarbeiterzahl betrug im Jahresdurchschnitt 413 Mitarbeiter (Kopfzahl; davon 15 klinisches Personal, 387 Wirtschaftsdienste und 11 aus sonstigen Bereichen). Die Kosten für Material und bezogene Leistungen stiegen im Jahre 2023 von 4.359 T€ auf 4.888 T€. In Relation zum Umsatz nur um 0,57 Prozentpunkte auf 29,49 % (VJ: 28,92 %). Die Abschreibungen erhöhten sich im Berichtszeitraum (2023: 264 T€, VJ: 213 T€) durch Investitionen in den Fuhrpark, sowie in der ZSVA. Die Zinsaufwendungen betrugen im Jahr 2023 3 T€ (VJ: 1 T€). Diese sind im Wesentlichen auf Zinsen für Personalrückstellungen zurückzuführen. Im Berichtszeitraum wurden keine Ausschüttungen an den Gesellschafter getätigt. Zum Bilanzstichtag wurden - analog dem Vorjahr - keine Bestände für noch nicht abgerechnete Leistungen ausgewiesen. Liquidität war stets in ausreichender Höhe vorhanden, der Cash-Pool der KHWE wurde ausschließlich auf Guthabenbasis genutzt. Ungeachtet der komplizierten Lage im Gesundheitswesen und der dadurch bedingten verschlechterten Zahlungsmoral waren im Berichtsjahr keine wesentlichen negativen Auswirkungen im Hinblick auf das Forderungsmanagement zu verzeichnen. Kredite bei Banken wurden 2023 wie auch im Vorjahr nicht aufgenommen. Die Geschäftsführung geht unverändert von einer gesicherten Finanzierung aus. Nicht zuletzt dadurch, dass die KWE ein essentieller Teil des Konzerns ist. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insgesamt 207 T€ (VJ: 997T€) zu Lasten der liquiden Mittel in das Sachanlagevermögen investiert, vorrangig in die neue Fahrzeugflotte zur Belieferung von Essen auf Rädern, Reinigungsmaschinen und in neun Transportwagen. Die Eigenkapitalquote ist weiterhin aufgrund der hohen Anlaufverluste negativ. V. QUALITÄTSSICHERUNG Qualitätssicherung und Risikomanagement gehen bei der KWE Hand in Hand. Indem das Unternehmen kontinuierlich an der Qualitätssicherung arbeitet, können bestehende Risiken minimiert werden. Jährliche interne und externe Audits tragen außerdem dazu bei, Optimierungspotenziale innerhalb der KWE und an ihren Betriebsstätten zu ermitteln und zu nutzen. Damit wird die KWE auch künftig in der Lage sein, den steigenden Anforderungen ihrer Kunden gerecht zu werden. Die Dienstleistungen der KWE sind 2023 nach den Qualitätsnormen DIN EN ISO 13485:2016 zertifiziert. Über den Konzern, der nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert ist, wird eine ebensolche weiterhin für die gesamte KWE angestrebt. Die KHWE erhebt in einer kontinuierlichen Befragung der Patienten sowohl die Resonanz bei der Speisenversorgung wie auch der Reinigungsleistung. Hier finden im engen Austausch mit den Standortleitungen der Betriebsstätten sowie den Heimleitungen Qualitätsgespräche statt. Ein externes Audit ergab Verbesserungspotenziale, jedoch keine Abweichungen, die einer Verlängerung des Zertifikats entgegengestanden hätten. Das Qualitätsmanagement, das Wissensmanagement und die interne Kommunikation wurden weiterhin im Intranet zusammengeführt. Das Projekt fördert die standortübergreifende Zusammenarbeit bei unternehmens- sowie projektrelevanten Informationen, die jetzt transparenter zur Verfügung gestellt werden. VI. GESAMTBEURTEILUNG, RISIKO- UND CHANCENBERICHT Die KWE ist durch ihre unternehmerischen Aktivitäten auf dem Gesundheits- und Sozialmarkt naturgemäß einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Nicht zuletzt sind die ungewisse Dauer des Krieges in der Ukraine, sowie deren Einflüsse nicht auszublenden und schwierig valide unternehmerisch abzuschätzen. Da der Gesundheitsmarkt in Deutschland sich durch stetig ändernde Rahmenbedingungen auszeichnet, zwar eine hohe Eigendynamik aufweist, die aber wiederum stark reglementiert wird, gestaltet sich eine sichere Planung als schwierig. Erschwerend wirken sich zudem der dauerhaft wachsende Wettbewerb und der erhebliche Kostendruck auf Kundenseite sowie der Bezug von Lebensmitteln und Dienstleistungen aus. Um die mit dem unternehmerischen Handeln verbundenen Risiken zu minimieren, betreibt die KWE ein Risikomanagementsystem, das Bestandteil unternehmerischer Entscheidungen ist. In Kombination mit unserem Controlling und der sorgfältigen Prüfung können somit negative Entwicklungen frühzeitig erkannt und diesen entgegengesteuert werden. Änderungen der Rechts- und Gesetzeslage sind besonders im Gesundheitswesen schwer vorhersehbar und können durchaus negative Auswirkungen auf die Höhe der Krankenhausbudgets haben. Dadurch kann auch die Entwicklung der Geschäftstätigkeit, sowie die finanzielle Situation der Gesellschaft maßgeblich beeinflusst werden. Aus diesem Grund beobachtet und analysiert die KWE permanent die gesetzlichen Rahmenbedingungen, um bei Veränderungen zeitnah reagieren und die strategische Ausrichtung entsprechend anpassen zu können. Der zukünftige Erfolg der KWE im Dienstleistungssektor hängt erheblich davon ab, hochqualifiziertes Personal mit entsprechenden Erfahrungen vorzuhalten, zu akquirieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Sollte dies nicht gelingen, könnte das negative Folgen für das geplante Wachstum und den Ausbau der Marktposition haben und sich entsprechend auf die Ertragslage auswirken. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, hat die KWE ihre umfangreichen Recruiting- und Personalentwicklungsmaßnahmen noch weiter ausgebaut. Übertarifliche freiwillige Zahlungen, Anwerbeprämien sowie Begrüßungsgelder werden als probates Mittel gesehen, sich auf dem Markt entsprechend zu positionieren. Ein weiteres Risiko, das sich aus der Geschäftstätigkeit ergibt, sind die zahlreichen Wettbewerber. Immer mehr Unternehmen haben auf der Suche nach weiteren möglichen Wachstumsfeldern den Gesundheitsmarkt in Deutschland für sich entdeckt und drängen mit entsprechenden Finanzressourcen auf diesen Markt. Dies führt zu einer Verschärfung des Wettbewerbs und zu einer entsprechenden Verdrängung. Das Bestreben vieler Unternehmen, unter Hinnahme hoher Kosten auf dem Gesundheitsmarkt Fuß zu fassen, führt zu einem immer stärker werdenden Preisdruck. Dies birgt das Risiko, dass die KWE etwa bei Ausschreibungen von potenziellen Konkurrenten preislich unterboten und dadurch ihre Position geschwächt werden könnte. Investitionsrisiken sind in den Planungen der KWE berücksichtigt. Ein weiteres Risiko ergibt sich aus den Akquisitionsanstrengungen, die größtenteils mit erheblichen Kosten verbunden sind und nicht immer erfolgreich sein werden. Risiken aus Finanzinstrumenten sind vornehmlich auf Bonitätsrisiken beschränkt. Dem möglichen Ausfallrisiko von Forderungen wird durch ein sehr enges Forderungsmanagement Rechnung getragen. Preisänderungsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bei Finanzinstrumenten sind durch die Konzentration der KWE auf den deutschen Markt nicht geschäftsrelevant. Durch die Einbindung in den KHWE-Konzern bestehen allerdings keine wesentlichen Liquiditätsrisiken. Aufgrund des stetig steigenden Kostendrucks auf dem Krankenhausmarkt sowie im Bezug von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Deutschland werden auch zunehmend neue Dienstleistungsformen - wie beispielsweise Beschaffung/?Einkauf - von den Krankenhäusern angefragt, wodurch sich in der Folge neue Entwicklungspotenziale ergeben. Nach Überprüfung der Gesamtrisikolage bestehen nach Einschätzung der Geschäftsführung gegenwärtig keine Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden. VII. PROGNOSEBERICHT Die Bilanz des Jahres 2023, der Plan für das Folgejahr und die, dank der Synergieeffekte mit der KHWE, günstige Kostenstruktur lassen die KWE zuversichtlich, trotz gestiegener Energie- und Lebensmittelpreis, an die Aufgaben für das Jahr 2024 und die Folgejahre herangehen. Das für das Geschäftsjahr 2024 geplante Umsatz- und Ergebnisvolumen wurde mit einem Überschuss von 43 T€ geplant. Tarifsteigerung sowie eine durch die Inflation bedingte Steigerung der Materialaufwendungen von gemittelt ca. 4% sind berücksichtigt. Die Liquidität ist über das Cashpooling des Konzerns gesichert. Unter den bestehenden Rahmenbedingungen und der Marktentwicklung ist für den Bereich der Umsätze für das Geschäftsjahr 2024 eine Fortschreibung des Jahres 2023 geplant. Die KWE hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Umsatz und Ertrag grundsätzlich kontinuierlich zu steigern und ihre Marktstellung weiter auszubauen (Planung +4% ggü. 2023). Bis zum Prüfungszeitpunkt konnte mit MVZs (1 Stück) sowie Arztpraxen (2 Stück) weitere Verträge zwecks Versorgung mit Speisen und Sterilgut geschlossen werden. Neben dem Thema Akquisition, ist das Augenmerk 2024 weiterhin planmäßig auf die Einsparungen bei den Aufwendungen zu richten. Die KWE Service GmbH erwartet auch für das Jahr 2024 eine weitere Stärkung bzw. Ausweitung ihrer Marktposition.
Brakel, 28. März 2024 Christian Jostes, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum Unternehmen und Jahresabschluss Die KWE Service GmbH hat ihren Sitz in Brakel und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Paderborn unter der Nummer HRB 12819. Die GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des HGB. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB, die Gewinn und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr erneut einen Verlust realisiert und weist einen entsprechend erhöhten nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus. Die Gesellschaft wurde 2016 neu gegründet und befindet sich in der Konsolidierung, wurde durch Corona jedoch hierbei zurückgeworfen. In der Anlaufphase ist die Gesellschaft in Anbetracht der defizitären Ertragslage in Verbindung mit der noch nicht ausreichenden Eigenkapitalausstattung auf finanzielle Unterstützung durch den Gesellschafter oder Dritte angewiesen. Diese Situation stellt eine wesentliche Unsicherheit dar, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann; das Unternehmen ist daher möglicherweise nicht in der Lage, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu begleichen. Es handelt sich um ein sog. bestandsgefährdendes Risiko. Die Geschäftsführung geht von der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit (positive Fortführungsprognose) aus und hat dies dementsprechend bei der Bewertung berücksichtigt. Für die Zukunft rechnet die Geschäftsführung mit weiteren Kundengewinnen bei gleichzeitigem Wegfall der Anlaufkosten. Die Planung zeigt zukünftig ausgeglichene bis positive Ergebnisse. Der Gesellschafter hat für seine Forderung eine Rangrücktrittserklärung abgegeben. 2. Angaben zu den Bilanzierungs und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs bzw. Herstellungskosten abzüglich der im Geschäftsjahr planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear. Geringwertige Anlagegüter im Wert von mehr als 250,00 EUR und bis zu 1.000,00 EUR netto werden im Jahr des Zugangs in einen Sammelposten in entsprechender Anwendung des § 6 Abs. 2a EStG eingestellt, der über fünf Jahre gleichbleibend aufgelöst wird. Die Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu ihren Nominalbeträgen angesetzt. Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber den Arbeitnehmern bestehen bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse Köln. Hinsichtlich dieser mittelbaren Pensionsverpflichtungen besteht nach Artikel 28 Abs.1 Satz 2 EGHGB ein Passivierungswahlrecht. Vom Wahlrecht nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde kein Gebrauch gemacht und es wurde auf die Passivierung einer mittelbaren Pensionsverpflichtung verzichtet. Während der Zeit der Beschäftigung der Arbeitnehmer besteht für die Gesellschaft eine Umlagepflicht, die einerseits aus einer Versicherungsrentenverpflichtung und andererseits aus einer Versorgungsrentenverpflichtung besteht. Die auf die Gesellschaft entfallende finanzökonomische Deckungslücke, die durch die Erhebung der Angleichungsbeiträge geschlossen werden soll, betrug am 31. Dezember 2023 506,3 TEUR und entspricht dem Barwert der zukünftig voraussichtlich zu leistenden Angleichungsbeiträge. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind nur Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. 3. Angaben zu den Posten der Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagennachweis am Ende des Anhangs zu entnehmen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind gleichzeitig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Das Stammkapital in Höhe von 25.000,00 EUR wurde vollständig eingezahlt. Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Die Altersteilzeitverpflichtungen sind durch Spareinlagen bei Kreditinstituten gesichert. Sie dienen ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus den Altersteilzeitverpflichtungen und sind daher dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Die Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände belaufen sich auf deren nominellen Wert, der zugleich den beizulegenden Zeitwert darstellt. Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor.
4. Sonstige Angaben 4.1. Geschäftsführung Als Geschäftsführer der Gesellschaft war Herr Christian Jostes bestellt. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. 4.2. Verwaltungsrat Der Verwaltungsrat setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Herr Marcel Giefers, Bad Driburg, Geschäftsführer (Vorsitz) Herr Mark Becker, Höxter, Geschäftsführer Herr David Lüdeke, Beverungen, Versicherungskaufmann Herr Christoph Pottmeier, Höxter, Steuerberater Herr Raimund Eilebrecht, Bad Driburg, Angestellter Herr Heiner Brockhagen, Steinheim, Regierungsbaudirektor Herr Friedhelm Spieker, Brakel, Pensionär 4.3. Haftungsverhältnisse Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber den Arbeitnehmern aus Altersversorgungsverpflichtungen bestehen bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse in Köln. Diese Zusagen werden durch entsprechendes Deckungsvermögen der KZVK, laufende Beiträge und zusätzliche Mehr-/Angleichungsbeiträge der beteiligten Unternehmen vollständig finanziert. Ein Risiko der Inanspruchnahme besteht in Höhe einer eventuellen Deckungslücke. Bezüglich der mittelbaren Pensionsverpflichtungen bei der KZVK verweisen wir auf unsere Ausführungen unter den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu den Rückstellungen. 4.4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf jährlich 610,7 TEUR und beziehen sich insbesondere auf langfristige Abnahmeverpflichtungen aus Miet, Wartungs, Leasing und sonstigen Dienstleistungsverträgen. Bezugsperiode ist das Geschäftsjahr 2023. 4.5. Mitarbeiter der Gesellschaft Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich beschäftigt (Köpfe):
4.6. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. 4.7. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der GmbH wird in den Konzernabschluss der Katholische Hospitalvereinigung WeserEgge gGmbH, Brakel, einbezogen. Der Konzernabschluss wird durch Einreichung beim elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.
Brakel, 28. März 2024 Christian Jostes, Geschäftsführer Anlagennachweis für das Geschäftsjahr 2023
In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KWE Service GmbH, Brakel Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KWE Service GmbH, Brakel - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KWE Service GmbH, Brakel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, 10. Mai 2024 Solidaris
Revisions-GmbH
Stefan Lödding, Wirtschaftsprüfer Dominik Mielert-Reiners, Wirtschaftsprüfer Beschluss über die Ergebnisverwendung 2023Der Jahresabschluss ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 23. August 2024 festgestellt worden. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 23. August 2024 wird der Jahresfehlbetrag in Höhe von 660.234,14 EUR auf neue Rechnung vorgetragen. |
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