Flamm Automobilausstattung GmbHLiquidiert
52078 Aachen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Koch seit 28.10.2019 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FLAMM GmbHAachenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
Konzernanhang 2018der FLAMM GmbH, AachenI. Allgemeine Angaben zum KonzernabschlussDie FLAMM GmbH mit Sitz in Aachen ist Muttergesellschaft der Unternehmen der FLAMM-Gruppe. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet in Ausübung des Wahlrechtes in § 275 Abs. 1 HGB das Gesamtkostenverfahren Anwendung. Angaben zur Identifikation des Mutterunternehmens laut Registergericht
II. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss einbezogen sind sämtliche Gesellschaften im In- und Ausland, bei denen der FLAMM GmbH die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschafter direkt oder indirekt zusteht. Es handelt sich dabei zum Bilanzstichtag um insgesamt 6 Tochter- und Enkelunternehmen. Im Einzelnen werden die folgenden Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:
Der FLAMM GmbH gehört direkt bzw. indirekt jeweils 100% der Kapitalanteile der o.g. Gesellschaften 2) bis 7). Für die o.g. Gesellschaften 2) bis 5) werden die Erleichterungsmöglichkeiten gem. § 264 Abs. 3 HGB jeweils teilweise in Anspruch genommen. III. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung erfolgte für Erstkonsolidierungen bis zum 31.12.2009 nach der Buchwertmethode, für Erstkonsolidierungen ab dem 1.1.2010 nach der Neubewertungsmethode. Dabei wurden bei der Buchwertmethode die Buchwerte der Beteiligungen mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der Sacheinlage oder der erstmaligen Konsolidierung verrechnet. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandenen aktiven Unterschiedsbeträge wurden - soweit möglich - solchen Vermögensgegenständen zugeordnet, bei denen die Verkehrswerte die bilanzierten Buchwerte überstiegen. Die verbleibenden aktiven Unterschiedsbeträge wurden als Geschäftswerte ausgewiesen. Soweit sie auf Verluste vor der Erstkonsolidierung beruhen, erfolgte eine aufwandwirksame Verrechnung. Aus der Kapitalkonsolidierung entstandene passive Unterschiedsbeträge der Vergangenheit wurden in 2017 mit dem Gewinnvortrag verrechnet. Zwischenergebnisse, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in die Vollkonsolidierung einbezogenen Gesellschaften wurden konsolidiert. Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge wurden, soweit sie zeitliche Buchungsunterschiede betreffen, Steuerabgrenzungen mit einem zu erwartenden durchschnittlichen Steuersatz von 32 % vorgenommen. Die zum 1.1.2010 erstmalig zu bildenden passiven latenten Steuern auf den Restbuchwert der im Rahmen der Erstkonsolidierungen aufgedeckten stillen Reserven wurden fortentwickelt. Zudem waren latente Steuern aus den Einzelabschlüssen der Gesellschaften zu übernehmen. Der Saldo wurde als aktive (im Vorjahr: passive) latente Steuern ausgewiesen. IV. WährungsumrechnungDie Umrechnung der Bilanzpositionen und der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit dem Durchschnittskurs umgerechnet, die Positionen der Bilanz bis auf das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs. Die Eigenkapitalpositionen wurden mit den historischen Kursen angesetzt. Unter dem Eigenkapital ausgewiesen wurden dabei entstandene Währungsdifferenzen. V. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden nach § 309 Abs. 1 Satz 1 HGB linear abgeschrieben. Hierbei wurde von einer Nutzungsdauer von 20 Jahren ausgegangen. Aufgrund der erheblichen Bedeutung der seit langen Jahren gefestigten Kundenbeziehungen der hiervon betroffenen Unternehmen wurde diese Nutzungsdauer unverändert beibehalten. Die Restnutzungsdauer der einzelnen Firmenwerte zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres betrug daher 1 Jahr. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden auf Zugänge handelsrechtlich grundsätzlich linear nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen, in den Vorjahren teilweise auch degressiv. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben, wobei ein Abgang im Jahr des Zugangs unterstellt wird. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu den ursprünglichen Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden in Ausübung des Wahlrechts gem. § 255 Abs. 3 HGB nicht in den Herstellungskosten angesetzt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte in den Vorjahren teilweise retrograd ausgehend von den Verkaufspreisen der Fertigprodukte. Die Bewertungsmethodik entsprach nicht dem Einzelbewertungsgrundsatz und stellte keine Herstellungskostenkalkulation gem. § 255 Abs. 2 HGB dar. Durch die Änderung der Bewertungsmethodik hin zur Bewertung nach Herstellungskosten ist in laufender Rechnung insgesamt ein periodenfremder Aufwand in Höhe von T€ 1.845 entstanden, der im sonstigen betrieblichen Aufwand gebucht ist. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nominalwert abzüglich angemessener Abschläge für erkennbare Einzelrisiken. Für das allgemeine Kreditrisiko wird ein pauschaler Abschlag vorgenommen. Einzelwertberichtigungen wurden im notwendigen Umfang vorgenommen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Aufgrund der im Berichtsjahr erstmalig erfolgten Einbeziehung der FLAMM - Gruppe in den Konzernabschluss der neuen obersten Muttergesellschaft hat sich die Geschäftsführung dazu entschieden, die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse, der Einzelwertberichtigungen auf Lieferforderungen sowie der Rückstellung für Gewährleistungen an die Bewertungsparameter der obersten Muttergesellschaft anzupassen. Aus diesen Anpassungen resultierte eine einmalige Ergebnisverschlechterung von insgesamt Mio. € 3,3. VI. Erläuterungen zur KonzernbilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Konzernanlagespiegel zu ersehen. Das Anlagevermögen enthält Restbuchwerte aktivierter Firmenwerte in Höhe von T€ 129. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Sonstige Ausleihungen in Höhe von T€ 62 vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Das gezeichnete Kapital entspricht dem Ausweis im Einzelabschluss der FLAMM GmbH. Die anderen Gewinnrücklagen wurden in den Einzelabschlüssen der FLAMM GmbH und der türkischen Gesellschaften gebildet. Die sonstigen Rückstellungen entfallen u.a. mit T€ 1.259 auf ausstehende Rechnungen, mit T€ 551 auf Urlaubsrückstände, mit T€ 1.098 auf Gewährleistungsverpflichtungen, mit T€ 462 auf Prüfungs- und Beratungskosten, mit T€ 705 auf Tantiemeverpflichtungen und mit T€ 243 auf Arbeitszeitguthaben. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 125 durch Sicherungsübereignungen und Grundschulden gesichert. Zudem bestehen bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die latenten Steuern betreffen mit T€ -299 den passiven Saldo der bei der FLAMM GmbH und Tochtergesellschaften u.a. aufgrund der unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Abschreibungen gebildeten Steuerabgrenzungen. Zudem bestanden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 64 bei den türkischen Tochtergesellschaften. Bei diesen Berechnungen auf Unternehmensebene kamen individuell unter Berücksichtigung der Hebesätze ermittelte Steuersätze zur Anwendung. Weitere T€ -277 betreffen auf Konzernebene gebildete passive Steuerabgrenzungen für die Restbuchwerte aufgedeckter stiller Reserven im Rahmen der Erstkonsolidierungen, saldiert mit aktiven latenten Steuern aufgrund von Ergebnisunterschieden zwischen Einzelabschlüssen und Konzernabschluss in Höhe von T€ 532. Hierbei wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 32 % zu Grunde gelegt. VII. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt: - Nach Tätigkeitsbereichen:
- Nach Regionen:
VIII. Sonstige AngabenDie durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer der im Konzernabschluss erfassten Gesellschaften betrug im Geschäftsjahr 947 (Vorjahr 825). Hiervon entfielen 172 Mitarbeiter (Vorjahr 121) auf ausländische Gesellschaften. Insgesamt wurden 730 gewerbliche Mitarbeiter und 217 Angestellte beschäftigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bzw. Haftungsverhältnisse des Konzerns in wesentlicher Höhe bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Im Geschäftsjahr 2018 wurden derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus einem variabel verzinslichen (Euribor) Darlehen verwendet. Dem Zinsswap liegt ein Grundgeschäft mit vergleichbarem, gegenläufigen Risiko (Mikro-Hedge) zugrunde. Das mit der aus dem Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft gebildeten Bewertungseinheit nach § 254 HGB gesicherte Kreditvolumen beträgt zum Bilanzstichtag T€ 125. Die Regelungen zur Bildung einer Bewertungseinheit zur kompensatorischen Bewertung der Sicherungsbeziehung werden angewandt. Aufgrund der Betragsidentität und der Kongruenz der Laufzeiten, Zinssätze und Zins- und Zahlungstermine gleichen sich die gegenseitigen Zahlungsströme während der Laufzeit von Grund- und Sicherungsgeschäft aus. Die Höhe der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt T€ 201. Aufgrund des Vorliegens der Bewertungseinheit ist dieser Wert nicht zu passivieren (Einfrierungsmethode). Geschäftsführer waren die Herren Frieder Flamm, Stolberg, ehem. CEO der FLAMM - Gruppe (bis 24. Oktober 2018), Dr. Hagen Wegner, Aachen, COO der FLAMM - Gruppe (von 3. August 2018 bis 30. September 2019), Stefan Koch, Moers, CFO der FLAMM - Gruppe (ab 24. Oktober 2018) und Jan Wolfgang Schmidt-Dohna, Fontenay-aux-Roses / Frankreich, CEO der FLAMM - Gruppe (ab 30. Oktober 2018). Die Geschäftsführer waren alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Bei der Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde teilweise von § 286 Abs. 3 Nr. 2 HGB bezüglich der Angabe der letzten Jahresergebnisse und des Eigenkapitals Gebrauch gemacht. Der FLAMM-Konzern wird in den Konzernabschluss der Muhr und Bender KG, Attendorn, (oberste Muttergesellschaft) einbezogen, der beim elektronischen Bundesanzeiger offengelegt wird. Von der Befreiungsvorschrift des § 291 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Das Honorar des Konzernabschlussprüfers einschließlich der Prüfung der in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen Unternehmen betrug T€ 160. Das Honorar entfällt in Höhe von T€ 125 auf Prüfungsleistungen und in Höhe von T€ 35 auf sonstige Leistungen. Folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag ergeben: Mit Wirkung zum 31. Oktober bzw. 1. November 2019 haben wesentliche Teile der operativen Tätigkeiten in den Konzerngeschäftsfeldern Automobilindustrie und Haushaltsgeräteindustrie den Konzernkreis verlassen. Die Umsetzung dieser Maßnahme erfolgte durch die Veräußerung zweier voll konsolidierter Tochtergesellschaften sowie durch die Ausgliederung der Produktion bzw. produktionsnahen Aktivitäten der Muttergesellschaft. Im Konzernabschluss zum 31.12.2019 werden diese Maßnahmen wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns haben, die zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der noch nicht vollzogenen Entkonsolidierung jedoch noch nicht quantifizierbar sind. Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens hat den Vortrag des Jahresüberschusses auf neue Rechnung vorgeschlagen.
Aachen, den 9. Dezember 2019 Die Geschäftsführung der FLAMM GmbH Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018
Eigenkapitalspiegel 2018
Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018des FLAMM-KonzernsI. Grundlagen des Konzerns1. Geschäftsmodell des Konzerns Der FLAMM-Konzern ist eine Unternehmensgruppe mit vier wesentlichen Standbeinen. Zum einen sind wir ein anerkannter Systemlieferant der nationalen und internationalen Automobil-, Haushaltsgeräte- und Bahntechnikindustrie. Hier umfasst unser Produktspektrum sowohl Umform- und Tiefziehteile unterschiedlicher Größenspektren als auch zu kompletten Baugruppen, Schweißbaugruppen sowie Sicherheitskomponenten für die Automobilindustrie. In diesen Segmenten sind sowohl die Konzernmutter wie auch die Konzernunternehmen FLAMM Motec GmbH sowie FLAMM Syscomp GmbH tätig. Das ausländische Tochterunternehmen FLAMMAsstek ist in der Baugruppenmontage und Baugruppenfertigung für die Haushaltsgeräteindustrie aktiv. Daneben sind wir mit der FLAMMAEROTEC GmbH als strategischer Lieferant für verschiedene Kunden in der Luftfahrtindustrie tätig. Die Produktpalette beinhaltet Einzelteile und Baugruppen für den Flugzeugstrukturbau. Die Produktion ist teilweise an das türkische Tochterunternehmen Flamm Aerotec in Ergene/Türkei ausgelagert. Mit ihrem Werk Laage ist die FLAMMAEROTEC GmbH als Komponentenlieferant insbesondere für die Automobilindustrie tätig. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 wurden sämtlich Anteile an der Konzernmutter an eine deutsche, weltweit agierende Unternehmensgruppe mit operativem Schwerpunkt im Bereich der Automobilzulieferindustrie veräußert. Aus diesem Gesellschafterwechsel haben sich keine wesentlichen Veränderungen des beschriebenen Geschäftsmodells ergeben. 2. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist im Wesentlichen die innovative Prozessentwicklung mit unseren Kunden. Hier arbeiten unsere Technikabteilungen eng mit den Entwicklungsabteilungen der Kunden zusammen. Ferner besteht unsere Hauptaufgabe insbesondere im Zusammenhang mit neuen Produktanläufen in der Entwicklung optimaler Fertigungsprozesse. II. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene RahmenbedingungenDie Unternehmen der Flamm-Gruppe sind in den (Zuliefer-) Märkten der Luftfahrt-, Automobil-, Haushaltsgeräte- und Bahnindustrie präsent. Es werden technische Produkte entwickelt, industrialisiert produziert und vertrieben. Über den eigenen Werkzeugbau werden effiziente Produktionsverfahren und -prozesse ausgelegt. Der Konzern hat in 2018 von den günstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen profitiert. Laut internationalem Währungsfond (IMF) ist das weltweite reale Bruttoinlandsprodukt in 2018 gegenüber dem Vorjahr um 3,6% gewachsen. Einer der Treiber des globalen Wachstums war wie in den Vorjahren China mit einem Wachstum von 6,6 %, während das Wachstum in der EU mit 1,8 % bzw. den USA mit 2,9 % deutlich gemäßigter ausfiel (Quelle: International Monetary Fund: World Economic Outlook, Juli 2019). Im ersten Halbjahr 2018 war das konjunkturelle Umfeld in den Märkten, in denen die Unternehmen der Flamm Gruppe agieren, durchweg günstig; im zweiten Halbjahr waren dagegen durchweg erste Eintrübungen der weltweiten Konjunktur erkennbar, welche sich zu Beginn des Geschäftsjahres 2019 beschleunigt haben. Ursächlich für diese Entwicklung sind die zunehmenden weltweiten Handelskonflikte, insbesondere zwischen den USA und China sowie zwischen den USA und der EU sowie die unklaren Rahmenbedingungen des bevorstehenden Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU. Daneben wirken sich der technologische Wandel innerhalb der Automobilindustrie von Verbrennungsmotoren zu alternativen Antrieben, insbesondere elektrifizierten Antrieben, und die daraus resultierende Konsumzurückhaltung sowie die zunehmende Diskussion bzgl. einer Dekarbonisierung bzw. Reduzierung der CO 2- Verbräuche in den relevanten Sektoren aus. Automobilindustrie In 2018 war die weltweite Automobilproduktion erstmalig seit 2010 gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Mit 82,8 Mio. Fahrzeugen wurden 1,2 % weniger Automobile produziert als noch in 2017. Die größten Rückgänge in der nationalen Automobilproduktion verzeichneten Deutschland (-9,2 %), Großbritannien (-8,9 %) und China (-4,0 %). Luftfahrtindustrie Die deutsche Luftfahrtindustrie verzeichnete in 2018 erneut wachsende Auslieferungszahlen sowie eine Steigerung des Gesamtumsatzes um 4 bis 5 % (in USD, d.h. ohne Wechselkurseffekte). III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage1. Ertragslage Bei uneinheitlicher Entwicklung der Konzernbereiche blicken wir insgesamt aus Konzernsicht auf ein nicht ganz den Erwartungen entsprechendes Geschäftsjahr zurück. Der Konzernjahresüberschuss verminderte sich von T€ 12.398 auf T€ 7.641; das Planergebnis wurde somit verfehlt. Ursächlich für diese Ergebnisverschlechterung ist insbesondere die Anpassung der Bewertungsmethodik von Vorräten, Lieferforderungen und Rückstellungen der deutschen Konzerngesellschaften, die einen (einmaligen) Nettoaufwand von insgesamt Mio. € 5,2 zur Folge hatte. Operativ konnte sich unsere Automobilsparte dem einsetzenden Negativtrend in der Automobilindustrie nicht vollständig entziehen. Zwar konnten in diesem Bereich die Umsatzerlöse gesteigert werden, allerdings führten überproportional wachsende Kostenbestandteile zu rückläufigen Ertragsmargen. Innerhalb der Flamm-Gruppe ist die Gesamtleistung des Segments Luftfahrtindustrie abhängig von der Produktionsprogrammplanung eines Großkunden. Lieferverzüge eines Triebwerksherstellers führten zu geringeren Abrufen dieses Kunden, daher wurde der geplante Umsatz für das Segment Luftfahrtindustrie in Höhe von Mio. € 72 nicht vollständig erreicht. Infolgedessen verzeichnete die Luftfahrtsparte, das zweite wesentliche Geschäftsfeld unseres Konzerns leicht rückläufige Erlöse. Jedoch stellte sich - im Gegensatz zum Automobilsegment - die Rentabilitätssituation als stabil dar. In dem beschriebenen Umfeld hat sich die Gesamtleistung des Konzerns in 2018 um 4% auf T€ 156.065 erhöht. Unverändert zum Vorjahr konnten wir in den beiden o.g. Geschäftsbereichen zusammen nahezu 85 % unseres Umsatzes erzielen. Die Materialeinsatzquote verschlechterte sich von 50,8% auf 54,3%. Dieser Effekt ist überwiegend auf die Anpassung der Bewertung des Vorratsvermögens zurückzuführen. Der Personalaufwand stieg absolut um T€ 3.586. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich damit von 21,6% auf 23,0% der Gesamtleistung, was im Wesentlichen auf eine deutliche Aufstockung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um rund 14% zurückzuführen ist. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen erhöhte sich moderat, um T€ 941 auf T€ 15.970: Das Netto-Ergebnis aus Fremdwährungsumrechnung verbesserte sich deutlich. Überproportional gegenläufig wirkten sich jedoch die teilweise in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfassten o.g. Bewertungsanpassungen sowie gestiegene Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen aus. Das Finanzergebnis verminderte sich ebenfalls geringfügig, sodass beim Ergebnis vor Steuern ein Rückgang um T€ 7.665 auf T€ 10.789 zu konstatieren ist. 2. Finanzlage Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Netto-Auszahlungen für Investitionen durch den positiven Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit überkompensiert. Die Änderung unserer Finanzierungsstruktur aufgrund des Gesellschafterwechsels verursachte zwar einen Netto-Zahlungsmittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit. Allerdings führt unsere Einbindung in die Konzernfinanzierung des neuen Gesellschafters zu einer weiteren Verbesserung unserer ohnehin soliden Finanzierungssituation und der jederzeitigen Verfügbarkeit ausreichender Finanzmittel. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist mit T€ 127.533 gegenüber dem Vorjahr um 4,7 % gesunken. Der Gesellschafterwechsel sowie die damit verbundene Umstellung der Finanzierungsstruktur führte zu deutlichen Verminderungen der Ausleihungen (-T€ 5.168) sowie der Liquiden Mittel (-T€ 8.713), während sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ebenfalls deutlich reduzierten (-T€ 25.628). Bei einem absolut um T€ 6.156 erhöhten Eigenkapital hat sich die Eigenkapitalquote von 64,0 % im Vorjahr auf 72,0 % im abgelaufenen Geschäftsjahr nochmals deutlich erhöht. Das Anlagevermögen ist weiterhin vollständig durch Eigenkapital finanziert. Wir tätigten im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 11.272. Investitionsschwerpunkt war erneut der Ausbau der FLAMMAEROTEC GmbH. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Über die gruppenweite Aufbereitung der internen Kennzahlen wird die unternehmensbezogene Auswertung der Zahlen zur Unternehmenssteuerung der einzelnen Gesellschaften wie auch des Konzerns in regelmäßigen Abständen berichtet. Die Kennzahlen zur Ergebnisstruktur im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich wie folgt entwickelt: Wir erzielten eine Umsatzrentabilität von 4,9 % (Vorjahr 8,3 %). Der Umsatz je 1 Euro Personalkosten lag in 2018 bei rund 4,30 Euro (Vorjahr 4,60 Euro). Die Umschlaghäufigkeit Gesamtkapital (Umsatz/Gesamtkapital) hat sich mit einem Wert von 1,2 gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Die Gesamtkapitalrentabilität (Jahresergebnis *100/Gesamtkapital) lag vor Ertragssteuern bei 8,5 % (Vorjahr 13,8 %) und nach Ertragssteuern bei 6,0 % (Vorjahr 9,3 %). 5. Gesamtbeurteilung Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Konzerns wird als stabil eingeschätzt. IV. PrognoseberichtGemäß dem IWF-Halbjahresbericht (Stand: 9. April 2019) ist für das Jahr 2019 lediglich ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,3 % (Vj. 3,6 %) zu erwarten, das im Jahr 2020 mit 3,6 % wieder das Niveau des Jahres 2018 erreichen soll. Im Einzelnen gestalten sich vor allem die Wachstumsperspektiven für die Industrieländer etwas verhaltener als im Vorjahr, während die Volkswirtschaften in den Schwellenländern weitgehend auf Vorjahresniveau verharren. Die meisten Konjunkturindikatoren signalisieren für die Wirtschaft der Europäischen Währungsunion in 2019 eine erneute Verlangsamung der Wachstumsdynamik. Bei einer anhaltend robusten inländischen Nachfrage ist nach IWF-Angaben eine Wachstumsrate von lediglich rund 1,3 % in 2019 (Vj. 1,8 %) zu erwarten, die sich in 2020 mit einem Wachstum von 1,5 % wieder ein wenig erholen soll. In Deutschland wird der Einbruch des Wirtschaftswachstums nach Ansicht des IWF mit einem Anstieg von lediglich 0,8 % (Vj. 1,5 %) im Jahr 2019 ein wenig stärker ausfallen. Allerdings ist für die deutsche Wirtschaft in 2020 mit einer überdurchschnittlichen Erholung auf 1,4 % zu rechnen. Die weltweite Pkw-Produktion wird laut IHS im Berichtsjahr voraussichtlich bei 92 Mio. Einheiten (Stand: Juni 2019) und damit rund 2 % (2 Mio. Einheiten) unter dem Wert für 2018 liegen. Risiken, die die weltweite Automobilproduktion abschwächen können, ergeben sich für den weiteren Geschäftsverlauf aus dem drohenden zusätzlichen Aufbau von Zollbarrieren, insbesondere durch die USA, sowie weiteren Nachfragerückgängen aufgrund der weltweiten Konjunkturentwicklung. Das Wachstum der weltweiten Flugzeugproduktion wird sich gemäß Einschätzung des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie in der derzeitigen Geschwindigkeit fortsetzen. Wie im Konzernanhang dargestellt, erfolgte mit Wirkung zum 31. Oktober bzw. 1. November 2019 die Veräußerung wesentlicher Teile der Geschäftsaktivitäten im Bereich "Press- und Umformteile". Mit dieser Transaktion wird unsere strategische Entscheidung, die Aktivitäten im Umsatzsegment "Automobilindustrie" nicht fortzuführen, weitgehend umgesetzt. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass die für 2019 geplanten Umsatzsteigerungen in unserem Geschäftsbereich Luftfahrt durch den Wegfall des Großteils unserer Erlöse im Automobilbereich im November und Dezember 2019 weitgehend kompensiert werden. Wir gehen daher für das Geschäftsjahr 2019 insgesamt von einem Konzernumsatz auf Vorjahresniveau aus. Die angedeutete positive Umsatzentwicklung unseres Luftfahrtsegments wird von der Konzerngesellschaft FLAMMAEROTEC GmbH realisiert, die sich mit ihrem Werk Schwerin weiter erfolgreich auf Wachstumskurs befindet. Hier sind weitere Umsatzsteigerungen in den nächsten Jahren bereits jetzt durch die Nominierung neuer Arbeitspakete gesichert. Unser Geschäftsfeld "Haushaltsgeräteindustrie" wird fortgeführt. Allerdings werden in den abgehenden Produktionsstandorten in gewisser Größenordnung Produkte gefertigt, die diesem Segment zuzuordnen sind. Aus diesem Grund werden die Umsatzerlöse dieses Bereichs im Geschäftsjahr 2019 den Vorjahreswert unterschreiten. Ergebnisseitig erwarten wir im Bereich Luftfahrt eine verbesserte Ergebnisentwicklung gegenüber dem Berichtsjahr 2018. Demgegenüber wird durch den abgehenden Bereich "Press- und Umformteile" das operative Ergebnis reduziert. Auch aus der Entkonsolidierung der veräußerten Tochtergesellschaften wird nach derzeitigem Stand ein noch nicht genau bezifferbarer Abgangsverlust resultieren. In Summe planen wir somit für das Jahr 2019 mit einem operativen Konzernergebnis, das auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird. V. Chancen- und Risikobericht1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Trotz der Diskussion um die Elektrifizierung und Digitalisierung von Fahrzeugen in der Automobilbranche sind die deutschen Premiumhersteller wie Daimler, BMW oder Volkswagen weiterhin gut aufgestellt und bieten Potential unseren Umsatz auszuweiten. Allerdings wird der ohnehin hohe Kostendruck auf die Zulieferer weiter steigen. Auch aufgrund der eingetrübten Automobilkonjunktur werden sich hier weitere Absatzrisiken ergeben. Diese Risiken sind inzwischen jedoch betragsmäßig begrenzt, da der FLAMM-Konzern mit der Veräußerung der Stanz- und Umformaktivitäten den Umsatzanteil des Bereichs Automotive auf unter 10% reduziert hat. Als Zulieferer im Haushaltsgerätebereich sind wir direkt von der Entwicklung unserer Kunden abhängig. Positiv entwickelt sich dagegen weiterhin die Luftfahrtbranche. Hier ist ein stabiles Wachstum in den kommenden Jahren zu erwarten. Ertragsorientierte Risiken Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund von Überkapazitäten in der Umformbranche weiterhin zugenommen. Da unsere neuen Produkte echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass wir auf leistungswirtschaftlichen Risiken angemessen reagieren können. Wir können unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen, wenn wir gezielt Marktsegmente nach optimalen Produkten für unsere Technologie analysieren und im Ergebnis einen attraktiven Preis mit gutem Ertrag offerieren. Allerdings müssen Entwicklungs- und Anlaufkosten bei künftigem Wachstum berücksichtigt werden. Im Bereich Luftfahrtindustrie kann der Kostendruck unseres Hauptkunden sowie drohende steigende Personalkosten unter Umständen den Druck zur Verlagerung von Arbeitspaketen in Best Cost Länder verstärken. Ein steigender Dollarkurs würde unsere Margen in begrenztem Rahmen verschlechtern. Finanzwirtschaftliche Risiken Durch die stabile Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der Unternehmensgruppe stehen dem Konzern ausreichende Mittel zur Verfügung, so dass Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar sind. Fremdwährungsgeschäfte werden sowohl auf der Absatzseite als auch auf der Einkaufsseite nur bei der FLAMMAEROTEC GmbH in größerem Umfang getätigt. Diesem zunehmenden Trend zur Geschäftsabwicklung im Luftfahrtgeschäft auf Dollarbasis treten wir zukünftig mit Währungsabsicherungsvereinbarungen entgegen. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Wir verfügen über einen solventen Kundenstamm. Zu Forderungsausfällen ist es bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nie in nennenswertem Umfang gekommen. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit der Kundschaft. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Konzerns ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeder Art. Liquiditätsplanungen erfolgen auf Konzernebene, so dass ein Liquiditätsrisiko abgesichert ist. 2. Chancenbericht Die Luftfahrtindustrie bietet uns große weitere Wachstumschancen sowohl mit den bisherigen Kunden wie auch als anerkannter Herstellerbetrieb mit möglichen neuen Kunden. Hier haben wir mit unseren Erweiterungsaktivitäten am Standort Schwerin mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von knapp 15 Mio. EUR allein in 2017 und 2018 erhebliches Wachstumspotential geschaffen. Darüber hinaus verstärken wir unsere Aktivitäten bei der Gewinnung von Kunden in anderen Marktbereichen. Hier sehen wir weiteres Entwicklungspotential und eine höhere Risikostreuung. 3. Gesamtaussage Insgesamt ist die Unternehmensgruppe gut am Markt positioniert und weiterhin auf Wachstumskurs. Risiken der zukünftigen Entwicklung sehen wir in einem schwierigen, international agierenden Wettbewerbsumfeld bei erhöhter Preissensibilität unserer Kunden. Durch eine hohe vertikale Integration, effiziente Prozesse und permanente Maßnahmen zur Kostenreduzierung versuchen wir den Kostendruck aufzufangen und sehen uns hier gut vorbereitet.
Aachen, 9. Dezember 2019 FLAMM GmbH Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Flamm GmbH, Aachen PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Flamm GmbH, Aachen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Flamm GmbH, Aachen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Flamm GmbH und des Beirats der Muhr und Bender KG, Attendorn, für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter der Flamm GmbH sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat der Muhr und Bender KG, Attendorn, ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 9. Dezember 2019 Warth
& Klein Grant Thornton AG
Hermann Schulze Osthoff, Wirtschaftsprüfer Oliver Vos, Wirtschaftsprüfer |
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