COMPAVO GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
René Jansen seit 22.5.2024 | Prokura |
Andreas Jürgens seit 5.10.2022 | Prokura |
Ralf Wilhelm Konert seit 14.7.2021 | Prokura |
Alexander Stabenow seit 26.3.2020 | Prokura |
Peter Thomas Boecker seit 9.8.2019 | Vorstandsmitglied |
Karl Assing seit 16.1.2013 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Freeyou Insurance AGLegdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Organe
LageberichtGrundlagen des UnternehmensGeschäftsmodellDer Fokus der Aktivitäten der Freeyou Insurance AG lag 2023 auf dem Betrieb
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft wurde nicht betrieben. Die Freeyou Insurance AG ist im Wesentlichen in Deutschland sowie im geringen Umfang in Österreich (dort im Zuge des freien Dienstleistungsverkehrs) tätig. Verbundene UnternehmenVerbundene Unternehmen der Freeyou Insurance AG sind der DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn, Köln, und dessen unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen. Das Grundkapital beträgt 2.462,5 Tsd. € und ist vollständig eingezahlt. Es wird zu 100 % gehalten von der DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Die Angabe unmittelbarer und mittelbarer Anteile unserer Gesellschaft an den wesentlichen verbundenen Unternehmen und Beteiligungen befindet sich im Anhang. Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können. Die im Bericht mit 1 gekennzeichneten Abschnitte enthalten Angaben, die nicht vom Abschlussprüfer geprüft werden. Funktionsausgliederung, organisatorische ZusammenarbeitIn der Kraftfahrtversicherung bestehen verschiedene Ausgliederungsverträge. Die freeyou AG stellt die technische Infrastruktur für den Abschluss und die Verwaltung bereit und organisiert den Vertrieb der Kraftfahrtversicherung. Für die Schadenbearbeitung bestehen Verträge mit dem DEVK Deutsche Eisenbahn Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn sowie einem weiteren Dienstleister. Die Beratung und Betreuung im Hinblick auf Rückversicherungsverträge ist an die DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE ausgegliedert. Die Verwaltung der Kapitalanlagen ist auf der Grundlage eines Funktionsausgliederungsvertrags an die DEVK Asset Management GmbH übertragen. Die Rechnungswesen-, Revisions- und Risikomanagementfunktion, die versicherungsmathematische Funktion sowie steuerliche Beratungsleistungen werden im Rahmen von Dienstleistungsverträgen DEVK Deutsche Eisenbahn Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn übernommen. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war 2023 insbesondere von der Inflation, der Reaktion der Notenbanken hierauf und der daraus resultierenden negativen Folgen für die Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen geprägt. Gleichzeitig nahmen geopolitische Spannungen zu, die das schwierige Kapitalmarktumfeld zusätzlich belastet haben. Politische Konflikte innerhalb der Bundesregierung beeinflussten die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zusätzlich negativ. Die Europäische Zentralbank erhöhte 2023 den Leitzins bis September in sechs Zinsschritten von 2,50 % auf 4,50 %, bevor sie in ihrer Oktobersitzung erstmalig seit Juli 2022 eine Zinspause beschloss. Die amerikanische Notenbank Fed stoppte im September vorerst weitere Leitzinserhöhungen. Gleichzeitig fiel die Inflationsrate in Europa von 9,2 % zu Jahresanfang auf 2,9 % per Ende Dezember. Risikofreie Zinssätze (zum Beispiel der 10-jährige Euro-Swapsatz) stiegen seit Jahresanfang unter teilweise starken Schwankungen von 3,1 % bis Anfang Oktober um ca. 40 Basispunkte auf ihr Jahreshoch von gut 3,5 % an und fielen in der Folge - unter anderem als Reaktion auf die Entscheidung der Notenbanken, keine weiteren Zinserhöhungen vorzunehmen - wieder um knapp 70 Basispunkte bis Anfang Dezember. Zum Jahresende am 29.12.2023 notierte der Wert mit 2,5 % 57 Basispunkte niedriger als zu Jahresbeginn. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe zeigte 2023 eine simultane Entwicklung und wies mit 2,1 % einen Wert auf dem Niveau des Initialwerts zu Jahresbeginn aus. Die Anfang 2023 stark gestiegene Inversion der Zinskurve nahm zum Jahresende hin dahingehend ab, dass Renditen am langen Ende der Kurve anstiegen, während diese im mittleren Kurvenabschnitt leicht sanken. Für Langfristanleger (wie beispielsweise Lebensversicherungsunternehmen) ist insbesondere die Entwicklung am langen Ende der Zinsstrukturkurve wichtig, um die langfristigen versicherungstechnischen Verpflichtungen adäquat erfüllen zu können. Die Risikoaufschläge auf europäische Investmentgrade-Unternehmensanleihen bewegten sich in der Jahresbetrachtung - trotz der schwachen konjunkturellen Entwicklung in Euroland - seitwärts mit sehr geringer Volatilität, obwohl die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland im Vorjahresvergleich zugenommen haben. Zuletzt stieg zudem die Anzahl der Großinsolvenzen (Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz von mindestens 50 Millionen Euro) an. Im besonderen Maße war hiervon die Immobilienbranche betroffen. Aktienmärkte zeigten 2023 eine überwiegend positive Entwicklung. Kurzfristige Verwerfungen an den globalen Aktienmärkten gab es im März im Zuge der Krise der Silicon Valley Bank. In der Folge spekulierten Marktteilnehmer über eine mögliche Zahlungsunfähigkeit der Credit Suisse und einer damit verbundenen erneuten globalen Finanzkrise. Unter Einflussnahme der Schweizer Aufsicht konnte diese Gefahr mit Übernahme des angeschlagenen Instituts durch die UBS AG abgewehrt werden. Im Zuge der folgenden Erholung erreichte der deutsche Leitindex DAX Ende Juli mit 16.469,75 Punkten ein neues Allzeithoch. Infolge der Entscheidungen der Notenbanken, im Sommer weitere Zinserhöhungen in Aussicht zu stellen, kam es zu einer Korrektur um im Schnitt 10 %. Der Angriff auf Israel seitens der Hamas Anfang Oktober und die damit verbundene Gefahr einer zunehmenden Eskalation im Nahen Osten wirkte sich kurzfristig negativ auf die Aktienmärkte aus. Die Tatsache, dass im Nahen Osten kein politischer Flächenbrand entstanden ist und der teilweise deutliche Rückgang der Inflation sowie der damit verbundenen Zinspausen von Fed und EZB legten den Grundstein für den Beginn einer Jahresendrally, die den DAX zwischenzeitlich auf ein neues Allzeithoch von 17.003 Punkten brachte; die Jahresperformance lag bei 20,3 %. Die hohe Inflation in Kombination mit einem höheren Kreditzinsniveau und nur allmählichen steigenden Reallöhnen belasteten die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland spürbar. Konnte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal preisbereinigt noch 0,3 % im Vergleich zum Vorjahresquartal zulegen, sank dieses in Q2 um 0,4 % und 0,7 % im dritten Quartal. Mit einem Rückgang um 0,4 % im letzten Quartal des Jahres befand sich die Bundesrepublik Deutschland in der Rezession, während die Mehrzahl der anderen EU-Länder schon wieder positive Wachstumszahlen erreichte. Insbesondere geopolitische Unsicherheiten durch den Krieg im Nahen Osten und das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu einer strikten Auslegung der Schuldenbremse belasteten die konjunkturelle Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte nachhaltig. Nach Angaben des statistischen Bundesamts betrug der Rückgang des realen Bruttoinlandprodukts in Deutschland 2023 0,3 %. Für das Folgejahr prognostizieren Volkswirte eine leichte Erholung des Wachstums in Höhe von 0,7 %. Zurückhaltend wird die wirtschaftliche Lage ebenfalls von Unternehmensseite beurteilt. So stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex zwar zunächst bis April auf sein Jahreshoch von 93,1 Punkten, fiel jedoch in den folgenden Monaten auf sein Jahrestief im August von 85,8 Punkten. Seitdem folgte eine Erholung auf niedrigem Niveau auf 86,4 Punkte Ende des Jahres. Im Vergleich zum Euro-Raum schneidet Deutschland beim geschätzten BIP-Wachstum in beiden Jahren schlechter ab (Euro Raum 2023: 0,6 %, 2024: 1,1 %). Im globalen Vergleich wird für die US-amerikanische Volkswirtschaft nach einem verhältnismäßig starken Wachstum von 2,5 % in 2023 von einigen Volkswirten ein Rückgang auf 1,6 % für 2024 erwartet. Nach Angaben des GDV auf seiner Jahresmedienkonferenz Ende Januar 2024 liegt die hochgerechnete kombinierte Schaden- und Kostenquote nach Abwicklungsergebnis (Combined Ratio) bei rund 98 % (Vorjahr 94,6 %). Brutto betrachtet, hat sich die Ertragssituation der Schaden- und Unfallversicherungsbranche damit gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Den Anstieg der Bruttobeitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung beziffert der GDV für 2023 mit 6,7 %. In der Kraftfahrtversicherung liegt die hochgerechnete Steigerung der Beitragseinnahmen im Jahr 2023 mit +4,1 % deutlich über Vorjahr (+1,1 %). Die Combined Ratio beläuft sich nach Einschätzung des GDV auf rund 110 % (Vorjahr 101,2 %). Auf der Schadenseite haben sich steigende Kosten für Ersatzteile und Werkstattleistungen niedergeschlagen. GeschäftsverlaufDer Schwerpunkt unserer Geschäftstätigkeit 2023 war die Konsolidierung der Kraftfahrtversicherung. Die aktuelle Schadeninflation im Bereich Kraftfahrt hat unseren Geschäftsverlauf stark beeinflusst. Neben den Aktivitäten zur Verbesserung der Schadenquote in der Kraftfahrtversicherung haben wir auch neue Ansätze im Pricing entwickelt und getestet. Die ursprünglich für 2023 geplanten Spartenerweiterungen wurden nicht beantragt. Der Gesamtbestand inklusive der Kraftfahrtversicherung sank im Geschäftsjahr nach der Anzahl der Verträge um 0,6 % auf 748.656 Verträge (Vorjahr 753.047 Verträge). Hierbei wurden die Risiken der Kraftfahrthaftpflicht-, der Fahrzeugvoll- und der Fahrzeugteilversicherung einzeln gezählt. Der Bestandsrückgang im Geschäftsjahr resultiert aus der Kraftfahrtversicherung. Mit einer geringen Steigerung um +5,1 % entwickelten sich die gebuchten Bruttobeiträge über dem erwarteten Branchenniveau. Die Erwartungen der Prognose aus dem Vorjahr +20 % wurden somit nicht erfüllt. Aufgrund der Marktsituation in Kraftfahrtversicherung wurde bewusst weniger Neugeschäft gezeichnet. In der Reparaturkostenversicherung stiegen die Bruttobeiträge um +6,3 % auf 11.161,1 Tsd. €. Hier konnten wir den erwarteten Beitragszuwachs erreichen. Die versicherungstechnischen Nettoaufwendungen (+28,3 %) sind über das erwartete Maß gestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus den um 6.461,7 Tsd. € gestiegenen Bruttozahlungen für Versicherungsfälle. Neben höheren Schadenstückzahlen ist diese Entwicklung auf inflationsbedingte Preissteigerungen zurückzuführen. Ebenso sind die versicherungstechnischen Nettoerträge (+6,3 %) gestiegen. Das versicherungstechnische Ergebnis f. e. R. lag mit -10.672,9 Tsd. € (Vorjahr -4.794,2 Tsd. €) hinter den Erwartungen und die Entwicklungen sind auf erhöhte Schadenaufwendungen in der Kraftfahrtversicherung zurückzuführen. Neben höheren Schadenstückzahlen ist diese Entwicklung auf inflationsbedingte Preissteigerungen für Schadenfälle aus dem Vorjahr zurückzuführen. Bei den Schadenrückstellungen hatten wir höhere Zuführungen in den Schadenrückstellungen für das laufende Geschäftsjahr und bei den Spätschäden. Das Netto-Kapitalanlageergebnis (467,8 Tsd. €) verbesserte sich, wie erwartet, gegenüber dem Vorjahr (-30,3 Tsd. €). Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen betrug 2,2 % (Vorjahr -0,2 %). Nach Steuern lag das Ergebnis bei -10.528,3 Tsd. € (Vorjahr -5.607,2 Tsd. €) und damit aufgrund der oben dargestellten Sachverhalte unterhalb der Prognose. Der Verlust wurde durch die DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE übernommen. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageErtragslage des Unternehmens
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung Die gebuchten Beiträge erhöhten sich um 5,1 % auf 33.694,6 Tsd. €. Die verdienten Beiträge f. e. R. nahmen im Geschäftsjahr um 6,3 % auf 21.872,5 Tsd. € zu. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R. stiegen um 51,1 % auf 23.205,0 Tsd. € (Vorjahr 15.357,9 Tsd. €). Ihr Anteil an den verdienten Nettobeiträgen erhöhte sich deshalb auf 106,1 % (Vorjahr 74,7 %). Das Verhältnis der Aufwendungen für den versicherungsbetrieb f. e. R zu den verdienten Nettobeiträgen sank auf 29,1 % (Vorjahr 48,6 %). Die Bruttoaufwendungen für Geschäftsjahresschäden fielen um 38,5 % höher aus als im Vorjahr. Insgesamt verschlechterte sich die bilanzielle Schadenquote brutto auf 123,1 % (Vorjahr 85,1 %). Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb nahmen unter anderem wegen gesunkener Provisionsaufwendungen in der Kraftfahrtversicherung gegenüber dem Vorjahr (12.075,1 Tsd. €) um 47,1 % auf 6.383,1 Tsd. € ab. Die Entwicklung in den einzelnen Versicherungszweigen stellt sich wie folgt dar:
Der betragsmäßig größte Beitragszuwachs wird in der Sparte Reparatur ausgewiesen. Der Beitragszuwachs resultiert im Wesentlichen aus dem Kooperationsgeschäft mit der DEVK. Für die Sparten Kraftfahrzeug-Haftpflicht sowie sonstige Kraftfahrt wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 5.145,0 Tsd. € (Vorjahr 2.171,0 Tsd. €) gebildet. Kapitalanlageergebnis Das Kapitalanlageergebnis ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Kapitalerträge erhöhten sich insbesondere infolge gestiegener Zinsen auf 533,9 Tsd. € (Vorjahr 160,4 Tsd. €). Die Aufwendungen für Kapitalanlagen fielen mit 67,1 Tsd. € geringer aus als noch im Vorjahr (194,0 Tsd. €). Dies ist auf geringe Abschreibungen und Abgangsverluste zurückzuführen. Insgesamt ergab sich ein Netto-Kapitalanlageergebnis in Höhe von 467,8 Tsd. € (Vorjahr -30,3 Tsd. €). Sonstiges Ergebnis Bedingt durch höhere Erträge aus Dienstleistungen sowie höhere Auflösungen von sonstigen Rückstellungen verbesserte sich das sonstige Ergebnis auf -309,6 Tsd. € (Vorjahr -780,0 Tsd. €). Steuern Aufgrund des im Jahr 2019 geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE besteht eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen 1,0 Tsd. € (Vorjahr 1,0 Tsd. €). Geschäftsergebnis und Gewinnverwendung Das Ergebnis vor Verlustübernahme betrug -10.528,3 Tsd. € (Vorjahr -5.607,2 Tsd. €). Dieser Verlust wurde aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags von der DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE übernommen. Finanzlage des Unternehmens Cashflow Die für die laufenden Zahlungsverpflichtungen erforderliche Liquidität ist durch eine rollierende Liquiditätsplanung gewährleistet, die die voraussichtliche Liquiditätsentwicklung der folgenden zwölf Monate berücksichtigt. Der Gesellschaft fließen durch Beitragseinnahmen, Kapitalanlageerträge und den Rückfluss von Kapitalanlagen laufend liquide Mittel zu. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, d. h. der Mittelbedarf für das Nettoinvestitionsvolumen, betrug im laufenden Geschäftsjahr -528,6 Tsd. €. Diese Mittel wurden dem Finanzmittelfonds entnommen. Vermögenslage des Unternehmens
Die Kapitalanlagen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 3.603,5 Tsd. € auf 23.170,5 Tsd. € (Vorjahr 19.567,0 Tsd. €) insbesondere aufgrund eines Anstiegs der Inhaberschuldverschreibungen. Die versicherungstechnischen Rückstellungen in Höhe von 17.041,5 Tsd. € (Vorjahr 8.481,7 Tsd. €) erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der Entwicklungen in der Kraftfahrtversicherung. Die Salden aus der Leistungsverrechnung zwischen der Gesellschaft und der COMPAVO GmbH werden über Verrechnungskonten unter den Sonstigen Forderungen und Sonstigen Verbindlichkeiten abgewickelt. Eine permanente Abrechnung der Salden erfolgt durch entsprechende Kapitaltransfers während des Geschäftsjahres. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 1 Die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen haben sich 2023 nicht mehr auf unseren Geschäftsbetrieb ausgewirkt. Die Arbeitsform "Mobile Office" wurde flächendeckend positiv umgesetzt, ohne dass wir 2023 spürbare Produktivitätseinbußen zu verzeichnen hatten. Die Zusammenarbeit zwischen den Standorten Legden und Köln funktioniert sehr gut. Die Möglichkeiten, dass Abstimmungen, Schulungen und Workshops sowohl remote, hybrid und auch stationär durchgeführt werden können, erhöht unsere Flexibilität und reduziert den Reiseaufwand. Dieses wird von den Mitarbeitenden gut angenommen und geschätzt. Unser besonderer Dank geht an alle Mitarbeitenden, die sich hervorragend auf die neuen Arbeitsbedingungen eingestellt haben. Gesamtaussage zum WirtschaftsberichtInsgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 nicht zufriedenstellend entwickelt. Die Reparaturkostenversicherung stellt einen erfolgreichen Zweig der Freeyou Insurance AG dar. Die Entwicklung in der Kraftfahrtversicherung stellt uns jedoch vor besondere Herausforderungen in Bezug auf die Ertragslage. Die anhaltenden hohen, inflationsbedingten Schadenaufwendungen sowie die Erhöhung der vt. Rückstellungen (inkl. Drohverlustrückstellung) in der Kraftfahrtversicherung, in Verbindung mit einem nicht ausreichenden Prämienniveau im Kraftfahrzeugmarkt, hatten 2023 einen erheblichen Einfluss auf unser Ergebnis. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtPrognoseberichtFür 2024 rechnen wir mit einem Beitragsrückgang von rund 16 %. Dieser resultiert aus einer geplanten Sanierung des Bestandes der Kraftfahrtversicherung. In der Kraftfahrtversicherung erwarten wir daher einen Beitragsrückgang von 30 - 35 %. Neben der Überarbeitung bestehender Produkte planen wir die Einführung neuer Produkte und Vertriebswege. Aufgrund dieser Maßnahmen planen wir mit einem Beitragsanstieg in den Nicht-Kraftfahrtsparten von über 18 %. Bei den versicherungstechnischen Aufwendungen rechnen wir 2024 mit einem starken Rückgang bedingt durch den Bestandsabbau. Darüber hinaus erwarten wir durch neue Ansätze beim Pricing eine leichte Verbesserung der Schaden- und Kostenquote insbesondere in der Kraftfahrtversicherung. Vor Veränderung durch die Schwankungsrückstellung erwarten wir ein versicherungstechnisches Ergebnis von -2.500,0 - -3.000,0 Tsd. €. Die Entwicklung der (Kern-)Inflation wird in den kommenden Jahren einer der Hauptfaktoren für die gesamtwirtschaftliche Lage bleiben. Niedrigere Leitzinsen infolge gesunkener Inflationsraten könnten Investitionsanreize für Unternehmen setzen und das Wachstum fördern. Zweitrundeneffekte aus hohen Preissteigerungsraten (z. B. hohe Lohnanstiege) wirken lange in einer Ökonomie nach. Wir erwarten, dass die amerikanische Notenbank frühestens Ende des zweiten Quartals erste Zinssenkungsschritte vornehmen wird, wohingegen die EZB unseres Erachtens erst im späteren Jahresverlauf nachziehen wird. Daneben könnte sich ein Anstieg privater Konsumausgaben infolge steigender Reallöhne positiv auf den Handels- und Dienstleistungssektor auswirken. Negative Effekte auf die wirtschaftliche Entwicklung hingegen könnte eine weiterhin schleppende Erholung der Wirtschaft Chinas mit sich bringen, was insbesondere die deutsche Exportwirtschaft treffen würde. Zudem gehen wir davon aus, dass die bisher eingeleiteten wirtschaftspolitischen Maßnahmen in Deutschland nicht ausreichen werden, um eine nachhaltige Erholung der energieintensiven Industriezweige zu erzielen. Wichtige wirtschaftliche Frühindikatoren wie Einkaufsmanagerindizes sind im Jahresverlauf 2023 kontinuierlich gesunken. Zum Jahresende 2023 hin zeigten sich jedoch Erholungstendenzen. Auch vom ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland kamen zuletzt positive Signale. Die Erzeugerpreise hingegen stagnierten zu Jahresende, was jedoch im Wesentlichen auf Basiseffekte aufgrund des inflationsbedingt sehr hohen Preisniveaus 2022 zurückzuführen war. Zunehmende militärische Konflikte verstärken unserer Einschätzung nach bereits bestehende deglobalisierende Tendenzen, was wiederum inflationär wirkt. Darüber hinaus könnte insbesondere eine Eskalation im Nahen Osten und der Eintritt weiterer Staaten in die militärische Auseinandersetzung massive Auswirkungen auf die Kapitalmärkte haben. In einem solchen Szenario erwarten wir zudem einen deutlichen Anstieg der Energiepreise, was wiederum die Inflation anheizen würde. Grundsätzlich erwarten wir für den Aktienmarkt 2024 ein volatiles Umfeld. Während die Berichtssaison im Herbst 2023 tendenziell positiv ausfiel, sind die Bewertungen an den globalen Märkten differenziert zu betrachten. So weisen deutsche und europäische Aktien tendenziell günstigere Unternehmensbewertungen auf, während amerikanische Unternehmensbewertungen im Schnitt auf einem höheren Niveau liegen. Die globale Konjunktur steuert nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds auf ein im historischen Kontext schwaches Wirtschaftswachstum von 3,1 % für 2024 zu und bewegt sich damit auf dem Niveau von 2023 mit 3,0 %. In China befindet sich der Immobilienmarkt, der einen großen Anteil am BIP hat, weiter in der Krise. Für 2023 erwartet der IWF für China ein Wachstum von 5,2 % und rechnet für 2024 mit 4,6 %. Gerade für exportgetriebene Länder wie Deutschland würde eine solche Entwicklung einen Wachstumsdämpfer darstellen. Insgesamt erwarten wir aufgrund der beschriebenen Unsicherheiten einen anhaltend volatilen Kapitalmarkt im Jahr 2024. Im Rahmen der gesunkenen Inflation und einem zumindest vorläufigen Ende der Zinserhöhungspolitik sehen wir mittelfristig sinkende Renditen im kurz- und mittelfristigen Laufzeitenbereich. Dies führt zu einer Normalisierung der Zinsstrukturkurve, so dass die kurzfristigen Renditen wieder tiefer liegen als die langfristigen. Sollte das Renditeniveau bei längeren Laufzeiten - wie von uns erwartet - nicht so stark sinken, wäre dies für Langfristanleger wie Lebensversicherungen zur Abbildung versicherungstechnischer Verpflichtungen in der Kapitalanlage von Vorteil. Wir erwarten im Bereich der Kapitalanlagen im Jahr 2024 einen moderaten Anstieg dis Kapitalanlagenbestandes. Das Netto-Kapitalanlageergebnis wird 2024 voraussichtlich stabil bleiben, da wir die gute Marktsituation 2022 und 2023 für Neuanlagen nutzen konnten. Aufgrund der geplanten Sanierungsmaßnahmen sowie der Einführung neuer Produkte erwarten wir für 2024 insgesamt ein verbessertes Ergebnis in Höhe von rund -3.000,0 Tsd. €. ChancenberichtDie Zusammenarbeit mit der freeyou AG als technische Plattform wird 2024 fortgesetzt. Die technischen Investitionen in der Kraftfahrtversicherung werden wir erst fortführen, wenn wir sehen, dass die Sanierungserfolge greifen. Im Laufe des Jahres 2024 werden wir auch die vertrieblichen Aktivitäten in der Freeyou Insurance AG bündeln. Ein Zusammenschluss in der angedachten Form wird nicht umgesetzt. Die für 2023 geplanten Spartenerweiterungen werden 2024 beantragt. Die Vorbereitungen sind bereits getroffen. Im Zuge der Fokussierung der vertrieblichen Aktivitäten bei der Freeyou Insurance AG haben wir auch zum 1. Januar 2024 die Mitarbeitenden der freeyou AG aus den Bereichen Vertrieb, Vertriebsunterstützung, Personal und Marketing übernommen. Damit einhergehend werden wir auch die vertrieblichen Aktivitäten künftig über die Freeyou Insurance AG steuern. In der Kraftfahrtversicherung beobachten wir die Entwicklungen am Markt und in unserem Bestand. In der zweiten Jahreshälfte werden wir bewerten, wie wir in der Kraftfahrtversicherung weiter verfahren, unter Berücksichtigung der erfolgten Bestandssanierung und den aktuellen Marktentwicklungen. Den Vertriebskanal "unabhängige Vermittler" wollen wir ausbauen. 2023 gab es bereits Workshops mit unabhängigen Vermittlern und die Erkenntnisse aus den Anforderungen und Erwartungen dieser Zielgruppe werden umgesetzt. Aufgrund der Marktsituation werden wir im Bereich Nicht-Kraftfahrt den Schwerpunkt setzen. Die bestehenden Kontakte in der Kraftfahrtversicherung nutzen wir selektiv, wenn wir dort ertragsreiches Geschäft erwarten können. In der Kapitalanlage sehen wir im Jahr 2024 neben den Risiken und trotz des volatilen Marktumfeldes auch attraktive Investitionsmöglichkeiten. In der Regel steigen in einem Rezessionsumfeld die Risikoaufschläge auf Anleihen im Gesamtmarkt an, sodass auch Unternehmen mit guter Bonität höhere Renditen zahlen müssen. Hier bietet sich die Möglichkeit unter Chance-Risiko Gesichtspunkten Anleihen mit attraktiven Renditen zu erwerben. Eine zunehmende Normalisierung der risikolosen Zinsstrukturkurve würde zudem positiv auf Kapitalanlagen wirken, die, wie beispielsweise Immobilieninvestitionen (teilweise variabel) fremdfinanziert sind. Der Aktienmarkt wird sich infolge der erwarteten expansiveren Zentralbankpolitik vermutlich spätestens im zweiten Halbjahr positiv entwickeln, da wir davon ausgehen, dass die avisierten Zinssenkungen vorhandene Konjunktursorgen reduzieren. RisikoberichtGemäß § 289 Abs. 1 HGB und den Anforderungen des § 26 VAG in Verbindung mit den Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen (MaGo) wird an dieser Stelle über die Risiken der künftigen Entwicklung berichtet. Risikomanagementsystem Der Vorstand eines Versicherungsunternehmens ist nach § 26 Abs. 1 VAG für die Einrichtung eines angemessenen Risikomanagements verantwortlich. Die Grundlagen des Risikomanagements sowie die Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind innerhalb der DEVK in der Risikostrategie sowie den Solvency II-Leitlinien zum Risikomanagement geregelt. Die Risikomanagementfunktion und das zugehörige Risikomanagementsystem wurden gemäß den Solvency II-Anforderungen ausgerichtet. Die Risikomanagementfunktion wurde als Schlüsselfunktion in einer zentralen Einheit etabliert. Unterstützt wird die Risikomanagementfunktion durch dezentrale Risikomanagementeinheiten (z. B. Rückversicherung, Kapitalanlagen). Hierzu findet ein regelmäßiger Austausch, nicht zuletzt durch die dezentrale Risikorunde bzw. das Risikokomitee, statt. Das Risikomanagementsystem verfügt somit sowohl über eine zentral organisierte Einheit, deren Aufgabe es ist, das Risikomanagement übergreifend über alle Risikokategorien sicherzustellen, als auch über dezentrale Risikomanagement-Einheiten, die mit ihrem Spezialwissen die Risikosituation vor Ort betrachten. Die operative Risikoverantwortung der Fachbereiche sowie die Verantwortung des Vorstands bleiben hiervon unberührt. Die Risikomanagementfunktion verantwortet die Methoden und Verfahren des Risikomanagements und ist für die konzeptionelle Entwicklung und Pflege des unternehmensweiten Risikomanagementsystems zuständig. Sie übernimmt die Koordinationsfunktion und unterstützt die Risikoverantwortlichen in den Fachbereichen. Kernelemente zur Steuerung der Risiken der Freeyou Insurance AG sind das Risikotragfähigkeitskonzept und das Limitsystem. Das Risikotragfähigkeitskonzept stellt eine ausreichende Hinterlegung von Eigenmitteln für alle wesentlichen Risiken sicher. Es dient dazu, den Risikoappetit des Unternehmens abzubilden und zu operationalisieren. Dafür werden für die wesentlichen Risiken ("Marktrisiko", "versicherungstechnisches Risiko" und "Ausfallrisiko") Grenzwerte bestimmt, um die Zielbedeckungsquote der Unternehmen für ein vordefiniertes Sicherheitsniveau sicherzustellen. Dadurch werden den genannten Risiken jährlich neue Maximalgrenzen für das jeweilige Risikokapital zugeordnet. Zur Operationalisierung der Risikosteuerung wird innerhalb der Freeyou Insurance AG ein Limitsystem als Überwachungssystem zur frühzeitigen Risikoidentifikation und -bewertung eingesetzt. Die Limitauslastung wird in Form von Risikokennzahlen dargestellt. Zusätzlich wird halbjährlich eine umfassende Risikoinventur durchgeführt. Die Risiken werden strukturiert mit Hilfe einer Softwarelösung erhoben und nach Risikokategorien unterteilt. Die Risiken werden soweit möglich quantifiziert. Die zur Risikosteuerung notwendigen Maßnahmen werden erfasst. Zudem werden Risiken ad hoc betrachtet, sofern sie wesentlich sind. Mit Hilfe von Risikotragfähigkeitskonzept, Limitsystem und Risikoinventur kann unmittelbar und angemessen auf Entwicklungen reagiert werden, die für die Freeyou Insurance AG ein Risiko darstellen. Wirksamkeit und Angemessenheit werden durch die Interne Revision überwacht. Die Risikolage der Einzelunternehmen und des DEVK Konzerns wird quartalsweise anhand des Risikoberichts in der dezentralen Risikorunde sowie im Risikokomitee erörtert. Hierbei werden die als wesentlich identifizierten Risiken, die Limitauslastungen und die aktuellen Risikotreiber berücksichtigt. Anschließend wird den jeweils verantwortlichen Vorständen im Rahmen einer Vorstandsvorlage der Risikobericht vorgelegt. Versicherungstechnische Risiken In der Schaden-/Unfallversicherung sind als versicherungstechnische Risiken insbesondere das Prämien-/Schadenrisiko und das Reserverisiko zu nennen. Diese werden mittels Standardformel ermittelt. Das sogenannte Katastrophenrisiko bzw. Kumulrisiko bezeichnet das Risiko, das aus dem Eintritt extrem hoher Schadenereignisse resultiert. Hierbei wird zwischen Naturgefahren (Naturkatastrophen) und von Menschen verursachten Katastrophen (ManMade-Katastrophen) unterschieden. Je nach Risikoexponierung werden die Risiken mittels Rückversicherung minimiert. Hierzu betrachten wir zunächst die Entwicklung der bilanziellen Schadenquote f. e. R. in den letzten zehn Jahren.
Im betrachteten 10-Jahres-Zeitraum konnten die Schadenquoten zwischen 2016 und 2019 deutlich reduziert werden. Die Reduzierung lag im Wesentlichen an der Aufgabe des Händlergeschäftes im Bereich der Reparaturkostenversicherung. Ab 2020 liegt die Schadenquote infolge der Einführung der Kraftfahrtversicherung deutlich über den Vorjahren. 2023 ist die Schadenquote in der Kraftfahrtversicherung, aufgrund der Inflation bei den Schadenkosten sowie einer hören Schadenstückzahl, stark gestiegen. Aufgrund der geplanten Sanierung der Kraftfahrtversicherung, gehen wir von einer verbesserten Schadenquote in den nächsten Jahren aus. Im Rahmen der Sanierung des Bestandes in der Kraftfahrtversicherung haben wir Potentiale in der Verbesserung in der Risikostruktur identifiziert. Wir zeichnen weiterhin nur einfaches Geschäft in der Kraftfahrtversicherung. Die Rückdeckung unseres Geschäfts ist auf verschiedene externe Rückversicherer verteilt. Bei der Auswahl der externen Rückversicherer wurde deren Rating berücksichtigt. Unsere Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle bemessen wir durch vorsichtige Bewertung der bereits gemeldeten Schäden, durch zusätzliche Rückstellungen für statistisch zu erwartende, aber am Bilanzstichtag noch unbekannte Schäden und für solche Schäden, die nach dem Bilanzstichtag wiedereröffnet werden müssen. Dem Reserverisiko wird damit angemessen Rechnung getragen.
Gemäß § 341h Abs. 1 HGB wird in den Sparten Sonstige Sach und Sonstige keine Schwankungsrückstellung gebildet. In der Kraftfahrtversicherung waren gemäß § 29 RechVersV keine Beträge zu berücksichtigen. In den Sparten Kraftfahrzeug-Haftpflicht und sonstige Kraftfahrt wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe des künftig zu erwartenden Verpflichtungsüberhangs berücksichtigt. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft ergeben sich in der Erstversicherung aus Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern, Versicherungsvermittlern und Rückversicherern. Unsere fälligen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft betrugen im Beobachtungszeitraum der letzten drei Jahre durchschnittlich 2.959,4 Tsd. €. Von diesen Forderungen sind im Mittel 3,04 % ausgefallen. Bezogen auf die durchschnittlich gebuchten Bruttobeiträge (22.178,6 Tsd. €) belief sich die Ausfallquote der letzten drei Jahre auf 0,40 %. Das Ausfallrisiko ist daher für unser Unternehmen von untergeordneter Bedeutung. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft mit einer Laufzeit von mehr als 90 Tagen in Höhe von 191,2 Tsd. €. Die zum Jahresende bestehenden Abrechnungsforderungen gegenüber Rückversicherern beliefen sich auf 2.733,4 Tsd. €. Eine Übersicht über die Abrechnungsforderungen sowie das Rating unserer Rückversicherungspartner gibt die folgende Tabelle:
Kapitalanlagerisiken Die Risiken aus Kapitalanlagen umfassen:
Seit 1. Januar 2017 gibt der interne Anlagekatalog die maßgeblichen Rahmenbedingungen für unsere Anlagepolitik vor. Kurs- und Zinsrisiken wird weiterhin durch eine ausgewogene Mischung der Anlagearten begegnet. Darüber hinaus beschränken wir das Bonitätsrisiko bzw. das Konzentrationsrisiko durch sehr strenge Rating-Anforderungen und ständige Überprüfung der von uns gewählten Emittenten, so dass keine existenzgefährdenden Abhängigkeiten von einzelnen Schuldnern bestehen. Durch einen fortlaufenden ALM-Prozess (Asset-Liability-Management) wird die jederzeitige Erfüllung der bestehenden und zukünftigen Verpflichtungen sichergestellt. Liquiditätsrisiken werden anhand einer Kapitalanlageplanung gesteuert. Sollte sich zukünftig eine Liquiditätsunterdeckung ergeben, kann gegengesteuert werden. Darüber hinaus werden die Kapitalanlagen in verschiedene Liquiditätsklassen eingeteilt. Vorgegebene Grenzwerte in Relation zum Kapitalanlagebestand dürfen dabei nicht unterschritten werden. Die Einhaltung der Grenzen wird regelmäßig überprüft. Zinsblock Per 31. Dezember 2023 beträgt der Zinsblock der Gesellschaft 16,4 Mio. €. Dieser weist zum Stichtag eine negative Bewertungsreserve i.H.v. 0,3 Mio. € auf. Im Vorjahr betrugen diese minus 0,8 Mio. €. Insgesamt 10,5 Mio. € sind als Inhaberpapiere bei Zinsanstiegen unmittelbar abschreibungsgefährdet. Diese Inhaberpapiere sind gemäß § 341b HGB dem Anlagevermögen gewidmet. Die Inhaberpapiere weisen eine negative Bewertungsreserve in Höhe von -0,1 Mio. € aus. Da die Entwicklung der stillen Lasten primär auf die Marktzinsbewegung zurückzuführen ist und keine Anhaltspunkte für eine Bonitätsverschlechterung vorliegen, besteht aufgrund der Halteabsicht bis zur Endfälligkeit keine dauerhafte Wertminderung. Die Auswirkung einer zins- oder bonitätsgetriebenen Renditeverschiebung um +/- 1 %-Punkt bedeutet eine Wertveränderung von -0,6 Mio. € bzw. +0,6 Mio. €. Die Angabe der Auswirkung eines Zinsanstiegs um einen Prozentpunkt gibt nur ansatzweise einen Hinweis auf den Einfluss auf unsere Ertragssituation. Grund dafür ist, dass sich innerhalb eines Jahres durch Restlaufzeitverkürzung der einzelnen Wertpapiere Marktwertveränderungen und Veränderungen der Zinssensitivität ergeben. Weiterhin ist der überwiegende Teil unserer Zinsanlagen in - dem Anlagevermögen gewidmeten - Inhaberschuldverschreibungen oder zum Nennwert bilanzierten Anleihen investiert. Hier führt ein Anstieg des Marktzinses aufgrund der Bilanzierungsvorschriften nicht zu Abschreibungen. Weisen die Wertpapiere noch stille Reserven aus, würden diese zunächst abgebaut werden. Ausnahme hiervon sind Wertverluste aufgrund von Bonitätsverschlechterungen, die sich bei den jeweiligen Emittenten ergeben könnten. Dies würde sich unter anderem in einer kurzfristigen Ausweitung der Risikozuschläge verdeutlichen. Diese bewegten sich im Jahr 2023 jedoch weitestgehend seitlich. Wie 2022 zu beobachten war, sind ansteigende Risikozuschläge infolge von Bonitätsverschlechterungen in einer wirtschaftlichen Abschwächung, Erwartung einer länger anhaltenden Rezession, wieder ansteigender Inflation oder einer Aktienmarktkorrektur, in 2024 möglich. Unsere Zinsanlagen weisen folgende Ratingverteilung auf:
Aktienanlagen Unsere Aktienanlagen sind größtenteils an Nachhaltigkeitskriterien ausgerichtet und orientieren sich nicht an einem besonderen Aktienindex. Bei einer Marktveränderung von 20 % verändert sich der Wert unseres Aktienportfolios um ca. 0,1 Mio. Der deutsche Aktienindex hat sich inklusive Dividenden im Jahr 2023 positiv entwickelt, der europäische Aktienindex hat eine nur unwesentlich schlechtere Performance gezeigt. Die Schwankungen innerhalb des Jahres waren zum Teil hoch. Mittelfristig erwarten wir eine positive Entwicklung, allerdings unter zum Teil hohen Volatilitäten. Sollten sich zukünftig infolge z. B. der Eskalation militärischer Auseinandersetzungen oder einer tieferen Rezession wirtschaftliche Probleme ergeben, kann die Aktienquote aktiv angepasst werden. Aus Kapitalanlagen in verbundene Unternehmen besteht ein Abschreibungsrisiko für den Fall, dass die Beteiligungen sich deutlich schlechter entwickeln als geplant. Operationelle Risiken Operationelle Risiken entstehen aus unzulänglichen oder fehlgeschlagenen betrieblichen Abläufen, Versagen technischer Systeme, menschlichem Fehlverhalten oder externen Ereignissen. Rechtsrisiken sind Bestandteil der operationellen Risiken. Hierunter zählen auch Compliance-Risiken. Das Management der operationellen Risiken erfolgt durch eine sorgfältige Ausgestaltung des Internen Kontrollsystems. Zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der betrieblichen Abläufe sind zu den Risiken entsprechende Kontrollen eingerichtet. Die Funktionsfähigkeit der Kontrollen wird laufend überwacht, Kontrollschwächen werden beurteilt und gegebenenfalls beseitigt. Im Rahmen des Internen Kontrollsystem-Prozesses erfolgt eine Zuweisung klarer Zuständigkeiten für die regelmäßige Ermittlung, Dokumentation und Überwachung relevanter Exponierungen gegenüber dem Risiko. Operationelle Risiken werden schwerpunktmäßig in der halbjährlichen Risikoinventur und fortlaufend in der Prozessdokumentation erfasst und beschrieben. Die Unterstützung der Geschäftsprozesse durch den IT-Betrieb bringt eine Vielzahl operationeller Risiken mit sich. Die Sicherheit der Programme und der Datenhaltung sowie des laufenden Betriebs werden durch umfassende Zugangskontrollen und Schutzvorkehrungen gewährleistet. Ein weiterer Baustein der Informationssicherheit ist auch die Sensibilisierung der Mitarbeitenden für die Gefahren aus Social Engineering und Datenschutz. Hierzu werden über das Weiterbildungsportal entsprechende Schulungen angeboten. Das Notfallmanagement der Freeyou Insurance AG haben im Rahmen der Coronapandemie eine Vielzahl an Maßnahmen zur Bewältigung der Krise angestoßen und begleitet. Somit konnte sichergestellt werden, dass die Arbeitsfähigkeit der Freeyou Insurance AG und damit die Einhaltung der Prozessziele weitgehend gewährleistet werden konnte. Das Management von Kopfmonopolen und Schlüsselpositionen ist grundsätzlich Bestandteil der Personalstrategie der Freeyou Insurance AG. Im Rahmen der Personalplanung werden Kopfmonopole und Schlüsselpositionen regelmäßig erhoben. Zur Vermeidung von Kopfmonopolen wird Wissen auf mehrere Mitarbeitende verteilt. Dokumentationen unterstützen die Einarbeitung und Verteilung von Wissen. Dem demografischen Risiko begegnet die Freeyou Insurance AG mit Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitgeberattraktivität. Hierzu zählen verstärktes Personalmarketing und flexible Arbeitszeitmodelle zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ein aktives Gesundheitsmanagement wirkt dem Krankheitsrisiko der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen entgegen. Rechtliche Risiken sind Bestandteil der operationellen Risiken. Rechtsänderungsrisiken bezeichnen Risiken, die sich aufgrund einer Änderung des Rechtsumfelds einschließlich der aufsichtsrechtlichen Anforderungen ergeben. Zu den Folgen aus Compliance-Risiken gehören rechtliche oder aufsichtsrechtliche Sanktionen und wesentliche finanzielle Verluste, die aus der Nichteinhaltung externer Anforderungen oder interner Vorgaben resultieren. Die Freeyou Insurance AG hat ein Compliance-Management-System etabliert, das die Einhaltung externer Anforderungen und interner Vorgaben gewährleistet. Solvency II Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen von Solvency II wurden umgesetzt. Zur Optimierung der Umsetzung der Anforderungen stand auch im Jahr 2023 die weitere Automatisierung der Abläufe im Fokus. Die Freeyou Insurance AG hat im Jahr 2023 sämtliche Berichtspflichten, wie den Geschäftsbericht, den Bericht über die Solvabilität und Finanzlage, den Regular Supervisory Report (als Änderungsbericht) und den Bericht zur unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung gegenüber der Aufsicht bzw. gegenüber der Öffentlichkeit erfüllt. Bei der aufsichtsrechtlichen Solvenzberechnung auf Basis der Standardformel zeigte sich für der Freeyou Insurance AG eine deutliche Überdeckung. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen nach Solvency II werden erfüllt. 1 Projektionsrechnungen im Rahmen des letzten ORSA-Prozesses per 31. Dezember 2021 zeigen, dass eine ausreichende Bedeckung des Risikokapitals auch in Zukunft sichergestellt ist. 1 Insgesamt ist zurzeit keine Entwicklung erkennbar, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führt und damit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnte.
Legden, 8. März 2024 Der Vorstand Assing Boecker JahresabschlussBilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangBilanzierungs-, Ermittlungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände (EDV-Software) wurden zu Anschaffungskosten bewertet und mit Ausnahme der geleisteten Anzahlungen planmäßig abgeschrieben. Bei geringwertigen Anlagegütern, die dem Sammelposten zugeführt wurden, erfolgen Abschreibungen über fünf Jahre verteilt, jeweils beginnend mit dem Anschaffungsjahr. Andernfalls wurden diese im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe erfasst. Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit den Anschaffungskosten ausgewiesen. Der Ansatz der Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere, der Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere erfolgte zu Anschaffungskosten, niedrigeren Börsenkursen oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Kapitalanlagen, die nach § 341b Abs. 2 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet wurden, wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Kapitalanlagen, die dem Umlaufvermögen zugeordnet worden sind, wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Sofern in früheren Jahren eine Abschreibung auf einen niedrigeren Wert erfolgte, wurde eine Zuschreibung vorgenommen, wenn diesen Vermögensgegenständen am Bilanzstichtag wieder ein höherer Wert beigemessen werden konnte. Die Zuschreibungen erfolgten bis zur Höhe der Anschaffungskosten oder auf den niedrigeren Börsenwert. Die Bilanzwerte der Namensschuldverschreibungen entsprechen den Nennwerten. Die Bilanzwerte der Schuldscheinforderungen und Darlehen und der übrigen Ausleihungen wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation, einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und den Rückzahlungsbeträgen, unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Die Einlagen bei Kreditinstituten (Tagesgeldanlagen) wurden zum Nominalwert bewertet. Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sind zu Nennwerten abzüglich Einzelwertberichtigungen und einer Pauschalabwertung für das latente Ausfallrisiko bilanziert worden. Die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft ergaben sich auf Grundlage der Rückversicherungsverträge und wurden zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Forderungen wurden zu Nennwerten bewertet. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden, soweit sie nicht die Betriebs- und Geschäftsausstattung betrafen, zu Nennwerten bewertet. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode ermittelt. Bei geringwertigen Anlagegütern, die dem Sammelposten zugeführt wurden, erfolgen Abschreibungen über fünf Jahre verteilt, jeweils beginnend mit dem Anschaffungsjahr. Andernfalls wurden diese im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe erfasst. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Vorauszahlungen für künftige Zeiträume und die noch nicht fälligen Zinsansprüche zu Nennwerten angesetzt. Die Bemessung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfolgte nach den folgenden Grundsätzen: Die Beitragsüberträge für das selbstabgeschlossene Versicherungsgeschäft wurden für jede Versicherung unter Berücksichtigung des individuellen technischen Versicherungsbeginns einzeln berechnet, wobei die steuerlichen Bestimmungen gemäß dem Erlass des Finanzministers NRW vom 30. April 1974 beachtet wurden. Die Bruttobeträge für die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden je Schadenfall einzeln ermittelt. Für unbekannte Spätschäden erfolgte die Bildung einer Rückstellung nach pauschalen Annahmen und unseren Einschätzungen. In der Rückstellung wurden Beträge für die Schadenregulierung berücksichtigt. Der Anteil des in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäfts wurde den vertraglichen Regelungen entsprechend bewertet. Die Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen wurden nach der Anlage zu § 29 RechVersV berechnet. Hierbei wurden für die Vorjahre die durchschnittlichen Schadenquoten der BaFin herangezogen, soweit eigene Schadenquoten nicht ermittelt werden konnten. Zum 31. Dezember 2023 wurde keine Schwankungsrückstellung gebildet. Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen enthalten die Rückstellung für Beitragsstorni, die sich nach dem im Geschäftsjahr für das Vorjahr erfolgten technischen Beitragsstorni bemisst. In den Sparten Kraftfahrzeug-Haftpflicht und sonstige Kraftfahrt ermitteln wir eine Drohverlustrückstellung in Höhe des künftig zu erwartenden Verpflichtungsüberhangs. Die anderen Rückstellungen wurden nach folgenden Grundlagen gebildet: Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgte nach der sogenannten Projected Unit Credit-Methode auf der Basis der HEUBECK-Richttafeln 2018 G. Der Diskontierungszinssatz wurde auf Basis der bisher gültigen Rückstellungsabzinsungsverordnung als 10-jähriger Durchschnitt festgelegt. Er wurde mit 1,83 % (Vorjahr 1,78 %) angesetzt und auf Basis einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Als Finanzierungsendalter wurde die vertragliche Altersgrenze verwendet. Die Gehaltsdynamik wurde mit 2,0 % p. a., die Rentendynamik wurde mit 2,1 p. a. angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen sind für das laufende Geschäftsjahr gebildet und bemessen sich nach dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und die sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen bewertet. Angaben zu latenten Steuern erfolgen aufgrund der steuerlichen Organschaft auf Ebene der Organträgerin DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE, Köln. Entwicklung der Aktivposten A., B., I. bis II. im Geschäftsjahr 2023
Erläuterungen zur BilanzZu Aktiva B.Die Kapitalanlagen weisen zum 31. Dezember 2023 folgende Buch- und Zeitwerte aus:
In den Bewertungsreserven sind insgesamt stille Lasten in Höhe von 397,5 Tsd. € enthalten. Diese entfallen auf Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Namensschuldverschreibungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen. Bei der Ermittlung der Zeitwerte wurden in Abhängigkeit von der jeweiligen Anlageart verschiedene Bewertungsmethoden angewandt. Die Zeitwertermittlung für Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgte zum Buchwert gleich Marktwert. Sowohl Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinsliche Wertpapiere als auch die zu Anschaffungskosten bilanzierten festverzinslichen Wertpapiere wurden mit den Börsenjahresabschlusskursen bewertet. Die Zeitwerte der Namensschuldverschreibungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden gemäß § 56 RechVersV auf der Grundlage der Renditestrukturkurve zu marktüblichen Konditionen ermittelt. Die Zeitwerte der übrigen Ausleihungen und Einlagen bei Kreditinstituten entsprechen den Buchwerten.
Abschreibungen wurden unterlassen, da es sich nicht um voraussichtlich dauernde Wertminderungen handelt. Es ist beabsichtigt, die Wertpapiere bis zu ihrer Fälligkeit zu halten und es ist aufgrund guter Bonitäten (bzw. keiner Bonitätsverschlechterung) nur von einer vorübergehenden Wertminderung auszugehen. Zu Aktiva B.I.
Zu Aktiva C.II. Sonstige Forderungen
Zu Aktiva D.II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand
Zu Aktiva E.II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 148.427 € beinhalten Vorauszahlungen für künftige Leistungen. Zu Passiva A.I. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von 2.462,5 Tsd. € ist in 1.540 Tsd. nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Zu Passiva B. Nachrangige Verbindlichkeiten Mit Vertrag vom 14. November 2011 wurde der Gesellschaft zum 1. Dezember 2011 von der DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE ein Nachrangdarlehen in Höhe von 500.000 € gewährt. Die Laufzeit des Darlehens wurde mit Nachtrag vom 28. November 2022 auf unbestimmte Zeit festgelegt. Die Verzinsung des Darlehens erfolgte in 2023 mit 5,5 % p.a. Zu Passiva C
Das Abwicklungsergebnis f. e. R. des Geschäftsjahres beträgt -1.630,0 Tsd. € (Vorjahr 1.120,2 Tsd. €). Die Verschlechterung des Abwicklungsergebnisses ist auf die Entwicklung der Kraftfahrtversicherung zurückzuführen. Neben höheren Schadenstückzahlen ist diese Entwicklung auf inflationsbedingte Preissteigerungen für Schadenfälle aus dem Vorjahr zurückzuführen. Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen umfassen die Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von 2.814,0 Tsd. € (Vorjahr 984,0 Tsd. €) in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung und in Höhe von 2.331,0 Tsd. € (Vorjahr 1.187,0 Tsd. €) in der sonstigen Kraftfahrtversicherung. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Im gesamten Versicherungsgeschäft entfielen von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb auf:
Im Berichtsjahr betrugen die Bezüge des Vorstands 276.776 €. Die Ruhegehälter früherer Vorstandsmitglieder bzw. Hinterbliebener beliefen sich auf 41.458 €. Für diesen Personenkreis war am 31. Dezember 2023 eine Pensionsrückstellung von 662.734 € bilanziert. Die Vergütungen des Aufsichtsrats beliefen sich auf 5.000 €. Beiratsbezüge wurden nicht gezahlt. Abschlussprüferhonorare Für Leistungen, die der Abschlussprüfer (Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) für das Unternehmen erbracht hat, wurden im Geschäftsjahr 42.118,86 € aufgewendet. Diese entfielen in vollem Umfang auf Abschlussprüfungsleistungen. Sonstige AngabenUnterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum Stichtag 19.540 € (Vorjahr 86.364 €) und resultiert aus der Pensionsrückstellung. Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetz (MinStG) Das MinStG, das am 15. Dezember 2023 vom Bundesrat final beschlossen wurde, ist Teil des Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (MinBestRL-UmsG), welches der nationalen Umsetzung der europäischen Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates vom 14. Dezember 2022 zur Gewährleistung einer globalen effektiven Mindestbesteuerung für multinationale Unternehmensgruppen und große inländische Gruppen in der Europäischen Union dient. Das MinStG wird grundsätzlich auf Geschäftsjahre anwendbar sein, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Die Gruppenträgerin der deutschen Mindeststeuergruppe sowie gleichzeitig die oberste Muttergesellschaft i. S. d. § 4 Abs. 3 MinStG ist der DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn. Auswirkungen aus der Anwendbarkeit des MinStG sind daher auf Ebene der Berichtsgesellschaft nicht zu erwarten. Um die potenzielle Belastung für die Gruppe zu analysieren, wird zum 1. Januar 2024 ein Projekt zur Betroffenheitsanalyse und anschließender Umsetzung der Regelungen initialisiert. Eine etwaige Belastung mit sogenannten Ergänzungssteuerbeträgen ist derzeit weder bekannt noch betragsmäßig zu beziffern. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres waren keine Vorgänge oder Ereignisse zu verzeichnen, die die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen. Allgemeine Angaben
Die Freeyou Insurance AG, Legden, ist beim Amtsgericht Coesfeld unter der Handelsregisternummer HRB 2128 eingetragen. Die Aufstellungen der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und des Aufsichtsrats befinden sich vor dem Lagebericht. Das Unternehmen beschäftigte in 2023 durchschnittlich 88 Mitarbeitende. An unserer Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag die DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE, Köln, mit 100 % beteiligt. Diese hat gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr die Mehrheit der Stimmrechte zustehen. Der Jahresabschluss wird gemäß den rechtlichen Vorschriften im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht. Unsere Gesellschaft ist von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen, befreit. Name und Sitz des Mutterunternehmens, das den Konzernabschluss aufstellt, in den das Unternehmen einbezogen wurde: DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn Zentrale, Riehler Straße 190, 50735 Köln Der Konzernabschluss ist auf der Homepage der DEVK unter www.devk.de eingestellt und wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.
Legden, 8. März 2024 Der Vorstand Assing Boecker BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Freeyou Insurance AG, Legden VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTSPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Freeyou Insurance AG, Legden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Freeyou Insurance AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Im Folgenden stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: Bewertung der Brutto-Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle betreffend die Teilrückstellungen für bekannte Versicherungsfälle und unbekannte Spätschäden Zugehörige Informationen im Abschluss Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Brutto-Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sind im Abschnitt "Bilanzierungs-, Ermittlungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs enthalten. Sachverhalt und Risiko für die Prüfung Die Prüfung der Brutto-Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle gemäß § 341g HGB (Brutto-Schadenrückstellungen) war aufgrund der Bedeutung des Postens in der Bilanz (T€ 21.536 bzw. 52,2 % der Bilanzsumme) der Gesellschaft und der erheblichen Beurteilungsspielräume, die bei der Bewertung der einzelnen Teilrückstellungen auftreten können, ein wesentlicher Bestandteil unserer Jahresabschlussprüfung. Bei den in den Brutto-Schadenrückstellungen ausgewiesenen Verpflichtungen handelt es sich um zu schätzende Werte, deren Schätzung in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft liegt. Diese Schätzungen basieren sowohl auf vergangenen als auch auf künftig erwarteten Entwicklungen und beinhalten Ermessensentscheidungen und Unsicherheiten bei der Bewertung vermutlich bereits eingetretener, aber erst in der Zukunft bekannt werdender Ereignisse. Bei geschätzten Werten besteht deshalb a priori ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung. Die folgenden Annahmen haben wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Brutto-Rückstellungen für noch nicht abgeschlossene Versicherungsfälle:
Diese Teil-Schadenrückstellung betrifft die zum Bilanzstichtag bekannten, aber noch nicht abschließend regulierten Versicherungsfälle. Die Bewertung muss unter Beachtung des Vorsichtsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) nach dem Grundsatz der Einzelbewertung für jeden einzelnen Versicherungsfall (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB) erfolgen. Dabei ist die Einzelschadenreserve nach den Wertverhältnissen am Abschlussstichtag zu bewerten (§ 341e Abs. 1 Satz 3 HGB). Die Feststellung des Verpflichtungsumfangs erfolgt auf Grundlage der für den einzelnen Versicherungsvertrag maßgeblichen Versicherungsbedingungen unter Einbeziehung der im Zuge der Schadenregulierung gewonnenen Erkenntnisse und Informationen. Der in § 341e Abs. 1 Satz 1 HGB verankerte Grundsatz der dauernden Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen bedingt, dass die bestehenden Unsicherheiten bei der Bewertung durch angemessene Risikozuschläge zu berücksichtigen sind, die über das nach dem allgemeinen Vorsichtsprinzip des § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB erforderliche Maß hinausgehen. Dadurch ist sicherzustellen, dass mit hinreichender Sicherheit für jeden einzelnen Versicherungsfall die späteren Auszahlungen die geschätzten Schadenrückstellungen nicht übersteigen.
Unbekannte Spätschäden sind Versicherungsfälle, die bis zum Bilanzstichtag eingetreten sind und zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft noch nicht gemeldet wurden, aber aufgrund von Erfahrungswerten noch zu erwarten sind. Eine Berücksichtigung der sich hieraus ergebenden Verpflichtungen kann nur durch eine pauschale Bewertung erfolgen (§ 341g Abs. 2 HGB), da eine Einzelbewertung nicht möglich ist. Dabei werden die bisherigen Erfahrungen in Bezug auf die Anzahl der nach dem Abschlussstichtag gemeldeten Versicherungsfälle und die Höhe der damit verbundenen Aufwendungen berücksichtigt. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Wir haben die von der Gesellschaft gebildeten Teilrückstellungen wie folgt geprüft:
Wir haben das System der Schadenerfassung und -abwicklung, insbesondere hinsichtlich des Bestehens und der Funktionsfähigkeit von internen Kontrollen untersucht. Zusätzlich haben wir eine Schadenaktenprüfung durchgeführt, die die Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems bestätigt. Bei der Auswahl wurden neben einer zufälligen Stichprobe die größten Schadenfälle gemessen an der Reservehöhe und an den Zahlungen untersucht.
Wir haben bei der Prüfung der durch mathematisch-statistische Verfahren ermittelten Rückstellungen die enthaltenen Angaben bzw. die in diesem Zusammenhang ausdrücklich oder implizit enthaltenen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft beurteilt. Bei der Beurteilung der Angemessenheit der pauschal zu bewertenden Rückstellungen für unbekannte Spätschäden haben wir die angewendeten Verfahren und die Ausgangsdaten nach anfalljahrbezogenen Schadenaufwendungen kritisch geprüft. Wir haben geprüft, dass die für die Berechnungen verwendeten Daten richtig, vollständig und relevant sind und mit den durch das Rechnungslegungssystem verarbeiteten Daten übereinstimmen. Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen anhand quantitativer Merkmale (Schadenanzahl, Durchschnittsschadenhöhe, Relationen von Schadenaufwand/Schadenrückstellungen zu anderen Größen) und Kennzahlen wie Schadenhäufigkeit, Durchschnittsschäden, Abwicklungsergebnis, Schadenrückstellung bzw. Gesamtschadenaufwand zu verdienten Beiträgen durchgeführt. Diese Analysen erfolgten zu den unterschiedlichen Versicherungszweigen und auf einem mehrjährigen Vergleich für die gesamte Schadenrückstellung und für die einzelnen Teilschadenrückstellungen. Wir haben für die Versicherungszweige Technische Versicherung und Sonstige Schadenversicherung durch eigene aktuarielle Untersuchungen die Rückstellung für bekannte Versicherungsfälle sowie die Rückstellung für unbekannte Spätschäden je Versicherungszweig bezüglich ihrer jeweiligen Auskömmlichkeit anhand einschlägiger mathematisch-statistischer Verfahren einer zusätzlichen Analyse unterzogen. Die angewandten Berechnungs- und Bewertungsmethoden der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle betreffend die Teilrückstellungen für bekannte Versicherungsfälle und unbekannte Spätschäden sind insgesamt angemessen. Wir erachten die zugrundeliegenden Annahmen für ausgewogen und angemessen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Lagebericht enthaltenen lageberichtsfremden und als ungeprüft gekennzeichneten Angaben. Die sonstigen Informationen umfassen zudem
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENÜbrige Angaben gemäß Art. 10 EU-APrVO Wir wurden in der Hauptversammlung am 3. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 3. Mai 2023 vom Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2021 ununterbrochen als Abschlussprüfer der Freeyou Insurance AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art. 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFERDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Marc Semrau.
Köln, den 20. März 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Dr. Varain, Wirtschaftsprüfer Semrau, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2023 die Geschäftsführung des Vorstands auf Grund schriftlicher und mündlicher Berichterstattung laufend überprüft und sich in mehreren Sitzungen über die geschäftliche Entwicklung, die Geschäftspolitik und die Ertragslage des Unternehmens unterrichten lassen. Die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die gemäß den gesetzlichen Vorschriften zum Abschlussprüfer bestellt wurde, hat den vom Vorstand erstellten Jahresabschluss und Lagebericht 2023 geprüft. Diese Prüfung hat zu keinen Beanstandungen geführt. Der Bestätigungsvermerk wurde ohne Einschränkung erteilt. Der Aufsichtsrat hat die Prüfungsergebnisse zur Kenntnis genommen. Die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts seitens des Aufsichtsrats ergab ebenfalls keine Beanstandungen. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss 2023, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus.
Köln, 17. April 2024 Der Aufsichtsrat Zens, Vorsitzender Knaup, Stellv. Vorsitzender Erpenbach Der Jahresabschluss 2023 der Freeyou Insurance AG wurde am 17. April 2024 festgestellt. |
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