ECOBAT Resources Braubach GmbH

Emser Straße 11, 56338 Braubach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Koblenz HRB 3264
Vorher
BSB Recycling Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
9.10.1987
Branche
Herstellung von Batterien und AkkumulatorenGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
a) Das Recycling, die Wiederaufarbeitung sowie die Weiterbearbeitung von metallurgischen und chemischen Produkten; b) die Herstellung und der Vertrieb von metallurgischen und chemischen Erzeugnissen aller Art sowie die Erledigung aller damit unmittelbar oder mittelbar zusammenhängender Geschäfte; c) im Rahmen von a) und/ oder b) die Führung von Betrieben anderer Unternehmen für deren Rechnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Erich Esser
seit 16.12.2021
Geschäftsführer
Martin Fischer
seit 19.8.2021
Geschäftsführer
Steffen Glauer
seit 3.2.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
5.120.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ECOBAT Resources Braubach GmbH

Braubach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ECOBAT Resources Braubach GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ECOBAT Resources Braubach GmbH, Braubach - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ECOBAT Resources Braubach GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "Allgemeine Hinweise" im Anhang und in Abschnitt "5. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft basierend auf der erstellten Liquiditätsplanung im Prognosezeitraum aufgrund von Planungsunsicherheiten verursacht durch Absatzmengen- und Preisschwankungen sowie Zahlungsmittelabflüssen im Zusammenhang mit geplanten Investitionen von negativen Cash-Flows ausgeht, welche nicht durch die vorhandenen liquiden Mittel gedeckt werden können. Die Liquidität wird wie in den Vorjahren durch eine kurzfristig kündbare Cash Pool Vereinbarung mit einem verbundenen Unternehmen und im Rahmen eines kurzfristigen Darlehens der Muttergesellschaft zur Verfügung gestellt. Die Gesellschaft ist damit nicht in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen vollständig selbst zu erfüllen und ist daher bis zum Erzielen nachhaltiger positiver Cash-Flows weiterhin auf die konzerninterne finanzielle Unterstützung angewiesen. Aus diesem Grund hat die Ecobat Holdings Inc., Dallas, Texas, USA, eine Patronatsvereinbarung ("Declaration of financial Support") abgeschlossen, wonach sich diese verpflichtet, die Gesellschaft mit den zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten notwendigen finanziellen Mitteln auszustatten. Die betraglich unbegrenzte Patronatsvereinbarung hat eine Laufzeit von zwölf Monaten ab dem Datum des Bestätigungsvermerks zum Jahresabschluss und zum Lagebericht und kann danach ordentlich gekündigt werden. Außerdem wird die Patronatsvereinbarung automatisch beendet im Falle eines Kontrollwechsels oder eines Verkaufs aller oder im Wesentlichen aller Vermögenswerte der Gesellschaft oder des Patrons vorausgesetzt, dass im Falle einer solchen Transaktion der Patron nicht länger als direkter oder indirekter Anteilseigner über 50 % der Anteile an der Gesellschaft hält, sowie im Fall einer Liquidation der Gesellschaft oder des Patrons. In vorgenannten Fällen setzt die automatische Beendigung voraus, dass der Gesellschaft Liquidität in gleichartiger Weise zur Verfügung gestellt wird. Daher ist die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft von der finanziellen Unterstützung der Ecobat Holdings Inc., Dallas, Texas, USA, im Rahmen der genannten Patronatsvereinbarung abhängig. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, 4. Juni 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fleischer, Wirtschaftsprüfer

Franke, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 17.170,00 22.992,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.475.134,53 5.677.687,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.791.747,00 4.249.238,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.020.532,00 1.195.299,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 499.930,48 853.501,38
11.787.344,01 11.975.725,91
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,51 0,51
11.804.514,52 11.998.718,42
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.687.547,84 8.609.176,96
2. Unfertige Erzeugnisse 2.916.587,43 5.983.942,43
3. Fertige Erzeugnisse 2.289.847,30 3.388.768,30
11.893.982,57 17.981.887,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.050.560,12 4.776.593,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.579.436,52 9.383.061,96
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.419.030,19 1.090.572,88
14.049.026,83 15.250.228,78
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.410.062,38 1.888.763,56
27.353.071,78 35.120.880,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 272.076,66 518.405,42
39.429.662,96 47.638.003,87

Passiva

31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 5.120.000,00 5.120.000,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.482.455,00 2.471.307,00
2. Sonstige Rückstellungen 5.915.224,65 6.145.464,10
8.397.679,65 8.616.771,10
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.955.194,79 7.005.062,79
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.724.184,05 26.706.904,65
3. Sonstige Verbindlichkeiten 232.604,47 189.265,33
davon aus Steuern EUR 72.310,99 (Vj. EUR 0,00)
25.911.983,31 33.901.232,77
39.429.662,96 47.638.003,87

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 120.816.804,51 118.837.235,01
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -4.166.276,00 4.297.742,24
3. Sonstige betriebliche Erträge 471.461,22 4.704.094,04
davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 13,30 (Vj. EUR 30.470,33)
117.121.989,73 127.839.071,29
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 86.286.653,27 97.118.148,20
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.276.105,61 4.085.441,62
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.458.410,29 6.319.261,83
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.438.986,98 1.569.088,87
davon für Altersversorgung EUR 166.955,53 (Vj. EUR 303.586,78)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.633.390,03 1.670.869,61
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.847.410,69 15.624.622,31
davon Aufwand aus Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vj. EUR 314.420,24)
118.940.956,87 126.387.432,44
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 926,35 3.744,71
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.263.954,81 662.905,09
davon an verbundene Unternehmen EUR 1.211.419,04 (Vj. EUR 603.117,83)
10. Ergebnis nach Steuern -3.081.995,60 792.478,47
11. Sonstige Steuern 39.562,60 26.670,65
12. Erträge aus Verlustübernahme 3.121.558,20 0,00
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne 0,00 765.807,82
14. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte unter dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die ECOBAT Resources Braubach GmbH, Braubach, geht im Prognosezeitraum aufgrund von Planungsunsicherheiten verursacht durch Absatzmengen- und Preisschwankungen sowie Zahlungsmittelabflüssen im Zusammenhang mit geplanten Investitionen von negativen Cash-Flows aus. Der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft, der nicht durch die vorhandenen liquiden Mittel gedeckt werden kann, soll wie in den Vorjahren durch eine kurzfristig kündbare Cash Pool Vereinbarung mit einem verbundenen Unternehmen und im Rahmen eines kurzfristigen Darlehens der Muttergesellschaft zur Verfügung gestellt werden. Die Gesellschaft ist damit nicht in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen vollständig selbst zu erfüllen und ist daher bis zum Erzielen nachhaltiger positiver Cash-Flows weiterhin auf die konzerninterne finanzielle Unterstützung angewiesen.

Aus diesem Grund hat die Ecobat Holdings Inc., Dallas, Texas, USA, eine Patronatsvereinbarung ("Declaration of financial Support") abgeschlossen, wonach sich diese verpflichtet, die ECOBAT Resources Braubach GmbH mit den zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten notwendigen finanziellen Mitteln auszustatten. Die betraglich unbegrenzte Patronatsvereinbarung hat eine Laufzeit von 12 Monaten ab dem Datum des Bestätigungsvermerks zum Jahresabschluss und zum Lagebericht und kann danach ordentlich gekündigt werden. Außerdem wird die Patronatsvereinbarung automatisch beendet im Falle eines Kontrollwechsels oder eines Verkaufs aller oder im Wesentlichen aller Vermögenswerte der Gesellschaft oder des Patrons vorausgesetzt, dass im Falle einer solchen Transaktion der Patron nicht länger als direkter oder indirekter Anteilseigner über 50 % der Anteile an der Gesellschaft hält, sowie im Fall einer Liquidation der Gesellschaft oder des Patrons. In vorgenannten Fällen setzt die automatische Beendigung voraus, dass der Gesellschaft Liquidität in gleichartiger Weise zur Verfügung gestellt wird.

Daher ist die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft von der finanziellen Unterstützung der Ecobat Holdings Inc., Dallas, Texas, USA, im Rahmen der genannten Patronatsvereinbarung abhängig. Die finanzielle Abhängigkeit von der konzerninternen Finanzierung stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dar. Hinsichtlich weiterer Ausführungen diesbezüglich wird auf Abschnitt "5. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung" des Lageberichts verwiesen.

Registerinformationen

Die ECOBAT Resources Braubach GmbH hat ihren Sitz in der Emser Straße 11 in 56338 Braubach. Das zuständige Registergericht befindet sich in Koblenz, dort ist die Gesellschaft unter HRB 3264 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern für Gebäude und anderen Bauten liegen zwischen 10 und 25 Jahren, für technische Anlagen und Maschinen zwischen 5 und 15 Jahren und für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen zwischen 3 und 10 Jahren.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00, sind im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen und pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p. a. im Zugangsjahr und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte (unfertige und fertige Erzeugnisse) werden die Werte mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurde unter Anwendung der FIFO-Methode vorgenommen auf der Grundlage der durchschnittlichen Herstellungskosten der Monate September bis November 2023.

Die Bewertung des Einsatzmaterials erfolgt nach dem Grundsatz, dass eingekauftes Einsatzmaterial zu den Einstandswerten (Rechnungspreis zuzüglich Nebenkosten) bewertet wird. Liegen diese Werte über den Tagespreisen, dann werden die niedrigeren Tagespreise angesetzt.

Die Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandswerten angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind wenn nötig durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren von 1,82 % p. a. (Vj. 1,78 % p. a.). Erwartete Rententrends wurden mit 2,00 % (Vj. 2,20 %) berücksichtigt. Für die Fluktuation wurden ein pauschaler Satz von 2,00 % p. a. (Vj. 2,00 % p. a.) über die Jahre hinweg verwendet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Die Jubiläumsrückstellungen werden gemäß versicherungsmathematischen Gutachten auf Grundlage der in § 253 HGB enthaltenen Bestimmungen und der anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik unter Anwendung der projected unit credit (puc) Methode sowie unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,74 % p. a. verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden nicht berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 2,00 % p. a. berücksichtigt.

Den Berechnungen der Rückstellung für die Altersteilzeitverpflichtungen sind die in IDW HFA 3 "Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen nach IAS und nach handelsrechtlichen Vorschriften" enthaltenen Erläuterungen zugrunde gelegt. Als Rechnungsgrundlagen wurden die "Heubeck-Richttafeln 2018 G" unter Ansatz einer monatlich vorschüssigen Zahlungsweise und mit einem Zinsfuß von 1,03 % p. a. (Vj. 0,43 % p. a.) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,30 % p. a. berücksichtigt.

Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als 50 Jahren wurden mit einem Zinssatz von 1,53 % p. a. (Vj. 1,38 % p. a.) abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke aus Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Wechselkursdifferenzen.

Die Bilanzierung von latenten Steuern erfolgt aufgrund der bestehenden Organschaft nicht auf Ebene der Gesellschaft.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von TEUR 3.173 (Vj. TEUR 4.520) Forderungen gegen Gesellschafter enthalten. Diese resultieren aus der Verlustübernahme der Muttergesellschaft ECOBAT Resources Germany GmbH i. H. v. TEUR 3.121 sowie aus Umsatzsteuer i. H. v. TEUR 52. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind außerdem solche aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 3.406 (Vj. TEUR 4.863) enthalten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Neben den Verpflichtungen aus Pensionszusagen besteht für die Altersversorgung eine selbständige Unterstützungskasse. Hier besteht ein Fehlbetrag am Vermögen in Höhe von TEUR 984 (Vj. TEUR 1.063). Entsprechend Artikel 28 EGHGB hat die Gesellschaft von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, für mittelbare Verpflichtungen keine Rückstellung zu bilden.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre (1,82 % p. a.) und dem Ansatz der Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 % p. a.) beträgt TEUR 45 (Vj. TEUR 206).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für die Rückstellung im Zusammenhang mit der Abdeckung und Nachsorge einer alten Schlackendeponie auf dem Gelände der ERB in Höhe von TEUR 4.604 (Vj. TEUR 4.550), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 340; Vj TEUR 739), Jubiläumsverpflichtungen (TEUR 199; Vj TEUR 205), Gratifikationen (TEUR 157; Vj. TEUR 161) und Rückstellungen für Altersteilzeit (TEUR 263; Vj. TEUR 153).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Diese Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 21.724 (Vj. TEUR 26.707) und beinhalten Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool in Höhe von TEUR 4.899 (Vj. TEUR 11.245) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.211 (Vj. TEUR 196). Die Verbindlichkeiten beinhalten außerdem solche gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 14.614 (Vj. TEUR 15.266) und resultieren mit TEUR 14.500 (Vj. TEUR 14.500) aus einem Darlehen sowie mit TEUR 114 (Vj. TEUR 766) aus der Zinsberechnung für das Darlehen und Weiterbelastungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR TEUR
- nach Sparten
Bleibereich 64.251 64.002
Polypropylen-Compounds und -Mahlgut 56.208 53.977
Umarbeitungsaufträge und sonstige 358 858
120.817 118.837
- nach Regionen
Inland 94.530 91.869
EU-Länder 19.323 17.945
Nicht-EU-Länder 6.964 9.023
120.817 118.837

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge i. H. v. TEUR 471 (Vj. TEUR 4.704) enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge (TEUR 338), Erträge aus dem Anlagenabgang (TEUR 49) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 40).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 43.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftung für Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen

Die Gesellschaft ist durch Unterzeichnung des Beitrittsvertrages (Accession Agreement) mit Datum vom 25. Juni 2013 dem Cash-Pool-Agreement zwischen der Konzerngesellschaft Eco-Bat Technologies Ltd., Matlock, England, und der Bank Mendes Gans N.V., Amsterdam, Niederlande, beigetreten. Zum 30. März 2016 wurde das Cash-Pool-Agreement von Ecobat Technologies Ltd. auf Ecobat BV, Rotterdam / Niederlande, als Cash-Pool-Führerin umstrukturiert. Die Gesellschaft partizipiert an dem Cash-Pool-Agreement zwischen den genannten Parteien. Als Sicherheit für die Zahlung von Cash-Pool-Verbindlichkeiten (Secured Liabilities) hat die Gesellschaft ihre gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüche gegen die Bank verpfändet.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Verpfändung der Ansprüche gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden in das Cash-Pooling einbezogenen Unternehmen als gering eingeschätzt.

Darlehensvertrag

Zwischen der Eco-Bat Technologies Group und einem internationalen Bankenkonsortium wurde ein Kreditrahmenvertrag geschlossen, mit dem der Eco-Bat Technologies Group ein Kreditrahmen in Höhe von TUSD 200.000 eingeräumt wird.

Als Sicherheit dienen die Vorräte (Raumsicherungsübereignungsvertrag), alle diskontierbaren Kundenforderungen (Globalzession) und Bankguthaben der Gesellschaft. Im Fall der Inanspruchnahme kann die Gesellschaft auf die finanzielle Unterstützung im Rahmen der Patronatsvereinbarung zurückgreifen. Zum 31. Dezember 2023 sowie im Vorjahr waren aus dieser Vereinbarung keine Mittel in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme durch eine Schwestergesellschaft betrug zum 31. Dezember 2023 unverändert zum Vorjahr TEUR 12.000.

Es besteht kein Risiko einer Inanspruchnahme, da zwischenzeitlich eine vollständige Tilgung erfolgt ist.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 3.832. Diese Miet- und Leasingverträge, im Wesentlichen für ein Außenlager, Maschinen, Kfz und Betriebs- und Geschäftsausstattung, enden zwischen 2024 und 2030 und dienen dem operativen Geschäft der Gesellschaft.

Vorteile ergeben sich insbesondere aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben und verbesserter Liquidität. Mögliche Risiken ergeben sich aus den eingeschränkten Kündigungsrechten.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern sind bestellt:

Herr Dr.-Ing. Martin Fischer, Freiberg

Geschäftsführer ECOBAT Resources Freiberg und ECOBAT Resources Braubach.

Herr Erich Esser, Linz am Rhein

Geschäftsführer ECOBAT Resources Braubach und ECOBAT Resources Germany

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 73 72
Angestellte 25 25
98 97
Auszubildende 2 3
100 100

Konzernverhältnisse

Die ECOBAT Resources Braubach GmbH, Braubach, gehört als Tochterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 2 HGB zum Konzern der Ecobat LLC, Dallas (Texas, USA), die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Die Gesellschaft ist mit einem Anteil von 100 % an der Blei- und Silberhütte Braubach GmbH, Braubach, beteiligt. Das Eigenkapital sowie das Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 betrugen Null Euro.

Für die Aufstellung eines Konzernabschlusses hat die Gesellschaft gemäß § 296 Abs. 2 HGB auf die Einbeziehung ihrer einzigen Tochtergesellschaft verzichtet. Die Tochtergesellschaft ist für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 109 und betrifft ausschließlich Leistungen für die Abschlussprüfung.

Nachtragsbericht

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Berichtes sind keine Ereignisse nach dem Abschlussstichtag, die Einfluss auf den Jahresabschluss hätten, eingetreten.

 

Braubach, den 28. Mai 2025

ECOBAT Resources Braubach GmbH

Dr.-Ing. Martin Fischer, Geschäftsführer

Erich Esser, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 573.122,91 0,00 0,00 0,00 573.122,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.433.359,02 0,00 158.104,65 0,00 18.591.463,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.985.246,16 273.697,95 1.097.029,17 316.893,24 24.039.080,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.050.003,19 135.455,73 141.595,53 940.545,87 14.386.508,58
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 853.501,38 1.043.158,45 -1.396.729,35 0,00 499.930,48
57.322.109,75 1.452.312,13 0,00 1.257.439,11 57.516.982,77
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,51 0,00 0,00 0,00 0,51
57.895.233,17 1.452.312,13 0,00 1.257.439,11 58.090.106,19
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 550.130,91 5.822,00 0,00 555.952,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.755.671,49 360.657,65 0,00 13.116.329,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.736.008,16 828.218,12 316.893,24 19.247.333,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.854.704,19 438.692,26 927.419,87 13.365.976,58
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
45.346.383,84 1.627.568,03 1.244.313,11 45.729.638,76
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
45.896.514,75 1.633.390,03 1.244.313,11 46.285.591,67
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 17.170,00 22.992,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.475.134,53 5.677.687,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.791.747,00 4.249.238,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.020.532,00 1.195.299,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 499.930,48 853.501,38
11.787.344,01 11.975.725,91
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,51 0,51
11.804.514,52 11.998.718,42

Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die ECOBAT Resources Braubach GmbH (im Folgenden kurz: "ERB" oder "Gesellschaft"), Braubach, betätigt sich auf dem Gebiet des Recyclings von Bleischrotten - insbesondere Blei-/Säure-Starterbatterien - und betreibt hierzu eine Akkuschrott-Aufbereitungsanlage. In dem nachgelagerten Hüttenbetrieb mit Kurztrommelöfen werden insbesondere bleihaltige Produktionsrückstände der Starterbatterieindustrie verarbeitet. Die Vorstoffversorgung der Hütte mit Rohstoffen für die Metallerzeugung erfolgt über den Schrottmarkt (Altbatterien, Altblei, Plattenschrott) sowie direkt von Batterieherstellern (Produktionsrückstände und -rückläufer). Der Einkauf dieser Materialien wird, ebenso wie der Verkauf von Fertigmetallen im Namen und für Rechnung der ERB von der zentralen Einkaufs- (ZEK) bzw. der zentralen Verkaufsabteilung (ZVK) der Muttergesellschaft ECOBAT Resources Germany GmbH (ERG), Braubach, wahrgenommen.

Als zweite Produktionslinie wird das Recycling von PP-Materialien zur Herstellung von hochwertigen Polypropylen-Compounds (SECULENE®) aus sekundären Vorstoffen betrieben. Die Weiterverarbeitung, der bei der Aufarbeitung von Altbatterien anfallenden Polypropylen-Schredderfraktion aus den Batteriegehäusen, bildet einen Teilstrom der Rohstoffversorgung für das PP-Recycling. Zudem werden Polypropylen-Chips anderer mit gleicher Technologie betriebener Sekundärbleihütten und Produktionsabfällen der Batteriegehäusehersteller angekauft sowie Mahlgut auf PP- und PP/EPDM-Basis auf dem freien Markt zugekauft. Die Kunden für die Polypropylen-Compounds sind zum größten Teil Spritzgussbetriebe, die Polypropylen-Teile für die Automobilindustrie herstellen.

Die ECOBAT Resources Braubach GmbH ist organisatorisch in die Gruppe der ECOBAT Resources Germany GmbH (ERG) eingegliedert. Dabei übernimmt die ERG die Holdingfunktion. Es besteht eine umsatz-, gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft mit der ERG.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft 1

1 Statistics | Eurostat (europa.eu) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/250161/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-bip-in-den-eu-laendern/

Nach Angaben von Eurostat ist das BIP (Bruttoinlandsprodukt) der Europäischen Union bis Ende 2023 ggü. 2022 um 0,4 % gestiegen, was auf hohe Lebenshaltungskosten, eine schwache Auslandsnachfrage und eine Straffung der Geldpolitik zurückzuführen ist. Die hohen Zinsen trugen dazu bei, dass der Verbraucherpreisindex in 2023 auf 2,9 % sank und damit über dem Ziel von 2,0 % für alle Europäer lag.

2.2. Blei 2

2

Im Jahr 2023 erwies sich die Weltwirtschaft als widerstandsfähiger als ursprünglich erwartet, insbesondere in den USA und den großen Schwellenländern, trotz einer weit verbreiteten Straffung der Zinspolitik durch die großen Zentralbanken. China erfüllte zwar die von der Regierung gesetzten Ziele für das Wirtschaftswachstum, sah sich aber mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, insbesondere im Wohnungsbau.

Insgesamt kam es 2023 zu einer Korrektur der Metallpreise, nachdem sie 2021 und in der ersten Jahreshälfte 2022 auf einem hohen Niveau gelegen hatten, was auf den Nachholbedarf infolge der Covid-Pandemie zurückzuführen war. Der London Metal Exchange Index (LMEX) schloss das Jahr 5,6 % niedriger als am letzten Arbeitstag des Jahres 2022.

Die 3-Monats-Notierung für Blei an der London Metal Exchange (LME) lag am 3. Januar 2023 bei 2.280 US$/t. Bis zum 17. November 2023 war sie auf 2.294 US$/t gestiegen, bevor sie das Jahr mit 2.068,50 US$/t beendete. Der Bleimarkt zeigte sich widerstandsfähig und wies eine geringere Volatilität auf als der breitere NE-Metallkomplex.

Das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei Blei war zu Beginn des Jahres, insbesondere in Europa, angespannt. Aufgrund der gestiegenen Produktion bestimmter Hütten in Europa und der nachlassenden Nachfrage in den großen Volkswirtschaften in der zweiten Jahreshälfte wiesen das globale Bleiangebot und die globale Bleinachfrage nach Angaben des ILZSG im Jahr 2023 jedoch einen Angebotsüberschuss von 92 000 Tonnen auf. Dieser Überschuss wurde in erster Linie von China verursacht.

Im europäischen OEM-Sektor stiegen die Verkäufe 2023 im Vergleich zu 2022 um 13,9 %, trotz einer Verlangsamung im letzten Teil des Jahres. Elektrofahrzeuge gewannen auf dem Markt weiter an Bedeutung, wobei der Absatz von batterieelektrischen Fahrzeugen um 37 % und von Hybrid-Elektrofahrzeugen um 29,5 % zunahm, während der Absatz von Plug-in-Hybridfahrzeugen im Vergleich zu 2022 um 7 % zurückging 3.

3 New car registrations: +13.9 % in 2023; battery electric 14.6 % market share - ACEA - European Automobile Manufacturers' Association

2.3. Polypropylen

Nach den beiden sehr anspruchsvollen Jahren 2021 und 2022 mit einer Corona-Pandemie und dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, kam 2023 wieder etwas Entspannung in die Automobilindustrie inklusive ihrer Zulieferer. Auch die über Jahre anhaltende Knappheit von Halbleitern, konnte gerade gegen Ende des Jahres etwas entspannt werden.

Weiterhin ist Polypropylen der häufigste eingesetzte Kunststoff, in der Spitze sogar von ca. 32 % aufgrund seiner herausstellenden Eigenschaften für Schlag-, Hitze- und Feuchtigkeitsbeständigkeit. Dieser Einsatz ist außerdem unabhängig von der Motorenbauart, auch in modernen batterieangetrieben Fahrzeugen umsetzbar. 4

4 Fortune business insights - Bericht ID: FBI101583

Unterstützt wird die Transformation in der Automobilindustrie zur Klimaneutralität mit einer angekündigten, neuen Altautoverordnung ab dem Jahr 2030 mit einer prozentualen Verwendung von Recyclingmaterial: 25 % des Kunststoffs, der für den Bau eines neuen Fahrzeugs verwendet wird, muss aus dem Recycling stammen, davon müssen 25 % aus Altfahrzeugen recycelt werden. 5

5 Press Release European Commission, 13 July 2023

Der Propylen Kontrakt Durchschnittspreis (C3) entwickelte sich weit weniger dynamisch als in den Vorjahren. Die im Januar bis April 2023 erkannte Steigerung um ca. 8 % auf 1.180 EUR/t, reduzierte sich Mitte des Jahres auf 1.000 EUR/t. Beendet wurde das Jahr 2023 dann wieder nahezu mit dem Startpreis von 1.050 EUR/t. 6

6 Chart-Generator - Kunststoff Information (kiweb.de)

Tabelle: Polymerpreise 2023

3. Geschäftsverlauf und Lage

Die Versorgung mit Altbatterien im Jahr 2023 war auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Die Zugangsmengen im Berichtszeitraum lagen mit 53.533 t leicht über dem Vorjahresbezug (52.473 t). Der Zugang von Altblei und Plattenschrott (2.335 t / Vj. 5.157 t) sowie von Bleiaschen und Rückständen (1.882 t / Vj. 4.627 t) erfolgte margen- und produktionsgesteuert.

Die aus der Altbatteriezerlegung resultierende Akkumulatorenpaste wurde auf dem freien Markt bzw. an andere Schwestergesellschaften veräußert. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr lediglich 13.175 t (Vj 9.155 t) verkauft. Eine Menge von 18.208 t (Vj. 14.416 t) wurde in unseren eigenen Kurztrommelöfen zu Rohblei verarbeitet.

Im Jahr 2023 wurden 23.198 t Polypropylen-Compounds (SECULENE®) erzeugt (Vj. 27.406 t) und insgesamt 24.053 t (Vj. 27.058 t) an die Automobilzulieferindustrie (Spritzgussbetriebe) ausgeliefert.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Es werden fortlaufend Auditierungen bzw. Zertifizierungen vorgenommen, die entsprechende Qualitätsstandards sichern sollen. Im Jahr 2023 bestanden folgende:

Qualitätsmanagement nach ISO 9001,

Umweltschutzmanagement nach ISO 14001,

Energiemanagement ISO 50001,

Entsorgungsfachbetrieb nach EfbV,

Gestaltung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes nach ISO 45001.

Die innerbetriebliche und behördliche Überwachung der Emissions- und Schwebstaubgrenzwerte sowie die weiteren Bemühungen zur Optimierung der umweltrelevanten Aktivitäten ergaben, dass den gesetzlichen Vorgaben entsprochen und auf dem bereits erreichten niedrigen Niveau weiter stabilisiert wurden.

Wie in den zurückliegenden Jahren wurden auch im Geschäftsjahr 2023 große Anstrengungen zu einer weiteren Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und der Arbeitssicherheit unternommen. Das Resultat daraus ist ein weitgehend unfallfreier Betrieb.

Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Gewinnabführung dar.

Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem negativen Ergebnis vor Verlustübernahme von 3,1 Mio. EUR abgeschlossen (Vj. positiv 0,8 Mio. EUR) und lag damit unter der Prognose von 1,8 Mio. EUR. Die Ergebnisverschlechterung im Vorjahresvergleich resultiert zum einen Teil aus einem geringeren Börsenpreis für Blei sowie geringeren Verkäufen von Rohblei- und Akkumulatorenpaste. Im Kunststoffbereich hat die schwache Nachfrage vom Automobilmarkt die Verkaufsmengen und damit Margen reduziert. Die Kostensituation konnte mengenmäßig reduziert werden, hat aber die weggefallenen Margen nicht auffangen können.

Die Gesamt-Umsatzerlöse stiegen von 118,8 Mio. EUR in 2022 auf 120,8 Mio. EUR in 2023 an. Der Wert aus dem Forecast von 125 Mio. EUR wurde allerdings nicht erreicht.

Der Rohstoffaufwand lag mit 86,3 Mio. EUR unter der Vorjahresgröße von 97,1 Mio. EUR im Jahr 2022. Die Aufwendungen reduzierten sich damit deutlich gegenüber dem Vorjahr. Die betrieblichen Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe, Energie, Personal, Instandhaltung, Entsorgung und anderer betrieblicher Aufwand lagen in Summe mit 32,7 Mio. EUR um 3,4 Mio. EUR über dem Gesamtvorjahreswert. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Preiserhöhungen im Energiebereich sowie Kostensteigerungen im Instandhaltungs- und Entsorgungsbereich zurückzuführen.

Die Lieferfähigkeit in den Bereichen Fertigblei (Walzbrammen) und Polypropylen-Compounds (Seculene®) war jederzeit zufriedenstellend.

Bei Bedarf können Finanzmittel innerhalb des Konzernes kurzfristig zur Verfügung gestellt werden. Aus der Cash Pool Vereinbarung sind am Stichtag 4,9 Mio. EUR (Vj. 11,2 Mio. EUR) in Anspruch genommen. Darüber hinaus besteht für die Gesellschaft die Möglichkeit weiterer Finanzmittelbeschaffung im Rahmen einer konzernweiten Finanzierung (Asset-Based Lending Facility). Als Sicherheit dienen die Vorräte, alle diskontierbaren Kundenforderungen und Bankguthaben der ERB. Per 31. Dezember 2023 waren von der Gesellschaft aus dieser Vereinbarung keine Geldmittel (Vj. 0,0 Mio. EUR) in Anspruch genommen.

Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr für die Gesellschaft negativ. Das positive Jahresergebnis im Kunststoffbereich in Höhe von 1,9 Mio. EUR (Vj. +2,7 Mio. EUR) konnte das negative Jahresergebnis des Blei-Bereiches in Höhe von -4,8 Mio. EUR (Vj. -1,9 Mio. EUR) nicht kompensieren und führte auf Gesamtbetriebssicht zu einem negativen Jahresergebnis in Höhe von -3,1 Mio. EUR (Vj. 0,8 Mio. EUR). Gegenüber den Budgetzahlen konnten die Erwartungen im diesem schwierigen Geschäftsumfeld auf der Ebene der Gesellschaft nicht erfüllt werden (Budget 1,8 Mio. EUR, davon Kunststoff-Bereich +4,0 Mio. EUR, davon Blei-Bereich -2,2 Mio. EUR), was insbesondere an den fehlenden, mengengetriebenen Einkaufs- und Verkaufsmargen liegt. Im Jahr 2023 gab es keine positiven Effekte aus Verkäufen von Strom und Gas aus Intercompany-Geschäften (Vj. 4,7 Mio. EUR)

Die Vorräte haben sich deutlich von 18,0 Mio. EUR auf 11,9 Mio. EUR reduziert. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Dritte) wurde zum Berichtszeitpunkt mit 6,1 Mio. EUR (Vj. 4,8 Mio. EUR), der Bestand an Forderungen gegen Konzerngesellschaften mit 6,6 Mio. EUR (Vj. 9,4 Mio. EUR) bilanziert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Dritte) sind per 31. Dezember 2023 mit 4,0 Mio. EUR bilanziert und damit um 3,0 Mio. EUR niedriger gegenüber dem Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf -21,7 Mio. EUR (Vj. -26,7 Mio. EUR). Die hierin enthaltenen, kurzfristigen konzerninternen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft ERG betrugen zum Bilanzstichtag unverändert 14,5 Mio. EUR (Vj. 14,5 Mio. EUR).

Im Jahr 2023 wurden insgesamt Investitionen in Höhe von EUR 1,5 Mio. getätigt. Die Investitionen standen hauptsächlich mit Erhaltungsmaßnahmen in Verbindung. Die Cashpool-Verbindlichkeit konnte aufgrund der Reduzierung der Bestände deutlich auf EUR -4,9 Mio. reduziert werden (Vj. EUR -11,2 Mio.). Der operative Cashflow der Gesellschaft verbesserte sich mit EUR 7,3 Mio. deutlich gegenüber dem Vorjahr (EUR -9,3 Mio.). Die Verbesserung kommt zum einen aus der Reduzierung des Working Capital (siehe oben Reduzierung Vorratsbestände) als auch von einer Zahlung aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von der Muttergesellschaft.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Gesamtaussage

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft blieb insgesamt hinter den gesteckten Budgetzielen in einem gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfeld.

4. Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung wurde die Unterstützung des CBI - Consortium for Battery Innovation durch den Konzern weltweit fortgesetzt, um die Marktpräsenz der modernen Blei-Säurebatterie als Geräte-, Fahrzeug- und Industriebatterie weiter zu stützen.

CBI begleitet des Weiteren eine Reihe von weltweiten praktischen Anwendungen von Bleisäure Batterien aus aktuellen und früheren Forschungs- und Entwicklungsprojekten, wie beispielsweise in der Speicherung von Solar- und Windenergie, der Zwischenspeicherung, der unabhängigen Energieversorgung in Haushalten, Telekommunikation, Backup Systemen und Stromspeicherung für Schnell-Ladestationen von Hybrid- und elektrischen Fahrzeugen. CBI arbeitet mit Batterie- und Automobilherstellern und wissenschaftlichen Instituten zusammen und organisiert weltweit Workshops.

5. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Als Tochtergesellschaft einer international tätigen Gruppe, sind wir in das konzerneinheitliche Risikomanagement mit seinen Kontrollinstrumenten eingebunden.

Risiken der zukünftigen Entwicklung für unsere Gesellschaft bestehen in der Abhängigkeit des Geschäftes und der Ergebnisse von der Entwicklung des Marktpreises für Blei, einer fehlenden Verfügbarkeit ausreichender Mengen an Altbatterien und einer Erhöhung der Einstandspreise für Altbatterien. Größere Schwankungen der LME-Notierung für Blei führen zu spürbaren Ergebnisauswirkungen. Diese Preisrisiken werden gruppenweit umfänglich mit entsprechenden Warentermingeschäften für die Bestände und vorliegende Aufträge abgesichert. Die Sicherungsgeschäfte werden zentral durchgeführt und überwacht.

Weitere Risiken sehen wir in konjunkturellen Entwicklungen, die sich im Besonderen in der Automobilbranche und damit bei unseren Kunden für das Polypropylen niederschlagen. Auch eine negative Beeinflussung der Preisgestaltung für Propylen-Produkte durch die Entwicklung des Rohölpreises und damit auf die Öl-Derivatprodukte ist nicht auszuschließen.

Die Energiewende hin zu einer vollständigen Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien wird kurz-, mittel- und langfristig Auswirkungen auf die Energieversorgung und -preise besitzen. Für die energiekostenintensive Produktion der Gesellschaft bestehen bereits Versorgungsverträge, die das Risiko unvorhergesehener Kostensteigerungen deutlich reduzieren.

Vor dem Hintergrund der Auswirkungen des im Februar 2022 begonnenen Russland-Ukraine-Krieges sehen wir ebenfalls Risiken in der konjunkturellen Entwicklung und entsprechenden Produktionsanpassungen unserer Kunden. Als kurzfristige unternehmerische Maßnahme können stabilisierende Entscheidungen notwendig sein (z. B. Produktionseinschränkung oder Kosteneinsparprogramme). Auch das Instrument der Kurzarbeit kann punktuell und situationsbezogen eingesetzt werden.

Die Gesellschaft verfügt mit ihren Kunden über einen solventen Kundenstamm, Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Zur Minimierung von Ausfallrisiken hat die Gesellschaft ein der Kundenstruktur angepasstes Debitorenmanagement implementiert. Des Weiteren besteht die Chance, durch einen prognostizierten Mengenanstieg in neu erschlossene Geschäftsfelder im Bereich Compounding weitere Umsätze zu generieren.

Die Gesellschaft wird überwiegend durch Unternehmen der ECOBAT-Gruppe finanziert. Die Muttergesellschaft ERG stellt ein Darlehen in Höhe von 14,5 Mio. EUR zur Verfügung. Zudem kann zur Finanzierung auf einen Cash-Pool zurückgegriffen werden. Zudem wurden weitere Finanzierungen für die ECOBAT-Gruppe arrangiert (Asset-Based Lending Facility).

Basierend auf der erstellten Liquiditätsplanung wird im Prognosezeitraum von 12 Monaten aufgrund von Planungsunsicherheiten verursacht durch Absatzmengen- und Preisschwankungen sowie Zahlungsmittelabflüsse im Zusammenhang mit geplanten Investitionen von negativen Cash-Flows ausgegangen, welche nicht durch die vorhandenen liquiden Mittel gedeckt werden können. Die Liquidität wird wie in den Vorjahren durch eine kurzfristig kündbare Cash Pool Vereinbarung mit einem verbundenen Unternehmen und im Rahmen eines kurzfristigen Darlehens der Muttergesellschaft zur Verfügung gestellt. Die Gesellschaft ist damit nicht in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen vollständig selbst zu erfüllen und ist daher bis zum Erzielen nachhaltiger positiver Cash-Flows weiterhin auf die konzerninterne finanzielle Unterstützung angewiesen.

Aus diesem Grund hat die Ecobat Holdings Inc., Dallas, Texas, USA, eine Patronatsvereinbarung ("Declaration of financial Support") abgeschlossen, wonach sich diese verpflichtet, die ECOBAT Resources Braubach GmbH mit den zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten notwendigen finanziellen Mitteln auszustatten. Die betraglich unbegrenzte Patronatsvereinbarung hat eine Laufzeit von 12 Monaten ab dem Datum des Bestätigungsvermerks zum Jahresabschluss und zum Lagebericht und kann danach ordentlich gekündigt werden. Außerdem wird die Patronatsvereinbarung automatisch beendet im Falle eines Kontrollwechsels oder eines Verkaufs aller oder im Wesentlichen aller Vermögenswerte der Gesellschaft oder des Patrons, vorausgesetzt, dass im Falle einer solchen Transaktion der Patron nicht länger als direkter oder indirekter Anteilseigner über 50 % der Anteile an der Gesellschaft hält, sowie im Fall einer Liquidation der Gesellschaft oder des Patrons. In vorgenannten Fällen setzt die automatische Beendigung voraus, dass der Gesellschaft Liquidität in gleichartiger Weise zur Verfügung gestellt wird. Daher ist die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft von der finanziellen Unterstützung der Ecobat Holdings Inc., Dallas, Texas, USA, im Rahmen der genannten Patronatsvereinbarung abhängig. Die finanzielle Abhängigkeit von der konzerninternen Finanzierung stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dar.

6. Ausblick

In der ECOBAT-Gruppe wird sowohl eine 3-Jahresplanung als auch eine monatliche Forecast-Planung auf Basis der Ist-Ergebnisse des bisherigen Geschäftsjahres plus 12 Monate praktiziert.

Auf Basis des erstellten Jahresabschlusses ergibt sich für das Geschäftsjahr 2024 ein vorläufiger Umsatz in Höhe von EUR 103 Mio. sowie ein vorläufiges Ergebnis vor Verlustübernahme von EUR -2,4 Mio., das damit leicht über dem Vorjahr liegt. Die Ursache für diese Verbesserung liegt im geringeren Rohstoffaufwand durch verbesserte Einkaufspreise sowie einem positiven Effekt aus der Bestandsveränderung.

Für das Geschäftsjahr 2025 werden verglichen mit 2024 rund 1.800 t mehr Produktions- und Absatzmengen im Bleibereich erwartet, wohingegen im Kunststoffbereich ein Anstieg der Produktions- auf 24.500 t sowie der Absatzmenge auf 43.000 t erwartet wird. Insgesamt wird trotz Mengensteigerung mit einem deutlich negativen Ergebniseffekt gerechnet, der auf die Margensituation im Bleibereich zurückzuführen ist. Der Umsatz wird in 2025 auf EUR 117,8 Mio. prognostiziert.

Für 2024 erfolgten keine Veränderungen hinsichtlich der angewendeten Technologie im Bleibereich. Die gesamte Bullion-Produktion wurde wie in 2023 an die Schwestergesellschaft ECOBAT Resources Freiberg GmbH verkauft.

Im Bereich der Compoundierung blicken wir verglichen mit 2023 auf eine geringere Produktions- und Absatzmenge in Höhe von 21.300 t zurück.

In 2024 sind Ersatzinvestitionen in Höhe von insgesamt EUR 1,8 Mio. durchgeführt worden. Für das Jahr 2025 wird mit Ersatzinvestitionen u.a. in die Anlagentechnik der Akkuschrottaufbereitungsanlage sowie der Compoundierung gerechnet, sodass insgesamt mit einer Investitionssumme von EUR 4,4 Mio. geplant wird.

 

Braubach, den 28. Mai 2025

ECOBAT Resources Braubach GmbH

Dr.-Ing. Martin Fischer, Geschäftsführer

Erich Esser, Geschäftsführer

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