Rhegio Dienstleistungen GmbH
Selbe AdresseErbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Frenk seit 22.1.2024 | Geschäftsführer |
Marcel Radmacher seit 22.1.2024 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stadtwerke Rhede GmbHRhedeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.20192. Wiedergabe des BestätigungsvermerksNach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir der Stadtwerke Rhede GmbH, Rhede, für den als Anlagen 1 bis 3 beigefügten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 sowie den in Anlage 4 wiedergegebenen Lagebericht folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Stadtwerke Rhede GmbH VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTSPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Rhede GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Rhede GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENVermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGPrüfungsurteileWir haben die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung", "Gasverteilung" und "grundzuständiger Messstellenbetrieb - GMSB" - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 einschließlich der Angaben zu den Regeln, nach denen die Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens sowie die Aufwendungen und Erträge den gemäß § 6b Abs. 3 Satz 1 bis 4 EnWG geführten Konten zugeordnet worden sind - geprüft. Nach unserer Beurteilung
Grundlage der PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung nach § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG" sowie im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" weitergehend beschrieben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile hierzu zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWGDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG sowie für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie zur Einhaltung dieser Pflichten als notwendig erachtet haben. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWGUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt wurden sowie einen Vermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung umfasst die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde." 3. Grundsätzliche Feststellungen3.1. Wirtschaftliche GrundlagenDie Gesellschaft versorgt Endabnehmer (Kunden mit Jahresverbrauchsabrechnung und Sondervertragskunden) mit Strom, Gas, Wasser, Wärme und Telekommunikationsangeboten. Zu diesem Zweck hat sie Anlagen errichtet und betreibt diese. Darüber hinaus betreibt die SWR ein Hallen- und Freibad, erbringt Sicherheitsleistungen und betreibt die öffentliche Straßenbeleuchtung. 3.2. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der GeschäftsführungDie Geschäftsführung beurteilt die Lage des Unternehmens in zusammengefasster Form wie folgt. 1. Der Jahresüberschuss beträgt 991 TEUR und ist im Vergleich zum Vorjahr um 552 TEUR gestiegen. 2. Das Investitionsvolumen liegt deutlich über Vorjahresniveau 3. Die EigenkapitaIquote beträgt 24,1 %. 4. Der geplante Jahresüberschuss für 2020 soll um 241 TEUR (24,3 %) auf geplante 750 TEUR sinken. Dazu nehmen wir wie folgt Stellung: Zu 1.Der Jahresüberschuss 2019 erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 552 TEUR auf 991 TEUR. Diese Veränderung ergibt sich aus mehreren Effekten. Während sich die Umsatzerlöse, infolge der deutlich gestiegenen Netzentgelte im Stromnetz, um 2.308 TEUR erhöhten, stiegen die Materialaufwendungen mit 295 TEUR nur unterproportional an. Weiterhin stiegen die Personalaufwendungen aufgrund von Gehaltsentwicklungen sowie Einstellungen um 243 TEUR. Ein weiterer gegenläufiger Effekt liegt in den um 877 TEUR gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen begründet. Diese erhöhten sich insbesondere aufgrund von in der Vergangenheit aktivierten und in 2019 ausgebuchten Planungskosten für Konzessionsverfahren sowie gestiegenen Beraterkosten für das Zukunftsfeld Glasfaser. Das insgesamt um 981 TEUR gestiegene Ergebnis vor Steuern führte zu einem Anstieg der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 429 TEUR. Im Ergebnis all dieser Effekte ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 991 TEUR. Der Geschäftsführer schlägt vor, den erwirtschafteten Jahresüberschuss in voller Höhe in die Gewinnrücklagen einzustellen. Zu 2.Die Investitionen beliefen sich mit 7.018 TEUR um 2.327 TEUR über Vorjahresniveau. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch weitere Investitionen in die Netzinfrastruktur der Strom- und Gasnetze sowie den Aufbau der Glasfaserinfrastruktur in Rhede und der Gemeinde Reken begründet. Letztere wird durch öffentliche Mittel gefördert, welche in Höhe von 2.282 TEUR vereinnahmt und in den erhalten Anzahlungen gebucht worden sind. Zu 3.Trotz eines weiteren Anstiegs der Bilanzsumme, bedingt durch Investitionen auf der Aktivseite und durch den Anstieg der erhaltenen Anzahlungen auf der Passivseite, konnte die EigenkapitaIquote mit 24,1 % auf Vorjahresniveau (24,0 %) gehalten werden. Das Vorjahresergebnis ist in voller Höhe (439 TEUR) in die Gewinnrücklagen eingestellt worden. Zu 4.Im Lagebericht führt die Geschäftsführung aus, dass für das Geschäftsjahr 2020 ein um 241 TEUR niedrigerer Jahresüberschuss zu erwarten ist. Es wird erwartet, dass die Materialaufwendungen im Vergleich zu den Umsatzerlösen überproportional ansteigen werden. Der Einschätzung der Geschäftsführung zur zukünftigen Entwicklung des Unternehmens mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Die Geschäftsführung sieht keine Gefährdung des Fortbestands und der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens. Auf die Ausführungen im Lagebericht (Anlage 4) wird verwiesen. Auf der Grundlage der von uns geprüften Unterlagen sowie der von uns im Rahmen der Abschlussprüfung durchgeführten Analysen ergeben sich aus unserer Sicht keine Einwendungen gegen die Einschätzung der Geschäftsführung zur Lage, zum Fortbestand und zu der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens. 4. Prüfungsdurchführung4.1. Gegenstand der PrüfungGemäß § 317 HGB sind die Buchführung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019, der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019, der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 (Rechnungslegung) sowie die Einhaltung der nach § 6b Abs. 3 EnWG bestehenden Pflichten der Geschäftsführung in Bezug auf die Rechnungslegung Gegenstand der Abschlussprüfung. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind nach den deutschen gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt worden. Der Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG liegt der IDW Prüfungsstandard "Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz" (IDW PS 610) zugrunde. Bei unserer Prüfung haben wir auftragsgemäß die Vorschriften des § 53 Abs. 1 Nr. 1 und 2 HGrG und den hierzu vom IDW nach Abstimmung mit dem Bundesministerium der Finanzen, dem Bundesrechnungshof und den Landesrechnungshöfen veröffentlichten IDW Prüfungsstandard "Berichterstattung über die Erweiterung der Abschlussprüfung nach § 53 HGrG" (IDW PS 720) berücksichtigt. Die Prüfung ist unter Beachtung der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften, insbesondere der §§ 316 ff. HGB, und der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung erfolgt. Die Prüfungshandlungen sind, soweit sie nicht im Prüfungsbericht dargestellt sind, in unseren Arbeitspapieren nach Art, Umfang und Ergebnis festgehalten. Die Prüfung hat sich gemäß § 317 Abs. 4a HGB nicht darauf erstreckt, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens zugesichert werden kann. 4.2. Art und Umfang der PrüfungWährend der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus dem unter Abschnitt 2. wiedergegebenen Bestätigungsvermerk. Prüfungsschwerpunkte sind für das Berichtsjahr die folgenden Prüffelder gewesen:
Die Gesellschaft führt die Bestandsaufnahme des Vorratsvermögens im Wege der Stichtagsinventur durch. An der Inventur haben wir nicht beobachtend teilgenommen, weil das Vorratsvermögen der Stadtwerke Rhede GmbH wertmäßig von untergeordneter Bedeutung ist. Wir haben uns stattdessen alternativ durch eine nachträgliche Würdigung der Inventurplanung und -Überwachung von der Einhaltung der Grundsätze ordnungsmäßiger Inventurdurchführung überzeugt. Darüber hinaus haben wir geprüft, ob die Bestandsbuchführung die Voraussetzungen für das betreffende Inventurverfahren erfüllt. Die Gesellschaft hat wesentliche Teile ihrer Buchführung, nämlich die Personalbuchhaltung, auf die Gesellschafterin Stadt Rhede ausgelagert. Zur Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit der ausgelagerten Teile der Buchführung haben wir uns insbesondere auf die bei der Gesellschaft eingerichteten Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die Tätigkeiten der Stadt Rhede gestützt. Saldenbestätigungen für Kunden und Lieferanten sind in Stichproben auf den Abschlussstichtag nach der positiven Methode eingeholt worden. Weiterhin sind von sämtlichen Kreditinstituten, mit denen die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 in Geschäftsverbindung gestanden hat, Bestätigungen der zum Abschlussstichtag bestehenden Salden, Unterschriftsberechtigungen und Konditionen eingeholt worden. Für die Einschätzung der Risiken aus Rechtsstreitigkeiten sind Rechtsanwaltsbestätigungen eingeholt worden. Die Durchführung der Saldenbestätigungsaktionen ist unter unserer Kontrolle erfolgt. Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen haben wir folgende Prüfungsergebnisse und Untersuchungen Dritter verwertet:
Der Vorjahresabschluss zum 31. Dezember 2018, der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 sowie die Tätigkeitsabschlüsse nach § 6b Abs. 3 EnWG für das Geschäftsjahr 2018 sind ebenfalls von uns geprüft und unter dem 20. Mai 2019 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Zahlen zum 31. Dezember 2018 sind richtig auf das Geschäftsjahr 2019 vorgetragen worden. Die Geschäftsführung und die uns benannten Mitarbeiter haben die für unsere Prüfung notwendigen Aufklärungen und Nachweise (§ 320 HGB) vollständig und bereitwillig erbracht. Die berufsübliche Vollständigkeitserklärung ist eingeholt worden. 5. Prüfungsfeststellungen zur Rechnungslegung5.1. Buchführung und weitere geprüfte UnterlagenDie Buchführung und die weiteren geprüften Unterlagen entsprechen den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags der Gesellschaft. Die Buchführung hat während des gesamten Geschäftsjahres 2019 den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprochen; die speziellen Rechnungslegungspflichten gemäß § 6b Abs. 3 EnWG sind eingehalten worden. Die aus den weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen sind ordnungsmäßig in der Buchführung, dem Jahresabschluss und dem Lagebericht abgebildet. Die Finanzbuchführung einschließlich der Nebenbücher (insb. Anlagenbuchführung) wird über ein eigenes IT-System unter Einsatz der Software Microsoft Navision abgewickelt. Es sind von uns im Rahmen der Prüfung keine Feststellungen getroffen worden, die dagegen sprechen, dass die vom Unternehmen getroffenen organisatorischen und technischen Maßnahmen geeignet sind, die Sicherheit der rechnungslegungsrelevanten Daten und der hierfür eingesetzten IT-Systeme zu gewährleisten. 5.2. JahresabschlussIm Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sind in allen wesentlichen Belangen alle für die Rechnungslegung geltenden gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, alle größenabhängigen, rechtsformgebundenen oder wirtschaftszweigspezifischen Regelungen sowie die Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags der Gesellschaft beachtet worden. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind ordnungsmäßig aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet worden; die einschlägigen Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften sind in allen wesentlichen Belangen beachtet worden. Der Anhang ist klar und übersichtlich und enthält die erforderlichen Angaben. Die auf die Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und die sonstigen Pflichtangaben, insbesondere gemäß §§ 284 ff. HGB, sind vollständig und zutreffend in den Anhang aufgenommen. Die Gesellschaft hat die Aufstellungserleichterungen insoweit in Anspruch genommen, als auf die Angabe bestimmter Anhangangaben verzichtet worden ist. 5.3. LageberichtDer Lagebericht entspricht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften. 6. Gesamtaussage des JahresabschlussesDer Jahresabschluss der Stadtwerke Rhede GmbH zum 31. Dezember 2019 vermittelt insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 321 Abs. 2 Satz 3 HGB). Folgende Bewertungsgrundlagen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Stadtwerke Rhede GmbH: Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Vermögensgegenstände bewertet. Baukostenzuschüsse sowie Hausanschlusskostenbeiträge für die Erstellung und Verstärkung örtlicher Verteilungsanlagen und Hausanschlüsse werden seitdem 1. Januar 2003 als Sonderposten bilanziert und über die Nutzungsdauer des zugehörigen Anlagevermögens aufgelöst. Ertragszuschüsse, die vor dem 1. Januar 2003 vereinnahmt worden sind, werden jährlich mit 5 % ihres Ursprungsbetrags aufgelöst. Zu den weiteren allgemeinen Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Anhang der Gesellschaft (Anlage 3). Gegenüber dem Vorjahresabschluss zum 31. Dezember 2018 hat es keine Änderungen bei den Bewertungsgrundlagen mit wesentlichem Einfluss auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses, d. h. auf das vom Jahresabschluss vermittelte Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage, gegeben. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergibt sich mit hinreichender Klarheit aus dem Jahresabschluss (Anlagen 1 bis 3), da die Angaben entsprechend § 321 Abs. 2 Satz 5 HGB bereits im Anhang enthalten sind, und dem Lagebericht (Anlage 4). 7. Aufgliederung und Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertraglage7.1. MehrjahresübersichtNachfolgend sind Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und sonstige Kennzahlen für die letzten drei Geschäftsjahre dargestellt.
7.2. FinanzlageEinen Überblick über die Herkunft und Verwendung finanzieller Mittel gibt die folgende Kapitalflussrechnung, die die Zahlungsmittelflüsse nach der indirekten Methode darstellt und an die Grundsätze des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21) angelehnt ist:
Der Finanzmittelfonds beträgt zum 31. Dezember 2019:
Im Berichtsjahr ergab sich ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 5.569 TEUR. Dieser Zufluss setzt sich vor allem aus dem Jahresüberschuss (991 TEUR) und den Abschreibungen (3.120 TEUR) zusammen. Aus der übrigen laufenden Geschäftstätigkeit ergaben sich zudem Mittelabflüsse von 1.458 TEUR. Insgesamt konnten die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit von 5.767 TEUR und Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit von 872 TEUR nicht durch die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit gedeckt werden. Somit ergibt sich eine Abnahme des Finanzmittelfonds der SWR um 1.070 TEUR. 8. Feststellungen zu Erweiterungen des PrüfungsauftragsFeststellungen gemäß § 6b Abs. 5 EnWG zu den Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGNach § 6b Abs. 3 EnWG hat die Gesellschaft zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung ihre Tätigkeitsbereiche in der Rechnungslegung zu entflechten. Nach § 6b Abs. 5 EnWG haben wir geprüft, ob getrennte Konten vorhanden und Tätigkeitsabschlüsse aufgestellt worden sind, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und ob der Grundsatz der Stetigkeit beachtet worden ist. Wir haben unserer Prüfung den Prüfungsstandard IDW PS 610 ("Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz") zugrunde gelegt. Unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG hat zu keinen Einwendungen geführt. Die Tätigkeitsabschlüsse zum 31. Dezember 2019 sind als Anlage 5 beigefügt. Feststellungen gemäß § 53 HGrGUnser Prüfungsauftrag hat sich auch auf die Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse und der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung gemäß § 53 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 HGrG erstreckt. Die im Gesetz und in dem einschlägigen IDW Prüfungsstandard IDW PS 720 geforderten Angaben zur Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und der wirtschaftlichen Verhältnisse haben wir in der Anlage 6 zusammengestellt. Nach unserem Ermessen sind die Geschäfte mit der erforderlichen Sorgfalt und in Übereinstimmung mit den einschlägigen handelsrechtlichen Vorschriften, den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und der Geschäftsordnung für die Geschäftsführung geführt worden. Unsere Prüfung, die keine Gesamtbeurteilung über die Geschäftsführung darstellt, hat keine Anhaltspunkte ergeben, die nach unserer Auffassung Zweifel an der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung begründen könnten. Die Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse hat nach unserem Ermessen keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. 9. SchlussbemerkungDie Wiedergabe des Bestätigungsvermerks ist abweichend zum Vorjahr unter Abschnitt 2. erfolgt. Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2019 (Bilanzsumme EUR 65.626.002,09; Jahresüberschuss EUR 991.067,34) der Stadtwerke Rhede GmbH haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n. F.) erstattet.
Duisburg, den 16. Juni 2020 PKF
Fasselt Schlage
Jahn, Wirtschaftsprüfer Qualifizierte Signatur Gorges, Wirtschaftsprüfer Qualifizierte Signatur Peter Jahn 19.06.2020 Steve Gorges 19.06.2020 ANLAGENBilanz zum 31. Dezember 2019der Stadtwerke Rhede GmbH(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)Aktivseite:
Stadtwerke Rhede GmbH Dr. Ronald Heinze, Geschäftsführer Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019der Stadtwerke Rhede GmbH, Rhede(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)
Anhang zum 31. Dezember 2019der Stadtwerke Rhede GmbHI. Angaben zur Gesellschaft sowie Form und Darstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung:Die Stadtwerke Rhede GmbH hat Ihren Sitz In Rhede. Sie Ist eingetragen Im Handelsregister beim Amtsgericht Coesfeld unter HRB 7816. Der Jahresabschluss Ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Besonderheiten In der Versorgungswirtschaft Ist bei der Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung durch Hinzufügen oder Untergliederung einzelner Posten Rechnung getragen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung. Gesetzlich geforderte Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden grundsätzlich Im Anhang gemacht. Die Entwicklung des Anlagevermögens Ist In einem dem Anhang beigefügten Anlagenspiegel gesondert dargestellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet und werden entsprechend Ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Investitionszuschüsse Dritter werden Im Jahre des Zuflusses von den Anschaffungskosten abgesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten Gemeinkosten In steuerlich gefordertem Umfange. Die planmäßigen Abschreibungen beweglicher Wirtschaftsgüter - abgestellt auf die steuerlich normierten Nutzungsdauern, die den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern entsprechen - erfolgen auf die Anlagenzugänge seit 2006 nach der linearen, ansonsten überwiegend nach der degressiven Methode mit dem späteren Übergang auf die lineare Methode. Geringwertige Anlagengüter im Wert zwischen 60,00 Euro und 250,00 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Zugänge zu den geringwertigen Anlagengütern im Wert zwischen 250,00 Euro und 1.000,00 Euro werden in einem Sammelposten geführt und über fünf Jahre abgeschrieben. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern im Anlagevermögen betragen bei
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die unverzinslichen oder niedrig verzinslichen Ausleihungen sind zu ihren Barwerten ausgewiesen. Die Vorräte sind zu fortgeführten durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sind zum Nennwert bilanziert. Möglichen Ausfallrisiken wird durch Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Das Disagio wird entsprechend der Laufzeit der Darlehen abgeschrieben. Die bis zum 31.12.2002 von Kunden erhaltenen, passivierten Ertragszuschüsse werden mit 5 % p. a. ihrer Ursprungsbeträge ertragswirksam aufgelöst. Als Investitionszuschüsse werden die seit dem 01.01.2003 von Kunden erhobenen Baukostenzuschüsse ausgewiesen und entsprechend der Neuregelung durch das Bundesministerium für Finanzen mit den Abschreibungssätzen des sie betreffenden Sachanlagenvermögens gewinnerhöhend aufgelöst. Die Rückstellungen sind In Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen im Sinne des Altersteilzeitgesetzes werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen passiviert. Bei der Ermittlung wurde ein laufzeitadäquater Rechnungszins zwischen 0,72 % und 0,84 % berücksichtigt. Der zukünftig erwartete Gehalts- bzw. Anwartschaftstrend wird mit 1,06 % angenommen. Der Berechnung wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, Köln, zugrunde gelegt. Schwebende Energieverträge werden abweichend vom Einzelbewertungsgrundsatz zusammengefasst In Vertragsportfolien bewertet. Die Abgrenzung der Vertragsportfolien erfolgt dabei entsprechend der Internen Steuerung. Zur Risikosteuerung der Vertragsportfolien wurde ein angemessenes, funktionsfähiges und dokumentiertes Risikomanagementsystem Implementiert. Für jedes Vertragsportfolio wird eine lieferjahrbezogene Deckungsbeitragsrechnung unter Berücksichtigung der zurechenbaren Gemeinkosten durchgeführt. In die Vertragsportfolien werden hochwahrscheinliche Absätze auf Basis historischer Erfahrungen einbezogen, die fortlaufend überwacht werden. Es wurden folgende Vertragsportfolien gebildet: Vertragsportfolien Stromvertrieb: Gleichartige Risiken aus kontrahierten Stromabsatzverträgen mit Endkunden werden zusammengefasst mit den zugehörigen Internen Strombeschaffungsgeschäften Inklusive Nebenkosten bewertet. Hierbei werden auch hochwahrscheinliche Absätze berücksichtigt. Die Beschaffung erfolgt entsprechend definierter Systematiken. Offene Positionen aus Kundenverträgen mit Preisbindung werden regelmäßig durch Transaktionen mit dem Portfoliomanagement geschlossen und fortlaufend überwacht. Vertragsportfolien Gasvertrieb: Gleichartige Risiken aus kontrahierten Gasabsatzverträgen mit Endkunden werden zusammengefasst und mit den zugehörigen Internen Gasbeschaffungsgeschäften Inklusive Nebenkosten bewertet. Hierbei werden auch hochwahrscheinliche Absätze berücksichtigt. Die Beschaffung erfolgt entsprechend definierter Systematiken. Offene Positionen aus Kundenverträgen mit Preisbindung werden regelmäßig durch Transaktionen mit dem Portfoliomanagement geschlossen und fortlaufend überwacht. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Eine Bilanzierung latenter Steuern gemäß § 274 HGB berücksichtigt die sich ergebenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen aus gegenüber den steuerlichen Wertansätzen resultierenden Differenzen. Das für den Fall aktiver Steuerlatenzen bestehende Wahlrecht wurde nicht ausgeübt. Es ergab sich ein aktiver Überhang, da sich im Wesentlichen Unterschiede aufgrund niedrigerer steuerbilanzieller Werte bei den Rückstellungen auswirkten. III. Erläuterungen zur Bilanz:Anlagevermögen:Die Entwicklung des Anlagevermögens Ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Die Finanzanlagen beinhalten den Geschäftsanteil an der Rhegio Natur GmbH, Rhede, von 510 TEUR und ein Darlehen an diese Gesellschaft von ursprünglich nominal 1.850 TEUR. Die Stadtwerke Rhede GmbH Ist mit 100 % am Stammkapital der Rhegio Natur GmbH beteiligt, deren Eigenkapital zum 31.12.2019 TEUR 377 beträgt. Der Verlust des Geschäftsjahres i. H. v. 133 TEUR wurde aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages vom 27.02.2009 durch die Stadtwerke Rhede GmbH übernommen. Die Stadtwerke Rhede GmbH Ist weiterhin mit 6,0 % am Stammkapital der EnKoBeWe mbH, Bocholt, beteiligt, deren Eigenkapital, nach den Zahlen, zum 31.12.2019 343 TEUR beträgt und die im Geschäftsjahr 2019 einen Jahresfehlbetrag i. H. v. 1 TEUR ausweist. Des Weiteren Ist die Stadtwerke Rhede GmbH mit 75,1 % am Stammkapital der Rhegio Dienstleistungen GmbH, Rhede, beteiligt. Deren Eigenkapital beträgt zum 31.12.2019 87 TEUR und der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2019 beträgt 10 TEUR. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände:Von den Forderungen gegen die Gesellschafterin In Höhe von 136 TEUR (Vorjahr: 345 TEUR) entfallen auf Lieferungen und Leistungen 127 TEUR (Vorjahr: 329 TEUR). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuerforderungen In Höhe von 370 TEUR enthalten. Die gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Forderungen betreffen die Schuldendienstleistungen, Umsatzsteuerabrechnung und den Verwaltungskostenbeitrag. Die Forderungen gegen die Rhegio Natur GmbH wurden mit den Verbindlichkeiten aus der Verlustübernahme saldiert. Bei den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen bestehen wie im Vorjahr keine über ein Jahr hinausgehende Restlaufzeiten. Von den Sonstigen Vermögensgegenständen entstehen 328 TEUR (Vorjahr: 473 TEUR) rechtlich erst nach dem Stichtag. Rechnungsabgrenzungsposten:Diese Position beinhaltet neben den Darlehensaufnahmen angefallenen Auszahlungsabzügen (Disagio) In Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR) hauptsächlich abgegrenzte Dienstleistungszahlungen. Eigenkapital:Das Stammkapital In Höhe von 11.700 TEUR (Vorjahr: 11.700 TEUR) wurde durch die alleinige Gesellschafterin, Stadt Rhede, voll eingezahlt. Aus dem Jahresüberschuss des Vorjahres wurde gemäß Gesellschafterbeschluss vom 18.07.2019 ein Betrag von 439 TEUR In die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Sonstige Rückstellungen:Die Sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Personalzahlungen (556 TEUR), Rückstellungen für Prozesskosten und Vertragsrisiken (47 TEUR), Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (805 TEUR) und andere Rückstellungen (514 TEUR). Für die Sicherung der Altersteilzeitverpflichtungen hat die Stadtwerke Rhede GmbH Kapitalisierungsverträge verpfändet, die dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Die aus den Altersteilzeitverträgen resultierenden Verpflichtungen wurden mit dem beizulegenden Wert der verpfändeten Guthaben nach den Vorschriften des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Die Anschaffungskosten entsprechen dem Zeitwert und betragen 139 TEUR. Die zu verrechnende Verpflichtung aus den Altersteilzeitverträgen beträgt 90 TEUR. Da der Wert der verpfändeten Guthaben die Verpflichtungen zum Stichtag übersteigt, erfolgt der Ausweis der Überdeckung In Höhe von TEUR 49 als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Verbindlichkeiten:Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2019:
Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2018:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 20.060 durch Ausfallbürgschaften der Stadt Rhede gesichert. Bei der Volksbank Rhede besteht eine Sicherheit in Form einer erstrangigen Grundschuld auf die Besitzung in Rhede, Krommerter Weg 13, i. H. v. TEUR 3.400. Weitere Sicherheiten bestehen mit Ausnahme branchenüblicher Eigentumsvorbehalte nicht. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen In Höhe von 119 TEUR und betreffen Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 0 TEUR). Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Steuern In Höhe von 284 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit In Höhe von 7 TEUR (Vorjahr 4 TEUR). Sonstige finanzielle Verpflichtungen:Aus Erbbaurechts- und Grundstückspachtverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen von rd. 46 TEUR/Jahr (Restlaufzeit der Verträge zwischen 20 und 90 Jahren), aus Miet-, Wartungs- und sonstigen Verträgen von ca. 353 TEUR/Jahr (Restlaufzeit der Verträge: bis zu 5 Jahren bzw. unbefristet). Die Stadtwerke Rhede GmbH Ist Mitglied In der Kommunalen Versorgungskasse für Westfalen-Lippe (KVW). Gegenüber den Arbeitnehmern besteht für den Fall, dass die KVW ihren Versorgungspflichten nicht mehr nachkommen kann, eine subsidiäre Einstandspflicht der Stadtwerke. Die KVW sieht eine allgemein erreichbare Gesamtversorgung von mindestens 75 % des gesamtversorgungsfähigen Entgelts und nach Eintritt des Versorgungsfalles eine Anpassung nach Maßgabe der Entwicklung der Arbeitsentgelte im Bereich der entsprechenden Versorgungsregelung oder gesetzlicher Versorgungsbezüge vor. Im Einzelnen regeln sich die Versorgungszusagen nach dem Tarifvertrag über die Versorgung der Arbeitnehmer kommunaler Verwaltungen und Betriebe bzw. nach Maßgabe der Satzung der KVW. Im Jahre 2019 betrug der Umlagesatz 7,75 % (einschließlich 3,25 % Sanierungsgeld) der zusatzversorgungspflichtigen Entgelte. Die Summe der umlagepflichtigen Löhne und Gehälter betrug im Berichtsjahr 3.411 TEUR. Angaben zur Verteilung der Versorgungsverpflichtungen auf anspruchsberechtigte Arbeitnehmer, ehemalige Arbeitnehmer und Rentenbezieher sind von der KVW nicht gemacht worden. Des Weiteren bestehen finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Strom- und Gasbezug aus dem Abschluss von Kaufverträgen mit verschiedenen Anbietern. Die Stadtwerke Rhede GmbH hat zum Bilanzstichtag bereits Teile ihres Strom- und Gasbedarfs für die folgenden Jahre durch den Abschluss fester Liefervereinbarungen gedeckt. Hieraus resultieren für die einzelnen Jahre folgende Verpflichtungen (per 31.12.2018 in Summe: 5.912 TEUR):
Aus endgültigen Strom- und Gas-Bilanzkreisabrechnungen können sich unter Einbeziehung der jeweiligen Fahrplanlieferungen für zurückliegende Jahre Nachzahlungsverpflichtungen ergeben. Die Stadtwerke Rhede ist gegenüber der Rhegio Natur GmbH gemäß Ergebnisabführungsvertrag verpflichtet, den Verlust des Geschäftsjahres 2019 in Höhe von 133 TEUR zu übernehmen. Die Energiebeschaffungs- und die Energieabsatzverträge (Strom und Gas) werden in Anwendung des § 254 HGB abweichend vom Grundsatz der Einzelbewertung zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Bilanzierung und die Bewertung erfolgen unter Beachtung der Stellungnahme des Instituts der Wirtschaftsprüfer vom 30. September 2015 (IDW RS ÖFA 3). Es besteht ein angemessenes energiewirtschaftliches Steuerungssystem, aus dem die gebildeten Vertragsportfolien nach der Homogenität der Risiken abgeleitet wurden. Daran orientiert sich der Aufbau der Mengen-, der Preis- und der Ergebnisplanung der Portfolien. Die konkreten Beschaffungs- und Vermarktungsprozesse sowie deren Überwachung setzen die Vorgaben des Steuerungssystems um. Die durch den Abschluss von Verträgen mit Kunden zu liefernden Mengen an Strom oder Gas werden durch das Portfoliomanagement je Kundenvertrag einzeln (Back-to-back) oder zusammengefasst beschafft. Das Portfoliomanagement strukturiert die Beschaffung und den Absatz der Energiemengen Strom oder Gas jeweils getrennt in Bücher (u. a. Vertriebsbuch, Beschaffungsbuch). Das implementierte Risikomanagementsystem erfasst die aggregierten Positionen auf Basis der vorgegebenen Risikolimiten, die ebenso wie die zur Angebotskalkulation und zur Bewertung verwendeten Preiskurven regelmäßig durch das Risikocontrolling überwacht werden. Die implementierte Deckungsbeitragsrechnung erfasst jedes gebildete Vertragsportfolio. Dabei werden interne Geschäfte zwischen den Vertragsportfolien zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen und in die jeweilige Deckungsbeitragsrechnung einbezogen. Zurechenbare Gemeinkosten werden angemessen berücksichtigt. Die Bewertungszeiträume bestehen aufgrund der rollierenden Durchführung der Sicherungstransaktionen für einen unbegrenzten Zeitraum. Aktuell sind Zeiträume bis zum Lieferjahr 2021 betroffen. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten wird die Einfrierungsmethode angewandt. Aufgrund der negativen Korrelation von Grund- und Sicherungsgeschäften wird es künftig zu gegenläufigen, sich nahezu vollständig ausgleichenden Marktwertentwicklungen kommen. Sollte der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte einer Bewertungseinheit zum Stichtag negativ sein, so wird Imparitätisch eine Rückstellung für drohende Verluste aus Bewertungseinheiten gebildet. Darüberhinausgehende Verlustüberhänge können nicht entstehen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung:Umsatzerlöse:Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Sonstige betriebliche Erträge:Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten mit 0,3 TEUR periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen:Auf Konzessionsabgaben entfallen 792 TEUR. Aufwendungen aus Verlustübernahme:Grundlage ist der Ergebnisabführungsvertrag mit der Rhegio Natur GmbH vom 27.02.2009. Finanzergebnis:Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe das an die Rhegio Natur GmbH ausgereichte Darlehen. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten Erträge aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 0,2 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag:Von den ausgewiesenen Körperschaft- und Gewerbesteuern über 480 TEUR entfallen 250 TEUR auf Vorjahre. V. Sonstige Angaben:Organe:Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr folgende Damen und Herren an:
Der Aufsichtsrat hat 2019 eine Aufwandsentschädigung In Höhe von TEUR 18 erhalten. Zum Geschäftsführer Ist Herr Dipl.-Ing. Maschinenbau Dr. Ronald Heinze, Rhede, bestellt. Für das Geschäftsjahr 2019 hat der Geschäftsführer eine Vergütung von 148 TEUR erhalten, zuzüglich einer Tantieme für 2018 In Höhe von 29 TEUR sowie Sachbezüge (Firmenwagen) In Höhe von 12 TEUR. Belegschaft:Im Jahresdurchschnitt (ohne Geschäftsführung und ohne Auszubildende) waren 44 (Vorjahr: 38) Arbeitnehmer In der Verwaltung und 35 (Vorjahr: 28) gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt. VI. Angaben zu Geschäften größeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen nach 86b Abs. 3 EnWG:Die Stadtwerke Rhede GmbH hat der Rhegio Natur GmbH ein Darlehen mit einer Laufzeit bis 30. September 2023, welches zum 31. Dezember 2019 mit 534 TEUR dotiert Ist, gewährt. Aus Dienstleistungs- und Mietverträgen erfolgten Weiterberechnungen von der Stadtwerke Rhede GmbH an die Rhegio Natur GmbH In Höhe von 24 TEUR und an die Rhegio Dienstleistungen GmbH In Höhe von 17 TEUR. Darüber hinaus liegt eine Umsatz- und ertragsteuerliche Organschaft zwischen der Stadtwerke Rhede GmbH als Organträger und der Rhegio Natur GmbH als Organgesellschaft vor. VII. Vorschlag zur Ergebnisverwendung:Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 991.067,34 wie folgt zu verwenden. An die Gesellschafterin Stadt Rhede werden EUR 0,00 ausgeschüttet, in die anderen Gewinnrücklagen werden EUR 991.067,34 eingestellt. VIII. Nachtragsbericht:Das sich weltweit ausbreitende Corona-Virus wird im Jahr 2020 zu erheblichen negativen Auswirkungen für den Welthandel und die deutsche Wirtschaft führen. Auch die Stadtwerke Rhede GmbH wird finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen im Geschäftsjahr 2020 spüren. In welcher Größenordnung diese auftreten werden, lässt sich gegenwärtig noch nicht verlässlich einschätzen. Insbesondere werden die vorübergehende Schließung der Bäder- und Freizeiteinrichtungen ab März 2020 zu Umsatzrückgängen führen. Der Bereich der Energie- und Wasserversorgung ist von der rasanten Ausbreitung des Corona-Virus insoweit betroffen, dass Absatzmengen bei einzelnen Großkunden geringer ausfallen können als in der Planung unterstellt. Weiterhin ist in diesem Bereich mit zum Teil verspäteten Zahlungseingängen und erhöhten Zahlungsausfällen zu rechnen. Die laufende Entwicklung wird ständig beobachtet um bei Bedarf entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Nach dem Abschlussstichtag sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.
46414 Rhede, den 04.06.2020 Stadtwerke Rhede GmbH Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019
Lagebericht über das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 20191. Grundlage des Unternehmens1.1 GeschäftsmodellDie Stadtwerke Rhede GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen der Energiewirtschaft mit einem breiten Leistungsspektrum. Es ist 100 Prozent in kommunaler Hand. In verschiedenen Rechtsformen fühlt es sich seit über 100 Jahren über alle Strömungen des Zeitgeistes hinweg vor allem der Daseinsvorsorge in der Stadt Rhede verpflichtet. Unter dem Leitsatz "Nähe, Wärme und Vertrauen" wird mit hervorragenden Angeboten bei fairen Preisen ein wesentlicher Beitrag für eine hohe Lebensqualität in Rhede geleistet. Beginnend mit den Sparten Gas, Wasser und Strom wurde die Versorgung der ortsansässigen Bevölkerung und der Unternehmen nach den Grundprinzipien preiswert, sicher und ökologisch aufgebaut. Es folgte im steuerlichen Querverbund das Hallen- und Freibad, verschiedene Eigenerzeugungsanlagen, die Stadtbeleuchtung und der Aufbau eines Glasfasernetzes. Neue Produkte im ökologischen Bereich wurden in der Tochter Rhegio Natur GmbH gebündelt. Die beiden neuen Geschäftsfelder, Dienstleistungen für andere Stadtwerke und neue Produkte im Telekommunikationsbereich, werden noch im Rahmen der Stadtwerke Rhede GmbH als Inkubator entwickelt. 1.2 Wettbewerb 1 , 2Der Wettbewerb im Endkundenmarkt ist politisch gewollt und weiterhin dynamisch: Die kumulierte Wechselquote der Haushalte betrug im Oktober 2019 bei Strom 46 Prozent und lag damit um mehr als zwei Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor. Auch im Erdgasmarkt wechseln die Kunden: Hier haben bis Ende 2019 schon knapp 37 Prozent der Haushalte mit eigenem Vertragsverhältnis mindestens einmal den Anbieter gewechselt. Ein Jahr zuvor waren es noch gut 35 Prozent. Zur ehrlichen Seite dieses Pseudomarktes sind aber auch die zunehmende Zahl von Pleiten von selbsternannten Energiehändlern zu rechnen. BEV (Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH) soll als Beispiel dafür gelten, mit welchem Anspruch hier aufgetreten und dann kläglich gescheitert wird. Dieses Geschäftsmodell, das darauf basiert in einem fallenden Markt kurzfristig zu kaufen, während die gesamte Branche mindestens über drei Jahre verteilt strukturiert einkauft, ist nicht weit von einem Schneeballsystem entfernt. Während die politisch gewollten Wechselquoten damit nach oben getrieben werden, werden die Kosten (durch Insolvenz nicht gezahlter Netzentgelte, Messentgelte, Transaktionskosten usw.) den ehrlichen und seriösen Stadtwerkskunden mit aufgebürdet. Wie die Verbraucherzentralen gerade festgestellt haben, spielen dabei die "Vergleichsportale" eine unrühmliche Rolle. Da der Gesetzgeber sich nicht zwischen dem "mündigen Bürger" und regulatorischen Eingriffen entscheiden kann, bleibt es für die Stadtwerke nur übrig, eine ausdauernde und aufklärende Arbeit zu leisten. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 1 , 2Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2019 um 0,6 Prozent gewachsen. Damit hat das Bruttoinlandsprodukt das zehnte Jahr in Folge zugenommen. Das ist die längste Wachstumsphase seit der Wiedervereinigung. Dennoch hat das Wachstum an Schwung verloren, nachdem die Wirtschaftsleistung 2017 noch um 2,5 Prozent und 2018 um 1,5 Prozent gewachsen war. Allerdings zeigen die nun vorliegenden Zahlen zum 4. Quartal 2019, dass sich das Wachstum zum Jahresende deutlich abgeschwächt hat. Gegenüber dem Vorjahresquartal steht ein Plus von 0,3 Prozent zu Buche nach noch 1,1 Prozent im 3. Quartal 2019. Gegenüber dem Vorquartal blieb das Bruttoinlandsprodukt unverändert. Vor allem der Konsum - in der Zeit zuvor häufig konjunkturelle Stütze - hat zum Jahresende an Dynamik verloren. Die privaten Konsumausgaben stagnierten, der staatliche Konsum legte nur noch um 0,3 Prozent zu. Während die Bauinvestitionen aufgrund der milden Witterung nochmals zulegten, gingen die Investitionen in Ausrüstungen um 2 Prozent zurück. Gedämpft wurde die Entwicklung auch vom Außenhandel: Einem Rückgang der Exporte um 0,2 Prozent gegenüber dem 3. Quartal steht ein Anstieg der Importe um 1,3 Prozent gegenüber. 2.2 Energiewirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen 1 , 2Das Jahr 2019 ist laut Deutschem Wetterdienst mit einem Temperatur-Jahresmittel von 10,2°C das bisher drittwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1881. Bis auf den Mai waren alle Monate teils deutlich zu warm. Die Hitzewelle im Juli brachte Messwerte von örtlich über 40°C; die insgesamt zu geringen Niederschläge waren regional sehr ungleich verteilt. Die Zahl der Sonnenstunden lag laut DWD 18 Prozent über ihrem Soll. Insgesamt zeigt sich die Witterung 2019 zu warm, regional aber stark differenziert. Bis zum Jahr 2030 sollen die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor laut Klimaschutzplan der Bundesregierung um 40 bis 42 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. Ein wesentlicher Ansatz zur Erreichung dieses Ziels sind die C02-Flottengrenzwerte der Europäischen Union für Fahrzeug-Neuzulassungen. Vor diesem Hintergrund richtet sich der Fokus der meisten Automobilhersteller aktuell auf die Elektromobilität und die Hybridisierung der Fahrzeuge. Daneben gibt es mit CNG, LNG und Wasserstoff weitere alternative Energieträger, die je nach Verkehrsträger spezifische Vorteile aufweisen. Ende 2019 waren rund 230.700 Elektro-PKW (reine batterieelektrische PKW und Plug-in-Hybride) zugelassen. Zum gleichen Zeitpunkt betrug der Bestand an Erdgasfahrzeuge in Deutschland rund 99.700. Während der Hochlauf der Elektromobilität in den vergangenen Jahren deutlich an Dynamik gewann, entwickelte sich der Fahrzeugbestand an Erdgasfahrzeugen langsamer. Die Anzahl der zugelassenen Wasserstofffahrzeuge liegt bei rund 700. Die verfügbare Auswahl an Serienfahrzeuge ist derzeit noch recht überschaubar. 2019 stieg die Einwohnerzahl Deutschlands nach ersten amtlichen Zahlen um rund 200.000 auf 83,2 Mio. Menschen. Das Bruttoinlandsprodukt verzeichnete ein Plus von 0,6 Prozent. Der Erdgasverbrauch nahm um 3,3 Prozent zu. Der Bruttostromverbrauch ging 2019 nach ersten Zahlen deutlich um 2,6 Prozent zurück. Die gesamtwirtschaftliche Strom Produktivität als Verhältnis von preisbereinigtem Bruttoinlandsprodukt und Bruttostromverbrauch stieg im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Prozent. Über den Zeitraum 1991 bis 2019 betrug der Anstieg der Energieproduktivität im Jahresdurchschnitt 1,8 Prozent, die Stromproduktivität wuchs seither durchschnittlich um 1,1 Prozent. Der Erdgasverbrauch in Deutschland stieg 2019 um 3,3 Prozent auf 982,1 Mrd. kWh an. Der Anteil des in Deutschland geförderten Erdgases ging bezogen auf den Verbrauch im Inland um 0,5 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent zurück. 94,0 Prozent des Inlandbedarfs wurden durch Importe gedeckt. Der Erdgasabsatz an die einzelnen Kundengruppen entwickelte sich uneinheitlich. Die Nachfrage der Industrie nach Erdgas zeigte sich aufgrund der eingetrübten Konjunktur bereits seit dem 3. Quartal 2018 rückläufig. Sowohl zur Erzeugung von Prozesswärme und Strom in industrieeigenen Kraftwerken als auch als Rohstoff in der chemischen Grundstoffindustrie wurde nach ersten Zahlen weniger Erdgas verbraucht als im Vorjahr. Insgesamt nahm der Verbrauch in der Industrie nach ersten Einschätzungen um 0,7 Prozent ab. Der Absatz an private Haushalte und Wohnungsgesellschaften nahm hingegen zu. Einerseits sorgte die Witterung im ersten Halbjahr 2019, die insbesondere im Mai deutlich kühler als im Vorjahr war, für einen Verbraucherzuwachs von 0,7 Prozent. Der weiterhin konstante Zubau an direkte oder indirekt mit Erdgas beheizten Wohnungen verstärkt das Absatzplus im Raumwärmemarkt. Im Jahr 2019 wurden nach vorläufigen Zahlen Baugenehmigungen für ca. 295.000 neue Wohnungen (in neuen Wohngebäuden) erteilt. In 37,0 Prozent davon wird eine gasbetriebene Heizung für Wärme sorgen, 25,5 Prozent erhalten einen Fernwärmeanschluss. Hinzu kommen neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden sowie Bestandswohnungen, die von anderen Heizsystemen auf eine Erdgas- oder Fernwärmeheizung umgerüstet werden. Insgesamt waren zum Jahresende 2019 gut 20,9 Mio. Wohnungen oder 49,5 Prozent des Wohnungsbestandes mit einer Gasheizung ausgestattet. Ersten Zahlen zufolge wurden 2019 rund 9,5 Mrd. kWh (2018: 10,4 Mrd. kWh) auf Erdgasqualität aufbereitetes Biogas in das deutsche Erdgasnetz eingespeist. Knapp 8 Mrd. kWh davon gingen in die gekoppelte Stromerzeugung, rund 0,5 Mrd. kWh wurden als Kraftstoff eingesetzt, rund 0,5 Mrd. kWh fanden im Wärmemarkt (Raumwärme, Warmwasser) Absatz. Die restlichen Mengen wurden z. B. stofflich genutzt, exportiert oder fanden sonstigen Einsatz. Entsprechend dem Bilanzierungsschema der AG Energiebilanzen werden diese Mengen sowohl auf der Aufkommens- als auch auf der Verbrauchsseite unter Erneuerbaren Energien und nicht unter Erdgas erfasst. Im Jahr 2019 wurden in Deutschland brutto 604,1 Mrd. kWh Strom erzeugt. Damit ging die Stromerzeugung gegenüber ihrem Vorjahreswert um 5,0 Prozent zurück. Die Stromerzeugung aus den einzelnen Energieträgern entwickelte sich jedoch uneinheitlich. Aus Erneuerbaren Energien insgesamt sowie aus Erdgas wurde 2019 deutlich mehr Strom gewonnen als im Vorjahr. Die Stromerzeugung der Kohlenkraftwerke hingegen war stark rückläufig. Der Beitrag der Kernenergie zur Stromerzeugung in Deutschland ging leicht zurück. Der Bruttostromverbrauch nahm nach bisherigen Zahlen um 2,6 Prozent auf 569,2 Mrd. kWh ab (2018: 584,4 Mrd. kWh). Die Stromerzeugung der Braunkohlekraftwerke belief sich 2019 auf rund 114 Mrd. kWh. Das entspricht einem Rückgang von 21,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert. Am Jahresende war nach vorläufigen Daten eine Netto-Kraftwerksleistung von 20.928 MW installiert; davon befanden sich allerdings 2.730 MW in der Braunkohlen-Sicherheitsbereitschaft und damit nicht mehr im Markt. Der Beitrag der Braunkohlenkraftwerke zur Bruttostromerzeugung betrug 18,9 Prozent. Aus Erdgas wurden in den Kraftwerken der Stromversorger, der Industriebetriebe und in Blockheizkraftwerken sonstiger Stromerzeuger voraussichtlich 91,0 Mrd. kWh Strom erzeugt, Die Stromerzeugung der Gaskraftwerke stieg insbesondere wegen unterjährig deutlich gesunkener Spotmarkt-Preise für Gas sowie eines deutlich höheren Preisniveaus für C02-Zertifikate, wodurch sie ihre Wettbewerbsposition gegenüber Kohlekraftwerken verbessern konnten. Die installierte Leistung (netto) blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 29.721 MW in etwa unverändert. Inbetriebnahmen von insgesamt 346 MW standen Stilllegungen in Höhe von 392 MW gegenüber. Von den 29.721 MW installierter Leistung befinden sich derzeit 3.009 MW in der Netzreserve. Nach ersten Berechnungen hat Erdgas einen Anteil von 15,1 Prozent an der Bruttostromerzeugung in Deutschlands 2019. Die Kernkraftwerke in Deutschland erzeugten im Berichtsjahr 75,1 Mrd. kWh Strom (-1,2 Prozent); das entspricht einem Anteil von 12,4 Prozent an der Bruttostromerzeugung. Die installierte Leistung reduzierte sich um 1.402 MW durch die Stilllegung des Kernkraftwerks Philippsburg 2 zum 31.12.2019 auf nunmehr 8.114 MW zum Jahresbeginn 2020. Die Steinkohlekraftwerke lieferten 2019 mit 57,3 Mrd. kWh erneut weniger Strom als im vorangegangenen Jahr. Mit -30,7 Prozent entspricht das im Vorjahresvergleich einen Rückgang von nahezu einem Drittel. Weitere Kraftwerksstilllegungen im Jahr 2019 führten dazu, dass per Jahresende 23.029 MW Leistung (netto) installiert waren - gegenüber noch 24.462 MW im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um 1.433 MW bzw. sechs Prozent. Von den 23.029 MW installierter Leistung befinden sich derzeit 2.309 MW in der Netzreserve. Der Anteil der Steinkohle am Energieträgermix der deutschen Stromversorgung betrug 9,5 Prozent. 2019 wurde aus Erneuerbaren Energien 8,4 Prozent mehr Strom erzeugt als im Jahr zuvor. Die Windenergie konnte ihre Vorrangstellung als bedeutendste erneuerbaren Energiequelle 2019 weiter ausbauen. Die Onshore-Windkraftanlagen produzierten 101,4 Mrd. kWh 11,6 Prozent mehr Strom als 2018. Die Offshore-Windkraftanlagen lieferten mit 24,7 Mrd. kWh ebenfalls mehr Strom als noch im Vorjahr (+26,9 Prozent), was auf das überdurchschnittliche gute Windjahr, aber auch auf den weiteren Ausbau der Windkraftanlagen auf See zurückzuführen ist. Insgesamt hat die Windenergie 2019 einen Anteil von 20,9 Prozent am deutschen Stromerzeugungsmix. Photovoltaikanlagen lieferten nach ersten Zahlen mit 45,3 Mrd. kWh ebenfalls mehr Strom als 2018 (44,0 Mrd. kWh). Verglichen mit dem Vorjahr ist dies ein Plus von 2,9 Prozent. Der Beitrag der Solarenergie zum deutschen Strommix betrug im Berichtsjahr 7,5 Prozent. Aus fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse (einschließlich Deponie- und Klärgas sowie Klärschlamm) wurden im Berichtsjahr 44,5 Mrd. kWh Strom gewonnen. Das Ergebnis blieb mit einer Veränderung von -0,2 Prozent zum Vorjahr in etwa stabil. Ihr Anteil am Energieträgermix der deutschen Stromerzeuger betrug damit insgesamt 8,3 Prozent. Nach dem Dürrejahr 2018 konnte die Stromerzeugung aus Wasserkraft 2019 wieder Zuwächse verzeichnen. Aufgrund weiterhin geringer Niederschläge vor allem zu Jahresbeginn konnte jedoch erst in der zweiten Jahreshälfte ein Erzeugungsplus erzielt werden. Die Stromerzeugung der Lauf- und Speicherwasserkraftwerke in Deutschland betrug 2019 nach ersten Zahlen 20,1 Mrd. kWh. Das entspricht einem Plus von 12,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil der Wasserkraft am Strommix lag bei 3,3 Prozent. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 242,0 Mrd. kWh Strom aus Erneuerbaren Energien gewonnen. Der Beitrag der Erneuerbaren zur des Brutto-Inlandsstromverbrauchs belief sich nach ersten Zahlen 2019 somit auf 42,5 Prozent (2018: 38,2 Prozent). Im Bereich der Fernwärmeversorgung wurden 2019 in Deutschland nach vorläufigen Zahlen netto 141,1 Mrd. kWh zur leitungsgebundenen Wärmeversorgung erzeugt. Verglichen mit dem Jahr 2018 blieben die Erzeugungszahlen 2019 mit -0,1 Prozent in etwa stabil. Der Energieträgermix hingegen änderte sich sichtbar: weniger Wärme aus Stein- und Braunkohle, mehr Wärme aus Erdgas, Erneuerbaren und der Verwertung nicht biogener Abfälle. 133,8 Mrd. kWh Wärme erzeugten nach ersten Zahlen die Heiz- und Heizkraftwerke der allgemeinen Versorgung, weitere gut 7 Mrd. kWh kamen von weiteren Marktteilnehmern hinzu. Insgesamt wurden 141,1 Mrd. kWh ins Netz eingespeist. Mehr als 72 Prozent der Nettowärmeerzeugung entstammte 2019 Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Der Fernwärmeabsatz betrug nach Abzug von Betriebsverbrauch, Netzverlusten und statistischen Differenzen nach ersten Berechnungen 124,1 Mrd. kWh. Nach ersten Hochrechnungen nahm der Fernwärmeabsatz an privaten Haushalten und Wohnungsgesellschaften um 2,6 Prozent auf 51,0 Mrd. kWh zu. Da das Jahr 2019 sich ähnlich warm zeigte wie schon 2018 wirkte sich der stete Zubau an fernwärmeversorgten Wohnungen direkt auf den Verbrauch aus. Die Anzahl der Fernwärmeversorger blieb stabil. Ende 2019 gab es 712 Unternehmen, die im Markt aktiv waren. Im Detail waren von diesen Unternehmen 593 als Erzeuger, 454 als Netzbetreiber und 561 als Lieferanten im Letztverbrauchergeschäft tätig. Zudem betreiben 18 Unternehmen größere Wärmespeicher. Die Zahl der in der Fernwärmeversorgung Beschäftigten ging leicht zurück: Ende 2019 gab es mit 15.379 Beschäftigten 0,4 Prozent etwas weniger Beschäftigte als Ende 2018. 2.3 Marktumfeld 1 , 22019 waren per Jahresende mehr als 2.250 Unternehmen in der Gas-, Strom- und Fernwärmewirtschaft aktiv - von der Erzeugung von Strom und Fernwärme, der Förderung von Erdgas über den Betrieb der Netze bis hin zur Belieferung der Kunden. Seit der Liberalisierung nimmt diese Zahl trotz vieler Fusionen von Jahr zu Jahr stetig zu. Nachdem die Zahl der Beschäftigten in der Energieversorgung seit 1998 tendenziell eher abgenommen hatte, zeigte sich in den letzten fünf Jahren jedoch wiederholt ein Plus bei den Beschäftigtenzahlen dieses Wirtschaftszweiges. Dies bedeutet:
Beim Netzausbau - einem wichtigen Baustein der Energiewende - zeigt sich nach ersten Abschätzungen bei allen Energienetzen auch im Jahr 2019 ein weiterer Zubau. Während die Gas- und Wärme-/Kältenetze einen generellen Zuwachs erfahren, ist bei den Stromnetzen vor allem eine weitere Steigerung der Verkabelung zu erkennen. Im Zusammenhang mit dem Netzausbau stehen auch die Investitionen der Energieversorger. Laut Planungsstand der Unternehmen soll auch 2020 der größte Teil der Investitionssummen in den Ausbau der Strom- und Gasnetze fließen. Notwendig ist aber ebenso die Investition in Breitband netze und intelligente Technik. Wenn Energie durch die Nutzung von Informationen eingespart werden soll, dann muss gerade hier investiert werden. Auf diesem Feld könnte Deutschland weltweit Vorreiter werden. Die Politik, leider auch die Wirtschaft, verzettelt sich im Klein-Klein. Hier ein neues Smart Home-Produkt, da eine Datenschutzgrundverordnung als Ergebnis der Führungslosigkeit. Gerade die Sektorentkopplung, Elektromobilität, Speichertechnologien, Power to Gas, ruft nach einer Revolution. Wenn Daten das Öl der Zukunft sind, so ist die USA mit den big five (Apple, Alphabet, Amazon, Microsoft und Facebook) sehr gut aufgestellt. Die mittelständischen Unternehmen Deutschlands haben hier keinerlei Chance. Damit müssen sich auch die Stadtwerke Rhede GmbH (mit ihren Töchtern) hinterfragen, ob dies ein reales Geschäftsfeld ist oder ob neben der Befriedigung der gesetzgeberischen Rahmenbedingungen die Konzentration auf regionale Themen und Nischen nicht der bessere Weg ist. 2.4 Entwicklung der Energiepreise 1 , 2Der ansteigende Trend der Grenzübergangspreise für Erdgas im Jahr 2018 hat sich 2019 nicht weiter fortgesetzt. Über den Jahresverlauf erfolgte bis August ein deutlicher Rückgang von 2,168 ct/kWh im Januar auf 1,220 ct/kWh. Ab September konnte dann wieder ein leichter Preisanstieg beobachtet werden, der im Dezember aber schon wieder stagnierte. Im Jahresmittel lag der mengengewichtete Importpreis für Erdgas damit bei 1,619 ct/kWh und damit 16 Prozent unter dem Jahresmittel 2018 (Januar bis Dezember 2018: 1,919 ct/kWh). Die Entwicklung der Importpreise wirkt sich unterschiedlich auf die inländischen Abgabepreise aus. Infolge unterschiedlicher Beschaffungszeiträume für verschiedene Kundengruppen kommt es zu differenzierten Preisentwicklungen. Zudem fallen die relativen Preisänderungen bei Großverbrauchern aufgrund des insgesamt geringeren Preisniveaus höher aus. Parallel zu den Erdgasimportpreisen sank das Preisniveau für Erdgas an der Börse um 33 Prozent, die Abgabepreise an Kraftwerke gingen um 10 Prozent zurück. Für große industrielle Abnehmer (Jahresabgabe größer 500 GWh) reduzierten sich die Preise aufgrund der kurzfristigeren Beschaffung um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr, für kleine industrielle Gasverbraucher (Abgabe 11,63 GWh/a) waren es 6 Prozent weniger. Aufgrund frühzeitiger Beschaffung stiegen die Gaspreise für die Bereiche Gewerbe, Handel, Dienstleistungen sowie Haushalte um 4 Prozent. Am Strom-Terminmarkt waren die Preise im Jahresverlauf rückläufig, lagen im Jahresmittel aber dennoch deutlich über dem Preisniveau 2018. Der durchschnittliche Preis 2019 für eine Jahreslieferung Grundlast-Produkt im Folgejahr (Phelix-Base-Year-Future) lag bei 47,82 Euro/MWh gegenüber 43,84 Euro/MWh im Vorjahr und war damit um durchschnittlich 9 Prozent höher. Das Jahresband tagsüber von 8 bis 20 Uhr (Phelix-Peak-Year-Future) wurde am Terminmarkt zum durchschnittlichen Preis von 57,67 Euro/MWh gehandelt und lag damit um 7 Prozent über dem Vorjahresniveau (2018: 53,95 Euro/MWh). Nach dem deutlichen Anstieg des Preises für CC 2-Emissionsberechtigungen im Jahr 2018 hat sich der Preis 2019 auf hohem Niveau stabilisiert. Kostete eine Tonne CO 2 im Jahr 2018 noch durchschnittlich 15,82 Euro, mussten 2019 24,84 Euro/t CO 2 entrichtet werden. Das entspricht einem Anstieg um 57 Prozent. Der Heizölpreis hat 2019 hat nach seinem deutlichen Rückgang zum Jahresbeginn im weiteren Jahresverlauf zwar wieder leicht zugelegt, blieb aber im Jahresmittel dennoch um gut 2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Preis für Kohle stieg im 1. Quartal 2019 leicht an und bewegte sich dann im weiteren Jahresverlauf seitwärts. Im Jahresmittel ergibt sich ein Anstieg um gut 5 Prozent gegenüber 2018. Die Strompreise für Industriekunden nahmen vor allem bedingt durch gestiegene Beschaffungskosten um 3 Prozent zu. Der Anteil der staatlichen Belastungen am Strompreis für Industriekunden sank daher 2019 auf 44 Prozent gegenüber noch 45 Prozent im Jahr 2018 (ohne Stromsteuer). Die Strompreise für Haushalte stiegen vor allem aufgrund gestiegener Beschaffungskosten, aber auch gestiegener Netzentgelte um 3,6 Prozent an. Steuern, Abgaben und Umlagen blieben unverändert hoch. Ihr Anteil betrug 53 Prozent gegenüber 54 Prozent im Vorjahr. Der durchschnittliche Erdgaspreis für Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh stieg 2019 um 6,2 Prozent an. Grund dafür sind ebenfalls gestiegene Beschaffungskosten durch die strukturierte Vorausbeschaffung im Vorjahr. Die Preisrückgänge im Großhandel 2019 sind dann 2020 in sinkenden Preisen für private Endkunden sichtbar. Bei einem für Mehrfamilienhäuser (6 Wohneinheiten) in etwa üblichen Jahresverbrauch von 80.000 kWh betrug der Anstieg 5,5 Prozent. Der Anteil für Steuern und Abgaben lag 2018 bei 25 Prozent (20.000 kWh/a) bzw. 26 Prozent (80.000 kWh/a). 3. LeistungsindikatorenZur internen Steuerung der Stadtwerke Rhede GmbH werden die folgenden finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und für die Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind, herangezogen:
3.1 Finanzielle LeistungsindikatorenJahresüberschussFür die Steuerung werden vor allem die Leistungsindikatoren Jahresüberschuss sowie die Investitionen ins Anlagevermögen relevant. Die Steuerung über den Jahresüberschuss dient vor allem dazu, die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft, mögliche Ausschüttungen an den Gesellschafter sowie die Finanzierung der Investitionen zu ermöglichen. Investitionen in Netze und AnlagenDie Stadtwerke Rhede GmbH kommt seit dem Beginn der "Energiewende" ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Aufnahme des regenerativ erzeugten Stromes und des in Austauschgas transformierten Biogases in vollem Umfang nach und leistet damit einen vorbildlichen Beitrag bei der Umsetzung der "Energiewende". Trotz verschiedener Klageverfahren und einem erheblichen bürokratischen Aufwand konnte in konstruktiver Zusammenarbeit mit den Regulierungsbehörden dabei die Grundlage zur Refinanzierung der Maßnahmen gesichert werden. Investitionen in Netze und Anlagen umfassen Maßnahmen zur Verkabelung der Freileitungen und zur Netzverstärkung im Stromnetz sowie zu Erweiterungen des Erdgas- und Wassernetzes. Darüber hinaus werden verstärkt auch Maßnahmen im Ausbau des Glasfasernetzes.... Die einzelnen Maßnahmen werden im Rahmen der Wirtschaftsplanung erfasst und laufend überwacht. Die weitere Verkabelung der Freileitungen, einhergehend mit dem Ausbau des Glasfasernetzes sowie die weitere Ertüchtigung und der Ausbau der Versorgungsnetze, werden auch in 2020 wichtige Ziele sein. Dazu ist es notwendig, die vorhandenen Ressourcen optimal einzusetzen und gegebenenfalls zu erweitern. Neue Aufgaben aus dem Bereich des Glasfasernetzes sowie neue behördliche und regulatorische Anforderungen für die Energie- und Wasserverteilung werden zu bewältigen sein. Zur Sicherung der Gasversorgung sind die in die Jahre gekommenen Teile des Gasversorgungsnetzes zu prüfen und ggfs. zu erneuern, dies gilt ebenso für das Wasserverteilnetz. Besonders ins Auge gefasst werden beim Wassernetz die aus Grauguss und PVC-Materialien erstellten Netzbereiche, im Gasnetz die PVC-Leitungsnetze. Eines ist jedoch bei all den Neuerungen festzuhalten: Die kontinuierliche Überwachung, Erneuerung, Verstärkung und der weitere Ausbau der Verteilnetze sind die Grundlage für die Daseinsfürsorge und nicht das Schlachtvieh für Regulierungsbehörden. Entwicklung von Absatzmengen und KundenanzahlDie Energiebranche zeichnet sich weiterhin durch eine hohe Wettbewerbsintensität aus. 2019 liefern 135 Wettbewerber Strom (Vorjahr: 127) und 102 Wettbewerber Gas (Vorjahr: 100) in Rhede. Einige dieser locken immer noch mit hohen Neukundenbonifikationen und können dem Handel so Kunden abgewinnen. Trotzdem kann sich die Stadtwerke Rhede GmbH im Markt mit ihren attraktiven Angeboten an Gewerbe- und Industriekunden behaupten. Besonders beliebt ist der Rhegio-Privat Tarif für Haushaltskunden und der Rhegio-Gewerbe Tarif für Gewerbekunden. Zudem nutzten 2019 etwa 2.400 Haushaltskunden das Festpreisangebot RheFix. Zur Steuerung werden hierzu die Kundenveränderungen sowie die Positionierung der Wettbewerber laufend beobachtet. Darüber hinaus werden witterungsbedingte Effekte erfasst und in den Planungen berücksichtigt und fortgeschrieben. Zusätzlich werden im Bereich Handel auch Dienstleistungen für andere Stadtwerke erbracht. Hier positionieren sich die Stadtwerke Rhede GmbH als verlässlicher Dienstleister. Für diese Kunden werden ebenfalls die Kundenveränderungen, das Verhalten der Wettbewerber im jeweiligen Vertriebsgebiet und Witterungseffekt laufend beobachtet. EigenkapitalquoteDie Geschäftsführung strebt weiterhin eine EigenkapitaIquote von mindestens 30 Prozent an. (Die marktwirtschaftlich übliche und anzustrebende Nutzung des Leverage-Effektes ist durch die Regulierungspraxis ausgeschlossen.) Entsprechend der Verträge mit den Kreditgebern und den Lieferanten sind hier weitere Maßnahmen zu ergreifen. Die EigenkapitaIquote spiegelt das Verhältnis des Eigenkapitals zum Gesamtkapital (Bilanzsumme Passiva) wieder. Das Eigenkapital ergibt sich aus dem Stammkapital zuzüglich der anderen Gewinnrücklagen und dem Jahresüberschuss abzgl. der Ausschüttung an die Stadt Rhede. Ziel ist es, die EigenkapitaIquote in Richtung 30 Prozent zu steigern. 3.2 Nicht-finanzielle LeistungsindikatorenEntwicklung des BäderbereichesDurch die Integration des Bereiches Bäder in die Stadtwerke Rhede GmbH können erhebliche technische, wirtschaftliche und steuerliche Vorteile für die Stadt Rhede erschlossen werden. Neben dem Schulschwimmen dient es als sozialer Treffpunkt für Sport und Reha-Maßnahmen und ist damit ein erheblicher Standortfaktor für eine attraktive Stadt Rhede. Anhand der Besucherzahlen lässt sich hier auch Zufriedenheit der Kunden erkennen. Darüber hinaus spielt vor allem die Witterung eine wichtige Rolle. StraßenbeleuchtungDer Stadtbeleuchtung wurden 15 neue Leuchtstellen in LED-Technik hinzugefügt. Es wurden turnusmäßig 613 Leuchten zur Überprüfung und Wechsel der Leuchtmittel angefahren. 33 Leuchten mussten außerplanmäßig aufgrund von Störungen überprüft und entstört werden. Des Weiteren wurden 13 Masten und 16 Lichtpunkte ausgetauscht. Die Planungen zur Umstellung noch im Altbestand befindlicher Hochdruckquecksilberdampflampen (HQL) in moderne LED-Beleuchtung sind bereits abgeschlossen. Durch Auswirkungen auf die zurzeit aktuellen Vertragsverhandlungen, die auf die Problematik des KAG's resultieren, gerät der Austausch der noch ca. 634 Hochdruckquecksilberdampflampen (HQL) und der Modernisierung der Straßenbeleuchtungsanlagen derzeit in Bedrängnis. Hintergrund ist, dass der restliche Lagerbestand der Stadtwerke Rhede GmbH von HQL, deren Nutzung 2015 von der EU-Kommission untersagt wurde, stetig zur Neige geht. Die vertragliche Ausgestaltung in diesem Bereich wird in 2020 abgeschlossen. Aufbau neuer GeschäftsfelderZur Zukunftssicherung der Stadtwerke Rhede GmbH wird weiter in neue Geschäftsfelder investiert. Hierzu zählen vor allem die Bereiche Glasfasernetz, Messwesen und Messstellenbetrieb sowie Nahwärme. Der Fokus im Bereich Glasfasernetz ist dabei auf den weiteren Netzausbau und die Versorgung der Kunden über das Vectoring in Rhede und deren Ortsteile Vardingholt, Krechting und Büngern sowie die Borkener Ortsteile Rhedebrügge und Borkenwirthe. Auch die direkte Glasfaseranbindung der Kunden wird weiter vorangetrieben. Ziel ist es, möglichst viele Haushalte mit neuen Produkten wie z. B. Internet, Telefonie oder auch IP-TV zu versorgen. Weiteres Ziel ist es die Stadt Rhede in Zeiten der Digitalisierung weiter zu unterstützen. Im Hinblick auf die neuen Baugebiete wurde das Glasfasernetz ebenfalls schon so vorbereitet, dass alle Eigentümer einen Glasfaseranschluss beantragen können. Zudem werden neue Kombi-Produkte, wie beispielsweise das "Rhemix"-Produkt (Kombiprodukt Strom / Internet), konzipiert. Der Bereich Messwesen wird, wie vom Gesetzgeber gewollt, weiter aufgebaut und in eine eigenständige Marktrolle überführt. Die neue Messtechnik im Bereich der Haushaltskunden in Form von sogenannten smart meter (richtigerweise elektronische Haushaltszähler) findet über den gesetzlich vorgeschriebenen Pflichteinbau hinaus immer noch keine Akzeptanz, weil sie zu teuer ist und keinerlei Zusatznutzen aufweist. Die nächste und durchaus größere Herausforderung ist die Inbetriebnahme und Implementierung der Gateway Technologie. Hierbei handelt es sich um einen Datenlogger am Stromzähler. Diese sammelt alle Werte vom Stromzähler und stellt sie (so der Wunsch des Gesetzgebers) allen Marktteilnehmern zu Verfügung. Mit dem dritten zertifizierten Gateway in diesem Jahr muss auch hier nach drei Jahren mindestens 10 % der Pflichteinbaufalle mit dieser intelligenten Messeinrichtung ausgestattet werden. Weitere neue Geschäftsideen werden planmäßig über die Tochtergesellschaften Rhegio Natur GmbH & Rhegio Dienstleistungen GmbH erschlossen. Mitarbeiter und SozialesAm Bilanzstichtag beschäftigte die Gesellschaft 78 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter sieben Auszubildende. Von dem Personalstand entfallen 32 Mitarbeiter auf die kaufmännische Abteilung, 37 auf den technischen Versorgungsbereich und 9 auf den Bäderbetrieb. Weiterhin bilden die Stadtwerke Rhede GmbH über den Bedarf hinaus aus. Der demografische Wandel geht auch an der Stadtwerke Rhede GmbH nicht vorbei: Es wurde ein technischer (Strom) Auszubildender eingestellt. Zusätzlich wurden zwei Mitarbeiterinnen für den Kundenservice, je eine Mitarbeiterin für das Controlling und für die Finanzbuchhaltung, eine Reinigungskraft, zwei Elektriker und ein Vermessungstechniker eingestellt, während zwei Mitarbeiter (Bad/Verwaltung) in den Altersruhestand verabschiedet wurden. Ein kaufmännischer Auszubildender beendete erfolgreich seine Ausbildung. Neben den bestehenden ATZ-Vertrag wurde ein weiterer Vertrag in Form einer flexiblen Arbeitszeitregelung über ein Langzeitkonto geschlossen. Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit wurden für die Weiterbildung der Beschäftigten rd. 99 TEUR investiert. Die Gesellschaft gehört dem kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen an. Sie entlohnt ihre Mitarbeiter seit dem 1. Januar 2006 nach dem Tarifvertrag Versorgungsbetriebe (TV-V). Im April erfolgte eine Tariferhöhung um 3,09 Prozent. Die Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements 2010 in Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt wurde fortgeführt und soll eine gesunde Erreichung der Regelarbeitszeitgrenze ermöglichen. In 2016 wurden den Mitarbeitern im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements wieder E-Bikes angeboten. Der Leitbildprozess wurde unter dem Prinzip "Achtsamkeit" weiterentwickelt. Im Zuge der Einführung der "Agilität" im kaufmännischen Bereich des Unternehmens, wurde umfangreich umorganisiert. Neben einer flexiblen Arbeitszeit sichern Heimarbeitsplätze und andere Regelungen die Familienfreundlichkeit des Unternehmens. Alle Maßnahmen wurden in guter Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat umgesetzt. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelten besonderer Dank und Anerkennung für die guten Arbeitsleistungen und das Engagement bei den neuen Herausforderungen sowie für die erfolgreiche Zusammenarbeit in 2019. Nachhaltigkeit und soziale VerantwortungDurch die Versorgung von Haushalten und Sondervertragskunden mit Strom, Gas, Wasser und Telekommunikationsdienstleistungen, basierend auf fortschrittlichster Netztechnologie, werden Grundbedürfnisse der Daseinsfürsorge erfüllt. Damit übernehmen die Stadtwerke Rhede GmbH weit mehr Verantwortung für das gesellschaftliche Zusammenleben als jede andere Branche. Entsprechend ist auch die Anforderung an die Nachhaltigkeit der Arbeit des Unternehmens.
4. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage4.1 ErtragslageTrotz einer geringen Eigenerzeugung und einer breit diversifizierten Wertschöpfung (viele Produkte für wenig Kunden statt wenig Produkte für viele Kunden) zeigt das Jahresergebnis der Stadtwerke Rhede GmbH auch für 2019 grundsätzlich einen guten Geschäftsverlauf und die fortgesetzt positive Entwicklung. Die Umsatzerlöse aus Energie- und Wasserverkäufen, Netznutzungsentgelten Strom und Gas, Benutzungsentgelten für das Hallen- und Freibad und sonstigen Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um rd. 2,3 Mio. EUR auf 25,5 Mio. EUR gestiegen. Die Erlösentwicklung in den einzelnen Sparten und Bereichen sowie die Entwicklung der wesentlichen Sachaufwendungen haben dabei sehr unterschiedlich zu der Ergebnisverbesserung beigetragen. Hier zeigt sich einmal mehr der Vorteil eines breit aufgestellten Mehrspartenunternehmens, das nicht nur in technischen Fragen Synergieeffekte realisiert, sondern auch, kaufmännisch solide geführt, Schwankungen in den einzelnen Bereichen ausgleichen kann. Wesentliche Faktoren für diese Entwicklung sind die Entwicklung im Strombereich (steigende Beschaffungspreise sowie höhere Netzentgelte), Mitverlegungsmaßnahmen im Bereich des geförderten Glasfaserausbaues und der positiven Entwicklung unserer Sparte Glasfaser sowie ein Anstieg der Anzahl an Investitionsmaßnahmen, die zu aktivierten Eigenleistungen führten. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr im Geschäftsjahr 2019 um rd. 295 TEUR gestiegen. Dies ist im Wesentlichen durch die gestiegenen Strombeschaffungspreise zu erklären. Der Anstieg im Personalaufwand um rd. 240 TEUR ist zum einen durch die Tariferhöhungen und zum anderen durch die Einstellung neuer Kolleginnen und Kollegen darzustellen. Der Bereich des sonstigen betrieblichen Aufwandes ist um rd. 880 TEUR gestiegen. Bewerbungen um Großprojekte sowie Unterstützungsleistungen in vermehrten Einzelprojekten haben einen erhöhten Beratungsaufwand in Anspruch genommen. Trotz eines erhöhten Fehlbetrages der Rhegio Natur hat sich das Finanzergebnis im Vergleich zum Vorjahr um rd. 25 TEUR verbessert. Dies ist im Wesentlichen auf den um rd. 110 TEUR geringeren Zinsaufwand zurückzuführen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt mit Badverlusten, ohne Übernahme der Anlaufverluste der Rhegio Natur GmbH, 1.686 TEUR vor Steuern. Unter Berücksichtigung der Badverluste von 921 TEUR und der Übernahme des negativen Ergebnisses der Rhegio Natur GmbH von 133 TEUR sowie Ertrags- und sonstigen Steuern von 562 TEUR ergibt sich ein Jahresergebnis nach Steuern von 991 TEUR. Im Vergleich zu den geplanten Umsatzerlösen konnten vor allem die Umsatzerlöse im Stromvertrieb, die Umsatzerlöse aus Telekommunikation und die Umsatzerlöse aus der Wasserversorgung stärker als geplant gesteigert werden. Darüber hinaus führten die Investitionstätigkeit und ein höherer Anteil, der durch Mitarbeiter erbrachten Eigenleistungen, zu einem stärker als geplanten Anstieg der aktivierten Eigenleistungen. Insgesamt konnten um rd. 1,5 Mio. EUR höher als geplanten Umsatzerlöse einschließlich der aktivierten Eigenleistungen erwirtschaftet werden. Der Materialaufwand ist im Vergleich zur Planung 2019 im Geschäftsjahr um rd. 0,5 Mio. EUR gestiegen. Dies ist die stärker als geplant angestiegenen Strombeschaffungspreise zu erklären. Der Anstieg im Personalaufwand um rd. 26 TEUR im Vergleich zur Planung 2019 ist zum einen durch erhöhte Personalrückstellungen (vor allem für Überstunden) sowie durch die Einstellung neuer Kolleginnen und Kollegen darzustellen. Der Bereich des sonstigen betrieblichen Aufwandes ist im Vergleich zur Planung 2019 um rd. 938 TEUR gestiegen. Bewerbungen um Großprojekte sowie Unterstützungsleistungen in vermehrten Einzelprojekten haben einen erhöhten Beratungsaufwand in Anspruch genommen. Im Vergleich zur Planung konnte so insgesamt ein um 21 TEUR höherer Jahresüberschuss erwirtschaftet werden. 4.1.1 EnergiebereichDer Erdgasabsatz des gesamten Netzes beträgt 139 GWh (Vorjahr: 137 GWh). Davon belieferten die Stadtwerke Rhede GmbH ca. 105 GWh (Vorjahr: 104 GWh) und die Drittlieferanten ca. 34 GWh (Vorjahr: 33 GWh). Im Strombereich sinkt die Gesamtabgabe des Netzes der Stadtwerke Rhede GmbH um 1,3 GWh auf 69,6 GWh. Dem eigenen Vertrieb von 48,2 GWh (Vorjahr: 46,2 GWh) steht die Menge der in unserem Netz durch Dritte belieferten Kunden von rd. 23,4 GWh (Vorjahr: 24,7 GWh) gegenüber. Ein Beitrag zur Kompensation der Verluste der Absatzmengen leisten die Kooperationen mit drei Energieversorgern. Grundsätzlich geht es bei den Kooperationen darum, neben der Energiebereitstellung, BackOffice-Dienstleistungen für andere Stadtwerke zu erbringen. Dies ist möglich, da die Stadtwerke Rhede sehr effizient aufgestellt sind und das Personal innovativ und flexibel auf Kundenwünsche reagiert. Der Stromabsatz an die Stadtwerke Lage GmbH konnte in 2019 um 0,3 GWh auf 10,0 GWh erhöht werden. Ebenfalls konnten die Absätze an die Energieversorgung Bad Bentheim gesteigert werden. Das Ergebnis dort stellt sich folgendermaßen dar: Strom 4,9 GWh (Vorjahr: 4,3 GWh) und Gas 9,6 GWh (Vorjahr: 9,3 GWh). Die Stadtwerke Stadtoldendorf haben mit dem höchsten Zuwachs von 0,8 GWh Strom in 2018 auf 1,7 GWh Strom in 2019 zur Kompensation beigetragen. Darüber hinaus zeigen die Vertriebsaktivitäten der Stadtwerke Rhede GmbH außerhalb des Netzgebietes mit 4,5 GWh Strom (Vorjahr: 3,5 GWh) und 1,2 GWh Gas (Vorjahr: 1,0 GWh) ein leichtes Wachstum und unterstützen so ein positives Gesamtergebnis. 4.1.2 BäderbereichDie Jahresbesucherzahlen im Hallen- und Freibad Rhede sind primär durch die Witterung beeinflusst. Die Besucheranzahl ist im Berichtsjahr um rd. 14 Prozent auf 113.239 Besucher (Vorjahr 131.306) inkl. Schulen und Vereinen gesunken. Die übernommenen Verluste aus dem Ergebnis vor Steuern betrugen im Jahr 2019 922 TEUR. Nach Steuerverrechnung wurde somit jede Eintrittskarte mit 5,89 EUR bezuschusst. Der geplante Jahresfehlbetrag vor Steuern in Höhe von 883 TEUR wurde um rd. 39 TEUR aufgrund erhöhter sonstiger betrieblicher Aufwendungen überschritten. Im Vergleich mit anderen Kombibädern ist das ein hervorragender Wert, der aber auch mit einer kontinuierlichen Attraktivitätssteigerung einhergeht, ohne das Konzept des "Aldi-Bades" zu verlassen. 2019 wurde in eine neue Brandmeldeanlage im Hallenbad investiert. Des Weiteren wurde die Planung zur Sanierung der Steuerungstechnik weiter vorangetrieben. Die Angebote sind eingeholt und werden im Jahr 2020 umgesetzt. An dem Konzept zur Sanierung der Lüftungsanlage wird weitergearbeitet. Weitere Sanierungsmaßnahmen sind geplant, um das Bad in einem zeitgemäßen Zustand zu bringen und somit weiterhin konkurrenzfähig zu halten. 4.1.3 neue GeschäftsfelderIm Bereich des Glasfaserausbaues war das Jahr 2019 sehr ereignisreich und erfolgreich. Mittlerweile können wir rd. 4.950 Häuser über das Vectoring in Rhede und deren Ortsteile Vardingholt, Krechting und Büngern sowie die Borkener Ortsteile Rhedebrügge und Borkenwirthe versorgen. Über die direkte Glasfaseranbindung sind es zum 31. Dezember 2019 1.100 Häuser in den Gebieten Rhede, Hamminkeln, Heiden, Dorsten und Reken. Zum Ende des Geschäftsjahres versorgen wir rd. 1.920 Haushalte mit unseren Produkten wie z. B. Internet, Telefonie oder auch IP-TV in den verschiedenen Städten, Gemeinden oder Ortsteilen. Im Geschäftsjahr 2019 lag der Fokus hauptsächlich auf den weiteren Ausbau der Glasfasernetze in der Gemeinde Reken sowie der Stadt Rhede, für die jeweils Fördermittel genehmigt wurden. Die beiden Projekte werden im Jahr 2020 abgeschlossen. Des Weiteren wurde in Dorsten mit der Unterstützung der Bürger vor Ort ein kleines Glasfasernetz mit 16 Hausanschlüssen eigenwirtschaftlich errichtet. In Rhede wurde das Baugebiet "An der Chaussee", die Gewerbebetriebe am "Voßkamp" sowie Teile vom Wissingkamp und der Hardtstraße in das Glasfasernetz integriert. Unser "Rhemix" Produkt (Kombiprodukt Strom / Internet) hat sich auch im Jahr 2019 bewährt, sodass unsere Rheder Bürger von der Vergünstigung profitieren konnten. Mit dem Inkrafttreten des Messstellenbetriebsgesetzes kommt die Stadtwerke Rhede GmbH ihrer Verpflichtung nach, die im Gesetz geforderten Maßnahmen durchzuführen. 4.3 Vermögens- und Finanzlage4.3.1 FinanzlageIm Geschäftsjahr 2019 haben sich Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit von 5.767 TEUR ergeben. Weiter ergaben sich Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit von 872 TEUR. Diese Mittelabflüsse konnten nicht durch die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit gedeckt werden. Die liquiden Mittel haben sich zum Stichtag um 1.070 TEUR verringert. 4.3.2 InvestitionstätigkeitIm Geschäftsjahr 2019 wurden Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 6.804 TEUR für die Erneuerung und bedarfsgerechte Erweiterung der Infrastruktur sowie den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes eingesetzt. Als Schwerpunkte sind somit der weitere Umbau des Stromverteilnetzes zum Sammelnetz und Aufbau des zukunftsträchtigen Geschäftsfeldes zu nennen. Im Bereich Strom flossen weiterhin außergewöhnlich hohe Mittel in die Netzverstärkung. Hierbei wurden das Niederspannungskabelnetz um 1,0 km erweitert, das Mittelspannungskabelnetz im Zuge von Optimierungsmaßnahmen um 0,5 km zurückgebaut und 0,3 km Freileitungen im Niederspannungsnetz durch Erdkabel ersetzt. Im Bereich Wasser wurde das Versorgungsnetz um insgesamt 2,6 km erweitert und 56 neue Wasserhausanschlüsse erstellt. Die Sparte Gas verzeichnete einen Zubau von rd. 0,6 km neues Versorgungsnetz und 19 neue Gas-Hausanschlüsse. Insgesamt wurden für das Geschäftsjahr 2019 Netzinvestitionen in Höhe von rd. 10.830 TEUR geplant. Im Vergleich zu den geplanten Investitionen wurden rd. 4.026 TEUR weniger als geplant investiert. Im Wesentlichen ist dies durch nicht getätigte Investitionen im Bereich "Ausschreibungen um Großprojekte" zu begründen, da Ausschreibungen nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnten. 4.3.3 Bilanzsumme und EigenkapitaIquoteAuch in Geschäftsjahr 2019 führte im Wesentlichen die getätigten Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 6,8 Mio. EUR, vor allem in die Netze, zu einer weiteren Erhöhung der Bilanzsumme von 61,7 Mio. EUR auf 65,6 Mio. EUR. Finanziert wurden die Investitionen im Wesentlichen durch die Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von 3,1 Mio. EUR sowie durch Einnahmen aus Zuschüssen in Höhe von 2,5 Mio. EUR. Die Tilgungen und Zinszahlungen der bestehenden Kredite sind in 2019 planmäßig geleistet worden. Zur Liquiditätssicherung wurde zusätzlich ein Rahmenvertrag mit einer Bank vereinbart. Das gute Wirtschaften ermöglichte dennoch das Halten der EigenkapitaIquote bei rd. 24 Prozent (jeweils unter Berücksichtigung der Ausschüttung). Mit den Investitionen wurde der Grundstein für das weitere Wachstum gelegt. Die Verzinsung auf das eingesetzte Kapital (als Verhältnis von korrigiertem Jahresüberschuss zu Stammkapital) konnte im Geschäftsjahr 2019 auf 20 Prozent (Vorjahr: 11 Prozent) gesteigert werden. Ermittelt wird dies anhand eines korrigierten Jahresüberschusses. Der handelsrechtliche Jahresüberschuss wird dabei um den Jahresfehlbetrag des Bäderbereichs, die Konzessionsabgaben sowie die Gewerbesteuerzahlungen bereinigt. 4.3.4 BeteiligungenZum 31. Dezember 2019 ergeben sich folgende strategische Beteiligungsverhältnisse:
5. Chancen, Risiken und RisikomanagementDer Wettbewerb mit neuen am Markt agierenden Anbietern wird neben der Konjunkturentwicklung und den Witterungsverhältnissen im Geschäftsjahr 2020 den mengenmäßigen Absatz in den Betriebszweigen der Energie- und Wasserversorgung weiterhin bestimmen. Generell wird weiter mit Abwanderung von Haushaltskunden zu Anbietern, die mit Dumpingpreisen arbeiten, zu rechnen sein. Mit marktgerechten Preisen und gezielter Ausrichtung auf die Markterfordernisse - wie z. B. Koppelprodukten, Fixpaketen, aber auch Imagekampagnen - werden wir weiter um jeden Kunden kämpfen. Die weiterhin zunehmende Anzahl von Eigenerzeugungsanlagen, die auch im deutschlandweiten Vergleich außerordentlich hoch ist, ist eine weitere große Herausforderung. Erstens fallen diese Anschlüsse natürlich als Kunden für den Handel aus, da sie ihren Strom (und bei Wärmepumpen auch Heizenergie) selbst erzeugen. Zweitens fallen diese Anschlüsse natürlich auch bei der Finanzierung des auch von ihnen genutztemn-Netzes aus und treiben somit die Netzkosten für die anderen Kunden weiter in die Höhe. Im Bereich Sonderkunden sind verstärkte Anstrengungen zur Rückgewinnung von Kunden zu unternehmen. Es werden auch verstärkt Anstrengungen unternommen, um mit neuen Produkten ein zusätzliches Geschäftsergebnis zu generieren. Hier ist neben den Projekten der Rhegio Natur GmbH besonders das Projekt "Service für Stadtwerke" strategischer Hoffnungsträger. Die Investitionen im Glasfasernetz ermöglichen einen schnellen und intensiven Aufbau des Bereiches Telekommunikation. Hier erwarten wir mittelfristig, positive Beiträge zum Unternehmensergebnis, die sich auch in der Senkung von Netzentgelten im Bereich Strom und damit sinkenden Strompreisen niederschlagen. Das größte Risiko besteht in den nicht absehbaren Auswirkungen aus den politischen und rechtlichen Vorgaben und ihrer Umsetzung in der EDV. Beispielhaft hierfür kann die MaKo 2020 genannt werden. Wir erwarten eine weiterhin hohe Personalbelastung und Schulungsbedarf sowie zusätzlichen Beratungsaufwand, was zu einer weiteren Steigerung der Personal- und Verwaltungskosten führen wird. Hier werden wir aber auch durch die neuen Mitarbeiter und die neue Struktur einen verbesserten und reibungsloseren Arbeitsablauf gestalten. Der EEG-bedingte Netzausbau ist fortzuführen, soweit er wirtschaftlich vertretbar ist und weitestgehend abzuschließen. Der Bereich Elektromobilität muss seitens des Netzes, des Messstellenbetriebes und des Handels in Richtung schwarze Null vorangetrieben werden. Grundsätzlich stehen auch hier die Stadtwerke in erster Linie in gesellschaftlicher Verantwortung zur Lösung von Mobilitätsproblemen und der Klimaschutzfrage. Die Parallelverlegung von Lehrrohren wird beibehalten. Sie sind durch frühzeitige Nutzung für die Netzsteuerung ergebniswirksam zu machen. Gemeinsam mit dem Gesellschafter muss ein gesundes Verhältnis zwischen dynamischer Unternehmensentwicklung und gesunder Eigenkapitalhöhe gefunden werden. Entscheidender Erfolgsfaktor für die weitere Entwicklung des Unternehmens zur Daseinsfürsorge und als Dienstleister wird weiterhin die Sicherung und Vergrößerung eines leistungsfähigen Stammes von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sein. In Abhängigkeit der weiteren Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Ausbruch von SARS-CoV-2-Virus kann es zu Änderungen des in diesem Bericht beschriebenen Ausblicks für das Geschäftsjahr 2020 kommen. Aktuell erfolgt die Beurteilung der Lage und der Entwicklung risikomindernder Maßnahmen. Derzeit sind die wirtschaftlichen Auswirkungen auf das operative Geschäft der Stadtwerke Rhede GmbH noch nicht quantifizierbar. Sollte es jedoch, aufgrund der aktuell äußerst dynamischen Weiterentwicklungen, zu Beeinträchtigungen im operativen Geschäft kommen, kann dies negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Stadtwerke Rhede GmbH haben, welches zu einem Gewinneinbruch führen kann. Aus heutiger Sicht bestehen keine Risiken, die einen existenziellen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. 6. AusblickVor dem Hintergrund der aktuellen SARS-CoV-2-Virus Pandemie lässt sich das Ausmaß der Gesamtauswirkungen, aufgrund der aktuell sehr dynamischen Weiterentwicklung der Situation, auf den Ausblick für das Jahr 2020 zu diesem Zeitpunkt nicht zuverlässig quantifizieren (es kann jedoch zu einem erheblichen Gewinneinbruch führen). Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehenden Folgen durch das SARS-CoV-2 Virus finden diese im beschriebenen Ausblick für das Geschäftsjahr 2020 keine Berücksichtigung. 2019 beginnend und 2020 verstärkend wird auch in Rhede der Breitbandausbau auf hohem Niveau fortgeführt und beendet. Dass die Stadtwerke Rhede GmbH den Wettbewerb um das Projekt geförderter Glasfaserausbau gewonnen haben, zeigt einmal mehr die Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Besonders hilfreich dabei sind unsere Erfahrungen, die wir im Umfeld gewonnen haben. Aber da wir als Stadtwerk Rhede vor allem für die Rheder Bevölkerung und Unternehmen da sind, werden wir in Rhede auch Projekte angehen, die aus wirtschaftlicher Sicht nicht an erster Stelle stehen würden. Wir fühlen uns vor allem der Daseinsfürsorge verpflichtet. Und Breitbandausbau ist Daseinsfürsorge! Schwerpunktaufgaben in 2020, die über den geregelten Geschäftsbetrieb hinausgehen, sind:
Ein erster Ausblick in das Geschäftsjahr 2020 ergibt, dass die Geschäftsleitung mit einem positiven Geschäftsverlauf rechnet. Unter Berücksichtigung der Abschreibung aus den Investitionsmaßnahmen in Höhe von rd. 8,5 Mio. EUR ergibt sich für das Wirtschaftsplanjahr 2020 voraussichtlich ein Jahresüberschuss in Höhe von rd. 750 TEUR für das Gesamtunternehmen nach Steuern vom Einkommen und Ertrag; geplant wird für die Tätigkeiten innerhalb der Versorgungssparten Strom, Gas und Wasser mit einem Jahresüberschuss in Höhe von rd. 1,770 Mio. EUR, während in der öffentliche Daseinsvorsorge (Bäder) mit einem Jahresfehlbetrag von rd. 697 TEUR und in dem Bereich der neuen Geschäftsfelder mit einen Jahresfehlbetrag von rd. 323 TEUR.
46414 Rhede, den 05.06.2020 Stadtwerke Rhede GmbH Geschäftsführung Lagebericht -Fußnotenverzeichnis
1 Veröffentlichung des BDEW Bundesverband
der Energie- und Wasserwirtschaft: Entwicklung der
Energieversorgung 2019 (Stand März 2020)
Aktivitäten - Bilanz zum 31. Dezember 2019 der Stadtwerke Rhede GmbH, RhedeTätigkeitsbereich Elektrizität - Verteilung -Aktivseite
Aktivitäten - Bilanz zum 31. Dezember 2019 der Stadtwerke Rhede GmbH, RhedeTätigkeitsbereich Gas - VerteilungAktivseite
Aktivitäten - Bilanz zum 31. Dezember 2019 der Stadtwerke Rhede GmbH, RhedeTätigkeitsbereich GMSBAktivseite
Gewinn- und Verlustrechung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2019Tätigkeitsbereich Elektrizität - Verteilung
Gewinn- und Verlustrechung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2019Tätigkeitsbereich Gas - Verteilung
Gewinn- und Verlustrechung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2019Tätigkeitsbereich - GMSB
Tätigkeitsabschlüsse zum 31. Dezember 2019der Stadtwerke Rhede GmbHDefinition der UnternehmenstätigkeitenEIektrizitätsverteilungDer Elektrizitätsverteilung werden die im Zusammenhang mit dem Mittel- und Niederspannungsnetz (≤110 kV) stehenden Aktivitäten zugeordnet. Andere Tätigkeiten innerhalb desHierunter werden die Strombeschaffung und der Stromvertrieb erfasst. GasverteilungDer Gasverteilung werden die im Zusammenhang mit dem Gasnetz des Nieder- und Mitteldrucks stehenden Aktivitäten zugeordnet. Andere Tätigkeiten innerhalb des GassektorsHierunter werden die Gasbeschaffung und der Gasvertrieb erfasst. GMSBDem grundzuständigen Messstellenbetrieb wird der nicht wirtschaftliche Messstellenbetrieb der modernen und intelligenten Messeinrichtungen zugeordnet. Sonstige Tätigkeiten (außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors)Hierunter werden die Wasserversorgung, Wärmeversorgung, öffentliche Beleuchtung, Energieerzeugung, Telekommunikation und der Bäderbetrieb erfasst. Grundsätze einschließlich der Abschreibungsmethoden, nach denen die Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens sowie die Aufwendungen und Erträge den einzelnen Unternehmenstätigkeiten zugeordnet wurdenAuf Grund der Organisationsstruktur der Stadtwerke Rhede GmbH werden auf Basis von Einzelkonten und Kostenstellen die wesentlichen Aktiv- und Passivposten sowie Aufwendungen und Erträge der Unternehmenstätigkeiten direkt zugeordnet. In den Fällen, wo dies nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre, erfolgt die Zurechnung grundsätzlich nach einem Schlüssel, der eine sachgerechte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten ermöglicht. Die Zuordnung der nicht direkt zuzuordnenden Kosten auf die Strom- und Gasversorgung, GMSB sowie die weitergehende Aufteilung auf die Tätigkeiten "Verteilung und andere Aktivitäten innerhalb des Strom- bzw. Gassektors" erfolgt nach Schlüsseln. MaterialaufwandIm Strom- und Gassektor wie auch im Sektor GMSB werden die Kosten weitestgehend direkt aus den Konten der Finanzbuchhaltung der "Verteilung" und "den anderen Aktivitäten innerhalb des Sektors" zugeordnet. FremdkapitalzinsenDie neu aufgenommenen Darlehen wurden anhand einer Mittelbedarfsrechnung (Investitionsvolumen abzüglich Abschreibungen vermindert um Auflösungen Ertragszuschüsse) den Tätigkeitsbereichen zugeordnet. Entsprechend wurde mit den Zinsen der Neudarlehen verfahren. Die Zinsen für die Altdarlehen wurden gemäß der im jeweiligen Aufnahmejahr ermittelten Verteilung den Tätigkeiten angelastet. sonstige betriebliche AufwendungenBei der Verteilung der Kosten aus den Konten der Finanzbuchhaltung auf die einzelnen Sparten war es möglich, den wesentlichen Teil (Konzessionsabgabe) direkt den Sparten zuzuordnen. Für alle weiteren Konten wurden unterschiedliche Schlüssel verwendet, u. a. differenziert ermittelte Verwaltungs- und Vertriebsschlüssel. AbschreibungenDie Abschreibungen der gemeinsamen Anlagen werden auf die einzelnen Unternehmenstätigkeiten im Wesentlichen über die Betriebs- und Verwaltungsschlüssel verteilt. Innerhalb der Tätigkeiten Strom- und Gasversorgung werden die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen weitgehend dem "Verteilungsnetz" zugerechnet. Interne LeistungsverrechnungInterne Leistungsverrechnungen können größtenteils den einzelnen Tätigkeiten direkt zugeordnet werden. Abweichende Regelungen hierzu werden z. B. bei der Aufteilung der liquiden Mittel vorgenommen. Für die Aufteilung kommt ein Ergebnisschlüssel zur Anwendung, der aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet wird. Ebenso werden nicht direkt zurechenbare Forderungen und Verbindlichkeiten, die im Zusammenhang mit der Zuordnung zum Vertrieb und der Verteilung stehen, über den Umsatzerlösschlüssel verteilt. Die im Wege der direkten und indirekten Zuordnung der Aktiva und Passiva entstehende Residualgröße ist im Eigenkapital unter der Position "Kapitalverrechnungskonto" als Verrechnungsposition zwischen den Tätigkeitsbereichen erfasst. Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen; geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu 250,00 € werden im Zugangsjahr direkt als Aufwand gebucht. Die Verteilung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das Jahr 2019 erfolgt grundsätzlich im Verhältnis der Ergebnisse der einzelnen Betriebssparten vor Ertragssteuern am Gesamtergebnis vor Ertragssteuern. Die Ertragssteuern für das Vorjahr sind im Verhältnis der Steuerverteilung des Vorjahres den einzelnen Tätigkeiten zugeordnet. Erläuterungen zu den Tätigkeitsabschlüssen der Stadtwerke Rhede GmbH zum 31. Dezember 2019Allgemeine ErläuterungenDie Tätigkeitsabschlüsse der Stadtwerke Rhede GmbH sind nach den Vorschriften des § 6b Abs. 3 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Forderungen und Sonstige VermögensgegenständeVon den Forderungen gegen die Gesellschafterin (Elektrizitätsverteilung 14 TEUR, Gasverteilung 7 TEUR, GMSB 0 TEUR) entfallen auf Lieferungen und Leistungen (Elektrizitätsverteilung 9 TEUR, Gasverteilung 7 TEUR, GMSB 0 TEUR). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuerforderungen in der Elektrizitätsverteilung in Höhe von 258 TEUR, in der Gasverteilung in Höhe von 131 TEUR und im GMSB in Höhe von 0 TEUR enthalten. Bei den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen bestehen wie im Vorjahr keine über ein Jahr hinausgehende Restlaufzeiten. Von den Sonstigen Vermögensgegenständen entstehen in der Elektrizitätsverteilung 120 TEUR (Vorjahr: 56 TEUR), in der Gasverteilung 86 TEUR (Vorjahr: 22 TEUR) und im GMSB 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) rechtlich erst nach dem Stichtag. RechnungsabgrenzungspostenDiese Position enthält sowohl in der Elektrizitäts- als auch in der Gasverteilung und im GMSB hauptsächlich abgegrenzte Dienstleistungszahlungen. EigenkapitalUnter dem Gezeichneten Kapital wird das Stammkapital (Elektrizitätsverteilung 4.639.274,04 EUR, Gasverteilung 1.603.845,87 EUR, GMSB 174.033,41 EUR) ausgewiesen, welches durch die alleinige Gesellschafterin, Stadt Rhede, voll eingezahlt ist. Sonstige RückstellungenDie Sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Personalzahlungen (Elektrizitätsverteilung 215 TEUR, Gasverteilung 75 TEUR, GMSB 6 TEUR), Rückstellungen für Prozesskosten (Elektrizitätsverteilung 34 TEUR, Gasverteilung 13 TEUR, GMSB 0 TEUR), Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (Elektrizitätsverteilung TEUR 326, Gasverteilung 125 TEUR, GMSB 0 TEUR), Rückstellungen für überzahlte Biogasumlagen (Gasverteilung 103 TEUR) und andere Rückstellungen (Elektrizitätsverteilung 76 TEUR, Gasverteilung 19 TEUR, GMSB 0 TEUR). VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten teilen sich folgendermaßen auf die Tätigkeitsbereiche auf: Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2019:
Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2018:
Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2019:
Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2018:
Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2019:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in der Elektrizitätsverteilung 8.312 TEUR, in der Gasverteilung 3.394 TEUR und im GMSB 0 TEUR durch Ausfallbürgschaften der Stadt Rhede gesichert. Bei der Volksbank Rhede besteht eine Sicherheit in Form einer erstrangigen Grundschuld auf die Besitzung in Rhede, Krommerter Weg 13 (in Höhe von: Elektrizitätsverteilung 1.351 TEUR, Gasverteilung 319 TEUR, GMSB 0 TEUR). Weitere Sicherheiten bestehen mit Ausnahme branchenüblicher Eigentumsvorbehalte nicht. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten in der Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung und GMSB Steuern in Höhe von 0 TEUR. Sonstige finanzielle VerpflichtungenAus Erbbaurechts- und Grundstückspachtverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in der Elektrizitätsverteilung von rd. 2 TEUR/Jahr (Restlaufzeit der Verträge zwischen 39 und 82 Jahren) und in der Gasverteilung von rd. 0,6 TEUR/Jahr (Restlaufzeit des Vertrages 85 Jahre). Aus Miet-, Wartungs- und sonstigen Verträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in der Elektrizitätsverteilung von ca. 119 TEUR/Jahr (Restlaufzeit der Verträge: bis zu 5 Jahren bzw. unbefristet) und Gasverteilung von ca. 39 TEUR/Jahr (Restlaufzeit der Verträge: bis zu 5 Jahren bzw. unbefristet). Im GMSB bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie ausgewiesenen Körperschaft- und Gewerbesteuern entfallen in der Elektrizitätsverteilung 166 TEUR, in der Gasverteilung 74 TEUR und im GMSB 0 TEUR auf das Jahr 2018 und in der Elektrizitätsverteilung 158 TEUR, in der Gasverteilung 73 TEUR und im GMSB -19 TEUR auf das Jahr 2019. Vergütung Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat hat 2019 eine Aufwandsentschädigung in der Elektrizitätsverteilung in Höhe von TEUR 7,0, in der Gasverteilung von TEUR 2,1 und im GMSB TEUR 0,2 erhalten. Belegschaft:Im Jahresdurchschnitt (ohne Geschäftsführung und ohne Auszubildende) waren bei der Elektrizitätsverteilung 14 (Vorjahr: 13), bei der Gasverteilung 5 (Vorjahr: 4) und beim GMSB 0 (Vorjahr 0) Arbeitnehmer in der Verwaltung beschäftigt. Gewerbliche Arbeitnehmer waren bei der Elektrizitätsverteilung 11 (Vorjahr: 11), bei der Gasverteilung 6 (Vorjahr: 6) und beim GMSB 0 (Vorjahr: 0) beschäftigt. AbschlussprüferhonorarDas Abschlussprüferhonorar beträgt in der Elektrizitätsverteilung 30 TEUR. Es entfällt mit 24 TEUR auf Abschlussprüfungen und mit 6 TEUR auf Steuerberatungsleistungen. In der Gasverteilung beträgt das Abschlussprüferhonorar 9 TEUR, wobei 7 TEUR auf die Abschlussprüfungen und 2 TEUR auf Steuerberatungsleistungen entfallen. Beim GMSB beträgt das Abschlussprüferhonorar 1 TEUR. Hiervon entfallen 1 TEUR auf die Abschlussprüfungen und 0 TEUR auf Steuerberatungsleistungen. Vorschlag zur Ergebnisverwendung:Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss (Elektrizitätsverteilung EUR 669.668,84, Gasverteilung EUR 313.791,53, GMSB EUR -101.521,53) wie folgt zu verwenden. An die Gesellschafterin Stadt Rhede werden EUR 0,00 ausgeschüttet, in die anderen Gewinnrücklagen werden Elektrizitätsverteilung EUR 669.668,84, Gasverteilung EUR 313.791,53, GMSB EUR -101.521,53 eingestellt.
Rhede, 04.06.2020 GesellschafterversammlungNiederschriftüber den Verlauf der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Rhede GmbH am 06. August 2020 im Büro des Geschäftsführers der Stadtwerke Rhede GmbH. Teilnehmer:Vorsitzender Simon Böing, als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Gesellschaft Beigeordneter Hubert Wewering, als Vertreter des Kapitals Geschäftsführer Dr. Ronald Heinze, als allein vertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft Beginn: 16:15 Uhr Tagesordnung:Die heutige Gesellschafterversammlung unter dem Vorsitz des Aufsichtsratsvorsitzenden der Stadtwerke Rhede GmbH, die vom Beigeordneten Hubert Wewering wahrgenommen wird, fasst einstimmig folgende Beschlüsse: 1. Jahresabschluss und Lagebericht 2019Der Jahresabschluss 2019 der Stadtwerke Rhede GmbH wird in der vom Geschäftsführer aufgestellten und vom Wirtschaftsprüfer geprüften Fassung festgestellt. Die Schlussbilanz zum 31.12.2019 wird mit einer Bilanzsumme in Höhe von 65.626.002,09 EUR festgestellt. Der geprüfte Lagebericht 2019 wird zur Kenntnis genommen. 2. GewinnverwendungDer Jahresüberschuss 2019 der Stadtwerke Rhede GmbH wird mit 991.067,34 EUR festgestellt. Der Jahresüberschuss wird in voller Höhe in die Gewinnrücklagen eingestellt. 3. Entlastung GeschäftsführerDem Geschäftsführer der Stadtwerke Rhede GmbH wird gemäß § 15 Buchstabe g) des Gesellschaftsvertrages für das Geschäftsjahr 2019 Entlastung erteilt. 4. Entlastung AufsichtsratDem Aufsichtsrat der Stadtwerke Rhede GmbH wird gemäß § 15 Buchstabe i) des Gesellschaftsvertrages für das Geschäftsjahr 2019 Entlastung erteilt. Ende: 16:45 Uhr
Rhede, 06.08.2020 Simon Böing Hubert Wewering Dr. Ronald Heinze |
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