Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Renolit AGLiquidiert
Horchheimer Straße 50, 67547 Worms, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolf-Henning Christian Daum seit 23.3.2010 | Prokura |
Sandra Dietrich seit 8.10.2009 | Prokura |
Jacques Steur seit 8.10.2009 | Prokura |
Carsten Wienstein seit 14.3.2007 | Prokura |
Heinz Gerber seit 14.3.2007 | Prokura |
Pierre Winant seit 4.10.2006 | Vorstandsmitglied |
Axel Hellmut Dr. Bruder seit 18.1.2006 | Vorstandsmitglied |
Herbert Leier seit 18.1.2006 | Prokura |
Peter Selk seit 18.1.2006 | Prokura |
Hans Stautner seit 18.1.2006 | Prokura |
Ullrich Theo Eberhard Backhaus seit 18.1.2006 | Prokura |
Thomas Salzer seit 18.1.2006 | Prokura |
Hans-Jürgen Aumüller seit 18.1.2006 | Prokura |
Michael Thomas Kundel seit 18.1.2006 | Vorstandsmitglied |
Hans-Jürgen Bednarz seit 18.1.2006 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Renolit AGWormsJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009Lagebericht 2009I. Berichtsjahr1. Marktentwicklung Das Geschäftsjahr 2009 war durch die globale Rezession gezeichnet, die in Folge der Finanzkrise die Realwirtschaft erreicht hat. Die sich deutlich abschwächende Weltkonjunktur erfasst fast gleichermaßen alle Regionen, in die die RENOLIT AG liefert. Dieses betrifft nicht nur die Kernmärkte in Westeuropa, sondern insbesondere auch die Märkte in Osteuropa, in denen die RENOLIT AG in den vergangenen Jahren überproportional wachsen konnte. Die unmittelbar konjunkturbedingten Einbrüche in der Nachfrage wurden zu Beginn des Jahres durch zwei sekundäre Effekte verstärkt. Einerseits führte die allgemeine Kapitalknappheit sowie die Spekulation unserer Kunden auf fallende Rohstoffpreise zu Bestandsreduktionen bei unseren unmittelbaren als auch indirekten Kunden: Die Bankenkrise führte zu einer Verknappung von Geldmitteln in weiten Bereichen der Wirtschaft, sodass teilweise drastische Maßnahmen zur Verringerung von Lagerbeständen seitens unserer Kunden eingeleitet wurden. Neben einem kurzfristigen Aussetzen von Bestellungen unserer Folie hatte dieses zur Folge, dass zunehmend weniger profitable Kleinmengen geordert wurden. Zudem ermutigten die stark fallenden Rohstoffpreise einige unserer Kunden dazu, auf sinkende Verkaufspreise der RENOLIT zu spekulieren und Bestellungen soweit wie möglich hinaus zu zögern. Andererseits wurde die Bauindustrie und damit auch unsere Vermarktungsmöglichkeiten für Fensterprofilfolien vom lang anhaltenden Winter stark betroffen. Seit Beginn des zweiten Quartals erholte sich die Nachfrage zusehends und stabilisierte sich gegen Ende des Jahres auf einem zufriedenstellenden Niveau, welches sich deutlich von den Einbrüchen zu Beginn des Jahres abhebt, aber hinter den Werten der Vorjahre zurück bleibt. Weiterhin Sorge bereiteten die Entwicklung der Wechselkurse der für die RENOLIT AG wichtigsten Fremdwährungen US-Dollar und Britisches Pfund. Beide Währungen entwickelten sich schwach gegenüber dem Euro und zeigten nach einer kurzen Aufwärtsphase im Sommer des Jahres wieder abnehmende Tendenzen. Dadurch wurden zumindest kurz- bis mittelfristig Exporte in das Vereinigte Königreich sowie den Dollar-Raum - inklusive Südamerika und Asien - erschwert. 2. Anpassungsmaßnahmen an einzelnen Standorten Die starken Absatzeinbrüche erfassten alle vier Werke, wobei die Werke in Salzgitter und Frankenthal am stärksten betroffen waren. Als Folge der gesamtwirtschaftlichen Krise wurden bereits zum Ende des Jahres 2008 Maßnahmen zur Arbeitszeitverkürzung (Kurzarbeit) ergriffen, die eine Anpassung der Kapazitäten an die veränderte Auftragslage kurzfristig ermöglichten. Aufgrund der ansteigenden Nachfrage konnte in den meisten deutschen Werken die Kurzarbeit seit Sommer 2009 ganz oder teilweise ausgesetzt werden. Die Möglichkeit der teilweise dynamischen Anpassung von Kapazitäten an die Nachfrage konnte jedoch für Salzgitter und Frankenthal die strukturellen Schwächen der Absatzmärkte beider Werke nicht überdecken. Über die vergangenen Jahre hinweg verzeichnete der Markt für Büromittelfolie einen tiefgreifenden kontinuierlichen Niedergang, der die gesamte Wertschöpfungskette erfasste und von Produktionsverlagerungen nach Osteuropa und Asien gekennzeichnet war. Dem enormen Preisdruck konnte Salzgitter nicht Stand halten und musste in den vergangenen Jahren die Bereiche für Büromaterialien und einige verwandte Bereiche aufgeben. Das verbleibende Produkt des Werkes, die sog. Label-Folie aus dem Bereich der Folien für Selbstklebeanwendungen, geriet im Wettbewerb mit extrudierten Blasfolien zunehmend unter Preis- und Margendruck. Daher entschloß sich die Geschäftsführung der RENOLIT AG zur Schließung des Standortes. Nach Verabschiedung des Sozialplans wurde die Produktion im Werk Ende September weitgehend eingestellt, einige wenige Restaufträge wurden bis Mitte November abgearbeitet. Auch das Werk Frankenthal leidet unter strukturellen Problemen seiner Absatzmärkte und den damit einhergehenden Überkapazitäten im Werk. Das Werk stellt vornehmlich farbige Folien für Selbstklebeanwendungen her. Gerade diese Produkte geraten nun unter Druck, da in den vergangenen Jahren Kunden zunehmend dazu übergehen, weiße Folien selbst zu bedrucken, anstatt hochwertigere, farbige Folien zu verwenden. Dieser Trend wird durch den vermehrten Einsatz von Digital-Drucktechniken in der weiteren Wertschöpfungskette ausgelöst. Volumenverluste konnten nicht voll durch Produkte ersetzt werden, die von Worms nach Frankenthal transferiert werden. Die Geschäftsführung der RENOLIT AG hat daher die Streichung des Äquivalents von 52 Arbeitsplätzen beschlossen, der Abbau wird unter anderem über Altersteilzeitregelungen erfolgen. 3. Materialbereich Das Preisniveau der wichtigsten Polymere erreichte im September 2008 historische Höchststände als Folge überbordender Preisspekulationen bei den Vorprodukten - insbesondere Rohöl und daraus entstehender Derivate sowie der noch hohen Nachfrage im ersten Halbjahr. Infolge der exzessiven Preisentwicklung und der einbrechenden Nachfrage aufgrund der Weltwirtschaftskrise fielen im letzten Quartal 2008 die Preise für unsere Hauptrohstoffe auf einen vierjährigen Tiefstand. Binnen weniger Monate war ein Niveau rund 40 % unter den fast historischen Höchstständen erreicht. Über den Verlauf des Jahres 2009 versuchten die Rohstofflieferanten, wieder Boden gut zu machen und einige Hauptrohstoffe verteuerten sich um bis zu 30 % bis Herbst 2009. Nach einem relativ flachen Verlauf der Rohstoffpreise gegen Ende 2009 ist mit weiteren Anstiegen zu Beginn des Jahres 2010 zu rechnen. Ausgelöst wird dieser Trend insbesondere durch die verstärkte Nachfrage aus Nordamerika und Asien. Bedingt durch das niedrigere Preisniveau, aber auch ausgelöst durch die Verschiebung des Produktmixes in Folge der Werksschließung in Salzgitter, hat sich der Materialkostenanteil (Rohstoffe) an der betrieblichen Leistung deutlich reduziert. 4. Akquisitionen Zum 31. Dezember 2008 wurde der Vertrag zur Übernahme von 100% der Anteile an vier Vertriebsunternehmen in Russland, Weißrussland, Ukraine und Kasachstan unterschrieben. Es handelt sich dabei um eine Firmengruppe, mit der seit vielen Jahren vertraglich der Verkauf und die Vermarktung von Außenfolien in wichtigen Märkten der CIS erfolgreich abgewickelt wurden. Damit wurde eine deutliche Stärkung der Vertriebs- und Marktposition in der Wachstumsregion Osteuropa erreicht. Die endgültige Übertragung der Anteile bzw. Vermögensgegenstände erfolgte für Russland rückwirkend zum 31. Dezember 2008, die Übertragung der weiteren Aktivitäten erfolgte im Verlauf des 1. Halbjahres 2009. Die Integration der Aktivitäten in die RENOLIT Gruppe ist abgeschlossen. Neben der Vermarktung von Außenfolien werden in zunehmenden Maße Folien für Möbeloberfläche der RENOLIT AG durch die übernommenen Aktivitäten gehandelt. 5. Investitionen Angesichts der geringen Kapazitätsauslastung hat die RENOLIT AG für das Jahr 2009 ihr Investitionsbudget auf € 8,3 Mio. reduziert (darin enthalten sind Großreparaturen in Höhe von € 2,4 Mio.). In der gegenwärtigen Situation werden viele Projekte zurückgehalten oder verspätet angegangen, sofern sie nicht der unmittelbaren Steigerung der Effizienz (insbes. Rohstoffausbeute) dienen. 6. Personalbereich Der Personalstand hat sich entsprechend der Beschäftigungssituation gegenüber dem 31.12.2008 um 79 Mitarbeiter auf nunmehr 1.500 Mitarbeiter reduziert. Der Personalaufwand hat sich um 4,0 % gegenüber dem Vorjahr reduziert. 7. Ergebnisentwicklung Zur Diskussion der Ergebnisentwicklung ist vorab anzumerken, daß die RENOLIT AG sowie ihre deutschen Tochtergesellschaften die Rechnungslegungsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ("BilmoG") zur Erstellung der Bilanzen zum 31. Dezember 2009 vorzeitig angewendet haben. In den einzelnen Gesellschaften werden die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung in den außerordentlichen Aufwendungen und Erträgen saldiert erfasst. Eine Ausnahme bilden die positiven Beiträge aus der Bestandsbewertung, die in der Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erfasst wird. Im Saldo heben sich positive und negative Einflüsse auf die Bilanzpositionen der RENOLIT AG selbst weitgehend auf. Allerdings führt insbesondere die nach BilmoG konservativere Bewertung der Pensionsverbindlichkeiten bei den Deutschen Tochtergesellschaften zu erhöhten Aufwendungen aus der Verlustübernahme. Vom Wahlrecht, Ergebniseinflüsse aus der Umstellung der Rechnungslegungsvorschriften über einen längeren Zeitraum zu verteilen, wurde weder bei der RENOLIT AG noch bei den Tochtergesellschaften Gebrauch gemacht. Getrieben durch die rückläufigen Absatzmengen hat sich die Rohmarge 1 von € 181,0 Mio. im Vorjahr auf € 157,5 Mio. im Berichtsjahr verschlechtert. Dem Einbruch um € 23,5 Mio. konnte die RENOLIT AG durch vielfältige, aktive Anpassungsmaßnahmen begegnen, während parallel die reduzierte Gesamtleistung automatisch einige positive Ergebniseffekte nach sich zog. So führten insbesondere die Maßnahmen der Kurzarbeit und Lohnverzicht trotz der üblichen Lohn- und Gehaltssteigerungen zu Einsparungen von € 3,4 Mio. im Personalaufwand. Die Reduktion umsatzabhängiger Rückstellungen, Wechselkurserträge sowie von Erträgen aus Anlageabgängen ist insbesondere für die Erhöhung sonstiger betrieblicher Erträge um € 10,3 Mio. verantwortlich. Zeitgleich führt beispielsweise die niedrigere Produktionsleistung zu geringeren Aufwendungen für Reparaturen, als auch die geringere Liefermenge zu einer Abnahme in den Frachtkosten. Zusammen mit einer Vielzahl weiterer Kostensenkungen sinken die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insgesamt um € 10,0 Mio.. Im Saldo ergibt sich ein Ergebnis aus der operativen Geschäftstätigkeit 2 von € 56,3 Mio., welches sogar noch leicht über dem Vorjahreswert liegt. Gesunkene Investitionsaktivitäten führten zu einer starken Abnahme bei den planmäßigen Abschreibungen, insgesamt sanken Abschreibungen um € 3,5 Mio. gegenüber Vorjahr. Korrigiert um planmäßige Abschreibungen ergibt sich eine Ergebnisgröße, die mit € 44,2 Mio. dann über dem Vorjahreswert von € 40,5 Mio. liegt. Bei weitgehend konstanten Zinsaufwendungen und -erträgen ist die Abnahme des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um € 14,2 Mio. auf € 19,6 Mio. insbesondere auf die Übernahme der Verluste der Tochtergesellschaften Alkor GmbH Kunststoffe (München) und Alkor Folien GmbH (Thansau) zurück zu führen, mit denen seit Herbst 2009 Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge bestehen. Die ausgewiesenen übernommenen Verluste von € 18,5 sind sowohl auf den krisenbedingten Einbruch des operativen Geschäftes der Tochtergesellschaften als insbesondere auch auf die Umstellung der Rechnungslegungsvorschriften zurückzuführen. Außerordentliche Aufwendungen beinhalten insbesondere die Kosten der Werksschließung Salzgitter als auch die Kosten für den Personalabbau im Werk Frankenthal, die in Summe € 7,1 Mio. betragen. Die nach dem BilmoG geänderte Bewertung von Rückstellungen trägt mit rund € 2,0 Mio. bei. Durch die Verlustübernahme als auch durch die außerordentlichen Aufwendungen sinken Steuern deutlich um € 9,5 Mio. gegen Vorjahr. Insgesamt ergibt sich dadurch ein Jahresüberschuss von € 6,7 Mio., der deutlich unter den Vorjahreswert von € 20,4 Mio. liegt. Beachtlich ist, daß die RENOLIT AG auch angesichts rezessionsbedingter Einbrüche in der Absatzmenge, negativer Auswirkungen durch die geänderten Rechnungslegungsvorschriften des BilmoG als auch der Übernahme der Verluste der Tochtergesellschaften robust positiv bleibt.
1 d.h. Umsatzerlöse plus
Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand
8. Bilanzstruktur Die Eigenkapitalquote verschlechterte sich nur unwesentlich von 58,4 % in 2008 auf 58,2 % in 2009. Der Deckungsgrad des Anlagevermögens durch Eigenkapital verbesserte sich hingegen auf 86,0 %, gegenüber Vorjahr von 81,4 %. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich von 22,0 % auf 18,3 % der Bilanzsumme. Die konservative Bewertungspolitik mit niedrigen Ansätzen im Bereich des Anlagevermögens, der Vorratsbewertung, sowie mit einer deutlich vorsichtigen Risikovorsorge wurde beibehalten. 9. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Die RENOLIT AG als Muttergesellschaft der RENOLIT Gruppe hat mit der Akquisition der Sifmar-Gruppe sowie der Übernahme eines Werkes in China im Jahre 2006 die Marktposition auf dem Absatz- und Beschaffungsmarkt zu einem führenden Anbieter in den Kerngeschäften ausgebaut. Trotz der Akquisition und der damit verbundenen erhöhten Fremdfinanzierung ist, selbst im Angesicht der globalen Wirtschaftskrise und ihrer negativen Auswirkungen auf die RENOLIT Gruppe, die Vermögens- und Finanzlage solide. Das Unternehmen sieht sich daher auch in einem deutlich veränderten gesamtwirtschaftlichen Umfeld gut aufgestellt. Es wurden rechtzeitig an allen Standorten Maßnahmen zur Kostensenkung und Kapazitätsanpassung ergriffen, die angemessen erscheinen, der aktuell schwierigen Geschäftsentwicklung entgegenzusteuern. II. Zukunftserwartungen1. Absatz, Umsatz und Materialbereich Angesichts der Dynamik der letzten Monate und der Erwartung, dass die weltweite Rezession kein kurzfristiges Phänomen sein wird, sind zuverlässige Prognosen schwierig. Geht man davon aus, daß nach den massiven Rückgängen die primäre Talsohle erreicht ist, so läßt dies zunächst eine Stabilisierung der Absatzmengen erwarten. Fraglich scheint, ob sich die Gesamtwirtschaft nun wieder kontinuierlich erholt, oder ob es durch zeitversetzte, sekundäre Effekte der Finanzkrise weitere Einbrüche oder Rückschläge geben wird. Für die Bereiche der Fensterummantelungsfolie sowie der Folien für Selbstklebeanwendungen wird eine weitere Stabilisierung oder sogar kontinuierliche Erholung erwartet. Im Bereich der Folien für Möbeloberflächen werden mittelfristig positive Impulse durch die Vermarktung der Hochglanz-Folie sowie einer klar strukturierten Marken-Strategie gesetzt. Der Bereich der Büromittelfolie wird weiterhin mit rückläufigen Märkten zu kämpfen haben, dem Trend wird durch die Schaffung neuer Produkte entgegen gearbeitet. Auch in wieder anziehenden Märkten wird die RENOLIT - wie in 2009 geschehen - flexibel auf die Anforderungen der Märkte reagieren und ggfs. kurzfristig und zeitlich befristet Anpassungsmaßnahmen in allen Kostenbereichen, insbesondere aber auch im Bereich der Arbeitszeit, wieder vornehmen. Für die kommenden Monate erwarten wir trotz einer nach wie vor schwachen Nachfrage nach unseren Vorprodukten weiterhin leicht anziehende Rohstoffpreise. Wir gehen derzeit davon aus, daß der entsprechende Druck auf die Margen durch die erwartete Erholung der Märkte, und die damit verbundenen steigenden Absatzmengen, kompensiert wird. Insgesamt läßt sich damit für 2010 ein operatives Ergebnis erwarten, welches in der Größenordnung des operativen Ergebnisses von 2009 liegen dürfte. 2. Investitionsprojekte Die geplanten Investitionen für das Jahr 2010 in Höhe von rund € 16,6 Mio. (inklusive € 2,8 Mio. an Großreparaturen) dienen im Wesentlichen der Produktionsoptimierung und der Einführung neuer, innovativer Produkte und Technologien. III. Forschung und EntwicklungDie Gesellschaft verfügt über eine zentrale Entwicklungsabteilung, die sich im Wesentlichen auf die anwenderbezogene Neu- und Weiterentwicklung der bestehenden Kerngeschäftsfelder konzentriert. IV. RisikomanagmentDie Risikobereiche des Unternehmens einschließlich der für die Unternehmensentwicklung überaus wichtigen Bewegungen auf den Rohstoffmärkten werden durch geeignete Instrumente permanent beobachtet und kontrolliert. Durch die Etablierung eines Risikokatasters werden Risikofaktoren aus allen Bereichen des Unternehmens seit 2009 systematisch erfasst und mögliche Ergebniseinflüsse bewertet. Ein wesentliches Risiko für das Unternehmen besteht in der Preisentwicklung der Hauptrohstoffe, hier insbesondere für PVC und Weichmacher. Die Versorgung mit PVC ist in einem Fall durch einen langfristigen Liefervertrag gesichert. Durch ölpreisbedingte Steigerungen ergeben sich Kostenbelastungen, die unter Umständen nicht voll und zeitgleich über die Absatzpreise an Kunden weiter gegeben werden können. Das gleiche gilt in abgeschwächter Form für die Entwicklung der Energiepreise. Einen Einfluss auf die Absatzpreise haben insbesondere die Währungen USD, GBP und PLN, die unser Geschäft beeinflussen können; Devisentermingeschäfte kamen im Geschäftsjahr 2009 nicht zum Einsatz. Ein weiterer potentieller Risikobereich sind offene Positionen im Debitorenbereich. Durch die Zusammenarbeit mit einer Warenkreditversicherung verbunden mit der Vergabe sowie strengen Überwachung kundenspezifischer Kreditlimits wird konsequent versucht, negative Tendenzen frühzeitig zu erkennen. Auf diese Weise ist es gelungen, auch in ökonomisch schwierigem Umfeld unter Einbeziehung eines effizienten Mahnwesens ein niedriges Niveau an Forderungsausfällen zu halten. Ein erhöhtes Risikobewusstsein erfordern Kundenbeziehungen in Länder, die als politisch instabil gelten bzw. deren Staatsfinanzen besonders unter den negativen Folgen der Wirtschaftskrise zu leiden haben. Diese Kunden sind größtenteils nicht versicherbar und bergen somit - soweit keine Lieferung gegen Vorkasse erfolgt - ein erhöhtes Ausfallrisiko. Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken sind als sehr gering einzustufen. Feste Finanzierungszusagen durch einen syndizierten Kreditrahmen sowie weitere Kontokorrentkreditzusagen bestehen bis mindestens 2013. Die Einhaltung der im Kreditrahmenvertrag festgelegten Covenants unterliegen einer regelmäßigen Überwachung. Gegen das Risiko von Zinserhöhungen hat sich die RENOLIT AG durch den Abschluss von Zins-SWAP-Transaktionen bis mindestens 2013 abgesichert, die das volatile Darlehen auf EURIBOR-Basis faktisch in ein Festzinsdarlehen wandeln. Auf diese Weise sind niedrige Finanzierungskosten bis mindestens 2013 gewährleistet. Die im Rechnungswesen und Controlling implementierten Informationssysteme sind jederzeit in der Lage, zeitnah ein verlässliches Bild der Ertrags-, Liquiditäts- und Vermögenslage zu vermitteln und somit eventuell negative Tendenzen zu veranschaulichen. Regelmäßige Planungen, Reforecasts sowie Plan / Ist - Abweichungsanalysen stellen verlässliche Tools eines umfassenden Berichtswesens auf Monatsbasis dar. Dadurch ergänzen und überwachen sich Rechnungswesen und Controlling gegenseitig. Durch intensive, interne Kontrollgespräche zwischen Wirtschaftsprüfern, Mitarbeitern des Rechnungswesen auf lokaler und Konzernebene sowie der finanziellen Leitungsebene werden die Einhaltung der Rechnungslegungsvorschriften und interner Bilanzierungsregeln kontrolliert und sichergestellt. Durch die Stärkung der zentralen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sollen Entwicklungen und Trends bezüglich Technik, Gesellschaft und Design frühzeitig erkannt und innovativ produkt- und verfahrenstechnisch umgesetzt werden. Auf diese Weise soll einerseits gewährleistet werden, dass die RENOLIT AG ihre heutige Marktführerschaft auch zukünftig verteidigen kann sowie andererseits die Basis für einen breiteren Anwendungsbereich der Produkte geschaffen wird. Die besondere Stärke des Unternehmens besteht in der langjährigen Tradition und der Erfahrung bei der Herstellung von technisch aufwendigen Folien mit hohen Qualitätsansprüchen. Die RENOLIT Gruppe ist Marktführer in ihren wesentlichen Geschäftsbereichen und damit in der Lage die Größenvorteile in Wettbewerbsvorteile umzusetzen, sowohl bezüglich der Marktpositionierung wie auch in der Kostenstruktur. Das ist eine wichtige Voraussetzung für die weitere positive Entwicklung des Unternehmens. V. ZweigniederlassungenDas Unternehmen betreibt neben dem Hauptsitz in Worms noch weitere Zweigniederlassungen in Frankenthal, Salzgitter und Waldkraiburg. Die Aktivitäten am Standort Salzgitter wurden größtenteils zu Ende September 2009 eingestellt, während eine Produktionslinie bis Mitte November bestehende Restaufträge abdeckte. Der Standort wird in den ersten Monaten des Jahres 2010 geräumt. VI. Rechtsgeschäfte mit verbundenen UnternehmenWir erklären, dass die RENOLIT AG bei jedem Rechtsgeschäft mit verbundenen Unternehmen nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, angemessene Gegenleistungen erhalten hat.
Worms, 25.02.2010 Michael Kundel Dr. Axel Bruder Pierre Winant Bilanz auf den 31. Dezember 2009AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2009
Anhang für das Geschäftsjahr 2009A. Allgemeine Angaben und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss auf den 31.12.2009 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes unter Anwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Vorjahreszahlen wurden nicht an die Vorschriften des BilMoG angepasst. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige - bzw. falls erforderlich um außerplanmäßige - Abschreibungen. Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 150,00 nicht übersteigen, werden in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt. Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 150,00, aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, werden unabhängig von ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zu einem Sammelposten zusammengefasst und gleichmäßig über 5 Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Abschreibungen bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Skonti und Boni oder niedrigeren Tageswerten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden einzeln mit den jeweiligen Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie ab dem Jahr 2008 angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Liegt der in Zukunft erzielbare Verkaufserlös nach Abzug von Skonti, Boni, kalkulatorischem Unternehmerlohn und Vertriebskosten unter den ermittelten Herstellungskosten, so wird dieser Wert angesetzt (verlustfreie Bewertung). Fehlerhafte oder ungängige Erzeugnisse sowie Erzeugnisse, deren Verwertung oder Verkauf unsicher oder ausgeschlossen ist, werden als Abfall bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Ausfallrisiko wurden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellungen für Gewährleistung wurden mit 2,0 % bis 7,5 % der Umsätze des laufenden Jahres je nach Folienart und Verwendung der Folie bemessen. Rückstellungen für Pensionen sind unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem hierfür anzuwendenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2009 erfolgte unter Anwendung des versicherungsmathematischen Teilwertverfahrens nach den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von 5,25 % (Vorjahr: 5,0 %) p.a., einer angenommenen Gehaltsanpassung von 2,00 % p.a. sowie einer angenommenen Rentenanpassung von 2,00 % p.a. Der Unterschiedsbetrag aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurde zum 01.01.2009 ermittelt und im Berichtsjahr vollständig erfolgswirksam erfasst. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert worden. 3. Währungsumrechnung Zum Bilanzstichtag ausgewiesene Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr sind - soweit nicht am Bilanzstichtag ein gesunkener bzw. gestiegener Devisenkassamittelkurs eine Abwertung der Forderung bzw. eine Höherbewertung der Verbindlichkeit erforderlich gemacht hat - zu dem am Entstehungstag maßgeblichen Wechselkurs bewertet. Valutapositionen, die in die Gewinn- und Verlustrechnung eingeflossen sind, wurden grundsätzlich zu dem am Entstehungstag gültigen Wechselkurs bewertet. Erträge aus der Währungsumrechnung werden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen, Aufwendungen aus der Währungsumrechnung unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. B. Erläuterungen zur Bilanz1. Vorräte Im Jahresabschluss wurden entsprechend der Anwendung der Vorschriften des BilMoG Gemeinkosten aktiviert. Der Vorjahresausweis ist daher nur bedingt vergleichbar. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Aufgrund von mit Pensionsrückstellungen verrechneten Vermögensgegenständen infolge der Anwendung der Vorschriften des BilMoG ist die Bilanzposition Sonstige Vermögensgegenstände nur bedingt vergleichbar. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen T-EUR 2.287. 3. Guthaben bei Kreditinstituten Aufgrund von mit Altersteilzeitrückstellungen verrechneten Guthaben bei Kreditinstituten infolge der Anwendung der Vorschriften des BilMoG ist die Bilanzposition Guthaben bei Kreditinstituten nur bedingt vergleichbar. 4. Bilanzgewinn und Gewinnvortrag Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:
5. Rückstellungen Von den Pensionsrückstellungen wurden folgende Verrechnungen von Vermögensgegenständen vorgenommen:
Die beizulegenden Zeitwerte der verrechneten Vermögensgegenstände entsprechen den fortgeführten Anschaffungskosten. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Zusammenhang mit der Verrechnung von Pensionsverpflichtungen und Vermögensgegenständen folgende Aufwendungen und Erträge verrechnet:
Die Bilanzposition Pensionsrückstellungen ist aufgrund der Anwendung der Vorschriften des BilMoG nur bedingt mit dem Vorjahresausweis vergleichbar. Die sonstigen Rückstellungen betreffen:
Bei den Sonstigen Rückstellungen sind Altersteilzeitguthaben in Höhe von T-EUR 3.692 mit Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von T-EUR 7.967 verrechnet worden. Die Bilanzposition Sonstige Rückstellungen ist aufgrund der Anwendung der Vorschriften des BilMoG nur bedingt mit dem Vorjahresausweis vergleichbar. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind wie folgt strukturiert:
Über einen Betrag von T-EUR 81.500 unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besteht eine Kreditzusage über ein Jahr hinaus. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Darlehen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einschließlich Kostenumlagen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Beträge mit T-EUR 3.178 enthalten, welche rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen gliedern sich wie folgt nach Regionen:
2. Personalaufwand Im Personalaufwand werden Zuschüsse der Arbeitsagentur auf Kurzarbeitergeld in Höhe von rd. T-EUR 1.500 saldiert ausgewiesen. 3. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Erträge aus der Abzinsung werden unter den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen, Aufwendungen unter den Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. 4. Abschreibungen auf Finanzanlagen Bei den Abschreibungen auf Finanzanlagen handelt es sich um außerplanmäßige Abschreibungen. 5. Periodenfremdes Ergebnis Das periodenfremde Ergebnis setzt sich folgendermaßen zusammen:
6. Außerordentliche Aufwendungen
Die außerordentlichen Aufwendungen entlasten die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag mit T-EUR 1.513. D. Sonstige Angaben1. Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Haftungsverhältnisse bestehen zu Gunsten verbundener Unternehmen gegenüber Dritten. Der Vorstand geht aufgrund der wirtschaftlichen Situation der verbundenen Unternehmen derzeit nicht davon aus, dass eine Inanspruchnahme der ausgewiesenen Bürgschaften notwendig sein wird. 2. Honorare des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar wird in dem Konzernabschluss der Jakob Müller GmbH & Co. KG, Kirn (Nahe) enthalten sein, in den der Jahresabschluss der Renolit AG einbezogen wird. 3. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Die Aufstellung des Anteilsbesitzes erfolgt nachstehend. 4. Beziehungen zu Unternehmensorganen Vorstandsmitglieder sind die Herren
Die Angabe gemäß § 285 Nr. 9a HGB unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. Frühere Organmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten im Geschäftsjahr Gesamtbezüge von T-EUR 13. Der Betrag der für frühere Organmitglieder und ihre Hinterbliebenen gebildeten Pensionsrückstellungen umfasst T-EUR 228. Aufsichtsratsmitglieder sind die Herren
Den Aufsichtsratsmitgliedern wurde insgesamt eine Vergütung von T-EUR 7 gewährt. 5. Geschäfte mit nahe stehenden Personen Geschäfte mit nahe stehenden Personen stellen sich wie folgt dar:
6. Anzahl der Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
Die Berechnung erfolgte nach § 267 Abs. 5 HGB (ohne Auszubildende). 7. Finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:
8. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 22.000.000,00 setzt sich aus 22 Mio. nennwertlosen Stückaktien zusammen. 9. Latente Steuern Latente Steuern ergeben sich aus Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Die sich daraus ergebenden Steuerbe- und entlastungen wurden mit einem Steuersatz von 30,12 % berechnet. Sie ergeben sich insbesondere aus der Bewertung des Anlagevermögens, der Vorräte, den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen. Der Betrag der künftigen Steuerentlastung übersteigt den Betrag der künftigen Steuerbelastung. Von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB n.F., eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer anzusetzen, wurde kein Gebrauch gemacht. 10. Derivative Finanzinstrumente Im Rahmen des Risikomanagements der Gesellschaft werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Dadurch sollen Risiken aus Zinsschwankungen begrenzt werden. Am Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente:
Der Marktwert von Zinsderivaten bestimmt sich durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme des Kontrakts auf Basis der aktuellen Zinsstrukturkurve (mark-to-market-Bewertung). Die Vertragspartner der Gesellschaft sind Banken, deren Bonität sichergestellt ist. Die nach handelsrechtlichen Vorschriften bilanzierungsfähigen derivativen Finanzinstrumente sind in den folgenden Bilanzpositionen erfasst:
11. Bewertungseinheit Zum 2. Januar 2009 wurde ein Zins-Swap mit einem Betrag von 99 Mio.-EUR zur Absicherung eines Zinsrisikos aus einem syndizierten Darlehen zu einer Bewertungseinheit designiert. Dabei werden variable Zinsen des syndizierten Darlehens auf Euribor- Basis mit einem Festzins abgesichert. Bei der Bewertungseinheit handelt es sich um einen Micro-Hedge, wobei sich zukünftige Zahlungsströme ausgleichen. Der Zins-Swap hat zum 31. Dezember 2009 einen Marktwert ohne Stückzinsen in Höhe von T-EUR -1.628. Für den ineffektiven Teil war eine Drohverlustrückstellung in Höhe von T-EUR 700 zu bilden. Der Zins-Swap hat eine Laufzeit bis zum 4. Oktober 2010. Die Bewertungseinheit wurde auf Grundlage der Variable-Cash-Flow-Methode ermittelt. 12. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der Jakob Müller GmbH & Co KG, Kirn. Die Jakob Müller GmbH & Co KG erstellt einen Konzernabschluss, in den der Jahresabschluss der Renolit AG auf den 31. Dezember 2009 einbezogen wird. Aus diesem Grund ist die Renolit AG von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit. Die Jakob Müller GmbH & Co KG wird im Handelsregister A des Amtsgerichtes Bad Kreuznach unter dem Eintrag 2996 geführt. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.
Worms, im Februar 2010 Renolit AG Michael Kundel Dr. Axel Bruder Pierre Winant Entwicklung des Anlagevermögens des Geschäftsjahres 2009
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2009
1) Zahlen aus 2008, da für das
Geschäftsjahr 2009 noch keine Daten vorliegen
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Renolit AG, Worms, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Entgegen § 285 Nr. 9a HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans nicht angegeben. Mit dieser Einschränkung entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2009 der Renolit AG, Worms, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Heidelberg, 26. Februar 2010 FALK
GmbH & Co KG
Dr. Düll, Wirtschaftsprüfer Dietz, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2009Die Mitglieder des Aufsichtsrats erstatten nachstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2009 und des Gewinnverwendungsvorschlags für das Geschäftsjahr 2009 sowie über die Prüfung des Konzernabschlusses der Renolit AG zum 31.12.2009. 1. Prüfungsunterlagen und Auskünfte Folgende Unterlagen wurden eingesehen, soweit sie den Gegenstand der Prüfung betreffen:
Die Mitglieder des Vorstands haben uns alle erbetenen Auskünfte bereitwillig erteilt. 2. Der Jahresabschluss zum 31.12.2009 sowie der Konzernabschluss zum 31.12.2009 wurden von der FALK GmbH & Co KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Heidelberg, geprüft und hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkungen zu keinen Einwänden geführt. Entgegen §285 Nr. 9a HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes nicht angegeben. Bis auf diese Einschränkung entspricht der Jahresabschluss und der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften. Die Rechnungslegung des Geschäftsjahres 2009 wurde im erforderlichen Umfang geprüft. Der Gewinnverwendungsbeschluss enthält die erforderlichen Angaben, Einwendungen haben sich nach dem Ergebnis unserer Überprüfung nicht ergeben. Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres über die Lage der Gesellschaft sowohl mündlich als auch schriftlich unterrichten lassen. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Es haben zwei ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrates am 23.06.2009 und 10.12.2009 stattgefunden. 3. Schlusserklärung Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung ergeben sich keine Anhaltspunkte für Einwendungen, die der Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2009 und dem Beschluss über die Gewinnverwendung für 2009 sowie der Billigung des Konzernabschlusses zum 31.12.2009 entgegenstehen.
Worms, 22. Juni 2010 Vorsitzender des Aufsichtsrats GewinnverwendungsvorschlagDer Bilanzgewinn in Höhe von EURO 144.444.059,09 wird wie folgt verwendet: EURO 20.020.000,00 (d.h. je nennwertlose Stückaktie EURO 0,91) werden als Dividende gezahlt und EURO 124.424.059,09 werden auf neue Rechnung vorgetragen. PROTOKOLL am 06. Juli 2010 in WormsUnter Verzicht auf alle Frist- und Formvorschriften des Gesetzes und der Satzung halten die Aktionäre der RENOLIT AG eine Hauptversammlung unter Vorsitz von Herrn Ullrich Backhaus ab, der vom Aufsichtsratsvorsitzenden mit der Sitzungsleitung beauftragt wurde. Dieser eröffnet die Versammlung um ... Uhr. Er stellt sodann fest, dass sämtliche Aktionäre anwesend bzw. vertreten sind. Die Aktionäre fassen folgende Beschlüsse: 1. Die Hauptversammlung hat vom Jahresabschluss der RENOLIT AG zum 31.12.2009 mit einer Bilanzsumme von EURO 445.474.508,98 in der von der Falk GmbH & Co KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Heidelberg, geprüften Fassung Kenntnis genommen. 2. Der Bilanzgewinn in Höhe von EURO 144.444.059,09 wird wie folgt verwendet:
Als Ausschüttungstermin wird der 16.11.2010 festgelegt.
Worms, 06. Juli 2010 |
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