Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 12284
Eingetragen
2.1.2003
Branche
Herstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffprodukten aller Art, namentlich PVC Weich-, Halbhart- und Hartfolien sowie Folien aus Polyolefinen (Polypropylen und Polyethylen-Folien) für verschiedene Anwendungsbereiche, insbesondere die Oberflächenveredelung, technische und industrielle Anwendungen.

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Sandra Dietrich
seit 8.10.2009
Prokura
Jacques Steur
seit 8.10.2009
Prokura
Carsten Wienstein
seit 14.3.2007
Prokura
Heinz Gerber
seit 14.3.2007
Prokura
Pierre Winant
seit 4.10.2006
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Herbert Leier
seit 18.1.2006
Prokura
Peter Selk
seit 18.1.2006
Prokura
Hans Stautner
seit 18.1.2006
Prokura
Prokura
Thomas Salzer
seit 18.1.2006
Prokura
Prokura
Michael Thomas Kundel
seit 18.1.2006
Vorstandsmitglied
Hans-Jürgen Bednarz
seit 18.1.2006
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Renolit AG

Worms

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Lagebericht 2009

I. Berichtsjahr

1. Marktentwicklung

Das Geschäftsjahr 2009 war durch die globale Rezession gezeichnet, die in Folge der Finanzkrise die Realwirtschaft erreicht hat. Die sich deutlich abschwächende Weltkonjunktur erfasst fast gleichermaßen alle Regionen, in die die RENOLIT AG liefert. Dieses betrifft nicht nur die Kernmärkte in Westeuropa, sondern insbesondere auch die Märkte in Osteuropa, in denen die RENOLIT AG in den vergangenen Jahren überproportional wachsen konnte.

Die unmittelbar konjunkturbedingten Einbrüche in der Nachfrage wurden zu Beginn des Jahres durch zwei sekundäre Effekte verstärkt. Einerseits führte die allgemeine Kapitalknappheit sowie die Spekulation unserer Kunden auf fallende Rohstoffpreise zu Bestandsreduktionen bei unseren unmittelbaren als auch indirekten Kunden: Die Bankenkrise führte zu einer Verknappung von Geldmitteln in weiten Bereichen der Wirtschaft, sodass teilweise drastische Maßnahmen zur Verringerung von Lagerbeständen seitens unserer Kunden eingeleitet wurden. Neben einem kurzfristigen Aussetzen von Bestellungen unserer Folie hatte dieses zur Folge, dass zunehmend weniger profitable Kleinmengen geordert wurden. Zudem ermutigten die stark fallenden Rohstoffpreise einige unserer Kunden dazu, auf sinkende Verkaufspreise der RENOLIT zu spekulieren und Bestellungen soweit wie möglich hinaus zu zögern.

Andererseits wurde die Bauindustrie und damit auch unsere Vermarktungsmöglichkeiten für Fensterprofilfolien vom lang anhaltenden Winter stark betroffen. Seit Beginn des zweiten Quartals erholte sich die Nachfrage zusehends und stabilisierte sich gegen Ende des Jahres auf einem zufriedenstellenden Niveau, welches sich deutlich von den Einbrüchen zu Beginn des Jahres abhebt, aber hinter den Werten der Vorjahre zurück bleibt.

Weiterhin Sorge bereiteten die Entwicklung der Wechselkurse der für die RENOLIT AG wichtigsten Fremdwährungen US-Dollar und Britisches Pfund. Beide Währungen entwickelten sich schwach gegenüber dem Euro und zeigten nach einer kurzen Aufwärtsphase im Sommer des Jahres wieder abnehmende Tendenzen. Dadurch wurden zumindest kurz- bis mittelfristig Exporte in das Vereinigte Königreich sowie den Dollar-Raum - inklusive Südamerika und Asien - erschwert.

2. Anpassungsmaßnahmen an einzelnen Standorten

Die starken Absatzeinbrüche erfassten alle vier Werke, wobei die Werke in Salzgitter und Frankenthal am stärksten betroffen waren. Als Folge der gesamtwirtschaftlichen Krise wurden bereits zum Ende des Jahres 2008 Maßnahmen zur Arbeitszeitverkürzung (Kurzarbeit) ergriffen, die eine Anpassung der Kapazitäten an die veränderte Auftragslage kurzfristig ermöglichten. Aufgrund der ansteigenden Nachfrage konnte in den meisten deutschen Werken die Kurzarbeit seit Sommer 2009 ganz oder teilweise ausgesetzt werden.

Die Möglichkeit der teilweise dynamischen Anpassung von Kapazitäten an die Nachfrage konnte jedoch für Salzgitter und Frankenthal die strukturellen Schwächen der Absatzmärkte beider Werke nicht überdecken.

Über die vergangenen Jahre hinweg verzeichnete der Markt für Büromittelfolie einen tiefgreifenden kontinuierlichen Niedergang, der die gesamte Wertschöpfungskette erfasste und von Produktionsverlagerungen nach Osteuropa und Asien gekennzeichnet war. Dem enormen Preisdruck konnte Salzgitter nicht Stand halten und musste in den vergangenen Jahren die Bereiche für Büromaterialien und einige verwandte Bereiche aufgeben. Das verbleibende Produkt des Werkes, die sog. Label-Folie aus dem Bereich der Folien für Selbstklebeanwendungen, geriet im Wettbewerb mit extrudierten Blasfolien zunehmend unter Preis- und Margendruck. Daher entschloß sich die Geschäftsführung der RENOLIT AG zur Schließung des Standortes. Nach Verabschiedung des Sozialplans wurde die Produktion im Werk Ende September weitgehend eingestellt, einige wenige Restaufträge wurden bis Mitte November abgearbeitet.

Auch das Werk Frankenthal leidet unter strukturellen Problemen seiner Absatzmärkte und den damit einhergehenden Überkapazitäten im Werk. Das Werk stellt vornehmlich farbige Folien für Selbstklebeanwendungen her. Gerade diese Produkte geraten nun unter Druck, da in den vergangenen Jahren Kunden zunehmend dazu übergehen, weiße Folien selbst zu bedrucken, anstatt hochwertigere, farbige Folien zu verwenden. Dieser Trend wird durch den vermehrten Einsatz von Digital-Drucktechniken in der weiteren Wertschöpfungskette ausgelöst. Volumenverluste konnten nicht voll durch Produkte ersetzt werden, die von Worms nach Frankenthal transferiert werden. Die Geschäftsführung der RENOLIT AG hat daher die Streichung des Äquivalents von 52 Arbeitsplätzen beschlossen, der Abbau wird unter anderem über Altersteilzeitregelungen erfolgen.

3. Materialbereich

Das Preisniveau der wichtigsten Polymere erreichte im September 2008 historische Höchststände als Folge überbordender Preisspekulationen bei den Vorprodukten - insbesondere Rohöl und daraus entstehender Derivate sowie der noch hohen Nachfrage im ersten Halbjahr. Infolge der exzessiven Preisentwicklung und der einbrechenden Nachfrage aufgrund der Weltwirtschaftskrise fielen im letzten Quartal 2008 die Preise für unsere Hauptrohstoffe auf einen vierjährigen Tiefstand. Binnen weniger Monate war ein Niveau rund 40 % unter den fast historischen Höchstständen erreicht. Über den Verlauf des Jahres 2009 versuchten die Rohstofflieferanten, wieder Boden gut zu machen und einige Hauptrohstoffe verteuerten sich um bis zu 30 % bis Herbst 2009. Nach einem relativ flachen Verlauf der Rohstoffpreise gegen Ende 2009 ist mit weiteren Anstiegen zu Beginn des Jahres 2010 zu rechnen. Ausgelöst wird dieser Trend insbesondere durch die verstärkte Nachfrage aus Nordamerika und Asien.

Bedingt durch das niedrigere Preisniveau, aber auch ausgelöst durch die Verschiebung des Produktmixes in Folge der Werksschließung in Salzgitter, hat sich der Materialkostenanteil (Rohstoffe) an der betrieblichen Leistung deutlich reduziert.

4. Akquisitionen

Zum 31. Dezember 2008 wurde der Vertrag zur Übernahme von 100% der Anteile an vier Vertriebsunternehmen in Russland, Weißrussland, Ukraine und Kasachstan unterschrieben. Es handelt sich dabei um eine Firmengruppe, mit der seit vielen Jahren vertraglich der Verkauf und die Vermarktung von Außenfolien in wichtigen Märkten der CIS erfolgreich abgewickelt wurden. Damit wurde eine deutliche Stärkung der Vertriebs- und Marktposition in der Wachstumsregion Osteuropa erreicht.

Die endgültige Übertragung der Anteile bzw. Vermögensgegenstände erfolgte für Russland rückwirkend zum 31. Dezember 2008, die Übertragung der weiteren Aktivitäten erfolgte im Verlauf des 1. Halbjahres 2009. Die Integration der Aktivitäten in die RENOLIT Gruppe ist abgeschlossen. Neben der Vermarktung von Außenfolien werden in zunehmenden Maße Folien für Möbeloberfläche der RENOLIT AG durch die übernommenen Aktivitäten gehandelt.

5. Investitionen

Angesichts der geringen Kapazitätsauslastung hat die RENOLIT AG für das Jahr 2009 ihr Investitionsbudget auf € 8,3 Mio. reduziert (darin enthalten sind Großreparaturen in Höhe von € 2,4 Mio.). In der gegenwärtigen Situation werden viele Projekte zurückgehalten oder verspätet angegangen, sofern sie nicht der unmittelbaren Steigerung der Effizienz (insbes. Rohstoffausbeute) dienen.

6. Personalbereich

Der Personalstand hat sich entsprechend der Beschäftigungssituation gegenüber dem 31.12.2008 um 79 Mitarbeiter auf nunmehr 1.500 Mitarbeiter reduziert. Der Personalaufwand hat sich um 4,0 % gegenüber dem Vorjahr reduziert.

7. Ergebnisentwicklung

Zur Diskussion der Ergebnisentwicklung ist vorab anzumerken, daß die RENOLIT AG sowie ihre deutschen Tochtergesellschaften die Rechnungslegungsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ("BilmoG") zur Erstellung der Bilanzen zum 31. Dezember 2009 vorzeitig angewendet haben. In den einzelnen Gesellschaften werden die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung in den außerordentlichen Aufwendungen und Erträgen saldiert erfasst. Eine Ausnahme bilden die positiven Beiträge aus der Bestandsbewertung, die in der Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erfasst wird. Im Saldo heben sich positive und negative Einflüsse auf die Bilanzpositionen der RENOLIT AG selbst weitgehend auf. Allerdings führt insbesondere die nach BilmoG konservativere Bewertung der Pensionsverbindlichkeiten bei den Deutschen Tochtergesellschaften zu erhöhten Aufwendungen aus der Verlustübernahme. Vom Wahlrecht, Ergebniseinflüsse aus der Umstellung der Rechnungslegungsvorschriften über einen längeren Zeitraum zu verteilen, wurde weder bei der RENOLIT AG noch bei den Tochtergesellschaften Gebrauch gemacht.

Getrieben durch die rückläufigen Absatzmengen hat sich die Rohmarge 1 von € 181,0 Mio. im Vorjahr auf € 157,5 Mio. im Berichtsjahr verschlechtert. Dem Einbruch um € 23,5 Mio. konnte die RENOLIT AG durch vielfältige, aktive Anpassungsmaßnahmen begegnen, während parallel die reduzierte Gesamtleistung automatisch einige positive Ergebniseffekte nach sich zog. So führten insbesondere die Maßnahmen der Kurzarbeit und Lohnverzicht trotz der üblichen Lohn- und Gehaltssteigerungen zu Einsparungen von € 3,4 Mio. im Personalaufwand. Die Reduktion umsatzabhängiger Rückstellungen, Wechselkurserträge sowie von Erträgen aus Anlageabgängen ist insbesondere für die Erhöhung sonstiger betrieblicher Erträge um € 10,3 Mio. verantwortlich. Zeitgleich führt beispielsweise die niedrigere Produktionsleistung zu geringeren Aufwendungen für Reparaturen, als auch die geringere Liefermenge zu einer Abnahme in den Frachtkosten. Zusammen mit einer Vielzahl weiterer Kostensenkungen sinken die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insgesamt um € 10,0 Mio.. Im Saldo ergibt sich ein Ergebnis aus der operativen Geschäftstätigkeit 2 von € 56,3 Mio., welches sogar noch leicht über dem Vorjahreswert liegt.

Gesunkene Investitionsaktivitäten führten zu einer starken Abnahme bei den planmäßigen Abschreibungen, insgesamt sanken Abschreibungen um € 3,5 Mio. gegenüber Vorjahr. Korrigiert um planmäßige Abschreibungen ergibt sich eine Ergebnisgröße, die mit € 44,2 Mio. dann über dem Vorjahreswert von € 40,5 Mio. liegt.

Bei weitgehend konstanten Zinsaufwendungen und -erträgen ist die Abnahme des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um € 14,2 Mio. auf € 19,6 Mio. insbesondere auf die Übernahme der Verluste der Tochtergesellschaften Alkor GmbH Kunststoffe (München) und Alkor Folien GmbH (Thansau) zurück zu führen, mit denen seit Herbst 2009 Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge bestehen. Die ausgewiesenen übernommenen Verluste von € 18,5 sind sowohl auf den krisenbedingten Einbruch des operativen Geschäftes der Tochtergesellschaften als insbesondere auch auf die Umstellung der Rechnungslegungsvorschriften zurückzuführen.

Außerordentliche Aufwendungen beinhalten insbesondere die Kosten der Werksschließung Salzgitter als auch die Kosten für den Personalabbau im Werk Frankenthal, die in Summe € 7,1 Mio. betragen. Die nach dem BilmoG geänderte Bewertung von Rückstellungen trägt mit rund € 2,0 Mio. bei. Durch die Verlustübernahme als auch durch die außerordentlichen Aufwendungen sinken Steuern deutlich um € 9,5 Mio. gegen Vorjahr. Insgesamt ergibt sich dadurch ein Jahresüberschuss von € 6,7 Mio., der deutlich unter den Vorjahreswert von € 20,4 Mio. liegt. Beachtlich ist, daß die RENOLIT AG auch angesichts rezessionsbedingter Einbrüche in der Absatzmenge, negativer Auswirkungen durch die geänderten Rechnungslegungsvorschriften des BilmoG als auch der Übernahme der Verluste der Tochtergesellschaften robust positiv bleibt.

1 d.h. Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand
2 d.h. vor Zinsen, Steuern, außerordentlichen Aufwendungen sowie vor Abschreibungen und Korrekturen der Beteiligungsbuchwerte

8. Bilanzstruktur

Die Eigenkapitalquote verschlechterte sich nur unwesentlich von 58,4 % in 2008 auf 58,2 % in 2009. Der Deckungsgrad des Anlagevermögens durch Eigenkapital verbesserte sich hingegen auf 86,0 %, gegenüber Vorjahr von 81,4 %. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich von 22,0 % auf 18,3 % der Bilanzsumme.

Die konservative Bewertungspolitik mit niedrigen Ansätzen im Bereich des Anlagevermögens, der Vorratsbewertung, sowie mit einer deutlich vorsichtigen Risikovorsorge wurde beibehalten.

9. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

Die RENOLIT AG als Muttergesellschaft der RENOLIT Gruppe hat mit der Akquisition der Sifmar-Gruppe sowie der Übernahme eines Werkes in China im Jahre 2006 die Marktposition auf dem Absatz- und Beschaffungsmarkt zu einem führenden Anbieter in den Kerngeschäften ausgebaut.

Trotz der Akquisition und der damit verbundenen erhöhten Fremdfinanzierung ist, selbst im Angesicht der globalen Wirtschaftskrise und ihrer negativen Auswirkungen auf die RENOLIT Gruppe, die Vermögens- und Finanzlage solide.

Das Unternehmen sieht sich daher auch in einem deutlich veränderten gesamtwirtschaftlichen Umfeld gut aufgestellt. Es wurden rechtzeitig an allen Standorten Maßnahmen zur Kostensenkung und Kapazitätsanpassung ergriffen, die angemessen erscheinen, der aktuell schwierigen Geschäftsentwicklung entgegenzusteuern.

II. Zukunftserwartungen

1. Absatz, Umsatz und Materialbereich

Angesichts der Dynamik der letzten Monate und der Erwartung, dass die weltweite Rezession kein kurzfristiges Phänomen sein wird, sind zuverlässige Prognosen schwierig. Geht man davon aus, daß nach den massiven Rückgängen die primäre Talsohle erreicht ist, so läßt dies zunächst eine Stabilisierung der Absatzmengen erwarten. Fraglich scheint, ob sich die Gesamtwirtschaft nun wieder kontinuierlich erholt, oder ob es durch zeitversetzte, sekundäre Effekte der Finanzkrise weitere Einbrüche oder Rückschläge geben wird.

Für die Bereiche der Fensterummantelungsfolie sowie der Folien für Selbstklebeanwendungen wird eine weitere Stabilisierung oder sogar kontinuierliche Erholung erwartet. Im Bereich der Folien für Möbeloberflächen werden mittelfristig positive Impulse durch die Vermarktung der Hochglanz-Folie sowie einer klar strukturierten Marken-Strategie gesetzt. Der Bereich der Büromittelfolie wird weiterhin mit rückläufigen Märkten zu kämpfen haben, dem Trend wird durch die Schaffung neuer Produkte entgegen gearbeitet.

Auch in wieder anziehenden Märkten wird die RENOLIT - wie in 2009 geschehen - flexibel auf die Anforderungen der Märkte reagieren und ggfs. kurzfristig und zeitlich befristet Anpassungsmaßnahmen in allen Kostenbereichen, insbesondere aber auch im Bereich der Arbeitszeit, wieder vornehmen.

Für die kommenden Monate erwarten wir trotz einer nach wie vor schwachen Nachfrage nach unseren Vorprodukten weiterhin leicht anziehende Rohstoffpreise. Wir gehen derzeit davon aus, daß der entsprechende Druck auf die Margen durch die erwartete Erholung der Märkte, und die damit verbundenen steigenden Absatzmengen, kompensiert wird. Insgesamt läßt sich damit für 2010 ein operatives Ergebnis erwarten, welches in der Größenordnung des operativen Ergebnisses von 2009 liegen dürfte.

2. Investitionsprojekte

Die geplanten Investitionen für das Jahr 2010 in Höhe von rund € 16,6 Mio. (inklusive € 2,8 Mio. an Großreparaturen) dienen im Wesentlichen der Produktionsoptimierung und der Einführung neuer, innovativer Produkte und Technologien.

III. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft verfügt über eine zentrale Entwicklungsabteilung, die sich im Wesentlichen auf die anwenderbezogene Neu- und Weiterentwicklung der bestehenden Kerngeschäftsfelder konzentriert.

IV. Risikomanagment

Die Risikobereiche des Unternehmens einschließlich der für die Unternehmensentwicklung überaus wichtigen Bewegungen auf den Rohstoffmärkten werden durch geeignete Instrumente permanent beobachtet und kontrolliert. Durch die Etablierung eines Risikokatasters werden Risikofaktoren aus allen Bereichen des Unternehmens seit 2009 systematisch erfasst und mögliche Ergebniseinflüsse bewertet.

Ein wesentliches Risiko für das Unternehmen besteht in der Preisentwicklung der Hauptrohstoffe, hier insbesondere für PVC und Weichmacher. Die Versorgung mit PVC ist in einem Fall durch einen langfristigen Liefervertrag gesichert. Durch ölpreisbedingte Steigerungen ergeben sich Kostenbelastungen, die unter Umständen nicht voll und zeitgleich über die Absatzpreise an Kunden weiter gegeben werden können. Das gleiche gilt in abgeschwächter Form für die Entwicklung der Energiepreise.

Einen Einfluss auf die Absatzpreise haben insbesondere die Währungen USD, GBP und PLN, die unser Geschäft beeinflussen können; Devisentermingeschäfte kamen im Geschäftsjahr 2009 nicht zum Einsatz.

Ein weiterer potentieller Risikobereich sind offene Positionen im Debitorenbereich. Durch die Zusammenarbeit mit einer Warenkreditversicherung verbunden mit der Vergabe sowie strengen Überwachung kundenspezifischer Kreditlimits wird konsequent versucht, negative Tendenzen frühzeitig zu erkennen. Auf diese Weise ist es gelungen, auch in ökonomisch schwierigem Umfeld unter Einbeziehung eines effizienten Mahnwesens ein niedriges Niveau an Forderungsausfällen zu halten.

Ein erhöhtes Risikobewusstsein erfordern Kundenbeziehungen in Länder, die als politisch instabil gelten bzw. deren Staatsfinanzen besonders unter den negativen Folgen der Wirtschaftskrise zu leiden haben. Diese Kunden sind größtenteils nicht versicherbar und bergen somit - soweit keine Lieferung gegen Vorkasse erfolgt - ein erhöhtes Ausfallrisiko.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken sind als sehr gering einzustufen. Feste Finanzierungszusagen durch einen syndizierten Kreditrahmen sowie weitere Kontokorrentkreditzusagen bestehen bis mindestens 2013. Die Einhaltung der im Kreditrahmenvertrag festgelegten Covenants unterliegen einer regelmäßigen Überwachung.

Gegen das Risiko von Zinserhöhungen hat sich die RENOLIT AG durch den Abschluss von Zins-SWAP-Transaktionen bis mindestens 2013 abgesichert, die das volatile Darlehen auf EURIBOR-Basis faktisch in ein Festzinsdarlehen wandeln. Auf diese Weise sind niedrige Finanzierungskosten bis mindestens 2013 gewährleistet.

Die im Rechnungswesen und Controlling implementierten Informationssysteme sind jederzeit in der Lage, zeitnah ein verlässliches Bild der Ertrags-, Liquiditäts- und Vermögenslage zu vermitteln und somit eventuell negative Tendenzen zu veranschaulichen. Regelmäßige Planungen, Reforecasts sowie Plan / Ist - Abweichungsanalysen stellen verlässliche Tools eines umfassenden Berichtswesens auf Monatsbasis dar. Dadurch ergänzen und überwachen sich Rechnungswesen und Controlling gegenseitig. Durch intensive, interne Kontrollgespräche zwischen Wirtschaftsprüfern, Mitarbeitern des Rechnungswesen auf lokaler und Konzernebene sowie der finanziellen Leitungsebene werden die Einhaltung der Rechnungslegungsvorschriften und interner Bilanzierungsregeln kontrolliert und sichergestellt.

Durch die Stärkung der zentralen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sollen Entwicklungen und Trends bezüglich Technik, Gesellschaft und Design frühzeitig erkannt und innovativ produkt- und verfahrenstechnisch umgesetzt werden. Auf diese Weise soll einerseits gewährleistet werden, dass die RENOLIT AG ihre heutige Marktführerschaft auch zukünftig verteidigen kann sowie andererseits die Basis für einen breiteren Anwendungsbereich der Produkte geschaffen wird.

Die besondere Stärke des Unternehmens besteht in der langjährigen Tradition und der Erfahrung bei der Herstellung von technisch aufwendigen Folien mit hohen Qualitätsansprüchen. Die RENOLIT Gruppe ist Marktführer in ihren wesentlichen Geschäftsbereichen und damit in der Lage die Größenvorteile in Wettbewerbsvorteile umzusetzen, sowohl bezüglich der Marktpositionierung wie auch in der Kostenstruktur. Das ist eine wichtige Voraussetzung für die weitere positive Entwicklung des Unternehmens.

V. Zweigniederlassungen

Das Unternehmen betreibt neben dem Hauptsitz in Worms noch weitere Zweigniederlassungen in Frankenthal, Salzgitter und Waldkraiburg. Die Aktivitäten am Standort Salzgitter wurden größtenteils zu Ende September 2009 eingestellt, während eine Produktionslinie bis Mitte November bestehende Restaufträge abdeckte. Der Standort wird in den ersten Monaten des Jahres 2010 geräumt.

VI. Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen

Wir erklären, dass die RENOLIT AG bei jedem Rechtsgeschäft mit verbundenen Unternehmen nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, angemessene Gegenleistungen erhalten hat.

 

Worms, 25.02.2010

Michael Kundel

Dr. Axel Bruder

Pierre Winant

Bilanz auf den 31. Dezember 2009

AKTIVA

EUR EUR EUR Zum Vergleich 31.12.2008
T-EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.605.083,00 1.211
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 237.929,08 267
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.829.456,00 26.820
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.693.019,83 8.913
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.957.479,40 1.986
30.717.884,31 37.986
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 196.133.328,09 201.672
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 71.880.330,78 80.392
3. Beteiligungen 992.600,00 993
269.006.258,87 283.057
301.329.226,18 322.254
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.623.087,33 20.982
2. Unfertige Erzeugnisse 1.444.814,80 1.624
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 15.012.945,55 11.347
32.080.847,68 33.953
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.063.941,28 37.167
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 39.497.527,13 25.376
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 260.000,00 416
4. Sonstige Vermögensgegenstände 7.185.448,23 15.333
74.006.916,64 78.292
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 37.565.603,44 14.628
143.653.367,76 126.873
C. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 491.915,04 0
445.474.508,98 449.127

PASSIVA

EUR EUR Zum Vergleich 31.12.2008
T-EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 22.000.000,00 22.000
II. Kapitalrücklage 90.451.675,25 90.452
III. Gewinnrücklage
Gesetzliche Rücklage 2.200.000,00 2.200
IV. Bilanzgewinn 144.444.059,09 147.780
259.095.734,34 262.432
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.601.660,00 9.990
2. Steuerrückstellungen 2.091.000,00 600
3. Sonstige Rückstellungen 38.051.052,05 41.499
48.743.712,05 52.089
C. Verbindlichkelten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 81.505.007,72 99.025
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.577.872,19 11.947
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 38.138.359,52 17.464
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.413.823,16 6.170
davon aus Steuern: EUR 3.629.744,79 (1.034)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 43.322,54 (42)
137.635.062,59 134.606
445.474.508,98 449.127
D. Bilanzvermerke
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 81.998.744,44 100.066

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2009

EUR EUR Zum Vergleich 2008
T- EUR
1. Umsatzerlöse 273.319.244,85 364.748
2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.082.450,80 - 1.554
3. Sonstige betriebliche Erträge 28.340.543,16 18.045
davon aus Währungsumrechnung: (4.230.147,53)
Gesamtleistung 304.742.238,81 381.239
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 118.379.908,69 - 180.381
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 479.308,41 - 1.862
- 118.859.217,10
Rohergebnis 185.883.021,71 198.996
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 68.017.845,35 - 70.370
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 14.000.467,29 - 15.035
davon für Altersversorgung: - (232.301,50) - (1.599)
- 82.018.312,64
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 12.102.813,18 - 15.604
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 47.540.768,22 - 57.527
davon aus Währungsumrechnung: (2.358.464,48)
44.221.127,67 40.460
8. Erträge aus Beteiligungen 1.342.045,29 597
davon aus verbundenen Unternehmen: (1.342.045,29) (597)
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 458
davon aus verbundenen Unternehmen: (0,00) (458)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.186.105,88 8.743
davon aus verbundenen Unternehmen: (3.716.345,01) (3.040)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen - 7.686.776,95 - 7.689
davon außerplanmäßig: - (7.686.776,95) (7.689)
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme - 18.513.625,39 0
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 5.920.142,55 - 8.733
davon an verbundene Unternehmen: - (200.668,13) - (580)
davon aus Abzinsung: - (259.326,92)
- 24.592.393,72
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 19.628.733,95 33.836
15. Außerordentliche Aufwendungen - 9.031.421,71 0
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 3.725.513,73 - 13.218
17. Sonstige Steuern - 197.624,37 - 187
18. Jahresüberschuss 6.674.174,14 20.431

Anhang für das Geschäftsjahr 2009

A. Allgemeine Angaben und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss auf den 31.12.2009 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes unter Anwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Vorjahreszahlen wurden nicht an die Vorschriften des BilMoG angepasst.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige - bzw. falls erforderlich um außerplanmäßige - Abschreibungen.

Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 150,00 nicht übersteigen, werden in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt. Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 150,00, aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, werden unabhängig von ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zu einem Sammelposten zusammengefasst und gleichmäßig über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Abschreibungen bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Skonti und Boni oder niedrigeren Tageswerten bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden einzeln mit den jeweiligen Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie ab dem Jahr 2008 angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Liegt der in Zukunft erzielbare Verkaufserlös nach Abzug von Skonti, Boni, kalkulatorischem Unternehmerlohn und Vertriebskosten unter den ermittelten Herstellungskosten, so wird dieser Wert angesetzt (verlustfreie Bewertung).

Fehlerhafte oder ungängige Erzeugnisse sowie Erzeugnisse, deren Verwertung oder Verkauf unsicher oder ausgeschlossen ist, werden als Abfall bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Ausfallrisiko wurden Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Rückstellungen für Gewährleistung wurden mit 2,0 % bis 7,5 % der Umsätze des laufenden Jahres je nach Folienart und Verwendung der Folie bemessen.

Rückstellungen für Pensionen sind unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem hierfür anzuwendenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2009 erfolgte unter Anwendung des versicherungsmathematischen Teilwertverfahrens nach den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von 5,25 % (Vorjahr: 5,0 %) p.a., einer angenommenen Gehaltsanpassung von 2,00 % p.a. sowie einer angenommenen Rentenanpassung von 2,00 % p.a.

Der Unterschiedsbetrag aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurde zum 01.01.2009 ermittelt und im Berichtsjahr vollständig erfolgswirksam erfasst.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert worden.

3. Währungsumrechnung

Zum Bilanzstichtag ausgewiesene Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr sind - soweit nicht am Bilanzstichtag ein gesunkener bzw. gestiegener Devisenkassamittelkurs eine Abwertung der Forderung bzw. eine Höherbewertung der Verbindlichkeit erforderlich gemacht hat - zu dem am Entstehungstag maßgeblichen Wechselkurs bewertet. Valutapositionen, die in die Gewinn- und Verlustrechnung eingeflossen sind, wurden grundsätzlich zu dem am Entstehungstag gültigen Wechselkurs bewertet.

Erträge aus der Währungsumrechnung werden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen, Aufwendungen aus der Währungsumrechnung unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Vorräte

Im Jahresabschluss wurden entsprechend der Anwendung der Vorschriften des BilMoG Gemeinkosten aktiviert. Der Vorjahresausweis ist daher nur bedingt vergleichbar.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Aufgrund von mit Pensionsrückstellungen verrechneten Vermögensgegenständen infolge der Anwendung der Vorschriften des BilMoG ist die Bilanzposition Sonstige Vermögensgegenstände nur bedingt vergleichbar.

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen T-EUR 2.287.

3. Guthaben bei Kreditinstituten

Aufgrund von mit Altersteilzeitrückstellungen verrechneten Guthaben bei Kreditinstituten infolge der Anwendung der Vorschriften des BilMoG ist die Bilanzposition Guthaben bei Kreditinstituten nur bedingt vergleichbar.

4. Bilanzgewinn und Gewinnvortrag

Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2009
T-EUR
Zum Vergleich 31.12.2008
T-EUR
Jahresüberschuss 6.674 20.431
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 147.780 137.359
abzgl. Ausschüttung an Gesellschafter - 10.010 - 10.010
Gewinnvortrag 137.770 127.349
Bilanzgewinn zum 31.12.2009 144.444 147.780

5. Rückstellungen

Von den Pensionsrückstellungen wurden folgende Verrechnungen von Vermögensgegenständen vorgenommen:

T-EUR
Erfüllungsbeträge der verrechneten Schulden 3.516
beizulegende Zeitwerte der verrechneten Vermögensgegenstände - 3.516
Saldierter Betrag verrechneter Pensionsrückstellungen 0

Die beizulegenden Zeitwerte der verrechneten Vermögensgegenstände entsprechen den fortgeführten Anschaffungskosten.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Zusammenhang mit der Verrechnung von Pensionsverpflichtungen und Vermögensgegenständen folgende Aufwendungen und Erträge verrechnet:

T-EUR
Zinsaufwendungen 619
Zinserträge 230
Saldierter Betrag Zinsaufwand Pensionsrückstellungen 389
Personalaufwand 738
Sonstige betriebliche Erträge 263
Saldierter Betrag Zuführung Pensionsrückstellungen 475

Die Bilanzposition Pensionsrückstellungen ist aufgrund der Anwendung der Vorschriften des BilMoG nur bedingt mit dem Vorjahresausweis vergleichbar.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

31.12.2009
T-EUR
Zum Vergleich 31.12.2008
T-EUR
Rückstellungen aus dem Vertriebsbereich 19.962 24.687
Rückstellungen aus dem Personalbereich 13.453 11.416
Sonstige 4.636 5.396
38.051 41.499

Bei den Sonstigen Rückstellungen sind Altersteilzeitguthaben in Höhe von T-EUR 3.692 mit Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von T-EUR 7.967 verrechnet worden.

Die Bilanzposition Sonstige Rückstellungen ist aufgrund der Anwendung der Vorschriften des BilMoG nur bedingt mit dem Vorjahresausweis vergleichbar.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind wie folgt strukturiert:

Gesamtbetrag
T-EUR
davon mit einer Restlaufzeit durch Pfandrechte gesicherte Beträge
T-EUR
bis zu 1 Jahr
T-EUR
1 bis 5 Jahre
T-EUR
mehr als 5 Jahre
T-EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 81.505 81.505
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.577 12.538 39
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 38.139 38.139
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.414 5.222 150 42
137.635 137.404 189 42 0

Über einen Betrag von T-EUR 81.500 unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besteht eine Kreditzusage über ein Jahr hinaus.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Darlehen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einschließlich Kostenumlagen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Beträge mit T-EUR 3.178 enthalten, welche rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen gliedern sich wie folgt nach Regionen:

2009
T-EUR
Zum Vergleich 2008
T-EUR
Inland 120.607 160.051
Ausland 161.802 217.830
282.409 377.881
Erlösschmälerungen - 9.090 - 13.133
273.319 364.748

2. Personalaufwand

Im Personalaufwand werden Zuschüsse der Arbeitsagentur auf Kurzarbeitergeld in Höhe von rd. T-EUR 1.500 saldiert ausgewiesen.

3. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Erträge aus der Abzinsung werden unter den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen, Aufwendungen unter den Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen.

4. Abschreibungen auf Finanzanlagen

Bei den Abschreibungen auf Finanzanlagen handelt es sich um außerplanmäßige Abschreibungen.

5. Periodenfremdes Ergebnis

Das periodenfremde Ergebnis setzt sich folgendermaßen zusammen:

2009
T-EUR
Zum Vergleich 2008
T-EUR
Periodenfremde Erträge
Sonstige betriebliche Erträge 11.398 1.978
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 113 466
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.333 729
14.844 3.173
Periodenfremde Aufwendungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 2.347 - 4.808
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 2 - 576
Abschreibungen auf Finanzanlagen - 7.687 - 7.689
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 2 - 1.880
- 10.038 - 14.953
4.806 - 11.780

6. Außerordentliche Aufwendungen

2009
T-EUR
Zum Vergleich 2008
T-EUR
Rückstellungsbewertung BilMoG 1.960 0
Restrukturierung Werk Frankenthal 1.009 0
Werksschließung Salzgitter 6.062 0
9.031 0

Die außerordentlichen Aufwendungen entlasten die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag mit T-EUR 1.513.

D. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Die Haftungsverhältnisse setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2009
T-EUR
Zum Vergleich 31.12.2008
T-EUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 81.999 100.066

Die Haftungsverhältnisse bestehen zu Gunsten verbundener Unternehmen gegenüber Dritten. Der Vorstand geht aufgrund der wirtschaftlichen Situation der verbundenen Unternehmen derzeit nicht davon aus, dass eine Inanspruchnahme der ausgewiesenen Bürgschaften notwendig sein wird.

2. Honorare des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar wird in dem Konzernabschluss der Jakob Müller GmbH & Co. KG, Kirn (Nahe) enthalten sein, in den der Jahresabschluss der Renolit AG einbezogen wird.

3. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes erfolgt nachstehend.

4. Beziehungen zu Unternehmensorganen

Vorstandsmitglieder sind die Herren

 

Michael Kundel (Vorsitzender),

 

Dr. Axel Bruder,

 

Pierre Winant,

Die Angabe gemäß § 285 Nr. 9a HGB unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.

Frühere Organmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten im Geschäftsjahr Gesamtbezüge von T-EUR 13.

Der Betrag der für frühere Organmitglieder und ihre Hinterbliebenen gebildeten Pensionsrückstellungen umfasst T-EUR 228.

Aufsichtsratsmitglieder sind die Herren

 

Dieter Dengl (Vorsitzender), Dipl.-Ingenieur,

 

Hans-Joachim Gozdowski, Kaufmann,

 

Hansjakob Müller, Kaufmann,

 

Andreas Lang, Rechtsanwalt,

 

Peter Schmitt, Feinmechaniker,

 

Hilmi Akkurt, Industriemeister.

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurde insgesamt eine Vergütung von T-EUR 7 gewährt.

5. Geschäfte mit nahe stehenden Personen

Geschäfte mit nahe stehenden Personen stellen sich wie folgt dar:

Art der Beziehung Art des Geschäfts Zinserträge
T-EUR
Zinsaufwendungen
T-EUR
Verkäufe
T-EUR
Käufe
T-EUR
Erbringung von Dienstleistungen
T-EUR
Bezug von Dienstleistungen
T-EUR
Muttergesellschaft - - 969 1.987 - -
Schwestergesellschaft 61 2 - 83 9 -
Tochtergesellschaft 58.451 4.215 11.204 4.546 3.718 175

6. Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2009 Zum Vergleich 2008
Arbeiter 1.135 1.179
Angestellte 307 310
1.442 1.489

Die Berechnung erfolgte nach § 267 Abs. 5 HGB (ohne Auszubildende).

7. Finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:

2010
T-EUR
2011-2014
T-EUR
ab 2015
T-EUR
Miet- und Leasingverpflichtungen 3.293 10.792 1.448
Kaufverpflichtungen 14.505 11.626 0
17.798 22.418 1.448

8. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 22.000.000,00 setzt sich aus 22 Mio. nennwertlosen Stückaktien zusammen.

9. Latente Steuern

Latente Steuern ergeben sich aus Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Die sich daraus ergebenden Steuerbe- und entlastungen wurden mit einem Steuersatz von 30,12 % berechnet. Sie ergeben sich insbesondere aus der Bewertung des Anlagevermögens, der Vorräte, den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen. Der Betrag der künftigen Steuerentlastung übersteigt den Betrag der künftigen Steuerbelastung.

Von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB n.F., eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer anzusetzen, wurde kein Gebrauch gemacht.

10. Derivative Finanzinstrumente

Im Rahmen des Risikomanagements der Gesellschaft werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Dadurch sollen Risiken aus Zinsschwankungen begrenzt werden. Am Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente:

Nominalvolumen
T-EUR
Marktwert
T-EUR
Zins-Swap I 130.000 - 1.628
Zins-Cap 15.000 0
145.000 - 1.628

Der Marktwert von Zinsderivaten bestimmt sich durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme des Kontrakts auf Basis der aktuellen Zinsstrukturkurve (mark-to-market-Bewertung). Die Vertragspartner der Gesellschaft sind Banken, deren Bonität sichergestellt ist.

Die nach handelsrechtlichen Vorschriften bilanzierungsfähigen derivativen Finanzinstrumente sind in den folgenden Bilanzpositionen erfasst:

Sonstige Vermögensgegenstände
T-EUR
Sonstige Verbindlichkeiten
T-EUR
Sonstige Rückstellungen
T-EUR
Zinssicherungskontrakte 0 - 538 - 700

11. Bewertungseinheit

Zum 2. Januar 2009 wurde ein Zins-Swap mit einem Betrag von 99 Mio.-EUR zur Absicherung eines Zinsrisikos aus einem syndizierten Darlehen zu einer Bewertungseinheit designiert. Dabei werden variable Zinsen des syndizierten Darlehens auf Euribor- Basis mit einem Festzins abgesichert.

Bei der Bewertungseinheit handelt es sich um einen Micro-Hedge, wobei sich zukünftige Zahlungsströme ausgleichen.

Der Zins-Swap hat zum 31. Dezember 2009 einen Marktwert ohne Stückzinsen in Höhe von T-EUR -1.628. Für den ineffektiven Teil war eine Drohverlustrückstellung in Höhe von T-EUR 700 zu bilden. Der Zins-Swap hat eine Laufzeit bis zum 4. Oktober 2010.

Die Bewertungseinheit wurde auf Grundlage der Variable-Cash-Flow-Methode ermittelt.

12. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der Jakob Müller GmbH & Co KG, Kirn. Die Jakob Müller GmbH & Co KG erstellt einen Konzernabschluss, in den der Jahresabschluss der Renolit AG auf den 31. Dezember 2009 einbezogen wird. Aus diesem Grund ist die Renolit AG von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit. Die Jakob Müller GmbH & Co KG wird im Handelsregister A des Amtsgerichtes Bad Kreuznach unter dem Eintrag 2996 geführt. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.

 

Worms, im Februar 2010

Renolit AG

Michael Kundel

Dr. Axel Bruder

Pierre Winant

Entwicklung des Anlagevermögens des Geschäftsjahres 2009

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.196.347,04 681.937,50 49.721,14 359.704,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.801.211,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 163.991.400,43 955.358,05 15.199.746,45 961.111,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.933.882,59 1.708.247,10 2.830.867,50 309.008,64
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.986.430,48 2.600.873,23 - 1.629.824,31
199.712.924,62 5.264.478,38 18.030.613,95 - 359.704,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 238.914.883,36 2.954.436,16 1.413.912,77
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 82.714.416,02 2.560.000,00 10.464.825,09
3. Beteiligungen 992.600,00
322.621.899,38 5.514.436,16 11.878.737,86 0,00
527.531.171,04 11.460.852,04 29.959.072,95 0,00
Abschreibungen kumuliert
EUR
Buchwert 31.12.2009
EUR
Zum Vergleich Buchwert 31.12.2008
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.583.184,40 1.605.083,00 1.210.578,00 646.134,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.563.282,04 237.929,08 266.857,08 28.928,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 130.878.667,70 19.829.456,00 26.819.922,00 8.672.406,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.427.251,00 7.693.019,83 8.913.023,83 2.755.343,96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.957.479,40 1.986.430,48
155.869.200,74 30.717.884,31 37.986.233,39 11.456.678,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 44.322.078,66 196.133.328,09 201.672.487,92 7.079.683,22
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.929.260,15 71.880.330,78 80.392.249,60 607.093,73
3. Beteiligungen 992.600,00 992.600,00
47.251.338,81 269.006.258,87 283.057.337,52 7.686.776,95
207.703.723,95 301.329.226,18 322.254.148,91 19.789.590,13

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2009

Name und Sitz Anteil
%
Währung Eigenkapital 31.12.2009 Ergebnis Geschäftsjahr 2009
Inland
Renolit Frankenthal Verwaltung GmbH, Frankenthal 100,00 T- EUR 40 - 1
RENOLIT Mexico S.A. de C.V., Mexico City (Mexiko) 2,00 T- MXN - 7.135 - 1.280
OOO RENOLIT Russia, Moscow (Russland) 4) 1,00 T- RUB n/a n/a
OOO RENOLIT Rus, Moscow (Russland) 5,00 T- RUB 16.975 10.834
IOOO RENOLIT Trade, Minsk (Weißrussland) 5,00 T- BYR 303.514 - 95.518
TOO RENOLIT, Astana (Kasachstan) 5,00 T- KZT 13 - 5.053
TOB RENOLIT Sales, Kiew (Ukraine) 5,00 T- UAH 1.208 25
RENOLIT India Private Limited, Gurgaon (Indien) 4) 0,002 T- INR n/a n/a
RENOLIT Hungary LLC, Budapest (Ungarn) 3,33 T- HUF 85.885 8.381
Sifmar S.A., Oudenaarde (Belgien) 0,01 T- EUR 316 - 57
RENOLIT Belgium N.V., Oudenaarde (Belgien) 0,0038 T- EUR 18.304 - 471
Renolit Frankenthal GmbH & Co. KG, Frankenthal 100,00 T- EUR 900 1.342
Alkor GmbH Kunststoffe, München 2) 100,00 T- EUR 20.698 0
Alkor Folien GmbH, München 2) 100,00 T- EUR 8.611 0
RENOLIT Czech s.r.o., Most (Tschechien) 100,00 T- CZK 50.895 23.222
RENOLIT Nordic K/S, Glostrup (Dänemark) 100,00 T- DKK 10.204 - 312
Suncoat GmbH, Zittau 1) 3) 25,20 T- EUR 227 - 178
Ausland
American RENOLIT Corporation, LaPorte, Indiana (USA) 100,00 T- USD 10.268 - 4.591
American RENOLIT Corporation LA, Commerce, California (USA) 100,00 T- USD 18.199 5.150
RENOLIT (Schweiz) AG, Lyss (Schweiz) 100,00 T- CHF 240 122
RENOLIT France S.A.S.U., Roissy (Frankreich) 100,00 T- EUR 3.981 638
RENOLIT Ondex S.A.S., Quetigny (Frankreich) 100,00 T- EUR 3.535 - 521
RENOLIT (U.K.) Limited, Bedford (England) 100,00 T- GBP 17.036 3.148
RENOLIT Cramlington Limited, Cramlington (England) 100,00 T- GBP 16.800 4.218
RENOLIT Great Britain, Cramlington (England) 100,00 T- GBP 1.198 0
RENOLIT Benelux B.V., Riel (Niederlande) 100,00 T- EUR 34.816 11.648
RENOLIT Nederland B.V., Enkhuizen (Niederlande) 100,00 T- EUR 13.834 8.027
RENOLIT Hispania S.A., Villatuerta (Spanien) 1) 100,00 T- EUR 20.700 - 3.334
RENOLIT Polska Sp. z o.o., Szeligi (Polen) 100,00 T- PLN 210 1.831
RENOLIT South Africa Pty. Ltd., Sasolburg (Südafrika) 100,00 T- ZAR - 37.079 - 27.702
Somerset Quality Films Pty. Ltd., Somerset West (Südafrika) 100,00 T- ZAR 0 0
RENOLIT Mexico S.A. de C.V., Mexico City (Mexiko) 98,00 T- MXN - 7.135 - 1.280
RENOLIT Asia Limited, Kowloon (Hong Kong) 100,00 T- HKD 58.660 - 3.922
RENOLIT Guangzhou Ltd., Guangzhou (China) 100,00 T- CNY 22.180 - 31.489
RENOLIT Hong Kong Ltd., Kowloon (Hong Kong) 100,00 T- HKD 872 1.247
Beijing Wood-Stock Automotive Interior Trimming Material Co., Ltd., Beijing (China) 25,50 T- CNY 6.347 2.435
RENOLIT Belgium N.V., Oudenaarde (Belgien) 99,9962 T- EUR 18.304 - 471
RENOLIT Iberica S.A., Sant Celoni (Spanien) 100,00 T- EUR 31.884 - 928
RENOLIT Portugal Ltda., Povoa Santa Iria (Portugal) 100,00 T- EUR 497 42
RENOLIT GOR S.p.A., Buriasco (Italien) 100,00 T- EUR 7.870 1.152
Artegor Laminados Especiais LTDA, Tatuì/Sao Paulo (Brasilien) 1) 30,00 T- BRL 8.041 862
Changzhou Wood-Stock Co., Ltd., Changzhou (China) 15,00 T- CNY 40.535 11.517
Beijing Wood-Stock Automotive Interior Trimming Material Co., Ltd., Beijing (China) 50,00 T- CNY 6.347 2.435
RENOLIT Italia S.r.L., Buriasco (Italien) 100,00 T- EUR 1.833 27
RENOLIT Hungary LLC, Budapest (Ungarn) 96,67 T- HUF 85.885 8.381
Sifmar S.A., Oudenaarde (Belgien) 99,99 T- EUR 316 - 57
OOO RENOLIT Russia, Moscow (Russland) 4) 99,00 T- RUB n/a n/a
OOO RENOLIT RUS, Moscow (Russland) 95,00 T- RUB 16.975 10.834
IOOO RENOLIT Trade, Minsk (Weißrussland) 95,00 T- BYR 303.514 - 95.518
TOO RENOLIT, Astana (Kasachstan) 95,00 T- KZT 13 - 5.063
TOB RENOLIT Sales, Kiew (Ukraine) 95,00 T- UAH 1.208 25
RENOLIT India Private Limited, Gurgaon (Indien) 4) 99,998 T- INR n/a n/a
Changzhou Wood-Stock Co., Ltd., Changzhou (China) 36,00 T- CNY 40.535 11.517
Beijing Wood-Stock Automotive Interior Trimming Material Co., Ltd., Beijing (China) 50,00 T- CNY 6.347 2.435

1) Zahlen aus 2008, da für das Geschäftsjahr 2009 noch keine Daten vorliegen
2) Ergebnisabführungsvertrag
3) Die Gesellschaftsanteile wurden zum 21.01.2010 veräußert
4) Für das Geschäftsjahr 2009 liegen noch keine Daten vor

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Renolit AG, Worms, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt:

Entgegen § 285 Nr. 9a HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans nicht angegeben.

Mit dieser Einschränkung entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2009 der Renolit AG, Worms, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Heidelberg, 26. Februar 2010

FALK GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Düll, Wirtschaftsprüfer

Dietz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2009

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erstatten nachstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2009 und des Gewinnverwendungsvorschlags für das Geschäftsjahr 2009 sowie über die Prüfung des Konzernabschlusses der Renolit AG zum 31.12.2009.

1. Prüfungsunterlagen und Auskünfte

Folgende Unterlagen wurden eingesehen, soweit sie den Gegenstand der Prüfung betreffen:

Jahresabschluss zum 31.12.2009

Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2009

Konzernabschluss zum 31.12.2009

Die Mitglieder des Vorstands haben uns alle erbetenen Auskünfte bereitwillig erteilt.

2. Der Jahresabschluss zum 31.12.2009 sowie der Konzernabschluss zum 31.12.2009 wurden von der FALK GmbH & Co KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Heidelberg, geprüft und hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkungen zu keinen Einwänden geführt.

Entgegen §285 Nr. 9a HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes nicht angegeben. Bis auf diese Einschränkung entspricht der Jahresabschluss und der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften.

Die Rechnungslegung des Geschäftsjahres 2009 wurde im erforderlichen Umfang geprüft. Der Gewinnverwendungsbeschluss enthält die erforderlichen Angaben, Einwendungen haben sich nach dem Ergebnis unserer Überprüfung nicht ergeben.

Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres über die Lage der Gesellschaft sowohl mündlich als auch schriftlich unterrichten lassen. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Es haben zwei ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrates am 23.06.2009 und 10.12.2009 stattgefunden.

3. Schlusserklärung

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung ergeben sich keine Anhaltspunkte für Einwendungen, die der Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2009 und dem Beschluss über die Gewinnverwendung für 2009 sowie der Billigung des Konzernabschlusses zum 31.12.2009 entgegenstehen.

 

Worms, 22. Juni 2010

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn in Höhe von EURO 144.444.059,09 wird wie folgt verwendet: EURO 20.020.000,00 (d.h. je nennwertlose Stückaktie EURO 0,91) werden als Dividende gezahlt und EURO 124.424.059,09 werden auf neue Rechnung vorgetragen.

PROTOKOLL am 06. Juli 2010 in Worms

Unter Verzicht auf alle Frist- und Formvorschriften des Gesetzes und der Satzung halten die Aktionäre der RENOLIT AG eine

Hauptversammlung

unter Vorsitz von Herrn Ullrich Backhaus ab, der vom Aufsichtsratsvorsitzenden mit der Sitzungsleitung beauftragt wurde. Dieser eröffnet die Versammlung um ... Uhr. Er stellt sodann fest, dass sämtliche Aktionäre anwesend bzw. vertreten sind.

Die Aktionäre fassen folgende Beschlüsse:

1. Die Hauptversammlung hat vom Jahresabschluss der RENOLIT AG zum 31.12.2009 mit einer Bilanzsumme von EURO 445.474.508,98 in der von der Falk GmbH & Co KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Heidelberg, geprüften Fassung Kenntnis genommen.

2. Der Bilanzgewinn in Höhe von EURO 144.444.059,09 wird wie folgt verwendet:

 

EURO 20.020.000,00 (d.h. je nennwertlose Stückaktie EURO 0,91) werden als Dividende gezahlt und EURO 124.424.059,09 werden auf neue Rechnung vorgetragen.

Als Ausschüttungstermin wird der 16.11.2010 festgelegt.

 

Worms, 06. Juli 2010

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