Stammdaten

Register
Amtsgericht Straubing HRB 10424
Vorher
Intier Automotive Eybl Interiors GmbHMagna Interiors GmbH
Eingetragen
3.12.1997
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Entwicklung, Fertigung und Verkauf von Kunststoffprodukten für den Fahrzeuginnenausbau (Interior Systems) und alle damit zusammenhängenden Aktivitäten. Die Gesellschaft kann weitere Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland und im Ausland gründen, bestehende erwerben, sich an solchen beteiligen, die Geschäfte von Unternehmen mit ähnlichem Unternehmensgegenstand führen und/oder Zweigniederlassungen oder Tochtergesellschaften in der Bundesrepublik Deutschland oder im Ausland errichten. Darüber hinaus kann die Gesellschaft alle Geschäfte betreiben, die ihr förderlich sind oder sein können und die nicht gesetzlich verboten sind, insbesondere Patente, Warenzeichen, Lizenzen, Vertriebsrechte und andere Gegenstände und Rechte erwerben, nutzen, übertragen und verkaufen sowie Grundeigentum und Rechte an Grundstücken erwerben, verkaufen und vermieten und daran Grundpfandrechte bestellen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Gahr
seit 24.3.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Boris Schmucklermann
seit 5.12.2023
Prokura
Robert Plager
seit 26.6.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Grupo Antolin-Irausa S.A.U.ESP
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Antolin Straubing GmbH

Straubing

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2023

A Unternehmensbeschreibung

Die Antolin Straubing GmbH (im Folgenden auch "die Gesellschaft") ist ein Anbieter von Komponenten und Systemen für den Fahrzeuginnenraum. Dazu gehören Design und Entwicklung, Werkzeugkonstruktion, Fertigung, Montage und Sequenzierung. Die Produkte umfassen Instrumententafeln, Mittelkonsolen, Säulenverkleidungen und dazugehörige Kleinteile; diese werden überwiegend in Pkws des Premium-Segments, aber auch in Nutzfahrzeugen eingesetzt.

Die Antolin Straubing GmbH ist seit September 2015 Teil der Grupo Antolin- Gruppe (GA) mit Hauptsitz in Burgos/Spanien. Die Antolin-Gruppe fertigt u.a. Interieurteile für Fahrzeugdächer, Türen, Sitze und Lichtsysteme.

B Wirtschaftslage und Branchenumfeld

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. 1

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. 2

1 Quelle: Statistisches Bundesamt (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilun gen/2024/01/PD24_019_811.html)
2 Quelle: Statistisches Bundesamt (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilung gen/2024/01/PD24_019_811.html).

Trotz einer wirtschaftlich angespannten Lage konnte die Automobilindustrie ihren Umsatz aus der Inlandsproduktion auch im Jahr 2023 steigern. Im vergangenen Jahr stieg er 10 Prozent auf knapp 558,1 Milliarden Euro. 3

Umweltpolitische und sicherheitsbezogene Aspekte werden auch weiterhin in der Automobilbranche bestimmende Themen sein und als Wachstumsfaktoren eine maßgebende Rolle spielen. Dies bedeutet gerade im Hinblick auf Innovationen ein enormes Potential für die Zulieferindustrie mit z.B. neuen Verbundwerkstoffen, einen erheblichen Beitrag zur Gewichts- und dadurch Kraftstoffeinsparung zu erzielen.

Darüber hinaus befindet sich die Branche weiterhin im Umbruch bezogen auf alternative Antriebe und neue Mobilitätskonzepte.

C Lage der Gesellschaft

1) Marktposition der Gesellschaft

Den überwiegenden Teil des Umsatzes erzielt die Gesellschaft mit Automobilherstellern, die das Premiumsegment bedienen. Sie ist aber auch in geringerem Umfang bei den Volumenherstellern vertreten. Eine Stärke der Gesellschaft besteht in der Erarbeitung innovativer und maßgeschneiderter Lösungen, die exakt auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten werden. Die mittelständisch geprägte Organisation erlaubt dabei schnelle und flexible Anpassungen an die sich ändernden Anforderungen der Kunden.

Die Konzept-, die Vorentwicklungs- und Entwicklungsphase wurden zentralisiert und in das deutsche technische Center der Grupo Antolin ausgegliedert. Damit soll gewährleistet werden, dass sich die Gesellschaft voll und ganz auf die Serien- und After-Sales-Phase konzentrieren kann. Darüber hinaus unterstützt die Gesellschaft das technische Center in der Prototypen- und Vorserienphase. Ausgefeilte Logistikkonzepte erlauben verschiedene Lösungen in der Serienproduktion/-auslieferung, wie beispielsweise Just-in-time-/Just-in-Sequence-Belieferung der Kunden. Ein Vorteil in diesem Zusammenhang stellt auch die relative Standortnähe zum Produktionswerk eines Hauptkunden dar.

3 Quelle: Verband der Automobilindustrie (https://www.vda.de/de/themen/automobilindustrie/marktentwicklungen/umsatzdaten).

2) Forschung und Entwicklung

Die F&E-Aktivitäten der Gesellschaft beschränken sich auf die Koordination von Änderungsprojekten während der Serienphase und die Unterstützung der in den technischen Centern zentral koordinierten F&E-Aktivitäten.

3) Umsatz und Absatz

Die Antolin Straubing GmbH verfügt über das Produktionswerk in Straubing, wo sich auch der Geschäftsleitungssitz befindet. Der primäre finanzielle Leistungsindikator sind die Umsatzerlöse.

Umsatzentwicklung in TEUR 2023 2022
• Serienfertigung 104.631 95.213
• Tooling, Sonstige 850 22.945
Total 105.481 118.158

Das Kerngeschäft der Gesellschaft ist die Produktion von Instrumententafeln, Mittelkonsolen, Säulenverkleidungen und dazugehörigen Kleinteilen. Das Seriengeschäft zeigt mit 9,9% eine Verbesserung zum Vorjahr. Im Toolingbereich beträgt der Umsatz 0,85 Mio. EUR (abgeschlossenes Projekt für Kunde Audi). Der Gesamtumsatz für das Geschäftsjahr entsprach mit 105 Mio. EUR der Prognose für 2023.

Zudem erfolgt die Betrachtung des Ergebnisses vor Gewinnabführung. Eine Steuerung nach nicht finanziellen Leistungsindikatoren findet nicht statt.

4) Auftragslage

Derzeit liegen weiterhin einige Neuaufträge für Entwicklung und Produktion von verschiedenen OEMs vor. Durch die bestehenden Aufträge ist die Auslastung der Produktionsstätte in Straubing mittelfristig gesichert. Im Weiteren fand eine Verlagerung von Porsche Macan Umfängen vom Werk in Tschechien nach Straubing im Jahr 2023 stattfand.

5) Personal- und Sozialbereich

Die GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt 479 Mitarbeiter (Vorjahr: 464).

Veränderungen bei den Rückstellungen für Pensionen und das Blockmodell Altersteilzeit wurden gemäß versicherungsmathematischem Gutachten eingebucht. Unverändert erfolgt die Insolvenzsicherung zum Altersteilzeitmodell durch Wertpapiere.

6) Managementsysteme und Qualitätssicherung

Der Standort ist nach ISO 9001:2015 und nach IAFT 16949 zertifiziert. Die Integration der CCC-Prozesse ist in dem Managementsystem abgeschlossen und bestätigt.

Veränderungen der Aufbau- und Ablauforganisation führten zu Verbesserungen und Effizienzsteigerungen in den operativen und administrativen Bereichen.

Die Buchhaltungstätigkeiten wurde im Verlauf des Geschäftsjahres teilweise in das Shared Service Center nach Indien verlagert.

7) Umweltschutz

Im Werk Straubing wurden im Jahr 2023 einige Rezertifizierungsaudits der Normen DIN EN 14001:2015, OHSAS 45001:2018 und DIN EN 50001:2018 durch Bureau Veritas durchgeführt und bestanden. Der Brandschutz wurde durch den VdS und FM Global überprüft. Es wurden keine gesetzlichen Abweichungen festgestellt.

D Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1) Vermögenslage

Das Anlagevermögen erhöhte sich im Geschäftsjahr bedingt durch Investitionen für die Produktion neuer Projekte auf TEUR 16.733 (Vorjahr: TEUR 15.379).

Das Umlaufvermögen erhöhte sich um TEUR 29.679 auf TEUR 91.864 zum 31.12.2023. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die Vorbereitung von neuen Projekten im Jahr 2023 und der damit einhergehenden Zugänge der unfertigen Leistungen.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 4.068 (Vorjahr: TEUR 1.876) in Entwicklung von Projekten und Sachanlagen investiert, diese betreffen im Einzelnen Erweiterungen und Optimierungen bzw. Anlagen für neue Projekte.

Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen

Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sind im Geschäftsjahr 2023 aufgrund aktuell laufender sowie neuer Projekte um TEUR 19.893 auf TEUR 64.398 gestiegenen (Vorjahr: TEUR 44.504).

Die aktivierten Unfertigen Erzeugnisse sind alle durch Kundenaufträge gedeckt.

Fertige Erzeugnisse und Waren

Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind im Geschäftsjahr 2023 stichtagbedingt um TEUR 889 auf TEUR 2.474 gestiegen (Vorjahr: TEUR 1.585).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
• Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.426 8.918
• Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.612 1.497
• Sonstige Vermögensgegenstände 1.100 965

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum 31. Dezember 2023 stichtagsbedingt um TEUR 3.509 gestiegen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Wesentlichen aufgrund der Verlustübernahme durch den Ergebnisabführungsvertrag angestiegen. Sie enthalten zudem Serien-Forderungen für das Geschäftsjahr 2023.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten haben sich im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen stichtagsbedingt von TEUR 195 auf TEUR 416 erhöht.

Eigenkapital

Die Kapitalrücklage blieb im Geschäftsjahr 2023 unverändert bestehen (TEUR 9.675).

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 2.576 (Vorjahr: TEUR 0) betreffen im Wesentlichen die Belastungen aus den abgeschlossenen Betriebsprüfungen für die umsatzsteuerlichen Veranlagungszeiträume 2016 bis 2021. Ein entsprechender Einspruch wurde beim Finanzamt eingereicht.

Verbindlichkeiten

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
• Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.366 10.285
● Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.264 12.441
• Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 57.257 29.364
• sonstige Verbindlichkeiten 164 282

Die Erhaltenen Anzahlungen sind aufgrund der Projektentwicklung im Tooling im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 2.082 gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzieren sich stichtagsbedingt gegenüber dem Vorjahr um TEUR 177. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 27.893 resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung von Cashpool-Verbindlichkeiten.

2) Finanzlage

Der im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete Verlust von TEUR 5.243 wird auf Grundlage des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags von der Gesellschafterin Antolin Deutschland GmbH, Allershausen, ausgeglichen. Die Liquidität der Gesellschaft wird von der Grupo Antolin-Gruppe auf Grundlage eines Cashpoolings sichergestellt. Das Unternehmen geht, wie bisher, davon aus, dass die Finanzierung der Gesellschaft im Bedarfsfalle durch die Einbindung in die Grupo Antolin-Gruppe sichergestellt ist.

3) Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die Umsatzerlöse um TEUR 12.677 auf TEUR 105.481 reduziert. Die Umsatzentwicklung geht im Wesentlichen auf den Rückgang der Umsätze im Tooling-Bereich zurück, die im Geschäftsjahr TEUR 850 betragen (Vorjahr: TEUR 22.945), kompensiert um einen Anstieg der Umsätze im Seriengeschäft um TEUR 9.418. Der überwiegende Teil der Serien- Umsätze entfällt auf Premiumhersteller.

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen) beträgt TEUR 125.966 und ist um TEUR 20.864 gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die Bestandserhöhung aufgrund des Aufbaus im Tooling-Bereich (Geschäftsjahr: TEUR 20.485, Vorjahr: TEUR -13.056), anteilig kompensiert um einen Rückgang der Umsätze im Tooling zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 6.038 (Vorjahr: TEUR 5.563) und sind aufgrund von Sonderzahlungen von Kunden sowie Rückstellungsauflösungen angestiegen.

Der Materialaufwand beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 92.628 (Vorjahr: TEUR 69.863). Die Erhöhung ist insbesondere auf hohe Aufwände für Tooling zurückzuführen. Die Materialaufwandsquote für die Serie ist leicht angestiegen.

Der Personalaufwand beträgt TEUR 23.738 (Vorjahr: TEUR 21.933) und ist aufgrund gestiegener Belegschaft als auch Tariferhöhungen und Sonderzahlungen angestiegen.

Die Abschreibungen belaufen sich auf TEUR 2.714 (Vorjahr: TEUR 2.842). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 14.394 (Vorjahr: TEUR 13.804) und sind im Wesentlichen aufgrund gestiegener Dienstleistungsaufwendungen angestiegen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.695 (Vorjahr: TEUR 624). Dieser Anstieg erklärt sich durch gestiegene Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling, einem angestiegenen Zinssatz sowie Zinsen im Zusammenhang mit den abgeschlossenen Betriebsprüfungen.

Die sonstigen Steuern sind aufgrund der abgeschlossenen Betriebsprüfung um TEUR 2.326 auf TEUR 2.089 angestiegen.

Aufgrund der beschriebenen Effekte beträgt das EBITDA für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 1.245 (Vorjahr: TEUR 5.065), das EBIT für das Geschäftsjahr 2023 TEUR -1.469 (Vorjahr: TEUR 2.223) und der Verlust/Gewinn vor Ergebnisabführung TEUR -5.243 (Vorjahr: TEUR 1.856).

E Prognosebericht sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1) Allgemeine Chancen und Risiken

Die Globalisierung ist nach Ansicht der gesetzlichen Vertreter nicht nur ein Schlagwort, sondern präsenter als je zuvor. Das Unternehmen muss global denken, aber natürlich auch lokal handeln. Erfolgreiche marktspezifische und umweltgerechte Entwicklungen sind ein notwendiges Muss und dienen dem reibungslosen Anlauf neuer Produkte. Die Schaffung von Nachhaltigkeit ist dabei das Ziel der Gesellschaft. Energie, Rohstoff und Mensch bilden laut den gesetzlichen Vertretern die Schwerpunkte der Nachhaltigkeitsstrategie der Gesellschaft.

Anhaltende Lieferengpässe zeigen erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf Unternehmen. Für die Folgejahre gehen die gesetzlichen Vertreter dennoch von einer stabilen Geschäftsentwicklung aus, da Lieferverträge mit Premium-Automobilherstellern geschlossen wurden. Es hat sich herausgestellt, dass die Abrufe im Premium-Segment weiterhin auf einem relativ hohen Niveau erfolgen. Aufgrund des Produktions- Knowhows einerseits und der Einbindung in die auf den Interiors- Bereich spezialisierte Antolin-Gruppe andererseits bestehen nach Auffassung der gesetzlichen Vertreter gute Chancen, weitere Fertigungsumfänge zu akquirieren. Hierbei setzt das Unternehmen auch auf Elektromobilität, da auch hier die Instrumententafeln verwendet und diesbezüglich neue Kunden gewonnen werden können.

2) Kunden

Durch die Diversifizierung des Kundenportfolios wurde nach Auffassung der gesetzlichen Vertreter die Abhängigkeit der Gesellschaft von wenigen Großkunden und damit das Umsatz- und Ergebnisrisiko reduziert. Darüber hinaus ist eine gleichmäßige Verteilung der Anteile der Hersteller innerhalb des Grupo Antolin- Konzerns gegeben.

Im Kampf um Marktanteile unterstützen die Hersteller ihre Verkäufe stark mit Rabattaktionen. Der Preisdruck seitens der OEMs und steigende Einkaufspreise auf der Beschaffungsseite werden den Zulieferern laut der gesetzlichen Vertreter daher auch im kommenden Geschäftsjahr zusetzen. Die Gesellschaft begegnet dem mit neuen Produkttechnologien und Prozessinnovationen. Die branchenübliche Vertragsgestaltung ermöglicht es den Kunden, theoretisch bestehende Aufträge auf andere Lieferanten zu verlagern. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft mit einer ständigen Überprüfung des Leistungsangebots auf die bestehenden und zukünftigen Bedürfnisse der Kunden sowie mit Konzept- und Entwicklungsprojekten, die in Abstimmung mit den Kunden durchgeführt werden und damit zu einer Verbesserung der Beziehungen beitragen.

Das Absatzrisiko der OEMs ist zudem durch die im Jahr 2025 stark gestiegenen Zöllen zwischen verschiedenen Ländern, insbesondere Einfuhrzölle der USA, angestiegen.

3) Wettbewerbsumfeld

Um Risiken im Wettbewerbsumfeld zu minimieren, arbeitet die Gesellschaft kontinuierlich an der Verbesserung ihrer Marktstellung in der internationalen Fahrzeugindustrie. Mit der ständigen Steigerung der Effektivität und Effizienz in den logistischen und produktionsbezogenen Prozessen und der Entwicklung innovativer Produktideen sieht sich die Gesellschaft nach Auffassung der gesetzlichen Vertreter für diese Herausforderungen gut gerüstet.

4) Technologie

Die Auswahl der richtigen Basistechnologien ist für die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Risiken sehen die gesetzlichen Vertreter in besonderem Maße in den Bereichen Werkstoffe, Fertigungstechnik und Prozesstechnik. Intensive Markt- und Konkurrenzbeobachtung verstärken das Wissen über periphere Technologien sowie den Ausbau der Kernkompetenz und tragen somit zur stetigen Risikominimierung bei.

Dem immanenten Risiko von Produktneuentwicklungen wird besondere Beachtung geschenkt. Die kontinuierliche Forderung der Kunden und der Gesellschaft nach nachhaltigen, qualitativ hochwertigen und gleichzeitig immer preisgünstigeren Produkten wird durch das zur Gruppe gehörende Technologiecenter erfüllt.

EDV-Ausfälle und die Sicherstellung der Aufrechterhaltung der Produktion sind durch Hochverfügbarkeitsdienste, flexible Arbeitszeitmodelle und Bereitschaftsdienstregelungen abgesichert.

5) Personalrisiken

Die Stellenbesetzung mit qualifizierten Arbeitskräften gestaltet sich immer schwieriger, was in einigen Fachbereichen zu einem Personalmangel führen kann. Die Rekrutierung von Arbeitskräften im europäischen Raum wird damit in den kommenden Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Die steigenden Gehälter durch Inflation und höhere Lebenshaltungskosten dürfen nicht außer Acht gelassen werden.

Um diesen Risiken zu begegnen, hat die Grupo-Antolin-Gruppe die Gesellschaft zum Ausbildungszentrum erklärt. Ziel ist eine bedarfsorientierte internationale Ausbildung qualifizierter Arbeitskräfte, um diese weltweit für den Konzern einsetzen zu können.

6) Finanzrisiken

Das Risiko von Forderungsausfällen kann nach Auffassung der gesetzlichen Vertreter aufgrund der Kundenstruktur als relativ gering angesehen werden. Dem Risiko von Forderungsverlusten wird zudem durch ein straffes Forderungsmanagement entgegengewirkt. Zusätzlich wird diese Vorgehensweise durch eine zielorientierte und transparente Berichterstattung unterstützt.

Währungsrisiken sind für die Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung, da das Hauptgeschäft in Euro abgewickelt wird. Die Gesellschaft setzt keine derivativen Finanzinstrumente ein.

7) Beschaffung

Die eingesetzten Materialien führen zu einer starken Abhängigkeit der Gesellschaft von der Entwicklung der Rohstoffpreise. Die Gesellschaft arbeitet konzentriert an der Verbesserung der Umwelt- und Energiebilanz.

Zur Reduzierung von Ausfallrisiken und der Sicherstellung des Wettbewerbs werden verstärkt parallele Materialvalidierungen durchgeführt. Die Weitergabe von rohstoffbedingten Kostenerhöhungen durch den Vertrieb an die Kunden steht laut den gesetzlichen Vertretern ebenfalls im Fokus.

8) Risikomanagement

Laut den gesetzlichen Vertretern gibt es ein ausgeprägtes Reportingsystem, welches frühzeitig Underperformance und Risiken identifiziert und Gegenmaßnahmen einfordert.

Unterstützt wird das Unternehmen dabei durch einen vielmethodischen und systematischen kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

9) Chancen

Sofern der Einspruch gegen die aufgrund der abgeschlossenen Betriebsprüfungen ergangenen Umsatzsteuerbescheide erfolgreich ist, besteht die Chance, dass die im Geschäftsjahr 2023 passivierte Rückstellung zumindest in Teilen erfolgswirksam aufgelöst werden kann.

10) Ausblick

Das Hauptaugenmerk liegt laut den gesetzlichen Vertretern auf der Weiterentwicklung der Innenraumteile für den Premiumsektor der Automobile bei gleichzeitiger Öffnung für Produkte von Massenherstellern. Das Unternehmen arbeitet mit Hochdruck daran, die Produkte bezüglich Gewicht und Qualität zu optimieren. Dabei werden Innovationen und Kompetenzen verstärkt ausgebaut, um konkurrenzfähig zu bleiben und um Unterscheidungsmerkmale zu Konkurrenten zu generieren. Der Hauptfokus liegt auf den Anforderungen und Bedürfnissen der Kunden.

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2024 belaufen sich auf 124,7 Mio. Euro im Seriengeschäft, ein Anstieg erfolgt durch das Projekt Porsche Macan. Ein entsprechender Anstieg ist beim EBIT erfolgt.

Für das Geschäftsjahr 2025 wird davon ausgegangen, dass die Abrufe im Seriengeschäft weiter steigen werden. Im Seriengeschäft wird mit einem Umsatz von ca. 130,7 Mio. Euro gerechnet. Ausgehend von dieser Planung wird das EBIT auf ca. +3,8 Mio. Euro geschätzt.

F Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Straubing, den 6. Juni 2025

Geschäftsführung

Maria Cristina Blanco Santo Tomás

Christoph Gahr

Álvaro Balbás Terceno

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 417.670,93 568.365,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 609.405,01 805.867,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.034.871,29 6.410.661,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.572.413,75 4.087.091,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.098.581,05 3.506.712,54
16.315.271,10 14.810.333,78
16.732.942,03 15.378.699,75
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.436.532,41 4.519.788,66
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 64.397.791,32 44.504.375,27
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.474.056,71 1.584.661,20
71.308.380,44 50.608.825,13
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.426.486,75 8.917.652,79
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.612.245,05 1.496.848,80
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.100.299,62 965.526,78
20.139.031,42 11.380.028,37
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 416.275,58 195.413,69
91.863.687,44 62.184.267,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.274.261,54 170.431,52
109.870.891,01 77.733.398,46

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 9.674.948,01 9.674.948,01
9.700.512,60 9.700.512,60
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 3.342.748,00 3.302.386,00
2. Steuerrückstellungen 2.576.154,95 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 12.178.069,50 12.315.562,36
18.096.972,45 15.617.948,36
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.366.317,00 10.284.683,26
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.264.182,57 12.441.082,57
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 57.256.948,89 29.363.573,88
4. Sonstige Verbindlichkeiten 164.143,30 281.969,63
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0)
davon aus Steuern EUR 163.896,30 (Vorjahr: TEUR 143)
82.051.591,76 52.371.309,34
D. Rechnungsabgrenzungsposten 21.814,20 43.628,16
109.870.891,01 77.733.398,46

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 105.481.145,07 118.158.091,32
2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 20.485.009,24 -13.055.598,76
3. Sonstige betriebliche Erträge 6.038.155,53 5.563.081,75
132.004.309,84 110.665.574,31
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -84.995.297,20 -63.035.835,86
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.632.208,35 -6.827.556,80
-92.627.505,55 -69.863.392,66
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -19.561.140,14 -17.666.669,07
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -4.177.059,44 -4.266.819,39
davon für Altersversorgung EUR 54.209,00 (Vorjahr: TEUR 378)
-23.738.199,58 -21.933.488,46
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.713.911,33 -2.841.740,05
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.393.591,94 -13.803.590,03
-1.468.898,56 2.223.363,11
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.963,71 20.239,65
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.695.088,69 -624.233,27
davon an verbundene Unternehmen EUR 1.337.381,12 (Vorjahr: TEUR 534)
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 58.015,00 (Vorjahr: TEUR 55)
-1.685.124,98 -603.993,62
10. Ergebnis nach Steuern -3.154.023,54 1.619.369,49
11. Sonstige Steuern -2.089.180,89 236.980,92
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 5.243.204,43 -1.856.350,41
13. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1.1.bis zum 31.12.2023

Allgemeine Hinweise

Die Antolin Straubing GmbH hat ihren Sitz in Straubing und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Straubing (Reg. Nr. HRB 10424).

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz im Anhang angegeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen werden neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten und angemessene Anteile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, berücksichtigt worden sind.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h., es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Es wurden Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1% für inländische und 2% für Forderungen außerhalb Deutschlands gebildet.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalbetrag bewertet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die Kapitalrücklage entspricht den Gesellschafterbeschlüssen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der PUC-Methode (projected unit credit) unter Verwendung der Heubeck'schen Richttafeln 2018 G ermittelt. Für die Abzinsung wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren zu unterstellen. Der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre beträgt 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %). Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,20 % (Vorjahr: 2,20 %) berücksichtigt. Gehaltssteigerungen und Fluktuation wurden mit 0 % (Vorjahr: 0 %) angesetzt. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,75 %, Vorjahr: 1,44 %) ein Unterschiedsbetrag von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 185). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre. Der Erfolg aus der Änderung des Abzinsungssatzes der Pensionsrückstellungen wurde im operativen Ergebnis berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen mit dem Betrag ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Dabei sind zukünftig erwartete Preis- und Gehaltssteigerungen in der Bemessungsgrundlage berücksichtigt worden.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Es wurden die von der Bundesbank nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB ermittelten Zinssätze verwendet. Von dem Wahlrecht, den auf das erste Jahr entfallenden Anteil abzuzinsen wurde nicht Gebrauch gemacht.

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen enthalten. Der Rückstellungsbedarf wurde durch ein versicherungsmathematisches Gutachten gemäß IDW- Stellungnahme IDW RS HFA 3 unter Verwendung der Heubeck'schen Richttafeln 2018 G ermittelt. Dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwert liegt ein Rechnungszinsfuß von 1,07 % (Vorjahr: 0,58 %) sowie Kosten und Gehaltssteigerungen von 3,10 % Vorjahr: 3,10 %) zugrunde. Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Es erfolgt eine Verrechnung dieser Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtung, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.369 (Vorjahr: TEUR 1.497) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 5.243 (Vorjahr: TEUR 0). Sie betragen TEUR 5.905 (Vorjahr: TEUR 79) gegenüber der Gesellschafterin.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt DM 50.000 (TEUR 26).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen, für langfristige Verträge (LTA), Personal sowie für Gewährleistungen.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 2.576 (Vorjahr: TEUR 0) betreffen im Wesentlichen die Belastungen aus den abgeschlossenen Betriebsprüfungen für die umsatzsteuerlichen Veranlagungszeiträume 2016 bis 2021. Ein entsprechender Einspruch wurde beim Finanzamt eingereicht.

Altersteilzeit-Rückstellung

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 879
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 588
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 588
Verrechnete Aufwendungen 58
Verrechnete Erträge 1

Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere und Bankkonten.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind ungesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 13.227 (Vorjahr: TEUR 10.992) sowie sonstige Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 44.030 (Vorjahr: TEUR 18.371).

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 5.910 (Vorjahr: TEUR 5.114) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen diverse Miet- und Leasingverträge für Gebäude und Maschinen.

TEUR
2024 bis 2027 6.531
2028 bis 2033 7.907
14.438

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
EUR % EUR %
- nach Sparten
PKW-Teile Serie/Nutzfahrzeugteile 104.631.154,07 99,19 95.213.170,07 80,58
Toolingabrechnungen/Sonstige 849.991,00 0,81 22.944.921,25 19,42
105.481.145,07 100,00 118.158.091,32 100,00
- nach Regionen
Inland 10.957.477,53 10,39 37.691.194,64 31,90
Übrige EU-Länder 90.050.041,23 85,37 76.332.616,30 64,60
Drittländer 4.473.626,31 4,24 4.134.280,38 3,50
105.481.145,07 100,00 118.158.091,32 100,00

Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge enthalten Erträge aus den Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 866 (Vorjahr: TEUR 736) und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 0).

Die Erträge aus Fremdwährungsumrechnungen beliefen sich auf TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 0).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen beliefen sich auf TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 0).

Die periodenfremden Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Maria Cristina Blanco Santo Tomás, Chief Executive Officer der Grupo Antolin-Gruppe (ab dem 05.12.2023)

Ramón Sotomayor Jaúregui, CEO of Grupo Antolin (bis zum 10.10.2023)

Christophe Charles Ancey, COO of Grupo Antolin (ab dem 15.04.2024 bis zum 24.03.2025)

Cenek Cermak, Industrial BU Director IP/Cockpits Europe (bis zum 24.03.2025)

Cristoph Gahr, Werksleiter (ab dem 24.03.2025)

Älvaro Balbäs Terceno, Legal Director Germany, Austria & Mexico (ab dem 24.03.2025)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Geschäftsführervergütung unterbleibt, da die Geschäftsführer bei anderen Konzerngesellschaften angestellt sind.

Für ein ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung besteht eine Pensionsverpflichtung in Höhe von TEUR 24.

Mitarbeiterzahlen nach § 285 Nr. 7 HGB

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 398 379
Angestellte 53 56
Zwischensumme 451 435
Auszubildende 28 29
Summe 479 464

Vorgänge nach dem Bilanzstichtag

Es gab keine bedeutsamen Vorgänge nach dem Bilanzstichtag.

Wir beobachten dennoch die Lage unserer Lieferanten, um mögliche Störungen in der Lieferkette frühzeitig zu erkennen.

Konzernverhältnisse

Die Antolin Straubing GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Antolin Deutschland GmbH, Allershausen.

Die Gesellschaft gehörte im Geschäftsjahr 1.1. bis 31.12.2023 zum Konzern der Grupo Antolin- Irausa S.A., Burgos, Spanien, in deren Konzernabschluss sie einbezogen wird und die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen erstellt. Der Konzernabschluss ist am Ort der Gesellschaft erhältlich.

Honorare des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 93 (Vorjahr: TEUR 80) sowie für andere Bestätigungsleistungen TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 0). Die Honorare für Steuerberatung belaufen sich auf TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 13).

 

Straubing, den 6. Juni 2025

Geschäftsführung

Maria Cristina Blanco Santo Tomás

Christoph Gahr

Álvaro Balbás Terceno

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1.1. bis zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.888.877,70 0,00 0,00 0,00 1.888.877,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.178.734,92 0,00 0,00 0,00 3.178.734,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.043.268,96 8.458,10 0,00 117.400,18 33.169.127,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.972.719,67 188.199,45 16.076,00 162.227,53 12.307.070,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.506.712,54 3.871.496,22 0,00 -279.627,71 7.098.581,05
51.701.436,09 4.068.153,77 16.076,00 0,00 55.753.513,86
53.590.313,79 4.068.153,77 16.076,00 0,00 57.642.391,56
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.320.511,73 150.695,04 0,00 1.471.206,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.372.867,47 196.462,44 0,00 2.569.329,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.632.607,15 1.501.648,80 0,00 28.134.255,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.885.627,69 865.105,05 16.076,00 8.734.656,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
36.891.102,31 2.563.216,29 16.076,00 39.438.242,60
38.211.614,04 2.713.911,33 16.076,00 40.909.449,37
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 417.670,93 568.365,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 609.405,01 805.867,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.034.871,29 6.410.661,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.572.413,91 4.087.091,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.098.581,05 3.506.712,54
16.315.271,26 14.810.333,78
16.732.942,19 15.378.699,75

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Antolin Straubing GmbH, Straubing

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Antolin Straubing GmbH, Straubing, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Antolin Straubing GmbH, Straubing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 6. Juni 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Kolb, Wirtschaftsprüfer

Alexander Attensberger, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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