Carpenter GmbH
Industriestraße 2, 99334 Amt Wachsenburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bradford Beauchamp seit 23.6.2021 | Geschäftsführer |
Steffen Meyer seit 2.11.2017 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Carpenter GmbHAmt WachsenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231 Allgemeine Angaben Die Carpenter GmbH, Amt Wachsenburg, hat ihren Sitz in Amt Wachsenburg und ist beim Amtsgericht Jena in das Handelsregister unter der Registernummer HRB 110281 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Carpenter GmbH, Amt Wachsenburg, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und den relevanten Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren angewendet worden. Die Carpenter GmbH, Amt Wachsenburg, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die in den vorangegangenen Geschäftsjahren angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Wesentlichen fortgeführt. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und soweit abnutzbar abzüglich Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden ausschließlich von Dritten erworbene Software-Lizenzen sowie Aufwendungen für die Implementierung von Software ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer und in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften (amtlichen AfA-Tabellen der Finanzverwaltung) vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden aufwandswirksam im Jahr des Zuganges erfasst. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten, die EUR 250,00 aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, werden in einem Jahressammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Der Jahressammelposten ist von untergeordneter Bedeutung. Der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. Wegen Qualitätsminderung und mangelnder Gängigkeit werden Abwertungen vorgenommen. Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden durch Abwertung berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Geleistete Anzahlungen werden unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips zum Nennwert bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Im Falle der Zweifelhaftigkeit einer Forderung wird eine Einzelwertberichtigung vorgenommen. Die Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos beträgt im Berichtsjahr 1,0 % (i. Vj. 1,0 %). Davon entfallen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) auf Liefer- und Leistungsforderungen gegen den Gesellschafter. Flüssige Mittel sind mit ihrem Nennwert bewertet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Erhaltene Investitionszulagen und -zuschüsse werden in einen Sonderposten eingestellt. Dieser wird korrespondierend zu den Abschreibungen der geförderten Anlagegüter ratierlich erfolgswirksam aufgelöst. Die Pensionsrückstellungen wurden auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Berücksichtigung künftiger Rentensteigerungen in Höhe von 2,25 % mit einem Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf Grundlage der Richttafeln 2018 G nach Dr. Heubeck durch versicherungsmathematische Gutachten ermittelt. Der Diskontierungszinssatz beträgt 1,82 % (i. Vj. 1,78 %). Der Zinssatz repräsentiert den von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 287. Erfolgswirksame Anpassungen der Rückstellung aus Änderungen des Abzinsungssatzes in Höhe von TEUR 4 werden im Finanzergebnis erfasst. Aufgrund der Unwesentlichkeit erfolgt die Saldierung dieser Aufwendungen mit dem entsprechenden Personalaufwand aus der Zuführung (TEUR 1). Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle bei Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in Steuer- und Handelsbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern mit deren Nutzung innerhalb eines Zeitraumes von maximal fünf Jahren zu rechnen ist. Ein sich ergebender Überhang aktiver latenter Steuern wird gemäß § 274 Abs. 1 HGB nicht angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der zum Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen voraussichtlich gültig und zum Bilanzstichtag bereits verabschiedet ist. Zum Stichtag wurde ein unternehmensindividueller Steuersatz in Höhe von 29,13 % verwendet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem Kurswert am Tag der Einbuchung bewertet. Ist bei Fremdwährungsforderungen der Kurs am Bilanzstichtag niedriger, wird dieser angesetzt. Soweit bei Fremdwährungsverbindlichkeiten der Kurs am Stichtag über dem am Tag der Einbuchung liegt, wird zum höheren Stichtagskurs bewertet. Ausgenommen sind Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Diese werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet und daraus resultierende unrealisierte Umrechnungsgewinne oder -verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 3 Erläuterungen zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. 3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei sämtlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen beträgt die Restlaufzeit - wie im Vorjahr - nicht mehr als ein Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr. 3.3 Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt DM 4.000.000,00 (EUR 2.045.167,52) und ist voll eingezahlt. Es wurde noch nicht auf Euro umgestellt. 3.4 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für ausstehende Rechnungen, ausstehende Beiträge Berufsgenossenschaft, noch nicht genommenen Urlaub sowie sonstige Personalaufwendungen. 3.5 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 111 (i. Vj. TEUR 408) betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen den Liefer- und Leistungsverkehr mit Unternehmen der Carpenter-Gruppe. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 20 (i. Vj. TEUR 377). 3.6 Latente Steuern Die passiven latenten Steuern beruhen auf temporären Differenzen bei der Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung sowie der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in der Handelsbilanz und der Steuerbilanz. Ferner bestehen aktive latente Steuern für Bewertungsunterschiede des Sachanlagevermögens sowie der Rückstellungen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 29,13 %. Zum 31. Dezember 2023 besteht ein Aktivüberhang in Höhe von TEUR 41 (i. Vj. TEUR 230). Der Aktivüberhang ermittelt sich aus passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) sowie aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 41 (i. Vj. TEUR 67). Die Gesellschaft hat bezüglich des bestehenden Aktivüberhangs zum Stichtag vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch gemacht. Die Zusammensetzung und Veränderung der saldierten aktiven bzw. passiven latenten Steuern ergeben sich wie folgt:
4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 38 (i. Vj. TEUR 5) periodenfremd. Periodenfremde Aufwendungen fielen i. H. v. TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1) an. 4.2 Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnungsdifferenzen Aufwendungen aus realisierten Währungsumrechnungsdifferenzen betragen TEUR 60 (i. Vj. TEUR 129), Erträge aus realisierten Währungsumrechnungsdifferenzen betragen TEUR 62 (i. Vj. TEUR 2.966). Erträge aus nichtrealisierten Währungsumrechnungsdifferenzen betragen TEUR 97 (i. Vj. Aufwendungen i. H. v. TEUR 996). 4.3 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 1.459 (i. Vj. TEUR 1.332), sowie Aufwendungen für Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 1.221 (i. Vj. TEUR 704) und latenten Steuerertrag in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. latenten Steueraufwand i. H. v. TEUR 196). 5 Sonstige Angaben 5.1 Honorare des Abschlussprüfers Der Abschlussprüfer, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat im Geschäftsjahr folgende Leistungen erbracht:
5.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bzw. Bestellobligos bestehen zum 31. Dezember 2023 nicht. 5.3 Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr bestellt und tätig:
Herr Beauchamp erhält für seine Tätigkeiten von der Carpenter GmbH keine Vergütung, sodass die Bezüge der Geschäftsführung im Geschäftsjahr gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben werden. 5.4 Anzahl der Mitarbeiter Im Unternehmen waren 2023 durchschnittlich 167 Mitarbeiter, davon 128 Gewerbliche und 38 Angestellte (i. Vj. 173 Mitarbeiter, davon 135 Gewerbliche und 37 Angestellte). Weiterhin wurde ein (i. Vj. ein) Auszubildender beschäftigt. 5.5 ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung der Gesellschaft schlägt vor, den Jahresüberschuss i. H. v. EUR 6.568 auf neue Rechnung vorzutragen bzw. dem Gewinnvortrag hinzuzurechnen. 5.6 Mutterunternehmen Die Carpenter GmbH, Amt Wachsenburg, ist ein verbundenes Unternehmen der Carpenter Co., Richmond (Virginia), USA, und wird in den Konzernabschluss dieser Gesellschaft einbezogen (kleinster und größter Kreis verbundener Unternehmen), der an deren Sitz erhältlich ist. 5.7 Nachtragsbericht Der Gesellschaft sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 keine Vorgänge bekannt geworden, die einen besonderen Einfluss auf die finanzielle und wirtschaftliche Lage der Gesellschaft haben könnten.
Amt Wachsenburg, den 11. Dezember 2024 Steffen Meyer, Geschäftsführer Bradford Beauchamp, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Unternehmensgegenstand Gegenstand der Carpenter GmbH, Amt Wachsenburg, ist die Herstellung, Konfektionierung und der Vertrieb von Polyurethan-Schaumstoffprodukten für die Betten-, Polstermöbel- und die Verpackungsindustrie. Auf eigenem Grund und Boden in Ichtershausen in Thüringen werden eine Polyurethan-Schäumanlage, die nach dem Blockschaum-Verfahren arbeitet, sowie Einrichtungen zur Weiterverarbeitung der Blöcke zu Platten, Formteilen und Rollenware betrieben, die im Wesentlichen zu Schaummatratzen für Konsumenten als Endkunden verarbeitet werden. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine Veränderungen im Unternehmensgegenstand ergeben. Unternehmensverbindungen Die Gesellschaft gehört zum US-amerikanischen Carpenter-Konzern mit Stammsitz in Richmond/Virginia/USA, dem weltweit größten Hersteller von Komfort-Polsterprodukten. Im Juni 2023 übernahm der Carpenter-Konzern die Engineered Foams Division von Recticel NV, zu der die ehemaligen Foam Partner- und Otto Bock-Betriebe gehören. Durch die Übernahme entsteht der weltweit größte vertikal integrierte Hersteller von Polyurethanschäumen und Spezialpolymerprodukten. Recticel, ein belgisches Unternehmen, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1778 zurückreichen, umfasst Mitarbeiter, Büros und Produktionsstätten in Europa, Asien, Afrika und Nordamerika. Die Transaktion ermöglicht es Carpenter, seine geografische Präsenz zu erweitern, neue Produktlinien zu erkunden und dem Branchenführer neue Fähigkeiten hinzuzufügen. 2. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten der Carpenter-Unternehmensgruppe sind auf europäischer Ebene zentral organisiert und zielen auf die nachhaltige Sicherung und den Ausbau der technologischen Wettbewerbsfähigkeit ab. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland laut ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) einen Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1 %. Die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes Ruth Brand erklärte, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in einem weiterhin von Krisen geprägten Umfeld ins Stocken geraten sei. Hohe Preise und ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen hätten die Konjunktur gedämpft, während die Nachfrage aus dem In- und Ausland nachließ. Im Vergleich zu 2019 lag das BIP jedoch um 0,7 % höher. Die Bruttowertschöpfung entwickelte sich im Jahr 2023 in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Das Produzierende Gewerbe (ohne Bau) verzeichnete einen deutlichen Rückgang von 2,0 %, insbesondere aufgrund einer geringeren Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe fiel preisbereinigt um 0,4 %, wobei die Automobilindustrie positive Impulse lieferte, während die energieintensiven Branchen wie Chemie und Metall erneut unter den hohen Energiepreisen litten. Im Baugewerbe belasteten hohe Baukosten, Fachkräftemangel und schlechtere Finanzierungsbedingungen vor allem den Hochbau. Insgesamt konnte das Baugewerbe jedoch ein leichtes Plus von 0,2 % verzeichnen, unterstützt durch den Tiefbau und das Ausbaugewerbe. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten ausweiten, wobei der Sektor Information und Kommunikation mit einem Anstieg von 2,6 % den größten Zuwachs erzielte. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit stieg um 1,0 %, während die Unternehmensdienstleister um 0,3 % zulegten. Im Gegensatz dazu sank die Bruttowertschöpfung im Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 1,0 %, bedingt durch Rückgänge im Groß- und Einzelhandel. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung in Deutschland 2023 leicht um 0,1 % zurück. Der private Konsum ging 2023 preisbereinigt um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr zurück und entfernte sich damit erneut vom Vorkrisenniveau von 2019 (-1,5 %). Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen. Besonders betroffen waren Bereiche, in denen die Preise entweder stabil blieben oder weiter stiegen, insbesondere bei langlebigen Gütern wie Möbeln und Haushaltsgeräten, deren Ausgaben um 6,2 % sanken. Auch der Staat reduzierte seine preisbereinigten Konsumausgaben um 1,7 % - dies war das erste Mal seit fast 20 Jahren. Der Rückgang resultierte aus dem Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen, die zuvor die Wirtschaftsleistung gestützt hatten. Die Bauinvestitionen fielen 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Hohe Baupreise und gestiegene Bauzinsen bremsten insbesondere den Wohnungsbau, während das Ausbaugewerbe aufgrund stark nachgefragter energetischer Sanierungen positive Signale zeigte. Bei Ausrüstungen, also Investitionen in Maschinen und Fahrzeuge, wurde hingegen preisbereinigt um 3,0 % mehr investiert als 2022, was unter anderem dem Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen zu verdanken war. Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin stabil. Im Jahr 2023 arbeiteten durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätige in Deutschland, was einem Anstieg von 0,7 % oder 333.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Zunahme resultierte unter anderem aus der Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte und einer höheren Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Der Beschäftigungszuwachs fand nahezu ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Die Umsatzentwicklung der deutschen Matratzenindustrie zeigt ein differenziertes Bild. Die Matratzenhersteller schlossen das Jahr 2023 mit einem leichten Umsatzrückgang von -1,3 % und einem Absatzminus von -7,8 % ab. Nachdem insbesondere das 1. Halbjahr sehr verlustreich war, konnte durch deutliche Zuwächse im 2. Halbjahr noch ein versöhnlicher Abschluss erzielt werden. Besonders vom Rückgang betroffen war der Latexbereich mit einem Absatzminus von -22,6 %, während Schaum- und TFK-Matratzen (Taschenfederkernmatratzen) relativ stabil blieben. Einzige Ausnahmen waren die "Sonstigen" Produkte, die zulegen konnten. Diese gemischten Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich bestimmte Marktsegmente besser behaupten konnten als andere. Dennoch bleibt die allgemeine Kaufzurückhaltung ein zentrales Problem, das die gesamte Branche betrifft. Die Leitmessen Heimtextil, imm cologne und R+T zu Beginn des Jahres 2023 haben in der Branche jedoch Optimismus geweckt. Es wird betont, dass eine zeitnahe und verlässliche Wirtschaftspolitik notwendig ist, um aus der aktuellen Stagnation herauszukommen und den Standort Deutschland zu stärken. Die Regierung sei nun gefordert, um Unternehmen zu ermutigen, im eigenen Land zu investieren und Abwanderung zu verhindern. Gleichzeitig müsse die Bürokratie abgebaut und die hohen Energiepreise gesenkt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft zu erhöhen. 2. Geschäftsverlauf Die Geschäftsverlauf der Carpenter GmbH gestaltete sich im Geschäftsjahr 2023 vor dem Hintergrund der vorgängig geschilderten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen in ähnlicher Weise rückläufig. Insgesamt ging der Umsatz im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 % zurück, und liegt somit über dem Branchendurchschnitt. Insbesondere mengen- aber auch preisinduziert, nahm der externe Inlandsumsatz von um 6,6 % ab, wohingegen der externe Auslandsumsatz mit 3,0 % deutlich weniger zurückging. Wie bereits oben ausgeführt war der Grund die allgemeine Kaufzurückhaltung, was sich entsprechend auf Absatzmengen und Preisgestaltung auswirkte. 3. Lage der Gesellschaft a) Ertragslage Der Absatz unserer Produkte verlief im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023, unter Berücksichtigung der branchenüblichen saisonalen Effekte, gleichmäßig. Im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 wirkte sich dagegen die Kaufzurückhaltung aus und resultierte in rückläufigen Absatzmengen und -preisen. Die Carpenter GmbH erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 ein Rohergebnis in Höhe von EUR 30,61 Mio, was einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 5,2 % entspricht (i. Vj. EUR 29,10 Mio). Im Berichtsjahr gingen die Umsatzerlöse aufgrund von Preisreduzierungen, infolge von Rohstoffverbilligungen, um 5,9 % zurück. Zudem reduzierten sich die sonstigen betrieblichen Erträge um EUR 1,56 Mio auf EUR 1,47 Mio. Der Rückgang ist hier vor allem auf die im Geschäftsjahr 2022 realisierten Währungskursgewinne zurückzuführen, die aus der Rückkonvertierung von USD-Guthaben in EUR resultierten. Aufgrund des bereits erwähnten Preisverfalles bei den Rohstoffen (Polyol, TDI) sanken die Materialaufwendungen überproportional zum Umsatz, was zu einer Reduzierung der Materialaufwandsquote von 71,5 % auf 64,8 % führte. Gegenläufig entwickelten sich im Berichtszeitraum die Aufwendungen für Personal, welche auf EUR 10,24 Mio anstiegen (i. Vj. EUR 9,05 Mio); die Personalaufwandsquote stieg entsprechend von 10,0 % auf 12,1 %. Hintergrund hierfür waren deutliche Erhöhungen des Lohn- und Gehaltsniveaus, welche den Rückgang der durchschnittlichen Anzahl der Arbeitnehmer in 2023 noch überkompensierten. Der dafür verstärkte Einsatz von Leiharbeitnehmern, infolge eines immer noch bestehenden Mangels an Arbeitskräften in der Region, trug dagegen mit EUR 0,35 Mio maßgeblich zum Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen bei. Ebenso angestiegen sind die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens (+ EUR 0,43 Mio), weil sich die Abschreibungen in 2023 auf in 2022 und auch noch zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 getätigte Investitionen vollständig über das gesamte Geschäftsjahr 2023 auswirkten. Das Geschäftsjahr 2023 konnte mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 9,28 Mio (i. Vj. EUR 9,67 Mio) und einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 6,57 Mio (i. Vj. EUR 7,41 Mio) geschlossen werden. Unter Berücksichtigung der vorgängig geschilderten herausfordernden Rahmenbedingungen, konnten die an das Geschäftsjahr 2023 gestellten Erwartungen sowohl umsatzseitig als auch ergebnisseitig (Jahresüberschuss) erfüllt werden. Das Eigenkapital der Carpenter GmbH zum Ende des Geschäftsjahres 2023 erhöhte sich entsprechend auf EUR 80,07 Mio (i. Vj. EUR 73,50 Mio). Die Anzahl der vollbeschäftigten Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt verringerte sich auf 167 Mitarbeiter (i. Vj. 173). Unter den Angestellten befand sich ein Auszubildender (i. Vj. ein). b) Finanzlage Der Carpenter GmbH sind im Jahr 2023 aus dem um zahlungsunwirksame Aufwendungen aus Abschreibungsgegenwerten und Rückstellungsveränderungen korrigierten Jahresergebnis finanzielle Mittel in Höhe von EUR 10,11 Mio (i. Vj. EUR 7,57 Mio) zugeflossen. Diese finanziellen Mittel wurden zum Teil für Investitionen verwendet (EUR 5,28 Mio). Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich zum Ende des Geschäftsjahres auf EUR 32,61 Mio (i. Vj. EUR 26,74 Mio). Kennzeichnend für die Carpenter-Unternehmensgruppe sind eine risikoavers ausgerichtete Finanzpolitik sowie die Reinvestition der erwirtschafteten Mittel am jeweiligen Standort. c) Vermögenslage Das Investitionsvolumen betrug im Berichtsjahr EUR 5,28 Mio (i. Vj. EUR 2,15 Mio). Der Schwerpunkt der Investitionen lag in diesem Geschäftsjahr auf der Errichtung einer Photovoltaikanlage. Ziel dieser Investition ist es, hiermit zukünftig ein Großteil des Stromverbrauchs abzudecken und sich von der Strompreisentwicklung "abzukoppeln" und zukünftig Planungssicherheit hinsichtlich dieser Kostenposition zu haben. Den Neuinvestitionen standen reguläre Abschreibungen in Höhe von EUR 3,20 Mio (i. Vj. EUR 2,77 Mio) gegenüber. Die Bilanzsumme stieg um EUR 6,22 Mio auf EUR 85,69 Mio. Begründet ist der Anstieg auf der Aktivseite der Bilanz im Wesentlichen durch einen erhöhten Bestand an liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag. Auf der Passivseite hingegen wird der Anstieg hauptsächlich durch den ergebnisbedingten Anstieg des Eigenkapitals hervorgerufen. Die Eigenkapitalquote stieg unter Berücksichtigung des erzielten Jahresüberschusses auf 93,44 % (i. Vj. 92,48 %). Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2023 aus unserer Sicht zufriedenstellend verlaufen. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Kundenzufriedenheit, Sicherheit und wirtschaftlicher Erfolg sind wichtige Bestandteile unseres Unternehmensleitbildes. Die langfristige Strategie der Carpenter-Unternehmensgruppe zielt dabei unter anderem auf ein nachhaltiges und vor allem ertragsorientiertes Wachstum. Umsatz und Jahresüberschuss sind die wesentlichsten Indikatoren hierfür. Durch permanente Verbesserung unserer Prozesse, Produkte und Produktionseinrichtungen optimieren wir unsere Produktivität, stärken die Bindung zu unseren Kunden und verbessern die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter. Der schonende und effiziente Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ebenso ein wichtiger Bestandteil unseres Leitbildes. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Für die wesentlichsten Leistungsindikatoren Umsatz und Jahresüberschuss erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024, aufgrund des weiter anhaltenden Ukraine-Konflikts stetig gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise, der schwachen konjunkturellen Entwicklung des Marktes, Umsatzerlöse auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 (EUR 84,4 Mio). Unabhängig davon ist das Ziel der Gesellschaft, wie bereits in den Vorjahren, die Fokussierung auf bestimmte Kunden- bzw. Produktgruppen, die eine höhere Wertschöpfung versprechen, um so die Ertragskraft des Unternehmens langfristig und nachhaltig zu sichern und weiter zu verbessern. Wir erwarten dennoch einen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 leicht sinkenden Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2024. Für den nichtfinanziellen Leistungsindikator Kundenzufriedenheit erwarten wir ein gleichbleibendes Niveau im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023. Chancen- und Risikobericht Chancen und Risiken sind ein integraler Bestandteil jeder unternehmerischen Tätigkeit. Die Risikopolitik der Carpenter GmbH folgt hierbei dem Grundsatz, Risiken nur dann einzugehen, wenn durch das damit verbundene Geschäft ein angemessener Ertrag erwirtschaftet werden kann. Wir überwachen fortlaufend sowohl das gesamtwirtschaftliche Umfeld und die Entwicklungen der Schaumstoffindustrie als auch unsere internen Prozesse, um Risiken und Chancen so früh wie möglich zu identifizieren. Die Chancen und Risiken werden für einen Prognosezeitraum von einem Jahr angegeben. Wesentliche Veränderungen im Chancen- und Risikoprofil haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben. Ein hohes Risiko für die Carpenter GmbH ergibt sich aus einer Verknappung und/oder Verteuerung von Rohstoffen. Die damit einhergehenden Preisänderungen könnten sich negativ auf die Margenentwicklung der Carpenter GmbH auswirken. Die Carpenter GmbH ist in einem von intensivem Wettbewerb geprägten Markt tätig. Ein harter Preiswettbewerb der am Markt agierenden oder neu in den Markt eintretenden Anbieter könnte einen negativen Einfluss auf das Umsatz- und Ertragsniveau der Carpenter GmbH ausüben. Hier gehen wir von einem mittleren Risiko aus. Hauptabsatzmarkt der Carpenter GmbH ist Deutschland. Sollten konjunkturelle Einflüsse die Nachfrage nach Matratzen und Polstermöbeln hier negativ beeinflussen, so würde sich dies ebenso belastend auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der Carpenter GmbH auswirken. Hier gehen wir ebenfalls von einem mittleren Risiko aus. Über die allgemeinen Geschäftsrisiken hinaus sind keine existenziellen, bestandsgefährdenden, Risiken erkennbar. Um vorgenannte Risiken zu begrenzen, betreibt die Gesellschaft ein aktives Risikomanagement. Das Monitoring wesentlicher Risiken erfolgt im Rahmen wöchentlicher Reportings an die Entscheidungsträger der Gesellschaft. Im Fokus steht dabei neben der Umsatzentwicklung und der Liquiditätssicherung auch die Überwachung der Anlagenauslastung. Infolge der starken Abhängigkeit der Carpenter GmbH von der Rohstoffpreisentwicklung erfolgt eine zentrale, unternehmensübergreifende Beschaffung chemischer Rohstoffe. Die Reduzierung des Risikos von Forderungsausfällen wird durch eine Kreditwürdigkeitsprüfung von Neukunden sowie das permanente Monitoring von Bestandskunden sichergestellt. Chancen ergeben sich für die Carpenter GmbH im Wesentlichen aus dem kontinuierlichen Streben nach Produkt- und Prozessinnovationen sowie aus der systematischen Suche nach neuen technologischen Anwendungsmöglichkeiten für Schaumstoff. Diesen Chancen misst Carpenter eine hohe Bedeutung bei. Hierdurch sollen zukünftig neue Geschäftspotenziale erschlossen werden, welche sich positiv auf den Umsatz und das Ergebnis der Carpenter GmbH auswirken und somit zum Ausbau der Marktposition des Unternehmens beitragen können.
Amt Wachsenburg, den 11. Dezember 2024 Steffen Meyer, Geschäftsführer Bradford Beauchamp, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Carpenter GmbH, Amt Wachsenburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Carpenter GmbH, Amt Wachsenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Carpenter GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 11. April 2025 KPMG
AG
Dr. Schneider, Wirtschaftsprüfer Huth, Wirtschaftsprüfer |
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