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Integrata AktiengesellschaftStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Geschäftsbericht 2017Sehr geehrte Damen und Herren, Lernen wird zur Schlüsselkompetenz des digitalen Zeitalters, denn die große Herausforderung der digitalen Transformation ist die Bewältigung der Vielfalt. Der stete Wandel erfordert ein kontinuierliches, berufsbegleitendes Lernen. Die Lernwelt von heute unterscheidet sich essentiell von früher und ist zunehmend durch die Digitalisierung bestimmt, dank der Wissen allumfassend verfügbar wird. Wir haben die Weichen für die Zukunft des Lernens erfolgreich gestellt: Mit unserem neuen digitalen Leistungsspektrum, welches eine echte Learner Experience bietet, unterstützen wir Unternehmen und ihre Mitarbeiter mit innovativen Lernlösungen. Nach unserer Neuausrichtung im Jahr 2016 als deutsches Standbein der weltweit agierenden Cegos Group haben wir nun die Phase der Konsolidierung und Stabilisierung erreicht. Die Integrata Aktiengesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2017 eine positive Geschäftsentwicklung mit einem soliden Geschäftsumsatz von 39,6 Millionen Euro. Der operative EBIT beläuft sich auf +0,5 Millionen Euro. Zudem konnten wir unsere Position als führender europäischer Weiterbildungsanbieter für Qualifizierungsprojekte und Qualifizierungsprozesse, Trainingslogistik und Seminare ausbauen. So erleben wir einen Anstieg der durchschnittlichen Teilnehmerzahl im offenen Seminargeschäft und ein großes Interesse an unseren digitalen Lernangeboten, die wir im vergangenen Jahr mit hoher Innovationskraft weiterentwickelt haben. Im Mittelpunkt unserer neuen digitalen Lernwelt steht der Lernende mit seinem persönlichen Lernbedarf in seiner ganz spezifischen Situation. Diese Individualisierung ermöglicht eine echte Learner Experience, die die Wirksamkeit von Lernen erhöht und die Motivation für lebenslanges Lernen stärkt. Dabei sind die von uns eigens konzipierten digitalen Lernpfade zum heutigen Stand einzigartig auf dem Weiterbildungsmarkt, denn wir übertragen Lerninhalte nicht einfach von einem Präsenzseminar in ein digitales Seminar, sondern begleiten diesen inhaltlichen Transfer mittels didaktisch, digitaler Lernpfade in die neue digitale Lernwelt. Der Zugang zu den Lernwelten erfolgt über den Learning-Hub@Cegos, eine eigene innovative Lernplattform. Sie bündelt alle Lerninhalte, Medien und Lösungen sowie den sozialen Austausch in einer personalisierten Lernumgebung. Basis sind dabei die Lernformate der Integrata AG - Cegos Group, wie beispielsweise Web Based-Trainings, Videos, Foren, Virtual Classrooms oder klassische Präsenzeinheiten. Das digitale Lernangebot steht rund um die Uhr zur Verfügung und kann auch an jedem Ort abgerufen werden. Mit dem LearningHub@Cegos können Unternehmen eine für jeden Mitarbeiter maßgeschneiderte und effiziente Qualifizierung umsetzen. Die Betreuung durch einen Online Coach stellt die adäquate Durchführung der Lernprozesse sicher. Ein weiterer wichtiger Mehrwert stellt hier die sog. Collaboration Platform dar, auf welcher der Lernende digital und interaktiv mit anderen Lernenden Zusammenarbeiten kann. Den Paradigmenwechsel von der didaktischen zur Erlebnisgestaltung haben wir auch im Bereich der Blended Learning-Kurse vollzogen. Mit dem 4REAL-Vorgehensmodell (Real, Efficient, Adapted, Learning) präsentiert die Integrata AG - Cegos Group einen völlig neuen Lernansatz, der Lernen direkt mit Erfolgserlebnissen verknüpft und so höchste Wirksamkeit erzielt. Das Konzept koppelt Blended Learning-Trainings mit modernsten digitalen Lernformaten und integriert alle digitalen Medien vollumfänglich in den Arbeitsalltag. Außerdem führen wir unsere BEST-Strategie fort, die ungebrochen auf große Resonanz stößt. Mit dem BEST-Konzept erschließen wir elementare Entwicklungsfelder für Unternehmen und ihre Mitarbeiter und begleiten diese professionell bei ihren Change-Prozessen. Die Seminare aus den Bereichen Personalentwicklung, Organisationsentwicklung und Informationstechnologie bereiten Mitarbeiter aller Ebenen passgenau auf die anstehenden Herausforderungen vor. Wir freuen uns darauf, als Beitrag zum Erfolg unserer Kunden weiterhin innovative Lösungen zu entwickeln. Bei Ihnen, unseren Kunden, Geschäftspartnern und Aktieninhabern möchten wir uns an dieser Stelle für Ihr Vertrauen und Ihr Interesse im Namen des gesamten Unternehmens bedanken. Wir wünschen allen eine weiterhin gute Zusammenarbeit.
Für den Vorstand Ingmar J. Rath, CEO, Integrata AG Unternehmenschronik der Integrata1964 Prof. Dr. Wolfgang Heilmann gründet die Integrata in Tübingen. 1971 Neben Beratung und Schulung wird Standardsoftware zum dritten Standbein des Unternehmens. 1981 Die erste Niederlassung wird in Münster eröffnet. Es folgen weitere in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 1994 Integrata Training wird in eine AG umgewandelt. 1997 Börsengang der Integrata Training AG. 1998 Übernahme der Integrata Gruppe durch den französischen T-Dienstleister Unilog S.A. 2001 Offizielle Umbenennung in Unilog Integrata Training AG. 2006 Übernahme der Unilog Gruppe durch Logica. 2009 Management Buy-in durch eine Investorengruppe. 2014 50-jähriges Bestehen der Integrata. Mehrheitsbeteiligung durch die internationale Cegos-Gruppe. 2015 Cegos Deutschland GmbH wird von der Integrata AG übernommen. InhaltVorwort des Vorstandes Der Vorstand der Integrata Aktiengesellschaft Der Aufsichtsrat der Integrata Aktiengesellschaft Die Zahlen Kennzahlen Kapitalflussrechnung Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Anhang für das Geschäftsjahr 2017 Entwicklung des Anlagevermögens Lagebericht Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 Bestätigungsvermerk Abhängigkeitsbericht der Integrata AG Bericht des Aufsichtsrates Integrata AG und Cegos Group Der Vorstand der Integrata AktiengesellschaftIngmar J. Rath, Vorstandsvorsitzender (CEO) ist Dipl.-Kaufmann mit über 35 Jahren Führungserfahrung in den Bereichen Informationstechnologie, Telekommunikation und Qualifizierung. Seit Anfang 2009 ist er Gesellschafter und CEO der Integrata AG, einem Unternehmen der Cegos Group. Neben seinen langjährigen Erfahrungen in Qualifizierungsprojekten und operativer Geschäftsführung verfügt Ingmar J. Rath über eine umfassende Expertise in M&A-Prozessen sowie hohe Skills im internationalen Umfeld. Seine Schwerpunkte liegen in Strategie, Vertrieb, Marketing und Business Development. 2010 wurde der Vorstandsvorsitzende als Senator in den Senat der Wirtschaft berufen. Die Mitglieder des Senats tragen gemeinsam dazu bei, die ökosozialen Ziele im Dialog mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien umzusetzen. Dr. Andreas Dahmen, Vorstand Finanzen (CFO) ist Dipl.-Kaufmann mit MBA-Ausbildung und Promotionsstudium. Er ist seit dem Jahr 2009 Gesellschafter und Vorstand der Integrata AG, einem Unternehmen der Cegos Group, mit über 25 Jahren Führungserfahrung in Beratung, Aus- und Weiterbildung, davon 15 Jahre als Geschäftsführer. Dr. Dahmen ist ausgewiesener Finanz- und Controlling-Experte und veröffentlicht regelmäßig Bücher zu Themen seines Fachbereichs. Als Spezialist für Prozess- und Organisationsentwicklung verfügt er über exzellente Kenntnisse in der finanzwirtschaftlichen Integration von Gesellschaften. Neben seiner Position als CFO der Integrata AG ist Dr. Andreas Dahmen in diversen Funktionen als Finanzvorstand oder auch als Berater von Finanzvorständen oder Finanzgeschäftsführern tätig. Hartmut Jöhnk, Vorstand International ist im Vorstand zuständig für die Bereiche International, Strategie Marketing und Digital Learning. Er studierte Betriebswirtschaft in Deutschland und Frankreich und verfügt über 20 Jahre Erfahrung im Trainingsumfeld sowie in langjährigen Fachund Führungstätigkeiten im internationalen Umfeld für japanische, deutsche und US-Konzerne. Seine Beratungsschwerpunkte sind die Konzeption und Umsetzung von strategischen Performance-/Change-Projekten für international tätige Unternehmen. Hartmut Jöhnk trat 1998 als Consultant und Trainer der Cegos Group bei, wurde dann Teammanager und verantwortete schließlich als Geschäftsführer die deutsche Gesellschaft der Cegos Group. Er ist innerhalb der Cegos Group weiterhin als Mitglied der Geschäftsleitung und Mitglied des Verwaltungsrates tätig. Stephan Haack ist Aufsichtsratsvorsitzender der Integrata AG, einem Unternehmen der Cegos Group. Als Partner der Haack Partnerschaftsgesellschaft mbB, Rechtsanwälte, Steuerberater, Notare, mit Sitz in Offenbach am Main, ist Stephan Haack spezialisiert auf die Rechtsgebiete des Gesellschaftsrechts insbesondere des Konzern- und Aktienrechts, des nationalen und internationalen Vertrags- und Erbrechts sowie auf die Transaktionsberatung. Stephan Haack berät mittelständische Unternehmen, Banken sowie Privatpersonen im In- und Ausland. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt hierbei in der Gestaltung, der Begleitung und Umsetzung von Unternehmenstransaktionen sowie der nationalen und internationalen Unternehmensnachfolgeplanung. José Montes ist seit Juni 2014 Vorstandsvorsitzender der Cegos Group und ist für die internationalen Geschäftsaktivitäten des Unternehmens verantwortlich, dies umfasst u.a. die Distributionspartner, alle internationalen Projekte und die weltweiten Niederlassungen. Er hält einen Master in Rechtswissenschaften mit einem Studium der Betriebswirtschaft. José Montes trat 1978 der Cegos Group als Consultant bei. Im weiteren Verlauf seiner beruflichen Laufbahn übernahm José Montes 1992 die Leitung der spanischen Cegos Niederlassung und die Verantwortung über weitere europäische Tochtergesellschaften der Gruppe. 2004 wurde José Montes Mitglied des Vorstands und leitet seitdem die internationalen Geschäftsaktivitäten der Cegos Group. Seit Februar 2015 ist er stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Integrata AG. Benoît Félix ist seit 2014 Mitglied des Vorstands der Cegos Group und für die Bereiche Finanzen, Personal, IT, Quality Management, Recht und Digital Studio verantwortlich. Von 2004 bis 2014 hielt er die Position des Chief Financial Officer bei Cegos inne. Nach Abschluss an der Grenoble Ecole de Management mit Diplom im Jahr 1989 war Benoît Félix zunächst als Rechnungsprüfer für PWC tätig. 1994 wechselte er zu TYCO Electronics, einem weltweit führenden Unternehmen in der Konnektor-Industrie. Dort bekleidete er verschiedene Positionen bis zum Manufacturing Controller in EMEA-Funktion. Als Chief Financial Officer von Sofreavia, einem Beratungsunternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie, war Benoît Félix von 1999 bis 2004 für das Finanzwesen verantwortlich. Im Februar 2015 wurde er zum Aufsichtsratsmitglied der Integrata AG ernannt. Die ZahlenKennzahlen 2014-2017 Integrata Aktiengesellschaft, Stuttgart
1 berechnet auf Basis Eigenkapital
Vorjahresbestand abzgl. Ausschüttung
KapitalflussrechnungIntegrata Aktiengesellschaft, Stuttgart
Bilanz zum 31.12.2017Integrata Aktiengesellschaft, StuttgartAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2017Integrata Aktiengesellschaft, Stuttgart
Anhang für das Geschäftsjahr 2017Integrata Aktiengesellschaft, StuttgartI. VorbemerkungDer Jahresabschluss der Integrata Aktiengesellschaft mit Sitz in Stuttgart (Registergericht: Amtsgericht Stuttgart, Handelsregister-Nummer: HRB 721012) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Etwaige Abweichungen bei den Nachkommastellen im Jahresabschluss und Lagebericht sind auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen. Hauptgesellschafter der Integrata Aktiengesellschaft war seit dem 27. Januar 2009 die Qualification Star GmbH, Bad Soden. Mit Schreiben vom 30. Januar 2009 hat die Qualification Star GmbH der Integrata Aktiengesellschaft die mehrheitliche Beteiligung gemäß § 20 AktG mitgeteilt. Seit dem 18. August 2015 trat an die Stelle der Qualification Star im Rahmen einer Verschmelzung mit Verschmelzungsvertrag vom 25. März 2015 die Qualification Star 2 GmbH, Frankfurt am Main. Sie hält zum Jahresende 2017 97,97 % der Aktien. Mittelbarer Hauptgesellschafter der Gesellschaft ist seit dem 15. Dezember 2014 über die Qualification Star GmbH, Bad Soden, die Cegos SA, Issy-Ies-Moulineaux (Frankreich), die mittelbar mehr als die Hälfte der Aktien hält. Mit Schreiben vom 17. Dezember 2014 hat die Qualification Star 2 GmbH, Frankfurt am Main, sowie die Cegos SA, Issy-Ies-Moulineaux (Frankreich), der Integrata Aktiengesellschaft die mehrheitliche Beteiligung gemäß § 20 AktG mitgeteilt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne § 267 Abs. 2 HGB. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßige Abschreibung der Gegenstände erfolgt nach der linearen Methode mit wirtschaftlichen Nutzungsdauern, die auch steuerlich zulässig sind. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte werden linear über 3 bzw. 5 Jahre abgeschrieben. Die Bewertung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt für Seminarrechte, bei denen die Entwicklung im Geschäftsjahr begonnen wurde, zu Herstellungskosten der Entwicklung. Diese umfassen die direkt zuordenbaren Personalkosten und die anteiligen Gemeinkostenzuschläge. Die Abschreibungen werden linear über eine Nutzungsdauer von 3 bzw. 5 Jahren vorgenommen. Der Firmenwert wird aufgrund der Beschaffenheit und Geschäftszyklen der Branche über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Der Zeitraum für die Abschreibung wurde vom Kauf der Cegos GmbH abgeleitet, da zu diesem Zeitpunkt vor 2 Jahren ein Zeithorizont von 7 Jahren für die Festlegung des Kaufpreises gewählt wurde. Die Bilanzierung resultiert aus der Verschmelzung zu Marktwerten. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt über eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 20 Jahren. Es wird auf Basis der pro rata temporis-Methode monatsgenau abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert zwischen T€ 0,15 und T€ 1 werden seit dem Geschäftsjahr 2008 in einen Sammelposten eingestellt, der gleichmäßig über 5 Jahre abgeschrieben wird. Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten nach der FIFO-Methode bzw. zu einem entsprechenden niedrigeren Marktpreis zum Bilanzstichtag sowie geleistete Anzahlungen auf Bestellungen zum Nennwert aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert - mit Ausnahme der abgezinsten langfristigen Forderungen aus Schadenersatz - angesetzt. Zur Deckung einzelner Risiken und des allgemeinen Ausfallwagnisses wurden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend den maßgeblichen Regelungen des HGB mit dem modifizierten Teilwert unter Anwendung der Richttafeln 2005G mit Vollanpassung 2011 von Prof. Dr. Heubeck unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, in Höhe von 3,68 % p.a. (Vorjahr: 4,01 % p.a.), sowie einem Rententrend von 1,5% gebildet. Der durch die erstmalige Anwendung in 2010 entstandene Differenzbetrag betrug insgesamt T€ 81,1 und wird gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB mit mindestens je einem Fünfzehntel bis spätestens zum 31. Dezember 2024 angesammelt. Nach Abzug der weiteren jährlichen Ansammlung in 2017 (T€ 5,4) verbleibt ein Differenzbetrag von T€ 37,9 (Vorjahr: T€ 43,3) zum Stichtag. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6S.1 HGB zum 31.12.2017 (7-jähriger Zins 2,80%) beträgt €-31.892. Bei den sonstigen Rückstellungen sind die erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten zum notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Soweit im Jahresabschluss Posten enthalten sind, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten und eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr ausweisen, erfolgt die Bewertung am Abschlussstichtag nach den maßgeblichen Regelungen des HGB zum Devisenkassamittelkurs. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern werden für temporäre Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Der Steuersatz beträgt 31,3 % (Vorjahr: 31,4 %). III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in den Anhang vor Punkt IV "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung" integriert. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte in Höhe vonT€ 52,6 (Vorjahr: T€ 179,8) sind im Berichtsjahr aktiviert worden; dies entspricht - wie im Vorjahr - dem Betrag der Entwicklungskosten im Berichtsjahr. Der Restbuchwert dieser Posten beträgt T€ 242,5 (Vorjahr:T€ 488,1) zum Stichtag. Die Abschreibung auf Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert zwischen T€ 0,15 und T€ 1 beträgt im Berichtsjahr T€ 23, der Restbuchwert dieser Sammelposten zum 31. Dezember 2017 beträgt T€ 48,5 (Vorjahr: T€ 60,7). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe vonT€ 122,2 enthalten (Vorjahr:T€ 54,8). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Ansprüche aus noch nicht abziehbaren Vorsteuern von T€ 16 enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Der Anteil der Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt T€ 2,4 (Vorjahr: T€ 896,1). Diese sind unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Alle weiteren ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Gezeichnetes Kapital/Kapitalrücklage Das gezeichnete Kapital der Integrata Aktiengesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag € 585.260 welches in 559.751 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt ist. Es wird mehrheitlich (97,97 %) von der Qualification Star 2 GmbH, Frankfurt am Main, gehalten. Der rechnerische Wert je Aktie beträgt € 1,05. Zum 31. Dezember 2017 hält die Integrata Aktiengesellschaft 206 Stück eigene Aktien. Der rechnerische Wert der eigenen Anteile beträgt gerundet € 216,30. Dies entspricht einem Anteil von 0,037% am Grundkapital. Die Anschaffungskosten für diese Aktien sind nicht mehr nachvollziehbar. Es erfolgt deshalb keine Angabe in der Bilanz. Bilanzgewinn Die Integrata AG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 einen Jahresüberschuss in Höhe von € 518.232; nach der Verrechnung mit dem Bilanzverlust aus 2016 in Höhe von €-160.491 verbleibt ein Bilanzgewinn in Höhe von € 357.741. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich folgendermaßen zusammen:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten betragen zum 31. Dezember 2017T€ 7.464,9. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten T€ 1.896,6 (Vorjahr:T€ 3.422,2) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Darlehen und aufgelaufenen Zinsen.
Passive latente Steuern Aufgrund von temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz zum Bilanzstichtag wurden latente Steuern in Höhe vonT€ 10,1 (Vorjahr: T€ 67,3), hauptsächlich bei selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten, passiviert. Diese wurden mit dem aktuellen Steuersatz von 31,3 % (Vorjahr: 31,4 %) bewertet. Dadurch ergibt sich nur eine geringfügige Veränderung für das Berichtsjahr.
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017Integrata Aktiengesellschaft, Stuttgart
In den Buchwerten zum 31. Dezember 2017 sind T€ 12,1 aus dem Anlagevermögen der ehemaligen Cegos GmbH enthalten. Der Großteil davon entfällt auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden fast ausschließlich im Inland erzielt. Der konsolidierte Gesamtumsatz der Integrata Aktiengesellschaft im Jahr 2017 beträgt T€ 39.557,6 (Vorjahr: T€ 40.392,4). Der Umsatz aus den operativ tätigen Geschäftseinheiten verteilt sich auf Offene Seminare, Inhouse Seminare, Qualifizierungsprojekte und Managed Training Services (T€ 39.521,4). Des Weiteren sind sonstige Umsatzerlöse in Höhe vonT€36,2 enthalten. Die prozentuale Zusammensetzung der operativen Umsatzerlöse ergibt sich wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 262,6 (Vorjahr: T€ 210,3) enthalten. Aus der Abwicklung der Garantiezusage im Zusammenhang mit der finalen Entscheidung der Finanzbehörden über einen steuerlichen Sachverhalt vor der Veräußerung an die Cegos-Gruppe wurde ein periodenfremder Ertrag in Höhe von T€ 243,3 erzielt; daneben sind weitere periodenfremde Erträge aus unterschiedlichen Einzeleffekten in Höhe von T€ 23,8 (Vorjahr: T€ 115,1) enthalten. Materialaufwand Hierin sind hauptsächlich die Kosten für Referenten, Bewirtungskosten für Seminarteilnehmer im Rahmen der durchgeführten Kundenseminare sowie Kosten für beschafftes Schulungsmaterial enthalten. Personalaufwand Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe vonT€ 0,8 (Vorjahr: T€ 0,7). Im Jahresdurchschnitt 2017 waren insgesamt 167 (Vorjahr: 188) angestellte Arbeitnehmer beschäftigt; umgerechnet auf Vollzeitbasis ergibt sich ein Durchschnitt von 144 (Vorjahr: 165).
Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter diesem Posten sind Aufwendungen aus den Bereichen EDV, Gebäude, Telekommunikation, Büromaterial und Kommunikation, Bewirtung sowie Personalnebenkosten erfasst. Zinsergebnis Das Zinsergebnis beinhaltet Zinsaufwendungen für Steuernachzahlungen (T€ 103,0; Vorjahr T€ 0) sowie Zinserträge für Steuererstattungen (T€ 92,7; Vorjahr: T€ 0,3). Enthalten ist zudem ein Zinsaufwand aus Darlehen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 64,1 (Vorjahr: T€ 79,6). Es sind in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (T€ 25,1; Vorjahr: T€ 10,3) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Posten beinhaltet die auf das Veranlagungsjahr 2017 entfallenden Steuervorauszahlungen für Gewerbe- und Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von T€ 78,3 sowie Erträge aus latenten Steuern in Höhe von T€ 57,2 (Vorjahr: T€ 107,7). Im Berichtsjahr sind weiterhin periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von T€ 157,2 (Vorjahr: T€ 12,9) ausgewiesen. Sonstige Steuern In den sonstigen Steuern sind periodenfremde Erträge vonTC 52,7 (Vorjahr: T€ 0,0) enthalten, welche aus dem Zahlungseingang auf die im Vorjahr ausgebuchte Umsatzsteuer resultieren. Der Personalstand zum 31. Dezember 2017 beträgt 155 Mitarbeiter (Vorjahr: 182). V. Angaben zu den Organen der GesellschaftMitglieder des Vorstands Im Geschäftsjahr 2017 waren als Mitglieder des Vorstands bestellt:
Mitglieder des Aufsichtsrats Als Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr 2017 bestellt:
Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats Die Bezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf T€ 25,0 (Vorjahr: T€ 25,0). Die Bezüge der Vorstandsmitglieder belaufen sich aufT€ 677,0 (Vorjahr:T€ 513,0). Für frühere Organmitglieder werden Pensionsrückstellungen in Höhe vonT€ 202,3 (Vorjahr: T€ 202,2) gebildet. VI. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen (Gesamtbetrag: T€ 8.066,0). Sie belaufen sich für das Jahr 2018 voraussichtlich auf T€ 2.630,5. Die Verpflichtungen in den Folgejahren belaufen sich auf T€ 2.144,4 (2019), T€ 1.238,9 (2020), T€ 969,1 (2021),T€ 598,7 (2022) undT€ 484,4 (2023). In 2011 fand eine Umsatzsteuersonderprüfung für das Jahr 2010 statt. Gegenstand der Prüfung waren insbesondere die steuerfreien Umsätze nach § 4 Nr. 21 Buchstabe a, Doppelbuchstabe bb UStG. Es wurden keine schriftlichen Feststellungen vom Finanzamt erlassen. Die Umsatzsteuer-Jahreserklärung 2010 wurde in 2012 abgegeben und der Bescheid dafür in 2017 erlassen. Des Weiteren wurde der Vorbehalt der Nachprüfung bezüglich der Steuerbescheide der Jahre 2011 bis 2014 in 2017 aufgehoben. VII. Ausschüttungsgesperrte BeträgeAus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von T€ 242,5 (Vorjahr: T€ 488,1) abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 76,0 (Vorjahr: T€ 153,3) und Beträgen aus der Aktivierung sowie der Passivierung weiterer latenter Steuern in Höhe von T€ 65,9 (Vorjahr: T€ 86,0) und des Unterschiedsbetrags nach §253 Abs. 6 S. 1 HGB zum 31. Dezember 2017 (7-jähriger Zins 2,80 %) in Höhe von T€ 31,9 sind T€ 264,3 (Vorjahr: T€ 449,0) ausschüttungsgesperrt. VIII. KonzernabschlussDie Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der NCPB SAS, Issy-Ies-Moulineaux (Frankreich), einbezogen (größter Kreis). Dieser Konzernabschluss wird beim Registre du Commerce et des Sociétés (Handelsregister) in Nanterre (Frankreich) hinterlegt. Darüber hinaus wird die Gesellschaft in den Teilkonzernabschluss der Cegos SA, Issy-Ies-Moulineaux (Frankreich), einbezogen (kleinster Kreis). Dieser ist ebenfalls beim Registre du Commerce et des Sociétés (Handelsregister) in Nanterre (Frankreich) einzusehen. IX. Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs liegen keine besonderen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.
Stuttgart, den 12. März 2018 Integrata Aktiengesellschaft Der Vorstand Ingmar J. Rath Dr. Andreas Dahmen Hartmut Jöhnk Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017Integrata Aktiengesellschaft, Stuttgart1. RahmenbedingungenDie konjunkturelle Lage in Deutschland zeichnete sich im Jahr 2017 durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum und einem neuen Höchststand bei der Erwerbstätigkeit aus. Nach den ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes Destatis 1 lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Im Vergleich zu den Vorjahren konnte das Tempo nochmals erhöht werden. Im Jahr 2016 war das BIP bereits deutlich um 1,9 % und 2015 um 1,7 % gestiegen. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,3 % lag. Vor allem das Inland sorgte für positive Wachstumsimpulse in 2017: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2,0 % höher als ein Jahr zuvor, die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit + 1,4 % unterdurchschnittlich. Insbesondere die Bruttoanlageinvestitionen legten 2017 im Vorjahresvergleich überdurchschnittlich zu (+ 3,0 %). Die Bauinvestitionen stiegen dabei um 2,6 %. In Ausrüstungen - das sind vor allem Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde preisbereinigt 3,5 % mehr investiert als im Vorjahr. Die Sonstigen Anlagen, zu denen unter anderem die Ausgaben für Forschung und Entwicklung gehören, lagen ebenfalls um 3,5 % über dem Vorjahresniveau. Die Bruttoinvestitionen insgesamt, zu denen neben den Bruttoanlageinvestitionen die Vorratsveränderungen zählen, waren preisbereinigt um 3,6 % höher als 2016. Bei den Exporten ist es das vierte Rekordjahr für Deutschland. Die deutschen Ausfuhren konnten im Jahresdurchschnitt 2017 weiterzulegen: Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 4,7 % höher als im Vorjahr. Die Importe legten im gleichen Zeitraum stärker zu (+ 5,2 %). Der resultierende Außenbeitrag, also die Differenz zwischen Exporten und Importen, trug rein rechnerisch + 0,2 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum bei. Damit hat Deutschland 2017 Waren im Wert von 1.279,4 Milliarden Euro exportiert 2 im Vergleich zum bisherigen Höchstwert von 1.203,8 Milliarden Euro in 2016. Die Zahl der Erwerbstätigen lag 2017 nach den vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes bei knapp 44,3 Millionen, das entspricht einer Erhöhung um 1,5%. Durch die gute Konjunkturlage wurde in nahezu allen Wirtschaftsbereichen Beschäftigung aufgebaut 3. Die stärksten Zuwächse sind in den Bereichen Dienstleistungen sowie im Gesundheits- und Sozialwesen zu verzeichnen. Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird ein weiterer Beschäftigungsaufbau um 490.000 Personen im laufenden Jahr erwartet. Allerdings könnte das knapper werdende Angebot an Fachkräften, die Zunahme von Erwerbstätigen verlangsamen. Die Arbeitslosenquote ist im Jahr 2017 weiter gesunken und verringerte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7 % 4. Nach den Angaben der Bundesregierung wird mit einer weiteren Abnahme der Arbeitslosigkeit im Verlaufe des Jahres gerechnet. Der deutsche Staat erzielte im Jahr 2017 5 einen rekordartigen Finanzierungsüberschuss bei Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialkassen in Höhe von 38,4 Millionen Euro. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt entspricht das einer Überschussquote von 1,2 %. Die große Koalition erzielte damit den höchsten Staatsüberschuss der Geschichte der Bundesrepublik. Dahingegen stiegen die staatlichen Konsumausgaben mit 1,4 % nur unterdurchschnittlich. Die Verbraucherpreise in Deutschland 6 erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2017 um 1,8 % gegenüber 2016 und damit stärker als in den vergangenen vier Jahren. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, wurden für 2017 in den einzelnen Monaten Inflationsraten zwischen +1,5 % und +2,2 % ermittelt, gemessen am Verbraucherpreisindex. Im Dezember 2017 erreichte die Inflationsrate einen Wert von +1,7 %. Der deutliche Anstieg der Inflationsrate ist zum größtenTeil den gestiegenen Energiepreisen zuzuschreiben. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone ist 2017 auf ein zehn-Jahres-Hoch gestiegen. Sowohl in der EU als auch in den Ländern der Eurozone stieg die Wirtschaftsleistung um 2,5 % laut der Statistikbehörde Eurostat 7. Das Comeback der Eurozone 8 hat auch mit der neuen Wirtschaftsstärke Frankreichs zu tun. Dort stieg das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um 1,9 %, wie das Statistikamt Insee mitteilte. Auch Spanien (+3,1 %) und Italien (+1,5 %) konnten einen BIP-Anstieg verzeichnen. 2. Entwicklung der BrancheDer technologische Wandel wirkt sich stark auf die tägliche Arbeit aus. Die Entwicklung unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaft wird durch die Digitalisierung geprägt. Anfang des Jahres stellte die Initiative D21 gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Ergebnisse der Studie "Digital Index 2017/2018" 9 vor. Der Digital Index misst seit Jahren das Lagebild zur Digitalen Gesellschaft in Deutschland und zeigt auf, wie die Bürgerinnen und Bürger mit dem digitalen Wandel Schritt halten. Den Ergebnissen der Studie zufolge ist die deutsche Gesellschaft mit 53 Indexpunkten digital wie nie zuvor. Der Indexwert ist erstmals seit 2013 um 2 Punkte angestiegen. Als Ursache für den Anstieg werden die Zunahmen bei der Kompetenz und Offenheit mit digitalen Medien angegeben. Trotz dieses Anstiegs befindet sich der Digitalisierungsgrad der Deutschen weiterhin nur auf mittlerem Niveau 10. Zwar zeigt sich die Verbreitung der Digitalisierung in der Nutzung des Internets (für über 80 % der Bürgerinnen und Bürger selbstverständlich), gesellschaftliche Kontakte werden von mehr als der Hälfte der Deutschen über soziale Medien gepflegt und Dienstleistungen und Waren vermehrt über das Internet bestellt. Doch nach wie vor fühlen sich viele überfordert, zudem ist eine Spaltung zwischen Jung und Alt, zwischen Männern und Frauen noch deutlich im Bezug auf die digitale Kompetenz und die Nutzungsvielfalt sichtbar. "Digitale Skills sind in der Arbeitswelt unentbehrlich, aber noch nicht ausreichend geschult" - Das geht aus der TNS Infratest-Studie "Weiterbildungstrends in Deutschland 2017" 11 hervor. Dass die Digitalisierung auf allen Qualifikationsebenen Einzug in den Arbeitsalltag gehalten hat, zeigt die Studie bereits zum zweiten Mal in Folge. 66 % aller Personalverantwortlichen bestätigen, dass ihr Unternehmen stark bis äußert stark davon betroffen ist 12. Damit ist der Wert nahezu identisch mit dem letztjährigen Wert (2016: 68 %). Die Unternehmen ab 500 Mitarbeitern liegen mit 16 Prozentpunkten über den Gesamtergebnissen: bei ihnen sind aktuell 82 % der Mitarbeiter betroffen. Bei den mittleren Unternehmen mit 10 bis 499 Mitarbeitern sind es 75 % und von den kleinen Unternehmen mit bis zu 9 Mitarbeitern 54 %. Der Weiterbildungsbedarf steigt weiter, Mitarbeiter mit vielseitigen digitalen Fähigkeiten sind sehr gefragt. Dahingegen lassen die entsprechenden Weiterbildungsportfolios in den Unternehmen weiterhin zu wünschen übrig.
1 Destatis Pressemitteilung, 11.012018
Die Umfrage wurde bereits zum neunten Mal in Folge im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) unter 300 Personalverantwortlichen in deutschen Unternehmen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen auch, dass der sichere Umgang mit Software, dem Internet und das Wissen um IT-Sicherheit für die Befragten sehr wichtig sind: 91 % der Befragten gaben an, dass es ohne Online-Kompetenzen heute nicht mehr geht - während aber nur 55 % davon gezielt Weiterbildungen im Bereich Internetkompetenzen anbieten. Bei 88 % der Befragten wird das Wissen um IT-Sicherheit und Sicherheitslücken als sehr wichtig eingestuft, jedoch spielt das Thema nur bei 59 % der Befragten eine gewichtige Rolle in der Weiterbildung 13. Nach einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom 14, sehen sich die meisten Berufstätigen nicht optimal für die digitale Arbeitswelt gewappnet. Gründe, die dafür aufgeführt werden, sind unter anderem: mangelnde Zeit und Angebote für Weiterbildungen der Mitarbeiter sowie mangelnde Investitionsbereitschaft seitens der Arbeitgeber in Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter, obwohl ihre Arbeitgeber vermehrt auf neue, digitale Technologien setzen. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) 15 befragte per E-Mail zwischen März und Juli 2017 über 1.700 Unternehmen zu deren Weiterbildungsaktivitäten, Motiven und Hemmnissen sowie zu deren Investitionsvolumen in betriebliche Weiterbildung. 85 % der befragten Unternehmen gaben an, 2016 in der Weiterbildung aktiv gewesen zu sein. Dabei fällt vor allem eine Zunahme des informellen Lernens auf: Teilnahme an Informationsveranstaltungen, Lernen im Arbeitsprozess und selbstgesteuertes Lernen mit Medien. Insgesamt 33,5 Milliarden Euro wurden von der deutschen Wirtschaft in Weiterbildung investiert, wobei 17,6 Milliarden Euro auf direkte Kosten wie Teilnahmegebühren oder Aufwendungen für Dozenten entfallen. Das entspricht einem Zuwachs um 11 % im Vergleich zum Jahr 2013. Die durchschnittliche Stundenanzahl für die Weiterbildung pro Mitarbeiter lag bei 17,3 Stunden. Auffällig dabei ist, dass kleinere Unternehmen zwar seltener ihre Mitarbeiter weiterbilden 16, aber wenn sie sich für Weiterbildungsmaßnahmen entscheiden, dann investieren sie mehr Geld und Zeit pro Kopf als größere Unternehmen. Diese Erhebung wird alle drei Jahre durchgeführt. Das mmb Institut - Gesellschaft für Medien- und Kompetenzforschung mbH hat den aktuellen Trendmonitor 1/2017 17 zu Corporate Learning veröffentlicht. Thema dieser Ausgabe: "Weiterbildung und Digitales Lernen heute und in drei Jahren -Vom Corporate Learning zum Cyber-Learning" Darin werden die Ergebnisse der elften Ausgabe der Trendstudie "mmb Learning Delphi", einer Befragung von E-Learning-Expert(innen) zum digitalen Lernen aus dem Herbst 2016, präsentiert. Dabei wird von den Experten das Hochschulforum Digitalisierung als besonders relevant eingestuft. Wie schon im Jahr zuvor ist Blended Learning die beliebteste Lernform in Unternehmen. Erklärvideos und Micro-Learning haben sich gegen Webinare und Apps als neuen Trend durchgesetzt. Die drei Spitzenreiter versprechen zusammen mit mobilen Anwendungen/ Apps auch einen kommerziellen Erfolg für die E-Learning Wirtschaft der kommenden Jahre. Darüber hinaus bewerten insgesamt 78 % der Befragten Augmented Reality und Virtual Reality positiv, rechnen jedoch mit einer weiteren Verbreitung erst in den nächsten Jahren. Auch die Zustimmung zu Open Educational Resources (OER) und Massive Open Online Courses (MOOCs) ist groß, wird jedoch in Abhängigkeit von der Qualität des Inhalts und des Geschäftsmodells betrachtet. Im Vergleich zum Vorjahr bewerten mehr befragte Personen OER als unverzichtbar, sind allerdings nicht der Meinung, dass sich MOOCs in Unternehmen durchsetzen werden. An der jährlichen Befragung "mmb Learning Delphi" beteiligen sich Experten aus dem Bildungsbereich in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Insgesamt 74 Personen haben zwischen August und September 2016 an der Online-Befragung teilgenommen, womit die Beteiligung etwas höher liegt als im Vorjahr. Die Befragten kommen zu einem großen Teil aus den Bereichen Dienstleistung/Anbieter von Lernangeboten, aber auch aus der Anwendung/Nutzer von Lernangeboten, Wissenschaft, Forschung oder Beratung, Medien/ Journalismus oder anderen Sektoren. Die Fragen sind größtenteils gleich oder ähnlich formuliert wie in den Vorjahren, sodass eine Vergleichbarkeit möglich ist. Nach den Erhebungen der Trendstudie des Wuppertaler Kreises 18 von Juli 2017 blicken die Bildungsdienstleister im Wuppertaler Kreis auf ein ausgesprochen erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die meisten Institute haben sowohl bei den Teilnehmerzahlen offener Seminare als auch bei den Auftragseingängen für firmeninterne Seminare Zuwächse erzielt. Der jährlich ermittelte Geschäftslage-Indikator Weiterbildung des Wuppertaler Kreises spiegelt mit einem Wert von 121 Indexpunkten dieses positive Bild wider. Gegenüber dem Vorjahreswert von 113 Punkten ist dieser Indikator noch einmal gestiegen und zeigt die positiven Erwartungen der Weiterbildungsunternehmen der Wirtschaft. Der "Wuppertaler Kreis e.V. - Bundesverband betriebliche Weiterbildung" ist der Verband der führenden Weiterbildungseinrichtungen der Wirtschaft. Laut einer Studie des McKinsey Global Institute (MGI) 19 mit dem Titel "Das digitale Wirtschaftswunder - Wunsch oder Wirklichkeit?" aus dem ThinkTank von Juli 2017 hat Deutschland bei der Digitalisierung Nachholbedarf. Nach den Untersuchungsergebnissen schöpfe Deutschland erst zehn Prozent seines "digitalen Potentials" 20 aus, also den maximal möglichen Nutzen aus der Digitalisierung in führenden Sektoren. Bei der künstlichen Intelligenz können Deutschland und Europa gegenüber China und den USA nicht mithalten. Dabei verfügt Deutschland mit seinem Wirtschaftswachstum von 1,9 % und einer Rekordbeschäftigungsquote von 74 % über die besten Voraussetzungen, um den demografischen Wandel, den weltweiten Wettbewerb und die Digitalisierung sowie die Automatisierung aktiv zu gestalten.
12 bildungsspiegel de, Digitalisierung
erhöht Weiterbildungsbedarf, 22.02.2017
Das McKinsey Global Institute (MGI) hat dafür Deutschlands Position in der Welt anhand verschiedener Wirtschaftsfaktoren analysiert sowie Erfolge und Defizite in der Digitalisierung unter die Lupe genommen. Darüber hinaus liefert der Report einen Zehn-Punkte-Plan mit Maßnahmen für Politik und Unternehmen. Die Bundesregierung hat die Weichen für einen fortgesetzten Wachstumskurs gestellt und wird im Bezug auf die Digitalisierung 21 mehr Geld für den Breitbandausbau zur Verfügung stellen. Im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen wurden die Regeln an die Besonderheiten der Märkte der digitalen Wirtschaft angepasst. Mit der Verabschiedung des Legislaturberichts "Digitale Agenda 2014- 2017" hat die Bundesregierung Meilensteine in der Digitalpolitik rund um die drei Kernziele: Wachstum und Beschäftigung, Zugang und Teilhabe sowie Vertrauen und Sicherheit definiert. Die Bundesregierung begleitet den digitalen Strukturwandel mit der Umsetzung der Digitalen Agenda aktiv und hat Rahmenbedingungen für das Leben, Lernen, Arbeiten und Wirtschaften in der digitalen Welt gesetzt, um möglichst vielen Menschen die Teilhabe am digitalen Wandel zu ermöglichen. Deutschland will das Thema Digitalisierung auch im globalen Rahmen mit Vertretern der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und der technischen Community vertiefen und hat sich um die Ausrichtung des Internet Governance Forums 2019 beworben. 3. Entwicklung des LeistungsangebotsDie Integrata Aktiengesellschaft setzte die Aktualisierung und Strukturierung des Qualifizierungsangebots in den Bereichen Personalentwicklung, Organisationsentwicklung und Informationstechnologie im Jahr 2017 fort. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung bildete die Aufnahme neuer relevanter Themen und Inhalte. Besonders im Rahmen von individuellen E-Learning- und Blended Solutions wurden in 2017 weitere Schwerpunkte ausgebaut. Die Personal- und Organisationsentwicklung von Unternehmen, sowie die persönliche und berufliche Qualifizierung von Mitarbeitern sind die beiden Kernpunkte der Integrata Aktiengesellschaft. So wurden für die Rollen Führungskräfte, IT-Leiter, IT-Experten, Projektleiter, Vertriebsmitarbeiter und Anwender weitere Blended Learning Angebote aufgebaut und sehr erfolgreich vom Markt angenommen. Im Bereich Projektmanagement runden neue Themen zu agilen Methoden das Angebot ab. Mit der erfolgreichen Akkreditierung der Integrata Aktiengesellschaft als ATO (Autorisierte Trainingsorganisation) der EXIN steht ein flexibles Produktportfolio im Umfeld ITIL® und PRINCE2® zur Verfügung. Auf der Basis "Agiler Vorgehensmodelle" stellt ein sogenanntes Learning Center die Inhalte, Materialien, Medien und Methoden modular und in einem schnellen, direkten Zugriff zur Verfügung. Dabei werden sowohl Präsenz als auch E-Learning- und Blended-Ansätze berücksichtigt. Auf der Basis von Studien und Marktbeobachtungen identifizierte die Integrata Aktiengesellschaft die elementaren Entwicklungsfelder für Unternehmen und Mitarbeiter in den Feldern Digitale Transformation und Veränderungsprozesse. Daraus abgeleitet stellt das "BEST"-Konzept die Produkte und Qualifizierungspfade aus dem Produktportfolio zu Verfügung, mit denen Organisationen und Personen "BESTENS" auf die aktuellen Herausforderungen vorbereitet sind. BEST-Seminare zeichnen sich aus durch höchste Frequenzen, finden flächendeckend statt und werden auch als Blended Version angeboten. Zur Unterstützung in diesen Entwicklungsfeldern wurde gezielt und themenorientiert eine ganze Reihe neuer Seminare aufgenommen. Diese richteten sich zum einen an die Bedarfe von Personalabteilungen, Führungskräften und Projektleitern mit Seminaren wie "Virtuelle Führung" oder "Den digitalen Wandel managen"/ Zum anderen an die Anforderungen der IT-Mitarbeiter aus den Bereichen Governance, Applications und Operations zu den Themen Daten Management, Daten Analyse, Big Data und Sicherheit. Aus den IT-Angeboten ist ein erfolgreiches Projekt besonders hervorgehoben mit dem die Integrata Aktiengesellschaft eine große Bandbreite an Java-Themen für Entwickler, Architekten und Java-Projektleiter anbietet. Neben Fachunterlagen, erstellt mit den Top Java Trainern Deutschlands, steht ein betreuter Internet-Blog zum ständigen Austausch zur Verfügung. Das mit neuen Seminaren, wie "Hadoop Anwendungsentwicklung"/ "Docker und Java" oder "Java für Kleingeräte" ergänzte Portfolio wurde bereits erfolgreich vom Markt angenommen. Passend ergänzt wurde der Themenbereich "Digitale Transformation im IT-Umfeld" durch Produkte zur Entwicklung von mobilen Anwendungen für die Systeme der Marktführer Google Android, Apple iOS, Windows Phone inklusive Sicherheits- und Bewertungskriterien sowie Aktualisierungen der Seminare zu NET - Konzepten. Für die Herausforderungen der Organisations- und Personalentwicklung im Rahmen der Digitalen Transformation stehen ebenfalls Produkte zur Verfügung, beispielsweise "Personalentwicklung im Wandel"/ "Ausbilden mit neuen Medien" bis hin zu aktualisierten Kernthemen wie "Eigenmotivation und Selbstwirksamkeit". Die Erweiterung dieses Themenportfolios wurde vom Markt positiv aufgenommen. Viele Großunternehmen wissen nach wie vor die Stärken des Mainframes zu schätzen. Die Integrata Aktiengesellschaft hat einen sehr guten Ruf in der Ausbildung von Spezialisten im Mainframe Umfeld und bietet speziell in diesem Bereich firmenspezifische Langzeitmaßnahmen an. Das Angebot an Seminaren aus dem SAP-Portfolio wurde mit den Schwerpunkten HANA und ABAP-Programmierung weiter ausgebaut. Insbesondere im Bereich SAP ABAP ist eine neue mehrstufige Seminarreihe im Programm, welche sowohl als aufeinander aufbauende oder als gezielte Weiterbildungsschritte ermöglicht. Im Business Intelligence-Portfolio wurde das Angebot entsprechend der neuen Release-Stande der Hersteller SAP und IBM Cognos aktualisiert. Im Produktbereich des Microsoft SQL Server wurden aktuelle Themen kundenorientiert neu- und weiterentwickelt. Zum Beispiel das Seminar "SQL Server 2016/2014/2012 Troubleshooting und Tuning" zur praxisrelevanten Nutzung für Administratoren.
21 Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung
2018
Nach der Verschmelzung der Cegos GmbH auf die Integrata AG konnten Synergieeffekte wirtschaftlich besser genutzt und Kosten eingespart werden. Daneben konnte auf diese Weise auch das vorhandene Know-how im Bereich des E-Learning und die Kompetenz des Projektmanagements internationaler Qualifizierungsprojekte nachhaltig marktfördernd eingesetzt werden. EinTrend, der sich in 2018 weiter verstärken wird. 4. Marketing und PRIn 2017 setzte die Integrata Aktiengesellschaft auf der gestalterischen und inhaltlichen Ebene den neu positionierten Markenauftritt als Unternehmen der Cegos Group weiter fort. Im Zuge dieser Ausrichtung präsentierte die Integrata Aktiengesellschaft den neuen Webseitenauftritt in einem aktualisierten Aufbau und Design mit dem Ziel, den Webseitenbesuchern eine schnellere Auffindbarkeit der stattfindenden Seminare zu ermöglichen. Über eine erweiterte Suchfunktion ist es den Besuchern der Integrata Webseite möglich, die aktuellen Themen und Seminare des offenen Seminarangebots nach Stadt, Zeitraum, Durchführungsart und weiteren Kriterien zu finden. Über den Start des Internetauftritts hinaus, wurden weitere Maßnahmen zur Optimierung der Webseite und Erweiterung der Funktionen fortgesetzt. Das Digital Learning Angebot wurde im Zuge dieser Neuerungen ebenfalls prominenter platziert und weiter ausgebaut. In diesem Bereich können sich Besucher über das E-Learning-Angebot informieren und neue Konzepte und Methoden für das "Lernen der Zukunft" kennenlernen. Als Blended Learning - Präsenzveranstaltungen gekoppelt mit modernen digitalen Formaten - kann Lernen vollumfänglich in den Arbeitsalltag integriert werden und so für einen nachhaltigen Lernprozess eingesetzt werden. Als weitere Neuerung hat die Integrata Aktiengesellschaft in 2017 Virtual Classroom Trainings in ihr Weiterbildungsportfolio aufgenommen. Das Angebot, welches die jeweiligen Vorteile der digitalen und realen Welt miteinander verbindet, wurde vom Markt sehr positiv angenommen. Im Laufe des Jahres 2017 arbeitete die Integrata Aktiengesellschaft an der Entwicklung eines weltweit einsetzbaren "Learning Hubs'/ der mit seinen technischen Komponenten und Lösungen das "neue Lernen" optimal unterstützt. Er beinhaltet unter anderem eine kollaborative Plattform für Projektmanagement, eine virtuelle Coaching Plattform sowie Analyse- und Abfrage-Tools. In 2017 wurden auch erste voll digitalisierte Lern-Erlebnisse für die PMI-Ausbildung und ITIL angeboten. Diese Lernpfade beinhalten unterschiedlichste elektronische Lernmöglichkeiten, eine Collaborations-Plattform und einen Lern-Coach on demand. Das neu entwickelte Katalogkonzept wurde strukturell und inhaltlich weitestgehend beibehalten und entsprechend der "BEST"-Strategie weiter entwickelt. Abgestimmt auf die Zielgruppen wurde unter dem Titel "Das Beste aus beiden Welten" ein Seminarkatalog veröffentlicht, der sich an IT-Unternehmen und Mitarbeiter sowie an Personalfachleute und Führungskräfte richtet. Die "Excellence Programme"-Reihe wurde mit dem Excellence Programme Big Data in 2017 fortgesetzt. Die Integrata Aktiengesellschaft setzte ihre Aktivitäten im Bereich Online-Marketing weiter fort und arbeitete kontinuierlich an den Themen Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA). Die fortgesetzten Optimierungen der Keywords erwiesen sich als erfolgreich und sorgten für gute Internet-Rankings der Integrata Aktiengesellschaft. Wie im Vorjahr richtete die Integrata Aktiengesellschaft Veranstaltungen für ihre Kunden aus. Hierzu zählten unter anderem Kamingespräche, Informationsveranstaltungen und die Beteiligung an Partnerveranstaltungen. Manager des Unternehmens nahmen zusätzlich an regionalen Fachtagungen teil und repräsentierten die Aktiengesellschaft vor Ort. Auch in 2017 war die Integrata Aktiengesellschaft auf den beiden Fachmessen "Learntec 2017" und "Zukunft Personal 2017" vertreten. Auf der internationalen Fachmesse für digitales Lernen "Learntec" in Karlsruhe stellte die Aktiengesellschaft ihre neuen digitalen Lernkonzepte und -lösungen vor. Im Rahmen der europäischen Personalfachmesse "Zukunft Personal" in Köln stellte die Aktiengesellschaft neben dem BEST-Konzept ihre neuen digitalen Produkte wie den Virtual Classroom vor. Das Digital Learning Angebot der Aktiengesellschaft wurde vom Fachpublikum sehr positiv aufgenommen. Die Bereiche Marketing und Direktvertrieb veranlassten weiterhin verkaufsfördernde Maßnahmen und führten diese im Sinne der Unternehmensstrategie durch. Dabei wurde die Kommunikation verstärkt auf gezielte Kundengruppen ausgerichtet. Durch die zielgruppengerechte Ansprache konnte weiterhin eine verbesserte Öffnungsrate bei Mailings erzielt werden. Es wurden Mailingaktionen zu Studien, Produktneuheiten, Sonderaktionen, Garantieterminen, Veranstaltungen und Websessions durchgeführt, darüber hinaus wurden ausgewählte Themenbereiche durch Callcenter-Aktivitäten beworben. Die Integrata Aktiengesellschaft setzte die regelmäßige Pressearbeit fort und konzentrierte sich auf eine gezielte Ansprache der Pressevertreter. Durch die aktive Ansprache von Pressevertretern, konnten Themen platziert werden, die zu mehreren Artikelveröffentlichungen führten. Die Mitwirkung bei Kundenveranstaltungen, die stetige Präsenz in den Sozialen Medien sowie bei Vorträgen auf Fachtagungen und Messen verstärkt die Aktiengesellschaft in ihrer Stellung als kompetenter und gefragter Ansprechpartner. 5. Informationstechnologie und QualitätsmanagementDie langfristige Unternehmens-IT-Strategie ist auf eine maximale Flexibilisierung zur Bereitstellung von Dienstleistungen bei gleichzeitiger Minimierung der verbundenen Risiken und Optimierung der Kosten durch konsequenten Einsatz von Managed- und Cloud-Services ausgerichtet. Die IT-Prozesse wurden im Bereich Service-Desk und Operations kontinuierlich mit dem Service-Provider angepasst und optimiert. Der Ausbau der Netzwerk-Infrastruktur in den Trainingszentren wurde bundesweit auf Basis des in 2016 verabschiedeten Netzwerk-Konzeptes weiter vorangetrieben. Die Verfügbarkeit und Bandbreite der Standortvernetzung wurde hinsichtlich der Anforderungen der fortschreitenden Digitalisierung ausgebaut. Die Einführung einer digitalen Kundenplattform zur Durchführung virtueller Klassenraumschulungen wurde im vierten Quartal abgeschlossen. 6. UnternehmenssituationDie Integrata Aktiengesellschaft kann für das Geschäftsjahr 2017 einen erfreulichen Verlauf vermelden. Durch die strategische Neuausrichtung des Unternehmens, die Weiterentwicklung zukunftsfähiger Lösungen und den weiteren Ausbau des Portfolioangebots, erzielte die Aktiengesellschaft in 2017 einen Jahresüberschuss. Das Geschäftsjahr 2017 zeichnete sich durch eine gute Auftragslage aus, sodass die Integrata Aktiengesellschaft durch neue Kunden zusätzliche Beauftragungen dazugewinnen konnte. Auch der Bereich des offenen Seminargeschäfts erholte sich nach dem letztjährigen Rückgang deutlich und legte in 2017 um knapp 10 Prozent wieder zu. Die positiven Auswirkungen auf den Jahresüberschuss konnten durch den Zugewinn drei neuer Großkunden in 2016 und weiterer Neukunden im Laufe des Jahres 2017 erzielt werden. Erneut zeichnete das amerikanische Unternehmen Traininglndustry.com die Cegos Group und die Integrata Aktiengesellschaft mit dem Top 20 "LeadershipTraining Companies" Preis und dem Top 20 "Training Outsourcing Companies" zum dritten Mal in Folge aus. Die durchschnittliche Seminarbewertungsnote ist im Bereich des offenen Seminargeschäfts konstant bei 1,5 geblieben. Im Bereich Managed Training Services konnten durch die Zusammenarbeit mit der Cegos Group und die Bündelung des langjährigen Know-hows mit einer fundierten Praxiserfahrung weiterhin umsatzstarke Neuprojekte dazugewonnen werden. Diese Neuprojekte werden in den Folgejahren ihre volle Umsatzwirkung entfalten können. Die Integrata Aktiengesellschaft legt großen Wert darauf, bei Projekten mit internationalem Ausmaß, den hohen Qualitätsanforderungen zu entsprechen und sorgt gemeinsam mit der Cegos Group für eine auslandserfahrene Projektleitung vor Ort. AlleTrainer und Partner sind für das globale Programm zertifiziert oder nach international anerkannten Standards qualifiziert. Das Digital Learning Portfolio der Integrata Aktiengesellschaft hat sich durch die Integration in die Cegos Group um ein Vielfaches erweitert. Das umfangreiche Leistungsangebot aus Individual, "Customized" und "Global Learning by Cegos®" Lösungen bietet erprobte Lernkonzepte, die auf die jeweiligen Bedarfe anpassbar und in mehreren Sprachen verfügbar sind. Neben E-Learnings als Standard oder Tailor Made werden auch weltweit Virtual Classroom Trainings angeboten. Darüber hinaus entwickelte die Integrata Aktiengesellschaft eine kollaborative Lernplattform, die mit ihren technischen Komponenten und Lösungen das "Lernen der Zukunft" optimal unterstützt. Aufgrund der hohen Beratungskompetenz und der Vielfalt des Leistungsangebots, wird die Aktiengesellschaft von Kunden als Anbieter für innovative Digital Learning Lösungen wahrgenommen. Zahlreiche Neuprojekte in 2017 bestätigen den Erfolg dieses Bereiches. Im Verlauf des Jahres wurden der Ausbau und die Stärkung der Vertriebs- und Marketingorganisation weiter vorangetrieben. Für den gezielten Kundendialog wurden verkaufsfördernde Maßnahmen von den Bereichen Marketing und Direktvertrieb weiterhin initiiert und durchgeführt. Im Rahmen der Pressearbeit und des Online Marketing wurde kontinuierlich an einer Durchdringung des Marktes gearbeitet. Die klare Positionierung des Unternehmens als innovativer und kompetenter Qualifizierungspartner spiegelt sich in den veröffentlichten Presseartikeln des Jahres 2017 wider. Das interne Mitarbeiter-Qualifizierungsprogramm IQ 2020 wurde in 2017 fortgeführt und sorgt als internes Seminarportal für die kontinuierliche Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter. Die Integrata Aktiengesellschaft unterstützt ihre Kunden im Prozess des digitalen Wandels und hat vor diesem Hintergrund bereits ein umfangreiches Maßnahmenbündel eingeleitet. Durch ihre Integration in die Cegos Group ist die Aktiengesellschaft international aufgestellt und kann inzwischen in mehr als 50 Ländern Trainings international anbieten. Die globale und lokale Verfügbarkeit vor Ort bringt einen entsprechenden Vorteil gegenüber dem Wettbewerb. Zu diesem Zwecke verfolgt die Integrata Aktiengesellschaft weiterhin Zentralisierungsmaßnahmen, die der Bündelung von Ressourcen und Prozessen dienen. 7. Finanz- und ErtragslageDer Vorstand der Integrata AG steuert das Unternehmen in Bezug auf die Finanz- und Ertragslage im Wesentlichen an den folgenden Größen:
Die Umsatzerlöse sowie der operative Cashflow werden als primäre Steuerungsgrößen aus dem Vorjahr übernommen. Neu in den primären Steuerungsgrößen werden das operative EBITDA und EBIT verwendet. Diese lösen die im Vorjahr verwendeten Kennzahlen EBIT und EBITDA ab. Hierbei werden im Vergleich zu den Vorjahreskennzahlen EBITDA und EBIT weder Erträge durch die Aktivierung von selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten, noch die Einmaleffekte in Höhe von Euro T€ 243,3 berücksichtigt. Die Eliminierung der selbsterstellten Seminare resultiert aus der Anwendung einer Konzernrichtlinie, während Einmaleffekte aufgrund ihres nicht operativen Charakters bei der Analyse der Unternehmensperformance außen vor bleiben sollen. Das Working Capital wird nicht mehr als primäre Steuerungsgröße verwendet, jedoch wird die Kennzahl regelmäßig durch ein Monitoring überprüft. In Bezug auf diese Größen geben die folgenden Abschnitte detaillierte Informationen zur Entwicklung im Berichtjahr wieder. 7.1. Umsatzerlöse Die Integrata Aktiengesellschaft erzielte einen Gesamtumsatz von €39,6 Mio. (Vorjahr: €40,4 Mio.).
Der Umsatzrückgang in 2017 im Vergleich zum Vorjahr resultiert vor allem aus dem Qualifizierungsprojekte und MTS Geschäft. Die Kompensation dieser nicht vorhersehbaren Entwicklungen ist bereits im Geschäftsjahr 2017 durch eine starke Steigerung der Offenen und Inhouse Seminare eingeleitet worden. Darüber hinaus ist ein klarer Umsatzrückgang im Geschäft mit den Key Accounts zu beobachten. Der im Vorjahr prognostizierte Umsatzanstieg konnte dementsprechend im Berichtsjahr nicht erreicht werden. Die sonstigen Umsätze in Höhe von T€ 36,2 beinhalten vor allem Weiterberechnungen an Drittfirmen sowie Umsätze aus Kick-Back Vereinbarungen mit Hotels und ähnlichen Sachverhalten. 7.2. Erträge und Aufwendungen Bezüglich der Erträge lässt sich ein starker Anstieg im Bereich der sonstigen betrieblichen Erträge konstatieren. Diese resultieren größtenteils aus den Erträgen aus der Steuerthematik mit der CGI Deutschland Ltd. & Co. KG (T€ 243,3). Aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 262,6. Die direkten Personalkosten konnten im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 % gesenkt werden. Die Hauptursache hierfür liegt in der veränderten Mitarbeiterstruktur und der gesunkenen Anzahl an Mitarbeitern (FTE). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken darüber hinaus im Vergleich zum Vorjahr um 14,7 %. Erklären lässt sich dies vor allem durch die intern durchgeführten Maßnahmen zur Kostensenkung. Insbesondere die Neuverhandlung von Trainerhonoraren konnte zu Einsparungen im Materialaufwand beitragen. Während sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 2,1% reduzierten, sanken die Aufwendungen für Referentenhonorare um 9,8%. Die Reduktion der Gesamtaufwendungen (vor Zinsen und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) beläuft sich auf 9,0 % gegenüber dem Vorjahr. 7.3. Personal Die Anzahl der Mitarbeiter ist zum 31.12.2017 leicht auf 155 gesunken (Vorjahr 182; Stand 31.12.2016). Auf Vollzeitbasis (Full Time Equivalent - FTE) betrachtet, ist die Anzahl der Mitarbeiter von 156 (Stand 31.12.2016) auf 134 (Stand 31.12.2017) gesunken. 7.4. Vermögenslage Die Bilanzsumme reduziert sich im Vergleich zum 31.12. des Vorjahrs auf € 12,2 Mio. Auf der Aktivseite sinkt der Wert des Anlagevermögens auf € 2,3 Mio., was auf konzentriertere Investitionen im Berichtszeitraum und die geplante Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert der ehemaligen Cegos GmbH sowie eine geringere Aktivierung von selbsterstellten Seminaren zurückzuführen ist. Auf der Passivseite konnten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um € 1,2 Mio. reduziert werden, wohingegen die Rückstellungen um € 0,6 Mio. stiegen. In Bezug auf die Vermögenslage ergibt sich zum Jahresende damit eine Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Gesamtkapital) von 15,8 % sowie ein Working Capital (Umlaufvermögen - kurzfristige Verbindlichkeiten) in Höhe vonT€ 3.342,6. 7.5. Investitionen Das Investitionsvolumen im Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen) sank im Vergleich zum Vorjahr auf T€ 131,3 (Vorjahr: T€ 2.346,3) an. Davon sind T€ 52,6 (Vorjahr: T€ 179,8) durch selbsterstellte Seminare und Software entstanden, die aktivierungsfähig sind. Knapp die Hälfte der Investitionen wurde in Seminarrechte Dritter (T€ 56,8; Vorjahr: T€ 335,3) und Software (T€ 0,5; Vorjahr: T€ 45,6) getätigt. Damit hat die Integrata Aktiengesellschaft auf das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres reagiert und geringere Investitionen im Vergleich zum Vorjahr vorgenommen. 7.6. Finanzierung Die Gesellschaft verfügte am Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von T€ 1.561,8 (Vorjahr: T€ 1.392,0) und kam im Wesentlichen ohne Kreditaufnahme aus. Das Gesellschafterdarlehen sowie die Darlehen verbundener Unternehmen mit einer Gesamthöhe von T€ 1.896,6 weisen eine Restlaufzeit von teilweise über einem Jahr aus (bis zu einem Jahr: T€ 771,6; bis zu 5 Jahren: T€ 1.671,6; länger als 5 Jahre:T€ 225,0). Der operative Cashflow entwickelte sich wie folgt. Der operative Cashflow berechnet sich dabei durch die indirekte Methode, ausgehend vom Jahresüberschuss abzüglich nicht auszahlungsrelevanter Erfolgsgrößen und den Veränderungen der Bilanzpositionen, die nicht im Jahresüberschuss enthalten sind, aber zu Ein- beziehungsweise Auszahlungen geführt haben (Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten, aktiver und passiver Rechnungsabgrenzungsposten sowie Rückstellungen). Im Vorjahr ist zudem der Liquidationserlös der Integrata Training Limited berücksichtigt.
7.7. Ergebnis Im Vergleich zum Vorjahr kann die Gesellschaft eine positive Ergebnisentwicklung feststellen (Jahresüberschuss/-fehlbetrag T€ +518,2 (Vorjahr: T€ -2.432,0)). Der Jahresüberschuss wurde größtenteils beeinflusst durch stringente Sparmaßnahmen, die sich im operativen Bereich durch die Einsparungen im Trainereinkauf widerspiegeln. Auch die Einsparungen im administrativen Bereich trugen zu dem verbesserten Ergebnis bei. Weiterhin trugen Erstattungen sonstiger Steuern in Höhe von T€ 52,7 zu dem verbesserten Jahresergebnis bei. Im Hinblick auf die interne Steuerungsgröße operatives EBITDA stellt sich die Entwicklung in Werten wie folgt dar: T€ +2.006,2 (VJ:T€ -690,7). Dieser Wert enthält Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 262,6. Die Hauptursache für die positive Entwicklung des operativen EBITDAs liegt in den zuvor genannten Kosteneinsparungen. Es lässt sich hierbei herausstellen, dass mit einem Betrag in Höhe von T€ 2.006,2 der prognostizierte Betrag in Höhe von T€ 1.700 um 18,0% übertroffen wurde. Beim EBIT wurde ein Betrag von T€ 471,2 erzielt, was mit 88,5% den Planwert in Höhe von T€ 250 überschreitet. Das Working Capital wurde insbesondere durch einen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche im Berichtszeitraum um 20,4% anstiegen, beeinflusst. Dieser Effekt wurde abgemindert durch den Rückgang von Steuerrückforderungen aus 2016. Insgesamt stieg das Working Capital von T€ 1.567,4 zum 31.12.2016 aufT€ 3.341,7 zum 31.12.2017. Die somit angestrebte konstante Entwicklung der Kennzahl war somit zum Stichtag nicht gegeben. Der operative Cash Flow reduzierte sich obgleich des signifikant verbesserten Jahresüberschusses, da Reduzierungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ -764,0 geleistet wurden (Vorjahr: T€-264). 7.8. Wertentwicklung der Aktie Die Aktien der Integrata Aktiengesellschaft werden seit dem 22. April 1997 im Freiverkehr gehandelt. Der Emissionskurs betrug DM 70,00. Der Kursverlauf lag zum Jahresbeginn bei € 12,00 (Börse Stuttgart, 02.01.2017) sowie zum Jahresende bei € 11,00 (Börse Stuttgart, 29.12.2017). Der Höchststand betrug zwischenzeitlich € 31,99 (Börse Stuttgart, 13.01.2016), der Tiefststand € 08,00 (Börse Stuttgart, 02.01.2018). 8. Bericht über Risiken und ChancenDas Risikomanagementsystem wurde in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut und in das Qualitätsmanagementsystem der Integrata Aktiengesellschaft integriert. Die Ergänzung des Prozessmanagementhandbuchs durch ein eigenes Kapitel für Risikomanagement hat einen Rahmen innerhalb der ISO-Zertifizierung geschaffen, in dem das Risikoportfolio der Gesellschaft dargestellt wird. Hierbei werden neben strategischen Risiken am Markt und durch den Wettbewerb auch operative Risiken (System-, Forderungs-, Liquiditäts- und Durchführungsrisiken) berücksichtigt. In diesem Bereich sind potentiell auftretende Risiken aus allen Bereichen der Gesellschaft in die Prozessbeschreibungen aufgenommen worden. Der Anspruch auf ein hohes Qualitätsniveau für unsere Leistungen wurde durch die regelmäßig erhobenen Seminarbeurteilungen bestätigt. Finanzrisiken werden im Rahmen des laufenden Berichtswesen und Controllings durch die Bereichs- und Gesamtverantwortlichen überprüft und überwacht. Zur Abdeckung gelegentlicher negativer Liquiditätsspitzen standen der Gesellschaft Kreditlinien in Höhe von T€ 1.900 (im Vorjahr T€ 1.900) zur Verfügung. Die Kreditlinie ist durch eine Unternehmensbürgschaft, die durch die NCH S.A.S. gestellt wird, besichert. Durch das regelmäßige, monatliche und bei Bedarf erstellte, sehr detaillierte Berichts- und Forecastsystem werden frühzeitig finanzielle und operative Risiken erkannt. Konkrete finanzielle Risiken sind zurzeit nicht erkennbar. Die Integrata Aktiengesellschaft hat nach wie vor äußerst geringe Forderungsausfälle. Auch vor dem Hintergrund der Zugehörigkeit zur Cegos-Gruppe wird die Finanzlage als stabil erachtet. Sicherungsgeschäfte und derivative Finanzgeschäfte wurden nicht eingesetzt. Dem jeweiligen konjunkturellen Risiko wird entgegengewirkt, indem im Wesentlichen freiberufliche Kapazitäten für die Durchführung des Seminarbetriebs eingesetzt werden. Somit kann die Gesellschaft besser auf die jeweilige konjunkturelle Situation flexibel reagieren. Die Chancen des Unternehmens bestehen vor allem in der diversifizierten Kundenstruktur der Integrata AG. Dadurch können die Potenziale des Marktes oder aber auch einzelner Kunden flexibel und individuell wahrgenommen werden. Zudem bieten die Marktkonsolidierung und die durch die Zugehörigkeit zur Cegos Gruppe internationalen Beziehungen und Angebote Möglichkeiten bestehende Kunden dahingehend zu entwickeln und auch grundsätzlich neue Kunden zu akquirieren. Auch die Profitabilität der Integrata AG wurde durch gut durchdachte und strategisch wichtige Kosteneinsparungen noch einmal gesichert. 9. PrognoseberichtNach den Prognosen der Bundesregierung 22 wird für 2018 von einem Wirtschaftswachstum von 2,4 % ausgegangen. Die Prognose liegt etwas über dem Wert, den der Sachverständigenrat mit 2,2 % im November 2017 vorausgesagt hatte. Aufgrund der guten Konjunkturlage rechnet die Bundesregierung weiterhin mit einer günstigen Entwicklung bei den Beschäftigungszahlen und einem starken Wachstum bei den privaten Konsumausgaben. Das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung 23 hob die Prognose noch im Dezember 2017 sogar auf 2,6 % für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in 2018 an. Auch das Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat seine Prognose für 2018 angehoben und rechnet mit einem BIP-Wachstum von 2,5 % in 2018. Im Zuge dieser Konjunkturentwicklung wird allerdings auch von einer steigenden Teuerungsrate bis 2019 ausgegangen: dem Ifo-Institut zufolge soll demnach mit einer Inflationsrate von 2,2 % der Wert erstmals seit langem über der zwei-Prozent-Marke liegen. Aufgrund der guten Konjunkturlage sollen den Prognosen zufolge auch immer mehr Arbeitsplätze entstehen, sodass die erwartete Beschäftigung in 2019 bei 45,2 Millionen liegen wird und die Arbeitslosenzahlen bis auf 2,2 Millionen sinken werden. Auch die Bundesbank 24 geht in ihrer Prognose vom Dezember 2017 von einem BIP-Anstieg von 2,5 % aus. Während sich die Prognosen der EU-Kommission, des OECD und des Internationalen Währungsfonds (IWF) bei einem Wachstum von 2,3 % für 2018 eingependelt haben. Auf die Weltwirtschaft 25 bezogen, rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) ebenso wie die deutsche Bundesregierung mit einem breiten Aufschwung und einem spürbaren Wachstum. Nach den Voraussagen des IWF sollte das weltweite Wachstum in 2018 und 2019 jeweils 3,9 % betragen. Die positive Konjunkturdynamik 26 hält weiter an und hat trotz der gefühlten Unsicherheiten, bezogen auf die Brexit-Entscheidung im Juni 2016 und die US-Präsidentschaftswahl im November 2016 den Aufschwung weiter vorangetrieben. Auch die konjunkturellen Perspektiven für den Euroraum haben sich verbessert und dürften sich in diesem Jahr fortsetzen. Der Vorstand basiert seine Prognose für das Geschäftsjahr 2018 auf diesen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und wird Vorkehrungen treffen, um möglichen negativen Auswirkungen entgegenzuwirken. Die Gesellschaft plant für 2018 weiterhin Investitionen für den Vertriebsausbau im Bereich der digitalen Lernlösungen und in die Etablierung neuer Produkte. Aufgrund der vorhandenen liquiden Mittel und der genehmigten Kreditlinien ist die Finanzierung dieser Maßnahmen gesichert. Für das Jahr 2018 rechnet der Vorstand der Integrata Aktiengesellschaft mit einem leicht rückläufigen Umsatz in den operativen Geschäftseinheiten und einem daraus resultierenden operativen EBITDA bzw. EBIT in Höhe von rund 5,3 % bzw. rund 1,5 %. Drei Großprojekte, die zum 31.12.2017 beendet wurden sollen in 2018 kompensiert werden. Die Integrata Aktiengesellschaft hat die Chancen genutzt und die Kostenstruktur überarbeitet und neue Geschäftsansätze erschlossen. Die genannten Punkte sollen zudem dabei unterstützen, den operativen Cashflow gegenüber dem Berichtsjahr konstant zu halten. 10. Bericht über Beziehungen zu verbundenen UnternehmenNach § 312 Abs. 3 AktG erklärt der Vorstand, dass die Gesellschaft nach seiner Kenntnis bei allen Rechtsgeschäften mit verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dass darüber hinaus keine Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, die die Integrata Aktiengesellschaft benachteiligen.
Stuttgart, den 12. März 2018 Integrata Aktiengesellschaft Der Vorstand Ingmar J. Rath Dr. Andreas Dahmen Hartmut Jöhnk
22 Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung
2018
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Integrata Aktiengesellschaft, Stuttgart PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Integrata Aktiengesellschaft, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierung s- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Integrata Aktiengesellschaft, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 12. März 2018 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Udo Bäder, Wirtschaftsprüfer ppa. Dagmar Liphardt, Wirtschaftsprüferin Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2017der Integrata Aktiengesellschaft, Stuttgart,gemäß § 312 Abs. 1 AktGAnlage 1: Liste der Tochterunternehmen der Cegos S.A.
1. VorbemerkungDie NCPB SAS, 19, rue René Jacques 92798 Issy Les Moulineaux, Frankreich, hält eine Mehrheitsbeteiligung an der Integrata Aktiengesellschaft, Zettachring 4,70567 Stuttgart, Deutschland, und hat dies gem. §20 Abs. 1 und 4 AktG mitgeteilt. Die Integrata Aktiengesellschaft ist daher seit dem 17.12.2014 ein abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 Abs. 1 AktG, da sie im Mehrheitsbesitz der NCPB steht. 2. Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen der NCPB SASZum Aufsichtsrat der Integrata Aktiengesellschaft wurden durch den Beschluss des Amtsgerichts Stuttgarts vom 23.02.2015 José Montes O'Connor, Issy-les-Moulineaux, und Benoît Félix, Issy-les-Moulineaux, bestellt. José Montes O'Connor ist Vorstandsvorsitzender der Cegos S.A. und Benoît Félix, Personal-, Finanz- und Entwicklungsvorstand der Cegos S.A. Bereits vor dem Kauf der Integrata AG durch die Cegos S.A. bestanden Rechtsgeschäfte mit der Cegos S.A. oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen (siehe Anlage 1), die im Geschäftsjahr 2017 zu einem Umsatz in Höhe von 210.702,59 EUR und zu Aufwendungen in Höhe von 216.623,53 EUR geführt haben. Im Geschäftsjahr 2014 wurde ebenfalls ein Vertrag "contract concerning distribution and adaption of multimedia works" geschlossen, der im Geschäftsjahr 2017 allerdings zu keinen Aufwendungen geführt hat. Darüber hinaus besteht zwischen der Integrata AG und dem herrschenden Unternehmen weder ein Beherrschungs- oder Ergebnisabführungsvertrag noch eine Umsatz- bzw. steuerliche Organschaft. Im Zuge des Erwerbs der Integrata AG durch die Cegos S.A. wurde von den bisherigen Gesellschaftern der steuerliche Wert einer steuerlich noch nicht anerkannten Teilwertabschreibung in Höhe von 1.071.778 EUR vom Kaufpreis abgezogen und von der Cegos S.A. der Integrata über die Qualification Star2 wiederum als Darlehen zur vorläufigen Begleichung der Steuerschuld zur Verfügung gestellt. Die Verzinsung des Darlehens beträgt zwei Prozent zzgl. Drei-Monats-EURIBOR. Dieses Darlehen wurde im Jahr 2017 vollständig zurückgeführt. In 2016 wurde zudem ein kurzfristiges zinsloses Darlehen von der Cegos S.A. in Höhe von 500.000 EUR mit einer Laufzeit von unter einem Jahr zur Verfügung gestellt und im Jahre 2017 zurückgeführt. Ein weiteres kurzfristiges zinsloses Darlehen zur Deckung von kurzfristigem Kapitalbedarf über 700.000 EUR wurde im Geschäftsjahr von der Cegos S.A. aufgenommen und im gleichen Jahr vollständig zurückgeführt. Ebenfalls im Geschäftsjahr 2016 wurde, durch den Beschluss der Aktionäre auf der Hauptversammlung am 13.06.2016, die bisherige Tochtergesellschaft Cegos GmbH rückwirkend zum 01.01.2016 in die Integrata AG verschmolzen. Die Cegos GmbH wurde in 2015 zu einem Kaufpreis von 1,75 Mio. EUR von der Cegos Idet International S.A. erworben. Zum Erwerb der Cegos GmbH hat die Integrata AG die folgenden Darlehen aufgenommen: 1. Von der Cegos Idet International S.A. in Höhe von 900.000 EUR mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einem Zinssatz von 5%. 2. Von der Qualification Star 2 in Höhe von 725.000 EUR mit einer Laufzeit geringer einem Jahr und einem Zinssatz von 5% (aktuell zinslos gestellt). 3. Von der Qualification Star 2 in Höhe von 125.000 EUR mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einem Zinssatz von 1% oder dem höheren Satz der dem 3-Monats-EURIBOR entspricht. Weiterhin ging im Zuge der Verschmelzung ein bestehendes Darlehen der Cegos GmbH gegenüber der Cegos Idet International S.A. in Höhe von 100.000 Euro und einem Zinssatz von 1,5% ohne festgelegte Laufzeit auf die Integrata AG über. 3. SchlussbemerkungNach § 312 Abs. 3 AktG erklärt der Vorstand, dass die Gesellschaft nach seiner Kenntnis bei allen Rechtsgeschäften mit verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und, dass darüber hinaus keine Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, die die Integrata Aktiengesellschaft benachteiligen.
Stuttgart, den 12. März 2018 Integrata Aktiengesellschaft Der Vorstand Ingmar J. Rath Dr. Andreas Dahmen Hartmut Jöhnk Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2017der Integrata Aktiengesellschaft, StuttgartDer Aufsichtsrat der Integrata AG hat im Geschäftsjahr 2017 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Beratungs- und Kontrollpflichten wahrgenommen. Er hat im abgelaufenen Jahr in seinen Sitzungen über die geschäftliche und strategische Entwicklung des Unternehmens sowie über aktuelle Ereignisse und grundsätzliche Fragen beraten. Die Gesellschaft hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Jahresgewinn von 357.741,00 EUR beendet. Im Geschäftsjahr 2017 haben 4 Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat im Vorfeld einer jeden Aufsichtsratssitzung einen umfassenden Bericht über den Gang der Geschäfte einschließlich der Umsatzentwicklung und über die Lage der Gesellschaft vorgelegt. Er hat dem Aufsichtsrat ferner über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung und die Rentabilität der Gesellschaft berichtet. Sämtliche Berichte und Vorlagen zur Vorbereitung der Sitzungen des Aufsichtsrates haben jeweils allen Aufsichtsratsmitgliedern Vorgelegen. Anhand der Berichte und Vorlagen des Vorstandes hat der Aufsichtsrat alle wichtigen Geschäftsvorfälle überwacht und beraten. Besondere Themen der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2017 waren insbesondere
Regelmäßig wurde auch der Stand von Großprojekten mit wesentlichen Kunden erörtert. Zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle legte der Vorstand anhand ausführlicher Unterlagen zur Beschlussfassung vor. Neben der Erörterung der genannten Themen in den Sitzungen des Aufsichtsrates sowie schriftlichen und mündlichen Erläuterungen durch den Vorstand wurde der Aufsichtsrat in der Regel monatlich schriftlich über die Geschäftslage und den Geschäftsgang informiert. In diesen Informationsschreiben wurden auch Abweichungen von laufenden oder geplanten Entwicklungen dargestellt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates hat sich darüber hinaus regelmäßig auch außerhalb der Sitzungen vom Vorstand über den Geschäftsverlauf unterrichten lassen und mit dem Vorstand geschäftspolitische Fragen erörtert. Die Bilanzsitzung des Aufsichtsrates hat in Anwesenheit des von der Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfers pwc stattgefunden, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet hat. Der Jahresabschluss der Integrata AG und der Bericht über die Lage der Integrata AG sind vom Abschlussprüfer geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überzeugt. Allen Aufsichtsratsmitgliedern haben der Jahresabschluss der Integrata AG und der Bericht über die Lage der Integrata AG Vorgelegen. Diese Vorlagen wurden vom Aufsichtsrat gemäß § 171 AktG geprüft. Der Abschlussprüfer hat die Fragen des Aufsichtsrates beantwortet und weitere Erläuterungen gegeben. Der Aufsichtsrat ist zum Ergebnis gekommen, dass der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Bericht des Abschlussprüfers zu keinen Einwendungen Anlass geben. Der Aufsichtsrat hat den aufgestellten und von pwc geprüften Jahresabschluss der Integrata AG für das Geschäftsjahr 2017 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss im Sinne von § 172 AktG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns stimmt der Aufsichtsrat zu. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Integrata AG für ihren Einsatz während des Geschäftsjahres 2017.
Offenbach am Main, Mai 2018 Der Aufsichtsrat Stephan Haack, Vorsitzender Integrata AG und Cegos GroupIntegrata AG - Cegos Group Als Unternehmen der Cegos Group ist die Integrata AG einer der führenden europäischen Full Service-Anbieter für Qualifizierungsprojekte und Qualifizierungsprozesse, Trainingslogistik sowie Seminare. Das Unternehmen besteht seit 1964 und ist in der Personalentwicklung, Organisationsentwicklung und Informationstechnologie für seine Kunden tätig. Das Portfolio deckt über 1.200 Kernthemen ab und umfasst klassische sowie digitale Lerninhalte, Lernmethoden und Medien von Web Based Trainings bis hin zum Virtual Classroom. Die Lernplattform LearningHub@Cegos bündelt alle passenden Lerninhalte, Medien und Lösungen sowie den sozialen Austausch in einer personalisierten Lernumgebung. 150 Berater helfen umfassend bei der Auswahl zielführender Qualifikationsmaßnahmen. Ca. 200 festangestellte Mitarbeiter sorgen für eine optimale Organisation und mehr als 1.400 erfahrene Referenten für einen nachhaltigen Wissenstransfer. An 15 Standorten in Deutschland stehen den Teilnehmern neben Seminarräumen auch über 1.000 modern ausgerüstete IT-Arbeitsplätze zur Verfügung. Seit 2014 ist die Integrata AG in die Cegos Group integriert. Cegos Gruppe weltweit Seit der Gründung im Jahre 1926 ist die Cegos Group weltweit führender Anbieter für professionelles und nachhaltiges Training. Cegos beschäftigt derzeit 1.000 Mitarbeiter/innen und ist in 11 europäischen, asiatischen und lateinamerikanischen Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften tätig. Darüber hinaus ist Cegos in mehr als 50 Ländern weltweit durch Partnerunternehmen und Distributoren vertreten, die zu den führenden Weiterbildungsunternehmen und Technologie-Experten zählen. Weitere Informationen unter www.integrata.de
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