Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 8615
Eingetragen
20.12.2004
Branche
BeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Die Gesellschaft unterstützt den Automobilclub von Deutschland e.V. beim Erreichen seines jeweiligen Zweckes. Insoweit ist Gegenstand der Gesellschaft insbesondere a) die Übernahme aller wirtschaftlichen Aufgaben, die aus dem satzungsgemäßen Zweck des Automobilclub von Deutschland folgen und der Durchführung durch die Gesellschaft zugänglich sind, b) die wirtschaftliche Durchführung von nationalen und internationalen Motor-Sportveranstaltungen, selbst oder als Dienstleister für Dritte, c) die Erfüllung sonstiger wirtschaftlicher Aufgaben und Dienstleistungen rund um die mobile Gesellschaft

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Murat Alkilic
seit 19.1.2026
Prokura
Benedikt Preussner
seit 27.4.2023
Prokura
Dorothee Zobel
seit 27.6.2019
Prokura
Lutz Leif Linden
seit 30.11.2017
Geschäftsführer
Prokura
Samir Boudieb
seit 8.3.2007
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AvD Wirtschaftsdienst GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 88.987,00 263.868,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 256.023,00 222.050,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.543.276,50 1.418.276,50
2. Beteiligungen 1,00 1,00
1.543.277,50 1.418.277,50
1.888.287,50 1.904.195,50
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 26.962,57 31.229,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.936.696,88 1.816.332,87
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 990,50
3. sonstige Vermögensgegenstände 38.049,69 33.311,35
1.974.746,57 1.850.634,72
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 131.515,92 365.086,72
2.133.225,06 2.246.950,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 93.377,64 150.263,04
4.114.890,20 4.301.409,31

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 719.616,81 719.616,81
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 11.710,02 11.710,02
IV. Verlustvortrag (Vorjahr: Gewinnvortrag) -500.656,31 457.274,68
V. Jahresfehlbetrag -415.703,87 -957.930,99
814.966,65 730.670,52
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 99.227,00 99.006,00
2. sonstige Rückstellungen 1.836.178,95 1.063.063,84
1.935.405,95 1.162.069,84
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 573.469,03 598.522,11
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 239.305,67 1.317.002,74
3. sonstige Verbindlichkeiten 551.742,90 493.144,10
- davon aus Steuern: EUR 94.736,96 (Vorjahr: EUR 600,00)
1.364.517,60 2.408.668,95
4.114.890,20 4.301.409,31

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 24.930.355,25 20.919.957,19
2. sonstige betriebliche Erträge 231.310,53 893.391,60
25.161.665,78 21.813.348,79
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.401,21 4.471,82
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.858.255,46 10.079.663,40
11.870.656,67 10.084.135,22
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.882.199,98 6.827.495,25
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.654.618,05 1.486.043,84
- davon für Altersversorgung: EUR 198.266,98 (Vorjahr: EUR 193.617,10)
9.536.818,03 8.313.539,09
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 373.108,82 250.159,76
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.785.960,14 4.106.929,18
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 23.639,01 5.855,36
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.939,99 197,54
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 5.921,32 (Vorjahr: EUR 161,18)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 35.292,99 17.075,43
- davon aus Abzinsung: EUR 1.618,00 (Vorjahr: EUR 1.782,00)
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 33.612,22 (Vorjahr: EUR 15.227,82)
10. Ergebnis nach Steuern -410.591,87 -952.436,99
11. sonstige Steuern 5.112,00 5.494,00
12. Jahresfehlbetrag -415.703,87 -957.930,99

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. ALLGEMEINE HINWEISE ZUM UNTERNEHMEN

Die Firma AvD Wirtschaftsdienst GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist im Handelsregister B beim Amtsgericht Frankfurt am Main mit der Nummer HRB 8615 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den Aufstellungserleichterungen wurde teilweise Gebrauch gemacht.

2. ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES

JAHRESABSCHLUSSES

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt worden. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt unter Anwendung des § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren.

3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens einschließlich der immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, nach der linearen Methode bemessener Abschreibungen angesetzt.

Die Nutzungsdauer für Software beträgt 3 bis 4 Jahre sowie für die Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre.

Geringwertige Anlagegüter werden einzelfallbezogen im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand gezeigt.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips angesetzt worden.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten gegebenenfalls vermindernd auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zweifelhafte Forderungen einzelwertberichtigt. Die verbleibenden Nettoforderungen werden wegen des allgemeinen Kreditrisikos in Höhe von 5% (im Vorjahr 5 %) pauschal wertberichtigt. Die Abweichung vom generellen Richtwert (3 %) um 2 Basispunkte erfolgt gemäß Vorsichtsprinzip aufgrund der Gesamtmarkt-Situation. Des Weiteren wurden Einzelwertberichtigungen rechnerisch auf der Beurteilung vorliegender Mahnstufen durchgeführt, die in der Spitze mit 60,48% (im Vorjahr 60,02 %) als Risikoabschlag angesetzt wurden. Der Wert wurde anhand einer statistischen 3- Jahres-Methode aus Mahn- und Inkassoverfahren berechnet.

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten aktiviert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden im Geschäftsjahr für Vorauszahlungen angesetzt.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und Vorruhestandsverpflichtungen werden zum Erfüllungsbetrag bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und Aufwendungen, die dem Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren zuzuordnen sind. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

4. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen beteiligt:

Name und Sitz Jahresergebnis Eigenkapital Anteil am Kapital
EUR EUR %
AvD Verlag GmbH, Frankfurt am Main 5.855,36 *) 100.000,00 100
AvD Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main -774,36 6.053,83 100
AvD Immobilien GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 24.751,99 *) 1.742.840,26 50

*) vor Ergebnisübernahme

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich wie folgt:

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 622.415,88 178.448,30 472.029,23 328.834,95
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 929.402,37 155.448,52 0,00 1.084.850,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.418.276,50 125.000,00 0,00 1.543.276,50
2. Beteiligungen 115.000,00 0,00 0,00 115.000,00
1.533.276,50 125.000,00 0,00 1.658.276,50
3.085.094,75 458.896,82 472.029,23 3.071.962,34
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 358.547,88 251.633,30 370.333,23 239.847,95
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 707.352,37 121.475,52 0,00 828.827,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 114.999,00 0,00 0,00 114.999,00
114.999,00 0,00 0,00 114.999,00
1.180.899,25 373.108,82 370.333,23 1.183.674,84
Nettobuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 88.987,00 263.868,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 256.023,00 222.050,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.543.276,50 1.418.276,50
2. Beteiligungen 1,00 1,00
1.543.277,50 1.418.277,50
1.888.287,50 1.904.195,50

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen sind TEUR 0,0 (i. Vj. TEUR 0,1) gegen verbundene Unternehme ausgewiesen. Forderungen unter anderem aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der AvD Verlag GmbH sind durch frühzeitigen Intercompany-Cash Transfer auch in diesem Jahr nicht enthalten (i. Vj. TEUR 0,0).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Personal in Höhe von TEUR 3 (i. Vj. TEUR 3), Mietkautionen in Höhe von TEUR 17,5 (i. Vj. TEUR 10,2), Forderungen gegen Krankenkassen in Höhe von TEUR 1,9 (i. Vj. TEUR 1,8) und sonstige Forderungen im Rahmen von Geschäftsjahresabgrenzungen in Höhe von TEUR 14,9 (i. Vj. TEUR 18,5).

Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Zur Absicherung eines Vertrages im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Autobahnvignetten wurde ein Festgeldkonto in Höhe von TEUR 8 (i. Vj. TEUR 8) zur Sicherung verpfändet.

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen ist eine Verbindlichkeit gegen den Alleingesellschafter in Höhe von TEUR 239 (i. Vj. Forderung TEUR 1.317) ausgewiesen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Es werden im Wesentlichen vorausbezahlte Kosten für EDV-Dienstleistungs- bzw. Wartungsverträge ausgewiesen.

Eigenkapital

Zur Stärkung des Eigenkapitals wurde die Gesellschaft mit einer Kapitalerhöhung über TEUR 500 im Dezember des Jahres 2023 ausgestattet. Alle Geschäftsanteile, die das Stammkapital in Höhe von somit TEUR 1.000 (i. Vj. TEUR 500) umfassen, werden vom Automobilclub von Deutschland e. V., Frankfurt am Main, gehalten und sind vollständig eingezahlt.

Rückstellungen

Bei den Pensionsrückstellungen, die ausschließlich Verpflichtungen in der Erfüllungsphase betreffen, sind gemäß vorliegendem versicherungsmathematischem Gutachten für die Bewertung gemäß BilMoG die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von 6% (i. Vorjahr 6%) zugrunde gelegt. Als Bewertungsverfahren diente die Projected Unit Credit Methode. Für die Berechnung wurde ein Renten- und Gehaltstrend von 1,5 % unterstellt. Der entsprechend diesen Vorgaben ermittelte Wert führt zu einer Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 99 (i. Vj. TEUR 99).

Dabei beträgt die Rückstellung bei genanntem Abzinsungssatz, bezogen auf einen 10-Jahres- Durchschnittt, TEUR 99,2 und bei einem Abzinsungssatz von 1,74 % (i.VJ. 1,78 %), bezogen auf einen 7-Jahres-Durchschnitt, TEUR 99,6. Daraus resultiert ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 0,4. Dieser ist mit einer Ausschüttungssperre belegt.

Der zum Bilanzstichtag gemäß § 6a EStG, R 6a EStR ermittelte Wert beträgt TEUR 78 (i. Vj. TEUR 79). Im Geschäftsjahr wurden Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 1,6 den Pensionsrückstellungen zugeführt.

Auf die Aktivierung latenter Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen Handels- und Steuerbilanz wurde verzichtet.

Für ein früheres Mitglied der Geschäftsführung wurden im Geschäftsjahr TEUR 14,9 Renten gezahlt. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung sind TEUR 99 (i. Vj. TEUR 99) zurückgestellt.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Personalaufwand 797.281,32 € 171.326,74
Ausstehende Rechnungen 996.897,63 € 845.357,10
Berufsgenossenschaftsbeiträge - € 2.000,00
Jahresabschluss- und Beratungskosten 32.000,00 € 34.380,00
Archivierungskosten 10.000,00 € 10.000,00
Übrige - -
1.836.178,95 1.063.063,84

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeiten Spiegel:

Fälligkeit der Beträge in TEUR

Verbindlichkeit gegenüber/aus Bis ein Jahr ein bis fünf Jahre Mehr als fünf Jahre Summe
Lieferungen und Leistungen 573.469,03 0,00 0,00 573.469,03
Gegenüber verbundenen Unternehmen 239.305,67 0,00 0,00 239.305,67
Sonstige 551.742,90 0,00 0,00 551.742,90
Summe 1.364.517,60 0,00 0,00 1.364.517,60

Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestanden weder zum Stichtag noch im Vorjahr.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende periodenfremde Erträge enthalten:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Periodenfremde Sonstige 0,00 0,00
Nachträgliche Belastungen Dritt-Assistancen 34.564,20 34.564,20
Nachträgliche Belastung interner Kostenumlagen 0,00 84.489,51
Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen 70.668,74 136.100,84
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen 31.553,37 0,00
136.786,31 255.154,55

2. SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Satz 1 Nr. 3 bzw. 3a HGB bestehen im Wesentlichen aus einem Mietvertrag über Büroflächen im Gebäude Goldsteinstraße 237 in Frankfurt am Main. Hieraus ergibt sich seit dem Berichtsjahr 2017 eine jährliche Fälligkeit über TEUR 586 und ab dem Berichtsjahr 2023 eine jährliche Fälligkeit über TEUR 626. Die Veränderung ist durch marktübliche Anpassungen und Veränderungen im Zuteilungsschlüssel aufgrund Fremdvermietung zu begründen.

Die Gesellschaft finanziert Dienstwagen über Leasingverträge. Diese werden nicht bei der Gesellschaft als Leasingnehmerin bilanziert. Es ergeben sich folgende zu erwartende Verpflichtungen: im Jahr 2023: TEUR 127 (i. Vj. 127)

Arbeitnehmer

Die Arbeitnehmerzahl betrug im Jahresdurchschnitt: Angestellte 181 (i. Vj. 168).

Geschäftsführer

Herr Lutz Leif Linden, Walldorf (Geschäftsführer mehrerer (seit 13. September 2023: der) Tochtergesellschaften des Automobilclub von Deutschland e. V.), und Herr Dr. Andreas M. Nowack, Riedstadt (Geschäftsführer der Tochtergesellschaften des Automobilclub von Deutschland e. V.).

Bezüglich der Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nimmt die Gesellschaft § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den vom Mutterunternehmen Automobilclub von Deutschland e. V., Frankfurt am Main, aufgestellten, nicht offenlegungspflichtigen Konzernabschluss einbezogen.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag sowie den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Frankfurt am Main, den 19. April 2024

Lutz Leif Linden

Dr. Andreas M. Nowack

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftsverlauf 2023 und Lage der Gesellschaft

Durch die spezielle Beziehung des Automobilclub von Deutschland e. V. zu seinen Mitgliedern ist die AvD-Unternehmensgruppe zum Teil von gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklungen entkoppelt. Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen.

Das Mobilitätsverhalten im Jahr 2023 hat sich nach der COVID-Pandemie normalisiert und lag ungefähr auf Vorjahresniveau. Die Kfz-Fahrleistung lag laut Bundesamt für Straßenwesen rund 4 % unter dem Vorjahreswert, wobei die Zahl der Neuzulassungen um 7,3 % auf 2,84 Mio. gestiegen ist. Unter anderem dieser Effekt, die Tatsache einer alternden PKW-Landschaft und starke Preisnachverhandlungen aufgrund durchgereichter Inflationskosten beschert dem Dritt-Assistance Geschäft deutliche Volumenzuwächse. Der Umsatz im Dritt-Assistance- Geschäft konnte deutlich um 23 % (TEUR 2.720) auf TEUR 14.419, der Gesamtumsatz konnte um 19 % auf TEUR 24.930 (i.Vj. TEUR 20.920) gesteigert werden.

Generell ist der negative Trend überwunden, allerdings ist es nicht immer möglich, vorhandene Preissteigerungen an die Kunden weiterzureichen. Vor allem im Segment der Mobilität sind die Preissteigerungen enorm, welche sich sofort mit Abschlägen auf das Rohergebnis auswirken. So konnte im Verhältnis zum Umsatzwachstum das Rohergebnis lediglich mit einem Plus von 13 % auf TEUR 13.291 (i.Vj. TEUR 11.729) gesteigert werden.

Nachfolgend sind die folgenden Einzelaspekte von Relevanz:

Das Jahr zeichnete sich zum wiederholten Mal durch ein sehr hohes Fallaufkommen aus. Volumenzuwächse aus dem Dritt-Assistance-Geschäft sowie weiter anhaltende Nachholeffekte bei Mitgliedern nach der Pandemie wurden durch überlastete bzw. bestreikte Bahnen und Flughäfen weiter verstärkt. Das hohe Volumen stößt weiter auf Partnernetze, die an Leistungsfähigkeit eingebüßt haben und nun mit Personalengpässen kämpfen.

Anhaltende Lieferengpässe der breiten Masse der Hersteller und die allgemeine Verunsicherung bezüglich des Umstiegs auf E-Mobilität verlängern die Haltedauer von Fahrzeugen, was zu überlasteten Werkstätten und einem daraus resultierenden Wartungs- und Reparaturstau führt. Dies sind unter anderem Gründe, die zu einem Anstieg der Fallzahlen beitragen.

Im Dritt-Assistance-Geschäft konnte das zweite Jahr in Folge ein deutlich höheres Umsatzvolumen (+25 %) durch Neukunden sowie Zuwächse im Bestand verzeichnet werden, allerdings wurde dies durch höhere Kosten (+20 %) teils kompensiert. Hier scheint die Preisspirale indes ansatzweise zu erkalten (im Vergleich 2021 zu 2022: +35 %).

Diverse Preisanpassungsrunden sowie Maßnahmen zur Kostensenkung sollen dazu beitragen, den enormen externen Kostendruck abzufangen.

Die internen Leistungsverrechnungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.343 auf TEUR 10.139 (i. Vj. TEUR 8.796) gestiegen. Dies resultiert vor allem aus Leistungserbringungen aus der Wirtschaftseinheit heraus für den Automobilclub von Deutschland e. V. Im Jahr 2023 wurden das Preistableau sowie die Grundlage der Leistungsverrechnung aktualisiert. Die aus dem Jahr 2016 stammenden bisherigen Verrechnungspreise und zu Grunde liegenden Rahmendaten wurden auf das aktuelle Marktniveau bzw. auf den aktuellen Leistungsbeziehungsstand im AvD Verbund angepasst

Insgesamt ist das Rohergebnis auf TEUR 13.323 (i. Vj. TEUR 11.675) gestiegen.

Im Geschäftsjahr 2023 sind im Vergleich zum Vorjahr die allgemeinen Personalkosten um TEUR 1.223 und die Abschreibungen um TEUR 123 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 3.786 (i. Vj. TEUR 4.107) konnten um TEUR 321 gesenkt werden. Bei den gesteigerten Aufwendungen für Abschreibungen handelt es sich vorrangig um Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen im Rahmen der IT-Sicherheit. Weitere wesentliche Kostenblöcke sind wie im Vorjahr dem Aufbau und der Stärkung der Marke "AvD", hier insbesondere im Rahmen von Sportveranstaltungen, zuzurechnen (wesentliche Kostenblöcke: Werbekosten TEUR 940, Verkaufsförderungen TEUR 75, Reisekosten TEUR 121, Kosten für Dienstleistungsverträge TEUR 93).

Insgesamt verbesserte sich das Ergebnis nach Steuern im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR - 411 (i. Vj. TEUR -952).

Die Gesellschaft schloss per Saldo mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR -416 (i. Vj. Jahresfehlbetrag TEUR -958) ab.

Die Bilanzsumme der Gesellschaft liegt im Geschäftsjahr bei TEUR 4.115 (i. Vj. TEUR 4.301) und damit TEUR 187 unter dem Vorjahreswert. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die durchgeführte Kapitalerhöhung sowie das Jahresergebnis der Gesellschaft zurückzuführen.

Das Anlagevermögen von 1,9 Mio. EUR beinhaltet überwiegend Finanzanlagevermögen (1,5 Mio. EUR). Das Sachanlagevermögen inkl. der immateriellen Vermögensgegenstände hat sich in Folge von Abschreibungen und im Zusammenhang mit erwähnten Investitionen um 175 TEUR auf 89 TEUR verringert.

Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit verfügt die Gesellschaft zum Stichtag über liquide Mittel in Höhe von TEUR 132 (i. Vj. TEUR 365). Dagegen stehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Hauptgesellschafter und im Unternehmensverbund in Höhe von TEUR 239 (i. Vj. Verbindlichkeiten über TEUR 1.317).

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich durch den Jahresfehlbetrag und durch eine Kapitalerhöhung um TEUR 500 auf TEUR 815 (i. Vj. TEUR 731) erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 19,81 % (i. Vj. 16,99 %).

Die Gesellschaft partizipiert als Kommanditistin an den Beteiligungsergebnissen der AvD Immobilien GmbH & Co. KG, die insbesondere das neue Verwaltungsgebäude errichtet hat und dieses vor allem an den Automobilclub von Deutschland e. V. und die Gesellschaft vermietet.

2. Ausblick 2024

Da die Gesellschaft mittelbar im Umfeld der Gesamtkonjunktur agiert, sich aber zeitgleich von zyklischen Reaktionen des Marktes teilweise entkoppeln kann, wird zum aktuellen Zeitpunkt weiter von einer schwierigen und vor allem dynamischen Entwicklung ausgegangen. Nachdem sich der Sektor der Mobilität wieder auf Normalniveau befindet und teilweise noch immer von Nachholeffekten profitiert, bergen die aufgebrochenen Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten das Risiko einer noch nicht einschätzbaren weiteren Preisspirale, die geeignet sein könnte, auch das weitere Geschäft negativ zu beeinflussen.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich trotz allgemein steigender Kosten der Reiseverkehr in Deutschland nicht verringert. Dies wird auch im Jahr 2024 ein positives Klima für den Absatz von Absicherungsleistungen im Reisegeschäft entfalten. Allerdings führt der bereits erwähnte allgemeine Kostenanstieg zu einer höheren Preissensibilität bei den Verbrauchern, was den Markt generell dynamisiert.

Im Geschäftsfeld der Abschlepp- und Serviceleistungen wird weiterhin das Ziel verfolgt, das Geschäft auszubauen und die Partnernetze - trotz deren Forderungen nach höheren Vergütungen - zu stabilisieren. Unter den aktuell herrschenden Rahmenbedingungen (Personalengpässe und hohe Einsatzkosten) besteht die Herausforderung darin, Partnernetze auf ihrer Kostenseite soweit möglich zu arretieren und zeitgleich deren Leistungsfähigkeit und vor allem Leistungsbereitschaft aufrecht zu erhalten. Hier wird zukünftig mehr auf Digitalisierung gesetzt werden müssen.

Zudem kann davon ausgegangen werden, dass die eng verwobene Struktur des AvD- Verbundes mit der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung Auswirkungen auf die Gesellschaft insoweit zeigt, als die Inanspruchnahme durch Mitglieder des Automobilclub von Deutschland e. V. im Inland und im Ausland weiter zunimmt. Dies wird sich zwar einerseits negativ auf die Deckungsbeiträge auswirken, andererseits wirkt der erhöhte Umsatz aufgrund der wachsenden Mitgliederzahl im Automobilclub von Deutschland e.V. diesem Trend entgegen. Alles zusammengenommen geht die Gesellschaft von einem weiter erhöhten Umsatz im Mitglieder- und Dritt-Assistance-Geschäft aus.

Die durch die Gesellschafter der AvD Immobilien GmbH & Co. KG, zu der auch die Gesellschaft gehört, im Jahr 2018 beschlossenen Fremdvermietungsabsichten bestätigten sich. Es konnte im November des Jahres 2022 ein weiterer Mietvertrag ab 2023 abgeschlossen werden, der den Leerstand auflöste. Vor dem Einzug waren diverse Baumaßnahmen notwendig, die zwar einen höheren Liquiditätsabfluss vor Beginn der Neuvermietung führten, jedoch mittelfristig durch den vereinbarten höheren Mietzins überkompensiert sein werden. Das Ergebnis aus den Vermietungsabsichten ist bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr durch das einhellig positive Geschäftsergebnis bestätigt worden.

Abschließend sei von der AvD Beteiligungs GmbH in ihrer Eigenschaft als Gesellschafterin der AvD-Oldtimer-Grand-Prix GmbH & Co OHG berichtet, dass sich allgemein betrachtet die Besucheranzahlen für Großveranstaltungen seit der Corona Pandemie weiter normalisiert haben und in Teilen auf Level des Vor-Corona-Niveaus zurückgekehrt sind. Allerdings hat sich der Markt dahingehend verändert, dass sich die Nachfrage auf sogenannte "Highlight"- Veranstaltungen begrenzt. Dies bedeutet, dass dem Zuschauer neben der reinen Rennveranstaltung weiterer hochwertiger Inhalt geboten werden muss. Ob die AvD-Oldtimer- Grand-Prix GmbH & Co OH hier die notwendigen Schritte ergriffen und insbesondere die Besucherzahlen hat für sich steigern können, ist unklar. Denn durch den (nicht rechtskräftig beschlossenen) Ausschluss der AvD Beteiligungs GmbH aus der OHG sind ihr deren Maßnahmen in diesem Sinne unbekannt. Wie sich das alles auf das Beteiligungsergebnis auswirkt, das der Gesellschaft über die AvD Beteiligungs GmbH indirekt zufließt, bleibt zunächst ungewiss, es ist jedoch weiterhin nicht mit einem Ergebnis der OHG zu Gunsten der AvD Beteiligungs GmbH zu rechnen.

3. Bericht über Chancen und Risiken

Die Gesellschaft ist als Dienstleister überwiegend für den alleinigen Gesellschafter Automobilclub von Deutschland e. V. tätig und erzielt zu einem erheblichen Anteil Umsatzerlöse aus den entsprechenden Leistungsverrechnungen. Die Risiken bestehen diesbezüglich in der Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Lage des Gesellschafters, die wiederum von der Entwicklung im Mitgliederbestand abhängt.

Um die Vertriebschancen im Versicherungsgeschäft zu erhöhen, wurden weitere Rahmenvereinbarungen in der Berichtsperiode vorbereitet und zwischenzeitlich geschlossen. Dies beinhaltet die Möglichkeit für die Gesellschaft, mit Hilfe von Partnern eine eigene White- Label Lösung zu nutzen. Im Folgeberichtsjahr soll zudem anhand von internen Restrukturierungsmaßnahmen auch vertrieblich die Chance eines Ausbaus des Versicherungssegmentes geschaffen werden. Der Vertriebsmarkt bleibt indes weiter schwierig und vor allem durch Online-Preisvergleichsportale stark umkämpft. Die Platzierung von eigenen Versicherungsprodukten für Mitglieder und Dritte ist jedoch eine Notwendigkeit, die der Markt erwartet, auch wenn zunächst ein Kostenfaktor, da sich vertriebliche Aktivitäten erst später auswirken.

Das Dritt-Assistance-Geschäft ist nach wie vor auf Ertragsverbesserung und Neuakquisitionen ausgelegt. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten erneut einzelne Verträge erfolgreich nachverhandelt werden. Weiterhin kam es zu erfolgreicher Neuakquise. Durch die angespannte Personalsituation besteht das Risiko, dass Ertragsverbesserungen mittels Neuakquisitionen verwässert werden, da es nur schwer gelingt, am Markt das notwendige Personal zu akquirieren, um entsprechende Dienstleistung in angeforderter Qualität abzuliefern. Erschwerend kommt weiter die Kostensituation des Marktes und seines Gesamtumfeldes in Verbindung mit einer Verknappung von Leistungen und geschwächten Dienstleisterketten hinzu, zumal deren Auswirkungen auf die deutsche Gesamtwirtschaft derzeit weiter nicht zu bestimmen sind.

Die Gesellschaft arbeitet daran, das vorhandene Dienstleistungsangebot in seiner Marktdurchdringung voranzubringen. Dahingehend ist vorgesehen, das vorhandene Spektrum zukünftig mit neuen Produkten zu erweitern.

Die tatsächlichen Auswirkungen der weltweiten Konflikte in Verbindung mit der aktuellen europäischen politischen Entwicklung auf das Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus lassen sich derzeitig nicht endgültig beurteilen. Die Geschäftsführung betrachtet dabei stetig verschiedene Szenarien des Marktes und setzt diese flexibel im operativen Geschäft um.

 

Frankfurt am Main, den 19. April 2024

Lutz Leif Linden

Dr. Andreas M. Nowack

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AvD Wirtschaftsdienst GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AvD Wirtschaftsdienst GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AvD Wirtschaftsdienst GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 19. April 2024

Beeh & Happich GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Johann Peter Klein, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

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