AvD Sport GmbH
Selbe AdresseErbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Murat Alkilic seit 19.1.2026 | Prokura |
Benedikt Preussner seit 27.4.2023 | Prokura |
Dorothee Zobel seit 27.6.2019 | Prokura |
Lutz Leif Linden seit 30.11.2017 | Geschäftsführer |
Thilo E. Macharowsky seit 7.4.2016 | Prokura |
Samir Boudieb seit 8.3.2007 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AvD Wirtschaftsdienst GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. ALLGEMEINE HINWEISE ZUM UNTERNEHMEN Die Firma AvD Wirtschaftsdienst GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist im Handelsregister B beim Amtsgericht Frankfurt am Main mit der Nummer HRB 8615 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den Aufstellungserleichterungen wurde teilweise Gebrauch gemacht. 2. ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt worden. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt unter Anwendung des § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren. 3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Gegenstände des Sachanlagevermögens einschließlich der immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, nach der linearen Methode bemessener Abschreibungen angesetzt. Die Nutzungsdauer für Software beträgt 3 bis 4 Jahre sowie für die Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre. Geringwertige Anlagegüter werden einzelfallbezogen im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand gezeigt. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips angesetzt worden. Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten gegebenenfalls vermindernd auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zweifelhafte Forderungen einzelwertberichtigt. Die verbleibenden Nettoforderungen werden wegen des allgemeinen Kreditrisikos in Höhe von 5% (im Vorjahr 5 %) pauschal wertberichtigt. Die Abweichung vom generellen Richtwert (3 %) um 2 Basispunkte erfolgt gemäß Vorsichtsprinzip aufgrund der Gesamtmarkt-Situation. Des Weiteren wurden Einzelwertberichtigungen rechnerisch auf der Beurteilung vorliegender Mahnstufen durchgeführt, die in der Spitze mit 60,48% (im Vorjahr 60,02 %) als Risikoabschlag angesetzt wurden. Der Wert wurde anhand einer statistischen 3- Jahres-Methode aus Mahn- und Inkassoverfahren berechnet. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten aktiviert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden im Geschäftsjahr für Vorauszahlungen angesetzt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und Vorruhestandsverpflichtungen werden zum Erfüllungsbetrag bewertet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und Aufwendungen, die dem Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren zuzuordnen sind. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. 4. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Angaben zum Anteilsbesitz Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen beteiligt:
Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich wie folgt: Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen sind TEUR 0,0 (i. Vj. TEUR 0,1) gegen verbundene Unternehme ausgewiesen. Forderungen unter anderem aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der AvD Verlag GmbH sind durch frühzeitigen Intercompany-Cash Transfer auch in diesem Jahr nicht enthalten (i. Vj. TEUR 0,0). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Personal in Höhe von TEUR 3 (i. Vj. TEUR 3), Mietkautionen in Höhe von TEUR 17,5 (i. Vj. TEUR 10,2), Forderungen gegen Krankenkassen in Höhe von TEUR 1,9 (i. Vj. TEUR 1,8) und sonstige Forderungen im Rahmen von Geschäftsjahresabgrenzungen in Höhe von TEUR 14,9 (i. Vj. TEUR 18,5). Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Zur Absicherung eines Vertrages im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Autobahnvignetten wurde ein Festgeldkonto in Höhe von TEUR 8 (i. Vj. TEUR 8) zur Sicherung verpfändet. Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen ist eine Verbindlichkeit gegen den Alleingesellschafter in Höhe von TEUR 239 (i. Vj. Forderung TEUR 1.317) ausgewiesen. Rechnungsabgrenzungsposten Es werden im Wesentlichen vorausbezahlte Kosten für EDV-Dienstleistungs- bzw. Wartungsverträge ausgewiesen. Eigenkapital Zur Stärkung des Eigenkapitals wurde die Gesellschaft mit einer Kapitalerhöhung über TEUR 500 im Dezember des Jahres 2023 ausgestattet. Alle Geschäftsanteile, die das Stammkapital in Höhe von somit TEUR 1.000 (i. Vj. TEUR 500) umfassen, werden vom Automobilclub von Deutschland e. V., Frankfurt am Main, gehalten und sind vollständig eingezahlt. Rückstellungen Bei den Pensionsrückstellungen, die ausschließlich Verpflichtungen in der Erfüllungsphase betreffen, sind gemäß vorliegendem versicherungsmathematischem Gutachten für die Bewertung gemäß BilMoG die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von 6% (i. Vorjahr 6%) zugrunde gelegt. Als Bewertungsverfahren diente die Projected Unit Credit Methode. Für die Berechnung wurde ein Renten- und Gehaltstrend von 1,5 % unterstellt. Der entsprechend diesen Vorgaben ermittelte Wert führt zu einer Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 99 (i. Vj. TEUR 99). Dabei beträgt die Rückstellung bei genanntem Abzinsungssatz, bezogen auf einen 10-Jahres- Durchschnittt, TEUR 99,2 und bei einem Abzinsungssatz von 1,74 % (i.VJ. 1,78 %), bezogen auf einen 7-Jahres-Durchschnitt, TEUR 99,6. Daraus resultiert ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 0,4. Dieser ist mit einer Ausschüttungssperre belegt. Der zum Bilanzstichtag gemäß § 6a EStG, R 6a EStR ermittelte Wert beträgt TEUR 78 (i. Vj. TEUR 79). Im Geschäftsjahr wurden Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 1,6 den Pensionsrückstellungen zugeführt. Auf die Aktivierung latenter Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen Handels- und Steuerbilanz wurde verzichtet. Für ein früheres Mitglied der Geschäftsführung wurden im Geschäftsjahr TEUR 14,9 Renten gezahlt. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung sind TEUR 99 (i. Vj. TEUR 99) zurückgestellt. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeiten Spiegel: Fälligkeit der Beträge in TEUR
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestanden weder zum Stichtag noch im Vorjahr. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende periodenfremde Erträge enthalten:
2. SONSTIGE ANGABEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Satz 1 Nr. 3 bzw. 3a HGB bestehen im Wesentlichen aus einem Mietvertrag über Büroflächen im Gebäude Goldsteinstraße 237 in Frankfurt am Main. Hieraus ergibt sich seit dem Berichtsjahr 2017 eine jährliche Fälligkeit über TEUR 586 und ab dem Berichtsjahr 2023 eine jährliche Fälligkeit über TEUR 626. Die Veränderung ist durch marktübliche Anpassungen und Veränderungen im Zuteilungsschlüssel aufgrund Fremdvermietung zu begründen. Die Gesellschaft finanziert Dienstwagen über Leasingverträge. Diese werden nicht bei der Gesellschaft als Leasingnehmerin bilanziert. Es ergeben sich folgende zu erwartende Verpflichtungen: im Jahr 2023: TEUR 127 (i. Vj. 127) Arbeitnehmer Die Arbeitnehmerzahl betrug im Jahresdurchschnitt: Angestellte 181 (i. Vj. 168). Geschäftsführer Herr Lutz Leif Linden, Walldorf (Geschäftsführer mehrerer (seit 13. September 2023: der) Tochtergesellschaften des Automobilclub von Deutschland e. V.), und Herr Dr. Andreas M. Nowack, Riedstadt (Geschäftsführer der Tochtergesellschaften des Automobilclub von Deutschland e. V.). Bezüglich der Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nimmt die Gesellschaft § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den vom Mutterunternehmen Automobilclub von Deutschland e. V., Frankfurt am Main, aufgestellten, nicht offenlegungspflichtigen Konzernabschluss einbezogen. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag sowie den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Frankfurt am Main, den 19. April 2024 Lutz Leif Linden Dr. Andreas M. Nowack Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäftsverlauf 2023 und Lage der Gesellschaft Durch die spezielle Beziehung des Automobilclub von Deutschland e. V. zu seinen Mitgliedern ist die AvD-Unternehmensgruppe zum Teil von gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklungen entkoppelt. Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Das Mobilitätsverhalten im Jahr 2023 hat sich nach der COVID-Pandemie normalisiert und lag ungefähr auf Vorjahresniveau. Die Kfz-Fahrleistung lag laut Bundesamt für Straßenwesen rund 4 % unter dem Vorjahreswert, wobei die Zahl der Neuzulassungen um 7,3 % auf 2,84 Mio. gestiegen ist. Unter anderem dieser Effekt, die Tatsache einer alternden PKW-Landschaft und starke Preisnachverhandlungen aufgrund durchgereichter Inflationskosten beschert dem Dritt-Assistance Geschäft deutliche Volumenzuwächse. Der Umsatz im Dritt-Assistance- Geschäft konnte deutlich um 23 % (TEUR 2.720) auf TEUR 14.419, der Gesamtumsatz konnte um 19 % auf TEUR 24.930 (i.Vj. TEUR 20.920) gesteigert werden. Generell ist der negative Trend überwunden, allerdings ist es nicht immer möglich, vorhandene Preissteigerungen an die Kunden weiterzureichen. Vor allem im Segment der Mobilität sind die Preissteigerungen enorm, welche sich sofort mit Abschlägen auf das Rohergebnis auswirken. So konnte im Verhältnis zum Umsatzwachstum das Rohergebnis lediglich mit einem Plus von 13 % auf TEUR 13.291 (i.Vj. TEUR 11.729) gesteigert werden. Nachfolgend sind die folgenden Einzelaspekte von Relevanz:
Im Geschäftsjahr 2023 sind im Vergleich zum Vorjahr die allgemeinen Personalkosten um TEUR 1.223 und die Abschreibungen um TEUR 123 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 3.786 (i. Vj. TEUR 4.107) konnten um TEUR 321 gesenkt werden. Bei den gesteigerten Aufwendungen für Abschreibungen handelt es sich vorrangig um Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen im Rahmen der IT-Sicherheit. Weitere wesentliche Kostenblöcke sind wie im Vorjahr dem Aufbau und der Stärkung der Marke "AvD", hier insbesondere im Rahmen von Sportveranstaltungen, zuzurechnen (wesentliche Kostenblöcke: Werbekosten TEUR 940, Verkaufsförderungen TEUR 75, Reisekosten TEUR 121, Kosten für Dienstleistungsverträge TEUR 93). Insgesamt verbesserte sich das Ergebnis nach Steuern im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR - 411 (i. Vj. TEUR -952). Die Gesellschaft schloss per Saldo mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR -416 (i. Vj. Jahresfehlbetrag TEUR -958) ab. Die Bilanzsumme der Gesellschaft liegt im Geschäftsjahr bei TEUR 4.115 (i. Vj. TEUR 4.301) und damit TEUR 187 unter dem Vorjahreswert. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die durchgeführte Kapitalerhöhung sowie das Jahresergebnis der Gesellschaft zurückzuführen. Das Anlagevermögen von 1,9 Mio. EUR beinhaltet überwiegend Finanzanlagevermögen (1,5 Mio. EUR). Das Sachanlagevermögen inkl. der immateriellen Vermögensgegenstände hat sich in Folge von Abschreibungen und im Zusammenhang mit erwähnten Investitionen um 175 TEUR auf 89 TEUR verringert. Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit verfügt die Gesellschaft zum Stichtag über liquide Mittel in Höhe von TEUR 132 (i. Vj. TEUR 365). Dagegen stehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Hauptgesellschafter und im Unternehmensverbund in Höhe von TEUR 239 (i. Vj. Verbindlichkeiten über TEUR 1.317). Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich durch den Jahresfehlbetrag und durch eine Kapitalerhöhung um TEUR 500 auf TEUR 815 (i. Vj. TEUR 731) erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 19,81 % (i. Vj. 16,99 %). Die Gesellschaft partizipiert als Kommanditistin an den Beteiligungsergebnissen der AvD Immobilien GmbH & Co. KG, die insbesondere das neue Verwaltungsgebäude errichtet hat und dieses vor allem an den Automobilclub von Deutschland e. V. und die Gesellschaft vermietet. 2. Ausblick 2024 Da die Gesellschaft mittelbar im Umfeld der Gesamtkonjunktur agiert, sich aber zeitgleich von zyklischen Reaktionen des Marktes teilweise entkoppeln kann, wird zum aktuellen Zeitpunkt weiter von einer schwierigen und vor allem dynamischen Entwicklung ausgegangen. Nachdem sich der Sektor der Mobilität wieder auf Normalniveau befindet und teilweise noch immer von Nachholeffekten profitiert, bergen die aufgebrochenen Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten das Risiko einer noch nicht einschätzbaren weiteren Preisspirale, die geeignet sein könnte, auch das weitere Geschäft negativ zu beeinflussen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich trotz allgemein steigender Kosten der Reiseverkehr in Deutschland nicht verringert. Dies wird auch im Jahr 2024 ein positives Klima für den Absatz von Absicherungsleistungen im Reisegeschäft entfalten. Allerdings führt der bereits erwähnte allgemeine Kostenanstieg zu einer höheren Preissensibilität bei den Verbrauchern, was den Markt generell dynamisiert. Im Geschäftsfeld der Abschlepp- und Serviceleistungen wird weiterhin das Ziel verfolgt, das Geschäft auszubauen und die Partnernetze - trotz deren Forderungen nach höheren Vergütungen - zu stabilisieren. Unter den aktuell herrschenden Rahmenbedingungen (Personalengpässe und hohe Einsatzkosten) besteht die Herausforderung darin, Partnernetze auf ihrer Kostenseite soweit möglich zu arretieren und zeitgleich deren Leistungsfähigkeit und vor allem Leistungsbereitschaft aufrecht zu erhalten. Hier wird zukünftig mehr auf Digitalisierung gesetzt werden müssen. Zudem kann davon ausgegangen werden, dass die eng verwobene Struktur des AvD- Verbundes mit der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung Auswirkungen auf die Gesellschaft insoweit zeigt, als die Inanspruchnahme durch Mitglieder des Automobilclub von Deutschland e. V. im Inland und im Ausland weiter zunimmt. Dies wird sich zwar einerseits negativ auf die Deckungsbeiträge auswirken, andererseits wirkt der erhöhte Umsatz aufgrund der wachsenden Mitgliederzahl im Automobilclub von Deutschland e.V. diesem Trend entgegen. Alles zusammengenommen geht die Gesellschaft von einem weiter erhöhten Umsatz im Mitglieder- und Dritt-Assistance-Geschäft aus. Die durch die Gesellschafter der AvD Immobilien GmbH & Co. KG, zu der auch die Gesellschaft gehört, im Jahr 2018 beschlossenen Fremdvermietungsabsichten bestätigten sich. Es konnte im November des Jahres 2022 ein weiterer Mietvertrag ab 2023 abgeschlossen werden, der den Leerstand auflöste. Vor dem Einzug waren diverse Baumaßnahmen notwendig, die zwar einen höheren Liquiditätsabfluss vor Beginn der Neuvermietung führten, jedoch mittelfristig durch den vereinbarten höheren Mietzins überkompensiert sein werden. Das Ergebnis aus den Vermietungsabsichten ist bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr durch das einhellig positive Geschäftsergebnis bestätigt worden. Abschließend sei von der AvD Beteiligungs GmbH in ihrer Eigenschaft als Gesellschafterin der AvD-Oldtimer-Grand-Prix GmbH & Co OHG berichtet, dass sich allgemein betrachtet die Besucheranzahlen für Großveranstaltungen seit der Corona Pandemie weiter normalisiert haben und in Teilen auf Level des Vor-Corona-Niveaus zurückgekehrt sind. Allerdings hat sich der Markt dahingehend verändert, dass sich die Nachfrage auf sogenannte "Highlight"- Veranstaltungen begrenzt. Dies bedeutet, dass dem Zuschauer neben der reinen Rennveranstaltung weiterer hochwertiger Inhalt geboten werden muss. Ob die AvD-Oldtimer- Grand-Prix GmbH & Co OH hier die notwendigen Schritte ergriffen und insbesondere die Besucherzahlen hat für sich steigern können, ist unklar. Denn durch den (nicht rechtskräftig beschlossenen) Ausschluss der AvD Beteiligungs GmbH aus der OHG sind ihr deren Maßnahmen in diesem Sinne unbekannt. Wie sich das alles auf das Beteiligungsergebnis auswirkt, das der Gesellschaft über die AvD Beteiligungs GmbH indirekt zufließt, bleibt zunächst ungewiss, es ist jedoch weiterhin nicht mit einem Ergebnis der OHG zu Gunsten der AvD Beteiligungs GmbH zu rechnen. 3. Bericht über Chancen und Risiken Die Gesellschaft ist als Dienstleister überwiegend für den alleinigen Gesellschafter Automobilclub von Deutschland e. V. tätig und erzielt zu einem erheblichen Anteil Umsatzerlöse aus den entsprechenden Leistungsverrechnungen. Die Risiken bestehen diesbezüglich in der Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Lage des Gesellschafters, die wiederum von der Entwicklung im Mitgliederbestand abhängt. Um die Vertriebschancen im Versicherungsgeschäft zu erhöhen, wurden weitere Rahmenvereinbarungen in der Berichtsperiode vorbereitet und zwischenzeitlich geschlossen. Dies beinhaltet die Möglichkeit für die Gesellschaft, mit Hilfe von Partnern eine eigene White- Label Lösung zu nutzen. Im Folgeberichtsjahr soll zudem anhand von internen Restrukturierungsmaßnahmen auch vertrieblich die Chance eines Ausbaus des Versicherungssegmentes geschaffen werden. Der Vertriebsmarkt bleibt indes weiter schwierig und vor allem durch Online-Preisvergleichsportale stark umkämpft. Die Platzierung von eigenen Versicherungsprodukten für Mitglieder und Dritte ist jedoch eine Notwendigkeit, die der Markt erwartet, auch wenn zunächst ein Kostenfaktor, da sich vertriebliche Aktivitäten erst später auswirken. Das Dritt-Assistance-Geschäft ist nach wie vor auf Ertragsverbesserung und Neuakquisitionen ausgelegt. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten erneut einzelne Verträge erfolgreich nachverhandelt werden. Weiterhin kam es zu erfolgreicher Neuakquise. Durch die angespannte Personalsituation besteht das Risiko, dass Ertragsverbesserungen mittels Neuakquisitionen verwässert werden, da es nur schwer gelingt, am Markt das notwendige Personal zu akquirieren, um entsprechende Dienstleistung in angeforderter Qualität abzuliefern. Erschwerend kommt weiter die Kostensituation des Marktes und seines Gesamtumfeldes in Verbindung mit einer Verknappung von Leistungen und geschwächten Dienstleisterketten hinzu, zumal deren Auswirkungen auf die deutsche Gesamtwirtschaft derzeit weiter nicht zu bestimmen sind. Die Gesellschaft arbeitet daran, das vorhandene Dienstleistungsangebot in seiner Marktdurchdringung voranzubringen. Dahingehend ist vorgesehen, das vorhandene Spektrum zukünftig mit neuen Produkten zu erweitern. Die tatsächlichen Auswirkungen der weltweiten Konflikte in Verbindung mit der aktuellen europäischen politischen Entwicklung auf das Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus lassen sich derzeitig nicht endgültig beurteilen. Die Geschäftsführung betrachtet dabei stetig verschiedene Szenarien des Marktes und setzt diese flexibel im operativen Geschäft um.
Frankfurt am Main, den 19. April 2024 Lutz Leif Linden Dr. Andreas M. Nowack Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die AvD Wirtschaftsdienst GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AvD Wirtschaftsdienst GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AvD Wirtschaftsdienst GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 19. April 2024 Beeh
& Happich GmbH
Johann Peter Klein, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. |
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