ALDI SE
& Co. KG (vormals: Aldi GmbH & Co.
Kommanditgesellschaft)
Werl
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021
Lagebericht
Darstellung der Geschäfts- und
Rahmenbedingungen
Die ALDI SE & Co. KG, Werl (vormals: ALDI
GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Werl) betreibt als
regionale Gesellschaft der Unternehmensgruppe ALDI Nord ein
Zentrallager in Werl sowie zum Stichtag 100
Einzelhandelsmärkte.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr
hat sich ähnlich wie im Vorjahr positiv entwickelt.
Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte
erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 1,8 % (Quelle:
Stat. Bundesamt, Veröffentlichung Januar 2022). Die
Gesamtausgaben für Lebensmittel sind
gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % gestiegen (Quelle:
Stat. Bundesamt, Veröffentlichung Januar 2022).
Der Marktanteil für Discounter, das Marktsegment
in dem sich die Gesellschaft betätigt, betrug im
Berichtsjahr 42,2% (Quelle: GfK) und ist damit
gegenüber dem Vorjahr auf gleichem Niveau.
Nachhaltigkeit
Den immer stärker in den öffentlichen Fokus
gerückten Anforderungen an Umwelt und
Nachhaltigkeit wird durch ein aktives Klima- und
Nachhaltigkeitsmanagement Rechnung getragen. Die in diesem
Zusammenhang aufgesetzten Prozesse werden kontinuierlich
hinterfragt und verbessert. Projekte zur Nachhaltigkeits-
und zur Klimaberichterstattung wurden im abgelaufenen
Geschäftsjahr weiter ausgerollt.
Geschäftsentwicklung
Umsatz- und Eigenkapitalrendite stellen die
bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die
auch zur internen Steuerung herangezogen werden, dar.
Die Anzahl der Verkaufsstellen hat sich durch 8
Neueröffnungen, 6 Schließungen und 21
Übernahmen von einer Schwestergesellschaft zum
31.12.2021 auf 100 Verkaufsstellen gegenüber dem
Vorjahr verändert; zusätzlich sind 3
Verkaufsstellen durch ein neues Objekt ersetzt worden.
Die Umsatzerlöse konnten im Berichtsjahr
entgegen der Prognose nicht gesteigert werden. Der
Jahresüberschuss hat sich wie erwartet entwickelt.
Ertragslage
Die im Rahmen der Corona-Pandemie erlassenen
Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung haben bei
unserer Gesellschaft nicht zu negativen Einflüssen
geführt. Im Jahr 2021 verzeichnete unsere Gesellschaft
trotz des gestiegenen verfügbaren Einkommens der
privaten Haushalte sowohl im Lebensmittelbereich als auch
im Non-Food-Sektor Umsatzrückgänge.
Insgesamt wurde in 2021 ein Jahresumsatz von €
491,0 Mio. erzielt; der Umsatzrückgang beträgt
2,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Ein wesentlicher Grund
für den Umsatzrückgang liegt in den zeitweisen
Schließungen von Verkaufsstellen und dem Betreiben
von Interimsobjekten im Rahmen der Einrichtung moderner
Verkaufsstellen.
Im Geschäftsjahr 2021 wird ein
Jahresüberschuss vor Steuern der Gesellschafter in
Höhe von € 11,1 Mio. ausgewiesen.
Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung
von € 0,1 Mio. Diese Entwicklung liegt im
Wesentlichen darin begründet, dass die Aufwendungen
für bezogene Waren deutlich stärker gesenkt
werden konnten als der Rückgang der Umsatzerlöse.
Weiterhin konnten sonstige Erträge generiert werden,
was ebenfalls einen positiven Ergebniseffekt zur Folge
hatte.
Vermögens- und Finanzlage
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bilanzsumme von
€ 107,9 Mio. auf € 101,0 Mio. verändert.
Beim Anlagevermögen, bei den Vorräten und den
Verbindlichkeiten macht sich ein Effekt aus der
Übernahme von 21 Verkaufsstellen von einer
Schwestergesellschaft bemerkbar, so dass eine
Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nur sehr
eingeschränkt möglich ist.
Die Investitionen des Geschäftsjahres betrugen
€ 16,9 Mio. und betrafen überwiegend die
Verkaufsstellenausstattungen und Vertriebsrechte. Der
Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme betrug
zum Stichtag 38,7% (Vorjahr 26,7%). Diese Entwicklung ist
im Wesentlichen den vorangehend beschriebenen
Übernahmen und Investitionen zuzurechnen.
Der Anstieg der Vorräte gegenüber dem
Vorjahresstichtag beträgt € 5,4 Mio..
Der Anteil der flüssigen Mittel beträgt 4,9
% der Bilanzsumme.
Die für den Geschäftszweck ausreichende
Eigenkapitalausstattung stützt sich auch auf die hohe
Umschlagshäufigkeit der Vorräte, so dass die
Gesellschaft unter der Berücksichtigung der
Forderungen und der vorhandenen liquiden Mittel ihre
finanziellen Verpflichtungen termingerecht erfüllen
kann. Zudem ist die Gesellschaft in das
Cash-Managementsystem der Unternehmensgruppe ALDI Nord
eingebunden und kann sich hierüber finanzieren.
Bei der Vermögens- und Finanzlage haben sich im
Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen strukturellen
Änderungen ergeben. Der Effekt aus der Übernahme
der Verkaufsstellen auf Anlagevermögen, Vorräte
und Verbindlichkeiten wurde durch ein geringeres
Eigenkapital begleitet. Die Veränderung des
Eigenkapitals wird im Wesentlichen bedingt durch die
Gutschrift des Jahresergebnisses auf der einen Seite, auf
der anderen Seite hingegen durch deutlich über den
Einlagen liegende Entnahmen.
Personal
Die Gesellschaft beschäftigte im
Jahresdurchschnitt 1.452 Mitarbeiter (Angabe nach
Köpfen, ohne Geschäftsführer).
Durch eine nachhaltige Personalpolitik schafft die
Gesellschaft die Voraussetzung für die langfristige
Zukunftssicherung des Unternehmens. Zum Ausdruck kommt dies
insbesondere in der Ausbildungsbereitschaft der
Gesellschaft. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die
Gesellschaft 88 Auszubildende.
Chancen- und Risikobericht
Nach dem COVID-19 bedingten Rückgang des
Bruttoinlandsproduktes im Geschäftsjahr 2021, ist der
konjunkturelle Ausblick für Deutschland nunmehr
optimistisch.
Für das laufende Geschäftsjahr wird ein
Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 2,1%
erwartet (Quelle: lfW Kiel; Stand 03/2022).
Risiken, die die Geschäftsentwicklung
mittelfristig beeinflussen könnten, sind vor allem in
der noch immer anhaltenden Flächenexpansion im
Lebensmitteleinzelhandel, der Steigerung der Rohstoffkosten
und in dem nach wie vor unverändert harten
Preiswettbewerb zu sehen.
Die bisher erfolgreiche Geschäftspolitik,
qualitativ hochwertige Produkte zu günstigen Preisen
anzubieten, wird auch in Zukunft fortgesetzt. Die
Produktpalette im Lebensmittelbereich wird auch
weiterhin durch den Non-Food-Bereich (ALDI aktuell)
ergänzt
werden.
Rechtliche und wirtschaftliche Risiken, die einen
wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage haben können, sind nicht bekannt geworden.
Planungs- und Kontrollprozesse bilden die
wesentlichen Bestandteile des Risikomanagementsystems. Die
Gesellschaft erfährt hierbei durch die
Dienstleistungsgesellschaft der Unternehmensgruppe ALDI
Nord Unterstützung. Die Ziele und Methoden des
Risikomanagements der Gesellschaft sind auf eine strikte
Begrenzung der vorhandenen Risiken ausgerichtet.
Prognosebericht
Für das laufende und das nächste
Geschäftsjahr erwarten wir grundsätzlich keinen
nennenswerten Anstieg der Binnennachfrage im
Lebensmittelsektor, wenngleich es uns aufgrund der
derzeitigen Wirtschafts- und Konjunkturlage im Zusammenhang
mit der Corona-Krise und des Ukraine-Krieges weiterhin
nicht möglich ist, eine valide Prognose über das
3. Quartal 2022 hinaus abzugeben, so gehen wir jedoch davon
aus, das die Corona-Krise keine signifikanten negativen
wirtschaftlichen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben
wird. Die Auswirkungen und Dauer der Preissteigerungen auf
dem Energiemarkt aufgrund des Ukraine-Krieges auf die
Verbraucherstimmung lassen sich derzeit nur schwer
abschätzen.
Durch eine weiterhin kundenorientierte
Verkaufspolitik bei gleichzeitiger Aktualisierung unserer
Produktpalette gehen wir davon aus, dass wir unsere
Stellung in diesem wettbewerbsintensiven Marktumfeld
behaupten können; insbesondere auch vor dem
Hintergrund der Investitionen zur Errichtung moderner
Verkaufsstellen.
Für 2022 erwarten wir aufgrund der
Übernahme von 21 Verkaufsstellen der ALDI GmbH &
Co. KG, Bad Laasphe, eine signifikante Steigerung des
Umsatzes, aber ein sinkendes Jahresergebnis.
Werl, den 31. März 2022
gez. ALDI Werl Verwaltung SE
Christian Bannert
000300011
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2021
EUR |
31.12.2020
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
39.057.787,87 |
28.728.399,90 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
5.095.217,77 |
2.128.969,00 |
| 1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
5.095.217,77 |
2.128.969,00 |
| II.
Sachanlagen |
33.956.520,10 |
26.596.880,90 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
2.819.789,00 |
1.952.151,00 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
30.891.546,70 |
24.540.908,00 |
| 3.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
245.184,40 |
103.821,90 |
| III.
Finanzanlagen |
6.050,00 |
2.550,00 |
| 1.
Beteiligungen |
6.050,00 |
2.550,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
60.578.311,51 |
78.176.444,35 |
| I.
Vorräte |
28.184.802,17 |
22.788.168,19 |
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
398.164,57 |
349.981,47 |
| 2.
fertige Erzeugnisse und Waren |
27.786.637,60 |
22.438.186,72 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
27.395.103,46 |
50.103.249,45 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
860.492,51 |
559.341,95 |
| 2.
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
23.278.001,62 |
48.657.223,57 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
3.256.609,33 |
886.683,93 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
4.998.405,88 |
5.285.026,71 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
1.357.621,57 |
957.913,00 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
100.993.720,95 |
107.862.757,25 |
Passiva
|
|
31.12.2021
EUR |
31.12.2020
EUR |
| A.
Eigenkapital |
38.121.345,60 |
57.023.913,06 |
| I.
Kapitalanteile |
38.121.345,60 |
57.023.913,06 |
| 1.
Komplementär |
0,00 |
0,00 |
| 2.
Kapitalanteile der Kommanditisten |
38.121.345,60 |
57.023.913,06 |
| a.
Festkonten |
1.600.000,00 |
1.600.000,00 |
| b.
Kapital II |
36.521.345,60 |
55.423.913,06 |
| B.
Rückstellungen |
5.554.952,30 |
5.134.530,99 |
| 1.
Steuerrückstellungen |
221.800,00 |
515.535,57 |
| 2.
sonstige Rückstellungen |
5.333.152,30 |
4.618.995,42 |
| C.
Verbindlichkeiten |
56.855.953,05 |
45.219.843,20 |
| 1.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
55.384.725,17 |
43.116.989,34 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
1.471.227,88 |
2.102.853,86 |
| davon
aus Steuern |
497.890,59 |
1.227.730,87 |
| davon
im Rahmen der sozialen Sicherheit |
35.232,57 |
49.168,82 |
| D.
Passive latente Steuern |
461.470,00 |
484.470,00 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
100.993.720,95 |
107.862.757,25 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR |
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
491.021.672,18 |
502.785.111,00 |
| 2.
sonstige betriebliche Erträge |
1.478.989,61 |
1.048.873,02 |
| 3.
Materialaufwand |
365.777.163,79 |
382.010.852,62 |
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
365.777.163,79 |
382.010.852,62 |
| 4.
Personalaufwand |
55.503.002,83 |
56.451.658,26 |
| a)
Löhne und Gehälter |
46.072.197,89 |
46.967.032,99 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
9.430.804,94 |
9.484.625,27 |
| davon
für Altersversorgung |
131.516,45 |
135.562,86 |
| 5.
Abschreibungen |
6.406.330,52 |
5.320.688,99 |
| a)
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
6.406.330,52 |
5.320.688,99 |
| 6.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
51.500.474,81 |
46.785.934,82 |
| 7.
Erträge aus Beteiligungen |
3.158,49 |
0,00 |
| 8.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
332.051,18 |
247.637,85 |
| 9.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
5.842,41 |
17.526,20 |
| 10.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
2.512.817,56 |
2.484.315,56 |
| 11.
Ergebnis nach Steuern |
11.130.239,54 |
11.010.645,42 |
| 12.
sonstige Steuern |
32.807,00 |
31.324,96 |
| 13.
Jahresüberschuss |
11.097.432,54 |
10.979.320,46 |
| 14.
Steuern der Gesellschafter |
-1.756.168,70 |
-1.737.477,46 |
| 15.
Jahresüberschuss nach Steuern der
Gesellschafter |
9.341.263,84 |
9.241.843,00 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die ALDI SE & Co. KG (vormals: ALDI GmbH &
Co. Kommanditgesellschaft, Werl) hat ihren Sitz in Werl und
ist beim Amtsgericht Arnsberg unter der Nummer HRA 4380
eingetragen.
Die ALDI Werl Verwaltung SE, Werl, ist mit Wirkung
zum 29. November 2021 als weitere Komplementärin der
Gesellschaft beigetreten. Die Gesellschaft firmiert seitdem
unter dem Namen "ALDI SE & Co. KG". Mit Wirkung zum
31.12.2021 ist die Komplementärin Bannert GmbH, Werl,
aus der Gesellschaft ausgeschieden. Die ALDI Werl
Verwaltung SE, Werl, ist nunmehr alleinige
Komplementärin der Gesellschaft.
II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des
Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr
2021 wurde nach den Vorschriften des HGB unter Annahme der
Unternehmensfortführung aufgestellt.
Die Bilanz ist unter vollständiger Verwendung
des Jahresergebnisses aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem
Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2
HGB erstellt.
Die Gesellschaft ist in das zentrale Cash-Management
der Unternehmensgruppe ALDI Nord über die ALDI Einkauf
SE & Co. oHG, Essen, eingebunden und kann sich
hierüber finanzieren.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 21
Verkaufsstellen von einer anderen Gesellschaft
übernommen. Die Vergleichbarkeit der Bilanz mit dem
Vorjahr ist somit nur eingeschränkt gegeben.
III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die immateriellen Vermögensgegenstände und
die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten abzüglich planmäßiger
Abschreibung bewertet. Als Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten wurden die Netto-Rechnungsbeträge
vermindert um Skonti und Rabatte angesetzt.
Die planmäßigen Abschreibungen werden nach
der linearen Abschreibungsmethode in Abhängigkeit von
der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden ab dem
Jahr 2018 bis zu einem Wert von € 250,00 im Jahr
des Zugangs als Kosten verbucht und solche zwischen €
250,01 und € 800,00 im Anlagevermögen
erfasst und sofort abgeschrieben.
Die Beteiligungen im Finanzanlagevermögen werden
mit den Anschaffungskosten angesetzt.
Die Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu
durchschnittlichen Anschaffungskosten unter
Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.
Für den geringen, seit mehreren
Geschäftsjahren relativ gleichbleibenden Bestand an
Hilfs- und Betriebsstoffen wurde ein auf Basis des
durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelter Festwert
gemäß § 240 Abs. 3 HGB angesetzt.
Waren haben wir zu durchschnittlichen
Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips
bewertet.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter
Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos
bewertet.
Flüssige Mittel werden mit dem Nennwert
angesetzt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die den Aufwand
für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag
darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend
dem Zeitablauf der einzelnen Posten.
Die Rückstellungen sind gem. § 249 i.V.m.
§ 253 Abs. 1, 2 HGB in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden. Bei
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag
vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den
Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden
durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen
sieben Geschäftsjahre verwendet (§ 253 Abs. 2
HGB).
Die Verbindlichkeiten wurden mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Für temporäre Abweichungen zwischen den
handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von
Vermögensgegenständen, Rückstellungen und
Schulden werden latente Steuern ermittelt. Die aktiven und
passiven latenten Steuern werden miteinander verrechnet.
Ein sich ergebender passiver Überhang wird unter dem
Posten "Passive latente Steuern" ausgewiesen. Ein
Überhang an aktiven latenten Steuern wird
gemäß § 274 Abs. 1 HGB nicht
bilanziert. Die latente Steuer für das laufende
Geschäftsjahr wurde mit einem Steuersatz von 16,1%
(Vorjahr 16,2%) berechnet.
Bei den Bewertungsmethoden haben sich gegenüber
dem Vorjahr keine Änderungen ergeben.
IV. Erläuterungen zur Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im
Anlagespiegel dargestellt (siehe Anlage zum Anhang).
Im Rahmen der Übernahme von 21 Verkaufsstellen
der ALDI GmbH & Co. KG, Bad Laasphe, zum 31. Dezember
2021 ist das den Verkaufsstellen zuzurechnende
Vertriebsrecht entgeltlich erworben und als immaterieller
Vermögensgegenstand aktiviert worden. Dieser
Vermögensgegenstand wird ab 2022 über die
betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 Jahren
abgeschrieben.
Die Gesellschaft ist an der ALDI Einkauf SE & Co.
oHG, Essen sowie an der Fortuna VV SE, Essen beteiligt.
Bei den sonstigen Vermögensgegenständen
haben € 10.519,70 (Vorjahr T€ 46,4) eine
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen
Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände
werden innerhalb eines Jahres fällig. Die
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen die ALDI
Einkauf SE & Co. oHG und resultieren aus dem
Leistungsverkehr mit dieser Gesellschaft.
Größere Forderungen, die rechtlich erst
nach dem Bilanzstichtag entstehen, enthält die Bilanz
nicht.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind
Steuererstattungsansprüche in Höhe von T€
2.432,2 (Vorjahr T€ 364,5) ausgewiesen.
Die Kommanditeinlagen betragen T€ 1.600 und sind
voll eingezahlt.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten
insbesondere Personalverpflichtungen, ausstehende
Kostenrechnungen und Pfandrückstellungen.
Sämtliche Verbindlichkeiten wurden mit ihren
Rückzahlungsbeträgen passiviert; bei den
sonstigen Verbindlichkeiten haben € 14.673,30 (Vorjahr
€ 14.673,30) eine Restlaufzeit von mehr als einem
Jahr, die übrigen Verbindlichkeiten werden innerhalb
eines Jahres fällig.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in
Höhe von € 98.393,89 (Vorjahr: €
96.055,10) enthalten.
Der Überhang aus passiven latenten Steuern hat
sich wie folgt entwickelt:
|
Stand zu Beginn des GJ
in T€
|
Veränderungen in
T€
|
Stand zu Ende des GJ in
T€
|
Aktive latente Steuern
|
- 126,0
|
42,3
|
- 83,7
|
Passive latente Steuern
|
610,5
|
-65,3
|
545,2
|
Überhang passive
latente Steuern
|
484,5
|
-23,0
|
461,5
|
Der Überhang aus passiven latenten Steuern ist
im Wesentlichen begründet durch unterschiedliche
Wertansätze des Anlagevermögens und der sonstigen
Rückstellungen in Handels- und Steuerbilanz.
V. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Die ausgewiesenen Umsatzerlöse beinhalten die
Erlöse aus dem Verkauf von Produkten sowie aus der
Erbringung von Dienstleistungen und der Vermietung.
Der Materialaufwand enthält einen Einmaleffekt
in Höhe von T€ 36,4, der aus einer genaueren
Berechnung der durchschnittlichen Anschaffungskosten im
Rahmen der Warenbewertung resultiert.
In dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen"
sind Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von
T€ 4,8 (Vorjahr T€ 16,0) enthalten.
Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag i.H.v.
insgesamt T€ 2.512,8 wird die Gewerbeertragsteuer mit
T€ 2.535,8 und die Veränderung der passiven
latenten Steuer mit T€ -23,0 ausgewiesen.
Die sonstigen Steuern beinhalten die KFZ-Steuer mit
T€ 32,8.
Die Steuern der Gesellschafter wurden mit dem
für die Komplementärin geltenden Steuersatz
ermittelt.
Das Jahresergebnis wurde gemäß
gesellschaftsvertraglichen Vorgaben den Konten der
Gesellschafter belastet.
VI. Finanzielle Verpflichtungen
Die finanziellen Verpflichtungen aus
Mietverträgen für Immobilien belaufen sich
auf 15.915,2 T€ p.a.. Die
Restlaufzeit der Mietverträge liegt zwischen 2 und 15
Jahren.
Die finanziellen Verpflichtungen aus Leasing belaufen
sich auf 173,3 T€ p.a.. Die Restlaufzeit der
Leasingverträge liegt zwischen 3 und 17 Monaten.
Aus der Bestellung von Anlagegütern besteht ein
Bestellobligo in Höhe von T€ 1.172,0.
VII. Sonstige Angaben
Der durchschnittliche Personalbestand betrug 1.286
Gehaltsempfänger und 166 Lohnempfänger (Angabe
nach Köpfen, ohne Geschäftsführer).
Für das Berichtsjahr beträgt die
Vergütung für den Abschlussprüfer für
erbrachte Abschlussprüfungsleistungen €
10.600,00.
Geschäftsführerin ist ab dem 29.11.2021 die
Komplementärin der Gesellschaft, ALDI Werl Verwaltung
SE mit Sitz in Werl und einem Kapital von
€ 120.000,00, vertreten durch Herrn Christian
Bannert (geschäftsführender Direktor; seit
27.8.2021) und Herrn Heiner Fabis
(geschäftsführender Direktor; vom 27.8.2021 bis
zum 14.12.2021).
Bis zum 31.12.2021 (Eintragung in das Handelsregister
am 13.1.2022) war die Bannert GmbH mit Sitz in Werl und
einem Kapital von € 30.000,00, vertreten durch Herrn
Christian Bannert (Gesamtgeschäftsführer) zur
Geschäftsführung berufen.
Vorgänge von besonderer Bedeutung für die
Lage der Gesellschaft nach Abschluss des
Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Der Krieg in der Ukraine hat bei unserer Gesellschaft
bislang zu keinen negativen Auswirkungen
geführt. Eine Prognose über das 3. Quartal 2022
hinaus in Bezug auf die Auswirkungen bei unseren
Lieferanten ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.
000300011
Anlagespiegel
|
|
Anschaffungs-/Herstellungskosten
|
|
|
|
|
|
|
Stand
|
|
|
|
Stand
|
|
|
01.01.2021
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
31.12.2021
|
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
|
Euro
|
I.
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1.
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
2.420.693,94
|
3.203.389,77
|
0,00
|
0,00
|
5.624.083,71
|
|
|
2.420.693,94
|
3.203.389,77
|
0,00
|
0,00
|
5.624.083,71
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Bauten auf fremden
Grundstücken
|
2.432.144,37
|
1.064.624,97
|
0,00
|
0,00
|
3.496.769,34
|
2.
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
49.441.913,19
|
12.349.460,42
|
1.266.385,82
|
90.334,83
|
60.615.322,62
|
3.
|
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
103.821,90
|
231.697,33
|
0,00
|
-90.334,83
|
245.184,40
|
|
|
51.977.879,46
|
13.645.782,72
|
1.266.385,82
|
0,00
|
64.357.276,36
|
III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Beteiligungen
|
2.550,00
|
5.050,00
|
1.550,00
|
0,00
|
6.050,00
|
|
|
2.550,00
|
5.050,00
|
1.550,00
|
0,00
|
6.050,00
|
|
Summe
|
54.401.123,40
|
16.854.222,49
|
1.267.935,82
|
0,00
|
69.987.410,07
|
|
|
Abschreibungen
|
|
|
|
|
|
Stand
|
|
|
Stand
|
|
|
01.01.2021
|
Zugänge
|
Abgänge
|
31.12.2021
|
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
I.
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
1.
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
291.724,94
|
237.141,00
|
0,00
|
528.865,94
|
|
|
291.724,94
|
237.141,00
|
0,00
|
528.865,94
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
1.
|
Bauten auf fremden
Grundstücken
|
479.993,37
|
196.986,97
|
0,00
|
676.980,34
|
2.
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
24.901.005,19
|
5.972.202,55
|
1.149.431,82
|
29.723.775,92
|
3.
|
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
|
25.380.998,56
|
6.169.189,52
|
1.149.431,82
|
30.400.756,26
|
III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
1.
|
Beteiligungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
Summe
|
25.672.723,50
|
6.406.330,52
|
1.149.431,82
|
30.929.622,20
|
|
|
Buchwerte
|
|
|
|
31.12.2021
|
31.12.2020
|
|
|
Euro
|
Euro
|
I.
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
1.
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
5.095.217,77
|
2.128.969,00
|
|
|
5.095.217,77
|
2.128.969,00
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
1.
|
Bauten auf fremden
Grundstücken
|
2.819.789,00
|
1.952.151,00
|
2.
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
30.891.546,70
|
24.540.908,00
|
3.
|
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
245.184,40
|
103.821,90
|
|
|
33.956.520,10
|
26.596.880,90
|
III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
1.
|
Beteiligungen
|
6.050,00
|
2.550,00
|
|
|
6.050,00
|
2.550,00
|
|
Summe
|
39.057.787,87
|
28.728.399,90
|
sonstige Berichtsbestandteile
Werl, den 31. März 2022
gez. ALDI Werl Verwaltung SE
Christian Bannert
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 18.10.2022 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN
ABSCHLUSSPRÜFERS
An die ALDI SE & Co. KG, Werl
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der ALDI SE & Co.
KG, Werl - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021
und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember
2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALDI SE
& Co. KG, Werl für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne
des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum
31. Dezember 2021 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter
für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne
des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter
- falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im
Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen
als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind,
um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu
dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen
höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße
betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir die Gesamtdarstellung,
den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Essen, 17. August 2022
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Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ·
Steuerberatungsgesellschaft
Dipl.-Kfm. Christian Bruun Dipl.-Bw. Jan
Tuschen
Wirtschaftsprüfer
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