Grünewald Holding GmbH
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Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mainfrucht GmbH & Co. KGGochsheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Lagebericht1. Geschäft und Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage war im vergangenen Geschäftsjahr gezeichnet von den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise waren im ersten Halbjahr noch deutlich zu spüren und schwächten sich erst mit dem wirtschaftlichen Aufschwung im Herbst ab. Auch wenn sich die Krise im zurückliegenden Geschäftsjahr nicht ganz so stark auf den Konsum von Lebensmitteln auswirkte, war der Einfluss auf unser Geschäft deutlich stärker als erwartet. Vom Handel, insbesondere von den Discountern, waren als Reaktion auf die Krise die Lebensmittelpreise im zweiten Halbjahr 2009 und im ersten Halbjahr 2010 zum Teil drastisch gesenkt worden. Dies führte zu hohem Kostendruck bei den produzierenden Unternehmen, den diese an uns weitergaben. Zusätzliche Belastungen erwuchsen daraus, dass die Ernten 2010 aufgrund der schlechten Witterung im ersten Halbjahr bei vielen Früchten deutlich schlechter ausfielen, als in normalen Jahren und dies zu deutlich höheren Marktpreisen bei nahezu allen Fruchtprodukten führte, welche nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden konnten. 2. Ertragslage Die Gesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2010 deutlich reduzierte Umsätze (TEUR 44.590 zu TEUR 50.240 VJ bzw. -11,25 %). Die Gesamtleistung stieg von TEUR 45.343 auf TEUR 48.915 (+7,9%). Die Ursachen hierfür lagen zum größten Teil in den in 2009 deutlich reduzierten Rohwarenpreisen und den daraus resultierenden, außergewöhnlich niedrigen Verkaufspreisen bei nahezu allen Fruchtprodukten. Die Reduzierung der Einkaufskosten musste leider größtenteils weitergegeben werden und führte im Absatzbereich zu deutlichen Preisrückgängen am Markt. Erst mit den höheren Preisen aus der Ernte 2010 begann sich die Lage ab dem Herbst zu verbessern. Die Rohertragsspanne, bezogen auf die Gesamtleistung, reduzierte sich deutlich von im Vorjahr 33,1 % auf aktuell 25,4 % und war ursächlich für das schlechte Ergebnis 2010. Wesentlich dafür waren saisonübergreifende Kontrakte aus der sehr guten Ernte 2009, die dann teilweise mit hochpreisiger Ware aus dem Geschäftsjahr 2010 gedeckt werden mussten. Da sich die Verarbeitungsmengen gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich änderten, ging der Personalaufwand nicht in gleichem Maß zurück wie der Umsatz. Es trat eine leichte prozentuale Reduzierung ein, von 10,2 % auf 9,7 % der Gesamtleistung bei einer absoluten Erhöhung von insgesamt TEUR 116,5 gegenüber dem Vorjahr. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 89 Mitarbeiter, davon 31 Angestellte. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dominierten weiterhin die Gebäudemieten sowie die Energiekosten und die Kosten der Warenabgabe. Die Reduzierung von TEUR 731 zum Vorjahr resultierte hautsächlich aus den zurückgegangenen Kosten für Warenausgangsfrachten und Verpackungen (TEUR 540). Die Zinserträge waren um ca. TEUR 18,4 höher als im Vorjahr, die Aufwendungen stiegenim Vergleichszeitraum um TEUR 192,9. In den gestiegenen Zinsaufwendungen sind TEUR 164,1 für die Anpassung der Pensionsrückstellungen enthalten. Auf Grund des niedrigeren Geschäftsvolumens hat sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit -1,0 % der Gesamtleistung deutlich gegenüber dem Vorjahres (3,3 %) verschlechtert. Die Anpassung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG in Höhe von TEUR 885 trug ebenfalls wesentlich zur Verschlechterung des Jahresergebnisses (TEUR -1.459) gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.223) bei. 3. Finanzlage Auf Grund des hohen Anteils an Eigenkapital, eigenkapitalähnlichen Gesellschafterdarlehen und sonstigen langfristigen Finanzierungsquellen in Form von Pensionsrückstellungen, die insgesamt rd. 84,7 % des Gesamtkapitals ausmachen, ist die Abhängigkeit der Gesellschaft von externen Finanzierungsquellen nach wie vor erfreulich gering. Der aktuelle Cashflow (im engeren Sinne) von ca. TEUR -219 konnten nicht zur Mittelbindung in kurzfristige Vermögenswerte (Vorräte, Forderungen) beitragen. Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über eigene liquide Mittel von TEUR 640. Die Lieferantenverbindlichkeiten sind mit TEUR 2.178 deutlich höher als im Vorjahr (TEUR 899). Stichtagsbezogen bestehen Verbindlichkeiten aus dem Cashpooling in Höhe von TEUR 772,8 (Vj. Forderung in Höhe von TEUR 3.719). Zusammen mit den Forderungen des Umlaufvermögens errechnet sich in Bezug auf die kurzfristigen Verpflichtungen (ohne Gesellschafterdarlehen) eine Liquidität 2. Grades von 116,0 % (Vj. 469,4 %). 4. Vermögenslage Das Vermögen und die Kapitalherkunft der Mainfrucht GmbH & Co. KG hat sich in seinen Bestandteilen und seiner Struktur gegenüber dem Vergleichsstichtag insofern verändert, das der Anteil des Vorratsvermögens auf ca. 49 % gestiegen ist und das Cashpooling stärker in Anspruch genommen wurde. Das langfristig gebundene Vermögen beträgt etwas mehr als ein Drittel des Gesamtvermögens und ist in voller Höhe durch Eigenkapital gedeckt (Deckung zu: 177,6 %). Da das Betriebsgelände sowie die wesentlichen Betriebsmittel durch die Gesellschaft angemietet sind, erstreckt sich das Anlagevermögen fast ausschließlich auf Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen. Bei rückläufigem Geschäftsvolumen und gestiegenem Einkaufspreis-Niveau stiegen die Lieferantenverbindlichkeiten im Stichtagsvergleich deutlich. Bankschulden bestanden zum 31.12.2010 in Höhe von (TEUR 1.000, Vj. TEUR 30). Wesentliche Investitionen wurden in diesem Jahr nicht getätigt. 5. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. 6. Chancen- und Risikenbericht Betrachtet man die gesamtwirtschaftliche Situation sowie die Vorjahre, so ist die Ausgangslage zum 01.01.2011 vorsichtig optimistisch zu sehen. Das Geschäftsjahr 2010 mit seinem erstmalig in der Firmengeschichte negativen Ergebnis ist der außergewöhnlichen Situation geschuldet. Die Absatzmengen sanken erneut leicht. Allerdings sind Tendenzen zur Erholung der Märkte deutlich erkennbar, was zu einer steigenden Konsumneigung der Verbraucher führen dürfte. Die Nachwirkungen der Umweltkatastrophe in Japan und die weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrisen bergen dennoch schwer einzuschätzende Restrisiken für die weitere Unternehmensentwicklung. Weitere Finanzierungsengpässe bei Unternehmen und Ländern mit unabsehbaren Folgen für Konsum und Verbraucherverhalten sind nicht auszuschließen. Forderungsausfallrisiken begegnet die Gesellschaft mit konsequenten Bonitätsprüfungen und Mahnwesen. Bislang ist in Deutschland die Konsumzurückhaltung der Verbraucher beendet worden, so dass alle Zeichen in der Lebensmittelbranche auf wachsende Märkte hindeuten. Unsere Kunden haben gleichbleibende bis leicht wachsende Bedarfsmengen für 2011 signalisiert. Ob diese Entwicklung so eintritt oder die Lebensmittelbranche nicht doch im Laufe des Jahres noch Mengenrückgänge zu verzeichnen haben wird, ist eine offene Frage. Wir erwarten eine Zeit der deutlich steigenden Preise. Die im letzten Geschäftsjahr beobachtete Verschiebung des Konsums von Markenprodukten zu billigeren Discounterprodukten hat sich nicht fortgesetzt. Die Discounter verlieren wieder in der Beliebtheitsskala der Verbraucher, da durch mehr Beschäftigung und kräftige Lohnsteigerungen mehr Geld zur Verfügung steht, das zum Konsum höherpreisiger Lebensmittel verwendet wird. Ein damit einhergehender Anstieg der Preise und unseres Umsatzes ist bereits deutlich sichtbar. Jedoch müssen alle Anstrengungen unternommen werden, die Kosten möglichst unter Kontrollle zu halten, um einem zu erwartenden Preisdruck standhalten zu können. Auf Grund der guten Kapitalausstattung sehen wir die Gesellschaft gut gerüstet, sich dieser Herausforderung stellen zu können. Die beschriebenen Entwicklungen des Verbraucherverhaltens sowie die weiterhin bestehenden Risiken durch preisaggressive Wettbewerber aus den neuen Märkten und die infolge der Klimaveränderungen vermutlich zu erwartenden mengenmäßigen Schwankungen in den Ernten lassen stark volatile Einkaufs- und Verkaufspreise erwarten. Entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Tatsachen sind nicht bekannt. 7. Prognosebericht Fruchtsaft-Konzentrate Zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts verzeichnet die Gesellschaft eine hohe Auslastung. Der Auftragsbestand beträgt zum 31.12.2010 TEUR 25.540 (Vj. TEUR 22.025). Im neuen Geschäftsjahr werden sich die stark gestiegenen Preise für nahezu alle Produkte bis zur Erntesaison im Sommer und Herbst 2011 zunächst fortsetzen. Beim für uns bedeutendsten Produkt Apfelsaft-Konzentrat haben zwei Umstände zu stark gestiegenen Preisen sowohl für säurereiche als auch säurearme Qualitäten geführt. Zum einen bestehen weltweit niedrige Lagerbestände an Konzentrat, wobei es sogar möglich ist, dass die verfügbaren Mengen nicht bis zur neuen Ernte im Herbst ausreichen. Zum anderen läuft der Frischmarkt derzeit gut, so dass zusätzliche Mengen Äpfel nur eingeschränkt und zu sehr hohen Preisen für die industrielle Verarbeitung zur Verfügung stehen. Nach der knappen Ernte 2010 kann die neue Apfelernte deutliche Mehrmengen erbringen. Es gilt abzuwarten, ob die daraus resultierende gute Verfügbarkeit von säurereichem Apfelsaft-Konzentrat zu starken Preiseinbrüchen führen oder ob die hohe Nachfrage aufgrund der oben geschilderten weltweiten Verknappung an Apfelsaft-Konzentrat den Preis stützen wird. Erste Trends lassen nur leicht fallende Preise erkennen. Die Preisentwicklung bei den Früchten und Konzentraten aus der Ernte 2011 bleibt abzuwarten. Wir gehen von einer Beibehaltung des letztjährigen Preisniveaus oder sogar noch leicht steigender Tendenz aus. Die damaligen Preise dienten einer kostendeckenden Erzeugung der Rohwaren. Die Nachfrage im Bereich Karotte zeigt sich erholt. Fruchtpürees Die Preissituation bei den Pürees ist durch deutlich gestiegene Preise charakterisiert. Ursache hierfür waren die knappen Erntemengen bei nahezu allen Früchten. Trotz gestiegener Preise sind durch neue, sehr preisaggressive Mitbewerber Risiken für unser Geschäft in der Eiscremebranche entstanden. Umso mehr gilt es in diesem durch starken Wettbewerb geprägten Marktumfeld, dem Druck der Konkurrenten durch gute Qualität und Service stand zu halten. Wir hoffen die Vorjahresmenge an Pürees steigern zu können. Fruchtzubereitungen Hier erhoffen wir in diesem Jahr wieder etwas steigende Absatzmengen bei steigenden Preisen unter der Voraussetzung, dass die Verbraucher ihren Konsum von Genussprodukten wie Eiskrem und Konditoreiprodukten erhöhen werden. Der Preisdruck durch Discounterlieferanten ist bei den Zubereitungen nicht so stark spürbar, da es sich um maßgeschneiderte, kundenspezifische Produkte handelt, die nicht kurzfristig bei unseren Mitbewerbern eingekauft werden können. Geschäftsentwicklung Wetter und erntebedingte Schwankungen können zu stark volatilen Preisen bei den Rohwaren und dem zu folge auch bei den Verkaufspreisen unserer Produkte führen. Prognosen für Ernteverläufe können schon in einer Nacht mit deutlichen Frösten auf den Kopf gestellt werden, welches dann zu komplett verändernden Marktsituationen führen kann. Wie oben dargelegt findet derzeit wieder ein Wechsel beim Konsumverhalten statt und die Marktführer sind nun wieder die "klassischen" Einzelhändler, wobei diese mit Eigenmarken auch den Druck gegen die Markenhersteller erhöhen. Unter Berücksichtigung der genannten Unwägbarkeiten gehen wir nach derzeitiger Lage davon aus, dass wir für die nächsten zwei Geschäftsjahre unser Umsatzniveau und Geschäftsergebnis wieder deutlich steigern können. Die eingeschlagene Strategie, durch Veränderungen im Produktmix dem beobachteten Rückgang der Rohertragsmarge zu begegnen und in den nächsten zwei Geschäftsjahren die Spanne deutlich zu steigern, wird weiterhin beibehalten. Zusätzlich wird verkaufsseitig versucht, das Geschäft mit Markenherstellern zu sichern und das mit den Discounterlieferanten weiter auszubauen. Aufgrund dieser Bemühungen sind wir zuversichtlich, in den kommenden zwei Jahren deutlich positive Ergebnisse erreichen zu können. 8. Berichterstattung über sonstige Angaben nach § 289 Abs. 2 und 3 HGB a. Forschung & Entwicklung Dieser Bereich war weiterhin eine wichtige Basis für den Fortbestand und den Markterfolg des Unternehmens. Ein großes Engagement in diesem Bereich war Voraussetzung für die Berücksichtigung bei Entwicklungsprojekten unserer Kunden. Der Bereich wurde personell weiter ausgebaut. b. Berichterstattung über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Management-Systeme Das Unternehmen hat sich auch in diesem Geschäftsjahr wieder nach der Norm DIN ISO 9001/2000 (Qualitätssicherung) sowie weiterhin nach IFS (International Food Standard) zertifizieren lassen. Umwelt-Management-Systeme Das Unternehmen hat sich auch weiterhin nach der Norm DIN ISO 14001/2004 zertifizieren lassen. Mitarbeiter Das Unternehmen beschäftigt derzeit 3 Auszubildende. Diese sollen einen Grundstock für zukünftiges Personal stellen. Die Fortbildung der Mitarbeiter wurde durch Schulungen, intern und extern, sowie Fachliteratur sichergestellt.
Gochsheim, den 20.04.2011 Mainfrucht
GmbH & Co. KG Gochsheim
BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang Offenzulegende Fassung gem. §§ 325 ff. HGBI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Bei der Mainfrucht GmbH & Co. KG (Mainfrucht KG) handelt es sich um eine Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a HGB, auf die neben den für alle Kaufleute geltenden Vorschriften des HGB insbesondere auch die Regelungen für Kapitalgesellschaften entsprechend anzuwenden sind. Darüber hinaus sind die besonderen Bestimmungen für Kommanditgesellschaften (§ 264c HGB) zu beachten. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft & Co. gemäß § 264 a Abs. 1 HGB i.V.m. 267 Abs. 3 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 1 HGB)aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt am Cash-Pooling mit ihrer Gesellschafterin teil. In diesem Rahmen wird für eine der bestehenden Bankverbindungen täglich der Kontostand durch diese Gesellschafterin ausgeglichen. Aus diesem Grund weist die Gesellschaft nicht alle Bankverbindungen direkt als solche aus, sondern es kommt zum Ausweis von Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bzw. zu deren Nennung im Anhang. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden, soweit es sich um gewerbliche Schutzrechte handelt, zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren), bewertet. Der im Jahr 1995 erworbene, als Firmenwert bilanzierte Kundenstamm wird über seine geschätzte Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben, letztmalig in 2010. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen vier und sieben Jahren) angesetzt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden in 2010 voll abgeschrieben. Die Abschreibungen des Anlagevermögens wurden nach den Vorschriften des HGB unter Beachtung der steuerlichen Vorschriften des § 7 EStG vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. ggf. zum am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zu Anschaffungskosten. Wegen der kontinuierlichen Wiederbeschaffung werden gewogene Durchschnittspreise zugrunde gelegt. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Die Fertigerzeugnisse und Warenbestände werden ebenfalls zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. ggf. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Sofern erforderlich, werden in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktgängigkeit eines Artikels Gängigkeits- bzw. Reichweitenabschläge vorgenommen. Die Herstellungskosten enthalten die Einzelkosten sowie die notwendigen Gemeinkosten. Zinsen für Verwaltungsgemeinkosten und Fremdkapital sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung für inländische mit 1 % und für ausländische Forderungen mit 2 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die Pensionsverpflichtungen wurden gemäß Artikel 66 Abs. 3 EGHGB zum 01.01.2010 entsprechend den Bestimmungen des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, BilMoG) umgestellt. Für die Berechnung wurde das Bewertungsverfahren - Projected Unit Credit Methode mit dem Rechnungszins von 5,15 % in Ansatz gebracht. Rechnungsgrundlagen: RICHTTAFELN 2005G (©RICHTTAFELN 2005 G - Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln). Als Einkommenstrend wurde ein vH-Satz von 2,0 % berücksichtigt. Es bestehen keine Dotierungsrückstände. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte mit dem Devisenkassamittelkurs. Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet. Währungsverbindlichkeiten wurden mit dem Tageskurs zum Entstehungszeitpunkt, falls notwendig mit dem höheren Kurswert am Bilanzstichtag bewertet. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenständeim Jahre 2010 ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind - wie im Vorjahr - sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 87(Vorjahr TEUR 114) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen sind alle innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 175 (Vorjahr TEUR 166). Es besteht Mitzugehörigkeit zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 63). Die Bilanzposition enthält Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 3.719). Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen in Höhe von TEUR 105 (Vorjahr TEUR 108) stellen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar. Bei den sonstige Verbindlichkeiten besteht Mitzugehörigkeit zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr TEUR 74). Des weiteren sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 4.809 (Vorjahr TEUR 2.720) enthalten. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 222 (Vorjahr TEUR 266) enthalten. In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind solche gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 110 (Vorjahr TEUR 76) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten in vollem Umfang das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. In den außerordentlichen Aufwendungen ist die Anpassung der Pensionsrückstellung in Höhe von 884.751,00 zum 01.01.2010 gemäß Art. 66 Abs. 3 EGHGB entsprechend den Bestimmungen des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) enthalten. V. Sonstige Angaben Im Jahresdurchschnitt 2010 wurden 89 Mitarbeiter beschäftigt, davon 31 Angestellte, 55 gewerbliche Arbeitnehmer und 3 Auszubildende. Zum 31. Dezember 2010 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Pachtvertrag für das Grundstück in der Julius-Hofmann-Str. 2, Gochsheim, von TEUR 791 jährlich. Die Mobilienmiete basiert auf der Abschreibung des jeweiligen Geschäftsjahres und ist deshalb variabel. Die Verträge resultieren aus einer zur Erleichterung der Unternehmensnachfolge historisch entstandenen Gesellschafterstruktur, als deren Folge die Immobilien und zugehörige technische Anlagen und Einrichtungen von einem zur Grünewald-Gruppe gehörigen Unternehmen angemietet werden. Geschäftsführer: Mainfrucht Verwaltungs-GmbH, mit Sitz in Gochsheim, vertreten durch: Dr. Thomas Ding, Dipl. Ing. Lebensmitteltechnologie / Verkauf Herrn Hans-Günter Ziegler, staatlich geprüfter Betriebswirt / Einkauf Im Übrigen wird bezüglich der Angaben zu den Bezügen der Organe von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Das Stammkapital des persönlich haftenden Gesellschafters beträgt EUR 30.000. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Anteilsbesitz
*) Ergebnis für 2010 lag zum Zeitpunkt der
Berichterstellung nicht vor
Ein Konzernabschluss wurde bislang nicht erstellt (kleinster Konsolidierungskreis). Mutterunternehmen ist die Firma Grünewald Holding GmbH mit Sitz in Gochsheim (zu gleich größter Konsolidierungskreis). Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers setzt sich gem. § 285 Nr. 17 wie folgt zusammen: - für Abschlussprüferleistungen TEUR 16 (davon Vj. -4 TEUR) - Steuerberatungsleistungen TEUR 2 (davon Vj.+ 1 TEUR) - sonstige Leistungen TEUR 7 VI. Unterzeichnung des Jahresabschlusses
Gochsheim, den 20.04.2011 Mainfrucht
GmbH & Co. KG Gochsheim
Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 13.05.2011 festgestellt. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks zum vollständigen Jahresabschluss auf den 31.12.2010Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Mainfrucht GmbH & Co. KG, Gochsheim, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Aschaffenburg, 04.05.2011 RHEIN
MAIN TREUHAND GMBH
Dr. Wolfgang Gut, Wirtschaftsprüfer Frank Grote, Wirtschaftsprüfer |
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