Koppold Metalltechnik GmbHLiquidiert
86558 Hohenwart, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mark Kunz seit 6.11.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 98.00% | |
| 2.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EPnP Medical GmbH (vormals: EMS MED TEC GmbH)Neuhausen (vormals: Euerbach)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersDer zur Offenlegung bestimmte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem Konzernabschluss und Konzernlagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers erteilt: "An die EMS MED TEC GmbH, Euerbach Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der EMS MED TEC GmbH, Euerbach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der EMS MED TEC GmbH, Euerbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben zu den Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden, im Konzernanhang sowie auf die entsprechenden Angaben im Konzernlagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Konzern aufgrund des Konzernjahresfehlbetrages im laufenden Geschäftsjahr bilanziell überschuldet ist. Zur Beseitigung der bilanziellen Überschuldung wurden qualifizierte Rangrücktritte von Gesellschaftern in Höhe von TEUR 31.406 ausgesprochen. Unter der Prämisse, dass die Konzernplanung für das Folgejahr umgesetzt wird sowie die notwendigen Finanzierungen aufrecht erhalten bleiben, geht die Geschäftsführung von einer positiven Fortführungsprognose aus. Wie im Konzernanhang und im Konzernlagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Schweinfurt, 6. März 2023 PICKEL
& MEHLER GMBH
Sylvia Mehler, Wirtschaftsprüferin Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022EMS MED TEC GmbH, EuerbachRegistergericht Schweinfurt, HRB Nr. 8483AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022EMS MED TEC GmbH, Euerbach
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022EMS MED TEC GmbH, Euerbach1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschlussstichtag 31. Dezember 2022 entspricht dem Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens sowie sämtlicher einbezogener Tochterunternehmen. 2. Grundsätze der Konsolidierung Konsolidierungskreis Der vorliegende Konzernabschluss umfasst neben der EMS MED TEC GmbH, Euerbach als Mutterunternehmen folgende einbezogene Tochterunternehmen, da der Muttergesellschaft die Mehrheit der Stimmrechte gemäß § 290 Abs. 2 HGB zusteht und sie einen beherrschenden Einfluss ausübt:
Die Koppold Metalltechnik GmbH wurde zum 1. Januar 2022 auf die Koppold Holding GmbH, die im Geschäftsjahr 2022 in die Koppold Metalltechnik GmbH umfirmiert wurde, verschmolzen. Der sich im Einzelabschluss ergebende Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Die Gebauer GmbH, Neuhausen und die Diethard Kaupke Leiterplatten Service GmbH, Nürnberg wurden im Geschäftsjahr 2022 erstmalig mit Erstkonsolidierungszeitpunkt 1. August 2022 konsolidiert. Die EMS MED TEC GmbH hält direkt und indirekt 100 % der Anteile an obigen Gesellschaften sowie die Mehrheit der Stimmrechte. Konsolidierungsmethoden Für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 waren die folgenden Konsolidierungsmethoden unverändert maßgebend. Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen ist gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB grundsätzlich nach der Neubewertungsmethode vorzunehmen. Die Brunner GmbH und die Brunner Electronic GmbH wurden im Geschäftsjahr 2020 erstmalig mit Erstkonsolidierungszeitpunkt 1. Januar 2020, die Koppold Holding GmbH mit Erstkonsolidierung 20. März 2020, die Koppold Metalltechnik GmbH mit Erstkonsolidierungszeitpunkt 30. Juni 2020, die EMS Acquico I GmbH und die Helmut Schweyer Feinmechanik GmbH im Geschäftsjahr 2021 erstmalig mit Erstkonsolidierungszeitpunkt 22. Februar 2021 bzw. 31. Mai 2021 sowie die Gebauer GmbH und die Diethard Kaupke Leiterplatten Service GmbH im Geschäftsjahr 2022 erstmalig mit Erstkonsolidierungszeitpunkt 1. August 2022 nach der Neubewertungsmethode entsprechend § 301 Absatz 1 Satz 2 HGB konsolidiert. Das Tochterunternehmen Koppold Metalltechnik GmbH wurde zum 1. Januar 2022 auf die Koppold Holding GmbH, die im Geschäftsjahr 2022 in die Koppold Metalltechnik GmbH umfirmiert wurde, verschmolzen. Der sich im Einzelabschluss ergebende Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Ein sich ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wird den Vermögensgegenständen insoweit zugerechnet, als deren beizulegender Wert über dem Buchwert lag. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und entsprechend § 309 Abs. 1 HGB abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird mit 15 Jahren unterstellt. Die Schuldenkonsolidierung wird gemäß § 303 HGB vorgenommen. Dabei werden die ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegenseitig verrechnet. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung wird gemäß § 305 HGB vorgenommen. Aufwendungen und Erträge, die sich aus Geschäftsbeziehungen im Konzern ergeben, werden gegenseitig verrechnet. Zwischengewinneliminierungen gemäß § 304 HGB und Steuerabgrenzungen gemäß § 306 HGB waren im Geschäftsjahr keine vorzunehmen. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich einheitlich nach den für das Mutterunternehmen angewandten Bilanzierungsgrundsätzen angesetzt und bewertet. Die Bewertung entspricht den gesetzlichen Bestimmungen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen sowie wertbestimmenden Faktoren erstellt. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie wertbestimmende Faktoren unverändert maßgebend. Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet; Vermögensgegenstände wurden höchstens zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren bzw. über 10 Jahre, in den Fällen, in denen die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit zulässig, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungen erfolgen linear, zeitanteilig ab Beginn des Monats der Anschaffung. Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert bzw. mit niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Material-, Fertigungseinzelkosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Die Fremdkapitalkosten und andere wahlweise berücksichtigungsfähigen Herstellungskosten wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Aufgrund von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten, Sicherungsübereignungen und Raumsicherungsübereignungen waren die Vorräte im Vorjahr nicht frei von Rechten Dritter. Im Geschäftsjahr 2022 sind sie, abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten frei von Rechten Dritter. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Drohende Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für Zinsverluste und das latente Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde im Berichtsjahr eine Pauschalwertberichtigung angesetzt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Der Ansatz der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Anwendung der Heubeck'schen Richttafeln 2018 G nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) unter Zugrundelegung einer Anwartschaftsdynamik von 0,0 % p.a., einer Rentensteigerung von 2,25 % p.a. und einem Zinssatz (10-Jahresdurchschnitt) von 1,78 % p.a. sowie einer Kündigungsrate von 0,0 %. Die Zuführung zur Pensionsrückstellung aufgrund der Anpassung der Bewertung an das Bilanzrechtmodernisierungsgesetz erfolgte bereits in den Vorjahren in voller Höhe des Zuführungsbetrages vom 1. Januar 2010 gemäß Artikel 67 Absatz 1 EGHGB. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden im Rahmen der Ausübung von Ermessensspielräumen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Die Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Zum Bilanzstichtag entstandene Gewinne und Verluste aus Kursänderungen werden berücksichtigt. Die Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr werden zum jeweils niedrigeren oder höheren Anschaffungskurs oder Devisenkassamittelkurs zum Stichtag umgerechnet. Zum Bilanzstichtag entstandene Verluste aus Kursänderungen werden berücksichtigt. 4. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagenspiegel dargestellt. Der im Geschäftsjahr 2019 entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Einzelabschluss der Brunner GmbH wird über 10 Jahre abgeschrieben, da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann. Der in den Geschäftsjahren 2020 bis 2022 entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert mit Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 48.214 und einem Buchwert in Höhe von TEUR 44.935 entfiel in voller Höhe auf den verbleibenden aktivischen Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde aufgrund der voraussichtlichen Nutzungsdauer über 15 Jahre abgeschrieben. Er basiert auf Zahlungen, um langfristige Synergien in der Aufbau- und Ablauforganisation innerhalb der Gruppe zu generieren. Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwert erfolgt über einen Zeitraum von 15 Jahren, weil davon ausgegangen wird, dass dies der Zeitraum ist, in dem sich die gemeinsame Organisation amortisieren wird. Die Mitarbeiterstruktur und deren Know-How, die stabile Branche und langfristigen Geschäftsbeziehungen mit Schlüsselkunden rechtfertigen somit den 15-jährigen Abschreibungszeitraum. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Zum 31. Dezember 2022 stand ein Guthaben gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 70 nicht zur freien Verfügung. Rechnungsabgrenzungsposten Im Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio im Sinne des § 250 Abs. 3 HGB in Höhe von EUR 1.141.582,66 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25 und entspricht dem im Handelsregister für die EMS MED TEC GmbH, Euerbach eingetragenen Betrag. Das Stammkapital ist in voller Höhe einbezahlt. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von EUR -600.726,05 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 156.502,59 zu verrechnen auf neue Rechnung vorzutragen. Der Konzern ist zum 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 419.223,46 aufgrund des Konzernjahresfehlbetrages im laufenden Geschäftsjahr bilanziell überschuldet. Zur Beseitigung der bilanziellen Überschuldung wurden qualifizierte Rangrücktritte von Gesellschaftern in Höhe von TEUR 31.406 ausgesprochen. Unter der Prämisse, dass die Konzernplanung für das Folgejahr umgesetzt wird sowie die notwendigen Finanzierungen aufrecht erhalten bleiben, wird von einer positiven Fortführungsprognose ausgegangen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Zuführung zur Pensionsrückstellung aufgrund der Anpassung der Bewertung an das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz erfolgte bereits in den Vorjahren in voller Höhe des Zuführungsbetrages vom 1. Januar 2010 gemäß Artikel 67 Absatz 1 EGHGB. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, denen kein Deckungsvermögen gegenüberstand, betrugen im Berichtsjahr TEUR 271. Zum 31. Dezember 2022 ergab sich für die Pensionsrückstellung ein Zuführungsbetrag in Höhe von TEUR 4 und eine Aufzinsung in Höhe von TEUR 7. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellung mit dem 10- Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt zum 31. Dezember 2022 EUR 6.369,00. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Tantiemen, Earn-Out Vereinbarung, Urlaubs- und Überstundenverpflichtungen, Gewährleistung, Beratung sowie für Jahresabschluss und Steuerklärungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt: Verbindlichkeitenspiegel in TEUR:
** Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen wurden teilweise durch Einräumung von
Eigentumsvorbehalten an den erworbenen Vorräten und
Vermögensgegenständen besichert.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Mietkauf gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten in Höhe von TEUR 318 enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen in voller Höhe Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter dar. Sonstige Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bzw. verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.808 enthalten. Haftungsverhältnisse Der Konzern hat Avale mit Nominalbetrag und Valuta zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 79 übernommen. Der Konzern geht bei den Avalen von einem geringen Risiko der Inanspruchnahme aus, da der Fortbestand der entsprechenden Gesellschaften, denen gegenüber diese ausgesprochen wurde, gesichert ist. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Miet- und Leasingverträge Der Konzern hat finanzielle Verpflichtungen aus diversen Miet- und Leasingverträgen für Geschäftsräume sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung, deren Kündigungstermine zwischen 2023 und 2030 liegen. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden kurzfristig nicht kündbaren Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge wie folgt:
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
Die Verpflichtungen aus den nicht innerhalb eines Jahres kündbaren Miet- und Leasingverträgen, die sich über die gesamte Laufzeit ergeben, sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen, der Avalrahmen in den Haftungsverhältnissen sowie die die Verpfändung eines Geldmarktkontos bei dem Kassenbestand unter entsprechender Angabe der Beträge ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurde dem Konzern eine Rahmenkreditlinie in Höhe von TEUR 10 und ein Avalrahmen in Höhe von TEUR 9 gewährt. 5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung (TEUR 45) enthalten. Die periodenfremden Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 11). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (TEUR 52) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Zuführung zu Wertberichtigung auf Forderungen (TEUR 7), aus Anlagenbuchwertabgangsverlusten (TEUR 41), aus Forderungsverlusten (TEUR 161) sowie aus übrigen periodenfremden Aufwendungen (TEUR 7). Bei den außergewöhnlichen Aufwendungen handelt es sich um Aufwendungen aus der Zuführung zur Rückstellung für Einzelfallgewährleistungsrisiken (TEUR 188). Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Passiva (TEUR 7) enthalten. 5. Wesentliche Änderungen im Konsolidierungskreis Die Gebauer GmbH und die Diethard Kaupke Leiterplatten Service GmbH wurden im Geschäftsjahr 2022 erstmalig mit Erstkonsolidierungszeitpunkt 1. August 2022 konsolidiert. Durch die Erstkonsolidierungen im Geschäftsjahr 2022 haben sich die Bilanzposten und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt entwickelt: AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
6. Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden Der Konzern ist zum 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 419.223,46 aufgrund des Konzernjahresfehlbetrages im laufenden Geschäftsjahr bilanziell überschuldet. Zur Beseitigung der bilanziellen Überschuldung wurden qualifizierte Rangrücktritte von Gesellschaftern in Höhe von TEUR 31.406 ausgesprochen. Unter der Prämisse, dass die Konzernplanung für das Folgejahr umgesetzt wird sowie die notwendigen Finanzierungen aufrecht erhalten bleiben, gehen wir von einer positiven Fortführungsprognose aus. Weitere bestandsgefährdende Risiken bestehen nach unserer Einschätzung nicht. Darüber hinaus verweisen wir bzgl. der Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, auf die entsprechenden Ausführungen im Konzernlagebericht. 7. Sonstige Angaben Geschäftsführung und Vertretung Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens setzt sich wie folgt zusammen:
Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt unter Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres in den Konzerngesellschaften beschäftigten Mitarbeiter:
Gesamthonorar Im Geschäftsjahr 2022 wurden Honorare für Abschlussprüferleistungen im gesamten Konzern in Höhe von TEUR 94 als Aufwand erfasst. Offenlegungspflichten Folgende Tochterunternehmen erfüllen die Kriterien des § 264 Absatz 3 HGB und machen von der Befreiungsvorschrift Gebrauch:
Nachtragsbericht Zu den Auswirkungen bezüglich der kürzlich verhängten Wirtschaftssanktionen der Bundesregierung in Zusammenhang mit dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine wird auf die entsprechenden Ausführungen im Konzernlagebericht verwiesen. Im Zuge des weiteren Wachstums ist die Acquisition von weiteren Gesellschaften geplant. Es ist geplant in 2023 die EMS Acquico I GmbH auf die EMS MED TEC GmbH zu verschmelzen. Für 2023 ist geplant Dienstleistungsverträge für die Gesellschaften Gebauer GmbH und Diethard Kaupke Leiterplatten Service GmbH mit der EMS MED TEC GmbH abzuschließen. Es ist geplant Ergebnisabführungsverträge für die Gesellschaften Koppold Metalltechnik GmbH, Gebauer GmbH und Diethard Kaupke Leiterplatten Service GmbH mit der EMS MED TEC GmbH abzuschließen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens, der EMS MED TEC GmbH, schlägt vor, den Jahresfehlbetrag der EMS MED TEC GmbH in Höhe von EUR -2.179.403,76 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR -924.265,48 auf neue Rechnung vorzutragen.
Euerbach, den 6. März 2023 EMS MED TEC GmbH gez. Michael Roensch gez. Thomas Anger Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022EMS MED TEC GmbH, Euerbach
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022EMS MED TEC GmbH, EuerbachA. GRUNDLAGEN DES KONZERNS UND WIRTSCHAFTSBERICHT Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 vor allem geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine, zu denen extreme Energiepreiserhöhungen zählten. Hinzu kamen dadurch verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise für weitere Güter wie z. B. Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist um 1,9 % gestiegen. Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief sehr unterschiedlich. So profitierte der zusammengefasste Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe stark von der Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen mit einem Plus bei der Bruttowertschöpfung von 4,0 %. Der Bereich Information und Kommunikation verzeichnete mit + 3,6 % einen deutlichen Zuwachs, das Baugewerbe allerdings hatte durch Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen mit - 2,3 % einen deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung zu verzeichnen. Die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe nahm im Vorjahresvergleich mit + 0,2 % kaum zu. Die Industrieproduktion litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Engpässe bei Vormaterialien wurden durch den Krieg in der Ukraine noch verschärft. In der Folge konnte die Industrie ihre Aufträge nicht wie gewohnt abarbeiten. Nach einem schwachen Start ins vierte Quartal stabilisierte sich die Industrieproduktion im November 2022. Zugleich hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft gemäß den ifo Umfragen im Dezember spürbar aufgehellt. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresdurchschnitt 2022 voraussichtlich um 7,9 %. Diese historisch hohe Inflationsrate wurde vor allem von den extremen Preisanstiegen für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Krieges in der Ukraine getrieben. Die Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung wie z. B. 9-Euro-Ticket, Senkung der Umsatzsteuer auf Gas und Fernwärme sowie die einmalige Übernahme der Gas- und Wärmerechnung für den Monat Dezember wirkten sich dämpfend auf die Verbraucherpreise aus. Dennoch lag die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2022 voraussichtlich mehr als zweieinhalbmal so hoch wie im Jahr 2021 (+ 3,1 %). Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2022 von 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte in jeweiligen Preisen nahmen 2022 stärker zu (+ 11,9 %) als das verfügbare Einkommen, die Sparquote sank gegenüber dem Vorjahr um rund 4 Prozentpunkte auf 11,2 %. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich nach zwei stark von Corona geprägten Jahren vergleichsweise moderat mit 1,1 %. Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 % ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel stärker im Wohnbau (-2,0 %) als im Nichtwohnbau (-1,1 %) aus. Die Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge nahmen dagegen preisbereinigt um 2,5 % zu. Der Außenhandel stieg trotz starker Preissteigerungen ebenfalls an. Das Arbeitnehmerentgelt nahm im Jahr 2022 um 5,5 % zu. Dagegen gingen die Unternehmens- und Vermögenseinkommen vorläufigen Berechnungen zufolge leicht um 0,6 % zurück. Das Volkseinkommen als Summe aus Arbeitnehmerentgelt und Unternehmens- und Vermögenseinkommen stieg auf rund 2.844 Mrd. Euro (+ 3,6 %). Die staatlichen Haushalte verzeichneten 2022 erneut ein Finanzierungsdefizit. Neue Belastungen infolge der Energiekrise überlagerten die Entlastung des Staatshaushalts durch auslaufende Corona-Maßnahmen. Für Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen ergab sich insgesamt ein Minus von etwas mehr als 100 Mrd. Euro. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen errechnet sich daraus für den Staat eine Defizitquote von 2,6 %, die damit deutlich niedriger war als in den beiden vorangegangenen Jahren. Der Konzern der EMS MED TEC GmbH, Euerbach umfasst neben der EMS MED TEC GmbH als Mutterunternehmen die Brunner GmbH, Euerbach, die Brunner Electronic GmbH, Euerbach, die Koppold Metalltechnik GmbH, Hohenwart (vormals Koppold Holding GmbH), die EMS Acquico I GmbH, Euerbach, die Helmut Schweyer Feinmechanik GmbH, Krailing, die Diethard Kaupke Leiterplatten Service GmbH, Nürnberg und die Gebauer GmbH, Neuhausen als Tochterunternehmen. Die Diethard Kaupke Leiterplatten Service GmbH, Nürnberg und die Gebauer GmbH, Neuhausen wurden im Geschäftsjahr 2022 erstmalig konsolidiert. Die Koppold Metalltechnik GmbH und die Koppold Holding GmbH wurden im Geschäftsjahr 2022 verschmolzen. Der Unternehmensgegenstand der EMS MED TEC GmbH ist der Erwerb, das längerfristige Halten und die Verwaltung von Geschäftsanteilen an der Brunner GmbH mit Sitz in Euerbach, der Brunner Electronic GmbH mit Sitz in Euerbach, sowie an Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art, insbesondere an Fertigungsdienstleistern für elektronische Komponenten. Gegenstand der Brunner GmbH mit dem Sitz in Euerbach ist die Fertigung feinmechanischelektronischer Geräte der Medizintechnik und alle damit zusammenhängende Tätigkeiten. Kundenspezifische Gehäuse- und Montagebaugruppen für die Medizintechnik sind ein Spezialgebiet der Brunner GmbH. Das Portfolio reicht vom Zusammenfügen von Schlauchverbindungssystemen bis hin zur Montage individueller Komplettbaugruppen. Als größten qualitativen und wirtschaftlichen Vorteil bieten wir bei entsprechendem Bedarf auch die hauseigene Fertigung der Komponenten für die Baugruppe an. Unsere Beschaffungs- und Fertigungsprozesse entsprechen dabei höchsten qualitativen Anforderungen. Unsere Zulieferer verpflichten sich - ebenso wie wir selbst - zu Einhaltung höchster Qualitäts- und Umweltstandards. Die Brunner Electronic GmbH mit dem Sitz in Euerbach fertigt feinmechanische und elektronische Geräte für die Medizintechnik, Automobilindustrie, Logistik, Produktion und Dienstleistung. Das Produktspektrum umfasst dabei schlüsselfertige Lösungen (Turnkey-Solutions) für innovativ anspruchsvolle, kundenspezifische Anwendungen bei Automatisierung, Steuerung und Qualitätsmanagement. Entwicklung, Engineering und Produktion erfolgen durch Spezialisten innerhalb der Unternehmensgruppe - auf kurzen Wegen, schnell und kosteneffizient. Dank der gruppeninternen Null-Fehler-Strategie bieten wir High-End-Qualität für den globalen Markt. Die Koppold Metalltechnik GmbH mit dem Sitz in Hohenwart hat den allgemeinen Maschinenbau, Reparatur und Instandhaltung von Maschinen und Anlagen, Lohnzerspanung, Werkzeug- und Formenbau, Maschinen- und Vorrichtungsbau, Erstellung von Mess- und Prüfmittel, Erstellung von Systemkomponenten, Durchführung von 3D-Fräs- und 5-Achs Fräsarbeiten und Erstellung von CAD-Konstruktionen, sonstige Metallbe- und verarbeitung und Handel mit Maschinen, Anlagen u. ä. als Unternehmensgegenstand. Unternehmensgegenstand der EMS Acquico I GmbH ist das längerfristige Halten und die Verwaltung von Geschäftsanteilen an anderen Gesellschaften. Die Helmut Schweyer Feinmechanik GmbH mit Sitz in Krailingen hat die Entwicklung, Herstellung und Vertrieb feinmechanischer Erzeugnisse, wie z. B. CNC-Dreh- und Frästeile aus Metall und Kunststoff in höchster Präzision für die Medizintechnik, OEMs und die Industrie u. ä. als Unternehmensgegenstand. Unsere Expertise umfasst Beratung, Konstruktion sowie flexible CNC-Fertigung von Einzel- und Serienteilen exakt nach Kundenwunsch. Wir bieten dabei das komplette Leistungsspektrum, angefangen von der Datenübernahme, fertigungstechnischer Datenoptimierung, mechanische Fertigung, Oberflächenveredelung, Komplettierung kundenspezifischer Präzisionskomponenten bis zur EDV-gestützten Lieferlogistik zur Kanban Produktionssteuerung. Die Kaupke Leiterplatten Service GmbH mit Sitz in Nürnberg hat die Entwicklung von Leiterplatten, den Handel mit Leiterplatten vor und nach Bearbeitung, Jet-Service für Leiterplatten, die Bestückung von Leiterplatten einschließlich Materialbeschaffung, die Entflechtung von Leiterplatten, die Entwicklung von und Handel mit Frontplatten und Industrieschildern sowie die Entwicklung und der Handel mit Folientastaturen als Unternehmensgegenstand. Das Leistungsspektrum umfasst dabei sowohl starre als auch flexible Leiterplatten sowie Leiterplatten mit Keramik oder Metallverstärkung für die Bereiche Medizintechnik, Automotive, Industrie, Luftfahrt und Militär. Die Gebauer GmbH mit Sitz in Neuhausen hat die Entwicklung, Produktion Prüfung und Support elektronischer und mechatronischer Systemkomponenten als Unternehmensgegenstand. Die Expertise umfasst dabei das Produktdesign, Layouterstellung, SMD- und THT Fertigung sowie das Entwickeln und Durchführen von maßgeschneiderten Testverfahren inkl. Erstellung von Prüfsoftware hauptsächlich für Kunden aus dem Bereich Industrie. Wir sehen unsere Lieferanten als langfristige Partner. Das bedeutet, dass wir unsere Geschäftsbeziehung auf Vertrauen, Respekt und gegenseitige Wertschätzung gründen. Entscheidend für die Auswahl als Lieferant des EMS MED TEC Konzerns sind ein hohes Maß an Qualitätsbewusstsein und Performance sowie die Bereitschaft zur ständigen Optimierung und Verbesserung. Im Geschäftsjahr 2022 betragen die Umsatzerlöse des Konzerns TEUR 52.447 (Vorjahr TEUR 36.696). Der Rohertrag weist einen Wert von TEUR 19.656 (Vorjahr TEUR 11.623) auf und beträgt 37,2 % (Vorjahr 31,6 %) der Gesamtleistung. Der Personalaufwand beläuft sich auf TEUR 8.757 (Vorjahr TEUR 6.033) und der Personalbestand im Konzernverbund auf durchschnittlich 248 (Vorjahr 182) Mitarbeiter. Das EBIT beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 3.598 (Vorjahr TEUR 1.834). Der Konzernjahresfehlbetrag weist im Geschäftsjahr einen Wert von TEUR -601 (Vorjahr TEUR 117) auf. Der Cashflow beläuft sich auf TEUR 2.513 (Vorjahr TEUR 1.607). Die Liquidität des Konzerns war jederzeit gewährleistet. Die Eigenkapitalquote/der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt -0,5 %. (Vorjahr 0,6 %). Das Anlagevermögen hat sich im Berichtsjahr um TEUR 31.030 auf TEUR 50.088 erhöht. Das Umlaufvermögen ist um TEUR 17.813 auf TEUR 27.812 gestiegen. Der Anstieg des Anlagevermögens resultiert im Wesentlichen aus der Änderung des Konsolidierungskreises (TEUR +845) sowie aus Investitionen bei den immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen sowie Finanzanlagen (TEUR +33.593). Gegenläufig hierzu haben sich die Anlagenbuchwertabgänge (TEUR -565) und die laufenden Abschreibungen (TEUR -2.843) ausgewirkt. Der Anstieg des Umlaufvermögens beruht auf dem Anstieg der Vorräte (TEUR +7.066), der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR +3.762), der sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR +556) sowie der liquiden Mittel TEUR +6.429). Die Rückstellungen sind um TEUR 1.856 auf TEUR 3.326 gestiegen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind um TEUR 271 auf TEUR 271 gestiegen. Die Steuerrückstellungen weisen einen Wert von TEUR 1.123 (Vorjahr TEUR 193) auf. Die sonstigen Rückstellungen sind auf TEUR 1.932 (Vorjahr TEUR 1.277) gestiegen. Die Verbindlichkeiten sind um TEUR 48.772 auf TEUR 76.235 gestiegen. Die Bilanzsumme stieg um TEUR 50.445 auf TEUR 79.564. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf TEUR 14 (Vorjahr TEUR 5.692). Davon entfallen TEUR 14 (Vorjahr TEUR 5.587) auf Verbindlichkeiten aus Darlehen und TEUR 0 (Vorjahr TEUR 105) auf Kontokorrentverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit kleiner einem Jahr betragen TEUR 35.973 (Vorjahr TEUR 22.784). Im Geschäftsjahr wurde dem Konzern eine Rahmenkreditlinie in Höhe von TEUR 10 und ein Avalrahmen in Höhe von TEUR 9 gewährt. Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände, das Sachanlagevermögen sowie das Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 33.593 getätigt. Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen, die für unsere wirtschaftliche Lage relevant sind, liegt unser Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung von Umsatz, Cashflow, EBITDA sowie EBIT, Investitionen und Ergebnis vor Ertragssteuern. Zusammenfassend ist der Geschäftsverlauf unseres Konzerns im Berichtsjahr als positiv zu beurteilen und übertraf deutlich unsere Erwartungen des Vorjahres. Der Umsatzrückgang der Koppold Metalltechnik GmbH als Folge der Geschäftsaufgabe eines Hauptkunden konnte durch Umsatzsteigerungen bei der Brunner Electronic sowie durch die positiven Ergebnisse der im Geschäftsjahr neu erworbenen Gesellschaften kompensiert werden. B. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Im Geschäftsjahr 2023 wird eine Gesamtleistung in Höhe von TEUR 72.000 und ein EBITDA in Höhe von TEUR 12.996 erwartet. Angesichts der Auswirkungen des makroökonomischen Umfeldes und des Russland/Ukraine Krieges stehen wir weiterhin vor operativen Herausforderungen. Aufgrund unseres aktuellen Kundenportfolios sind wir jedoch nicht direkt von den Sanktionen betroffen. Der Mangel an elektronischen Bauteilen bei unseren Lieferanten und eine damit verbundene Preissteigerung stellen ein Risiko bei einem sich abzeichnenden konjunkturellen Abschwung dar. Diesem potentiellen Risiko begegnen wir durch ein striktes Lieferantenrisikomanagement. Als potentielles Risiko auf dem Arbeitsmarkt sehen wir für 2023 weitere Lohnsteigerungen. Diese Lohnsteigerung ist als Kostenkomponente in unseren Planungen enthalten und Maßnahmen zur Kompensation in Form von Preiserhöhungen und weiteren Kosteneinsparungen sind eingeleitet. Als weiteres Risiko auf dem Arbeitsmarkt sehen wir den Fachkräftemangel. Weiteren Kostenstrukturrisiken, bestehend aus der Entwicklung der Material- und Energiepreise und aus den hohen Fixkosten sowie dem Preisdruck auf der Verkaufsmarktseite begegnen wir mit einem effizienten internen Controlling. Dieses liefert zeitnah aussagekräftige Kennzahlen, um mögliche Abweichungen frühzeitig zu erkennen und gegensteuern zu können. Chancen auf dem Absatzmarkt sehen wir in dem weiter anhaltenden positiven Trend im Gesundheitswesen und den daraus resultierenden positiven Effekten für unseren Konzern. Chancen auf dem Personalmarkt sehen wir in der genau auf unser Geschäftsfeld abgestimmten betriebsinternen Schulung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Der Konzern ist aufgrund des Konzernjahresfehlbetrages im laufenden Geschäftsjahr bilanziell überschuldet. Zur Beseitigung der bilanziellen Überschuldung wurden qualifizierte Rangrücktritte von Gesellschaftern in Höhe von TEUR 31.406 ausgesprochen. Unter der Prämisse, dass die Konzernplanung für das Folgejahr umgesetzt wird sowie die notwendigen Finanzierungen aufrecht erhalten bleiben, wird von einer positiven Fortführungsprognose ausgegangen. Wir gehen nach aktuellem Kenntnisstand vom Fortbestand des Konzerns aus. Weitere bestandsgefährdende Risiken bestehen nach unseren Einschätzungen nicht. Die zuvor beschriebenen Risiken sind aus gegenwärtiger Sicht beherrschbar und stellen aktuell keine konkrete Gefährdung dar. C. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Wir versichern, nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Euerbach, den 6. März 2023 EMS MED TEC GmbH gez. Michael Roensch gez. Thomas Anger Konzern-Kapitalflussrechnung 2022EMS MED TEC GmbH, Euerbach
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2022EMS MED TEC GmbH, Euerbach
Beschluss über die Billigung für das Geschäftsjahr 2022EMS MED TEC GmbH, EuerbachDer Konzernabschluss wurde am 24. April 2023 gebilligt. |
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