Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 4038
Eingetragen
14.12.1989
Branche
Großhandel mit TextilienHerstellung von Arbeits- und BerufsbekleidungEinzelhandel mit Textilien
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Handel von und mit Textilien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Judith Stehmann
seit 8.1.2020
Geschäftsführer
Frank Stehmann
seit 8.1.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

99.80% identifiziert0.20% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
49.90%
49.90%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stehmann Mode GmbHEigenbeteiligung
0.20%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Judith Stehmann
Fürth
127.850 €
49.90%
Frank Stehmann
Fürth
127.850 €
49.90%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stehmann Mode GmbH

Fürth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2023 bis zum 31.01.2024

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Stehmann Mode GmbH mit Sitz in Fürth/Bay. ist in den Segmenten der modernen und gehobenen Damenoberbekleidung tätig. Das Geschäftsmodel, der im Jahre 1971 gegründeten Firma Stehmann Mode GmbH, ist das Design, die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Damenhosen an den Einzel- und Fachhandel, sowie an den Online- / Versandhandel im In- und Ausland.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Situation

Im Geschäftsjahr 2023 sah sich die Weltwirtschaft erheblichem makroökonomischem und geopolitischem Gegenwind gegenüber. Dies umfasste anhaltend hohe Inflationsraten trotz straffer Geldpolitik, eine kurzzeitige globale Bankenkrise, eine gedämpfte Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern sowie zunehmende geopolitische Spannungen. Während die US-Wirtschaft einen Wirtschaftsabschwung vermeiden konnte, stand Europa weiterhin am Rande einer Rezession und auch die Erholung Chinas nach der COVID-19-Pandemie verlief langsamer als ursprünglich erwartet. Hingegen wirkten sich ein allmähliches Nachlassen des Inflationsdrucks im Jahresverlauf, die Erholung von pandemiebedingten weltweiten Produktions- und Lieferkettenunterbrechungen sowie die Robustheit der US-amerikanischen und europäischen Arbeitsmärkte positiv auf das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 aus. Insgesamt variierten die Wachstumsraten einzelner Sektoren und Regionen sehr stark, wobei die Abschwächung in den Industriestaaten ausgeprägter war als in den Schwellenländern. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht daher in seinem im Januar 2024 veröffentlichten Bericht davon aus, dass sich das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2023 auf 3,1 % (2022: 3,5 %) verlangsamt hat, sich dabei jedoch als widerstandsfähiger erwies als ursprünglich erwartet.

Nach Schätzungen des IWF verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum in der Eurozone nach einer soliden Expansion im Vorjahr in 2023 spürbar auf 0,5 % (2022: 3,4 %). Trotz einer anhaltenden hohen, aber rückläufigen Inflationsrate und einer restriktiveren Geldpolitik blieben die Herausforderungen aufgrund einer insgesamt gedämpften Konsumnachfrage bestehen, wobei die Wachstumsraten in den wichtigsten Volkswirtschaften unterschiedlich ausfielen. Deutschland verzeichnete aufgrund schwacher Konsum- und Investitionstätigkeit einen Rückgang von -0,3 % (2022: +1,8 %).

2. Branchenentwicklung

Für die globale Bekleidungsindustrie war das Jahr 2023 weiterhin von anhaltend hohen makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten geprägt. Zu den größten Herausforderungen zählten die anhaltend hohe Inflation und der damit verbundene Druck auf die Wareneinsatzkosten der Unternehmen und die Verbrauchernachfrage, ein hart umkämpfter Arbeitsmarkt sowie die allgemeine wirtschaftliche Volatilität. Dennoch überwog in der ersten Jahreshälfte 2023 Optimismus, der durch die Wiedereröffnung Chinas und die insgesamt robuste Nachfrage der europäischen Verbraucher gestützt wurde. In der zweiten Hälfte des Jahres 2023 sah sich die Branche hingegen mit zunehmendem Gegenwind konfrontiert, der durch eine nachlassende Nachfrage in Europa und eine langsamer als erwartet fortschreitende Erholung in China gekennzeichnet war, was zu einer weitgehenden Normalisierung der Wachstumsraten führte.

Gemäß einer gemeinsamen Studie von The Business of Fashion und der Unternehmensberatung McKinsey & Company, die im November 2023 veröffentlicht wurde, verzeichnete die globale Bekleidungsindustrie (ohne das Luxussegment) im Jahr 2023 ein Umsatzwachstum von 2 % bis 4 %, was in etwa dem Vorjahresniveau entspricht (2022: 2 % bis 4 %). Das stärkere Wachstum in der ersten Jahreshälfte wurde dabei durch die insgesamt schwächere Verbraucherstimmung in der zweiten Jahreshälfte weitgehend ausgeglichen. In Europa verzeichnete die Branche in der ersten Jahreshälfte 2023 ein insgesamt solides Plus von 5 %. Jedoch verlangsamte sich das Branchenwachstum in der zweiten Jahreshälfte auf ein Niveau zwischen 1 % und 3 %, was hauptsächlich auf die allgemeine Verschlechterung des Konsumklimas zurückzuführen ist (2022: 13 %).

3. Unternehmensentwicklung

Die Umsatzentwicklung des Vorjahres hat sich aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten entsprechend fortgesetzt und zeichnet mit einem Rückgang von 4,1% im Berichtsjahr. Wie bereits im Vorjahr haben die Versandhändler auch aufgrund von zwei Insolvenzen erneut Umsatz verloren und verzeichnen einen Rückgang von nunmehr 11,9%, während das Fachhandelsgeschäft mit einem Pari (-1,2%) nahezu auf dem Vorjahresniveau verbleibt. Die weiterhin wirtschaftlichen Beeinträchtigungen schlagen sich erneut in der Ergebniserholung des Unternehmens nieder und daher muss insgesamt entgegen den Erwartungen ein negatives Jahresergebnis von -490 TEUR verzeichnet werden.

4. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden lediglich Ersatzinvestitionen getätigt.

5. Personal- und Sozialbereich

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023/24 insgesamt 63 kaufmännische und gewerbliche Mitarbeiter. Unter Berücksichtigung der geleisteten Stunden, den Zu- und Abgängen, sowie von Teilzeitkräften entspricht dies einer Vollzeitmitarbeiteranzahl von rund 51 Personen. Auf die Mitarbeiter als Basis des Erfolgs und der weiteren Entwicklung wird besonderer Wert gelegt. Es wird auf ein angenehmes Arbeitsumfeld und wertschätzenden Umgang geachtet, um eine produktive und leistungsorientierte Atmosphäre zu schaffen.

III. Lage des Unternehmens

Unser bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator ist der Umsatz.

Vermögenslage

Die Vermögenslage wird auf der Aktivseite im Wesentlichen durch das Umlaufvermögen bestimmt. Vorräte in Höhe von 4.099 TEUR sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 803 TEUR stellen 89,9% der Bilanzsumme dar (Vj. 93,3%).

Auf der Passivseite stehen dem vor allem Eigenkapital in Höhe von 1.984 TEUR, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2.002 TEUR (Vj. 2.190 TEUR) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 704 TEUR (Vj. 1.912 TEUR) gegenüber. Die Gesellschaft verzeichnet somit zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von rund 36% (Vj. 33%).

6. Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mitteln war im Jahresverlauf geprägt von den wirtschaftlichen Einflüssen, insbesondere aufgrund von nicht kalkulierbaren Wareneinsatzkosten. Die Forderungsausfälle hielten sich weiterhin in einem überschaubaren Bereich. Im Rahmen der von der Bundesregierung und der KFW zur Verfügung gestellten Mittel, hat das Unternehmen entsprechende Hilfen im Gesamtvolumen von 112 TEUR im GJ 2023/24 erhalten. Die kurzfristigen liquiden Mittel am Ende des Berichtsjahres sind auf einem jahresüblichen und saisonabhängigen Niveau von -1.430 TEUR (Vorjahr -1.549 TEUR). Die Cash Flow Entwicklung weist für das Jahr 2023/2024 eine Erhöhung des Finanzmittelbestandes in Höhe von 119 TEUR aus. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 174 TEUR, der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -8 TEUR. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31. Januar 2023 sind in Höhe von 1.824 TEUR im kurz- und mittelfristigen Bereich einzuordnen und 188 TEUR im langfristigen Bereich. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen am Bilanzstichtag bei 704 TEUR. Die von Kreditinstituten gewährten Kreditlinien entsprechen dennoch im Jahresmittel den Vorstellungen der Geschäftsleitung.

2. Ertragslage

Das abgelaufene Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag von -490 TEUR. Entgegen den Erwartungen wurde ein Umsatzrückgang verzeichnet. Neben diesem Umsatzrückgang von 4,1% belasten steigende Kosten im Bereich der Logistik, der Löhne und Gehälter in den Produktionsstätten (Subunternehmer) und der Materialien zunehmend den Wareneinsatz. Die Aufwendungen für Personal konnten um 189 TEUR gesenkt, sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten annähernd konstant gehalten werden. Insgesamt hat sich der Wareneinsatz aufgrund einer erhöhten Kalkulation um 2,2% verbessern können.

IV. Prognosebericht

Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2023/24 und der Aufstellung dieses Berichts hat sich die Entwicklung der Stehmann Mode GmbH aufgrund der greifenden Kalkulation stabilisiert. Für das Geschäftsjahr 2024/25 kann in den ersten 6 Monaten eine Umsatzsteigerung von2% festgestellt werden, während bis zum Ende des Jahres eine Erhöhung des Gesamtumsatzes auf 3,7% erwartet wird. Durch die Reduzierung des Wareneinsatz um 2,2% zum Jahr 2023, ist eine entsprechend positive Entwicklung festzustellen. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird ein leicht positives Ergebnis erwartet.

Darüber hinaus gab es keine wesentlichen gesamtwirtschaftlichen, sozial politischen, branchenbezogenen oder unternehmensspezifischen Veränderungen bis Juli 2024, die sich nach den Erwartungen des Managements maßgeblich auf die Lage des Unternehmens ausgewirkt haben. Hinsichtlich der Finanzlage wurden Engpässe in den saisonalen Vorfinanzierungen prognostiziert und durch einen Teilverkauf der Forderungen auf der Basis eines Factorings zum 31.01.2024 gegengesteuert.

V. Chancen- und Risikobericht

Die flache Hierarchie der operativ stark involvierten Geschäftsleitung ermöglicht es, Chancen und Risiken permanent in die Entscheidungsfindung einfließen zu lassen. Umstrukturierung, Digitalisierung und Effektivität strukturieren die Entscheidungsprozesse des GJ 2024/25.

1. Risiko Finanzen

Zu den vom Unternehmen verwendeten Finanzinstrumenten gehören im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten. Sicherungsgeschäfte wurden und werden aktuell nicht abgeschlossen. Einzelrisiken wie das Forderungsausfallrisiko werden durch ein systematisches Forderungs- und Mahnwesen abgesichert. Durch die Entwicklung, insbesondere der gestiegenen Rohstoffpreise, muss im Einzelhandel weiterhin mit einem Forderungsausfall der Kunden gerechnet werden. Das bedeutet, dass auch in Zukunft der Wegfall von Kunden durch Insolvenzen nur teilweise durch neue Kunden ersetzt werden kann. Abgesehen von generellen Risiken der Textilbranche ergeben sich zusätzliche Risiken für das Unternehmen, hinsichtlich von Preissteigerungen, die zwischen Auftragsannahme und Rechnungsstellung auftreten können. Sollte sich die wirtschaftliche Lage nicht verbessern, dadurch der geplante Umsatz nicht erreicht werden und die geschäftspolitischen Umstrukturierungen nicht zu der benötigten Entwicklung führen, besteht eine wesentliche Unsicherheit dahingehend, bzw. ist der Fortbestand des Unternehmens weiterhin gefährdet. Es besteht ein Risiko dahingehend, dass Aufträge später als erwartet eingehen oder ausbleiben und erwartete Zahlungsmittelzuflüsse nicht realisiert werden können. Um die Liquidität weiter aufrecht erhalten zu können, ist es wichtig, dass auch weiterhin die zur Verfügung gestellten Kontokorrentkreditlinien aufrecht erhalten bleiben.

2. Produktions- und Beschaffungsrisiken

Den Risiken begegnet die Gesellschaft durch langjährige Lieferanten- und Produzentenbeziehungen und eine dadurch ausgewogene Lieferanten- und Produzentenstruktur. Zusätzlich werden beim Produzenten vor Ort Herstellungsprozesse und Qualitätsanforderungen überwacht und ständig optimiert. Risiken der Beschaffung beruhen derzeit auf den steigenden Lohn- und Energiekosten und den damit einhergehenden Preissteigerungen. Sofern Preissteigerungen nicht direkt weitergegeben werden können oder kalkulatorisch abgedeckt sind, stellen diese ein klares Risiko dar und können das Ergebnis in Teilbereichen negativ beeinflussen.

3. Personalrisiken

Die Erreichung der strategischen und finanziellen Ziele des Unternehmens ist sehr von seinen Mitarbeitern, ihren Fähigkeiten und ihrer Leistungsbereitschaft sowie der Bewahrung einer fairen Unternehmenskultur abhängig. Personalrisiken können sich im Wesentlichen durch Engpässe bei der Personalbeschaffung, einen Fachkräftemangel und den Verlust von Know How der Schlüsselpersonen ergeben. Die Firma Stehmann begegnet diesen Risiken mittels einer vorausschauenden Personalplanung, einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des Vergütungssystems sowie flexibler Arbeitszeitmodelle für eine höhere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Geschäftsführung schätzt Personalrisiken daher in Summe als unwahrscheinlich, jedoch mit gleichzeitig wesentlicher finanzieller Auswirkung ein.

4. Informationstechnische Risiken

Mit der starken Abhängigkeit der Geschäftsprozesse durch ein funktionierendes IT-System, geht das Risiko der Datensicherheit und IT-Verfügbarkeit einher. Durch die teils engen Partnerschaften zu Softwarelieferanten entstehen zwangsläufig Abhängigkeiten, welche Risiken in sich bergen. Das größte Risiko ist die Abhängigkeit zum Warenwirtschafts-Anbieter, mit dem schon seit langer Zeit zusammengearbeitet wird. Ein Wechsel auf ein alternatives System wäre mit einem großen Einschnitt in allen Teilen des Unternehmens verbunden. Ein Wechsel ist deshalb nicht geplant. Im Hardwarebereich ist ein Ausfall und Datenverlust des IT-Systems ein großes Risiko. Hier wird mit Backups, Virenschutz und redundanten Internetverbindungen das Risiko minimiert, um Schäden gering zu halten.

5. Risiken der künftigen Entwicklung

Als wesentliche Risiken sehen wir derzeit die Stehmann Mode GmbH den gesamtwirtschaftlichen Risiken hinsichtlich der globalen Konjunkturentwicklung ausgesetzt. So geht ein konjunktureller Abschwung in der Regel mit einer rückläufigen Nachfrage einher, was sich negativ auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens auswirken kann. Konjunkturell bedingte Effekte können dabei sowohl global als auch regional begrenzt auftreten, aber sich trotzdem gegenseitig beeinflussen. Zu den möglichen Reaktionen auf einen konjunkturbedingten Nachfragerückgang zählen insbesondere eine Reduzierung der Produktions- und Beschaffungsaktivität, eine verstärkte Kostenkontrolle und die Umsetzung kurzfristiger Preisanpassungen in eigenverantworteten Vertriebszweigen.

6. Chancen der künftigen Entwicklung

Viele der genannten Risiken stellen im Umkehrschluss auch Chancen dar. Durch unsere Orientierung auf europäische Beschaffungsmärkte, unsere hohe partnerschaftliche Bindung zu unseren Zulieferbetrieben in Verbindung mit zumeist inhabergeführten Geschäften des textilen Einzelhandels und der Positionierung unserer beiden Handelsmarken "Stehmann" und "st.Ann" im modischen Wohlfühl-Mode-Segment, ist das homogene Umfeld unseres Familienunternehmen seit vielen Jahren bereits europäisch geprägt und entspricht den Wünschen eines sozialen, authentischen und fairen Familienunternehmens in Zeiten von weltwirtschaftlichen Ungewissheiten. Die Geschäftsleitung rechnet mit erneutem Wachstum und sieht sich durch entsprechend eingeleitete Entwicklungsschritte gut für die Zukunft aufgestellt.

 

Fürth, den 27.08.2024

Frank Stehmann, Geschäftsführer

Judith Stehmann, Geschäftsführerin

Bilanz

Aktiva

31.1.2024
EUR
31.1.2023
EUR
A. Anlagevermögen 292.127,00 397.591,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.284,00 31.043,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 15.284,00 31.043,00
II. Sachanlagen 276.843,00 366.548,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 171.318,00 222.713,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.067,00 2.610,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 104.458,00 141.225,00
B. Umlaufvermögen 5.096.715,43 6.981.246,11
I. Vorräte 4.098.998,25 4.607.781,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 988.624,33 2.342.597,00
1. sonstige Vermögensgegenstände 988.624,33 2.342.597,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 7.797,02 7.797,02
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.092,85 30.867,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 39.896,75 37.048,28
D. Abgrenzungsposten für latente Steuern 22.874,10 25.535,10
Bilanzsumme, Summe Aktiva 5.451.613,28 7.441.420,49

Passiva

31.1.2024
EUR
31.1.2023
EUR
A. Eigenkapital 1.984.223,20 2.477.056,52
I. gezeichnetes Kapital 252.652,10 252.652,10
II. Gewinnrücklagen 3.547,90 3.547,90
III. Gewinnvortrag 2.220.856,52 3.012.117,61
IV. Jahresfehlbetrag 492.833,32 791.261,09
B. Verbindlichkeiten 2.809.427,08 4.271.400,97
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.001.902,59 2.189.699,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.439.402,59 1.580.324,94
2. sonstige Verbindlichkeiten 807.524,49 2.081.701,03
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 807.524,49 2.081.701,03
Bilanzsumme, Summe Passiva 5.451.613,28 7.441.420,49

Gewinn- und Verlustrechnung

1.2.2023 - 31.1.2024
EUR
1.2.2022 - 31.1.2023
EUR
1. Rohergebnis 6.301.363,35 6.126.768,33
2. Personalaufwand 3.680.776,65 3.869.220,91
a) Löhne und Gehälter 3.050.528,17 3.214.057,04
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 630.248,48 655.163,87
davon für Altersversorgung 12.318,90 13.012,65
3. Abschreibungen 113.781,14 118.663,08
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 113.781,14 118.663,08
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.809.402,35 2.809.348,71
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 8.368,71 12.074,56
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.518,64 2.722,10
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 188.645,39 119.886,82
davon an verbundene Unternehmen 7.009,00 7.686,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.661,00 1.968,00
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern -2.661,00 -1.968,00
8. sonstige Steuern 6.448,78 1.664,00
Jahresfehlbetrag 492.833,32 791.261,09

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Auch im Geschäftsjahr 2023/2024 konnte der seit der Corona-Pandemie verzeichnete Umsatzeinbruch nicht aufgeholt werden. Es war im Geschäftsjahr ein weiterer Umsatzrückgang zu verzeichnen. Die Gesellschaft befindet sich daher weiterhin in einer angespannten Liquiditätssituation. Sollte der geplante Umsatzzuwachs nicht erreicht werden können oder geschäftspolitische Umstrukturierungen nicht zu den benötigten Entwicklungen führen, ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet. Aufgrund der im Unternehmen getroffenen Maßnahmen gehen wir davon aus, dass der geplante Umsatz erreicht werden kann. Wir haben den Jahresabschluss daher unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Für weitergehende Informationen verweisen wir auch auf die Angaben im Lagebericht.

I. Angaben zur Gesellschaft

Die Stehmann Mode GmbH hat ihren Sitz in Fürth. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Fürth unter HR B 4038 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen nach §§ 264 ff. HGB sowie des GmbHG aufgestellt.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und nutzungsbedingt planmäßig linear abgeschrieben.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt.

Die Abschreibungssätze der verschiedenen Anlagegüter richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu Euro 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Vornahme betriebsüblicher und saisonal bedingter Abwertungen bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Nennbetrag angesetzt. Für das generelle Ausfallrisiko für nicht besicherte Forderungen gegenüber fremden Dritten wurde eine Pauschalwertberichtigung mit einer Höhe von 5 % für inländische Forderungen und in Höhe von 6 % für ausländische Forderungen gebildet.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Rückzahlungsbeträgen, vermindert um ggf. erforderliche Wertberichtigungen, angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Vom Aktivierungswahlrecht, latente Steuern gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB anzusetzen, ist im Berichtsjahr Gebrauch gemacht worden.

Das Stammkapital ist in voller Höhe einbezahlt und mit seinem Nennwert ausgewiesen.

In die Berechnung der Steuerrückstellungen wurden alle steuerrelevanten Daten einbezogen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung mit dem Erfüllungsbetrag ermittelt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen.

Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften in Ansatz gebracht.

Die Verbindlichkeiten sind unter Beachtung des Imparitätsprinzips mit dem künftigen Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Gegenüber dem Vorjahr ergeben sich keine Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

C. Angaben zur Bilanz

I. Ausschüttungsgesperrte Beträge

Zum Ende des Geschäftsjahres bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von 22.874,10 Euro, die auf der Aktivierung latenter Steuern beruhen.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 1.333,00 Euro. Auch in dieser Höhe liegt ein ausschüttungsgesperrter Betrag vor.

II. Angaben zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens

Eine detaillierte Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem nachfolgenden Anlagespiegel zu entnehmen.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.02.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.01.2024
EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 532.154,47 6.601,00 0,00 0,00 538.755,47
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 532.154,47 6.601,00 0,00 0,00 538.755,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.352.713,60 0,00 0,00 0,00 1.352.713,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 170.353,64 0,00 0,00 0,00 170.353,64
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 952.362,32 1.716,14 0,00 739,45 953.339,01
Summe Sachanlagen 2.475.429,56 1.716,14 0,00 739,45 2.476.406,25
3.007.584,03 8.317,14 0,00 739,45 3.015.161,72
aufgelaufene Abschreibungen
01.02.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.01.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 501.111,47 22.360,00 0,00 523.471,47
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 501.111,47 22.360,00 0,00 523.471,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.130.000,00 51.395,00 0,00 1.181.395,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 167.743,64 1.543,00 0,00 169.286,64
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 811.137,32 38.483,14 739,45 848.881,01
Summe Sachanlagen 2.108.881,56 91.421,14 739,45 2.199.563,25
2.609.993,03 113.781,14 739,45 2.723.034,72
Buchwerte
31.01.2024
EUR
31.01.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.284,00 31.043,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 15.284,00 31.043,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 171.318,00 222.713,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.067,00 2.610,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 104.458,00 141.225,00
Summe Sachanlagen 276.843,00 366.548,00
292.127,00 397.591,00

III. Angaben zu den langfristigen Forderungen

Die langfristigen Forderungen betreffen Kautionen für ein Wasserspendersystem und die Mietsicherheiten für Gewerberäume.

IV. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde als Bewertungsmethode die Projected-Unit-Credit-Methode (laufendes Einmalprämienverfahren) angewendet.

Der Berechnung wurden folgende Annahmen zu Grunde gelegt:

- Zinssatz (10-Jahres-Durchschnittszinssatz): 1,82 % p.a.
- Zinssatz (7-Jahres-Durchschnittszinssatz): 1,76 % p.a.
- Rententrend: 0,0 % p.a.
- Sterbetafel: Richttafel 2018 G von K. Heubeck

V. Erläuterung der sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen zeigen zum Bilanzstichtag folgende Aufgliederung:

Zusammensetzung: Berichtsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
Vertriebsbedingte Rückstellungen 70.300,00 74.100,00
Personalbedingte Rückstellungen 146.800,00 150.000,00
Sonstige Rückstellungen 46.730,00 50.580,00
Gesamt 263.830,00 274.680,00

VI. Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt Euro 187.500,00 und entfällt auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Durch eine Gleichstellungsverpflichtung alle bestehenden und künftigen Forderungen betreffend wurden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i. H. v. TEUR 575 abgesichert.

VII. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus einem Miet- und Pachtvertrag, mit einer Belastung i. H. v. 252 im Berichtsjahr.

Aus Leasingverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen mit einem Gesamtbetrag i. H. v. TEUR 104. Es handelt sich dabei um Leasingverträge für PKWs. Aus sonstigen Mietverträgen resultieren finanzielle Verpflichtungen i. H. v. 24, aus Wartungs- und Lizenzverträgen ergeben sich Verpflichtungen i. H. v. TEUR 124.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Angaben zu den Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung

Abzinsungsaufwendungen sind i. H. v. Euro 7.009,00 im Zinsaufwand enthalten.

II. Angaben zu latenten Steuern

Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern beruhen auf Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und den Steuerbilanzwerten bei den Pensionsrückstellungen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz von 30 %.

E. Sonstige Angaben

I. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Berichtsjahr Vorjahr
Angestellte 37 38
Arbeiter 26 30
Gesamt 63 68

In dieser Summe sind 25 (Vorjahr: 24) Teilzeitkräfte enthalten.

II. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Zum Geschäftsführer waren im abgelaufenen Geschäftsjahr bzw. bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses bestellt:

• Herr Frank Stehmann

• Frau Judith Stehmann

 

Fürth, den 27. August 2024

Frank Stehmann, Geschäftsführer

Judith Stehmann, Geschäftsführerin

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für die Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Stehmann Mode GmbH, Fürth

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stehmann Mode GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stehmann Mode GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Angabe A im Anhang sowie auf die Angaben in Abschnitt V.1. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet und die Fortführung der Gesellschaft davon abhängt, ob die Prämissen der vorliegenden Planung eintreten. Sollte die Planung verfehlt werden, wäre der Bestand des Unternehmens gefährdet. Wie in Angabe A des Anhangs und Abschnitt V.1. des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, 27. August 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
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