Stammdaten

Register
Amtsgericht Recklinghausen HRB 7802
Vorher
Baumdienst Bernemann GmbH
Eingetragen
5.1.2017
Branche
Erbringung von sonstigen gärtnerischen DienstleistungenGarten- und LandschaftsbauErbringung von Dienstleistungen für Forstwirtschaft und Holzeinschlag
Gegenstand
Durchführung sämtlicher Dienstleistungen im Zusammenhang mit Baumschnitt- und Pflegemaßnahmen, Winterdienst u. Grünflächenpflege, Garten- und Landschaftsbau, Erdarbeiten und Tiefbau sowie Transport von Maschinen, Stück- und Schüttgut.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christopher Kiehl
seit 19.7.2024
Prokura
Lisa Maria Bernemann
seit 19.7.2024
Prokura
Robin Römer
seit 3.1.2023
Prokura
Bernemann Felix
seit 3.1.2023
Geschäftsführer
Thomas Bernemann
seit 5.1.2017
Geschäftsführer
Christian Bernemann
seit 5.1.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Christian Bernemann
Recklinghausen
12.500 €
50.00%
Annette Bernemann
Recklinghausen
6.250 €
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bernemann GmbH

Datteln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Bernemann GmbH betreibt ein Unternehmen für Garten- und Landschaftsbau sowie für Tiefbau. Sie hat ihren Hauptsitz in Datteln, Klosterstraße 13, den sie von einer Schwestergesellschaft angemietet hat. Der Hauptsitz umfasst eine Fläche von rd. 50.500 m 2 auf denen sowohl die Verwaltung der Gesellschaft als auch der Betrieb mit der Werkstatt für Maschinen und Fahrzeuge untergebracht ist.

Das Tätigkeitfeld der Gesellschaft umfasst sämtliche Dienstleistungen die im Zusammenhang mit Baumschnitt- und Pflegemaßnahmen, Winterdienst und Grünflächenpflege, Garten- und Landschaftsbau, Erdarbeiten und Tiefbau sowie Transport von Maschinen, Stück- und Schüttgut stehen.

II. Ziele und Strategien

Unser langfristiges Ziel ist es, in unseren Geschäftsbereichen in einer Qualitäts- und Leistungsbreite neue Maßstäbe zu setzen und unsere Marktposition weiter zu festigen. Wir können seit unserer Gründung auf eine langjährige Branchenerfahrung zurückgreifen. Mit unseren insgesamt rd. 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erbringen wir in den Regionen Ruhrgebiet, Niederrhein und Münsterland für unser Kunden und Geschäftspartner nachhaltige Baudienstleistungen.

Ein wesentlicher Aspekt unserer Firmenpolitik ist es seit jeher, mit den natürlichen Ressourcen ökologisch aber auch ökonomisch sinnvoll zum Schutz der Umwelt und zum Wohl der heutigen und folgenden Generationen zu haushalten. Als finanzielle Leistungsindikatoren werden Umsatzerlöse und Liquidität betrachtet.

III. Innovation und Flexibilität

Wir legen großen Wert darauf, unsere Kunden mit Full-Service-Dienstleistungen zu bedienen. Wir profitieren hierbei durch durchgängig hohe Qualität, Kapazität und Flexibilität, von mittlerweile langjährigen und vertrauensvollen Kundenbeziehungen. Mit unseren Investitionen in neue Technologien und kreativen sowie neuartigen Lösungsansätzen möchten wir unsere Kunden stets aufs Neue begeistern.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V hat das Wirtschaftsjahr 2023 "Positiver als erwartet" ausgerufen. Die Mitgliedsbetriebe haben eine Umsatzsteigerung in Höhe von 2,98% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

Geprägt wurde die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland vor allem weiterhin durch die bestehenden Folgen des Ukraine Kriegs und den extremen Energiepreiserhöhungen. Im Jahr 2023 haben sich zudem die steigenden Bau-Zinsen von durchschnittlich 1% auf 4% sowie die Inflationsrate von 5,9% negativ auf die Investitionsbereitschaft im Bausegment ausgewirkt. Die Baugenehmigungen für neue Bauten (Baukosten) gingen 2023 nominal um 19,0% zurück. Angesichts der Baupreissteigerungen war dies ein Rückgang von 26,6%. Im Januar und Februar 2024 lag der reale Rückgang bei etwa 14,0%. Ferner führten die Engpässe auf dem Beschaffungsmarkt zu massiven Preissteigerungen in diversen Bereichen (zum Beispiel Nahrungsmittel).

Insgesamt ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Für 2024 erwarten die Wirtschaftsforscher einen realen Anstieg um 0,2%, teilweise sogar nur eine Stagnation. Insbesondere der Dienstleistungsbereich profitierte durch die Aufhebung nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Gleichermaßen stützte der Anstieg der privaten Konsumausgaben um 4,6% im Vergleich zum Vorjahr das Wachstum im Berichtsjahr. Das Baugewerbe, welches vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie gekommen ist, hatte vor allem mit dem bestehenden Fach- und Materialmangel sowie den gestiegenen Baukosten Probleme, dies führte zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung.

Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ging 2023 um 4,4% (kalenderbereinigt - 4,0%) zurück. Die Reichweite der Auftragsbestände lag im Januar 2023 bei 4,4 Monaten, ging aber bis zum Februar 2024 auf 3,6 Monate zurück. Im Dezember 2023 lag der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe saison- und kalenderbereinigt 7,9 % höher als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich stieg der reale Auftragseingang im Dezember 2023 kalenderbereinigt um 4,2 %. Der Auftragseingang betrug rund 8,6 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 1,7% mehr als im Dezember 2022. Die Bauindustrie erwartet für 2024 einen weiteren Rückgang um rund 3,5%.

Der Jahresumsatz in der Garten- & Landschaftsbau Branche stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Milliarden Euro auf rd. 10,34 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Wachstum von 3,0 %. Diesbezüglich erwirtschafteten die 4.277 Mitglieder der Garten- und Landschaftsbauverbände 62,83% des Gesamtumsatzes. Werttreiber ist nach wie vor der Privatgarten als stärkstes Auftraggebersegment mit einem Branchenumsatz in Höhe von 5,97 Milliarden Euro, dies entspricht 58% vom Gesamtumsatz der Branche. Der öffentliche Sektor (19,0% vom Gesamtumsatz) und der Wohnungsbau (10,0% vom Gesamtumsatz) stellen die weiteren starken Auftraggebersegmente dar.

Insgesamt ist die Anzahl der Betriebe auf 19.542 (Vorjahr: 19.373) gestiegen. Die Anzahl der Verbandsmitglieder blieb mit 4.277 (Vorjahr: 4.279) nahezu zu konstant. Die Anzahl der Nichtmitglieder nahm von 15.094 auf 15.265 zu.

Auch auf Ebene der Arbeitgeber erfreute sich die Branche weiterhin wachsender Beliebtheit: dies galt sowohl für Fachkräfte und sonstige Mitarbeiter*innen als auch für Auszubildende. Die Anzahl der Beschäftigten verzeichnete einen leichten Anstieg auf 130.722 (Vorjahr 130.001) und die der Auszubildenden auf 8.066 (Vorjahr: 7.826).

Die Entwicklung der Branche in den Folgejahren wird von den meisten Betrieben mit gedämpfter Erwartungshaltung prognostiziert. Trotz der guten Auftragslage minderte die Materialknappheit bei gleichzeitig steigenden Preisen für Baumaterialien, Pflanzen, Energie und steigender Inflation die Unternehmenserlöse der an der Frühjahrskonjunkturumfrage des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) im Frühjahr 2024 teilnehmenden Unternehmen.

Die langfristigen Aussichten für die nächsten fünf Jahre werden von den meisten Betrieben im Vergleich zum Konjunkturausblick Frühjahr 2024 skeptisch gesehen.

Die kurzfristigen Aussichten für die nächsten sechs Monate werden von den beteiligten Unternehmen positiver erwartet: Es wird für das Jahr 2024 mit einem Branchenumsatzprognose von 11,00 Milliarden EUR und für das Jahr 2025 in Höhe von 11,74 Milliarden EUR gerechnet. Das entspricht einem Wachstum von ca. 6,4% pro Jahr.

II. Geschäftsverlauf

1. Ertragslage

Trotz anhaltender Kriegssituation in der Ukraine, Inflation, steigende Rohstoffpreise und den Engpässen auf den Beschaffungsmärkten war die Geschäftsentwicklung von Beginn an sehr positiv. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr beliefen sich auf TEUR 45.657. Dies entspricht einem Anstieg um TEUR 18.921 im Vergleich zum Vorjahr. Ursache hierfür sind im Wesentlichen 1) die fortgeführten Akquisebemühungen der letzten Jahre, die im Berichtsjahr zu den erwartenden Umsatzsteigerungen geführt haben und 2) die Verschmelzung des Tochterunternehmens Möller GmbH, Garten- und Landschafts, -Tiefbau und die daraus gewonnen Kundenbeziehungen. Die Umsatzerlöse entfallen zu rd. 73,2 % auf private Auftraggeber und zu 26,8 % auf öffentliche Auftraggeber.

Die Bestände an unfertigen Leistungen bzw. an in Arbeit befindlichen Aufträgen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.558 gestiegen, so dass sich für das Berichtsjahr eine Gesamtleistung von insgesamt rd. TEUR 56.044 errechnet, die um TEUR 20.480 (63 %) über dem Vorjahr liegt.

Die Projekte wurden durch unser Team aus hochqualifizierten und engagierten Mitarbeitern, ebenso wie durch den Einsatz moderner Technologien erfolgreich umgesetzt. Durch ein flexibles Beschaffungsmanagement in Verbindung mit den angesammelten Erfahrungen langjähriger Geschäftsbeziehungen mit unseren Nachunternehmen und Zulieferern konnten die knappen Kapazitäten auf der Beschaffungsseite und die damit verbundene Entstehung von Lieferengpässen kompensiert werden. Trotz weiterhin steigender Roh- und Beschaffungspreise konnte die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Gesamtleistung) im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend stabil gehalten werden.

Diese stieg im Jahr 2023 auf 62,65 % (Vorjahr: 56,91 %). Insgesamt hat sich der Materialaufwand um TEUR 14.871 auf TEUR 35.109 im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Diese Entwicklung resultiert sowohl aus der Zunahme der eingekauften Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe als auch der Fremdleistungen.

Infolge dieser Entwicklungen stieg das Rohergebnis im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.261 auf EUR 22.669 (Vorjahr: TEUR 15.408).

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.945 auf EUR 8.405 gestiegen. Die wesentlichen Ursachen für diese Erhöhung liegen in den Neueinstellungen bedingt durch das Wachstum der Gesellschaft und in der allgemeinen Entwicklung der Lohnkosten begründet. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand / Gesamtleistung) hat sich trotz der absoluten Erhöhung der Kosten von 15,3 % im Vorjahr auf 15,0 % im Berichtsjahr geringfügig reduziert.

Die Abschreibungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 302 auf TEUR 504 erhöht, was im Wesentlichen durch gesteigerte Investitionsvolumina der Gesellschaft in die neue Betriebsstätte zu begründen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der Gesellschaft haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.029 (59.7 %) auf TEUR 7.531 erhöht. Dies liegt im Wesentlichen an den erhöhten Aufwendungen für Mieten für unbewegliche Wirtschaftsgüter (+TEUR 464), Diesel (+TEUR 550), Instandhaltungskosten (+TEUR 321), Mieten für bewegliche WG (+ TEUR 871) und Fahrzeugkosten (+TEUR 637). Außerdem sind unter diesem Posten Einstellungen in die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 1.222 (Vorjahr TEUR 1.060) enthalten.

Das Finanzergebnis beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR 86 (Vorjahr TEUR -74).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten periodenfremde Erträge (Steuererstattungen für Vorjahre) i.H.v. T€ 896 aus einer Betriebsprüfung.

Insgesamt schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 5.262 gegenüber TEUR 4.151 im Vorjahr ab.

2. Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist als sehr solide zu bezeichnen. Die liquiden Mittel beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 3.973 (Vorjahr: TEUR 4.216).

Die Gesellschaft finanziert sich fast ohne Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Dementsprechend sind auch nur geringe Zinsaufwendungen im Finanzergebnis enthalten. Die laufende Geschäftstätigkeit wird vielmehr ausschließlich aus dem laufenden Cash- Flow finanziert. Für die Zukunft gehen wir davon aus, dass wir auch im kommenden Geschäftsjahr keine Kontokorrentkredite in Anspruch nehmen werden und auch weiterhin alle Möglichkeiten zur Skontierung ausnutzen können.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 524 auf TEUR 1.941 zugenommen. Diese Entwicklung ist zum einen stichtagsbedingt, zum anderen auf die Ausdehnung des Geschäftsvolumens zurückzuführen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben im Vergleich zum Vorjahr stichtagsbedingt um TEUR 68 (10,1 %) auf TEUR 742 zugenommen.

KAPITALFLUSSRECHNUNG 2023 2022
T€ T€
Periodenergebnis 5.261,6 4.150,8
+/- Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 503,6 349,7
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 190,7 -3.023,7
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 10,0 0,0
- sonstige nicht zahlungswirksame Erträge 0,0 0,0
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit -4.212,6 -2.836,2
+/- Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) 439,2 -1.095,1
- Beteiligungserträge -13,0 -16,7
+/- Zinsaufwendungen/-erträge -72,9 -57,8
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 1.046,0 1.019,2
-/+ Ertragsteuerzahlungen/-erstattungen -1.032,8 120,2
= Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.119,8 -1.389,6
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 117,6 0,0
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen (ohne - Verschmelzungszugänge) -1.216,6 -1.944,3
+ Beteiligungserträge 13,0 16,7
+ erhaltene Zinsen 98,1 57,8
= Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -987,9 -1.869,8
+/- Darlehensaufnahmen/-tilgungen von Verbindlichkeiten 0,0 0,0
- Ausschüttungen an die Gesellschafter -1.350,0 0,0
- gezahlte Zinsen -25,2 0,0
= Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -1.375,2 0,0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -243,3 -3.259,4
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.216,4 7.475,8
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.973,1 4.216,4

Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage, Ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vorjahresvergleich um TEUR 4.285 (31,5 %) auf TEUR 17.878 (Vorjahr: TEUR 13.593) erhöht. Ein Grund für den Anstieg der Bilanzsumme ist die Verschmelzung der Tochtergesellschaft, Möller GmbH Garten- & Landschafts-, Tiefbau, Herten. Aus der Verschmelzung wurden die Bilanzsumme um ca. TEUR 1.785 aufgestockt.

Auf der Aktivseite zeigt sich diese Entwicklung im Wesentlichen durch den Anstieg im Anlagevermögen. Insgesamt wurden Investitionen in Höhe von TEUR 1.217 getätigt. Die Investitionen betreffend weitestgehend den Ausbau der neuen Betriebsstätte in Datteln.

Darüber hinaus ist im Bereich des Umlaufvermögens der Anstieg der Leistungsforderungen um TEUR 2.294 (72,3 %) auf TEUR 5.467 aufgrund der Umsatzausweitung infolge der positiven Geschäftsentwicklung sowie der Forderungen gegen Gesellschafter um TEUR 1.324 (35,9 %) auf TEUR 5.013 aufgrund von hingegebenen kurzfristigen Darlehen. Bzgl. dieser Entwicklung verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung im vorherigen Unterabschnitt.

Bei der Entwicklung der Posten der Passivseite ist zum einen der Anstieg des Eigenkapitals um TEUR 3.912 (40,4 %) auf TEUR 13.602 zu erwähnen. Diese Erhöhung resultiert aus der geplanten Thesaurierung des Jahresergebnisses 2023 sowie der vorgenommenen Ausschüttung i. H. v. TEUR 1.350 und führt zu einer Eigenkapitalquote von 76,0 % zum Bilanzstichtag 2023.

Auf der anderen Seite sind die (kurzfristigen) Rückstellungen um TEUR 66 (-4,6 %) auf TEUR 1.371 zurückgegangen. Der Grund liegt hier 1) in der Abnahme der Steuerrückstellungen gegenüber dem Vorjahresabschluss in Höhe von TEUR 256 und 2) in der Erhöhung von sonstigen Rückstellung, hauptsächlich durch eine höhere Rückstellung für Gewährleistungen und Urlaub um TEUR 191. Zudem haben sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten um TEUR 439 (17,8 %) auf TEUR 2.905 erhöht, weil analog zu den gestiegenen Leistungsforderungen, die Leistungsverbindlichkeiten ebenfalls angestiegen sind.

Unsere Vermögenslage beurteilen wir dementsprechend weiterhin als sehr solide.

C. Chancen- und Risikobericht, Prognosebericht

I. Chancenbericht

Die Bernemann GmbH sieht das Chancenmanagement als fortwährend unternehmerische Aufgabe. Die Geschäftsführung ist bestrebt, fortlaufend Trends, Anforderungen und Chancen zu erkennen, zu analysieren und die Gesellschaft entsprechend auszurichten. Der Chancenausblick wird von der Geschäftsführung der Gesellschaft insgesamt als "gut" bezeichnet. Diese Einschätzung begründen wir mit den Möglichkeiten, die uns der neue Betriebsstandort in Datteln und die sich darauf ergebende höhere Flexibilität in der Auftragsplanung bietet. Hinzu kommt der weiterhin hohe zeitliche Arbeitseinsatz unserer Mitarbeiterschaft bei gleichzeitig höher Produktivität.

Unter Berücksichtigung der gegenwärtig sehr zufrieden stellenden Auslastung und der vorliegend positiven Auftragslage aufgrund genehmigter Infrastrukturmaßnahmen durch Bund, Land und Gemeinden, geht die Geschäftsführung davon aus, dass auch im laufenden Geschäftsjahr 2024 und im kommenden Geschäftsjahr 2025 weitere Aufträge mit solide kalkulierten Preisen abgeschlossen werden können. Zudem ist die Zertifizierung zum "Güteschutz Kanalbau" für 2024 geplant und unser Geschäftsbereich "Kanalbau" wurde langfristig um öffentliche Auftraggeber erweitert. Für 2024 plant die Geschäftsführung die Erweiterung auf den Bereich "Straßenbau" um das Portfolio zu komplementieren.

Durch die mit unseren Kunden teils langjährig bestehenden Geschäftsbeziehungen, welche sich durch einen hohen Grad an langfristiger Dienstleistungsorientierung, Partnerschaftlichkeit und den damit verbunden erfolgreichen Abschlüssen der laufenden Projekte auszeichnen, ergeben sich immer wieder erneute Beauftragungen in den diversen Bereichen unseres Leistungsportfolios. Die Tatsache, dass wir über unsere Gesellschafterin auf einen sich ständig erweiternden Maschinenpark mit neuster Bautechnologie zugreifen können, verstärkt unsere Wettbewerbsposition zusätzlich.

Auch die langjährig bewährten Partnerschaften mit unseren Nachunternehmern sichern der Gesellschaft die zukünftig benötigten handwerklichen Kapazitäten zu. Die gute strategische Positionierung und die beschriebene Auftragslage ermöglichen es dem Unternehmen sich auch zukünftig erfolgreich am Markt zu behaupten.

Da die Gesellschaft selbst Fachkräfte ausbildet, Berufseinsteiger fördert und dies auch bereits in der Vergangenheit getan hat, wird diesbezüglich ebenfalls die Chance von Wettbewerbsvorteilen gesehen.

Durch nachhaltiges und qualitatives Wachstum und eine effiziente Struktur ist die Gesellschaft in der Lage ein langfristiges positives Wachstum umzusetzen, wenn auch mit geringeren Wachstumsraten. Auf Ebene der strategischen personellen Ausrichtung sind somit weitere Neueinstellungen für die Folgejahre geplant. Der Fokus auf Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter bleibt weiterhin ein zentrales Element, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Hier sieht die Geschäftsführung auf Grund der gegenwärtig bestehenden Basis an Mitarbeitern Wettbewerbsvorteile für die künftigen Geschäftsjahre.

II. Risikobericht

Neben den dargestellten Chancen bestehen Risiken, deren Management die fortwährende Aufgabe der Geschäftsführung ist. Das Marktumfeld wird von der Gesellschaft fortlaufend beobachtet und der enge Kontakt zu Kunden und den weiteren Stakeholdern gepflegt, um Veränderungen des Umfelds frühzeitig zu erkennen und um darauf reagieren zu können.

Dabei beschränken sich die Risiken für das Geschäftsmodell in der Regel spezifisch auf das jeweilige Projekt. Die Geschäftsführung ist somit bestrebt, lediglich Aufträge anzunehmen, welche von vorneherein beherrschbar und denen eine angemessene Vergütung gegenübersteht.

Für die Gesellschaft können sich zudem Risiken ergeben, welche von der Geschäftsführung nicht steuerbar sind. Hierzu zählt insbesondere auch die allgemeine konjunkturelle Entwicklung.

Die Risiken für das Jahr 2024 belaufen sich im Wesentlichen auf die weiteren Entwicklungen in der Ukraine Krise und der auch damit in Zusammenhang stehenden Preisentwicklung am Markt:

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine am 24. Februar 2022 hat es einen massiven Anstieg der Energiekosten gegeben. Dies hat zum einen zu einer erheblichen Verteuerung von Baumaterialien und zum anderen zu einer Materialknappheit für die diversen notwendigen Verbrauchsgüter geführt. Hinzu kommen Lieferengpässe auf Ebene unserer Zulieferer. Durch vorausschauende Einkaufspolitik und langjährig ausgelegter Vertragsmodelle konnten die Auswirkungen der Materialknappheit bislang kompensiert werden.

Es sind gegenwärtig keine Risiken erkennbar, die zu einer dauerhaften Bestandsgefährdung durch Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft führen können. Zur Deckung unseres Finanzbedarfs stehen ausreichend liquide Mittel aus dem laufenden Cashflow sowie den vereinbarten Kreditlinien zur Verfügung.

III. Prognosebericht

In Abwägung der vorgenannt dargestellten und analysierten künftigen Chancen und Risiken der Gesellschaft, geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich die Gesamtleistung auf Grund der gegenwärtig guten Auslastungen und Auftragslage im Jahr 2024 in etwa um 5 - 10% gegenüber dem Vorjahresniveau erhöhen wird. Dabei spielen die Preisentwicklungen auf dem Baustoffmarkt, die wir an unsere Kunden weitergeben, eine wesentliche Rolle für die Entwicklung.

Durch den Anstieg der Energiekosten und der damit verbundenen Verteuerung der notwendigen Verbrauchsmaterialien wird in den Folgejahren mit einem nennenswerten Anstieg im Kostenbereich gerechnet, welcher sich jedoch im budgetierten Bereich bewegen dürfte. Insgesamt wird von der Geschäftsführung erwartet, dass das Jahresergebnis 2024 leicht über dem des Berichtsjahres liegen wird. Gleiches gilt für das Folgejahr 2025.

Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges, soweit diese zum Zeitpunkt der Lageberichterstellung bereits ersichtlich waren, sind in der vorgenannten Prognose berücksichtigt.

Die Branche für Garten- und Landschaftsbau sieht sich derzeit mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Insbesondere die vorgenannte Ressourcen- und Materialknappheit sowie die damit in Zusammenhang stehenden massiven Verteuerungen stellen viele Unternehmen vor große Probleme.

Die Geschäftsführung verfolgt diese Entwicklungen sehr genau, sodass der enge Kontakt und der konstruktive Austausch zu Geschäftspartnern und Kunden noch mehr als schon üblich in den Vordergrund gerückt ist. Das bestehende Netzwerk hat in der Vergangenheit außerordentlich dazu beigetragen, dass Veränderungen am Markt, wie etwa preisliche Veränderungen oder Versorgungsengpässe, frühzeitig erkannt und durch entsprechende Reaktionen kompensiert werden konnten.

 

Datteln, den 7. Oktober 2024

gez. Thomas Bernemann

gez. Felix Bernemann

gez. Christian Bernemann

BILANZ zum 31. Dezember 2023

Bernemann GmbH, Datteln

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.604,00 852,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 356.666,00 396.666,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 29.490,50
370.270,00 427.008,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 977.016,00 247.032,00
2. technische Anlagen und Maschinen 99.704,00 61.978,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.049.298,00 688.016,75
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 303.772,21
2.126.018,00 1.300.798,96
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 406.985,28
0,00 406.985,28
Summe Anlagevermögen 2.496.288,00 2.134.792,74
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 138.468,00 57.330,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 37.317.916,38 21.617.647,54
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -37.324.434,06 -21.617.647,54
131.950,32 57.330,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.467.025,89 3.172.642,11
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 53.209,04
3. Forderungen gegen Gesellschafter 5.013.456,49 3.689.766,95
4. sonstige Vermögensgegenstände 791.962,81 261.829,65
11.272.445,19 7.177.447,75
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.973.114,90 4.216.369,98
Summe Umlaufvermögen 15.377.510,41 11.451.147,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.142,94 6.697,71
17.877.941,35 13.592.638,18

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 8.315.002,15 5.514.164,55
III. Jahresüberschuss 5.261.639,82 4.150.837,25
13.601.641,97 9.690.001,80
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 883.139,15 1.139.375,04
2. sonstige Rückstellungen 488.075,08 297.314,81
1.371.214,23 1.436.689,85
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 92.874,66 0,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 198.648,44
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.941.895,41 1.417.874,19
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 128.175,51 175.591,24
5. sonstige Verbindlichkeiten 742.139,57 673.832,66
(davon aus Steuern T€ 659 (Vj.: T€ 630); 2.905.085,15 2.465.946,53
davon i.R.d. soz. Sicherheit T€ 0 (Vj.: T€ 3))
17.877.941,35 13.592.638,18

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Bernemann GmbH, Datteln

2023 2022
1. Rohergebnis 22.668.635,70 15.407.515,18
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.118.030,90 -4.558.883,67
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für -1.287.363,52 -901.600,28
Altersversorgung und Unterstützung -8.405.394,42 -5.460.483,95
- davon für Altersversorgung T€ 40 (Vorjahr T€ 34)
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -503.584,73 -201.628,63
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -7.531.441,39 -4.501.595,01
5. Erträge aus Beteiligungen 12.955,64 16.737,89
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 98.116,18 57.753,19
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -148.108,04
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -25.166,44 0,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.046.028,15 -1.019.214,62
10. Ergebnis nach Steuern 5.268.092,39 4.150.976,01
11. sonstige Steuern -6.452,57 -138,76
12. Jahresüberschuss 5.261.639,82 4.150.837,25

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Bernemann GmbH hat ihren Sitz in Datteln. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Recklinghausen unter 7802 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung beachtet worden, um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern. Bei der Erstellung des Anhangs wurden die Aufstellungserleichterungen gemäß § 288 HGB Abs. 2 in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsgrundsätzen des Handelsgesetzbuches sowie den relevanten Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme von Going-Concern.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde auf die Angabe von Restlaufzeiten in der Bilanz verzichtet. Sie werden stattdessen in diesem Anhang dargestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr weitestgehend unverändert geblieben.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - soweit es sich um abnutzbare Gegenstände handelt - reduziert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Geschäftsjahres werden grundsätzlich pro rata temporis linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des gemilderten Niederstwertprinzips bewertet.

Der Anlagespiegel ist als Anlage 3, Seite 5 beigefügt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die unfertigen Leistungen werden auf der Basis einer retrograden Wertermittlung bewertet. Dabei wird der Auftragswert mit dem Fertigstellungsgrad multipliziert und ein angemessener Gewinnaufschlag abgezogen. Die "erhaltenen Anzahlungen" werden offen von den Vorräten auf der Aktivseite abgesetzt (§ 268 Abs. 5 S. 2 HGB).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bilanziert. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen des Geschäftsjahres, die wirtschaftlich das Folgejahr betreffen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der Abschreibung des Geschäftsjahres haben wir in einem Anlagenspiegel auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, wurden analog zu § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben (Geringwertige Wirtschaftsgüter). Eine Anpassung für handelsbilanzielle Zwecke erfolgte nicht. Ein entgeltlich erworbener Firmenwert wird mit den Anschaffungskosten angesetzt und über seine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Sicherheitseinbehalte von Kunden für Bauleistungen in Höhe von rd. TEUR 185 (Vorjahr: TEUR 189) und eine Mietkaution in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 3). Diese Posten weisen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Die Gesellschaft verfügt über ein Stammkapital von EUR 25.000,00. Die Stammeinlage ist vollständig in bar eingezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Kosten für künftige Gewährleistungsverpflichtungen, für den Personalbereich sowie Abschluss- und Prüfungskosten.

Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen: TEUR 229
Rückstellung für Personalkosten: TEUR 216
Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten: TEUR 25

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, valutieren in Euro und sind - mit Ausnahme der branchenüblichen Eigentumsvorbehalte - nicht besichert.

V. Angaben zur GuV

außergewöhnliche Geschäftsvorfälle:

Im Berichtsjahr haben wir Leistungsforderungen gegen Kunden in Höhe von TEUR 1.222 (Vorjahr TEUR 1.060) einzelwertberichtigt. Der Ausweis erfolgt in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

VI. Sonstige Angaben

Sonstiges:

Im Geschäftsjahr wurde das Tochterunternehmen Möller GmbH, Garten- und Landschafts- Tiefbau, mit Sitz in Datteln auf die Gesellschaft verschmolzen. Der Verschmelzungsvertrag wurde am 2. August 2023 unterzeichnet, und die Verschmelzung wurde am 17. August 2023 wirksam. Die Verschmelzung erfolgte im Rahmen der Rechtsgrundlage §§ 2 Nr. 1, 46 ff. UmwG, wobei die Muttergesellschaft alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Tochterunternehmens übernahm. Die Auswirkungen der Verschmelzung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind in dem Abschluss für das Geschäftsjahr 2023 berücksichtigt. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist aus diesem Grund eingeschränkt. (Bilanzverlängerung T€ 1.785; Umsatzerlöse 2022 T€ 1.683).

Die Gesellschaft ist sonstige finanzielle Verpflichtungen (mehrjährige Miet- und Leasingverträge) eingegangen, deren Gesamtbetrag nach dem Bilanzstichtag TEUR 1.850 beträgt.

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 139 Arbeitnehmer, davon 116 gewerbliche und 23 kaufmännische bzw. Verwaltungsmitarbeiter.

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr Herr Thomas Bernemann, Recklinghausen und Herr Christian Bernemann, Recklinghausen. Beide Herren sind hauptamtliche Geschäftsführer. Herr Thomas Bernemann verantwortet den kaufmännischen Bereich, Herr Christian Bernemann den technischen Bereich.

Seit dem 3. Januar 2023 ist Herr Felix Bernemann zusätzlich als Geschäftsführer für die Bereiche Logistik, Entsorgung und Disposition bestellt. Alle Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschriften im Sinne des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschusses 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Datteln, den 4. Oktober 2024

Bernemann GmbH

gez. Thomas Bernemann

gez. Felix Bernemann

gez. Christian Bernemann

Der Jahresabschluss wurde am 29.11.2024 festgestellt.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Bernemann GmbH

Datteln

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugang Verschmelzung Zugänge
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.134,26 11.095,50 16.167,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 400.000,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen 29.490,50 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 432.624,76 11.095,50 16.167,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 280.183,27 9.486,00 521.278,57
2. technische Anlagen und Maschinen 121.152,03 0,00 66.594,25
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 952.926,54 911.959,47 535.835,47
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 303.772,21 0,00 76.696,16
Summe Sachanlagen 1.658.034,05 921.445,47 1.200.404,45
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 555.093,32 0,00
Summe Finanzanlagen 555.093,32 0,00
Summe Anlagevermögen 2.645.752,13 932.540,97 1.216.572,20
Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.302,01
2. Geschäfts- oder Firmenwert 400.000,00
3. geleistete Anzahlungen 29.490,50 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 29.490,50 419.302,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.486,00 277.468,37 1.069.444,21
2. technische Anlagen und Maschinen 187.746,28
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 324.535,76 1.164.226,25
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 103.000,00 -277.468,37 0,00
Summe Sachanlagen 437.021,76 0,00 2.421.416,74
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 555.093,32 0,00
Summe Finanzanlagen 555.093,32 0,00
Summe Anlagevermögen 1.021.605,58 0,00 2.840.718,75
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Zugang Verschmelzung Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.282,26 9.526,50 4.984,75 16.793,51
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.334,00 0,00 40.000,00 43.334,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 5.616,26 9.526,50 44.984,75 60.127,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.151,27 5.774,00 69.236,94 6.248,00 108.162,21
2. technische Anlagen und Maschinen 59.174,03 0,00 28.868,25 88.042,28
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 264.909,79 662.633,47 360.494,79 261.150,33 1.288.038,05
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 357.235,09 668.407,47 458.599,98 267.398,33 1.484.242,54
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 148.108,04 0,00 148.108,04 0,00
Summe Finanzanlagen 148.108,04 0,00 148.108,04 0,00
Summe Anlagevermögen 510.959,39 677.933,97 503.584,73 415.506,37 0,00
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.604,00 852,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 356.666,00 396.666,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 29.490,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 370.270,00 427.008,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 977.016,00 247.032,00
2. technische Anlagen und Maschinen 99.704,00 61.978,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.049.298,00 688.016,75
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 303.772,21
Summe Sachanlagen 2.126.018,00 1.300.798,96
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 406.985,28
Summe Finanzanlagen 0,00 406.985,28
Summe Anlagevermögen 2.496.288,00 2.134.792,74

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bernemann GmbH, Datteln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bernemann GmbH, Datteln, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bernemann GmbH, Datteln, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.

Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dorsten, 11.11.2024

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