Stäubli Immobiliengesellschaft mbH

Theodor-Schmidt-Straße 19, 95448 Bayreuth, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bayreuth HRB 6781
Eingetragen
20.6.2018
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und die Verwaltung von Immobilien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peter Pühringer
seit 7.1.2020
Geschäftsführer
André Pötzinger
seit 21.2.2019
Prokura
Norbert Ermer
seit 20.6.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stäubli Holding AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

STÄUBLI HOLDING Germany GmbH

Bayreuth

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell des Konzerns

Ausgangspunkt für die Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage bilden Angaben zu den Grundlagen des Konzerns. Der Konzern setzt sich aus nachfolgenden Unternehmen zusammen, die die entsprechenden Produktbereiche bedienen.

Das Portfolio der Stäubli Bayreuth GmbH beinhaltet die Montage und den Verkauf von Websystemen zur Herstellung von Teppichen und technischen Geweben sowie die Produktion und den Verkauf von Fachbildemaschinen (Schaft- und Exzentermaschinen) zum Anbau an Webmaschinen, einschließlich dem Verkauf von Ersatzteilen und der Erbringung entsprechender Serviceleistungen. Zudem vertreibt die Gesellschaft in der DACH-Region Textilwebmaschinen einschließlich elektronischer Jacquardmaschinen und die dazugehörigen Ersatzteile, die von anderen Gruppenfirmen des Stäubli-Konzerns hergestellt werden und erbringt entsprechende Serviceleistungen.

Die Produktpalette der Stäubli Tec-Systems GmbH in Bayreuth umfasst den Handel mit Schnellverschlusskupplungen sowie die Entwicklung und den Verkauf von Multikupplungs- und Spannsystemen (MCS/QMC) einschließlich deren Montage. Außerdem beinhaltet sie den Handel mit Industrierobotern, Ersatzteilen, Programmier- und Simulationssoftware und dem dazugehörigen Service. Auch der Support sowie Kundenschulungen zählen zum Aufgabengebiet der Stäubli Tec-Systems GmbH.

Zum Konzern gehören in Deutschland außerdem zwei Gesellschaften von Stäubli Electrical Connectors in Weil und Essen. Diese entwickeln, produzieren und vertreiben elektrotechnische Artikel in den Bereichen elektrisches Messzubehör, Medical und Photovoltaik. Zudem zählen elektrische Steckverbinder und Prüf- und Messzubehör sowie Spezialkabel zu den Produkten. Es handelt sich hierbei um Produkte, die internationale Normen und Zulassungen erfüllen müssen. Das Unternehmen unterhält eine Technologie Gruppe und ein Prüflabor für interne Tests und Qualifizierungen. Die beiden Stäubli Electrical Connectors-Gesellschaften beliefern sich gegenseitig und erstellen Endprodukte in einer Kleinserienfertigung.

Das Portfolio der Stäubli WFT GmbH in Sulzbach-Rosenberg beinhaltet neben der Projektierung und dem Verkauf von Handels- und Fertigungsteilen vor allem die Produktion und den Vertrieb von fahrerlosen Transportsystemen für spezielle Kundenanforderungen sowie die dazugehörigen Serviceleistungen (inkl. dazugehöriger Ersatzteile). Die Transportsysteme sind als manuell bedienbare Fahrzeuge bis hin zu vollautomatisierten, autonom agierenden Fahrzeugen verfügbar und können sehr hohe Lasten bis 450.000 kg transportieren. Zudem zeichnen sie sich durch eine hohe Energieeffizienz und eine In- und Outdoor-Verwendbarkeit aus. Durch die unzähligen Einsatzmöglichkeiten und einen hohen Individualisierungsgrad sind die Fahrzeuge in nahezu allen Märkten - in denen Intralogistik gefordert wird - einsetzbar.

Die Stäubli Hamburg GmbH entwickelt und fertigt insbesondere Armaturen für Schlauchleitungen in den Industrien Öl & Gas, Chemie & Pharma, Logistik und Energie. Die Produktentwicklung erfolgt ausschließlich im Stammwerk in Norderstedt. Die Fertigung bedient sich zusätzlich zur Kapazität im Stammwerk externer Zulieferer im In- und Ausland, vor allem in China. In den klassischen Geschäftsfeldern bestehen langjährige Kundenbeziehungen mit Fachhändlern der Branche.

Gegenstand der Stäubli Immobiliengesellschaft mbH in Bayreuth ist der Erwerb und die Verwaltung von Immobilien.

2. Forschung und Entwicklung

Innovation ist eine der treibenden Kräfte der Stäubli Gruppe, was eine schlagkräftige Forschungs- und Entwicklungs-Abteilung erfordert. Ein wesentlicher Kernpunkt unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ist die stetige Verbesserung der Einsatzmöglichkeiten unserer Produkte für unsere Kunden.

In den Stäubli Electrical Connectors-Gesellschaften unterstützt das R&D-Department bei allen Grundlagen und Zertifizierungen und beschäftigt sich mit Themen wie Klebetechnik, Elektronik, Normen etc. Die Grundlagenforschung für die Technologien findet im ECS Headquarter in Allschwil (Schweiz) statt. Die Konstruktionsabteilung in Weil entwickelt Standardprodukte für die Sparte Automation, E-Mobility sowie kundenspezifische Lösungen für Industrie und Handel.

Die Stäubli Hamburg GmbH fokussiert sich vornehmlich auf Entwicklungen im Bereich Spezialkupplungen für Elektrolyte und große Kupplungen im IT-Cooling.

Die Anstrengungen im Bereich Forschung und Entwicklung werden konzernweit weiter forciert, zudem wurde dieser Bereich auch im Geschäftsjahr 2023 weiterhin optimiert. Hierdurch zeigt sich, dass der Konzern stets produktions- und absatzsteigernde Innovationen anstrebt.

Auch bei der Stäubli Bayreuth GmbH, der Stäubli Tec-Systems GmbH und der Stäubli Hamburg GmbH fanden im vergangenen Jahr erneut Optimierungen im Bereich Forschung und Entwicklung statt. Der Anteil des Personals im Bereich R&D liegt bei ca. 5 Prozent.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft 2023 entwickelte sich besser als noch im Vorjahr prognostiziert. Insgesamt konnte ein Wachstum von 3,1 Prozent verzeichnet werden. Dennoch reiht sich das Kalenderjahr 2023 als eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte ein. Großen Einfluss hierauf nehmen weiterhin die direkten und indirekten Folgen des Krieges in der Ukraine, die besonders in Europa bemerkbar sind. Die Verbraucher reagierten mit Vorsicht im Konsumverhalten angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten. Hinzu kamen deutlich gestiegene Finanzierungskosten. Im Vergleich zum Jahr 2022 verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA. Die Schwellen- und Entwicklungsländer, konnten ihre Dynamik mit einem Wachstum von 4,1 Prozent beibehalten. Der chinesische Markt konnte 2023 ein Wachstum von 5,2 Prozent verzeichnen. Die konjunkturelle Erholung wird dort weiterhin durch den Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen und schwache Industrieinvestitionen belastet. [1] Die Nationalbanken führten global die restriktive Geldpolitik fort. Resultat daraus ist der Anstieg der Kreditkosten, welche sich im Laufe des Jahres noch erhöhten. Die Inflationsrate im Jahr 2023 sank, liegt jedoch mit global 6,8 Prozent noch über dem Zielwert. Vorteilhaft war der Rückgang der pandemiebedingten Störungen der Lieferketten im Laufe des Jahres. Der globale Warenhandel wuchs um 0,4 Prozent schwach an. [2]

Deutschland:

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2023 in einem von Krisen geprägten Umfeld behaupten müssen. Die hohen Preise und Zinsen verringerten das Wachstum zudem. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank, laut ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes, um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ab. Der Aufwärtstrend der Wirtschaft nach den Jahren der Coronapandemie ist damit unterbrochen. [3] Wichtigste Stütze waren die Automobilindustrie und Investitionen in Großmaschinen, die die negativen Entwicklungen anderer Branchen abschwächten. Im produzierenden Gewerbe lag der Rückgang bei 2 Prozent, aufgrund nachlassender Produktion im Bereich Energieversorgung. Die Produktion in energieintensiven Industrien, wie Chemie und Pharmazeutik, war im Vergleich zu 2022 erneut rückläufig. Auch das Baugewerbe kämpft weiterhin mit schwierigen Finanzierungsbedingungen. Erstmal seit 20 Jahren verringerte zudem der deutsche Staat seine Ausgaben um preisbereinigt -1,7 Prozent. Die Ursache liegt im Wegfall der Coronamaßnahmen. [4]

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. [5] Der Wert liegt damit 0,7 Prozent über Vorjahresniveau (45,6 Mio. Erwerbstätige) [6] und setzt sich sowohl aus einer Zunahme der Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung als auch aus der Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zusammen. [7] Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2023 bei 3,1 Prozent. Damit liegt Deutschland unter dem EU-Schnitt von 5,9 Prozent. [8]

Die Inflationsrate erhöhte sich im Dezember 2023 um 0,1 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent. Der Jahresdurchschnitt 2023 beträgt 5,9 Prozent. Dies entspricht einer Verbesserung zum Vorjahr, wo der Jahresdurchschnitt bei 6,9 Prozent lag. Das Rekordniveau von 2022 ist damit überwunden. Insgesamt ist die Inflation weiterhin auf hohem Niveau. [9]

Textilmaschinen

Der Auftragseingang für Textilmaschinen ist in den vergangenen Monaten stark zurück gegangen. Im Jahr 2023 konnte die Branche noch von hohen Auftragsbeständen der Vergangenheit profitieren, sodass sich die Umsätze weiterhin auf einem guten Niveau befanden. In der Branche ist eine Investitionszurückhaltung spürbar, die sich in hohen Lagerbeständen zeigt. [10]

Connectors (Kupplungen, Spannsysteme und elektrische Steckverbinder)

Maschinen- und Anlagenbau: Der Maschinen- und Anlagenbau blickt auf ein durchwachsenes Jahr 2023 zurück. Zu Beginn des Jahres waren die Auftragsbücher gut gefüllt. Diese Bestände nahmen im Verlauf des Jahres ab, wodurch die anfänglich robuste Entwicklung des Umsatzes zur Mitte des Jahres nachließ. [11] Gesamtheitlich betrachtet stagnierte der Umsatz in 2023 weltweit. Eine rückläufige Entwicklung zeigt sich im Euro Raum mit Abnahmen von real 1-3 Prozent Umsatz sowie in Japan und Südkorea. Zuwächse entstanden in Indien und dem Vereinigten Königreich mit 10 Prozent bzw. 5 Prozent. [12]

Die Produktion im Maschinenbau in Deutschland hat nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ihr Vorjahresniveau im Jahr 2023 um real 0,7 Prozent unterschritten. Der Auftragseingang bewegte sich das gesamte Jahr auf schwachem Niveau. Hohe wirtschaftliche Unsicherheiten resultierten in der Zurückhaltung bei Bestellungen. Verglichen mit dem Vorjahr nahm der Bestelleingang um preisbereinigt 12 Prozent ab. Laut Umfrage des VDMA aus dem Oktober 2023 lag der Auftragsbestand bei 60 Prozent der Unternehmen unter dem langjährigen Durchschnitt. Demgegenüber nahm der Umsatz laut VDMA aufgrund anziehender Preise um nominal 7 Prozent zu. Produktion und Umsatz erreichten zum Jahresende ein geschätztes Niveau von 254 Mrd. und 262 Mrd. Euro. [13]

Automobilbau: In Deutschland lag die Pkw-Inlandsproduktion zum Jahresende 2023 mit einem Volumen von 264.500 Einheiten im Dezember um 1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Insgesamt liefen im Jahr 2023 4,1 Mio. Pkw von den Bändern, was einem Zuwachs von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Produktion konnte dennoch nicht den Wert des Vorkrisenjahres 2019 erreichen. Das Exportvolumen deutscher Pkws hat im Vergleich zu 2022 um 17 Prozent zugenommen und liegt bei 3,1 Mio. Fahrzeugen. Im Bereich der Auftragseingänge gingen sowohl die "Inlandsorder" als auch das Geschäft aus dem Ausland zurück. Die Gesamtabnahme beträgt 5 Prozent. [14]

Chemische Industrie: Die deutsche Chemieindustrie blickt auf ein schwieriges Jahr 2023 zurück. Geopolitische Unsicherheiten, hohe Zinsen und nur langsam sinkende Inflationsraten mindern die weltwirtschaftliche Erholung ab. Kunden chemisch-pharmazeutischer Konzerne im In- und Ausland sind in ihrer Bestellbereitschaft gehemmt, so der Verband der Chemischen Industrie (VCI). Umsatztechnisch zeigt sich dieser Effekt im dritten Quartal 2023 in einem Rückgang auf insgesamt 54.8 Mrd. EUR. Dieser Wert liegt um fast 14 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Zum Ende des Jahres 2023 nahm die Geschwindigkeit des Rückgangs ab. [15]

Kunststoffindustrie: Die Auftragsbestände in der Kunststoffindustrie sind nach wie vor auf hohem Niveau. In Summe konnte ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden. In den ersten neun Monaten 2023 betrug dieser Zuwachs 15 Prozent. Im Bereich des Auftragseinganges zeigt sich jedoch ein konträres Bild. Die Neuaufträge liegen nominal um 26 Prozent unter dem Niveau von 2022. Ursache dieses Rückgangs ist die Unsicherheit vieler Kunden in Bezug auf die generelle wirtschaftliche Lage (hohe Preise). Daraus folgt eine Zurückhaltung bei Investitionen. [16]

Robotics

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam 2023 ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise dämpften die Konjunktur. Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr um real 0,7 Prozent gesunken. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz allerdings um nominal 7 Prozent zu. [17]

Ziel- und Steuerungsgrößen

In der Stäubli Gruppe sind die zentralen Ziel- und Steuerungsgrößen für die Geschäftseinheiten der Nettoumsatz und das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), welche auf Basis der International Financial Reporting Standards IFRS ermittelt werden, sowie der Auftragseingang und das Investitionsverhalten. Dem Konzernabschluss der Stäubli Holding Germany GmbH kommt damit für sich genommen keine Steuerungsfunktion im Sinne des gruppenweiten Steuerungssystems zu. Er dient primär der Erfüllung gesetzlicher Offenlegungspflichten. Die vor diesem Hintergrund bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern.

2. Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung / Absatz

Der Umsatz der deutschen Stäubli-Gruppe ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und liegt bei TEUR 303.387. Das angestrebte Ziel von einer leichten Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr wurde erreicht. In allen Bereichen konnten geplante Projekte fortgeführt werden.

Gegliedert nach Geschäfts- und Tätigkeitsbereichen wurden folgende konsolidierte Umsatzerlöse erzielt:

(in TEUR) 31.12.2023 31.12.2022
Textile (Webmaschinen, Schaft- und Jacquard, WPS) 15.421 21.262
Connectors (Kupplungen, Spannsysteme, elektrische Steckverbinder) 197.846 194.286
Robotics (Industrieroboter, Peripherie) 90.120 74.661
303.387 290.209

Im Bereich der Websysteme blieben die Umsätze im Jahr 2023 hinter den Erwartungen zurück. Die Gründe sind in dem Krieg zwischen der Ukraine und Russland und der daraus resultierenden Inflation und Kaufzurückhaltung der Endkonsumenten sowie den knappen und sehr teuren Rohmaterialien zu finden. All dies lähmte die Investitionsbereitschaft bei den Abnehmern beträchtlich und sorgte für einen merklichen Rückgang beim Auftragseingang. Hauptabsatzmärkte waren Nordafrika und Europa. Der Hauptmarkt Türkei spielte 2023 nur eine untergeordnete Rolle. Bei den Fachbildemaschinen und Textilwebmaschinen der anderen Gruppenfirmen einschließlich dazugehöriger Ersatzteilgeschäfte verzeichnete die Gesellschaft gegenüber dem Jahr 2022 einen weiteren leichten Umsatzanstieg von 5 Prozent.

Die Umsatzentwicklung der Aktivität Fluid Connectors im Bereich Kupplungen, Spannsysteme etc. verbesserte sich zum Vorjahr um 2 Prozent. Der Zuwachs kam vor allem aus dem Produktbereich MONO.

Die Umsätze der Stäubli Electrical Connectors Essen GmbH sind im Vergleich zum 31.12.2022 um 9 Prozent gesunken. Der Gesamtumsatz hat damit die Erwartungen nicht erfüllt. General Industry (inkl. T&M und Medical) hat einen leichten Umsatzrückgang gegenüber dem Jahr 2022 zu verzeichnen.

Im Bereich Robotics in Bayreuth konnte das angestrebte Budget für 2023 hinsichtlich der Roboterstückzahlen nicht erreicht werden. Mit knapp 1.200 Systemen im gesamten Auftragseingang blieb Robotics in Bayreuth ca. 40 Prozent hinter der Budgetvorgabe zurück. Der Forecast für 2023 wurde äußerst ambitioniert gesteckt, da die Berechnungsgrundlage das Ausnahmejahr 2022 bildete. Insbesondere in den Bereichen Automotive und Pharma wurden mit nur 48 Prozent bzw. 47 Prozent Zielerreichung die Vorgaben deutlich verfehlt.

Aufgrund sehr hoher Lieferzeiten und anstehender Preisanpassungen haben Kunden 2022 oftmals im Voraus bestellt, wodurch 2023 auf den eigenen Lagerbestand zurückgegriffen werden konnte. Neubestellungen blieben somit aus, was unter anderem einen niedrigen Auftragseingang begründet. Positiv zu bewerten ist hierbei jedoch, dass aufgrund der hohen Backlog-Zahlen aus 2022 und insgesamt 1.920 gelieferten Robotersystemen im Jahr 2023 das Umsatzziel erfüllt werden konnte.

Ein weiterer Grund für einen hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Auftragseingang ist, dass sich Stäubli aufgrund der angespannten Lage am Beschaffungsmarkt gezwungen sah, eine zweimalige Preiserhöhung für Robotersysteme im Jahr 2022 umzusetzen. Glücklicherweise konnten im Laufe des Jahres 2023 ausreichend Maßnahmen ergriffen werden, um zumindest teilweise wieder auf das vorherige Preisniveau zurückzukehren.

Ein Konjunkturtief im Bereich der Automobilbranche und deren Zulieferer macht sich auch bei Stäubli aufgrund des hohen Kundenanteils in diesem Segment bemerkbar. Dieses Tief nimmt wiederum Einfluss auf die Metallindustrie, da das Vorantreiben der E-Mobility ins Stocken gerät und für Verbrennermotoren keine Investitionen in neue Bearbeitungsmaschinen getätigt werden.

Investitionen und der Ausbau des Teams sowie die Umsetzung der Horizon-Strategie "Service as a Business" zahlen sich aus, sodass das Budget im Bereich Customer Services 2023 um 9 Prozent übertroffen wurde. Der Anteil am Gesamtumsatz beträgt mittlerweile 24 Prozent.

3. Ertragslage

Das Ergebnis vor Steuern beträgt TEUR -15.630 (Vj. TEUR -7.262) und liegt somit unter den Erwartungen einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Hauptgrund hierfür sind im Wesentlichen Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite, krisenbedingte Umsatzrückgänge (Ukraine, Nahostkonflikt) sowie Investments in die Neuorganisation vereinzelter Divisionen.

Der Materialaufwand ist im Geschäftsjahr von TEUR 180.061 um TEUR 26.826 auf TEUR 206.887 gestiegen. Die Konzernmaterialaufwandsquote hat sich von 61,2 auf 64,8 Prozent erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf den überhöhten Druck auf die Beschaffungsmärkte zurückzuführen, da die Lieferketten durch den Ukrainekrieg und den Nahostkonflikt gestört wurden und die Beschaffungskosten weiterhin ein hohes Niveau haben.

Die Aufwendungen für Personal sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 76.509 auf TEUR 79.832 gestiegen. Zu begründen ist dies hauptsächlich damit, dass nach pandemiebedingten, tariflichen Nullrunden eine Tariferhöhung durchgeführt und zudem eine Inflationsprämie ausgezahlt wurde.

Auf Geschäfts- oder Firmenwerte sind laufende Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 40 (Vj. TEUR 40), auf stille Reserven von TEUR 354 (i. Vj. TEUR 1.187). Insgesamt haben sich die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 4.779 vermindert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 555 auf TEUR 5.614 verringert. Darin enthalten sind die anteilige Weiterverrechnung an Stäubli-Gruppen von zentral organisierten Bestellungen im Konzern und Fremdwährungsbewertungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 39.907 über dem Vorjahresniveau von TEUR 35.966. In diesem Bereich spiegeln sich vor allem die anhaltenden Preissteigerungen und die Währungskursentwicklung wider.

Das negative Zinsergebnis erhöht sich um TEUR 3.610 auf TEUR 6.506 gegenüber dem Vorjahr. Das Konzernjahresergebnis beträgt TEUR -15.671 (Vj. TEUR -3.672).

4. Finanzlage

Die Gruppe finanziert sich fast ausschließlich zentral und hauptsächlich aus Finanzmitteln des Stäubli Konzerns. Es bestehen durch Kreditinstitute zugesagte Avallinien in Höhe von TEUR 2.500, die zum Stichtag in Höhe von TEUR 630 in Anspruch genommen wurden.

Der operative Cashflow des Jahres 2023 beträgt TEUR -3.533 (Vj. TEUR 7.758) und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Diese Entwicklung ist vor allem auf den Konzernjahresfehlbetrag aus 2023 zurückzuführen.

Die Finanzierung der Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände des laufenden Geschäftsjahres ist mehrheitlich aus den eigenen Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt. Die Veränderung des Cash-Flows aus Investitionstätigkeit um TEUR -11.887 auf TEUR -22.947 ist auf die Weiterführung des Neubau-Projektes am Standort Bayreuth zurückzuführen. Für die in Anspruch genommene Darlehen waren TEUR 6.321 Zinsen zu berücksichtigen. Eine Ausschüttung wurde nicht vorgenommen.

5. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen ist um TEUR 25.661 auf TEUR 214.915 gestiegen.

Unter Berücksichtigung der Konzernfinanzierung durch die Muttergesellschaft im Rahmen der langfristigen Finanzplanung des Stäubli-Konzerns ist das Anlagevermögen durch Konzerneigenkapital gedeckt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind - im Wesentlichen stichtagsbedingt - im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 28.275 auf TEUR 26.175 gesunken. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 391 leicht gestiegen. Die flüssigen Mittel liegen mit TEUR 38.189 auf Vorjahresniveau. Darin enthalten ist ein fest angelegtes Bankguthaben.

Das Umlaufvermögen inklusive Rechnungsabgrenzungsposten und aktiven latenten Steuern ist im Wesentlichen durch die Erhöhung im Vorratsvermögen geprägt. Die Vorratsbestände zum Stichtag sind um ca. 7,7 Prozent auf TEUR 64.050 gestiegen und stellen 29,8 Prozent der Bilanzsumme dar.

Die Veränderung im Eigenkapital ist auf den Vortrag des Jahresfehlbetrags aus Vorjahren und dem laufenden Jahresfehlbetrag zurückzuführen.

Die Rückstellungen inkl. der passiven latenten Steuern sind insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 562 auf TEUR 25.385 leicht gesunken. Die Pensionsrückstellungen liegen im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 9.657 auf Vorjahresniveau. Die sonstigen Rückstellungen, die sich aus Rückstellungen für Personal (TEUR 9.552), Garantie (TEUR 849), Drohverlust (TEUR 869) und Sonstige (TEUR 3.315) zusammensetzen, sind ebenfalls auf dem Vorjahresniveau. Die Steuerrückstellung hat sich um TEUR 8 vermindert.

Auf Rückstellungen inkl. der passiven latenten Steuern entfallen 11,8 Prozent (Vj. 13,7 Prozent) des Gesamtkapitals.

Die Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 189.502 (Vj. TEUR 156.647) enthalten im Wesentlichen mit TEUR 165.678 (Vj. TEUR 132.085) Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmen der Stäubli-Gruppe. Davon entfallen TEUR 144.459 auf finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber übrigen Unternehmen der Stäubli-Gruppe sowie TEUR 21.219 auf Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten innerhalb der Stäubli-Gruppe.

Die Vermögenslage auf der Aktivseite war im Wesentlichen durch getätigte Investitionen im Anlagevermögen, der Zunahme des Bestands im Vorratsvermögen geprägt. Auf der Passivseite der Bilanz sind die Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmen der Stäubli-Gruppe aufgrund Folgewirkung der anhaltenden Marktsituation im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Dies ist hauptsächlich für laufende Investitionen und Ersatzinvestitionen innerhalb der Gruppe verwendet worden.

6. Beschaffung

Bei der Auswahl externer Lieferanten wird auf die Einhaltung der entsprechenden ISO-Normen geachtet. Hauptzulieferer sämtlicher Bereiche, ausgenommen der Standorte der Stäubli Electrical Connectors-Gesellschaften, sind ausländische Konzernunternehmen der Stäubli-Gruppe sowie innerdeutsche Unternehmen.

7. Personal- und Sozialbereich

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Konzern ist im Vergleich zum Vorjahr um 11 Mitarbeiter gestiegen. Somit waren durchschnittlich 1.130 Mitarbeiter (davon 59 Auszubildende) für den Konzern tätig.

Kontinuierliche Fortbildung und die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter bleiben zentrale Faktoren in einem technologieorientierten Wettbewerbsumfeld. Dabei werden durch gezielte Maßnahmen die Mitarbeiterquantität und -qualität kontinuierlich an die jeweiligen Gegebenheiten der Geschäftsbereiche angepasst.

8. Investitionen

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt TEUR 23.238 vorgenommen. Die Investitionstätigkeit liegt somit um 109,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Am Standort Bayreuth wurden im Geschäftsjahr 2023 hauptsächlich Investitionen im Rahmen der Strukturerhaltung getätigt. Die wesentlichen Investitionen sind demnach der Erhaltung der Liegenschaften zuzurechnen.

Am Standort Bayreuth erfolgte im Jahr 2022 der Spatenstich für den Bau eines neuen Gebäudes. Die Gebäude D3, D2 und D1 wurden bereits abgenommen. Im Jahr 2023 wurde das Gesamtkonzept mit dem Baubeginn des Welcome-Centers fortgeführt. Im Jahresverlauf wird der Bezug der fertiggestellten Gebäude fortgesetzt. Die endgültige Fertigstellung ist bis Q4 2024 geplant.

Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens liegen die Abschreibungen des Geschäftsjahres mit TEUR 7.450 um 39,1 Prozent unter denen des Vorjahres.

Die Investitionen der Stäubli Electrical Connectors GmbH Weil entfielen größtenteils auf die Anschaffung von Ersatz und Optimierung bei Produktionsmaschinen/-werkzeugen sowie die Erneuerung von Geschäftsausstattung und allgemeiner sowie logistischer Infrastruktur.

Bei der Stäubli Hamburg GmbH entfallen die Investitionen schwerpunktmäßig auf Testequipment und Infrastruktur. Im Jahr 2024 werden die Investitionen im Wesentlichen für Infrastruktur und Prozessoptimierung anfallen.

Die STÄUBLI WFT hielt an den wichtigen Initiativen fest. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen betrugen TEUR 100.

9. Gesamtaussage

Stäubli hat weiterhin eine Tendenz zur Expansion, was die Entwicklung an den Standorten (Instandhaltungsmaßnahmen, Weiterentwicklung der jeweiligen Gebäudestruktur etc.) belegt. Um weiterhin den Anforderungen gerecht zu werden, wurde an der Optimierung entscheidender Prozesse gearbeitet, um auf wirtschaftliche Entwicklungen zu reagieren und damit zukunftsorientiert zu agieren.

Für die Gesamtsituation für 2023 ist festzustellen, dass die Erwartungen insgesamt erfüllt wurden. Die Umsatz- und EBIT-Ziele konnten speziell im Bereich Textile nicht erreicht werden. Die anderen Geschäftsbereiche Robotics und Connectors konnten dies nicht ausreichend kompensieren.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Grundsätze

Der Konzern hat das Ziel, nachhaltiges Wachstum in den Geschäftsfeldern zu sichern. Daher werden die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung über die gesamte Gruppe unverändert fortgesetzt. Wesentliche Anstrengungen dienen der Ertragserhöhung sowie der technischen Marktführerschaft.

Trotz der aktuellen Konjunkturaussichten forciert der Konzern auch weiterhin Entwicklungsmaßnahmen, um die zukunftsfähige Ausrichtung nicht zu vernachlässigen.

Ausblick

Für das Jahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von 3,1 Prozent. Dies entspricht in etwa dem Wert von 2023. Die Expansion ist damit weiter eingetrübt. [18] Besonders für den japanischen und den US-amerikanischen Markt erwartet der IWF einen Dynamikverlust. Für die EU zeigten sich kürzlich positive Tendenzen. Hier wird mit einem Anstieg des BIP um 0,9 Prozent gerechnet. Deutschland wird vermutlich lediglich einen Zuwachs von 0,5 Prozent erzielen können und entwickelt sich damit unterdurchschnittlich. Das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer ist vergleichsweise hoch und liegt bei 4,1 Prozent. Für China (+4,6 Prozent) und Indien (+6,5 Prozent) werden leichte Einbußen im Vergleich zu 2023 erwartet. [19]

Abwärtsrisiken für die Prognosen sind in geopolitischen Risiken begründet. Hier spielen eine Eskalation des Nahostkonflikts, der anhaltende Krieg in der Ukraine und witterungsbedingte Schocks eine maßgebliche Rolle. Die Kerninflation ist weiterhin hoch. Der chinesische Markt bietet 2024 sowohl Chancen als auch Risiken. Nicht zu unterschätzen ist eine potenzielle Wachstumsverlangsamung. Bei einem Aufschwung könnten positive grenzüberschreitende Effekte erzielt werden. [20]

Die Gründe für die Schwäche des Marktes sind ebenfalls in den Folgen des russischen Angriffskrieges und der hohen Inflation begründet. Zudem bestehen weiterhin spürbare Nachwirkungen der Corona-Pandemie. [21]

Für den weltweiten Maschinenbau wird in 2024 eine erneute Stagnation der preisbereinigten Umsätze prognostiziert. Für Asien wird ein Wachstum vorhergesagt. Der indische Markt spielt dabei mit 5% die entscheidende Rolle. Der VDMA erwartet in China ein Wachstum von 2 Prozent. Dieser Wert liegt deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau. Für die EU sowie die USA ist dahingegen ein preisbereinigter Einbruch der Umsätze um 2 Prozent, aufgrund fehlender Auftragseingänge in 2023, absehbar. [22] Für deutsche Maschinen- und Anlagenbauer wird 2024 ein herausforderndes Jahr werden. Der VDMA rechnet mit einem Rückgang der Produktion von 4 Prozent. Die Weltkonjunktur bewegt sich weiter auf niedrigem Niveau und bremst den Kauf neuer Investitionsgüter. Viele Unternehmen haben deshalb ihre Einstellungsabsichten zurückgefahren und werden versuchen mittels Kurzarbeit konjunkturelle Schwächephasen zu überwinden. [23] .

Der Automobilbau in Westeuropa kämpft weiterhin mit großen strukturellen Herausforderungen wie hohen Energie- und Lohnkosten, Materialkostensteigerungen und brüchigen Lieferketten. [24] In Deutschland werden negative Absatzeffekte aufgrund des abrupten Endes des Umweltbonus vermutet. [25] Im Bereich der Motoren sind die Wachstumsaussichten eingetrübt. Die Auftragseingänge waren hier wegen Nachholeffekten der Coronapandemie in den vergangenen zwei Jahren auf recht hohem Niveau. Für 2024 wird eine Normalisierung erwartet, die mit sinkenden Umsätzen einhergeht. [26]

In der Kunststoffindustrie ist der wirtschaftliche Ausblick für 2024 gemischt. Die Unsicherheit der Weltwirtschaft macht sich im Auftragseingang bemerkbar. Auftragsbestand ist weiterhin vorhanden. Der Umsatz wird voraussichtlich 5 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen [27] . Insgesamt ist der Trend einer Verlagerung der deutschen Kunststoffindustrie ins europäische Ausland (13 Prozent), sowie in die USA (7 Prozent) und China (2 Prozent) zu beobachten. Gründe hierfür sind die Nähe zu Rohstoffquellen sowie ausländische Subventionen. [28]

Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. [29] Das Robotics Vertriebsteam in Bayreuth blickt ebenfalls besorgt in die Zukunft. Die Projektanfragen sind weiter rückläufig und bereits bekannte Projekte werden aufgeschoben. Hinzu kommt, dass vermehrt Projekte ins Ausland verlagert werden.

Im Bereich Customer Services ist das angestrebte Wachstum von 15 Prozent stark von den Roboterverkaufszahlen in 2024 abhängig. Die Weiterentwicklung des Vertriebs von Dienstleistungen wie Programmierung, Wartung oder Schulung benötigt eine zunehmende installierte Roboterbasis. Des Weiteren muss die Servicierung der Bestandskunden mit derzeit 20 Prozent weiter ausgebaut werden. Um dieses Potential auszuschöpfen, wurde eine neue Service-Vertriebsstelle geschaffen.

Bei der Betrachtung der Geschäftslage der beiden Aktivitäten der Stäubli Tec-Systems GmbH muss man die Bereiche Fluid Connectors und Robotics unterschiedlich betrachten. Robotics versucht, durch den Ausbau des Service seine "Standfestigkeit" zu erhöhen. Connectors ist von den konjunkturellen Entwicklungen und der Abnahme in 2023 getrieben. Einbrüche im Investitionsverhalten von Kunden aus der Automobil-, Kunststoff- und Chemieindustrie sind in jedem Fall spürbar und können sich auswirken. Für den Eisenbahn-, den Motorsport, den Alternative Fules und den Aerospacemarkt ist der Ausblick positiv.

Bei den Websystemen werden 2024 weiterhin schwierige Rahmenbedingungen attestiert, jedoch wird eine leichte Erholung des Marktes erwartet. Im Hauptmarkt Türkei wird nach zwei schwachen Jahren ein Aufschwung erwartet. In einem anderen wichtigen Markt, Ägypten, sieht man noch keine Entspannung hinsichtlich der Importgenehmigungen. Die Regierung ist hier weiterhin sehr zurückhaltend. In Fernost besteht begründete Hoffnung, dass die Webereien dort in neue Maschinen investieren werden, da ältere Maschinen ersetzt werden müssen.

Im Bereich der Fachbildemaschinen rechnet die Gesellschaft mit ähnlichen Ergebnissen wie im abgelaufenen Geschäftsjahr. Bei den Textilwebmaschinen, insbesondere den Jacquardmaschinen für Flachgewebe, wird sich für 2024 der Umsatz auf dem Niveau der letzten Jahre fortsetzen.

Die Stäubli Electrical Connectors-Gesellschaften erwarten für 2024 leichte Auftragszuwächse. Der Bereich T&M ist nach wie vor ein gesättigter Markt mit leichtem Wachstum. Viel Potential haben die Bereiche Automation und Renewable Energy. Hier wird ebenfalls mit leichtem Wachstum gerechnet.

Die Stäubli Hamburg GmbH rechnet in 2024 mit einem Wachstum im Segment IT-Cooling. Zu Beginn des Jahres verharrt der Auftragseingang, man geht dennoch von einer positiven Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte aus.

Im Jahr 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einer weiteren Stabilisierung des Geschäftes. Man geht von einer leichten Umsatzsteigerung im folgenden Jahr aus.

Die andauernden Spannungen in der Ukraine und den verschiedenen Regionen des Nahen Ostens werden auch 2024 Auswirkungen auf die globale Sicherheit und die Wirtschaft haben. Bei der Inflationsrate ist immerhin ein kleiner Rückgang zu verzeichnen. Es ist zu erwarten, dass sich Lage im zweiten Halbjahr besser als im ersten Halbjahr darstellen wird.

Die Unsicherheit bezüglich der Entwicklung dieser Krisen bleibt jedoch weiter bestehen, die Prognosefähigkeit dadurch weiterhin eingeschränkt.

Risikomanagement

Zur Wahrung der betrieblichen Integrität werden die Risiken regelmäßig analysiert.

Das im Konzern eingesetzte Risikomanagement dient dazu, wesentliche Risiken aller Art einzudämmen oder zumindest berechenbar und steuerbar zu machen. Neben den Quartalsabschlüssen, Forecast- und Budgetplanungen werden im Rahmen des Risikomanagements monatlich Umsätze, Auftragseingänge und Auftragsbestände bei allen Gesellschaften kontrolliert und gegen entsprechende Planzahlen verglichen, um zeitnah auf etwaige Risiken reagieren zu können.

Der Konzern ist mit seinen Produktschwerpunkten Textilmaschinen, Industrieroboter, Kupplungstechnik und Steckverbindungen den typischen Geschäftsrisiken ausgesetzt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.

Risiken Schadenspotential Eintrittswahrscheinlichkeit
Wirtschaftliche Risiken Mittel Mittel
Rechtliche Risiken Niedrig Niedrig
Personelle Risiken Niedrig Niedrig
Leistungswirtschaftliche Risiken Niedrig-Mittel Niedrig-Mittel
Finanzwirtschaftliche Risiken Niedrig Niedrig

Wirtschaftliche Risiken

Dazu gehören insbesondere konjunkturelle Nachfragerückgänge, spezifische Länderrisiken und Risiken aus der technologischen Weiterentwicklung von Industriegütern. Diese Risiken werden aufgrund der aktuellen Lage als mittel eingestuft. Künftige Erwartungen beruhen immer auf einer Einschätzung zum aktuellen Zeitpunkt. Die tatsächlichen Ereignisse können von diesen Einschätzungen abweichen.

Auch 2024 hat der Ukraine-Krieg unmittelbare Relevanz für die Liefersicherheit von wichtigen Ressourcen, einschließlich Metallrohstoffen, die aus der Region exportiert werden. Im Nahen Osten haben geopolitische Rivalitäten und innenpolitische Unruhen zu einer Reihe bewaffneter Konflikte und politischen Krisen geführt. Die Lieferrouten durch strategische Wasserwege wie die Straße von Hormus sowie die Transitkorridore für Erdöl und Erdgas sind regelmäßigen Störungen ausgesetzt. Die anhaltenden Konflikte haben Auswirkungen auf die Lieferketten, was zu einer Erhöhung der Transportkosten und einer Verlängerung der Lieferzeiten geführt hat. Im Verlauf des Jahres bleibt die Entwicklung der Gesamtsituation schwer einschätzbar. Es bleibt abzuwarten, welche Entwicklung die allgemeinen Preissteigerungen nehmen werden. Mit Nachfragerückgängen aufgrund der Inflation ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu rechnen. Zusammengefasst wird dieses Risiko seitens der Geschäftsleitung als mittel eingestuft, da hierzu ein Maßnahmenplan verbunden mit einem entsprechenden Risikomanagement zur Bewältigung der Krisen implementiert wurde und konsequent weiterverfolgt wird.

Insgesamt betrachten wir die wirtschaftlichen Risiken der deutschen Gruppe als beherrschbar und diese sind soweit möglich in den Planungen berücksichtigt.

Rechtliche Risiken

Durch die weltweite Tätigkeit des Konzerns müssen eine Vielzahl internationaler und landesspezifischer Regelungen beachtet werden. Daraus können Risiken und Chancen entstehen. Im Bedarfsfall werden Spezialisten für das jeweilige nationale Recht herangezogen. Rechtliche Risiken werden nach Möglichkeit durch Rahmenverträge begrenzt. Im aktuellen Geschäftsverlauf wird dieses Risiko als niedrig eingestuft.

Personalrisiken und -chancen

Der Konzern ist ein von Hochtechnologie geprägtes Unternehmen und hängt demnach maßgeblich von qualifizierten Fach- und Führungskräften ab. Personalrisiken entstehen im Konzern hauptsächlich durch Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen. Die Mitarbeiter werden gezielt fortgebildet, was die Motivation und Qualifikation nachhaltig steigert. Zudem werden flächendeckend Mitarbeitergespräche durchgeführt, um im Bedarfsfall eine zeitnahe Einschätzung der Chancen und Risiken zu erhalten.

Oberstes Ziel der Konzernleitung ist es, keine strukturellen Änderungen vorzunehmen und alle Arbeitsplätze zu sichern. Nur so wird es möglich sein, die vielfältigen Herausforderungen, die für die Zukunft zu erwarten sind, bewältigen zu können.

Leistungswirtschaftliche Risiken und Chancen

Die Erfolgsaussichten in den einzelnen Segmenten sind meist von den politischen und konjunkturellen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Absatzgebieten abhängig. Da es sich teilweise um oligopolistisch geprägte Angebotsmärkte handelt, könnten durch einen verschärften Preis- und Technologiewettbewerb unter den Herstellern wesentliche Ertragsziele unter Umständen nicht erreicht werden.

Ein nicht unerheblicher Teil des Absatzes von Webmaschinen wird in Ländern mit nur teilweise stabilen politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen getätigt. Auftretende Instabilitäten in solchen Ländern könnten zu einer Nichterreichung von Absatzzielen führen. Gleichwohl ist die Neuentwicklung von innovativen Maschinen und Anlagen eine große Chance zur Erweiterung des Geschäftsbereichs.

Durch die Ukraine-Krise und die Krise in Nah-Ost ergeben sich neue Situationen am Beschaffungsmarkt. Beide Regionen sind nicht unerheblich für die Aufrechterhaltung der globalen Versorgungsketten. Zudem werden die Energiepreise auch im Jahr 2024 auf einem relativ hohen Niveau bleiben. Dies ist bedingt durch die teilweise unsichere Lage in den erdöl- und erdgasreichen Regionen. Durch die Sicherstellung der Lieferketten seitens des Konzerns, sehen wir allerdings ebenso Chancen. Wir gehen davon aus, dass der Konzern nach Überstehen der Krisen wieder von der Investitionsbereitschaft im Maschinen- und Anlagenbau und in sonstigen Industrien profitieren wird.

Basierend auf der aktuellen Lage wird dieses Risiko aus heutiger Sicht als niedrig bis mittel eingestuft.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Im vergangenen Geschäftsjahr wurde, wie in den Vorjahren, weitgehend auf eine Inanspruchnahme von Finanzierungen durch Kreditinstitute verzichtet. Die Bereitstellung von flüssigen Mitteln erfolgt fast ausschließlich intern im Stäubli Gesamt-Konzern. Daher wird das Risiko erneut als sehr niedrig eingeschätzt.

Zusammenfassende Bewertung

Nach unserer Auffassung ist der Konzern im Rahmen der Einbindung in die Stäubli- Unternehmensgruppe strategisch gut aufgestellt und mit entsprechenden Ressourcen an Mitarbeitern, Know-how und Produktionstechnik ausgestattet, um auf notwendige Veränderungen der Rahmenbedingungen reagieren zu können. Flexible und bedarfsgerechte Maßnahmenpläne runden diese Einschätzung ab.

Insgesamt gesehen, sind die Risikosummen und die Risikowahrscheinlichkeiten, denen sich der Konzern im Jahr 2024 aussetzt, überschaubar und aus heutiger Sicht auch jederzeit beherrschbar.

1 VDMA-Textbausteine 2024. Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, S. 1f.
2 VDMA-Textbausteine 2024. Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, S. 2f.
3 VDMA-Textbausteine 2024. Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, S. 4.; Statisches Bundesamt. 2024. Pressemitteilung - Inflationsrate im Jahr 2023 bei 5,9 Prozent, S. 3f.
4 VDMA-Textbausteine 2024. Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, S. 4f.
5 VDMA-Textbausteine 2024. Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, S. 5.
6 VDMA-Textbausteine. 2023. Maschinenbaukonjunktur 2022/Ausblick 2023, S. 5.
7 VDMA-Textbausteine 2024. Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, S. 5.
8 Statisches Bundesamt. 2024. Europa in Zahlen - EU-weite Erwerbslosigkeit liegt im Dezember 2023 bei 5,9%, S. 1ff.
9 Statisches Bundesamt. 2024. Pressemitteilung - Inflationsrate im Jahr 2023 bei 5,9 Prozent, S. 1f.
10 VDMA-Textilmaschinen. 2023. Konjunktur in den Fachzweigen, S. 44f.
11 VDMA-Textbausteine 2024. Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, S. 3.
12 VDMA-Textbausteine 2024. Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, S. 3.
13 VDMA-Textbausteine 2024. Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, S. 5f.
14 VDA. 2023. Produktion und Markt im Dezember 2023 - Pkw-Produktion in Deutschland 2023: Deutliches Plus gegenüber Vorjahresniveau, S. 1.
15 CHEManager.2023. Chemiekonjunktur: Keine Trendwende erkennbar, S. 1f.
16 VDMA. 2023. Maschinenbaukonjunktur in den Fachzweigen. S. 28f.
17 VDMA-Textbausteine 2024. Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, S. 4.
18 VDMA-Textbausteine 2024. Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, S. 7f.
19 VDMA-Textbausteine 2024. Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, S. 7f.
20 VDMA-Textbausteine 2024. Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, S. 8.
21 IWF. 2023. IWF sieht Deutschland noch tiefer in der Rezession. S. 2.
22 VDMA-Textbausteine 2024. Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, S. 8.
23 VDMA-Textbausteine 2024. Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, S. 9f.
24 Automobilindustrie. 2023. Kommentar: Für Zulieferer wird Deutschland zu teuer, S. 3.
25 VDA. 2023. Produktion und Markt im Dezember 2023 - Pkw-Produktion in Deutschland 2023: Deutliches Plus gegenüber Vorjahresniveau, S. 1.
26 VDMA. 2023. Maschinenbaukonjunktur in den Fachzweigen. S. 32.
27 VDMA. 2023. Maschinenbaukonjunktur in den Fachzweigen. S. 29.
28 FAZ. 2023. Kritik am Wirtschaftsstandort - Plastikhersteller in Panik.
29 VDMA-Textbausteine 2024. Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, S. 9.

 

Bayreuth, den 20. Dezember 2024

STÄUBLI HOLDING Germany GmbH

Yves Stäubli

Gerald Vogt

Norbert Ermer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.244.123,80 1.974.502,99
2. Geschäfts- oder Firmenwert 377.631,00 417.382,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 5.621.754,80 216.775,95 2.608.660,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.732.444,14 21.183.722,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.673.317,63 7.695.049,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.376.320,03 5.427.751,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.620.725,00 54.402.806,80 7.359.216,13 41.665.739,98
60.024.561,60 44.274.400,92
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.902.653,57 16.783.793,73
2. Unfertige Erzeugnisse 20.022.853,24 15.471.549,23
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 25.314.961,99 25.752.378,38
4. Geleistete Anzahlungen 809.862,71 64.050.331,51 1.443.722,63 59.451.443,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.174.527,49 28.274.886,73
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.052.850,97 11.661.871,47
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.405.450,41 40.632.828,87 2.259.670,43 42.196.428,63
III. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 38.188.854,33 40.845.645,70
142.872.014,71 142.493.518,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.056.639,51 560.615,46
D. Aktive latente Steuern 630.471,84 707.626,40
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 1.210.568,95 1.217.342,38
F. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 9.120.344,37 0,00
214.914.600,98 189.253.503,46

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 31.802.942,48 31.802.942,48
III. Konzernverlustvortrag -25.360.832,77 -21.689.063,23
IV. Konzernjahresfehlbetrag -15.671.054,13 -3.671.769,54
V. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 82.600,05 82.600,05
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 9.120.344,37 0,00
0,00 6.550.709,76
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 9.657.421,72 9.716.585,72
2. Steuerrückstellungen 50.639,00 58.711,00
3. Sonstige Rückstellungen 14.584.846,80 14.797.405,78
24.292.907,52 24.572.702,50
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.914.590,22 15.379.425,89
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.221.401,45 4.746.467,89
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 165.678.336,44 132.084.809,62
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.687.599,96 4.436.591,13
- davon aus Steuern EUR 2.224.414,63 (i. Vj. EUR 1.594.730,16) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 25.248,85 (i. Vj. EUR 21.882,89) -
189.501.928,07 156.647.294,53
D. Rechnungsabgrenzungsposten 27.366,63 108.339,09
E. Passive latente Steuern 1.092.398,76 1.374.457,59
214.914.600,98 189.253.503,46

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 303.387.005,40 290.208.648,25
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 15.597.530,16 2.162.624,44
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 353.328,92 1.857.746,95
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.613.759,43 6.169.258,33
324.951.623,91 300.398.277,97
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -200.043.457,46 -171.775.782,21
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.843.266,44 -206.886.723,90 -8.284.884,79 -180.060.667,00
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -67.224.025,91 -63.123.091,48
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -12.608.149,90 -79.832.175,81 -13.386.122,95 -76.509.214,43
- davon für Altersversorgung EUR 1.155.811,52 (i. Vj. EUR 1.685.147,81) -
7. Abschreibungen
a) auf Geschäfts- oder Firmenwerte -39.751,00 -39.751,00
b) auf sonstige immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -7.410.535,08 -7.450.286,08 -12.189.285,17 -12.229.036,17
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -39.906.605,76 -35.965.535,32
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 171.802,04 609.333,28
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.677.432,69 -3.505.122,75
- davon an verbundene Unternehmen EUR 6.320.834,39 (i. Vj. EUR 2.973.562,27) -
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 117.114,00 3.766.745,02
- davon latente Steuern EUR 204.904,27 (i. Vj. EUR 2.187.371,64) -
12. Ergebnis nach Steuern -15.512.684,29 -3.495.219,40
13. Sonstige Steuern -158.369,84 -176.550,14
14. Konzernjahresfehlbetrag -15.671.054,13 -3.671.769,54
15. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Verlust 0,00 0,00
16. Konzernverlust -15.671.054,13 -3.671.769,54

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
TEUR
1. Januar 2022 26 15.298 -13.372
Einzahlung Kapitalrücklage 16.505
Anteilserwerb/Aussch.Minderh.ges. -8.317
Konzernjahresergebnis -3.672
31. Dezember 2022 26 31.803 -25.361
1. Januar 2023 26 31.803 -25.361
Konzernjahresergebnis -15.671
31. Dezember 2023 26 31.803 -41.032
Andere Gewinnrücklage
TEUR
Eigenkapital
TEUR
1. Januar 2022 30 1.982
Einzahlung Kapitalrücklage 16.505
Anteilserwerb/Aussch.Minderh.ges. -30 -8.347
Konzernjahresergebnis -3.672
31. Dezember 2022 0 6.468
1. Januar 2023 0 6.468
Konzernjahresergebnis -15.671
31. Dezember 2023 0 -9.203
Minderheitsgesellschafter
Minderheitenkapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
TEUR
1. Januar 2022 37 1 -3.037
Einzahlung Kapitalrücklage
Anteilserwerb/Aussch.Minderh.ges. -11 -1 3.094
Konzernjahresergebnis
31. Dezember 2022 26 0 57
1. Januar 2023 26 0 57
Konzernjahresergebnis
31. Dezember 2023 26 0 57
Eigenkapital
TEUR
Konzerneigenkapital / Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
TEUR
1. Januar 2022 -2.999 -1.017
Einzahlung Kapitalrücklage 0 16.505
Anteilserwerb/Aussch.Minderh.ges. 3.082 -5.265
Konzernjahresergebnis 0 -3.672
31. Dezember 2022 83 6.551
1. Januar 2023 83 6.551
Konzernjahresergebnis -15.671
31. Dezember 2023 83 -9.120

Konzern-Kapitalflussrechnung

2023
TEUR
2022
TEUR
Konzernperiodenergebnis -15.671 -3.672
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 7.450 12.229
Abnahme/Zunahme der Rückstellungen -291 1.462
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -218 -210
Gewinn (i. Vj. Verlust) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -237 9
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen so-
wie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.116 -12.796
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.275 11.607
Zinsaufwendungen/Zinserträge 6.505 2.896
Ertragsteuerertrag -117 -3.767
Ertragsteuerzahlungen -113 0
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -3.533 7.758
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 1
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -4.538 -662
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 290 32
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -18.699 -10.431
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -22.947 -11.060
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 0 16.505
Ein-/Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten 30.500 -4.900
Gezahlte Zinsen -6.677 -3.505
Erwerb von Anteilen 0 -5.265
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 23.823 2.835
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -2.657 -467
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 40.846 41.313
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 38.189 40.846

Die Darstellung der Kapitalflussrechnung entspricht dem Gliederungsschema nach DRS 21.

Der Finanzmittelfonds betrifft Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 38.179 und Kassenbestände mit TEUR 10.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der STÄUBLI HOLDING Germany GmbH wurde nach den für Konzernabschlüsse maßgeblichen Vorschriften der §§ 290 ff. HGB und den ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Entsprechend § 342 Abs. 2 HGB wurden auch die durch das Deutsche Rechnungslegungs Standard Commitee e. V. (DRSC) verabschiedeten Rechnungslegungsstandards (DRS) beachtet, sofern diese für ein nicht kapitalmarktorientiertes bzw. börsennotiertes Unternehmen einschlägig sind.

Es wurden die Vorschriften des HGB in der aktuellen Fassung angewendet.

Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die STÄUBLI HOLDING Germany GmbH als Mutterunternehmen mit Sitz in Bayreuth ist beim Amtsgericht Bayreuth unter der Nr. HRB 1894 im Handelsregister eingetragen.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden durch Vollkonsolidierung, wie in den Vorjahren, die STÄUBLI Holding Germany GmbH als Mutterunternehmen und als Tochterunternehmen die STÄUBLI Tec-Systems GmbH, die STÄUBLI Bayreuth GmbH, die STÄUBLI Immobiliengesellschaft mbH, alle mit Sitz in Bayreuth, die STÄUBLI Electrical Connectors Essen GmbH, Essen, die STÄUBLI Electrical Connectors GmbH, Weil am Rhein, die STÄUBLI Hamburg GmbH, Norderstedt, ehemals RS Roman Seliger Armaturenfabrik GmbH, sowie die STÄUBLI WFT GmbH, Sulzbach-Rosenberg einbezogen.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften werden die Abschlüsse der einzelnen Gesellschaften zur Einbeziehung in den Konzernabschluss nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien aufgestellt. Das Geschäftsjahr der einbezogenen Unternehmen endet jeweils einheitlich auf den 31. Dezember.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden nach der Erwerbsmethode voll konsolidiert. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB in Übereinstimmung mit DRS 23 nach der Neubewertungsmethode.

Der sich im Rahmen der Erstkonsolidierung und Neubewertung neben der Aufdeckung stiller Reserven ergebende aktivische Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Für diesen wurde zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren in Anlehnung an die steuerrechtlichen Vorschriften des § 7 Abs. 1 Satz 3 EStG zugrunde gelegt, die gemäß Artikel 66 Abs. 3 EGHGB beibehalten wird. Die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren liegt weiterhin im Rahmen einer vertretbaren Nutzungsdauerschätzung, da die Nutzungsdauer dem Lebenszyklus der Produkte entspricht.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsatzerlöse sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gemäß § 303 HGB und der Aufwands- und Ertragskonsolidierung nach § 305 HGB eliminiert.

In den Vorräten enthaltene Bestände aus Konzernlieferungen wurden um konzerninterne Zwischenergebnisse nach § 304 HGB bereinigt. Aktiviertes Sachanlagevermögen, das von anderen Konzerngesellschaften bezogen wurde, wurde ebenfalls um Zwischengewinne vermindert.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Gemeinkostenanteile. Die Abschreibungen entsprechen handels- und steuerrechtlichen Vorschriften. Bewegliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen bei Rechten, Werten, Patenten und Softwarelizenzen drei bis sechzehn Jahre.

Der bestehende Geschäfts- oder Firmenwert wird über die ursprünglich festgelegte Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Betriebsgebäude werden auf 33 bis 50 Jahre, Außenanlagen auf 20 Jahre abgeschrieben.

Bei Mobilien betragen die Nutzungsdauern zwischen 3 und 23 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Bei Vorliegen dauerhafter Wertminderungen erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen entsprechend § 253 Abs. 3 S. 5 HGB.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten anhand des gewogenen Mittels der im Laufe des Geschäftsjahres erworbenen und der zu Beginn des Geschäftsjahres vorhandenen Gegenstände des Vorratsvermögens ermittelt; Anschaffungsnebenkosten werden berücksichtigt.

Vorführindustrieroboter werden jeweils einzeln zu Anschaffungskosten bewertet. Sie werden im Anlagevermögen geführt. Da sie i. d. R. zu Demonstrations- und Schulungszwecken eingesetzt werden, unterliegen sie einem Werteverzehr und werden p. a. mit 1/3 wertberichtigt.

Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Wertverzehr des Anlagevermögens.

Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwertbarkeit ergeben, werden vorgenommen. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird berücksichtigt.

Für die Vorratsbestände der STÄUBLI Electrical Connectors-Gesellschaften wird zur Ermittlung der Abwertungen zwischen dem Photovoltaik-Bereich (PV) und dem übrigen Bestand (Non-PV) unterschieden. Im Rahmen der Artikel aus dem PV-Bereich erfolgt dabei eine Abwertung der Überbestände, sofern die betreffende Reichweite ein halbes Jahr übersteigt, im Bereich der Non-PV-Bestände wird eine solche von drei Jahren zugrunde gelegt. Die "drei-Jahres Regel" wird auch für das übrige Vorratsvermögen angewendet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennbetrag bilanziert. Für erkennbare Ausfallrisiken werden ausreichende Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als ein Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit dem Kurs bei ihrer Entstehung oder unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips zum niedrigeren Stichtagskurs umgerechnet.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Vorauszahlungen für Lizenz- und Dienstleistungsverträgen und im Voraus geleistete Entgelte für Gewährleistungserklärungen mit einer Laufzeit von fünf Jahren.

Für die Bilanzierung des jeweiligen Überhangs an aktiven primären latenten Steuern der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wird vom Ansatzwahrecht nach 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen entstandenen sekundären latenten Steuern werden mit den latenten Steuern nach § 274 HGB zusammengefasst und in Anwendung des in § 274 Abs. 1 Satz 3, § 306 Satz 2 HGB vorgesehenen Ausweiswahlrechts unverrechnet bilanziert.

Die Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der 'Projected-Unit-Credit-Methode' nach den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt worden. Weitere Erläuterungen erfolgen unter 5.9.

Rückstellungen für vereinbarte Altersteilzeitverpflichtungen wurden mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als ein Jahr wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Kurs bei ihrer Entstehung oder unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips zum Stichtagskurs umgerechnet.

5. Erläuterungen zur Bilanz

5.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagengitter als Anlage zum Konzernanhang dargestellt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 378 betrifft die STÄUBLI Hamburg GmbH, Norderstedt ("RSH"). Er wird planmäßig auf 15 Jahre abgeschrieben. Die Restlaufzeit für den Geschäfts- oder Firmenwert der RSH beträgt 10 Jahre. Die Restnutzungsdauer liegt weiterhin im Rahmen einer vertretbaren Nutzungsdauerschätzung, der keine besonderen Umstände entgegenstehen.

Die im Rahmen der Neubewertung aufgedeckten stille Reserven in Patenten der STÄUBLI Hamburg GmbH, Norderstedt werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (10 bis 16 Jahre) abgeschrieben.

5.2 Vorratsvermögen

Die Position "Fertige Erzeugnisse und Waren" enthält Bestände an Waren im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 3.576 (im Vorjahr TEUR 15.057).

5.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 2.588 (i. Vj. TEUR 3.381) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen - hierunter werden die über die STÄUBLI International AG, Pfäffikon, Schweiz, verbundenen Unternehmen im Konzernabschluss ausgewiesen - betreffen mit TEUR 12.053 (i. Vj. TEUR 11.662) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sie sind innerhalb eines Jahres fällig.

5.4 Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 630 und haben sich damit im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 77 vermindert. Aus Gründen kaufmännischer Vorsicht wurden aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen der zum ertragsteuerlichen Organkreis gehörenden Unternehmen in Höhe von TEUR 7.797 nicht angesetzt, da deren Nutzbarkeit nicht hinreichend sicher beurteilt werden kann. Die den angesetzten sowie nicht angesetzten aktiven latenten Steuern zugrunde liegenden temporären Differenzen resultieren im Wesentlichen aus den Vorräten, den Personalrückstellungen sowie den sonstigen Rückstellungen. Darüber hinaus wurden auf die steuerlichen Verlustvorträge der in den Konzernabschluss einbezogenen Organträgerin mangels erwarteter Realisierbarkeit der Steuerentlastung innerhalb der nächsten fünf Jahre keine aktiven latenten Steuern (TEUR 4.109) bilanziert. Auf die vororganschaftlichen Verlustvorträge der zum ertragsteuerlichen Organkreis gehörenden Unternehmen wurden vor dem Hintergrund, dass diese Verlustvorträge mindestens fünf Jahre steuerlich nicht genutzt werden können, ebenfalls keine aktiven latenten Steuern (TEUR 6.754) angesetzt.

Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag mit 15,825 % abgegrenzt. Für die Gewerbesteuer wird aufgrund unterschiedlicher Hebesätze ein aus den Erfahrungen der Vergangenheit errechneter durchschnittlicher Hebesatz von 13,945 % berücksichtigt.

5.5 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Rückstellungen für den Erfüllungsrückstand aus der Altersteilzeitrückstellung sowie den Zeitguthabenkonten der Arbeitnehmer sind durch Vermögensgegenstände gesichert, die dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen. Es handelt sich um Bankguthaben, Festgeldanlagen und eine Rückdeckungsversicherung.

Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt TEUR 1.922, der beizulegende Zeitwert (entspricht den Nominalwerten) der Vermögensgegenstände TEUR 3.132.

Eine Saldierung der Zinsaufwendungen aus der Verzinsung der Rückstellungen (TEUR 5) mit den Zinserträgen aus dem Deckungsvermögen (TEUR 8) gemäß § 246 Abs. 2 HGB erfolgt aufgrund von Unwesentlichkeit nicht.

5.6 Eigenkapital und anderes haftendes Kapital

Die Gesellschaft befindet sich zu 100 % im Besitz der STÄUBLI Holding AG, Pfäffikon, Schweiz.

Die Veränderung des Eigenkapitals haben wir entsprechend den in DRS 22 geforderten Angaben gesondert im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Der Konzernjahresfehlbetrag beträgt TEUR 15.671. An der STÄUBLI Electrical Connectors GmbH Weil, ist die Gesellschaft mit 94,9 % beteiligt. Der Minderheitsgesellschafter, die STÄUBLI Holding AG, Pfäffikon, Schweiz, ist nicht am Ergebnis des Tochterunternehmens beteiligt.

5.7 Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen sind nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der 'Projected-Unit-Credit-Methode' unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt worden. Es wurde der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 1,83 % bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. Der Rententrend wurde mit 2,20 % angenommen. Da in der Regel Fixbeträge für die Betriebsrenten zum Ansatz kommen, war ein Gehaltstrend nicht erforderlich. Die Bewertung mit einem Rechnungszinssatz von 1,76 % auf Basis eines Durchschnittszeitraums von sieben Jahren zum Stichtag ergibt einen um TEUR 110 höheren Wert der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2023 (Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB).

5.8 Steuerrückstellungen für laufende Ertragsteuern

Steuerrückstellungen für laufende Ertragsteuern bestehen in Höhe von TEUR 51 (i. Vj. TEUR 59); davon für Vorjahre EUR 51.

5.9 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Personalbereich 9.552 10.527
Garantie- und Kulanzleistungen 849 770
Übrige 4.184 3.500
14.585 14.797

Die Rückstellungen für den Personalbereich betreffen im Wesentlichen Resturlaub, Zeitguthaben (ZGH), Abfindungen, Sozialversicherungs- und Berufsgenossenschaftsbeiträge, Altersteilzeit, Jubiläumszuwendungen sowie Rückstellungen für Jahresgratifikationen. Neben moderaten Veränderungen bei ZGH wurden vor allem Jahresgratifikationen, Altersteilzeit, Jubiläen und Resturlaub angepasst.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins von 1,0 % abgezinst. Gehaltstrends wurden mit bis zu 3,00 % angenommen.

Die Rückstellungen für Jubiläen sind nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der 'Projected-Unit-Credit-Methode' unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt worden. Es wurde mit einem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzins gerechnet, der einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren entspricht.

5.10 Verbindlichkeiten

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 7.221 (i. Vj. TEUR 4.746) haben TEUR 15 (i. Vj. TEUR 29) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 165.678 (i. Vj. TEUR 132.085) sind innerhalb eines Jahres fällig. Von den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.688 (i. Vj. TEUR 4.437) haben TEUR 7 (i. Vj. TEUR 7) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
der STÄUBLI-Gruppe (einschließlich Zinsverbindlichkeiten) 144.459 113.386
übrigen verbundenen Unternehmen der STÄUBLI-Gruppe 21.219 18.699
165.678 132.085

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.224 (i. Vj. TEUR 1.595) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 25 (i. Vj. TEUR 22) enthalten. Diese sind kurzfristig.

5.11 Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.092 (i. Vj. TEUR 1.374) und haben sich damit im Geschäftsjahr um TEUR 282 vermindert. Sie resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Grundstücke und Bauten. Der Steuersatz von 29,77 % setzt sich aus 15,825 % für Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag und 13,945 % für Gewerbesteuer zusammen.

5.12 Haftungsverhältnisse

Es besteht eine Patronatserklärung zugunsten der IntReal International Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH handelnd im eigenen Namen und für Rechnung des Sondervermögens "BEOS Corporate Real Estate Fund Germany III" mit dem Inhalt, dass die STÄUBLI HOLDING Germany GmbH dafür Sorge tragen würde, dass die Tochtergesellschaft STÄUBLI Electrical Connectors Essen GmbH, Essen, stets finanziell ausgestattet bleibt, um jederzeit die Verpflichtungen aus dem Mietvertrag zu erfüllen.

Eine weitere Patronatserklärung wurde zugunsten der Gaßmann Objekt Essen II, Sittensen, ausgereicht mit dem Inhalt, dass die STÄUBLI HOLDING Germany GmbH dafür Sorge tragen würde, dass die Tochtergesellschaft STÄUBLI Electrical Connectors Essen GmbH, Essen, stets finanziell ausgestattet bleibt, um jederzeit die Verpflichtungen aus einem Mietvertrag zu erfüllen.

Mit einer Inanspruchnahme ist nach derzeitigem Kenntnisstand über wirtschaftlicher und finanzieller Situation der Tochtergesellschaften STÄUBLI Electrical Connectors Essen GmbH, Essen nicht zu rechnen.

Die bestandene Rangrücktrittserklärung zugunsten der Tochtergesellschaft Stäubli WFT GmbH, Sulzbach-Rosenberg wurde mit Wirkung zum 20. Januar 2023 aufgehoben.

6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die geographische Verteilung der Umsatzerlöse differiert nach Geschäftsbereichen. Bei den Textilmaschinen wurden die Umsätze vorwiegend mit dem Ausland erzielt. Aber auch die anderen Geschäftsbereiche weisen einen hohen Auslandsanteil auf. Er beträgt insgesamt ca. 33,53 % (i. Vj. 35,80 %).

Gegliedert nach Geschäfts- und Tätigkeitsbereichen wurden folgende konsolidierte Umsatzerlöse gebucht:

1.1-31.12.2023
TEUR
1.1-31.12.2022
TEUR
Connectors (Kupplungen, Spannsysteme, elektrische Steckverbinder) 197.846 194.286
Textilmaschinen 15.421 21.262
Robotics (Industrieroboter, Peripherie) 90.120 74.661
303.387 290.209

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 526 (Vj. TEUR 831) enthalten.

Periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 644 (i. Vj. TEUR 2.110) betreffen u. a. die Auflösung von sonstigen Rückstellungen (TEUR 336), die Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 59), die Ausbuchung von Verbindlichkeiten (TEUR 54), Sachanlagenverkäufe (TEUR 18), sowie sonstige periodenfremde Erträge, insbesondere dem Vorjahr betreffende Lieferantengutschriften (TEUR 177).

Die Personalaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.323 auf TEUR 79.832 erhöht. Gründe hierfür sind im Wesentlichen eine zukunftsorientierte Aufstellung, um den Wiederanstieg auf dem Absatzmarkt begegnen zu können.

Die Abschreibungen auf Geschäfts-/Firmenwerte aus Konsolidierungen betragen TEUR 40 (i. Vj. TEUR 40). Die Abschreibungen auf stille Reserven, die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckt wurden betragen TEUR 354 (i. Vj. TEUR 1.187). Insgesamt belaufen sich die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 7.450.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 2.163 (Vj. TEUR 1.970) Aufwendungen für Kursdifferenzen.

Mit TEUR 275 (i. Vj. TEUR 566) sind außerdem periodenfremde Aufwendungen enthalten. Sie betreffen im Wesentlichen Zinsen und Steuern aus Vorjahren (TEUR 77) sowie die Ausbuchung von Forderungen (TEUR 74).

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Beträge aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von TEUR 234 (i. Vj. TEUR 210) enthalten.

Das Honorar des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 226 für Abschlussprüfungsleistungen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 11. Außerdem sind Erträge aus der Veränderung von zeitlichen Differenzen zwischen Konzernbilanz und Steuerbilanz sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 205 enthalten.

7. Finanzmittelfonds

Der Finanzmittelfonds betrifft Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 38.179 (i. Vj. TEUR 40.836) und Kassenbestände mit TEUR 10 (i. Vj. TEUR 10). Darin enthalten ist ein fest angelegtes Bankguthaben in Höhe von TEUR 15.000 (Vj. TEUR 15.000). Der zur Sicherung bei der Commerzbank AG gegenüber der STÄUBLI WFT GmbH eingeräumte Kreditrahmen für Kontokorrent-, Geldmarkt-, Avalkredite und Importakkreditive in Höhe von TEUR 15.000 wurde aufgelöst. Es besteht eine durch die HypoVereinsbank Bayreuth zugesagte Kreditrahmenlinie i. H. v. TEUR 2.500. Für diese Verbundrahmenlinie besteht eine Besicherung über zwei Buchgrundschulden in Höhe von TEUR 4.499.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei der STÄUBLI WFT GmbH sind von der zum Stichtag durch Kreditinstitute zugesagten Kreditlinie Avalverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.893 in Anspruch genommen worden. Die restlichen Avalverbindlichkeiten belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 630.

Die Bürgschaften wurden für erhaltene Anzahlungen ausgereicht.

Die Produktionsstätte in Essen ist gemietet. Es besteht ein langfristiger Mietvertrag. Die monatliche Miete beträgt TEUR 72.

Insgesamt bestehen für zukünftige Verbindlichkeiten aus Miet- und Leasingverträgen für einen Zeitraum bis zu fünf Jahren sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 7.694 (i. Vj. TEUR 8.522).

Mit einer Inanspruchnahme ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu rechnen.

9. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt vor, das Jahresergebnis von TEUR -15.262 der STÄUBLI HOLDING Germany GmbH auf neue Rechnung vorzutragen.

10. Ereignisse im neuen Geschäftsjahr

Zur Stärkung des Eigenkapitals erfolgte im Jahr 2024 durch die STÄUBLI Holding AG, Pfäffikon, Schweiz eine Kapitalerhöhung in Form einer Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 35.000.

Die Ukraine-Krise und weltweiten Preissteigerungen werden durchaus weiterhin Einfluss auf das neue Geschäftsjahr haben, jedoch rechnet die Geschäftsführung weiterhin mit einer Erholung des Geschäftes und damit mit einem besseren Ergebnis vor Steuern als im Vorjahr. Es gibt weiterhin regelmäßige Geschäftsleitungsmeetings zur Besprechung der Lage, sowie ein dafür aufgesetztes Reporting, um die Daten und entsprechenden Maßnahmen abzuleiten.

11. Anzahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren bei den konsolidierten Unternehmen beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 1.071 1.055
Auszubildende 59 64
1.130 1.119

12. Konsolidierungskreis und Konzernanteilsbesitz

Der Konzernanteilsbesitz nach § 313 Abs. 2 HGB ergibt sich aus folgender Übersicht:

Kapitalanteil
%
Name und Sitz in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen
STÄUBLI Bayreuth GmbH, Bayreuth 100,0
STÄUBLI Tec-Systems GmbH, Bayreuth 100,0
STÄUBLI Electrical Connectors GmbH, Weil am Rhein 94,9
STÄUBLI Electrical Connectors Essen GmbH, Essen 100,0
STÄUBLI Immobiliengesellschaft mbH, Bayreuth 100,0
STÄUBLI Hamburg GmbH, Norderstedt 100,0
STÄUBLI WFT GmbH, Sulzbach-Rosenberg 100,0

Alle im Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen nehmen die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

13. Geschäftsführer

Yves Stäubli Corporate Development Officer, Wollerau/Schweiz;

Gerald Vogt, CEO der STÄUBLI International AG, Lathuile/Frankreich;

Norbert Ermer, Geschäftsführer der STÄUBLI Tec-Systems GmbH, FCS, Mistelgau

Auf die Benennung der Bezüge der Geschäftsführung wird gem. § 314 Abs. 3 HGB verzichtet. Die Herren Yves Stäubli und Gerald Vogt erhielten im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge.

14. Konzernabschluss

Die Gesellschaften werden in den Konzernabschluss der STÄUBLI International AG, Pfäffikon, Schweiz, einbezogen.

 

STÄUBLI HOLDING Germany GmbH

Bayreuth, den 20. Dezember 2024

Yves Stäubli

Gerald Vogt

Norbert Ermer

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Umgliederungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.044.301,06 4.538.197,57 216.775,95 -2,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.859.494,00 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 216.775,95 0,00 -216.775,95 0,00
32.120.571,01 4.538.197,57 0,00 -2,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.675.409,86 9.857.050,22 3.780.317,60 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.920.532,73 2.852.226,47 528.464,86 733,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.520.907,34 3.741.374,68 1.682.812,96 1.066.136,49
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.359.216,13 2.248.725,47 -5.991.595,42 4.378,82
96.476.066,06 18.699.376,84 0,00 1.071.248,74
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Gruppenfirmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
128.596.637,07 23.237.574,41 0,00 1.071.246,74
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zuschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 207.899,06 24.591.373,52
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 11.859.494,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
0,00 207.899,06 36.450.867,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.202,00 51.309.575,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 181.843,15 28.120.114,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 644.733,58 32.366.497,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 3.620.725,00
0,00 829.778,73 115.416.912,91
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Gruppenfirmen 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
0,00 1.037.677,79 151.867.780,43
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Umbuchungen
EUR
Umgliederungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.069.798,07 1.485.350,71 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.442.112,00 39.751,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
29.511.910,07 1.525.101,71 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.491.686,89 1.087.502,54 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.225.482,96 2.102.921,36 -716.574,32 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.093.156,23 2.734.760,47 716.574,32 1.054.540,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
54.810.326,08 5.925.184,37 0,00 1.054.540,43
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Gruppenfirmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
84.322.236,15 7.450.286,08 0,00 1.054.540,43
Kumulierte Abschreibungen
Zuschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 207.899,06 19.347.249,72
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 11.481.863,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
0,00 207.899,06 30.829.112,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.057,89 17.577.131,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 165.033,29 18.446.796,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 608.853,59 24.990.177,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
0,00 775.944,77 61.014.106,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Gruppenfirmen 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
0,00 983.843,83 91.843.218,83
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.244.123,80 1.974.502,99
2. Geschäfts- oder Firmenwert 377.631,00 417.382,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 216.775,95
5.621.754,80 2.608.660,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.732.444,14 21.183.722,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.673.317,63 7.695.049,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.376.320,03 5.427.751,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.620.725,00 7.359.216,13
54.402.806,80 41.665.739,98
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Gruppenfirmen 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
0,00 0,00
60.024.561,60 44.274.400,92

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die STÄUBLI HOLDING Germany GmbH, Bayreuth

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der STÄUBLI HOLDING Germany GmbH, Bayreuth, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der STÄUBLI HOLDING Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 7. Januar 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Herr, Wirtschaftsprüfer

Eberle, Wirtschaftsprüfer

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