Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 39695
Eingetragen
23.10.2000
Branche
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingVermietung von Schienenfahrzeugen
Gegenstand
Das Verleasen und Vermieten einschließlich Mietkauf sowie das Factoring von Aufliegern, Anhängern und Zugmaschinen und damit in Zusammenhang stehenden Güter.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura
Geschäftsführer
Perihan Sen
seit 6.12.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Cargobull Finance Holding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Cargobull Finance Holding B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cargobull Finance GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Geschäftsmodel der Gesellschaft

Die Cargobull Finance GmbH (im Folgenden "Cargobull" oder "Gesellschaft" genannt) ist in die Geschäftstätigkeiten der De Lage Landen-Gruppe eingebunden, die im Wesentlichen als Anbieter für Finanzierungslösungen in Form von Leasing, Mietkauf, Factoring sowie Mobilitätslösungen für gewerbliche Kunden agiert.

Kurz nach Beginn des Geschäftsjahres 2020 hat die Gesellschaft die Generierung von Neugeschäft eingestellt. Seit diesem Zeitpunkt erfolgt die Abwicklung des Vertragsbestandes. Aus der Abwicklung werden weiterhin Auslaufgewinne erwartet.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um ein Joint Venture zwischen der Schmitz Cargobull AG und der De Lage Landen International B.V. Die Gesellschaft konzentrierte sich auf das Vendor-Leasinggeschäft im Bereich Mobilien-Leasing und hatte sich innerhalb dieses Marktes auf die Finanzierung von Transportaufliegern des Vendor-Partners Schmitz Cargobull AG, Altenberge, spezialisiert. Die Schmitz Cargobull AG produziert an diversen nationalen und internationalen Standorten Auflieger und Anhänger für den gewerblichen Bereich. Die Produktpalette für die gewerblichen Kunden, die vornehmlich im Inland ansässig sind, umfasst dabei das gesamte Spektrum der Leasing-, Miet- und Mietkaufverträge.

Die Gesellschaft hat kein eigenes Personal und bedient sich zur Durchführung ihrer Geschäftstätigkeit der Mitarbeiter des Geschäftsbesorgers, der De Lage Landen Leasing GmbH, Düsseldorf.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Weltwirtschaft insgesamt verzeichnete im Jahr 2023 eine Wachstumsrate von 3,1 %. Gründe für das zurückgegangene Wachstum sind im Wesentlichen die schwache Industrieproduktion und der rückläufige Welthandel sowie der Anstieg der Zinsen. Das preisbereinigte BIP innerhalb des Euro-Raums sank im Jahr 2023 auf 0,5 %. Das deutsche preisbereinigte BIP sank um -0,3 %.

Geschäftsverlauf

Das Neugeschäft im Leasing-, Miet- und Mietkaufgeschäft wurde kurz nach Beginn des Geschäftsjahres 2020 eingestellt. Die Gesellschaft wickelt lediglich nur noch das Nachmietgeschäft und die Objektverkäufe aus den Verwertungen ab.

Im Nachmietgeschäft liegt der Fokus darauf, bestehende Verträge zu verlängern. Durch die Verlängerung von Verträgen kann die Gesellschaft sicherstellen, dass sie weiterhin regelmäßige Einnahmen aus den laufenden Miet- oder Leasingzahlungen erhält. Für das Jahr 2024 wird ein Volumen aus Vertragsverlängerungen in Höhe von EUR 1,9 Mio. erwartet.

Im Verwertungsgeschäft kümmert sich die Gesellschaft um die Verwertung von Objekten, die nicht mehr benötigt werden oder zurückgegeben wurden. Hierbei handelt es sich vor allem um Gebrauchtfahrzeuge. Die Entwicklung im Verwertungsgeschäft kann je nach Marktlage variieren. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten oder bei einer rückläufigen Nachfrage nach Gebrauchtfahrzeugen kann es schwieriger sein, diese Objekte zu verkaufen. Dennoch rechnet die Gesellschaft für das Jahr 2024 mit Erträgen aus der Verwertung in Höhe von etwa EUR 5,7 Mio.

Ertragslage

Die Gesellschaft weist im Berichtsjahr ein um EUR 1,7 Mio. gestiegenes Jahresergebnis vor Steuern von EUR 6,7 Mio. (Vj.: EUR 5,1 Mio.) gegenüber dem Vorjahr aus. Ursächlich hierfür sind unter anderem folgende Ergebnisentwicklungen:

Posten 2023
TEUR
2022
TEUR
Differenz
TEUR
Ergebnis aus laufendem Leasinggeschäft 14.383 19.690 -5.308
Davon Verwertungsergebnis 4.989 3.910 1.079
Abschreibungen auf Leasingvermögen -9.458 -15.566 6.108
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 2.602 1.853 749
Zinsaufwand -280 -820 539
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -617 -917 300
Nettoertrag aus Finanzierungsgeschäften 16.704 20.723 -4.020
Sonstige betriebliche Aufwendungen -5 -17 12
Ergebnis aus der Risikovorsorge -109 696 -805
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 6.842 5.070 1.773

Das Ergebnis aus laufendem Leasinggeschäft liegt mit EUR 14,4 Mio. (Vj.: EUR 19,7 Mio.) unter dem Niveau des Vorjahres. Die Abschreibungen auf das Leasingvermögen betrugen EUR 9,5 Mio. (Vj.: EUR 15,6 Mio.). Grund für den Rückgang ist das Auslaufen des Vertragsbestands mit gleichzeitigem Rückgang des Leasingvermögens.

Das Verwertungsergebnis errechnet sich aus den Erträgen aus dem Verkauf von Leasingobjekten abzüglich der Aufwendungen aus dem Abgang des Leasingvermögens zu Restbuchwerten und ist im Berichtsjahr 2023 um EUR 1,1 Mio. auf EUR 5,0 Mio. (Vj.: EUR 3,9 Mio.) gestiegen.

Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften in Höhe von EUR 2,6 Mio. (Vj.: EUR 1,9 Mio.) sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund des allgemein höheren Zinsniveau im Markt angestiegen.

Die Zinsaufwendungen sind um EUR 0,5 Mio. auf EUR 0,3 Mio. (Vj.: EUR 0,8 Mio.) gesunken. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind insgesamt um EUR 0,3 Mio. auf EUR 0,6 Mio. (Vj.: EUR 0,9 Mio.) gesunken. Ursächlich hierfür ist der seit Januar 2020 begonnene Portfolioabbau.

Der Nettoertrag aus Finanzierungsgeschäften beinhaltet den Saldo der Leasingerträge und -aufwendungen sowie des Zins- und Provisionsergebnisses. Der Rückgang um EUR 4,0 Mio. auf EUR 16,7 Mio. ist auf die Verringerung des Portfolios zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr wurde ein Ergebnis aus der Risikovorsorge von EUR -0,1 Mio. (Vj.: EUR 0,7 Mio.) ausgewiesen.

Vermögenslage

Die bilanziellen Auswirkungen der Geschäftsentwicklung stellen sich wie folgt dar:

Die Forderungen an Kunden verringerten sich um EUR 22,2 Mio. auf EUR 75,0 Mio. (Vj.: EUR 97,2 Mio.). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Mietkaufforderungen um EUR 25,5 Mio. auf EUR 13,4 Mio. (Vj.: EUR 38,9 Mio.). Zudem ist ein Rückgang der Inter-Company Tagesgeldeinlagen um EUR 5,2 Mio. auf EUR 5,7 Mio. (Vj.: EUR 10,9 Mio.) zu verzeichnen. Gegenläufig erhöhten sich die Liquiditätsanlagen um EUR 10 Mio.

Das bilanzierte Leasingvermögen sank um EUR 16,2 Mio. auf EUR 10,2 Mio. (Vj.: EUR 26,4 Mio.). Die wesentliche Ursache liegt in den Abschreibungen im Geschäftsjahr von EUR 9,5 Mio. (Vj.: EUR 15,6 Mio.) sowie den Restbuchwerten der Abgänge von EUR 9,0 Mio. (Vj.: EUR 13.4 Mio.).

Neben dem Rückgang des Leasingvermögens ist die Abnahme der Forderungen an Kunden hauptursächlich für die Veränderung der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 um EUR 35,0 Mio. auf EUR 89,2 Mio. (Vj.: EUR 124,2 Mio.).

Finanz- und Liquiditätslage

Die Finanzierung des Bestandsgeschäfts erfolgt weiterhin über die Darlehensaufnahme bei dem verbundenen Unternehmen DLL Ireland DAC, Dublin/Irland. Die Kapitalstruktur der Gesellschaft ist dementsprechend gekennzeichnet durch die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden ausgewiesenen Darlehen.

Die Refinanzierung erfolgt, wie im Vorjahr, fristenkongruent zu fixen Zinsen und folgenden Fälligkeiten:

Anzahl Darlehen Betrag
TEUR
Fälligkeit Jahr
55 16.269 2024
48 4.240 2025
18 347 2026
5 122 2027

Die Rückzahlungen aus den Finanzierungsgeschäften werden zunächst als Liquiditätsanlagen bei der DLL Ireland DAC, Dublin/Irland, angelegt und dienen im Folgenden zur Bestreitung der laufenden Verwaltungsaufwendungen sowie zur Rückführung der Refinanzierungsdarlehen. Zum Bilanzstichtag bestanden Guthaben aus Liquiditätsanlagen bei der DLL Ireland DAC, Dublin/Irland in Höhe von EUR 61,4 Mio. (Vj.: EUR 56,6 Mio.), davon waren EUR 5,7 Mio. täglich verfügbar (Vj. EUR 10,9 Mio.).

Der Gesellschaft steht eine Refinanzierungslinie bei der DLL Ireland DAC, Dublin/Irland, in Höhe von insgesamt EUR 135 Mio. (Vj.: EUR 134 Mio.) zur Verfügung, davon in Anspruch genommen wurden EUR 21,0 Mio. (Vj.: 59,3 Mio.).

Das Eigenkapital erhöhte sich bedingt durch das Jahresergebnis um EUR 5,9 Mio. auf EUR 63,7 Mio. Unter Berücksichtigung der Verringerung der Bilanzsumme auf EUR 89,2 Mio. (Vj.: EUR 124,2 Mio.) ist die Eigenkapitalquote auf 71,4 % (Vj.: 46,5 %) angestiegen.

Die Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für das Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren definiert, nicht finanzielle Leistungsindikatoren bestanden nicht:

Leistungsindikator 2023
TEUR
2022
TEUR
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -617 -917
HGB-Ergebnis nach Steuern 4.596 3.742

Der Rückgang der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen war etwas stärker als die im Vorjahr prognostizierte Erwartung, da die Kostenumlagen der verbundenen Unternehmen als wesentliche Bestandteile der Verwaltungsaufwendungen stärker als erwartet zurückgegangen sind.

Das HGB-Ergebnis nach Steuern liegt entgegen der Prognose über dem Vorjahresergebnis, da die Verwaltungsaufwendungen zurückgegangen und die Erträge aufgrund der Verkäufe der Leasingobjekte gestiegen sind.

Aus Sicht der Gesellschaft hat sich die wirtschaftliche Lage im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt wie erwartet entwickelt.

Mitarbeiterentwicklung

Die Cargobull Finance GmbH beschäftigte im Berichtsjahr wie im Vorjahr keine Mitarbeiter.

C. Risikobericht

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Ziel ist die Vermeidung wesentlicher Risiken, insbesondere des Adressenausfallrisikos und der operationellen Risiken. Werden im Rahmen vierteljährlicher Analysen der Risikotragfähigkeit festgestellt, dass bestimmte Limits überschritten werden, kommt es zur weiteren Untersuchung der dies auslösenden Vorgänge.

Die Gesellschaft tätigt zukünftig kein weiteres Neugeschäft mehr und beschäftigt sich lediglich mit der Abwicklung des Bestandsportfolios, so dass die prognostizierten Entwicklungen der deutschen Wirtschaft und der Transportbranche im Wesentlichen nur Einfluss auf das Adressenausfallrisiko haben könnten.

Organisation des Risikomanagements

Während des Geschäftsjahres kam es zu keinen wesentlichen Veränderungen in der Organisation des Risikomanagements.

Im Rahmen einer jährlich durchzuführenden Risikobeurteilung identifiziert die Gesellschaft die für das von ihr betriebene Leasing-, Miet- und Mietkaufgeschäft relevanten Risikoarten. Die Ergebnisse fließen in die Risikostrategie, die ebenfalls jährlich aktualisiert wird, ein.

Die Grundsätze zur Risikoidentifizierung, -beurteilung, -steuerung, -überwachung und kommunikation sind in der Risikostrategie sowie in verschiedenen Arbeitsanweisungen der Gesellschaft dokumentiert. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement obliegt der Geschäftsleitung. Über die Ergebnisse des Risikomanagements und der Risikosteuerung wird regelmäßig berichtet. Verantwortlich für das Risikocontrolling ist der Managing Director Marktfolge Risk. Die Erstellung der Risikoberichte erfolgt monatlich, vierteljährlich sowie jährlich.

In der Risikostrategie hat die Gesellschaft folgende Risikoarten identifiziert: Adressenausfall-, Marktpreis-, Zinsänderungs-, Liquiditäts- und operationelle Risiken. Hinsichtlich der Adressenausfall- und operationellen Risiken sieht sich die Gesellschaft einem wesentlichen Risiko ausgesetzt.

Die Marktpreisrisiken in Form des Restwertrisikos und des Zinsänderungsrisikos sowie das Liquiditätsrisikos in Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos wurden im Geschäftsjahr 2019 als nicht wesentlich eingestuft. Diese Annahme gilt weiterhin aufgrund des abnehmenden Vertragsbestandes und dem damit einhergehenden abnehmenden Risikos.

Bei der Beurteilung der Risiken im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung wird ein Zeitraum von 12 Monaten verwendet. Die Substanzwert- und die Risikotragfähigkeitsberechnung erfolgt quartalsweise und einen Monat versetzt zum Quartalsende. Für 2023 wurde diese Berechnung somit zum 30.11.2023 ermittelt.

Risikoarten

Adressenausfallrisiko

Unter Adressenausfallrisiken werden mögliche Wertverluste aufgrund des Ausfalls oder der Bonitätsverschlechterung eines Kunden verstanden. Kreditrisiken stellen dabei mit Abstand die größte Komponente der Risikopositionen bei den Adressenausfallrisiken dar. Kreditrisiken werden allgemein als die Gefahr verstanden, dass ein Kreditnehmer die ihm gewährten Kredite (unabhängig von der Finanzierungsform) nicht oder nicht vollständig vertragsgemäß zurückzahlen kann.

Wesentliche Konzentrationsrisiken bestehen zurzeit nicht.

Die Adressenausfallrisiken werden durch die Abteilungen Credit und Collections & Recovery auf Kundenebene überwacht.

Im Berichtsjahr ergeben sich Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von EUR 0,1 Mio.

Im Rahmen der regelmäßigen Überwachung des Kundenportfolios wird geprüft, ob wesentliche Konzentrationen vorliegen. Die Ratingverteilung der Kunden zum 31.12.2023 gemessen am Kreditvolumen stellt sich wie folgt dar:

Rabobank Rating Ratingverteilung der Kunden per 31.12.2023 Ratingverteilung der Kunden per 31.12.2022
R0 - R10 0,0 % 1,2 %
R11 - R13 7,7 % 8,7 %
R14 - R16 82,0 % 81,4 %
R17 - R18 7,1 % 6,0 %
R19 - R20 1,6 % 1,7 %
D 1,6 % 1,0 %
Gesamt 100,0 % 100,0 %

Im Jahr 2023 haben sich die Ratings aus dem Bereich R0-R10 verschlechtert. Die Ratings aus dem Bereich R11-R13 (Gute Ratings) sind um 1,0 % gesunken, wobei die akzeptablen Ratings aus dem Bereich R14-R16 um 0,6 % und die Ratings aus dem Bereich R17-R18 um 1,1 % zugenommen haben. Die Ratings aus dem Bereich R17-R18 sind nahezu konstant, während das Rating D um 0,6 % zugenommen hat.

Zusätzlich wird jährlich eine Überprüfung der Bonitätseinschätzung durch die Kreditabteilung vorgenommen.

Marktpreisrisiko (Restwertrisiko)

Die Gesellschaft definiert das Restwertrisiko als die negative Abweichung des tatsächlich realisierten Restwerts des Leasingobjekts am Ende der Vertragslaufzeit vom zu Vertragsbeginn kalkulierten Restwert des Leasingobjektes. Ein Restwertrisiko besteht dabei in den Fällen, in denen der kalkulierte Restwert nicht vom Leasingnehmer oder einem Dritten garantiert wird (sog. "offene Restwerte").

Das Restwertrisiko wird durch entsprechende Vertragsgestaltungen (Mietkaufverträge, Teilamortisationsverträge mit Andienungsrecht bzw. Rückkaufvereinbarung) reduziert.

Zur Steuerung dieses Risikos werden die Restwerte bei Finanzierung mit offenen Restwerten grundsätzlich konservativ angesetzt. Hierzu erfolgt eine halbjährliche Überprüfung und Anpassung der Restwerte. Leasingrückläufer werden durch den Cargobull Trailer-Store vermarktet, welcher über angemessenes Know-how und entsprechende Kontakte in den Markt verfügt.

Zum 31. Dezember 2023 betragen die offenen Restwerte bei der Gesellschaft rund 56,1 % (Vj.: 14,1 %) bezogen auf das Leasingportfolio. Es wurde eine tiefgehende Analyse der Restwertrisiken vorgenommen. Als Ergebnis können die Restwertrisiken weiterhin als nicht wesentlich betrachtet werden.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko wird als Risiko einer durch Marktzinsänderungen induzierten Verringerung der Zinsmarge definiert. Dies stellt eine Unterart des Marktpreisrisikos dar.

Zur Vermeidung dieses Risikos erfolgt eine fristenkongruente Refinanzierung des Aktivgeschäfts innerhalb des Rabobank-Konzerns. Da kein Neugeschäft mehr generiert wird und das Bestandsgeschäfts vollständig refinanziert ist, wird das Zinsänderungsrisiko von der Gesellschaft derzeit als unwesentlich eingestuft.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken würden für die Gesellschaft entstehen, wenn zu irgendeinem Zeitpunkt Zahlungsverpflichtungen mangels unzureichender Liquidität nicht erfüllt werden könnten.

Die Gesellschaft ist in die Konzernrefinanzierung der Rabobank über die DLL Ireland DAC eingebunden und bekommt auf Grund der bestehenden Refinanzierungslinien jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung gestellt. Dementsprechend wird das Liquiditätsrisiko von der Gesellschaft derzeit als unwesentlich eingestuft.

Die ursprüngliche Refinanzierungslinie für Neugeschäft liegt im Jahr 2023 bei EUR 135 Mio. Eine fristenkongruente Finanzierung für das auslaufende Geschäft ist sichergestellt.

Operationelle und sonstige Risiken

Die Cargobull Finance GmbH definiert operationelle Risiken als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Prozessen ((a) Prozessrisiken), Mitarbeitern ((b) Personalrisiken), Technologien ((c) IT-Risiken) und infolge externer Ereignisse ((d) Externe Risiken) eintreten können. Im Rahmen des Risikomanagements strebt die Gesellschaft an, diese Faktoren pro-aktiv und in angemessener Art und Weise zu beherrschen.

Im Rahmen der De Lage Landen-Gruppe wird eine Schadenfalldatenbank (Incident Reporting) geführt, welche die nachfolgenden sieben Risikokriterien enthält. Zur Steuerung dieser operationellen Risiken sind unter anderem die folgenden aufbau- und ablauforganisatorischen Maßnahmen ergriffen worden.

Internal Fraud

Da die CBF über keine Mitarbeiter verfügt, wird auf die Ausführungen im Lagebericht der DLL Leasing GmbH verwiesen.

External Fraud

Identifikationspflichten und der Abgleich gegen interne und externe Sanktionslisten werden durch den Beauftragten für die Prävention von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen durchgeführt und überwacht. Diese erfolgen sowohl im Rahmen der Geschäftsanbahnung als auch in regelmäßigen Intervallen.

Arbeitssicherheit

Da die CBF über keine Mitarbeiter verfügt, wird auf die Ausführungen im Lagebericht der DLL Leasing GmbH verwiesen.

Clients, Products & Business Practices

Da bei der CBF der Vertragsbestand sich derzeit in Abwicklung befindet, ist der Prozess "Neue Produkte, Neue Märkte" (MaRisk AT 8, Anpassungsprozesse) nicht mehr relevant.

Damage to Physical Assets

Hierunter fallen insbesondere Schadenereignisse, bei denen entweder die Gebäude und Einrichtungen der Gesellschaft oder einzelne Leasingobjekte beschädigt werden könnten. Für diese Fälle sind entsprechende Versicherungen entweder direkt durch die Gesellschaft oder durch den Leasingnehmer geschlossen worden.

Business Disruption and System Failures

Notfallplanung und IT Wiederherstellung werden regelmäßig durch die De Lage Landen-Gruppe getestet und überarbeitet. Dies geht insbesondere Hand in Hand mit den oben genannten Maßnahmen zur Arbeitssicherheit.

Execution, Delivery & Process Management

Zur Überwachung der Richtigkeit in den Geschäftsabläufen erfolgen regelmäßige interne Audits. Die Interne Revision prüft anhand eines mehrjährigen Prüfungsplans alle wesentlichen Geschäftsbereiche und erstattet Bericht an die Geschäftsleitung.

Alle Führungskräfte und Mitarbeiter sind angehalten bei Auftreten von Fehlentwicklungen in den oben genannten Bereichen einen sogenannten Incident Report an die Risikoabteilung abzugeben. Hier werden die eingehenden Meldungen gesammelt, beurteilt und in die internationale Schadenfalldatenbank eingegeben. Das monatlich tagende Local-Risk-Committee (LRC) erhält hierüber einen zusammenfassenden Bericht.

Nach Auswertung der gemeldeten Incident Reports und unter Berücksichtigung der getroffenen Maßnahmen hält die Geschäftsleitung die vorhandenen operationellen Risiken für beherrschbar und nicht geschäftsgefährdend.

Risikotragfähigkeit und Limitierung

Die Gesellschaft ermittelt ihre Risikotragfähigkeit nach dem Gone-Ansatz. Dies erfolgt vierteljährlich auf Basis der HGB-Zahlen. Ihre Risikodeckungsmasse berechnet sie in Anlehnung an die vom Bundesverband Deutscher Leasinggesellschaften (BDL) veröffentlichte Substanzwertrechnung. Diese berücksichtigt neben dem bilanziellen Eigenkapital auch die zukünftigen Erträge und Aufwendungen aus dem Vertragsbestand der Gesellschaft. Eine entsprechende Kapitalplanung wurde in Anlehnung an den o.g. BDL-Leitfaden vorgenommen und reicht bis in das Jahr 2023. Es besteht kein Bedarf zur Erhöhung der Eigenmittel.

Posten 30.11.2023 30.11.2022
Substanzwert (= Risikodeckungspotenzial) TEUR 65.591 TEUR 64.689
Risikoneigung beträgt 60 % TEUR 26.236 TEUR 25.876
Risikodeckungsmasse TEUR 39.355 TEUR 38.814

Im Jahr 2018 wurde der Berichtszeitpunkt für die Risikoberichterstattung auf das Ende des vorletzten Monats eines Quartals verlegt. Die nachfolgenden Angaben stellen folglich die Risikolage zum 30.11.2023 dar. Weiterhin wurde das Steuerungssystem auf ein Laufzeitband von 12 Monaten ausgerichtet.

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Risikodeckungsmasse gegenüber dem Stichtag 30.11.2022 unwesentlich erhöht.

Im Rahmen der Szenario- und Stresstestbetrachtungen wurde für verschiedene Szenarien der Kapitalbedarf der wesentlichen Risiken als Bruttobetrachtung ermittelt und der Risikodeckungsmasse gegenübergestellt. Diversifikationseffekte sind hierbei nicht berücksichtigt worden.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft neben den Limit Systemen der vorgenannten Risikoarten weitergehende Maßnahmen zur Begrenzung der wesentlichen Risikoarten, einschließlich hiermit verbundener Risikokonzentrationen, implementiert, die die Einhaltung der Risikotoleranzen sowie der Risikotragfähigkeit gewährleisten sollen. Wir verweisen hinsichtlich der einzelnen Maßnahmen, insbesondere zu qualitativen Steuerungsansätzen, auf die Abschnitte zu den einzelnen Risikoarten.

Die unexpected Loss Zahlen werden als Grundlage für die Festlegung des Limitsystems zum 30.11.2023 genutzt:

Anrechnungsbetrag
(in TEUR)
2023 2022
Adressenausfallrisiko 511 1.508
davon enthalten im Substanzwert -360 -871
Marktpreisrisiko 0 0
Operationelles Risiko 972 995
Summe Einzelrisiken 1.123 1.632
- Sonstige Risiken (10 %) 0 0
Gesamtbetrag 1.123 1.632
Freie Risikodeckungsmasse 38.232 37.181
Auslastungsgrad 3 % 4 %

Die Risikotragfähigkeit war im Geschäftsjahr zu jeder Zeit gegeben. Die Höhe der operationellen Risiken ist auf Grundlage des Basisindikatoransatzes gemäß Art. 315 CRR ermittelt worden. Dabei wird von einem sogenannten Bruttoertrag ausgegangen. 15 % des Bruttoertrags stellen die operationellen Risiken in einem normalen wirtschaftlichen Umfeld dar. Das Adressenausfallrisiko besteht für einen Teil des Vertragsbestands, der durch die Aufnahme von Darlehen refinanziert worden ist. Insofern wird für das dadurch entstehende Risiko ein möglicher Forderungsausfall aufgrund von Obligo, Ausfallwahrscheinlichkeiten und Werthaltigkeit der finanzierten Objekte berechnet. Hierbei wird die regelmäßig aktualisierte Bonitäts-Beurteilung des Kunden in Betracht gezogen. Die Berechnung erfolgt für einen Zeitraum von zwölf Monaten.

Von der Geschäftsleitung wurde hierauf aufbauend das nachfolgende Ampelsystem definiert. Red Flags werden mittels eines Aufschlags von 50 % auf die Beträge des Basis Szenarios für die normale Geschäftstätigkeit errechnet. Als Yellow-Flag werden 80 % des jeweiligen Red-Flag-Betrags definiert.

Bei Erreichen der jeweiligen Yellow-Flag wird die entsprechende Fachabteilung angewiesen den betreffenden Vorfall zu überprüfen und an das Local Risk Committee (LRC) zu berichten. Bei Erreichen der Red-Flag wird ein Sonderprüfungsauftrag an die Interne Revision erteilt und die betreffende Aktivität bis dahin gestoppt.

Aufgrund der vorliegenden Risikosituation sowie des implementierten Risikomanagementsystems blickt die Geschäftsleitung zufrieden auf das abgelaufene Geschäftsjahr zurück und sieht sich weiterhin gut aufgestellt, um die Abwicklung des Vertragsbestandes zukünftig zu gewährleisten. Die in den vorangegangenen Kapiteln beschriebenen Maßnahmen werden von der Gesellschaft als ausreichend erachtet für die Sicherstellung der Erreichung der Ziele der Geschäftsstrategie. Eine laufende Überprüfung und Anpassung ist sichergestellt.

D. Chancenbericht

Die Gesellschaft hatte sich im Laufe des Jahres 2020 entschieden, das Neugeschäft einzustellen und sich stattdessen auf die planmäßige Abwicklung des bestehenden Vertragsbestandes zu konzentrieren. Die Gesellschaft erwartet, dass Auslaufgewinne aus der Abwicklung der Verträge erzielt werden können. Dabei handelt es sich um Gewinne, die durch die reguläre Laufzeit der Verträge und die vereinbarten Konditionen entstehen. Als Chance sieht die Gesellschaft die Möglichkeit, dass die Abwicklung der Verträge mit höheren Gewinnen als ursprünglich geplant verlaufen könnte. Dies könnte beispielsweise durch günstige Marktbedingungen, effiziente Prozesse oder andere Faktoren erreicht werden. Trotz der eingestellten Neugeschäftstätigkeit sieht die Gesellschaft also Potenzial für eine erfolgreiche Abwicklung des bestehenden Vertragsbestandes und möglicherweise sogar für eine Steigerung der geplanten Auslaufgewinne. Es werden jedoch keine weiteren Chancen oder Wachstumsmöglichkeiten erwartet, da das Hauptaugenmerk auf der optimalen Verwaltung und Abwicklung der bestehenden Verträge liegt.

E. Prognosebericht

Nach einem konjunkturellen Abschwung in 2023, welcher sich durch die belastenden wirtschaftlichen Folgen des Russland-Ukraine-Kriegs sowie der Inflation und der Erhöhung der Leitzinsen ergeben haben, erwarten viele Forschungsinstitute für 2024 einen leichten Zuwachs des deutschen sowie weltweiten Wirtschaftswachstums. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft prognostiziert für 2024 einen Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes in Deutschland um 0,1 %. Für die Weltwirtschaft schätzt das BMWK ein Wachstum von 3,0 %. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft erwartet für 2024 ein niedrigeres Weltwirtschaftswachstum von 2,8 %, sowie für die Jahre 2024 und 2025 ein leicht steigendes Gesamtwachstum von jeweils 3,1 %. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 ist im Wesentlichen durch die plan- und ordnungsmäßige Abwicklung des Finanzierungsvolumens geprägt.

Basierend auf der aktuellen Entwicklung des Bestandsportfolios geht die Gesellschaft davon aus, dass die letzten Verträge bis Anfang 2027 ausgelaufen sind. Für 2024 wird erwartet, dass die Verwaltungsaufwendungen auf EUR 0,4 Mio. sinken. Des Weiteren werden zurückgehende Erträge aus dem Vertragsportfolio und aufgrund der prognostizierten wirtschaftlichen Erholung leicht sinkende Risikoaufwendungen sowie deutlich geringere Auslaufgewinne des Bestandportfolios erwartet. Das damit verbundene HGB-Ergebnis wird demzufolge auf EUR 3,5 Mio. zurückgehen.

 

Düsseldorf, den 03. Juni 2024

Leonardus C. van den Dungen, Geschäftsführer der Cargobull Finance GmbH -

Sebastian Fischer, Geschäftsführer der Cargobull Finance GmbH -

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 258.340,05 38.165,37
2. Forderungen an Kunden 75.035.702,54 97.200.766,63
3. Leasingvermögen 10.173.116,15 26.436.253,04
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.028.088,12 567.978,23
86.495.246,86 124.243.163,27

Passiva

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 33.257,72
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 21.193.393,78 59.949.656,79
3. Sonstige Verbindlichkeiten 417.998,36 1.073.557,91
4. Rechnungsabgrenzungsposten 1.495.658,72 4.045.140,39
5. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 805.731,91 1.239.831,18
b) andere Rückstellungen 179.973,42 985.705,33 95.450,00
6. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
b) Kapitalrücklage 19.938.100,00 19.938.100,00
c) andere Gewinnrücklagen 9.427.196,00 9.427.196,00
d) Bilanzgewinn 33.012.194,67 62.402.490,67 28.415.973,28
86.495.246,86 124.243.163,27

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Euro Euro 2023
Euro
2022
Euro
1. Leasingerträge 25.695.398,92 36.923.044,22
2. Leasingaufwendungen -11.312.801,40 14.382.597,52 -17.232.589,07
3. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 2.601.607,01 1.852.575,69
4. Zinsaufwendungen -280.446,94 2.321.160,07 -819.748,23
5. Sonstige betriebliche Erträge 327.170,25 149.919,49
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) andere Verwaltungsaufwendungen -616.702,98 -616.702,98 -916.578,36
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen
a) auf Leasingvermögen -9.457.967,45 -15.566.120,93
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.790,47 -16.785,84
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -109.020,97 0,00
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 696.066,17
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 6.842.445,97 5.069.783,14
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.246.224,58 -1.328.132,19
13. Jahresüberschuss 4.596.221,39 3.741.650,95
14. Gewinnvortrag 28.415.973,28 24.674.322,33
15. Bilanzgewinn 33.012.194,67 28.415.973,28

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A) Allgemeine Angaben und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 6. Oktober 2000 gegründet. Sie wurde am 23. Oktober 2000 in das Handelsregister (HRB 39695, Amtsgericht Düsseldorf) eingetragen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gesellschaft ist ein Finanzdienstleistungsinstitut nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 und 10 KWG.

Die Geschäftsanteile an der Cargobull Finance GmbH, Düsseldorf, werden zu 100 % von der Cargobull Finance Holding B.V., Eindhoven/Niederlande, gehalten.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Cargobull Finance Holding B.V., Eindhoven/Niederlande, einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird nicht veröffentlicht. Der größte Konsolidierungskreis, in den die Gesellschaft einbezogen wird, ist der Konsolidierungskreis für den Konzernabschluss der Coöperatieve Rabobank U.A., Utrecht/Niederlande, der bei der Handelskammer in Amsterdam/Niederlande eingesehen werden kann.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die handelsrechtlichen Anforderungen der §§ 340 ff. HGB sind unter Berücksichtigung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) angewendet worden.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 14. März 2024 im Bundesanzeiger veröffentlicht.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Die unter den Forderungen an Kunden ausgewiesenen Forderungen aus Mietkaufverträgen sind mit ihrem Barwert angesetzt. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen und für latente Risiken wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Der Berechnung der Pauschalwertberichtigung liegt der IDW RS BFA 7 zu Grunde.

Die Zuordnung von Leasinggegenständen in der Bilanz zum Leasingvermögen erfolgt gemäß § 246 Abs. 1 Satz 2 HGB nach wirtschaftlichen Zurechnungskriterien.

Das Leasingvermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Gegenstände des Leasingvermögens werden grundsätzlich linear über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer auf der Grundlage amtlicher AfA-Tabellen abgeschrieben.

In den Fällen, in denen nach der zuvor genannten Abschreibungsmethode die Restbuchwerte zum Ende der Vertragslaufzeit die vertraglichen Restwerte übersteigen, werden Abschreibungen zur Vermeidung zukünftiger Verluste aus dem Abgang von Leasingobjekten entsprechend der Vertragslaufzeit auf Basis der vertraglichen Restwerte vorgenommen. Der daraus resultierende zusätzliche Abschreibungsaufwand im Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 741 (Vj TEUR 1.100).

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten bzw. bei den Leasingrückläufern mit den fortgeführten Anschaffungskosten zum Umgliederungszeitpunkt oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Zinsabgrenzungen werden berücksichtigt.

Als passive Rechnungsabgrenzung wurden Einnahmen vor dem Stichtag des Jahresabschlusses, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt. Die Einnahmen betreffen solche aus dem Forderungsverkauf zukünftiger Leasingraten sowie aus Mietsonderzahlungen und Subventionen. Weiterhin enthalten sind für die Abwicklung von forderungsverkauften Mietkaufforderungen einbehaltene Servicekosten. Die Auflösung erfolgt linear bzw. für die Mietkaufforderungen finanzmathematisch über die jeweilige Vertragslaufzeit. Die Bewertung erfolgt zum Barwert.

Die Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Steuerrückstellungen sind für betriebliche Steuerschulden und Steuernachforderungen an Ertragsteuern, wie Körperschaftsteuern, den Solidaritätszuschlag zur Körperschaftsteuer und Gewerbesteuern, nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden grundsätzlich für zeitliche Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt, die sich voraussichtlich in späteren Jahren umkehren. Passive latente Steuern wurden mit den aktiven latenten Steuern in einer Differenzbetrachtung verrechnet. Zum 31. Dezember 2023 bestehen ausschließlich aktive latente Steuern aus zeitlichen Differenzen bei der Bewertung der Forderungen und den Wertansätzen im Leasingvermögen. Die Bewertung erfolgt auf Basis der unternehmensindividuellen Ertragssteuersätze von jeweils 16 % für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Wie im Vorjahr werden aktive latente Steuern in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.

Im Bereich der Risikovorsorge wird der Überhang aus der Verrechnung von Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft mit den Erträgen aus Zuschreibung zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft kompensiert.

B) Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen an Kreditinstitute

Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 258 (Vj TEUR 38) betreffen Forderungen bei der DZ BANK AG, Düsseldorf.

2. Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 75.036 (Vj TEUR 97.201) betreffen mit TEUR 13.407 (Vj TEUR 38.875) Mietkaufforderungen. Weiterhin werden Forderungen an das verbundene Unternehmen DLL Ireland DAC, Dublin/Irland in Höhe von TEUR 5.738 (Vj TEUR 10.939) aus dem Verrechnungsverkehr und in Höhe von TEUR 55.700 (Vj TEUR 45.700) aus Liquiditätsanlagen ausgewiesen.

Die Fristengliederung der Forderungen an Kunden nach Restlaufzeiten stellt sich wie folgt dar:

Restlaufzeit 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Bis drei Monate 65.443 66.200
Mehr als drei Monate bis ein Jahr 6.714 17.842
Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 2.879 13.159
Mehr als fünf Jahre 0 0

3. Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung des Leasingvermögens ist nachfolgend dargestellt:

Anschaffungs- und Herstellungskosten 01. Jan. 2023
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31. Dez. 2023
TEUR
Leasingvermögen 73.026 2.231 38.134 37.123
Abschreibungen 01. Jan. 2023
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31. Dez. 2023
TEUR
Leasingvermögen 46.590 9.458 29.098 26.950
Nettobuchwerte 31. Dez. 2022
TEUR
31. Dez. 2023
TEUR
Leasingvermögen 26.436 10.173

Die Nutzungsdauern der Gegenstände des Leasingvermögens betragen zwischen 11 Monaten und 11 Jahren. Die Restlaufzeiten der Objekte betragen maximal noch 33 Monate.

4. sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.028 (Vj TEUR 568) beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Ertragssteuererstattungen in Höhe von TEUR 348 (Vj TEUR 467) und Forderungen aus Umsatzsteuererstattungen in Höhe von TEUR 164 (Vj TEUR 0) sowie zur Veräußerung vorgesehene Vermögensgegenstände (Leasingrückläufer) in Höhe von TEUR 464 (Vj TEUR 94).

5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Im Vorjahr bestanden täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei dem verbundenen Unternehmen Coöperative Rabobank U.A., Utrecht/Niederlande in Höhe von TEUR 33.

6. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von TEUR 21.193 (Vj TEUR 59.950) betreffen mit TEUR 20.982 (Vj TEUR 59.280) Verbindlichkeiten gegenüber einem verbundenen Unternehmen aus der Refinanzierung der Leasing- und Mietkaufobjekte im Wege der Darlehensaufnahme und mit TEUR 212 (Vj TEUR 669) aus noch nicht fälligen Kundenzahlungen.

Die Fristengliederung der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stellt sich wie folgt dar:

Restlaufzeit 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Bis drei Monate 5.457 12.393
Mehr als drei Monate bis ein Jahr 13.265 26.579
Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 2.471 20.978
Mehr als fünf Jahre 0 0

7. sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 418 (Vj TEUR 1.074) beinhalten im Wesentlichen Abgrenzungen aus Umsatzsteuergutschriften mit TEUR 139 (Vj TEUR 181), aus Sicherheiten mit TEUR 125 (Vj TEUR 125), Serviceverbindlichkeiten mit TEUR 61 (Vj TEUR 346), Verrechnungskonten mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 28 (Vj TEUR 80) sowie aus der Neuaktivierung von Objekten für ausgelaufene Leasing- und Mietkaufverträge in Höhe von TEUR 16 (Vj TEUR 45) für die eine Anschlussfinanzierung stattfindet. Im Vorjahr waren Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt mit TEUR 204 enthalten.

8. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.496 (Vj TEUR 4.045) beinhaltet im Wesentlichen die Einnahmen von im Rahmen des Forderungsverkaufs veräußerten zukünftigen Leasing- bzw. Mietkaufraten in Höhe von TEUR 1.441 (Vj TEUR 3.468) sowie Zinsabgrenzungen in Höhe von TEUR 123 (Vj TEUR 240) und Zinssubventionen in Höhe von TEUR 26 (Vj TEUR 80).

9. Rückstellungen

Unter den Rückstellungen werden Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 806 (Vj TEUR 1.240) ausgewiesen. Die anderen Rückstellungen in Höhe von TEUR 180 (Vj TEUR 95) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Prüfungs- und Beratungskosten.

10. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 25, die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 19.938 und die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 9.427 bestanden im Geschäftsjahr unverändert zum Vorjahr. Der Bilanzgewinn erhöhte sich von TEUR 28.416 entsprechend um den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.596 auf TEUR 33.012.

C) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Leasingerträge

Die Leasingerträge in Höhe von TEUR 25.695 (Vj TEUR 36.923) werden im Inland erzielt. Sie ergeben sich im Wesentlichen aus laufenden Leasingverträgen in Höhe von TEUR 7.701 (Vj TEUR 12.673), davon Erträge aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens in Höhe von TEUR 1.572 (TEUR 3.053). Des Weiteren sind Erträge aus dem Verkauf von Leasingobjekten in Höhe von TEUR 14.025 (Vj TEUR 17.871) sowie Erträge aus Wartungspauschalen in Höhe von TEUR 2.265 (Vj TEUR 3.254) enthalten.

2. Leasingaufwendungen

Die Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 11.313 (Vj TEUR 17.233) resultieren im Wesentlichen aus dem Abgang von Gegenständen des Leasingvermögens in Höhe von TEUR 9.036 (Vj TEUR 13.961) sowie aus Aufwendungen aus Wartungspauschalen in Höhe von TEUR 2.265 (Vj TEUR 3.254).

3. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften

Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften in Höhe von TEUR 2.602 (Vj TEUR 1.853) werden im Inland erzielt und beinhalten im Wesentlichen die Zinserträge aus den Mietkaufgeschäften.

4. Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 280 (Vj TEUR 820) beinhalten im Berichtsjahr ausschließlich Kosten für die Refinanzierung der Leasing- und Mietkaufgegenstände bei verbundenen Unternehmen. Die Zinsaufwendungen im Vorjahr in Höhe von TEUR 820 beinhalten im Wesentlichen Kosten für die Refinanzierung der Leasing- und Mietkaufgegenstände in Höhe von TEUR 760 und mit TEUR 59 Zinsen für kurzfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen.

5. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 327 (Vj TEUR 150) werden im Inland erwirtschaftet und betreffen im Wesentlichen aperiodische Erträge aus Steuern Vorjahre von TEUR 98 (Vj TEUR 0) und der Ausbuchung alter Posten von TEUR 104 (Vj TEUR 123).

6. Andere Verwaltungsaufwendungen

Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 617 (Vj TEUR 917) beinhalten im Wesentlichen mit TEUR 449 (Vj TEUR 774) auf die Gesellschaft umgelegte Verwaltungskosten. Die Kostenumlagen betreffen empfangene Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen, insbesondere die Personalgestellung. Darüber hinaus entfallen TEUR 161 (Vj TEUR 96) auf Beratungs- und Prüfungskosten.

7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte, Sachanlagen und Leasingvermögen

In dieser Position sind ausschließlich mit TEUR 9.458 (Vj TEUR 15.566) Abschreibungen auf Leasinggüter und Abschreibungen auf Mietgüter enthalten.

8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführung zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen resultieren im Wesentlichen aus der Veränderung der Einzel- und Pauschalwertberichtigung. Die Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen des Vorjahres resultierten aus der Auflösung der Risikovorsorge, da weniger Forderungsausfälle eintraten als zuvor prognostiziert.

9. Steuern

Der unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesene Aufwand in Höhe von TEUR 2.246 (Vj TEUR 1.328) resultiert aus der Körperschaftsteuer mit TEUR 1.166 (Vj TEUR 611) und der Gewerbesteuer mit TEUR 1.080 (Vj TEUR 717).

D) Sonstige Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Die Cargobull Finance GmbH beschäftigt seit 1. Januar 2020 keine Mitarbeiter mehr.

2. Honorare Abschlussprüfer

Die Honorare des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 entfallen in Höhe von TEUR 66 (Vj TEUR 76) ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen sowie nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

In diesem Jahr sind Kostenumlagen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 449 (Vj TEUR 774) im Wesentlichen für Managementleistungen und IT angefallen. Die Gesellschaft erwartet für die kommenden Jahre sinkende Kostenumlagen.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte bestehen keine.

4. Geschäftsführung

 

Sebastian Fischer, Managing Director ("Marktfolge"), Neuss/Deutschland

(seit 01.01.2023)

 

Leonardus C. van den Dungen, Managing Director ("Markt"), Mierlo/Niederlande

(seit 01.01.2021)

Die Geschäftsführer erhalten keine Vergütung von der Gesellschaft.

5. Sonstiges

Die Refinanzierung erfolgt im Wesentlichen im Wege der Darlehensaufnahme bei dem verbundenen Unternehmen DLL Ireland DAC, Dublin/Irland.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in den Gewinnvortrag einzustellen.

 

Düsseldorf, den 03. Juni 2024

Cargobull Finance GmbH

Leonardus C. van den Dungen, Geschäftsführer der Cargobull Finance GmbH-

Sebastian Fischer, Geschäftsführer der Cargobull Finance GmbH-

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Cargobull Finance GmbH,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Cargobull Finance GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cargobull Finance GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 25. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Rabeling, Wirtschaftsprüfer

ppa. Matthias Nickel, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 29.07.2024 festgestellt.

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