Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 16067
Vorher
Schimpf & Schöllmann GmbH
Eingetragen
22.9.2016
Branche
Herstellung von Backwaren, ohne DauerbackwarenEinzelhandel mit Back- und SüßwarenHerstellung von Dauerbackwaren
Gegenstand
Betrieb einer Bäckerei.

Historie

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Management

NameRolle
Armin Ziegler
seit 28.7.2021
Prokura
Robin Schimpf
seit 22.2.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Robin Schimpf
50.00%
Günther Hertel
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Robin Schimpf
12.500 €
50.00%
Günther Hertel
12.500 €
50.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

goldjunge GmbH

Langenzenn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 21.12.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht

Inhalt

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Konjunktur

2. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

3. Verlauf des Rumpfgeschäftsjahres vom 21.12.-31.12.2019 und Lage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

5. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

III. Zweigniederlassungsbericht

IV. Prognosebericht

V. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

2. Allgemeine Risiken

3. Finanzierungsrisiken

4. Überschuldungsrisiken

VI. Berichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Geschäftstätigkeit

Die goldjunge GmbH ist eine inhabergeführte Filial- und Handwerksbäckerei. Neben der zentralen Backstube in Langenzenn werden zum Bilanzstichtag 28 Fachgeschäfte betrieben.

Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion und der Vertrieb von Back- und Konditoreiwaren samt den dazugehörigen Artikeln sowie der Betrieb von Cafés mit Gastroanteil.

2. Forschung und Entwicklung

Als klassische Handwerksbäckerei betreiben wir selbst keine Forschung und Entwicklung. Die Entwicklungen und Innovationen am Markt und im Lebensmittelbereich verfolgen wir, um auf eventuelle Trends reagieren zu können.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Konjunktur

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2019 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,6 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit im zehnten Jahr in Folge gewachsen. Dies ist die längste Wachstumsphase im vereinten Deutschland. Das Wachstum hat 2019 aber an Schwung verloren. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte BIP deutlich stärker gestiegen, 2017 um 2,5 % und 2018 um 1,5 %. Verglichen mit dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von +1,3 % ist die deutsche Wirtschaft 2019 schwächer gewachsen (Quelle: Destatis Pressemitteilung Nr. 018 vom 15. Januar 2020).

2. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Umsatz der Bäcker ist 2019 leicht gestiegen, der durchschnittliche Umsatz je Betrieb lag um gut 8 % über dem Vorjahresniveau. Im Durchschnitt kaufte 2019 ein Haushalt knapp 40 kg Brot. Die Zahl der Betriebe nahm erneut, diesmal um ca. 5%, ab.

Auch wenn der Wandel der Gesellschaft weiter voranschreitet und die drei Hauptmahlzeiten am heimischen Tisch längst durch viele kleine Snacks zwischendurch ersetzt worden sind, erfreut sich das Brot seit neuestem einer großen Beliebtheit bei den Konsumenten. Die Käuferreichweite für Brot lag bei 97,9%, das heißt von 1.000 Haushalten in Deutschland kauften 979 im Jahr 2019 mindestens einmal Brot (https://www.baeckerhandwerk.de/baecker- handwerk/zahlen-fakten/brotverbrauch-und-brotkorb-der-deutschen/).

Der Verbraucher legt zunehmend mehr Wert auf traditionelle Herstellungsweisen und informiert sich über Prozesse und Inhaltsstoffe.

Das Problem des Mitarbeiter-, Nachwuchs- und Fachkräftemangels bleibt weiterhin eine Herausforderung. Die Corona Krise zeigte aber schnell einen leichten Wandel. Kurzarbeit, Kündigungen oder die Sorge vor Arbeitsplatzverlust haben die Bewerberzahlen bereits im April 2020 spürbar ansteigen lassen.

3. Verlauf des Rumpfgeschäftsjahres vom 21.12.-31.12.2019 und Lage

Zum 20. Dezember 2019 wurde das Insolvenzverfahren durch einen Beschluss des zuständigen Gerichts formal aufgehoben. Damit endete das vorhergehende Geschäftsjahr und für die Zeit vom 21.12.-31.12.2019 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. Die isolierte Betrachtung dieses extrem kurzen Zeitraums ist wenig ergiebig.

a) Ertragslage

In diesem Rumpfgeschäftsjahr, das 11 Kalendertage umfasst hat, wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 8 erzielt.

b) Finanzlage

Der laufende Cash-Flow in diesem Zeitraum war positiv und betrug TEUR 36 (definiert als Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen).

c) Vermögenslage

Das gesamte Eigenkapital einschließlich Stammkapital und Rücklagen beläuft sich per 31.12.2019 auf 1,4 Mio. EUR.

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Abschluss zum 20.12.2019 durch planmäßige Abschreibungen verringert. Die Vorräte sind mit einem relativen Anteil von 4,5% bezogen auf die Bilanzsumme von untergeordneter Bedeutung.

Die "sonstigen Vermögensgegenstände" stellen einen Anteil von 24,5% und die liquiden Mittel einen Anteil von 13,1% bezogen auf die Bilanzsumme dar.

Die Passivseite der Bilanz setzt sich aus den Posten Eigenkapital mit 26,8%, den Rückstellungen mit 4,1% und den Verbindlichkeiten mit 69,1% bezogen auf die Bilanzsumme zusammen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

1. Umsatzentwicklung

2. Wareneinsatzquote

3. Betriebsergebnis

4. Branchenentwicklung

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Filiale, Retourenquote, Stundenleistung, Wareneinsatzquote und den Cashflow heran.

5. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Im gesamten Kalenderjahr 2019 war der Geschäftsverlauf trotz des laufenden Insolvenzverfahrens positiv zu bewerten. Die Kunden haben eine unmittelbar umgesetzte Preiserhöhung bei den A-Artikeln mit Verständnis aufgenommen und die Filialen mit einem positiven Einkaufsverhalten stark unterstützt. Die Entwicklung kann nach einem anfänglichen Rückgang im Anschluss an die Insolvenzantragstellung im 4ten Quartal 2018 als positiv bezeichnet werden. Dieser Trend setzte sich auch im Anschluss in 2019 fort, der operative Rohertrag des Jahres 2018 wurde aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen nicht ganz erreicht.

Seit der Sanierung zum 31.7.2019 ist die Geschäftsentwicklung stabil. Das Kundenfeedback zur Sanierung war durchwegs sehr positiv.

Diese Aussagen gelten auch für den Zeitraum vom 21.-31.12.2019.

III. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen. Es werden 28 Fachgeschäfte betrieben, in denen die hergestellten Backwaren verkauft werden.

IV. Prognosebericht

Die goldjunge GmbH strebt nach der Sanierung im Jahr 2019 ein gesundes Wachstum sowie ab dem Geschäftsjahr 2021 positive Jahresergebnisse an. Der neue Mitgesellschafter bringt sein Netzwerk und seine Kontakte mit in das Unternehmen ein, sodass hier von einer sukzessiven positiven Entwicklung ausgegangen wird. Der Start in das Jahr 2020 war bis zum Ausbruch der Corona-Krise durchweg positiv und lag über den Erwartungen.

Die Branchenentwicklung wird durch den weiter bestehenden Wettbewerbsdruck gekennzeichnet sein.

Durch die Sicherung unserer hohen Produktqualität und die attraktive Gestaltung unserer Verkaufsfilialen wollen wir uns vom Wettbewerb positiv abheben und dadurch unsere Marktstellung sichern und ausbauen.

Umsatzausweitungen können in erster Linie durch die Eröffnung neuer Filialen realisiert werden. Derzeit sind keine Veränderungen in der Filialstruktur beschlossen. Um eventuelle Expansionsschritte oder Filialschließungen zu prüfen, finden laufend vertrauliche Gespräche mit externen Anbietern von Ladenlokalen sowie interne Wirtschaftlichkeitsprüfungen statt.

Im Jahr 2020 besteht unser wesentliches Ziel darin, unsere Kosten zu verringern. Für 2020 streben wir einen leicht verbesserten Wareneinsatz sowie eine höhere Vertriebs-Stundenleistung an.

Neben laufenden Ersatzinvestitionen, die aus dem Cash Flow finanziert werden, sind bis auf eine neue Filiale keine wesentlichen Investitionen geplant. Sofern neue Filialen ausgestattet oder andere Investitionen getätigt werden müssen, sind hierzu gesonderte Finanzierungsmaßnahmen erforderlich.

Es sind keine wesentlichen Veränderungen in der Belegschaft vorgesehen.

Insgesamt erwarten wir für 2020 ein leicht negatives Jahresergebnis. In Anbetracht der Corona-Pandemie ist dieses Ziel mit Unsicherheiten behaftet und von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung sowie einer etwaigen zweiten Corona-Welle abhängig. Zum Berichtszeitpunkt müssen durch die Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Corona Pandemie ca. 200-250 TEUR Kosten verbucht werden, die das zum Jahresanfang prognostizierte leicht positive Jahresergebnis belasten.

Zudem verbleiben nach den vorgenommenen Abschreibungen auf die niedrigeren beizulegenden Werte noch immer hohe Aufwendungen für Abschreibungen für die kommenden Jahre aus den ursprünglichen und angemessenen sowie den inzwischen angepassten Bewertungen des Anlagevermögens. Die Abschreibungen auf das zum Bilanzstichtag vorhandene Anlagevermögen wirken sich positiv auf den Cash-Flow aus, werden aber mit einer Höhe von ca. 575 TEUR p.a. in den kommenden beiden Jahren das Ergebnis belasten. Im Jahr 2022 werden auf das aktuell im Bestand befindliche Anlagevermögen etwa 425 TEUR und im Jahr 2023 etwa 340 TEUR Abschreibungen anfallen.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Die Chancen für unser Unternehmen sind aufgrund der erfolgreich beendeten Insolvenzphase positiv zu beurteilen. Die Kostenstruktur ist bereinigt und die Schuldenbelastung ist auf ein tragbares Maß reduziert.

Die erfolgreiche Bewältigung der Insolvenz zeigt, dass das Unternehmen über eine solide Substanz verfügt. Diese Tatsache stellt eine belastbare Basis für den Aufbau und die Fortführung von Geschäftsbeziehungen dar.

Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten können in die Leistungsfähigkeit vertrauen und partiell verlorenes Vertrauen kann wieder zurückgewonnen werden.

Nach einer Übergangsphase, in der sich unser Unternehmen noch bewähren muss, sehen wir weiteres Potenzial, um beispielsweise bessere Einkaufskonditionen zu verhandeln.

Die Lieferantensituation ist gut. Alle Lieferanten haben die goldjunge GmbH während der Sanierung weiterhin unterstützt und beliefert. Zudem sind seit der Meldung über die Sanierung zahlreiche neue Lieferanten mit interessanten Angeboten an uns herangetreten. Hier sehen wir das Potential, den Wareneinsatz und weitere Kosten in 2020 sowie in den Folgejahren zu senken.

2. Allgemeine Risiken

Die Gesellschaft hat im operativen Geschäft keine Währungsrisiken, da die Ein- und Verkäufe in Euro abgewickelt werden.

Wie sich aus den Erfahrungen der Vergangenheit gezeigt hat, ist ein ausreichendes Angebot an Rohstoffen am Markt verfügbar.

Die Anzahl an backenden Betrieben geht kontinuierlich zurück. Das eröffnet Chancen bzgl. frei werdender Standorte. Andererseits drängt der Handel immer weiter in Richtung Backwaren, was den Bäckereien eine konsequente Weiterentwicklung Ihres Angebotes abverlangt.

Gute Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten war in 2019 konstant eine anspruchsvolle Aufgabe. Einerseits ist hier die allgemeine Arbeitsmarktsituation zu nennen. Fachpersonal ist knapp und der Markt ist hart umkämpft. Das treibt die Lohnkosten nach oben und dies erschwert die Lage zusätzlich.

Die erfolgreiche Sanierung, welche auch in der Presse vermeldet wurde, hat zu einer leichten Verbesserung der zuvor sehr harten Personalsituation geführt. Die Gesellschaft konnte mit der Sanierung einen leichten Anstieg der Bewerberzahlen verzeichnen. Neues Fachpersonal zu finden war branchenbedingt schwierig, situationsbedingt leicht besser als im Insolvenzverfahren.

Auf dem Energiesektor steigen die Preise seit einigen Jahren kontinuierlich an. Mit diesem Trend wird weiterhin gerechnet. Die Fachgeschäfte sowie die Produktion haben einen hohen Stromverbrauch. Dem stehen die Möglichkeiten der Energieeinsparung entgegen, die für die goldjunge GmbH bislang noch nicht ausgeschöpft sind. In Zukunft wird intensiv an Energieeinsparungen gearbeitet werden, was dem steigenden Energiepreis entgegenwirken soll. Hierzu werden Projekte zum Energiecontrolling in den Fachgeschäften sowie zu Energiesparmaßnahmen am Produktionsstandort aufgesetzt. Im Projektverlauf wird über Zeitpunkt und Umfang etwaiger Maßnahmen entschieden.

Auswirkungen der Corona-Krise oder einer etwaigen zweiten Welle können nicht zuverlässig prognostiziert werden. Die kurzfristigen Auswirkungen des Umsatzeinbruches aufgrund der Allgemeinverfügungen in Bayern gehen zum Berichtstag leicht zurück. Die Bewerbersituation hat sich bereits spürbar geändert - es können sehr viel mehr Bewerbungen verzeichnet werden. Die Soforthilfen und andere Hilfsprogramme wurden allesamt beantragt und teilweise bereits genehmigt. Der Betrieb hat seit April 2020 Kurzarbeit beantragt und genehmigt bekommen.

3. Finanzierungsrisiken

Da das Insolvenzverfahren erst Ende 2019 aufgehoben wurde, verhalten sich die Finanzpartner derzeit tendenziell zurückhaltend. Der Jahresabschluss 2019 ist wesentliche Voraussetzung für eine Zurückerlangung einer realistischen Bonitätseinstufung, wenngleich die Sanierung lange nachwirkt.

4. Überschuldungsrisiken

Zum Bilanzstichtag wird ein positives Eigenkapital in Höhe von 1,4 Mio. EUR ausgewiesen, sodass eine solide Basis vorhanden ist.

VI. Berichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen liquide Mittel, Eigenkapital, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten. Unsere Risikomanagementziele und - Methoden sind an den Bedürfnissen des operativen Geschäfts ausgerichtet. Die jederzeitige Sicherung der Verfügbarkeit und Absetzbarkeit unserer Waren - unter Erreichung unserer finanziellen Vorgaben - steht im Mittelpunkt unserer Bemühungen.

Unsere Finanzströme sind erheblich von den Zahlungsflüssen aus den Filialumsätzen sowie von Debitoren und Kreditoren gekennzeichnet. Aufgrund unserer branchenbedingt sehr hohen Umschlagshäufigkeit der Vorräte haben wir nahezu keine Risiken im Vorratsbestand.

 

Langenzenn, den 4. September 2020

Robin Schimpf, Geschäftsführer

Markus Schöllmann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
20.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 2.738.330,00 2.765.761,92
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 256.535,00 259.935,55
1. Geschäfts- oder Firmenwert 240.156,00 243.356,96
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 16.379,00 16.578,59
II. Sachanlagen 2.481.795,00 2.505.826,37
1. technische Anlagen und Maschinen 5.622,00 5.657,75
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.476.173,00 2.500.168,62
B. Umlaufvermögen 2.428.642,64 2.443.854,56
I. Vorräte 238.127,46 213.031,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.489.425,98 1.317.293,78
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 179.923,03 141.353,92
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.309.502,95 1.175.939,86
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 701.089,20 913.529,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 170.416,51 167.031,74
Bilanzsumme, Summe Aktiva 5.337.389,15 5.376.648,22

Passiva

31.12.2019
EUR
20.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 1.428.026,81 1.419.805,78
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 800.000,00 800.000,00
III. Gewinnrücklagen 215.771,00 118.961,00
IV. Bilanzgewinn 387.255,81 475.844,78
B. Rückstellungen 220.572,32 195.572,32
C. Verbindlichkeiten 3.688.790,02 3.761.270,12
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 830.376,12 830.295,02
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 724.476,99 1.043.799,06
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.133.936,91 1.887.176,04
Bilanzsumme, Summe Passiva 5.337.389,15 5.376.648,22

Gewinn- und Verlustrechnung

21.12.2019 - 31.12.2019
EUR
21.12.2018 - 20.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 383.987,49 18.900.020,48
2. Personalaufwand 181.972,61 6.536.654,06
a) Löhne und Gehälter 150.440,25 5.358.353,57
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 31.532,36 1.178.300,49
davon für Altersversorgung 942,41 0,00
3. Abschreibungen 27.431,92 2.564.184,27
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 27.431,92 2.564.184,27
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 158.725,47 6.484.486,75
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.479,46 78.645,26
6. Ergebnis nach Steuern 8.378,03 3.236.050,14
7. sonstige Steuern 157,00 6.797,07
8. Jahresüberschuss 8.221,03 3.229.253,07

Ergebnisverwendung

21.12.2019 - 31.12.2019
EUR
21.12.2018 - 20.12.2019
EUR
8. Jahresüberschuss 8.221,03 3.229.253,07
9. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 475.844,78
10. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 2.634.447,29
11. Einstellungen in Gewinnrücklagen 96.810,00 118.961,00
a) in satzungsmäßigen Rücklagen 96.810,00 118.961,00
12. Bilanzgewinn 387.255,81 475.844,78

Anhang

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: goldjunge GmbH

Firmensitz laut Registergericht: Langenzenn

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: Fürth

Register-Nr.: HRB 16067

A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

1. Darstellungsstetigkeit

Beibehaltung der Form der Darstellung, insbesondere der Gliederung der aufeinanderfolgenden Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen sowie des Ausweises

Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der aufeinanderfolgenden Bilanzen sowie der Gewinn- und Verlustrechnungen wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Gegenüber dem Vorjahr wurden keine Ausweisänderungen vorgenommen.

1.2 Angabe und Begründung der Abweichungen von der Darstellungs- und Ausweisstetigkeit

Es liegen keine Abweichungen von der Darstellungs- oder Ausweisstetigkeit vor.

2. Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr

Das Insolvenzverfahren wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Fürth zum 20.12.2019 nach rechtskräftiger Bestätigung des Insolvenzplans aufgehoben. Dadurch endete das vorhergehende Geschäftsjahr vom 01.01.-20.12.2019. Für die Zeit vom 21.12.-31.12.2019 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. Aus diesem Grund sind die Zahlen des Geschäftsjahres nicht unmittelbar mit denen des Vorjahres vergleichbar.

3. Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen bzw. sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern könnten auch unter einem gesonderten Posten als Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen werden.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde nach den Vorschriften des 3. Buches des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a, 276-278 HGB, erstellt. Die Vorschrift des § 42 GmbHG wurde beachtet.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

2. Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften, der §§ 279-283 HGB, erstellt.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Das aufgrund des Insolvenzantrages vom 25.10.2018 beantragte und am 01.01.2019 eröffnete Insolvenzverfahren wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Fürth zum 20.12.2019 nach rechtskräftiger Bestätigung des Insolvenzplans aufgehoben. Aufgrund des Insolvenzplans wurden im Geschäftsjahr vom 01.01.-20.12.2019 in erheblichem Umfang Sanierungserträge realisiert. Zudem konnte ein weiterer Gesellschafter gewonnen werden, der einen Beitrag zur Stärkung der Eigenkapitalbasis geleistet hat.

Aus diesen Gründen wird im Geschäftsjahr vom 01.01.-20.12.2019 ein positives Eigenkapital und ein positives Jahresergebnis ausgewiesen. Das finanzielle Gleichgewicht ist wiederhergestellt. Im Rumpfgeschäftsjahr vom 21.12.-31.12.2019 wurde ebenfalls ein positives Jahresergebnis erzielt. Somit sind die Grundlagen für eine Fortführung der Unternehmenstätigkeit und die Bilanzierung unter der Annahme der Unternehmensfortführung gegeben.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Im Berichtsjahr wurden gegenüber dem Vorjahr keine abweichenden Bewertungsmethoden angewandt.

Im Einzelnen wurde die Bewertung wie folgt vorgenommen:

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti bzw. mit den Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten enthalten alle aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß § 253 Abs. 3 S. 3, 4 HGB über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Soweit erforderlich erfolgte die Bewertung mit den niedrigeren beizulegenden Werten. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden in Vorjahren auf der Grundlage von Bewertungsgutachten sowie den Einschätzungen der Geschäftsführung vorgenommen.

Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti bzw. mit den Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten enthalten alle aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Soweit erforderlich erfolgte die Bewertung mit den niedrigeren beizulegenden Werten. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden in Vorjahren auf der Grundlage von Bewertungsgutachten sowie den Einschätzungen der Geschäftsführung vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Für die im Geschäftsjahr neu angeschafften Vermögensgegenstände wird die Abschreibung pro rata temporis berechnet.

Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten von unter EUR 250,00 werden unter Inanspruchnahme der steuerrechtlichen Bewertungsfreiheit gem. § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von im Einzelfall über EUR 250,00 und unter EUR 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs unter Berücksichtigung der Regelungen des § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren zu jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst.

Eine von den Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgehende Darstellung der einzelnen Bilanzpositionen des Anlagevermögens enthält der beigefügte Anlagenspiegel.

goldjunge GmbH

Mühlsteig 19, 90579 Langenzenn

ANLAGENSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Bezeichnung Stand am 21.12.2019
EUR
Zugänge 2019
EUR
Abgänge 2019
EUR
Umbuchungen
EUR
Zuschreibungen
EUR
Stand am 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.043,22 0,00 0,00 0,00 0,00 36.043,22
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.021.939,36 0,00 0,00 0,00 0,00 1.021.939,36
1.057.982,58 0,00 0,00 0,00 0,00 1.057.982,58
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 13.050,00 0,00 0,00 0,00 0,00 13.050,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.426.126,26 0,00 0,00 0,00 0,00 5.426.126,26
5.439.176,26 0,00 0,00 0,00 0,00 5.439.176,26
Gesamt 6.497.158,84 0,00 0,00 0,00 0,00 6.497.158,84
Abschreibungen
Bezeichnung Stand am 21.12.2019
EUR
(planmäßige) Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge d. Geschäftsjahres
EUR
außerplanmäßige Abschreibungen
EUR
Stand am 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.464,63 199,59 0,00 0,00 19.664,22
2. Geschäfts- oder Firmenwert 778.582,40 3.200,96 0,00 0,00 781.783,36
798.047,03 3.400,55 0,00 0,00 801.447,58
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.392,25 35,75 0,00 0,00 7.428,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.925.957,64 23.995,62 0,00 0,00 2.949.953,26
2.933.349,89 24.031,37 0,00 0,00 2.957.381,26
Gesamt 3.731.396,92 27.431,92 0,00 0,00 3.758.828,84
Buchwerte
Bezeichnung Stand am 31.12.2019
EUR
Stand am 20.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.379,00 16.578,59
2. Geschäfts- oder Firmenwert 240.156,00 243.356,96
256.535,00 259.935,55
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.622,00 5.657,75
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.476.173,00 2.500.168,62
2.481.795,00 2.505.826,37
Gesamt 2.738.330,00 2.765.761,92

Die Vorräte, wie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren und geleistete Anzahlungen, sind unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt, § 253 Abs. 4 HGB. Bei der Bewertung wurde der Grundsatz der verlustfreien Bewertung beachtet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzel- und Pauschalwertberichtigungen erfasst.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten, Rückzahlungsbeträgen und Barwerten angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Anschaffungskosten bewertet. Sie betreffen Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten, wie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten, sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen bestehen am Bilanzstichtag nicht.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Eine Übersicht über die Entwicklung des Anlagevermögens gibt der Anlagespiegel wieder.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten sämtlicher in der Bilanz aufgeführten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen unter einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuerforderungen in Höhe von TEUR 241 (Vorjahr: TEUR 182) enthalten.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Vorauszahlungen für Aufwendungen, die nachfolgende Geschäftsjahre betreffen.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe einbezahlt. Es wird zum Nennwert ausgewiesen.

Die Kapitalrücklagen sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für Jahresabschlusskosten sowie für bis zum Jahresende nicht genommenen Urlaub und Überstunden gebildet.

Weitere Rückstellungen wurden im geschäftsüblichen Umfang für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet.

6. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten sowie die Art der Sicherung ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel:

31.12.2019 Gesamtbetrag mit einer Restlaufzeit
EUR bis zu 1 Jahr
EUR
zwischen 1 und 5 Jahren
EUR
Gesicherte Beträge
EUR
Art der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 830.376,12 830.376,12 0,00 830.376,12 Grundschuld, Sicherungsübereignung Maschinen, Globalzession
(VJ: 830.295,02) (VJ: 830.295,02) (VJ: 830.295,02)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 724.476,99 724.476,99 0,00 0,00
(VJ: 1.043.799,06) (VJ: 1.043.799,06) (VJ: 0,00) (VJ: 0,00)
2. Sonstige Verbindlichkeiten 2.133.936,91 646.929,73 1.059.509,46 427.497,72 Sicherungsübereignung
(VJ: 1.887.176,04) (VJ: 710.036,65) (VJ: 762.902,67) (VJ: 414.236,72)
3.688.790,02 2.201.782,84 1.059.509,46 427.497,72

Es bestehen sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von EUR 427.497,72 (Vorjahr: EUR 414.236,72). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten in Höhe von EUR 52.392,53 (Vorjahr: EUR 466) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 646 (Vorjahr: TEUR 648) enthalten.

7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die jährlichen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für unbewegliches und bewegliches Anlagevermögen belaufen sich auf netto TEUR 1.503. Die Verträge hatten ursprünglich Laufzeiten zwischen 2 und 5 Jahren bzw. sind die Verträge auf unbestimmte Zeit geschlossen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse gemäß § 285 Nr. 4 HGB nach Tätigkeitsgebieten unterbleibt gemäß § 288 Abs. 2 HGB.

2. Abschreibungen

Es wird auf die Ausführungen im Anlagenspiegel verwiesen.

3. außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 21.12.-31.12.2019 sind keine außergewöhnlichen Aufwendungen und Erträge angefallen.

E. Sonstige Angaben

1. Organmitglieder

Geschäftsführung und Vertretung

Durch Beschluss des Amtsgerichts Fürth vom 26.10.2018 wurde die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet und bestimmt, dass Verfügungen nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters, Herrn Dr. Jochen Zaremba, Rechtsanwalt, Nürnberg, wirksam sind. Das Insolvenzverfahren wurde am 1.1.2019 eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Herr Dr. Jochen Zaremba bestimmt.

Mit der "Vereinbarung über die Freigabe des Geschäftsbetriebs" vom 27.08.2019 konnten die Geschäftsführer seit dem 01.08.2019 sämtliche Verfügungen frei treffen, die für die Führung des Geschäftsbetriebs von Belang sind.

Durch Beschluss des Amtsgerichts Fürth vom 20.12.2019 wurde das Insolvenzverfahren nach rechtskräftiger Bestätigung des Insolvenzplans aufgehoben.

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:

Robin Schimpf, Diplom-Kaufmann, Nürnberg

als einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer

Markus Schöllmann, Bäcker- und Konditormeister, Diespeck

als einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer

Prokura

Im Geschäftsjahr war keine Prokura erteilt.

2. Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder

Die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

3. Anzahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 210 Mitarbeiter beschäftigt.

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2019 in Höhe von EUR 387.255,81 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Langenzenn, den 4. September 2020

Robin Schimpf, Geschäftsführer

Markus Schöllmann, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.10.2020 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die goldjunge GmbH, Langenzenn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der goldjunge GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 21. Dezember 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der goldjunge GmbH für das Geschäftsjahr vom 21. Dezember 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 21. Dezember 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Coburg, den 4. September 2020

BNHS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bernhard Höfer, Wirtschaftsprüfer

Mathis Neumann, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Insbesondere weisen wir auf § 328 HGB hin.

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