Orsos GmbH
Selbe AdresseEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Edward Siecinski | 50.00% |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Norfisk GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023InhaltsverzeichnisI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden IV. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) Sonstige Vermögensgegenstände (4) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (5) Kapitalrücklage (6) Sonstige Rückstellungen (7) Verbindlichkeiten (8) Haftungsverhältnisse V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (9) Umsatzerlöse (10) Sonstige betrieblichen Erträge (11) Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen (12) Materialaufwand (13) Personalaufwand (14) Sonstige betriebliche Aufwendungen (15) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag VI. Sonstige Angaben (16) Angaben zum Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (17) Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer (18) Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung (19) Honorar des Abschlussprüfers (20) Angaben zu nahestehenden Unternehmen (21) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahr VII. Vorschlag zur Verlustverwendung I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Norfisk GmbH, Berlin hat ihren Sitz in 12057 Berlin, Boschweg 6. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenberg unter HRB 25477 B eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften gemäß den §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Der Jahresabschluss ist vor Ergebnisverwendung aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden. Bezüglich der Angaben gem. § 285 Nr. 9 HGB wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Bilanzierung und Bewertung wurden die gesetzlichen Vorschriften sowie die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung beachtet. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um die lineare Abschreibung bewertet. Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet worden. Die Anschaffungskosten umfassen zugehörige Anschaffungsnebenkosten. Die Gegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens werden nach der linearen Abschreibungsmethode planmäßig nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, sofern nicht aus Gründen der verlustfreien Bewertung ein niedrigerer beizulegender Wert anzusetzen ist. Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf den nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestand gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Getätigte Aufwendungen für folgende Geschäftsjahre sind als Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Gesellschaft weist zum 31.12.2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 523.219,47 EUR aus und ist damit buchmäßig überschuldet. Zur Vermeidung einer Überschuldung ist die Firma SUEMPOL sp. z o. o. Bielsk Podlaski, Polen mit einen Teilbetrag ihrer Forderung i.H.v. 523.219,47 EUR im Rang hinter alle anderen Gläubiger zurückgetreten. Die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich (§ 19 InsO). Der Jahresabschluss wurde deshalb unter der Annahme der Unternehmensfortführung (GoingConcern) aufgestellt. IV. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 wird in einem Bruttoanlagespiegel dargestellt: historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
kumulierte Abschreibungen
Restbuchwerte
(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten i.H.v. 374.346,91 EUR (i.Vj.: 360.257,85 EUR) Forderungen gegen das nahestehende Unternehmen SUEMPOL Sp. z o. o. Bielsk Podlaski, Polen.
1 UB=Umbuchungen; ZU=Zuschreibungen
(3) Sonstige Vermögensgegenstände Beträge für Vermögensgegenstände, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen, werden nicht ausgewiesen. (4) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Auf der Aktivseite wurden im Wesentlichen geleistete Zahlungen für Versicherungen und Maschinenfinanzierungen abgegrenzt, die Aufwand im Folgejahr werden. (5) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB resultiert aus einer Verschmelzung ohne Kapitalerhöhung. Die positive Differenz aus dem down-stream-merger ist unmittelbar in die Kapitalrücklage eingestellt worden. (6) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen ergeben sich wie folgt:
(7) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten solche gegenüber dem nahestehenden Unternehmen SUEMPOL Sp. z o. o. Bielsk Podlaski, Polen in Höhe von 17.969.343,42 EUR(i.Vj.: EUR 25.535.295,33). Bei den Lieferantenverbindlichkeiten bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. (8) Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB bestehen nicht. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (9) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Märkten setzen sich wie folgt zusammen:
Der Tätigkeitsbereich ist der Handel aus der eigenen Fischproduktion und der Verarbeitung von Räucherlachs. (10) Sonstige betrieblichen Erträge
(11) Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen In der Bilanzposition "fertige Erzeugnisse und Waren" wurde die Veränderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen unter der Bestandsveränderung ausgewiesen, da diese fertigen Erzeugnisse be- oder verarbeitet wurden. Bei den Warenbeständen handelt es sich um Handelsware die mangels einer Be- oder Verarbeitung nicht unter der G+V Position 2 auszuweisen ist. (12) Materialaufwand Hauptlieferant ist ein nahestehendes Unternehmen. Die vereinbarten Konditionen sind branchenüblich. (13) Personalaufwand Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 61 (i.VJ.: 72). (14) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Aufwendungen enthalten vor allem Verwaltungskosten sowie Kosten der Warenabgabe. Die periodenfremden Aufwendungen i.H.v. TEUR 5 sind durch nachträgliche Kostenbelastungen für Vorjahre verursacht worden. (15) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen das Geschäftsjahr. VI. Sonstige Angaben (16) Angaben zum Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen i.H.v. TEUR 898 gemäß § 285 Nr. 3a HGB, deren Angabe für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung ist, bestehen wie folgt:
(17) Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 61 Mitarbeiter ohne Auszubildende einschließlich des angestellten Geschäftsführers beschäftigt. Von den Arbeitnehmern entfallen 49 auf den gewerblichen und 12 auf den kaufmännischen Bereich. (18) Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 durch den Geschäftsführer Marcin Wojciuk, Kaufmann, Berlin vertreten. Zu den Angaben der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Den Geschäftsführungsorganen wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt. (19) Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:
Das auf frühere Geschäftsjahre entfallende Honorar wird unter G+V-Posten 7. ausgewiesen. (20) Angaben zu nahestehenden Unternehmen Die Umsätze sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit nahestehenden Unternehmen umfassen betriebstypische Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen. (21) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahr Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Ob der aktuelle Krieg in der Ukraine Auswirkungen auf die Lage unserer Gesellschaft haben wird, kann gegenwärtig noch nicht beurteilt werden. VII. Vorschlag zur VerlustverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust i.H.v. 1.478.113,10 EUR, bestehend aus einem Jahresüberschuss i.H.v. 1.310.990,57 EUR und einem Verlustvortrag i.H.v. 2.790.103,67 EUR, auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, den 17. Oktober 2024 NorfiskGmbH Marcin Wojciuk, Geschäftsführer Lagebericht für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Inhaltsverzeichnis1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell 1.2. Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2. Geschäftsverlauf und Lage 2.2.1. Vermögenslage 2.2.2 Finanzlage 2.2.3 Ertragslage 2.3 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren 2.3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren 2.3.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren 2.4 Gesamtaussage 3. Zweigniederlassungsbericht 4. Prognosebericht 5. Chancen- und Risikobericht Preisänderungsrisiken Beschaffungsrisiken Liquiditätsrisiken Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Produktrisiken Investitions-/Finanzierungsrisiken Personalrisiken Umweltrisiken Bestandsgefährdende Risiken Wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale Rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell Die Geschäftstätigkeit der Norfisk GmbH umfasst den Handel mit Fischprodukten und die Verarbeitung von Räucherlachs. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und verfügt über eine weitere Betriebsstätte in Wismar. Die Strategie der Norfisk GmbH bezieht sich auf:
Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen haben wir eine ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. 1.2. Forschung und Entwicklung Hauptaugenmerk im Bereich der Forschung lag in der Weiterentwicklung energieschonender Produktionsprozesse und der Verwendung von Verpackungen mit geringer Umweltbelastung. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung hat sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert. Im Bereich Forschung und Entwicklung waren im Geschäftsjahr 2 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung verlief regional und branchenabhängig weltweit als auch innerhalb Deutschlands unterschiedlich. Im Inland war die Wirtschaftsleistung vor allem im Produzierenden Gewerbe rückläufig und sank laut statistischem Bundesamt um 2 Prozent. Insbesondere in den energieintensiven Industriezweigen und im Baugewerbe machten sich die schlechten Rahmenbedingungen bemerkbar. Infolge dieser Entwicklungen und aufgrund der inflationsbedingten Preissteigerungen ging auch der private Konsum preisbereinigt um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Während das gesamte Bruttoinlandsprodukt nominal auf 4,1 Billionen Euro anstieg ist das reale Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % gesunken. Die Indikatoren für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sind daher negativ zu beurteilen. Der Fischkonsum stieg weltweit an und belief sich nach Angaben der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen FAO im Jahr 2023 auf rund 167,3 Millionen Tonnen. Bei weiter zunehmender weltweiter Bevölkerungsentwicklung entspricht die Pro-Kopf-Menge ca. 21 Kilogramm Fisch und Fischerzeugnisse. Dabei ist davon auszugehen das der Zugang zu diesen Produkten den Bevölkerungsgruppen eingeschränkt zur Verfügung steht oder das Produkt Fisch in den jeweiligen Ländern in der ganzjährigen Ernährungsbilanz einen anderen Stellenwert hat. Hinzu kamen internationale Wohlstands- und damit Nachfrageverschiebungen, die die Mengenverteilung beeinflusst haben. Besonders hoch ist der Pro-Kopf-Fischverbrauch in Asien. In Deutschland ergab sich ein Fischverbrauch pro Kopf im Jahr 2023 in einer Bandbreite von 12,5 bis 13,5 kg und lag somit etwas geringer als 2022 (ca. 13,6 kg). Dabei bezog Deutschland den größten Teil des verbrauchten Fisches aus Importen. Insgesamt wurden ca. 102.600 Tonnen importiert, wobei die wichtigsten Importländer Norwegen, Dänemark und die Niederlande waren. Wie in den Vorjahren stand an erster Stelle der konsumierten Fischarten der Lachs, gefolgt vom Alaska-Seelachs, Thunfisch und Hering. Die Discounter setzten dabei die größte Menge Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen um (49 %). Die Super- und Verbrauchermärkte haben mit ca. 41 % ihren Marktanteil gegenüber dem Vorjahr etwas erhöht. Während der Pro-Kopf-Fischverbrauch stagnierte bzw. leicht zurückging stiegen aufgrund des veränderten Verbraucherverhaltens die Ausgaben für Fisch und Meeresfrüchte. 2.2. Geschäftsverlauf und Lage Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Norfisk GmbH wurden unsere Erwartungen im Geschäftsjahr 2023 im schwierigen Marktumfeld übertroffen. Grund hierfür waren insbesondere die bereits in den Vorjahren getroffenen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. 2.2.1. Vermögenslage Die Gegenüberstellung der zusammengefassten Bilanzzahlen zum 31.12.2023 und 31.12.2022 verdeutlicht die Veränderung in der Vermögens- und Kapitalstruktur und die Verbesserung der Eigenkapitalquote im Berichtsjahr:
Aufgrund der bestehenden Unternehmensstrukturen sind kurzfristige Fremdmittel ausreichend durch kurzfristiges Fremdkapital gedeckt. 2.2.2 Finanzlage Die Zahlungsströme (Mittelzufluss / -abfluss) stellen sich in den einzelnen Teilbereichen für das laufende Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar.
2.2.3 Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft stellt sich im Berichtsjahr und im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die Prognose in 2022 für das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem geringeren Umsatz prognostiziert. Der Jahresüberschuss hat sich dagegen besser entwickelt als prognostiziert wurde. Der erwartete Umsatz wurde um Mio. 13 EUR unterschritten. 2.3 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren 2.3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Unsere Finanzierung erfolgte weitgehend aus Lieferantenkrediten. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden nicht. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cashflow heran. 2.3.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftspolitik der Norfisk GmbH ist darauf ausgerichtet, Verantwortung im Unternehmen und in der Gesellschaft zu übernehmen. Es besteht im Unternehmen ein hohes Bewusstsein für Environmental, Social- und Governance Faktoren. Als lebensmittelverarbeitendes Unternehmen hat dies einen besonderen Stellenwert. Investitionsmaßnahmen sind darauf ausgerichtet, alte Anlagen durch neue energiesparende zu ersetzen. Dabei kommen neueste technische Entwicklungen zum Einsatz, um Strom, Wasser und andere Ressourcen einzusparen. Emissionen in Luft, Wasser und Boden werden hierdurch verringert. Das Abfallsystem ist so ausgerichtet, dass natürliche Abfallprodukte zu einem höchstmöglichen Anteil verwertet werden und übrige Abfallprodukte dem Recyclingkreislauf zugeführt werden. Regelmäßig werden auch Lieferanten und Vorlieferanten dahingehend überprüft, ob Umweltstandards eingehalten werden. Soziale Aspekte spielen ebenso eine Rolle wie Transparenz inner- und außerhalb des Unternehmens. Mitarbeiter Für unsere Mitarbeiter schaffen wir Arbeitsbedingungen, die ein hohes Maß an Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ermöglichen. Unsere Mitarbeiter werden unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft gleichbehandelt. Neben den laufenden Lohnzahlungen leisten wir freiwillig Zuschüsse zu gesundheitsfördernden Maßnahmen und sozialen Aufwendungen. In Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft wurden Maßnahmen zur Vorbeugung und Reduzierung arbeitsbedingter Belastungen des Bewegungsapparates durchgeführt. Daneben gab es Maßnahmen zur Förderung der individuellen Kompetenzen der Stressbewältigung am Arbeitsplatz sowie zur gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung, Soziales Engagement Das Unternehmen unterstützt bereits seit vielen Jahren Sportvereine und gemeinnützige Einrichtungen. Besonders engagieren wir uns hier bei der Wismarer Tafel e.V. Umweltschutz Unser Unternehmen hat sich zur kontinuierlichen Verbesserung der Leistungen in Umweltschutz und Sicherheit verpflichtet. Ziel unserer umweltpolitischen Maßnahmen ist die Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Auflagen sowie der darüber hinaus gehende Schutz der Umwelt. Wir sind bestrebt, Verpackungen so zu optimieren, dass möglichst recycelbare Grundstoffe im Einklang mit den gesetzlich erforderlichen Hygienestandards verwendet werden. Bei den Herstellungsprozessen achten wir auf energieeffiziente Produktionsstandards. 2.4 Gesamtaussage Die Geschäftsentwicklung der Norfisk GmbH war unter den gegebenen Marktbedingungen insgesamt gut. Trotz des mengenmäßigen Umsatzrückgangs konnte die Rentabilität verbessert werden. Die bereits in den Vorjahren begonnene Verschlankung der innerbetrieblichen Prozesse und eine flache Entscheidungshierarchie führten weiterhin nachhaltig zu schlanken und kostenoptimierten Unternehmensprozessen. Geringere Rohgewinnmargen konnten durch Personal- und Sachkosteneinsparungen ausgeglichen werden. Durch konsequente Umsetzung und Einhaltung von Hygienemaßnahmen konnten Produktionsausfälle vermieden werden. 3. Zweigniederlassungsbericht Die Norfisk GmbH verfügt neben dem Standort in Berlin über eine weitere Betriebsstätte in Wismar. 4. Prognosebericht Aufgrund der Abhängigkeit von volatilen Lachspreisen bleiben die Prognosen unsicher. Im ersten Halbjahr kam es zu einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Prozent und einem Ergebnisrückgang um ca. 0,5 Mio EUR. Anfang des stiegen die Lachspreise wegen des verringerten Angebotes auf ein neues Rekordniveau. Dabei gab es ungewöhnlich hohe Preisunterschiede in den einzelnen Qualitätsklassen. Ausgehend von den inflationär bedingten Preisentwicklungen sind die Lachspreise im ersten Halbjahr tendenziell höher und orientieren sich im zweiten Halbjahr an den erwarteten Erntemengen. Wir gehen weiter von einer hohen Nachfrage der Verbraucher nach Fisch- und insbesondere Lachsprodukten aus. Es bleibt jedoch ein Wettbewerbsumfeld mit hohem Preisdruck und knapp kalkulierten Margen, so dass sich auch geringfügige Bezugskosten stark ergebnisverändernd auswirken. Ausgehend von den derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entspannung auf den Einkaufsmärkten gehen wir für das Jahr 2024 von einem leicht positiven Ergebnis bei geringeren Umsätzen aus. Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in:
Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben. 5. Chancen- und Risikobericht In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen hat die Gesellschaft ein Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um potentielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können. Das Risikomanagementsystem wurde laufend angepasst, um den aktuellen gesetzlichen Anforderungen besser entsprechen zu können. Die Elemente des überarbeiteten Risikomanagementsystems sind die Risikosteuerung, das Risikocontrolling und das Risikoreporting. Zu einem internen Überwachungssystem gehören die Anwendung einheitlicher Richtlinien, der Einsatz zuverlässiger Software, die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals, laufende Prüfungen durch interne Revision und Abweichungsanalysen sowie Arbeitsanweisungen und Regelungen zur Vertretungsvollmacht. Preisänderungsrisiken Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Es besteht weiterhin das Risiko, dass aufgrund von Mengenbegrenzungen, die auf eine hohe Nachfrage trifft, weitere Preiserhöhungen für Rohware entstehen. Das Angebot an Rohware kann außerdem aufgrund von unvorhergesehenen Ereignissen, z.B. Fischkrankheiten- oder Seuchen reduziert werden, was ebenfalls zu Preiserhöhungen führen würde. Beschaffungsrisiken Es bestehen langjährige Lieferbeziehungen mit zuverlässigen Partnern. Daher ist das Beschaffungsrisiko gering. Liquiditätsrisiken Die Norfisk GmbH unterliegt hier dem Risiko, dass Lieferantenkredite nicht bereitgestellt oder vorzeitig zurückgezahlt werden müssen. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte nahezu ausschließlich über Warenkredite. Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Abgabenerhöhungen und Preissteigerungen können zu einer weiteren Reduzierung der Nachfrage führen und sich somit negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken. Mögliche Risiken sehen wir bei starken Schwankungen der Rohstoffpreise. Produktrisiken Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt in besonderem Maße davon ab, innovative Produkte zu entwickeln.
Investitions-/Finanzierungsrisiken Das Unternehmen benötigt für die Produktion Maschinen und Anlagen, die die Hygieneanforderungen erfüllen und ein hohes Produktionsvolumen ermöglichen. Das Risiko, dass Kreditinstitute nicht bereit sind, notwendige Investitionen zu begleiten, ist aufgrund des Wegfalls der bilanziellen Überschuldung gering. Personalrisiken Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals. Umweltrisiken Die Entwicklung des Unternehmens wird im Wesentlichen durch den Einfluss externer Umweltfaktoren gefährdet. Bestandsgefährdende Risiken Der Bestand des Unternehmens wird im Wesentlichen durch folgende Risiken gefährdet: Wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale
Rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale
Berlin, 17. Oktober 2024 Marcin Wojciuk, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Norfisk GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Norfisk GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Norfisk GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümer ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümer ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümer resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 17.10.2024 VHL
Vahle & Langholz GmbH
Michael Schürmann, Wirtschaftsprüfer Dr. Hans-Georg Langholz, Wirtschaftsprüfer |
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