Wehmeyer Lifestyle GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Textilien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rene Neubauer seit 12.12.2024 | Prokura |
Markus Karmasin seit 12.12.2024 | Geschäftsführer |
Shabnam Alawi seit 12.3.2024 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Kyowa Kirin Services Ltd. | 75.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kyowa Kirin GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024Geschäftsgrundlage Organisatorische und rechtliche Struktur Die Kyowa Kirin GmbH, Düsseldorf, (im Folgenden auch „Kyowa Kirin“ oder „Gesellschaft“ genannt) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Kyowa Kirin Services Ltd., London/ Vereinigtes Königreich. Die Kyowa Kirin GmbH ist in den Teilkonzern der Kyowa Kirin International plc, Galashiels/Vereinigtes Königreich, eingebunden. Dieser ist wiederum in den Konzern der Kyowa Kirin Group, Tokio/Japan, eingebunden. Geschäftstätigkeit Die Kyowa Kirin-Gruppe steht als global agierender Arzneimittel-Spezialist für umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie patentgeschützte Technologien zur Produktion hochwirksamer Antikörper. Es werden alle großen Märkte wie USA, Japan, die EU und viele andere mehr abgedeckt. Für die Behandlung bisher nicht abgedeckter therapeutischer Bedürfnisse werden verschreibungspflichtige Medikamente in den Bereichen Nephrologie und Onkologie entwickelt und vertrieben. Die Kyowa Kirin GmbH vertreibt diese pharmazeutischen Produkte des Konzerns, hauptsächlich auf dem deutschen und österreichischen Markt. Die mit Wirkung zum 31. Oktober 2024 vorgenommene Reorganisation der Logistik in Europa und erfolgte Zentralisierung der Lagerhaltung innerhalb des Konzerns in den Niederlanden bei einem externen Logistikdienstleiter hat zum vollständigen Abbau der lokalen Lagerbestände geführt. Zukünftig erfolgt die Lieferung der Waren für den deutschen und österreichischen Markt im Namen und auf Rechnung der Kyowa Kirin GmbH direkt aus dem europäischen Zentrallager im Rahmen von Streckengeschäften. Leistungsindikatoren Die Kyowa Kirin GmbH bedient sich zur Unternehmenssteuerung unterschiedlicher finanzieller und nicht-finanzieller Leistungsindikatoren. Der wesentliche finanzielle Leistungsindikator sind auf Gesellschaftsebene die Umsatzerlöse. Zu den wesentlichen nicht-finanziellen Leistungsindikatoren zählt die Mitarbeiteranzahl. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung sank im Verarbeitenden Gewerbe um 3,0% gegenüber dem Vorjahr. Die Dienstleistungsbereiche entwickelten sich im Jahr 2024 insgesamt positiv (+0,8 %), jedoch uneinheitlich. So stagnierte die Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe. Dabei konnten der Einzelhandel und die Anbieter von Verkehrsdienstleistungen jeweils Zuwächse verzeichnen, während der Kfz- und Großhandel sowie die Gastronomie weniger erwirtschafteten als im Vorjahr. Die Bruttowertschöpfung der Unternehmensdienstleister stagnierte ebenfalls. Der Wirtschaftsbereich Information und Kommunikation setzte dagegen seinen Wachstumskurs fort (+2,5 %). Dies galt auch für die vom Staat geprägten Wirtschaftsbereiche: Neben der öffentlichen Verwaltung selbst wuchsen auch die Bereiche Erziehung und Unterricht sowie Gesundheitswesen weiter. Die Bruttowertschöpfung dieser Bereiche zusammen nahm im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu (+1,6 %) . Die Bruttoanlageinvestitionen sanken insgesamt um 2,8 % gegenüber dem Vorjahr. Deutlich stärker als die privaten Konsumausgaben erhöhten sich im Jahr 2024 mit +2,6 % die preisbereinigten Konsumausgaben des Staates. Der Anstieg war insbesondere auf die merklich gestiegenen sozialen Sachleistungen des Staates zurückzuführen. So gab die Sozialversicherung unter anderem für Krankenhausbehandlungen, Medikamente und Pflege mehr Geld aus. Bei den Gebietskörperschaften stieg der Konsum vor allem wegen Änderungen in der Sozialgesetzgebung im Bereich der Jugend- und Eingliederungshilfe. Die schwierige wirtschaftliche Lage im Jahr 2024 zeigte sich auch im Außenhandel. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen sanken um 0,8 %. Grund waren unter anderem geringere Ausfuhren von elektrischen Ausrüstungen, Maschinen und Kraftfahrzeugen. Die preisbereinigten Importe stiegen dagegen leicht um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr, getragen in erster Linie von stärkeren Dienstleistungseinfuhren. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2024 leicht zurück (-0,2%). (Quelle: destatis - Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2025) Im Kalenderjahr2024 stieg der Umsatz mit Arzneimitteln im gesamten Pharmamarkt (Apotheke und Klinik) um 7,8%. Der Absatz stieg dabei um 1,7 %. Die GKV-Arzneimittelausgaben zeigen ein gutes Umsatz- und Absatzwachstum. Die GKV-Arzneimittelausgaben abzüglich Abschlägen beliefen sich auf 57,2 Mrd. Euro und wuchsen damit um 9,5% im Vergleich zum Vorjahr. (Quelle: IQVIA-Marktbericht Classic - Q4 2024) IQVIATM (vormals QuintilesIMS und davor IMS Health) erwartet für den Fünfjahreszeitraum 2024 - 2028 ein durchschnittliches jährliches Wachstum in Europa von 1,6% (Osteuropa) und 1,1% (Westeuropa). Ein Wachstum von 2,3% wird zurzeit insgesamt für den globalen Arzneimittelmarkt als Prognose angesetzt. (Quelle: IQVIA Flashlight 98. Ausgabe - Februar 2024) Geschäftsverlauf Im Jahr 2024 ist ein Umsatzrückgang von 5,0% auf TEUR 87.764 zu verzeichnen. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr noch für sechs Monate die Umsatzerlöse des EMBU Portfolio (Established Medicine Business Unit) enthalten waren (rd. EUR 4,9 Mio). Das EMBU Portfolio wurde im Vorjahr zum 1. Juli 2023 in ein Joint Venture des Konzerns übertragen. Ferner war der Anteil von Parallel-Exporten (Verkauf deutsche Apotheken ins Ausland) gegenüber 2023 rückläufig. Die Anzahl der mit Crysvita in Behandlung befindlichen Patienten in Deutschland und in Österreich konnte weiter leicht erhöht werden. Durch das Überschreiten der Umsatzschwelle von 50 Mio. Euro p.a. für das Medikament wurden im Jahr 2022 Preisverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband ausgelöst. Diese hatten sich seit 16. August 2022 zeitlich hingezogen bis zum Abschluss der Verhandlungen am 24. Oktober 2023. Es ergab sich zum einen eine rückwirkende Preisanpassung zu CRYSVITA® für den Zeitraum vom: 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2023. Hierzu wurden in Vorjahren bereits Rückstellungen angesammelt, die sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 30,9 Mio beliefen. Zum 31. Dezember 2024 ist die Rückstellung in Folge fehlender Abrechnungen von Krankenkassen noch nicht vollständig in Anspruch genommen worden und beträgt EUR 15,2 Mio. Durch das Überschreiten einer weiteren vereinbarten Umsatzschwelle im Jahre 2024 wurde ein weiterer geringerer und bereits verhandelter Preisnachlass gegenüber dem bisherigen Preis ausgelöst. Dieser Preisnachlass wurde entsprechend am Stichtag zurückgestellt und hat ebenfalls zu einem leichten Umsatzrückgang geführt und wirkt den Effekten aus den Patientensteigerungen entgegen. Der Jahresüberschuss von TEUR 1.654 liegt über dem Vorjahresniveau von TEUR 1.135. Die Zahl der Mitarbeiter ist im Vergleich zum Vorjahr mit durchschnittlich 58 Mitarbeitern leicht gesunken. Diese Entwicklung ist dem Umstand geschuldet, dass zum 30. Juni 2023 des Vorjahres ein Restrukturierungsprogramm der Kyowa Kirin GmbH (in Abstimmung mit dem Betriebsrat) bekanntgegeben worden war. Hiervon waren 17 Mitarbeiter betroffen, die bis zum 31. Dezember 2023 aus dem Unternehmen ausgeschieden waren. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2024 bzw. ihr leichter Rückgang liegt unter den ursprünglich budgetierten Werten, entspricht den aber den ab Mitte des Geschäftsjahres prognostizierten Werten. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich gemäß unserer Erwartung entwickelt. Ertragslage Das Unternehmen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.654 erwirtschaftet. Aufgrund des Transfer Pricings ist das Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Umsatz ähnlich, aber leicht rückläufig im Vergleich zum Vorjahr. In Folge deutlich reduzierter Zinsaufwendungen ist der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr aber deutlich angestiegen. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,0% von TEUR 92.405 auf TEUR 87.764 gefallen. Der Rückgang ist im Wesentlichen Folge der Auslagerung des EMBU Portfolio zum 1. Juli 2023 und weiterer Preisanpassungen in Folge von der Überschreitung weiterer Umsatzschwellen. Auf vergleichbarer Ebene sind die Umsatzerlöse für das aktuelle Produktportfolio mengenmäßig leicht gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von TEUR 2.965 im Vorjahr auf TEUR 640 deutlich reduziert und enthielten im Vorjahr im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen an Konzernunternehmen im Zusammenhang mit der vorgenommenen Reorganisation und Restrukturierung der deutschen Vertriebsgesellschaft (TEUR 2.588), die im Jahr 2024 nicht enthalten sind. Die Aufwendungen für bezogene Waren haben sich von TEUR 67.504 auf TEUR 65.659 leicht unterproportional im Verhältnis zum Umsatzrückgang reduziert. Diese Entwicklung basiert auf einer Änderung des Produktmixes und Änderungen im Bereich der Verrechnungspreise. Die Löhne und Gehälter stiegen von TEUR 7.823 auf TEUR 8.501. Dies ist hauptsächlich auf höhere Bonusaufwendungen zurückzuführen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 14.513 auf TEUR 10.427 ist im Wesentlichen den Kosten der Restrukturierung in Höhe von TEUR 2.588 im Vorjahr geschuldet. Darüber hinaus sind die Aufwendungen für Werbe- und Reisekosten (TEUR 6.166, Rückgang um TEUR 786), für Versicherungen und Beiträge (TEUR 548, Rückgang um TEUR 317) und die Kosten der Warenabgabe (TEUR 333, Rückgang um TEUR 378) ebenfalls gesunken. Diese Rückgänge ergeben sich im Wesentlichen daraus, dass im Vorjahr noch für sechs Monate Aufwendungen der EMBU enthalten waren. Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR 6 (i. Vj. -TEUR 2.157) aus Zinserträgen in Höhe von TEUR 412 (i. Vj. TEUR 0) und Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 406 (i. Vj. TEUR 2.157) hat sich um TEUR 2.163 gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Die Verbesserung ergibt sich aus niedrigeren Zinsaufwendungen für das Cashpooling infolge unterjährig niedrigerer Verbindlichkeiten. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 90.478 auf TEUR 55.988 erwartungsgemäß deutlich reduziert. Der Rückgang der Bilanzsumme ist hauptsächlich auf Vorräte (-TEUR 29.166 auf TEUR 0) und auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (-TEUR 10.633 auf TEUR 33.765) zurückzuführen. Dagegen sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+TEUR 1.365 auf TEUR 16.737) sowie die sonstigen Vermögensgegenstände (+TEUR 3.665 auf TEUR 3.991) gestiegen. Der Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ist im Wesentlichen abrechnungsbedingt. Auf der Passivseite sanken die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ebenfalls deutlich. um TEUR 20.075 auf TEUR 22.593, was vorwiegend auf niedrigere Verbindlichkeiten aus dem Cashpooling zurückzuführen ist, da der Finanzierungsbedarf nach Übertragung der Vorräte deutlich zurückgegangen ist. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände entfällt nahezu vollständig auf Umsatzsteuererstattungen in Folge der Umsetzung der Preisanpassungen für CRYSVITA® aus den Endabrechnungen mit einem wesentlichen Teil der gesetzlichen Krankenkassen. Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich ebenfalls deutlich von TEUR 33.962 auf TEUR 19.550 im Wesentlichen infolge der Abnahme und Inanspruchnahme der Rückstellungen für Preisanpassungen für CRYSVITA®. Die Veränderung des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Jahresüberschuss 2024. Die Eigenkapitalquote hat sich auf 23,4 % (i. Vj. 12,7 %) erhöht, was im Wesentlichen durch den oben beschriebenen Rückgang der Bilanzsumme begründet ist. Finanz- und Liquiditätslage Die Kyowa Kirin ist durch das Cash Pooling mit der Kyowa Kirin International plc in das Finanzmanagement der Kyowa Kirin-Gruppe eingebunden. Die Liquidität war im Laufe des Geschäftsjahres daher ständig gesichert. Durch die Ertragskraft der deutschen Kyowa Kirin ist die Finanzlage als stabil anzusehen. Wir gehen davon aus, dass die Liquidität auch für die nächsten beiden Geschäftsjahre gesichert ist. Zusätzlich unterstützt wird diese Annahme durch Patronatserklärung der Kyowa Kirin International plc. Im aktuellen Berichtszeitraum wurde das Umsatz- und damit auch das Ergebnisziel nicht erreicht, jedoch wurde bei etwas geringerem Umsatz die Ergebnismarge um 0,65% und auch das absolute Ergebnis um TEUR 519 verbessert. Dies zeigt, dass das Unternehmen auch in einem ökonomisch herausfordernden Umfeld robuste Ergebnisse produziert. Deshalb sehen wir keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, und sind mit der wirtschaftlichen Lage und der Geschäftsentwicklung 2024 zufrieden. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Markt- und finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen Der deutsche Pharmamarkt ist relativ unabhängig von der Konjunktur. Durch die immer älter werdende Bevölkerung steigt allgemein die Nachfrage nach innovativen Gesundheitsleistungen, insbesondere im Arzneimittelmarkt bei wettbewerbsbedingt hohem Kostendruck weiter, was im Wesentlichen als Chance gesehen werden kann. So stellen die erfolgreiche Markteinführung und Etablierung neuer Produkte bzw. existierender innovativer Produkte für breitere Zielgruppen die größten Chancen dar. Die Kyowa Kirin ist Teil der internationalen Kyowa Kirin-Gruppe und damit in eine Unternehmensgruppe eingegliedert. Hierdurch ergibt sich die Chance, dass künftig durch unsere intensiv forschende R & D Abteilung weiterhin innovative Medikamente die Marktreife erlangen werden. Die Gesellschaft ist nach wie vor dem Risiko von Parallelexporten nach Österreich und anderen Ländern ausgesetzt. Diese bedeuten einerseits mehr Volumen-Umsatz, andererseits sind die Verkaufspreise im Direktvertrieb in Österreich deutlich höher, weshalb hier Marge eingebüßt werden könnte. Dies wird derzeit als mittelgroßes Risiko angesehen. Die Kyowa Kirin ist als Handelsunternehmen abhängig von konzerninternen Zulieferern, wodurch es zu Lieferengpässen kommen könnte. Dieses Risiko wird allerdings als gering angesehen. Konjunkturelle und regulatorische Risiken Das Produktportfolio der Kyowa Kirin umfasst verschreibungspflichtige Medikamente aus der Kyowa Kirin-Gruppe. Dadurch sind wir nicht direkt konjunkturabhängig, unterliegen allerdings möglichen regulatorischen Eingriffen in die Markt- und Kostenstrukturen, was zu Umsatzeinbußen führen könnte. Dieses Risiko wird als mittelgroßes Risiko angesehen. Durch regulatorische Preisanpassungen können sich dennoch entsprechend negative Auswirkungen auf unsere Umsatzerlöse ergeben, die mittelfristig nur schwer zu prognostizieren sind. Ausblick Durch die kontinuierliche Bearbeitung des Marktes und die damit einhergehende Ausweitung der Patientenzahlen erwarten wir für das Jahr 2025 einen deutlich spürbaren Anstieg der Umsatzerlöse. Insgesamt rechnen wir aufgrund gestiegener Umsatzerlöse für 2025 und der abgeschlossenen Restrukturierung auch mit einem moderat höheren Jahresergebnis im Vergleich zu 2024 bei einer Mitarbeiterzahl auf vergleichbarem Niveau.
Düsseldorf, den 30. Juni 2025 Kyowa Kirin GmbH Geschäftsführung Markus Karmasin BilanzAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2024Allgemeine Hinweise Die Kyowa Kirin GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer HRB 65310 registriert. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Mit Wirkung zum 31. Oktober 2024 hat die Kyowa Kirin Gruppe eine Reorganisation der Logistik in Europa vorgenommen und die Lagerhaltung in den Niederlanden bei einem externen Logistikdienstleiter zentralisiert. Nahezu alle am 31. Oktober 2024 noch in Deutschland im Bestand befindlichen Produkte wurden zum Buchwert an den ursprünglichen Schwesterlieferanten zurückgegeben und in die Niederlande an den externen Logistikdienstleiter des Lieferanten geliefert. Zukünftig erfolgt die Lieferung der Waren für den deutschen und österreichischen Markt direkt aus den Niederlanden und die Gesellschaft veräußert die Waren weiter direkt an die Endkunden im Rahmen von Streckengeschäften. Entsprechend werden zukünftig keine wesentlichen Lagerbestände ausgewiesen und der Jahresabschluss ist diesbzgl. nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (drei bis sechs Jahre; lineare Methode) vermindert. Gegebenenfalls notwendige außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Soweit dies notwendig ist, werden zusätzlich Abschreibungen auf den am Bilanzstichtag beizulegenden Wert vorgenommen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer liegt für die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung i.d.R. zwischen 3 und 15 Jahren. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Geringwertige Anlagegüter ab EUR 250 bis EUR 1.000 sind in einem Sammelposten eingestellt und einheitlich über 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Waren wurden bis zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Soweit erforderlich, wurden angemessene Gängigkeitsabschläge berücksichtigt. Forderungen, liquide Mittel und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die Bildung einer Pauschalwertberichtigung war nicht erforderlich. Die Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Aufwendungen werden. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird auf die Abzinsung verzichtet. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht abgegrenzt. Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst. Zukünftige Steuerbe- und -entlastungen, die sich aus unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden der Gesellschaft ergeben, werden grds. mit einem Steuersatz von rd. 31,23 % im Rahmen der Ermittlung von aktiven und passiven latenten Steuern bewertet. Am 31. Dezember 2024 bestehen keine wesentlichen temporäre Differenzen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. scroll
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Waren Zum Stichtag weist die Gesellschaft keinen Warenbestand mehr aus (i. Vj. TEUR 29.166). Die Abwertung auf den Vorratsbestand belief sich im Vorjahr auf TEUR 8.171. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände scroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 33.765 (i. Vj. TEUR 44.399), davon bestehen gegen dem Gesellschafter TEUR 113 (i. Vj. TEUR 2.765) und gegen sonstige verbundene Unternehmen TEUR 33.652 (i. Vj. TEUR 41.634). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 33.765 (i. Vj. TEUR 41.634). Im Vorjahr waren zudem TEUR 2.765 aus Konzernverrechnungen enthalten. Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 32 (i. Vj. TEUR 416) enthält im Wesentlichen Vorauszahlungen für Versicherungen sowie Nutzungsentgelte. Eigenkapital In der Gesellschafterversammlung 6. Juni 2025 wurde beschlossen, den zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.135 auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Eingangsrechnungen bzw. Gutschriften (TEUR 17.580i. Vj. TEUR 32.324), Mitarbeiterbonusansprüche (TEUR 1.325, i. Vj. TEUR 876), Herstellerrabatte (TEUR 398, i. Vj. TEUR 544) und Urlaubsansprüche (TEUR 153; i. Vj. TEUR 153) gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 17.579; i. Vj. TEUR 1.104) und Verbindlichkeiten aus Cash Pooling (TEUR 5.014, i. Vj. TEUR 41.564). Zum Stichtag bestanden wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Außerbilanzielle Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für die Jahre nach 2024 belaufen sich auf insgesamt TEUR 708 (netto). Diese Verpflichtungen betreffen in Höhe von TEUR 228 Verpflichtungen aus Mietzahlungen für das Bürogebäude in Düsseldorf, Monschauer Straße, und in Höhe von TEUR 480 Leasingzahlungen für den Fuhrpark der Gesellschaft. Die Verträge enden zwischen 2025 bis 2027. Die Verträge wurden mit dem Ziel der Liquiditätsschonung und zur Bilanzstrukturverbesserung abgeschlossen. Da es sich um Standardmiet- und -Leasing Verträge handelt, sind keine gesonderten Risiken zu erkennen. Weitere außerbilanzielle Geschäfte existieren nicht. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Gesellschaft vertreibt pharmazeutische Produkte der Kyowa Kirin-Gruppe. Die Umsatzerlöse inkl. nachträglicher Preisanpassungen teilen sich im Geschäftsjahr nach Ländergruppen wie folgt auf: scroll
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten im Vorjahr Erträge in außergewöhnlicher Höhe aus der Übernahme von Restrukturierungskosten in Höhe von TEUR 2.588 durch den Gesellschafter. Sonstige betriebliche Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Werbe- und Reisekosten (TEUR 6.166), Kosten der Warenabgabe (TEUR 333), Fahrzeugkosten (TEUR 919) sowie Versicherungen, Beiträge und Abgaben (TEUR 548). Im Vorjahr waren zudem Aufwendungen in außergewöhnlicher Höhe aus Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 2.588 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Sonstige Angaben Geschäftsführung • Herr Mark Albert Huschenbeth, Köln/Deutschland, kaufmännischer Geschäftsführer der Kyowa Kirin GmbH (bis zum 28. Februar 2024) • Herr Noberto Villarrasa Justicia, Madrid/Spanien, kaufmännischer Geschäftsführer der Kyowa Kirin GmbH (seit dem 28. Februar 2024 bis zum 1. Dezember 2024) • Herr Markus Karmasin, München, kaufmännischer Geschäftsführer der Kyowa Kirin GmbH (seit dem 1. Dezember 2024) Alle Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesellschaft hat bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung vom Recht auf Unterlassung gemäß § 286 (4) HGB Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 58 (i. Vj. 62) Mitarbeiter in der Gesellschaft beschäftigt (Verwaltung 33 Mitarbeiter (i. Vj. 28), Vertrieb 25 Mitarbeiter (i. Vj. 34). Honorar des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 abgerechnete Gesamthonorar entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen und beträgt TEUR 76. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen Die nachfolgende Tabelle zeigt wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen. scroll
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es sind keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag eingetreten. Konzernverhältnisse Alleinige Gesellschafterin der Kyowa Kirin GmbH ist die Kyowa Kirin Services Ltd., London/Vereinigtes Königreich. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Kyowa Kirin Co., Ltd., Tokio/Japan, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Unternehmens erhältlich und wird im japanischen EDINET (Electronic Disclosure for Investors` NETwork) unter der Nummer E00816 veröffentlicht. Den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen stellt die Kirin Holdings Company, Limited, Tokio/Japan, auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Unternehmens erhältlich und wird im japanischen EDINET (Electronic Disclosure for Investors` NETwork) unter der Nummer E00395 veröffentlicht. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.654 auf neue Rechnung vorzutragen.
Düsseldorf, den 30. Juni 2025 Kyowa Kirin GmbH Geschäftsführung Markus Karmasin sonstige Berichtsbestandteile
Düsseldorf, den 30.06.2025 gez. Markus Karmasin, Geschäftsführung Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 14.11.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Kyowa Kirin GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kyowa Kirin GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kyowa Kirin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 1. Juli 2025 KPMG AG Litmathe, Wirtschaftsprüfer Deerberg, Wirtschaftsprüfer |
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