Beteiligungsgesellschaften
Wheelabrator Group GmbH
Industriestraße 45, 48629 Metelen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Magdalene Dr. Höltke seit 4.10.2024 | Prokura |
Lars Priess seit 10.5.2024 | Geschäftsführer |
Jamal Feddahi seit 17.11.2023 | Geschäftsführer |
Heinrich Antonius Dropmann seit 7.6.2017 | Prokura |
Bernhard Bußkamp seit 7.6.2017 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Wheelabrator Technologies (UK) Ltd. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
NOLTEN GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wheelabrator Group GmbHMetelenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Handelsregister B 11612 des Amtsgerichts SteinfurtAnhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise und formale Darstellung Die Wheelabrator Group GmbH mit Sitz in Metelen ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird unverändert das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) angewandt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die nachstehend erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert angewandt. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten plan- und ggf. außerplanmäßigen Abschreibungen bilanziert. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, vorgenommen. Auf Zugänge wird die Abschreibung im Jahr der Anschaffung zeitanteilig für den vollen Monat der Anschaffung berechnet. Folgende Nutzungsdauern werden den Abschreibungen der einzelnen Gruppen des Anlagevermögens zugrunde gelegt:
Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 250,00 werden im Zugangsjahr gemäß § 6 Abs. 2a EStG im Aufwand erfasst. Liegt der Wert der Vermögensgegenstände zwischen € 250,00 und € 1.000,00 wird nach § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten eingerichtet; dieser wird im Jahr der Bildung sowie den folgenden vier Jahren gewinnmindernd aufgelöst. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Eine Abschreibung erfolgt, sofern eine Wertminderung als dauerhaft angesehen wird. Bei der Einschätzung der Werthaltigkeit stützt sich die Gesellschaft auf aktuelle Geschäftsentwicklungen der Finanzanlagen bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder, soweit erforderlich zum niedrigeren Marktwert, unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten enthalten direkte Material- und Fertigungskosten (inklusive Konstruktionskosten), Sonderkosten der Fertigung und angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten sowie des Wertverzehrs des Anlagevermögens. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Bei der Bewertung der Vorräte wird darüber hinaus allen erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, gemäß dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB werden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen bis zur Höhe der angefallenen Herstellungskosten offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt. Anzahlungen über die angefallenen Herstellungskosten hinaus werden passiviert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Nennwerten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgesetzt. Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach der Projected-Unit-Credit-Methode bewertet. Die sonstigen Rückstellungen decken alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken ab und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die künftigen Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise auf deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen, ihren Restlaufzeiten entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätzen der letzten sieben Jahre abgezinst. Der zum 31.12.2023 verwendete Rechnungszinssatz für die Abzinsung der Gewährleistungsrückstellung beläuft sich auf 1,03 %. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz für eine angenommene Restlaufzeit von 2 Jahren. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Das Tätigkeitsfeld der Gesellschaft erstreckt sich zum Teil auf den langfristigen Anlagenbau. Soweit Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft im Rahmen eines Gesamtauftrages einzeln abrechenbar sind, erfolgt eine Gewinnrealisierung. Die bis zur vollständigen Abwicklung des Gesamtauftrages bestehenden Risiken werden angemessen berücksichtigt. Als verbundene Unternehmen werden hier im Anhang alle diejenigen Gesellschaften bezeichnet, die in den Konzernabschluss der Norican Global A/S, Dänemark, einbezogen werden und die Gesellschaften, an denen Norican Global A/S, Dänemark, direkt bzw. indirekt eine Mehrheitsbeteiligung hält, die aber aufgrund eines Wahlrechts nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs im Zeitpunkt ihrer Entstehung umgerechnet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus der Anlage zu diesem Anhang ersichtlich. (2) Finanzanlagen Die Entwicklung der Finanzanlagen ist im Anlagenspiegel dargestellt. Anteilsverzeichnis gem. § 285 Nr. 11 HGB:
* Mit dieser Gesellschaft besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag - Das Jahresergebnis vor
Ergebnisübernahme beträgt T€ 371 (Vorjahr:
T€ 33).
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 22.291 (Vorjahr: T€ 23.521) betreffen mit T€ 891 (Vorjahr: T€ 2.302) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit T€ 21.400 (Vorjahr: T€ 21.219) sonstige Forderungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten mit T€ 21.029 (Vorjahr: T€ 21.219) Forderungen gegen die Gesellschafterin Wheelabrator Group Holding GmbH. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wird die 100%ige Beteiligung an der Wheelabrator Schlick Sp.z o.o. i.L., Wrzesnia/Polen, in Höhe von T€ 1.001 ausgewiesen. Das Nennkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 unverändert T€ 1.008, das Eigenkapital T€ 2.173. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände - mit Ausnahme der vorgenannten Beteiligung an der Wheelabrator Schlick Sp.z o.o. i.L. - haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Da sich die Abwicklung der Liquidation zeitlich verzögert, weist diese Beteiligung eine Restlaufzeit von mehr als einem, aber weniger als fünf Jahren auf. (4) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) der Gesellschaft beträgt T€ 1.575 und wird vollständig von der Wheelabrator Group Holding GmbH, Metelen, gehalten. (5) Rückstellungen Der Rechnungszinssatz zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen basiert auf dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %), der sich bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen 10 Jahre sowie des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen 7 Jahre (1,74 %) beläuft sich auf T€ 1 (Vorjahr: T€ 6). Die bestehende Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB führt nicht zu einer Abführungssperre an die Organträgerin. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden ein Gehaltstrend von 0,00 % und ein Rententrend von 2,00 % zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen folgende Beträge:
(6) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 7.211 (Vorjahr: TEUR 7.876) entfallen mit T€ 6.289 (Vorjahr: TEUR 4.332) auf Lieferungen und Leistungen und mit T€ 922 (Vorjahr: T€ 3.544) auf sonstige Verbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.323 (Vorjahr: T€ 1.565). Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Pfandrechte oder ähnliche Rechte als Sicherheiten bestehen nicht. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (7) Aufgliederung der Umsatzerlöse a) nach geographisch bestimmten Märkten
b) nach Tätigkeitsbereich
(8) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten mit T€ 167 (Vorjahr: T€ 250) Erträge aus Währungsumrechnungen. (9) Personalaufwand Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 6 (Vorjahr: T€ 8). (10) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten mit T€ 278 (Vorjahr: T€ 119) Aufwendungen aus Währungsumrechnungen. (11) Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen des Vorjahres stammen in voller Höhe aus verbundenen Unternehmen. (12) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge resultieren aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.981 (Vorjahr: T€ 977). (13) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen mit T€ 69 (Vorjahr: T€ 206) verbundene Unternehmen. Aus der Abzinsung von Rückstellungen sind Aufwendungen in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 6) enthalten. Sonstige Angaben (14) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Leasing- und ähnlichen Dauerschuldverhältnissen:
Daneben haftet die Gesellschaft gemäß § 73 AO als Organgesellschaft für solche Steuern der Wheelabrator Group Holding GmbH (Organträgerin), für welche die Organschaft zwischen ihnen steuerlich von Bedeutung ist. Darüber hinaus können sich Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus der Durchführung des Ergebnisabführungsvertrages ergeben. (15) Haftungsverhältnisse Im Rahmen einer globalen Sicherungsübereignung wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgetreten sowie die Bankguthaben und beweglichen Güter des Anlagevermögens sowie das Vorratsvermögen der Gesellschaft an ein dänisches Kreditinstitut zur Sicherheit übereignet. Das Risiko der Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der geordneten wirtschaftlichen Verhältnisse, der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Wheelabrator Group GmbH als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen uns nicht vor. (16) Steuern Aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages zwischen der Wheelabrator Group Holding GmbH und der Gesellschaft besteht eine umsatz -, gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft. (17) Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr bzw. Vorjahr waren durchschnittlich beschäftigt:
Darüber hinaus waren in 2023 durchschnittlich ein Auszubildender und eine Aushilfe beschäftigt. (18) Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung der Gesellschaft gehören an: Erich Brunner, Winterthur/Schweiz, Diplom-Betriebsökonom (bis zum 10. Mai 2024) Jamal Feddahi, Hengelo/Niederlande, Kaufmann (seit dem 31. Oktober 2023) Lars Priess, Vaerloese/Dänemark, Ingenieur (seit dem 10. Mai 2024) (19) Bezüge der Geschäftsführung Neben den von der Gesellschaft direkt gewährten Bezügen der Geschäftsführer wurde die Gesellschaft im Rahmen einer Konzernumlage mit Kosten für die Geschäftsführung belastet. Die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers unterbleibt unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB. (20) Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da die Angabe in dem Konzernabschluss der Norican Global A/S enthalten ist. (21) Konzernabschluss Grundsätzlich wäre die Wheelabrator Group GmbH, Metelen, nach § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Jahresabschluss der Wheelabrator Group GmbH, Metelen, als auch die Abschlüsse ihrer Tochterunternehmen werden jedoch mit Befreiungswirkung gemäß § 291 HGB in den Konzernabschluss der Norican Global A/S, Kopenhagen/Dänemark, der nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt und geprüft worden ist, einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird in englischer Sprache mit befreiender Wirkung für den Konzernabschluss der Wheelabrator Group GmbH im Bundesanzeiger veröffentlich (22) Ausschüttungssperre Zum 31. Dezember 2023 unterliegt nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ein Gesamtbetrag in Höhe von T€ 1 der Ausschüttungssperre. Der Betrag betrifft in voller Höhe die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen. (23) Ergebnisverwendung Entsprechend dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Wheelabrator Group Holding GmbH, Metelen, wurde der Jahresüberschuss in Höhe von T€ 2.776 vollständig abgeführt. (24) Nachtragsbericht Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlichen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Wheelabrator Group GmbH betreffend des Geschäftsjahres 2023.
Metelen, den 28. Juni 2024 gez. Lars Priess, Geschäftsführer gez. Jamal Feddahi, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT a) Geschäftsmodell und rechtliche Struktur Die Wheelabrator Group GmbH, Metelen, ist tätig in der Entwicklung und Herstellung von Anlagen der Oberflächentechnik. Hierbei konzentrieren wir uns auf die Anforderungen im Bereich Schleuderradstrahlen (Wheelblast) und Druckluftstrahlen (Airblast), jeweils auch in Kombination mit Anwendungen im Bereich Strahlen und Lackieren. All dies wird durch einen umfassenden After-Market-Service (Ersatz- und Verschleißteile, Verbrauchsmaterialien, Service, Wartung und Anlagenüberholung) unterstützt, den wir innerhalb des Unternehmens als Geschäftsbereich Aftermarket führen und unter gleichem Namen am Markt anbieten. Die Gesellschaft ist in die weltweit tätige NORICAN Group eingegliedert. b) Personal und Soziales Ohne Berücksichtigung der Organvertreter setzt sich am Jahresende der Personalbestand wie folgt zusammen:
Stichtagsbezogen waren am Jahresende für die Gesellschaft insgesamt 126 Beschäftigte (Vorjahr: 127 Beschäftigte) tätig. Darin sind ein Auszubildende sowie eine Aushilfe enthalten. Die Norican Group hat für alle Gesellschaften der Unternehmensgruppe einen Verhaltens- und Ethikkodex ("Code of Conduct") festgelegt. In diesem sind Richtlinien über ethisches Verhalten und die Einhaltung der in jeder erheblichen Rechtsordnung geltenden Gesetze auf Gruppenebene verankert. Zusätzlich ist sich die Gesellschaft ihrer Verantwortung als Arbeitgeber bewusst und bildet im kaufmännischen Bereich aus. c) Umweltschutz Als Unternehmen der Norican Group ist die Wheelabrator Group GmbH besonders den Prinzipien der Sicherung und Schonung der Umwelt verpflichtet. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette spielen ein rücksichtsvoller Umgang mit den Ressourcen und die Reduzierung der Umweltbelastung eine entscheidende Rolle. Der zunehmende Fokus auf Corporate Responsibility, und damit auf das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz, wird insofern zu einem Grundbaustein des Geschäftsmodells im gesamten Konzern. Dies spiegelt sich auch in dem im Dezember 2021 unterzeichneten Verpflichtungsschreiben an die Science-Bases-Targets Initiative (SBTi) wider, in dem sich die Norican Group zur Entwicklung von kurzfristigen Emissionsreduktionszielen und einer langfristigen Netto-Nullemissions-Strategie verschrieben hat. 2. WIRTSCHAFTSBERICHT a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Unter Berücksichtigung vorstehender Rahmenbedingungen ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3 % gesunken. b) Branchenentwicklung Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist laut vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,7 % gesunken. Die zuvor bestehenden Materialengpässe haben sich größtenteils aufgelöst. Obwohl die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen gestützt wurde, schwand diese Unterstützung im weiteren Jahresverlauf allmählich, da der Auftragseingang das ganze Jahr über eine schwache Dynamik zeigte. Bereits zu Beginn des Jahres verzeichnete man Rückgänge im zweistelligen Prozentbereich, und im Verlauf des Jahres deutete sich keine Trendwende an. Das wirtschaftliche Umfeld war herausfordernd und von hoher Unsicherheit geprägt, was zu einer deutlichen Zurückhaltung bei den Bestellungen führte. Aufgrund der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte stieg der Umsatz laut den Ergebnissen der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik nominal um +7 Prozent. Die Produktion erreichte zum Jahresende eine geschätzte Höhe von 254 Mrd. Euro, während der Umsatz 262 Mrd. Euro betrug. c) Geschäftsverlauf Für unsere interne Unternehmenssteuerung verwenden wir Auftragseingänge und das EBIT auf Basis des IFRS-Reportings als wesentliche Kennzahlen. Aber auch die Umsatzerlöse (nach HGB) sind eine relevante Steuerungskennzahl. Für den Geschäftsbereich Maschinenverkauf erwarteten wir seinerzeit einen moderaten Rückgang der Umsatzerlöse, der insbesondere aus niedrigeren Auftragseingängen resultierte. Im Bereich der Auftragseingänge rechneten wir für das Jahr 2023 ebenfalls mit einem moderaten Rückgang. Im Geschäftsbereich Ersatzteilgeschäft wurde sowohl hinsichtlich der Umsatzerlöse als auch in Bezug auf die Auftragseingänge ein gleichbleibendes Niveau wie im vorangegangenen Geschäftsjahr erwartet. Die gesamten Auftragseingänge lagen in 2023 mit T€ 61.644 moderat über dem budgetierten Wert in Höhe von T€ 58.876. Im Geschäftsbereich Maschinenverkauf erzielten wir im Geschäftsjahr 2023 Auftragseingänge in Höhe von T€ 21.659 (Vorjahr: T€ 24.153) und lagen damit moderat unter dem zu Jahresbeginn erwarteten Wert in Höhe von T€ 23.410. Zum Ende des Geschäftsjahres lag der Auftragsbestand bei T€ 17.360 (Vorjahr: T€ 21.751). Für den Geschäftsbereich Aftermarket verzeichneten wir Auftragseingänge in Höhe von T€ 39.985 (Vorjahr: T€ 37.640) und lagen damit deutlich über dem budgetierten Wert in Höhe von T€ 35.466. Zum Ende des Geschäftsjahres lag der kumulierte Auftragsbestand bei T€ 4.525 (Vorjahr: T€ 2.738). Das gemäß IFRS budgetierte EBIT in Höhe von T€ 2.157 wurde um T€ 349 (+16,20 %) übertroffen und betrug zum Ende des Geschäftsjahres T€ 2.506. Ursächlich hierfür ist insbesondere ein deutlich höheres Umsatzvolumen im Bereich Ersatzteilverkauf, welches die geringere Marge im Maschinenverkauf kompensiert hat. Einen positiven Einfluss auf das EBIT hatten zudem geringere allgemeine Vertriebs- und Verwaltungskosten. d) Lage des Unternehmens I. Ertragslage Das Umsatzvolumen im Maschinenverkauf verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.922 auf ein Gesamtvolumen von T€ 25.903 (Vorjahr: T€ 29.825). Dies entspricht Verringerung in Höhe von 13,2 %. Damit lag die Umsatzentwicklung leicht über dem erwarteten Volumen in Höhe von T€ 24.657. Ursächlich hierfür waren insbesondere zeitliche Verschiebungen von Projekten aus dem Jahr 2022 in das Jahr 2023, da sowohl die Beschaffung der Rohstoffe als auch die bereits voll ausgelasteten Produktionskapazitäten eine planmäßige Abwicklung der Aufträge im vorangegangen Jahr nicht ermöglichten. Im Geschäftsbereich Aftermarket konnten wir ein Umsatzvolumen in Höhe von T€ 40.438 (Vorjahr: T€ 35.523) erzielen. Das entspricht einer Erhöhung von T€ 4.915 bzw. 13,8 % und liegt somit deutlich über dem erwarteten Volumen in Höhe von T€ 35.466 zu Beginn des Geschäftsjahres. Insgesamt beträgt das Umsatzvolumen im Geschäftsjahr 2023 T€ 66.341 (Vorjahr: T€ 65.348), was einem Anstieg von T€ 993 entspricht. Dabei wurde mit den Gesellschaften der Norican Group ein Umsatz von T€ 4.074 (Vorjahr: T€ 5.018) erzielt. Die Exportquote für die Gesellschaft lag bei 60,9 % (Vorjahr: 64,4 %). Der Exportanteil für das Maschinengeschäft lag für das Geschäftsjahr bei 73,3 % (Vorjahr: 81,0 %). Die Ertragslage der Wheelabrator Group GmbH verbesserte sich trotz der rückläufigen Auftragslage im Berichtsjahr 2023 deutlich. Nach T€ 35 im Jahr 2022 wurde nun ein Ergebnis nach Steuern von T€ 2.776 erzielt, was einem Anstieg von T€ 2.741 entspricht. Ursächlich hierfür sind insbesondere folgende Entwicklungen:
Der Jahresüberschuss in Höhe von T€ 2.776 (Vorjahr: T€ 35) wird im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die Gesellschafterin abgeführt. II. Finanz- und Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.280 bzw. 5,3 % verringert und beträgt zum Stichtag T€ 40.610 (Vorjahr: 42.889). Das Sachanlagevermögen liegt mit T€ 1.148 über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: T€ 770). Ursächlich hierfür ist, dass die Investitionen von T€ 550 die Abschreibungen von T€ 170 deutlich übersteigen. Investiert wurde dabei vornehmlich in neue Betriebs- und Geschäftsausstattung, insbesondere im fertig gestellten Testcenter. Die Summe der Finanzanlagen der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr weiterhin T€ 3.373. Insgesamt gesehen hat das Anlagevermögen mit T€ 4.527 (Vorjahr: T€ 4.152) einen Anteil an der Bilanzsumme von 11,2 % (Vorjahr: 9,1 %). Das Umlaufvermögen wird mit T€ 35.402 bilanziert und fällt damit um T€ 3.138 bzw. 8,1 % niedriger aus als im Vorjahr mit T€ 38.540. Dabei liegen sowohl die Vorräte mit T€ 690 (Vorjahr: T€ 1.017) als auch die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit T€ 31.292 (Vorjahr: T€ 34.649) unter den noch im Vorjahr ausgewiesenen Beträgen. Ursächlich sind dabei im Wesentlichen stichtagsbedingt niedrigere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zwar sind die Erlöse im Monat Dezember 2023 höher ausgefallen als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Jedoch sind die daraus resultierenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich geringer, weil für die wesentlichsten Aufträge höhere Teilzahlungen im Voraus geleistet worden sind. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit T€ 3.420 (Vorjahr: 2.874) leicht höher ausgefallen. Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme beträgt 87,2 % (Vorjahr: 89,9 %). Das Vermögen der Gesellschaft wird wie im Vorjahr zu einem großen Teil durch Eigenkapital finanziert, welches zum Jahresende unverändert T€ 21.574 beträgt. Allein aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenkapitalquote dabei auf 53,1 % (Vorjahr: 50,3 %). Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich das Fremdkapital, bestehend aus Rückstellungen und Verbindlichkeiten, um T€ 2.280 auf T€ 19.035. Dabei wirken sich neben den leicht niedrigeren Rückstellungen in Höhe von T€ 4.901 (Vorjahr: T€ 5.147) insbesondere deutlich niedrigere Verbindlichkeiten von T€ 14.134 (Vorjahr: T€ 16.168) aus. Der Rückgang bei den Sonstigen Rückstellungen ist insgesamt als unwesentlich zu beurteilen, wobei die Entwicklungen innerhalb der Sonstigen Rückstellungen teilweise gegenläufig sind. Während die Projektkostenrückstellungen um T€ 190 auf T€ 196 gestiegen sind, haben sich die Restrukturierungsrückstellungen um T€ 341 auf T€ 20 sowie die Rückstellungen für vertragliche Leistungsverpflichtungen und Nachlaufkosten um T€ 197 auf T€ 1.704 vermindert. Ursächlich für den stichtagsbedingten Rückgang bei den Verbindlichkeiten sind neben den um T€ 665 niedrigeren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 7.211 (Vorjahr: T€ 7.876) sowie niedrigeren Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.555 (Vorjahr: T€ 1.762), insbesondere deutlich gesunkene passiv ausgewiesene erhaltene Anzahlungen, die zum Bilanzstichtag T€ 4.614 (Vorjahr: T€ 5.738) betragen. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen konzernintern durch die Norican Group über eine Bankgesellschaft mit Sitz in Dänemark. Hier stehen ausreichend finanzielle und liquide Mittel zur Verfügung, um jederzeit den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Eine Inanspruchnahme von Finanzmitteln wird entsprechend verzinst. Die Gesellschaft war im Laufe des Geschäftsjahres daher jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 3. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Unternehmerisches Handeln ist stets mit Chancen und Risiken verbunden. Unser Ziel ist es, mögliche Risiken für die Geschäftsentwicklung schon im Vorfeld zu identifizieren und zu minimieren. Das Erfassen und Bewerten wesentlicher Chancen und Risiken stellt für uns die Grundlage aller Planungs- und Entscheidungsprozesse dar. Eine gewisse Risikobereitschaft ist gleichzeitig Voraussetzung dafür, dass Chancen gezielt genutzt werden können. Daher ist es unser Bestreben, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem Wahrnehmen von Chancen und dem unternehmerischen Umgang mit Risiken zu finden. a) Chancenbericht Chancen, als positive Abweichungen möglicher künftiger Entwicklungen von einem Plan- oder Zielwert, sieht die Wheelabrator Group GmbH zunächst in der Anwendungsvielfalt seiner Produkte. In allen Kundensegmenten versuchen wir Wachstumspotenziale zu nutzen, um unseren Marktanteil durch die Steigerung des Absatzes bei unseren Bestandskunden auszubauen und/oder die Gewinnung von neuen Kunden zu erhöhen. Weiterhin prüfen wir, ob wir mit unseren Produkten neue Anwendungen erschließen können, um den Risiken aus Konjunkturschwankungen einzelner Branchen zu begegnen. Dadurch erhoffen wir uns, die Risiken breiter zu streuen und insofern beherrschbarer machen zu können. Der Ausbau digitaler Dienstleistungen bietet weitere Chancen. Daher prüfen wir die Nutzungsmöglichkeiten digitaler Infrastruktur und - sofern sinnvoll - die Realisierung von Kostenoptimierungen (z.B. durch die Digitalisierung von Prozessen oder durch die Effizienzsteigerung von Organisationsstrukturen). Daher sieht die Gesellschaft zusammen mit der Norican Group Chancen in der weltweiten Modernisierung und Digitalisierung der Geschäftsprozesse und IT-Systeme. Mit der in 2022 erfolgten Einführung einer gruppenweit standardisierten Lösung für die Bearbeitung von Lieferantenrechnungen können Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, effizienter zusammen zu arbeiten und Entscheidungen zukünftig noch schneller und präziser umzusetzen. Darüber hinaus treibt die Norican Group zusammen mit ihren Tochtergesellschaften die digitale Transformation der bestehenden IT-Systeme an. Dabei liegt der Fokus verstärkt auf der Einführung von Cloud-Lösungen für die bestehenden ERP- und CRM-Systeme. b) Risikobericht Gesamtwirtschaftliche Risiken Risiken der allgemeinen volkswirtschaftlichen Entwicklung haben einen wesentlichen Einfluss auf das Nachfrageverhalten und die Absatzmärkte der Gesellschaft. Instabile Finanzmärkte und neue geopolitische Entwicklungen bergen für das weltweit tätige Unternehmen stets auch inhärente Risiken, durch die das Wirtschaftswachstum weltweit geringer ausfällt als prognostiziert, da davon beeinflusst Kunden ihre Investitionsprojekte verschieben bzw. verwerfen oder Produktions- bzw. Importkosten überproportional steigen. Absatzrisiken Da die Wheelabrator Group GmbH zu einem großen Teil Unternehmen der Automobilzulieferindustrie beliefert, ist eine starke Abhängigkeit von der Investitionstätigkeit dieser Industrie gegeben, die in Deutschland aktuell zusätzlich durch die fehlende politische Weichenstellung in Sachen Elektromobilität in ihren Investitionsentscheidungen beeinträchtigt ist. Kostenrisiken Aufgrund der hochkomplexen Maschinen- und Anlagenprodukte, die im Wesentlichen in Einzelfertigung hergestellt werden, bestehen Risiken vor allem in der Abwicklung der Aufträge im kalkulierten Kostenrahmen. Durch ständige Prozessoptimierung wird versucht, dieses Risiko zu minimieren. Die bestehenden Risiken werden konservativ bewertet und im Rahmen von Rückstellungen berücksichtigt. Währungsrisiken Währungskursrisiken wird durch unterjährigen Devisentermingeschäften seitens der Konzernmuttergesellschaft begegnet. Dabei werden grundsätzlich alle fest kontrahierten Kundenaufträge und eigene Bestellungen an externe Lieferanten in Fremdwährungen abgesichert. Finanzrisiken Risiken aus Zahlungsstromschwankungen erkennt die Gesellschaft frühzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung. Durch den positiven Liquiditätsbestand und die Möglichkeit der Refinanzierung über die Muttergesellschaft stehen dem Unternehmen ausreichende liquide Mittel zur Verfügung. Dem allgemeinen Forderungsausfallrisiko begegnen wir unter anderem durch die Anforderung von Anzahlungen durch die Kunden. Angesichts der robusten Finanzierungsstruktur mit einer guten Eigenkapitalausstattung, einem positiven Liquiditätsbestand und einer finanzkräftigen Konzernmuttergesellschaft sind etwaige Finanzierungs- und Liquiditätsengpässe nicht zu erwarten. Mögliche Risiken aus Zahlungsstromschwankungen erkennt die Gesellschaft frühzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung. Dem allgemeinen Forderungsausfallrisiko wird durch ein konsequentes Forderungsmanagement sowie die Anforderung von Anzahlungen begegnet. Informationstechnische Risiken Die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Notwendigkeit ihrer permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzten Informationstechnologien. Risiken können sich aus dem Ausfall von Rechnersystemen und Netzwerken ergeben. Ebenso stellt der Zugriff von unbefugten Dritten auf die IT-Systeme einen möglichen Risikofaktor dar. Der Schutz und die Optimierung der IT-Systeme werden durch diverse technische Sicherheitsmaßnahmen und den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten gewährleistet. Dem Verlust von IT-Informationen wird durch regelmäßige Sicherungskopien und separater Archivierung entgegengewirkt. Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts Die langfristigen gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Auswirkungen nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 sind weiterhin schwer abzuschätzen. Die Energiepreise, insbesondere die Gaspreise, waren im Jahr 2023 infolge des Russland-Ukraine-Konflikts auf einem weiterhin hohen Niveau. Maßnahmen der Bundesregierungen werden weiter erforderlich sein, um den Anstieg der Energiekosten einzudämmen. Auf der Absatzseite ist die Wheelabrator Group GmbH durch den bestehenden Russland-Ukraine-Konflikt dennoch lediglich geringfügig betroffen. Unsere Geschäftstätigkeit in Russland ist zwar aufgrund von Sanktionsbeschränkungen bezüglich der Gewinnung von Neuaufträgen und den internationalen Zahlungsverkehr betreffend aktuell ruhend, das Risiko von größeren Umsatzausfällen infolge reduzierter Abrufe auf Kundenseite besteht in diesem Markt für uns jedoch nicht. Auf der Beschaffungsseite ist die Gesellschaft indirekt betroffen, da in unserer Schwestergesellschaft in Pribram/Tschechien die Nichtverfügbarkeit von Rohstoffen und Vormaterialien zu Ausfällen in der Lieferkette zum Kunden führen könnten. Auch die möglicherweise weiter steigenden Energiepreise könnten hier zu weiteren deutlichen Kostensteigerungen führen. Wir sind mit unserer Schwestergesellschaft in fortlaufender, enger Abstimmung, um auf mögliche Engpässe oder unerwartete Kostensteigerungen frühzeitig reagieren zu können. Auch die Norican Group überwacht die Auswirkungen auf die jeweiligen Tochtergesellschaften laufend auf oberster Ebene und ist engem Kontakt mit Kunden und Lieferanten, um auf zukünftige Engpässe zu reagieren. Aufgrund der andauernden kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine ist der weitere Verlauf des Kriegs und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Gesellschaft selbst und die Weltwirtschaft im Allgemeinen weiterhin mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Beurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die Geschäftsführung Aus Sicht der Geschäftsführung ist das Gesamtrisiko für die Wheelabrator Group GmbH als gering einzustufen. Es sind weiterhin keine Ereignisse zu erkennen, die zu einer dauerhaften und wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten. 4. PROGNOSEBERICHT Das ifo-Institut (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.) prognostiziert eine eher verhaltene Steigerung der Wirtschaftsleistung im Jahr 2024. Die Experten erwarten lediglich ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,2 %. Durch den im Haushaltsausschuss beschlossenen Bundeshaushalt sollen laut Schätzungen des ifo- Instituts zusätzliche Einsparungen von knapp 19 Milliarden Euro erzielt werden. Dies wird voraussichtlich zu einer höheren Belastung für Unternehmen und Haushalte führen sowie zu Kürzungen bei den Staatsausgaben, was die gesamtwirtschaftliche Erholung etwas dämpfen wird. Auch die globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind angesichts des anhaltenden Konflikts in der Ukraine und bestehender Engpässe in den Lieferketten deutlich beeinträchtigt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für das Gesamtjahr 2024 ein Weltwirtschaftswachstum von +3,2 %, was einem ähnlich schwachen Wachstum wie im Jahr 2023 entspricht. Die Prognose ist mit Abwärtsrisiken verbunden, insbesondere hinsichtlich geopolitischer Spannungen wie einer Eskalation im Nahen Osten sowie einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Verlangsamung des Wachstums in China. Für den Maschinenbau in Deutschland wird das Jahr 2024 erneut herausfordernd sein. Die Volkswirte des VDMA prognostizieren einen Rückgang der realen Produktion um 4,0 %. Die Weltkonjunktur befindet sich weiterhin in einer Flaute, und der Maschinenbau als Lieferant von Investitionsgütern ist stark konjunkturabhängig. Obwohl es erste vorsichtige Anzeichen dafür gibt, dass der Tiefpunkt der Bestellungen erreicht ist, können diese noch nicht als Trendwende bei der Auslandsnachfrage interpretiert werden. Das ifo-Geschäftsklima für den Maschinenbau hat sich zwar stabilisiert, und der Rückgang der Aufträge hat sich zum Jahresende 2023 etwas abgeschwächt, jedoch bleibt eine mögliche Bodenbildung bei der Auslandsnachfrage vorerst abzuwarten. Unter Berücksichtigung vorstehender Rahmenbedingungen steht auch unsere Gesellschaft weiter unter Druck. Für das bereits laufende Geschäftsjahr 2024 gehen wir davon aus, dass die allgemeine Verunsicherung über die weitere konjunkturelle Entwicklung im Allgemeinen sowie der Kosten im Besonderen zu einer weiteren Investitionszurückhaltung unserer Kunden führen wird. Daher gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 insgesamt von deutlich geringeren Umsatzerlösen als noch im Geschäftsjahr 2023 aus. Im Ergebnis rechnen wir aufgrund einer deutlich verbesserten Gesamtmarge im Bereich Maschinenverkauf trotz des reduzierten Umsatzvolumens hingegen mit einem leicht höheren EBIT. Für die gesamten Auftragseingänge wird im Vergleich zum Jahr 2023 mit einem Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich gerechnet.
Metelen, den 28. Juni 2024 gez. Lars Priess, Geschäftsführer gez. Jamal Feddahi, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Wheelabrator Group GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wheelabrator Group GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wheelabrator Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stadtlohn, den 28. Juni 2024 BWK
Treuhand GmbH
Pieper, Wirtschaftsprüferin Nißing, Wirtschaftsprüfer |
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