LOGPAY Financial Services GmbH

Schwalbacher Straße 72, 65760 Eschborn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 55461
Vorher
DVB Logpay GmbHDVB LogPay GmbHLogPay Financial Services GmbH
Eingetragen
12.9.2002
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGeld- und Wertdienste
Gegenstand
Transaktions- und Forderungsmanagement, verbunden mit der Organisation von Zahlungssystemen im Güter- und Personenverkehr sowie die Vermittlung und Strukturierung von Finanzierungen, insbesondere im Bereich Transport und Logistik sowie jegliche Tätigkeiten, die dem vorgenannten Zwecke förderlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Adam Murzynski
seit 18.12.2025
Geschäftsführer
Armin Hofer
seit 18.12.2025
Geschäftsführer
Janina Meyer
seit 11.7.2024
Geschäftsführer
Prokura
Markus Engel
seit 25.7.2017
Prokura
Christian Zumpf
seit 11.2.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
2.000.500 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LOGPAY Financial Services GmbH

Eschborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

1 Grundlagen des Unternehmens

Die LOGPAY Financial Services GmbH ("LOGPAY Financial" oder "Gesellschaft") ist ein Zahlungsinstitut nach § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) mit Sitz in Eschborn. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine 100 %-ige Beteiligung der Volkswagen Financial Services AG, Gifhorner Straße 57, 38112 Braunschweig ("VWFS"). Das eingetragene Stammkapital der Gesellschaft beträgt 2.000.500 Euro. Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023:

Herr Dr. Oliver Bernards, Diplom-Kaufmann, Frankfurt am Main

Herr Jens Thorwarth, Bankbetriebswirt, Bad Soden am Taunus

Im gesamten Geschäftsjahr 2023 bestand zwischen der VWFS als Obergesellschaft und der LOGPAY Financial als Untergesellschaft ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag verbunden mit einer durchgehenden ertragssteuerlichen Organschaft mit der Volkswagen AG, Wolfsburg als Organträger.

Die LOGPAY Financial hält in 2023 durchgehend 100% Geschäftsanteile an der LOGPAY Transport Services GmbH ("LOGPAY Transport"). Am 25.02.2020 wurde zwischen der LOGPAY Financial als Obergesellschaft und der LOGPAY Transport als Untergesellschaft ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Dieser Vertrag wurde mit Eintragung in das Handelsregister der Untergesellschaft rückwirkend für die Zeit ab dem Beginn des Geschäftsjahres 2020 wirksam. Zwischen der LOGPAY Financial und der Volkswagen AG besteht mit Wirkung vom 01.01.2020 eine ertragssteuerliche Organschaft. Seit dem 01.03.2020 ist die LOGPAY Financial in den umsatzsteuerlichen Organkreis der Volkswagen AG einbezogen.

Zweck der LOGPAY Transport ist die Herausgabe und das Erbringen von Leistungen mittels Tank- und Ladekarten wie z.B. der Charge & Fuel Card, über welche gewerbliche Kunden sowie Privatkunden der LOGPAY Transport Kraftstoffe und Ladevorgänge für E-Mobilität in Europa bezahlen können. Darüber hinaus bietet die LOGPAY-Card den Unternehmen die Möglichkeit, damit die Gebühren für die Nutzung von mautpflichtigen Straßen in Europa zu entrichten. Die hieraus entstehenden Forderungen gegenüber den Kunden werden an die LOGPAY Financial verkauft.

Die LOGPAY Financial hält zudem 100 % Geschäftsanteile an der im Handelsregister von Frankfurt am Main eingetragenen The Key to Mobility Services GmbH ("TKMS") vormals LogPay Mobility Services GmbH. Die Eintragung der Änderung der Firma von ursprünglich LogPay Mobility Services GmbH in The Key to Mobility Services GmbH erfolgte im Handelsregister zum 29.11.2023.

Zweck der TKMS ist das Erbringen von Dienstleistungen im Verkehrsbereich und alle damit zusammenhängende Tätigkeiten. Der am 11.05.2016 zwischen der LOGPAY Financial und der TKMS geschlossene Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag war auch im Berichtsjahr gültig. Beide Gesellschaften begründen seit dem 01.01.2016 eine ertragssteuerliche Organschaft. Die TKMS ist über die LOGPAY Financial ebenso in die ertragssteuerliche Organschaft mit der Volkswagen AG eingebunden.

Die LOGPAY Financial hält zudem eine Beteiligung in Höhe von 15 % an der LOGPAY Charge & Fuel Slovakia s.r.o.. Die LOGPAY Transport besitzt 85 % Anteile an der LOGPAY Charge & Fuel Slovakia s.r.o.

Die wesentliche Geschäftstätigkeit der LOGPAY Financial umfasst im Berichtszeitraum:

den Ankauf von Forderungen aus dem Transport von Gütern ("Frachtgeschäft"),

den Ankauf von Forderungen aus dem Verkauf von Tickets ("Mobility"),

den Ankauf von Forderungen aus der Nutzung von mautpflichtigen Straßen ("Mautgeschäft")

den Ankauf von Forderungen aus dem Verkauf von Strom, Kraftstoffen und Parken inkl. Truck Parking Europe ("Charge & Fuel"),

Beim Geschäftsbereich Fracht werden Forderungen aus dem Transport von Gütern angekauft und deren Ausgleich zu Gunsten des Ausgleichsempfängers betrieben.

Im Geschäftsbereich Mobility kauft die LOGPAY Financial auf Basis eigener Verträge direkt von Verkehrsunternehmen und anderen Mobilitätsunternehmen Forderungen aus der Beförderung von Personen an. Eine direkte Vertragsbeziehung zu den Endkunden besteht nicht.

Über die LOGPAY Transport werden das europäische Mautgeschäft und der Geschäftsbereich Charge & Fuel betrieben. Die LOGPAY Transport hält die Verträge mit den Akzeptanzstellen (Mautstellen und Tankstellen) einerseits und den Kunden andererseits. Die Forderungen aus diesen Geschäftsbereichen werden von der LOGPAY Transport an die LOGPAY Financial veräußert.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Kennzahlen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kam in 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. 1

Die Zulassungen für Personenkraftwagen (Pkw) stiegen in 2023 ggü. 2022 um 7,3% auf 2,84 Mio. Neuwagen. Der Anteil benzinbetriebener Pkw stieg auf 34,4% (Vorjahr: 32,6%), bei Diesel-Pkw lag der Anteil bei 17,1% (Vorjahr: 17,8%). Hybridangetriebene Pkw hatten einen Anteil von 29,5% (Vorjahr: 31,2%), auf Elektro-Pkw (BEV) entfielen 18,4% (Vorjahr: 17,7%). Die restlichen 0,6% Anteil beinhalteten gasbetriebene Pkw (Vorjahr: 0,7%).

Die Nutzfahrzeuge schlossen das Jahr 2023 ausschließlich mit positiven Vorzeichen ab. Die Neuzulassungsstatistik wies für die Zugmaschinen insgesamt einen Zuwachs von 8,4%, darunter Sattelzugmaschinen mit 30,1%, gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Die Lastkraftwagen (Lkw) stiegen um 14,5%, die Kraftomnibusse um 12,5% und die Sonstigen Kraftfahrzeuge (Kfz) legten um 0,3% zu. 2

1 Statistisches Bundesamt, Wiesbaden, Pressemitteilung Nr. 019 v. 15.01.2024
2 Kraftfahrt-Bundesamt, Flensburg, Pressemitteilung Nr. 01/2024

Transportleistungen

Die im Jahr 2023 erbrachte Beförderungsleistung des Güterverkehrs in Deutschland ist gemäß vorläufiger Zahlen gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Der Straßengüterverkehr inländischer Unternehmen ist gegenüber Vorjahr um 7,1% gesunken. Im Segment Schienenverkehr ist beim Gütertransport ein Rückgang von 4,1% zu verzeichnen.

Entwicklung Beförderungsleistung (in Mrd. Tonnenkilometern) 3 ) 2022 2023 Veränderung zu 2022
%
Straße 1 - nur inländische LKW - 303,9 282,4 -7,1%
Eisenbahn 2 124,6 119,5 -4,1%
Gesamt 428,5 401,9 -6,2%

* Quelle: Statistisches Bundesamt
1) Hochrechnung für 2023 auf Basis Jan - Apr 2023
2) Hochrechnung für 2023 auf Basis Jan - Jul 2023
3) Als Beförderungsleistung wird das Produkt aus dem Gewicht der beförderten Gütermenge mit der (i.d.R. nur im Inland) zurückgelegten Transportweite bezeichnet.

Im Jahr 2023 wurden nach Angaben des Bundesamtes für Güterverkehrs insgesamt 40,3 Mrd. km auf mautpflichtigen Strecken zurückgelegt. Gegenüber dem Vorjahr ist diese Leistung um 2,4% zurückgegangen. Auf Inländer entfallen hiervon 22,9 Mrd. km (-3,3% ggü. 2022) und 17,4 Mrd. km auf Ausländer (-1,2% ggü. 2022).

Entwicklung Fahrleistungen Maut DE (in Mrd. km) 2022 2023 Veränderung zu 2022
%
Fahrleistung gesamt 1 41,3 40,3 -2,4%
davon Inländer 1 23,7 22,9 -3,3%
Ausländer 1 17,6 17,4 -1,2%

* Quelle: Bundesamt für Güterverkehr, Mautstatistik Jan - Nov 2023
1) Hochrechnung für 2023 auf Basis Jan - Nov 2023

Die Beförderungsleistung im Personenverkehr (in Mio. Personenkilometern) ist gemäß den vorläufigen Zahlen in 2023 insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 8,2% gestiegen.

Entwicklung Beförderungsleistung (in Mio. Personenkilometern) 2022 2023 Veränderung zu 2022
%
Eisenbahn (Nah- und Fernverkehr) 1 94.166,4 102.987,8 9,4%
Straßenbahnen 1 14.625,0 15.619,2 6,8%
Omnibusse (Nah- und Fernbusverkehr) 1 36.184,0 38.280,3 5,8%
Gesamt 144.975,4 156.887,3 8,2%

* Quelle: Statistisches Bundesamt
1 Hochrechnung für 2023 auf Basis Jan - Sep 2023

2.2 Geschäftsverlauf

Geschäftsvolumen

Das Geschäftsvolumen der LOGPAY Financial ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 6,6% gestiegen. Die Gesellschaft konnte Volumensteigerungen im Frachtgeschäft (ca. +4,3%) und Mobility durch die Anbindung neuer Partner und einen Volumenseffekt ggü. 2022 durch ein teureres Deutschland-Ticket (ca. +40,3%) verzeichnen. Die LOGPAY Financial konnte im Jahr 2023 weitere 20 Verträge mit neuen Verkehrsunternehmen schließen.

Bei Charge & Fuel machten sich in 2023 die Preissenkungen ggü. 2022 bei den Kraftstoffen bemerkbar, so dass hier ein Rückgang von ca. -4,4% verzeichnet wurden. Die Liter-Mengen bewegten sich in 2023 auf Vorjahresniveau, das kWh-Volumen lag deutlich über 2022.

Beim Geschäftsbereich Maut musste die LOGPAY Transport einen Rückgang des Volumens von 8,1% hinnehmen, was an dem äußerst herausfordernden Umfeld und Wettbewerbsdruck lag. Daneben wurde das von der VWFS betreute LKW-Geschäft im Rahmen einer Konzern-Bündelung an die Traton SE ("Traton") übertragen. Somit entfällt das strategische Interesse der VWFS an dem Angebot von LKW-Dienstleistungen. Gespräche mit der Traton bzgl. der Aufnahme einer vertieften Kooperation verliefen leider erfolglos. Diese Gesamtlage hat dazu geführt, dass sich die LOGPAY in Absprache mit ihrem Eigentümer dazu entschieden hat, den Geschäftsbereich Maut in 2024 aufzugeben und das Neukundengeschäft für LKW einzustellen.

Provisionsaufkommen

Das Provisionsaufkommen ist in 2023 insgesamt um ca. 27,6% gestiegen (2022: ca. +28,2%). Der Anstieg des Provisionsaufkommens ist im Wesentlichen durch das Geschäftsvolumens des Geschäftsbereichs Mobility begründet.

Mit einem Anteil von ca. 76,6% (2022: ca. 68,4%) trägt der Geschäftsbereich Mobility maßgeblich zum Provisionsaufkommen der LOGPAY Financial bei. Das Mautgeschäft und der Geschäftsbereich Charge & Fuel haben einen Anteil von ca. 20,1% (2022: ca. 27,6%) an dem gesamten Provisionsaufkommen. Die Provisionserträge in der Fracht besitzen einen Anteil von 3,3% (2022: 4,1%) am gesamten Provisionsvolumen.

Trotz des insgesamt negativen Ergebnisses wird das Resultat als zufriedenstellend bewertet, da es auf dem mit der VWFS abgestimmten Niveau liegt.

2.3 Lage des Unternehmens

Ertragslage

Die Zinserträge konnten ggü. 2022 um 0,2 Mio. EUR gesteigert werden. Die LOGPAY Financial spürt jedoch die Folgen des deutlichen Anstiegs des Zinsniveaus, so dass die Zinsaufwendungen um 2,6 Mio. EUR gestiegen sind, trotz deutlicher Rückführung der Liquiditäts-Linie ggü. der VWFS (siehe Finanzlage).

Die Provisionserträge sind in 2023 gegenüber dem Vorjahr um ca. 6,5 Mio. EUR (ca. +27,6%) gestiegen. Dies liegt im Wesentlichen am Geschäftsbereich Mobility aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens (ca. +6,9 Mio. EUR). Die LOGPAY Financial verzeichnete bei den Provisionsaufwendungen einen leichten Anstieg um ca. 0,1 Mio. EUR (ca. +4,6%) im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist aus dem Geschäftsbereich Maut zurückzuführen.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind im Geschäftsjahr 2023 insgesamt um ca. 6,2 Mio. EUR höher als in 2022 ausgefallen. Dies liegt im Wesentlichen am gestiegenen Personalaufwand, da eine Rückstellung für Abfindungen in Folge der Aufgabe des Geschäftsbereichs Maut gebildet wurde. Darüber sieht sich die Gesellschaft mit gestiegenen IT-Kosten und Aufwendungen für die Zahlarten PayPal und Kreditkarte in Folge des höheren Geschäftsvolumen des Geschäftsbereichs Mobility konfrontiert.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge sind in 2023 gegenüber dem Vorjahr um ca. 0,6 Mio. EUR gesunken. Der wesentliche Grund für den Rückgang liegt an dem Verkauf von Software an die LPTS in 2022. Eine entsprechende Transaktion gab es in 2023 nicht. In 2022 wurde spiegelbildlich durch den Verkauf bei den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ein entsprechender Abgang von immateriellen Vermögensgegenständen gebucht, den es in 2023 nicht mehr gab.

Die Forderungsverluste im Geschäftsbereich Maut sind absolut gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben. Im Geschäftsbereich Charge & Fuel wurden keine Forderungsverluste verbucht. Bei Mobility erhöhte sich die Verluste gegenüber dem Vorjahr um ca. 0,1 Mio. EUR (+11,8%), welches einer Ausfallquote von ca. 0,08% entspricht. Der absolute Anstieg ist bewirkt durch das gestiegene Forderungsvolumen in dem Geschäftsbereich.

Die LOGPAY Financial hat in 2023 über alle Geschäftsbereiche hinweg eine Ausfallquote von ca. 0,02% (Forderungsverluste in Bezug auf das abgewickelte/angekaufte und abgerechnete Forderungsvolumen) zu verzeichnen.

Finanzlage

Der LOGPAY Financial standen zum 31.12.2023 liquide Mittel in Höhe von bis zu 90,0 Mio. EUR durch eine Bereitstellung durch die VWFS zur Verfügung, so dass die Liquidität im Geschäftsjahr 2023 sichergestellt war. Die Gesellschaft hat die Liquiditäts-Linie ggü. 2022 um 40 Mio. EUR aufgrund der deutlich gestiegenen Zinsen reduziert. Die liquiden Mittel sind als kurzfristige Verbindlichkeiten einzuordnen. Die prozentuale Ausnutzung der Liquiditäts-Linie lag im Dezember 2023 bei über 97%.

Im Geschäftsjahr 2023 weist die LOGPAY Financial Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von ca. 130,1 Mio. EUR (2022: 117,1 Mio. EUR) aus. Diese Verbindlichkeiten stellen kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von maximal 3 Monaten dar. Der Anstieg der Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus höheren Verbindlichkeiten gegenüber den Ausgleichsempfängern im Geschäftsbereich Mobility. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten (Laufzeit unter einem Jahr) sind durch kurzfristige Forderungen gegenüber den Kunden und durch kurzfristige Forderungen gegenüber den Kreditinstituten gedeckt.

Zum Bilanzstichtag besteht eine Verbindlichkeit gegenüber der TKMS aus der Verlustübernahme (5,5 Tsd. Euro). Es bestand zudem eine Verbindlichkeit gegenüber der LOGPAY Transport aus der Verlustübernahme von Höhe von ca. 13,0 Mio. EUR.

Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital ist im Jahr 2023 auf ca. 4,9 % (2022: 4,5 %) gestiegen, welches auf eine niedrigere Bilanzsumme des Geschäftsjahres zurückzuführen ist.

Vermögenslage

Zum 31.12.2023 weist die LOGPAY Financial eine Bilanzsumme von ca. 256,2 Mio. EUR aus (2022: 279,8 Mio. EUR).

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen gegenüber Kunden i.H.v. ca. 165,4 Mio. EUR (2022: 166,1 Mio. EUR) besitzen im Wesentlichen eine Laufzeit von maximal 3 Monaten. Die kurzfristigen Forderungen gegenüber Kunden sowie gegenüber Kreditinstituten decken die kurzfristigen Verbindlichkeiten der LOGPAY Financial. Der Bestand dieser Forderungen unterliegt zum Bilanzstichtag und auch unterjährig stetigen Schwankungen, da einerseits der gestiegene Forderungsankauf von der LOGPAY Transport als auch der Forderungsausgleich durch die Kunden zeitlich auseinanderfallen können.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Das bilanzielle Eigenkapital der LOGPAY Financial ist ein bedeutender Indikator, da das Eigenkapital, neben der Liquiditätslinie, auch die notwendige Liquidität zur Deckung des laufenden Geschäftsbetriebes zur Verfügung stellt.

Die LOGPAY Financial betrachtet den Return on Equity (ROE) als Kennziffer zur Bewertung ihrer Ertragskraft, welche das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital darstellt.

Wesentliche Finanzielle Leistungsindikatoren 2022 2023
Eigenkapital, EUR 12.673.527 12.673.527
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit, EUR -5.483.597 -6.768.649
Return on Equity-Kennzahl, % -43,3% -53,4%

Der ROE beträgt in 2023 -53,4% und berücksichtigt im Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit die bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der LOGPAY Transport und der TKMS.

Im Zuge des deutlich gestiegenen Zinsumfelds, hat die LOGPAY Financial die Auslastung ihrer liquiden Mittel nochmals enger analysiert, so dass die Rückführung von 40 Mio. EUR möglich war. Flankiert wurde dies durch Analyse-Möglichkeiten via PowerBI.

2.5 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft hat auch im Jahr 2023 die Bemühungen zur Gewährleistung der Qualität ihrer Services vorangetrieben. Die Gesellschaft misst die Service-Qualität anhand unterschiedlicher Leistungsindikatoren. Die Soll-Qualität der Services wird anhand von Service-Level-Agreements (SLA) definiert und die erbrachten Leistungen werden daran gemessen.

Folgende SLAs mit Zielwerten wurden u.a. für den Geschäftsbereich Mobility definiert:

Prozentsatz angenommene Anrufe: die Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, 90% der Anrufe vor Abbruch anzunehmen

Bearbeitungszeit: eine erste Reaktion auf das Kundenanliegen innerhalb von 48 Stunden

Systemverfügbarkeit: die Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die Erreichbarkeit ihrer Systeme zur Ticketverarbeitung bei > 99,9% zu halten

Bei den angenommenen Anrufen und der Bearbeitungszeit war die Gesellschaft nicht in der Lage, die gesetzten Ziele im Dezember 2023 zu erreichen. Hinsichtlich der Systemverfügbarkeit konnte das Ziel erreicht werden.

Die Gesellschaft plant in 2024 zur Einhaltung der genannten Ziele die noch stärkere Einbindung des Customer Care-Anbieters in die Abarbeitung der Kunden-Tickets und die Erhöhung der 1st-Resolution-Rate, die die direkte Abarbeitung von Anliegen bei Kundenkontakt misst. Durch diese Qualitäts-Maßnahmen beabsichtigt die Gesellschaft generell, die Kundenzufriedenheit zu steigern und den offenen Ticket-Bestand weiter abzubauen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Das GuV-Ergebnis der LOGPAY Gruppe war in 2023 durch Herausforderungen in der Erzielung der geplanten Volumina in den Geschäftsbereichen Maut sowie Charge & Fuel geprägt. Sehr erfreulich haben sich die Transaktionswerte bei Mobility entwickelt, wo in 2023 ein neuer Volumensrekord erzielt werden konnte. Per Saldo war auch 2023 ein defizitäres Übergangsjahr für die LOGPAY auf dem Weg, die Plattform durch u.a. neue Produkte sowie die stärkere Integration in den VW-Konzern höher auszulasten und nachhaltig das Geschäftsmodell wieder positiv zu betreiben.

Der Prognosebericht basiert auf einer mit dem Gesellschafter abgestimmten Planung bis 2028. Hieraus wird für 2025 erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2020 wieder ein positives EBT in Aussicht gestellt. Damit verschiebt sich gegenüber der Planungsrunde des Vorjahres die Erreichung eines positiven EBT um 1 Jahr. Ein wesentlicher Grund sind Reduzierungen in den Volumina, unter anderen aus dem Geschäftsbereich Maut. Zur Erreichung eines positiven EBT war die Entscheidung zur Aufgabe des Geschäftsbereichs Maut in 2024 unumgänglich. Die Vergabe verlängerter Kundenzahlungsziele bei gleichzeitig drastisch steigenden Zinsen hat in 2023 zu einem starken Anstieg der Zinskosten und somit zu einer signifikanten GuV-Belastung geführt.

Im Geschäftsfeld Fuel rechnet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 mit einer deutlichen Steigerung des Volumens, im Wesentlichen getrieben durch das vermittelte Tankkartengeschäft aus dem VW-Konzern. Die LOGPAY Gruppe möchte dieses Ziel durch u.a. eine stärke Bonifizierung des Handels in den Autohäusern in Verbindung mit kundenbezogenen Nachlässen bei Kraftstoffpreisen erreichen.

Auch im Geschäftsfeld Charge plant die Gesellschaft im Jahr 2024 mit einem deutlichen Anstieg der Volumina. Grund für die Annahme ist der wachsende Anteil an E-Fahrzeugen auf den europäischen Märkten und die Ausweitung der Ladefunktion der Charge & Fuel Card in der EU. Darüber hinaus wird in 2024 ein neuer Tarifbaukasten mit attraktiven Ladetarifen in den Handel kommen.

Die LOGPAY Financial versucht bei der Fracht durch Gespräche mit den größten Ausgleichsempfängern, die Fracht-Volumina weiter zu stabilisieren.

Beim Geschäftsbereich Mobility ist das geplante Geschäftsvolumen in 2024 aufgrund des Weggangs eines Großkundens rückläufig. Dieser Weggang soll sukzessive durch die Erschließung neuer Payment-Geschäftsfelder und die weitere Anbindung von Neukunden kompensiert werden, so dass bereits 2025 wieder mit dem gleichen Niveau wie 2023 gerechnet wird.

Die LOGPAY Financial plant in 2024 mit einem Rückgang der Mitarbeiter-Anzahl in Folge der beschriebenen Aufgabe des Geschäftsbereichs Maut.

Für das Jahr 2024 prognostiziert die LOGPAY Financial eine Verbesserung des Ergebnisverlaufs aufgrund der Aufgabe des defizitären Geschäftsbereichs Maut. Darüber hinaus sollen die Volumenssteigerungen bei Tanken das EBT positiv beeinflussen. Per Saldo wird aber auch 2024 defizitär abgeschlossen werden.

3.2 Risikobericht

Die LOGPAY Financial identifiziert und überwacht alle wesentlichen Risiken. Diese werden durch angemessene Maßnahmen reduziert, auf Dritte übertragen oder bewusst eingegangen. Als grundsätzlich relevante Risiken werden von der LOGPAY Financial Adressausfallrisiken, Geschäftsmodell-Risiken, Liquiditäts-Risiken, Marktpreis- / Zinsänderungsrisiken, Konzentrations-Risiken sowie Operationelle Risiken angesehen sowie deren möglichen Bedeutung für die LOGPAY Financial betrachtet.

Adressausfallrisiken

Die LOGPAY Financial versteht unter dem Adressenausfallrisiko das Forderungsausfallrisiko bei ihren Geschäftspartnern und Kunden, wenn diese ihre vertraglich zugesagten Leistungen nicht mehr erbringen.

Ein Forderungsausfall bei der LOGPAY liegt dann vor, wenn ein Kunde seine Verbindlichkeiten nicht mehr begleicht (Zahlungsunfähigkeit, Zahlungsunwilligkeit) und ein Ausgleich der offenen Forderungen nicht mehr zu erwarten ist. Bestehende Sicherheiten wurden dazu bereits im Vorfeld verwendet und somit beschreibt der Forderungsausfall den tatsächlichen Verlust der LOGPAY. Eine Zusammenstellung der Forderungen, auf die Adressausfallrisiken wirken können, wurden im Kapitel 1 dargestellt.

In 2023 sind die Forderungsverluste gegenüber dem Vorjahr um 12,4% höher ausgefallen. Der Anstieg um 0,1 Mio. EUR ist darauf zurückzuführen, dass beim Geschäftsbereich Mobility die absoluten Risikokosten in Folge des erhöhten Geschäftsvolumens gestiegen sind. Die durchschnittliche Ausfallquote (Forderungsausfall in Bezug zu dem abgewickelten/angekauften und abgerechneten Forderungsvolumen) aller Geschäftsbereiche liegt in 2023 auf einem Niveau von 0,02 %. Zur Absicherung der Kreditrisiken hat die LOGPAY Financial im Jahr 2023 ihre Sicherheiten (Kautionen, Bürgschaften, Schuldbeitrittserklärungen etc.) weiter an das Forderungsvolumen und dessen Risiko angepasst. Die Anzahl der jeweiligen Sicherheiten (Bürgschaften, Kautionen) ist um 4,1% gestiegen, wobei jedoch das Volumen an hereingenommenen und bewerteten Sicherheiten um 0,1% gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Die Gesellschaft wendet den IDW BFA 7 zur Bildung von Pauschalwertberichtigungen bereits seit 2022 an.

Geschäftsmodell-Risiken

Die LOGPAY Financial versteht unter Geschäftsrisiken u.a. das Risiko finanzieller Verluste, wenn sich die Markt- und Wettbewerbssituation für die Gesellschaft, die Marktpreise und Konditionen für erbrachte Leistungen und Services zum Nachteil der Gesellschaft ändern.

Im Frachtgeschäft ist die LOGPAY Financial weiterhin alleiniger externer Anbieter bei der DB Cargo Gruppe und anderen großen Frachtgesellschaften. Ein Wettbewerb besteht lediglich zu eigenen Angeboten von diesen Gesellschaften an deren Frachtkunden. Die Möglichkeit des Frachtausgleichsverfahrens über die LOGPAY wird nicht offensiv von den Frachtgesellschaften angeboten. Die Gesellschaft wird in 2024 versuchen, das Geschäftsvolumens weiter zu stabilisieren.

Die Wettbewerbsintensität im Mautgeschäft, im Geschäftsbereich Charge & Fuel sowie in Mobility war auch in 2023 in allen Kundensegmenten hoch. In den Bereichen Maut sowie Charge & Fuel steht die LOGPAY Financial und die LOGPAY Transport im Wettbewerb mit einer Vielzahl unterschiedlicher Tankkartenemittenten und Mineralölgesellschaften, welche eigene Tankkarten zur Kundenbindung herausgeben. Beim Geschäftsbereich Mobility drängen vermehrt neue Payment-Service-Provider (PSP) in den Markt.

Liquiditäts-Risiken

Die LOGPAY versteht unter dem Management des Liquiditätsrisikos einerseits die Verhinderung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos als auch ihr Refinanzierungsrisiko. Die LOGPAY sieht sich verpflichtet, ihrer fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können und gleichermaßen deswegen die zur Verfügung stehenden Mittel so bei den kontoführenden Banken vorzuhalten, dass jederzeit eine ausreichende Zahlungsbereitschaft (Liquidität) gewährleistet ist.

Dieses Risiko wird vor dem Hintergrund der Relevanz im Rahmen der MaRisk betrachtet. Durch die kurzfristige Bereitstellung liquider Mittel durch die VWFS wird dieses Risiko jedoch vollständig mitigiert.

Marktpreis- / Zinsänderungsrisiken

Die LOGPAY sieht das Risiko darin, dass Zinserhöhungen bei der Liquiditäts-Linie und damit verbundene Mehrkosten nicht im vollen Umfang an die Endkunden weitergegeben werden können. Gerade dieser Effekt hat die LOGPAY in 2023 getroffen (siehe Ertragslage in Kapitel 2.3). Um diesem Risiko zu begegnen, prüft die Gesellschaft regelmäßig die Möglichkeit, die Liquiditäts-Linie ggü. der VWFS zu reduzieren und Gebühren ggü. Kunden entsprechend anzupassen.

Konzentrations-Risiken

Die LOGPAY versteht unter Risikokonzentrationen Häufungen von Risikoarten und -Positionen, welche beim Eintreten bestimmter Entwicklungen (z.B. wirtschaftlicher Abschwung, Rezession, Zinsänderungen) oder eines bestimmten Ereignisses (etwa der Ausfall eines großen Kunden) in gleicher Weise reagieren. Die Gesellschaft mitigiert dieses Risiko durch die Abteilung Credit Risk, die wiederum entsprechende Sicherheiten vereinbart bzw. Warenkreditversicherungen abschließt.

Operationelle Risiken

LOGPAY definiert operationelle Risiken als Risiken möglicher Verluste, welche durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Operationelle Risiken berücksichtigen auch die Rechtsrisiken, welche aus Verstößen gegen geltende Gesetze und Vorschriften resultieren.

Operationelle Risiken können aus externen Ereignissen als auch aus internen Prozessrisiken, z.B. Personalrisiken, Prozess- und Abwicklungsrisiken, Prozessrisiken interner Kontrollmaßnahmen sowie aus Technologierisiken (IT-Risiken und IT-Infrastrukturrisiken) entstehen. Sofern Verluste aus der Nichtbeachtung interner Richtlinien oder gesetzlicher Vorschriften entstehen, so sind Compliance-Risiken ebenfalls den operationellen Risiken zuzuordnen.

Über alle Geschäftsbereiche hinweg begegnet LOGPAY Financial drohenden Verlusten mit Arbeitsanweisungen, einer konsequenten Umsetzung von organisatorischen Maßnahmen und deren nachgelagerten Kontrollen auf Wirksamkeit.

Die Erfassung und Bewertung operativer Verluste erfolgt monatlich in den jeweiligen Geschäftsbereichen nach festgelegten Kriterien und ab einer bestimmten Schadenshöhe. Die Schadensfälle werden in einer zentralen Verlustdatenbank der LOGPAY Financial erfasst.

Die LOGPAY Financial definiert die technischen Risiken als diejenigen Risiken, welche sich auf die Erreichbarkeit und Verfügbarkeit, der für den normalen Geschäftsbetrieb erforderlichen IT-Anwendungen beziehen.

Der Betrieb der Anwendungen der LOGPAY Financial ist deshalb vollständig an einen IT-Dienstleister in einem Rechenzentrum der Klasse TIER 3+ ausgelagert worden. Zur Begrenzung technischer Risiken verfügt die LOGPAY Gruppe über ein in 2020 etabliertes IT-Security-Management, welches in Anlehnung an die Anforderungen des ISO/IEC-27001 Standard konzipiert ist.

Im Jahr 2023 sind in der LOGPAY Financial Verluste aus operativen Schadensfällen in Höhe von 45,0 TEUR eingetreten.

Die LOGPAY Financial sieht sich darüber hinaus Betrugsrisiken ausgesetzt, die im Wesentlichen aus dem missbräuchlichen Einsatz der LOGPAY Card, insbes. an Tankstellen, resultieren. Obwohl auch für diese Risiken die Vertriebspartner im Rahmen der Vermittlungsverträge mithaften, investiert die LOGPAY Gruppe in die Weiterentwicklung der IT-Anwendungen sowie der IT-Hardware, um Betrugsrisiken zu minimieren. Durch die Onlineautorisierungsapplikation ist die LOGPAY Gruppe in der Lage, Kartentransaktionen "quasi-live" zu verfolgen und durch hinterlegte Regeln, wie z.B. einem Distanzcheck, missbräuchliche Verfügungen zeitnah zu erkennen und Transaktionen abzulehnen. Die LOGPAY Gruppe hat zudem durch die Erweiterung der Onlineautorisierung um einen sog. "online watcher" die Möglichkeit geschaffen, Kartentransaktionen, die erstmalig an einer bislang nicht vom Karteninhaber genutzten Akzeptanzstelle auftreten, vorsorglich abzulehnen. Darüber hinaus wird durch die Verlagerung der Hinterlegung der Karten-PIN von den Hintergrundsystemen der Akzeptanzpartner bzw. deren IT-Dienstleistern auf das eigene System der Gesellschaft die Notwendigkeit eines Kartenaustausches bei Verdacht auf missbräuchliche Verfügung reduziert. Die LOGPAY Gruppe beabsichtigt zudem, ihre Kunden in die Lage zu versetzen, vor Nutzung der LOGPAY Card an einer Akzeptanzstelle eine Vorabautorisierung anzustoßen. Die Vorabautorisierung basiert auf der Übermittlung von Geopositionsdaten, z.B. durch Nutzung einer Smartphone-App oder einer direkten Übertragung via Fahrzeugtelematikdiensten. Die Betrugswahrscheinlichkeit soll hierbei gemindert werden, indem ein zusätzliches Medium genutzt wird (z.B. Smartphone) und indem der Einsatz der LOGPAY Card auf einen limitierten geografischen Bereich eingeschränkt wird.

Besondere Risiken in 2024

Die Gesellschaft rechnet in 2024 mit einer weiteren Verstärkung der rezessiven Tendenzen in der Wirtschaftsleistung und damit einhergehend den Anstieg der Risikokosten.

3.3 Chancenbericht

Der Chancenbericht basiert auf einer mit dem Gesellschafter abgestimmten Planung bis 2028. Hieraus sieht die LOGPAY Financial ihre Chancen i.W. darin, die Bearbeitung ihrer Geschäftsbereiche außerhalb und innerhalb des VW-Konzerns weiter zu intensivieren und weitere Dienstleistungen anzubieten, sowohl in Deutschland als auch in Europa. Hierbei sollen deutsche wie auch europäische VW-Tochtergesellschaften an das Tankkartenqeschäft angebunden werden. Dies wird durch den Ausbau von Online-Antragstrecken und des Kundenportals flankiert, womit Kunden Registrierungen und Tankkartenbestellungen durchführen können. Diese Schritte unterstützen die LOGPAY Financial auf ihrem Weg zu einem internationalen Anbieter von Charge & Fuel-Lösungen. Daneben soll auch versucht werden, weitere Services und Dienstleistungen der VW Financial Services AG an die LOGPAY Financial zu verlagern sowie neue Geschäftsbereiche aufzubauen bzw. zu entwickeln.

Im Geschäftsfeld Charge ist auf den wachsenden Anteil an E-Fahrzeugen in Europa hinzuweisen. Die LOGPAY Gruppe möchte diese Potentiale durch die Ausweitung der Ladefunktion der Charge & Fuel Card in der EU heben. Darüber hinaus soll durch die Einführung eines neuen Tarifbaukastens Ladekunden ein attraktives und konkurrenzfähiges Angebot gemacht werden, so dass auch hierdurch Volumenssteigerungen generiert werden sollen.

Das Frachtgeschäft wies in 2023 einen konstanten Verlauf auf. Dieser Trend soll durch gemeinsame Projekte mit den größten Ausgleichsempfängern beibehalten werden.

Der Geschäftsbereich Mobility ist ein Payment Service Provider im Mobilitätsmarkt und positioniert sich als "Bündler" verschiedener Zahlarten über eine Schnittstelle sowie einer vollständigen Serviceleistungskette rund um die Abwicklung im bargeldlosen Zahlungsverkehr. Die LOGPAY Financial möchte darüber hinaus Potentiale durch die Forcierung des Abo-Produkt im Rahmen des Deutschland-Ticket sowie konzernintern Dienstleistungen im Rahmen der Zahlungsabwicklung heben.

Darüber hinaus sollen sich bietende Cross-Selling-Potentiale zwischen den Segmenten identifiziert und genutzt werden. Hierbei wird durch aktives Cross-Selling Bestandskunden die vielfältigen Services und Produkte aus anderen Geschäftsbereichen angeboten.

Abschließend wird die LOGPAY Financial umfangreich in die Digitalisierung ihrer Produkte investieren, um die Attraktivität des Leistungsportfolios stetig zu steigern.

 

Eschborn, 13. Februar 2024

LOGPAY Financial Services GmbH

Dr. Oliver Bernards

Jens Thorwarth

I. Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
1. Barreserve 82,67 350,76
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 82,67 350,76
2. Forderungen an Kreditinstitute 67.897.153,75 94.391.933,72
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 7.864.561,21 3.171.960,32
davon auf Treuhandkonten € 0,00; Vorjahr € 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 60.032.592,54 91.219.973,40
ba) täglich fällig 58.846.264,16 90.094.858,89
bb) andere Forderungen 1.186.328,38 1.125.114,51
3. Forderungen an Kunden 165.428.448,10 166.057.945,41
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 21.980.797,64 26.874.902,36
aa) davon aus Provisionen
ab) davon aus Krediten 21.980.797,64 26.874.902,36
b) aus sonstigen Tätigkeiten 143.447.650,46 139.183.043,05
4. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.884.059,91 5.884.059,91
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld darunter 0,00 0,00
aa) an Kreditinstituten 0,00
ab) an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00
ac) an Instituten im Sinn des § 1 Absatz 2a des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten darunter 5.884.059,91 5.884.059,91
ba) an Kreditinstituten 0,00
bb) an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00
bc) an Instituten im Sinn des § 1 Absatz 2a des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes 0,00
5. Immaterielle Anlagewerte 9.792.917,00 7.404.027,32
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
aa) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00
ab) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00
ac) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00
ad) geleistete Anzahlungen 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 9.792.917,00 7.404.027,32
ba) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00
bb) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.436.217,00 341.870,00
bc) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
bd) geleistete Anzahlungen 356.700,00 7.062.157,32
6. Sachanlagen 201.117,00 245.881,00
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 201.117,00 245.881,00
7. Sonstige Vermögensgegenstände 6.902.382,44 5.733.974,12
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 6.902.382,44 5.733.974,12
8. Rechnungsabgrenzungsposten 129.847,46 112.744,45
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 129.847,46 112.744,45
256.236.008,33 279.830.916,69

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
aa) täglich fällig 0,00
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
ba) täglich fällig 0,00
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 130.143.269,69 117.089.236,58
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 14.589.774,87 14.485.126,01
aa) Verbindlichkeiten zur Ausführung von Zahlungsvorgängen 14.589.774,87
ab) davon auf Zahlungskonten 0,00
ac) davon aus der Ausgabe von E-Geld 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 115.553.494,82 102.604.110,57
3. Sonstige Verbindlichkeiten 109.654.054,68 148.036.056,15
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 5.864.183,53 5.396.333,01
b) aus sonstigen Tätigkeiten 103.789.871,15 142.639.723,14
4. Rückstellungen 3.765.157,00 2.032.097,00
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 0,00
aa) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00
ab) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00
b) Steuerrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 0,00
ba) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00
c) andere Rückstellungen 3.765.157,00 2.032.097,00
ca) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00
cb) aus sonstigen Tätigkeiten 3.765.157,00
5. Eigenkapital 12.673.526,96 12.673.526,96
a) gezeichnetes Kapital 2.000.500,00 2.000.500,00
b) Kapitalrücklage 6.255.211,91 6.255.211,91
c) Gewinnrücklagen 4.417.815,05 4.417.815,05
ca) gesetzliche Rücklage 0,00
cb) Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen 0,00
cc) satzungsmäßige Rücklagen 0,00
cd) andere Gewinnrücklagen 4.417.815,05
d) Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,00 0,00
256.236.008,33 279.830.916,69

II. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Zinserträge 659.772,06 413.646,98
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 650.954,56 388.063,88
aa) Kredit- und Geldmarktgeschäften 650.954,56 388.063,88
ab) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 8.817,50 25.583,10
ba) Kredit- und Geldmarktgeschäften 8.817,50 25.583,10
bb) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 0,00 0,00
2. Zinsaufwendungen 2.828.990,96 226.354,10
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 277.717,44 56.875,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 2.551.273,52 169.479,10
3. Provisionserträge 29.901.942,03 23.434.442,91
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 983.104,54 951.737,30
b) aus sonstigen Tätigkeiten 28.918.837,49 22.482.705,61
4. Provisionsaufwendungen 2.401.533,41 2.296.267,42
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 2.401.533,41 2.296.267,42
5. Sonstige betriebliche Erträge 18.775.048,68 19.353.549,99
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 18.775.048,68 19.353.549,99
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 33.753.787,25 27.576.924,01
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 198.951,45 277.767,74
aa) Personalaufwand 175.038,46 251.481,88
aaa) Löhne und Gehälter 142.684,34 207.150,64
aab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für 32.354,12 44.331,24
darunter für Altersversorgung 0,00 0,00
ab) andere Verwaltungsaufwendungen 23.912,99 26.285,86
b) aus sonstigen Tätigkeiten 33.554.835,80 27.299.156,27
ba) Personalaufwand 15.570.261,53 13.060.456,50
baa) Löhne und Gehälter 13.370.655,49 11.047.721,76
bab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung 2.199.606,04 2.012.734,74
darunter für Altersversorgung 189.065,03 176.301,32
bb) andere Verwaltungsaufwendungen 17.984.574,27 14.238.699,77
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 681.903,37 283.667,31
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 681.903,37 283.667,31
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 174.461,12 4.133.294,53
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 174.461,12 4.133.294,53
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 3.592.293,56 2.232.155,34
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 68.656,56 83.083,19
b) aus sonstigen Tätigkeiten 3.523.637,00 2.149.072,15
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 300.762,67 89.655,76
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 300.762,67 89.655,76
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 12.973.204,75 12.026.230,38
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 12.973.204,75 12.026.230,38
12. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -6.768.648,98 -5.483.597,45
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 1.088.733,65 922.075,25
b) aus sonstigen Tätigkeiten -7.857.382,63 -6.405.672,70
13. Steuern vom Einkommen -1.967.000,00 -1.593.000,00
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten -1.967.000,00 -1.593.000,00
14. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 8 ausgewiesen 9.177,00 8.316,00
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 9.177,00 8.316,00
15. Erträge aus Verlustübernahme 4.810.825,98 3.898.913,45
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 4.810.825,98 3.898.913,45
16. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
17. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,00 0,00

III. Anhang

Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

Die BaFin hat der Gesellschaft am 10.07.2017 eine Erlaubnis gemäß § 10 Abs. 1 ZAG erteilt. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der rechtsform- und branchenspezifischen Vorschriften des GmbHG, des ZAG sowie der RechZahlV in der jeweils aktuell gültigen Fassung aufgestellt. Für die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden die in der RechZahlV vorgeschriebenen Formblätter 1 und 2 verwendet.

1. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Der aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Entwicklung des Anlagevermögens bestehende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des HGB über die Rechnungslegung für große Kapitalgesellschaften gegliedert (§ 340a HGB, § 2 RechZahlV).

Der Jahresabschluss basiert auf den handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften, der RechZahlV und den Steuergesetzen. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten, mit folgenden Grundsätzen und Methoden:

Die Sachanlagen und die immateriellen Anlagewerte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet.

Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen an Kreditinstituten, an Kunden sowie die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten unter Berücksichtigung der notwendigen Wertberichtigungen angesetzt.

Die Pauschalwertberichtigung wurde im Berichtsjahr nach den Vorschriften des IDW RS BFA 7 vorgenommen. Als Bemessungsgrundlage für die Berechnung dienten je nach Geschäftsbereich die Forderungen an Kunden zum Bilanzstichtag oder der Umsatz des zurückliegenden Geschäftsjahres. Der Geschäftsbereich Fracht wurde aufgrund einer Haftungsvereinbarung und dem damit verbundenen Ausschluss von Forderungsausfällen nicht in die Pauschalwertberichtigung einbezogen. Der Parameter zur Bildung der Pauschalwertberichtigung für die künftig erwarteten Ausfälle wurde je nach Geschäftsbereich auf Basis des Berichtsjahres und den vorangegangenen 4 Geschäftsjahren ermittelt.

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 eine Restrukturierungsrückstellung gebildet. Dies ist in der Aufgabe der Mautgeschäfts und der damit einhergehenden Restrukturierung der betroffenen Geschäftsbereiche begründet. Durch die noch im Geschäftsjahr 2023 erfolgte Kommunikation besteht zum Bilanzstichtag eine Außenverpflichtung, welches eine Verbindlichkeitsrückstellung begründet.

Die Verbindlichkeiten und andere Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Andere Rückstellungen sind so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung tragen.

Sämtliche Bilanzpositionen, welche mit dem Zahlungsdienst in Verbindung stehen, werden auf gesonderte Bilanzkonten gebucht und können daher eindeutig ohne Verteilerschlüssel in der Bilanz den Bereichen Zahlungsdienste oder sonstige Tätigkeiten zugeordnet werden. Aktuell werden die folgenden Bilanzpositionen "aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld" dort gesondert ausgewiesen:

Forderungen an Kreditinstitute

Forderungen an Kunden

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Sonstige Verbindlichkeiten

Die aus dem Frachtausgleichsverfahren erzielten Erträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ebenfalls gesondert und nach der direkten Zuordnungsmöglichkeit als Zahlungsdienst ausgewiesen.

Dies betrifft insbesondere die Positionen:

Zinserträge

Provisionserträge

Bei den getrennten Ausweisen der direkt den Zahlungsdiensten zurechenbaren Aufwendungen konzentriert sich die LOGPAY auf die folgenden Kostenarten:

Personalaufwendungen und Personalnebenkosten sowie weitere Verwaltungsaufwendungen

Anteilig zurechenbare Mietkosten

Anteilig zurechenbare IT-Kosten

Anteilig zurechenbarer Zinsaufwand (Liquiditätslinie VWFS AG)

Die Verteilung der Aufwendungen erfolgt nach Schlüsseln, die sich anhand der Anzahl der Mitarbeiter (Personal-, IT und weitere Verwaltungsaufwendungen) und Bürofläche (Mietkosten) berechnen.

Die in §274 Abs.3 HGB eingeführte Ausnahme bedeutet, dass latente Steuern in Zusammenhang mit Ertragssteuern, die sich aus anwendbaren oder angekündigten Steuervorschriften zur Umsetzung der Modellregeln der Säule 2 ergeben, im Jahresabschluss weder erfasst noch ausgewiesen werden. Eine zusätzliche Steuerbelastung aus der Umsetzung der Modellregeln der Säule 2 wird der Zeit nicht erwartet.

2. Entwicklung des Anlagevermögens

ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Stand am 01. Jan. 23
Zugang - Abgang
Umbuchungen
Stand am 31. Dez. 23
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.884.059,91 0,00 0,00 5.884.059,91
Immaterielle Anlagewerte
1. Software 3.316.582,63 2.011.522,97 7.605.115,32 12.933.220,92
2. Geleistete Anzahlungen 7.062.157,32 899.658,00 -7.605.115,32 356.700,00
10.378.739,95 2.911.180,97 0,00 13.289.920,92
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
Außenanlagen 38.648,77 0,00 0,00 38.648,77
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Pkw 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00
Betriebsausstattung 345.427,01 38.626,61 0,00 384.053,62
Geschäftsausstattung 224.698,63 21.691,37 0,00 246.390,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter 216.634,48 54.530,10 0,00 271.164,58
786.760,12 114.848,08 0,00 901.608,20
17.088.208,75 3.026.029,05 0,00 20.114.237,80
ABSCHREIBUNGEN BUCHWERTE
Stand am 01. Jan. 23
Zugang - Abgang
Stand am 31. Dez. 23
Stand am 31. Dez. 23
Stand am 31. Dez. 22
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 5.884.059,91 5.884.059,91
Immaterielle Anlagewerte
1. Software 2.974.712,63 522.291,29 3.497.003,92 9.436.217,00 341.870,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 356.700,00 7.062.157,32
2.974.712,63 522.291,29 3.497.003,92 9.792.917,00 7.404.027,32
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
Außenanlagen 18.401,77 5.524,00 23.925,77 14.723,00 20.247,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ,
Pkw 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00
Betriebsausstattung 231.710,01 80.422,61 312.132,62 71.921,00 113.717,00
Geschäftsausstattung 112.781,63 19.135,37 131.917,00 114.473,00 111.917,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter 216.634,48 54.530,10 271.164,58 0,00 0,00
561.126,12 154.088,08 715.214,20 186.394,00 225.634,00
3.554.240,52 681.903,37 4.236.143,89 15.878.093,91 13.533.968,23

3. Sonstige Angaben

Sitz der Gesellschaft ist Eschborn.

Die Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichtes Frankfurt am Main erfolgte am 12.09.2002 unter der Nummer HRB 55461.

Die LOGPAY Financial Services GmbH ist im Teilkonzern der Volkswagen Financial Services AG enthalten. Dieser Teilkonzern läuft in den Konzernabschluss der Volkswagen AG. Die LOGPAY Financial Services GmbH ist als 100 % Tochter im Teilkonzern der Volkswagen Financial Services AG enthalten.

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 191 (im Vorjahr 189) Arbeitnehmer (ohne geringfügig Beschäftigte) beschäftigt. Hiervon waren im Durchschnitt 71 Mitarbeiterinnen und 120 Mitarbeiter beschäftigt.

Zu den Geschäftsführern sind Herr Dr. Oliver Bernards, Frankfurt am Main, Diplom-Kaufmann und Herr Jens Thorwarth, Bad Soden, Bankbetriebswirt bestellt.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer nach § 285 Nr. 9 HGB wird unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Der Aufsichtsrat der LOGPAY Financial Services GmbH setzte sich im Jahr 2023 wie folgt zusammen:

Herr Stefan Imme (Vorsitzender), Hannover, Chief Digital Officer der Volkswagen Services AG, Braunschweig (bis 30.06.2023).

Herr Marcus Graefe, Hannover, Geschäftsführer der Rent-X GmbH und Volim GmbH, Braunschweig (bis 30.06.2023).

Herr Amin Villinger (seit 03.07.2023 Vorsitzender, bis 02.07.2023 Stellvertretender Vorsitzender), Ingolstadt, Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Leasing GmbH, Braunschweig.

Herr Daniel Matthies (seit 03.07.2023 Stellvertretender Vorsitzender), Sehnde, Global IT Lead Digitalization, Volkswagen Financial Services AG, Braunschweig (seit 01.07.2023)

Herr Matthias Gronemann, Grifhorn, Leiter Steuern Volkswagen Financial Services AG, Braunschweig (seit 01.07.2023).

Die Veränderungen in der Besetzung des Aufsichtsrates wurden im Gesellschafterbeschluss vom 13.06.2023 beschlossen.

In 2023 erfolgte keine Vergütung des Aufsichtsrates. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden gemäß § 29 Absatz 4 RechZahlV insgesamt 61.496 Zahlungsvorgänge bei einem Zahlungsvolumen in Höhe von M€ 1.543 ausgeführt.

Der Verlust in Höhe von T€ 6.777,8 wird komplett von der Volkswagen Financial Services AG übernommen.

Die LOGPAY Financial Services GmbH hält 100,00 % am Kapital der LOGPAY Transport Services GmbH. Sitz der LOGPAY Transport Services GmbH ist Eschborn.

Die LOGPAY Transport Services GmbH verfügt über ein gezeichnetes Kapital von T€ 550 und hat im Kalenderjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich in Höhe von T€ 12.967,7 ausgewiesen.

Am 25.02.2020 wurde zwischen der LOGPAY Financial Services GmbH und der LOGPAY Transport Services GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Zwischen der LOGPAY Transport Services GmbH (Organgesellschaft) und der LOGPAY Financial Services GmbH (Organträger) besteht mit Wirkung zum 01.01.2020 eine unmittelbare ertragsteuerliche Organschaft.

Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der The Key to Mobility Services GmbH, Eschborn (vormals LogPay Mobility Services GmbH, Eschborn). Die The Key to Mobility Services GmbH verfügt über ein gezeichnetes Kapital von T€ 25 und hat im Kalenderjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich in Höhe von T€ 5,5 ausgewiesen.

Die LOGPAY Financial Services GmbH hat am 11.05.2016 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der The Key to Mobility Services GmbH abgeschlossen. Es besteht ab dem 01.01.2016 eine unmittelbare ertragsteuerliche Organschaft mit der The Key to Mobility Services GmbH (Organgesellschaft).

Vom 01.01.2020 bis zum 28.02.2020 bestand eine umsatzsteuerliche Organschaft zwischen der LOGPAY Transport Services GmbH, der The Key to Mobility Services GmbH (Organgesellschaften) und der LOGPAY Financial Services GmbH (Organträgerin). Seit dem 01.03.2020 ist die LOGPAY Financial Services GmbH nicht mehr Organträgerin.

Die Gesellschaft hält 15 % der Anteile an der LOGPAY Charge & Fuel Slovakia s.r.o., Bratislava in der Slowakischen Republik. Die LOGPAY Charge & Fuel Slovakia s.r.o. verfügt über ein gezeichnetes Kapital in Höhe von T€ 5. Das gezeichnete Kapital ist eingezahlt. Die LOGPAY Charge & Fuel Slovakia s.r.o. hat im Kalenderjahr 2022 ein Jahresergebnis in Höhe von T€ -13,6 ausgewiesen. Die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 erfolgt im weiteren Verlauf des Jahres.

Am 17.12.2019 wurde zudem zwischen der LOGPAY Financial Services GmbH und der Volkswagen Financial Services AG ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.

Seit dem 01.01.2020 besteht eine unmittelbare ertragsteuerliche Organschaft zwischen der LOGPAY Financial Services GmbH (Organgesellschaft) und der Volkswagen Financial Services AG (Organträger). Somit ist die LOGPAY Financial Services GmbH seit 01.01.2020 in den ertragsteuerlichen Organkreis der Volkswagen AG, Wolfsburg einbezogen. Seit dem 01.03.2020 ist die LOGPAY Financial Services GmbH in den umsatzsteuerlichen Organkreis der Volkswagen AG eingegliedert. Somit besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft zwischen der LOGPAY Financial Services GmbH (Organgesellschaft) und der Volkswagen AG (Organträgerin).

Die Provisionserträge in Höhe von M€ 29,9 werden überwiegend im Inland erwirtschaftet und verteilen sich im Wesentlichen auf die Geschäftsfelder Fracht-, Mobility- und Maut- sowie Tank- und Ladekartengeschäft.

Die Gesellschaft verzichtet mit Verweis auf § 28 Abs. 2 Satz 2 RechZahlV auf eine Aufgliederung der Provisionserträge nach Tätigkeitsbereichen, um damit für die Gesellschaft einen erheblichen Nachteil zu vermeiden.

Sonstige Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für: Erfolgsabhängige Vergütungen (T€ 581), Rückstellungen für weitere Personalkosten (T€ 1.731), Provisionsverpflichtungen für Vertriebspartner (T€ 485), ausstehende Rechnungen (T€ 878) und Prüfung sowie Erstellung des Jahresabschlusses (T€ 88).

Das vom Anschlussprüfer berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf T€ 125. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Abschlussprüfungsleistungen.

Bewertungseinheiten nach § 254 HGB wurden nicht gebildet.

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen die Umsätze (T€ 15.999) gegenüber der LOGPAY Transport Services GmbH aus diversen Leistungsverträgen (Nutzungsrechte IT und sonstige Unterstützungs- und Verwaltungsleistungen), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 145) und Erträge aus der Verrechnung sonstige Sachbezüge Kfz (T€ 378) enthalten.

Die Position Sonstige Vermögensgegenstände beinhaltet im Wesentlichen die Forderung aus Verlustübernahme gegenüber der Volkswagen Financial Services AG (M€ 6,7).

Der Gesamtbetrag der auf Fremdwährung laufenden Vermögensgegenstände beläuft sich auf T€ 886,3

Die Sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich überwiegend aus Verbindlichkeiten gegenüber der Volkswagen Financial Services AG (M€ 90) aufgrund von Liquiditätsbereitstellungen zusammen.

Sämtliche Forderungen an Kreditinstitute und Kunden haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Sämtliche sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten.

Eventualverbindlichkeiten

Die Eventualverbindlichkeiten der LOGPAY Financial Services GmbH betragen im Berichtsjahr 2023 insgesamt T€ 50. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme dieser Zahlungsgarantie durch den Akzeptanzpartner ist nicht gegeben, da die LOGPAY Transport Services GmbH ihre fälligen Zahlungsverbindlichkeiten gegenüber den Akzeptanzpartnern stets erfüllt.

Es wurden in 2023 Dritten gegenüber keine Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung gemäß § 29 Abs. 1 Pos. 4 RechZahlV erbracht, die in ihrem Umfang auf die Gesamttätigkeit der LOGPAY Financial Services GmbH von wesentlicher Bedeutung war.

Angaben gemäß § 285 Nr. 14 HGB:

Name und Sitz des Mutterunternehmens, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt: Volkswagen AG, Berliner Ring 2, 38440 Wolfsburg.

Name und Sitz des Mutterunternehmens, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt: Volkswagen Financial Services AG, Gifhorner Str. 57, 38112 Braunschweig.

Beide Konzernabschlüsse werden beim Handelsregister Braunschweig hinterlegt.

Angaben nach § 291 Absatz 2 HGB:

Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Volkswagen Financial Services AG, Braunschweig mit einbezogen, es erfolgt jedoch keine Vollkonsolidierung.

Die einzelnen Posten der Bilanz sowie die einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung aus der Erbringung von Zahlungsdiensten werden gemäß RechZahlV mit den jeweiligen Davonvermerken gesondert ausgewiesen.

4. Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen

In den folgenden Bilanzpositionen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten:

a) Forderungen an Kunden aus sonstigen Tätigkeiten in Höhe € 17.780.484,10 (Vorjahr: € 21.310.229,96)

b) Sonstige Vermögensgegenstände aus sonstigen Tätigkeiten in Höhe von € 6.807.776,20 (Vorjahr: € 5.653.551,81)

- davon Gesellschafter € 6.777.825,98 (Vorjahr: € 5.491.913,45)

In den folgenden Bilanzpositionen sind Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen enthalten:

a) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus sonstigen Tätigkeiten in Höhe von € 104.667,53 (Vorjahr: € 237.621,67)

b) Sonstige Verbindlichkeiten aus sonstigen Tätigkeiten in Höhe von € 103.347.069,05 (Vorjahr: € 142.461.346,29)

- davon Gesellschafter € 90.034.113,70 (Vorjahr: € 130.116.173,18)

Die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus verbundenen Unternehmen richten sich gegen die Volkswagen AG, Volkswagen Financial Services AG, LOGPAY Transport Services GmbH, The Key to Mobility Services GmbH, LogPay Fuel Spain S.L. und LogPay Fuel Italia SRL, LogPay Fuel Czechia s.r.o und LOGPAY Charge & Fuel Slovakia s.r.o.

5. Zinserträge und Zinsaufwendungen aus verbundenen Unternehmen

Pos 1

In den Zinserträgen aus sonstigen Tätigkeiten sind solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von € 1.402,50 (Vorjahr: € 4.275,21) enthalten.

- davon LogPay Fuel Spain S.L. € 0,00 (Vorjahr: € 2.745,21)

- davon LogPay Fuel Italia SRL € 1.402,50 (Vorjahr: € 1.530,00)

Pos 2

In den Zinsaufwendungen aus sonstigen Tätigkeiten sind solche an verbundenen Unternehmen in Höhe von € 2.551.256,66 (Vorjahr: € 169.161,67) enthalten.

- davon Volkswagen Financial Services AG € 2.551.256,66 (Vorjahr € 169.161,67)

6. Provisionserträge aus verbundenen Unternehmen

Pos 5

In den Provisionserträgen aus sonstigen Tätigkeiten sind solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von € 5.970.363,40 (Vorjahr: € 6.405.170,21) enthalten.

- davon LOGPAY Transport Services GmbH: € 5.970.363,40 (Vorjahr: € 6.405.170,21)

7. Sonstige betriebliche Erträge aus verbundenen Unternehmen

Pos 7

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen aus sonstigen Tätigkeiten sind solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von € 16.447.277,20 (Vorjahr: € 13.760.567,00) enthalten.

- davon LOGPAY Transport Services GmbH: € 15.998.392,20 (Vorjahr: € 13.760.567,00)

- davon VW Group Charging GmbH: € 101.600,00 (Vorjahr: € 0,00) - davon VWFS AG: € 347.285,00 (Vorjahr: € 0,00)

8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen an verbundene Unternehmen

Pos 8

In den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen aus sonstigen Tätigkeiten sind solche an verbundene Unternehmen in Höhe von € 120.679,78 (Vorjahr: € 81.622,38) enthalten.

- davon LOGPAY Transport Services GmbH: € 120.679,78 (Vorjahr: € 81.622,38)

9. Aufwendungen aus Verlustübernahme

Pos 15

Die Aufwendungen aus Verlustübernahme resultieren aus dem am 11.05.2016 zwischen der LOGPAY Financial Services GmbH und der The Key to Mobility Services GmbH geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und dem am 25.02.2020 zwischen der LOGPAY Financial Services GmbH und der LOGPAY Transport Services GmbH geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Wir verweisen diesbezüglich auch auf Punkt 3.

10. Erträge aus Verlustübernahme

Pos 21

Die Erträge aus Verlustübernahme resultieren aus dem am 17.12.2019 zwischen der LOGPAY Financial Services GmbH und der Volkswagen Financial Services AG geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

11. Nachtragsbericht

Weitere wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten.

 

Eschborn, 13.02.2024

Dr. Oliver Bernards

Jens Thorwarth

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die LOGPAY Financial Services GmbH, Eschborn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LOGPAY Financial Services GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LOGPAY Financial Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den

zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 14. Februar 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Ralph Hüsemann, Wirtschaftsprüfer

Maria Brück, Wirtschaftsprüferin

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