Wellcosan Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Wittemann seit 21.8.2025 | Prokura |
Dimitrios Getsios seit 3.4.2025 | Geschäftsführer |
Achim Schiebel seit 3.2.2025 | Prokura |
Claire Dhénain-Hofmann seit 12.10.2023 | Prokura |
Oliver Berks seit 2.10.2023 | Prokura |
Simon Jonathan Oliver seit 15.5.2023 | Geschäftsführer |
Marianne Gause seit 1.9.2022 | Prokura |
Andreas Littel seit 10.5.2021 | Prokura |
Oliver Wibbe seit 26.5.2020 | Geschäftsführer |
Bianca Stricker seit 28.3.2019 | Prokura |
Michael Spiess seit 25.10.2017 | Prokura |
Marc Reuss seit 24.4.2017 | Prokura |
Markus Langer seit 24.4.2017 | Geschäftsführer |
Otfried Zagray seit 14.10.2014 | Prokura |
Anne-Barbara Klopfer seit 14.10.2014 | Prokura |
Michael Gerhard Auerbach seit 2.5.2013 | Geschäftsführer |
Roland Bretting seit 1.10.2012 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
SPS Holding AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SPS Germany GmbHBambergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Grundlagen des Unternehmens Die SPS Germany GmbH, Bamberg (nachfolgend kurz "SPS Bamberg") ist zusammen mit Ihrer Tochtergesellschaft, der SPS Germany GmbH, Prien (nachfolgend kurz "SPS Prien") Teil der SPS-Gruppe. Die SPS-Gruppe ist eine führende Anbieterin von Lösungen im Outsourcing von strategischen Geschäftsprozessen und von umfassenden Services in der Dokumentenverarbeitung. Die ungefähr 8.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie spezialisierte Partner der SPS-Gruppe weltweit betreuen Geschäftskunden in den Bereichen Versicherungen, Banken und Finanzdienstleistungen, Telekommunikation, Medien, Handel, Energieversorgung, Gesundheitswesen und Travel & Transportation. Die SPS-Gruppe ist international in allen wichtigen Wirtschaftsräumen präsent. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen, die Erbringung von Marketing-, Buchhaltungs-, Controlling-, IT- und Personalabrechnungsdienstleistungen, Omnichannel-Dienstleistungen im Dokumentenin- und output, Document Logistics sowie Business Process Outsourcing für Beteiligungsunternehmen und Dritte. Neben verschiedenen Standorten in Deutschland, betreibt die Gesellschaft Zweigniederlassungen in Rábahídvég (Ungarn) sowie Danzig (Polen). Die SPS Bamberg deckt mit ihren Mitarbeitenden und dem Tochterunternehmen SPS Prien sämtliche Outsourcing-Dienstleistungen in Deutschland ab. Innerhalb der geschaffenen Länderorganisation agieren die Business Units Document Output Processing (DOP) sowie Business Process Services (BPS), ergänzt um das Leistungsangebot der Business Unit Business Process Services - Human Resources (BPS-HR) in Deutschland und Ungarn. Die beiden Business Units DOP und BPS gehören zwar rechtlich zur SPS Bamberg, werden aber in den Produktionsbereichen länderübergreifend durch die Schweizer Landesgesellschaft gesteuert. Die zentrale Ergebnisverantwortung liegt jedoch nach wie vor in Deutschland. Die Business Unit DOP erstellt physische und digitale Dokumente, die einer 100 %-igen Auflieferung bedürfen. Dies sind z.B. Rechnungen, Mahnungen, HR-Dokumente, PINS und Kundenkommunikationsschreiben. Die Business Unit BPS erbringt neben Leistungen in der klassischen Erfassung und Digitalisierung von Anträgen/Vorgängen und deren Bearbeitung, auch auf Systemen der Kunden, ebenfalls Ende-zu-Ende-Services. Darüber hinaus umfasst der Teilbereich Document Logistic Services die klassische Übernahme und den Betrieb ausgelagerter Poststellen und deren Logistik sowie deren Produktivitätsverbesserung. Add-On Dienstleistungen wie z.B. Scanning, Warenannahme, Hausdruckereien, Empfangsservices, sowie Kurier- und Archivdienstleistungen runden das Portfolio ab. Die Business Unit BPS-HR in Deutschland und Ungarn bietet mit der Payroll-Factory Gehalts- und Reisekostenabrechnungen sowie andere HR-Lösungsbausteine (z.B. Zeugnisschreibung) und Dokumentenverarbeitung als zusätzliche Dienstleistung an. Darüber hinaus werden unter dem Bereich Management Services nach wie vor zentrale Funktionen auch für die gesamte SPS-Gruppe abgebildet. Hierzu zählen insbesondere IT-Dienstleistungen innerhalb der gesamten SPS-Gruppe sowie die Übernahme zentraler Services wie bspw. Personalwesen, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling für die deutsche Tochtergesellschaft SPS Prien. Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr. 2. Wirtschaftliches Umfeld und gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1 %. Die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften die Konjunktur. Das BIP lag Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, um + 0,7 % höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Während sich die Wirtschaftsleistung in den Bereichen des produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) und im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe insgesamt um 2,0 % bzw. 1,0 % reduzierte, stagnierte die Entwicklung im Baugewerbe mit einem leichten Plus von 0,2 % auf dem Vorjahresniveau. Dahingegen konnten die meisten Dienstleistungsbereiche ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Jedoch fiel der Anstieg auch hier schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit + 2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+ 1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+ 0,3%) konnten ebenfalls leicht zulegen. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. 3. Mitarbeiter Zum Stichtag 31.12.2023 waren in der SPS Bamberg insgesamt 1.446 Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) beschäftigt (Vorjahr: 1.317 Mitarbeiter). Davon entfallen 976 Mitarbeiter (Vorjahr: 931 Mitarbeiter) auf Standorte innerhalb Deutschlands sowie 418 Mitarbeiter (Vorjahr: 345 Mitarbeiter) auf die Niederlassung in Ungarn und 52 Mitarbeiter (Vorjahr: 41 Mitarbeiter) auf die Niederlassung in Polen. Trotz Fachkräftemangel konnten somit in allen drei Ländern, in denen die SPS Bamberg Standorte betreibt Mitarbeiter hinzugewonnen werden. Im Jahresdurchschnitt befanden sich in der SPS Bamberg 17 (Vorjahr 16) junge Kolleginnen und Kollegen in Ausbildung. Damit dokumentieren wir unser Engagement, jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen und auch für die Zukunft qualifizierte Nachwuchskräfte zu sichern. Großen Wert legen wir auf eine kontinuierliche Weiterqualifizierung unserer Mitarbeiter, dies gilt für die heutigen und auch künftigen Führungskräfte im Besonderen. Es existieren umfangreiche Qualifikations- und Weiterbildungsangebote, welche den Aufbau von gezieltem und nachhaltigem Know-how und Fachwissen unterstützen. 4. Beschaffungsmarkt und Umweltschutz 4.1 Beschaffungsmarkt und Materialeinsatz Durch die Inflation und die stark gestiegenen Energiepreise sind die Produkte und Dienstleistungen teurer geworden. Eine sehr starke Zunahme der Preise war insbesondere im ersten Halbjahr beim Papier und dessen verwandter Produkte (Briefumschläge, etc.) zu verzeichnen. Wir verzeichnen ebenfalls höhere Preise der Produkte und Dienstleistungen bedingt durch Personalengpässe und die Anhebung des Mindestlohns im letzten Quartal 2022, welche erst im Geschäftsjahr 2023 ihre volle Wirkung entfaltete. Aufgrund des hohen Anteils an bezogenen Leistungen bei der SPS Bamberg, war eine Absicherung nur bedingt möglich. Durch die Unterschiedlichkeit der in den Business Units gebrauchten Materialien werden das Produktionsmaterial und die für den Produktionsprozess notwendigen Dienstleistungen dort selbst beschafft. Wo Bündelungen von Materialen zur kostengünstigeren Beschaffung sinnvoll und machbar erscheint, wird dies genutzt. Um Abhängigkeiten zu vermeiden, arbeiten wir in den wesentlichen Produktgruppen mit mehreren Herstellern und / oder Lieferanten zusammen. 4.2 Qualitätsmanagement und Umweltschutz Die SPS Bamberg, versteht sich als erste Adresse für Spitzenleistungen, Qualitätsmanagement und Umweltschutz. Diese Themen gehören damit zu den zentralen Bestandteilen unseres Leistungserstellungsprozesses. Den hohen Standard unseres Qualitäts- und Umweltmanagements belegen die nach ISO 9001 sowie ISO 14001 zertifizierten Systeme. Als Unternehmen, das zu einer qualitativ hochwertigen Leistungserstellung unter anderem Papier, Druckfarben und Leime einsetzt, sind wir uns bewusst, in einem umweltsensiblen Bereich zu arbeiten. Wir nehmen diese Verantwortung gegenüber der Umwelt sehr ernst und arbeiten ständig an weiteren Verbesserungen unserer Produktionsabläufe. Den hohen Stellenwert, den der verantwortliche Umgang mit den natürlichen Ressourcen in der Unternehmensgruppe hat, unterstreichen nicht zuletzt die umfassenden Zertifizierungen unserer einzelnen Produktionsbetriebe. 4.3 Informationssicherheit und Datenschutz Die SPS Bamberg, ist sich ihrer Verantwortung bewusst, als Auftragsverarbeiter täglich ausgesprochen sensible Daten innerhalb der Aufträge zu verarbeiten. Informationssicherheit und Datenschutz spielen somit eine essenzielle Rolle bei der Erbringung unserer Leistungen. Im Auftrag unserer Kunden treten wir häufig in deren rechtliche Verpflichtungen ein. Diese Bereiche verfügen daher vom Dateneingang bis zum Postausgang bzw. der Datenübertragung über umfangreiche Sicherungseinrichtungen zur Gewährleistung einer zuverlässigen datenschutzkonformen Prozesskette, so dass eine jederzeitige Kontrolle der Daten nachvollziehbar und die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit, Integrität und Authentizität sichergestellt ist. Den hohen Standard unseres Informationssicherheitsmanagementsystems belegt die jährliche unabhängige Externe Überprüfung unseres nach ISO 27001 zertifizierten Systems. 5. Bericht über die Geschäftsfelder der SPS Bamberg und deren voraussichtliche Entwicklung 5.1 Business Unit Document Output Processing (DOP) Die Industrie im Geschäftsumfeld DOP ist weiterhin von mehreren Trends geprägt. Im Allgemeinen geht die Tendenz trotz anhaltender elektronischer Substitution zu weitestgehend stabilen Druckvolumen für Kunden in den von uns bedienten Industrien. Outsourcing bleibt auf dem Markt ein Thema, angefangen vom Backup, dem Produktionsspitzen-Ausgleich und auch kompletten Outsourcing Projekten. Die Tendenz großer Unternehmen - insbesondere im Bereich der Banken- und Versicherungswirtschaft - bislang Inhouse produzierte Dokumente out zu sourcen, nimmt weiter zu. Die Bereiche Banken/ Versicherungen, Energieversorger und Behörden, mit ihren regelmäßigen punktuellen gesetzlichen Verpflichtungen, ihre Kunden zu unterrichten, spielen immer wieder eine Rolle so auch im vergangenen Jahr. Sich aus den ergebenden Veränderungen und damit verbundenen Unterrichtungspflichten kurzfristige generierte Zusatzvolumen können auch in der Zukunft immer wieder erwartet werden. Die Omni-Channel-Services (OCS) mit vielfältigen digitalen und physischen Ausgangskanälen spielen wie in den Vorjahren schon eine immer größere Bedeutung am Markt. Die SPS Bamberg ist hier gut aufgestellt und konnte 2023 weitere Kundenprojekte gewinnen und das Leistungsportfolio ausbauen. Die Preissituation bleibt weiterhin angespannt, da der Document Output Processing-Markt ein Käufermarkt ist und die großen Wettbewerber zum Teil ebenfalls in Technologie und Zukäufe investieren. Hier sind in erster Linie die Paragon und die Deutsche Post mit ihrer Tochter ePost-Solutions zu nennen, die aus strategischen Gründen diese Dienstleistungen nach wie vor aggressiv am Markt anbietet, um das entsprechende Porto im Konzern abzusichern. Die Beschaffung war im Geschäftsjahr 2023 weiterhin von Preisschwankungen, u.a. im Papierumfeld geprägt. Aufgrund einer vorausschauenden Planung, langfristigen und partnerschaftlichen Lieferantenbeziehungen und einer engen Abstimmung mit unseren Kunden konnte diese Situation sehr gut gemeistert werden. Inzwischen sehen wir eine Stabilisierung am Markt. Die angestrebten Ziele sollen durch den Fokus auf große Unternehmen mit Inhouse Verarbeitungen sowie mittelgroße Auflagen und OCS-Potenzial erreicht werden. Darüber hinaus spielt Cross Selling über die Grenzen der einzelnen Business Units hinweg eine weitere wichtige Rolle - im physischen wie auch digitalen Umfeld. 5.2 Business Unit Business Process Services (BPS) Das Geschäftsjahr 2023 war für diesen Geschäftsbereich eingeschränkt erfolgreich. Der schwierigen Marktsituation (Entwicklung der Lohn- und Energiekosten, bzw. inflationsbedingte Einflüsse) konnte durch interne Optimierungsprojekte, die kommerzielle Nachverhandlung von Bestandsverträgen und den Ausbau von Serviceleistungen im Bestandskundenumfeld und der Einführung von innovativen Technologien begegnet werden. Die Umsätze und Ergebnisse lagen leicht unterhalb der Planung, aber knapp über dem aus dem Vorjahr. Der Ausbau von Leistungsbeziehungen innerhalb der SPS, insbesondere auch mit internationalen Einheiten, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit für international agierende Kunden. Analog zum Vorjahr wurden vermehrt Services mit Nearshore-Service-Erbringung und digitalen Servicekomponenten angeboten und umgesetzt. Auch in der qualifizierten Datenerfassung ist der Anteil im Vergleich zur klassischen Datenerfassung gestiegen. Durch die Corona bedingten, rückläufigen Volumina fand eine Verlagerung der Verarbeitung hin zur digitalen Verarbeitung von Informationen, vor allem in den Systemen der Kunden, statt. Der Trend der Spezifizierung wird auch für das kommende Jahr ein zentrales Thema sein. Ziel ist es, bei allen Veränderungen die Umsatz- und Ergebnissituation marktabhängig tendenziell zu verbessern. Der Fokus liegt dabei vermehrt im profitablen Ausbau der Bestandskundenbasis und dem Einsatz von unterstützenden digitalen Lösungskomponenten Der Teilbereich Document Logistic Services konnte sich im laufenden Jahr weitgehend von den vorjährigen Corona-Effekten erholen und zeigt eine stabile Entwicklung, welche sich durch die Gewinnung einiger Neukunden tendenziell ins Folgejahr fortschreiben lässt. Für 2024 liegt der Fokus weiterhin auf dem profitablen Wachstum der Business Unit durch verstärkte Vertriebsaktivitäten. Diese Aktivitäten werden durch das Client Management und der zentralen Sales-Einheit vorangetrieben. 5.3 Business Unit BPS-HR (Business Process Services - Human Resources) Die positive Entwicklung der Umsatzerlöse setzte sich innerhalb der Business Unit BPS-HR im Geschäftsjahr 2023 weiter fort. Das Neugeschäft konnte 2023 forciert werden. Mit der Produktivschaltung eines neuen Großauftrags haben wir auch den ersten Kunden für S/4 Hana gewonnen. Darüber hinaus wurden weitere Neukunden unter Vertrag genommen. Bei Bestandskunden konnten wir neben Vertragsverlängerungen bei Großkunden, teilweise die Volumina ausweiten sowie zusätzliches Geschäft generieren. Für das Geschäftsjahr 2024 werden steigende Umsatzerlöse und ein positiver Ergebnisbeitrag erwartet. Insgesamt haben sich Anfragen von potenziellen Neukunden für das BPS-HR Leistungsportfolio positiv entwickelt. 6. Lage der SPS Bamberg 6.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse konnten im Geschäftsjahr 2023 um EUR 8,6 Mio. auf EUR 136,0 Mio. (Vorjahr: EUR 127,4 Mio.) und damit um 6,8 % gesteigert werden. Neben der Gewinnung neuer Kunden hatten hieran die Generierung von weiteren Auftragsvolumen als auch Preiserhöhungen bei Bestandsverträgen einen maßgeblichen Anteil. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von EUR 10,4 Mio. auf EUR 8,4 Mio. zurückgegangen. Im Vorjahr war hierin ein einmaliger Ertrag von EUR 5,9 Mio. aus der Sale & Lease Back Transaktion des Betriebsgrundstückes in Dettingen enthalten. Gegenläufig ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,5 Mio. höhere Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen sowie ein Ertrag aus der Anpassung des Deckungsvermögens im Zusammenhang mit Pensionsrückstellungen von ebenfalls ca. EUR 1,5 Mio. Der Materialaufwand ist von EUR 41,0 Mio. auf EUR 39,8 Mio. zurückgegangen. Dies ist überwiegend durch im Vergleich zum Vorjahr geringere bezogene IT-Dienstleistungen begründet. Die Materialquote als Verhältnis des Materialaufwands zur Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung und aktivierten Eigenleistungen) beträgt 29,3 % nach 32,1 % im Vorjahr und konnte somit moderat verbessert werden. Der Personalaufwand ist bedingt durch die Rekrutierung neuer Mitarbeiter sowohl in Deutschland als auch in den Zweigniederlassungen in Ungarn und Polen von EUR 57,9 Mio. auf EUR 64,0 Mio. angestiegen. Die Personalaufwandsquote beträgt somit 47,0 % (Vorjahr: 45,4 %). Die Abschreibungen waren mit EUR 4,9 Mio. (Vorjahr: EUR 5,2 Mio.) leicht rückläufig. Insgesamt konnte das Betriebsergebnis (EBIT) um EUR 0,9 Mio. von EUR 2,0 Mio. auf EUR 2,9 Mio. verbessert werden. Das Finanzergebnis hat sich von EUR 5,1 Mio. auf EUR 3,2 Mio. verschlechtert. Dies ist im Wesentlichen auf die niedrigere Ergebnisabführung durch die SPS Prien von EUR 4,2 Mio. (Vorjahr: EUR 5,9 Mio.) und die höheren Zinsaufwendungen von EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,9 Mio.) zurückzuführen. Es verbleibt ein Jahresüberschuss von EUR 5,3 Mio. nach EUR 5,5 Mio. im Vorjahr. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 von leicht steigenden Umsatzerlösen und einer leichten Steigerung des Betriebsergebnisses konnte somit übertroffen werden. 6.2 Vermögens- und Finanzlage Im Anlagevermögen zeigt sich insgesamt ein Rückgang von EUR 45,2 Mio. auf EUR 43,5 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf den planmäßigen Wertverzehr bei den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von EUR 3,8 Mio. zurückzuführen. Investitionen in Höhe von EUR 0,6 Mio. erfolgten im Zusammenhang mit notwendigen Modifikationen für die Implementierung eines erworbenen ERP-Systems innerhalb der SPS-Gruppe. Die Buchwerte der immateriellen Vermögensgegenstände betragen EUR 14,4 Mio. (Vorjahr: EUR 17,6 Mio.). Die Sachanlagen sind hingegen von EUR 2,6 Mio. um EUR 1,4 Mio. auf EUR 4,0 Mio. angestiegen. Maßgeblich hierfür waren die Investitionen von EUR 2,5 Mio., welche die Abschreibungen des Geschäftsjahres in diesem Bereich deutlich überkompensiert haben. Hiervon entfielen EUR 1,6 Mio. auf Druckanlagen an unserem Standort in Dettingen. Wesentliche Buchwertabgänge bei den Sachanlagen waren im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen. Das Umlaufvermögen ist mit EUR 32,1 Mio. gegenüber EUR 32,3 Mio. nahezu unverändert. Die Bilanzsumme ist von EUR 78,9 Mio. auf EUR 76,8 Mio. leicht zurückgegangen. Der Vorratsbestand wurde von EUR 2,0 Mio. im Vorjahr auf EUR 1,6 Mio. abgebaut. Dies ist überwiegend durch den Abbau der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von EUR 1,5 Mio. auf EUR 1,0 Mio. begründet. Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von EUR 26,3 Mio. (Vorjahr: EUR 26,2 Mio.) entfallen EUR 22,0 Mio. (Vorjahr: EUR 22,4 Mio.) auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Trotz deutlich gestiegener Umsatzerlöse konnte der Bestand auch aufgrund eines besseren Forderungsmanagements auf Vorjahresniveau gehalten werden. Das Eigenkapital beträgt EUR 15,3 Mio. nach EUR 15,5 Mio. im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Gewinnausschüttung an die Muttergesellschaft in Höhe von EUR 5,4 Mio. vorgenommen. Die Eigenkapitalquote beträgt 19,9 % (Vorjahr: 19,6 %). Die Eigenkapitalsituation der SPS Bamberg ist somit trotz der im Geschäftsjahr vorgenommenen Dividendenausschüttung an die Muttergesellschaft unverändert solide. Die Rückstellungen waren um EUR 4,6 Mio. von EUR 34,2 Mio. auf EUR 29,6 Mio. rückläufig. Wesentlich hierzu beigetragen haben die sonstigen Rückstellungen. Diese sind von EUR 17,4 Mio. um EUR 4,2 Mio. auf EUR 13,2 Mio. zurückgegangen. Signifikant rückläufig und damit hauptsächlich verantwortlich für diesen Rückgang waren die Personalrückstellungen (exkl. Restrukturierungsrückstellungen). Sie belaufen sich auf EUR 6,3 Mio. nach EUR 9,6 Mio. im Vorjahr. Der Rückgang in diesem Bereich ergab sich im Wesentlichen aus deutlich geringeren Rückstellungen für Zielvereinbarung aufgrund interner Reorganisation der Vergütungsstruktur sowie dem Verbrauch der Rückstellung für Inflationsausgleichsprämie. Darüber hinaus haben sich die Restrukturierungsrückstellungen für Personalmaßnahmen sowie die Rückstellungen für drohende Verluste jeweils um EUR 0,4 Mio. reduziert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von EUR 8,2 Mio. auf EUR 9,7 Mio. angestiegen, was im Wesentlichen auf die oben genannten Investitionen in Druckanlagen am Standort Dettingen zurückzuführen ist. Eine höhere Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie bei der SPS Holding AG führte zu einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 10,0 Mio. auf EUR 13,2 Mio. Gegenläufig entwickelten sich die Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der SPS-Gruppe. Diese wurden um EUR 0,9 Mio. von EUR 3,3 Mio. auf EUR 2,4 Mio. reduziert. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen EUR 8,5 Mio. nach EUR 9,8 Mio. im Vorjahr. Aufgrund geänderter Vorschriften der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht im Geschäftsjahr 2023 müssen Gutscheinkarten künftig über einen zugelassenen Zahlungsdienstleister abgewickelt werden. Dies führte zu einer Verringerung der sonstigen Verbindlichkeiten von EUR 2,4 Mio. Des Weiteren verringerten sich die durchlaufenden Posten um EUR 0,5 Mio. sowie Verbindlichkeiten aus Steuern um EUR 0,4 Mio. Gegenläufige Effekte ergeben sich aus dem Anstieg der kreditorischen Debitoren um EUR 0,8 Mio. und der Rabatte an Kunden in Höhe von EUR 0,9 Mio. Zur Finanzierung standen auch im Jahr 2023 jederzeit ausreichend liquide Mittel zur Verfügung. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über verschiedene Kanäle. Zum einen besteht eine Kreditlinie bei der SPS Holding AG mit einem Rahmen von EUR 20 Mio. Darüber hinaus wurde mit der finanzierenden Bank, der UniCredit Bank AG, Bamberg, eine unbefristete Kreditlinie in Höhe von EUR 3 Mio. vereinbart. Um eine optimale Disposition der liquiden Mittel innerhalb Deutschlands zu gewährleisten, besteht weiterhin eine Cash-Pooling Vereinbarung zwischen der SPS Bamberg und ihrer Tochtergesellschaft, der SPS Germany GmbH, Prien. Die Kreditlinie bei der SPS Holding AG valutierte am Bilanzstichtag mit EUR 10,8 Mio. (Vorjahr: EUR 5,9 Mio.). Hauptursächlich für den Anstieg waren die Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 5,4 Mio. sowie die im Geschäftsjahr getätigten Abflüsse für Investitionen in das Anlagevermögen. Diese konnten durch die Ergebnisabführung der SPS Germany GmbH, Prien, nicht überkompensiert werden. Demgegenüber stehen am Bilanzstichtag Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 4,1 Mio. (Vorjahr: EUR 4,1 Mio.) sowie Cash-Pool Forderungen nach Verrechnung der Ergebnisabführung gegen die Tochtergesellschaft in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: Verbindlichkeit in Höhe von EUR 0,8 Mio.). 7. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB Die SPS Bamberg ist gemäß § 36 GmbHG verpflichtet, turnusmäßig Zielgrößen für den Anteil von Frauen in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung sowie Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festzulegen. Die Frauenquote lag im Jahr 2023 bei 42 % für die erste der beiden Führungsebenen und 7 % für die zweite der beiden Führungsebenen. Im Jahr 2023 erfolgten personellen Veränderungen in den Führungspositionen. Ziel der Geschäftsführung ist es, die derzeitigen Frauenquoten in Führungspositionen mindestens beizubehalten. Die Frauenquote auf der Ebene der Geschäftsführung lag im Geschäftsjahr unverändert bei 0 %. Im Jahr 2023 erfolgte ein Wechsel in der Geschäftsführung ohne Änderung der operativen Aufgabenverteilung. Derzeit ist keine Veränderung bzw. Erweiterung der operativen Geschäftsführung geplant, so dass die Zielgröße dem Status quo entspricht. Bei der Neubesetzung von Führungspositionen und Geschäftsführungsmitgliedern wird stetig darauf geachtet, die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern im Unternehmen sowie den Abbau der Geschlechterhierarchie angemessen zu berücksichtigen und zu unterstützen. Die Entscheidungen werden nicht auf Basis geschlechtsspezifischer Merkmale, sondern allein auf Basis der erforderlichen Qualifikationen getroffen. 8. Chancen- und Risikobericht 8.1 Risikomanagementsystem Konsequentes und systematisches Risikomanagement unterstützt die Aufdeckung und Optimierung von Chancen- und Risikopositionen und sichert den Fortbestand des Unternehmens. Ein effizientes Risikomanagementsystem setzt eine möglichst exakte Identifizierung und Klassifizierung der einzelnen Risiken sowie, darauf aufbauend, deren Quantifizierung voraus. Erst dann ist eine Risikobegrenzung beziehungsweise -steuerung möglich. Die einzelnen Tochterunternehmen legen im Rahmen ihrer Risikoanalyse fest, welche Risiken als so genannte "Schwerpunktrisiken" weiter zu analysieren und welche Risiken von nachrangiger Bedeutung sind. Diese Risikoanalyse ist keine einmalige, sondern eine dauernde, prozessbegleitende Aufgabe. Die Bewertung der erfassten Risiken ist laufend zu beobachten und gegebenenfalls anzupassen. Die Verantwortung für die Risikosteuerung für die deutschen SPS-Gesellschaften liegt bei der Geschäftsführung der SPS Bamberg. Die Risikoerkennung, die Risikobewertung und die Identifizierung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die Definition von Gegenmaßnahmen erfolgt durch die jeweiligen Geschäftsbereichsleiter. Diese berichten an die Geschäftsführung der SPS Bamberg. Die Gesellschaft ist in das Risk-Monitoring-System der SPS Holding AG, Zürich (Schweiz) integriert. Wesentliche Risikomanagementziele sind die Erhaltung der Ertragskraft und Zahlungsfähigkeit des Unternehmens. Die zu überwachenden Risiken werden auszugsweise im Folgenden dargestellt: 8.2 Finanz- und Forderungsausfallrisiken Die Liquiditätsüberwachung und -steuerung erfolgt zentral mittels Cash-Pooling zwischen der SPS Bamberg und der SPS Prien. Ein kleiner Teil der Geldflüsse erfolgt in Fremdwährung. Finanzrisiken, die im Zusammenhang mit der Fristigkeit von kurzfristigen Kreditlinien in Zusammenhang stehen, werden täglich überwacht und rechtzeitig disponiert. Mit der finanzierenden Bank, der UniCredit Bank AG, München, wurde eine unbefristete Kreditlinie vereinbart. Des Weiteren besteht eine unbefristete Kontokorrentlinienzusage der Muttergesellschaft SPS Holding AG, Zürich (Schweiz). Durch die bestehenden Zusagen kann daher mit großer Wahrscheinlichkeit von einer Aufrechterhaltung der künftigen Zahlungsfähigkeit ausgegangen werden. Die Kundenbeziehungen der SPS Bamberg basieren im Wesentlichen auf langfristigen Dienstleistungsverträgen mit laufender Leistungserbringung, welche monatlich abgerechnet werden. Potentielle Zahlungsstockungen von Kunden können somit frühzeitig erkannt und diesen entgegengesteuert werden. Unsere Forderungen werden permanent überwacht und regelmäßig aktuell mit den Verantwortlichen besprochen und nachgehalten. Wesentliche Forderungsausfälle waren im Geschäftsjahr 2023 nicht zu verzeichnen. Somit besteht in diesem Bereich lediglich ein geringes Risiko. 8.3 Kunden- und Branchenrisiken Die Verlagerung der Vertriebsaktivitäten vermehrt auf Kunden, die an ganzheitlichen Lösungen hinsichtlich der Optimierung ihrer Geschäftsprozesse interessiert sind, hat sich zu großen Teilen bewährt. Dies zeigt sich auch weiterhin in der Neugewinnung im Kundensegment der größeren Unternehmen. Dennoch bleibt dies eine wesentliche Herausforderung für die nächsten Jahre. Im Bereich Document Output Processing (DOP) wird sich der Trend zur Auslagerung von Geschäftsprozessen fortsetzen. Vor diesem Hintergrund müssen weitere Kunden und große Aufträge gewonnen werden. Dennoch birgt das Geschäftsfeld weiterhin ein vertretbares Maß an Planungsunsicherheit hinsichtlich Kundengewinnung bzw. -verlusten, bedingt durch den hohen Wettbewerbsdruck. Im Bereich Business Process Services (BPS) sind wie in den letzten Jahren, so auch in 2023 einzelne Kunden gewonnen oder ausgebaut worden. Durch die Verzahnung mit anderen Lösungen und einer Internationalisierung dieses Bereichs, verbunden mit dem Druck möglichst kostengünstige Near- und Offshore-Produktionsmöglichkeiten zu entwickeln, sind die Risiken eher in der Bewältigung der damit verbundenen Anforderungen zu sehen. Insgesamt setzt sich der Trend zur Auslagerung von Geschäftsprozessen im Bereich Business Process Services - Human Resources (BPS-HR) fort. Es zeigt sich steigender Bedarf an "Self-Services", der die wachsenden Aktivitäten der Kunden zur Digitalisierung bestätigt. Durch das Wartungsende der SAP ERP HCM Instanzen in 2027 und die Strategie von SAP, das Cloud Geschäft zu forcieren, erwarten wir zusätzliches Projektgeschäft und mögliche Neukunden, welche Ihre HR-Landschaften in Zukunft outsourcen wollen. Gleichzeitig bleiben Merger/De-Merger-Aktivitäten der Kunden auf hohem Niveau. Risiken bestehen hier insbesondere darin, ausreichend qualifiziertes Personal für die Abwicklung der Aufträge bereitstellen und damit vertragliche Verpflichtungen erfüllen zu können. Neben einer vorausschauenden Personaleinsatzplanung umfasst dies auch die aktive Gewinnung von Mitarbeitern sowie interne Ausbildungs- und Weiterqualifizierungsprogramme. Der dargestellte Wettbewerbs- und Kostendruck kann daher insbesondere im Neukundengeschäft (Anlaufkosten) sowie bei unerwarteten technischen oder prozessualen Problemen zu einem Risiko drohender Verluste führen. Die SPS Bamberg begegnet diesen Risiken im Rahmen ihres Risikomanagementsystems. So werden alle Aufträge kontinuierlich von den zuständigen Service Managern überwacht, im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Geschäftsbereichsmeetings unter Einbeziehung der Geschäftsführung erörtert und - sofern vorhanden - drohende Verluste identifiziert und Gegenmaßnahmen, wie z.B. Verhandlungen mit Kunden über Preiserhöhungen, eingeleitet. 8.4 Prozessrisiken Die Gewährleistung der Sicherheit kundenspezifischer Daten stellt für die SPS Bamberg eine zentrale Aufgabe dar. EDV-Risiken, Logistikrisiken und Organisationsrisiken sind daher die hauptsächlichen Bereiche, die Prozessrisiken bergen. Die Hard- und Software wird ständig auf die aktuellen Sicherheitsstandards gebracht. Dadurch ist die Sicherheit der EDV-Systeme und des Datenbestandes gewährleistet. Die Sicherstellung der Verfügbarkeit der Rechnersysteme und Netzwerke, die tagesaktuelle Sicherung der System- und Anwendungsdaten sowie der Schutz vor externen Zu- und Angriffen mit Hilfe von neuesten Security-Technologien, Firewall-Systemen und Virenscannern sind Maßnahmen zur Minimierung dieses Risikobereiches. Bei der Verarbeitung sensibler Daten besteht das Risiko, dass deren Vertraulichkeit bzw. Integrität verletzt oder beeinträchtigt werden könnten. Diesem Risiko begegnen wir mit dem Einsatz geeigneter zertifizierter IT-Sicherheitssysteme und Tools sowie Maßnahmen, wie z.B. der Verschlüsselung von Daten für den Transfer und bei der Speicherung. Für alle relevanten Schäden im Versicherungsbereich (Transport, Gebäude, Einrichtung, Elementarschäden, Vorräte) besteht zur Risikominimierung ein ausreichender Versicherungsschutz, der zentral in der SPS-Gruppe verwaltet und mit dem Konzern-Risiko-Management der SPS Holding AG, Zürich (Schweiz) abgestimmt wird. Im Bereich der Logistik arbeiten wir eng mit Speditionen und namhaften Kurier-Express- und Paketdienstleistern zusammen, die eine sichere und zeitgenaue Lieferung unserer Produkte an unsere Kunden gewährleisten. Insgesamt sind keine Prozessrisiken erkennbar, die wir mit unseren bestehenden Gegenmaßnahmen nicht ausreichend abgesichert hätten. 8.5 Rechtliche Risiken Die SPS Bamberg bedient sich neben der internen Rechtsabteilung externer Rechtsberatung. Wesentliche Verträge und Vereinbarungen werden zur Risikominimierung in Zusammenarbeit mit externen Kanzleien abgewickelt. Rechtsstreitigkeiten, laufende Gerichtsprozesse sowie Schadensersatzforderungen aus steuer-, wettbewerbs-, kartell- oder vertragsrechtlichen Regelungen und Gesetzen, die erheblichen Einfluss auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der SPS Bamberg haben könnten, sind nicht anhängig oder angedroht. Für mögliche allgemeine Schadensfälle und Haftungsrisiken wurden Versicherungen abgeschlossen. Diese stellen sicher, dass sich mögliche finanzielle Folgen eintretender Risiken in Grenzen halten bzw. ausgeschlossen werden. 8.6. Chancen der Gesellschaft Das vermehrte Umsteigen der Kunden auf elektronische Kanäle bietet nach wie vor Wachstumspotenzial, welches mit innovativen und zugeschnittenen Kundenlösungen sukzessive erschlossen werden soll. Durch die starke Positionierung der Gesellschaft als Dienstleister mit einem breiten Portfolio bei der Bearbeitung von auslagerungsfähigen Geschäftsprozessen ist trotz schwieriger Marktbedingungen von einer positiven Entwicklung auszugehen. Es bestehen gute Chancen die vorhandene Marktstellung in den einzelnen Business Units weiter auszubauen. Die SPS Bamberg ist ein Unternehmen der SPS-Gruppe. Diese wurde u.a. von IAOP The 2023 Global Outsourcing 100® als einer der weltweit führenden Anbieter von Dokumentenmanagement- und Geschäftsprozess-Outsourcing-Lösungen ausgewählt. Aufgrund der guten Reputation der Gruppe können auch für die einzelnen Gesellschaften der Gruppe und damit auch für die SPS Bamberg Wachstumschancen entstehen. 9. Künftige Entwicklung der SPS Bamberg Ziel bleibt es weiterhin, näher an unsere Kunden zu rücken und uns nach deren Bedürfnissen bestmöglich auszurichten. So soll das Neu- und Bestandsgeschäft vermehrt zu Umsätzen führen. Langfristige vertragliche Bindungen sollen das Geschäft vorhersagbarer und damit noch risikoärmer machen. Hierbei konnten weitere große Aufträge schon gewonnen werden. Für die SPS Bamberg wird im Geschäftsjahr 2024 von einer deutlichen Steigerung der Umsatzerlöse im unteren zweistelligen Prozentbereich sowie von einem signifikanten Anstieg des Betriebsergebnisses ausgegangen. Die Prognose basiert auf einer vorsichtigen Einschätzung des konjunkturellen Umfeldes, der Preis- und Mengenentwicklung in der Branche sowie der Kostenentwicklung der SPS Bamberg. Umsatzrisiken aus dem möglichen Verlust wesentlicher Kunden schätzen wir aufgrund unserer etablierten Marktposition und den langjährigen Kundenbeziehungen als tendenziell gering ein. Unabhängig davon bewegen wir uns in einem wettbewerbsintensiven Umfeld und einer Branche, in der Preisbilder von einzelnen Anbietern zwischenzeitlich allein auslastungsorientiert gestaltet werden. Die Preisentwicklung gehört deshalb zu den größten Risiken in unserer Branche, die zudem von den einzelnen Anbietern nur sehr begrenzt positiv beeinflusst werden kann. Entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Risiken sind derzeit daher nicht erkennbar.
Bamberg, den 16. April 2024 gez. Michael Auerbach, Geschäftsführer gez. Oliver Wibbe, Geschäftsführer gez. Markus Langer, Geschäftsführer gez. Simon Jonathan Oliver, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023SPS GERMANY GMBH, BAMBERGAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023SPS GERMANY GMBH, BAMBERGA. GRUNDSÄTZE DER BERICHTERSTATTUNG Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Sie ist unter der Firma SPS Germany GmbH mit Sitz in Bamberg im Handelsregister des Amtsgerichts Bamberg unter der Nummer HRB 110 eingetragen. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren. Die Wertangaben im Anhang sind auf volle EUR gerundet. Zur besseren Übersichtlichkeit sind bestimmte Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang dargestellt. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von ein bis acht Jahren abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über 10 Jahre abgeschrieben. Die Bestimmung der Nutzungsdauer erfolgte entsprechend der Einschätzung über den voraussichtlichen Verbrauchs des Nutzens der erworbenen Geschäftseinheit. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die abnutzbaren Gegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßig linear über ihre voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von zwei bis fünfundzwanzig Jahren abgeschrieben. Bis 2019 wurden Vermögensgegenstände bis zu einem Anschaffungswert von EUR 250 im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Für selbständig nutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten oder Herstellungskosten netto EUR 250 bis EUR 1.000 betragen, wurde ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Ab dem Geschäftsjahr 2020 werden diese Vermögensgegenstände bis zu einem Anschaffungswert von EUR 800 im Zugangsjahr als Aufwand erfasst und kein Sammelposten mehr gebildet. Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Im Falle voraussichtlich dauerhafter Wertminderungen werden für immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorgenommen, wobei im weiteren Verlauf das Wertaufholungsgebot beachtet wird. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten und die unfertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Als Herstellungskosten werden die produktionsbezogenen Vollkosten angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch angemessene Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung beträgt 0,8 % (Vorjahr: 0,7 %) der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die liquiden Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) werden zu Nominalwerten ausgewiesen. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben/Einnahmen ausgewiesen, soweit sie Aufwand/Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), werden mit diesen Schulden verrechnet. Der übersteigende Betrag wird als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Der Pensionsrückstellung liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten unter Berücksichtigung des Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) zugrunde. Die biometrische Rechnungsgrundlage basiert auf den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Rechnungszinsfuß wurde bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren und einem Durchschnittszeitraum von 10 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit einem Abzinsungssatz von 1,82 % p.a. (Vorjahr: 1,78 %) angesetzt. Der erwarteten Gehaltsentwicklung wurde mit 3,0 % (Vorjahr: 2,5 %) (sofern einkommensabhängig) Rechnung getragen. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,4 % (Vorjahr: 2,0 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einem alters- und geschlechtsabhängigen Abschlag berücksichtigt. Soweit die Pensionsrückstellungen im Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbereichs BPS HR standen und die Anschaffungskosten den Bewertungsbetrag überstiegen, wurden die Anschaffungskosten fortgeführt. Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet, um alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen abzudecken. Ferner werden Rückstellungen, deren Restlaufzeit länger als ein Jahr beträgt, mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Zinssätzen (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre) abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs ihres Buchungstages bewertet. Buchverluste aus Wechselkursänderungen zum Abschlussstichtag werden auf der Grundlage des Devisenkassamittelkurses zum Abschlussstichtag ermittelt und ergebniswirksam berücksichtigt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. C. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS I. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel (vgl. Anlage) dargestellt. Der Posten entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten betrifft entgeltlich erworbene EDV-Software. Der Anteilsbesitz der SPS Germany GmbH, Bamberg, stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:
* Ergebnisabführung in Höhe von EUR 4.182.428. II. Umlaufvermögen In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.732.796 (Vorjahr: EUR 1.994.039) enthalten. Im Übrigen handelt es sich um sonstige Forderungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 117.007 (Vorjahr: EUR 99.084) enthalten. Die restlichen Forderungen haben allesamt eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. III. Pensionsrückstellungen und aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Im Geschäftsjahr wurden gemäß § 246 Abs. 2 S.2 HGB Ansprüche aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen mit den entsprechenden Pensionsrückstellungen verrechnet. Folgende Verrechnungen wurden vorgenommen:
Der aktive Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung von EUR 11.929 resultiert aus der Verrechnung von Pensionsverpflichtungen. Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ermittelt. Bei einer abweichenden Bewertung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt sich ein Differenzbetrag in Höhe von EUR 464.550 (Vorjahr: EUR 1.932.015). In der Höhe des Differenzbetrages besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB. IV. Sonstige Rückstellungen Von den sonstigen Rückstellungen entfallen EUR 6.339.406 (Vorjahr: EUR 9.583.800) auf den Personalbereich (für Tantiemen, Überstundenguthaben, Abfindungen, zugesagte Inflationsausgleichprämie, Urlaubsguthaben, Jubiläum und Berufsgenossenschaftsbeiträge). Für Restrukturierungsmaßnahmen wurden EUR 690.000 (Vorjahr: EUR 1.127.400) zurückgestellt. Weiterhin sind Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von EUR 1.574.236 (Vorjahr: EUR 1.661.588) enthalten. Für drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften wurden Rückstellungen in Höhe von EUR 3.920.000 (Vorjahr: EUR 4.289.673) gebildet. V. Verbindlichkeiten Der Verbindlichkeitenspiegel der SPS Germany GmbH stellt sich zum 31.12.2023 wie folgt dar:
In Bezug auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen im branchenüblichen Maße Eigentumsvorbehalte vor. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2.434.828 (Vorjahr: EUR 3.346.087) enthalten. Im Übrigen handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten. Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 12.306.303 (Vorjahr: EUR 8.195.725). VI. Gewinn- und Verlustrechnung Von den Umsatzerlösen entfallen EUR 120.749.798 (Vorjahr: EUR 121.794.374) auf das Inland und EUR 15.261.556 (Vorjahr: EUR 5.599.926) auf das Ausland. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 5.067.522 (Vorjahr: EUR 3.549.683) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 225.928 (Vorjahr: EUR 100.703). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 208.734 (Vorjahr: EUR 180.819) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen Steuererträge der Vorjahre in Höhe von EUR 115.718 (Vorjahr Steueraufwand: EUR 48.240). SONSTIGE ANGABEN Mitarbeiter Die SPS Germany GmbH, Bamberg, hat im Jahresdurchschnitt 1.386 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.346) beschäftigt, davon 1.007 Vollzeitkräfte (Vorjahr: 984) und 379 Teilzeitkräfte (Vorjahr: 362). Darüber hinaus waren im Jahresdurchschnitt 14 Auszubildende (Vorjahr: 16) beschäftigt. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31.12.2023 bestehen Haftungsverhältnisse i.S.v. § 251 HGB in Höhe von EUR 1.500.000 (Vorjahr: EUR 1.500.000). Sie setzen sich wie folgt zusammen:
Mit einer Inanspruchnahme der Haftungsverhältnisse wird nicht gerechnet, da es sich bei den Haftungsverhältnissen um Vertragserfüllungsbürgschaften handelt, die durch entsprechende Banksicherheiten (Avale) abgesichert sind. Darüber hinaus bestehen zum 31.12.2023 sonstige finanzielle Verpflichtungen von insgesamt EUR 8.923.729 (Vorjahr: EUR 10.624.528). Diese gliedern sich in Verpflichtungen aus Mietverträgen von insgesamt EUR 6.864.191 (Vorjahr: EUR 4.140.390), aus Leasingverträgen in Höhe von insgesamt EUR 657.685 (Vorjahr: EUR 849.368) sowie andere Verpflichtungen auf. Die Leasingverbindlichkeiten entfallen wie im Vorjahr in voller Höhe auf Kfz-Leasing-Verträge. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von EUR 52.935 (Vorjahr EUR 21.408) gegenüber verbundenen Unternehmen. Abschlussprüferhonorar Da die Gesellschaft ebenfalls einen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 aufstellt, wird auf die Angabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB hinsichtlich des Abschlussprüferhonorars im Rahmen des Einzelabschlusses verzichtet. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung der SPS Germany GmbH, Bamberg, schlägt vor den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 5.257.076 auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführung Geschäftsführer der SPS Germany GmbH, Bamberg, waren im Geschäftsjahr: Michael Auerbach, CEO SPS Germany, Mühltal Markus Langer, CFO SPS Germany, Dorsten Oliver Wibbe, CSO SPS Germany, Oberhaching Andrew Neal Lawson, Head of Operations AS Equity Partners, Malvern (Großbritannien) (bis 9. Februar 2023) Simon Jonathan Oliver, Group CFO AS Equity Partners, London (Großbritannien) (ab 2. Mai 2023) Da lediglich drei der Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten, wird bezüglich der Angaben nach § 285 Nr. 9a und 9b HGB von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem 31.12.2023 sind keine berichtspflichtigen Ereignisse mit einer wesentlichen Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten. Konzernverhältnisse Die SPS Germany GmbH, Bamberg, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Die AS Equity BidCo GmbH, Freienbach (Schweiz), stellt darüber hinaus einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird.
Bamberg, den 16. April 2024 gez. Michael Auerbach, Geschäftsführer gez. Oliver Wibbe, Geschäftsführer gez. Markus Langer, Geschäftsführer gez. Simon Jonathan Oliver, Geschäftsführer
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SPS Germany GmbH, Bamberg: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SPS Germany GmbH, Bamberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SPS Germany GmbH, Bamberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 16. April 2024 Rödl
& Partner GmbH
gez. Nestmann, Wirtschaftsprüfer gez. Liebermann, Wirtschaftsprüferin ANGABE NACH § 328Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde durch die Gesellschafterversammlung am 8. Mai 2024 festgestellt. |
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