Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 113114
Eingetragen
22.4.2008
Branche
Vermittlung von KreditenAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Sonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Die Vermittlung sowie die Mitwirkung an der Vermittlung von Krediten bzw. Darlehen, Versicherungen, Passivprodukten und Girokonten. Dies beinhaltet ebenso die Vornahme aller geschäftlichen Handlungen sowie die Erbringung aller Dienstleistungen, die hiermit im Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Isenhagen
seit 16.12.2024
Prokura
Bettina Vockel
seit 18.9.2023
Geschäftsführer
Christian Niemann
seit 24.9.2021
Geschäftsführer
Franziska Harpain
seit 26.3.2015
Prokura
Harald Amendt
seit 22.4.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
50.02%
Deutsche Bank AG
49.98%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
HYPOPORT SE
Germany
100.100 €
50.02%
Deutsche Bank AG
Germany
100.000 €
49.98%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Starpool Finanz GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

eingetragen beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg im Handelsregister B unter der Nummer 113114

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 483,00 25
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.419,00 20
17.902,00 45
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.060.590,96 7.474
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.006.193,40 10.361
3. Sonstige Vermögensgegenstände 125.219,35 52
12.192.003,71 17.887
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 616.442,46 3.895
12.808.446,17 21.782
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 188.213,12 178
13.014.561,29 22.005

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 200.100,00 200
II. Gewinnvortrag 1.413.930,42 872
III. Jahresüberschuss 187.748,06 542
1.801.778,48 1.614
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 81.242,00 397
2. Sonstige Rückstellungen 9.965.285,99 18.374
10.046.527,99 18.771
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 958.942,43 1.385
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 103.433,30 146
3. Sonstige Verbindlichkeiten 103.879,09 89
- davon aus Steuern: EUR 91.419,52 (Vorjahr: TEUR 81) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0) -
1.166.254,82 1.620
13.014.561,29 22.005

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 32.873.491,25 50.363
2. Sonstige betriebliche Erträge 313.143,63 953
33.186.634,88 51.316
3. Provisionen
Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.266.435,48 34.911
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.876.619,57 7.094
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.382.823,48 1.352
- davon für Altersversorgung: EUR 25.918,98 (Vorjahr: TEUR 31) - 8.259.443,05 8.446
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 29.728,00 43
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.260.667,16 6.947
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 38.237,29 17
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 37.732,29 (Vorjahr: TEUR 17) -
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 981,00 0
407.617,48 986
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 213.019,42 437
10. Ergebnis nach Steuern 194.598,06 549
11. Sonstige Steuern 6.850,00 7
12. Jahresüberschuss 187.748,06 542

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1 ALLGEMEINE ANGABEN

Die Starpool Finanz GmbH ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 113114 B eingetragen.

Der Jahresabschluss der Starpool Finanz GmbH wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert ist.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss der Starpool Finanz GmbH wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

2 ANGABEN ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die nachstehend beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 2 und 5 Jahren.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 2 und 13 Jahren.

Die Abschreibungen erfolgen auf Basis der linearen Methode.

Für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden im Fall von voraussichtlich dauernden Wertminderungen außerplanmäßige Abschreibungen auf den am Abschlussstichtag beizulegenden Wert getätigt.

Selbstständig nutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungskosten zwischen 250,01 € und 800,00 € im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten (Nennwert) abzüglich angemessener Abschläge für sämtliche erkennbare Risiken bewertet.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten, beinhaltet Zahlungen für Aufwendungen, welche wirtschaftlich den Folgejahren zuzuordnen sind.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen am Bilanzstichtag angesetzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB für solche temporären Differenzen sowie ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge nicht ausgeübt, sodass ein Überhang an aktiven latenten Steuern nicht bilanziert wird.

3 ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

3.1 Anlagevermögen

Zur Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf das Anlagegitter (letzte Seite des Anhangs) verwiesen.

3.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 781 T€ (Vorjahr: 781 T€). Forderungen von 4 T€ (Vorjahr: 4 T€) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

3.3 Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen

Auf den Verrechnungskonten mit den Verbundunternehmen werden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Kostenweiterberechnungen und erbrachten Dienstleistungen saldiert ausgewiesen, da grundsätzlich eine Aufrechnungslage besteht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Darlehensforderungen mit 4.055 T€ (Vorjahr: 8.000 T€) und laufende Verrechnungen mit 1.951 T€ (Vorjahr: 2.361T€). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von 4.173 T€ (Vorjahr: 8.175 T€) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus den laufenden Verrechnungen mit 103 T€ (Vorjahr: 146 T€).

3.4 Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 200.100,00 € und ist voll eingezahlt.

3.5 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Provisionszahlungen mit 9.271 T€ (Vorjahr: 16.666 T€) und für Tantieme mit 247 T€ (Vorjahr: 858 T€).

3.6 Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten
31.12.2023 bis zu 1 Jahr über 1 Jahr
T€ T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 959 948 11
(Vorjahr) (1.384) (1.347) (37)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 103 103 0
(Vorjahr) (147) (147) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 104 104 0
(Vorjahr) (89) (89) (0)
1.166 1.155 11
(Vorjahr) (1.620) (1.583) (37)

3.7 Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€
Finanzierung 32.518 49.757 -17.239
Versicherungen 4 32 -28
Sonstige 463 574 -111
32.985 50.363 -17.378

Die Umsatzerlöse werden vollständig mit Kunden mit Sitz in Deutschland erzielt.

3.8 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die Umsatzerlöse enthalten periodenfremde Erlöse aus Provisionen in Höhe von 303 T€ (Vorjahr: 298 T€).

Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen periodenfremde Erträge in Höhe von 150 T€ (Vorjahr: 784 T€) betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 151 T€ (Vorjahr: 784 T€).

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen periodenfremden Aufwendungen in Höhe von 360 T€ (Vorjahr: 205 T€) betreffen im Wesentlichen periodenfremde Aufwendungen für Provisionen in Höhe von 276 T€ (Vorjahr: 48 T€).

4 SONSTIGE ANGABEN

4.1 Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr waren: Herr Harald Amendt (Sprecher der Geschäftsführung und verantwortlich für den Geschäftsbereich Vertrieb), Bonn, Herr Christian Niemann (verantwortlich für den Geschäftsbereich Packager), Lübeck und Frau Bettina Vockel (verantwortlich für den Geschäftsbereich Vertrieb), Lübeck, Eintragung ins Handelsregister am 18.09.2023.

4.2 Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Da es nur drei Geschäftsführer gibt, nimmt die Gesellschaft hinsichtlich der gemäß § 285 Nr. 9 a) HGB geforderten Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

4.3 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres waren neben den drei Geschäftsführern durchschnittlich 130 Angestellte (Vorjahr: 127 Angestellte) beschäftigt, davon 71 weiblich (Vorjahr: 70) und 59 männlich (Vorjahr: 57).

4.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus mehrjährigen Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 230 T€. Von den gesamten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind 117 T€ innerhalb eines Jahres und 113 T€ im Zeitraum von 1 bis 5 Jahren fällig.

4.5 Außerbilanzielle Geschäfte

Im Berichtsjahr wurden keine Transaktionen getätigt, die von vornherein dauerhaft keinen Eingang in die Handelsbilanz finden oder einen dauerhaften Abgang von Vermögensgegenständen oder Schulden aus der Handelsbilanz nach sich ziehen.

4.6 Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Starpool Finanz GmbH Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Starpool Finanz GmbH unterliegen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden insbesondere mit Konzernunternehmen der Deutsche Bank AG und Hypoport SE abgeschlossen. Es handelt sich vor allem um Miet-, Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte. Sofern für derartige Geschäfte ein entsprechender Markt besteht, werden sie regelmäßig zu auf dem jeweiligen Markt üblichen Konditionen abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden einem verbundenen Unternehmen zeitweise finanzielle Mittel in Höhe von 4.055 T€ zur Verfügung gestellt. Die erhaltenen Zinsen belaufen sich auf 37,7 T€.

4.7 Ergebnisverwendungsvorschlag der Starpool Finanz GmbH

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss für 2023 in Höhe von 187.748,06 € auf neue Rechnung vorzutragen.

4.8 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

4.9 Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist eine 50,025%ige Tochtergesellschaft der Hypoport SE, Lübeck, die den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in die Konzernabschlüsse der Hypoport SE einbezogen, der in Lübeck erhältlich ist, sowie im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht wird.

 

Berlin, 15. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Harald Amendt

Christian Niemann

Bettina Vockel

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.193.634,37 0,00 88.666,90 1.104.967,47
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.193.634,37 0,00 88.666,90 1.104.967,47
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 78.614,41 2.704,00 2.680,46 78.637,95
1.272.248,78 2.704,00 91.347,36 1.183.605,42
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.168.499,37 24.649,00 88.663,90 1.104.484,47
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.168.499,37 24.649,00 88.663,90 1.104.484,47
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 58.814,41 5.079,00 2.674,46 61.218,95
1.227.313,78 29.728,00 91.338,36 1.165.703,42
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 483,00 25.135,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
483,00 25.135,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.419,00 19.800,00
17.902,00 44.935,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Starpool Finanz GmbH

Berlin, 15. Mai 2024

Inhalt

I. Wirtschaftsbericht

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

2. Ertragslage

3. Vermögenslage

4. Finanzlage

5. Investitionen und Finanzierung

6. Beschaffung und Vertrieb

7. Mitarbeiter

8. Marketing

II. Risiko- und Chancenbericht

1. Integriertes Risiko- und Chancenmanagementsystem

2. Gesamtrisiko

3. Branchen- und Umfeldrisiken

4. Finanzrisiken

5. Strategische Risiken

6. Chancen

III. Prognosebericht

I. Wirtschaftsbericht

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Geschäftsmodell und Strategie

Die Starpool Finanz GmbH mit Sitz in Berlin ist ein Gemeinschaftsunternehmen der DSL Bank - eine Niederlassung der DB Privat- und Firmenkundenbank AG und ihrem Technologiepartner Hypoport SE.

Die Starpool Finanz GmbH (nachfolgend auch "Starpool") ermöglicht seinen Vertriebspartnern den Zugang zu den wesentlichen Produktpartnern im Finanzdienstleistungssektor, insbesondere in den Bereichen private Immobilienfinanzierung, Bausparen und Konsumfinanzierungen. Sie nutzt hierzu eine innovative, anbieterunabhängige Online-Plattform, mit der sie das breite Spektrum von Finanzprodukten von namhaften Produktgebern abbildet. Mit Hilfe der Plattform und einem zentralen Finanzierungsservice ermöglicht Starpool seinen Partnern das Geschäft effizienter zu betreiben. So beschleunigt und vereinfacht Starpool sämtliche administrative Vorgänge und ermöglicht so z. B. noch während des Beratungsgesprächs schon eine vorläufige Kreditprüfung vorzunehmen.

Grundlage der Unternehmenssteuerung ist ein jährlich ablaufender Strategieprozess, in dem die Ausrichtung des Unternehmens hinsichtlich Zielmärkten, Positionierung, Technologien und Finanzkennzahlen festgelegt wird. Der Strategieprozess mündet in einen qualitativen und quantitativen Vierjahresplan sowie in das Budget für das kommende Geschäftsjahr. Das Betriebsergebnis (EBIT) entsprechend der Darstellung in der Ertragslage und die Gesamterlöse (Umsatz) stellen als Summe der Geschäftsentwicklung die wesentlichen Kennzahlen dar.

Die Kennzahlen werden monatlich überprüft und im Kreis des Managements besprochen. Mögliche Abweichungen vom Ziel werden so frühzeitig erkannt und durch geeignete Gegenmaßnahmen korrigiert.

Gesamtwirtschaftliche Situation

Das branchenspezifische Marktumfeld der Starpool Finanz GmbH, die Kredit-, Wohnungs- und Versicherungswirtschaft in Deutschland, ist historisch relativ unabhängig von der allgemeinen Konjunkturentwicklung.

Moderate Veränderungen des Bruttoinlandsproduktes ("BIP"), der Inflation und des Zinsniveaus hatten in der Vergangenheit neben den unten genannten branchenspezifischen Kennzahlen (siehe Textabschnitt "Branchenentwicklung") nur einen begrenzten Einfluss auf die Finanzierungs- und Versicherungsbereitschaft von Verbrauchern und Unternehmen in Deutschland. Lediglich bei einem massiven makroökonomischen Schock (sog. "schwarzer Schwan") mit rasanter kurzfristiger Veränderung der Zinsen als Reaktion des Kapitalmarktes auf dieses Ereignis kam es in der Vergangenheit zu einer Marktphase, in der sich infolge verunsicherter Verbraucher und restriktiver Akteure eine negative Auswirkung auf unsere Märkte ergab.

Der massive Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland ab Sommer 2021 um rund 9% im Oktober 2022 war eine für viele Akteure unbekannte Dynamik. Trotz ab Herbst 2022 rückläufigem Niveau stellen die Gesamtjahreswerte 2022 von 7% und 2023 von 6% historische Höchststände im wiedervereinten Deutschland dar.

Die hohe Inflation führte zu einer Abkehr der seit über einem Jahrzehnt herrschenden Niedrigzinspolitik der EZB. Diese schränkte ihre Anleihekaufprogramme systematisch ein und hob zwar spät aber in kontinuierlichen Schritten ab Sommer 2022 den Leitzins von 0,0% auf 4,5% im September 2023 an.

Parallel verschlechterte sich ab 2022 die konjunkturelle Entwicklung aufgrund sprunghaft gestiegener Energiepreise, auch als Folge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, gestörter Lieferketten und der gestrafften Geldpolitik der EZB, sodass das BIP in Deutschland im Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen um 0,3% sank.

Zum Ende des Geschäftsjahres sank das langfristige Zinsniveau im Euroraum aufgrund des nachlassenden Inflationsdrucks (Inflationsrate Dezember 2023: 3,7%) deutlich. Für die erwartete Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds und Branchenverlaufs im Jahr 2024, verweisen wir auf unsere Ausführungen im Prognosebericht.

Branchenentwicklung

Kredite für Wohnimmobilien

Die Kreditvergabe für Wohnimmobilien in Deutschland wurde in den letzten Jahren im Wesentlichen durch folgende drei Faktoren beeinflusst:

Entwicklung von Neubau und Bestandstransaktionen im Wohnimmobilienmarkt,

Zinsniveau für Immobilienfinanzierungen,

aufsichtsrechtliche und regulatorische Anforderungen für Vermittler und Produktgeber von Wohnimmobilienkrediten,

Historisch spielte das sich nur langsam verändernde, langfristige Zinsniveau für die grundsätzliche Entscheidung zum Immobilienerwerb von Selbstnutzern in Deutschland eine nachgelagerte Rolle.

Verbraucher in Deutschland erwägen den Immobilienerwerb zur Selbstnutzung gewöhnlich als Folge eines Lebensereignisses (Heirat, Kinder, Trennung, Jobwechsel etc.), als Altersvorsorge und als langfristig günstige Alternative zur Mietimmobilie

Für diese Gruppe ist die zur jeweiligen neuen oder sich anbahnenden Lebenssituation besser passende Immobilie, zu einem finanzierbaren Preis wichtiger als die nominelle Höhe der aktuellen Kreditzinsen. Die Suche nach der passenden Immobilie benötigte in den letzten Jahren, aufgrund eines geringen Angebots, gewöhnlich mehrere Quartale. Während dieser Zeit passten sich die Vorstellungen der Käufer an das leistbare Angebot der Immobilien an.

Das im Jahr 2022 in historisch einmaliger Geschwindigkeit stark angestiegene und bis Herbst 2023 auf diesem Niveau verbliebene langfristige Zinsniveau verteuerte Immobilienfinanzierungen für potenzielle Käufer in kurzer Zeit stark. Gleichzeitig sanken die Immobilienpreise nur leicht mit zeitgleichem Anstieg der Baukosten. Die übliche Anpassung der Vorstellungen der Käufer an die leistbare Realität wurde durch den Zinsanstieg massiv erschwert und fand auch auf dem stabilen Zinsniveau des Jahres 2023 nur sehr langsam statt. Die Hoffnung, durch weiter oder stärker fallende Immobilienpreise doch noch nahe an die ursprüngliche Wunschimmobilie zu kommen, blockierte den Abschluss von finanzierbaren Transaktionen.

Zudem sank die Abschlussneigung von Verbrauchern mit bestehenden Immobilienkrediten, welche nach über zehn Jahren Zinsbindung per Gesetz in Deutschland ein Sonderkündigungsrecht haben. Aufgrund des starken Zinsanstiegs in 2022 lohnte sich für viele Kunden mit längeren vertraglichen Zinsbindungen als zehn Jahren oft die Sonderkündigung mit Anschlussfinanzierung in 2023 nicht, da die noch laufende Finanzierung einen niedrigeren Zinssatz aufweist.

Die aufsichtsrechtlichen und regulatorischen Anforderungen an Vermittler und Kreditgeber von Immobilienkreditverträgen wurden in den letzten Jahren sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene systematisch ausgeweitet. In den letzten zwei Jahren verschärfte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin") über verschiedene Maßnahmen die Anforderungen an die Kreditvergabe durch Banken. Verbunden mit einer erhöhten Vorsicht der Banken selbst, aufgrund leicht rückläufiger Immobilienpreise und engerer Haushaltsrechnungen erschwerten diese Regelungen die Finanzierung von Wohnimmobilien leicht.

Aus dem Zusammenspiel der vorgenannten Faktoren ergab sich laut Deutscher Bundesbank im Jahr 2023 ein deutlich rückläufiges Neugeschäftsvolumen für private Immobilienfinanzierungen auf 161 Mrd. €, was gegenüber dem Vorjahreswert von 257 Mrd. € einem Rückgang von 37% entsprach.

Dieser starke Rückgang auf Jahresbasis ergibt sich aus einem äußerst positiven Marktumfeld im ersten Halbjahr 2022 und dem starken Einbruch im Spätsommer 2022. Zum Jahreswechsel 2022/2023 stabilisierte sich das Marktumfeld der privaten Immobilienfinanzierung im Wohnungsmarkt bereits wieder und entwickelte sich im Jahresverlauf 2023 seitwärts bis leicht positiv.

2. Ertragslage

2023 Vorjahr Veränderung
T€ % T€ % T€
Umsatzerlöse 32.873 100,0 50.363 100,0 -17.490
Gesamtleistung 32.873 100,0 50.363 100,0 -17.490
Sonstige betriebliche Erträge 313 1,0 953 1,9 -640
Betriebsleistung 33.186 101,0 51.316 101,9 -18.130
Vertriebsprovisionen -18.266 -55,6 -34.911 -69,3 16.645
Personalaufwand -8.259 -25,1 -8.446 -16,8 187
Planmäßige Abschreibungen -30 -0,1 -43 -0,1 13
Betriebliche Steuern (ohne Ertragsteuern) -7 0,0 -7 0,0 0
Übrige betriebliche Aufwendungen -6.261 -19,1 -6.947 -13,7 686
Betriebsergebnis (EBIT) 363 1,1 962 2,0 -599
Finanzergebnis 38 0,1 17 0,0 21
Geschäftsergebnis (EBT) 401 1,2 979 2,0 -578
Ertragsteuern -213 -0,6 -437 -0,9 224
Jahresüberschuss 188 0,6 542 1,1 -354

Die Starpool Finanz GmbH profitierte trotz einem schwierigen Marktumfeld weiterhin von seiner guten Marktposition als Pooler in Deutschland. Im Kerngeschäft der Vermittlungsplattform sank das Volumen der vermittelten Finanzierungs- und Bausparanträge von 12,4 Mrd. € auf 7,95 Mrd. €. Der Umsatz der Starpool sank ebenfalls im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 um 34,7% von 50,4 Mio. € auf 32,9 Mio. €.

Sowohl aufgrund der getroffenen Sparmaßnahmen als auch aufgrund der Reaktion auf die verschlechterte Umsatzlage und das schwierige Marktumfeld haben sich die Aufwendungen - insbesondere die wesentlichen Vertriebsprovisionen - überproportional um 47,7% von 34.911 T€ auf 18.266 T€ verringert. Im Ergebnis wurde, das zum Ende des Vorjahres prognostizierte EBIT (leicht positiv, deutlich unter Vorjahresniveau), übertroffen (188 T€). Der zum Ende des Vorjahres prognostizierte Gesamtumsatz (leicht zweistelliger Umsatzrückgang) wurde nicht erreicht (Der zum Ende des Vorjahres prognostizierte Gesamtumsatz (leicht zweistelliger Umsatzrückgang) wurde nicht erreicht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 150 T€ (Vorjahr: 784 T€) und Erträge aus dem Kfz-Anteil der Mitarbeiter in Höhe von 134 T€ (Vorjahr: 137 T€).

Die Vertriebsprovisionen betreffen die auf die Untervermittler entfallenden Provisionen, die aufgrund des gesunkenen Umsatzvolumens ebenfalls einen Rückgang von 34.911 T€ auf 18.266 T€ verzeichneten.

Die Personalaufwendungen reduzierten sich aufgrund des Abbaus der Beschäftigten und reduzierter variabler Bonuszahlungen. Dies stellte ebenfalls eine Reaktion auf das schwierige Marktumfeld dar.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023 Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€
Betriebsaufwendungen 606 698 -92
Vertriebsaufwendungen 1.333 1.615 -282
Verwaltungsaufwendungen 3.500 4.025 -525
Sonstige Personalaufwendungen 141 287 -146
Sonstige Aufwendungen 681 322 359
6.261 6.947 -686

Die Betriebsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Mietaufwendungen für Gebäude von 242 T€ (Vorjahr: 308 T€) und aus Fahrzeugkosten von 299 T€ (Vorjahr: 302 T€). Die Vertriebsaufwendungen betreffen vorwiegend Werbe- und Reisekosten in Höhe von 1.179 T€ (Vorjahr: 1.409 T€) und Aufwendungen für den Bezug von Sach- und Dienstleistungen in Höhe von 154 T€ (Vorjahr: 206 T€). Die Verwaltungsaufwendungen beinhalten hauptsächlich EDV-Aufwendungen von 3.055 T€ (Vorjahr: 3.266 T€) und Aufwendungen aus der internen Konzernleistungsverrechnung von 154 T€ (Vorjahr: 178 T€). Die zusätzlichen Personalaufwendungen betreffen Fortbildungskosten mit 141 T€ (Vorjahr: 287 T€).

Das Finanzergebnis beinhaltet hauptsächlich Zinserträge in Höhe von 38 T€ (Vorjahr: 17 T€).

3. Vermögenslage

Die nachfolgende Erläuterung zum Vermögens- und Kapitalaufbau der Starpool Finanz GmbH am 31. Dezember 2023 erfolgt anhand der nach Liquiditätsgesichtspunkten zusammengefassten Bilanzzahlen. Innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällige Teilbeträge der Forderungen und Verbindlichkeiten werden dabei als kurzfristig behandelt, alle anderen - soweit nicht besonders vermerkt - als mittel- und langfristig.

31.12.2023 Vorjahr Veränderung
VERMÖGEN T€ % T€ % T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0,0 25 0,1 -25
Sachanlagen 17 0,1 20 0,1 -3
Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen 17 0,1 45 0,2 -28
Kundenforderungen 6.061 46,6 7.474 34,0 -1.413
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.006 46,1 10.361 47,2 -4.355
Sonstige kurzfristige Posten 315 2,4 229 1,0 86
Flüssige Mittel 616 4,7 3.896 17,7 -3.280
Kurzfristig gebundenes Vermögen 12.998 99,9 21.960 99,8 -8.962
Vermögen insgesamt 13.015 100,0 22.005 100,0 -8.990
KAPITAL
Gezeichnetes Kapital 200 1,5 200 0,9 0
Gewinnvortrag 1.414 10,9 872 4,0 542
Jahresüberschuss 188 1,4 542 2,5 -354
Eigenkapital 1.802 13,8 1.614 7,3 188
Mittel- und langfristiges Fremdkapital 12 0,1 37 0,2 -25
Rückstellungen 10.047 77,2 18.771 85,3 -8.724
Lieferantenschulden 947 7,3 1.347 6,1 -400
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 103 0,8 147 0,7 -44
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 104 0,8 89 0,4 15
Kurzfristiges Fremdkapital 11.201 86,1 20.354 92,5 -9.153
Kapital insgesamt 13.015 100,0 22.005 100,0 -8.990

Bei einer um 8.990 T€ gesunkenen Bilanzsumme ergaben sich Veränderungen in der Vermögens- und Kapitalstruktur, welche wie folgt zu erläutern sind.

Das mittel- und langfristig gebundene Vermögen verringerte sich um 28 T€. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen niedrigere immaterielle Vermögensgegenstände mit einer Verringerung in Höhe von 25 T€.

Das kurzfristig gebundene Vermögen verringerte sich um 8.962 T€. Ursache hierfür sind hauptsächlich die um 3.280 T€ gesunkenen liquiden Mittel, sowie die Verringerung der Forderung gegenüber verbundenen Unternehmen um 4.355 T€.

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich wegen des positiven Jahresergebnisses und der gesunkenen Bilanzsumme deutlich von 7,3% auf 13,8%.

Das kurzfristige Fremdkapital beinhaltet hauptsächlich Rückstellungen für Provisionszahlungen mit 9.271 T€ (Vorjahr: 16.666 T€).

4. Finanzlage

Die Stichtagsliquidität hat sich wie folgt entwickelt:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ T€ T€
Kurzfristig fällige Fremdmittel 11.201 20.354 -9.153
Flüssige Mittel 616 3.896 -3.280
10.585 16.458 -5.873
übriges kurzfristig gebundenes Vermögen 12.382 18.064 -5.682
Überdeckung 1.797 1.606 191

Das Deckungsverhältnis von mittel- und langfristig gebundenen Vermögenswerten und mittel- und langfristigem Kapital zeigt die nachstehende Übersicht:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ T€ T€
Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen 17 45 -28
Eigenkapital 1.802 1.614 188
-1.785 -1.569 -216
Mittel- und langfristiges Fremdkapital 12 37 -25
Überdeckung 1.797 1.606 191

Die kurzfristig fälligen Mittel von 11.201 T€ (Vorjahr: 20.354 T€) sind zu 116% (Vorjahr: 108%) durch das kurzfristige Vermögen gedeckt.

Das mittel- und langfristig gebundene Vermögen ist zu 10.600% (Vorjahr: 3.587%) durch das Eigenkapital finanziert.

Im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich folgende Bilanzrelationen:

31.12.2023 31.12.2022
Eigenkapital : Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen 10.600,0 : 100 3.586,7 : 100
Eigen- und langfristiges Fremdkapital : Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen 10.670,6 : 100 3.668,9 : 100
Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen : Gesamtvermögen 0,1 : 100 0,2 : 100
Eigenkapital : Gesamtkapital 13,8 : 100 7,3 : 100
Eigenkapital : Fremdkapital 16,1 : 100 7,9 : 100

Zur Darstellung von Herkunft und Verwendung der Finanzmittel sowie zur Offenlegung der Entwicklung der finanziellen Lage während des abgelaufenen Geschäftsjahres haben wir die Kapitalflussrechnung herangezogen. Die nachstehende Kapitalflussrechnung ist eine an den DRS 21 angelehnte Fassung und zeigt Mittelzufluss und -abfluss nach Art der Tätigkeit (Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit). Positive Beträge (+) bedeuten Mittelzufluss, negative Beträge (-) stehen für Mittelabfluss.

2023 Vorjahr
T€ T€
Periodenergebnis 188 542
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 30 43
Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -8.724 -2.816
Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0
Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.738 -129
Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -454 1.035
Mittelabfluss/-zufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit -7.222 -1.325
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen/ immaterielle Anlagevermögen -3 -6
Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 3.945 0
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 -8.000
Mittelabfluss/-zufluss aus der Investitionstätigkeit 3.942 -8.006
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit 0 0
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -3.280 -9.331
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.896 13.227
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 616 3.896

Die Mittelabflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 7.222 T€ und der Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit von 3.942 T€ führten zum 31. Dezember 2023 zu einer Verringerung des Bestands an liquiden Mitteln um 3.280 T€ auf 616 T€. Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode setzt sich ausschließlich aus Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus mehrjährigen Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von insgesamt 230 T€. Von den gesamten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind 117 T€ innerhalb eines Jahres und 113 T€ im Zeitraum von 1 bis 5 Jahren fällig.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage:

Die Geschäftsentwicklung der Starpool Finanz GmbH war insgesamt zufriedenstellend, gerade aufgrund des schwierigen Marktumfeldes. Das positive EBIT ist als unternehmerischer Erfolg zu bewerten. Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr stabil entwickelt. Dies berücksichtigt auch Erkenntnisse nach dem Ende des Geschäftsjahres.

5. Investitionen und Finanzierung

Die Investitionen betrafen im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 3 T€ (Vorjahr: 6 T€).

Es wurden keine Darlehen aufgenommen.

6. Beschaffung und Vertrieb

Auf der Seite der Produktanbieter wurden auch im Geschäftsjahr 2023 einige neue Partnerbanken angebunden. Die Einkaufskonditionen sind trotz sinkendem Volumen stabil geblieben zusätzlich konnten bei kleineren regionalen Produktanbietern zusätzliche Provisionsvereinbarungen geschlossen werden, sodass der Marktanteil weiterhin leicht ausgebaut werden konnte.

Neben der Intensivierung der laufenden Geschäftsbeziehungen mit bestehenden Vertriebspartnern und Produktanbietern war auch dieses Jahr wieder geprägt vom Ausbau der Funktionalität und der Weiterentwicklung der Plattform, bei der wir verstärkt unsere bisherigen Partner mit einbeziehen.

7. Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten der Starpool Finanz GmbH liegt zum Jahresende 2023 bei 130 Mitarbeitern und drei Geschäftsführern (31.12.2022: 128 Mitarbeiter und zwei Geschäftsführer). Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter im Jahr 2023 betrug 130 (2022: 127 Mitarbeiter).

Den Mitarbeitern werden kontinuierlich Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten.

8. Marketing

Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen (ohne Personalaufwendungen) betrugen 19,6 Mio. €, das sind 60% des Umsatzes (2022: 36,5 Mio. €, 73%). Alle Marketing-Aktivitäten sind darauf ausgerichtet, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen und zu pflegen.

II. Risiko- und Chancenbericht

Die Starpool Finanz GmbH ist als Unternehmen mit Bezug zum Finanzsektor einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Mittelständischen Unternehmen wie Starpool ist es nicht möglich, übergreifende Fundamentalrisiken zu beeinflussen oder zu beherrschen. Wir sehen Risikomanagement daher primär als unternehmerische Aufgabe, die darin besteht, Chancen zu nutzen und die Risiken, die daraus erwachsen, verantwortungsbewusst und wertorientiert gegeneinander abzuwägen. Aufgabe des Managements und aller Mitarbeiter ist es, die Eintrittswahrscheinlichkeiten beider Faktoren im Sinne des Unternehmens zu optimieren.

1. Integriertes Risiko- und Chancenmanagementsystem

Internes Überwachungssystem

Kernpunkt unserer internen Überwachung ist eine sinnvolle, undurchlässige Funktionstrennung. Diese wird durch die Organisationsstruktur, Stellenbeschreibungen und Prozesse sichergestellt. Sie sind im elektronischen Unternehmenshandbuch festgeschrieben und werden regelmäßig auf Einhaltung überprüft.

Das Sicherheitskonzept der IT-Infrastruktur wird durch den Gesellschafter Hypoport SE permanent verfeinert und überprüft. Dies gilt gleichermaßen für die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen.

Controlling und Steuerungssystem

Ein Controlling-Prozess unterstützt die Früherkennung von relevanten Risiken sowie der Chancen mit Hilfe einer Unternehmensplanung und eines internen Berichtswesens.

Im Rahmen der Unternehmensplanung schätzt Starpool die potenziellen Risiken und Chancen im Vorfeld wesentlicher Geschäftsentscheidungen ein. Daraus resultiert eine systematische Formulierung lang- und kurzfristiger Geschäftsziele bis auf Bereichsebene bzw. auf Kostenstellenebene.

Begleitet wird das Risiko- und Chancenmanagement durch eine kontinuierliche Beobachtung des Markt- und Wettbewerbsumfelds aus den verschiedensten Blickwinkeln der Starpool. Die Zielerreichung (Soll-/Istvergleich) wird auf allen Führungsebenen im Rahmen regelmäßiger Besprechungen überprüft, Steuerungsmaßnahmen werden dort vereinbart und deren Wirksamkeit wiederum überprüft. Das Berichtswesen ermöglicht eine angemessene Überwachung solcher Risiken im Rahmen der Geschäftstätigkeit.

Frühwarnsysteme

Informationen über zukünftige Entwicklungen werden über regelmäßige Besprechungen, Berichte und Protokolle im Unternehmen über alle Ebenen ausgetauscht und an geeigneter Stelle beurteilt. So wird sichergestellt, dass interne und externe Informationen zeitnah auf Risikorelevanz untersucht werden können und die Ergebnisse in unternehmensübergreifendes Handeln umgesetzt werden.

Aus der Gesamtheit der Risiken, denen wir ausgesetzt sind, sind nachfolgend diejenigen Risikofelder dargestellt, die aus heutiger Sicht als wesentlich einzuschätzen sind.

2. Gesamtrisiko

Starpool unterhält ein Risikomanagement-System, um die für unser Unternehmen relevanten Risiken angemessen zu adressieren. Wir überprüfen die Struktur des Risikomanagementsystems in jährlichem Rhythmus, um auf geänderte Risikolagen und neue Gesetzgebung zeitnah reagieren zu können. Alle heute erkannten Risiken, gewichtet mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, sind mit kompensierenden Maßnahmen unterlegt und führen zu keiner erkennbaren Existenzgefährdung des Unternehmens. Der Wegfall wichtiger Produktanbieter ist das bedeutsamste Risiko. Der kumulierte Erwartungswert der fünf größten Risiken beträgt 0,1 Mio. €. Zusätzliche Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Die dargestellten Risiken und solche, die uns noch nicht bekannt sind oder bis zum jetzigen Zeitpunkt als unwesentlich eingeschätzt wurden, könnten einen negativen Einfluss auf unsere im Ausblick abgegebenen Prognosen haben. Für die Zukunft ist trotz eines bewährten Risikomanagementsystems nicht vollständig auszuschließen, dass sich bisher nicht erkannte oder als unwesentlich eingestufte Risiken konkretisieren und wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erlangen. Insgesamt hat sich die Einschätzung der Risikolage gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Nach dem Bilanzstichtag ergaben sich keine nennenswerten Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand der Starpool Finanz GmbH haben könnten.

3. Branchen- und Umfeldrisiken

Branchentypische Risiken für die Starpool Finanz GmbH ergeben sich insbesondere im Zusammenhang mit Veränderungen der Märkte für Finanzierungen, Altersvorsorge, Gesundheitsvorsorge und Geldanlage. Dabei spielen steuer- und sozialpolitische Rahmenbedingungen, Einflüsse des Kapitalmarktes und regulatorische Anforderungen an die Vermittlertätigkeit eine wesentliche Rolle.

Sollten wichtige Produktanbieter der Starpool keine wettbewerbsfähigen Konditionen oder Produkte anbieten, ihre Zusammenarbeit beenden oder die Vergütung kürzen sowie einer oder mehrere Vertriebspartner die Zusammenarbeit mit der Gesellschaft einschränken oder beenden, könnte dies zu einem Umsatzrückgang führen. Durch die hohe Anzahl und Verschiedenartigkeit der Produktanbieter und Vertriebspartner sowie die Unterstützung des Gesellschafters DSL Bank ist die Abhängigkeit von Einzelnen und damit auch das Risiko für die Starpool sehr begrenzt.

Ein wichtiges Umfeldrisiko ist eine Abschwächung der Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen, da ein bedeutender Teil der Vertriebsaktivitäten auf diesen Produktbereich ausgerichtet ist. Impulse für eine Abschwächung könnten hierbei im Wesentlichen vom Wohnimmobilienmarkt und der langfristigen Zinsentwicklung ausgehen.

Der Immobilienfinanzierungsmarkt in Deutschland befindet sich aufgrund des kontinuierlichen Zuzugs, einer höheren Lebenserwartung und mehr Single-Haushalten seit Jahren von Seiten der Nachfrage in einer Wachstumsphase (vgl. Textabschnitt "Branchenentwicklung"). Aufgrund der im Textabschnitt "Branchenentwicklung" beschriebenen negativen Faktoren hielten sich die privaten Verbraucher mit Transaktionen im Jahr 2023 insgesamt noch deutlicher zurück, als im Vorjahr beschrieben. Aufgrund des immer kleiner werdenden Angebots an Mietwohnungen, verbunden mit steigenden Mieten, steigenden Baukosten und einer schrittweisen Normalisierung der negativen Faktoren aus 2023 rechnet die Starpool mit einem Wiederanstieg des Immobilienfinanzierungsvolumens in Deutschland. Erste Anzeichen hierfür waren auch nach dem Bilanzstichtag spürbar.

Die Zinsentwicklung für langfristige Anleihen, die als Referenzrendite für Immobilienfinanzierungen dienen, könnte ebenfalls eine erhebliche Bedeutung für die Finanzierungsnachfrage und damit dem Erfolg der Starpool Finanz GmbH haben. Im Zuge der deutlich gestiegenen Zinsen reduzierte sich wie oben beschrieben die Abschlussneigung der privaten Verbraucher. Bei dem nach wie vor schwierigen Konjunktur- und Staatschuldenumfeld im Euroraum rechnen wir zurzeit nicht mit einem weiteren signifikanten Anstieg des langfristigen Zinsniveaus. Die aktuelle Entwicklung im angelaufenen Jahr 2024 bestätigt diese Annahme in Form einer Stagnation des Zinsniveaus.

Aufgrund der intensiven Nutzung des Internets durch den Finanzvertrieb als Ak-quisitionsmedium und die Finanzmarktplätze als Kommunikations- und Transakti-onsmedium ist die Starpool im Besonderen auf die Akzeptanz und Verfügbarkeit des Internets durch seine Kunden und Partner angewiesen. Eine Beeinträchtigung der Akzeptanz oder technischen Verfügbarkeit des Internets könnte erhebliche Folgen für den Erfolg von Starpool haben. Die immer wiederkehrende kritische Diskussion über die Sicherheit des Internets und der transportierten Daten konnte in der Vergangenheit der positiven Entwicklung der Internetnutzung keinen Dämpfer zufügen. Die steigende Bedeutung des Internets für die gesamte Volkswirtschaft sowie die hohen Investitionen der Telekommunikationsbranche in die Infrastruktur des Netzes lassen globale technische Beeinträchtigungen der Verfügbarkeit des Internets nicht erwarten.

Der Markt der Finanzdienstleister wächst rasant. Insbesondere Änderungen bei der Gestaltung der Altersvorsorge hin zu mehr Eigenverantwortung der Bürger, immer komplexer werdender Produkte und das Aufbrechen alteingesessener (Bank)-Strukturen fördern das Wachstum innovativer Vertriebskonzepte wie Starpool.

4. Operative Risiken

Für die Starpool Finanz GmbH ist die Informationstechnologie (nachfolgend "IT") von zentraler Bedeutung. So könnte ein Ausfall der für die Abwicklung des Immobilienfinanzierungs- und Ratenkreditgeschäftes genutzten konzerneigenen Online-Plattform die Arbeit von Starpool deutlich beeinträchtigen und zu zusätzlichen Aufwendungen für die manuelle Bearbeitung der Vorgänge führen.

Zur Begrenzung der IT-Risiken verfolgt Starpool in Zusammenarbeit mit dem Gesellschafter Hypoport SE eine konzernweite IT-Strategie. Bei der Auswahl unserer IT-Systeme und IT-Dienstleister entscheiden wir uns überwiegend für Standardsoftware namhafter Anbieter bzw. renommierter Dienstleister. Konzernspezifische Eigenentwicklungen zur Ergänzung standardisierter Softwarelösungen unterliegen einer fortlaufenden Qualitätskontrolle. Zur Sicherstellung einer einwandfreien Funktion unterziehen wir jedes IT-System vor Inbetriebnahme umfangreichen Tests. Der Betrieb kritischer Infrastruktur wird auf spezialisierte Dienstleister ausgelagert. Unsere internen IT-Systeme werden physisch und systemisch vor unberechtigtem Zugang geschützt.

In einem Wachstumsunternehmen spielt die Verfügbarkeit von bestehendem oder neuem Know-how eine besondere Rolle. Starpool führt regelmäßig eine Personalplanung durch, um die benötigten Ressourcen entweder intern oder über externe Partner abzudecken. Zudem werden turnusmäßige Entwicklungs- und Leistungsbeurteilungsgespräche zur Mitarbeiterbindung auf allen Ebenen geführt.

Eine zeitgerechte und qualitativ hochwertige Produktentwicklung ist das Rückgrat eines Dienstleistungs- und Technologieunternehmens. Wir haben im Bereich der Entwicklung die Prozesse und Zuständigkeiten eindeutig definiert sowie Planungstools eingeführt, die dazu beitragen, dass Entwicklungsprojekte innerhalb des geplanten Zeit- und Kostenrahmens abgeschlossen werden können.

5. Finanzrisiken

Die Starpool Finanz GmbH ist aufgrund der aktuellen Geschäftsstrategie lediglich dem Adressenausfallrisiko ausgesetzt.

Das Adressenausfallrisiko betrifft im Wesentlichen die liquiden Mittel. Da diese nur bei Banken mit hoher Bonität gehalten werden, ist das Ausfallrisiko hier sehr begrenzt.

Ein weiterer Aspekt der Finanzrisiken sind Kreditrisiken aus Forderungen. Die Zulässigkeit von Kreditgewährungen im Rahmen des operativen Geschäftes wird hierbei durch die Geschäftsführung zentral vorgegeben und ist im elektronischen Unternehmenshandbuch dokumentiert. Forderungen der Starpool bestehen überwiegend gegenüber mittleren und großen Finanzdienstleistern. Ausfallrisiken resultieren vorrangig aus Provisionsforderungen gegenüber Produktpartnern sowie einem minimalen Stornorisiko. Starpool begegnet diesen Risiken durch ein umfassendes Forderungsmanagement und durch strenge Kriterien bei der Auswahl ihrer Geschäftspartner. Auf Forderungen, die aus heutiger Sicht risikobehaftet sind, werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Diese berücksichtigen zeitnahe Informationen über die Bonität der Schuldner, zu erwartende Provisionseinnahmen sowie die Altersstruktur der Forderungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr mussten keinerlei Abschreibungen auf Provisionsforderungen bzw. Provisionsrückforderungen an die Vertriebspartner gebildet werden.

Ein transparentes Reporting und eine stabile Bilanzstruktur tragen zusätzlich dazu bei, Finanzierungsrisiken zu begrenzen. Dies wird unterstützt durch ein Früherkennungssystem in Form einer Unternehmensplanung über alle Geschäftsbereiche. Damit werden Finanzbedarfe rechtzeitig mit den kreditgebenden Parteien abgestimmt.

6. Strategische Risiken

Strategische Risiken entstehen daraus, dass das Management wesentliche Entwicklungen und Trends im Finanzdienstleistungssektor nicht rechtzeitig erkennt oder falsch einschätzt. In der Folge kann es daraufhin zu Grundsatzentscheidungen kommen, die sich hinsichtlich der Erreichung der langfristigen Unternehmensziele ex post als unvorteilhaft erweisen und zudem teilweise schwer reversibel sind.

Das Management des strategischen Risikos fällt als Teil der Unternehmenssteuerung in den Verantwortungsbereich der Geschäftsführung.

Im Rahmen unserer langfristigen Planung überprüft die Geschäftsführung regelmäßig die festgelegte Strategie der Starpool. Unternehmens- und Bereichsstrategien bilden den Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung des Vierjahresplans sowie des Budgets für das kommende Geschäftsjahr. Zu diesem Zweck erfolgen eine laufende Beobachtung des politischen, ökonomischen und rechtlich-regulatorischen Umfeldes sowie die permanente Überprüfung unserer eigenen strategischen Positionierung. So besteht bei Bedarf die Möglichkeit, mit einer Anpassung des Geschäftsmodells bzw. der Geschäftsprozesse auf geänderte Rahmenbedingungen zu reagieren. Bei der Ableitung derartiger strategischer Initiativen findet eine enge Abstimmung der Geschäftsführer mit dem Beirat und der Gesellschafterversammlung statt. Mit diesem System ist ermöglicht, dass strategische Risiken rechtzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen hinreichend früh ergriffen werden können.

7. Chancen

Auf allen Ebenen des Unternehmens bewerten und nutzen wir die Chancen, die sich uns für unser Geschäft bieten. Wir beobachten die Trends und Entwicklungen in unseren Produktfeldern und identifizieren operative Chancen.

Unsere dezentralen Strukturen gewährleisten kurze Entscheidungswege und erlauben uns rasch auf Kundenwünsche und Marktentwicklungen zu reagieren.

Der Markt für Wohnen in Deutschland wird seit Jahren durch einen steigenden Nachfrageüberhang bestimmt. Die höhere Lebenserwartung, der Trend zu kleinen Haushalten (Single-Haushalten) und die seit Jahren strukturell anhaltende Zuwanderung nach Deutschland wird auch in den Folgejahren unweigerlich zu einer starken Nachfrage führen. Die im internationalen Vergleich niedrige Eigentumsquote von unter 45% bietet zudem eine große Interessensgruppe von derzeitigen Mietern, welche sich dem immer enger werdenden Mietmarkt entziehen wollen. Die steigenden Mietpreise sowie das im europäischen Vergleich weiterhin moderate Preisniveau für Eigentum in Deutschland führen zusätzlich zu einer Umschichtung vieler Mieter hin zu Eigentümern. In Bezug auf die Situation der Immobilienfinanzierung im Jahr 2023 bietet sich somit eine Wachstumschance für Starpool im Jahr 2024, sofern sich dieser wichtige Markt im Jahr 2024, so wie vom Management prognostiziert, weiter belebt.

Zudem ist aufgrund fehlender Bauflächen, langwieriger Genehmigungsverfahren und Kapazitätsengpässen im Baugewerbe das Angebot sowohl im Markt für Mietwohnungen als auch im Eigentumsbereich nach wie vor zu unelastisch.

Insgesamt fehlen je nach Expertensicht 1-2 Mio. Wohnungen. Dabei ist die Nachfrage über alle Kategorien, von der Sozialwohnung bis hin zum Luxusapartment, größer als das entsprechende Angebot. Hieraus resultieren steigende Immobilienpreise auf Bundesebene und insbesondere in Metropolregionen in den letzten Jahren. Da die Baufertigstellungen der tatsächlichen Nachfrage gerade in den Metropolregionen so sehr hinterher hinken, dass der Abbau des kumulierten Bedarfs ceteris paribus auch bei einem erwarteten Anstieg der Bautätigkeit noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen würde, ist auch in den folgenden Jahren von tendenziell steigenden Immobilienpreisen auszugehen.

Zudem ergeben sich durch die energetische Sanierung des Wohnimmobilienbestandes hin zur Klimaneutralität in Deutschland bis zum Jahr 2045 substanzielle Wachstumspotenziale für die Starpool. Branchenschätzungen gehen laut einer Studie des GDW 1 von einem Investitionsbedarf in den deutschen Wohnungsbestand von 3.000 Milliarden € aus.

Als Unternehmen sind wir in diesen Teilmärkten aussichtsreich aufgestellt, um von diesem hierdurch zu erwartenden Marktwachstum zu profitieren.

Die Bedeutung von innovativen, professionellen Finanzvertrieben, die eine unabhängige Beratung anbieten und den Kunden das für ihn beste Produkt auswählen lassen, wird weiter zunehmen. Hierbei steigt für alle Marktteilnehmer die Komplexität des erfolgreichen Vertriebs von Finanzdienstleistungen, was automatisierte, technologisch unterlegte Unterstützung, wie wir diese durch unsere Online-Plattform anbieten, für alle Marktteilnehmer immer notwendiger machen.

1 GDW / Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. - Wohnungsbau: Die Zukunft des Bestandes https://www.gdw.de/media/2022/02/studie-wohnungsbau-tag-2022-zukunft-des-bestan des.pdf

III. Prognosebericht

Wie im Textabschnitt "Gesamtwirtschaftliche Situation" erläutert, haben die aktuellen Entwicklungen des allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes in diesem Jahr einen stärkeren Einfluss auf die Entwicklung der Starpool im abgelaufenen Wirtschaftsjahr genommen als in den Jahren zuvor, wenngleich die Starpool dennoch ein wirtschaftlich stabiles Jahr erreichen konnte.

Dass für die Starpool branchenspezifische Umfeld im Wohnungsmarkt hat sich beginnend im vierten Quartal 2023 sowie in den ersten Wochen 2024 positiv gegenüber den vergleichbaren Vorjahreszeiträumen entwickelt. Das aktuelle Transaktionsvolumen bildet die erste Indikation von Entwicklungen am Immobilienfinanzierungsmarkt ab. Erst nach der Erfassung als Transaktionsvolumen erfolgt die Einbuchung des Finanzierungsvorgangs bei den Produktgebern und die spätere Übermittlung zur statistischen Erhebung (z.B. an die Bundesbank oder Bankenverbände). Die Aufwärtsentwicklung stellt somit, nach einer längeren Phase stabiler, niedriger Abschlusszahlen, ein erstes Signal zur Markterholung dar.

Neben dieser kurzfristigen Entwicklung sind die langfristigen Wachstumstreiber des Marktes der Kreditvergabe für Wohnimmobilien in Deutschland trotz der Ausnahmesituation der letzten sechs Quartale weiterhin intakt. So ist die Prognose für die Nachfrage am Wohnimmobilienmarkt weiterhin positiv (vgl. Textabschnitt "Branchenentwicklung). Das aktuelle Zinsniveau, der zweite relevante Faktor für den Markt der Kreditvergabe für Wohnimmobilien hat sich, wie erwartet, im Jahr 2023 stabilisiert und sank zum Jahresende 2023 leicht. Das niedrigere Zinsniveau macht Wohnimmobilien unmittelbar erschwinglicher, ein Zustand, der nach Ansicht von Hypoport im Jahr 2024 tendenziell anhalten dürfte, auch weil durch den nachlassenden Inflationsdruck (Inflationsrate im Januar 2024: 2,9%) die Inflationsrate rasch näher an die EZB-Zielmarke von "leicht über 2%" rücken könnte. Nach Expertenmeinungen wird der Leitzins beginnend ab Juni 2024 wieder sinken.

Wie im Abschnitt "Branchenentwicklung" beschrieben hat sich in den letzten Jahren ein Nachfrageüberhang nach Wohnraum in Deutschland gebildet, welcher aufgrund steigender Mieten und ausbleibendem Neubau zur Vermietung aus Sicht von Hypoport mangels Alternativen nur in den Wohneigentumsmarkt entladen kann. Zudem sind Faktoren, wie der erwartete Anstieg der Haushaltseinkommen, aufgrund des Fachkräftemangels oder die Netto-Zuwanderung nach Deutschland, weiterhin intakt (s. Textabschnitt "Branchenentwicklung"). Diese werden mittelfristig zu wieder anziehenden Preisen am Immobilienmarkt und damit zu höherem Finanzierungsvolumen führen.

Aufgrund der vorstehend genannten Faktoren erwartet die Starpool für das Finanzierungsvolumen für selbstgenutztes Wohneigentum in Deutschland für das Gesamtjahr 2024 einen Anstieg gegenüber dem Vorjahresniveau.

Insgesamt wird für die Starpool aufgrund des anziehenden Immobilienfinanzierungsgeschäftes mit einem prozentual niedrig zweistelligen Umsatzanstieg gerechnet.

Die Starpool rechnet unter der Annahme einer teilweisen Normalisierung des Immobilienfinanzierungsmarktes im Jahresverlauf 2024, ausgehend von den Zahlen des Berichtsjahres, mit einem weiterhin stabilen, leicht positiven EBIT.

Nennenswerte Investitionen sind für das Jahr 2024 nicht geplant. Die Liquiditätssituation wird bei dem geplanten Geschäftsverlauf stabil bleiben. In 2024 ist es weiterhin das Ziel, einen positiven operativen Cashflow zu erreichen.

Dieser Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Starpool Finanz GmbH sowie auf wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so könnten die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

 

Berlin, 15. Mai 2024

Starpool Finanz GmbH

Die Geschäftsführung

Harald Amendt

Christian Niemann

Bettina Vockel

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Starpool Finanz GmbH, Berlin

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Starpool Finanz GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Starpool Finanz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lübeck, 8. Juli 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Faßhauer, Wirtschaftsprüfer

Jahn, Wirtschaftsprüfer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.06.2024 festgestellt.

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