Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 21564
Vorher
vitronet Construction GmbHvitronet Projekte GmbH
Eingetragen
29.7.2009
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenReparatur und Instandhaltung von Telekommunikationsgeräten
Gegenstand
Die Planung und Realisierung von Telekommunikationsinfrastruktur-Projekten sowie die Ausführung von Instandhaltungsund sonstigen Serviceleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Roger John Iliffe
seit 3.4.2025
Geschäftsführer
Klaus Dieter Steingass
seit 29.12.2023
Prokura
Martin Dr. Stoltefuß
seit 29.12.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Vitrofibre S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
30.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

vitronet Projekte GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht

I. Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens

Die vitronet Projekte GmbH (HRB 21564) gehört seit Jahren zu den marktführenden Unternehmen in Deutschland im Bereich von Glasfaser- und Kupfer-Infrastrukturprojekten. Das Unternehmen mit Sitz in Essen ist in diesem Umfeld Partner von Telekommunikationsunternehmen, Stadtwerken, Energieversorgern und Netzbetreibern.

Gegenstand des Unternehmens ist die Planung und Realisierung von Telekommunikationsinfrastrukturprojekten sowie die Ausführung von Instandhaltungs- und sonstigen Serviceleistungen. Neben der laufenden Betreuung der bestehenden Rahmenvertragskunden und Realisierung von kupferbasierten Projekten liegt der Fokus der Vertriebsaktivitäten in der Akquise von Aufträgen im Bereich der Planung und Errichtung von glasfaserbasierten Telekommunikationsinfrastrukturen als Projektgesellschaft für Kunden im Telekommunikations-/ EVU-Umfeld sowie im Bereich der Kupfer- und Glasfaser-Montage. Im Rahmen eines Full-Service-Ansatzes beauftragt die Gesellschaft in der Rolle eines Generalunternehmers zum Teil Subunternehmer mit der Realisierung der Kundenaufträge.

Die Gesellschaft bietet ihre Dienstleistungen über ein bundesweit flächendeckendes Servicenetz an. Die vitronet Projekte GmbH verfügt derzeit über Montagestandorte in Essen, Mannheim, Nürnberg, Unterschleißheim, München, Leuna und Westerrönfeld.

Die vitronet Projekte GmbH ist eine 100 % Tochtergesellschaft der vitronet GmbH, Essen, und wird entsprechend in den Konzernabschluss der vitronet GmbH, Essen, einbezogen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Glasfasermarkt in Deutschland verfügt weiterhin über ein starkes Wachstumspotenzial, da Technologien wie DSL (Festnetz) und LTE (Mobilfunk) an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen und eine nachweisliche Unterversorgung mit breitbandigen Internet- und Telefonieprodukten besteht. Das Datenvolumen pro Anschluss/ Monat wächst stetig. Services wie z.B. Cloud-Dienste, Data Storage, Social Networks, IOT (Internet of things) und TV- und Video-Anwendungen führen zu weiter steigenden Datenvolumina. Zukunftssichere Glasfaser bis ins Gebäude oder in die Wohnung ermöglicht nicht nur sehr hohe und zugleich symmetrische Bandbreiten bis weit in den Gigabit-Bereich, sondern -

insbesondere für die kommende Gigabit-Gesellschaft mit einer digitalisierten Wirtschaft - hochqualitative Highspeed-Internetanschlüsse, die sich durch Qualitätsmerkmale wie extrem geringe Ping-Zeiten (Latenz) oder praktisch nicht existierende Bandbreitenschwankungen auszeichnen. Aus diesen Gründen braucht Deutschland hochleistungsfähige Gigabit-Glasfasernetze, um Wirtschaftswachstum - und damit Wohlstand - zu sichern. Nur direkte Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude oder bis in die Wohnung (Fiber to the Buildung - FTTB, Fiber to the Home - FTTH) sind in der Lage, die schon bald notwendigen Anforderungen der Gigabit-Gesellschaft zu erfüllen.

Zukunftssichere Glasfasernetze bilden auch das Fundament der nächsten, der fünften Mobilfunkgeneration (5G). Glasfaserausbau und 5G-Rollout hängen klar voneinander ab und müssen daher synergetisch erfolgen. Auf diese Weise wird 5G zum Katalysator für den Glasfaserausbau - und damit auch zum Katalysator für die Digitalisierung in Deutschland.

Die Breitbandstrategie der Bundesregierung sieht daher vor, bis 2025 eine bundesweite flächendeckende Gigabitnetz-Versorgung zur Verfügung stellen zu können. Gerade in ländlichen Gebieten lässt sich aufgrund höherer Anschlusskosten und geringer Nachfrage eine Erschließung über den Markt oft nur schwer darstellen. Hier greifen die Förderprogramme der Bundesregierung und innovative Finanzierungsformen, um Ausbauprojekte wirtschaftlich nachhaltig und in einem überschaubaren Zeitrahmen umsetzen zu können. Durch Darlehen mit günstigen Zinssätzen, langen Laufzeiten und einer tilgungsfreien Zeit in der Startphase bieten zudem öffentliche Förderbanken Investoren einen sicheren Finanzierungsrahmen an. Mittel werden z.B. durch die KfW-Bankengruppe, die Landwirtschaftliche Rentenbank, einige Förderbanken der Länder sowie die Europäische Investitionsbank (EIB)

bereitgestellt.

Die vitronet Projekte GmbH ist innerhalb dieses wachsenden Marktumfelds hervorragend positioniert und wird als ein in diesem Markt etabliertes Spezialdienstleistungsunternehmen an der zukünftigen Entwicklung des Glasfaserausbaus in Deutschland partizipieren.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die vitronet Projekte GmbH ist im Juni 2017 durch die vitronet GmbH, einer Gesellschaft der DBAG-Gruppe, erworben worden. Die DBAG ist einer der führenden deutschen Beteiligungsfonds und beabsichtigt nachhaltiges Wachstum durch Kapitalbereitstellung zu erzielen.

Im Rahmen dieser Wachstumsstrategie wurden der oben genannten Akquisition nachgelagert noch im selben Jahr die Unternehmen Dankers Bohrtechnik GmbH, Dankers Projektierung GmbH und vitronet-z GmbH erworben, die Schwestergesellschaften der vitronet Projekte GmbH darstellen.

Durch die Sicherung von lukrativen Folgeaufträgen auf Bestandsprojekten sowie durch die Akquisition neuer Projekte konnte die Gesamtleistung im Jahr 2018 um ca. 10 % auf T€ 37.104 ausgeweitet werden. Somit konnte das Geschäftsjahr 2018 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 2.444 abschließen (Vorjahr: T€ 2.404).

Die aktuelle Auftragslage sowie der Ausblick auf in Anbahnung befindliche Opportunities ist in der vitronet Projekte GmbH sehr positiv. So konnte der für die in 2019 geplante Gesamtleistung benötigte Auftragsbestand bereits im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres vollständig akquiriert werden.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Betrieblicher Rohertrag 15.126 14.582 +574 3,9
EBITDA 2.626 4.028 -1.402 -34,8
Jahresergebnis 2.444 2.404 +40 1,7

Der betriebliche Rohertrag hat sich um T€ 574 erhöht.

Das EBITDA ist aufgrund von Wachstumsmaßnahmen um T€ -1.402 gesunken.

Haupteinflussfaktor für das gesunkene Betriebsergebnis sind im Wesentlichen ein strategischer Personalaufbau und die damit einhergehenden Kosten.

b) Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung ebenfalls deutlich positiv und auf vergleichbarem Niveau zum Vorjahr. Darüber hinaus konnten die Liquiditätssituation durch vertraglich zugesicherte Anzahlungen verbessert und Working Capital Effekte aufgrund des Geschäftszuwachses und der Vorfinanzierung im Rahmen von Großprojekten abgedämpft werden.

Im Mai 2018 erfolgte eine Neufinanzierung der -vitronet Gruppe- durch ein Bankenkonsortium (Konsortialführer Landesbank Baden-Württemberg).

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme lag bei T€ 19.932 (Vorjahr T€ 13.309).

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 625 577 48 8,3
Vorräte 3.427 3.873 -448 -11,6
Forderungen LuL 10.312 5.464 4.828 88,4
Forderungen gegen Verbundunternehmen 127 10 117 >100,0
liquide Mittel 5.201 3.187 2.014 63,2
Passiva        
Eigenkapital 3.382 938 2.444 >100,0
langfristige Verbindlichkeiten 0 500 -500 100,0
Bilanzsumme 19.933 13.309 6624 49,8

Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr leicht um T€ 48 gestiegen. Das Vorratsvermögen ist stichtagebezogen um T€ 448 gesunken und betrifft im Wesentlichen unfertige Leistungen.

Durch das Einrichten einer bilateralen Kreditlinie im Rahmen der unter b) erwähnten Neufinanzierung, konnten die langfristigen Verbindlichkeiten auf 0 reduziert werden.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Entwicklung Gesamtleistung,

Betriebsergebnis und

Auftragsbestand.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Gesamtleistung, Rohertragsmarge und EBITDA-Marge heran.

Die Gesamtleistung beträgt für 2018 T€ 37.104 und ist damit um T€ 3.266 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Rohertragsmarge ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 % [39,0 %] Punkte gestiegen. Die EBITDA-Marge ist aufgrund diverser Erweiterungsmaßnahmen (insb. Personalaufbau) auf 7,1 % (Vorjahr: 11,9 %) gesunken.

Aufgrund der positiven Markt- und Geschäftsentwicklung konnten wir unseren Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöhen und somit die Wirtschaftsplanung 2019 bereits im ersten Quartal zu 100 % absichern.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist erfreulich.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

III. Zweigniederlassungsbericht

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. Die vitronet Projekte GmbH verfügt derzeit über Montagestandorte in Essen, Mannheim, Nürnberg, Unterschleißheim, München, Leuna und Westerrönfeld.

IV. Prognosebericht

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach breitbandigen Glasfasernetz-Infrastrukturen, insbesondere im EVU-Umfeld und ländlichen/ unterversorgten Regionen, was sich im Jahr 2018 durch ein nochmals gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenes Ausschreibungsvolumen gezeigt hat, wird auch in 2019 mit einer weiterhin steigenden Nachfrage nach Breitbandprojekten gerechnet.

Da der Planumsatz für das Jahr 2019 bereits im Q1 2019 zu 100% mit Auftragsbestand abgedeckt wurde, akquiriert die vitronet Projekte GmbH bereits Aufträge für die Jahre 2020 und folgende.

Hierdurch und aufgrund der sehr guten Auftragslage wird im Geschäftsjahr 2019 mit einem positiven Jahresergebnis gerechnet. Entsprechend dieser Entwicklung wird erwartet, dass sich die Gesamtleistung sowie die Rohertrags- als auch die EBITDA-Marge über dem Niveau des Vorjahres entwickeln und verbessern werden.

Darüber hinaus erwarten wir ebenfalls eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

V. Chancen- und Risikobericht

Grundsätzlich besteht in Deutschland ein weiter steigendes Interesse an dem Ausbau breitbandiger Glasfasernetz-Infrastrukturen und eine damit steigende Nachfrage nach Dienstleistungen zur Errichtung dieser modernen Glasfasernetze. Kritischer Erfolgsfaktor für das weitere Wachstum in diesem Markt ist momentan die Akquisition von Fachkräften in den Bereichen Projekt-/

Bauleitung und LWL-/ Kupfermontagen zur Abwicklung der entsprechenden Projektaufträge. Darüber hinaus ist die Bindung von Tiefbaupartnern in den GU-Projekten von großer Bedeutung, da aufgrund der angestiegenen Gesamtnachfrage im Markt sowohl die Preise in diesem Bereich steigen, als auch die frei verfügbaren Ressourcen in den relevanten Zeiträumen im Projektgeschäft knapper werden. Diese Themen sind erkannt und es wurden bereits geeignete Maßnahmen seitens der Geschäftsleitung ergriffen, um diese Herausforderungen entsprechend anzugehen.

Infolge der gestiegenen Nachfrage nach Breitbandprojekten und der hohen Ausschreibungsdichte, konnte die Auftragslage im Vergleich zum Vorjahr bereits deutlich verbessert werden. Aufgrund dieses derzeit andauernden Markttrends und der gerade bereitgestellten Förderungsprogramme von Breitbandprojekten ist in den nächsten Jahren mit einer weiterhin hohen Nachfrage zu rechnen. Somit besteht die Chance, die positive Entwicklung der Gesellschaft fortzusetzen, die Auftragslage auch für die Folgejahre weiter auszubauen und abzusichern und die Gesellschaft weiter zu stabilisieren und nachhaltig in den relevanten Marktsegmenten zu etablieren.

Vor diesem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden.

 

Essen, 28. Mai 2019

Thomas Simon

Matthias Krause

Florian Donath

Bilanz

Aktiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen 624.546,50 577.051,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 23.757,00 33.195,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.757,00 33.195,00
II. Sachanlagen 600.789,50 543.856,50
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 600.789,50 543.856,50
B. Umlaufvermögen 19.215.501,77 12.607.716,13
I. Vorräte 3.426.557,80 3.872.557,16
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 772.756,99 628.287,62
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.640.541,08 3.216.009,81
3. fertige Erzeugnisse und Waren 13.259,73 13.259,73
4. geleistete Anzahlungen 0,00 15.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.587.665,78 5.548.611,74
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.438.947,41 5.473.546,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25.536,11 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 123.182,26 75.065,54
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.201.278,19 3.186.547,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 92.603,93 123.787,15
Bilanzsumme, Summe Aktiva 19.932.652,20 13.308.554,78

Passiva

   
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital 3.382.394,01 938.090,81
I. gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 642.344,04 642.344,04
III. Gewinnvortrag 265.746,77 -2.138.220,63
IV. Jahresüberschuss 2.444.303,20 2.403.967,40
B. Rückstellungen 3.619.784,85 3.183.160,56
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 814.487,00 652.814,00
2. Steuerrückstellungen 1.026.987,56 1.603.906,12
3. sonstige Rückstellungen 1.778.310,29 926.440,44
C. Verbindlichkeiten 12.930.473,34 9.185.892,41
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.000.000,00 2.074.154,59
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.393.939,10 3.487.874,70
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.983.206,84 3.419.134,91
4. sonstige Verbindlichkeiten 553.327,40 204.728,21
davon aus Steuern 85.833,02 76.498,63
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 9.333,72 11.190,01
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 1.411,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 19.932.652,20 13.308.554,78

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1. Umsatzerlöse 37.679.770,19 32.385.662,97
2. Veränderung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen -575.468,73 1.453.309,70
3. sonstige betriebliche Erträge 433.684,85 1.383.725,19
4. Materialaufwand 22.432.549,27 20.640.979,79
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.005.041,92 2.687.071,96
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.427.507,35 17.953.907,83
5. Personalaufwand 6.772.587,59 5.747.110,52
a) Löhne und Gehälter 5.593.871,67 4.802.596,67
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.178.715,92 944.513,85
davon für Altersversorgung 4.574,80 5.479,60
6. Abschreibungen 260.523,94 268.618,99
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 260.523,94 268.618,99
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.695.949,46 4.789.405,03
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.375,97 19.795,57
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 259.910,04 215.910,55
davon an verbundene Unternehmen 45.118,73 24.000,00
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -353.483,90 1.154.040,32
11. Ergebnis nach Steuern 2.473.325,88 2.426.428,23
12. sonstige Steuern 29.022,68 22.460,83
13. Jahresüberschuss 2.444.303,20 2.403.967,40

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die vitronet Projekte GmbH hat ihren Sitz in Essen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter HRB 21564 eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 I, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen:

Die immateriellen Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs-/ Herstellungskosten, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Umlaufvermögen:

Die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zum gleitenden Durchschnittspreis angesetzt.

Die unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Fertigungslohn- und Materialeinzelkosten anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten und bilden damit die handelsrechtliche Bewertungsuntergrenze ab. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht einbezogen. Auch erfolgte keine Einbeziehung von Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Das übrige Umlaufvermögen wurde zum Nennwert angesetzt.

Von der Möglichkeit des Ansatzes eines Überhangs aktiver latenter Steuern nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde zum Stichtag 31. Dezember 2018 kein Gebrauch gemacht.

Rückstellungen/Verbindlichkeiten:

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Alle erkennbaren Risiken wurden berücksichtigt und mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag zurückgestellt.

Zum 31. Dezember 2018 wurde die Pensionsverpflichtung in Höhe von T€ 1.375 nach § 246 Abs. 2 HGB mit dem die Pensionsansprüche sichernden Treuhandvermögen saldiert und der bestehende Passivüberhang in Höhe von T€ 815 unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte dabei zum Zeitwert mit T€ 561. Der Rückstellungsbewertung zum 31. Dezember 2018 liegen die Anwartschaftsbarwertmethode mit einem Rechnungszins von 3,21 % für den Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB und 2,32 % für den Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB, die Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2018 G sowie eine Rentenanpassung von 2,00 % zugrunde. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren bzw. den vergangenen sieben Jahren beläuft sich auf T€ 289 (i. Vj. TEUR 244) und ist nach Maßgabe des § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

Im Zusammenhang mit der Saldierung der Pensionsverpflichtung mit dem Treuhandvermögen erfolgte in 2018 auch eine Saldierung von Aufwendungen in Höhe von T€ 161 (Erhöhung Pensionsverpflichtung) mit Erträgen in Höhe von T€ 28 und Auszahlungen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von T€ 28, so dass sich ein saldierter Aufwand für 2018 in Höhe von T€ 161 ergab.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

IV. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagespiegel, der als Anlage beigefügt ist, verwiesen.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betragen, nach Saldierung mit dem die Pensionsansprüche sichernden Treuhandvermögen, T€ 815 (i.Vj. T€ 653).

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für den Personalbereich (T€ 357), für Gewährleistungen (T€ 160), für ausstehende Rechnungen (T€ 772) sowie für Vertragsstrafen (T€ 463).

Verbindlichkeiten

Darlehen seitens der Gesellschafterin vitronet GmbH in Höhe von T€ 2.693 sind kurzfristig fällig.

Darüber hinaus bestehen Bürgschaftslinien mit einem Gesamtrahmen in Höhe von ca. M€ 12,0, die zum Stichtag mit ca. M€ 7,38 ausgelastet sind. Diese Bürgschaftslinien sind mit T€ 981 bar besichert.

Die Restlaufzeiten der übrigen in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten betragen sämtlich unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind nicht gesichert.

Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern/ verbundenen Unternehmen

Zu den Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen werden folgende Angaben gemacht:

Verbindlichkeiten gegenüber vitronet GmbH: EUR 4.242.792,35

Davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 84.857,61

Davon Umsatzsteuerverbindlichkeiten EUR 1.465.279,03

Davon Darlehensverbindlichkeiten EUR 2.692.656,22

Verbindlichkeiten gegenüber Dankers Bohrtechnik GmbH: EUR 1.071.811,43

Davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 1.071.811,43

Forderungen gegen vitronet GmbH: EUR 372.610,34

Davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 15.665,75

Davon Umsatzsteuerforderungen EUR 356.944,59

Forderungen gegen vitronet-z GmbH: EUR 69.032,76

Davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 69.032,76

Forderungen gegen Dankers Bohrtechnik GmbH: EUR 29.667,85

Davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 29.667,85

Forderungen gegen Dankers Projektierung GmbH: EUR 9.307,75

Davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 9.307,75

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 148 (i.Vj. T€ 116) enthalten.

Periodenfremde Erträge von insgesamt T€ 143 resultieren mit T€ 92 aus der Auflösung von Rückstellungen.

VI. Sonstige Angaben

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 1.034 brutto und aus Mietverhältnissen in Höhe von T€ 1.036 brutto.

Die Zahl der durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer betrug 130. Diese lassen sich wie folgt in Gruppen einteilen:

angestellte Monteure/ Techniker: 102

Bereichsleitung: 18

Verwaltung: 10

Geschäftsführer:

Peter Schütz, Immenhausen, Telekommunikationstechniker (bis 22.08.2018)

Thomas Simon, Essen, Fernmeldeinstallateur

Matthias Krause, Wuppertal, Wirtschaftsingenieur

Florian Donath, Leverkusen, Bauingenieur (seit 25.04.2018)

Die Gesellschaft wird in den befreienden Konzernabschluss des deutschen Mutterunternehmens im Sinne des § 285 Nr. 14/ Nr. 14a HGB vitronet GmbH, Essen, einbezogen.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe vorzutragen.

 

Essen, 28. Mai 2019

Thomas Simon

Florian Donath

Matthias Krause

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 234.035,69 2.650,00 0,00 236.685,69
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.017.493,32 319.712,31 17.950,36 2.319.255,27
  2.251.529,01 322.362,31 17.950,36 2.555.940,96
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2018
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 200.840,69 12.088,00 0,00 212.928,69
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.473.636,82 248.435,94 3.606,99 1.718.465,77
  1.674.477,51 260.523,94 3.606,99 1.931.394,46
Buchwerte
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.757,00 33.195,00
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 600.789,50 543.856,50
  624.546,50 577.051,50

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.07.2019 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die vitronet Projekte GmbH, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der vitronet Projekte GmbH, Essen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der vitronet Projekte GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 geprüft.

1. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

1. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 29. Mai 2019

KPMG AG
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