Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 141469
Eingetragen
20.5.2016
Branche
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende BerufsausübungsgesellschaftenPraxen von Wirtschaftsprüferinnen und -prüfern, vereidigten Buchprüferinnen und -prüfern, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und BuchprüfungsgesellschaftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens der Gesellschaft ist die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Rechnungswesen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tom Schmüser
seit 21.11.2023
Prokura
Geschäftsführer
Roger Dr. Gothmann
seit 20.5.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
R**** G*******
17.57%
C******** K*********
17.57%

Ungelöste Beteiligungen (9)

NameAnteil
Taxdoo GmbHEigenbeteiligung
2.20%

Gesellschafter
Beta

5 von 12 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
R**** G*******
17.57%
C******** K*********
17.57%
Accel London VI L.P.
United States
16.62%
M******* M****** A***********
15.38%
Internet Fund VII Pte Ltd
Singapore
13.97%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Taxdoo GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Wer 1.351,86 1.449,86
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 693,70
1.351,86 2.143,56
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 278.672,04 390.282,50
2. Geleistete Anzahlungen 3.400,00 0,00
282.072,04 390.282,50
283.423,90 392.426,06
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 438.597,72 631.970,93
2. Sonstige Vermögensgegenstände 757.184,46 5.707.311,09
1.195.782,18 6.339.282,02
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 26.286.125,74 27.853.077,34
27.481.907,92 34.192.359,36
C. RECHNUNGSABRENZUNGSPOSTEN 328.682,83 301.134,30
28.094.014,65 34.885.919,72

PASSIVA

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Ausgegebenes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 40.704,00 40.704,00
2. Eigene Anteile -894,00 -894,00
39.810,00 39.810,00
II. Kapitalrücklage 54.364.160,48 54.364.160,48
III. Verlustvortrag -22.471.487,0 -6.225.057,42
IV. Jahresfehlbetrag -6.176.431,75 -16.246.429,6
25.756.051,67 31.932.483,42
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 1.399.424,01 1.878.700,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 39,23 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 323.909,90 411.322,17
3. Sonstige Verbindlichkeiten 492.246,50 270.278,19
davon aus Steuern EUR 340.446,65 (Vj. EUR 226.865,66)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 38.409,25 (Vj. EUR 37.730,39) 816.195,63 681.600,36
D. RECHNUNGSABRENZUNGSPOSTEN 122.343,34 393.135,94
28.094.014,65 34.885.919,72

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 12.068.007,09 9.626.146,36
2. Sonstige betriebliche Erträge 261.561,01 76.019,76
12.329.568,10 9.702.166,12
3. Materialaufwand
Bezogene Leistungen -2.079.721,17 -2.192.558,67
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.175.184,31 -12.071.628,23
b) Soziale Abgaben -2.011.205,51 -2.185.343,05
-12.186.389,82 -14.256.971,28
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -132.672,94 -130.525,43
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.636.409,91 -9.369.359,85
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 534.667,15 819,47
8. Sonstige Steuern -5.473,16 0,00
9. Ergebnis nach Steuern / Jahresfehlbetrag - -6.176.431,75 -16.246.429,64

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeines

Die Taxdoo GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und wird beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 141469 geführt.

Der Jahresabschluss der Taxdoo GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Von den Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß §§ 288 HGB i.V.m. § 267 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den im § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft überschreitet im Berichtsjahr wiederholt diese Größenmerkmale und ist damit prüfungspflichtig gemäß §§ 316 ff. HGB.

Um eine bessere Klarheit und Übersichtlichkeit zu erreichen, werden Vermerke, die nach den gesetzlichen Vorschriften wahlweise in der Bilanz anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und der Schulden erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (going-concern).

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die beweglichen Vermögensgegenstände mit einem Wert bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und ein Anlagenabgang wird unterstellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Risikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1% gebildet. Bei zweifelhaften Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die wirtschaftlich einer bestimmten Zeit nach dem Stichtag zuzuordnen sind, gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die wirtschaftlich einer bestimmten Zeit nach dem Stichtag zuzuordnen sind, gebildet.

Geschäftstransaktionen in Fremdwährungen werden zum durchschnittlichen Wechselkurs umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für drohende Verluste aus Dauerschuldverhältnissen, Abfindung- und Urlaubsansprüche sowie Abschluss- und Prüfungskosten gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst.

Angabe zu Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten sind dem Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

Summe Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr davon Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten TEUR TEUR TEUR TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 324 324 0 0
(Vorjahr) 411 411 0 0
sonstige 492 492 0 0
(Vorjahr) 270 270 0 0
Summe 816 816 0 0
(Vorjahr) 681 681 0 0

In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Einnahmen aus Abonnements abgegrenzt.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 137,43 (Vj. EUR 589,14) und periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 45.038,40. (Vj. EUR 2.558,33) In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 539,42 (Vj. EUR 7.914,71) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 21.766,93 (Vj. EUR 1.340,84) enthalten.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft ist Mietverpflichtungen mit Laufzeit bis zum 30.09.2028 i.H.v. insgesamt TEUR 3.695 sowie Leasingverpflichtungen i.H.v. TEUR 12 eingegangen.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Dr. Christian Königsheim, Kaufmann, Hamburg,

Herr Dr. Roger Gothmann, Kaufmann, Elmshorn,

Herr Dr. Matthias Allmendinger, Kaufmann, Hamburg (bis zum 2. Februar 2023).

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 153 angestellte Arbeitnehmer (Vorjahr: 176 Arbeitnehmer) beschäftigt.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.

 

Hamburg, 23.05.2024

Dr. Christian Königsheim

Dr. Roger Gothmann

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlegende Informationen über das Unternehmen

A. Allgemeines und Geschäftsmodell

Die Taxdoo GmbH, im Folgenden Taxdoo genannt, ist ein Anbieter von Software-as-a-Service (SaaS), der eine cloudbasierte Finanzbuchhaltungs- und Umsatzsteuerlösung für den E-Commerce-Markt betreibt und dem FinTech-Bereich zuzuordnen ist. Taxdoo vereint automatisch Transaktionsdaten aus zahlreichen Marktplätzen, Shop-, Payment- und ERP-Systemen in einer Buchhaltungs- und Umsatzsteuer-Software und ermöglicht es den Kunden, ihr Geschäft in neuen Märkten auszubauen, ihren Betrieb zu skalieren und durch automatisierte Prozesse Zeit zu sparen. Taxdoo hat das Ziel, als Single Source of Truth für seine Kunden und deren Steuerberater zu fungieren. Alle Verkäufe, Gebühren und Zahlungen im In- und Ausland werden hier gesammelt und automatisiert ausgewertet. Weitere Funktionalitäten wie die automatisierte Generierung von Pro-Forma-Rechnungen für den EU-Warenverkehr, Intrastat-Auswertungen und -Meldungen sowie sonstige Leistungen des Partnernetzwerks im Falle von steuerlichen Prüfungen und anderen Anfragen von ausländischen Steuerbehörden runden das umfassende Portfolio ab. Kunden können zwischen verschiedenen Abonnement-Paketen mit unterschiedlichem Funktionsumfang und Laufzeiten wählen, wobei sich die Grundgebühren nach dem Außenumsatz des Kunden pro Monat richten.

B. Produktentwicklung

Im Jahr 2023 wendete die Gesellschaft etwa 35% der Betriebskosten für Entwicklung auf, um die bestehenden Produkte weiterzuentwickeln. Der Schwerpunkt lag hierbei auf der Weiterentwicklung des Buchhaltungsexports mit dem Ziel, eine transparente und verständliche Übersicht der relevanten Daten zu erreichen. Hierdurch wird das Produkt für eine breitere Zielgruppe relevant. Auch auf das Design des Produktes wurde im Berichtsjahr sehr viel Wert gelegt, so dass es übersichtlicher und intuitiver zu bedienen ist.

II. Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Da die Kundschaft des Unternehmens aus E-Commerce-Unternehmen bzw. deren Steuerberatern besteht, sind die branchenbezogenen Rahmenbedingungen und Entwicklungen des E-Commerce-Marktes wesentlich für die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und stehen damit im Mittelpunkt des Berichtes. Auch im Jahr 2023 spiegelte sich die geringe Ausgabenbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher in einem gesunkenen Bruttoumsatz im deutschen E-Commerce wider. Der Brutto-Umsatz mit Waren sank um 11,8% (VJ.: 8,8%) auf 79,7 Mrd. EUR. (Vj .: 90,4 Mrd. EUR). Im Vergleich zum Niveau des Jahres 2019 vor dem Ausbruch der COVID-Pandemie stieg der E-Commerce (mit Waren) in 2023 dennoch um 62%. Insgesamt lag der Branchenumsatz im E-Commerce (mit Waren und Dienstleistungen) im Berichtsjahr bei 93,6 Mrd. EUR, sodass die Vorjahresprognose in Höhe 94,7 Mrd. EUR nicht vollständig eingehalten wurde. Dennoch rechnet der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) für das Geschäftsjahr 2024 mit einer Stabilisierung der Umsätze und mit einem nominalem Umsatzwachstum im Gesamtmarkt von 2,0 Prozent. 1

B. Geschäftsverlauf

1. Umsatzentwicklung

Die Gesellschaft konnte ihren Umsatz im Jahr 2023 um rund 25% steigern, indem sie sich auf mehrere Schlüsselinitiativen konzentrierte, darunter Produktentwicklung, Kundenbeziehungsmanagement und Ausbau der Marketing- und Vertriebskanäle.

2. Mitarbeiterentwicklung

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten ist in 2023 auf 153 Mitarbeiter gesunken (Vj.: 176). Die Entwicklung spiegelt das allgemeine Marktumfeld wider und ist zum anderen auf Produktivitätssteigerungen zurückzuführen.

Taxdoo arbeitet aktiv an der Mitarbeiterbindung durch die Unterstützung flexibler Remote-Arbeit, den Ausbau interner Angebote und Support-Services sowie Investitionen in Schulung und Entwicklung der bestehenden Mitarbeiter, insbesondere in den Bereichen der fachlichen- und Karriereentwicklung.

1 https://bevh.org/detail/umsaetze-im-e-commerce-erreichen-talsohle

C. Ertragslage

In TEUR 2023 2022 Veränderung
(%)
Umsatzerlöse 12.068 9.626 25,37
Materialaufwand -2.080 -2.193 -5,15
Rohergebnis 9.998 7.433 34,37
Personalaufwand -12.186 -14.257 -14,53
Sonstige Aufwendungen -4.641 -9.369 -50,46
Sonstige betriebliche Erträge 261 76 243,42
EBITDA -6.578 -16.117 -59,19
Abschreibungen -133 -130 2,31
EBIT -6.711 -16.247 -58,69
Finanzergebnis/Ertragsteuern 535 1 >1.000
Jahresergebnis -6.176 -16.246 -61,98

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 12.068 (Vj.: TEUR 9.626) erzielt und der Vorjahreswert um 25,37% übertroffen. Die Entwicklung ist nicht auf die Absatzsteigerung eines einzelnen Produktes, sondern vor allem auf den Produktmix zurückzuführen.

Der Materialaufwand, im Wesentlichen bestehend aus bezogenen Leistungen für die Bereitstellung von Software und Dienstleistungen aus dem internationalen Steuerberater-Partnernetzwerk, ist um 5,15% auf TEUR 2.080 (Vj.: TEUR 2.193) zurückgegangen.

Der Personalaufwand ist um 13,53% auf TEUR 12.186 (Vj.: TEUR 14.257) zurückgegangen. Dies ist im Wesentlichen auf die leicht rückläufige Mitarbeiterzahl zurückzuführen.

Die sonstigen Aufwendungen sind um 50,46% auf TEUR 4.461 (Vj.: TEUR 9.369) zurückgegangen. Dies ist insbesondere auf eine Kostenoptimierung im Bereich der Aufwendungen für Lizenzen sowie zurückgegangene Marketing-, Vertriebs- und Freelancerkosten zurückzuführen.

Der Rückgang der Kosten lässt sich insbesondere auf deutliche Effizienzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr zurückführen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ergab einen Nettoverlust von TEUR 6.176 (Vj.: TEUR 16.246).

D. Finanzlage

Das Unternehmen konnte seinen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen und verfügte über ausreichende liquide Mittel zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit. Aus vergangenen Finanzierungsrunden verfügt die Gesellschaft weiterhin über ausreichende Finanzmittel, um ihre Geschäftstätigkeit und strategische Produktentwicklung in den kommenden Jahren planmäßig fortzusetzen.

Kapitalflussrechnung (verkürzt) in TEUR 2023 2022 Veränderung (%)
Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 27.853 43.114 -35,40
Mittelzufluss/-abfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit -1.889 -15.132 87,52
Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit 316 -129 -344,96
Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit 6 0 100
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 1.567 15.261 89,73
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 26.286 27.853 -5,63

E. Vermögenslage

In TEUR 2023 2022 Veränderung
(%)
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 1 2 -50,00
Sachanlagen 279 390 -28,46
Anlagevermögen 280 392 -28,57
Umlaufvermögen 1.196 6.340 -81,14
Liquide Mittel 26.290 27.853 -5,61
Rechnungsabgrenzungsposten 329 301 -9,30
Summe Aktiva 28.094 34.886 -19,47
Passiva
Eigenkapital 25.756 31.933 -19,34
Rückstellungen 1.399 1.879 -25,55
Lieferantenverbindlichkeiten 324 411 -21,17
Rechnungsabgrenzungsposten 122 393 -68,96
Übrige Verbindlichkeiten 493 270 82,59
Summe Passiva 28.094 34.886 -19,47

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Trotz des weiterhin herausfordernden Marktumfelds ist das Unternehmen im Berichtsjahr gewachsen, was sich in einer Umsatzsteigerung von rund 25% niederschlug. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zeigt mit dem Rückgang des Finanzmittelbestandes um 6% sowie der Verbesserung des negativen Jahresergebnisses um rd. 61% insgesamt eine positive Entwicklung auf, welche die Investitionen in die Produkt- und Marktentwicklung widerspiegelt und damit im Einklang mit den Unternehmensplänen steht.

III. Chancen- und Risikobericht sowie Prognoseberichterstattung

Dieser Bericht befasst sich mit den Risiken, mit denen die Taxdoo GmbH im Geschäftsjahr 2023 konfrontiert war.

Im Berichtszeitraum wurden keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken eingesetzt.

A. Markt- und Wettbewerbsrisiken

Externe Ereignisse, die durch eine allgemeine Abschwächung der Wirtschaft verursacht werden, könnten sich negativ auf E-Commerce-Unternehmen vor allem kleiner und mittlerer Größe auswirken und auch deren Einnahmen beeinträchtigen. Da die Abonnementgebühren der Produkte von Taxdoo direkt mit dem Außenumsatz der Kunden korrelieren, ist Taxdoo in Teilen direkt vom Geschäftsverlauf seiner Kunden betroffen. Aus wirtschaftlicher Sicht kann sich insbesondere die steigende Anzahl an Insolvenzen potenziell negativ auf einen Teil der Umsätze der Gesellschaft auswirken.

Im Jahr 2023 wurde die Strategie von Taxdoo weiter geschärft. Der Fokus wird weiterhin auf das Thema Finanzbuchhaltung gelegt, um nicht nur einen verbesserten Abgleich von Zahlungsströmen und Transaktionen zu ermöglichen, sondern auch um den Kunden als vollumfängliches Vorsystem für die Buchhaltung zu dienen. Nach wie vor ist es das Bestreben von Taxdoo, ein nahtloses Zusammenspiel von E-Commerce, Finanzbuchhaltung, Umsatzsteuer-Compliance und Steuerberatung bereitzustellen - mit dem Ziel, die Finanzbuchhaltungs- und Umsatzsteuerprozesse der Kunden zu vereinfachen und gleichzeitig die Kosten für Buchhalter und Steuerberater zu senken.

Da eine technische Lösung wie die von Taxdoo für E-Commerce-Unternehmen aufgrund der Komplexität des E-Commerce-Marktes und der verbundenen buchhalterischen und steuerlichen Regulierungen unerlässlich ist, ist ein Rückgang der Nachfrage nach diesen Dienstleistungen daher nicht zu erwarten. Die bereits erwähnte Wachstumsprognose des bevh bestätigt diese Einschätzung.

Des Weiteren hebt sich Taxdoo durch sein umfassendes Produktangebot mit integrierten Buchhaltungs- und weiteren Auswertungs- und Meldefunktionalitäten von der Marktbegleitung ab.

B. Rechtliche Risiken

Das Kerngeschäft von Taxdoo besteht in der Analyse der Transaktionsdaten der Kunden, um die Einhaltung der Rechtsvorschriften der Europäischen Union und Großbritanniens zur Umsatzsteuer sicherzustellen. Daher ist die Einhaltung der rechtlichen Vorschriften bei der Erbringung unserer Dienstleistungen für Taxdoos Kunden von größter Bedeutung. Dazu gehören das Verständnis und die Anwendung der lokalen Umsatzsteuer-Vorschriften und -Regularien, die Sicherstellung der korrekten und pünktlichen Umsatzsteuer-Meldungen der Kunden sowie die Einhaltung der einschlägigen Vorschriften der Regulierungsbehörden. Taxdoo begegnet diesen Risiken mit einem eigenen Netzwerk von Steuerberatern in den EU-Ländern und in Großbritannien, welche die lokalen Umsatzsteuer-Meldungen der Kunden und diverse sonstige steuerliche Dienstleistungen erbringen. Das Netzwerk arbeitet eng mit internen Abteilungen zusammen, welche die Infrastruktur des Partnernetzwerks betreiben und alle erforderlichen Dienstleistungen und Informationen bereitstellen, um die Erfüllung aller regulatorischen Vorschriften zu sichern.

Die fachliche Unterstützung in den Bereichen Rechnungswesen und Umsatzsteuer wird von internen und externen Experten aus dem Buchhaltungs- und Steuerbereich erbracht. Um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften jederzeit zu gewährleisten, überwachen und antizipieren diese Experten laufend potenzielle Änderungen der Umsatzsteuer-Vorschriften und anderer Regularien, um eine zeitnahe und fachlich korrekte Implementierung in das Produkt zu gewährleisten. Hierzu sind die genannten Experten teilweise auch direkt in den Produkt-Teams vertreten und an der konkreten Produktentwicklung beteiligt.

Der Umgang mit sensiblen Finanzdaten erfordert ein hohes Maß an Datenschutz und Sicherheit. Aus diesem Grund sichert die Gesellschaft die Einhaltung der Datenschutzregelungen wie der allgemeinen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und implementiert angemessene Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Kundendaten.

Eine wichtige Änderung, die sich potenziell auf künftige Umsätze auswirken könnte, ist die Ende 2022 veröffentlichte Planung neuer Umsatzsteuer-Reformen durch die Europäische Kommission, die darauf abzielt, das Umsatzsteuersystem der EU zu modernisieren. Diese Reformen sehen unter anderem vor, Teile der Umsatzsteuer-Compliance auf Marktplätzen vom Händler auf den Marktplatz zu übertragen und den sogenannten One-Stop-Shop für Fernverkäufe auf weitere Transaktionstypen auszudehnen. Die Umsetzung dieser Reformen wird voraussichtlich zwischen 2026 und 2029 erfolgen.

Da die Auswertungen und Meldungen von grenzüberschreitenden Warentransaktionen in der EU und Großbritannien einen signifikanten Teil der Umsätze der Gesellschaft ausmachen, könnten die oben genannten Reformen einen Teil der künftigen Umsätze beeinträchtigen. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen dieser Reformen bereits nach Aufkommen der ersten inoffiziellen Gerüchte im vorhergehenden Berichtsjahr antizipiert und seine Strategie entsprechend angepasst. Hierzu gehört u.a. die weitere Ausweitung des Produktportfolios auf Funktionen, die weniger abhängig von regulatorischen Entwicklungen sind. Beispiele sind die Weiterentwicklung der Finanzbuchhaltungsprodukte sowie die Bereitstellung automatisierter und integrierter Steuerberater-Mandanten-Workflows. Auch im Berichtsjahr wurden die Entwicklungen weiterhin beobachtet Taxdoo lässt sich von internen und externen Rechtsexperten zu den verschiedenen Rechtsgebieten und Rechtsprechungen beraten, um etwaige rechtliche Risiken möglichst frühzeitig zu erkennen und zu minimieren.

C. Technische Risiken

Ein technisches Risiko stellt insbesondere ein längerer Ausfall der Softwareplattform und die damit einhergehende eingeschränkte Verfügbarkeit der Taxdoo-Dienste dar. Diesem Risiko wird durch eine Vielzahl von Maßnahmen begegnet, wie einem entsprechenden Kapazitätsmanagement, der kontinuierlichen Überwachung und Verbesserung der Serverinfrastruktur sowie die regelmäßige Sicherung aller relevanten Daten durch externe Dienstleister.

Ein weiteres Risiko besteht darin, geeignetes Personal für die fachliche und technische Weiterentwicklung der Software zu finden. Diesem Risiko wird durch eine entsprechende Ausrichtung der HR-Abteilung begegnet.

Weiterhin bestehen technische Risiken in Bezug auf die IT-Sicherheit, beispielsweise im Zusammenhang mit Cyber-Attacken oder Social Engineering/Phishing. Diesen Risiken begegnet Taxdoo mit einem internen Team aus Rechtsexperten, welches entsprechende Prozesse dokumentiert und notwendige Sensibilisierungsmaßnahmen plant und umsetzt. Dazu gehören jährliche Schulungen der Mitarbeiter in den Bereichen Datenschutz, Phishing und Datensicherheit.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine der oben genannten Angriffe registriert und es gab keine relevanten Ausfälle der Server-Infrastruktur.

Im Allgemeinen unterscheiden sich die technischen Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt sein kann, nicht von denen anderer Technologieunternehmen, die externe cloudbasierte Dienste wie Amazon Web Services nutzen.

D. Finanzielle Risiken

Es besteht ein Risiko bei einzelnen Forderungen, insbesondere bei geringerer Solvenz der Kunden oder falscher Übermittlung von Daten. In bestimmten Fällen kann dieses Risiko erhöht sein, da Taxdoo auch bei neu gegründeten und jungen Unternehmen beliebt ist, die potenziell eine höhere Insolvenzwahrscheinlichkeit haben. Die Geschäftsführung rechnet jedoch aufgrund des konsequenten Forderungsmanagements bei Zahlungsverzögerungen mit geringen Forderungsausfällen.

E. Gesamtes Risiko

Es bestehen derzeit keine geschäftskritischen Risiken oder andere ungewöhnliche Risiken, die das Unternehmen wesentlich beeinflussen.

F. Chancen

Die Entwicklung von Taxdoo insbesondere im letzten Geschäftsjahr, als E-Commerce-Firmen ab 2022 in eine Phase der Konsolidierung getreten sind, hat gezeigt, dass weiterhin eine große Nachfrage nach einer integrierten E-Commerce-Lösung für Umsatzsteuer und Finanzbuchhaltung wie Taxdoo besteht.

Indem das Unternehmen eine umfassende Palette von Produkten anbietet, zu denen auch Finanzbuchhaltung oder die einfachere Zusammenarbeit mit Steuerberatern gehören, kann es seine Einkommensströme diversifizieren und den Gesamtumsatz steigern. Dadurch spricht die Gesellschaft einen breiteren Kundenstamm an und geht spezifischer auf die Bedürfnisse von Steuerberatern, ihren wichtigsten Partnern, ein. Auch hierdurch stärkt Taxdoo die Bindung zu seinen Kunden und hebt sich weiterhin von anderen Marktbegleitern ab.

Erst 50% der Kunden von Taxdoo nutzen derzeit die bestehenden Buchhaltungsprodukte, so dass eine weitere Ausweitung der Produkte auf die Finanzbuchhaltung und die Zusammenarbeit mit Steuerberatern für ein FinTech-Unternehmen wie Taxdoo erhebliche Wachstumschancen bieten kann.

G. Prognosebericht

Es wird für das Jahr 2024 mit einem moderaten Wachstum des E-Commerce-Marktes gerechnet. Daher wird die Nachfrage nach integrierten Finanzbuchhaltungs- und Umsatzsteuerlösungen für E-Commerce-Unternehmen weiter zunehmen und die Bereitschaft kleiner und mittlerer Unternehmen, in diesen Bereich zu investieren, weiter steigen. Dabei profitiert Taxdoo auch vom zunehmenden Fachkräftemangel aufseiten der Steuerkanzleien und dem damit verbundenen Antrieb zur Automatisierung.

Je nach Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage und des E-Commerce-Marktes erwartet die Gesellschaft eine Zunahme des Umsatzes gegenüber dem Berichtsjahr zwischen 5% und 10%. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Einfluss der Inflation nicht stärker ausfallen wird als im Jahr 2023. Eine zentrale Rolle für das Wachstum wird der stärkere Fokus auf die Buchhaltungslösung sein. Durch Verbesserungen im Produkt wird erwartet, dass mehr Bestandskunden dieses Produkt nutzen werden und mehr Neukunden als im Jahr 2023 gewonnen werden können.

Während die internen Prozesse und Kostenstrukturen optimiert werden, ist das Unternehmen finanziell gut ausgestattet und investiert weiterhin in die Produktentwicklung, um bestehende Produkte zu verbessern und das Produktportfolio zu erweitern. Aufgrund der Investitionstätigkeit wird die Gesellschaft auch im kommenden Jahr ein negatives Ergebnis erzielen, das sich in einem ähnlichen Rahmen wie in 2023 bewegen wird.

 

Hamburg, 23.05.2024

Dr. Christian Königsheim

Dr. Roger Gothmann

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Taxdoo GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Taxdoo GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Taxdoo GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichend geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass zukünftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 24. Mai 2024

Meyer & Pritsch Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

F. Meyer, Wirtschaftsprüfer

M. Medag, Wirtschaftsprüfer

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